[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Wertpapiere, Sicherheitspapiere
oder Sicherheitsgegenstände, mit einer ersten Seite und einer zweiten Seite, wobei
das Sicherheitselement eine Trägerschicht aufweist. Die Erfindung betrifft weiters
ein Wertpapier, Sicherheitspapier oder einen Sicherheitsgegenstand, insbesondere eine
Banknote.
[0002] Sicherheitselemente der oben genannten Art werden üblicherweise verwendet, um die
Fälschungssicherheit von Wertpapieren, Sicherheitspapieren oder Sicherheitsgegenständen,
wie beispielsweise Banknoten, Ausweise, Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets etc.
zu erhöhen.
[0003] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit der im Stand der Technik bekannten Sicherheitselemente
werden lumineszierende Schichten bzw. Lackschichten oder Lackbeschichtungen eingesetzt.
Die lumineszierenden Pigmente sind bzw. die lumineszierende Farbe ist im sichtbaren
Wellenlängenbereiches des Lichtes nicht sichtbar, bzw. können oder kann bei Einstrahlung
von elektromagnetischen Wellen außerhalb des sichtbaren Spektrums (Ultraviolett (UV)
(λ < 380 nm) und/oder Infrarot (IR) (λ > 780 nm) -Strahlung) zur Emission von sichtbarem
Licht angeregt werden, und dadurch von einem Betrachter erkennbar gemacht werden.
[0004] Die bekannten lumineszierenden Pigmente bzw. lumineszierenden Stoffe zeigen eine
starke Lichtstreuung an den Pigmentoberflächen auf, weshalb der Lack bzw. die Schicht
im getrockneten Zustand matt, trüb oder opak erscheint. Wenn eine Transparenz der
trockenen Schicht bzw. Lackschicht inklusive einer Fluoreszenz gewünscht ist, so kann
dies nur durch spezielle lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente erreicht werden.
Die im Stand der Technik bekannten lumineszierende Pigmente enthaltende Lacke streuen
auftreffendes Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich mehr oder weniger stark, sodass
eine Transparenz bzw. Transmission der Lackschicht vermindert bzw. eingetrübt wird.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sicherheitselement mit erhöhter Fälschungssicherheit
zu schaffen, welches im Hinblick auf bekannte Ausführungen eine verbesserte Lackschicht
mit verringerter Streuung auftreffenden Lichts aufweist, sodass eine Transparenz bzw.
Transmission der Lackschicht vergleichsweise hoch ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement eingangs genannter Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass es zumindest eine Schicht bzw. eine Beschichtung aus einem lumineszierende
Pigmente, insbesondere bzw. bevorzugt fluoreszierende Pigmente, und zumindest ein
Bindemittel enthaltenden Lack aufweist, wobei die Schicht in einem getrockneten Zustand,
insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich des Lichts, einen Transmissionsgrad
von zumindest 75%, bevorzugt 80%, besonders bevorzugt 85%, respektive von zumindest
0,75, bevorzugt 0,8, besonders bevorzugt 0,85 aufweist.
[0007] Insbesondere ist es durch die erfindungsgemäße Ausbildung möglich geworden, eine
im sichtbaren Wellenlängenbereich des Lichts unsichtbare, und erst bei Beleuchtung
mit UV-Licht sichtbares Sicherheitsmerkmal zu realisieren. Mittels der erfindungsgemäßen
lumineszierenden Schicht kann beispielsweise eine darunterliegenden Schicht, beispielsweise
darunterliegende Strukturen oder eine optische Effektschicht, überdeckt werden, ohne
dass der wahrnehmbare optische Effekt durch die lumineszierende Schicht verändert
oder beeinflusst wird. Mittels der erfindungsgemäßen lumineszierenden Schicht ist
es nun auch möglich geworden, transparente Fensterbereiche mit einer lumineszierenden
Schicht zu versehen.
[0008] Mit getrocknetem Zustand ist im Kontext dieses Dokuments ein Zustand gemeint, in
welchem das Sicherheitselement in einem Wertpapier, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstand
weiter verarbeitbar ist. Mit getrockneter Zustand ist nicht zwingend ein spezieller
Restfeuchtezustand der lumineszierenden Schicht bzw. Beschichtung gemeint.
[0009] Die Transparenz oder Transmission beschreibt die Durchlässigkeit eines Mediums, im
gegenständlichen Fall einer Schicht bzw. Lackschicht, gegenüber elektromagnetischen
Wellen bzw. Licht. Der Begriff Transmissionsgrad ist eine Materialeigenschaft, welche
als Quotient zwischen der Wellenintensität vor und hinter dem Medium, respektive der
Schicht, definiert ist. Der Transmissionsgrad ist somit ein Maß für durchgelassene
Menge bzw. Intensität von elektromagnetischen Wellen bzw. Licht und nimmt Werte zwischen
0 und 1 bzw. zwischen 0% und 100% an.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Schicht aus
einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack im
getrockneten Zustand eine Schichtdicke von maximal 8 µm, bevorzugt von maximal 4 µm,
besonders bevorzugt von maximal 2 µm aufweist. Bei sehr stark verdünnten Lacken kann
es auch sein, dass die Schicht aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein
Bindemittel enthaltenden Lack im getrockneten Zustand eine Schichtdicke von maximal
1 µm aufweist.
[0011] Mittels einer derart dünnen Schichtdicke kann ein hoher Transmissionsgrad der lumineszierenden
Schicht gut und einfach erreicht werden.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Bindemittel
ausgewählt ist aus der Gruppe von Bindemitteln auf Basis von Polyurethan (PU), Polyvinylchlorid
(PVC), Polyethylenterephthalat (PET), Polycarbonat (PC), Nitrocellulose, Polyester
(PE), Epoxid, Polyvinylacetat und Polystyrol (PS), und/oder Acrylat, insbesondere
PE-Acrylat, PET-Acrylat, Urethan-Acrylat, Polymethylmethacrylat (PMMA), Ethylenacrylatcopolymeren,
Styrolacrylaten und/oder Epoxyacrylat, und/oder deren Co- und Terpolymere, und/oder
Mischungen daraus.
[0013] Diese Bindemittel eignen sich besonders gut zur Erreichung eines hohen Transmissionsgrades.
Grundsätzlich kann jedes Bindemittel eingesetzt werden, sofern dessen Brechungsindex
zu den weiteren Schichten des Sicherheitselements sehr ähnlich ist. Somit können sowohl
Lösemittelfarben, wässrige Dispersionen als auch 100% UV-Systeme zum Einsatz kommen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass eine Menge an
Bindemittel zumindest 30 Gew %, bevorzugt zumindest 40 Gew. %, besonders bevorzugt
zumindest 50 Gew. % beträgt. Dies jeweils im getrockneten Zustand der lumineszierenden
Schicht.
[0015] Mit einer Menge an Bindemittel in den angegeben Anteilen kann ein hoher Transmissionsgrad
der Schicht besonders gut erreicht werden. Grundsätzlich steigt der Transmissionsgrad,
je mehr Bindemittel enthalten ist.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass eine Menge an
lumineszierenden Pigmenten zumindest 0,5 Gew %, bevorzugt zumindest 1,0 Gew. %, besonders
bevorzugt zumindest 3,0 Gew. % beträgt. Dies jeweils im getrockneten Zustand der lumineszierenden
Schicht.
[0017] Mit einer Menge an lumineszierenden Pigmenten in den angegeben Anteilen kann ein
hoher Transmissionsgrad der Schicht besonders gut erreicht werden. Grundsätzlich steigt
der Transmissionsgrad, also wird die Schicht transparenter, je weniger Pigmente enthalten
sind.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass ein Brechungsindexunterschied
zwischen den lumineszierenden Pigmenten und dem Bindemittel zwischen 0,3 und 0,01,
bevorzugt zwischen 0,1 und 0,01, besonders bevorzugt zwischen 0,05 und 0,01 beträgt.
[0019] Hierbei können bei der Formulierung des Lackes das Bindemittel und die lumineszierenden
Pigmente so aufeinander abgestimmt sein, dass ein hoher Transmissionsgrad erreicht
wird, wobei zugleich vorteilhafterweise eine starke Fluoreszenzintensität erreicht
werden kann.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass eine maximale
Pigmentgröße der lumineszierenden Pigmente 50 µm, bevorzugt 10 µm, besonders bevorzugt
5 µm, beträgt.
[0021] Lumineszierende Pigmente mit einer Pigmentgröße gemäß den angegebenen Werten weisen
vorteilhafterweise eine besonders gute Fluoreszenzintensität auf, und ermöglichen
zugleich einen hohen Transmissionsgrad der getrockneten Schicht.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die lumineszierenden
Pigmente anorganische und/oder organische lumineszierende Pigmente enthalten, oder
aus solchen bestehen.
[0023] Durch den Einsatz von anorganischen lumineszierenden Pigmenten kann besonders gute
Haltbarkeit der Schicht, und insbesondere eine hohe Farbechtheit und Farbbeständigkeit,
erreicht werden. Dies vor allem unter Einfluss von elektromagnetischer Strahlung im
UV-Wellenlängenbereich.
[0024] Zur Herstellung der lumineszierenden Schicht können transparente lumineszierende
Pigmente bzw. Farbstoffe in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Diacetonalkohol,
i-Propylalkohol, Ethanol, Ethoxypropanol, Monoethylenglykol, Methoxypropanol, Methoxydipropanol,
n-Propanol, Methoxybutanol, n-Butanol, Ethoxypropanol, Butylglykol, Hexan, Cyclopentanon,
Aceton, Ethylacetat, Butylacetat, Cyclohexanon, I-Propylacetat, Metyhlethylketon,
Methoxypropylacetat, n-Propylacetat, Spezialbenzin, Toluol, Wasser, Xylol, Methylisobutylketon
bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bis zur Siedetemperatur des Lösungsmittels gelöst
werden. Sobald die Pigmente bzw. der Farbstoff vollständig gelöst sind bzw. ist, wird
das Gemisch in einen transparenten Standardlack eingerührt. Als transparente Standardlackzusammensetzungen
kommen beispielsweise Lacke entsprechend der obenstehenden Liste in Frage.
[0025] Branchenüblich werden zur Beschreibung der Transparenz oder Transmission anstelle
oder zusätzlich zum Transmissionsgrad auch die Materialparameter "Haze" (Trübung,
Weitwinkelstreuung) und "Clarity" (Bildschärfe, Nahwinkelstreuung) verwendet bzw.
berücksichtigt. Gängige Normen zur Bestimmung dieser Materialeigenschaften sind die
ISO 13468 (Bestimmung des totalen Lichttransmissionsgrades von transparenten Materialien),
die ISO 14782 (Bestimmung des Trübungswertes durchsichtiger Materialien) und die ASTM
D1003 (Prüfung der Trübung und Lichtdurchlässigkeit von transparenten Kunststoffen).
[0026] Weitwinkelstreuung (Haze, Trübung) führt zu einem Kontrastverlust und einer milchigen
Erscheinung. Dieser Effekt wird auch als Haze oder Trübung bezeichnet. Betrachtet
man einen schwarzen Buchstaben mit scharfen Kanten auf weißem Grund durch eine Probe
mit Weitwinkelstreuung führt das zu einem milchigen Erscheinungsbild. Der Kontrast
zwischen dem weißen Hintergrund und dem schwarzen Buchstaben ist reduziert.
[0027] Nahwinkelstreuung (Clarity, Bildschärfe) bewirkt kleine Abweichungen des Lichts in
hoher Intensität. Ein schwarzer Buchstabe mit scharfen Katen auf weißem Grund erscheint
durch eine Probe mit Nahwinkelstreuung betrachtet unscharf. Die Konturen des Buchstaben
werden verzerrt. Dieser als Bildschärfe oder Clarity bezeichnete Effekt bestimmt,
wie gut feine Details erkennbar sind. Hervorzuheben ist der Effekt, dass die Bildschärfe
mit zunehmendem Abstand zwischen Probe und Objekt weiter abnimmt, der Effekt der Trübung
im Gegensatz gleichbleibt.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Schicht im
getrockneten Zustand einen Clarity-Wert von zumindest 80, bevorzugt zumindest 90,
besonders bevorzugt 95, aufweist.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Schicht im
getrockneten Zustand einen Haze-Wert von maximal 20, bevorzugt maximal 15, besonders
bevorzugt maximal 10, aufweist.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Schicht vollflächig
oder partiell ausgebildet ist.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Sicherheitselement
zumindest eine optische Effektschicht aufweist, insbesondere zumindest eine zumindest
einen optisch variablen Effekt erzeugende Schicht aufweist, wobei die Schicht und
die optisch Effektschicht auf einer selben Seite oder auf unterschiedlichen Seiten
der Trägerschicht angeordnet sind.
[0032] Eine optische Effektschicht kann eine oder mehrere Farben aufweisen, wobei es sein
kann, dass die Farbe(n) der optischen Effektschicht und der in UV-Licht sichtbaren
lumineszierenden Farbe aufeinander abgestimmt sind. So können die Farben gleich sein,
oder es kann durch die Farben unter Mischbeleuchtung aus sichtbarem Licht und UV-Licht
eine Mischfarbe erzeugt werden und wahrnehmbar sein.
[0033] Die zumindest eine optische Effektschicht kann durch erste Strukturen gebildet sein
oder erste Strukturen umfassen, wobei die ersten Strukturen ein Motiv in unterschiedliche
Raumbereiche reflektieren, sodass für den Betrachter bei entsprechender Bewegung einer
Lichtquelle, bei Verkippen des Sicherheitselements und/oder bei Veränderung eines
Beobachtungswinkels, ein Bewegungsbild entsteht.
[0034] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das
Bewegungsbild für den Betrachter bei entsprechender Bewegung einer Lichtquelle, bei
Verkippen des Sicherheitselements und/oder bei Veränderung eines Beobachtungswinkels
als zusammenhängende Bewegung mehrerer Motivausschnitte wahrnehmbar ist.
[0035] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die ersten Strukturen achromatische
und/oder reflektierende Strukturen, wie beispielsweise Mikrospiegel, und/oder refraktive
Strukturen, wie beispielsweise Mikrolinsen, und/oder diffraktive Strukturen, wie beispielsweise
Hologramme, umfassen.
[0036] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die optische Effektschicht, in welcher ein
Motiv ausgebildet ist, als Dünnschichtelement ausgebildet ist und zumindest eine Absorberschicht
und zumindest eine Distanzschicht aufweist, oder wobei die optische Effektschicht
farbkippende Pigmente, insbesondere Interferenzpigmente, oder Flüssigkristallpigmente,
enthält, oder wobei die optische Effektschicht metallische Pigmente und/oder magnetische
Pigmente und/oder Farbpigmente und/oder Farbstoffe aufweist.
[0037] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die optische Effektschicht
auf die ersten Strukturen aufgedruckt und/oder aufgedampft ist.
[0038] Das Motiv und/oder der Unterbrechungsbereich, insbesondere die optische Effektschicht
in welcher das Motiv und/oder der Unterbrechungsbereich ausgebildet ist, kann dabei
eine Metalleffektfarbe und/oder einen Metalleffektlack und/oder eine Metalleffekttinte
und/oder ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber,
Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom,
Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen,
aufweisen.
[0039] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die optische
Effektschicht in welcher ein Motiv ausgebildet ist einen Farbkippeffekt aufweist,
und ein farbkippendes Dünnschichtelement oder farbkippende Pigmente, insbesondere
Interferenzpigmente, oder Flüssigkristallpigmente, enthält.
[0040] Die optische Effektschicht kann an einer der Sichtseite des Sicherheitselements abgewandten
Seite zumindest eine den Farbkippeffekt verstärkende Schicht aufweisen, wobei die
den Farbkippeffekt verstärkende Schicht insbesondere eine Schicht aus dunkler Farbe
und/oder eine Schicht aus Metalloxiden, wie beispielsweise unterstöchiometrischem
Aluminiumoxid, ist. So kann die den Farbkippeffekt verstärkende Schicht beispielsweise
auf einer Flüssigkristallschicht oder einer Schicht aus farbkippenden Pigmenten aufgebracht
sein, sodass die Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder die Flüssigkristallschicht
zwischen der den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der Trägerschicht angeordnet
ist. Die den Farbkippeffekt verstärkende Schicht kann aber auch zwischen der Trägerschicht
und der Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der zumindest einen Flüssigkristallschicht
angeordnet sein. Zudem ist es auch möglich, dass eine Trägerschicht zwischen der den
Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder
der Flüssigkristallschicht und angeordnet ist.
[0041] Die optische Effektschicht kann zumindest eine Flüssigkristallschicht, insbesondere
eine cholesterische Flüssigkristallschicht aufweisen.
[0042] Die optische Effektschicht kann als optisch nicht lineare Schicht oder als optisch
nicht lineare Lage und/oder als eine Schicht enthaltend lumineszierende Pigmente und/oder
lumineszierende Stoffe ausgebildet sein. Optisch nicht lineare Schichten oder Lagen
oder solche diese Schicht bildenden Materialien werden auch als IR-Upconverter oder
UV-Downconverter bezeichnet.
[0043] Dabei kann es sich um Materialien handeln, welche unter dem Einfluss von elektromagnetischer
Strahlung außerhalb des sichtbaren Wellenlängenbereiches des Lichtes eine sichtbare
Farbe aufweisen. Solche Materialien können unter diesen Bedingungen, beispielsweise
bei Einstrahlung von elektromagnetischen Wellen außerhalb des sichtbaren Spektrums
(Ultraviolett (UV) (λ < 380 nm) und/oder Infrarot (IR) (λ > 780 nm) -Strahlung) ,
zur Emission von sichtbarem Licht angeregt werden. Des Weiteren ist es möglich, dass
die optische Effektschicht photolumineszente Pigmente und/oder photolumineszente Stoffe
enthält, welche unter Anregung mit elektromagnetischer Strahlung eine Emission im
IR-Bereich aufweisen.
[0044] Die beschriebenen Strukturen können direkt in die Trägerschicht oder in eine weitere
Schicht, insbesondere eine Prägelackschicht, eingebracht sein, insbesondere mittels
einer Abformvorrichtung eingeprägt sein. Die Strukturen können direkt in eine Trägerschicht
eingeprägt werden. Beispielsweise durch Erwärmen der Trägerschicht und Einprägen der
Strukturen mittels eines Prägewerkzeuges, wie einer Prägewalze. Eine weitere alternative
Möglichkeit bestünde darin, zur Aufnahme der Strukturen eine eigene weitere Schicht
vorzusehen. Die weitere Schicht kann direkt auf eine Trägerschicht aufgebracht sein.
So kann z.B. die weitere Schicht von einem Prägelack gebildet sein, welcher entsprechend
zur Anordnung der Strukturen umgeformt ist. Dies kann wiederum mittels einer Abformvorrichtung
oder eines Abformelements in einem Prägeverfahren erfolgen.
[0045] Das Anordnen oder Aufbringen der optischen Effektschicht auf die Strukturen bzw.
der Metallschichten und/oder Metalleffektschichten kann z.B. durch einen Druckvorgang
und/oder einen Bedampfungsvorgang oder von mehreren derselben erfolgen. Es könnten
aber auch die nachfolgend beschriebenen Werkstoffe oder Zusatzstoffe der Reflexionsschicht
einen Bestandteil oder eine Lage der optischen Effektschicht bilden. Diese können
insbesondere aufgedruckt oder aufgedampft sein und so eine eigene Lage der optischen
Effektschicht bilden.
[0046] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn die optische Effektschicht als Dünnschichtelement
ausgebildet ist und zumindest eine Absorberschicht und zumindest eine Distanzschicht
aufweist.
[0047] Die zumindest eine Absorberschicht kann zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe von Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen,
Wolfram, Molybdän, Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien
umfasst, oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0048] Ferner kann vorgesehen sein, dass die als Dünnschichtelement ausgebildete optische
Effektschicht weiters noch zumindest eine Reflexionsschicht und/oder eine zweite Absorberschicht
umfasst, wobei die zumindest eine Distanzschicht zwischen der zumindest einen ersten
Absorberschicht und der zumindest einen Reflexionsschicht und/oder der zumindest einen
zweiten Absorberschicht angeordnet ist.
[0049] Die Reflexionsschicht kann hier auf Strukturen aufgebracht oder angeordnet, und kann
insbesondere auf diese aufgedruckt und/oder aufgedampft werden. Ebenfalls ist es möglich,
diese Reihenfolge in der optischen Effektschicht auch umzukehren, sodass die Absorberschicht
auf den Strukturen angeordnet ist und weiters die Distanzschicht und die Reflexionsschicht.
Somit wäre die Anordnung entsprechend der Reihenfolge Strukturen - Absorberschicht
- Distanzschicht - Reflexionsschicht. Anstelle der oben genannten Reflexionsschicht
kann aber auch eine weitere Absorberschicht vorgesehen sein.
[0050] Die zumindest eine Reflexionsschicht kann zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder
aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfassen
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0051] Die zumindest eine Distanzschicht kann ein niederbrechendes dielektrisches Material
mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere ausgewählt aus der
Gruppe Aluminiumoxid (Al
2O
3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF
2), Aluminiumfluorid (AlF
3), Cerfluorid (CeF
3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na
3AlF
6 oder Na
5Al
3F
14), Siliziumoxid (SIO
x), Siliziumdioxid (SiO
2), Neodymfluorid (NdF
3), Lanthanfluorid (LaF
3), Samariumfluorid (SmF
3), Bariumfluorid (BaF
2), Calciumfluorid (CaF
2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfassen
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0052] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die optische Effektschicht eine partielle
Schicht ist oder eine partielle Schicht umfasst, wobei durch die partielle Schicht
ein Motiv dargestellt ist.
[0053] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass bei Betrachtung
zumindest einer Seite des Sicherheitselements die lumineszierende Schicht einem Betrachter
näher ist als die optische Effektschicht.
[0054] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Trägerschicht
aus einem lichtdurchlässigen, insbesondere transparenten, Kunststoff gebildet ist.
[0055] Das Sicherheitselement umfasst eine Trägerschicht, insbesondere eine Trägerfolie,
aus einem Kunststoff, wobei insbesondere der Kunststoff aus einem lichtdurchlässigen
und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet sein kann. Die Trägerschicht kann bevorzugt
zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial
orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen
(PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK),
Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat
(PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC),
Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF),
Polyvinylidenfluorid (PVDF), EthylenTetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP), Cellulose- oder Lignin-basierte Kunststoffe, Polyhydroxyalkanoate (PHA), thermoplastische
Stärke (TPS), Polymilchsäure (PLA), Polycaprolacton (PCL), Polybutylensuccinat (PBS),
und Polybutylenadipatterephthalat (PBAT) und/oder zumindest einen recycelten und/oder
biologisch und/oder marin abbaubare Kunststoff und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere
dieser Materialien umfassen oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt
sein.
[0056] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass Schicht aus einem
lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack ein Motiv
darstellt.
[0057] Das Motiv der Schicht kann zumindest ein Porträt, eine Landschaft, ein Gebäude und/oder
ein Tier und/oder ein Muster und/oder ein abstraktes geometrisches Zeichen, Logo oder
ein alphanumerisches Zeichen und/oder ein Ikon und/oder ein Symbol und/oder eine Codierung
und/oder eine Abfolge von Zeichen darstellen.
[0058] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die optische Effektschicht
ein erstes Motiv darstellt und dass das Motiv der lumineszierenden Schicht und das
erste Motiv einander ergänzende Motive oder das gleiche Motiv darstellen.
[0059] Ebenso kann das erste Motiv der optischen Effektschicht zumindest ein Porträt, eine
Landschaft, ein Gebäude und/oder ein Tier und/oder ein Muster und/oder ein abstraktes
geometrisches Zeichen, Logo oder ein alphanumerisches Zeichen und/oder ein Ikon und/oder
ein Symbol und/oder eine Codierung und/oder eine Abfolge von Zeichen darstellen.
[0060] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass es ein Fenstersicherheitselement
ist.
[0061] Hierbei kann die hohe Transmission bzw. hohe Transparenz besonders gut zur Geltung
kommen.
[0062] Wie an sich bekannt, kann das Sicherheitselement zusätzliche Schichten aufweisen,
welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer
und/oder Folien umfassen. Schutzlacke können den gesamten Schicht- und/oder Lagenaufbau
vor mechanischen Beschädigungen wie z.B. Kratzern, Riefen oder dergleichen schützt.
Eine Schutzschicht kann sowohl einseitig, als auch beidseitige vorgesehen sein. Bevorzugt
kann mittels einer Schutzschicht auch eine ebenflächige Ausbildung des Sicherheitselements
erzielt werden.
[0063] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Wertpapier, Sicherheitspapier oder
einen Sicherheitsgegenstand dadurch gelöst, dass es zumindest ein Sicherheitselement
nach einem der Ansprüche aufweist.
[0064] Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die voranstehenden Beschreibungsteile
zu den Weiterbildungen und Vorteilen verwiesen.
[0065] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass es zumindest einen
Fensterbereich aufweist und das Sicherheitselement den Fensterbereich bedeckend oder
zumindest partiell oder bereichsweise bedeckend, ausgebildet ist.
[0066] In einem Fensterbereich kann ein Fenstersicherheitselement, welches die erfindungsgemäße
Transmissionseigenschaften aufweist besonders gut zur Geltung kommen, sticht einem
Betrachter sofort ins Auge trägt damit erheblich zur Fälschungssicherheit bei.
[0067] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0068] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Sicherheitselements in Schnittansicht,
- Fig. 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sicherheitselements in Schnittansicht,
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sicherheitselements in Schnittansicht,
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel eines Sicherheitselements in Draufsicht bei Beleuchtung mit
Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich,
- Fig. 5
- das Ausführungsbeispiel aus Fig. 4 in Draufsicht bei Beleuchtung mit UV-Licht oder
Mischlicht,
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel eines Wertpapiers, Sicherheitspapiers oder Sicherheitsgegenstandes
mit Fensterbereich in Draufsicht bei Beleuchtung mit Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich,
- Fig. 7
- das Ausführungsbeispiel aus Fig. 6 in Draufsicht bei Beleuchtung mit UV-Licht oder
Mischlicht.
[0069] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0070] Einführend sei erwähnt, dass der Schichtaufbau, sowie die Anordnung weiterer Schichten
abhängig von der Art der Anbringung des Sicherheitselementes auf einem Sicherheitsgegenstand
ist, da hierbei die zu betrachtende Seite des Sicherheitselementes nach der Anbringung
ausschlaggebend ist. Somit kann die Sichtseite wie in den Figuren dargestellt, von
oben betrachtet sein, es ist aber auch möglich, das Sicherheitselement von einer Sichtseite
von unten zu betrachten, z.B. durch einen Träger.
[0071] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Formulierung "eine Schicht ist
auf etwas aufgebracht" so zu verstehen ist, dass die Schicht direkt aufgebracht sein
kann, oder dass sich zwischen der aufgebrachten Schicht und dem, worauf die Schicht
aufgebracht ist, noch eine oder mehrere Zwischenschichten befinden können. An dieser
Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass zwischen den in diesem Dokument beschriebenen
Schichten eine oder auch mehrere Zwischenschichten angeordnet sein können. Es ist
somit nicht zwingend erforderlich, dass die beschriebenen Schichten einander kontaktieren.
Weiters sei darauf hingewiesen, dass der Begriff Schicht in diesem Dokument so zu
verstehen ist, dass eine Schicht auch aus mehreren Teilschichten aufgebaut sein kann.
[0072] Die Figuren 1 bis 3 zeigen Ausführungsbeispiele von Sicherheitselementen 1 in Schnittansicht.
Die Figuren 4 bis 7 zeigen Ausführungsbeispiele von Sicherheitselementen 1 bzw. von
Wertpapieren, Sicherheitspapieren oder Sicherheitsgegenständen 2 in Draufsicht, bei
verschiedenen Beleuchtungszuständen.
[0073] Die Ausführungsbeispiele werden nachfolgend so weit als möglich in einer Zusammenschau
beschrieben, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Es versteht sich von selbst
und ergibt sich aus den eingangs beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen, dass
die nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele lediglich beispielhaft sind, und
insbesondere keineswegs als bevorzugt oder gar als abschließend zu verstehen sind.
[0074] Die in den Figuren 1 bis 7 gezeigten Ausführungsbeispiele von Sicherheitselementen
1 bzw. von Wertpapieren, Sicherheitspapieren oder Sicherheitsgegenständen 2 mit einem
Sicherheitselement 1 weisen jeweils eine erste Seite 3 und eine zweite Seite 4 auf.
Je nach Art und Einsatzfall kann es sich bei beiden Seiten 3, 4 oder auch nur bei
einer der beiden Seiten 3, 4 um eine Sichtseite handeln.
[0075] Die Figuren zeigen, dass die Sicherheitselemente 1 jeweils eine Trägerschicht 5 und
zumindest eine Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente, insbesondere fluoreszierende
Pigmente, und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack aufweist. Diese Schichten
sind dabei insbesondere in den Schnittansichten gemäß den Fig. 1 bis 3 vereinfacht
dargestellt. Dabei ist vorgesehen, dass die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente
und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack in einem getrockneten Zustand, insbesondere
im sichtbaren Wellenlängenbereich, einen Transmissionsgrad von zumindest 75%, bevorzugt
80%, besonders bevorzugt 85%, aufweist.
[0076] Es kann sein, dass die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest
ein Bindemittel enthaltenden Lack im getrockneten Zustand eine Schichtdicke 7 von
maximal 8 µm, bevorzugt von maximal 4 µm, besonders bevorzugt von maximal 2 µm aufweist.
[0077] Denkbar ist auch, dass das Bindemittel ausgewählt ist aus der Gruppe von Bindemitteln
auf Basis von Polyurethan (PU), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PET),
Polycarbonat (PC), Nitrocellulose, Polyester (PE), Epoxid, Polyvinylacetat und Polystyrol
(PS), und/oder Acrylat, insbesondere PE-Acrylat, PET-Acrylat, Urethan-Acrylat, Polymethylmethacrylat
(PMMA), Ethylenacrylatcopolymeren, Styrolacrylaten und/oder Epoxyacrylat, und/oder
deren Co- und Terpolymere, und/oder Mischungen daraus.
[0078] Es kann auch sein, dass eine Menge an Bindemittel zumindest 30 Gew %, bevorzugt zumindest
40 Gew. %, besonders bevorzugt zumindest 50 Gew. % beträgt.
[0079] Es ist auch denkbar, dass eine Menge an lumineszierenden Pigmenten zumindest 0,5
Gew %, bevorzugt zumindest 1,0 Gew. %, besonders bevorzugt zumindest 3,0 Gew. % beträgt.
[0080] Ein Brechungsindexunterschied kann zwischen den lumineszierenden Pigmenten und dem
Bindemittel zwischen 0,3 und 0,01, bevorzugt zwischen 0,1 und 0,01, besonders bevorzugt
zwischen 0,05 und 0,01 betragen.
[0081] Denkbar ist auch, dass eine maximale Pigmentgröße der lumineszierenden Pigmente 50
µm, bevorzugt 10 µm, besonders bevorzugt 5 µm beträgt.
[0082] Die lumineszierenden Pigmente können anorganische lumineszierende Pigmente enthalten,
oder aus solchen bestehen.
[0083] Die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden
Lack kann im getrockneten Zustand einen Clarity-Wert von zumindest 80, bevorzugt zumindest
90, besonders bevorzugt 95, aufweisen. Es kann auch sein, dass die Schicht 6 aus einem
lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack im getrockneten
Zustand einen Haze-Wert von maximal 20, bevorzugt maximal 15, besonders bevorzugt
maximal 10, aufweist.
[0084] Die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden
Lack kann vollflächig oder partiell ausgebildet sein. Die Schnittansichten in den
Fig. 1 bis 3 zeigen jeweils Ausschnitte aus Bereichen eines Sicherheitselements, in
denen die Schicht 6 vollflächig ist. Es kann aber ebenso sein, dass es sich hierbei
um Ausschnitte aus partiellen Ausbildungen handelt. In der Fig. 4 und 5 ist ein Ausführungsbeispiel
eines Sicherheitselements 1 gezeigt, bei welchem sowohl die Schicht 6 aus einem lumineszierende
Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack, als auch eine optische Effektschicht
8 partiell ausgebildet ist. Dabei bildet die optische Effektschicht 8 beispielhaft
eine linke Hälfte eines Herzens und die Schicht 6 bildet die rechte Seite desselben
Herzens.
[0085] Wie in den Fig. 2 bis 7 gezeigt ist, kann es sein, dass das Sicherheitselement 1
zumindest eine optische Effektschicht 8 aufweist, insbesondere zumindest eine zumindest
einen optisch variablen Effekt erzeugende Schicht aufweist, wobei die Schicht 6 aus
einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack und
die optische Effektschicht 8, wie in der Fig. 3 veranschaulicht, auf einer selben
Seite, oder, wie in der Fig. 2 veranschaulicht, auf unterschiedlichen Seiten der Trägerschicht
5 angeordnet sind.
[0086] In dem Beispiel gemäß Fig. 2 und 3 ist auch gezeigt, dass es sein kann, dass bei
Betrachtung zumindest einer Seite 3, 4, konkret im dargestellten Beispiel bei Betrachtung
der ersten Seite 3 des Sicherheitselements 1, die Schicht 6 aus einem lumineszierende
Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack einem Betrachter näher ist,
als die optische Effektschicht 8.
[0087] Es kann sein, dass die Trägerschicht 5 aus einem lichtdurchlässigen, insbesondere
aus einem transparenten, Kunststoff gebildet ist. Dies kann vor allem zweckmäßig sein,
wenn es sich um ein Fenstersicherheitselement handelt. Dies beispielsweise bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 und 7, bei welchem das Sicherheitselement 1 bzw.
der Bereich mit der Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein
Bindemittel enthaltenden Lack in einem Fensterbereich 11 angeordnet ist.
[0088] Dass die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack in einem getrockneten Zustand, insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich,
einen Transmissionsgrad von zumindest 75%, bevorzugt 80%, besonders bevorzugt 85%
aufweist, ist zum besseren Verständnis durch die Fig. 4 und 5, sowie die Fig. 6 und
7 veranschaulicht.
[0089] Die Fig. 4 und 6 zeigen jeweils den Zustand eines Sicherheitselements 1 bzw. eines
Wertpapiers, Sicherheitspapiers oder Sicherheitsgegenstandes 2 unter Beleuchtung mit
Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich, also beispielsweise bei Tageslicht oder bei
künstlicher Beleuchtung. Die Fig. 5 und 7 zeigen jeweils den Zustand des Sicherheitselements
1 bzw. des Wertpapiers, Sicherheitspapiers oder Sicherheitsgegenstandes 2 aus den
Fig. 4 und 6, aber diesmal unter Beleuchtung mit UV-Licht oder unter einer Mischbeleuchtung
aus unter Beleuchtung mit UV-Licht und Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich.
[0090] Die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden
Lack kann ein Motiv 9 darstellen. In der Fig. 4 und 5 ist das Motiv 9 in Form eines
halben Herzens. In der Fig. 6 und 7 ist das Motiv 9 in Form eines Sterns dargestellt.
[0091] Denkbar ist auch, dass die optische Effektschicht 8 ein erstes Motiv 10 darstellt
9 und dass das Motiv 9 der Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest
ein Bindemittel enthaltenden Lack und das erste Motiv 10 wie in den Fig. 4 und 5 beispielhaft
gezeigt, einander ergänzende Motive oder das gleiche Motiv darstellen.
[0092] In der Fig. 4 ist wie bereits beschrieben eine optische Effektschicht 8 ausgebildet,
welche als Motiv 10 die Form eines halben Herzens aufweist. Beispielsweise kann es
sich bei der optischen Effektschicht 8 um einen Dünnschichtaufbau handeln. Dieses
ist bei Beleuchtung mit Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich sichtbar. Die Bereiche,
in denen die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack ausgebildet ist, sind hierbei nicht sichtbar bzw. nicht erkennbar.
Im gezeigten Beispiel sind die lumineszierende Schicht 6 und die optische Effektschicht
8 nebeneinander angeordnet. Ist wäre aber auch denkbar, dass die lumineszierende Schicht
6 die optische Effektschicht 8 partiell oder vollständig überlagert. In der Fig. 4
ist der hohe Transmissionsgrad der lumineszierenden Schicht 6 durch strichlierte Linien
angedeutet, wobei diese strichlierten Linien hier lediglich dem Verständnis dienen
und in einer Echtausführung der Erfindung nicht zwingend als erkennbar sind.
[0093] In der Fig. 5 wird nun in dem Bereich, in dem die Schicht 6 aus einem lumineszierende
Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack ausgebildet ist, diese unter
Standardbeleuchtung transparente Schicht 6 sichtbar, indem in diesem Bereich ein Fluoreszenzeffekt
wahrnehmbar ist. Dazu wird das Sicherheitselement 1 unter UV-Licht oder unter einer
Mischbeleuchtung betrachtet. Im Beispiel gemäß Fig. 5 hat dieser Bereich das Motiv
9 bzw. die Form eines halben Herzens, sodass sich dieses lumineszierenden Herz mit
dem Motiv 10 bzw. mit dem Bereich des halben Herzens der optischen Effektschicht 8
zu einem Herz vervollständigt. Ein solcher Effekt, bei dem sich mehrere Einzelmotive
9, 10 zu einem Gesamtmotiv 9, 10 ergänzen, kann besonders gut unter Mischbeleuchtung
wahrnehmbar sein.
[0094] Denkbar ist auch, dass das Sicherheitselement 1 ein Fenstersicherheitselement ist.
In der Fig. 6 und 7 ist beispielhaft ein Wertpapier, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstand
2 gezeigt, welches zumindest einen Fensterbereich 11 aufweist und bei welchem das
Sicherheitselement 1 den Fensterbereich 11 bedeckend ausgebildet ist.
[0095] In der Fig. 6 ist der hohe Transmissionsgrad der lumineszierenden Schicht 6 im sichtbaren
Wellenlängenbereich durch einen durchsichtigen, sternförmigen Fensterbereich 11 dargestellt.
Mittels eines in der Fig. 6 durch Punkte angedeuteten Hintergrundes wird deutlich,
dass der Fensterbereich 11, in dem die Schicht 6 aus einem lumineszierende Pigmente
und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack ausgebildet ist, im sichtbaren Wellenlängenbereich
durchsichtig ist, also einen Transmissionsgrad von zumindest 75%, bevorzugt 80%, besonders
bevorzugt 85% aufweist.
[0096] In der Fig. 7 wird unter UV-Licht oder unter einer Mischbeleuchtung aus UV-Licht
und Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich eine lumineszierender Stern erkennbar.
Denkbar wäre auch eine Variante, bei welcher die lumineszierende Schicht 6 nicht den
gesamten Fensterbereich bedeckt, sondern lediglich einen oder mehrere Teilbereiche.
Auch diese Teilbereiche können die Form von Motiven 9 aufweisen.
[0097] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0098] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0099] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0100] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0101]
- 1
- Sicherheitselement
- 2
- Wertpapier, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstand
- 3
- erste Seite
- 4
- zweite Seite
- 5
- Trägerschicht
- 6
- lumineszierende Schicht
- 7
- Schichtdicke
- 8
- optische Effektschicht
- 9
- Motiv der Schicht
- 10
- erstes Motiv der optischen Effektschicht
- 11
- Fensterbereich
1. Sicherheitselement (1) für Wertpapiere, Sicherheitspapiere oder Sicherheitsgegenstände
(2), mit einer ersten Seite (3) und einer zweiten Seite (4) wobei das Sicherheitselement
(1) eine Trägerschicht (5) und zumindest eine Schicht (6) aus einem lumineszierende
Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden Lack aufweist, wobei die Schicht
(6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden
Lack in einem getrockneten Zustand, insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich,
einen Transmissionsgrad von zumindest 75%, bevorzugt 80%, besonders bevorzugt 85%
aufweist.
2. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack im getrockneten Zustand eine Schichtdicke (7) von maximal 8 µm,
bevorzugt von maximal 4 µm, besonders bevorzugt von maximal 2 µm aufweist.
3. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ausgewählt ist aus der Gruppe von Bindemitteln auf Basis von Polyurethan
(PU), Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylenterephthalat (PET), Polycarbonat (PC), Nitrocellulose,
Polyester (PE), Epoxid, Polyvinylacetat und Polystyrol (PS), und/oder Acrylat, insbesondere
PE-Acrylat, PET-Acrylat, Urethan-Acrylat, Polymethylmethacrylat (PMMA), Ethylenacrylatcopolymeren,
Styrolacrylaten und/oder Epoxyacrylat, und/oder deren Co- und Terpolymere, und/oder
Mischungen daraus.
4. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Menge an Bindemittel zumindest 30 Gew %, bevorzugt zumindest 40 Gew. %, besonders
bevorzugt zumindest 50 Gew. % beträgt.
5. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Menge an lumineszierenden Pigmenten zumindest 0,5 Gew %, bevorzugt zumindest
1,0 Gew. %, besonders bevorzugt zumindest 3,0 Gew. % beträgt.
6. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Brechungsindexunterschied zwischen den lumineszierenden Pigmenten und dem Bindemittel
zwischen 0,3 und 0,01, bevorzugt zwischen 0,1 und 0,01, besonders bevorzugt zwischen
0,05 und 0,01 beträgt.
7. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine maximale Pigmentgröße der lumineszierenden Pigmente 50 µm, bevorzugt 10 µm,
besonders bevorzugt 5 µm beträgt.
8. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierenden Pigmente anorganische und/oder organische lumineszierende Pigmente
enthalten, oder aus solchen bestehen.
9. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack im getrockneten Zustand einen Clarity-Wert von zumindest 80, bevorzugt
zumindest 90, besonders bevorzugt 95, aufweist.
10. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack im getrockneten Zustand einen Haze-Wert von maximal 20, bevorzugt
maximal 15, besonders bevorzugt maximal 10, aufweist.
11. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack vollflächig oder partiell ausgebildet ist.
12. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zumindest eine optische Effektschicht (8) aufweist, insbesondere
zumindest eine zumindest einen optisch variablen Effekt erzeugende Schicht aufweist,
wobei die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack und die optische Effektschicht (8) auf einer selben Seite oder auf
unterschiedlichen Seiten der Trägerschicht (5) angeordnet sind.
13. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei Betrachtung zumindest einer Seite (3, 4) des Sicherheitselements (1) die Schicht
(6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel enthaltenden
Lack einem Betrachter näher ist als die optische Effektschicht (8).
14. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (5) aus einem lichtdurchlässigen, insbesondere transparenten, Kunststoff
gebildet ist.
15. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack ein Motiv (9) darstellt.
16. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Effektschicht (8) ein erstes Motiv (10) darstellt (9) und dass das Motiv
(9) der Schicht (6) aus einem lumineszierende Pigmente und zumindest ein Bindemittel
enthaltenden Lack und das erste Motiv (10) einander ergänzende Motive oder das gleiche
Motiv darstellen.
17. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Fenstersicherheitselement ist.
18. Wertpapier, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstand (2), dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest ein Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 aufweist.
19. Wertpapier, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstand (2) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest einen Fensterbereich (11) aufweist und das Sicherheitselement (1) den
Fensterbereich (11) bedeckend ausgebildet ist.