[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zur Befestigung eines Zusatzteils,
insbesondere einer Zieleinrichtung, an einer Kurzwaffe nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Ferner betrifft die Erfindung eine Kurzwaffe mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung.
[0002] Montagevorrichtungen dieser Art dienen zur Befestigung von Zusatzteilen, beispielsweise
Zieleinrichtungen, Leuchteinrichtungen oder dergleichen, an einer Waffe. Schusswaffen,
insbesondere Kurzwaffen, wie beispielsweise Faustfeuerwaffen, weisen im Vergleich
zu Langwaffen einen kürzeren Lauf auf und finden im Freizeitbereich eine vielfältige
Verwendung. Auch im Bereich der Einsatzkräfte von Polizei und Streitkräften haben
Kurzwaffen eine hohe Bedeutung zur Gefahrenabwehr. Zur Anvisierung eines Ziels ist
an den bekannten Kurzwaffen üblicherweise eine Visierung aus Kimme und Korn vorgesehen.
Beim Anvisieren des Ziels müssen Kimme und Korn in Übereinstimmung gebracht werden,
um das anvisierte Ziel treffen zu können. Diese Art der Zielerfassung erfordert ein
sehr hohes Maß an Training, da die Ausrichtung von Kimme und Korn aufgrund des kurzen
Laufs von Kurzwaffen hohe Ungenauigkeiten aufweisen kann.
[0003] Um die Zielerfassung beim Anvisieren von Zielen zu verbessern, ist es bekannt, an
der Schusswaffe eine Zieleinrichtung zu befestigen, welche die Zielerfassung mit Kimme
und Korn ersetzt. Bei diesen zusätzlich an der Schusswaffe zu befestigenden Zieleinrichtungen
kann es sich beispielsweise um ein Rotpunktvisier, ein Prismenvisier oder ein Reflexvisier
handeln, welche üblicherweise auch an Langwaffen Verwendung finden. Zur Befestigung
der Zieleinrichtung an der Schusswaffe dienen gattungsgemäße Montagevorrichtungen,
die vielfach auch als sogenannte Montagen bezeichnet werden. Diese Vorrichtungen können
an einer Befestigungsschiene am laufseitigen Ende des Griffstücks der Schusswaffe
fixiert werden und ermöglichen zugleich die Befestigung einer als Zubehörteil verfügbaren
Zieleinrichtung. Im Ergebnis kann durch die Vorrichtung eine Zieleinrichtung nach
Wahl an der Schusswaffe befestigt werden. Die bekannten Vorrichtungen zur Befestigung
einer Zieleinrichtung an einer Schusswaffe weisen den Nachteil auf, dass diese aufwendig
herzustellen sind und an jede einzelne Waffe angepasst werden müssen.
[0004] Zudem ist gerade bei Zusatzteilen kurzer Bauart, wie beispielsweise bei Rotpunktvisieren
linsenoptischer oder laseroptischer Bauart, eine Verbindung des Zusatzteils mit der
Waffe an einem einzigen Befestigungspunkt bevorzugt. Hierbei werden besonders hohe
Anforderungen an eine präzise Ausrichtung des Zusatzteils gegenüber dem Lauf der Waffe
gestellt. Aus dem Stand der Technik ist hierzu in möglichen Ausführungsarten bekannt,
dass das Zusatzteil und/oder die Basisplatte einen Pivotzapfen aufweist, der für eine
Schwenkmontage mit Feststellmechanismus des Zusatzteils an der Waffe dient.
[0005] Die aus dem Stand der Technik hervorgehenden Montagevorrichtungen weisen die Gemeinsamkeit
auf, dass sie auf einer bereits an der Waffe vorgesehenen Grundplatte aufsetzen, sodass
die Waffe bereits für die Montage eines Zusatzteils konstruktive Merkmale, wie eine
ausreichend groß dimensionierte Grundplatte, aufweisen muss. Jedoch besteht der Bedarf,
auch Zusatzteile an Waffen anzubauen, die über keine oder über keine geeignete Grundplatte
zur Befestigung verfügen, sondern lediglich eine andersartige Schnittstelle, wie beispielsweise
eine Aussparung, aufweisen. Des Weiteren sollen eine einfache Positionierung sowie
Fixierung und Sicherung des Zusatzteils an der Waffe ermöglicht werden.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine neue Montagevorrichtung zur Befestigung eines Zusatzteils an einer Kurzwaffe
vorzuschlagen, die einfach und schnell an der Waffe positioniert, fixiert und gesichert
werden kann. Ebenso soll die Montagevorrichtung einen einfachen und schnellen Austausch
des Zusatzteils ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Montagevorrichtung nach der Art des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung dient der Befestigung eines Zusatzteils,
insbesondere einer Zieleinrichtung, an einer Kurzwaffe, die zumindest ein ferromagnetisches
Teil, insbesondere einen ferromagnetischen Schlitten, aufweist, wobei die Montagevorrichtung
eine Basisplatte umfasst, auf der das Zusatzteil befestigt werden kann. Bevorzugt
ist die Basisplatte an einer Anlagefläche der Kurzwaffe anbringbar, wobei die Anlagefläche
im Bereich des Schlittens der Kurzwaffe ausgebildet ist und dieser Bereich aus einem
ferromagnetischen Material besteht. Im Rahmen der Erfindung betrifft die Anlagefläche
den Bereich der Kurzwaffe, insbesondere den Bereich des Schlittens der Kurzwaffe,
an dem die Montagevorrichtung zur Anlage gebracht wird. Gemäß der Erfindung weist
eine Basisplatte mindestens eine in der Basisplatte mittelbar oder unmittelbar angeordnete
Magneteinrichtung, die zumindest einen Magneten umfasst, auf. Dabei ist die Basisplatte
mit einer von der Kurzwaffe weg weisenden Oberfläche zur Befestigung des Zusatzteils
und einer zur Kurzwaffe hin weisenden Montagefläche versehen. Diese Montagefläche
ist im Wesentlichen form- und funktionskomplementär zur zugeordneten Anlagefläche
an der Waffe derart ausgebildet, dass bei auf der Kurzwaffe angebrachter Montagevorrichtung
die Montagefläche an der Anlagefläche zumindest bereichsweise anliegt oder dieser
mit geringem Abstand gegenüberliegt.
[0009] Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Positionierung und Befestigung der Montagevorrichtung
an der Kurzwaffe zunächst durch die Magnetkraft zwischen der Magneteinrichtung der
Montagevorrichtung und dem dieser Magneteinrichtung gegenüberliegenden ferromagnetischen
Bereich der Waffe erfolgen kann. Zudem kann die Positionierung der Montagevorrichtung
an der Kurzwaffe weiter über einen Formschluss der Basisplatte am zugeordneten Bereich
der Anlagefläche der Kurzwaffe, beispielsweise einem Bereich des Schlittens, bevorzugt
einem Bereich oberhalb des Griffstücks oder Magazins, vereinfacht werden. Bereits
dadurch ergibt sich eine wiederholgenaue Auf- und Absetzbarkeit der Montagevorrichtung.
Beispielsweise sind Schlitten und Griffstück der Kurzwaffe regelmäßig aus ferromagnetischem
Stahl gefertigt, der mit dem zumindest einen Magneten der Magneteinrichtung zur Befestigung
der Montagevorrichtung an der Kurzwaffe zusammenwirken kann.
[0010] Die abschließende Fixierung der Vorrichtung an der Kurzwaffe sowohl gegen ein unbeabsichtigtes
Lösen als auch zur Aufnahme der beim Schuss wirkenden Rückstoßkräfte erfolgt gemäß
dem Grundgedanken der Erfindung durch die Arretiereinrichtung. Die Arretiereinrichtung
ist zwischen einer Freigabestellung und einer Sperrstellung verstellbar, wobei zumindest
ein Rastelement der Arretiereinrichtung in der Sperrstellung zur Arretierung der Basisplatte
an der Kurzwaffe mit einer Schnittstelle der Kurzwaffe zusammenwirkt. Bevorzugt ist
die Arretiereinrichtung zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung werkzeuglos
verstellbar. Die Montagevorrichtung kann vorteilhafterweise in Freigabestellung der
Arretiereinrichtung durch Überwindung der Magnetkraft der Magneteinrichtung von der
Kurzwaffe abgenommen werden, da in Freigabestellung das Rastelement der Arretiereinrichtung
außer Eingriff an der Schnittstelle der Kurzwaffe steht. In Sperrstellung hingegen
steht das zumindest eine Rastelement der Arretiereinrichtung an der Schnittstelle
der Kurzwaffe im Eingriff, sodass die Montagevorrichtung in Sperrstellung an der Kurzwaffe
arretiert ist. Die Schnittstelle der Kurzwaffe ist bevorzugt am Schlitten der Kurzwaffe
im Bereich der Anlagefläche der Kurzwaffe angeordnet. Die Schnittstelle kann in der
Art einer Aussparung ausgebildet sein, die sich quer zur Schussabgaberichtung, d.
h. quer zur Längserstreckung der Basisplatte und oder des Schlittens der Kurzwaffe,
erstreckt. Dadurch kann eine Bewegung der Basisplatte aufgrund der beim Schießen auftretenden
Kräfte zumindest in zwei Richtungen, nämlich in und entgegen der Schussabgaberichtung,
zuverlässig gesperrt werden. Die als Aussparung ausgebildete Schnittstelle weist bevorzugt
zumindest eine Rastkontur auf, die mit einem Rastelement der Arretiereinrichtung derart
zusammenwirken kann, dass in Sperrstellung ein Formschluss zwischen Rastelement und
Aussparung ausgebildet ist. Bevorzugt weist die Aussparung zwei als Hinterschnitte
ausgebildete Rastkonturen auf, die jeweils mit einem Rastelement zusammenwirken können.
Die Aussparung kann in einfacher Weise als hinterschnittene Nut ausgeführt sein, wobei
die Nutflanken gegenüber dem Nutgrund schräg stehen und somit jeweils einen Hinterschnitt
ausbilden. Die prismatische Längskante eines Rastelements kann in Sperrstellung der
Arretiereinrichtung an einer schrägen Nutflanke der Aussparung zur Anlage gebracht
werden, um einen Formschluss auszubilden. Die Arretiereinrichtung ermöglicht eine
zuverlässige Arretierung der Montagevorrichtung an der Kurzwaffe, verbunden mit einer
hohen Zielpräzision, da sich bei jedem Aufsetzen in einfacher Weise die immer gleiche
Relativposition zur Waffe erreichen lässt.
[0011] Zusammenfassend ermöglicht die erfindungsgemäße Montagevorrichtung eine einfache
Positionierung und Befestigung der Basisplatte an einer Kurzwaffe und anschließend
eine zuverlässige Arretierung der Basisplatte an der Kurzwaffe. Somit ist vorteilhafterweise
die Montagevorrichtung bereits über die Magneteinrichtung an der Kurzwaffe befestigt,
wenn der Nutzer die Arretiereinrichtung bedient, wodurch die Überführung der Arretiereinrichtung
von der Freigabestellung in die Sperrstellung wesentlich vereinfacht wird, da die
Montagevorrichtung bereits am Schlitten der Waffe positioniert ist. Die erfindungsgemäße
Montagevorrichtung beruht dabei auf dem Grundgedanken, dass die Positionierung der
Montagevorrichtung anhand der Magneteinrichtung und die Arretierung anhand der Arretiereinrichtung
erfolgt. Das Rastelement der Arretiereinrichtung kann zur Arretierung in der Sperrstellung
in die Schnittstelle der Kurzwaffe formschlüssig einrasten, sodass ein anschließendes
Abziehen der Montagevorrichtung ausgeschlossen ist. Erst durch das bewusste Ausrasten
des Rastelements aus der Schnittstelle kann die Montagevorrichtung wieder gelöst und
die Vorrichtung entgegen der Magnetkraft von der Kurzwaffe abgenommen werden.
[0012] Die Magneteinrichtung kann zunächst beliebig ausgebildet sein, solange die zur Fixierung
notwendige Haltekraft zwischen Montagevorrichtung und Kurzwaffe aufgebracht werden
kann. Die Magneteinrichtung kann mindestens einen Magneten aufweisen, der in einer
in der Montagefläche der Basisplatte angeordneten Ausnehmung angeordnet ist und im
Wesentlichen flächenbündig mit der Montagefläche abschließt oder geringfügig über
diese hervorsteht. Es kann eine Mehrzahl an Magneten, bevorzugt zwei, in statistischer
oder regelmäßiger Anordnung Verwendung finden. Die Magnetelemente können selbst an
der zugeordneten Anlagefläche an der Kurzwaffe zur Anlage kommen. Die Ausnehmung in
der Basisplatte kann dabei zur Montagefläche hin ganz oder teilweise offen sein. Vorzugsweise
jedoch ist die Ausnehmung in der Basisplatte zur Aufnahme eines Magneten zur Montagefläche
hin geschlossen, wodurch ein direkter Kontakt der Magnete mit der Waffe zuverlässig
vermieden wird. Die Magnete können fest in ihren Ausnehmungen angeordnet, beispielsweise
verklebt, sein oder aber geringfügig beweglich, sodass eine Anlage an der Kurzwaffe
unter allen Umständen sichergestellt ist.
[0013] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
In den Rahmen der Erfindung fallen zudem sämtliche Kombinationen aus mindestens zwei
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen. Es
versteht sich, dass die zu der Montagevorrichtung gemachten Ausführungen sich in äquivalenter
Weise auf die erfindungsgemäße Kurzwaffe beziehen, ohne für diese separat genannt
zu werden. Hierbei versteht es sich insbesondere, dass sprachübliche Umformungen oder
ein sinngemäßes Ersetzen von jeweiligen Begrifflichkeiten im Rahmen der üblichen sprachlichen
Praxis, insbesondere das Verwenden von durch die allgemein anerkannte Sprachliteratur
gestützten Synonymen, von dem vorliegenden Offenbarungsgehalt umfasst sind, ohne in
ihrer jeweiligen Ausformulierung explizit erwähnt zu werden.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Arretiereinrichtung zur zuverlässigen
Arretierung der Montagevorrichtung an der Kurzwaffe zwei Rastelemente aufweisen, wobei
zumindest ein erstes Rastelement gegen eine Federkraft verschiebbar gelagert ist.
Bevorzugt ist das erste Rastelement gegen eine Federkraft in Schussabgaberichtung
verschiebbar. Das zweite Rastelement ist bevorzugt feststehend gegenüber dem ersten
Rastelement angeordnet. Die zwei Rastelemente stehen in Freigabestellung außer Eingriff
an der Kurzwaffe, insbesondere außer Eingriff an der Schnittstelle der Kurzwaffe.
In Sperrstellung stehen die zwei Rastelemente in der Schnittstelle, die bevorzugt
im Schlitten der Kurzwaffe angeordnet ist, fixierend in Eingriff, d. h., dass die
Rastelemente in der Schnittstelle der Kurzwaffe formschlüssig die Schnittstelle hintergreifend
einrasten. Die Rastelemente können hierzu als prismatische Backen ausgebildet sein,
deren Außenkontur komplementär zur Rastkontur der Schnittstelle der Kurzwaffe ausgebildet
ist.
[0015] Das zweite Rastelement kann bevorzugt feststehend an der Basisplatte befestigt sein,
sodass das zweite Rastelement gegenüber der Basisplatte unbeweglich ausgebildet ist.
Somit ist das erste Rastelement, das gegenüber der Basisplatte verschiebbar angeordnet
ist, auch gegenüber dem zweiten Rastelement verschiebbar. Bevorzugt kann das erste
Rastelement gegen eine Federkraft auf das zweite Rastelement zu bewegt werden. In
einfacher Art und Weise lässt sich das zweite Rastelement mittels einer Schraubverbindung
feststehend an der Basisplatte befestigen. Hierzu kann das zweite Rastelement eine
Bohrung mit Innengewinde aufweisen, in die eine die Basisplatte durchgreifende Schraube
eingeschraubt werden kann.
[0016] Die Arretiereinrichtung kann in einer Aussparung der Basisplatte aufgenommen sein.
Insbesondere sind zumindest die Rastelemente der Arretiereinrichtung in der Basisplatte
aufgenommen. Gemäß dieser Ausführungsform kann die Arretiereinrichtung vor äußeren
Einflüssen geschützt werden und der Raumbedarf der Montagevorrichtung minimiert werden.
Sofern die Arretiereinrichtung in einer Aussparung der Basisplatte aufgenommen ist
und zudem die Magneteinrichtung innerhalb der Basisplatte angeordnet ist, sind die
äußeren Abmessungen der Montagevorrichtung im Wesentlichen durch die Abmessungen der
Basisplatte definiert. D. h. mit anderen Worten, dass der Raumbedarf der Montagevorrichtung
durch den Raumbedarf der Basisplatte bestimmt ist. Die Basisplatte kann somit ein
Gehäuse für die Magneteinrichtung und die Arretiereinrichtung ausbilden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die Längsachse des Rastelements
quer zur Längsachse der Basisplatte. Bei an der Kurzwaffe montierter Montagevorrichtung
verläuft dann die Längsachse des Rastelements quer zur Längsachse des Schlittens und
somit quer zur Schussabgaberichtung. Dadurch können die beim Schießen mit der Kurzwaffe
auftretenden Rückstoßkräfte zuverlässig aufgenommen werden, und eine anforderungsgemäße
Arretierung der Montagevorrichtung aufgrund des Formschlusses zwischen Rastelement
und Schnittstelle der Kurzwaffe kann gewährleistet werden.
[0018] Zwischen den zwei Rastelementen kann zumindest ein Federelement angeordnet sein.
Die zwei Rastelemente können entgegen der Kraft des Federelements aufeinander zu bewegbar
angeordnet sein. Bevorzugt ist ein erstes verschiebbar angeordnetes Rastelement entgegen
der Kraft des Federelements in Richtung des zweiten feststehenden Rastelements bewegbar.
Das zumindest eine Federelement kann in einer Aufnahmeöffnung eines Rastelements zur
Anlage gebracht werden. Zur Sicherung des Federelements zwischen den zwei Rastelementen
kann je ein Ende des Federelements in einer Aufnahmeöffnung je eines Rastelements
zur Anlage gebracht sein. Um eine gleichmäßige Bewegung des ersten Rastelements in
Richtung des zweiten Rastelements zu ermöglichen, sind bevorzugt zwei Federelemente
zwischen den zwei Rastelementen angeordnet. Das Federelement kann beispielsweise als
Spiralfeder ausgebildet sein.
[0019] Die Arretiereinrichtung kann mittels eines Betätigungselements betätigt werden. Eine
Betätigung des Betätigungselements bewirkt eine Verschiebung des ersten verschiebbaren
Rastelements gegenüber der Basisplatte in Richtung des zweiten feststehenden Rastelements.
Die Basisplatte kann eine Aufnahmeaussparung zur Aufnahme des Betätigungselements
aufweisen, wobei das Betätigungselement zumindest teilweise in die Aufnahmeaussparung
einführbar ist und in Freigabestellung der Arretiereinrichtung zumindest teilweise
aus der Aufnahmeaussparung herausragt. Das Betätigungselement ist somit für den Nutzer
von außen zugänglich. Weiter kann das Betätigungselement einstückig, d. h. monolithisch,
mit einem Rastelement, bevorzugt mit dem verschiebbaren ersten Rastelement, ausgebildet
sein. Dadurch kann in besonderes einfacher Weise eine Verschiebung des ersten Rastelements
mittels des Betätigungselements erfolgen. Das Betätigungselement kann als Druckknopf
ausgebildet sein, wobei eine Druckaufbringung auf den Druckknopf die Verschiebung
des ersten verschiebbaren Rastelements gegenüber der Basisplatte in Richtung des zweiten
feststehenden Rastelements bewirkt. Zur Sicherung der Arretiereinrichtung in Sperrstellung
kann die Montagevorrichtung eine Sicherungseinrichtung umfassen. Die Sicherungseinrichtung
gewährleistet, dass die Arretiereinrichtung nicht in unerwünschter Weise von der Sperrstellung
in die Freigabestellung überführt werden kann. Insbesondere sichert die Sicherungseinrichtung
das Betätigungselement der Arretiereinrichtung gegen eine ungewollte Betätigung. Dies
erfolgt bevorzugt durch Blockieren der Bewegung des Betätigungselements.
[0020] Zur Sicherung der Arretiereinrichtung in Sperrstellung kann die Sicherungseinrichtung
ein Sicherungselement aufweisen, das in eine Ausnehmung des Betätigungselements einführbar
ist und eine ungewollte Betätigung des Betätigungselements verhindert. Das Sicherungselement
kann als ein in die Ausnehmung des Betätigungselements einführbarer Zapfen ausgebildet
sein. Der Zapfen ist in die Ausnehmung des Betätigungselements eingeführt bzw. durchgreift
die Ausnehmung des Betätigungselements und wirkt derart mit der Arretiereinrichtung
zusammen, dass eine Bewegung des Betätigungselements und folglich eine Verschiebung
des verschiebbaren ersten Rastelements gesperrt ist. Das Sicherungselement kann mittels
eines Kniehebels oder Klemmhebels werkzeuglos innerhalb der Ausnehmung des Betätigungselements
fixiert sein. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, wenn das Sicherungselement
ein Gewindezapfen ist, der in das Betätigungselement und oder ein Rastelement, beispielsweise
mit einem Schraubendreher oder Schraubenschlüssel, eingeschraubt werden kann.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform durchgreift der Zapfen die Basisplatte
und zumindest ein Rastelement, wobei der Zapfen an einem weiteren Rastelement zur
Anlage gebracht werden kann. Bevorzugt durchgreift der Zapfen das Betätigungselement,
die Basisplatte und das erste verschiebbare Rastelement und kommt an dem zweiten feststehenden
Rastelement zur Anlage. Dabei wirkt der Zapfen derart mit dem ersten und zweiten Rastelement
zusammen, dass eine Bewegung des ersten Rastelements in Richtung des zweiten Rastelements
verhindert wird. Das zweite Rastelement kann eine Aufnahmeöffnung für den Zapfen aufweisen,
wobei der Zapfen innerhalb der Aufnahmeöffnung am zweiten Rastelement zur Anlage kommt.
Um eine Störung oder Beeinträchtigung des Nutzers und zudem eine ungewollte Betätigung
des Betätigungselements beim Auslösen der Kurzwaffe auszuschließen, kann der Zapfen
bevorzugt in Schussabgaberichtung und/oder entlang der Längserstreckung der Basisplatte
in die Arretiereinrichtung, insbesondere in die Ausnehmung des Betätigungselements,
eingeführt werden, wobei Längserstreckung der Basisplatte und Schussabgaberichtung
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zusammenfallen. Des Weiteren
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn auch die Druckaufbringung auf das Betätigungselement,
insbesondere auf einen Druckknopf, in Schussabgaberichtung und/oder entlang der Längsstreckung
der Basisplatte erfolgt.
[0022] Das Betätigungselement und/oder zumindest ein Rastelement kann ein Innengewinde aufweisen,
in das der als Gewindezapfen ausgebildete Zapfen mit dessen Außengewinde eingeschraubt
werden kann. Somit kann zwischen Außengewinde des Gewindezapfens und Innengewinde
des Betätigungselements und/oder Innengewinde des zumindest einen Rastelements eine
lösbare Schraubverbindung ausgebildet sein. Bevorzugt weisen die Ausnehmung des Betätigungselements
und das verschiebbare erste Rastelement je ein Innengewinde auf, deren Längsachsen
fluchten, sodass der Gewindezapfen das Betätigungselement und das erste Rastelement
durchgreifend in das Betätigungselement und das erste Rastelement eingeschraubt werden
kann. In einfacher Art und Weise kann der Gewindezapfen über eine stirnseitig am Gewindezapfen
angeordnete Innensechskantausnehmung mit einem komplementär zur Innensechskantausnehmung
ausgebildeten Sechskantschlüssel eingeschraubt werden. Das Anziehen des Gewindezapfens
mittels eines Werkzeugs, insbesondere mittels des Sechskantschlüssels, ermöglicht
die Aufbringung eines anforderungsgemäßen Anzugsdrehmoments und somit eine sichere
Schraubverbindung.
[0023] Die Basisplatte kann gemäß einer Variante der Erfindung an der Unterseite eine Montagefläche
aufweisen, wobei die Montagefläche aus einer ebenen Mittelfläche und zwei gekrümmten
jeweils seitlich an die Mittelfläche anschließenden Seitenflächen gebildet sein kann.
Diese Ausgestaltung der Unterseite der Basisplatte führt vorteilhafterweise dazu,
dass die Basisplatte an ihrer Unterseite, d. h. an der im montierten Zustand zur Kurzwaffe
weisenden Seite, eine Gestalt aufweist, die an die Kontur des Schlittens der Kurzwaffe
im Bereich der Anlagefläche angepasst ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung der Basisplatte
kann ein unerwünschtes Verschieben der Basisplatte gegenüber der Kurzwaffe quer zur
Längserstreckung des Schlittens der Kurzwaffe aufgrund der Anlage der Seitenflächen
am Schlitten verhindert werden. Dabei kann die Montagefläche eine zylinderschalenförmige
Gestalt aufweisen, deren Durchmesser im Wesentlichen dem Durchmesser des Schlittens
der Kurzwaffe im Bereich der Anlagefläche entspricht.
[0024] Um mit der Kurzwaffe auch bei einem Ausfall des an der Montagevorrichtung angeordneten
Zusatzteils, insbesondere einer Zieleinrichtung, oder auch zusammen mit einem Zusatzteil
das Anvisieren eines Ziels zu ermöglichen, kann an der Basisplatte eine aus Kimme
und Korn gebildete Hilfsvisierung angeordnet sein. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen,
wenn das Zusatzteil zwischen Kimme und Korn angeordnet ist. Bevorzugt fällt die optische
Achse der Hilfsvisierung mit der optischen Achse eines als Zieleinrichtung ausgebildeten
Zusatzteils zusammen, sodass der Nutzer beim Anvisieren eines Ziels mittels Kimme
und Korn durch die Zieleinrichtung hindurchblicken kann. Im Rahmen der Erfindung wurde
es erkannt, dass, wie bei gattungsgemäßen Montagevorrichtungen, die an der Kurzwaffe
angeordnete Visierung aus Kimme und Korn bei Anbringung eines Zusatzteils in der Regel
nicht weiter nutzbar ist. Jedoch ist gemäß vorliegender Ausführungsform, auch wenn
die an der Kurzwaffe angeordnete Visierung aus Kimme und Korn nicht weiter nutzbar
ist, bei Ausfall des Zusatzteils in vorteilhafter Weise weiterhin die an der Basisplatte
angeordnete Hilfsvisierung aus Kimme und Korn als Zielhilfe verfügbar.
[0025] Zwischen der Magneteinrichtung und dem Zusatzteil kann ein Abschirmelement zur Abschirmung
eines Magnetfelds angeordnet sein, sodass die Funktion des Zusatzteils, insbesondere
einer Zieleinrichtung, nicht unerwünscht durch das Magnetfeld der Magnete beeinflusst
wird. Es ist denkbar, dass als Abschirmelement eine Platte oder Folie mit einer magnetischen
Abschirmwirkung zwischen der Magneteinrichtung und dem Zusatzteil angeordnet ist.
Bevorzugt ist das Abschirmelement als Folie ausgebildet, sodass das Abschirmelement
einfach zu handhaben ist und nur eine geringe Aufbaustärke aufweist. Das Abschirmelement
kann eine Kobalt-Legierung oder eine Nickel-Eisen-Legierung aufweisen. Bevorzugt ist
das Abschirmelement auf der Oberfläche der Basisplatte oder in der die Magnete der
Magneteinrichtung aufnehmenden Aussparung angeordnet. Somit kann durch die Abschirmung
mittels des Abschirmelements eine Beeinträchtigung des Zusatzteils aufgrund des Magnetfelds
der Magnete der Magneteinrichtung vermieden werden.
[0026] Um eine ausreichende Stabilität und zugleich einen einfachen Zusammenbau der Montagevorrichtung
zu gewährleisten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Basisplatte einstückig,
d. h. monolithisch, ausgebildet ist. Sofern eine Hilfsvisierung an der Basisplatte
vorgesehen ist, ist die Basisplatte bevorzugt zusammen mit der Hilfsvisierung monolithisch
ausgebildet. Die Basisplatte kann beispielsweise mittels Fräsen hergestellt sein.
[0027] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn in die Oberfläche der Basisplatte eine
Adapteraussparung eingebracht ist. In der Adapteraussparung kann eine Adapterplatte
aufgenommen werden, wobei mittels der Adapterplatte das Zusatzteil, insbesondere eine
Zielvorrichtung, auf der Basisplatte positioniert und/oder befestigt werden kann.
Die Adapterplatte ist bevorzugt formkomplementär zur Adapteraussparung ausgebildet.
Das heißt mit anderen Worten, dass die Adapterplatte in die Adapteraussparung eingelegt
werden kann und innerhalb der Adapteraussparung mittels Formschluss gesichert ist.
Bevorzugt ist die Adapterplatte trapezförmig ausgebildet. Um das Zusatzteil an der
Oberfläche der Basisplatte zwischen Kimme und Korn der Basisplatte anzuordnen, kann
die Adapteraussparung zwischen Kimme und Korn der Montagevorrichtung in die Oberfläche
der Basisplatte eingebracht sein. Die Adapteraussparung durchgreift die Basisplatte
bevorzugt nicht vollständig, sondern weist eine definierte Tiefe auf, welche der Dicke
der Adapterplatte entspricht. Die Adapteraussparung kann oberhalb der Magneteinrichtung
in die Basisplatte eingebracht sein. Im Rahmen der Erfindung ist die Oberfläche der
Basisplatte an der Oberseite der Basisplatte angeordnet, wobei die Oberseite in montiertem
Zustand die von der Waffe weg weisende Seite der Basisplatte ist.
[0028] Die Adapterplatte kann zumindest einen Positionierzapfen zur Positionierung eines
Zusatzteils auf der Oberfläche der Basisplatte aufweisen. Bevorzugt weist die Adapterplatte
zwei Positionierzapfen zur Positionierung eines Zusatzteils auf der Oberfläche der
Basisplatte auf. Anhand des zumindest einen Positionierzapfens kann das Zusatzteil
in einfacher Art und Weise mittels einer Steckverbindung auf der Basisplatte positioniert
werden und gegebenenfalls anschließend mit der Basisplatte verschraubt werden. Die
Steckverbindung kann über den Positionierzapfen, bevorzugt über zwei Positionierzapfen,
die in komplementär zu den Positionierzapfen ausgebildete Zapfenausnehmungen in dem
Zusatzteil einführbar sind, hergestellt werden. Mit anderen Worten kann das Zusatzteil
beim Aufbringen auf die Basisplatte auf die Positionierzapfen aufgesteckt werden und
dadurch gegenüber der Basisplatte korrekt orientiert werden. Zusätzlich kann das Zusatzteil
mit der Basisplatte verschraubt werden. Bevorzugt ist das Zusatzteil mit der Basisplatte
mittels einer Schraubverbindung und einer Steckverbindung verbindbar. Zudem hat es
sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Adapterplatte zumindest teilweise die Oberfläche
der Basisplatte ausbildet. Somit wird in einfacher Art und Weise die Oberfläche der
Basisplatte durch die Adapterplatte vervollständigt, wodurch auch die Auflagefläche
für das Zusatzteil vervollständigt und maximiert werden kann. Die Adapterplatte kann
eine Grundplatte und zumindest einen an der Grundplatte angeordneten und sich im montierten
Zustand nach oben erstreckenden Positionierzapfen aufweisen. Bevorzugt ist die Grundplatte
der Adapterplatte trapezförmig ausgebildet. Sofern die Adapterplatte zumindest teilweise
die Oberfläche der Basisplatte ausbildet, bilden die Oberfläche der Grundplatte der
Adapterplatte sowie die Oberfläche der Basisplatte eine ebene Fläche aus, indem diese
bündig zueinander angeordnet sind. Die Tiefe der Adapteraussparung entspricht dann
der Dicke der Grundplatte. Im Rahmen der Erfindung betrifft der Begriff "Grundplatte"
ein flaches, überall die gleiche Dicke aufweisendes und auf zwei gegenüberliegenden
Seiten von je einer im Verhältnis zur Dicke sehr ausgedehnten ebenen Fläche begrenztes,
Stück eines Materials, insbesondere eines steifen Materials.
[0029] Um eine ausreichende Stabilität und zugleich einen einfachen Zusammenbau der Montagevorrichtung
zu gewährleisten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Adapterplatte einstückig,
d. h. monolithisch, ausgebildet ist. Sofern zumindest ein Positionierzapfen an der
Adapterplatte vorgesehen ist, ist die Adapterplatte bevorzugt zusammen mit dem zumindest
einen Positionierzapfen monolithisch ausgebildet. Die Adapterplatte kann beispielsweise
mittels Fräsen hergestellt sein.
[0030] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Montagesystem umfassend eine
Montagevorrichtung nach einer beliebigen Ausführungsform der Erfindung und eine Vielzahl,
insbesondere unterschiedlicher, Adapterplatten, die in der Adapteraussparung auswechselbar
aufnehmbar sind. Hierdurch ist ein Satz aus vorzugsweise unterschiedlichen Adapterplatten
bereitgestellt, aus dem situationsoptimiert, insbesondere in Abhängigkeit des anzubringenden
Zusatzteils, eine geeignete Adapterplatte ausgewählt werden kann. Die unterschiedlichen
Adapterplatten können sich bevorzugt durch die Anzahl der Positionierzapfen und/oder
die Anordnung der Positionierzapfen an der Grundplatte der Adapterplatte unterscheiden.
Bevorzugt ist die Grundplatte der Vielzahl unterschiedlichen Adapterplatten identisch
ausgebildet, sodass sich die Adapterplatten lediglich anhand der Ausgestaltung und/oder
Anordnung der Positionierzapfen unterscheiden. Im Rahmen der Erfindung wurde es erkannt,
dass es zur Anbringung unterschiedlicher Zusatzteile, insbesondere unterschiedlicher
Zieleinrichtungen, notwendig sein kann, die Montagevorrichtung unterschiedlich auszubilden.
Das Montagesystem bietet den Vorteil, dass beim Wechsel zwischen unterschiedlichen
Zusatzteilen, insbesondere unterschiedlichen Zieleinrichtungen, nicht weiter die komplette
Montagevorrichtung gewechselt werden muss, sondern in einfacher Art und Weise lediglich
die Adapterplatte ausgewechselt werden kann. Entsprechend umfasst das Montagesystem
unterschiedliche Adapterplatten, die jeweils eine Befestigungsmöglichkeit für ein
bestimmtes Zusatzteil, insbesondere eine bestimmte Zieleinrichtung, bieten. Zusammenfassend
ist die Montagevorrichtung mit einer Adapterplatte, und insbesondere das Montagesystem
umfassend eine Montagevorrichtung und eine Vielzahl unterschiedlicher Adapterplatten,
flexibel und universell einsetzbar und insbesondere an unterschiedliche Zusatzteile
anpassbar.
[0031] Die Montagevorrichtung kann bevorzugt zur Befestigung eines Zusatzteils in Form eines
Rotpunktvisiers, Prismenvisiers oder Reflexvisiers an einer Kurzwaffe verwendet werden.
[0032] In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung eine Kurzwaffe mit einer vorbeschriebenen
Montagevorrichtung zur Befestigung eines Zusatzteils an der Kurzwaffe. Die vorbeschriebene
erfindungsgemäße Vorrichtung ist universell einsetzbar und kann daher mit einer Vielzahl
unterschiedlicher Kurzwaffen zusammenwirken. Bevorzugt ist die Basisplatte der Montagevorrichtung,
wie bereits vorab beschrieben, lösbar mit dem Schlitten der Kurzwaffe verbunden. Dabei
ist die Basisplatte gegenüber dem Schlitten der Schusswaffe bevorzugt derart anzuordnen,
dass die Längsachse der Basisplatte parallel zur Längsachse des Schlittens der Schusswaffe
verläuft und die Längsachse des Rastelements der Arretiereinrichtung, insbesondere
die Längsachse der prismatischen Backe des Rastelements, quer zur Längsachse des Schlittens
verläuft.
[0033] Es versteht sich, dass die zuvor genannten und nachstehend noch zu erläuternden Ausführungsformen
und Ausführungsbeispiele nicht nur einzeln, sondern auch in beliebiger Kombination
miteinander ausbildbar sind, ohne den Umfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ebenfalls versteht es sich, dass die zuvor genannten und nachstehend zu erläuternden
Ausführungsformen und Ausführungsbeispiele sich in äquivalenter oder zumindest ähnlicher
Art und Weise auf die erfindungsgemäße Kurzwaffe beziehen, ohne für diese separat
genannt zu werden.
[0034] Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisiert dargestellt
und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Kurzwaffe mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform
in isometrischer Ansicht;
- Fig. 2
- die Kurzwaffe mit erfindungsgemäßer Montagevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer ersten
seitlichen Ansicht;
- Fig. 3
- die Kurzwaffe mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer
zweiten seitlichen Ansicht;
- Fig. 4
- die Kurzwaffe mit erfindungsgemäßer Montagevorrichtung gemäß Fig. 1 in Ansicht von
hinten bezogen auf die Schussabgaberichtung;
- Fig. 5
- die Kurzwaffe gemäß Fig. 1 in seitlicher Ansicht mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
in Explosionsdarstellung;
- Fig. 6
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform in Explosionsdarstellung
mit einem Abschnitt der Kurzwaffe;
- Fig. 7a
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform mit Zieleinrichtung
in seitlicher Ansicht mit der Arretiereinrichtung in Sperrstellung;
- Fig. 7b
- die Montagevorrichtung gemäß Fig. 7a mit Zieleinrichtung in seitlicher Ansicht mit
der Arretiereinrichtung in Freigabestellung;
- Fig. 8a
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung mit Zieleinrichtung gemäß Fig. 7a in isometrischer
Ansicht mit der Arretiereinrichtung in Sperrstellung;
- Fig. 8b
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß Fig. 8a mit Zieleinrichtung in isometrischer
Ansicht mit der Arretiereinrichtung in Freigabestellung;
- Fig. 9a
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform in Ansicht
von unten mit der Arretiereinrichtung in Sperrstellung;
- Fig. 9b
- die Montagevorrichtung gemäß Fig. 9a in Ansicht von unten mit der Arretiereinrichtung
in Freigabestellung;
- Fig. 10a
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß Fig. 9a in isometrischer Ansicht mit
der Arretiereinrichtung in Sperrstellung;
- Fig. 10b
- die Montagevorrichtung gemäß Fig. 9a in isometrischer Ansicht mit der Arretiereinrichtung
in Freigabestellung;
- Fig. 11a
- die Montagevorrichtung gemäß Fig. 9a in seitlicher Ansicht mit der Arretiereinrichtung
in Sperrstellung; und
- Fig. 11b
- die erfindungsgemäße Montagevorrichtung gemäß Fig. 9a in seitlicher Ansicht mit der
Arretiereinrichtung in Freigabestellung; und
- Fig. 12
- eine Kurzwaffe mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung gemäß einer zweiten
Ausführungsform und Zieleinrichtung in seitlicher Ansicht;
- Fig. 13
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Adapterplatte in isometrischer
Ansicht;
- Fig. 14
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Adapterplatte in isometrischer
Ansicht;
- Fig. 15
- die Kurzwaffe gemäß Fig. 12 in seitlicher isometrischer Ansicht mit der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung in Explosionsdarstellung; und
- Fig. 16
- die Kurzwaffe gemäß Fig. 12 in seitlicher Ansicht mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
und Zieleinrichtung in Explosionsdarstellung.
[0036] Die
Figuren 1 bis 6 zeigen die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 01 mit einer Kurzwaffe 02, wobei die
Montagevorrichtung 01 die Befestigung der Zieleinrichtung 03 an der Kurzwaffe 02 ermöglicht.
Zur Befestigung der Zieleinrichtung 03 an einer Kurzwaffe 02 ist die Basisplatte 05
mit der als Reflexvisier ausgebildeten Zieleinrichtung 03 verbunden. Die Zieleinrichtung
03 kann an der Oberfläche 52 der Basisplatte 05 mittels einer Schraubverbindung befestigt
sein. Die Basisplatte 05 wiederum ist mit der Kurzwaffe 02, insbesondere mit dem Schlitten
15 der Kurzwaffe 02, verbunden. Zur einfachen und schnellen Positionierung der Basisplatte
05 an der Anlagefläche 21 am Schlitten 15 der Kurzwaffe 02 weist die Montagevorrichtung
01 eine Magneteinrichtung mit zwei Magneten 09 auf. Mittels der Magneteinrichtung
20 kann die Montagevorrichtung 01 mit der Montagefläche 51 an der Anlagefläche 21
der Kurzwaffe 02 positioniert werden und anschließend mittels der Arretiereinrichtung
30 arretiert werden, sodass auch bei der Schussabgabe auftretende Rückstoßkräfte zuverlässig
aufgenommen werden können. Weiter ist den Figuren 1 bis 6 zu entnehmen, dass an der
Basisplatte 05 eine aus Kimme und Korn gebildete Hilfsvisierung 13 angeordnet ist,
wobei die Zieleinrichtung 03 zwischen Kimme und Korn der Hilfsvisierung 13 auf der
Basisplatte 05 befestigt ist. Die optischen Achsen von Hilfsvisierung 13 und Zieleinrichtung
03 fallen dabei derart zusammen, dass bei Ausfall der Zieleinrichtung 03 die Hilfsvisierung
13 weiterhin genutzt werden kann. Die optischen Achsen der Hilfsvisierung 13 und der
Zieleinrichtung 03 verlaufen parallel zur Schussabgaberichtung S und somit auch zur
Längserstreckung des Schlittens 15 der Kurzwaffe 02. Die Längsachse LB der Basisplatte
05 verläuft ebenfalls entlang der Schussabgaberichtung S. Das Betätigungselement 14
der Arretiereinrichtung 30 kann von hinten, d. h. von dem von der Mündung der Kurzwaffe
02 entfernten Ende der Montagevorrichtung 01, betätigt werden. Zur Betätigung ist
auf das als Druckknopf ausgebildete Betätigungselement 14 ein Druck aufzubringen,
sodass das Betätigungselement 14 in Schussabgaberichtung S zumindest teilweise in
die Basisplatte 05 eingeschoben wird. Dadurch kann die Arretiereinrichtung 30 von
der Sperrstellung in die Freigabestellung überführt werden. Die Unterschiede zwischen
Sperrstellung und Freigabestellung der Arretiereinrichtung 30 gehen insbesondere aus
den Figuren 7a bis 11b hervor und sollen nachfolgend erläutert werden.
[0037] Einer Zusammenschau der mit den
Figuren 5 und 6 gezeigten Explosionsdarstellungen können insbesondere der Aufbau und die Funktionsweise
der Arretiereinrichtung 30 der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 01 zur Befestigung
einer Zieleinrichtung 03 an einer Kurzwaffe 02 entnommen werden. Innerhalb einer Ausnehmung
an der Unterseite der Basisplatte 05 sind die beiden Rastelemente 06, 07 der Arretiereinrichtung
30 angeordnet. Dabei ist das Rastelement 07 feststehend an der Basisplatte 05 mittels
der Schraube 11, die die Basisplatte 05 durchgreift und mit einem in das Rastelement
07 eingebrachten Innengewinde zusammenwirkt, fixiert. Das Rastelement 06 ist einstückig
mit dem Betätigungselement 14 ausgebildet und kann derart in die Ausnehmung an der
Unterseite der Basisplatte 05 eingebracht werden, dass das Betätigungselement 14 die
Basisplatte 05 durchgreift. Zwischen den Rastelementen 06 und 07 sind zwei Federelemente
08 angeordnet, entgegen deren Federkraft das Rastelement 06 auf das feststehende Rastelement
07 zu bewegt werden kann, um die Arretiereinrichtung 30 von der Sperrstellung in die
Freigabestellung zu überführen. Sofern kein Druck auf das Betätigungselement 14 aufgebracht
wird, wird das Rastelement 06 aufgrund der Kraft der Federelemente 08 vom feststehenden
Rastelement 07 entfernt, sodass die prismatischen Backen 61 und 71 der Rastelemente
06 und 07 in der Schnittstelle 04 der Kurzwaffe 02 die schrägstehenden Nutflanken
der Schnittstelle 04 hintergreifen. Durch diesen Formschluss der prismatischen Backen
61 und 71 mit der Schnittstelle 04 in Sperrstellung der Arretiereinrichtung 30 kann
die Montagevorrichtung 01 zuverlässig an der Kurzwaffe 02 arretiert werden. Es ist
ersichtlich, dass die Schnittstelle 04 als eine quer zur Schussabgaberichtung S den
Schlitten 15 durchgreifende Nut mit schrägstehenden Nutflanken ausgebildet ist. Folglich
verläuft auch die Längsachse LR des Rastelements, insbesondere der prismatischen Backen
61,71, quer zur Schussabgaberichtung S.
[0038] Um ein unerwünschtes Überführen der Arretiereinrichtung 30 von der Sperrstellung
in die Freigabestellung zu vermeiden, ist eine Sicherungseinrichtung 40 umfasst. Das
Sicherungselement 10 der Sicherungseinrichtung 40, das gemäß gezeigter Ausführungsform
als Gewindezapfen ausgebildet ist, ist entlang der Schussabgaberichtung S durch das
die Basisplatte 05 durchgreifende Betätigungselement 14 und das bewegliche Rastelement
06 führbar und am feststehenden Rastelement 07 zur Anlage bringbar. Das Außengewinde
18 des Gewindezapfens wirkt dabei mit einem in das Betätigungselement 14 und das Rastelement
06 eingebrachten Innengewinde 17 zusammen. Dadurch kann je nach Einschraubtiefe des
Sicherungselements 10 eine gewünschte Beabstandung der Rastelemente 06 und 07 voneinander
definiert bzw. eine Betätigung des Betätigungselements 14 unterbunden werden. Erst
nachdem das Sicherungselement 10 wieder vom feststehenden Rastelement 07 beabstandet
ist, kann das Betätigungselement 14 wieder betätigt werden, um die Arretiereinrichtung
30 von der Sperrstellung in die Freigabestellung zu überführen. Weiter ist es aus
der Zusammenschau der Figuren 5 und 6 ersichtlich, dass innerhalb der Basisplatte
05 eine Magneteinrichtung 20 umfassend zwei Magnete 09 aufgenommen ist, die der Positionierung
und der Unterstützung der Festlegung der Montagevorrichtung 01 am Schlitten 15 der
Kurzwaffe 02 dient.
[0039] In den
Figuren 7a bis 11b ist die bereits mit den Figuren 1 bis 6 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung 01 in Alleinstellung dargestellt. Einer Zusammenschau der Figuren
7a bis 11b sind der erfindungsgemäße Aufbau sowie die Funktionsweise der Montagevorrichtung
01 nochmals deutlich zu entnehmen, wobei die Montagevorrichtung 01 in den Figuren
7a bis 8b zusammen mit der Zieleinrichtung 03 gezeigt ist und in den Figuren 9a bis
11b ohne die Zieleinrichtung 03 gezeigt ist.
[0040] Es ist wiederum zu erkennen, dass die Zieleinrichtung 03 zwischen Kimme und Korn
der Hilfsvisierung 13 angeordnet und mit der Basisplatte 05 lösbar verbunden ist.
Zur Befestigung der Montagevorrichtung 01 an einer Kurzwaffe 02 werden in einem ersten
Schritt die aus den Figuren 8a bis 10b ersichtlichen Magnete 09 der Magneteinrichtung
20 genutzt, die mit einem ferromagnetischen Bereich der Anlagefläche 21 der Kurzwaffe
02 zusammenwirken. An der in den Figuren 7 bis 11 nicht dargestellten Anlagefläche
21 der Kurzwaffe 02 kann die Montagefläche 51 der Montagevorrichtung 01 zur Befestigung
der Montagevorrichtung 01 einer Kurzwaffe 02 zur Anlage gebracht werden. Die Montagefläche
51 kann hierzu komplementär zum Schlitten 15 der Kurzwaffe 02 ausgebildet sein und
weist, wie insbesondere aus den Figuren 8a und 8b hervorgeht, eine Mittelfläche 51a
und jeweils eine an die Mittelfläche 51a anschließende Seitenfläche 51b auf, wobei
die Seitenflächen 51b gekrümmt ausgebildet sind.
[0041] Zur Arretierung der Montagevorrichtung 01 an der Kurzwaffe 02 kann die Arretiereinrichtung
30 von der Freigabestellung in die Sperrstellung überführt werden. Die Figuren 7a,
8a, 9a, 10a und 11a zeigen die Montagevorrichtung 01 jeweils in Sperrstellung, wohingegen
die Montagevorrichtung 01 in den Figuren 7b, 8b, 9b, 10b und 11b jeweils in Freigabestellung
gezeigt ist. In Sperrstellung sind die beiden Rastelemente 06,07 aufgrund der Kraft
der Federelemente 08 auseinandergeschoben, wodurch die prismatischen Backen 61,71,
sofern diese in die Schnittstelle 04 einer Kurzwaffe 02 eingeführt sind, einen Formschluss
mit der Schnittstelle 04 ausbilden können. Zudem ist das Betätigungselement 14, das
vorliegend als Druckknopf und einstückig mit dem beweglichen Rastelement 06 ausgebildet
ist, aufgrund der Kraft der Federelemente 08 aus der Basisplatte 05 ausgeschoben.
Demgegenüber ist in Freigabestellung das Betätigungselement 14 weiter in die Basisplatte
05 entgegen der Kraft der Federelemente 08 eingeschoben. Durch Einführen des Betätigungselements
14 in die Basisplatte 05 wird das Rastelement 06 in Richtung des Rastelements 07 geschoben,
wodurch die prismatische Backen 61,71 der Rastelemente 06, 07 in der in den Figuren
7 bis 11 nicht dargestellten Schnittstelle 04 außer Eingriff gelangen.
[0042] Das Sicherungselement 10 der Sicherungseinrichtung 40 kann, wie zuvor bereits beschrieben,
in das Betätigungselement 14 und das bewegliche Rastelement 06 eingeschraubt werden,
bis das Sicherungselement 10 an dem feststehenden Rastelement 07 zur Anlage kommt,
wodurch eine Betätigung des Betätigungselements 14 gesperrt wird. Sofern eine Betätigung
bzw. Bewegung des Betätigungselements 14 gesperrt ist, kann das Rastelement 06 nicht
auf das Rastelement 07 zu bewegt werden, und die prismatischen Backen 61,71 der Rastelemente
06, 07 verbleiben beabstandet und somit im Eingriff in der Schnittstelle 04 der Kurzwaffe
02. Folglich ist die Arretiereinrichtung 30 gegen eine unerwünschte Überführung von
der Sperrstellung in die Freigabestellung mittels der Sicherungseinrichtung 40 gesichert.
[0043] Die in den Figuren 12 bis 16 gezeigte Montagevorrichtung 01 entspricht weitgehend
derjenigen nach den Figuren 1 bis 11, unterscheidet sich von dieser aber dadurch,
dass die in den Figuren 12 bis 16 gezeigte Montagevorrichtung 01 eine Adapteraussparung
12 zur Aufnahme einer Adapterplatte 16 aufweist, wobei die Adapterplatte 16 zur Positionierung
einer Zieleinrichtung 03 auf der Oberfläche 52 der Basisplatte 05 Positionierzapfen
161 aufweist. Im Gegensatz hierzu kann die Basisplatte 05 der mit den Figuren 1 bis
11 gezeigten Montagevorrichtung einstückig mit den Positionierzapfen 161, die jedoch
in den Figuren 1 bis 11 nicht gezeigt sind, ausgebildet sein. Im Übrigen entspricht
die Montagevorrichtung der Ausführungsform nach den Figuren 12 bis 16 derjenigen nach
den Figuren 1 bis 11, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezügliche
Beschreibung verwiesen wird.
[0044] Die Figuren 12, 15 und 16 zeigen die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 01 mit einer
Kurzwaffe 02, wobei die Montagevorrichtung 01 die Befestigung der Zieleinrichtung
03 an der Kurzwaffe 02 ermöglicht. Zur Befestigung der Zieleinrichtung 03 an einer
Kurzwaffe 02 kann die Basisplatte 05 mit der Zieleinrichtung 03 verbunden bleiben.
Mittels der Positionierzapfen 161 kann die Zieleinrichtung 03 an der Oberfläche 52
der Basisplatte 05 positioniert werden und anschließend mittels der Schrauben 19 an
der Oberfläche 52 der Basisplatte 05 befestigt werden. Dabei geht aus einer Zusammenschau
der Figuren 12 bis 16 hervor, dass die Adapterplatte 16 die Positionierzapfen 161
zur Positionierung der Zieleinrichtung 03 gegenüber der Basisplatte 05 und somit auch
gegenüber der Kurzwaffe 02 umfasst. Die Positionierzapfen 161 erstrecken sich im montierten
Zustand der Montagevorrichtung 01 nach oben von der Grundplatte 162 der Adapterplatte
16 weg. Gemäß der dargestellten Ausführungsform sind an der Adapterplatte 16 zwei
Positionierzapfen 161 angeordnet. Wie insbesondere aus den Figuren 13 und 14 ersichtlich,
können die Positionierzapfen 161 je nach Ausführungsform der Adapterplatte 16 an unterschiedlichen
Stellen auf der Grundplatte 162 der Adapterplatte 16 angeordnet sein. Dies ermöglicht
die Anpassung der Montagevorrichtung 01 an unterschiedliche Zieleinrichtungen 03.
Je nachdem, welche Zieleinrichtung 03 verwendet werden soll, kann die Adapterplatte
16 in einfacher Art und Weise ausgewechselt werden. Die Adapterplatte 16 kann in die
Adapteraussparung 12, die in die Oberfläche 52 der Basisplatte 05 eingebracht ist,
eingelegt werden und ist in der Adapteraussparung 12 mittels Formschluss gesichert.
Bevorzugt ist die Grundplatte 162 als trapezförmige Platte ausgebildet und die Adapteraussparung
12 komplementär zur Grundplatte 162, dementsprechend ebenfalls bevorzugt trapezförmig,
ausgebildet. Die Positionierzapfen 161 sind bevorzugt kreiszylindrisch ausgebildet.
Aus den Figuren 15 und 16 ist es zudem ersichtlich, dass die Adapteraussparung 12
die Basisplatte 05 nicht vollständig durchgreift und oberhalb der Magneteinrichtung
20 in die Basisplatte 05 eingebracht ist. Bevorzugt, jedoch nicht ausschließlich,
kann die Adapteraussparung 12 an dem der Mündung der Kurzwaffe 02 nahen Ende der Montagevorrichtung
01 angeordnet sein. Um die Zieleinrichtung 03 zwischen Kimme und Korn der Hilfsvisierung
13 auf der Basisplatte 05 befestigen zu können, ist die Adapteraussparung gemäß der
dargestellten Ausführungsform zwischen Kimme und Korn der Hilfsvisierung 13 in die
Basisplatte 05 eingebracht. Die unterschiedlichen Adapterplatten 16, die mit den Figuren
13 und 14 gezeigt sind, können beispielsweise Bestandteile eines Montagesystems, bestehend
aus der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 01 gemäß zweiter Ausführungsform und
einer Vielzahl an Adapterplatten 16, sein. Dadurch, dass dieses Montagesystem eine
Vielzahl an Adapterplatten 16, die sich auswechselbar in die Basisplatte 05 einbringen
lassen, aufweist, bietet das Montagesystem die Möglichkeit, die Montagevorrichtung
01 in einfacher Art und Weise an unterschiedliche Zieleinrichtungen 03 anzupassen.
Bezugszeichenliste
[0045]
01 Montagevorrichtung
02 Kurzwaffe
21 Anlagefläche
03 Zieleinrichtung
04 Schnittstelle
05 Basisplatte
51 Montagefläche
51a Mittelfläche
51b Seitenfläche
52 Oberfläche
06 erstes Rastelement
61 prismatische Backe erstes Rastelement
07 zweites Rastelement
71 prismatische Backe zweites Rastelement
08 Federelement
09 Magnet
10 Sicherungselement
11 Befestigungsschrauben zweites Rastelement
12 Adapteraussparung
13 Hilfsvisierung
14 Betätigungselement
15 Schlitten
16 Adapterplatte
161 Positionierzapfen
162 Grundplatte
17 Innengewinde Rastelement und Betätigungselement
18 Außengewinde Sicherungselement
19 Schraube für Zieleinrichtung
20 Magneteinrichtung
30 Arretiereinrichtung
40 Sicherungseinrichtung
LB Längsachse Basisplatte
LR Längsachse Rastelement
S Schussabgaberichtung
1. Montagevorrichtung (01) zur Befestigung eines Zusatzteils, insbesondere einer Zieleinrichtung
(03), an einer Kurzwaffe (02), die zumindest ein ferromagnetisches Teil, insbesondere
einen ferromagnetischen Schlitten (15), aufweist, wobei die Montagevorrichtung (01)
eine Basisplatte (05) umfasst, auf der das Zusatzteil befestigt werden kann, und wobei
die Basisplatte (05) mittels zumindest eines Magneten (09) einer Magneteinrichtung
(20) an der Kurzwaffe (02) befestigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Arretiereinrichtung (30) umfasst ist, die, bevorzugt werkzeuglos, zwischen einer
Freigabestellung und einer Sperrstellung verstellbar ist, wobei zumindest ein Rastelement
(06, 07) der Arretiereinrichtung (30) in der Sperrstellung zur Arretierung der Basisplatte
(05) an der Kurzwaffe (02) mit einer Schnittstelle (04) der Kurzwaffe (02) zusammenwirkt.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arretiereinrichtung (30) zwei Rastelemente (06, 07) aufweist, wobei zumindest
ein erstes Rastelement (06) gegen eine Federkraft verschiebbar gelagert ist, und wobei
die Rastelemente (06, 07) in Freigabestellung außer Eingriff an der Kurzwaffe (02)
stehen und in Sperrstellung in der Schnittstelle (04) im Schlitten (15) der Kurzwaffe
(02) fixierend in Eingriff stehen.
3. Montagevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zweites Rastelement (07) feststehend an der Basisplatte (05), bevorzugt mittels
einer Schraubverbindung, befestigbar ist und/oder die Arretiereinrichtung (30) mittels
eines Betätigungselements (14), bevorzugt mittels eines Druckknopfs, betätigbar ist.
4. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arretiereinrichtung (30), insbesondere die Rastelemente (06, 07), in einer Aussparung
der Basisplatte (05) aufgenommen ist/sind.
5. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsachse (LR) eines Rastelements (06, 07) quer zur Längsachse (LB) der Basisplatte
(05) verläuft und/oder zwischen den Rastelementen (06, 07) zumindest ein Federelement
(08) angeordnet ist.
6. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Sicherungseinrichtung (40) zur Sicherung der Arretiereinrichtung (30) in Sperrstellung
umfasst ist.
7. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (14) eine Ausnehmung (16) aufweist und die Sicherungseinrichtung
(30) ein Sicherungselement (10) aufweist, wobei das Sicherungselement (10) als ein
in die Ausnehmung (16) des Betätigungselements (14) einführbarer Zapfen, bevorzugt
als Gewindezapfen, ausgebildet ist.
8. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Zapfen die Basisplatte (05) und zumindest ein Rastelement (06) durchgreift, und
an einem weiteren Rastelement (07) zur Anlage bringbar ist.
9. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (14) und/oder zumindest ein Rastelement (06, 07) ein Innengewinde
(17) aufweist, in das der Zapfen mit einem Außengewinde (18) einschraubbar ist.
10. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Basisplatte (05) an der Unterseite eine Montagefläche (51) aufweist, wobei die
Montagefläche (51) aus einer ebenen Mittelfläche (51a) und zwei gekrümmten, jeweils
seitlich an die Mittelfläche (51a) anschließenden, Seitenflächen (51b) gebildet ist.
11. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass eine aus Kimme und Korn gebildete Hilfsvisierung (13) an der Basisplatte (05) angeordnet
ist, wobei das Zusatzteil zwischen Kimme und Korn an der Basisplatte (05) befestigbar
ist.
12. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in die Oberfläche (52) der Basisplatte (05) eine Adapteraussparung (12), in welcher
eine Adapterplatte (16) aufnehmbar ist, eingebracht ist, wobei die Adapterplatte (16)
bevorzugt formkomplementär zur Adapteraussparung (12) ausgebildet ist.
13. Montagevorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Adapterplatte (16) einen Positionierzapfen (161), bevorzugt zwei Positionierzapfen
(161), zur Positionierung eines Zusatzteils aufweist und/oder die Adapterplatte (16)
zumindest teilweise die Oberfläche (52) der Basisplatte (05) ausbildet.
14. Montagesystem umfassend eine Montagevorrichtung (01) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
13 und eine Vielzahl, insbesondere unterschiedlicher, Adapterplatten (16), die in
der Adapteraussparung (12) auswechselbar aufnehmbar sind.
15. Kurzwaffe (02) mit einer Montagevorrichtung (01) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13
und/oder mit einem Montagesystem gemäß Anspruch 14.