[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausgabe eines ersten Klebstoffs
und eines zweiten Klebstoffs, welche Ventile zwecks Ausgabe der Klebstoffe aufweist.
Die Erfindung betrifft zudem eine Anlage mit einer solchen Vorrichtung. Zudem betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung.
[0002] In zahlreichen Prozessen ist die Ausgabe und insbesondere das Auftragen von Klebstoffen
auf Substraten notwendig. Zu diesem Zweck können Vorrichtungen mit Ventilen zum Einsatz
kommen, welche die Strömung der Klebstoffe regeln.
[0003] Gewöhnlich ist eine solche Vorrichtung für die Beauftragung eines Klebstoffs ausgelegt.
Soll ein anderer, zweiter Klebstoff aufgetragen werden, muss die gesamte Vorrichtung
zunächst durchgespült werden, um eine Vermischung der Klebstoffe zu verhindern.
[0004] Zum Auftragen von zwei Klebstoffen ist es auch vorstellbar, zwei solche Vorrichtungen
in einer Einheit zusammenzufassen, wobei die jeweilige Vorrichtung zum Auftragen eines
zugehörigen Klebstoffs ausgestaltet ist.
[0005] Beim Auftragen von feuchtigkeitsaktiven Klebstoffen ist es notwendig, einen Kontakt
des Klebstoffs mit Feuchtigkeit, also insbesondere auch mit der Umgebungsluft, zu
unterbinden oder zumindest zu reduzieren, wenn keine Klebstoffausgabe erfolgt.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, für eine Vorrichtung
der vorstehend genannten Art, für eine Anlage mit einer solchen Vorrichtung sowie
für ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung verbesserte oder zumindest
andere Ausführungsformen anzugeben. Insbesondere beschäftigt sich die vorliegende
Erfindung mit der Aufgabe, für die Vorrichtung, für die Anlage sowie für das Verfahren
Ausführungsformen anzugeben, die sich durch eine erhöhte Effizienz auszeichnen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die vorliegende Erfindung beruht demnach auf dem Grundgedanken, in unterschiedlichen
Arbeitsgängen auszugeben Klebstoffe in derselben Vorrichtung im Wesentlichen separat
zu führen, diese aber über eine gemeinsame Ausgabestelle auszugeben, wobei das Volumen
zwischen der getrennten Führung und der gemeinsamen Ausgabestelle möglichst klein
gehalten wird. Dies hat den Vorteil, dass bei einem Wechsel zur Ausgabe eines Klebstoffs
zum anderen Klebstoff lediglich dieses Volumen zu spülen ist. Somit kommt es zu einem
wirtschaftlichen Betrieb und folglich einer erhöhten Effizienz, wobei zugleich eine
verbesserte ökologische Bilanz erzielt wird. Darüber hinaus kann auf diese Weise die
Aufbewahrung der Ausgabestellen in einem inerten Medium zur Verhinderung von Reaktionen
des momentan nicht benötigten Klebstoffs mit der Umgebung, insbesondere mit Feuchtigkeit,
entfallen oder zumindest reduziert werden. Dies hat eine verbesserte Effizienz und
ökologische Bilanz zur Folge.
[0009] Dem Erfindungsgedanken entsprechend weist eine Vorrichtung zur Ausgabe, insbesondere
zum Auftragen, von zwei Klebstoffen zur Ausgabe der Klebstoffe Ventile auf. Die Klebstoffe
werden nachfolgend auch als erster Klebstoff und zweiter Klebstoff bezeichnet. Dabei
weist die Vorrichtung erste Ventile zur Ausgabe des ersten Klebstoffs sowie zweite
Ventile zur Ausgabe des zweiten Klebstoffs auf. Durch die ersten Ventile führt ein
Strömungspfad des ersten Klebstoffs, der nachfolgend auch als erster Strömungspfad
bezeichnet wird. Durch die zweiten Ventile führt ein Strömungspfad des zweiten Klebstoffs,
der nachfolgend auch als zweiter Strömungspfad bezeichnet wird. Die Vorrichtung weist
dabei Ventilgruppen auf, wobei die jeweilige Ventilgruppe zumindest ein erstes Ventil
und zumindest ein zweites Ventil aufweist. Die jeweilige Ventilgruppe weist eine Kammer
auf, durch die beide Strömungspfade stromab des jeweils zugehörigen Ventils führen.
Das heißt, dass der erste Strömungspfad stromab des zugehörigen zumindest einen ersten
Ventils durch die Kammer führt. Zudem führt der zweite Strömungspfad stromab des zugehörigen
zumindest einen zweiten Ventils durch die Kammer. Dabei sind die Strömungspfade stromauf
der Kammer voneinander getrennt. Die jeweilige Ventilgruppe weist zudem zumindest
eine Stelle zur Ausgabe der Klebstoffe auf, welche nachfolgend auch als Ausgabestelle
bezeichnet wird. Die zumindest eine Ausgabestelle ist mit der Kammer der zugehörigen
Ventilgruppe verbunden oder Bestandteil der Kammer, sodass im Betrieb die Klebstoffe
die Vorrichtung über die Ausgabestellen der Ventilgruppen verlassen und somit ausgegeben
werden.
[0010] Die jeweilige Kammer bildet zweckmäßigerweise bis zur der zumindest einen Ausgabestelle
ein Volumen, durch das beide Klebstoffe strömen können. Das heißt, dass im Betrieb
wahlweise der erste Klebstoff oder der zweite Klebstoff durch die Kammer und über
die zumindest eine zugehörige Ausgabestelle und somit durch das Volumen strömen. Da
die Strömungspfade stromauf der Kammer voneinander getrennt sind, kommt es zu der
vorstehend beschriebenen Verkleinerung und Verkürzung des gemeinsamen durchströmbaren
Volumens. Dies hat die vorstehend erwähnten Vorteile der erhöhten Effizienz und des
ökologischen Betriebs zur Folge, wobei zugleich der Betrieb vereinfacht wird.
[0011] Die Vorrichtung kann prinzipiell beliebig ausgestaltet sein.
[0012] Vorteilhaft ist die Vorrichtung als ein Auftragskopf zum Auftragen der Klebstoffe
ausgebildet. Entsprechend können insbesondere die Ausgabestellen ausgestaltet sein.
[0013] Die jeweilige Ausgabestelle ist zweckmäßigerweise als eine Öffnung ausgebildet und
kann daher auch als Ausgabeöffnung bezeichnet werden.
[0014] Die jeweilige Ausgabestelle bildet vorzugsweise die äußerste Stelle des Strömungspfads
des jeweiligen Klebstoffs in der Vorrichtung, vorzugsweise zudem einer zugehörigen
Anlage. Das heißt insbesondere, dass die Klebstoffe nach der Strömung aus den Ausgabestellen
keine weiteren Bestandteile der Vorrichtung, vorzugsweise zudem der zugehörigen Anlage,
kontaktieren. In der Folge ist bei einem Wechsel der Ausgabe der Klebstoffe die Vorrichtung
lediglich von der jeweiligen Kammer bis zu den jeweils zugehörigen Ausgabestellen,
also vorstehend erwähntes Volumen, der jeweiligen Ventilgruppe zu spülen. Da somit
auch eine Verkürzung des zu spülenden Volumens einhergeht, kommt es auf diese Weise
zu einer besonders ausgeprägten Effizienz und ökologischem Betrieb.
[0015] Wie vorstehend erläutert, kann die jeweilige Ausgabestelle Teil der zugehörigen Kammer
sein. In diesem Fall ist die Ausgabestelle vorzugsweise als eine Öffnung, beispielsweise
als ein Durchbruch, der Kammer ausgebildet, durch welche die Klebstoffe die Vorrichtung
verlassen.
[0016] Ebenso kann die jeweilige Ausgabestelle, wie vorstehend erläutert, mit der Kammer
verbunden, also ein von der Kammer separater Bestandteil, beispielsweise in Form eines
Aufsatzes sein. In diesem Fall ist die Ausgabestelle vorzugsweise unmittelbar mit
der Kammer verbunden. In der Folge kommt es zu einem möglichst kleinen Volumen, das
bei einem Wechsel der Ausgabe der Klebstoffe zu spülen ist.
[0017] Die Klebstoffe können im Betrieb, insbesondere in einer zugehörigen Anlage, auf einem
Substrat ausgegeben, insbesondere aufgetragen, werden. Dabei kann die Vorrichtung
relativ zu dem Substrat, beispielsweise einer Platte, bewegt werden, um auf dem Substrat
längliche Bahnen des Klebstoffs, insbesondere Raupen, aufzutragen.
[0018] Der jeweilige Klebstoff kann prinzipiell beliebiger Art sein.
[0019] Insbesondere kann der jeweilige Klebstoff feuchtigkeitsaktiv sein. Der jeweilige
Klebstoff kann also insbesondere nach der Ausgabe bzw. dem Auftrag mit Feuchtigkeit,
insbesondere aus der Luft, reagieren, um auszuhärten und/oder eine Klebeverbindung
zu bilden.
[0020] Beispielsweise kann es sich beim jeweiligen Klebstoff um einen Ein-Komponenten Klebstoff,
also einen sogenannten "1K" Klebstoff, insbesondere auf PolyurethanBasis, handeln.
[0021] Zweckmäßigerweise unterscheiden sich der erste Klebstoff und der zweite Klebstoff,
beispielsweise hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und/oder andere Eigenschaften.
[0022] Bei bevorzugten Ausführungsformen sind die Ausgabestellen der unterschiedlichen Ventilgruppen
voneinander fluidisch getrennt. Das heißt, dass keine unmittelbare fluidische Verbindung
zwischen den Ausgabestellen der unterschiedlichen Ventilgruppen und somit auch den
Kammern der unterschiedlichen Ventilgruppen miteinander besteht, sondern nur über
die Strömungspfade stromauf der Ventile. In der Folge kann der jeweilige Klebstoff
nicht zwischen den unterschiedlichen Ventilgruppen strömen. Im Ergebnis entfällt das
Spülen einer solchen Verbindung zwischen den unterschiedlichen Ventilgruppen. Dies
hat eine weiter erhöhte Effizienz und ökologische Bilanz zur Folge.
[0023] Die Vorrichtung weist vorteilhaft einen Träger auf, in welchem die Ventile aufgenommen
sind. Zu diesem Zweck weist der Träger Aufnahmen auf. Dabei führt der jeweilige Strömungspfad
durch den Träger.
[0024] Vorzugsweise weist der Träger für die jeweilige Ventilgruppe zumindest einen nachfolgend
auch als Trägerauslass bezeichneten, zugehörigen Auslass auf, durch welchen die Strömungspfade
stromab der Ventile der Ventilgruppe führen, sodass die Klebstoffe im Betrieb den
Träger über den zumindest einen Trägerauslass verlassen. Das heißt insbesondere, dass
der jeweilige Trägerauslass diejenige Stelle bindet, stromab dessen beide Strömungspfade
gemeinsam führen. Dies hat eine Verkleinerung des gemeinsamen durchströmbaren Volumens
und somit eine erhöhte Effizienz und verbesserte ökologische Bilanz bei zugleich kompakter
und vereinfachter Umsetzung der Vorrichtung zur Folge.
[0025] Vorzugsweise mündet der jeweilige Trägerauslass unmittelbar in die Kammer der zugehörigen
Ventilgruppe. Somit ist eine weitere Verkleinerung des gemeinsamen durchströmbaren
Volumens erreicht, sodass die Effizienz und die ökologische Bilanz weiter verbessert
sind und die Vorrichtung noch kompakter ausgebildet ist.
[0026] Der Träger weist bei vorteilhaften Varianten für zumindest eine der Ventilgruppen,
vorzugsweise für die jeweilige Ventilgruppe, einen einzigen zugehörigen Trägerauslass
auf, durch den der erste Strömungspfad und der zweite Strömungspfad führen und stromauf
dessen die Strömungspfade getrennt sind. Dies führt zu einer weiter ausgeprägten Verkleinerung
das von den Klebstoffen gemeinsam durchströmbaren Volumens und somit zu einer weiteren
Erhöhung der Effizienz und Verbesserung der ökologischen Bilanz.
[0027] Die Vorrichtung kann für zumindest eine der Ventilgruppen, beispielsweise für die
jeweilige Ventilgruppe, einen auf den Träger aufgesetzten Aufsatz aufweisen, der mit
dem Träger die Kammer der Ventilgruppe zumindest teilweise, vorzugsweise gänzlich,
bildet. Insbesondere kann der Aufsatz im Bereich des zumindest einen zugehörigen Trägerauslasses
auf den Träger aufgesetzt sein. Neben einer vereinfachten und kompakten Ausbildung
der Vorrichtung führt dies zu einer weiteren Begrenzung des gemeinsam von den Klebstoffen
durchströmbaren Volumens. Folglich sind die Effizienz erhöht und die ökologische Bilanz
verbessert.
[0028] Vorstellbar ist es, dass zumindest einer der Aufsätze, insbesondere der jeweilige
Aufsatz, die zugehörige Kammer gemeinsam mit dem Träger gänzlich bildet.
[0029] Die Vorrichtung weist zweckmäßigerweise für den jeweiligen Klebstoff einen zugehörigen
Kanal zur Versorgung der zugehörigen Ventile auf, der nachfolgend auch als Versorgungskanal
bezeichnet wird. Das heißt, dass die Vorrichtung einen ersten Versorgungskanal zur
Versorgung der ersten Ventile mit dem ersten Klebstoff aufweist. Dabei führt der erste
Strömungspfad stromauf der ersten Ventile durch den ersten Versorgungskanal. Das heißt
auch, dass die Vorrichtung einen zweiten Versorgungskanal zur Versorgung der zweiten
Ventile mit dem zweiten Klebstoff aufweist. Dabei führt der zweite Strömungspfad stromauf
der zweiten Ventile durch den zweiten Versorgungskanal.
[0030] Der jeweilige Versorgungskanal kann prinzipiell beliebig ausgestaltet sein.
[0031] Bei vorteilhaften Varianten bildet der Träger zumindest einen der Versorgungskanäle
wenigstens teilweise. Das heißt insbesondere, dass der Träger zumindest einen Hohlraum
aufweist, der einem Abschnitt eines solchen Versorgungskanals entspricht. Im Ergebnis
kommt es zu einer vereinfachten, kostengünstigen und kompakten Ausbildung der Vorrichtung.
[0032] Der Träger kann beliebig ausgebildet, insbesondere hergestellt, sein.
[0033] Vorteilhaft weist der Träger ein Profil, insbesondere ein Strangpressprofil auf.
Insbesondere kann der Träger als ein solches Profil, beispielsweise als ein solches
Strangpressprofil, ausgebildet sein. Neben einer einfachen und gewichtsreduzierten
Ausbildung der Vorrichtung lassen sich auf diese Weise die Versorgungskanäle und die
Aufnahmen auf einfache und präzise Weise ausbilden und herstellen.
[0034] Vorzugsweise sind die ersten Ventile entlang einer ersten Reihe und die zweiten Ventile
entlang einer der ersten Reihe gegenüberliegenden, insbesondere parallel dazu verlaufenden,
zweiten Reihe angeordnet. Die ersten Ventile und die zweiten Ventile der jeweiligen
Ventilgruppe das sind dabei quer oder geneigt zur Erstreckung der Reihen zueinander
beabstandet, insbesondere gegenüberliegend angeordnet. Das heißt auch, dass die Ventilgruppen
entlang der Erstreckung der Reihen aufeinanderfolgen.
[0035] Die jeweilige Ventilgruppe kann prinzipiell eine beliebige Anzahl von Ausgabestellen
aufweisen.
[0036] Vorteilhaft weist zumindest eine der Ventilgruppen, insbesondere die jeweilige Ventilgruppe,
zumindest zwei Ausgabestellen auf. In der Folge ist die Anzahl der Ausgabestellen
größer als die Anzahl der Ventile. Das Resultat ist eine kostengünstige Ausbildung
der Vorrichtung.
[0037] Die Ausgabestellen zumindest eines der Ventilgruppen kann Bestandteil eines Auftragssegments
sein. Insbesondere ist es vorstellbar, dass die jeweilige Ventilgruppe ein die zugehörigen
Ausgabestellen aufweisendes Auftragssegment aufweist.
[0038] Zumindest eines der Auftragssegmente kann Bestandteil des Aufsatzes der zugehörigen
Ventilgruppe sein. Vorstellbar ist es dabei, dass der Aufsatz zu diesem Zweck zwei-
oder mehrteilig ausgebildet ist.
[0039] Wie vorstehend erläutert, kann die Vorrichtung Bestandteil einer Anlage zur Ausgabe
der Klebstoffe, insbesondere zum Auftragen der Klebstoffe, sein.
[0040] Die Anlage weist vorteilhaft für den jeweiligen Klebstoff eine zugehörige Fördereinrichtung,
beispielsweise eine zugehörige Pumpe, auf, welche den zugehörigen Klebstoff entlang
des zugehörigen Strömungspfads fördert. Das heißt, dass die Anlage eine erste Fördereinrichtung
aufweist, welche im Betrieb den ersten Klebstoff entlang des ersten Strömungspfads
fördert. Zudem weist die Anlage eine zweite Fördereinrichtung auf, welche im Betrieb
den zweiten Klebstoff entlang des zweiten Strömungspfads fördert.
[0041] Die Vorrichtung, insbesondere die Anlage, ist zweckmäßigerweise in unterschiedlichen
Betriebsmodi betreibbar. In einem nachfolgend auch als ersten Betriebsmodus bezeichneten
Betriebsmodus wird über die Ausgabestellen nur der erste Klebstoff ausgegeben. In
einem nachfolgend auch als zweiten Betriebsmodus bezeichneten Betriebsmodus wird demgegenüber
über die Ausgabestellen nur der zweite Klebstoff ausgegeben.
[0042] Insbesondere ist im ersten Betriebsmodus die erste Fördereinrichtung im Betrieb und
die zweite Fördereinrichtung außer Betrieb. Alternativ oder zusätzlich sind im ersten
Betriebsmodus vorteilhaft die ersten Ventile geöffnet und die zweiten Ventile geschlossen.
[0043] Insbesondere ist im zweiten Betriebsmodus die zweite Fördereinrichtung im Betrieb
und die erste Fördereinrichtung außer Betrieb. Alternativ oder zusätzlich sind im
zweiten Betriebsmodus vorteilhaft die zweiten Ventile geöffnet und die ersten Ventile
geschlossen.
[0044] Bei einem Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus werden bevorzugt
zunächst die Kammern bis zu den Ausgabestellen gespült. Vorstellbar ist es insbesondere,
die Kammern bis zu den Ausgabestellen mit dem zweiten Klebstoff zu spülen.
[0045] Bei einem Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus werden bevorzugt
zunächst die Kammern bis zu den Ausgabestellen gespült. Dabei ist es vorstellbar,
die Kammern bis zu den Ausgabestellen mit dem ersten Klebstoff zu spülen.
[0046] Wird kein Klebstoff ausgegeben, insbesondere aufgetragen, befindet sich also die
Vorrichtung, insbesondere die Anlage, in einem nachfolgend auch als Ruhemodus bezeichneten
Zustand, kommt vorteilhaft ein inertes Medium zum Einsatz, um eine Reaktion der Klebstoffe
mit der Umgebung und/oder mit Feuchtigkeit zu unterbinden oder zumindest zu reduzieren.
Zu diesem Zweck werden im Ruhemodus vorzugsweise die Ausgabestellen in das inerte
Medium getaucht.
[0047] Das inerte Medium kann ein solches beliebiger Art sein, sofern es ein Kontakt und/oder
eine Reaktion der Klebstoffe mit der Umgebung und/oder mit Feuchtigkeit unterbindet
oder zumindest reduziert.
[0048] Beispielsweise kann es sich bei dem Medium um ein wasserfreies Öl handeln.
[0049] Es versteht sich, dass die Vorrichtung auch zur Ausgabe von drei oder mehr Klebstoffen,
also zur Ausgabe von zumindest zwei Klebstoffen ausgestaltet sein kann. Die Vorrichtung
weist dann in analoger Weise für den jeweiligen Klebstoff zugehörige Ventile auf.
[0050] Bevorzugt weist dabei die jeweilige Ventilgruppe zumindest ein Ventil für den jeweiligen
Klebstoff auf, wobei die Strömungspfade zumindest zwei der Klebstoffe, insbesondere
des jeweiligen Klebstoffs, durch die Kammer führen und stromauf der Kammer voneinander
getrennt sind. Zudem verlassen vorzugsweise zumindest zwei der Klebstoffe, bevorzugt
der jeweilige Klebstoff, die Vorrichtung über die Ausgabestellen der Ventilgruppen.
[0051] Es versteht sich zudem, dass neben der Vorrichtung auch die Anlage zum Umfang dieser
Erfindung gehört. Ebenso gehört das Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung, insbesondere
der Anlage, zum Umfang dieser Erfindung.
[0052] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0053] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0054] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0055] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- eine stark vereinfachte, schaltplanartige Darstellung einer Vorrichtung zur Ausgabe
von Klebstoffen in einer Anlage,
- Fig. 2
- eine isometrische Ansicht der Anlage mit der Vorrichtung,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der Vorrichtung im Bereich einer Ventilgruppe,
- Fig. 4
- eine in Figur 3 mit IV-IV angedeutete Schnittansicht der Ventilgruppe.
[0056] Eine in den Figuren 1 bis 4 beispielhaft gezeigte Vorrichtung 1 dient der Ausgabe,
insbesondere dem Auftragen, von Klebstoffen K (siehe Figur 1). In den gezeigten Ausführungsbeispielen
werden mittels der Vorrichtung 1 zwei Klebstoffe K ausgegeben, die nachfolgend auch
als erster Klebstoff K1 und zweiter Klebstoff K2 bezeichnet werden. Bei den Klebstoffen
K kann es sich um solche handeln, die feuchtigkeitsaktiv sind, also nach der Ausgabe
mit Feuchtigkeit, beispielsweise aus der Luft, reagieren, um auszuhärten und/oder
eine Klebeverbindung zu bilden.
[0057] Die Vorrichtung 1 weist zur Ausgabe des jeweiligen Klebstoffs K zugehörige Ventile
2, 3 auf, durch die ein Strömungspfad P des jeweils zugehörigen Klebstoffs K führt.
Das heißt, dass die Vorrichtung 1 zum Ausgeben des ersten Klebstoffs K1 erste Ventile
2 aufweist, durch die ein erster Strömungspfad P1 des ersten Klebstoffs K1 führt.
Zudem weist die Vorrichtung 1 zum Ausgeben des zweiten Klebstoffs K2 zweite Ventile
3 auf, durch die ein zweiter Strömungspfad P2 des zweiten Klebstoffs K2 führt. Die
Ventile 2, 3 sind dabei gruppiert, sodass die Vorrichtung 1 Ventilgruppen 4 aufweist,
wobei die jeweilige Ventilgruppe 4 zumindest ein erstes Ventil 2 und zumindest ein
zweites Ventil 3 aufweist. In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die
Vorrichtung 1 rein beispielhaft acht erste Ventile 2 sowie acht zweite Ventile 3 auf.
In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die jeweilige Ventilgruppe 4
ein erstes Ventil 2 und ein zweites Ventil 3 auf. Somit weist die Vorrichtung 1 bei
diesem Ausführungsbeispiel rein beispielhaft acht Ventilgruppen 4 auf.
[0058] In dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 rein beispielhaft
jeweils zehn erste Ventile 2 und zweite Ventile 3 auf, wobei die jeweilige Ventilgruppe
4 ein erstes Ventil 2 und ein zweites Ventil 3 umfasst. Somit weist die Vorrichtung
1 des Ausführungsbeispiels der Figur 2 zehn Ventilgruppen 4 auf. Wie Figur 2 entnommen
werden kann, können die ersten Ventile 2 und die zweiten Ventile 2 entlang parallel
verlaufender Reihen angeordnet sein. Somit können die Ventilgruppen 4 entlang der
Erstreckung der Reihen aufeinanderfolgen. Zudem können das erste Ventil 2 und das
zweite Ventil 3 der jeweiligen Ventilgruppe 4 quer oder geneigt zur Erstreckung der
Reihen zueinander beabstandet, insbesondere gegenüberliegend, angeordnet sein (vergleiche
auch Figur 3).
[0059] Die Vorrichtung 1 kann, wie beispielsweise in den Figuren 1 und 2 gezeigt, Bestandteil
einer Anlage 100 zum Ausgeben, insbesondere zum Auftragen, der Klebstoffe K sein.
Die Anlage 100 weist, wie in Figur 1 gezeigt ist, zum Fördern des jeweiligen Klebstoffs
K entlang des zugehörigen Strömungspfads P eine zugehörige Fördereinrichtung 101,
102 auf. Die Anlage 100 weist also eine erste Fördereinrichtung 101 auf, die im Betrieb
den ersten Klebstoff K1 entlang des ersten Strömungspfads P1 fördert. Zudem weist
die Anlage 100 eine zweite Fördereinrichtung 102 auf, die im Betrieb den zweiten Klebstoff
K2 entlang des zweiten Strömungspfads P2 fördert. Der jeweilige Klebstoff K kann in
einem zugehörigen Reservoir 104 bevorratet sein.
[0060] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht der Vorrichtung 1 durch eine solche Ventilgruppe
4. Wie beispielsweise Figur 3 entnommen werden kann, weist die jeweilige Ventilgruppe
4 eine Kammer 5 auf, durch welche beide Strömungspfade P stromab der zugehörigen Ventile
2, 3 führen. Das heißt, dass der erste Strömungspfad P1 stromab des zugehörigen zumindest
einen ersten Ventils 2 und der zweite Strömungspfad P2 stromab des zugehörigen zumindest
einen zweiten Ventils 3 durch die Kammer 5 führen. Somit kann im Betrieb der Vorrichtung
1 zum Ausgeben wahlweise der erste Klebstoff K1 und der zweite Klebstoff K2 durch
die Kammer 5 strömen. Demgegenüber sind die Strömungspfade P stromauf der Kammer 5
voneinander getrennt. Wie beispielsweise Figur 3 auch entnommen werden kann, weist
die jeweilige Ventilgruppe 4 zumindest eine zugehörige Stelle 6 zum Ausgeben der Klebstoffe
K auf, die nachfolgend auch als Ausgabestelle 6 bezeichnet wird. Die Ausgabestellen
6 sind in den gezeigten Ausführungsbeispielen als Öffnungen ausgebildet und können
somit auch als Ausgabeöffnungen 6a bezeichnet werden. Die jeweilige Ausgabestelle
6 ist mit der zugehörigen Kammer 5 verbunden oder Bestandteil der Kammer 5, sodass
die Klebstoffe K die Vorrichtung 1 über die Ausgabestellen 6 der Ventilgruppen 4 verlassen.
Somit kommt es zu einer Trennung der Klebstoffe K stromauf der Kammer 5. Bei dem Wechsel
der Ausgabe zwischen den Klebstoffen K ist somit lediglich das Volumen von der Kammer
5 bis zur zumindest einen zugehörigen Ausgabestelle 6 zu spülen. Daraus resultiert
eine verbesserte Effizienz im Betrieb der Vorrichtung 1 sowie eine verbesserte ökologische
Bilanz. Wie in Figur 1 angedeutet ist und Figur 3 entnommen werden kann, sind in den
gezeigten Ausführungsbeispielen die Ausgabestellen 6 der unterschiedlichen Ventilgruppen
4 voneinander fluidisch getrennt. Das heißt, dass eine unmittelbare Strömung der Klebstoffe
K zwischen den Ventilgruppen 4 nicht stattfindet und/oder, dass eine fluidische Verbindung
der Ausgabestellen 6 und somit auch der Kammern 5 der unterschiedlichen Ventilgruppen
4 lediglich stromauf der zugehörigen Ventile 2, 3 möglich ist.
[0061] Mittels der Vorrichtung 1 lassen sich die Klebstoffe K in unterschiedlichen Betriebsmodi
ausgeben. In einem nachfolgend auch als ersten Betriebsmodus bezeichneten Betriebsmodus
wird über die Ausgabestellen 6 der erste Klebstoff K1 ausgegeben. Demgegenüber wird
in einem nachfolgend auch als zweiten Betriebsmodus bezeichneten Betriebsmodus über
die Ausgabestellen 6 der zweite Klebstoff K2 ausgegeben. Im ersten Betriebsmodus werden
die ersten Ventile 2 geöffnet und vorzugsweise die zweiten Ventile 3 geschlossen.
Zudem fördert die erste Fördereinrichtung 101 den ersten Klebstoff K1, wohingegen
die zweite Fördereinrichtung 102 außer Betrieb sein kann. Im zweiten Betriebsmodus
werden die zweiten Ventile 3 geöffnet und vorzugsweise die ersten Ventile 2 geschlossen.
Im zweiten Betriebsmodus fördert die zweite Fördereinrichtung 102 den zweiten Klebstoff
K2, wohingegen die erste Fördereinrichtung 101 außer Betrieb sein kann.
[0062] Bei einem Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus werden zunächst
die Kammern 5 bis zu den Ausgabestellen 6, also besagte Volumen, gespült. Das Spülen
kann mittels des zweiten Klebstoffs K2 erfolgen, die Kammern 5 bis zu den Ausgabestellen
6 und somit die Volumen also mit dem zweiten Klebstoff K2 gespült werden. Bei dem
Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus werden zunächst die Kammern
5 bis zu den Ausgabestellen 6, also die Volumen, gespült. Das Spülen kann dabei mittels
des ersten Klebstoffs K1 erfolgen, die Kammern 5 bis zu den Ausgabestellen 6 und somit
die Volumen also mit dem ersten Klebstoff K1 gespült werden.
[0063] Wird keiner der Klebstoffe K ausgegeben, befindet sich also die Vorrichtung 1 bzw.
die Anlage 100 in einem Ruhemodus, können die Ausgabestellen 6 in einem in Figur 1
angedeutetes inerten Medium M getaucht werden. Bei dem Medium M kann es sich beispielsweise
um ein wasserfreies Öl handeln.
[0064] In den gezeigten Ausführungsbeispielen bildet die jeweilige Ausgabestelle 6 die äußerste
Stelle des Strömungspfads P des jeweiligen Klebstoffs K in der Vorrichtung 1 sowie
der Anlage 100. In der Folge kontaktieren die Klebstoffe K nach der Strömung aus den
Ausgabestellen 6 keine weiteren Bestandteile der Vorrichtung 1 und der Anlage 100.
[0065] Wie insbesondere den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist, ist die Vorrichtung 1 in den
gezeigten Ausführungsbeispielen als ein Auftragskopf 7 zum Auftragen der Klebstoffe
K, beispielsweise in Form von Bahnen oder Raupen (nicht gezeigt), auf nicht gezeigten
Substraten ausgebildet.
[0066] In den gezeigten Ausführungsbeispielen weist die Vorrichtung 1, wie insbesondere
Figur 3 entnommen werden kann, zur Versorgung der Ventile 2, 3 mit dem jeweils zugehörigen
Klebstoff K jeweils einen zugehörigen Kanal 8, 9 auf, der nachfolgend auch als Versorgungskanal
8, 9 bezeichnet wird. Das heißt, dass die Vorrichtung 1 einen ersten Versorgungskanal
8 zur Versorgung der ersten Ventile 2 mit dem ersten Klebstoff K1 aufweist. Durch
den ersten Versorgungskanal 8 führt der erste Strömungspfad P1 stromauf der ersten
Ventile 2. Zudem weist die Vorrichtung 1 einen zweiten Versorgungskanal 9 zur Versorgung
der zweiten Ventile 3 mit dem zweiten Klebstoff K2 auf. Der zweite Strömungspfad P2
führt stromauf der zweiten Ventile 3 durch den zweiten Versorgungskanal 9. Die Versorgungskanäle
8, 9 können ihrerseits mittels zugehörigen Leitungen 105, 106 der Anlage 100 mit dem
jeweils zugehörigen Klebstoff K versorgt werden, wie in Figur 2 angedeutet. Zu diesem
Zweck kann die Vorrichtung 1 für den jeweiligen Versorgungskanal 8, 9 zumindest einen
zugehörigen fluidischen Anschluss 10, 11 (siehe Figur 2) aufweisen, an die besagte
Leitungen 105, 106 angeschlossen werden können. Die Vorrichtung 1 kann also zumindest
einen ersten Anschluss 10 für den ersten Versorgungskanal 8 und zumindest einen zweiten
Anschluss 11 für den zweiten Versorgungskanal 9 aufweisen, sodass der erste Klebstoff
K1 über den zumindest einen ersten Anschluss 10 in den ersten Versorgungskanal 8 und
der zweite Klebstoff K2 über den zumindest einen zweiten Anschluss 11 in den zweiten
Versorgungskanal 9 strömt. Folglich führt der erste Strömungspfad P1 durch den zumindest
einen ersten Anschluss 10 und der zweite Strömungspfad P2 durch den zumindest einen
zweiten Anschluss 11.
[0067] In den gezeigten Ausführungsbeispielen weist die Vorrichtung 1, wie insbesondere
Figur 3 entnommen werden kann, einen Träger 12 auf, der in den gezeigten Ausführungsbeispielen
als Profil 13, insbesondere als Strangpressprofil 14, ausgebildet ist. Dabei sind
die Ventile 2, 3 in dem Träger 12 aufgenommen. Zu diesem Zweck weist der Träger 12
für die Ventile 2, 3 Aufnahmen 15, in den gezeigten Ausführungsbeispielen für das
jeweilige Ventil 2, 3 eine zugehörige Aufnahme 15, auf. Wie Figur 3 zudem entnommen
werden kann, kann der Träger 12 die Versorgungskanäle 8, 9 zumindest teilweise bilden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Versorgungskanäle 8, 9 gänzlich durch den
Träger 12 gebildet, der zu diesem Zweck entsprechend lokale hohl ausgebildet ist.
Wie in Figur 2 angedeutet, kann der Träger 12 zumindest einen Teil der Anschlüsse
10, 11 aufweisen.
[0068] Der Träger 12 weist, wie Figur 3 entnommen werden kann, in den gezeigten Ausführungsbeispielen,
für die jeweilige Ventilgruppe 4 zumindest einen zugehörigen Auslass 16 auf, der nachfolgend
auch als Trägerauslass 16 bezeichnet wird. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist
der Träger 12 für die jeweilige Ventilgruppe 4 rein beispielhaft einen einzigen zugehörigen
Trägerauslass 16 auf. Durch den Trägerauslass 16 führen dabei die Strömungspfade P
stromab der Ventile 2, 3 sodass die Klebstoffe K im Betrieb den Träger 12 über die
Trägerauslässe 16 verlassen. Stromauf des jeweiligen Trägerauslasses 16 sind die Strömungspfade
P getrennt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel mündet der jeweilige Trägerauslass 16
unmittelbar in die Kammer 5 der zugehörigen Ventilgruppe 4.
[0069] Die Vorrichtung 1 kann, wie beispielsweise Figur 3 entnommen werden kann, für zumindest
eine der Ventilgruppen 4 einen auf den Träger 12 aufgesetzten Aufsatz 17 aufweisen,
der mit dem Träger 12 die Kammer 5 der Ventilgruppe 4 zumindest teilweise, im gezeigten
Ausführungsbeispiel gänzlich, bildet. Der Aufsatz 17 ist dabei im Bereich des zugehörigen
Trägerauslasses 16 auf den Träger 12 aufgesetzt. Wie in Figur 4 angedeutet, kann die
jeweilige Ventilgruppe 4 einen solchen zugehörigen Aufsatz 17 aufweisen.
[0070] Entsprechend Figur 3 kann die zumindest eine Ausgabestelle 6 der jeweilige Ventilgruppe
4 kein Bestandteil der Kammer 5 sein. Dabei ist die zumindest eine Ausgabestelle 6,
wie in Figur 3 gezeigt, bevorzugt unmittelbar mit der Kammer 5 verbunden.
[0071] In den gezeigten Ausführungsbeispielen weist zumindest eine der Ventilgruppen 4,
insbesondere die jeweilige Ventilgruppe 4, zumindest zwei Ausgabestellen 6, beispielsweise
3 Ausgabestellen 6 (vergleiche Figur 4) auf. Dabei weist die Ventilgruppe 4 ein die
zugehörigen Ausgabestellen 6 aufweisendes Auftragssegment 18 auf, das in den gezeigten
Ausführungsbeispielen Bestandteil des Aussatzes 17 ist. Wie beispielsweise Figur 3
entnommen werden kann, kann der Aufsatz 17 zu diesem Zweck mehrteilig ausgebildet
sein.
1. Vorrichtung (1), insbesondere Auftragskopf (7), zur Ausgabe, insbesondere zum Auftragen,
eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs (K2),
- mit ersten Ventilen (2) zum Ausgeben des ersten Klebstoffs (K1), durch welche ein
erster Strömungspfad (P1) des ersten Klebstoffs (K1) führt,
- mit zweiten Ventilen (3) zum Ausgeben des zweiten Klebstoffs (K2), durch welche
ein zweiter Strömungspfad (P2) des zweiten Klebstoffs (K2) führt,
- mit Ventilgruppen (4), die jeweils zumindest ein erstes Ventil (2) und zumindest
ein zweites Ventil (3) aufweisen,
- wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) eine Kammer (5) aufweist, durch welche der
erste Strömungspfad (P1) stromab des zugehörigen zumindest einen ersten Ventils (2)
und der zweite Strömungspfad (P2) stromab des zugehörigen zumindest einen zweiten
Ventils (3) führen,
- wobei die Strömungspfade (P) stromauf der Kammer (5) voneinander getrennt sind,
- wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest eine zugehörige Ausgabestelle (6)
aufweist, die mit der Kammer (5) verbunden oder Bestandteil der Kammer (5) ist, sodass
im Betrieb die Klebstoffe (K) die Vorrichtung (1) über die Ausgabestellen (6) der
Ventilgruppen (4) verlassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Ausgabestelle (6) die äußerste Stelle des Strömungspfads (P) des jeweiligen
Klebstoffs (K) in der Vorrichtung (1) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausgabestellen (6) der unterschiedlichen Ventilgruppen (4) voneinander fluidisch
getrennt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vorrichtung (1) einen Träger (12) mit Aufnahmen (15) aufweist, in welchen die
Ventile (2, 3) aufgenommen sind,
- dass der jeweilige Strömungspfad (P) durch den Träger (12) führt,
- dass der Träger (12) für die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest einen zugehörigen Trägerauslass
(16) aufweist, durch welchen die Strömungspfade (P) stromab der Ventile (2, 3) der
Ventilgruppe (4) führen, sodass die Klebstoffe (K) im Betrieb den Träger (12) über
den zumindest einen Trägerauslass (16) verlassen,
- dass der jeweilige Trägerauslass (16) in die Kammer (5) der zugehörigen Ventilgruppe (4)
mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) für zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere für die jeweilige
Ventilgruppe (4), einen einzigen Trägerauslass (16) aufweist, durch den der erste
Strömungspfad (P1) und der zweite Strömungspfad (P2) führen und stromauf dessen die
Strömungspfade (P) getrennt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (1) für zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere für die
jeweilige Ventilgruppe (4), einen auf den Träger (12) aufgesetzten Aufsatz (17) aufweist,
der mit dem Träger (12) die Kammer (5) der Ventilgruppe (4) zumindest teilweise bildet.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vorrichtung (1) einen ersten Versorgungskanal (8) zur Versorgung der ersten Ventile
(2) mit dem ersten Klebstoff (K1) aufweist, durch den der erste Strömungspfad (P1)
stromauf der ersten Ventile (2) führt,
- dass die Vorrichtung (1) einen zweiten Versorgungskanal (9) zur Versorgung der zweiten
Ventile (3) mit dem zweiten Klebstoff (K2) aufweist, durch den der zweite Strömungspfad
(P2) stromauf der zweiten Ventile (3) führt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 und einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) zumindest einen der Versorgungskanäle (8, 9) wenigstens teilweise
bildet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) ein Profil (13), insbesondere ein Strangpressprofil (14), aufweist
oder als ein solches Profil (13), insbesondere ein Strangpressprofil (14), ausgebildet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere die jeweilige Ventilgruppe (4),
zumindest zwei Ausgabestellen (6) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere die jeweilige Ventilgruppe (4),
ein die zugehörigen Ausgabestellen (6) aufweisendes Auftragssegment (18) aufweist.
12. Anlage (100) zum Auftragen eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs
(K2),
- mit einer Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
- mit einer ersten Fördereinrichtung (101), welche im Betrieb den ersten Klebstoff
(K1) entlang des ersten Strömungspfads (P1) fördert,
- mit einer zweiten Fördereinrichtung (102), welche im Betrieb den zweiten Klebstoff
(K2) entlang des zweiten Strömungspfads (P2) fördert.
13. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung (1), insbesondere eines Auftragskopfs (7),
zum Auftragen eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs (K2),
- wobei die Vorrichtung (1) aufweist
• erste Ventile (2) zum Ausgeben des ersten Klebstoffs (K1), durch welche ein erster
Strömungspfad (P1) des ersten Klebstoffs (K1) führt,
• zweite Ventile (3) zum Ausgeben des zweiten Klebstoffs (K2), durch welche ein zweiter
Strömungspfad (P2) des zweiten Klebstoffs (K2) führt,
• Ventilgruppen (4), die jeweils zumindest ein erstes Ventil (2) und zumindest ein
zweites Ventil (3) aufweisen,
• wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) eine Kammer (5) aufweist, durch welche der
erste Strömungspfad (P1) stromab des zugehörigen zumindest einen ersten Ventils (2)
und der zweite Strömungspfad (P2) stromab des zugehörigen zumindest einen zweiten
Ventils (3) führen,
• wobei die Strömungspfade (P) stromauf der Kammer (5) voneinander getrennt sind,
• wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest eine zugehörige Ausgabestelle (6)
aufweist, die mit der Kammer (5) verbunden oder Bestandteil der Kammer (5) ist, sodass
im Betrieb die Klebstoffe (K) die Vorrichtung (1) über die Ausgabestellen (6) der
Ventilgruppen (4) verlassen,
- wobei in einem ersten Betriebsmodus über die Ausgabestellen (6) der erste Klebstoff
(K1) ausgegeben wird,
- wobei in einem zweiten Betriebsmodus über die Ausgabestellen (6) der zweite Klebstoff
(K2) ausgegeben wird,
- wobei bei einem Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus zunächst
die Kammern (5) bis zu den Ausgabestellen (6) gespült werden,
- wobei bei einem Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus zunächst
die Kammern (5) bis zu den Ausgabestellen (6) gespült werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
- dass beim Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus die Kammern (5) bis
zu den Ausgabestellen (6) mit dem zweiten Klebstoff (K2) gespült werden, und/oder
- dass beim Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus die Kammern (5) bis
zu den Ausgabestellen (6) mit dem ersten Klebstoff (K1) gespült werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Ruhemodus, in welchem die Vorrichtung (1) keinen Klebstoff (K) aufträgt,
die Ausgabestellen (6) in ein internes Medium (M), insbesondere in ein wasserfreies
Öl, getaucht werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung (1), insbesondere Auftragskopf (7), zur Ausgabe, insbesondere zum Auftragen,
eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs (K2),
- mit ersten Ventilen (2) zum Ausgeben des ersten Klebstoffs (K1), durch welche ein
erster Strömungspfad (P1) des ersten Klebstoffs (K1) führt,
- mit zweiten Ventilen (3) zum Ausgeben des zweiten Klebstoffs (K2), durch welche
ein zweiter Strömungspfad (P2) des zweiten Klebstoffs (K2) führt,
- mit Ventilgruppen (4), die jeweils zumindest ein erstes Ventil (2) und zumindest
ein zweites Ventil (3) aufweisen,
- wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) eine Kammer (5) aufweist, durch welche der
erste Strömungspfad (P1) stromab des zugehörigen zumindest einen ersten Ventils (2)
und der zweite Strömungspfad (P2) stromab des zugehörigen zumindest einen zweiten
Ventils (3) führen,
- wobei die Strömungspfade (P) stromauf der Kammer (5) voneinander getrennt sind,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest eine zugehörige Ausgabestelle (6) aufweist,
die mit der Kammer (5) verbunden oder Bestandteil der Kammer (5) ist, sodass im Betrieb
die Klebstoffe (K) die Vorrichtung (1) über die Ausgabestellen (6) der Ventilgruppen
(4) verlassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Ausgabestelle (6) die äußerste Stelle des Strömungspfads (P) des jeweiligen
Klebstoffs (K) in der Vorrichtung (1) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausgabestellen (6) der unterschiedlichen Ventilgruppen (4) voneinander fluidisch
getrennt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vorrichtung (1) einen Träger (12) mit Aufnahmen (15) aufweist, in welchen die
Ventile (2, 3) aufgenommen sind,
- dass der jeweilige Strömungspfad (P) durch den Träger (12) führt,
- dass der Träger (12) für die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest einen zugehörigen Trägerauslass
(16) aufweist, durch welchen die Strömungspfade (P) stromab der Ventile (2, 3) der
Ventilgruppe (4) führen, sodass die Klebstoffe (K) im Betrieb den Träger (12) über
den zumindest einen Trägerauslass (16) verlassen,
- dass der jeweilige Trägerauslass (16) in die Kammer (5) der zugehörigen Ventilgruppe (4)
mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) für zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere für die jeweilige
Ventilgruppe (4), einen einzigen Trägerauslass (16) aufweist, durch den der erste
Strömungspfad (P1) und der zweite Strömungspfad (P2) führen und stromauf dessen die
Strömungspfade (P) getrennt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (1) für zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere für die
jeweilige Ventilgruppe (4), einen auf den Träger (12) aufgesetzten Aufsatz (17) aufweist,
der mit dem Träger (12) die Kammer (5) der Ventilgruppe (4) zumindest teilweise bildet.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vorrichtung (1) einen ersten Versorgungskanal (8) zur Versorgung der ersten Ventile
(2) mit dem ersten Klebstoff (K1) aufweist, durch den der erste Strömungspfad (P1)
stromauf der ersten Ventile (2) führt,
- dass die Vorrichtung (1) einen zweiten Versorgungskanal (9) zur Versorgung der zweiten
Ventile (3) mit dem zweiten Klebstoff (K2) aufweist, durch den der zweite Strömungspfad
(P2) stromauf der zweiten Ventile (3) führt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 und einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) zumindest einen der Versorgungskanäle (8, 9) wenigstens teilweise
bildet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) ein Profil (13), insbesondere ein Strangpressprofil (14), aufweist
oder als ein solches Profil (13), insbesondere ein Strangpressprofil (14), ausgebildet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere die jeweilige Ventilgruppe (4),
zumindest zwei Ausgabestellen (6) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Ventilgruppen (4), insbesondere die jeweilige Ventilgruppe (4),
ein die zugehörigen Ausgabestellen (6) aufweisendes Auftragssegment (18) aufweist.
12. Anlage (100) zum Auftragen eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs
(K2),
- mit einer Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
- mit einer ersten Fördereinrichtung (101), welche im Betrieb den ersten Klebstoff
(K1) entlang des ersten Strömungspfads (P1) fördert,
- mit einer zweiten Fördereinrichtung (102), welche im Betrieb den zweiten Klebstoff
(K2) entlang des zweiten Strömungspfads (P2) fördert.
13. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung (1), insbesondere eines Auftragskopfs (7),
zum Auftragen eines ersten Klebstoffs (K1) und eines zweiten Klebstoffs (K2),
- wobei die Vorrichtung (1) aufweist
• erste Ventile (2) zum Ausgeben des ersten Klebstoffs (K1), durch welche ein erster
Strömungspfad (P1) des ersten Klebstoffs (K1) führt,
• zweite Ventile (3) zum Ausgeben des zweiten Klebstoffs (K2), durch welche ein zweiter
Strömungspfad (P2) des zweiten Klebstoffs (K2) führt,
• Ventilgruppen (4), die jeweils zumindest ein erstes Ventil (2) und zumindest ein
zweites Ventil (3) aufweisen,
• wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) eine Kammer (5) aufweist, durch welche der
erste Strömungspfad (P1) stromab des zugehörigen zumindest einen ersten Ventils (2)
und der zweite Strömungspfad (P2) stromab des zugehörigen zumindest einen zweiten
Ventils (3) führen,
• wobei die Strömungspfade (P) stromauf der Kammer (5) voneinander getrennt sind,
• wobei die jeweilige Ventilgruppe (4) zumindest eine zugehörige Ausgabestelle (6)
aufweist, die mit der Kammer (5) verbunden oder Bestandteil der Kammer (5) ist, sodass
im Betrieb die Klebstoffe (K) die Vorrichtung (1) über die Ausgabestellen (6) der
Ventilgruppen (4) verlassen,
- wobei in einem ersten Betriebsmodus über die Ausgabestellen (6) der erste Klebstoff
(K1) ausgegeben wird,
- wobei in einem zweiten Betriebsmodus über die Ausgabestellen (6) der zweite Klebstoff
(K2) ausgegeben wird,
- wobei bei einem Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus zunächst
die Kammern (5) bis zu den Ausgabestellen (6) gespült werden,
- wobei bei einem Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus zunächst
die Kammern (5) bis zu den Ausgabestellen (6) gespült werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
- dass beim Wechsel vom ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus die Kammern (5) bis
zu den Ausgabestellen (6) mit dem zweiten Klebstoff (K2) gespült werden, und/oder
- dass beim Wechsel vom zweiten Betriebsmodus zum ersten Betriebsmodus die Kammern (5) bis
zu den Ausgabestellen (6) mit dem ersten Klebstoff (K1) gespült werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Ruhemodus, in welchem die Vorrichtung (1) keinen Klebstoff (K) aufträgt,
die Ausgabestellen (6) in ein internes Medium (M), insbesondere in ein wasserfreies
Öl, getaucht werden.