Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9 und einen Container nach Anspruch 13.
[0002] Bei einem Siegeln von Näpfen aus faserbasierten Werkstoffen werden bereits Flansche
verwendet und zusammengepresst. Der Zweck dieses Pressens ist jedoch lediglich das
dichte Verschließen der Näpfe, z.B. durch ein Glattdrücken von Falten im Flansch,
die in einem Formprozess entstehen können. Die dabei entstehenden versiegelten Näpfe
besitzen eine geringe Flanschsteifigkeit und können aufquellen, wenn sie Feuchtigkeit
ausgesetzt sind, wodurch die Flanschsteifigkeit weiter sinken kann.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, Container, insbesondere Näpfe,
aus faserbasiertem Grundmaterial mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich
einer Stabilität, bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Anspruchs 1, 9 bzw. 13 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zu einer Herstellung eines, insbesondere
napfförmigen, Containers aus einem faserbasierten Grundmaterial, insbesondere Papier-
oder Kartonmaterial, wobei der Container zumindest eine Öffnung und einen zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig, aus dem faserbasierten Grundmaterial bestehenden
und zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, um die Öffnung umlaufenden
Flansch aufweist, wobei in zumindest einem Verfahrensschritt zu einer Versteifung
des Flanschs zumindest ein, zwischen zwei den Flansch auf gegenüberliegenden (flachen)
Seiten kontaktierenden Backenelementen eingeklemmter, Teilbereich des Flanschs, insbesondere
durch zumindest eines der Backenelemente, mit Temperaturen von 100°C oder mehr, vorzugsweise
120°C oder mehr, bevorzugt 140°C oder mehr und besonders bevorzugt 160°C oder mehr,
beheizt wird.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass der Flansch in dem Verfahrensschritt von den beiden Backenelementen
mit einer Presskraft von 15 N/mm
2 oder mehr, vorzugsweise 18 N/mm
2 oder mehr, bevorzugt 20 N/mm
2 oder mehr und besonders bevorzugt 30N/mm
2 oder mehr verpresst wird. Vorzugsweise beträgt die Presskraft weniger als 100 N/mm
2. Die Druckbeaufschlagung/Presskraftbeaufschlagung des Flanschs mittels den beiden
Backenelementen und das Beheizen des Flanschs erfolgt bevorzugt zumindest zeitlich
überlappend oder gleichzeitig während des zuvor genannten Verfahrensschritts. Die
genannten Druckwerte/Presskräfte haben in Versuchen in Kombination mit den genannten
Temperaturwerten die besten Ergebnisse erbracht. Insbesondere eine Temperatur von
100°C und ein Druck/eine Presskraft von 15N/mm
2 bilden bereits einen guten Kompromiss aus Herstellungsaufwand und erzeugtem Versteifungseffekt.
Die genannten Druckwerte/Presskräfte von 15 N/mm2 oder mehr sind insbesondere höher
als ein Druck/eine Presskraft, der/die allein zum Formen des Containers und zum Glätten
eventueller Falten, die während der Formung entstehen können, erforderlich ist. Bevorzugt
bewirkt, insbesondere in dem zuvor genannten Verfahrensschritt, die Beaufschlagung
des Flanschs während des Beheizens mit den zuvor genannten Temperaturwerten von 100°C
oder mehr in Kombination mit der Beaufschlagung des Flanschs mittels den beiden Backenelementen
mit den zuvor genannten Druckwerten/Presskräften von 15 N/mm2 oder mehr die Aussteifung
des Flanschs. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorteilhaft ein besonders
effektives Verbacken des faserbasierten Materials des Flanschs erreicht werden. Es
kann vorteilhaft eine hohe Flanschsteifigkeit erreicht werden. Vorteilhaft kann ein
Verbacken von Fasern des faserbasierten Werkstoffs erreicht werden, so dass insbesondere
ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Flansch wesentlich erschwert werden kann. Ein
Aufquellen der Flansche kann damit vorteilhaft verhindert werden.
[0007] Der Container ist insbesondere ein Papiernapf mit einer einzelnen obigen Öffnung.
Der Container ist insbesondere ein sogenannter "Paper Pod". Der Container besitzt
vorzugsweise eine runde oder eckige schüsselartige Form mit einem nach oben hin offenen
Rand. Alternative bekannte Containerformen mit durch Flansche begrenzten Öffnungen
sind jedoch ebenfalls denkbar. Der Container kann beispielsweise zu einer Aufbewahrung
von Lebensmitteln, Kaffee, Hygieneprodukten, Kosmetikprodukten, Medizinprodukten,
Reinigungsprodukten, etc. vorgesehen sein. Der Container ist vorzugsweise zumindest
zu einem Großteil aus einem oder mehreren Papieren oder aus einem oder mehreren papierbasierten
Material(ien) hergestellt. Der Container kann zumindest teilweise aus einem mehrschichtigen
Grundmaterial ausgebildet sein, welches beispielsweise neben einer Papier- oder Kartonschicht
eine Kunststoffschicht, eine Aluminiumschicht (z.B. als Feuchtigkeits-, Umgebungsluft-
und/oder Lichtbarriere) und/oder eine Siegelschicht zur Haltbarkeitserhöhung aufweist.
Vorzugsweise ist die gesamte Papierverpackung aus einem einzelnen (ein- oder mehrschichtigen)
Papierblatt oder Papierschlauch hergestellt. Das faserbasierte Grundmaterial kann
insbesondere ein Zellstoff, ein Recyclingpapier, ein Karton, ein Kraftpapier und/oder
ein Spezialpapier, z.B. aus nicht-holzbasierten Faserquellen, wie Bambus, Hanf, Jute,
Bagasse, etc., sein. Ein Flansch ist vorzugsweise ein umlaufender, flacher Rand, der
bei dem Container um die Öffnung herum angebracht ist. Dieser Flansch dient vorzugsweise
dazu, die Verpackung zu verstärken, die Stabilität zu erhöhen, ein Angreifen / Handhaben
des Containers zu erleichtern und/oder das Verschließen der Öffnung zu erleichtern.
Bei Containern, wie Behältern oder Schalen, die zum Beispiel eine versiegelbare Abdeckung
haben, bietet der Flansch eine größere Oberfläche für eine sichere Verbindung, sei
es durch Verschweißen, Verklemmen oder Aufsetzen einer Platine. Ein Backenelement
ist vorzugsweise ein Maschinenteil / Verpackungsmaschinenteil, das dazu vorgesehen
ist, den Flansch eines Containers einzuklemmen und dabei Druck auf den Flansch auszuüben,
vorzugsweise unter gleichzeitiger Wärmebeaufschlagung. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter,
dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder
Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0008] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Beheizung, und insbesondere eine durch
die Backenelemente erzeugte Presskraft, in dem Verfahrensschritt so lange aufrechterhalten
wird, bis ein wesentlicher Teil aller Fasern des faserbasierten Grundmaterials in
dem Flansch miteinander verbacken sind. Vorteilhaft kann eine optimale hohe Flanschsteifigkeit
erreicht werden. Unter einem "wesentlichen Teil" soll insbesondere mehr als 50 %,
vorzugsweise mehr als 60 %, bevorzugt mehr als 80 % und besonders bevorzugt mehr als
90 % verstanden werden.
[0009] Es wird außerdem vorgeschlagen, dass der Flansch in dem Verfahrensschritt von beiden
gegenüberliegenden Seiten des Flanschs aus beheizt wird. Dadurch kann vorteilhaft
ein besonders schnelles Einsetzen des Verbackens erreicht werden. Vorteilhaft kann
eine hohe Produktionseffizienz erreicht werden. Zudem kann dadurch voreilhaft eine
gleichzeitige Versiegelung des Containers erreicht werden.
[0010] Alternativ dazu wird bevorzugt auch vorgeschlagen, dass der Flansch in dem Verfahrensschritt
lediglich von einer Seite der zwei gegenüberliegenden Seiten des Flanschs aus beheizt
wird, wobei der Flansch in dem Verfahrensschritt vorzugsweise lediglich von der Seite
der zwei gegenüberliegenden Seiten des Flanschs aus beheizt wird, welche verschieden
ist von einer Verschluss- oder Siegelseite des Flanschs, die zu einer Herstellung
eines Kontakts, insbesondere eines Siegelkontakts, mit einer die Öffnung verschließenden
Platine vorgesehen ist. Dadurch kann vorteilhaft ein besonders simples Verfahren erreicht
werden. Zudem kann vorteilhaft ein Einfluss der flanschverstärkenden Wärme auf eine
(ggf. bereits vorhandene) Siegelung einer Platine auf die Öffnung vermieden werden.
Vorteilhaft können bekannte und bewährte Siegeleinrichtungen und - verfahren weiterverwendet
werden. Vorzugsweise wird/ist eines der Backenelemente während des Pressens erhitzt,
während das andere Backenelement untemperiert bleibt. In diesem Zusammenhang bezeichnet
eine Platine vorzugsweise eine flache, insbesondere vorgeformte Rohform oder einen
Zuschnitt aus einem faserbasierten Grundmaterial, vorzugsweise aus dem faserbasierten
Grundmaterial, das auch für die Herstellung des Containers verwendet wird. Die Platine
wird oft aus Papier oder Karton oder einem Verbundmaterial hergestellt. Jedoch ist
auch eine Kunststoff-Platine oder eine Metall-Platine denkbar. Die Platine dient als
Ausgangsmaterial, das vorzugsweise in der Verpackungsmaschine weiterverarbeitet wird.
[0011] Alternativ zu dem Vorgenannten wird vorgeschlagen, dass der Flansch in dem Verfahrensschritt
lediglich von einer Seite der zwei gegenüberliegenden Seiten des Flanschs aus beheizt
wird, wobei der Flansch in dem Verfahrensschritt vorzugsweise lediglich von der Seite
der zwei gegenüberliegenden Seiten des Flanschs aus beheizt wird, welche identisch
ist zu der Verschluss- oder Siegelseite des Flanschs, die zu der Herstellung des Kontakts,
insbesondere des Siegelkontakts, mit der die Öffnung verschließenden Platine vorgesehen
ist. Dadurch kann vorteilhaft eine hohe Effizienz erreicht werden. Vorteilhaft kann
zumindest ein Teil der Wärmeenergie in die Siegelung der Platine fließen.
[0012] Wenn eine durch die, vorzugsweise lediglich einseitige, Beheizung eingebrachte Wärme
groß genug ist, dass zusätzlich zu der durch die Wärme erzielten Versteifungswirkung
des faserbasierten Grundmaterials des Flanschs eine ebenfalls zwischen den beiden
Backenelementen oberhalb der Öffnung, insbesondere auf einer Verschluss- oder Siegelseite
des Flanschs, eingeklemmte Platine, insbesondere zeitgleich zu einem Flansch-Versteifungsvorgang,
durch die Wärme auf den Flansch aufgesiegelt werden kann/wird, kann vorteilhaft eine
hohe Herstellungseffizienz, insbesondere in Bezug auf eine Energieeffizienz und/oder
auf eine Herstellungsgeschwindigkeit, erreicht werden. Es ist denkbar, dass von beiden
Seiten / beiden Backenelementen aus Wärme eingebracht wird, wobei die Temperatur des
Backenelements auf der Verschluss- oder Siegelseite des Flanschs größer ist als die
Temperatur des gegenüberliegenden Backenelements. Beispielsweise könnte die Temperatur
des Backenelements auf der Verschlussoder Siegelseite 100°C sein, während die Temperatur
auf der anderen Seite 150° ist. Vorzugsweise ist keine der Temperaturen der beiden
Backenelemente über 250°C. Dadurch kann vorteilhaft ein Desaminieren des Grundmaterials
des Containers, z.B. ein Ablösen einer Barrierenschicht des Containers, verhindert
werden.
[0013] In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass eine Temperatur des beheizten Backenelements
der beiden Backenelemente, welches in dem Verfahrensschritt in Kontakt mit der Verschluss-
oder Siegelseite des Flanschs gebracht wird, wesentlich geringer ist als eine Temperatur
des anderen Backenelements der beiden Backenelemente, welches in dem Verfahrensschritt
in Kontakt mit der der Verschluss- oder Siegelseite gegenüberliegenden Seite des Flanschs
gebracht wird. Somit kann vorteilhaft eine Herstellungseffizienz, insbesondere in
Bezug auf eine Energieeffizienz und/oder auf eine Herstellungsgeschwindigkeit, optimiert
werden. Vorteilhaft kann zudem ein optimiertes Verbacken des Flanschmaterials in Kombination
mit einer sicheren Versiegelung durch die Platine erreicht werden. Unter "wesentlich
geringer" soll insbesondere zumindest um 10 K geringer, vorzugsweise zumindest um
20 K geringer und bevorzugt zumindest um 30 K geringer, verstanden werden.
[0014] Ferner geht die Erfindung aus von einer Vorrichtung zur Herstellung eines, insbesondere
napfförmigen, Containers aus einem faserbasierten Grundmaterial, insbesondere Papier-
oder Kartonmaterial, wobei der Container zumindest die Öffnung und den zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig, aus dem faserbasierten Grundmaterial bestehenden und zumindest
abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, um die Öffnung umlaufenden Flansch aufweist,
mit dem ersten Backenelement und mit dem zweiten Backenelement, welches zusammen mit
dem ersten Backenelement einen Flansch-Klemmbereich ausbildet, der dazu vorgesehen
ist, zumindest einen Teilbereich des Flanschs klemmend aufzunehmen, wobei die Vorrichtung
eine Versteifungs-Heizeinheit aufweist, welche dazu vorgesehen ist, zumindest einen
Teilbereich des in dem Flansch-Klemmbereich angeordneten Flanschs zu einer Versteifung
des Flanschs mit Temperaturen von 100°C, vorzugsweise 120°C oder mehr, bevorzugt 140°C
oder mehr und besonders bevorzugt 160°C oder mehr zu beheizen. Es wird vorgeschlagen,
dass die Versteifungs-Heizeinheit dazu vorgesehen ist, den Flansch zu einer Versteifung
des Flanschs mittels den beiden Backenelementen mit einer Presskraft von 15 N/mm
2 oder mehr zu verpressen. Dadurch kann vorteilhaft eine hohe Flanschsteifigkeit erreicht
werden. Vorteilhaft kann ein Verbacken von Fasern des faserbasierten Werkstoffs erreicht
werden, so dass insbesondere ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Flansch wesentlich
erschwert werden kann. Ein Aufquellen der Flansche kann damit vorteilhaft verhindert
werden.
[0015] Prinzipiell kann jedes der Backenelemente (wie vorbeschrieben) einen Teil der Versteifungs-Einheit,
insbesondere zumindest ein Heizelement, umfassen. Es ist jedoch auch denkbar, dass
die Versteifungs-Heizeinheit lediglich in ein Backenelement der zwei Backenelemente
integriert ist. Dadurch kann vorteilhaft eine einfache Ausgestaltung und/oder Ansteuerung
der Vorrichtung erreicht werden.
[0016] Wenn dabei die Versteifungs-Heizeinheit lediglich in das Backenelement der zwei Backenelemente
integriert ist, welches dazu vorgesehen ist, den Flansch auf einer Seite zu kontaktieren,
die einer Verschluss- oder Siegelseite des Flanschs gegenüberliegt, kann vorteilhaft
eine Beschädigung einer Versiegelung oder einer für die Versiegelung notwendigen /
vorgesehenen Schicht des faserbasierten Grundmaterials im Bereich des Flanschs (vor
der Versiegelung) verhindert werden. Vorteilhaft kann eine hohe Prozesssicherheit
erreicht werden.
[0017] Wenn nun das Backenelement ohne Versteifungs-Heizeinheit zusätzlich auch frei von
einer Siegeleinheit ist, kann vorteilhaft eine besonders kostengünstige Herstellungsvorrichtung
erreicht werden, die dennoch Container mit stabilen Flanschen und aufgesiegelten Platinen
herstellen kann. Vorzugsweise dient in diesem Fall die Versteifungs-Heizeinheit zusätzlich
auch zu der Versiegelung. Insbesondere ist in diesem Fall die Versteifungs-Heizeinheit
identisch zu der Siegeleinheit ausgebildet.
[0018] Außerdem wird ein Container, insbesondere ein napfförmiger Container, vorzugsweise
ein Paper Pod, aus einem faserbasierten Grundmaterial, vorzugsweise mit einem durch
eine Platine gebildeten Deckel, hergestellt mittels des vorbeschriebenen Verfahrens
und/oder mittels der vorbeschriebenen Vorrichtung, vorgeschlagen. Dadurch kann ein
besonders vorteilhafter Container erreicht werden, welcher insbesondere eine hohe
Steifigkeit, insbesondere Flanschsteifigkeit, aufweist und/oder welcher Flansche mit
einer besonders niedrigen Tendenz zum Aufquellen besitzt.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße Vorrichtung und/oder der erfindungsgemäße
Container sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere können/kann das erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße
Vorrichtung und/oder der erfindungsgemäße Container zu einer Erfüllung einer hierin
beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen
Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen.
Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb
der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0020] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigen:
[0021]
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Containers,
- Fig. 2
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Herstellung des Containers,
- Fig. 3a
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung des Containers mit
einem geöffneten Flansch-Klemmbereich für ein Einklemmen eines Flanschs des Containers,
- Fig. 3b
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung mit geschlossenem Flansch-Klemmbereich,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer alternativen Vorrichtung zur Herstellung des Containers
und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Vorrichtung zur Herstellung
des Containers.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0022] Die Figur 1 zeigt schematisch einen beispielhaften Container 10a in einer perspektivischen
Ansicht. Der Container 10a ist napfförmig. Der Container 10a ist ein Paper Pod. Der
Container 10a ist aus einem faserbasierten Grundmaterial ausgebildet. Das faserbasierte
Grundmaterial kann beispielsweise ein, insbesondere lebensmittelechtes, Papier oder
Karton sein, welches/welcher vorzugsweise mit zumindest einer Barrierenschicht versehen
ist. Der Container 10a ist eine Papierverpackung. Der Container 10a weist einen Napfteil
40a auf. Der Container 10a weist eine Öffnung 12a auf. Die Öffnung 12a erlaubt einen
Zugang zu dem Napfteil 40a des Containers 10a. Der Container 10a ist zur Aufnahme
eines Produkts 34a, beispielsweise eines Lebensmittels, vorgesehen. Das Produkt 34a
wird dabei in dem Napfteil 40a des Containers 10a gelagert. Der Container 10a, insbesondere
der Napfteil 40a des Containers 10a, bildet einen Produktaufnahmebereich 36a aus.
Im in der Figur 1 dargestellten Beispiel ist der Produktaufnahmebereich 36a des Containers
10a mit einem Aufstrich, z.B. Honig, Marmelade oder Butter, gefüllt. Der Container
10a weist einen Flansch 14a auf. Der Flansch 14a ist aus demselben faserbasierten
Grundmaterial wie der Rest des Containers 10a ausgebildet. Der Flansch 14a ist einstückig,
insbesondere monolithisch mit dem Produktaufnahmebereich 36a des Containers 10a ausgebildet.
Der Flansch 14a läuft um die Öffnung 12a des Containers 10a um. Der Flansch 14a erstreckt
sich parallel zu einer Öffnungsebene der Öffnung 12a. Der Flansch 14a ist ein flacher
/ ebener Flansch 14a. Der Flansch 14a ist zu einer Aufnahme einer Platine 28a vorgesehen.
Der Flansch 14a ist zu einem Verbinden mit der Platine 28a vorgesehen. Der Flansch
14a bildet einen Siegelbereich zu einer Ausbildung einer Siegelnaht mit der Platine
28a aus. Der Flansch 14a weist eine Verschluss- oder Siegelseite 26a auf. Die Verschluss-
oder Siegelseite 26a ist zu dem Aufbringen / Befestigen der Platine 28a vorgesehen.
Der Container 10a weist die Platine 28a auf. Die Platine 28a ist ein ebenes Blatt.
Die Platine 28a ist aus einem faserbasierten Grundmaterial ausgebildet. Die Platine
28a ist aus demselben faserbasierten Grundmaterial ausgebildet wie der Flansch 14a.
Alternativ könnte die Platine 28a jedoch auch aus einem anderen faserbasierten Material
oder aus einem nicht-faserbasierten Material ausgebildet sein, welches vorzugsweise
eine Verbindung mit dem Flansch 14a eingehen kann. Die Platine 28a bildet einen Deckel
des Containers 10a aus. Die Platine 28a bildet einen den Produktaufnahmebereich 36a,
vorzugsweise luft- und/oder feuchtigkeitsdicht, verschließenden Deckel aus. Zu einem
Entnehmen des Produkts 34a aus dem Container 10a öffnet ein Verbraucher den Produktaufnahmebereich
36a in der Regel durch ein Abziehen / Abreißen / Ablösen des durch die Platine 28a
gebildeten Deckels. Die in der Figur 1 dargestellte Form, Größe und Funktion des Containers
10a ist lediglich beispielhaft. Der Container 10a kann eine Vielzahl anderer, insbesondere
aus dem Alltag bekannter oder unbekannter, Formen, Größen und Funktionen einnehmen
bzw. ausüben.
[0023] Die Figur 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Herstellung
des Containers 10a. Die Figuren 3a und 3b sowie die Figuren 4 und 5 zeigen jeweils
eine von drei verschiedenen beispielhaften Vorrichtungen 44a, 44b, 44c zur Herstellung
des Containers 10a, vorzugsweise mittels des Verfahrens der Figur 2.
[0024] In den Figuren 4a bis 5 sind dabei zwei weitere Ausführungsbeispiele der Vorrichtung
44a gezeigt, die zu unterschiedlichen Verfahrensabläufen des Verfahrens herangezogen
werden können. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile und Verfahrensschritte, insbesondere
in Bezug auf Bauteile oder Verfahrensschritte mit gleichen Bezugszeichen, wird grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Figuren 1 bis 3b, verwiesen. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
3b nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 4a bis 5 ist der Buchstabe
a durch die Buchstaben b und c ersetzt.
[0025] In einem Verfahrensschritt 38a wird der Napfteil 40a des Containers 10a mit dem Produktaufnahmebereich
36a und dem Flansch 14a (auf bekannte Weise) gefertigt. In einem Verfahrensschritt
54a wird das Produkt 34a in den Container 10a eingebracht. In einem Verfahrensschritt
42a wird der Napfteil 40a in eine der Vorrichtungen 44a, 44b, 44c eingebracht (siehe
Fig. 3a). Die Vorrichtungen 44a, 44b, 44c weisen jeweils ein erstes Backenelement
22a auf. Die Vorrichtungen 44a, 44b, 44c weisen jeweils ein zweites Backenelement
24a auf. Die Backenelemente 22a, 24a bilden zusammen einen Flansch-Klemmbereich 30a
aus. Der Flansch-Klemmbereich 30a ist dazu vorgesehen, zumindest einen Teilbereich
des Flanschs 14a klemmend aufzunehmen. Die beiden Backenelemente 22a, 24a sind zur
Verkleinerung des Flansch-Klemmbereichs 30a, insbesondere zu dem Einklemmen des Flanschs
14a aufeinander zu bewegbar. Die beiden Backenelemente 22a, 24a sind zur Vergrößerung
des Flansch-Klemmbereichs 30a, insbesondere zu dem Loslassen des Flanschs 14a nach
dem Verklemmen und/oder zu einem Ermöglichen eines Einbringens und/oder Entnehmens
des Napfteils 40a aus der Vorrichtung 44a voneinander weg bewegbar. Das erste Backenelement
22a ist dazu vorgesehen, den Flansch 14a während des Einklemmens auf einer ersten
Seite 18a des Flanschs 14a zu kontaktieren. Das zweite Backenelement 24a ist dazu
vorgesehen, den Flansch 14a während des Einklemmens auf einer zweiten Seite 20a des
Flanschs 14a zu kontaktieren. Die beiden Seiten 18a, 20a des Flanschs 14a sind gegenüberliegend
/ weisen voneinander wegweisende Normalenvektoren auf. Die erste Seite 18a ist die
Verschluss- und Siegelseite 26a des Flanschs 14a. Die zweite Seite 20a ist verschieden
von der Verschluss- und Siegelseite 26a des Flanschs 14a.
[0026] In zumindest einem Verfahrensschritt 16a, 16b, 16c wird der Flansch 14a zwischen
den zwei den Flansch 14a auf den gegenüberliegenden Seiten 18a, 20a kontaktierenden
Backenelementen 22a, 24a eingeklemmt (siehe Figuren 3b, 4 oder 5). In dem Verfahrensschritt
16a, 16b, 16c wird der Flansch 14a von den beiden Backenelementen 22a, 24a mit einer
Presskraft von 15 N/mm
2 oder mehr verpresst. Dazu übt ein Backenelement 22a, 24a die Presskraft auf das andere
Backenelement 22a, 24a aus, während der Flansch 14a in dem Flansch-Klemmbereich 30a
eingeklemmt ist oder es üben beide Backenelemente 22a, 24a jeweils einen Teil der
Presskraft aus.
[0027] In dem Verfahrensschritt 16a, 16b, 16c wird der zwischen den zwei den Flansch 14a
auf den gegenüberliegenden Seiten 18a, 20a kontaktierenden Backenelementen 22a, 24a
eingeklemmte, Teilbereich des Flanschs 14a mit Temperaturen von 100°C und mehr beheizt.
Die Beheizung erfolgt dabei durch zumindest eines der Backenelemente 22a, 24a oder
durch beide Backenelemente 22a, 24a. Die Druckbeaufschlagung/Presskraftbeaufschlagung
des Flanschs 14a mittels den beiden Backenelementen 22a, 24a und das Beheizen des
Flanschs 14a durch zumindest eines der Backenelemente 22a, 24a oder durch beide Backenelemente
22a, 24a erfolgt bevorzugt zumindest zeitlich überlappend oder gleichzeitig während
des Verfahrensschritts 16a, 16b, 16c.
[0028] Die Vorrichtung 44a weist eine Versteifungs-Heizeinheit 32a auf. Die Versteifungs-Heizeinheit
32a ist dazu vorgesehen, zumindest den eingeklemmten Teilbereich des in dem Flansch-Klemmbereich
30a angeordneten Flanschs 14a mit den Temperaturen von 100°C und mehr zu beheizen.
Die Versteifungs-Heizeinheit 32a ist dazu vorgesehen, zumindest den eingeklemmten
Teilbereich des in dem Flansch-Klemmbereich 30a angeordneten Flanschs 14a durch die
Beheizung zu versteifen. Die Beheizung und die durch die Backenelemente 22a, 24a erzeugte
Presskraft wird in dem Verfahrensschritt 16a, 16b, 16c so lange aufrechterhalten,
bis ein wesentlicher Teil aller Fasern des faserbasierten Grundmaterials in dem Flansch
14a miteinander verbacken sind. Die Beheizung und die Verpressung erzeugen eine Versteifung
des Flanschs 14a.
[0029] Zur Beheizung des Flanschs 14a sind verschiedene Vorgehensweisen denkbar, welche
insbesondere durch jeweils eine der unterschiedlichen in den Figuren 3b, 4 und 5 gezeigten
Vorrichtungen 44a, 44b, 44c umsetzbar sind. Mittels der Vorrichtung 44a aus den Figuren
3a und 3b wird der Flansch 14a in dem Verfahrensschritt 16a von beiden gegenüberliegenden
Seiten 18a, 20a des Flanschs 14a aus beheizt. Dazu weist die Versteifungs-Heizeinheit
32a ein erstes Heizelement 46a und ein zweites Heizelement 48a auf, wobei das erste
Heizelement 46a in das erste Backenelement 22a integriert ist und wobei das zweite
Heizelement 48a in das zweite Backenelement 24a integriert ist. Beide Heizelemente
46a, 48a sind dazu vorgesehen, den Flansch 14a mit Temperaturen von mehr als 100°C
zu beheizen. Zugleich bleiben die Heiztemperaturen vorzugsweise jeweils unter 250°C.
Die Temperaturen der beiden Heizelemente 46a, 48a können gleich oder nahezu gleich
sein. Alternativ kann die Temperatur eines der beheizten Backenelemente 22a, 24a,
vorzugsweise dessen Heizelements 46a, 48a, höher sein als die Temperatur des anderen
der beheizten Backenelemente 22a, 24a, vorzugsweise dessen Heizelements 46a, 48a.
Beispielsweise ist die Temperatur des zweiten Backenelements 24a, vorzugsweise des
zweiten Heizelements 48a des zweiten Backenelements 24a, also des Backenelements 24a
der beiden Backenelemente 22a, 24a, welches in dem Verfahrensschritt 16a in Kontakt
mit der Verschluss- oder Siegelseite 26a des Flanschs 14a gebracht wird, wesentlich
geringer als die Temperatur des ersten Backenelements 22a, vorzugsweise des ersten
Heizelements 46a des ersten Backenelements 22a, also des Backenelements 22a der beiden
Backenelemente 22a, 24a, welches in dem Verfahrensschritt 16a in Kontakt mit der der
Verschluss- oder Siegelseite 26a gegenüberliegenden Seite 20a des Flanschs 14a gebracht
wird. Das zweite Heizelement 48a kann einstückig mit einer Siegeleinheit 50a zu einem
Versiegeln der Platine 28a mit dem Flansch 14a ausgebildet sein oder zugleich die
Siegeleinheit 50a ausbilden. In diesem Fall wird in dem Verfahrensschritt 16a die
auf der Verschlussoder Siegelseite 26a des Flanschs 14a eingeklemmte Platine 28a zeitgleich
zu dem Flansch-Versteifungsvorgang durch die Wärme der Heizelemente 46a, 48a auf den
Flansch 14a aufgesiegelt.
[0030] In einem alternativen Verfahrensschritt 16b wird ein Flansch 14b eines Containers
10b mittels einer in der Figur 4 gezeigten alternativen Vorrichtung 44b lediglich
von einer von zwei gegenüberliegenden Seiten 18b, 20b des Flanschs 14b aus beheizt.
In dem alternativen Verfahrensschritt 16b wird der Flansch 14b lediglich von der Seite
18b der zwei gegenüberliegenden Seiten 18b, 20b des Flanschs 14b aus beheizt, welche
verschieden ist von einer Verschluss- oder Siegelseite 26b des Flanschs 14b. Die Verschluss-
oder Siegelseite 26b des Flanschs 14b ist zu einer Herstellung eines Kontakts, insbesondere
eines Siegelkontakts, mit einer eine Öffnung 12b des Containers 10b verschließenden
Platine 28b vorgesehen.
[0031] Die alternative Vorrichtung 44b weist eine alternative Versteifungs-Heizeinheit 32b
auf. Die alternative Versteifungs-Heizeinheit 32b ist lediglich in eins von zwei Backenelementen
22b, 24b der alternativen Vorrichtung 44b integriert. Die alternative Versteifungs-Heizeinheit
32b ist lediglich in das Backenelement 22b der zwei Backenelemente 22b, 24b integriert,
welches dazu vorgesehen ist, den Flansch 14b auf einer Seite 18b zu kontaktieren,
die der Verschluss- oder Siegelseite 26b des Flanschs 14b gegenüberliegt. Die alternative
Versteifungs-Heizeinheit 32b weist in diesem Fall lediglich ein Heizelement 46b auf.
Das Heizelement 46b der alternativen Versteifungs-Heizeinheit 32b ist in ein erstes
Backenelement 22b der zwei Backenelemente 22b, 24b integriert. Das andere (zweite)
Backenelement 24b ist frei von einem Heizelement 46b, 48b. Das andere (zweite) Backenelement
24b ist zudem auch frei von einer separaten Siegeleinheit 50b.
[0032] In dem alternativen Verfahrensschritt 16b wird durch die lediglich einseitige Beheizung
eine Wärme eingebracht, die groß genug ist, dass zusätzlich zu der durch die Wärme
erzielten Versteifungswirkung eines faserbasierten Grundmaterials des Flanschs 14b
eine ebenfalls zwischen den beiden Backenelementen 22b, 24b oberhalb der Öffnung 12b
auf der Verschluss- oder Siegelseite 26b des Flanschs 14b eingeklemmte Platine 28b
zeitgleich zu dem Flansch-Versteifungsvorgang durch die Wärme auf den Flansch 14b
aufgesiegelt wird. Somit bildet die alternative Versteifungs-Heizeinheit 32b, insbesondere
das Heizelement 46b zugleich eine Siegeleinheit 50b aus.
[0033] In einem weiteren alternativen Verfahrensschritt 16c wird ein Flansch 14c eines Containers
10c mittels einer in der Figur 5 gezeigten weiteren alternativen Vorrichtung 44c lediglich
von einer von zwei gegenüberliegenden Seiten 18c, 20c des Flanschs 14c aus beheizt.
In dem weiteren alternativen Verfahrensschritt 16c wird der Flansch 14c lediglich
von der Seite 20c der zwei gegenüberliegenden Seiten 18c, 20c des Flanschs 14c aus
beheizt, welche identisch ist von einer Verschluss- oder Siegelseite 26c des Flanschs
14c, die zu einer Herstellung eines Kontakts, insbesondere eines Siegelkontakts, mit
einer eine Öffnung 12c des Containers 10c verschließenden Platine 28c vorgesehen ist.
[0034] Die weitere alternative Vorrichtung 44c weist eine weitere alternative Versteifungs-Heizeinheit
32c auf. Die weitere alternative Versteifungs-Heizeinheit 32c ist lediglich in das
Backenelement 24c der zwei Backenelemente 22c, 24c integriert, welches dazu vorgesehen
ist, den Flansch 14c auf einer Seite 20c zu kontaktieren, die zugleich auch die Verschluss-
oder Siegelseite 26c des Flanschs 14c ausbildet. Die weitere alternative Versteifungs-Heizeinheit
32c weist in diesem Fall lediglich ein Heizelement 46c auf. Das Heizelement 46c der
weiteren alternativen Versteifungs-Heizeinheit 32c ist in ein zweites Backenelement
24c der zwei Backenelemente 22c, 24c integriert. Das andere (erste) Backenelement
24c ist frei von einem Heizelement 46c, 48c. Das andere (erste) Backenelement 24c
ist zudem auch frei von einer separaten Siegeleinheit 50c. Die weitere alternative
Versteifungs-Heizeinheit 32c, insbesondere das Heizelement 46c kann jedoch zugleich
eine Funktion einer Siegeleinheit 50c ausüben.
[0035] In zumindest einem weiteren Verfahrensschritt 52a wird der fertige, insbesondere
verschlossene, Container 10a aus der jeweiligen Vorrichtung 44a, 44b, 44c entnommen.
1. Verfahren zu einer Herstellung eines, insbesondere napfförmigen, Containers (10a-c)
aus einem faserbasierten Grundmaterial, insbesondere Papier- oder Kartonmaterial,
wobei der Container (10a-c) zumindest eine Öffnung (12a-c) und einen zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig, aus dem faserbasierten Grundmaterial bestehenden und zumindest
abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, um die Öffnung (12a-c) umlaufenden Flansch
(14a-c) aufweist, wobei in zumindest einem Verfahrensschritt (16a-c) zu einer Versteifung
des Flanschs (14a-c) zumindest ein, zwischen zwei den Flansch (14a-c) auf gegenüberliegenden
Seiten (18a-c, 20a-c) kontaktierenden Backenelementen (22a-c, 24a-c) eingeklemmter,
Teilbereich des Flanschs (14a-c), insbesondere durch zumindest eines der Backenelemente
(22a-c, 24a-c), mit Temperaturen von 100°C oder mehr beheizt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (14a-c) in dem Verfahrensschritt (16a-c) von den beiden Backenelementen
(22a-c, 24a-c) mit einer Presskraft von 15 N/mm2 oder mehr verpresst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung, und insbesondere eine durch die Backenelemente (22a-c, 24a-c) erzeugte
Presskraft, in dem Verfahrensschritt (16a-c) so lange aufrechterhalten wird, bis ein
wesentlicher Teil aller Fasern des faserbasierten Grundmaterials in dem Flansch (14a-c)
miteinander verbacken sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (14a) in dem Verfahrensschritt (16a) von beiden gegenüberliegenden Seiten
(18a, 20a) des Flanschs (14a) aus beheizt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (14b-c) in dem Verfahrensschritt (16b-c) lediglich von einer Seite (18b-c)
der zwei gegenüberliegenden Seiten (18b-c, 20b-c) des Flanschs (14b-c) aus beheizt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (14b) in dem Verfahrensschritt (16b) lediglich von der Seite (18b) der
zwei gegenüberliegenden Seiten (18b, 20b) des Flanschs (14b) aus beheizt wird, welche
verschieden ist von einer Verschluss- oder Siegelseite (26b) des Flanschs (14b), die
zu einer Herstellung eines Kontakts, insbesondere eines Siegelkontakts, mit einer
die Öffnung (12b) verschließenden Platine (28b) vorgesehen ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (14c) in dem Verfahrensschritt (16c) lediglich von der Seite (20c) der
zwei gegenüberliegenden Seiten (18c, 20c) des Flanschs (14c) aus beheizt wird, welche
identisch ist zu einer Verschluss- oder Siegelseite (26c) des Flanschs (14c), die
zu einer Herstellung eines Kontakts, insbesondere eines Siegelkontakts, mit einer
die Öffnung (12c) verschließenden Platine (28c) vorgesehen ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die, vorzugsweise lediglich einseitige, Beheizung eingebrachte Wärme groß
genug ist, dass zusätzlich zu der durch die Wärme erzielten Versteifungswirkung des
faserbasierten Grundmaterials des Flanschs (14a-c) eine ebenfalls zwischen den beiden
Backenelementen (22a-c, 24a-c) oberhalb der Öffnung (12a-c), insbesondere auf einer
Verschluss- oder Siegelseite (26a-c) des Flanschs (14a-c), eingeklemmte Platine (28a-c),
insbesondere zeitgleich zu einem Flansch-Versteifungsvorgang, durch die Wärme auf
den Flansch (14a-c) aufgesiegelt werden kann/wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3 oder nach den Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperatur des beheizten Backenelements (24a) der beiden Backenelemente (22a,
24a), welches in dem Verfahrensschritt (16a) in Kontakt mit der Verschluss- oder Siegelseite
(26a) des Flanschs (14a) gebracht wird, wesentlich geringer ist als eine Temperatur
des anderen Backenelements (22a) der beiden Backenelemente (22a, 24a), welches in
dem Verfahrensschritt (16a) in Kontakt mit der der Verschluss- oder Siegelseite (26a)
gegenüberliegenden Seite (20a) des Flanschs (14a) gebracht wird.
9. Vorrichtung (44a-c) zur Herstellung eines, insbesondere napfförmigen, Containers (10a-c)
aus einem faserbasierten Grundmaterial, insbesondere Papier- oder Kartonmaterial,
vorzugsweise mittels eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Container (10a-c) zumindest eine Öffnung (12a-c) und einen zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig, aus dem faserbasierten Grundmaterial bestehenden und zumindest
abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, um die Öffnung (12a-c) umlaufenden Flansch
(14a-c) aufweist, mit einem ersten Backenelement (22a-c) und mit einem zweiten Backenelement
(24a-c), welches zusammen mit dem ersten Backenelement (22a-c) einen Flansch-Klemmbereich
(30a-c) ausbildet, der dazu vorgesehen ist, zumindest einen Teilbereich des Flanschs
(14a-c) klemmend aufzunehmen, sowie mit einer Versteifungs-Heizeinheit (32a-c), welche
dazu vorgesehen ist, zumindest einen Teilbereich des in dem Flansch-Klemmbereich (30a-c)
angeordneten Flanschs (14a-c) zu einer Versteifung des Flanschs (14a-c) mit Temperaturen
von 100°C oder mehr zu beheizen, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungs-Heizeinheit (32a-c) dazu vorgesehen ist, den Flansch (14a-c) zu
einer Versteifung des Flanschs (14a-c) mittels den beiden Backenelementen (22a-c,
24a-c) mit einer Presskraft von 15 N/mm2 oder mehr zu verpressen.
10. Vorrichtung (44b-c) nach Anspruch9, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungs-Heizeinheit (32b-c) lediglich in ein Backenelement (22b-c, 24b-c)
der zwei Backenelemente (22b-c, 24b-c) integriert ist.
11. Vorrichtung (44b-c) nach Anspruch 9 oder10, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungs-Heizeinheit (32b) lediglich in das Backenelement (22b, 24b) der
zwei Backenelemente (22b, 24b) integriert ist, welches dazu vorgesehen ist, den Flansch
(14b) auf einer Seite (18b) zu kontaktieren, die einer Verschluss- oder Siegelseite
(26b) des Flanschs (14b) gegenüberliegt.
12. Vorrichtung (44b-c) nach einem der Ansprüche9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Backenelement (22b-c, 24b-c) ohne Versteifungs-Heizeinheit (32b-c) zusätzlich
auch frei von einer Siegeleinheit ist.
13. Container (10a-c), insbesondere napfförmiger Container (10a-c), vorzugsweise Paper
Pod, aus einem faserbasierten Grundmaterial, vorzugsweise mit einem durch eine Platine
(28a-c) gebildeten Deckel, hergestellt mittels eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 8 und/oder mittels einer Vorrichtung (44a-c) nach einem der Ansprüche9 bis 12.