Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Faltvorrichtung und ein Verfahren zu einem Falten und/oder
Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen, insbesondere zu Schachteln oder
Kartons, vorzugsweise Faltboxen, wobei die Faltvorrichtung zumindest eine Faltführungseinheit,
die zumindest eine Falt- und/oder Aufrichtfläche aufweist, und zumindest eine, insbesondere
beweglich gelagerte, Halteeinheit umfasst, die zumindest ein, insbesondere an einem
Grundkörper der Halteeinheit angeordnetes, Sauggreiferelement aufweist und die zu
einem Falten und/oder Aufrichten eines Behältnisrohlings mit der Faltführungseinheit
zusammenwirkt, insbesondere in die Faltführungseinheit hineinbewegbar ist.
[0002] Eine derartige Faltvorrichtung und ein derartiges Verfahren sind beispielsweise aus
GB 2565312 A bereits bekannt, wobei die bereits bekannte Faltvorrichtung zumindest eine Faltführungseinheit,
die zumindest eine Falt- und/oder Aufrichtfläche aufweist, und zumindest eine Halteeinheit
umfasst, die zumindest ein Sauggreiferelement umfasst und die zu einem Falten und/oder
Aufrichten eines Behältnisrohlings mit der Faltführungseinheit zusammenwirkt. Das
Sauggreiferelement ist zu einem Halten des Behältnisrohlings an einer Unterseite der
Halteeinheit vorgesehen. Ein Aufrichtelement der Halteeinheit ist zumindest zu einem
Aufrichten einer Steckverschlusslasche des Behältnisrohlings vorgesehen, wobei das
Aufrichtelement mittels eines zusätzlich zum Sauggreiferelement ausgebildeten Antriebs
translatorisch beweglich gelagert ist. Es sind somit zusätzliche Einheiten und ein
zusätzlicher Energiebedarf notwendig, um das Aufrichtelement aktiv anzutreiben bzw.
zu bewegen, damit einzelne Teile des Behältnisrohlings gefaltet und/oder aufgerichtet
werden können. Dies kann wiederum zu zusätzlichen Kosten bei einer Montage, einer
Wartung und/oder einem Betrieb führen.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Faltvorrichtung,
ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Verpackungsmaschine mit verbesserten
Eigenschaften hinsichtlich einer effizienten, kostengünstigen und kompakten Ausgestaltung
bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs
1, des Anspruchs 7 bzw. des Anspruchs 10 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Faltvorrichtung zu einem Falten und/oder Aufrichten
von Behältnisrohlingen zu Behältnissen, insbesondere zu Schachteln oder zu Kartons,
vorzugsweise zu Faltboxen, mit zumindest einer Faltführungseinheit, die zumindest
eine Falt- und/oder Aufrichtfläche umfasst, und mit zumindest einer, insbesondere
beweglich gelagerten, Halteeinheit, die zumindest ein, insbesondere an einem Grundkörper
der Halteeinheit angeordnetes, Sauggreiferelement umfasst und die zu einem Falten
und/oder Aufrichten eines Behältnisrohlings mit der Faltführungseinheit zusammenwirkt,
insbesondere in die Faltführungseinheit hineinbewegbar ist, wobei die Halteeinheit
zumindest ein Aufrichtelement umfasst, das infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements
auf den Behältnisrohling zu einem Aufrichten von zumindest einer Seitenlasche des
Behältnisrohlings vorgesehen ist, insbesondere infolge einer durch eine Einwirkung
des Sauggreiferelements auf den Behältnisrohling bedingten Relativbewegung zwischen
dem Aufrichtelement und dem Behältnisrohling.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass das Sauggreiferelement, insbesondere zusätzlich zu einem
Halten des Behältnisrohlings am Grundkörper der Halteeinheit, zu einem Erzeugen einer
Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement und dem Behältnisrohling vorgesehen ist,
um das Aufrichtelement in eine Aussparung, insbesondere einen Schlitz, des Behältnisrohlings
einzuführen, wodurch die zumindest eine Seitenlasche des Behältnisrohlings aufrichtbar
ist, bevor die Halteeinheit zusammen mit dem daran angeordneten, insbesondere durch
das Sauggreiferelement gehaltenen, Behältnisrohling in die Faltführungseinheit hineinbewegbar
ist. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Faltvorrichtung kann vorteilhaft
ein konstruktiv einfaches Einwirken des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge zu
einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen durch das
bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit vorhandene Sauggreiferelement
realisiert werden. Es kann vorteilhaft ein Einwirken des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge
frei von einem eigenständigen Antrieb für das Aufrichtelement realisiert werden. Das
Aufrichtelement kann vorteilhaft frei von einer eigenen aktiven Bewegung, insbesondere
frei von einer aktiven Hub-, Greif- oder Spreizbewegung, des Aufrichtelements zu einem
Falt- und/oder Aufrichtprozess beitragen. Es kann vorteilhaft eine Faltvorrichtung
zur Verfügung gestellt werden, die einen geringen Platzbedarf aufweist und ein sicheres,
zuverlässiges und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen
ermöglicht.
[0007] Die Halteeinheit umfasst vorzugsweise zumindest das Sauggreiferelement, insbesondere
einen Vakuumgreifer, vorzugsweise einen Balgsauggreifer, das dazu vorgesehen ist,
flache Behältnisrohlinge und/oder gefaltete und/oder aufgerichtete Behältnisse handzuhaben.
Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, speziell eingerichtet,
speziell ausgelegt und/oder speziell ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass
ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder
Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Das Sauggreiferelement ist bevorzugt am
Grundkörper der Halteeinheit angeordnet. Der Grundkörper ist vorzugsweise als Grundplatte
ausgebildet. Die Halteeinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, die Behältnisrohlinge
entlang der Falt- und/oder Aufrichtfläche der Faltführungseinheit zu bewegen, insbesondere
um die Behältnisrohlinge zu Behältnissen zu falten und/oder aufzurichten.
[0008] Das Aufrichtelement ist vorzugsweise als Fortsatz, wie beispielsweise als Zapfen,
als Bolzen, als Finger, als Platte o. dgl., ausgebildet. Das Aufrichtelement weist
vorzugsweise eine Haupterstreckungsebene auf, die sich, insbesondere in einem am Grundkörper
der Halteeinheit angeordneten Zustand des Aufrichtelements, zumindest im Wesentlichen
senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene des Grundkörpers der Halteinheit erstreckt.
Unter einer "Haupterstreckungsebene" einer Einheit oder eines Elements soll insbesondere
eine Ebene verstanden werden, welche parallel zu einer größten Seitenfläche eines
kleinsten gedachten Quaders ist, welcher die Einheit oder das Element gerade noch
vollständig umschließt, und insbesondere durch den Mittelpunkt des Quaders verläuft.
Der Ausdruck "im Wesentlichen senkrecht" soll insbesondere eine Ausrichtung einer
Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Projektionsebene betrachtet, einen Winkel von 90° einschließen
und der Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft
kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.
[0009] Das Sauggreiferelement ist vorzugsweise dazu vorgesehen, durch ein Vakuum den Behältnisrohling
anzusaugen und dadurch eine Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement und dem Behältnisrohling
hervorzurufen, insbesondere den Behältnisrohling relativ zum Aufrichtelement zu bewegen,
vorzugsweise bis das Aufrichtelement sich durch eine Aussparung des Behältnisrohlings
erstreckt. Eine Hauptwirkrichtung des Sauggreiferelements verläuft bevorzugt zumindest
im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers der Halteeinheit.
Die Halteeinheit umfasst bevorzugt zumindest eine Unterdruckquelle, die auf eine,
einem Fachmann bereits bekannte Art und Weise mit dem Sauggreiferelement fluidtechnisch
verbunden ist. Bevorzugt umfasst die Halteeinheit eine Vielzahl an Sauggreiferelementen,
die dazu vorgesehen sind, flache Behältnisrohlinge oder gefaltete und/oder aufgerichtete
Behältnisse handzuhaben. Vorzugsweise sind die Sauggreiferelemente gleichmäßig verteilt
an dem Grundkörper der Halteeinheit angeordnet. Es ist jedoch auch denkbar, dass die
Sauggreiferelemente an einer anderen Position angeordnet sind und/oder dass die Sauggreiferelemente
ungleichmäßig verteilt am Grundkörper der Halteeinheit angeordnet sind. Bevorzugt
weisen die Sauggreiferelemente eine zueinander identische Ausgestaltung auf, insbesondere
eine Ausgestaltung als Balgsauggreifer. Es ist, jedoch auch denkbar, dass die Sauggreiferelemente
zumindest teilweise zueinander unterschiedlich ausgebildet sind.
[0010] Die Faltvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Steuer- oder Regeleinheit, die zu einer
Steuerung oder Regelung der Halteeinheit vorgesehen ist. Unter einer "Steuer- oder
Regeleinheit" soll insbesondere eine Einheit mit zumindest einer Steuerelektronik
verstanden werden. Unter einer "Steuerelektronik" soll insbesondere eine Einheit mit
einer Prozessoreinheit und mit einer Speichereinheit sowie mit einem in der Speichereinheit
gespeicherten Betriebsprogramm verstanden werden. Die Faltvorrichtung kann eine Sensoreinheit
umfassen, die dazu vorgesehen ist, eine Position von einem Behältnisrohling relativ
zum Aufrichtelement und/oder eine Anwesenheit von einem Behältnisrohling an der Halteeinheit
zu erfassen. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit mit der Steuer- oder Regeleinheit
verbunden, um erfasste Daten oder Signale der Sensoreinheit zumindest zu einer Steuerung
oder Regelung der Halteeinheit mittels der Steuer- oder Regeleinheit zu verarbeiten.
[0011] Die Halteeinheit ist bevorzugt beweglich gelagert, insbesondere translatorisch beweglich
gelagert. Vorzugsweise ist die Halteeinheit entlang einer vertikal verlaufenden Bewegungsachse
der Halteeinheit, insbesondere translatorisch, beweglich gelagert. Es ist jedoch auch
denkbar, dass die Halteeinheit entlang oder um eine andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Bewegungsachse der Halteeinheit beweglich gelagert ist. Die Haupterstreckungsebene
des Grundkörpers der Halteeinheit verläuft insbesondere quer, insbesondere zumindest
im Wesentlichen senkrecht, zur Bewegungsachse der Halteeinheit, vorzugsweise horizontal.
Bevorzugt ist die Halteeinheit mittels einer Antriebseinheit der Faltvorrichtung oder
einer Antriebseinheit einer die Faltvorrichtung umfassenden Verpackungsmaschine entlang
der Bewegungsachse der Halteeinheit auf eine, einem Fachmann bereits bekannte Art
und Weise bewegbar, insbesondere relativ zur Faltführungseinheit und/oder relativ
zu einem Gestell oder zu einem Rahmen der Faltvorrichtung. Die Antriebseinheit kann
als elektromotorische oder als fluidische, insbesondere hydraulische oder pneumatische,
Antriebseinheit ausgebildet sein. Vorzugsweise wirkt die Halteeinheit zu einem Falten
und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen auf eine, einem Fachmann
weitestgehend bereits bekannte Art und Weise mit der Faltführungseinheit zusammen.
Vorzugsweise ist die Halteeinheit mittels der Antriebseinheit in die Faltführungseinheit
hinein- und wieder hinausbewegbar, insbesondere um Behältnisrohlinge zu Behältnissen
zu falten und/oder aufzurichten. Die durch Falten und/oder Aufrichten aus den Behältnisrohlingen
erzeugten Behältnisse sind bevorzugt als Schachteln oder Kartons ausgebildet, die
zu einer Aufnahme von Produkten, insbesondere Lebensmitteln, vorgesehen sind. Vorzugsweise
sind die durch Falten und/oder Aufrichten aus den Behältnisrohlingen erzeugten Behältnisse
als Zweitverpackungen ausgebildet, in denen in eine Erstverpackung verpackte Produkte,
wie beispielsweise Schokoriegel, Biskuits, Kekse oder ähnliche Lebensmittel, für einen
Transport und/oder für eine Verkaufspräsentation anordenbar sind. Bevorzugt sind die
Behältnisse ausgehend von einem flachen Behältnisrohling mittels der Faltvorrichtung
faltbar und/oder aufrichtbar. Die Behältnisrohlinge können aus einem Papier-, Papp-
und/oder Kunststoffmaterial hergestellt sein.
[0012] Bevorzugt umfasst die Halteeinheit eine Vielzahl an Aufrichtelementen, die infolge
einer Einwirkung des Sauggreiferelements bzw. der Sauggreiferelemente auf den Behältnisrohling
zu einem Aufrichten von zumindest einer Seitenlasche oder von mehreren Seitenlaschen
des Behältnisrohlings vorgesehen ist, insbesondere infolge einer durch eine Einwirkung
des Sauggreiferelements bzw. der Sauggreiferelemente auf den Behältnisrohling bedingten
Relativbewegung zwischen den Aufrichtelementen und dem Behältnisrohling. Insbesondere
bezieht sich eine Beschreibung eines Aufrichtelements auch auf die anderen Aufrichtelemente.
Die Aufrichtelemente weisen vorzugsweise eine zumindest im Wesentlichen analoge Ausgestaltung
zueinander auf. Die Aufrichtelemente sind bevorzugt gleichmäßig verteilt an dem Grundkörper
der Halteeinheit angeordnet. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Aufrichtelemente
an einer anderen Position angeordnet sind und/oder dass die Aufrichtelemente ungleichmäßig
verteilt am Grundkörper der Halteeinheit angeordnet sind. Bevorzugt weisen die Aufrichtelemente
eine zueinander identische Ausgestaltung auf, insbesondere eine Ausgestaltung als
Fortsätze. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Aufrichtelemente zumindest teilweise
zueinander unterschiedlich ausgebildet sind, insbesondere in Bezug auf eine maximale
Länge, eine maximale Breite und/oder eine maximale Höhe, vorzugsweise in Abhängigkeit
von einer Ausgestaltung der aufzurichtenden und/oder aufzufaltenden Behältnisrohlinge.
[0013] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Halteeinheit zumindest einen, insbesondere
den bereits zuvor genannten, Grundkörper und zumindest eine, insbesondere die bereits
zuvor genannte, Anlageplatte umfasst, die eine Anlagefläche bildet, an der eine Außenfläche,
vorzugsweise eine außenliegende Unterseite, des Behältnisrohlings, insbesondere infolge
einer Einwirkung des Sauggreiferelements auf den Behältnisrohling, anlegbar ist, wobei
das Aufrichtelement sich, insbesondere in zumindest einem Zustand, entlang einer zumindest
im Wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche verlaufenden Richtung über die Anlagefläche
hinweg erstreckt. Vorzugsweise überragt das Aufrichtelement die Anlageplatte, insbesondere
in zumindest einem Zustand, entlang der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche
verlaufenden Richtung. Die Anlageplatte ist bevorzugt am Grundkörper der Halteeinheit
angeordnet. Es ist denkbar, dass das Aufrichtelement relativ zur Anlageplatte bewegbar
ist, insbesondere um eine Position des Aufrichtelements relativ zur Anlageplatte einzustellen,
vorzugsweise um einzustellen, zu wie viel Prozent einer Gesamtlängserstreckung des
Aufrichtelements das Aufrichtelement die Anlageplatte überragt o. dgl. Das Aufrichtelement
kann manuell bewegbar sein oder motorisch antreibbar sein. Bevorzugt ist das Aufrichtelement
nach einem Einstellen einer Position relativ zur Anlageplatte positionsfest haltbar,
um eine Krafteinwirkung von dem Aufrichtelement auf den Behältnisrohling zu einem
Auffalten und/oder Aufrichten von zumindest einer Seitenlasche des Behältnisrohlings
zu ermöglichen. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Faltvorrichtung kann
vorteilhaft ein sicheres Anliegen des Behältnisrohlings während einer Einwirkung des
Aufrichtelements auf die zumindest eine Seitenlasche des Behältnisrohlings ermöglicht
werden. Es kann vorteilhaft ein zuverlässiges Auffalten und/oder Aufrichten des Behältnisrohlings
erreicht werden. Es kann vorteilhaft ein konstruktiv einfaches Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu
Behältnissen durch das bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit
vorhandene Sauggreiferelement realisiert werden. Es kann vorteilhaft frei von einem
zusätzlichen Antrieb und einem zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge realisiert werden. Das Aufrichtelement kann vorteilhaft frei
von einer eigenen aktiven Bewegung, insbesondere frei von einer aktiven Hub-, Greif-
oder Spreizbewegung, des Aufrichtelements, zu einem Falt- und/oder Aufrichtprozess
beitragen. Es kann vorteilhaft eine Faltvorrichtung zur Verfügung gestellt werden,
die einen geringen Platzbedarf aufweist und ein sicheres, zuverlässiges und kostengünstiges
Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen ermöglicht.
[0014] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Aufrichtelement an einem, insbesondere an dem
bereits zuvor genannten, Grundkörper der Halteeinheit angeordnet ist, wobei das Aufrichtelement
positionseinstellbar am Grundkörper angeordnet ist. Eine Positionseinstellung des
Aufrichtelements relativ zum Grundkörper kann stufenlos oder in Stufen erfolgen. Das
Aufrichtelement kann manuell oder automatisch positionseinstellbar am Grundkörper
angeordnet sein. Vorzugsweise ist durch die positionseinstellbare Anordnung des Aufrichtelements
relativ zum Grundkörper eine Aufrichtkante und/oder eine Aufrichtfläche des Aufrichtelements
entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers
verlaufenden Richtung in einer Höhe relativ zum Grundkörper einstellbar. Das Aufrichtelement
kann zu einer Positionseinstellung relativ zum Grundkörper translatorisch und/oder
rotatorisch beweglich sein. Beispielsweise ist denkbar, dass am Aufrichtelement oder
am Grundkörper zumindest ein Langloch angeordnet ist, in das ein Bolzen, insbesondere
ein Gewindebolzen, der am Grundkörper oder am Aufrichtelement angeordnet ist, insbesondere
einteilig damit ausgebildet ist, eingreift, wobei der Bolzen vorzugsweise mit einem
Sicherungselement, insbesondere einer Mutter, zu einer Positionssicherung des Aufrichtelements
relativ zum Grundkörper zusammenwirkt. Weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Ausgestaltungen zu einer Positionseinstellung des Aufrichtelements relativ zum Grundkörper
sind ebenfalls denkbar, wie beispielsweise eine Ausgestaltung mit einer Zahnstange,
die mit einem motorisch antreibbaren Ritzel zusammenwirkt, eine Ausgestaltung mit
einem Hydraulik- oder Pneumatikzylinder o. dgl. Unter "einteilig" soll insbesondere
zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess,
einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen anderen, dem Fachmann als
sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden
werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine
Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren und vorteilhaft aus
einem einzelnen Rohling. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Faltvorrichtung
kann vorteilhaft eine Verarbeitung von unterschiedlichen Formaten von Behältnisrohlingen
ermöglicht werden. Es kann konstruktiv einfach eine Einstellung einer Position des
Aufrichtelements relativ zum Grundkörper und/oder zur Anlageplatte realisiert werden,
um ein zuverlässiges Auffalten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen mit unterschiedlichen
Abmessungen und/oder mit unterschiedlich ausgestalteten Seitenlaschen zu realisieren.
Es kann vorteilhaft eine hohe Flexibilität hinsichtlich eines Einsatzspektrums der
Faltvorrichtung erreicht werden. Es kann vorteilhaft ein konstruktiv einfaches Einwirken
des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge zu einem Falten und/oder Aufrichten von
Behältnisrohlingen zu Behältnissen durch das bereits zum Halten des Behältnisrohlings
an der Halteeinheit vorhandene Sauggreiferelement realisiert werden. Es kann vorteilhaft
frei von einem zusätzlichen Antrieb und einem zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken
des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge realisiert werden. Das Aufrichtelement
kann vorteilhaft frei von einer eigenen aktiven Bewegung, insbesondere frei von einer
aktiven Hub-, Greif- oder Spreizbewegung, des Aufrichtelements, zu einem Falt- und/oder
Aufrichtprozess beitragen. Es kann vorteilhaft eine Faltvorrichtung zur Verfügung
gestellt werden, die einen geringen Platzbedarf aufweist und ein sicheres, zuverlässiges
und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen ermöglicht.
[0015] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Halteeinheit zumindest einen, insbesondere
den bereits zuvor genannten, Grundkörper und zumindest eine, insbesondere die bereits
zuvor genannte, Anlageplatte, die eine Anlagefläche bildet, an der eine Außenfläche
des Behältnisrohlings, insbesondere infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements
auf den Behältnisrohling, anlegbar ist, umfasst, wobei die Anlageplatte relativ zum
Aufrichtelement und/oder relativ zum Grundkörper in einer Position einstellbar am
Grundkörper angeordnet ist. Eine Positionseinstellung der Anlageplatte relativ zum
Aufrichtelement und/oder relativ zum Grundkörper kann stufenlos oder in Stufen erfolgen.
Die Anlageplatte kann manuell oder automatisch positionseinstellbar am Grundkörper
angeordnet sein.
[0016] Vorzugsweise ist durch die positionseinstellbare Anordnung der Anlageplatte relativ
zum Aufrichtelement und/oder relativ zum Grundkörper die Anlagefläche der Anlageplatte
entlang der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers
verlaufenden Richtung in einer Höhe relativ zum Grundkörper einstellbar. Die Anlageplatte
kann zu einer Positionseinstellung relativ zum Aufrichtelement und/oder relativ zum
Grundkörper translatorisch und/oder rotatorisch beweglich sein. Beispielsweise ist
denkbar, dass an der Anlageplatte oder am Grundkörper zumindest ein Langloch angeordnet
ist, in das ein Bolzen, insbesondere ein Gewindebolzen, der am Grundkörper oder an
der Anlageplatte angeordnet ist, insbesondere einteilig damit ausgebildet ist, eingreift,
wobei der Bolzen vorzugsweise mit einem Sicherungselement, insbesondere einer Mutter,
zu einer Positionssicherung der Anlageplatte relativ zum Grundkörper zusammenwirkt.
Weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltungen zu einer Positionseinstellung
der Anlageplatte relativ zum Aufrichtelement und/oder relativ zum Grundkörper sind
ebenfalls denkbar, wie beispielsweise eine Ausgestaltung mit einer Zahnstange, die
mit einem motorisch antreibbaren Ritzel zusammenwirkt, eine Ausgestaltung mit einem
Hydraulik- oder Pneumatikzylinder o. dgl. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der Faltvorrichtung kann vorteilhaft eine konstruktive Anpassung der Halteeinheit
an unterschiedliche Formate von Behältnisrohlingen ermöglicht werden. Es kann konstruktiv
einfach eine Einstellung einer Position der Anlageplatte relativ zum Aufrichtelement
und/oder relativ zum Grundkörper realisiert werden, um ein zuverlässiges Anliegen
von Behältnisrohlingen mit unterschiedlichen Abmessungen zu realisieren. Es kann vorteilhaft
eine hohe Flexibilität hinsichtlich eines Einsatzspektrums der Faltvorrichtung erreicht
werden. Es kann vorteilhaft ein konstruktiv einfaches Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu
Behältnissen durch das bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit
vorhandene Sauggreiferelement realisiert werden. Es kann vorteilhaft frei von einem
zusätzlichen Antrieb und einem zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge realisiert werden. Das Aufrichtelement kann vorteilhaft frei
von einer eigenen aktiven Bewegung, insbesondere frei von einer aktiven Hub-, Greif-
oder Spreizbewegung, des Aufrichtelements, zu einem Falt- und/oder Aufrichtprozess
beitragen. Es kann vorteilhaft eine Faltvorrichtung zur Verfügung gestellt werden,
die einen geringen Platzbedarf aufweist und ein sicheres, zuverlässiges und kostengünstiges
Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen ermöglicht.
[0017] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Halteeinheit zumindest eine, insbesondere
die bereits zuvor genannte, Anlageplatte umfasst, die eine Anlagefläche bildet, an
der eine Außenfläche des Behältnisrohlings, insbesondere infolge einer Einwirkung
des Sauggreiferelements auf den Behältnisrohling, anlegbar ist, wobei die Anlageplatte
zumindest eine Ausnehmung begrenzt, durch die sich das Sauggreiferelement, insbesondere
zumindest ein Balg des Sauggreiferelements, zumindest in einem Betriebszustand durch
die Anlageplatte erstreckt, insbesondere um eine Einwirkung des Sauggreiferelements
auf den Behältnisrohling zu einer Bewegung des Behältnisrohlings relativ zum Aufrichtelement
zu realisieren. Bevorzugt ist die Ausnehmung in der Anlagefläche der Anlageplatte
angeordnet. Vorzugsweise begrenzt die Anlageplatte eine Vielzahl an Ausnehmungen,
die in der Anlagefläche angeordnet sind. Eine Anzahl an Ausnehmungen, die in der Anlagefläche
angeordnet sind, kann einer Anzahl an Sauggreiferelementen der Halteeinheit entsprechen
oder davon abweichen. Bevorzugt ist eine Anzahl an Ausnehmungen, die in der Anlagefläche
angeordnet sind, höher als eine Anzahl von Sauggreiferelementen. Vorzugsweise erstreckt
sich das Sauggreiferelement, insbesondere zumindest ein Balg des Sauggreiferelements,
in einem vakuumlosen und/oder behältnisrohlingfreien Betriebszustand des Sauggreiferelements
durch die Ausnehmung, insbesondere über die Anlagefläche hinweg, vorzugsweise entlang
der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers
verlaufenden Richtung. In einem vakuumanliegenden und/oder behältnisrohlinghaltenden
Betriebszustand des Sauggreiferelements erstreckt sich das Sauggreiferelement, insbesondere
zumindest ein Balg des Sauggreiferelements, in die Ausnehmung hinein, insbesondere
bis zu einem Niveau der Anlagefläche. Eine Querschnittsform der Ausnehmungen, insbesondere
betrachtet in einer sich zumindest im Wesentlichen parallel zur Haupterstreckungsebene
des Grundkörpers erstreckenden Ebene, kann rund, elliptisch oder polygonal ausgebildet
sein. Unter "im Wesentlichen parallel" soll insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung
relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei
die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als
8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.
Vorzugsweise ist die Querschnittsform der Ausnehmung identisch mit einer Querschnittsform
des Sauggreiferelements ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Querschnittsform
der Ausnehmung verschieden von einer Querschnittsform des Sauggreiferelements ausgebildet
ist, wobei die Querschnittsform der Ausnehmung zumindest derart bemessen ist, dass
das Sauggreiferelement zumindest teilweise durch die Ausnehmung hindurch- oder in
die Ausnehmung hineinbewegbar ist. Mittels der erfindungsgemä-ßen Ausgestaltung der
Faltvorrichtung kann vorteilhaft ein sicheres Halten des Behältnisrohlings an der
Halteeinheit und eine zuverlässige Einwirkung des Aufrichtelements auf den an der
Halteeinheit gehaltenen Behältnisrohling realisiert werden. Es kann vorteilhaft ein
Schutz des Sauggreiferelements vor einer ungewollten Beschädigung ermöglicht werden.
Es kann vorteilhaft ein konstruktiv einfaches Einwirken des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge
zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen durch das
bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit vorhandene Sauggreiferelement
realisiert werden. Es kann vorteilhaft frei von einem zusätzlichen Antrieb und einem
zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken des Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge
realisiert werden. Das Aufrichtelement kann vorteilhaft frei von einer eigenen aktiven
Bewegung, insbesondere frei von einer aktiven Hub-, Greif- oder Spreizbewegung, des
Aufrichtelements zu einem Falt- und/oder Aufrichtprozess beitragen. Es kann vorteilhaft
eine Faltvorrichtung zur Verfügung gestellt werden, die einen geringen Platzbedarf
aufweist und ein sicheres, zuverlässiges und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten
von Behältnisrohlingen ermöglicht.
[0018] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Halteeinheit derart relativ zur Faltführungseinheit
beweglich gelagert ist, dass durch eine Bewegung der Halteeinheit relativ zur Faltführungseinheit
eine Zugkraft auf den an einem, insbesondere an dem bereits zuvor genannten, Grundkörper
der Halteeinheit angeordneten Behältnisrohling ausübbar ist, um den Behältnisrohling
zu einem Falten und/oder Aufrichten in die Faltführungseinheit hinein zu ziehen, wobei
der Grundkörper, das Aufrichtelement und das Sauggreiferelement gemeinsam relativ
zur Faltführungseinheit bewegbar sind, insbesondere in die Faltführungseinheit hineinziehbar
sind. Eine Bewegung der Halteeinheit in die Faltführungseinheit hinein erfolgt bevorzugt
durch eine translatorische Bewegung der Halteeinheit relativ zur Faltführungseinheit,
insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen parallel zur Bewegungsachse der
Halteeinheit verlaufenden Richtung. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
Faltvorrichtung kann vorteilhaft ein zuverlässiges Falten und/oder Aufrichten von
Behältnisrohlingen zu Behältnissen ermöglicht werden. Es kann vorteilhaft eine Faltvorrichtung
zur Verfügung gestellt werden, die einen geringen Platzbedarf aufweist und ein sicheres,
zuverlässiges und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen
ermöglicht.
[0019] Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Verfahren zu einem Falten und/oder
Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen, insbesondere zu Schachteln oder
zu Kartons, vorzugsweise zu Faltboxen, mittels einer Faltvorrichtung, insbesondere
mittels einer erfindungsgemäßen Faltvorrichtung, wobei in zumindest einem Verfahrensschritt
des Verfahrens ein an einem, insbesondere an dem bereits zuvor genannten, Grundkörper
einer, insbesondere der bereits zuvor genannten, Halteeinheit der Faltvorrichtung
angeordneter Behältnisrohling durch eine Einwirkung eines, insbesondere des bereits
zuvor genannten, Sauggreiferelements der Halteeinheit auf den Behältnisrohling relativ
zu zumindest einem, insbesondere dem bereits zuvor genannten, Aufrichtelement der
Halteeinheit bewegt wird, wobei zumindest eine Seitenlasche des Behältnisrohlings,
insbesondere infolge der durch die Einwirkung des Sauggreiferelements auf den Behältnisrohling
bedingten Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement und dem Behältnisrohling, durch
das Aufrichtelement aufgefaltet und/oder aufgerichtet wird. Es wird vorgeschlagen,
dass mittels des Sauggreiferelements, insbesondere zusätzlich zu einem Halten des
Behältnisrohlings am Grundkörper der Halteeinheit, die Relativbewegung zwischen dem
Aufrichtelement und dem Behältnisrohling erzeugt wird, wobei das Aufrichtelement in
eine Aussparung, insbesondere einen Schlitz, des Behältnisrohlings eingeführt wird,
wodurch die zumindest eine Seitenlasche des Behältnisrohlings aufgerichtet wird, bevor
die Halteeinheit zusammen mit dem daran angeordneten, insbesondere durch das Sauggreiferelement
gehaltenen, Behältnisrohling in die Faltführungseinheit hineinbewegt, insbesondere
hineingezogen, wird. Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt des Verfahrens
der Behältnisrohling über der Faltvorrichtung, insbesondere der Halteeinheit, positioniert.
Bevorzugt wird in zumindest einem Verfahrensschritt des Verfahrens das Sauggreiferelement
aktiviert, wobei der Behältnisrohling mit Hilfe eines Vakuums an die Anlagefläche
der Anlageplatte angesaugt wird. Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt
des Verfahrens das Aufrichtelement, insbesondere infolge eines Ansaugens des Behältnisrohlings
an die Anlagefläche der Anlageplatte, in die, vorzugsweise in einer als Boden ausgebildeten
Unterseite angeordnete, Aussparung des Behältnisrohlings eingeführt. Bevorzugt wird
in zumindest einem Verfahrensschritt des Verfahrens, insbesondere infolge eines Hindurcherstreckens
des Aufrichtelements durch die Aussparung des Behältnisrohlings, die zumindest eine,
insbesondere nach innen geklappte, Seitenlasche, insbesondere Stirnwand, des Behältnisrohlings
aufgefaltet und/oder aufgerichtet. Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt
des Verfahrens, insbesondere infolge eines Aufrichten und/oder Auffaltens der Seitenlasche,
zumindest eine, insbesondere nach innen geklappte, Längsseitenlasche, insbesondere
Längsseitenwand, aufgefaltet und/oder aufgerichtet. Mittels der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung kann vorteilhaft ein einfaches und zuverlässiges Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu
Behältnissen durch das bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit
vorhandene Sauggreiferelement realisiert werden. Es kann vorteilhaft frei von einem
zusätzlichen Antrieb und einem zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken des Aufrichtelements
auf Behältnisrohlinge realisiert werden. Es kann vorteilhaft ein sicheres, zuverlässiges
und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen ermöglicht werden.
[0020] Zudem wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt des Verfahrens
mittels der Halteeinheit eine, insbesondere in Richtung der Faltführungseinheit wirkende,
Zugkraft auf den Behältnisrohling ausgeübt wird, um den Behältnisrohling in die Faltführungseinheit
hinein zu ziehen, insbesondere während der Behältnisrohling mittels des Sauggreiferelements
an der Halteeinheit gehalten wird. Bevorzugt wird das aus dem Behältnisrohling gebildete
Behältnis in zumindest einem Verfahrensschritt des Verfahrens, insbesondere nach einem
Auffalten und/oder Aufrichten des Behältnisrohlings infolge eines Hineinziehens in
die Faltführungseinheit, zu einer Befüllstation der die Faltvorrichtung umfassenden
Verpackungsmaschine transportiert. Vorzugsweise wird das aus dem Behältnisrohling
gebildete Behältnis in der Befüllstation mit Produkten, insbesondere Lebensmitteln,
befüllt. Bevorzugt wird das aus dem Behältnisrohling gebildete Behältnis verschlossen,
insbesondere nach einem Befüllen oder zumindest im Wesentlichen zeitgleich mit einem
Befüllen. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft ein zuverlässiges
Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen ermöglicht werden.
[0021] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt, insbesondere
nach einem Deaktivieren eines Vakuums an dem Sauggreiferelement, eine Bewegung des
Aufrichtelements aus der Aussparung des Behältnisrohlings heraus erfolgt, insbesondere
dadurch, dass ein Balg des Sauggreiferelements den Behältnisrohling von dem Aufrichtelement
herunter bewegt, insbesondere durch ein Zurückbewegen des elastischen Balgs in eine
Ausgangskonfiguration des Balgs. Bevorzugt wird das Aufrichtelement nach einem Deaktivieren
des Vakuums aus der Aussparung herausgezogen, insbesondere dadurch, dass der Balg
des Sauggreiferelements durch eine Bewegung in eine Ausgangskonfiguration des Balgs
das aus dem Behältnisrohling gebildete Behältnis von dem Aufrichtelement herunterbewegt,
insbesondere herunterschiebt. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft
konstruktiv einfach ein Außerkontaktbringen des Aufrichtelements von dem aus dem Behältnisrohling
gebildeten Behältnis ermöglicht werden, insbesondere frei von einer eigenen aktiven
Bewegung, insbesondere frei von einer aktiven Hub-, Greif- oder Spreizbewegung, des
Aufrichtelements.
[0022] Ferner wird eine, insbesondere die bereits zuvor genannte, Verpackungsmaschine zumindest
zu einem Verpacken von Produkten, insbesondere Lebensmitteln, mit zumindest einer
erfindungsgemäßen Faltvorrichtung vorgeschlagen. Die Verpackungsmaschine kann weitere,
einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Vorrichtungen und/oder Einheiten umfassen,
die zu einer Herstellung und/oder zu einer Verpackung von Produkten, insbesondere
von Lebensmitteln, nutzbar sind. Die Verpackungsmaschine ist vorzugsweise zumindest
zu einer Verpackung und/oder Umverpackung von Lebensmitteln vorgesehen. Die Verpackungsmaschine
kann zusätzlich zur Faltvorrichtung eine Vielzahl an weiteren Vorrichtungen und/oder
Einheiten aufweisen, die ein Fachmann für sinnvoll erachtet, wie beispielsweise eine
Behältnisrohlingzuführvorrichtung, eine Abfüllvorrichtung, eine Sterilisationsvorrichtung,
eine Deckelfaltvorrichtung, eine Produktzuführvorrichtung, eine Befüllvorrichtung,
eine Verschlussvorrichtung, eine Umverpackungsvorrichtung, o. dgl. Mittels der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung kann vorteilhaft ein Einwirken eines Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge
zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen zu Behältnissen durch ein
bereits zum Halten des Behältnisrohlings an der Halteeinheit vorhandenes Sauggreiferelement
realisiert werden. Es kann vorteilhaft frei von einem zusätzlichen Antrieb und einem
zusätzlichen Energiebedarf ein Einwirken eines Aufrichtelements auf Behältnisrohlinge
realisiert werden. Das Aufrichtelement kann vorteilhaft frei von einer eigenen aktiven
Bewegung, insbesondere frei von einer aktiven Hub-, Greif- oder Spreizbewegung, des
Aufrichtelements zu einem Falt- und/oder Aufrichtprozess beitragen. Es kann vorteilhaft
eine kompakte Verpackungsmaschine zur Verfügung gestellt werden, die ein sicheres,
zuverlässiges und kostengünstiges Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen
ermöglicht.
[0023] Die erfindungsgemäße Faltvorrichtung, das erfindungsgemäße Verfahren und/oder die
erfindungsgemäße Verpackungsmaschine sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene
Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere können/kann die erfindungsgemäße
Faltvorrichtung, das erfindungsgemäße Verfahren und/oder die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine
zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin
genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten
abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen
Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und
als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0024] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine mit zumindest einer erfindungsgemäßen Faltvorrichtung
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2a
- eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung während eines Anfangs eines
Falt- und/oder Aufrichtprozesses eines Behältnisrohlings in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2b
- eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung während eines Beendens des
Falt- und/oder Aufrichtprozesses des Behältnisrohlings in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3
- eine Detailansicht einer Halteeinheit der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 4
- eine weitere Detailansicht der Halteeinheit der erfindungsgemä-ßen Faltvorrichtung
in einer schematischen Darstellung und
- Fig. 5
- einen schematischen Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0026] Figur 1 zeigt eine Verpackungsmaschine 78 zumindest zu einem Verpacken von Produkten,
insbesondere von Lebensmitteln, mit zumindest einer Faltvorrichtung 10. Die Verpackungsmaschine
78 ist vorzugsweise als eine Lebensmittelverpackungsmaschine ausgebildet. Es ist jedoch
auch denkbar, dass die Verpackungsmaschine 78 eine andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Ausgestaltung aufweist, wie beispielsweise eine Ausgestaltung als Medikamentenverpackungsmaschine,
als Stückgutverpackungsmaschine o. dgl. Die Verpackungsmaschine 78 kann zusätzlich
zur Faltvorrichtung 10 weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Vorrichtungen
und/oder Einheiten aufweisen, die zu einer Herstellung und/oder zu einer Verpackung
von Produkten, insbesondere Lebensmitteln, Verwendung finden, wie beispielsweise eine
Behältnisrohlingzuführvorrichtung 80, eine Abfüllvorrichtung, eine Sterilisationsvorrichtung,
eine Deckelfaltvorrichtung, eine Produktzuführvorrichtung, eine Befüllvorrichtung
84, eine Verschlussvorrichtung, eine Umverpackungsvorrichtung, o. dgl. Bevorzugt umfasst
die Verpackungsmaschine 78, insbesondere zusätzlich zur Faltvorrichtung 10, zumindest
eine Behältnisrohlingzuführvorrichtung 80 (in Figur 1 nur schematisch angedeutet)
zu einer Zuführung von flachen Behältnisrohlingen 12 (vgl. Figuren 2a und 2b) zur
Faltvorrichtung 10 sowie zumindest eine Behältnistransportvorrichtung 82 (in Figur
1 nur schematisch angedeutet) zu einem Abtransport von mittels der Faltvorrichtung
10 aufgefalteten und/oder aufgerichteten Behältnissen und/oder zu einer Zuführung
der aufgefalteten und/oder aufgerichteten Behältnissen zu einer Befüllvorrichtung
84 (in Figur 1 nur schematisch angedeutet) der Verpackungsmaschine 78.
[0027] Figur 2a zeigt eine Detailansicht der Faltvorrichtung 10 während eines Anfangs eines
Falt- und/oder Aufrichtprozesses eines Behältnisrohlings 12, der mittels der Behältnisrohlingzuführvorrichtung
80 der Faltvorrichtung 10 zugeführt wurde, wobei der Behältnisrohling 12 bereits mittels
eines Vakuums an eine Halteeinheit 18 der Faltvorrichtung 10 angesaugt ist. Die Faltvorrichtung
10 ist zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen 12 zu Behältnissen,
insbesondere Schachteln oder Kartons, vorzugsweise Faltboxen, vorgesehen. Die Faltvorrichtung
10 umfasst zumindest eine Faltführungseinheit 14, die zumindest eine Falt- und/oder
Aufrichtfläche 16 umfasst. Die Falt- und/oder Aufrichtfläche 16 kann eine einzelne
relativ zu einer horizontal verlaufenden Ebene geneigte oder gewölbte Fläche sein
oder aus einer Vielzahl von relativ zur horizontal verlaufenden Ebene und relativ
zueinander geneigten oder gewölbten Teilflächen gebildet sein, insbesondere auf eine,
einem Fachmann bereits bekannte Art und Weise. Vorzugsweise umfasst die Faltführungseinheit
14 zumindest zwei einander gegenüberliegenden Falt- und/oder Aufrichtflächen 16. Es
ist jedoch auch denkbar, dass die Faltführungseinheit 14 eine von zwei abweichende
Anzahl an Falt- und/oder Aufrichtflächen 16 aufweist.
[0028] Die Faltvorrichtung 10 umfasst ferner zumindest die, insbesondere beweglich gelagerte,
Halteeinheit 18, die zumindest ein, insbesondere an einem Grundkörper 20 der Halteeinheit
18 angeordnetes, Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28 (vgl. Figuren 3 und 4) aufweist
und die zu einem Falten und/oder Aufrichten des Behältnisrohlings 12 mit der Faltführungseinheit
14 zusammenwirkt, insbesondere in die Faltführungseinheit 14 hineinbewegbar ist. Die
Halteeinheit 18 umfasst zumindest ein Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 (vgl. auch Figuren
3 und 4), das infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 auf
den Behältnisrohling 12 zu einem Aufrichten von zumindest einer Seitenlasche 38, 40
des Behältnisrohlings 12 vorgesehen ist, insbesondere infolge einer durch eine Einwirkung
des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 auf den Behältnisrohling 12 bedingten Relativbewegung
zwischen dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und dem Behältnisrohling 12. Die Faltvorrichtung
10 umfasst vorzugsweise eine Steuer- oder Regeleinheit 88 (in Figuren 2a und 2b nur
gestrichelt angedeutet), die zu einer Steuerung oder Regelung der Halteeinheit 18
vorgesehen ist. Die Faltvorrichtung 10 umfasst vorzugsweise eine Sensoreinheit (hier
nicht näher dargestellt), die dazu vorgesehen ist, eine Position von einem, insbesondere
unaufgefalteten und/oder unaufgerichteten, Behältnisrohling 12 relativ zum Aufrichtelement
30, 32, 34, 36 und/oder eine Anwesenheit von einem Behältnisrohling 12 an der Halteeinheit
18 zu erfassen. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit mit der Steuer- oder Regeleinheit
88 datentechnisch verbunden, um erfasste Daten oder Signale der Sensoreinheit zumindest
zu einer Steuerung oder Regelung der Halteeinheit 18 mittels der Steuer- oder Regeleinheit
88 zu verarbeiten.
[0029] Die Halteeinheit 18 umfasst vorzugsweise zumindest das Sauggreiferelement 22, 24,
26, 28, das dazu vorgesehen ist, flache Behältnisrohlinge 12 und/oder gefaltete und/oder
aufgerichtete Behältnisse handzuhaben. Bevorzugt ist das Sauggreiferelement 22, 24,
26, 28 als ein Vakuumgreifer, vorzugsweise als ein Balgsauggreifer ausgebildet. Das
Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28 ist bevorzugt am Grundkörper 20 der Halteeinheit
18 angeordnet. Der Grundkörper 20 ist vorzugsweise als Grundplatte ausgebildet. Die
Halteeinheit 18 ist insbesondere dazu vorgesehen, einen einzelnen Behältnisrohling
12 entlang der Falt- und/oder Aufrichtfläche 16 der Faltführungseinheit 14 zu bewegen,
insbesondere um den Behältnisrohling 12 zu einem Behältnis aufzufalten und/oder aufzurichten.
Bevorzugt ist das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28, insbesondere zusätzlich zu einem
Halten des Behältnisrohlings 12 am Grundkörper 20 der Halteeinheit 18, zu einem Erzeugen
einer Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und dem Behältnisrohling
12 vorgesehen, insbesondere um das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 in eine Aussparung
74, 76 (in den Figuren 2a und 2b sind lediglich zwei Aussparungen 74, 76 dargestellt),
insbesondere einen Schlitz, des Behältnisrohlings 12 einzuführen, wodurch vorzugsweise
Seitenlaschen 38, 40 des Behältnisrohlings 12 aufrichtbar sind, insbesondere bevor
die Halteeinheit 18 zusammen mit dem daran angeordneten, insbesondere durch das Sauggreiferelement
22, 24, 26, 28 gehaltenen, Behältnisrohling 12 in die Faltführungseinheit 14 hineinbewegt,
insbesondere hineingezogen, wird (vgl. Figuren 2a und 2b).
[0030] Das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28 ist vorzugsweise dazu vorgesehen, durch ein
Vakuum den Behältnisrohling 12 anzusaugen und dadurch eine Relativbewegung zwischen
dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und dem Behältnisrohling 12 hervorzurufen, insbesondere
den Behältnisrohling 12 relativ zum Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 zu bewegen, vorzugsweise
bis das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 sich durch die Aussparung 74, 76 des Behältnisrohlings
12 erstreckt. Eine Hauptwirkrichtung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 verläuft
bevorzugt zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene des
Grundkörpers 20 der Halteeinheit 18. Die Halteeinheit 18 umfasst bevorzugt zumindest
eine Unterdruckquelle 86 (in Figuren 2a und 2b nur gestrichelt angedeutet), die auf
eine, einem Fachmann bereits bekannte Art und Weise mit dem Sauggreiferelement 22,
24, 26, 28 fluidtechnisch verbunden ist. Bevorzugt umfasst die Halteeinheit 18 eine
Vielzahl an Sauggreiferelementen 22, 24, 26, 28, die dazu vorgesehen sind, flache
Behältnisrohlinge 12 oder aufgefaltete und/oder aufgerichtete Behältnisse handzuhaben.
Vorzugsweise sind die Sauggreiferelemente 22, 24, 26, 28 gleichmäßig verteilt an dem
Grundkörper 20 der Halteeinheit 18 angeordnet (vgl. Figuren 3 und 4). Bevorzugt weisen
die Sauggreiferelemente 22, 24, 26, 28 eine zueinander identische Ausgestaltung auf,
insbesondere eine Ausgestaltung als Balgsauggreifer.
[0031] Die Halteeinheit 18 ist bevorzugt beweglich gelagert, insbesondere translatorisch
beweglich gelagert. Vorzugsweise ist die Halteeinheit 18 entlang einer vertikal verlaufenden
Bewegungsachse 90 der Halteeinheit 18, insbesondere translatorisch, beweglich gelagert
(vgl. Figuren 2a und 2b). Die Haupterstreckungsebene des Grundkörpers 20 der Halteeinheit
18 verläuft insbesondere quer, insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht, zur
Bewegungsachse 90 der Halteeinheit 18, vorzugsweise horizontal. Bevorzugt ist die
Halteeinheit 18 mittels einer Antriebseinheit 92 (in Figuren 2a und 2b lediglich gestrichelt
angedeutet) der Faltvorrichtung 10 entlang der Bewegungsachse 90 der Halteeinheit
18 auf eine, einem Fachmann bereits bekannte Art und Weise bewegbar, insbesondere
relativ zur Faltführungseinheit 14 und/oder relativ zu einem Gestell oder zu einem
Rahmen der Faltvorrichtung 10. Die Antriebseinheit 92 kann als elektromotorische oder
als fluidische, insbesondere hydraulische oder pneumatische, Antriebseinheit 92 ausgebildet
sein. Vorzugsweise wirkt die Halteeinheit 18 zu einem Falten und/oder Aufrichten von
Behältnisrohlingen 12 zu Behältnissen auf eine, einem Fachmann weitestgehend bereits
bekannte Art und Weise mit der Faltführungseinheit 14 zusammen. Vorzugsweise ist die
Halteeinheit 18 mittels der Antriebseinheit 92 in die Faltführungseinheit 14 hinein-
und wieder hinausbewegbar, insbesondere um Behältnisrohlinge 12 zu Behältnissen zu
falten und/oder aufzurichten. Die durch Falten und/oder Aufrichten aus den Behältnisrohlingen
12 erzeugten Behältnisse sind bevorzugt als Schachteln oder Kartons ausgebildet, die
zu einer Aufnahme von Produkten, insbesondere Lebensmitteln, vorgesehen sind. Vorzugsweise
sind die durch Falten und/oder Aufrichten aus den Behältnisrohlingen 12 erzeugten
Behältnisse als Zweitverpackungen ausgebildet, in denen in eine Erstverpackung verpackte
Produkte, wie beispielsweise Schokoriegel, Biskuits, Kekse, Nüsse, Fruchtgummis, Weingummis
oder ähnliche Lebensmittel, für einen Transport und/oder für eine Verkaufspräsentation
anordenbar sind. Bevorzugt sind die Behältnisse ausgehend von einem flachen Behältnisrohling
12 mittels der Faltvorrichtung 10 faltbar und/oder aufrichtbar. Die Behältnisrohlinge
12 können aus einem Papier-, Papp- und/oder Kunststoffmaterial hergestellt sein.
[0032] Das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 ist vorzugsweise als Fortsatz, wie beispielsweise
als Zapfen, als Bolzen, als Finger, als Platte o. dgl. ausgebildet (vgl. Figu-ren
3 und 4). Das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 weist vorzugsweise eine Haupterstreckungsebene
auf, die sich, insbesondere in einem am Grundkörper 20 der Halteeinheit 18 angeordneten
Zustand des Aufrichtelements 30, 32, 34, 36, zumindest im Wesentlichen senkrecht zur
Haupterstreckungsebene des Grundkörpers 20 der Halteeinheit 18 erstreckt. Bevorzugt
umfasst die Halteeinheit 18 eine Vielzahl an Aufrichtelementen 30, 32, 34, 36, die
infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 bzw. der Sauggreiferelemente
22, 24, 26, 28 auf den Behältnisrohling 12 zu einem Aufrichten von zumindest einer
Seitenlasche 38, 40 oder mehrerer Seitenlaschen 38, 40 des Behältnisrohlings 12 vorgesehen
sind, insbesondere infolge einer durch eine Einwirkung des Sauggreiferelements 22,
24, 26, 28 bzw. der Sauggreiferelemente 22, 24, 26, 28 auf den Behältnisrohling 12
bedingten Relativbewegung zwischen den Aufrichtelementen 30, 32, 34, 36 und dem Behältnisrohling
12. Die Aufrichtelemente 30, 32, 34, 36 weisen vorzugsweise eine zumindest im Wesentlichen
zueinander analoge Ausgestaltung auf (vgl. Figuren 3 und 4). Die Aufrichtelemente
30, 32, 34, 36 sind bevorzugt gleichmäßig verteilt an dem Grundkörper 20 der Halteeinheit
18 angeordnet.
[0033] Des Weiteren umfasst die Halteeinheit 18 bevorzugt den Grundkörper 20 und zumindest
eine Anlageplatte 42, die eine Anlagefläche 44 bildet, an der eine Außenfläche 46,
insbesondere eine eine Bodenaußenfläche des aus dem Behältnisrohling 12 aufgefalteten
und/oder aufgerichteten Behältnisses bildende Außenfläche 46, des Behältnisrohlings
12, insbesondere infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 auf
den Behältnisrohling 12, anlegbar ist, wobei das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 sich,
insbesondere in zumindest einem Zustand, entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht
zur Anlagefläche 44 verlaufenden Richtung 48 über die Anlagefläche 44 hinweg erstreckt.
Die Anlagefläche 44 erstreckt sich vorzugsweise zumindest im Wesentlichen parallel
zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers 20. Vorzugsweise überragt das Aufrichtelement
30, 32, 34, 36 die Anlageplatte 42, insbesondere in zumindest einem Zustand, entlang
der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche 44 verlaufenden Richtung
48. Die Anlageplatte 42 ist bevorzugt am Grundkörper 20 der Halteeinheit 18 angeordnet.
[0034] Vorzugsweise ist das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 an dem Grundkörper 20 der Halteeinheit
18 angeordnet, wobei das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 positionseinstellbar am Grundkörper
20 angeordnet ist. Eine Positionseinstellung des Aufrichtelements 30, 32, 34, 36 relativ
zum Grundkörper 20 kann stufenlos oder in Stufen erfolgen. Das Aufrichtelement 30,
32, 34, 36 kann manuell oder automatisch positionseinstellbar am Grundkörper 20 angeordnet
sein. Vorzugsweise ist durch die positionseinstellbare Anordnung des Aufrichtelements
30, 32, 34, 36 relativ zum Grundkörper 20 eine Aufrichtkante und/oder -fläche 94,
96, 98, 100 des Aufrichtelements 30, 32, 34, 36 entlang der zumindest im Wesentlichen
senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers 20 verlaufenden Richtung 48
in einer Höhe relativ zum Grundkörper 20 einstellbar (vgl. Figur 3, wobei Sicherungselemente,
insbesondere Muttern oder Schrauben, zu einer Positionssicherung des Aufrichtelements
30, 32, 34, 36 am Grundkörper 20 nicht dargestellt sind). Das Aufrichtelement 30,
32, 34, 36 ist zu einer Positionseinstellung relativ zum Grundkörper 20 bevorzugt
translatorisch beweglich.
[0035] Des Weiteren ist die Anlageplatte 42 vorzugsweise relativ zum Aufrichtelement 30,
32, 34, 36 und/oder relativ zum Grundkörper 20 in einer Position einstellbar am Grundkörper
20 angeordnet (vgl. Figur 4, wobei Sicherungselemente, insbesondere Muttern oder Schrauben,
zu einer Positionssicherung der Anlageplatte 42 am Grundkörper 20 nicht dargestellt
sind). Eine Positionseinstellung der Anlageplatte 42 relativ zum Aufrichtelement 30,
32, 34, 36 und/oder relativ zum Grundkörper 20 kann stufenlos oder in Stufen erfolgen.
Die Anlageplatte 42 kann manuell oder automatisch positionseinstellbar am Grundkörper
20 angeordnet sein. Vorzugsweise ist durch die positionseinstellbare Anordnung der
Anlageplatte 42 relativ zum Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und/oder relativ zum Grundkörper
20 die Anlagefläche 44 der Anlageplatte 42 entlang der zumindest im Wesentlichen senkrecht
zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers 20 verlaufenden Richtung 48 in einer Höhe
relativ zum Grundkörper 20 einstellbar. Die Anlageplatte 42 ist bevorzugt zu einer
Positionseinstellung relativ zum Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und/oder relativ zum
Grundkörper 20 translatorisch beweglich.
[0036] Vorzugsweise begrenzt die Anlageplatte 42 zumindest eine Ausnehmung 50, 52, 54, 56,
durch die sich das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28, insbesondere zumindest ein Balg
58, 60, 62, 64 des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28, zumindest in einem Betriebszustand
durch die Anlageplatte 42 erstreckt (vgl. Figuren 3 und 4), insbesondere um eine Einwirkung
des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 auf den Behältnisrohling 12 zu einer Bewegung
des Behältnisrohlings 12 relativ zum Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 zu realisieren.
Bevorzugt ist die Ausnehmung 50, 52, 54, 56 in der Anlagefläche 44 der Anlageplatte
42 angeordnet. Vorzugsweise begrenzt die Anlageplatte 42 eine Vielzahl an Ausnehmungen
50, 52, 54, 56, die in der Anlagefläche 44 angeordnet sind. Eine Anzahl an Ausnehmungen
50, 52, 54, 56, die in der Anlagefläche 44 angeordnet sind, kann einer Anzahl an Sauggreiferelementen
22, 24, 26, 28 der Halteeinheit 18 entsprechen oder davon abweichen. Bevorzugt ist
eine Anzahl an Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, die in der Anlagefläche 44 angeordnet
sind, höher als eine Anzahl von Sauggreiferelementen 22, 24, 26, 28. Vorzugsweise
erstreckt sich das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28, insbesondere zumindest ein Balg
58, 60, 62, 64 des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28, in einem vakuumlosen und/oder
behältnisrohlingfreien Betriebszustand des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 durch
die Ausnehmung 50, 52, 54, 56, insbesondere über die Anlagefläche 44 hinweg, vorzugsweise
entlang der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Grundkörpers
20 verlaufenden Richtung 48 (vgl. Figuren 3 und 4).
[0037] Figur 2b zeigt eine Detailansicht der Faltvorrichtung 10, wobei die Halteeinheit
18 zusammen mit dem daran angeordneten Behältnisrohling 12 bereits in die Faltführungseinheit
14 hineinbewegt ist. Die Halteeinheit 18 ist vorzugsweise derart relativ zur Faltführungseinheit
14 beweglich gelagert, dass durch eine Bewegung der Halteeinheit 18 relativ zur Faltführungseinheit
14 eine Zugkraft auf den an dem Grundkörper 20 der Halteeinheit 18 angeordneten Behältnisrohling
12 ausübbar ist, um den Behältnisrohling 12 zu einem Falten und/oder Aufrichten in
die Faltführungseinheit 14 hinein zu ziehen, wobei der Grundkörper 20, das Aufrichtelement
30, 32, 34, 36 und das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28 gemeinsam relativ zur Faltführungseinheit
14 bewegbar sind. Eine Bewegung der Halteeinheit 18 in die Faltführungseinheit 14
hinein erfolgt bevorzugt durch eine translatorische Bewegung der Halteeinheit 18 relativ
zur Faltführungseinheit 14, insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen parallel
zur Bewegungsachse 90 der Halteeinheit 18 verlaufenden Richtung. Nach einem vollständigen
Auffalten und/oder Aufrichten des Behältnisrohlings 12 zu einem Behältnis ist das
aus dem Behältnisrohling 12 gebildete Behältnis zu einer weiteren Vorrichtung der
Verpackungsmaschine 78 transportierbar, insbesondere ausgehend von einer untersten
Position der Halteeinheit 18 relativ zur Faltführungseinheit 14, in der ein Auffalt-
und/oder Aufrichtprozess abgeschlossen ist, oder ausgehend von einer obersten Position,
insbesondere einer Startposition, der Halteeinheit 18 relativ zur Faltführungseinheit
14, in der ein Auffalt- und/oder Aufrichtprozess beginnt bzw. die Halteeinheit 18
mit einem Behältnisrohling 12 bestückbar ist.
[0038] Figur 5 zeigt einen schematischen Verfahrensablauf eines Verfahrens 66 zu einem Falten
und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen 12 zu Behältnissen, insbesondere Schachteln
oder Kartons, vorzugsweise Faltboxen, mittels einer Faltvorrichtung, insbesondere
mittels einer in der Beschreibung der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Faltvorrichtung
10. Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt 102 des Verfahrens 66 der
Behältnisrohling 12 der Faltvorrichtung 10 zugeführt bzw. über der Faltvorrichtung
10, insbesondere der Halteeinheit 18, positioniert, vorzugsweise mittels der Behältnisrohlingzuführvorrichtung
80. Der Behältnisrohling 12 liegt vorzugsweise nach der Zuführung bzw. Positionierung
an der Aufrichtkante und/oder -fläche 94, 96, 98, 100 des Aufrichtelements 30, 32,
34, 36 an. Bevorzugt wird in zumindest einem Verfahrensschritt 104 des Verfahrens
66 das Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28 aktiviert, wobei der Behältnisrohling 12
mit Hilfe eines Vakuums an die Anlagefläche 44 der Anlageplatte 42 angesaugt wird.
Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt 106 des Verfahrens 66 das Aufrichtelement
30, 32, 34, 36, insbesondere infolge eines Ansaugens des Behältnisrohlings 12 an die
Anlagefläche 44 der Anlageplatte 42, in eine, vorzugsweise in eine in einer als Boden
ausgebildeten Unterseite angeordnete, Aussparung 74, 76 des Behältnisrohlings 12 eingeführt.
In zumindest einem Verfahrensschritt 68 des Verfahrens 66 wird bevorzugt der an dem
Grundkörper 20 der Halteeinheit 18 der Faltvorrichtung 10 angeordnete Behältnisrohling
12 durch eine Einwirkung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 der Halteeinheit 18
auf den Behältnisrohling 12 relativ zu dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 der Halteeinheit
18 bewegt, wobei zumindest eine Seitenlasche 38, 40 des Behältnisrohlings 12, insbesondere
infolge der durch die Einwirkung des Sauggreiferelements 22, 24, 26, 28 auf den Behältnisrohling
12 bedingten Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 und dem Behältnisrohling
12, durch das Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 aufgerichtet wird. Bevorzugt wird in
zumindest einem Verfahrensschritt, insbesondere in dem Verfahrensschritt 68, des Verfahrens
66, insbesondere infolge eines Hindurcherstreckens des Aufrichtelements 30, 32, 34,
36 durch die Aussparung 74, 76 des Behältnisrohlings 12, zumindest eine, insbesondere
noch eingeklappte, Seitenlasche 38, 40, insbesondere Stirnwand, des Behältnisrohlings
12 aufgefaltet und/oder aufgerichtet. Vorzugsweise wird in zumindest einem Verfahrensschritt,
insbesondere dem Verfahrensschritt 68, des Verfahrens 66, insbesondere infolge eines
Aufrichten und/oder Auffaltens der Seitenlasche 38, 40, zumindest eine, insbesondere
noch eingeklappte, Längsseitenlasche 108, 110, insbesondere Längsseitenwand, des Behältnisrohlings
12 aufgefaltet und/oder aufgerichtet. Bevorzugt wird in zumindest einem Verfahrensschritt
70 des Verfahrens 66 mittels der Halteeinheit 18 eine Zugkraft auf den Behältnisrohling
12 ausgeübt, um den Behältnisrohling 12 in die Faltführungseinheit 14 hinein zu ziehen.
In zumindest einem Verfahrensschritt 72 des Verfahrens 66, insbesondere nach einem
Deaktivieren eines Vakuums an dem Sauggreiferelement 22, 24, 26, 28, erfolgt eine
Bewegung des Aufrichtelements 30, 32, 34, 36 aus der Aussparung 74, 76 des Behältnisrohlings
12 heraus, insbesondere dadurch, dass der Balg 58, 60, 62, 64 des Sauggreiferelements
22, 24, 26, 28 den Behältnisrohling 12 von dem Aufrichtelement 30, 32, 34, 36 herunter
bewegt. Bevorzugt wird das aus dem Behältnisrohling 12 gebildete Behältnis nach einem
Auffalten und/oder Aufrichten des Behältnisrohlings 12 infolge eines Hineinziehens
in die Faltführungseinheit 14 zur Befüllvorrichtung 84 der die Faltvorrichtung 10
umfassenden Verpackungsmaschine 78 transportiert. Vorzugsweise wird das aus dem Behältnisrohling
12 gebildete Behältnis in der Befüllvorrichtung 84 mit Produkten, insbesondere Lebensmitteln,
befüllt. Bevorzugt wird das aus dem Behältnisrohling 12 gebildete Behältnis verschlossen,
insbesondere nach einem Befüllen oder zumindest im Wesentlichen zeitgleich mit einem
Befüllen. Es ist denkbar, dass das erfindungsgemäße Verfahren 66 weitere, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende Verfahrensschritte aufweist, die hier nicht explizit genannt
sind und sich insbesondere aus der Beschreibung der erfindungsgemäßen Faltvorrichtung
10 und/oder der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine 78 ableiten lassen.
1. Faltvorrichtung zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen (12) zu
Behältnissen, insbesondere Schachteln oder Kartons, vorzugsweise Faltboxen, mit zumindest
einer Faltführungseinheit (14), die zumindest eine Falt- und/oder Aufrichtfläche (16)
umfasst, und mit zumindest einer, insbesondere beweglich gelagerten, Halteeinheit
(18), die zumindest ein, insbesondere an einem Grundkörper (20) der Halteeinheit (18)
angeordnetes, Sauggreiferelement (22, 24, 26, 28) umfasst und die zu einem Falten
und/oder Aufrichten eines Behältnisrohlings (12) mit der Faltführungseinheit (14)
zusammenwirkt, insbesondere in die Faltführungseinheit (14) hineinbewegbar ist, wobei
die Halteeinheit (18) zumindest ein Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) umfasst, das
infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling
(12) zu einem Aufrichten von zumindest einer Seitenlasche (38, 40) des Behältnisrohlings
(12) vorgesehen ist, insbesondere infolge einer durch eine Einwirkung des Sauggreiferelements
(22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling (12) bedingten Relativbewegung zwischen
dem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und dem Behältnisrohling (12), dadurch gekennzeichnet, dass das Sauggreiferelement (22, 24, 26, 28), insbesondere zusätzlich zu einem Halten
des Behältnisrohlings (12) am Grundkörper (20) der Halteeinheit (18), zu einem Erzeugen
einer Relativbewegung zwischen dem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und dem Behältnisrohling
(12) vorgesehen ist, um das Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) in eine Aussparung (74,
76), insbesondere einen Schlitz, des Behältnisrohlings (12) einzuführen, wodurch die
zumindest eine Seitenlasche (38, 40) des Behältnisrohlings (12) aufrichtbar ist, bevor
die Halteeinheit (18) zusammen mit dem daran angeordneten, insbesondere durch das
Sauggreiferelement (22, 24, 26, 28) gehaltenen, Behältnisrohling (12) in die Faltführungseinheit
(14) hineinbewegbar ist.
2. Faltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinheit (18) zumindest einen, insbesondere den, Grundkörper (20) und zumindest
eine Anlageplatte (42) umfasst, die eine Anlagefläche (44) bildet, an der eine Außenfläche
(46) des Behältnisrohlings (12), insbesondere infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements
(22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling (12), anlegbar ist, wobei das Aufrichtelement
(30, 32, 34, 36) sich, insbesondere in zumindest einem Zustand, entlang einer zumindest
im Wesentlichen senkrecht zur Anlagefläche (44) verlaufenden Richtung (48) über die
Anlagefläche (44) hinweg erstreckt.
3. Faltvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) an einem, insbesondere dem, Grundkörper (20)
der Halteeinheit (18) angeordnet ist, wobei das Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) positionseinstellbar
am Grundkörper (20) angeordnet ist.
4. Faltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinheit (18) zumindest einen, insbesondere den, Grundkörper (20) und zumindest
eine Anlageplatte (42), die eine Anlagefläche (44) bildet, an der eine Außenfläche
(46) des Behältnisrohlings (12), insbesondere infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements
(22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling (12), anlegbar ist, umfasst, wobei die Anlageplatte
(42) relativ zum Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und/oder relativ zum Grundkörper
(20) in einer Position einstellbar am Grundkörper (20) angeordnet ist.
5. Faltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinheit (18) zumindest eine Anlageplatte (42) umfasst, die eine Anlagefläche
(44) bildet, an der eine Außenfläche (46) des Behältnisrohlings (12), insbesondere
infolge einer Einwirkung des Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling
(12), anlegbar ist, wobei die Anlageplatte (42) zumindest eine Ausnehmung (50, 52,
54, 56) begrenzt, durch die sich das Sauggreiferelement (22, 24, 26, 28), insbesondere
zumindest ein Balg (58, 60, 62, 64) des Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28), zumindest
in einem Betriebszustand durch die Anlageplatte (42) erstreckt, insbesondere um eine
Einwirkung des Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling (12)
zu einer Bewegung des Behältnisrohlings (12) relativ zum Aufrichtelement (30, 32,
34, 36) zu realisieren.
6. Faltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinheit (18) derart relativ zur Faltführungseinheit (14) beweglich gelagert
ist, dass durch eine Bewegung der Halteeinheit (18) relativ zur Faltführungseinheit
(14) eine Zugkraft auf den an einem, insbesondere dem, Grundkörper (20) der Halteeinheit
(18) angeordneten Behältnisrohling (12) ausübbar ist, um den Behältnisrohling (12)
zu einem Falten und/oder Aufrichten in die Faltführungseinheit (14) hinein zu ziehen,
wobei der Grundkörper (20), das Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und das Sauggreiferelement
(22, 24, 26, 28) gemeinsam relativ zur Faltführungseinheit (14) bewegbar sind.
7. Verfahren zu einem Falten und/oder Aufrichten von Behältnisrohlingen (12) zu Behältnissen,
insbesondere Schachteln oder Kartons, vorzugsweise Faltboxen, mittels einer Faltvorrichtung,
insbesondere mittels einer Faltvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in zumindest einem Verfahrensschritt (68) ein an einem Grundkörper (20) einer
Halteeinheit (18) der Faltvorrichtung angeordneter Behältnisrohling (12) durch eine
Einwirkung eines Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28) der Halteeinheit (18) auf den
Behältnisrohling (12) relativ zu zumindest einem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36)
der Halteeinheit (18) bewegt wird, wobei zumindest eine Seitenlasche (38, 40) des
Behältnisrohlings (12), insbesondere infolge der durch die Einwirkung des Sauggreiferelements
(22, 24, 26, 28) auf den Behältnisrohling (12) bedingten Relativbewegung zwischen
dem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und dem Behältnisrohling (12), durch das Aufrichtelement
(30, 32, 34, 36) aufgerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Sauggreiferelements (22, 24, 26, 28), insbesondere zusätzlich zu einem
Halten des Behältnisrohlings (12) am Grundkörper (20) der Halteeinheit (18), die Relativbewegung
zwischen dem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) und dem Behältnisrohling (12) erzeugt
wird, wobei das Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) in eine Aussparung (74, 76), insbesondere
einen Schlitz, des Behältnisrohlings (12) eingeführt wird, wodurch die zumindest eine
Seitenlasche (38, 40) des Behältnisrohlings (12) aufgerichtet wird, bevor die Halteeinheit
(18) zusammen mit dem daran angeordneten, insbesondere durch das Sauggreiferelement
(22, 24, 26, 28) gehaltenen, Behältnisrohling (12) in die Faltführungseinheit (14)
hineinbewegt, insbesondere hineingezogen, wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (70) mittels der Halteeinheit (18) eine Zugkraft
auf den Behältnisrohling (12) ausgeübt wird, um den Behältnisrohling (12) in die Faltführungseinheit
(14) hinein zu ziehen.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (72), insbesondere nach einem Deaktivieren eines
Vakuums an dem Sauggreiferelement (22, 24, 26, 28), eine Bewegung des Aufrichtelements
(30, 32, 34, 36) aus der Aussparung (74, 76) des Behältnisrohlings (12) heraus erfolgt,
insbesondere dadurch, dass ein Balg (58, 60, 62, 64) des Sauggreiferelements (22,
24, 26, 28) den Behältnisrohling (12) von dem Aufrichtelement (30, 32, 34, 36) herunter
bewegt.
10. Verpackungsmaschine zumindest zu einem Verpacken von Produkten, insbesondere Lebensmitteln,
mit zumindest einer Faltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6.