[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ablaufgarnitur für Sanitärwannen, mit einem
topfförmigen Gehäuse und einem auf dem Gehäuse angeordneten Deckel, wobei zwischen
dem Deckel und dem Gehäuse ein Einlaufspalt für Abwasser ausgebildet ist, und das
Abwasser in das Gehäuse von dem Einlaufspant in einen Einlaufkanal nachunten zu einer
unteren Umlenkung, einem Aufströmkanal, zu einer oberen Umlenkung und einem Ablaufrohr
geführt ist.
[0002] In der
WO 2018/208257 A2 ist eine Ablaufanordnung gezeigt, bei der ein topfförmiges Gehäuse an einem Ablauf
eines Sanitärbeckens fixiert ist. In das Gehäuse ist ein Deckel mit hervorstehenden
Stegen eingesteckt, so dass eintretendes Wasser zunächst über eine untere Umlenkung
geführt wird und dann in einem nach oben offenen Rohrstutzen eingeleitet wird. Von
diesem Rohrstutzen wird das Abwasser zu einem Ablaufstutzen geleitet, der an dem Gehäuse
angeschlossen ist. Die Führung des Abwassers erfolgt entlang von konstanten Strömungsquerschnitten
und Stufen, bei denen sich der Querschnitt und die Strömungsrichtung schlagartig ändern.
Dadurch kommt es zu hohen Strömungsverlusten, so dass die Ablaufleistung gering ist.
[0003] EP 2 586 921 A1 offenbart einen Ablauf für eine Dusche mit einem integrierten Siphon. Das Abwasser
strömt von einem ringförmigen Einlaufkanal zu einem ringförmigen Aufströmkanal innerhalb
des Einlaufkanals. An den Aufströmkanal schließt sich eine Umlenkung an in einen winkelförmigen
Rohrbogen mit einer Stufe zwischen zwei zylindrischen Abschnitten mit im Wesentlichen
konstanten Querschnitt zu einem Ablaufrohr.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ablaufgarnitur für eine
Sanitärwanne zu schaffen, die bei geringer Bauhöhe eine optimierte Ablaufleistung
besitzt.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Ablaufgarnitur mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Ablaufgarnitur umfasst ein topfförmiges Gehäuse und einen auf
dem Gehäuse angeordneten Deckel, wobei zwischen dem Deckel und dem Gehäuse ein Einlaufspalt
für Abwasser ausgebildet ist. Das Abwasser wird in dem Gehäuse von dem Einlaufspalt
zu einem Einlaufkanal nach unten zu einer unteren Umlenkung, einem Aufströmkanal,
zu einer oberen Umlenkung und einem Ablaufrohr geführt, so dass die Ablaufgarnitur
durch stehendes Wasser einen Geruchsverschluss ausbilden kann, wenn kein Abwasser
durch die Ablaufgarnitur strömt. Das Ablaufrohr umfasst dabei erfindungsgemäß einen
Rohrbogen, in dem sich der Querschnitt kontinuierlich verjüngt. Durch die Verjüngung
des Querschnitts an dem Rohrbogen wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abwassers
erhöht, was die Sogwirkung vergrößert und zu einer hohen Ablaufleistung führt. Die
Verjüngung des Querschnitts erfolgt dabei nicht abrupt in einer Stufe, sondern entlang
von Schrägen oder Krümmungen, um die Strömungsverluste des Abwassers durch Verwirbelungen
gering zu halten. Die Verjüngung des Querschnittes erfolgt bevorzugt über mindestens
80% der Länge einer gebogenen Linie durch die Mittelpunkte der jeweiligen Querschnitte
des Rohrbogens. Der Schwerpunkt einer Querschnittsfläche bildet dabei den Mittelpunkt,
durch den die gebogene Linie verläuft.
[0007] Vorzugsweise weist der Rohrbogen an seinem Anfang an der oberen Umlenkung einen horizontalen
Querschnitt auf, der mindestens 5 % größer ist als ein vertikaler Querschnitt an einem
Ende des Rohrbogens. Der Rohrbogen wir somit um etwa 90° von der oberen Umlenkung
gebogen. Der Querschnitt kann sich von der oberen Umlenkung zum Ende des Rohrbogens
beispielsweise zwischen 8 % bis 20 % verringern. Optional ist der Rohrbogen ganz oder
teilweise integral mit dem Gehäuse ausgebildet. Der Rohrbogen kann dabei optional
einteilig ausgebildet sein oder der Rohrbogen kann aus mehreren Teilen zusammengesetzt
sein. Die Verjüngung des Rohrbogens ist bevorzugt asymmetrisch ausgebildet und der
Rohrbogen kann beispielsweise an einer äußeren Krümmung im Wesentlich entlang eines
Viertelkreises gebogen sein, während eine innere Krümmung im Wesentlichen parabelförmig
ist.
[0008] Der Rohrbogen weist an der oberen Umlenkung einen horizontalen Querschnitt in Form
eines D mit drei geraden Wänden und einem bogenförmigen Abschnitt zur Verbindung von
zwei Wänden auf. Der bogenförmige Abschnitt befindet sich dabei bevorzugt an der Außenseite
des Rohrbogens und der mittlere gerade Wandabschnitt an einer Innenseite. Ferner kann
der Rohrbogen auch an einem Ende des Rohrbogens einen vertikalen Querschnitt in Form
eines D mit drei geraden Wänden und einem bogenförmigen Abschnitt zum Verbinden von
zwei Wänden aufweisen. Der bogenförmige Abschnitt befindet sich bevorzugt an einer
äußeren Krümmung des Rohrbogens. Der Abstand zwischen dem bogenförmigen Abschnitt
und der gegenüberliegenden geraden Wand kann sich vom Anfang des Rohrstutzens an der
oberen Umlenkung zum Ende des Rohrstutzens hin beispielsweise um mindestens 10 % reduzieren,
während der Abstand der beiden anderen Wände konstant bleibt. Am Ende des Rohrbogens
besitzt dieser eine Höhe von beispielsweise nur 28 mm bis 32 mm, so dass die gesamte
Bauhöhe des topfförmigen Gehäuses gering gehalten werden kann, beispielsweise in einem
Bereich zwischen 50 mm bis 56 mm. Am Eingang des Rohrbogens kann der Abstand zwischen
dem bogenförmigen Abschnitt und der gegenüberliegenden geraden Wand in horizontale
Richtung gemessen zwischen 34mm und 40mm betragen.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Einlaufkanal im Wesentlichen ringförmig
ausgebildet. Dabei muss der Einlaufkanal keinen geschlossenen Ring ergeben, da dieser
im Bereich des Ablaufrohres unterbrochen ist. Zudem können an dem Gehäuse Schraubkanäle
vorgesehen sein, so dass der Querschnitt des im Wesentlichen ringförmigen Einlaufkanals
variieren kann. Der Einlaufkanal verjüngt sich dabei in Strömungsrichtung, also von
oben nach unten, so dass auch im Einlaufkanal eine leichte Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit
des Abwassers erreicht wird.
[0010] Vorzugsweise ist der Aufströmkanal im Wesentlichen ringförmig ausgebildet und verjüngt
sich in Strömungsrichtung, also von unten nach oben, so dass eine weitere Erhöhung
der Strömungsgeschwindigkeit bewirkt wird. Eine Trennwand zwischen dem Einlaufkanal
und dem Aufströmkanal kann dabei durch eine Seitenwand eines haubenförmigen Einsatzes
gebildet sein.
[0011] Vorzugsweise ist hinter dem Rohrbogen des Ablaufrohres ein Übergangsabschnitt angeordnet,
wobei ein hinteres Ende des Übergangsabschnittes einen zylindrischen Querschnitt aufweist.
Dadurch kann von dem hinteren Ende des Rohrbogens ein D-förmiger Querschnitt in einen
zylindrischen Querschnitt überführt werden, der bevorzugt einen etwas größeren Querschnitt
besitzt als das Ende des Rohrstutzens. Das Ablaufrohr kann dabei hinter dem Übergangsabschnitt
einen gestuften Rohrstutzen umfassen, dessen hinterer zylindrischer Abschnitt einen
größeren Durchmesser besitzt als ein vorderer zylindrischer Abschnitt, wobei eine
untere Wand des vorderen zylindrischen Abschnittes fluchtend zu einer unteren wand
des hinteren zylindrischen Abschnittes ausgerichtet ist. Die Stufe zwischen dem vorderen
zylindrischen Abschnitt und dem hinteren zylindrischen Abschnitt ist somit im oberen
Bereich angeordnet, was strömungstechnisch optimiert ist. Zudem kann durch diesen
gestuften Abschnitt das Ablaufrohr wahlweise an ein weiteres Rohr mit größerem oder
kleinerem Durchmesser angeschlossen werden, beispielsweise wenn der hintere Abschnitt
mit dem größeren Durchmesser abgeschnitten wird. Hierfür können an der Außenseite
des hinteren zylindrischen Abschnittes und des vorderen zylindrischen Abschnittes
jeweils radial hervorstehende Anschläge ausgebildet sein, die eine Verbindung mit
einem weiteren Rohr erleichtern.
[0012] Für eine optimierte Strömungsführung kann die obere Umlenkung eine gerundete Überlaufkante
mit einem Radius von mehr als 2 mm aufweisen, insbesondere einem Radius zwischen 2,5
mm und 7 mm. Dadurch wird eine Verwirbelung des Abwassers beim Umströmen der oberen
Umlenkung reduziert. Die gerundete Überlaufkante kann dabei doppelwandig in Form eines
umgekehrten U ausgebildet sein. Damit lässt sich der Rohrbogen zumindest teilweise
integral mit einer Wand des Aufströmkanals ausbilden.
[0013] An der unteren Umlenkung ist vorzugsweise eine wulstförmige untere Kante vorgesehen,
die eine Dicke in horizontale Richtung zwischen 3 mm bis 8 mm aufweist. Der Mittelpunkt
der wulstförmigen unteren Kante muss dabei nicht mittig am Querschnitt vorgesehen
sein, sondern bevorzugt steht die wulstförmige untere Kante radial nach außen hervor.
[0014] Für die Herstellung der Ablaufgarnitur mit wenigen Teilen ist in dem Gehäuse bevorzugt
ein haubenförmiger Einsatz lösbar fixiert. Der haubenförmige Einsatz kann dabei an
dem topfförmigen Gehäuse verrastet oder klemmend festgelegt sein. Eine Seitenwand
des haubenförmigen Einsatzes bildet bevorzugt die Trennwand zwischen Einlaufkanal
und Aufströmkanal aus, wobei die Trennwand gegenüber der Vertikalen leicht geneigt
ausgerichtet ist, so dass sich der Einlaufkanal und der Aufströmkanal jeweils in Strömungsrichtung
leicht verjüngen. Der haubenförmige Einsatz weist bevorzugt eine Aussparung in einer
Seitenwand auf, durch die ein Ende des Rohrbogens durchgeführt ist. An einem Rand
der Aussparung ist dabei eine Dichtung aus einem elastischen Material angeordnet,
bevorzugt mit einer elastischen Dichtlippe. Die Dichtung kann dabei an einer inneren
Wand des Rohrbogens bezogen auf die Krümmung des Rohrbogens anliegen, wobei eine vertikale
Dichtebene ausgebildet wird. Dadurch kann der Einsatz zur Reinigung der Ablaufgarnitur
leicht entnommen werden und sorgt für eine zuverlässige Abdichtung. Auf der zur Dichtung
gegenüberliegenden Seite kann der haubenförmige Einsatz eine Rippe aufweisen, die
an einer Wand des Aufströmkanals anliegt. Optional können an der Rippe auch Rastmittel
vorgesehen sein, so dass eine exakte Positionierung des haubenförmigen Einsatzes gewährleistet
ist.
[0015] Die Wand des haubenförmigen Einsatzes ist bevorzugt flächenbündig mit einer inneren
Wand der Rohrbogens angeordnet. Die innere Wand des Rohrbogens kann dabei gerade sein
und fluchtet mit der Wand des haubenförmigen Einsatzes, so dass im Bereich der geraden
Wand an dem Rohrbogen kein Abwasser in den Rohrbogen einströmt. In Draufsicht wird
der Rohrbogen an einer Zulaufseite somit von drei Seiten mit Abwasser über die Überlaufkante
versorgt, während an der vierten Seite die gerade Wand vorgesehen ist.
[0016] Für eine einfache Montage kann an dem Gehäuse der Ablaufgarnitur ein Klemmring montiert
sein, der mit mehreren Schrauben an dem Gehäuse fixiert ist. Dabei kann eine der Schrauben
oberhalb eines Endes des Rohrbogens angeordnet sein, so dass der Platzbedarf für die
Fixierung des Klemmringes und dessen Befestigungsmittel gering ist und der Bauraum
oberhalb des Rohrbogens optional genutzt wird.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1A bis 1D
- mehrere Ansichten der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur;
- Figuren 2A und 2B
- zwei Ansichten der Ablaufgarnitur der Figur 1 ohne Deckel;
- Figuren 3A bis 3D
- mehrere Ansichten der Ablaufgarnitur der Figur 1 ohne Deckel und ohne haubenförmigen
Einsatz;
- Figuren 4A bis 4C
- mehrere Ansichten des haubenförmigen Einsatzes, und
- Figuren 5A bis 5D
- mehrere Ansichten des Deckels der Ablaufgarnitur der Figur 1.
[0018] Eine Ablaufgarnitur 1 für Sanitärwannen umfasst ein topfförmiges Gehäuse 2, an dessen
Oberseite ein Deckel 3 angeordnet ist. Zwischen dem Deckel 3 und dem Gehäuse 2 ist
ein ringförmiger Einlaufspalt 4 vorgesehen, in den Abwasser aus einer Sanitärwanne
strömen kann, beispielsweise aus einer Duschwanne oder einer Badewanne. An das topfförmige
Gehäuse 2 ist ein hervorstehendes Ablaufrohr 10 angeschlossen, das innerhalb des Gehäuses
2 mit einem Rohrbogen 11 mündet. Das Ende des Ablaufrohres 10 kann an eine Ablaufleitung
angeschlossen werden.
[0019] In den Schnittansichten der Figuren 1B und 1C ist der Strömungsweg des Abwassers
erkennbar. Durch den Einlaufspalt 4 strömt das Abwasser zunächst in einen Einlaufkanal
5, der sich nach unten erstreckt und in Strömungsrichtung leicht verjüngt. Dort strömt
das Abwasser um eine untere Umlenkung 6. An der unteren Umlenkung 6 wird eine untere
Kante 60 eines haubenförmigen Einsatzes 20 umströmt, die wulstförmig ausgebildet ist,
wobei der Wulst in horizontale Richtung nach außen hervorsteht. Durch die wulstförmige
untere Kante 60 wird eine zu enge Umlenkung des Abwassers an der Umlenkung 6 vermieden.
[0020] Von der unteren Umlenkung 6 strömt das Abwasser in einen Aufströmkanal 7, der zwischen
einer Seitenwand des haubenförmigen Einsatzes 20 und einer integral mit dem Gehäuse
2 ausgebildeten Wand 15 angeordnet ist, die sich nach oben erstreckt. An der Wand
15 ist ein Rastvorsprung 16 ausgebildet, an dem eine Rippe 21 des haubenförmigen Einsatzes
verrastet werden kann. Die Seitenwand des haubenförmigen Einsatzes 20 ist dabei von
oben nach unten leicht aufspreizend angeordnet, also geneigt zur vertikalen Richtung,
so dass sich der Einlaufkanal 5 und der Aufströmkanal 7 in Strömungsrichtung jeweils
leicht verjüngen.
[0021] Am Ende des Aufströmkanals 7 strömt das Abwasser zu einer oberen Umlenkung 8, wobei
an der Unterseite der oberen Umlenkung 8 eine gerundete Überlaufkante 9 angeordnet
ist, die doppelwandig in Form eines umgedrehten U ausgebildet ist. Die gerundete Überlaufkante
weist beispielsweise einen Radius zwischen 2,5 mm und 7 mm auf.
[0022] Von der oberen Umlenkung 8 strömt das Abwasser in einen Rohrbogen 11 des Ablaufrohres
10. Der Rohrbogen 11 ist um etwa 90° abgewinkelt und umfasst einen oberen horizontalen
Querschnitt 11a benachbart zu der Umlenkung 8, der größer ausgebildet ist als ein
Querschnitt an einem Ende 11b des Rohrbogens 11, beispielsweise zwischen 5 % und 20
%. Durch die Verjüngung des Querschnittes an dem Rohrbogen 11 erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit
des Abwassers beim Abströmen, was die Sogwirkung und somit die Ablaufleistung vergrößert.
Der Rohrbogen 11 umfasst eine an der äußeren Krümmung angeordneten Wand 17, die beabstandet
von der Wand 15 des Aufströmkanals 7 angeordnet ist und über einen gebogenen U-förmigen
Abschnitt mit dieser integral verbunden ist.
[0023] An den Rohrbogen 11 schließt sich ein Übergangsabschnitt 12 an, der eine axiale Länge
zwischen 10 mm bis 30 mm besitzt, wobei am Ende des Übergangsabschnittes 12 ein zylindrischer
Querschnitt vorhanden ist, an den sich ein vorderer zylindrischer Abschnitt 13 anschließt,
der einen geringeren Durchmesser aufweist, als ein hinterer zylindrischer Abschnitt
14 mit größerem Durchmesser. Dabei ist eine untere Wand des vorderen zylindrischen
Abschnittes 13 fluchtend mit einer unteren Wand des hinteren zylindrischen Abschnittes
14 ausgereichtet, so dass nur im oberen Bereich ein stufenförmiger Versatz zwischen
dem vorderen zylindrischen Abschnitt 13 und dem hinteren zylindrischen Abschnitt 14
vorhanden ist. Diese stufenförmige Ausgestaltung besitzt den Vorteil, dass der Monteur
wahlweise den hinteren zylindrischen Abschnitt 14 an ein Rohr anschließen kann, das
bis zu einem radial hervorstehenden Anschlag 18 aufgesteckt werden kann. Sollte ein
Rohr mit geringerem Durchmesser an das Ablaufrohr 10 angeschlossen werden, kann der
Monteur das Ablaufrohr 10 im Bereich des vorderen zylindrischen Abschnittes 13 abschneiden
und kann dann ein Rohr auf den vorderen zylindrischen Abschnitt 13 bis zu einem radial
hervorstehenden Anschlag 19 aufstecken.
[0024] Zur Montage der Ablaufgarnitur 1 an einem Ablauf einer Sanitärwanne besitzt das Gehäuse
2 einen radial nach außen hervorstehenden Flansch 25, in dem ein Dichtring 26 eingefügt
ist. Oberhalb des Dichtringes 26 ist ein Klemmring 27 vorgesehen, der über mehrere
Schrauben 28 nach unten zu dem Dichtring 26 verspannt werden kann, so dass ein Rand
der Ablauföffnung zwischen dem Dichtring 26 und dem Klemmring 27 abgedichtet eingefügt
werden kann.
[0025] In den Figuren 2A und 2B ist das topfförmige Gehäuse 2 ohne den Deckel 3 gezeigt.
In eine nach oben offene Aufnahme des topfförmigen Gehäuses 2 ist der haubenförmige
Einsatz 20 eingefügt, dessen Seitenwand die Trennwand zwischen dem Einlaufkanal 5
und dem Aufströmkanal 7 bildet. Der Einlaufkanal 5 und der Aufströmkanal 7 sind im
Wesentlichen ringförmig ausgebildet, aber nicht als geschlossener Ring, da diese durch
das Ablaufrohr 10 durchbrochen sind, das durch die Seitenwand des haubenförmigen Einsatzes
20 durchgeführt ist. An dem haubenförmigen Einsatz 20 ist dabei eine Dichtung 23 aus
einem elastischen Material vorgesehen, die dichtend an einer Wand des Rohrbogens 11
anliegt. Im Bereich des Einlaufkanals 5 sind ferner Schraubkanäle 29 für Schrauben
28 ausgebildet. Zumindest eine Schraube 28 ist oberhalb des Endes des Rohrbogens 11
angeordnet, um den benötigten Bauraum zur Fixierung des Klemmrings 27 optimal zu nutzen.
Die Schraube 28 oberhalb des Rohrbogens 11 ist dabei kürzer ausgebildet als die anderen
Schrauben 28, die in den Schraubkanal 29 an einem äußeren Umfang des Gehäuses 2 eingefügt
sind.
[0026] In den Figuren 3A bis 3D ist das Gehäuse 2 ohne den haubenförmigen Einsatz 20 gezeigt.
Es ist erkennbar, dass der Rohrbogen 11 benachbart zu der gerundeten Überlaufkante
9 einen D-förmigen Querschnitt aufweist, wobei drei gerade Wände im Wesentlichen rechtwinklig
zueinander ausgerichtet sind und die zwei freien Enden von geraden Wänden über einen
bogenförmigen Abschnitt miteinander verbunden sind. Auf der zu dem bogenförmigen Abschnitt
gegenüberliegenden Seite ist ein Einsatz 30 angeordnet, der separat hergestellt ist
und eine Wand des Rohrbogens 11 ausbildet. Der Einsatz 30 ist über eine Rastverbindung
an dem Rohrbogen 11 fixiert, kann optional aber auch einteilig mit diesem hergestellt
sein. Diese bezogen auf die Krümmung des Rohrbogens 11 innere Wand ist in einem horizontalen
Querschnitt benachbart zu der Überlaufkante 9 in einem größeren Abstand zu dem bogenförmigen
Abschnitt angeordnet als in einem vertikalen Schnitt am Ende des Rohrbogens 11. Dadurch
vermindert sich der Querschnitt kontinuierlich entlang des Rohrbogens 11, wobei sich
der Querschnitt beispielsweise zwischen 8 % bis 20 %, insbesondere 10 % bis 15 %,
reduziert. Dadurch wir die Strömungsgeschwindigkeit beim Strömen des Abwassers entsprechend
vergrößert. Der D-förmige Querschnitt an dem Rohrbogen 11 wird dann in dem Übergangsabschnitt
auf einen zylindrischen Abschnitt verändert, an den sich der vordere zylindrische
Abschnitt 13 anschließt. Der Rohrbogen 11 ist zumindest teilweise integral mit dem
Gehäuse 2 ausgebildet, so dass sich die Ablaufgarnitur 1 mit wenigen Bauteilen herstellen
lässt.
[0027] Die Figuren 4A bis 4C zeigen den haubenförmigen Einsatz 20, der im Wesentlichen topfförmig
ausgebildet ist, wobei in der Seitenwand eine im Wesentlichen rechteckförmige Aussparung
24 ausgebildet ist. Ein Rand der Aussparung 24 ist von einer Dichtung 23 aus einem
elastischen Material umgeben. Die Dichtung 23 kann dabei von oben in das topfförmige
Gehäuse 2 eingesteckt werden und bildet eine vertikale Dichtebene aus, wobei eine
Dichtlippe der Dichtung 23 an einer inneren Wand des Rohrbogens 11 anliegt. Der obere
Rand der Aussparung 24 ist dabei flächenbündig mit einer inneren Seite des Rohrbogens
11 angeordnet, also mit dem Einsatz 30, wie dies in Figur 1C gezeigt ist. Der haubenförmige
Einsatz 20 kann zur Reinigung der Ablaufgarnitur 1 entnommen werden.
[0028] Der haubenförmige Einsatz 20 weist auf der zu der Aussparung 24 gegenüberliegenden
Seite eine radial nach innen hervorstehende Rippe 21 auf, die für eine exakte Positionierung
innerhalb des Gehäuses 2 sorgt und an dem Rastvorsprung 16 verrastet werden kann.
[0029] In den Figuren 5A bis 5D ist der Deckel 3 gezeigt, der mehrteilig ausgebildet ist
und ein ringförmiges Haarsieb 40 umfasst, das mehrere nachunten hervorstehende Stege
41 umfasst, an denen sich gröbere Verunreinigungen ansammeln können. An dem ringförmigen
Haarsieb 40 sind an einem Ring 42 die Stege 41 und Aussparungen 43 ausgebildet, durch
die Füße 39 des Deckels 3 durchgeführt sind. Der Ring 42 ist bevorzugt an dem Deckel
3 verrastet oder klemmend fixiert und kann für Reinigungszwecke von dem Deckel 3 entfernt
werden. Über den Umfang verteilt sind an dem Deckel 3 Füße 39 vorgesehen, und zudem
Positionierstege 38, die entsprechende Schlitze 44 an dem Ring 42 durchgreifen.
[0030] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Querschnitt über die gesamte Länge
des Rohrbogens 11 D-förmig. Es ist auch möglich, für den Rohrbogen 11 eine andere
Querschnittsform zu wählen oder die Querschnittsform über die Länge zu verändern.
Zudem kann die dargestellte Querschnittsform abgewandelt werden, beispielsweise über
gerundete Ecken oder abgeschnittene Ecken.
[0031] Das topfförmige Gehäuse 2 ist in Draufsicht abgesehen von dem hervorstehenden Teil
des Ablaufrohres 10 zylindrisch ausgebildet. Es ist auch möglich, das Gehäuse in Draufsicht
oval oder eher quaderförmig auszubilden.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Ablaufgarnitur
- 2
- Gehäuse
- 3
- Deckel
- 4
- Einlaufspalt
- 5
- Einlaufkanal
- 6
- Umlenkung
- 7
- Aufströmkanal
- 8
- Umlenkung
- 9
- Überlaufkante
- 10
- Ablaufrohr
- 11
- Rohrbogen
- 11a
- Querschnitt
- 11b
- Ende
- 12
- Übergangsabschnitt
- 13
- vorderer zylindrischer Abschnitt
- 14
- hinterer zylindrischer Abschnitt
- 15
- Wand
- 16
- Rastvorsprung
- 17
- Wand
- 18
- Anschlag
- 19
- Anschlag
- 20
- haubenförmiger Einsatz
- 21
- Rippe
- 23
- Dichtung
- 24
- Aussparung
- 25
- Flansch
- 26
- Dichtring
- 27
- Klemmring
- 28
- Schraube
- 29
- Schraubkanal
- 30
- Einsatz
- 38
- Positioniersteg
- 39
- Fuß
- 40
- Haarsieb
- 41
- Steg
- 42
- Ring
- 43
- Aussparung
- 44
- Schlitz
- 60
- untere Kante
1. Ablaufgarnitur (1) für Sanitärwannen, mit einem topfförmigen Gehäuse (2) und einem
auf dem Gehäuse (2) angeordneten Deckel (3), wobei zwischen dem Deckel (3) und dem
Gehäuse (2) ein Einlaufspalt (4) für Abwasser ausgebildet ist, und das Abwasser in
das Gehäuse (2) von dem Einlaufspalt (4) in einen Einlaufkanal (5) nachunten zu einer
unteren Umlenkung (6), einem Aufströmkanal (7), zu einer oberen Umlenkung (8) und
einem Ablaufrohr (10) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufrohr (10) einen Rohrbogen (11) umfasst, in dem sich der Querschnitt kontinuierlich
verjüngt.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrbogen (11) an der oberen Umlenkung (8) einen horizontalen Querschnitt aufweist,
der mindestens 5 % größer ist als ein vertikaler Querschnitt an einem Ende des Rohrbogens
(11).
3. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrbogen (11) an der oberen Umlenkung (8) einen horizontalen Querschnitt in
Form eines D mit dreigeraden Wänden und einem bogenförmigen Abschnitt zum Verbinden
der zwei Wände aufweist.
4. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrbogen (11) an einem Ende (11b) des Rohrbogens (11) einen vertikalen Querschnitt
in Form eines D mit drei geraden Wänden und einem bogenförmigen Abschnitt zum Verbinden
der zwei Wände aufweist.
5. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufkanal (5) im Wesentlichen ringförmig ausgebildet ist und sich in Strömungsrichtung
verjüngt.
6. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufströmkanal (7) im Wesentlichen ringförmig ausgebildet ist und sich in Strömungsrichtung
verjüngt.
7. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Rohrbogen (11) ein Übergangsabschnitt (12) angeordnet ist und ein hinteres
Ende des Übergangsabschnittes (12) einen zylindrischen Querschnitt aufweist.
8. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Umlenkung eine gerundete Überlaufkante (9) mit einem Radius von mehr als
2,0 mm aufweist, insbesondere zwischen 2,5 mm und 7 mm.
9. Ablaufgarnitur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die gerundete Überlaufkante (9) doppelwandig in Form eines umgedrehten U ausgebildet
ist.
10. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der unteren Umlenkung (6) eine wulstförmige untere Kante (60) vorgesehen ist,
die eine Dicke in horizontaler Richtung zwischen 3 mm bis 8 mm aufweist.
11. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (2) ein haubenförmiger Einsatz (20) lösbar fixiert ist.
12. Ablaufgarnitur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der haubenförmige Einsatz (20) eine Aussparung (24) in einer Seitenwand aufweist,
durch die ein Ende des Rohrbogens (11) durchgeführt ist.
13. Ablaufgarnitur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Rand der Aussparung (24) eine Dichtung (23) aus einem elastischen Material
angeordnet ist, wobei die Dichtung (23) bevorzugt an einer inneren Wand des Rohrbogens
(11) anliegt und eine vertikale Dichtebene ausbildet.
14. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufrohr (10) einen gestuften Rohrstutzen umfasst, dessen hinterer zylindrischer
Abschnitt (14) einen größeren Durchmesser als ein vorderer zylindrischer Abschnitt
(13), wobei eine untere Wand des vorderen zylindrischen Abschnittes (13) fluchtend
zu einer unteren Wand des hinteren zylindrischen Abschnittes (14) ausgerichtet ist.
15. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (2) ein Klemmring (27) montiert ist, der mit mehreren Schrauben (28)
an dem Gehäuse (2) fixiert ist und eine der Schrauben (28) oberhalb eines Endes des
Rohrbogens (11) angeordnet ist.