[0001] Die Erfindung betrifft ein Tablar für einen Schrankauszug.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung einen Schrankauszug, insbesondere einen Hochschrankauszug
oder Unterschrankauszug, mit einem aus einem Schrankkorpus ausziehbaren Auszugsgestell
und einem an dem Auszugsgestell befestigten Tablar.
[0003] Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen Schrank, insbesondere einen Hochschrank
oder Unterschrank, mit einem Schrankkorpus und einem Schrankauszug, welcher in dem
Schrankkorpus montiert ist.
[0004] Die aus der Praxis bekannten Tablare der Küchenmöbelindustrie sind oftmals eine Kombination
aus verschiedenen Materialien. Der Boden der Tablare wird hierbei zumeist mit einer
Holzplatte realisiert. Für die Reling gibt es verschiedene Lösungen. Diese können
sowohl aus Draht, Blech als auch aus Glas gestaltet sein. Die Aufhängung des Tablars
in dem dafür vorgesehenen Auszug erfolgt entweder über direkt aus dem Draht bzw. Blech
ausgestellte Haken oder durch zusätzliche Kunststoffteile. Um die verschiedenen Komponenten
des Tablars untereinander zu verbinden und das Tablar in sich zu stabilisieren, werden
diese miteinander verklebt. Eine saubere Wertstofftrennung am Ende des Produktlebenszyklus
im Sinne der Recyclebarkeit bzw. Nachhaltigkeit ist danach nicht mehr möglich. Zusätzlich
sind die einzelnen Komponenten sowie Fertigungsschritte kostenintensiv.
[0005] Neben diesen Tablaren aus verschiedenen Materialien gibt es zwar bereits Tablare
die komplett aus einem Material, beispielsweise aus Draht oder Blech, gefertigt sind.
Allerdings weisen diese einen eingeschränkten Bedienkomfort auf. Durch das Ein- bzw.
Aushängen der Tablare kann es zu Beschädigungen am Rahmen kommen. Des Weiteren kommt
es beim Öffnen bzw. Schließen des Auszugs durch die mechanische Kopplung zwischen
Tablar und Rahmen zu Klappergeräuschen, die dem Nutzer eine geringe Produktqualität
vermitteln.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es somit ein möglichst nachhaltiges bzw. recyclebares
sowie kostengünstiges Tablar zu entwickeln, welches für Auszüge in Küchenmöbeln eingesetzt
werden kann und hierbei einen möglichst großen Bedienkomfort gewährleistet. Des Weiteren
soll es mithilfe des Tablars möglich sein, Zugkräfte aufzunehmen und somit im montierten
Zustand eine Stabilisierung des Auszugs zu erreichen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Tablar der eingangs genannten Art, welches zumindest
einen Befestigungskörper zum Befestigen an einem aus einem Schrankkorpus ausziehbaren
Auszugsgestell des Schrankauszugs und einen Tablargrundkörper mit einem Aufnahmebereich
für zu lagernde Gegenstände umfasst, wobei der zumindest eine Befestigungskörper und
der Tablargrundkörper ein Stecksystem bilden, über welches der Befestigungskörper
reversibel und zerstörungsfrei lösbar mit dem Tablargrundkörper steckverbunden ist,
wobei der Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers zumindest abschnittsweise seitlich
durch eine Reling des Tablargrundkörpers begrenzt wird, wobei der zumindest eine Befestigungskörper
zwei Fixierbereiche umfasst, und die Reling des Tablargrundkörpers zwei Fixierabschnitte
umfasst, wobei in jedem der Fixierbereiche des zumindest einen Befestigungskörpers
ein Fixierabschnitt der Reling reversibel und zerstörungsfrei lösbar kraftschlüssig
und/oder formschlüssig fixiert ist, wobei die Fixierabschnitte der Reling in den Fixierbereichen
verrastet werden.
[0008] Der zumindest eine Befestigungskörper und der Tablargrundkörper sind vorzugsweise
verklebungsfrei miteinander verbunden. Aufgrund der Steckverbindung ist ein Verkleben
des zumindest einen Befestigungskörpers und des Tablargrundkörpers nicht mehr nötig.
Das Stecksystem reduziert die Herstellkosten und ermöglicht jederzeit ein sauberes
Trennen der Materialien. Im steckverbundenen Zustand sind vorzugsweise sämtliche translatorischen
Freiheitsgrade des zumindest einen Befestigungskörpers in Bezug auf den Tablargrundkörper
blockiert. Der Tablargrundkörper kann beispielsweise fertigfallend und/oder aus Blech
hergestellt sein. Die einzelnen Fertigungsschritte und Kosten eines mehrteiligen Tablars
werden durch das Stecksystem auf ein Minimum reduziert. Um die Nachteile im Bedienkomfort
eines reinen Blech- bzw. Drahttablars zu umgehen, wird ein Stecksystem eingesetzt,
bei welchem der Befestigungskörper und der Tablargrundkörper über eine Steckverbindung
aneinander befestigt sind.
[0009] Aufgrund des Stecksystems müssen der Befestigungskörper und der Tablargrundkörper
nicht bereits in der Fabrik miteinander gefügt werden. Das Zusammenstecken des Befestigungskörpers
und des Tablargrundkörpers kann durch den Monteur bei der Montage des Schrankauszugs
vor Ort erfolgen. Hierdurch hat man die Möglichkeit, Befestigungskörper und Tablargrundkörper
getrennt voneinander zu verpacken und zu transportieren. Der Tablargrundkörper kann
eine angewinkelte Reling umfassen, welche ein geschachteltes Stapeln von mehreren
Tablargrundkörpern ineinander erlaubt, sodass sich deutlich kleinere Packmaße und
somit ein Kosten- sowie Handhabungsvorteil gegenüber herkömmlichen Tablaren ergibt.
Herkömmliche Tablare sind üblicherweise nicht ineinander schachtelbar und das resultierende
Verpackungsvolumen ist dementsprechend deutlich größer. Durch die Steckverbindung
wird die Anzahl der Komponenten verringert und es kann auf den Einsatz von Klebstoff
verzichtet werden, wodurch sich eine 100%ige Trennbarkeit der Materialien ergibt.
[0010] Das erfindungsgemäße Tablar wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass
der zumindest eine Befestigungskörper und der Tablargrundkörper durch das Stecksystem
über eine Rastverbindung miteinander verrastet sind. Während des Steckverbindens von
Befestigungskörper und Tablargrundkörper erfolgt also eine Verrastung, bei welcher
beispielsweise der Befestigungskörper und/oder der Tablargrundkörper eine Einrastung
erfährt. Die Rastverbindung zwischen dem zumindest einen Befestigungskörper und dem
Tablargrundkörper kann reversibel und zerstörungsfrei lösbar ausgebildet sein.
[0011] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars ist der
zumindest eine Befestigungskörper einstückig und/oder aus Kunststoff ausgebildet.
Der Befestigungskörper kann beispielsweise ein einstückiges Kunststoffteil, insbesondere
ein einstückiges Kunststoffspritzgussteil, sein. Alternativ oder zusätzlich kann der
Tablargrundkörper einstückig und/oder aus Metall ausgebildet sein. Beispielsweise
kann der Tablargrundkörper als Blechteil oder Drahtgitterteil ausgebildet sein. Der
Tablargrundkörper kann ferner aus Glas und/oder Holz und/oder Kunststoff und/oder
einem Verbundmaterial ausgebildet sein.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tablars weist der zumindest
eine Befestigungskörper eine L-förmige Grundform auf. Der zumindest eine Befestigungskörper
weist vorzugsweise zwei Schenkel, beispielsweise einen Bodenschenkel und einen Relingsschenkel,
auf. Die Schenkel können einen Winkel in einem Bereich von 90 bis 130° zueinander
aufweisen.
[0013] Der Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers kann einen Boden und der zumindest eine
Befestigungskörper einen Bodenschenkel aufweisen, welcher sich entlang des Bodens
des Tablargrundkörpers erstreckt und/oder eine Unterbrechung oder Aussparung im Boden
des Tablargrundkörpers ausfüllt und/oder den Boden des Tablargrundkörpers fortführt.
Der Boden stellt vorzugsweise eine Stellfläche zum Abstellen der zu lagernden Gegenstände
bereit. Der Boden des Tablargrundkörpers kann durch ein Flachmaterial, beispielsweise
durch einen Blechabschnitt, gebildet werden. Der Boden des Tablargrundkörpers kann
durch eine Drahtstruktur, beispielsweise ein Drahtgitter, gebildet werden. Der Boden
des Tablargrundkörpers kann ferner aus Glas und/oder Holz und/oder Kunststoff und/oder
einem Verbundmaterial ausgebildet sein.
[0014] Der Bodenschenkel des zumindest einen Befestigungskörpers kann einen Eingriffsvorsprung
und der Boden des Tablargrundkörpers eine an die Form des Eingriffsvorsprungs angepasste
Freimachung umfassen. Der Eingriffsvorsprung des Bodenschenkels greift vorzugsweise
zerstörungsfrei und reversibel lösbar in die Freimachung des Bodens ein. Die Freimachung
kann eine seitliche Materialaussparung oder eine Ausnehmung beziehungsweise ein Loch
im Boden des Tablargrundkörpers sein. Der Eingriffsvorsprung kann beispielsweise ein
länglicher Eingriffssteg oder ein länglicher Materialfortsatz sein.
[0015] Der Boden des Tablargrundkörpers kann ein bodenseitiges Befestigungsglied umfassen.
Der Bodenschenkel des zumindest einen Befestigungskörpers umfasst vorzugsweise eine
an die Form des bodenseitigen Befestigungsglieds angepasste Aufnahmekontur. Das bodenseitige
Befestigungsglied des Tablargrundkörpers ist vorzugsweise zerstörungsfrei und reversibel
lösbar in der Aufnahmekontur des Bodenschenkels eingeklemmt. Das bodenseitige Befestigungsglied
kann durch einen Abschnitt eines Metalldrahtes gebildet werden, wenn das Tablar als
Drahttablar ausgebildet ist. Die Aufnahmekontur ist dann beispielsweise eine Drahtaufnahmeausnehmung.
[0016] Erfindungsgemäß wird der Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers zumindest abschnittsweise
seitlich durch eine Reling des Tablargrundkörpers begrenzt. Die Reling des Tablargrundkörpers
kann beispielsweise eine Blechreling sein. Die Reling kann durch ein Flachmaterial
gebildet werden. Die Reling kann Ausschnitte umfassen. Alternativ kann die Reling
als Drahtreling ausgebildet sein und/oder eine Drahtgitterstruktur aufweisen. Die
Reling kann ferner aus Glas und/oder Holz und/oder Kunststoff und/oder einem Verbundmaterial
ausgebildet sein.
[0017] Die Reling kann elastisch verformbar ausgebildet sein und zum Fixieren der Reling
an dem zumindest einen Befestigungskörper und zum Lösen der Fixierung der Reling an
dem zumindest einen Befestigungskörper kann eine elastische Verformung der Reling
erforderlich sein.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars weist
der zumindest eine Befestigungskörper einen Relingsschenkel auf, welcher sich entlang
der Reling des Tablargrundkörpers erstreckt und/oder eine Unterbrechung oder Aussparung
der Reling des Tablargrundkörpers ausfüllt und/oder die Reling des Tablargrundkörpers
fortführt.
[0019] Es ist ferner ein erfindungsgemäßes Tablar bevorzugt, bei welchem der Relingsschenkel
des zumindest einen Befestigungskörpers die zwei, vorzugsweise spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildeten, Fixierbereiche umfasst. Vorzugsweise umfasst die Reling
des Tablargrundkörpers zwei Fixierabschnitte. In jedem der Fixierbereiche des zumindest
einen Befestigungskörpers ist vorzugsweise ein Fixierabschnitt der Reling reversibel
und zerstörungsfrei lösbar kraftschlüssig und/oder formschlüssig fixiert. In den Fixierbereichen
des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers sind vorzugsweise in
Richtung einer Unterbrechung in der Reling weisende Endabschnitte von beweglichen
Montagelaschen der Reling fixiert.
[0020] Die Reling kann elastisch verformbar ausgebildet sein und zum Fixieren der Fixierabschnitte
der Reling in den Fixierbereichen des Relingsschenkels und zum Lösen der Fixierung
der Fixierabschnitte der Reling in den Fixierbereichen des Relingsschenkels kann eine
elastische Verformung der Reling erforderlich sein. Durch die elastische Verformung
der Reling kann beispielsweise eine Verrastung der Fixierabschnitte der Reling in
den Fixierbereichen des Relingsschenkels erzeugt und/oder aufgehoben werden.
[0021] Es ist darüber hinaus ein erfindungsgemäßes Tablar bevorzugt, bei welchem die Fixierbereiche
seitliche Aufnahmeschlitze aufweisen, wobei die Fixierabschnitte der Reling zum Fixieren
in den Fixierbereichen in die seitlichen Aufnahmeschlitze hineinzudrücken und zum
Lösen von den Fixierbereichen aus den seitlichen Aufnahmeschlitzen herauszuziehen
sind. Durch das Hineindrücken der Fixierabschnitte der Reling in die seitlichen Aufnahmeschlitze
können die Fixierabschnitte der Reling in den Fixierbereichen verrastet werden. Durch
Herausziehen der Fixierabschnitte der Reling aus den seitlichen Aufnahmeschlitzen
kann eine Verrastung der Fixierabschnitte der Reling in den seitlichen Aufnahmeschlitzen
aufgelöst werden.
[0022] Es ist darüber hinaus ein erfindungsgemäßes Tablar bevorzugt, bei welchem die Fixierabschnitte
der Reling jeweils einen Rastvorsprung aufweisen, wobei sich in den seitlichen Aufnahmeschlitzen
jeweils eine Rasttasche befindet, in welchen jeweils ein Rastvorsprung eines Fixierabschnitts
der Reling reversibel und zerstörungsfrei lösbar verrastet ist. Die Rastvorsprünge
der Reling können beispielsweise als Rastnasen ausgebildet sein, welche in der Rasttasche
innerhalb der seitlichen Aufnahmeschlitze verrastet werden können.
[0023] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars umfassen
die Fixierbereiche des Relingsschenkels jeweils zumindest eine außenseitige Aufnahmeaussparung
und die Fixierabschnitte der Reling umfassen jeweils zumindest ein relingseitiges
Befestigungsglied. Das relingseitige Befestigungsglied ist vorzugsweise zerstörungsfrei
und reversibel lösbar in die außenseitige Aufnahmeaussparung eingeklemmt und/oder
in der außenseitigen Aufnahmeaussparung verrastet. Das relingseitige Befestigungsglied
kann durch einen Abschnitt eines Metalldrahtes gebildet werden, wenn das Tablar als
Drahttablar ausgebildet ist. Die außenseitige Aufnahmeaussparung kann beispielsweise
eine Drahtaufnahmeausnehmung sein, wenn das Tablar als Drahttablar ausgebildet ist.
[0024] Es ist außerdem ein erfindungsgemäßes Tablar bevorzugt, bei welchem sich in den außenseitigen
Aufnahmeaussparungen jeweils ein Rastvorsprung befindet, über welchen das jeweilige
relingseitige Befestigungsglied verrastet ist. Der Rastvorsprung in den jeweiligen
außenseitigen Aufnahmeaussparungen kann beispielsweise eine Rastkante oder ein Verrastungssteg
sein.
[0025] Das Tablar kann durch einen Montagevorgang werkzeuglos montierbar sein, wobei das
Tablar dazu eingerichtet ist, über die folgenden Schritte montiert zu werden:
- Anordnen des zumindest einen Befestigungskörpers in einer Montageausgangsstellung
an dem Tablargrundkörper derart, dass ein Eingriffsvorsprung eines Bodenschenkels
des Befestigungskörpers in eine Freimachung des Bodens des Tablargrundkörpers eingreift,
- Herausbewegen von Montagelaschen der Reling des Tablargrundkörpers, insbesondere durch
elastisches Verformen der Reling, zum Freigeben eines Montagebereichs für einen Relingsschenkel
des Befestigungskörpers,
- Schwenken des zumindest einen Befestigungskörpers von der Montageausgangsstellung
in eine Montageendstellung, in welcher sich der Relingsschenkels des Befestigungskörpers
in dem Montagebereich befindet,
- Hineinbewegen der Montagelaschen der Reling des Tablargrundkörpers, insbesondere durch
Rückverformen der Reling nach elastischer Verformung, zum Vorpositionieren von Fixierabschnitten
der Reling an Fixierbereichen des Relingsschenkels,
- Verklemmen und/oder Verrasten der Fixierabschnitte der Reling in den Fixierbereichen
des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers durch Hineindrücken der
Fixierabschnitte der Reling in die Fixierbereiche des Relingsschenkels des zumindest
einen Befestigungskörpers.
[0026] Beispielsweise werden die Fixierabschnitte der Reling beim Hineindrücken in die Fixierbereiche
des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers in seitliche Aufnahmeschlitze
in den Fixierbereichen des Relingsschenkels gedrückt und in diesen verklemmt oder
verrastet. Beispielsweise werden die Fixierabschnitte der Reling beim Hineindrücken
in die Fixierbereiche des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers
in außenseitige Aufnahmeaussparungen in den Fixierbereichen des Relingsschenkels gedrückt
und in diesen verklemmt oder verrastet. Vorzugsweise ist das Tablar durch einen Demontagevorgang
werkzeuglos demontierbar, wobei das Tablar dazu eingerichtet ist, über die folgenden
Schritte demontiert zu werden:
- Lösen einer Verklemmung und/oder Verrastung der Fixierabschnitte der Reling in den
Fixierbereichen des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers durch
Herausdrücken oder Herausziehen der Fixierabschnitte der Reling aus den Fixierbereichen
des Relingsschenkels des zumindest einen Befestigungskörpers,
- Herausbewegen der Montagelaschen der Reling des Tablargrundkörpers, insbesondere durch
elastisches Verformen der Reling, zum Freigeben des Relingsschenkels des Befestigungskörpers,
- Schwenken des zumindest einen Befestigungskörpers von der Montageendstellung in die
Montageausgangsstellung;
- Trennen des zumindest einen Befestigungskörpers von dem Tablargrundkörper durch Lösen
des Eingriffs des Eingriffsvorsprungs des Bodenschenkels des Befestigungskörpers in
der Freimachung des Bodens des Tablargrundkörpers.
[0027] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars weist
der zumindest eine Befestigungskörper auf einer dem Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers
abgewandten Außenseite eine Führungsaufnahme für die geführte Aufnahme einer aufrechten
Tragstrebe des Auszugsgestells des Schrankauszugs auf. Dadurch, dass die aufrechte
Tragstrebe des Auszugsgestells in die Führungsaufnahme aufgenommen ist, wird das Tablar
gegen seitliches Kippen stabilisiert.
[0028] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars weist
der zumindest eine Befestigungskörper auf der dem Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers
abgewandten Außenseite einen Führungsvorsprung zum Einsetzen in eine längliche Führungsvertiefung
einer aufrechten Tragstrebe des Auszugsgestells des Schrankauszugs auf. Durch das
Einsetzen des Führungsvorsprungs in die längliche Führungsvertiefung der aufrechten
Tragstrebe wird das Tablar gegen seitliches Kippen stabilisiert.
[0029] Es ist ferner ein erfindungsgemäßes Tablar bevorzugt, bei welchem der zumindest eine
Befestigungskörper auf der dem Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers abgewandten
Außenseite einen Befestigungshaken zum Einsetzen in eine Einhängeöffnung einer aufrechten
Tragstrebe des Auszugsgestells des Schrankauszugs aufweist. Der Befestigungshaken
befindet sich vorzugsweise auf dem Führungsvorsprung. Alternativ können auch seitlich
an der aufrechten Tragstrebe Befestigungshaken vorhanden sein, in welche das Tablar
über Hakenaufnahmen am Befestigungskörper eingehangen werden kann.
[0030] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch einen Schrankauszug
der eingangs genannten Art gelöst, wobei das Tablar des erfindungsgemäßen Schrankauszugs
nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich
der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Schrankauszugs wird zunächst
auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Tablars verwiesen.
[0031] Das Auszugsgestell weist vorzugsweise eine oder mehrere aufrechte Tragstreben auf,
an welchen das Tablar aufgehängt ist. Das Auszugsgestell wird vorzugsweise in einer
Schrankkorpusführung beweglich geführt und kann somit eine geführte Schrankauszugsbewegung
ausführen.
[0032] Das Auszugsgestell kann eine oder mehrere aufrechte Tragstreben aufweisen. Vorzugsweise
weisen die Tragstreben auf der dem Tablar zugewandten Befestigungsseite eine oder
mehrere Einhängeöffnungen auf, wobei das Tablar über einen Befestigungshaken auf der
dem Aufnahmebereich des Befestigungskörpers abgewandten Außenseite des zumindest einen
Befestigungskörpers in die Einhängeöffnung eingehangen ist.
[0033] Die Tragstreben können auf der dem Tablar zugewandten Befestigungsseite eine längliche
Führungsvertiefung aufweisen, wobei das Tablar über einen Führungsvorsprung auf der
dem Aufnahmebereich des Tablargrundkörpers abgewandten Außenseite des zumindest einen
Befestigungskörpers in der länglichen Führungsvertiefung geführt und/oder stabilisiert
wird.
[0034] Die Tragstreben können seitliche Befestigungshaken aufweisen, wobei das Tablar über
Hakenaufnahmen an dem zumindest einen Befestigungskörper in die Befestigungshaken
der Tragstreben eingehangen ist.
[0035] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch einen Schrank der eingangs
genannten Art gelöst, wobei der Schrankauszug des erfindungsgemäßen Schranks ein Tablar
nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen aufweist und/oder der Schrankauszug
nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich
der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Schranks wird somit auf die
Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Tablars und auf die Vorteile und
Modifikationen des erfindungsgemäßen Schrankauszugs verwiesen.
[0036] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Schrankauszug in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- eine Tragstrebe des Auszugsgestells des in der Fig. 1 abgebildeten Schrankauszugs
in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 3
- den Querschnitt der in der Fig. 2 abgebildeten Tragstrebe;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt des in der Fig 1 abgebildeten Schrankauszugs während des Einsetzens
eines Tablars in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 5
- einen weiteren erfindungsgemäßen Schrankauszug in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 6
- einen weiteren erfindungsgemäßen Schrankauszug in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 7
- einen Schrankauszug mit einem erfindungsgemäßen Tablar in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 8
- das in der Fig. 7 abgebildete Tablar in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 9
- den Tablargrundkörper des in der Fig. 8 abgebildeten Tablars in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 10
- einen Befestigungskörper des in der Fig. 8 abgebildeten Tablars in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 11
- den in der Fig. 10 abgebildeten Befestigungskörper in einer weiteren perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 12
- einen weiteren Befestigungskörper des in der Fig. 8 abgebildeten Tablars in einer
perspektivischen Darstellung;
- Fig. 13
- den in der Fig. 12 abgebildeten Befestigungskörper in einer weiteren perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 14
- das in der Fig. 8 abgebildete Tablar während der Montage in einer perspektivischen
Darstellung, wobei sich der Befestigungskörper in der Montageausgangsstellung befindet;
- Fig. 15
- das in der Fig. 8 abgebildete Tablar während der Montage in einer Schnittdarstellung,
wobei sich der Befestigungskörper in der Montageausgangsstellung befindet;
- Fig. 16
- das in der Fig. 8 abgebildete Tablar während der Montage in einer perspektivischen
Darstellung, wobei sich der Befestigungskörper in der Montageendstellung befindet
und die Montagelaschen der Reling des Tablargrundkörpers nach außen verschwenkt sind;
- Fig. 17
- das in der Fig. 8 abgebildete Tablar nach Abschluss der Montage in einer Schnittdarstellung,
wobei die Fixierabschnitte der Reling in den Fixierbereichen des Befestigungskörpers
verrastet sind;
- Fig. 18
- mehrere ineinander geschachtelt gestapelte Tablargrundkörper in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 19
- einen weiteren Schrankauszug mit einem erfindungsgemäßen Tablar in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 20
- einen weiteren Schrankauszug mit einem erfindungsgemäßen Tablar in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 21
- das in der Fig. 20 abgebildete Tablar in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 22
- den Tablargrundkörper des in der Fig. 21 abgebildeten Tablars in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 23
- einen Befestigungskörper des in der Fig. 21 abgebildeten Tablars in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 24
- den in der Fig. 23 abgebildeten Befestigungskörper in einer weiteren perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 25
- einen weiteren Befestigungskörper des in der Fig. 21 abgebildeten Tablars in einer
perspektivischen Darstellung;
- Fig. 26
- den in der Fig. 25 abgebildeten Befestigungskörper in einer weiteren perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 27
- das in der Fig. 21 abgebildete Tablar während der Montage in einer perspektivischen
Darstellung, wobei sich der Befestigungskörper in der Montageausgangsstellung befindet;
- Fig. 28
- das in der Fig. 21 abgebildete Tablar während der Montage in einer perspektivischen
Darstellung, wobei sich der Befestigungskörper kurz vor der Montageendstellung befindet;
und
- Fig. 29
- das in der Fig. 21 abgebildete Tablar nach Abschluss der Montage in einer Schnittdarstellung,
wobei sich der Befestigungskörper in der Montageendstellung befindet und die Fixierabschnitte
der Reling in den Fixierbereichen des Befestigungskörpers verrastet sind.
[0037] Die Fig. 1 zeigt einen Schrankauszug 200, welcher beispielsweise in einem Hochschrank
oder in einem Unterschrank eingesetzt werden kann. Somit kann der Schrankauszug 200
beispielsweise ein Hochschrankauszug oder ein Unterschrankauszug sein.
[0038] Der Schrankauszug 200 weist ein aus einem Schrankkorpus ausziehbares Auszugsgestell
100 auf. Ferner umfasst der Schrankauszug 200 mehrere an dem Auszugsgestell 100 befestigte
Tablare 10a-10e auf. Die Tablare 10a-10e umfassen jeweils einen Aufnahmebereich 11
für zu lagernde Gegenstände.
[0039] Das Auszugsgestell 100 umfasst eine erste aufrechte Tragstrebe 102a und eine zweite
aufrechte Tragstrebe 102b. Die Tragstreben 102a, 102b sind an ihrem unteren Ende über
die Verbindungsstrebe 104a und an ihrem oberen Ende über die Verbindungsstrebe 104b
miteinander verbunden. Die Tragstreben 102a, 102b und die Verbindungsstreben 104a,
104b bilden gemeinsam einen Tragrahmen für die Tablare 10a-10e.
[0040] Die erste Tragstrebe 102a weist eine den Tablaren 10a-10e zugewandte Befestigungsseite
106a auf. Die zweite Tragstrebe 102b weist ebenfalls eine den Tablaren 10a-10e zugewandte
Befestigungsseite 106b auf. Die Tablare 10a-10e sind an den Befestigungsseiten 106a,
106b der Tragstreben 102a, 102b befestigt.
[0041] Die Tragstreben 102a, 102b verlaufen parallel zueinander, wobei die Befestigungsseite
106a der ersten Tragstrebe 102a und die Befestigungsseite 106b der zweiten Tragstrebe
102b zueinander gewandt sind. Der Aufnahmebereich 11 der Tablare 10a-10e befindet
sich zwischen der ersten Tragstrebe 102a und der zweiten Tragstrebe 102b.
[0042] Die Fig. 2 zeigt eine aufrechte Tragstrebe 102 eines Auszugsgestells. An der Tragstrebe
102 können auf einer Befestigungsseite 106 mehrere einen Aufnahmebereich für zu lagernde
Gegenstände aufweisende Tablare befestigt werden. Die Tragstrebe 102 weist auf der
Befestigungsseite 106 eine längliche Führungsvertiefung 110 zum Aufnehmen und Führen
von Führungsvorsprüngen der Tablare auf. Die Tragstrebe 102 weist ferner eine Rückseite
108 auf, welche bei Verwendung der Tragstrebe 102 in einem Auszugsgestell auf der
den Tablaren abgewandten Seite liegt.
[0043] Die längliche Führungsvertiefung 110 der Tragstrebe 102 weist zwei Führungswangen
112a, 112b und einen die zwei Führungswangen 112a, 112b miteinander verbindenden rückwärtig
versetzten Vertiefungsgrund 114 auf. In dem Vertiefungsgrund 114 befinden sich mehrere
Einhängeöffnungen 116. Die Einhängeöffnungen 116 dienen zum Einhängen von Befestigungshaken
von Tablaren. Durch die Ausbildung der Einhängeöffnungen 116 im Führungsgrund 114
befinden sich die Einhängeöffnungen 116 in der länglichen Führungsvertiefung 110.
Die Einhängeöffnungen 116 sind äquidistant beabstandet voneinander angeordnet. Ferner
sind die Einhängeöffnungen 116 entlang einer Längsachse der Tragstrebe 102 angeordnet.
[0044] Die Fig. 3 zeigt den Querschnitt der Tragstrebe 102. Die Führungswangen 112a, 112b
der Führungsvertiefung 110 verlaufen parallel zueinander.
[0045] Auf der Befestigungsseite 106 der Tragstrebe 102 befinden sich neben der Führungsvertiefung
110 Frontflächen 118a, 118b. Die Frontflächen 118a, 118b sind seitlich der Führungsvertiefung
110 angeordnet und verlaufen parallel zum Vertiefungsgrund 114. Die Tragstrebe 102
weist ferner Seitenflächen 120a, 120b auf, welche sich zwischen der Befestigungsseite
106 und der Rückseite 108 erstrecken.
[0046] Die Tragstrebe 102 umfasst ferner zwei profilierte Eckvertiefungen 122a, 122b, in
welchen die Ecken der Tragstrebe 102 eine konkave Eckprofilierung aufweisen. Durch
die Eckvertiefungen 122a, 122b entsteht jeweils eine Schattenfuge, durch welche die
Tragstrebe 102 bei nahezu gleicher Stabilität im Vergleich zu einer eckvertiefungsfreien
Tragstrebe optisch filigraner wirkt.
[0047] Die Tragstrebe 102 ist als Profilrohr ausgebildet und weist jenseits der Einhängeöffnungen
einen um einen Hohlraum 124 umlaufenden und geschlossenen Querschnitt auf.
[0048] Die als Profilrohr ausgebildete Tragstrebe 102 ist eine einstückige Metallstrebe
mit einer konstanten Materialstärke. Die Materialstärke der Tragstrebe 102 ist kleiner
als 2 mm.
[0049] Die Fig. 4 zeigt am Beispiel des Tablars 10c, dass die Tablare 10a-10e durch eine
Längsverkippung von den Tragstreben 102a, 102b reversibel und zerstörungsfrei lösbar
sind. Zum Einhängen der Tablare 10a-10e in das Auszugsgestell 100 sind die jeweiligen
Tablare 10a-10e ebenfalls in geneigter Ausrichtung zwischen den Tragstreben 102a,
102b zu positionieren, sodass ein erster Befestigungshaken der Tablare 10a-10e in
eine Einhängeöffnung 116 einer Tragstrebe 102a eingehangen wird. Die nach oben geneigte
Seite des Tablars 10a-10e wird dann abgesenkt, sodass ein zweiter Befestigungshaken
des jeweiligen Tablars 10a-10e in eine Einhängeöffnung 116 der anderen Tragstrebe
102b eingehangen wird. Dies ist möglich, da die jeweiligen Tablare 10a-10e in Einhängeöffnungen
116 der ersten Tragstrebe 102a und der zweiten Tragstrebe 102b eingehangen werden,
die einen Höhenversatz zueinander aufweisen und da die auf den gegenüberliegenden
Schmalseiten der Tablare 10a-10e angeordneten Befestigungshaken ebenfalls einen entsprechenden
Höhenversatz zueinander aufweisen, sodass die Tablare 10a-10e nach dem Einhängen horizontal
ausgerichtet sind. Die erste Tragstrebe 102a und die zweite Tragstrebe 102b sind strukturell
identisch und weisen somit Einhängeöffnungen 116 auf der gleichen Höhe auf. Die beiden
Einhängeöffnungen 116, in welche die jeweiligen Tablare 10a-10e eingehängt sind, befinden
sich jedoch auf unterschiedlichen Höhen. Die Tablare 10a-10e weisen also auf einer
Schmalseite einen oberen Befestigungshaken und auf der anderen Schmalseite einen unteren
Befestigungshaken auf.
[0050] Die Fig. 5 zeigt einen weiteren Schrankauszug 200 mit einem Auszugsgestell 100 und
mehreren in das Auszugsgestell 100 eingehangenen Tablaren 10a-10e.
[0051] Das Auszugsgestell 100 weist zwei Tragstreben 102a, 102b auf. Die Befestigungsseite
106a der ersten Tragstrebe 102a und die Befestigungsseite 106b der zweiten Tragstrebe
102b weisen in die gleiche Richtung. Die Aufnahmebereiche 11 der Tablare 10a-10e befinden
sich also vor der ersten Tragstrebe 102a und vor der zweiten Tragstrebe 102b. Die
Einhängeöffnungen 116 der ersten Tragstrebe 102a und die Einhängeöffnungen 116 der
zweiten Tragstrebe 102b befinden sich auf der gleichen Höhe. Somit können sich auch
die rückseitigen Befestigungshaken der Tablare 10a-10e auf der gleichen Höhe befinden.
[0052] Die Fig. 6 zeigt einen Schrankauszug 200 mit zwei Auszugsgestellen 100a, 100b. Das
Auszugsgestell 100a entspricht hinsichtlich seiner Konstruktion im Wesentlichen dem
in der Fig. 5 dargestellten Auszugsgestell 100, wobei an dem Auszugsgestell 100a insgesamt
sechs Tablare 10a-10f befestigt sind. Das Auszugsgestell 100b kann beispielsweise
an einer schwenkbaren Korpusfront befestigt sein und durch eine Schwenkbewegung der
Korpusfront aus dem Schrankkorpus herausgeschwenkt werden. Das Auszugsgestell 100b
umfasst eine zentrale Tragstrebe 102, an welcher sechs Tablare 10a'-10f' befestigt
sind. Die Tablare 10a'-10f' sind jeweils über einen Befestigungshaken in Einhängeöffnungen
der Tragstrebe 102 reversibel und zerstörungsfrei lösbar eingehangen.
[0053] Die Fig. 7 zeigt ein eingehangenes Tablar 10. Das Tablar 10 weist einen Tablargrundkörper
12 mit einem Aufnahmebereich für zu lagernde Gegenstände auf. Ferner umfasst das Tablar
10 zwei Befestigungskörper 14a, 14b, über welche das Tablar 10 an den Tragstreben
102a, 102b des Auszugsgestells 100 befestigt ist. Die Befestigungskörper 14a, 14b
weisen jeweils einen Befestigungshaken auf, wobei der Befestigungshaken des Befestigungskörpers
14a in eine Einhängeöffnung 116 der Tragstrebe 102a eingehangen ist und der Befestigungshaken
des Befestigungskörpers 14b in eine Einhängeöffnung der Tragstrebe 102b eingehangen
ist.
[0054] Die Fig. 8 zeigt das Tablar 10 ohne Auszugsgestell 100. Die Befestigungskörper 14a,
14b und der Tablargrundkörper 12 bilden ein Stecksystem, über welches die Befestigungskörper
14a, 14b reversibel und zerstörungsfrei lösbar mit dem Tablargrundkörper 12 steckverbunden
sind. Die Befestigungskörper 14a, 14b und der Tablargrundkörper 12 sind durch das
Stecksystem jeweils über eine Rastverbindung miteinander verrastet. Die Befestigungskörper
14a, 14b sind einstückige Kunststoffkörper. Der Tablargrundkörper 12 ist ein einstückiger
Metallkörper aus Blech. Das Tablar 10 ist in diesem Fall also ein Blechtablar. Der
Tablargrundkörper 12 kann alternativ auch aus Glas und/oder Holz und/oder Kunststoff
und/oder einem Verbundmaterial ausgebildet sein.
[0055] Der Aufnahmebereich 11 des Tablargrundkörpers 12 umfasst einen Boden 16. Der Boden
16 stellt eine Stellfläche zum Abstellen der zu lagernden Gegenstände bereit. Der
Aufnahmebereich 11 des Tablargrundkörpers 12 wird seitlich durch eine Reling 18 des
Tablargrundkörpers 12 begrenzt. Die Reling 18 verhindert ein unbeabsichtigtes Herausfallen
der auf dem Boden 16 abgestellten Gegenstände aus dem Tablar 10.
[0056] Das Tablar 10 hat eine längliche Grundform und weist zwei Langseiten 20a, 20b und
zwei Schmalseiten 22a, 22b auf. Der Befestigungskörper 14a ist auf der Schmalseite
22a angeordnet. Der Befestigungskörper 14b ist auf der Schmalseite 22b angeordnet.
Die Reling 18 weist entlang der Langseiten 20a, 20b Relingsausnehmungen 24 auf.
[0057] Auf den Schmalseiten 22a, 22b weist die Reling 18 Montagelaschen 26a, 26b, 28a, 28b
auf. Die Montagelaschen 26a, 26b sind mit dem Befestigungskörper 14a verbunden. Die
Montagelaschen 28a, 28b sind mit dem Befestigungskörper 14b verbunden. Zwischen den
Montagelaschen 26a, 26b und dem Boden 16 befinden sich Freiräume 30. Zwischen den
Montagelaschen 28a, 28b und dem Boden 16 befinden sich ebenfalls Freiräume 30. Die
Freiräume 30 sind schlitzförmig und erlauben ein Bewegen der Montagelaschen 26a, 26b,
28a, 28b zum Montieren und Demontieren des Tablars 10.
[0058] Die Fig. 9 zeigt den Tablargrundkörper 12 ohne die Befestigungskörper 14a, 14b. Die
Darstellung zeigt, dass sich zwischen den Endabschnitten 34a, 34b der Montagelaschen
26a, 26b eine Unterbrechung 32a der Reling 18 befindet. Zwischen den Endabschnitten
36a, 36b der Montagelaschen 28a, 28b befindet sich eine Unterbrechung 32b der Reling
18. Im Bereich der Unterbrechungen 32a, 32b in der Reling 18 kann jeweils ein Schenkel
der Befestigungskörper 14a, 14b angeordnet werden.
[0059] Die Reling 18 des Tablargrundkörpers 12 weist auf der Schmalseite 22a zwei Fixierabschnitte
38a, 38b und auf der Schmalseite 22b zwei Fixierabschnitte 40a, 40b auf. Die Fixierabschnitte
38a, 38b können in dem Befestigungskörper 14a verrastet werden. Die Fixierabschnitte
40a, 40b können in dem Befestigungskörper 14b verrastet werden.
[0060] Die Fig. 10 und 11 zeigen den Befestigungskörper 14b. Die Fig. 12 und 13 zeigen den
Befestigungskörper 14a. Die Befestigungskörper 14a, 14b weisen jeweils eine L-förmige
Grundform auf. Ferner umfassen die Befestigungskörper 14a, 14b jeweils einen Bodenschenkel
42a, 42b, welcher sich im montierten Zustand des Tablars 10 entlang des Bodens 16
des Tablargrundkörpers 12 erstreckt. Die Bodenschenkel 42a, 42b der Befestigungskörper
14a, 14b weisen jeweils einen Eingriffsvorsprung 46a, 46b auf. Der Boden 16 des Tablargrundkörpers
12 weist an die Form der Eingriffsvorsprünge 46a, 46b angepasste Freimachungen 58a,
58b auf. Die Eingriffsvorsprünge 46a, 46b sind dazu eingerichtet, reversibel und zerstörungsfrei
lösbar in die Freimachungen 58a, 58b des Bodens 16 einzugreifen.
[0061] Die Befestigungskörper 14a, 14b weisen ferner jeweils einen Relingsschenkel 44a,
44b auf, welcher die jeweilige Unterbrechung 32a, 32b in der Reling 18 des Tablargrundkörpers
12 ausfüllt.
[0062] Die Relingsschenkel 44a, 44b der Befestigungskörper 14a, 14b weisen jeweils zwei
spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildete Fixierbereiche 54a, 54b auf, wobei in jedem
der Fixierbereiche 54a, 54b der Befestigungskörper 14a, 14b ein Fixierabschnitt 38a,
38b, 40a, 40b der Reling 18 reversibel und zerstörungsfrei lösbar kraftschlüssig und/oder
formschlüssig fixierbar ist. Die Fixierbereiche 54a, 54b der Relingsschenkel 44a,
44b weisen seitliche Aufnahmeschlitze 56a, 56b auf, wobei die Fixierabschnitte 38a,
38b, 40a, 40b der Reling 18 zum Fixieren in den Fixierbereichen 54a, 54b der Relingsschenkel
44a, 44b in die seitlichen Aufnahmeschlitze 56a, 56b hineinzudrücken und zum Lösen
von den Fixierbereichen 54a, 54b der Relingsschenkel 44a, 44b aus den seitlichen Aufnahmeschlitzen
56a, 56b herauszuziehen sind.
[0063] Die Befestigungskörper 14a, 14b weisen auf der dem Aufnahmebereich 11 des Tablargrundkörpers
12 abgewandten Außenseite eine Führungsaufnahme 48a, 48b für die geführte Aufnahme
einer aufrechten Tragstrebe 102a, 102b des Auszugsgestells 100 auf. In den Führungsaufnahmen
48a, 48b befindet sich jeweils ein länglicher Führungsvorsprung 50a, 50b zum Einsetzen
in eine längliche Führungsvertiefung 110 einer aufrechten Tragstrebe 102a, 102b. Die
Führungsvorsprünge 50a, 50b sind längliche Stege. Auf den Führungsvorsprüngen 50a,
50b ist jeweils ein Befestigungshaken 52a, 52b zum Einsetzen in eine Einhängeöffnung
116 einer aufrechten Tragstrebe 102a, 102b angeordnet.
[0064] Die Fig. 14 bis 16 zeigen die Montage des Befestigungskörpers 14a an dem Tablargrundkörper
12. Die Montage des Befestigungskörpers 14b an dem Tablargrundkörper 12 erfolgt in
analoger Weise.
[0065] Die Fig. 14 zeigt, dass der Tablargrundkörper 14a zunächst in einer Montageausgangsstellung
an dem Tablargrundkörper 12 anzuordnen ist, sodass der Eingriffsvorsprung 46a des
Bodenschenkels 42a des Befestigungskörpers 14a in die Freimachung 58a des Bodens 16
des Tablargrundkörpers 12 eingreift.
[0066] Die Schnittdarstellung der Fig. 15 zeigt, dass die Größe und Form der Freimachung
58a an die Größe und Form des Eingriffsvorsprungs 46a angepasst ist.
[0067] In einem nächsten Schritt sind die Montagelaschen 26a, 26b der Reling 18 des Tablargrundkörpers
12 durch elastisches Verformen der Reling 18 zum Freigeben eines Montagebereichs für
den Relingsschenkel 44a des Befestigungskörpers 14a aus einer Ausgangsstellung herauszubewegen.
Dies erfolgt durch Schwenken der Montagelaschen 26a, 26b nach oben.
[0068] Wie in der Fig. 16 dargestellt, kann anschließend der Befestigungskörper 14 von der
Montageausgangsstellung in eine Montageendstellung geschwenkt werden, in welcher sich
der Relingsschenkel 44a des Befestigungskörpers 14a in dem Montagebereich befindet.
Im Anschluss daran können die Montagelaschen 26a, 26b der Reling 18 des Tablargrundkörpers
12 durch Rückverformen der Reling 18 nach der elastischen Verformung zum Vorpositionieren
der Fixierabschnitte 38a, 38b der Reling 18 an den Fixierbereichen 54a des Relingsschenkels
44a wieder zurück nach innen geschwenkt werden. Abschließend erfolgt ein Verrasten
der Fixierabschnitte 38a, 38b der Reling 18 in den Fixierbereichen 54a des Relingsschenkels
44a durch Hineindrücken der Fixierabschnitte 38a, 38b der Reling 18 in die Fixierbereiche
54a des Relingsschenkels 44a des Befestigungskörpers 14a.
[0069] Die Fig. 17 zeigt die Verrastung am Beispiel des Befestigungskörpers 14b. Die Fixierabschnitte
40a, 40b der Reling 18 weisen jeweils einen Rastvorsprung 62a, 62b auf, wobei sich
in den seitlichen Aufnahmeschlitzen des Befestigungskörpers 14b jeweils eine Rasttasche
60a, 60b befindet, in welchen jeweils ein Rastvorsprung 62a, 62b der Reling 18 reversibel
und zerstörungsfrei lösbar verrastet ist. Die Rastvorsprünge 62a, 62b sind als Rastnasen
ausgebildet.
[0070] Die Fig. 18 zeigt, dass die Tablargrundkörper 12 vor der Montage der Befestigungskörper
14a, 14b ineinandergeschachtelt stapelbar sind, sodass das Verpackungsmaß erheblich
reduziert wird.
[0071] Die Fig. 19 zeigt einen Ausschnitt eines Schrankauszugs, bei welchem die Tragstreben
102a, 102b seitliche Befestigungshaken 126a, 126b aufweisen. Das Tablar 10 ist über
Hakenaufnahmen an den Befestigungskörpern 14a, 14b in die Befestigungshaken 126a,
126b der Tragstreben 102a, 102b eingehangen.
[0072] Die Fig. 20 zeigt ein als Drahttablar ausgebildetes Tablar 10, welches über Befestigungskörper
14a, 14b reversibel und zerstörungsfrei lösbar an Tragstreben 102a, 102b befestigt
ist.
[0073] Die Fig. 21 zeigt, dass der Tablargrundkörper 12 eine Drahtstruktur aufweist, wobei
über die Drahtstruktur ein Boden 16 und eine Reling 18 gebildet wird. Der Boden 16
und/oder die Reling 18 können alternativ auch aus Glas und/oder Holz und/oder Kunststoff
und/oder einem Verbundmaterial ausgebildet sein. An den Schmalseiten 22a, 22b sind
die Befestigungskörper 14a, 14b an dem Tablargrundkörper 12 befestigt.
[0074] Die Fig. 22 zeigt, dass der Tablargrundkörper 12 bodenseitige Befestigungsglieder
70a, 70b aufweist, welche durch einen Drahtabschnitt gebildet werden. Ferner weist
der Tablargrundkörper 12 relingseitige Befestigungsglieder 72a, 72b auf, welche ebenfalls
durch Drahtabschnitte, nämlich Endabschnitte, gebildet werden.
[0075] Die Fig. 23 bis 26 zeigen, dass die Bodenschenkel 42a, 42b der Befestigungskörper
14a, 14b eine an die Form der bodenseitigen Befestigungsglieder 70a, 70b angepasste
Aufnahmestruktur 64a, 64b umfassen. Die bodenseitigen Befestigungsglieder 70a, 70b
des Tablargrundkörpers 12 sind zerstörungsfrei und reversibel lösbar in den Aufnahmekonturen
64a, 64b der Bodenschenkel 42a, 42b einklemmbar. Die Aufnahmekonturen 64a, 64b sind
Drahtaufnahmeausnehmungen.
[0076] Die Fixierbereiche 54a, 54b der Relingsschenkel 44a, 44b weisen außenseitige Aufnahmeaussparungen
66a, 66b auf. Die relingseitigen Befestigungsglieder 72a, 72b sind zerstörungsfrei
und reversibel lösbar in die außenseitigen Aufnahmeaussparungen 66a, 66b einklemmbar
und/oder in den außenseitigen Aufnahmeaussparungen 66a, 66b verrastbar. In den außenseitigen
Aufnahmeaussparungen 66a, 66b befindet sich jeweils ein Rastvorsprung 68a, 68b, über
welchen das jeweilige relingseitige Befestigungsglied 72a, 72b verrastet wird.
[0077] Die Fig. 27 bis 29 zeigen die Montage des Befestigungskörpers 14a an dem Tablargrundkörper
12. Der Befestigungskörper 14a ist zunächst in einer gekippten Montageausgangsstellung
an dem Tablargrundkörper 12 anzuordnen und dann nach oben zu verschwenken, bis das
bodenseitige Befestigungsglied 70a in der Aufnahmekontur 64a eingeklemmt und/oder
verrastet ist. Bei Fortsetzung der Schwenkbewegung werden dann die relingseitigen
Befestigungsglieder 72a in die Aufnahmeaussparungen 60a hineinbewegt und über die
Rastvorsprünge 68a gedrückt, sodass eine Verrastung der relingseitigen Befestigungsglieder
72a in den Aufnahmeaussparungen 66a erfolgt.
Bezugszeichen
[0078]
- 10, 10a-10f, 10a'-10f'
- Tablare
- 11
- Aufnahmebereich
- 12
- Tablargrundkörper
- 14a, 14b
- Befestigungskörper
- 16
- Boden
- 18
- Reling
- 20a, 20b
- Langseiten
- 22a, 22b
- Schmalseiten
- 24
- Relingsausnehmungen
- 26a, 26b
- Montagelaschen
- 28a, 28b
- Montagelaschen
- 30
- Freiräume
- 32a, 32b
- Unterbrechungen
- 34a, 34b
- Endabschnitte
- 36a, 36b
- Endabschnitte
- 38a, 38b
- Fixierabschnitte
- 40a, 40b
- Fixierabschnitte
- 42a, 42b
- Bodenschenkel
- 44a,44b
- Relingsschenkel
- 46a, 46b
- Eingriffsvorsprünge
- 48a, 48b
- Führungsaufnahmen
- 50a, 50b
- Führungsvorsprünge
- 52a, 52b
- Befestigungshaken
- 54a, 54b
- Fixierbereiche
- 56a, 56b
- Aufnahmeschlitze
- 58a, 58b
- Freimachungen
- 60a, 60b
- Rasttaschen
- 62a, 62b
- Rastvorsprünge
- 64a, 64b
- Aufnahmekonturen
- 66a, 66b
- Aufnahmeaussparungen
- 68a, 68b
- Rastvorsprünge
- 70a, 70b
- bodenseitige Befestigungsglieder
- 72a, 72b
- relingseitige Befestigungsglieder
- 100, 100a, 100b
- Auszugsgestell
- 102, 102a, 102b
- Tragstreben
- 104a, 104b
- Verbindungsstreben
- 106, 106a, 106b
- Befestigungsseiten
- 108
- Rückseite
- 110
- Führungsvertiefung
- 112a, 112b
- Führungswangen
- 114
- Vertiefungsgrund
- 116
- Einhängeöffnungen
- 118a, 118b
- Frontflächen
- 120a, 120b
- Seitenflächen
- 122a, 122b
- Eckvertiefungen
- 124
- Hohlraum
- 126a, 126b
- Befestigungshaken
- 200
- Schrankauszug
1. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f')für einen Schrankauszug (200), mit
- zumindest einem Befestigungskörper (14a, 14b) zum Befestigen an einem aus einem
Schrankkorpus ausziehbaren Auszugsgestell (100, 100a, 100b) des Schrankauszugs (200),
und
- einem Tablargrundkörper (12) mit einem Aufnahmebereich (11) für zu lagernde Gegenstände;
wobei der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) und der Tablargrundkörper (12)
ein Stecksystem bilden, über welches der Befestigungskörper (14a, 14b) reversibel
und zerstörungsfrei lösbar mit dem Tablargrundkörper (12) steckverbunden ist,
wobei der Aufnahmebereich (11) des Tablargrundkörpers (12) zumindest abschnittsweise
seitlich durch eine Reling (18) des Tablargrundkörpers (12) begrenzt wird,
wobei
- der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) zwei Fixierbereiche (54a, 54b)
umfasst, und
- die Reling (18) des Tablargrundkörpers (12) zwei Fixierabschnitte (38a, 38b, 40a,
40b) umfasst;
wobei in jedem der Fixierbereiche (54a, 54b) des zumindest einen Befestigungskörpers
(14a, 14b) ein Fixierabschnitt (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) reversibel und
zerstörungsfrei lösbar kraftschlüssig und/oder formschlüssig fixiert ist,
wobei die Fixierabschnitte (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) in den Fixierbereichen
(54a, 54b) verrastet werden.
2. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) und der Tablargrundkörper (12) durch
das Stecksystem über eine Rastverbindung miteinander verrastet sind.
3. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) einstückig und/oder aus Kunststoff
ausgebildet ist; und/oder
- der Tablargrundkörper (12) einstückig und/oder aus Metall ausgebildet ist.
4. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) eine L-förmige Grundform aufweist.
5. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) einen Relingsschenkel (44a, 44b)
aufweist, welcher sich entlang der Reling (18) des Tablargrundkörpers (12) erstreckt
und/oder eine Unterbrechung (32a, 32b) oder Aussparung der Reling (18) des Tablargrundkörpers
(12) ausfüllt und/oder die Reling (18) des Tablargrundkörpers (12) fortführt.
6. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Fixierbereiche (54a, 54b) sich an dem Relingsschenkel (44a, 44b) des zumindest
einen Befestigungskörpers (14a, 14b) befinden.
7. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierbereiche (54a, 54b) seitliche Aufnahmeschlitze (56a, 56b) aufweisen, wobei
die Fixierabschnitte (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) zum Fixieren in den Fixierbereichen
(54a, 54b) in die seitlichen Aufnahmeschlitze (56a, 56b) hineinzudrücken und zum Lösen
von den Fixierbereichen (54a, 54b) aus den seitliche Aufnahmeschlitzen (56a, 56b)
herauszuziehen sind.
8. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierabschnitte (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) jeweils einen Rastvorsprung
(62a, 62b) aufweisen, wobei sich in den seitlichen Aufnahmeschlitzen (56a, 56b) jeweils
eine Rasttasche (60a, 60b) befindet, in welchen jeweils ein Rastvorsprung (62a, 62b)
eines Fixierabschnitts (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) reversibel und zerstörungsfrei
lösbar verrastet ist.
9. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Fixierbereiche (54a, 54b) des Relingsschenkels (44a, 44b) jeweils zumindest
eine außenseitige Aufnahmeaussparung (66a, 66b) umfassen, und
- die Fixierabschnitte (38a, 38b, 40a, 40b) der Reling (18) jeweils zumindest ein
relingseitiges Befestigungsglied (72a, 72b) umfassen;
wobei das relingseitige Befestigungsglied (72a, 72b) zerstörungsfrei und reversibel
lösbar in die außenseitige Aufnahmeaussparung (66a, 66b) eingeklemmt und/oder in der
außenseitigen Aufnahmeaussparung (66a, 66b) verrastet ist.
10. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich in den außenseitigen Aufnahmeaussparungen (66a, 66b) jeweils ein Rastvorsprung
(68a, 68b) befindet, über welchen das jeweilige relingseitige Befestigungsglied (72a,
72b) verrastet ist.
11. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) auf einer dem Aufnahmebereich (11)
des Tablargrundkörpers (12) abgewandten Außenseite eine Führungsaufnahme (48a, 48b)
für die geführte Aufnahme einer aufrechten Tragstrebe (102, 102a, 102b) des Auszugsgestells
(100, 100a, 100b) des Schrankauszugs (200) aufweist.
12. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) auf der dem Aufnahmebereich (11)
des Tablargrundkörpers (12) abgewandten Außenseite einen Führungsvorsprung (50a, 50b)
zum Einsetzen in eine längliche Führungsvertiefung (110) einer aufrechten Tragstrebe
(102, 102a, 102b) des Auszugsgestells (100, 100a, 100b) des Schrankauszugs (200) aufweist.
13. Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Befestigungskörper (14a, 14b) auf der dem Aufnahmebereich (11)
des Tablargrundkörpers (12) abgewandten Außenseite einen Befestigungshaken (52a, 52b)
zum Einsetzen in eine Einhängeöffnung (116) einer aufrechten Tragstrebe (102, 102a,
102b) des Auszugsgestells (100, 100a, 100b) des Schrankauszugs (200) aufweist.
14. Schrankauszug (200), insbesondere Hochschrankauszug oder Unterschrankauszug, mit
- einem aus einem Schrankkorpus ausziehbaren Auszugsgestell (100, 100a, 100b); und
- einem an dem Auszugsgestell (100, 100a, 100b) befestigten Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f');
dadurch gekennzeichnet, dass das Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet
ist.
15. Schrank, insbesondere Hochschrank oder Unterschrank, mit
- einem Schrankkorpus; und
- einem Schrankauszug (200), welcher in dem Schrankkorpus montiert ist;
dadurch gekennzeichnet, dass der Schrankauszug (200) ein Tablar (10, 10a-10f, 10a'-10f') nach einem der Ansprüche
1 bis 13 aufweist und/oder nach Anspruch 14 ausgebildet ist.