Hintergrund
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine synchronisierte Auszugvorrichtung mit Einzugsvorrichtung.
Auszugvorrichtungen kommen für Möbel zum Einsatz, die Regale enthalten, die aus dem
Möbelkorpus herausbewegt werden können, um Gegenstände zu entnehmen oder einzuordnen
und wieder in den Möbelkorpus hineinbewegt werden, um die Gegenstände zu verstauen.
Stand der Technik
[0002] Dokument
EP 3 919 770 A1 zeigt eine gattungsgemässe Teleskopschiene mit einem ersten Schienenelement, einem
zweiten Schienenelement, einem dritten Schienenelement und einer Antriebseinrichtung.
Das erste Schienenelement und das zweite Schienenelement sind derart aneinander gelagert,
dass das erste Schienenelement und das zweite Schienenelement in und entgegen einer
Auszugsrichtung linear gegeneinander verschiebbar sind. Das dritte Schienenelement
und das zweite sind derart aneinander gelagert, dass das dritte Schienenelement und
das zweite Schienenelement in und entgegen der Auszugsrichtung linear gegeneinander
verschiebbar sind. Die Antriebseinrichtung ist an dem ersten Schienenelement gelagert
oder an einem mit dem ersten Schienenelement verbindbaren Halteelement lagerbar und
bewirkt eine lineare Verschiebebewegung des zweiten Schienenelements gegenüber dem
ersten Schienenelement in oder entgegen der Auszugsrichtung. Die Teleskopschiene weist
ein Zugorgan auf, welches am ersten Schienenelement und am dritten Schienenelement
festgelegt ist. Das Zugorgan ist am zweiten Schienenelement in einer Richtung parallel
zu der Auszugsrichtung derart geführt, dass eine Verschiebebewegung des zweiten Schienenelements
gegenüber dem ersten Schienenelement zu einer Verschiebebewegung des dritten Schienenelements
gegenüber dem zweiten Schienenelement führt. Die Verschiebebewegung des dritten Schienenelements
gegenüber dem zweiten Schienenelement ist an eine Verschiebebewegung des zweiten Schienenelements
gegenüber dem ersten Schienenelement gekoppelt.
[0003] Ein Nachteil der vorbekannten Teleskopschiene ist das Erfordernis einer Antriebseinheit,
welche einen Spindeltrieb umfasst, der von einem Elektromotor betrieben wird. Für
den Elektromotor ist ein Anschluss an das Stromnetz erforderlich, was bei der Montage
berücksichtigt werden muss und dementsprechend den Montageaufwand erhöht. Zudem sind
für die gezeigte Gewindespindel Führungselemente für das Band oder die beiden Bänder
erforderlich, die Umlenkflächen aufweisen, über welche das Band gleitet bzw. die beiden
Bänder gleiten. Zwischen den Umlenkflächen und dem Band entsteht Reibung. Diese Reibung
ist unerwünscht, daher wurden auf den Umlenkflächen Ausnehmungen vorgesehen. Es ist
im Dokument
EP 0 664 984 B1 vorgeschlagen worden, einen Differentialauszug mit einem Steuerseil bereitzustellen,
wobei die Ausziehschienen leicht von den Mittelschienen abgehoben werden können. Beim
Herausnehmen der Schublade aus dem Möbelkorpus wird die Schublade angehoben und ein
Schienenkopplungsteil noch oben von einem Seilkupplungsteil abgehoben. Alternativ
können nach
EP 0 6 35 226 B1 die Ausziehschienen von den Mittelschienen abgehoben werden. Hierzu ist ein mit der
Ausziehschiene verbundener Kupplungsteil vorgesehen, der Haltebacken mit einem sägezahnartigen
Profil aufweist, in welchem ein mit einem Steuerriemen verbundener Kupplungsteil mit
entsprechenden Zahnprofilen eingreift. Der Kupplungsteil am Steuerriemen ist als ein
auf dem Steuerriemen aufgespritztes Kunststoffteil ausgebildet. Wenn dieses Kunststoffteil
bei jeder Auszugbewegung der Schublade abgehoben werden muss, unterliegt es einem
hohen Verschleiss.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Daher ist es Aufgabe der Erfindung eine synchronisierte Auszugvorrichtung zu entwickeln,
die einfach zu montieren ist und ohne zusätzliche Energiequelle betrieben werden kann
und die zudem selbsttätig wieder in den geschlossenen Zustand rückgeführt werden kann.
Zudem ist es Aufgabe der Erfindung, Reibungskräfte zwischen dem Zugorgan und den Umlenkflächen,
auf welchem das Zugorgan aufliegt, zu vermeiden. Eine weitere Aufgabe der Erfindung
besteht darin, ein verschleissbeständiges Kopplungsteil auf einem Seilzug bereitzustellen,
welches mit der zugehörigen Haltevorrichtung werkzeugfrei koppelbar ist.
Beschreibung der Erfindung
[0005] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch eine synchronisierte Auszugvorrichtung
gemäss Anspruch 1. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der synchronisierten Auszugvorrichtung
sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 15.
[0006] Wenn der Begriff "beispielsweise" in der nachfolgenden Beschreibung verwendet wird,
bezieht sich dieser Begriff auf Ausführungsbeispiele und/oder Ausführungsformen, was
nicht notwendigerweise als eine bevorzugtere Anwendung der Lehre der Erfindung zu
verstehen ist. In ähnlicher Weise sind die Begriffe "vorzugsweise", "bevorzugt" zu
verstehen, indem sie sich auf ein Beispiel aus einer Menge von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen, was nicht notwendigerweise als eine bevorzugte
Anwendung der Lehre der Erfindung zu verstehen ist. Dementsprechend können sich die
Begriffe "beispielsweise", "vorzugsweise" oder "bevorzugt" auf eine Mehrzahl von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen.
[0007] Die nachfolgende detaillierte Beschreibung enthält verschiedene Ausführungsbeispiele
für die erfindungsgemässe synchronisierte Auszugvorrichtung. Die Beschreibung einer
bestimmten synchronisierten Auszugvorrichtung ist nur als beispielhaft anzusehen.
In der Beschreibung und den Ansprüchen werden die Begriffe "enthalten", "umfassen",
"aufweisen" als "enthalten, aber nicht beschränkt auf" interpretiert. Wenn im nachfolgenden
Text vereinfachend auf die Auszugvorrichtung Bezug genommen wird, ist hiermit die
erfindungsgemässe synchronisierte Auszugvorrichtung gemeint.
[0008] Eine erfindungsgemässe synchronisierte Auszugvorrichtung umfasst eine erste Führungsschiene,
eine zweite Führungsschiene und eine dritte Führungsschiene. Die erste Führungsschiene
ist insbesondere zum Einbau in ein Möbelelement ausgebildet. Die zweite Führungsschiene
ist relativ zur ersten Führungsschiene bewegbar und die dritte Führungsschiene ist
relativ zur zweiten Führungsschiene bewegbar. Die Bewegung der zweiten und dritten
Führungsschienen ist mittels einer Synchronisierungsvorrichtung derart gekoppelt,
dass bei einer Bewegung der zweiten Führungsschiene ein erster Weg X1 relativ zur
ersten Führungsschiene zurücklegbar ist. Die erste Führungsschiene ist insbesondere
als eine ortsfeste Führungsschiene ausgebildet. Die erste Führungsschiene weist insbesondere
Befestigungselemente zur Befestigung an einem Möbelelement auf.
[0009] Gleichzeitig ist bei einer Bewegung der dritten Führungsschiene ein zweiter Weg X2
zurücklegbar, wobei der erste Weg X1, welchen die zweite Führungsschiene relativ zur
ersten Führungsschiene zurücklegt, im Wesentlichen dem Weg X2 entspricht, den die
dritte Führungsschiene relativ zur zweiten Führungsschiene 2 zurücklegt. Der Gesamtweg,
den die dritte Führungsschiene relativ zur ersten Führungsschiene zurücklegt, entspricht
der Summe des ersten Wegs X1 und des zweiten Wegs X2.
[0010] Die Synchronisierungsvorrichtung ist auf der zweiten Führungsschiene angeordnet.
Die Synchronisierungsvorrichtung umfasst ein erstes Kopplungselement und ein zweites
Kopplungselement, wobei das erste Kopplungselement zur Befestigung an der ersten Führungsschiene
ausgebildet ist und wobei das zweite Kopplungselement zur Befestigung an der dritten
Führungsschiene ausgebildet ist. Die Synchronisierungsvorrichtung umfasst einen Seilzug,
wobei der Seilzug eine erste Seilzugrolle und eine zweite Seilzugrolle und ein Seil
umfasst, wobei die erste und zweite Seilzugrolle drehbar gelagert sind. Insbesondere
sind die erste Seilzugrolle und die zweite Seilzugrolle drehbar auf der zweiten Führungsschiene
gelagert. Somit läuft das Seil über die erste Seilzugrolle und die zweite Seilzugrolle,
wobei die ersten und zweiten Seilzugrollen sich mit dem Seil mitbewegen. Das Seil
ist somit um die erste Seilzugrolle und die zweite Seilzugrolle derart geführt, dass
das Seil sich leichtgängig mit der ersten Seilzugrolle und der zweiten Seilzugrolle
mitbewegt.
[0011] Das Seil enthält eine erste Haltevorrichtung und eine zweite Haltevorrichtung, wobei
die erste Haltevorrichtung im ersten Kopplungselement aufgenommen ist, wobei die zweite
Haltevorrichtung im zweiten Kopplungselement aufgenommen ist. Die dritte Führungsschiene
enthält eine Einzugsvorrichtung. Die Einzugsvorrichtung kann insbesondere als eine
Endlagendämpfungseinheit ausgebildet sein.
[0012] Nach einem Ausführungsbeispiel umfasst die Einzugsvorrichtung ein Gehäuse, wobei
das Gehäuse eine erste und eine zweite Seitenwand, eine die ersten und zweiten Seitenwände
verbindende Frontwand sowie eine die ersten und zweiten Seitenwände verbindende Rückwand
umfasst. Nach einem Ausführungsbeispiel ist ein Mitnahmeelement im Gehäuse angeordnet,
wobei das Mitnahmeelement in zumindest einer Steuerkurve verschiebbar gelagert ist.
Die zumindest eine Steuerkurve kann in den ersten und zweiten Seitenwänden des Gehäuses
angeordnet sein, wobei das Mitnahmeelement über ein Federelement mit der Frontwand
verbunden ist, wenn das Mitnahmeelement und die Steuerkurve ein einem der Rückwand
nahegelegenen Bereich der ersten und zweiten Seitenwand angeordnet ist, wobei das
Mitnahmeelement mit einem Dämpfungselement gekoppelt ist,
[0013] Nach einem Ausführungsbeispiel verläuft die erste Seitenwand parallel zu der zweiten
Seitenwand, wobei zwischen der ersten Seitenwand und der zweiten Seitenwand ein Kanal
ausgebildet ist, in welchem das Mitnahmeelement zwischen einem gespannten und einem
entspannten Zustand bewegbar ist.
[0014] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält das Dämpfungselement ein erstes Ende, welches
mit der Frontwand verbunden ist und das Dämpfungselement enthält ein zweites Ende,
welches mit dem Mitnahmeelement verbunden ist. Insbesondere enthält das Dämpfungselement
ein Stangenelement, welches in einem Zylinderelement verschiebbar gelagert ist.
[0015] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält die Steuerkurve ein gerades Kurvenstück und
ein gekrümmtes Kurvenstück. Insbesondere kann das gekrümmte Kurvenstück einen Krümmungsradius
aufweisen, der im Bereich von 5 mm bis einschliesslich 15 mm liegt. Es hat sich überraschenderweise
herausgestellt, dass das Mitnahmeelement ohne Ruck von einer gespannten Stellung in
eine entspannte Stellung bewegbar ist. Wenn der Krümmungsradius weniger als 5 mm beträgt,
insbesondere kleiner als 2.5 mm ist, erfolgt der Übergang von der gespannten in den
entspannte Stellung schlagartig. Zudem ist für derartig kleine Krümmungsradien erforderlich,
dass an das gekrümmte Kurvenstück der Steuerkurve ein zweites, gerades Kurvenstück
anschliesst. Dieses zweite, gerade Kurvenstück ist kürzer als das erste gerade Kurvenstück.
Das zweite, gerade Kurvenstück ist in einem rechten Winkel zum ersten, geraden Kurvenstück
angeordnet, welches in Längsrichtung des Einzugselements verläuft. Als besonders vorteilhaft
hat es sich herausgestellt, wenn der Krümmungsradius im Bereich von 8 mm bis einschliesslich
12 mm liegt. Wenn der Krümmungsradius in diesem bevorzugten Bereich liegt, kann das
gekrümmte Kurvenstück einen Viertelkreis ausbilden. Der Übergang vom gekrümmten Kurvenstück
in das gerade Kurvenstück kann in diesem besonders bevorzugten Bereich sanft erfolgen.
[0016] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält das Mitnahmeelement zumindest ein Eingriffselement.
Das zumindest eine Mitnahmeelement ist zur Aufnahme in der zumindest einen Steuerkurve
ausgebildet. Nach einem Ausführungsbeispiel enthält das Mitnahmeelement ein erstes
Eingriffselement und ein zweites Eingriffselement, wobei das erste und zweite Eingriffselement
in der Steuerkurve führbar sind.
[0017] Nach einem Ausführungsbeispiel weist das zumindest eine Eingriffselement einen kreisförmigen
Querschnitt oder einen stabförmigen Querschnitt auf. Mit einem stabförmigen Querschnitt
ist ein Querschnitt gemeint, dessen Längsabmessung grösser als dessen Breiteabmessung
ist. Ein stabförmiger Querschnitt kann auch durch ein Oval gebildet sein.
[0018] Insbesondere kann das Eingriffselement mit stabförmigem Querschnitt eine Länge aufweisen,
die mindestens dreimal dem Durchmesser des Eingriffselements mit kreisförmigem Querschnitt
entspricht.
[0019] Nach einem Ausführungsbeispiel weist das erste Eingriffselement einen stabförmigen
Querschnitt auf, wobei das erste Eingriffselement eine Breitenabmessung aufweist,
die im Wesentlichen einer Schlitzbreite der Steuerkurve entspricht. Insbesondere weist
das erste Eingriffselement einen Durchmesser auf, der im Wesentlichen einer Schlitzbreite
der Steuerkurve entspricht.
[0020] Das erste Eingriffselement kann nach einem Ausführungsbeispiel einen Abstand vom
zweiten Eingriffselement aufweisen, der grösser als der Krümmungsradius des gekrümmten
Kurvenstücks der entsprechenden Steuerkurve ist.
[0021] Nach einem Ausführungsbeispiel ist das zweite Eingriffselement im gespannten Zustand
am Ende des gekrümmten Kurvenstücks der entsprechenden Steuerkurve angeordnet und
das erste Eingriffselement ist im geraden Abschnitt der entsprechenden Steuerkurve
angeordnet.
[0022] Nach einem Ausführungsbeispiel ist das erste Eingriffselement im entspannten Zustand
am Ende des geraden Kurvenstücks der entsprechenden Steuerkurve angeordnet und das
zweite Eingriffselement im geraden Kurvenstück der entsprechenden Steuerkurve angeordnet.
[0023] Nach einem Ausführungsbeispiel weist das Mitnahmeelement eine Ausnehmung zur Aufnahme
eines Aktivierungselements auf. Die Ausnehmung kann nach einem Ausführungsbeispiel
von einem ersten wellenförmigen Vorsprung und einem zweiten wellenförmigen Vorsprung
begrenzt sein. Der erste wellenförmige Vorsprung kann eine geringere Höhe aufweisen
als der zweite wellenförmige Vorsprung. Der erste wellenförmige Vorsprung befindet
sich nach einem Ausführungsbeispiel im gespannten Zustand unterhalb der oberen Begrenzung
der ersten und zweiten Seitenwände und der zweite wellenförmige Vorsprung überragt
die ersten und zweiten Seitenwände. Nach einem Ausführungsbeispiel überragen im entspannten
Zustand sowohl der erste wellenförmige Vorsprung als auch der zweite wellenförmige
Vorsprung die obere Begrenzung der ersten und zweiten Seitenwände.
[0024] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält eine der ersten und zweiten Haltevorrichtungen
einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt, wobei der zweite Abschnitt eine
grössere Querschnittsfläche als der erste Abschnitt aufweist, wobei zwischen dem ersten
Abschnitt und dem zweiten Abschnitt ein Übergang angeordnet ist. Nach einem Ausführungsbeispiel
ist der Übergang als ein konischer Abschnitt ausgebildet. Ein konischer Abschnitt
kann eine flächige Auflage zumindest eines Greifelements des entsprechenden Kopplungselements
im Einbauzustand ermöglichen. Insbesondere enthalten das erste und zweite Kopplungselement
zumindest ein Greifelement, welches eine zum Übergang korrespondierende Auflagefläche
enthält. Erfolgt ein Zug auf das Seil, wird die entsprechende Auflagefläche oder werden
die entsprechenden Auflageflächen auf den konischen Abschnitt gepresst. Das oder die
Greifelemente können ein in den Kanal zumindest teilweise hineinragendes Armelement
umfassen. Das Greifelement kann eine begrenzte Elastizität aufweisen, sodass sich
bei Ausübung einer Druckkraft eines konischen Abschnitts auf die Auflagefläche durch
ein unter Zugspannung stehendes Seil das Greifelement oder insbesondere zumindest
das Armelement des Greifelements in Richtung der Mittenachse des Kanals ausgelenkt
wird und daher ein Durchrutschen der Haltevorrichtung insbesondere unter hoher Last
wirksam verhindert wird. Die Haltevorrichtung kann somit präzise im Kopplungselement
gehalten werden.
[0025] Nach einem Ausführungsbeispiel sind der erste und der zweite Abschnitt zylinderförmig
ausgebildet. Insbesondere können der erste, zweite und dritte Abschnitt zylinderförmig
ausgebildet sein. Der erste und gegebenenfalls der dritte Abschnitt können eine Querschnittsfläche
aufweisen, die kleiner oder maximal gleich wie die kleinste Querschnittsfläche des
Kanals ist. Der zweite Abschnitt kann eine Querschnittsfläche aufweisen, die grösser
als die kleinste Querschnittsfläche des Kanals ist.
[0026] Nach einem Ausführungsbeispiel enthalten das erste und zweite Kopplungselement zumindest
ein Greifelement, welches eine zum Übergang der Haltevorrichtung korrespondierende
Auflagefläche enthält. Das Greifelement kann eine erste Auflagefläche und eine zweite
Auflagefläche enthalten, die zur Auflage auf dem Übergang der entsprechenden Haltevorrichtung
ausgebildet ist. Die Auflagefläche oder zumindest eine der ersten und zweiten Auflageflächen
kann insbesondere einen Neigungswinkel mit der Mittenachse des Kanals einschliessen,
welcher dem Neigungswinkel des konischen Abschnitts einspricht. Der Neigungswinkel,
den die Auflagefläche mit der Mittenachse des Kanals einschliesst, kann insbesondere
im Bereich von 30 Grad bis einschliesslich 75 Grad liegen.
[0027] Nach einem Ausführungsbeispiel ist die erste Seilzugrolle an einem ersten Führungsschienenende
der zweiten Führungsschiene drehbar gelagert ist und die zweite Seilzugrolle an einem
zweiten Führungsschienenende der zweiten Führungsschiene drehbar gelagert. Nach diesem
Ausführungsbeispiel ergibt sich der maximal mögliche Auszugweg für die Auszugvorrichtung.
[0028] Insbesondere wird durch das Seil eine Schlinge ausgebildet, mit anderen Worten bildet
das Seil eine Ringform aus, ist also endlos. Das Seil kann beliebig vorgespannt werden,
wobei die Vorspannung überraschenderweise nicht mit grosser Präzision gewählt werden
muss. Die Montage des Seilzugs gestaltet sich somit überraschenderweise einfacher
im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen.
[0029] Das Seil weist nach einem Ausführungsbeispiel eine erste Haltevorrichtung und eine
zweite Haltevorrichtung auf, wobei die erste Haltevorrichtung dazu ausgebildet ist,
in dem ersten Kopplungselement aufgenommen zu werden und wobei die zweite Haltevorrichtung
dazu ausgebildet ist, im zweiten Kopplungselement aufgenommen zu werden. Die entsprechende
erste oder zweite Haltevorrichtung kann einfach im entsprechenden ersten oder zweiten
Kopplungselement einrasten, daher ist die Montage der Führungsschienen einfach und
die Synchronisierung ist durch die Montage bereits vorgegeben. Eine nachträgliche
Justierung ist nicht erforderlich. Insbesondere enthält das entsprechende erste oder
zweite Kopplungselement einen Kanal, der zur formschlüssigen Aufnahme der entsprechenden
ersten oder zweiten Haltevorrichtung ausgebildet ist. Die entsprechende erste oder
zweite Haltevorrichtung kann in den Kanal eingelegt werden und durch eine Relativbewegung
der ersten oder zweiten Haltevorrichtung und des entsprechenden ersten oder zweiten
Kopplungselements im Kanal arretiert werden.
[0030] Insbesondere enthält der Kanal einen ersten Kanalabschnitt und einen zweiten Kanalabschnitt.
Zwischen dem ersten Kanalabschnitt und dem zweiten Kanalabschnitt kann ein Zwischenraum
angeordnet sein, um die Montage der entsprechenden Haltevorrichtung zu vereinfachen.
[0031] Nach einem Ausführungsbeispiel umfasst der erste Kanalabschnitt zumindest ein Greifelement,
welches in den Kanal und gegebenenfalls in den Zwischenraum ragt. Insbesondere ist
das zumindest eine Greifelement zur Fixierung je einer der ersten oder zweiten Haltevorrichtungen
ausgebildet.
[0032] Nach einem Ausführungsbeispiel ist die erste Führungsschiene im Wesentlichen als
ein C-förmiges Profil ausgebildet. Die erste Führungsschiene umfasst ein Basiselement,
welches eine ebene Basisfläche ausbildet, die zur Auflage auf dem Möbelelement ausgebildet
ist, sowie einen an das Basiselement anschliessenden ersten Schenkel und einen zweiten
Schenkel. Der erste Schenkel enthält eine erste Laufbahn für ein erstes Rollenelement
der zweiten Führungsschiene und der zweite Schenkel enthält eine zweite Laufbahn für
ein zweites Rollenelement der zweiten Führungsschiene. Insbesondere sind die ersten
und zweiten Rollenelemente der zweiten Führungsschiene in der Nähe des ersten Führungsschienenendes
der zweiten Führungsschiene angeordnet.
[0033] Nach einem Ausführungsbeispiel ist die zweite Führungsschiene als ein im Wesentlichen
W-förmiges Profil ausgebildet. Die zweite Führungsschiene umfasst nach einem Ausführungsbeispiel
einen ersten Aussenschenkel und einen zweiten Aussenschenkel. Der erste Aussenschenkel
und der zweite Aussenschenkel enthalten insbesondere je einen ersten und zweiten Absatz.
Nach einem Ausführungsbeispiel ist erste Absatz als Laufbahn für ein erstes Rollenelement
der ersten Führungsschiene und der zweite Absatz als Laufbahn für ein zweites Rollenelement
der ersten Führungsschiene ausgebildet.
[0034] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält der erste Aussenschenkel einen ersten Aussenschenkelendabschnitt.
Nach einem Ausführungsbeispiel enthält der zweite Aussenschenkel einen zweiten Aussenschenkelendabschnitt.
Der Aussenschenkelendabschnitt, der erste Absatz und ein dazwischen liegender Wandabschnitt
des ersten Aussenschenkels bilden nach einem Ausführungsbeispiel einen Laufkanal für
ein erstes Rollenelement der dritten Führungsschiene aus. Der zweite Aussenschenkelendabschnitt,
der zweite Absatz und ein dazwischen liegender Wandabschnitt des zweiten Aussenschenkels
bilden nach einem Ausführungsbeispiel einen Laufkanal für ein zweites Rollenelement
der dritten Führungsschiene aus.
[0035] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält die zweite Führungsschiene ein Basisstrukturelement.
Insbesondere enthält das Basisstrukturelement einen ersten Innenschenkel und einen
zweiten Innenschenkel. Zwischen dem ersten Innenschenkel und dem zweiten Innenschenkel
kann sich ein ebener Abschnitt erstrecken, der zur Aufnahme der Synchronisierungsvorrichtung
ausgebildet ist.
[0036] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Zusammenbau einer Auszugvorrichtung
umfassend eine erste Führungsschiene, eine zweite Führungsschiene, eine dritte Führungsschiene,
wobei die erste Führungsschiene in ein Möbelelement eingebaut wird. Die zweite Führungsschiene
wird relativ zur ersten Führungsschiene bewegt und die dritte Führungsschiene wird
relativ zur zweiten Führungsschiene bewegt, wenn die Auszugvorrichtung betätigt wird.
Die Bewegung der zweiten und dritten Führungsschienen wird mittels einer Synchronisierungsvorrichtung
derart gekoppelt, dass bei einer Bewegung der zweiten Führungsschiene ein erster Weg
X1 relativ zur ersten Führungsschiene zurückgelegt wird. Gleichzeitig wird bei einer
Bewegung der dritten Führungsschiene ein zweiter Weg X2 zurückgelegt, wobei der erste
Weg X1, welchen die zweite Führungsschiene relativ zur ersten Führungsschiene zurücklegt,
im Wesentlichen dem Weg X2 entspricht, den die dritte Führungsschiene relativ zur
zweiten Führungsschiene zurücklegt. Der Gesamtweg, den die dritte Führungsschiene
relativ zur ersten Führungsschiene zurücklegt, entspricht der Summe des ersten Wegs
X1 und des zweiten Wegs X2.
[0037] In einem ersten Montageschritt wird ein erstes Kopplungselement an der ersten Führungsschiene
befestigt, in einem zweiten Montagsschritt wird ein zweites Kopplungselement an der
dritten Führungsschiene befestigt. In einem dritten Montageschritt wird eine erste
Haltevorrichtung der Synchronisierungsvorrichtung mit dem ersten Kopplungselement
gekoppelt. In einem vierten Montageschritt werden das erste Rollenelement und das
zweite Rollenelement in die entsprechenden Laufbahnen des ersten Schenkelelements
und des zweiten Schenkelelements der ersten Führungsschiene eingeführt. In einem fünften
Montageschritt wird eine zweite Haltevorrichtung der Synchronisierungsvorrichtung
mit dem zweiten Kopplungselement gekoppelt. In einem sechsten Montageschritt werden
das erste Rollenelement und das zweite Rollenelement der dritten Führungsschiene in
die entsprechenden Laufbahnen des ersten Aussenschenkels und des zweiten Aussenschenkels
der zweiten Führungsschiene eingeführt.
[0038] Die Synchronisierungsvorrichtung umfasst einen Seilzug umfasst, wobei der Seilzug
eine erste Seilzugrolle, eine zweite Seilzugrolle und ein Seil umfasst, wobei die
erste und zweite Seilzugrolle drehbar gelagert sind. Das Seil enthält eine erste Haltevorrichtung
und eine zweite Haltevorrichtung. Die erste Haltevorrichtung wird mit dem ersten Kopplungselement
gekoppelt, die zweite Haltevorrichtung wird mit dem zweiten Kopplungselement gekoppelt.
Zumindest eine der ersten und zweiten Haltevorrichtungen enthält einen ersten Abschnitt
und einen zweiten Abschnitt. Der zweite Abschnitt weist eine grössere Querschnittsfläche
auf als der erste Abschnitt auf. Zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt
ist ein Übergang angeordnet ist, sodass nach Kopplung der ersten und zweiten Haltevorrichtungen
mit den entsprechenden ersten und zweiten Kopplungselementen eine formschlüssige Verbindung
zwischen der entsprechenden ersten und zweiten Haltevorrichtung und dem entsprechenden
ersten und zweiten Kopplungselement entsteht.
[0039] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält das Kopplungselement einen Kanal. Insbesondere
enthält der Kanal einen ersten Kanalabschnitt und einen zweiten Kanalabschnitt. Insbesondere
enthält die Haltevorrichtung einen ersten Abschnitt, einen zweiten Abschnitt und einen
dritten Abschnitt. Insbesondere hat der dritte Abschnitt eine grössere Querschnittsfläche
als einer der ersten oder zweiten Abschnitte. Insbesondere kann die entsprechende
Haltevorrichtung wird derart im Kanal positioniert werden, dass deren erster Abschnitt
und deren zweiter Abschnitt im zweiten Kanalabschnitt positioniert werden.
[0040] Zwischen dem ersten Kanalabschnitt und dem zweiten Kanalabschnitt kann ein Zwischenraum
angeordnet sein, um die Montage der entsprechenden Haltevorrichtung zu vereinfachen.
[0041] Nach einem Ausführungsbeispiel umfasst der erste Kanalabschnitt zumindest ein Greifelement,
welches in den Kanal und gegebenenfalls in den Zwischenraum ragt. Insbesondere ist
das zumindest eine Greifelement zur Fixierung je einer der ersten oder zweiten Haltevorrichtungen
ausgebildet. Zur Fixierung der Haltevorrichtung im Kanal des Kopplungselements können
die Greifelemente aufgeweitet werden, wenn der zweite Abschnitt der Haltevorrichtung
durch die Greifelemente hindurchgezogen wird. Die Querschnittsfläche des zweiten Abschnitts
ist insbesondere grösser als der Abstand der Greifelemente voneinander. Wenn sich
der zweite Abschnitt im zweiten Kanalabschnitt befindet, erfolgt eine Rückstellung
der Greifelemente in deren ursprüngliche Stellung. Die Haltevorrichtung wird somit
im Kopplungselement fixiert, da die Greifelemente auf dem Absatz zu liegen kommen,
der zwischen dem zweiten Abschnitt und dem dritten Abschnitt der Haltevorrichtung
vorgesehen ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0042] Nachfolgend wird die erfindungsgemässe synchronisierte Auszugvorrichtung anhand einiger
Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Auszugvorrichtung in einer Explosionsdarstellung in einer ersten Ansicht,
Fig. 2 die Auszugvorrichtung in einer Explosionsdarstellung in einer zweiten Ansicht,
Fig. 3 die Auszugvorrichtung in einer Explosionsdarstellung in einer dritten Ansicht,
Fig. 4a eine perspektivische Ansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen Zustand
in Auszugrichtung,
Fig. 4b eine Ansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen Zustand von oben,
Fig. 4c eine Seitenansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen Zustand,
Fig. 5 eine erste Ansicht der Auszugvorrichtung im ausgefahrenen Zustand,
Fig. 6a eine zweite Ansicht der Auszugvorrichtung im ausgefahrenen Zustand,
Fig. 6b ein Detail der Synchronisierungsvorrichtung der Auszugvorrichtung,
Fig. 7a eine Seitenansicht der Auszugvorrichtung im ausgefahrenen Zustand,
Fig. 7b eine Ansicht der Auszugvorrichtung im ausgefahrenen Zustand von oben,
Fig. 8a eine erste Ansicht eines Kopplungselements,
Fig. 8b eine zweite Ansicht des Kopplungselements,
Fig. 9 ein Detail einer Haltevorrichtung,
Fig. 10 ein Detail einer Einzugsvorrichtung,
Fig. 11 die Einzugsvorrichtung gemäss Fig. 10 im entspannten Zustand.
Fig. 12 die Einzugsvorrichtung gemäss Fig. 10 im gespannten Zustand,
Fig. 13 eine Explosionsdarstellung einer Variante der Einzugsvorrichtung nach Fig.
10.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0043] Fig. 1 zeigt eine synchronisierte Auszugvorrichtung 100 in einer Explosionsdarstellung
in einer ersten Ansicht. Die synchronisierte Auszugvorrichtung umfasst eine erste
Führungsschiene 1, eine zweite Führungsschiene 2 und eine dritte Führungsschiene 3.
Die erste Führungsschiene 1 ist zum Einbau in ein Möbelelement ausgebildet. Die zweite
Führungsschiene 2 ist relativ zur ersten Führungsschiene 1 bewegbar und die dritte
Führungsschiene 3 ist relativ zur zweiten Führungsschiene bewegbar. Die Bewegung der
zweiten Führungsschiene 2 und der dritten Führungsschiene 3 ist mittels einer Synchronisierungsvorrichtung
5 gekoppelt. Bei einer Bewegung der zweiten Führungsschiene 2 wird ein erster Weg
X1 zurückgelegt. Gleichzeitig wird bei einer Bewegung der dritten Führungsschiene
3 ein zweiter Weg X2 zurückgelegt. Der erste Weg X1, welchen die zweite Führungsschiene
2 relativ zur ersten Führungsschiene 1 zurücklegt, entspricht im Wesentlichen dem
Weg X2, den die dritte Führungsschiene 3 relativ zur zweiten Führungsschiene 2 zurücklegt.
Der Gesamtweg, den die dritte Führungsschiene 3 relativ zur ersten Führungsschiene
1 zurücklegt, entspricht der Summe des ersten Wegs X1 und des zweiten Wegs X2. Somit
bewegt sich die dritte Führungsscheine 3 im Wesentlichen mit der doppelten Geschwindigkeit
in Bezug auf die zweite Führungsschiene 2.
[0044] Die Synchronisierungsvorrichtung 5 ist auf der zweiten Führungsschiene 2 angeordnet.
Die Synchronisierungsvorrichtung 5 enthält ein erstes Kopplungselement 6 und ein zweites
Kopplungselement 7. Das erste Kopplungselement 6 ist zur Befestigung an der ersten
Führungsschiene 1 ausgebildet. Das zweite Kopplungselement 7 ist zur Befestigung an
der dritten Führungsschiene 3 ausgebildet.
[0045] Die Synchronisierungsvorrichtung 5 umfasst einen Seilzug 4, wobei der Seilzug eine
erste Seilzugrolle 41 und eine zweite Seilzugrolle 42 und ein Seil 43 umfasst. Das
Seil 43 läuft über die erste Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle 42. Das Seil
enthält eine erste Haltevorrichtung 44 und eine zweite Haltevorrichtung 45, wobei
die erste Haltevorrichtung 44 im ersten Kopplungselement 6 aufgenommen ist. Die zweite
Haltevorrichtung 45 ist im zweiten Kopplungselement 7 aufgenommen. Die erste Seilzugrolle
41 ist an einem ersten Führungsschienenende 21 der zweiten Führungsschiene 2 drehbar
gelagert und die zweite Seilzugrolle 42 ist an einem zweiten Führungsschienenende
22 der zweiten Führungsschiene 2 drehbar gelagert. Das Seil 43 läuft leichtgängig
auf der ersten Seilzugrolle 41 und auf der zweiten Seilzugrolle 42, da sich die ersten
und zweiten Seilzugrollen 41, 42 entsprechend der Bewegung des Seils 43 drehen. Somit
werden nur geringe Reibungskräfte vom Seil 43 auf die erste Seilzugrolle 41 und die
zweite Seilzugrolle 42 übertragen.
[0046] In Fig. 1 sind die Bauelemente für die Kopplung der ersten, zweiten und dritten Führungsschienen
1, 2, 3 über eine strichlierte Line verbunden. Das erste Kopplungselement 6 ist an
der ersten Führungsschiene 1 befestigbar, beispielsweise mit Schrauben. Das zweite
Kopplungselement 7 ist an der dritten Führungsschiene 3 befestigbar, beispielsweise
mit Schrauben.
[0047] Die erste Führungsschiene 1 hat gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
im Wesentlichen C-förmiges Profil. Die erste Führungsschiene 1 erstreckt sich von
einem ersten Führungsschienenende 11 zu einem zweiten Führungsschienenende 12. Das
C-förmige Profil umfasst ein Basiselement 13, welches eine ebene Basisfläche ausbildet,
die zur Auflage auf einem Möbelelement ausgebildet ist. An das Basiselement 13 schliessen
ein erster Schenkel 14 und ein zweiter Schenkel 15 an. Der erste Schenkel 14 enthält
eine erste Laufbahn für ein erstes Rollenelement 28 der zweiten Führungsschiene 2.
Der zweite Schenkel 15 enthält eine zweite Laufbahn für ein zweites Rollenelement
29 der zweiten Führungsschiene 2. Der erste Schenkel 14 enthält einen ersten Schenkelendabschnitt
16. Der zweite Schenkel 15 enthält einen zweiten Schenkelendabschnitt 17. Zwischen
dem Basiselement 13 und dem ersten Schenkelendabschnitt 16 ist gemäss des vorliegenden
Ausführungsbeispiels die erste Laufbahn für das erste Rollenelement 28 der zweiten
Führungsschiene 2 ausgebildet. Zwischen dem Basiselement 13 und dem zweiten Schenkelendabschnitt
17 ist die zweite Laufbahn für das zweite Rollenelement 29 der zweiten Führungsschiene
2 ausgebildet.
[0048] Im Endbereich, der an das zweite Führungsschienenende 12 der ersten Führungsschiene
1 anschliesst, sind am ersten Schenkel 14 ein erstes Rollenelement 18 und am zweiten
Schenkel 15 ein zweites Rollenelement 19 angeordnet. Das erste Rollenelement 18 und
das zweite Rollenelement 19 liegen auf einer entsprechenden ersten und zweiten Lauffläche
der zweiten Führungsschiene 2 auf.
[0049] Die erste Führungsschiene 1 enthält einen Führungskanal 8 zur Aufnahme einer ersten
Führungsrolle der zweiten Führungsschiene 2. Der Führungskanal 8 ist im Einbauzustand
mit dem Basiselement 13 der ersten Führungsschiene im Bereich der ebenen Basisfläche
verbunden. In Fig. 1 ist die Funktionsweise dieses Führungskanals 8 gezeigt, daher
ist in dieser Darstellung der Führungskanal 8 im Einbauzustand und nicht im Montagezustand
sichtbar.
[0050] Die zweite Führungsschiene 2 ist gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels als
ein Profilelement ausgebildet, welches Elemente einer W-Form enthält, daher nachfolgend
zur besseren Unterscheidung vom Profil der ersten Führungsschiene 1 auch als W-förmiges
Profil bezeichnet werden soll. Die zweite Führungsschiene 2 weist einen ersten Aussenschenkel
24 und einen zweiten Aussenschenkel 25 auf. Jeder der ersten und zweiten Aussenschenkel,
24, 25 enthält einen Absatz, nachfolgend als erster Absatz 56 und als zweiter Absatz
57 bezeichnet, welcher als Laufbahn für ein erstes Rollenelement 18 und ein zweites
Rollenelement 19 der ersten Führungsschiene 1 ausgebildet ist. Insbesondere ist die
Unterseite des ersten Absatzes 56 als Laufbahn für das erste Rollenelement 18 der
ersten Führungsschiene 1 ausgebildet. Insbesondere ist die Unterseite des zweiten
Absatzes 57 als Laufbahn für das zweite Rollenelement 19 der ersten Führungsschiene
1 ausgebildet.
[0051] Der erste Aussenschenkel 24 weist einen ersten Aussenschenkelendabschnitt 26 auf.
Der zweite Aussenschenkel 24 weist einen zweiten Aussenschenkelendabschnitt 27 auf.
Der erste Aussenschenkelendabschnitt 26, der erste Absatz 56 und der dazwischen liegende
Wandabschnitt des ersten Aussenschenkels 24 bilden einen Laufkanal für das erste Rollenelement
38 der dritten Führungsschiene 3 aus. Der zweite Aussenschenkelendabschnitt 27, der
zweite Absatz 57 und der dazwischen liegende Wandabschnitt des zweiten Aussenschenkels
25 bilden einen Laufkanal für das zweite Rollenelement 39 der dritten Führungsschiene
3 aus.
[0052] Zwischen dem ersten Aussenschenkel 24 und dem zweiten Aussenschenkel 25 erstreckt
sich ein Basisstrukturelement 23. Der Wandabschnitt des ersten Aussenschenkels 24,
der sich vom ersten Absatz 56 bis zum Basisstrukturelement 23 erstreckt, enthält das
erste Rollenelement 28. Der Wandabschnitt des zweiten Aussenschenkels 25, der sich
vom zweiten Absatz 57 bis zum Basisstrukturelement 23 erstreckt, enthält das zweite
Rollenelement 29.
[0053] Das Basisstrukturelement 23 enthält einen ersten Innenschenkel 51 und einen zweiten
Innenschenkel 52, wobei sich zwischen dem ersten Innenschenkel 51 und dem zweiten
Innenschenkel 52 ein ebener Abschnitt 53 erstreckt, siehe hierzu Fig. 5. Der ebene
Abschnitt 53 ist zur Aufnahme der Synchronisierungsvorrichtung 5 ausgebildet. Zudem
enthält der ebene Abschnitt 53 nach dem vorliegenden exemplarischen Ausführungsbeispiel
zumindest eine erste Führungsrolle 10, die zur Aufnahme in einem Führungskanal 8 der
ersten Führungsschiene 1 ausgebildet ist, und zumindest eine zweite Führungsrolle
20, die zur Aufnahme in einem Führungskanal 9 der dritten Führungsschiene 3 ausgebildet
ist. Mittels der Führungskanäle 8, 9 erfolgt eine seitliche Führung der Auszugvorrichtung.
Bei Einwirkung von Seitenkräften auf die Auszugvorrichtung bleibt die Auszugvorrichtung
zentriert. Die Führungskanäle 8, 9 mit den zugehörigen ersten und zweiten Führungsrollen
10, 20 erhöhen somit die seitliche Stabilität der Auszugvorrichtung.
[0054] Die dritte Führungsschiene 3 hat gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
im Wesentlichen U-förmiges Profil. Die dritte Führungsschiene 3 erstreckt sich von
einem ersten Führungsschienenende 31 zu einem zweiten Führungsschienenende 32. Das
U-förmige Profil umfasst ein Basiselement 33, welches eine ebene Basisfläche ausbildet.
An das Basiselement 33 schliessen ein erster Schenkel 34 und ein zweiter Schenkel
35 an. Der erste Schenkel 34 enthält einen ersten Absatz 36. Der zweite Schenkel 35
enthält einen zweiten Absatz 37. Der erste Absatz 36 bildet eine obere Begrenzung
einer Laufbahn für ein drittes Rollenelement 30 der zweiten Führungsschiene 2. Der
zweite Absatz 37 bildet eine obere Begrenzung einer Laufbahn für ein viertes Rollenelement
40 der zweiten Führungsschiene 2.
[0055] An den ersten Absatz 36 schliesst ein erster Endabschnitt 61 des ersten Schenkels
34 an, der im Einbauzustand in vertikaler Richtung verläuft. Der erste Endabschnitt
61 enthält das erste Rollenelement 38, welches am ersten Endabschnitt 61 drehbar befestigt
ist.
[0056] An den zweiten Absatz 37 schliesst ein zweiter Endabschnitt 62 des zweiten Schenkels
35 an, der im Einbauzustand in vertikaler Richtung verläuft. Der zweite Endabschnitt
62 enthält das zweite Rollenelement 39, welches am zweiten Endabschnitt 62 drehbar
befestigt ist.
[0057] Die dritte Führungsschiene 3 enthält einen Führungskanal 9 zur Aufnahme einer zweiten
Führungsrolle der zweiten Führungsschiene 2. Der Führungskanal 9 ist im Einbauzustand
mit dem Basiselement 33 der dritten Führungsschiene 3 verbunden. In Fig. 1 ist die
Funktionsweise dieses Führungskanals 9 gezeigt, daher ist in dieser Darstellung der
Führungskanal 9 im Einbauzustand und nicht im montierten Zustand gezeigt. Im montierten
Zustand befindet sich der Führungskanal an der Unterseite des Basiselements 33 der
dritten Führungsschiene 3, siehe Fig. 6.
[0058] Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält die dritte Führungsschiene 3 eine
Einzugsvorrichtung 54. In Fig. 1 ist die Einzugsvorrichtung nicht im Einbauzustand
gezeigt, da es sich bei Fig. 1 um eine Explosionsdarstellung handelt. Die Einzugsvorrichtung
54 ist in Fig. 10 bis Fig. 14 in mehreren Ansichten dargestellt.
[0059] Fig. 2 zeigt die Auszugvorrichtung 100 in einer Explosionsdarstellung in einer zweiten
Ansicht. Fig. 2 zeigt insbesondere den oberen Teil des Seilzugs 4 der Synchronisierungsvorrichtung
5. Die Synchronisierungsvorrichtung 5 ist auf der zweiten Führungsschiene 2 angeordnet.
Die Synchronisierungsvorrichtung 5 enthält das erste, nicht sichtbare Kopplungselement
6, welches an der ersten Führungsschiene 1 befestigt ist. Die Synchronisierungsvorrichtung
5 enthält das zweite Kopplungselement 7, welches zur Befestigung an der dritten Führungsschiene
3 ausgebildet ist. Die beiden Befestigungsschrauben 75, 76 für das zweite Kopplungselement
7 werden auf der Oberseite des die Basisfläche ausbildenden Basiselements 33 in entsprechende
Schraubenlöcher eingeführt und in entsprechende Bohrungen des zweiten Kopplungselements
7 eingeschraubt.
[0060] Die Synchronisierungsvorrichtung 5 umfasst den Seilzug 4, wobei der Seilzug die erste
Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle 42 und das Seil 43 umfasst. Das Seil 43
läuft über die erste Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle 42. Das Seil 43 enthält
die erste Haltevorrichtung 44 und die zweite Haltevorrichtung 45. Die erste Haltevorrichtung
44 ist in Fig. 2 unterhalb der zweiten Führungsschiene 2 angeordnet, daher in dieser
Darstellung nicht sichtbar. Die zweite Haltevorrichtung 45 ist im Einbauzustand zweiten
Kopplungselement 7 aufgenommen. Die erste Seilzugrolle 41 ist an einem ersten Führungsschienenende
21 der zweiten Führungsschiene 2 drehbar gelagert und die zweite Seilzugrolle 42 ist
an einem zweiten Führungsschienenende 22 der zweiten Führungsschiene 2 drehbar gelagert.
Das Seil 43 läuft leichtgängig auf der ersten Seilzugrolle 41 und auf der zweiten
Seilzugrolle 42, da sich die ersten und zweiten Seilzugrollen 41, 42 entsprechend
der Bewegung des Seils 43 mitdrehen. Somit werden nur geringe Reibungskräfte vom Seil
43 auf die erste Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle 42 übertragen.
[0061] In Fig. 2 sind weiterhin das erste Rollenelement 18 und das zweite Rollenelement
19 der ersten Führungsschiene 1 sichtbar. Das erste Rollenelement 18 und das zweite
Rollenelement 19 sind am ersten Schenkel 14 bzw. am zweiten Schenkel 15 angebracht.
Das erste Rollenelement 18 und das zweite Rollenelement 19 der ersten Führungsschiene
1 sind in der Nähe des zweiten Führungsschienenendes 12 angebracht. Das erste Rollenelement
18 und das zweite Rollenelement 19 überragen den ersten Schenkelendabschnitt 16 (siehe
Fig. 1) und den zweiten Schenkelendabschnitt 17, da sie im Einbauzustand mit der entsprechenden
Lauffläche der zweiten Führungsschiene 2 in Kontakt sind. Die Laufflächen der zweiten
Führungsschiene 2 werden gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels durch den ersten
Absatz 56 und den zweiten Absatz 57 der zweiten Führungsschiene 2 ausgebildet.
[0062] In Fig. 2 sind weiterhin das dritte Rollenelement 30 und das vierte Rollenelement
40 der zweiten Führungsschiene 2 sichtbar. Das dritte Rollenelement 30 ist am ersten
Aussenschenkel 24 angeordnet. Das vierte Rollenelement 40 ist am zweiten Aussenschenkel
25 angebracht. Das dritte Rollenelement 30 und das vierte Rollenelement 40 der zweiten
Führungsschiene 2 sind in der Nähe des zweiten Führungsschienenendes 22 angebracht.
Das dritte Rollenelement 30 und das vierte Rollenelement 40 überragen den ersten Absatz
56 und den zweiten Absatz 57, da sie im Einbauzustand mit den entsprechenden Laufflächen
der dritten Führungsschiene 3 in Kontakt sind. Die Laufflächen für das dritte Rollenelement
30 und das vierte Rollenelement 40 der zweiten Führungsschiene 2 werden gemäss des
vorliegenden Ausführungsbeispiels durch den ersten Absatz 36 und den zweiten Absatz
37 der dritten Führungsschiene 3 ausgebildet.
[0063] Die dritte Führungsschiene 3 ist mittels der ersten Rollenelemente 38 und der zweiten
Rollenelemente 39 relativ zur zweiten Führungsschiene 2 verschiebbar. Das erste Rollenelement
38 ist an der Aussenseite des ersten Endabschnitts 61 des ersten Schenkels 34 im Bereich
des ersten Führungsschienenendes 31 der dritten Führungsschiene 3 angebracht. Das
zweite Rollenelement 39 ist an der Aussenseite des zweiten Endabschnitts 62 des zweiten
Schenkels 35 im Bereich des ersten Führungsschienenendes 31 der dritten Führungsschiene
3 angebracht.
[0064] Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält die dritte Führungsschiene 3 eine
Einzugsvorrichtung 54. In Fig. 2 ist die Einzugsvorrichtung 54 nicht im Einbauzustand
gezeigt, da es sich bei Fig. 2 um eine Explosionsdarstellung handelt. Die Einzugsvorrichtung
54 ist in Fig. 10 bis Fig. 14 in mehreren Ansichten dargestellt. In Fig. 5 ist die
Einzugsvorrichtung 54 im Einbauzustand gezeigt.
[0065] Fig. 3 zeigt die Auszugvorrichtung in einer Explosionsdarstellung in einer dritten
Ansicht. Fig. 3 zeigt insbesondere den unteren Teil des Seilzugs 4 der Synchronisierungsvorrichtung
5. Insbesondere ist in Fig. 3 die erste Haltevorrichtung 44 dargestellt, die zur Aufnahme
im Kopplungselement 6 ausgebildet ist. Das Kopplungselement 6 wird gemäss des vorliegenden
Ausführungsbeispiels mit zwei Befestigungsschrauben 77, 78 auf dem Basiselement 13
der ersten Führungsschiene 1 befestigt.
[0066] Fig. 4a zeigt eine perspektivische Ansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen
Zustand in Auszugrichtung. Die erste Führungsschiene 1 hat gemäss des vorliegenden
Ausführungsbeispiels ein im Wesentlichen C-förmiges Profil. Die erste Führungsschiene
1 erstreckt sich von einem ersten Führungsschienenende 11 zu einem zweiten Führungsschienenende
12, welches in der vorliegenden Darstellung nicht sichtbar ist. Das C-förmige Profil
umfasst ein Basiselement 13, welches eine ebene Basisfläche ausbildet, die zur Auflage
auf einem Möbelelement ausgebildet ist. An das Basiselement 13 schliessen ein erster
Schenkel 14 und ein zweiter Schenkel 15 an. Der erste Schenkel 14 enthält einen ersten
Schenkelendabschnitt 16. Der zweite Schenkel 15 enthält einen zweiten Schenkelendabschnitt
17. Zwischen dem Basiselement 13 und dem ersten Schenkelendabschnitt 16 ist eine erste
Laufbahn für ein erstes Rollenelement 28 der zweiten Führungsschiene 2 ausgebildet.
Zwischen dem Basiselement 13 und dem zweiten
[0067] Schenkelendabschnitt 17 ist eine zweite Laufbahn für ein zweites Rollenelement 29
der zweiten Führungsschiene 2 ausgebildet.
[0068] Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält die dritte Führungsschiene 3 eine
Einzugsvorrichtung 54. In Fig. 4a ist die Einzugsvorrichtung 54 im Einbauzustand gezeigt.
Die Einzugsvorrichtung 54 ist in Fig. 10 bis Fig. 14 in mehreren Ansichten dargestellt.
[0069] Fig. 4b zeigt eine Ansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen Zustand von oben.
Von der ersten Führungsschiene 1 sind nur eine Mehrzahl von Laschen 79 sichtbar, die
zur Aufnahme von Befestigungsschrauben zur Befestigung der Auszugvorrichtung an einem
Bodenelement eines Möbelelements ausgebildet sind. Die Anzahl sowie die Anordnung
der Laschen 79 kann sich von der Darstellung unterscheiden.
[0070] Von der zweiten Führungsschiene 2 ist im Wesentlichen der erste Aussenschenkelendabschnitt
26 sowie der zweite Aussenschenkelendabschnitt 27 gezeigt.
[0071] Im eingefahrenen Zustand befinden sich die ersten Führungsschienenenden 11, 21, 31
der ersten, zweiten und dritten Führungsschiene 1, 2, 3 übereinander und bilden ein
erstes Ende der Auszugvorrichtung 100 aus. Im eingefahrenen Zustand befinden sich
die zweiten Führungsschienenenden 22, 32 der zweiten und dritten Führungsschiene 2,
3 übereinander und bilden ein zweites Ende der Auszugvorrichtung 100 aus. Das zweite
Führungsschienenende 12 der ersten Führungsschiene 1 überragt die zweiten Führungsschienenenden
22, 32 der zweiten Führungsschiene 2 sowie der dritten Führungsschiene 3.
[0072] Fig. 4c zeigt eine Seitenansicht der Auszugvorrichtung im eingefahrenen Zustand.
In dieser Ansicht ist die dritte Führungsschiene 3 nicht sichtbar, da sie von der
zweiten Führungsschiene 2 verdeckt wird.
[0073] Fig. 5 zeigt eine erste Ansicht der Auszugvorrichtung 100 im ausgefahrenen Zustand
mit Blickrichtung auf die obere Seite der Auszugvorrichtung 100. Die synchronisierte
Auszugvorrichtung umfasst wiederum die erste Führungsschiene 1, die zweite Führungsschiene
2 und die dritte Führungsschiene 3. Die erste Führungsschiene 1 ist zum Einbau in
ein Möbelelement ausgebildet. Die zweite Führungsschiene 2 ist relativ zur ersten
Führungsschiene 1 bewegbar und die dritte Führungsschiene 3 ist relativ zur zweiten
Führungsschiene 2 bewegbar. Die Bewegung der zweiten Führungsschiene 2 und der dritten
Führungsschiene 3 ist mittels einer Synchronisierungsvorrichtung 5 gekoppelt. Bei
einer Bewegung der zweiten Führungsschiene 2 wird ein erster Weg X1 zurückgelegt,
siehe Fig. 7b. Gleichzeitig wird bei einer Bewegung der dritten Führungsschiene 3
ein zweiter Weg X2 zurückgelegt, siehe Fig. 7b. Der erste Weg X1, welchen die zweite
Führungsschiene 2 relativ zur ersten Führungsschiene 1 zurücklegt, entspricht im Wesentlichen
dem Weg X2, den die dritte Führungsschiene 3 relativ zur zweiten Führungsschiene 2
zurücklegt. Der Gesamtweg, den die dritte Führungsschiene 3 relativ zur ersten Führungsschiene
1 zurücklegt, entspricht der Summe des ersten Wegs X1 und des zweiten Wegs X2. Somit
bewegt sich die dritte Führungsscheine 3 im Wesentlichen mit der doppelten Geschwindigkeit
in Bezug auf die zweite Führungsschiene 2.
[0074] Die Synchronisierungsvorrichtung 5 ist auf der zweiten Führungsschiene 2 angeordnet.
Die Synchronisierungsvorrichtung 5 enthält ein erstes Kopplungselement 6 und ein zweites
Kopplungselement 7. Das erste Kopplungselement 6 ist zur Befestigung an der ersten
Führungsschiene 1 ausgebildet. Das zweite Kopplungselement 7 ist zur Befestigung an
der dritten Führungsschiene 3 ausgebildet. Die Kopplungselemente 6, 7 sind in Fig.
5 unsichtbar. Nur die Befestigungsschrauben 75, 76 für das Kopplungselement 7 sind
in Fig. 5 sichtbar. Das Kopplungselement 6 ist im Eingriff mit der ebenfalls nicht
sichtbaren ersten Haltevorrichtung 44 (siehe Fig. 1). Das Kopplungselement 7 ist im
Eingriff mit der ebenfalls nicht sichtbaren ersten Haltevorrichtung 45 (siehe Fig.
1).
[0075] Die Synchronisierungsvorrichtung 5 umfasst einen Seilzug 4, wobei der Seilzug eine
erste Seilzugrolle 41 und eine zweite Seilzugrolle 42 und ein Seil 43 umfasst. Die
zweite Seilzugrolle ist in Fig. 5 nicht sichtbar, siehe hierzu Fig. 1. Das Seil 43
läuft über die erste Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle 42. Das Seil enthält
eine erste Haltevorrichtung 44 und eine zweite Haltevorrichtung 45, wobei die erste
Haltevorrichtung 44 im ersten Kopplungselement 6 aufgenommen ist. Die zweite Haltevorrichtung
45 ist im zweiten Kopplungselement 7 aufgenommen, was nicht sichtbar ist. Die erste
Seilzugrolle 41 ist an einem ersten Führungsschienenende 21 der zweiten Führungsschiene
2 drehbar gelagert und die zweite Seilzugrolle 42 ist an einem zweiten Führungsschienenende
22 der zweiten Führungsschiene 2 drehbar gelagert. Die zweite Seilzugrolle 42 ist
in Fig. 5 durch die dritte Führungsschiene 3 verdeckt. Das Seil 43 läuft leichtgängig
auf der ersten Seilzugrolle 41 und auf der zweiten Seilzugrolle 42, da sich die ersten
und zweiten Seilzugrollen 41, 42 entsprechend der Bewegung des Seils 43 drehen. Somit
werden nur geringe Reibungskräfte vom Seil 43 auf die erste Seilzugrolle 41 und die
zweite Seilzugrolle 42 übertragen.
[0076] Die erste Führungsschiene 1 hat gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
im Wesentlichen C-förmiges Profil. Die erste Führungsschiene 1 erstreckt sich von
einem ersten Führungsschienenende 11 zu einem zweiten Führungsschienenende 12. Das
C-förmige Profil umfasst ein Basiselement 13, welches eine ebene Basisfläche ausbildet,
die zur Auflage auf einem Möbelelement ausgebildet ist. An das Basiselement 13 schliessen
ein erster Schenkel 14 und ein zweiter Schenkel 15 an. Der erste Schenkel 14 enthält
eine erste Laufbahn für ein erstes Rollenelement 28 der zweiten Führungsschiene 2,
wobei das erste Rollenelement 28 nicht sichtbar ist, siehe beispielsweise Fig. 1.
Der zweite Schenkel 15 enthält eine zweite Laufbahn für ein zweites Rollenelement
29 der zweiten Führungsschiene 2. Der erste Schenkel 14 enthält einen ersten Schenkelendabschnitt
16. Der zweite Schenkel 15 enthält einen zweiten Schenkelendabschnitt 17. Zwischen
dem Basiselement 13 und dem ersten Schenkelendabschnitt 16 ist gemäss des vorliegenden
Ausführungsbeispiels die erste Laufbahn für das erste Rollenelement 28 der zweiten
Führungsschiene 2 ausgebildet. Zwischen dem Basiselement 13 und dem zweiten Schenkelendabschnitt
17 ist die zweite Laufbahn für das zweite Rollenelement 29 der zweiten Führungsschiene
2 ausgebildet.
[0077] Im Endbereich, der an das zweite Führungsschienenende 12 der ersten Führungsschiene
1 anschliesst, sind am ersten Schenkel 14 ein erstes Rollenelement 18 und am zweiten
Schenkel 15 ein zweites Rollenelement 19 angeordnet, die in Fig. 6 sichtbar sind.
Das erste Rollenelement 18 und das zweite Rollenelement 19 liegen auf einer entsprechenden
ersten und zweiten Laufbahn der zweiten Führungsschiene 2 auf.
[0078] Die erste Führungsschiene 1 enthält einen Führungskanal 8 zur Aufnahme einer ersten
Führungsrolle der zweiten Führungsschiene 2. Der Führungskanal 8 ist im Einbauzustand
mit dem Basiselement 13 der ersten Führungsschiene im Bereich der ebenen Basisfläche
verbunden.
[0079] Die zweite Führungsschiene 2 ist gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels als
ein Profilelement ausgebildet, welches Elemente einer W-Form enthält, daher nachfolgend
zur besseren Unterscheidung vom Profil der ersten Führungsschiene 1 auch als W-förmiges
Profil bezeichnet werden soll. Die zweite Führungsschiene 2 weist einen ersten Aussenschenkel
24 und einen zweiten Aussenschenkel 25 auf. Jeder der ersten und zweiten Aussenschenkel,
24, 25 enthält einen Absatz, nachfolgend als erster Absatz 56 und als zweiter Absatz
57 bezeichnet, welcher als Lauffläche für ein erstes Rollenelement 18 und ein zweites
Rollenelement 19 der ersten Führungsschiene 1 ausgebildet ist, was in Fig. 6 sichtbar
ist.
[0080] Insbesondere ist die Unterseite des ersten Absatzes 56 als Lauffläche für das erste
Rollenelement 18 der ersten Führungsschiene 1 ausgebildet. Insbesondere ist die Unterseite
des zweiten Absatzes 57 als Laufbahn für das zweite Rollenelement 19 der ersten Führungsschiene
1 ausgebildet.
[0081] Der erste Aussenschenkel 24 weist einen ersten Aussenschenkelendabschnitt 26 auf.
Der zweite Aussenschenkel 24 weist einen zweiten Aussenschenkelendabschnitt 27 auf.
Der erste Aussenschenkelendabschnitt 26, der erste Absatz 56 und der dazwischen liegende
Wandabschnitt des ersten Aussenschenkels 24 bilden einen Laufkanal für das erste Rollenelement
38 der dritten Führungsschiene 3 aus, welches in Fig. 5 nicht sichtbar ist. Der zweite
Aussenschenkelendabschnitt 27, der zweite Absatz 57 und der dazwischen liegende Wandabschnitt
des zweiten Aussenschenkels 25 bilden einen Laufkanal für das zweite Rollenelement
39 der dritten Führungsschiene 3 aus, siehe Fig. 6.
[0082] Zwischen dem ersten Aussenschenkel 24 und dem zweiten Aussenschenkel 25 erstreckt
sich ein Basisstrukturelement 23. Der Wandabschnitt des ersten Aussenschenkels 24,
der sich vom ersten Absatz 56 bis zum Basisstrukturelement 23 erstreckt, enthält das
erste Rollenelement 28. Der Wandabschnitt des zweiten Aussenschenkels 25, der sich
vom zweiten Absatz 57 bis zum Basisstrukturelement 23 erstreckt, enthält das zweite
Rollenelement 29. Das erste Rollenelement 28 und das zweite Rollenelement 29 sind
in der Nähe des ersten Führungsschienenendes 21 angeordnet.
[0083] Das Basisstrukturelement 23 enthält einen ersten Innenschenkel 51 und einen zweiten
Innenschenkel 52, wobei sich zwischen dem ersten Innenschenkel 51 und dem zweiten
Innenschenkel 52 ein ebener Abschnitt 53 erstreckt. Der ebene Abschnitt 53 ist zur
Aufnahme der Synchronisierungsvorrichtung 5 ausgebildet. Zudem enthält der ebene Abschnitt
nach dem vorliegenden exemplarischen Ausführungsbeispiel eine erste Führungsrolle
10, die zur Aufnahme in einem Führungskanal 8 der ersten Führungsschiene 1 ausgebildet
ist, und eine zweite Führungsrolle 20, die zur Aufnahme in einem Führungskanal 9 der
dritten Führungsschiene 3 ausgebildet ist.
[0084] Die dritte Führungsschiene 3 hat gemäss des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
im Wesentlichen U-förmiges Profil. Die dritte Führungsschiene 3 erstreckt sich von
einem ersten Führungsschienenende 31 zu einem zweiten Führungsschienenende 32. Das
U-förmige Profil umfasst ein Basiselement 33, welches eine ebene Basisfläche ausbildet.
An das Basiselement 33 schliessen ein erster Schenkel 34 und ein zweiter Schenkel
35 an. Der erste Schenkel 34 enthält einen ersten Absatz 36. Der zweite Schenkel 35
enthält einen zweiten Absatz 37. Der erste Absatz 36 bildet eine obere Begrenzung
einer Laufbahn für ein drittes Rollenelement 30 der zweiten Führungsschiene 2. Der
zweite Absatz 37 bildet eine obere Begrenzung einer Laufbahn für ein viertes Rollenelement
40 der zweiten Führungsschiene 2, was in Fig. 6 sichtbar ist.
[0085] An den ersten Absatz 36 schliesst ein erster Endabschnitt 61 des ersten Schenkels
34 an, der im Einbauzustand in vertikaler Richtung verläuft. Der erste Endabschnitt
61 enthält das erste Rollenelement 38, welches am ersten Endabschnitt 61 drehbar befestigt
ist.
[0086] An den zweiten Absatz 37 schliesst ein zweiter Endabschnitt 62 des zweiten Schenkels
35 an, der im Einbauzustand in vertikaler Richtung verläuft. Der zweite Endabschnitt
62 enthält das zweite Rollenelement 39, welches am zweiten Endabschnitt 62 drehbar
befestigt ist, siehe Fig. 1.
[0087] Die dritte Führungsschiene 3 enthält einen Führungskanal 9 zur Aufnahme zumindest
einer zweiten Führungsrolle 10 der zweiten Führungsschiene 2. Der Führungskanal 9
ist in Fig. 6 sichtbar. Der Führungskanal 9 ist im Einbauzustand mit dem Basiselement
33 der dritten Führungsschiene 3 verbunden. In Fig. 1 ist die Funktionsweise dieses
Führungskanals 9 gezeigt, daher ist in dieser Darstellung der Führungskanal 9 im Einbauzustand
und nicht im montierten Zustand sichtbar. Im montierten Zustand befindet sich der
Führungskanal 9 an der Unterseite des Basiselements 33 der dritten Führungsschiene
3, siehe Fig. 6.
[0088] Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält die dritte Führungsschiene 3 eine
Einzugsvorrichtung 54. In Fig. 5 ist die Einzugsvorrichtung 54 im Einbauzustand gezeigt.
Die Einzugsvorrichtung 54 ist in Fig. 10 bis Fig. 14 in mehreren Ansichten dargestellt.
Die Einzugsvorrichtung 54 liegt auf dem zweiten Absatz 37 der dritten Führungsschiene
3 auf. Die Einzugsvorrichtung 54 ist an der Innenseite des zweiten Endabschnitts 62
der dritten Führungsschiene 3 angeordnet. Die Einzugsvorrichtung 54 ist insbesondere
an der Innenseite des zweiten Endabschnitts 62 der dritten Führungsschiene 3 befestigt.
Die Einzugsvorrichtung 54 umfasst ein Gehäuse 55, wobei das Gehäuse eine erste und
eine zweite Seitenwand 58, 59, eine die ersten und zweiten Seitenwände 58, 59 verbindende
Frontwand 63 sowie eine die ersten und zweiten Seitenwände 58, 59 verbindende Rückwand
64 umfasst, siehe hierzu auch Fig. 10. Ein Mitnahmeelement 60 ist im Gehäuse 55 angeordnet,
wobei das Mitnahmeelement 60 in einer ersten und einer zweiten Steuerkurve 81, 82
verschiebbar gelagert ist. Die erste Steuerkurve 81 ist in der ersten Seitenwand 58
des Gehäuses 55 angeordnet. Die zweite Steuerkurve 82 ist in der zweiten Seitenwand
59 des Gehäuses 55 angeordnet, sie ist in Fig. 10 sichtbar. Das Mitnahmeelement 60
ist über ein Federelement und über ein Dämpfungselement mit der Frontwand 63 verbunden,
wenn das Mitnahmeelement 60 und die erste und zweite Steuerkurve 81, 82 ein einem
der Rückwand 64 nahegelegenen Bereich der ersten und zweiten Seitenwand 58, 59 angeordnet
ist, siehe insbesondere Fig. 13. Fig. 6a zeigt eine zweite Ansicht der synchronisierten
Auszugvorrichtung 100 im ausgefahrenen Zustand mit Blickrichtung auf die untere Seite
der synchronisierten Auszugvorrichtung 100. Die Beschreibung zu Fig. 6a findet sich
vorgehend. Fig. 6b zeigt ein Detail der Synchronisierungsvorrichtung 5. Die Synchronisierungsvorrichtung
umfasst ein Seil 4, welches um die erste Seilzugrolle 41 und die zweite Seilzugrolle
42 geführt ist sowie die zugehörigen Kopplungselemente 6, 7, die an der ersten Führungsschiene
1 bzw. der dritten Führungsschiene 3 angebracht sind. Das Seil 43 bildet eine Schlinge
aus. Das Seil 43 ist derart vorgespannt, dass dessen oberer Seilabschnitt im Wesentlichen
parallel zu dessen unterem Seilabschnitt verläuft. Das Seil weist eine erste Haltevorrichtung
44 und eine zweite Haltevorrichtung 45 auf, wobei die erste Haltevorrichtung 44 dazu
ausgebildet ist, in dem ersten Kopplungselement 6 aufgenommen zu werden und wobei
die zweite Haltevorrichtung 45 dazu ausgebildet ist, im zweiten Kopplungselement 7
aufgenommen zu werden.
[0089] Fig. 7a zeigt eine Seitenansicht der synchronisierten Auszugvorrichtung 100 im ausgefahrenen
Zustand und Fig. 7b zeigt eine Ansicht der synchronisierten Auszugvorrichtung 100
im ausgefahrenen Zustand von oben. Die synchronisierte Auszugvorrichtung wird im nachfolgenden
Text zu Fig. 7a und Fig. 7b vereinfacht als Auszugvorrichtung bezeichnet. Die Auszugvorrichtung
100 umfasst wiederum die erste Führungsschiene 1, die zweite Führungsschiene 2 und
die dritte Führungsschiene 3. Die erste Führungsschiene 1 ist zum Einbau in ein Möbelelement
ausgebildet. Die zweite Führungsschiene 2 ist relativ zur ersten Führungsschiene 1
bewegbar und die dritte Führungsschiene 3 ist relativ zur zweiten Führungsschiene
2 bewegbar. Die Bewegung der zweiten Führungsschiene 2 und der dritten Führungsschiene
3 ist mittels einer Synchronisierungsvorrichtung 5 gekoppelt. Bei einer Bewegung der
zweiten Führungsschiene 2 wird ein erster Weg X1 zurückgelegt, siehe Fig. 7b. Gleichzeitig
wird bei einer Bewegung der dritten Führungsschiene 3 ein zweiter Weg X2 zurückgelegt,
siehe Fig. 7b. Der erste Weg X1, welchen die zweite Führungsschiene 2 relativ zur
ersten Führungsschiene 1 zurücklegt, entspricht im Wesentlichen dem Weg X2, den die
dritte Führungsschiene 3 relativ zur zweiten Führungsschiene 2 zurücklegt. Der Gesamtweg,
den die dritte Führungsschiene 3 relativ zur ersten Führungsschiene 1 zurücklegt,
entspricht der Summe des ersten Wegs X1 und des zweiten Wegs X2. Somit bewegt sich
die dritte Führungsscheine 3 im Wesentlichen mit der doppelten Geschwindigkeit in
Bezug auf die zweite Führungsschiene 2.
[0090] Die dritte Führungsschiene 3 enthält eine Einzugsvorrichtung 54. In Fig. 7b ist die
Einzugsvorrichtung 54 im Einbauzustand gezeigt.
[0091] Fig. 8a zeigt eine erste Ansicht eines der Kopplungselemente 6, 7 und Fig. 8b zeigt
eine zweite Ansicht des Kopplungselements. Jedes der Kopplungselemente 6, 7 enthält
einen Kanal 65, der zur formschlüssigen Aufnahme der entsprechenden Haltevorrichtung
44, 45 ausgebildet ist. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält der Kanal
65 einen ersten Kanalabschnitt 66 und einen zweiten Kanalabschnitt 67. Insbesondere
ist zwischen dem ersten Kanalabschnitt und dem zweiten Kanalabschnitt ein Zwischenraum
70 angeordnet. Der erste Kanalabschnitt 66 umfasst zumindest ein Greifelement 68,
69, welches in den Kanalquerschnitt und in den Zwischenraum 70 ragt, wenn ein derartiger
Zwischenraum vorhanden ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei einander
gegenüberliegende Greifelemente 68, 69 gezeigt. Die Greifelemente 68, 69 sind zur
Fixierung einer der Haltevorrichtungen 44, 45 ausgebildet.
[0092] Beim Zusammenbau der ersten Führungsschiene 1 und der zweiten Führungsschiene 2 werden
die beiden Führungsschienen mit der Synchronisierungsvorrichtung 5 gekoppelt. Hierzu
wird die Haltevorrichtung 44 in den Kanal 65 des Kopplungselements 6, 7 in den ersten
Kanalabschnitt 66 eingeführt. Die Haltevorrichtung 44 weist einen ersten Abschnitt
46, einen zweiten Abschnitt 47 und einen dritten Abschnitt 48 auf, siehe Fig. 6b oder
Fig. 9. Der zweite Abschnitt 47 ist zwischen dem ersten Abschnitt 46 und dritten Abschnitt
48 angeordnet. Der zweite Abschnitt 47 weist eine grössere Querschnittsfläche als
der erste Abschnitt 46 oder der dritte Abschnitt 48 auf. Zwischen dem ersten Abschnitt
46 und dem zweiten Abschnitt 47 ist ein erster Übergang 49 ausgebildet. Zwischen dem
zweiten Abschnitt 47 und dem dritten Abschnitt 48 ist nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein zweiter Übergang 50 ausgebildet. Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
kann die Haltevorrichtung 44 auch nur einen ersten Abschnitt 46, einen Übergang 49
und einen zweiten Abschnitt 47 aufweisen. Der zweite Abschnitt 47 weist eine grössere
Querschnittsfläche als der erste Abschnitt 46 auf. Wenn vorhanden, weist der dritte
Abschnitt 48 eine kleinere Querschnittsfläche als der zweite Abschnitt 47 auf. Insbesondere
kann die Querschnittsfläche des ersten Abschnitts 46 im Wesentlichen der Querschnittsfläche
des dritten Abschnitts 48 entsprechen.
[0093] Nach einem Ausführungsbeispiel ist der Übergang 49 als ein konischer Abschnitt ausgebildet.
Wenn vorhanden, kann auch der Übergang 50, wenn vorhanden, als ein konischer Abschnitt
ausgebildet sein. Insbesondere kann jeder der ersten, zweiten und gegebenenfalls dritten
Abschnitte 46, 47, 48 zylinderförmig ausgebildet sein.
[0094] Die Haltevorrichtung 44 wird derart im Kanal 65 des Kopplungselements 6 positioniert,
dass deren erster Abschnitt 46 und deren zweiter Abschnitt 47 in dem zweiten Kanalabschnitt
65 positioniert werden. Hierzu werden die Greifelemente 68, 69 aufgeweitet, wenn der
zweite Abschnitt 47 der Haltevorrichtung 44 durch die Greifelemente 68, 69 hindurchgezogen
wird. Das erste und zweite Kopplungselement 6, 7 enthalten zumindest je ein Greifelement
68, welches eine zum Übergang 49, 50 der entsprechenden Haltevorrichtung 44, 45 korrespondierende
Auflagefläche 71, 72 enthält. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält das
zumindest eine Greifelement 68, 69 eine erste Auflagefläche 71 und eine zweite Auflagefläche
72, die zur Auflage auf dem Übergang 49, 50 der entsprechenden Haltevorrichtung 44,
45 ausgebildet ist.
[0095] Die Querschnittsfläche des zweiten Abschnitts 47 ist grösser als der Abstand der
Greifelemente 68, 69 voneinander. Wenn sich der zweite Abschnitt 47 im zweiten Kanalabschnitt
67 befindet, erfolgt eine Rückstellung der Greifelemente 68, 69 in deren ursprüngliche
Stellung. Die Haltevorrichtung 44 ist somit im Kopplungselement 6 fixiert, da die
Greifelemente 68, 69 auf dem Absatz zu liegen kommen, der zwischen dem zweiten Abschnitt
47 und dem dritten Abschnitt 48 vorgesehen ist. Die Greifelemente 68, 69 verhindern
eine Relativbewegung der Haltevorrichtung 44 relativ zu dem Kopplungselement 6.
[0096] Zur Erleichterung der Positionierung der Haltevorrichtung 44 im Kanal 65 kann der
Übergang zwischen dem ersten Abschnitt 46 und dem zweiten Abschnitt 47 konisch ausgebildet
sein.
[0097] Beim Zusammenbau der zweiten Führungsschiene 2 und der dritten Führungsschiene 3
werden die beiden Führungsschienen mit der Synchronisierungsvorrichtung 5 gekoppelt.
Hierzu wird die Haltevorrichtung 45 in den Kanal 65 des Kopplungselements 7 in den
ersten Kanalabschnitt 66 eingeführt. Der Zusammenbau erfolgt in gleicher Weise wie
vorgängig für die Haltevorrichtung 44 beschrieben.
[0098] Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, dass nur ein einziges Greifelement vorgesehen
wird, was zeichnerisch nicht dargestellt ist.
[0099] Die spiegelbildliche Anordnung der Kopplungselemente 6, 7 an den ersten bzw. dritten
Führungsschienen ermöglicht daher die erwünschte Wegverlängerung, sodass mit der erfindungsgemässen
Auszugvorrichtung im Wesentlichen die doppelte Auszugslänge erreicht werden kann.
Die Auszugvorrichtung weist zudem eine geringe Bauhöhe auf, da ersten, zweiten und
dritten Führungsschienen in einer ineinander verschachtelten Anordnung angeordnet
werden können.
[0100] Fig. 9 zeigt ein Detail einer der ersten oder zweiten Haltevorrichtungen 44, 45.
Die exemplarisch dargestellte erste Haltevorrichtungen 44 enthält einen ersten Abschnitt
46 und einen zweiten Abschnitt 47. Der zweite Abschnitt 47 weist eine grössere Querschnittsfläche
als der erste Abschnitt 46 auf, wobei zwischen dem ersten Abschnitt 46 und dem zweiten
Abschnitt 47 ein Übergang 49 angeordnet ist. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
weist die erste oder zweite Haltevorrichtung 44, 45 einen dritten Abschnitt 48 auf.
Zwischen dem zweiten Abschnitt 47 und dem dritten Abschnitt 48 ist ein Übergang 50
ausgebildet.
[0101] Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Übergang 49 als ein konischer Abschnitt
ausgebildet. Insbesondere sind der erste Abschnitt 46 und der zweite Abschnitt 47
zylinderförmig ausgebildet. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Übergang
50 als ein konischer Abschnitt ausgebildet. Insbesondere sind der dritte Abschnitt
48 und der zweite Abschnitt 47 zylinderförmig ausgebildet.
[0102] Die ersten, zweiten und gegebenenfalls dritten Abschnitte 46, 47, 48 sowie die zwischen
benachbarten Abschnitten angeordneten Übergänge 49, 50 umschliessen das Seil 43, welches
geschnitten dargestellt ist.
[0103] Fig. 10 zeigt die Einzugsvorrichtung 54, die in Zusammenhang mit Fig. 1, Fig. 5 oder
Fig. 7b bereits beschrieben worden ist. Die Einzugsvorrichtung 54 umfasst ein Gehäuse
55, wobei das Gehäuse 55 eine erste und eine zweite Seitenwand 58, 59, eine die ersten
und zweiten Seitenwände 58, 59 verbindende Frontwand 63 sowie eine die ersten und
zweiten Seitenwände 58, 59 verbindende Rückwand 64 umfasst, siehe hierzu auch Fig.
10. Ein Mitnahmeelement 60 ist im Gehäuse 55 angeordnet, wobei das Mitnahmeelement
60 in einer ersten und einer zweiten Steuerkurve 81, 82 verschiebbar gelagert ist.
Die erste Steuerkurve 81 ist in der ersten Seitenwand 58 des Gehäuses 55 angeordnet.
Die zweite Steuerkurve 82 ist in der zweiten Seitenwand 59 des Gehäuses 55 angeordnet.
Das Mitnahmeelement 60 ist über ein Federelement mit der Frontwand 63 verbunden, wenn
das Mitnahmeelement 60 und die erste und zweite Steuerkurve 81, 82 ein einem der Rückwand
64 nahegelegenen Bereich der ersten und zweiten Seitenwand 58, 59 angeordnet ist.
[0104] Das Mitnahmeelement 60 ist mit einem Dämpfungselement 80 gekoppelt.
[0105] Die erste Seitenwand 58 verläuft parallel zu der zweiten Seitenwand 59, wobei zwischen
der ersten Seitenwand 58 und der zweiten Seitenwand 59 ein Kanal 84 ausgebildet ist,
in welchem das Mitnahmeelement 60 zwischen einem gespannten und einem entspannten
Zustand bewegbar ist. Sowohl der gespannte als auch der entspannte Zustand sind in
Fig. 10 durch die entsprechende Position des Mitnahmeelements 60 angedeutet. Die Einzugsvorrichtung
54 enthält, wie in Fig. 11 und Fig. 12 sichtbar ist, in der Regel nur ein einziges
Mitnahmeelement 60. Das im Kanal 84 angeordnete Dämpfungselement 80 ist in dieser
Darstellung nicht direkt sichtbar, siehe hierzu die Explosionsdarstellung in Fig.
13.
[0106] Fig. 11 zeigt die Einzugsvorrichtung 54 im entspannten Zustand, Fig. 12 zeigt die
Einzugsvorrichtung 54 im gespannten Zustand und Fig. 13 zeigt eine Explosionsdarstellung
der Einzugsvorrichtung 54, wobei in Fig. 13 das in den vorhergehenden Abbildungen
nicht sichtbare Dämpfungselement 80 sowie das Federelement 90 gezeigt sind. In Fig.
11 und Fig. 12 ist eine Variante eines Mitnahmeelements 60 gezeigt, welches nur ein
einziges Eingriffselement 83 zum Eingriff in zumindest eine der Steuerkurven 81, 82
enthält. Das Mitnahmeelement 60 enthält eine Ausnehmung 96, in welche ein Aktivierungselement
99 eingreift, welches mit der zweiten Führungsschiene 2, verbunden ist, siehe beispielsweise
Fig. 5.
[0107] Das Dämpfungselement 80 enthält ein erstes Ende 85, welches mit der Frontwand 63
verbunden ist. Das Dämpfungselement 80 enthält ein zweites Ende 86, welches mit dem
Mitnahmeelement 60 verbunden ist. Das Dämpfungselement enthält ein Stangenelement
87, welches in einem Zylinderelement 88 verschiebbar gelagert ist. Das Federelement
90 enthält ein erstes Ende 91, welches mit der Frontwand 63 verbunden ist. Das Federelement
90 enthält ein zweites Ende 92, welches mit dem Mitnahmeelement 60 verbunden ist.
Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält das Mitnahmeelement 60 an seiner
Unterseite eine Aufnahmeöffnung 73 für das zweite Ende 92 des Federelements 90. Auf
Frontseite des Mitnahmeelements 60 ist beispielsweise eine Ausnehmung 74 angeordnet,
die dazu ausgebildet ist, das zweite Ende 86 des Dämpfungselements 80 aufzunehmen.
[0108] Das Mitnahmeelement 60 umfasst mindestens ein Eingriffselement 83, welches dazu ausgebildet
ist, in zumindest einer der ersten und zweiten Steuerkurven 81, 82 aufgenommen zu
werden. Das Eingriffselement 83 kann als ein Bestandteil des Mitnahmeelements 60 ausgebildet
sein oder ein mit dem Mitnahmeelement 60 koppelbares Bauelement ausgebildet sein.
Wenn das Eingriffselement 83 vom Mitnahmeelement 60 abnehmbar ist, kann es einfach
ausgetauscht werden, falls die Gleitbewegung in der entsprechenden Steuerkurve 81,
82 verschleissbedingt unpräzise erfolgen sollte.
[0109] Die zumindest eine Steuerkurve 81, 82 enthält ein gerades Kurvenstück 94 und ein
gekrümmtes Kurvenstück 95. Insbesondere kann das das gekrümmte Kurvenstück 95 einen
Krümmungsradius aufweisen, der im Bereich von 5 mm bis einschliesslich 15 mm liegt.
[0110] Das Mitnahmeelement 60 kann auch ein erstes Eingriffselement 83 und ein zweites Eingriffselement
93 enthalten, was ebenfalls in Fig. 13 dargestellt ist. Nach diesem Ausführungsbeispiel
sind das erste Eingriffselement 83 und das zweite Eingriffselement 93 in der Steuerkurve
führbar. Das entsprechende alternative Mitnahmeelement ist in Fig. 13 im eingebauten
Zustand gezeigt.
[0111] Insbesondere kann das erste Eingriffselement 83 einen stabförmigen Querschnitt und
das zweite Eingriffselement 93 einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Nach einem
Ausführungsbeispiel weist das erste Eingriffselement 83 eine Länge, d.h. eine Eingriffslänge,
auf, die mindestens dreimal dem Durchmesser des zweiten Eingriffselements 93 entspricht.
Dieses erste Eingriffselement 83 zeichnet sich durch besonders ruhige und gleichmässige
Laufeigenschaften aus. Zudem erfolgt die Berührung mit den Wänden der entsprechenden
Steuerkurve 81, 82 entlang der gesamten Eingriffslänge, was die Flächenpressung und
damit den Verschleiss weiter reduziert. Ein derartiges erstes Mitnahmeelement 83 zeichnet
sich somit durch eine überraschend erhöhte Lebensdauer aus.
[0112] Das Mitnahmeelement 60 kann nach einem Ausführungsbeispiel ein erstes Eingriffselement
83 und ein zweites Eingriffselement 93 enthalten. Wenn ein erstes Eingriffselement
83 und ein zweites Eingriffselement 93 in Kombination verwendet werden, kann das Mitnahmeelement
60 besonders präzise geführt werden. Nach einem Ausführungsbeispiel weist das zweite
Eingriffselement 93 einen Durchmesser und das erste Eingriffselement 83 eine Breitenabmessung
auf, die im Wesentlichen einer Schlitzbreite der entsprechenden Steuerkurve 81, 82
entspricht.
[0113] Insbesondere weist das erste Eingriffselement 83 einen Abstand vom zweiten Eingriffselement
93 auf, der grösser als der Krümmungsradius des gekrümmten Kurvenstücks 95 der entsprechenden
Steuerkurve 81, 82 ist. Nach dem in Fig. 13 im Einbauzustand gezeigten Ausführungsbeispiel
des Mitnahmeelements 60 befindest sich das erste Eingriffselement 83 im geraden Kurvenstück
94 der hier dargestellten zweiten Steuerkurve 82. Das zweite Eingriffselement 93 befindet
sich am Ende des gekrümmten Kurvenstücks 95. Falls eine erste Steuerkurve 81 vorgesehen
ist, würde das erste Eingriffselement 83 im geraden Kurvenstück 94 der ersten Steuerkurve
81 angeordnet sein, siehe hierzu auch Fig. 10. Das zweite Eingriffselement 93, wenn
vorhanden, befindet sich am Ende des gekrümmten Kurvenstücks 95 der ersten Steuerkurve
81. Das zweite Eingriffselement 93 befindet sich somit im gespannten Zustand am Ende
des gekrümmten Kurvenstücks 95 der entsprechenden Steuerkurve 81, 82. Das erste Eingriffselement
83 ist nach diesem Ausführungsbeispiel im geraden Kurvenstück 94 der entsprechenden
Steuerkurve 81, 82 angeordnet. Das erste Eingriffselement 83 ist im entspannten Zustand
am Ende des geraden Kurvenstücks 94 der entsprechenden Steuerkurve 81, 82 angeordnet
und das zweite Eingriffselement 93 ist im geraden Kurvenstück 94 der entsprechenden
Steuerkurve 81, 82 angeordnet. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das
Mitnahmeelement 60 eine Ausnehmung 96 zur Aufnahme eines Aktivierungselements 99 auf,
wobei die Ausnehmung von einem ersten wellenförmigen Vorsprung 97 und einem zweiten
wellenförmigen Vorsprung 98 begrenzt ist. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
weist der erste wellenförmige Vorsprung 97 eine geringere Höhe als der zweite wellenförmige
Vorsprung 98 auf. Der erste wellenförmige Vorsprung 97 befindet sich im gespannten
Zustand unterhalb einer oberen Begrenzung der ersten und zweiten Seitenwände 58, 59.
Der zweite wellenförmige Vorsprung 98 überragt im gespannten Zustand die ersten und
zweiten Seitenwände 58, 59. Im entspannten Zustand überragen nach diesem Ausführungsbeispiel
sowohl der erste wellenförmige Vorsprung 97 als auch der zweite wellenförmige Vorsprung
98 die obere Begrenzung der ersten und zweiten Seitenwände 58, 59.
[0114] Für eine Fachperson ist offensichtlich, dass viele weitere Varianten zusätzlich zu
den beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich sind, ohne vom erfinderischen Konzept
abzuweichen. Der Gegenstand der Erfindung wird somit durch die vorangehende Beschreibung
nicht eingeschränkt und ist durch den Schutzbereich bestimmt, der durch die Ansprüche
festgelegt ist. Für die Interpretation der Ansprüche oder der Beschreibung ist die
breitest mögliche Lesart der Ansprüche massgeblich. Insbesondere sollen die Begriffe
"enthalten" oder "beinhalten" derart interpretiert werden, dass sie sich auf Elemente,
Komponenten oder Schritte in einer nicht-ausschliesslichen Bedeutung beziehen, wodurch
angedeutet werden soll, dass die Elemente, Komponenten oder Schritte vorhanden sein
können oder genutzt werden können, dass sie mit anderen Elementen, Komponenten oder
Schritten kombiniert werden können, die nicht explizit erwähnt sind. Wenn die Ansprüche
sich auf ein Element oder eine Komponente aus einer Gruppe beziehen, die aus A, B,
C bis N Elementen oder Komponenten bestehen kann, soll diese Formulierung derart interpretiert
werden, dass nur ein einziges Element dieser Gruppe erforderlich ist, und nicht eine
Kombination von A und N, B und N oder irgendeiner anderen Kombination von zwei oder
mehr Elementen oder Komponenten dieser Gruppe.
1. Eine synchronisierte Auszugvorrichtung (100) umfassend eine erste Führungsschiene
(1), eine zweite Führungsschiene (2), eine dritte Führungsschiene (3), wobei die erste
Führungsschiene (1) zum Einbau in ein Möbelelement ausgebildet ist, wobei die zweite
Führungsschiene (2) relativ zur ersten Führungsschiene (1) bewegbar ist und die dritte
Führungsschiene (3) relativ zur zweiten Führungsschiene (2) bewegbar ist, wobei die
Bewegung der zweiten und dritten Führungsschienen (2, 3) mittels einer Synchronisierungsvorrichtung
(5) derart gekoppelt ist, dass bei einer Bewegung der zweiten Führungsschiene (2)
ein erster Weg X1 relativ zur ersten Führungsschiene (1) zurücklegbar ist, wobei gleichzeitig
bei einer Bewegung der dritten Führungsschiene (3) ein zweiter Weg X2 zurücklegbar
ist, wobei der erste Weg X1, welchen die zweite Führungsschiene (2) relativ zur ersten
Führungsschiene (1) zurücklegt, im Wesentlichen dem Weg X2 entspricht, den die dritte
Führungsschiene (3) relativ zur zweiten Führungsschiene (2) zurücklegt, wobei der
Gesamtweg, den die dritte Führungsschiene (3) relativ zur ersten Führungsschiene (1)
zurücklegt, der Summe des ersten Wegs X1 und des zweiten Wegs X2 entspricht, wobei
die Synchronisierungsvorrichtung (5) auf der zweiten Führungsschiene (2) angeordnet
ist, wobei die Synchronisierungsvorrichtung (5) ein erstes Kopplungselement (6) und
ein zweites Kopplungselement (7) umfasst, wobei das erste Kopplungselement (6) zur
Befestigung an der ersten Führungsschiene (1) ausgebildet ist und wobei das zweite
Kopplungselement (7) zur Befestigung an der dritten Führungsschiene (3) ausgebildet
ist, wobei die Synchronisierungsvorrichtung (5) einen Seilzug (4) umfasst, wobei der
Seilzug (4) eine erste Seilzugrolle (41), eine zweite Seilzugrolle (42) und ein Seil
(43) umfasst, wobei die erste und zweite Seilzugrolle (41, 42) drehbar gelagert sind,
wobei das Seil (43) eine erste Haltevorrichtung (44) und eine zweite Haltevorrichtung
(45) enthält, wobei die erste Haltevorrichtung (44) im ersten Kopplungselement (6)
aufgenommen ist, wobei die zweite Haltevorrichtung (45) im zweiten Kopplungselement
(7) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Führungsschiene (3) eine Einzugsvorrichtung (54) enthält.
2. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Einzugsvorrichtung (54)
ein Gehäuse (55) umfasst, wobei das Gehäuse (55) eine erste und eine zweite Seitenwand
(58, 59), eine die ersten und zweiten Seitenwände (58, 59) verbindende Frontwand (63)
sowie eine die ersten und zweiten Seitenwände (58, 59) verbindende Rückwand (64) umfasst,
wobei ein Mitnahmeelement (60) im Gehäuse (55) angeordnet ist, wobei das Mitnahmeelement
(60) in zumindest einer Steuerkurve (81, 82) verschiebbar gelagert ist, wobei die
zumindest eine Steuerkurve (81, 82) in den ersten und zweiten Seitenwänden (58, 59)
des Gehäuses (55) angeordnet ist.
3. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Mitnahmeelement (60)
über ein Federelement (90) mit der Frontwand (63) verbunden ist, wenn das Mitnahmeelement
und die zumindest eine Steuerkurve (81, 82) in einem der Rückwand näher liegenden
Bereich zumindest einer ersten und zweiten Seitenwände (58, 59) angeordnet ist, wobei
das Mitnahmeelement (60) mit einem Dämpfungselement (80) gekoppelt ist.
4. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die erste
Seitenwand (58) parallel zu der zweiten Seitenwand (59) verläuft, wobei zwischen der
ersten Seitenwand (58) und der zweiten Seitenwand (59) ein Kanal (84) ausgebildet
ist, in welchem das Mitnahmeelement (60) zwischen einem gespannten und einem entspannten
Zustand bewegbar ist.
5. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das Dämpfungselement
(80) ein erstes Ende (85) enthält, welches mit der Frontwand (63) verbunden ist, wobei
das Dämpfungselement (80) ein zweites Ende (86) enthält, welches mit dem Mitnahmeelement
(60) verbunden ist.
6. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei das Dämpfungselement
(80) ein Stangenelement (87) enthält, welches in einem Zylinderelement (88) verschiebbar
gelagert ist.
7. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei die zumindest
eine Steuerkurve (81, 82) ein gerades Kurvenstück (94) und ein gekrümmtes Kurvenstück
(95) enthält.
8. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach Anspruch 7, wobei das gekrümmte Kurvenstück
(95) einen Krümmungsradius aufweist, der im Bereich von 5 mm bis einschliesslich 15
mm liegt.
9. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei das Mitnahmeelement
(60) ein erstes Eingriffselement (83) und ein zweites Eingriffselement (93) enthält,
wobei das erste Eingriffselement (83) und zweite Eingriffselement (93) in der entsprechenden
Steuerkurve (81, 82) führbar sind.
10. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach Anspruch 9, wobei das erste Eingriffselement
(83) einen stabförmigen Querschnitt und das zweite Eingriffselement (93) einen kreisförmigen
Querschnitt aufweist, wobei das erste Eingriffselement insbesondere eine Länge aufweist,
die mindestens dreimal dem Durchmesser des zweiten Eingriffselements entspricht.
11. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei das zweite
Eingriffselement (93) einen Durchmesser aufweist und das erste Eingriffselement (83)
eine Breitenabmessung aufweist, die im Wesentlichen einer Schlitzbreite der entsprechenden
Steuerkurve (81, 82) entspricht.
12. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das erste
Eingriffselement (83) einen Abstand vom zweiten Eingriffselement (93) aufweist, der
grösser als der Krümmungsradius des gekrümmten Kurvenstücks (95) der entsprechenden
Steuerkurve (81, 82) ist.
13. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das zweite
Eingriffselement (93) im gespannten Zustand am Ende des gekrümmten Kurvenstücks (95)
der entsprechenden Steuerkurve (81, 82) angeordnet ist und das erste Eingriffselement
(83) im geraden Kurvenstück (94) der entsprechenden Steuerkurve (81, 82) angeordnet
ist.
14. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das erste
Eingriffselement (83) im entspannten Zustand am Ende des geraden Kurvenstücks (94)
der entsprechenden Steuerkurve (81, 82) angeordnet ist und das zweite Eingriffselement
(93) im geraden Kurvenstück (94) der entsprechenden Steuerkurve (81, 82) angeordnet
ist.
15. Synchronisierte Auszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, wobei das Mitnahmeelement
(60) eine Ausnehmung (96) zur Aufnahme eines Aktivierungselements (99) aufweist.