[0001] Die Erfindung betrifft eine Brecheinrichtung zum Zerkleinern von mineralischem Material
oder dgl., mit einem Brechaggregat, das an einem Maschinen-Chassis auswechselbar gehalten
ist, wobei das Brechaggregat einen Brechaggregatträger mit einem Brechraum aufweist,
wobei in dem Brechraum eine Zerkleinerungseinrichtung aufgenommen ist, wobei der Brechaggregatträger
wenigstens ein Stützelement aufweist, und wobei der Brechaggregatträger mittels des
Stützelements und eines Dämpfungselements einer Dämpfungseinheit gegenüber einem Chassis-Bauteil
des Maschinen-Chassis in Schwerkraftrichtung abgestützt ist.
[0002] Eine solche Brecheinrichtung kann insbesondere eine mobile Brecheinrichtung oder
eine stationäre Brecheinrichtung sein. Das Brechaggregat der Brecheinrichtung kann
ein Backenbrechaggregat, ein Walzenbrechaggregat, ein Kegelbrechaggregat, ein Prallbrechaggregat
oder ein sonstiges Brechaggregat sein.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Brecheinrichtungen bekannt, bei denen das Brechaggregat
lose auf dem Maschinen-Chassis aufsitzt. Es ist bekannt, zwischen Brechaggregat und
Maschinen-Chassis ein Dämpfungselement vorzusehen, um die Vibrationen des Brechaggregates
vom Maschinen-Chassis fernzuhalten. Dabei wird auch eine Bewegung des Brechaggregates
in horizontalen Richtungen verhindert. Nach oben, also entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung,
kann das Brechaggregat in der Regel jedoch ungehindert abgehoben werden.
[0004] Es hat sich gezeigt, dass die Vibrationen des Brechaggregates bei leistungsfähigen
Brecheinrichtungen im Brechbetrieb mitunter so stark sein können, dass das Brechaggregat
kurzzeitig vom Maschinen-Chassis abhebt und wieder unter Einwirkung der Schwerkraft
auf das Maschinen-Chassis zurückfällt. Solche starken Bewegungen des Brechaggregates
können das Dämpfungselement überfordern, so dass in Folge unerwünscht hohe Vibrationen
auf das Maschinen-Chassis einwirken.
[0005] Aus
EP 2 726 207 B1 ist eine Brecheinrichtung bekannt, bei der das Abheben des Brechaggregats vom Maschinen-Chassis
mittels einer Schraubverbindung verhindert ist. Bei dieser Lösung wird eine Dämpfungseinrichtung
mit einem elastischen Dämpfungselement verwendet, das zwischen zwei Stahlplatten gehalten
ist. Die Stahlplatten sind an gegenüberliegenden Seiten jeweils an das Maschinen-Chassis
bzw. das Brechaggregat angeschraubt. Wenn im Betriebseinsatz das Brechaggregat aufgrund
starker Belastungen in vertikaler Richtung entgegen der Schwerkraftrichtung abgehoben
wird, so werden starke Zugkräfte in das Dämpfungselement eingeleitet, die zu einer
Zerstörung dieses Schichtwerkstoffes führen können.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Brecheinrichtung der eingangs erwähnten
Art bereitzustellen, mit der auch unter extremen Betriebsbedingungen die auftretenden
Vibrationen zwischen dem Brechaggregat und dem Maschinen-Chassis zuverlässig gedämpft
werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Stützelement des Brechaggregats entgegengesetzt
zur Schwerkraftrichtung mittels eines ersten Dämpfungselements an einem Druckstück
abgestützt ist, und dass das Druckstück mittels eines Vorspannelements gegenüber dem
Maschinen-Chassis abgestützt ist. Mit anderen Worten ist das Stützelement mithin sandwichartig
zwischen dem ersten und dem zweiten Dämpfungselement eingefasst. Somit bewirkt das
erste Dämpfungselement die Dämpfung des Brechaggregats entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung.
Das zweite Dämpfungselement bewirkt die Dämpfung in Schwerkraftrichtung. Dabei wirkt
das Druckstück auf das erste Dämpfungselement ein, um dieses unter Druck vorzuspannen.
Gleichzeitig ist das Druckstück auch über das Vorspannelement gegenüber dem Maschinen-Chassis
abgestützt, sodass hier eine Begrenzung der Bewegung des Brechaggregats in Richtung
entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung erreicht ist. Somit wird das erste Dämpfungselement
bei einer Bewegung des Brechaggregats zunehmen komprimiert, was für eine effektive
Dämpfung dieser Bewegung sorgt. Auf diese Weise lassen sich die Vibrationen des Brechaggregats
auch bei extremen Belastungen dämpfen, wobei eine zuverlässige Lastabtragung in das
Maschinen-Chassis garantiert ist.
[0008] Im Rahmen der Erfindung können das erste und/oder das zweite Dämpfungselement scheiben-
oder plattenartig ausgebildet sein. Sie lassen damit eine Lastabtragung zu, wobei
die Flächenpressungen minimiert sind. Zudem lassen sich diese Bauteile kostengünstig
fertigen.
[0009] Denkbar ist es, dass das erste und/oder das zweite Dämpfungselement aus einem elastischen
Kunststoffmaterial und/oder einem gummiartigen Material, bestehen. Bspw. kann das
erste und/oder das zweite Dämpfungselement aus Polyurethan (PU) oder Nitrilkautschuk
bestehen, Denkbar ist es auch, dass das erste und/oder das zweite Dämpfungselement
aus einem Verbundwerkstoff besteht.
[0010] Es kann so sein, dass das erste und/oder das zweite Dämpfungselement einen Elastizitätsmodul
aufweist/-en, der maximal 10 %, vorzugsweise maximal 5 %, besonders bevorzugt maximal
1 %, des Elastizitätsmoduls des Stützelements beträgt.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass das Vorspannelement
ein auf Zug belastetes Zugelement aufweist, welches das erste und/oder das zweite
Dämpfungselement mittels des Druckstücks mittelbar oder unmittelbar auf Druck belastet
und dieses oder diese in einem vorgespannten Dämpfungszustand hält. Das Zugelement
wird bei einer Belastung des ersten Dämpfungselements, also bei einer Bewegung des
Brechaggregats entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung zunehmend auf Zug beansprucht.
Das Dehnverhalten des Zugelements unterstützt dabei vorteilhaft die Dämpfungswirkung
des Dämpfungselements. Dabei kann es insbesondere auch vorgesehen sein, dass das Vorspannelement
von einer Schraube gebildet wird, wobei der Schraubenbolzen das Zugelement bildet.
Mit einer Schraube kann die Vorspannung des oder der Dämpfungselemente exakt eingestellt
werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass das Druckstück
flächig mit einem Stützabschnitt auf einer zugewandten Oberseite des ersten Dämpfungselements
aufliegt, und dass das Druckstück an seiner dem ersten Dämpfungselement gegenüberliegenden
Seite eine Druckseite bildet, auf die das Vorspannelement einwirkt. Durch diese Maßnahme
ergibt sich zum einen ein konstruktiv einfacher Aufbau. Dadurch, dass ein flächiger
Kontakt zwischen dem ersten Dämpfungselement und dem Druckstück vorliegt, kann die
Flächenpressung zum anderen reduziert werden.
[0013] Eine Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass das Stützelement plattenartig
ausgebildet ist und seitlich an einer Außenseite des Brechaggregatträgers vorsteht,
dass zwei zueinander beabstandet angeordnete Tragelemente vorgesehen sind, die an
das Stützelement und an die Außenseite des Brechaggregatträgers angekoppelt sind,
und dass vorzugsweise das Druckstück im Bereich zwischen den beiden Tragelementen
angeordnet ist. Mit den Tragelementen ergibt sich eine stabile Anbindung des Stützelements
an das Brechaggregat. Diese ermöglicht eine verwindungssteife Ankopplung des Brechaggregats
an das Maschinen-Chassis, insbesondere dann, wenn die Tragelemente rippenartig seitlich
von der Außenseite vorstehen. Somit kann der steife Aufbau des Brechaggregats verwendet
werden, um das Maschinen-Chassis auszusteifen. Ist das Druckstück im Bereich zwischen
den beiden Tragelementen angeordnet, dann ergibt sich eine platzsparende Bauweise.
Zudem ist das Druckstück im Bereich zwischen den Tragelementen geschützt vor mechanischer
Einwirkung positioniert.
[0014] Eine mögliche Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass das erste Dämpfungselement
zwischen dem Druckstück und dem Stützelement flächig verspannt ist, wobei das erste
Dämpfungselement mit seiner Unterseite flächig auf einer zugewandten Pressfläche des
Stützelements aufliegt. Das erste Dämpfungselement kann hierbei insbesondere als Flächenelement,
insbesondere scheibenartig, aufgebaut sein.
[0015] Zusätzlich oder alternativ kann es vorgesehen sein, dass das zweite Dämpfungselement
zwischen dem Stützelement und einem Tragabschnitt des Chassis-Bauteils des Maschinen-Chassis
geklemmt gehalten ist. Auch hier kann es so sein, dass das zweite Dämpfungselement
als Flächenelement, insbesondere platten- oder scheibenartig, aufgebaut ist.
[0016] Eine erfindungsgemäße Brecheinrichtung kann dergestalt sein, dass das Vorspannelement
durch zueinander in Flucht stehende Durchbrüche des Druckstücks, des Stützelements,
und des/eines Tragabschnitts des Chassis-Bauteils hindurchgeführt ist, um eine kompakte
Bauweise zu verwirklichen.
[0017] Eine besonders bevorzugte Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass das zweite
Dämpfungselement flächig sowohl an dem Tragabschnitt als auch an dem Stützelement
anliegt und zwischen diesen beiden Bauteilen geklemmt gehalten ist, wobei auf dem
zweiten Dämpfungselement sowohl das Brechaggregat mit seiner Schwerkraft auflastet
als auch die durch die Vorspannung des Vorspannelements induzierte Spannkraft auflastet.
Über die Vorspannung des Vorspannelements kann somit das Dämpfungsverhalten des zweiten
Dämpfungselements eingestellt werden. Da das zweite Dämpfungselement mit der Schwerkraft
des Brechaggregats vorbelastet ist, lassen sich auch unterschiedliche Dämpfungsraten
auf einfache Weise am ersten und zweiten Dämpfungselement verwirklichen, insbesondere,
wenn diese Bauteile aus dem gleichen Material gefertigt werden.
[0018] Um einen Versatz der Dämpfungseinrichtung in Horizontalrichtung, also quer zur Schwerkraftrichtung
zu verhindern kann es vorgesehen sein, dass das Chassis-Bauteil wenigstens einen Stopper
aufweist, an dem der Stützabschnitt in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung
und in Richtung der Brecheinrichtungs-Längserstreckung abgestützt ist. Zusätzlich
oder alternativ kann es vorgesehen sein, dass das erste und/oder zweite Dämpfungselement
seitlich an einem Begrenzungselement des Chassis-Bauteils abgestützt ist.
[0019] Eine bevorzugte Erfindungsvariante ist dergestalt, dass das Vorspannelement von einer
Spannschraube gebildet ist, die mit ihrem Schraubenkopf auf dem Druckstück abgestützt
ist.
[0020] Um eine unerwünscht hohe Vorspannung des ersten und/oder des zweiten Dämpfungselements
zu vermeiden kann es vorgesehen sein, dass die/eine das Vorspannelement bildende Spannschraube
im Bereich ihres das Zugelement bildenden Schraubenschafts mit maximal >0 bis 10%
der Zugfestigkeit der Spannschraube in Achsrichtung belastet ist.
[0021] Eine verwindungssteife Ankopplung des Brechaggregats an das Maschinen-Chassis gelingt
dann auf einfache Weise, wenn vorgesehen ist, dass das Chassis-Bauteil mit seinem
Tragabschnitt quer zur Brecheinrichtungs-Längserstreckung seitlich über das Brechaggregat
vorsteht, dass an den Tragabschnitt ein in oder entgegen der Schwerkraftrichtung verlaufendes
Koppelstück angeschlossen ist, und dass sowohl das Koppelstück als auch der Tragabschnitt
mit einem in Richtung der Längserstreckung verlaufenden Wandabschnitt des Maschinen-Chassis
verbunden sind.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1a
- in schematischer Darstellung und in Seitenansicht eine Brecheinrichtung mit einem
Brechaggregat,
- Figur 1b
- in schematischer Darstellung und in Seitenansicht eine weitere Brecheinrichtung mit
einem Brechaggregat
- Figur 2
- in vergrößerter Darstellung ein Detail der Brecheinrichtung gemäß Figur 1a bzw. 1b,
- Figur 3
- die Darstellung gemäß Figur 2 in Seitenansicht,
- Figur 4
- eine Schnittansicht längs des in Figur 3 mit IV-IV markierten Schnittverlaufs und
- Figur 5
- eine Schnittansicht längs des in Figur 3 mit V-V markierten Schnittverlaufs.
[0023] Figur 1a zeigt eine Materialverarbeitungsanlage 1 in Form einer Brecheinrichtung
mit einem Brechaggregat 10. Die Materialverarbeitungsanlage 1 ist als mobile Materialverarbeitungsanlage
1 ausgebildet und weist daher Fahrwerke 1.5 auf. Denkbar ist es jedoch auch, dass
es sich bei der Materialverarbeitungsanlage 1 um eine stationäre Materialverarbeitungsanlage
1 handelt.
[0024] Die Materialverarbeitungsanlage 1 weist ein Maschinen-Chassis 1.1 auf, welches die
Maschinenkomponenten oder zumindest einen Teil der Maschinenkomponenten trägt. An
seinem rückwärtigen Ende kann das Maschinen-Chassis 1.1 vorzugsweise einen Ausleger
1.2 aufweisen. Im Bereich des Auslegers 1.2 ist ein Material-Zuführbereich gebildet.
[0025] Der Material-Zuführbereich kann einen Aufgabetrichter 2 und eine Materialzuführeinrichtung
9 umfassen.
[0026] Der Aufgabetrichter 2 kann zumindest teilweise von Trichterwänden 2.1, die in Richtung
der Längserstreckung der Materialverarbeitungsanlage 1 verlaufen, und einer quer zur
Längserstreckung verlaufenden Rückwand 2.2 gebildet sein. Der Aufgabetrichter 2 führt
zu der Materialzuführeinrichtung 9.
[0027] Die Materialzuführeinrichtung 9 kann, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel dargestellt,
eine Förderrinne aufweisen, die mittels eines Vibrationsantriebs antreibbar ist. Über
den Aufgabetrichter 2 kann, beispielsweise mittels eines Radladers, zu zerkleinerndes
Gut in die Materialverarbeitungsanlage 1 eingefüllt und auf die Förderrinne aufgegeben
werden.
[0028] Wie die Zeichnung zeigt, kann es vorzugsweise so sein, dass von der Förderrinne das
zu zerkleinernde Gut in den Bereich einer Siebeinheit 3 gelangt. Diese Siebeinheit
3 kann auch als Vorsieb-Anordnung bezeichnet werden. Im Bereich der Siebeinheit 3
ist wenigstens ein Siebdeck 3.1, 3.2 angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind zwei Siebdecks 3.1, 3.2 verwendet. Denkbar ist auch eine Anlagenkonfiguration,
bei der keine Vorsieb-Anordnung verwendet ist.
[0029] An dem oberen Siebdeck 3.1 wird von dem zu zerkleinernden Material eine Teilfraktion
ausgesiebt. Diese Teilfraktion hat bereits eine ausreichende Korngröße, die nicht
mehr in der Materialverarbeitungsanlage 1 zerkleinert werden muss. Insofern kann diese
ausgesiebte Teilfraktion in einem Bypasskanal 3.5 vorbei an dem Brechaggregat 10 geleitet
werden.
[0030] Wenn ein zweites Siebdeck 3.2 in der Siebeinheit 3 verwendet ist, so kann aus der
Teilfraktion, die unterhalb des Siebdecks 3.1 anfällt, eine weitere Feinpartikel-Fraktion
ausgesiebt werden. Diese Feinpartikel-Fraktion kann unterhalb des Siebdecks 3.2 zu
einem Seitenaustragband 3.4 geführt werden. Von dem Seitenaustragband 3.4 wird die
Feinpartikel-Fraktion abgeleitet und auf eine seitlich der Maschine angeordnete Halde
7.2 gefördert.
[0031] Wie Figur 1a veranschaulicht, kann es sich bei der Siebeinheit 3 um ein Vibrationssieb
mit einem Siebantrieb 3.3 handeln. Der Siebantrieb 3.3 versetzt das Siebdeck 3.1 und/oder
das Siebdeck 3.2 in Vibrationsbewegungen. Aufgrund der geneigten Anordnung der Siebdecks
3.1, 3.2 und in Verbindung mit den Vibrationsbewegungen wird ein Materialtransport
auf den Siebdecks 3.1, 3.2 hin in Richtung zu dem Brechaggregat 10 bzw. zu dem Bypasskanal
3.5 bewirkt.
[0032] Das von dem Siebdeck 3.1 kommende zu zerkleinernde Material wird dem Brechaggregat
10 zugeleitet, wie dies Figur 1a erkennen lässt.
[0033] Das Brechaggregat 10 kann beispielsweise in Form eines Prallbrechaggregats, insbesondere
als Rotationsprall-Brechaggregat, eines Backenbrechaggregats, eines Kegelbrechaggregats,
oder eines Walzenbrechaggregats ausgebildet sein. Das Brechaggregat 10 weist eine
Zerkleinerungseinrichtung 11 auf.
[0034] Ist wie in Figur 1a ein Rotationsprall-Brechaggregat verwendet, so weist es beispielsweise
als Zerkleinerungseinrichtung 11 einen Schlagrotor auf, der von einem Verbrennungsmotor
12 angetrieben wird. In Figur 1a verläuft die Rotationsachse 17 des Schlagrotors horizontal
in Richtung der Bildtiefe. Der Schlagrotor ist in einem Brechraum 16.1 untergebracht.
[0035] Ist ein Backenbrechaggregat verwendet, so weist die Zerkleinerungseinrichtung 11
zwei einander gegenübergestellte Brechbacken auf, die zwischen sich einen konvergierenden
Brechschacht einschließen, der bis hin zu einem Brechspalt führt. Zumindest eine der
Brechbacken kann, beispielsweise von dem Verbrennungsmotor 12, angetrieben werden,
um im konvergierenden Brechspalt das eingefüllte Brechgut zu brechen.
[0036] Der Schlagrotor kann beispielsweise an seinem Außenumfang mit Zerkleinerungswerkzeugen
11.2, die vorliegend als Schlagleisten ausgebildet sind, bestückt sein. Gegenüberliegend
dem Schlagrotor können beispielsweise Wandelemente, vorzugsweise in Form von Prallschwingen
20, angeordnet sein. Bei drehendem Schlagrotor wird das zu zerkleinernde Material
mittels der Schlagleisten nach außen geschleudert. Dabei trifft dieses Material auf
die Prallschwingen 20 und wird aufgrund der hohen kinetischen Energie zerkleinert.
Wenn das zu zerkleinernde Material eine ausreichende Korngröße aufweist, die es ermöglicht,
dass die Materialteilchen durch einen Brechspalt 15 zwischen den Prallschwingen 20
und den radial äußeren Enden der Schlagleisten hindurchgeführt werden können, so verlässt
das zerkleinerte Gut das Brechaggregat 10 über den Brecherauslass 16.
[0037] Denkbar ist es, dass im Bereich des Brecherauslasses 16 das vom Brechaggregat 10
kommende und zerkleinerte Material mit dem aus dem Bypasskanal 3.5 kommenden Material
zusammengeführt und auf einen Bandförderer 1.3 gebracht wird. Mit dem Bandförderer
1.3 kann das Material aus dem Arbeitsbereich des Brechaggregats 10 herausgeführt werden.
[0038] Wie die Zeichnungen zeigen, kann der Bandförderer 1.3 ein endlos umlaufendes Förderband
aufweisen, das einen Lasttrum 1.6 und einen Leertrum 1.7 aufweist. Der Lasttrum 1.6
dient dazu das gebrochene Material, welches aus dem Brecherauslass 16 des Brechaggregats
10 fällt, aufzufangen und abzutransportieren. An den Bandenden kann das Förderband
zwischen dem Lasttrum 1.6 und dem Leertrum 1.7 mittels Umlenkrollen 1.4 umgelenkt
werden. Im Bereich zwischen den Umlenkrollen 1.4 können Führungen, insbesondere Tragrollen,
vorgesehen sein, um die Förderrichtung des Förderbands zu verändern, dem Förderband
eine bestimmte Form zu geben und/oder das Förderband zu stützen.
[0039] Der Bandförderer 1.3 weist einen Bandantrieb auf, mittels dem der Bandförderer 1.3
angetrieben werden kann. Der Bandantrieb kann vorzugsweise am Abwurfende 1.9 oder
im Bereich des Abwurfendes 1.9 des Bandförderers 1.3 angeordnet sein.
[0040] Der Bandförderer 1.3 kann, beispielsweise mittels des Bandantriebs, an eine Steuereinrichtung
mittels einer Steuerleitung angeschlossen sein.
[0041] Es können ein oder mehrere weitere Bandförderer 6 und/oder ein Rückführförderer 8
verwendet sein, die prinzipiell die gleiche Bauweise aufweisen wie der Bandförderer
1.3. Insofern kann auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen werden.
[0042] Im Bereich zwischen dem Aufgabeende und dem Abwurfende 1.9 kann ein Magnet 1.8, insbesondere
ein Elektromagnet, oberhalb des Lasttrums 1.6 angeordnet sein. Mit dem Magnet 1.8
lassen sich Eisenteile aus dem gebrochenen Gut abheben und aus dem Förderbereich des
Bandförderers 1.3 herausbewegen.
[0043] In Transportrichtung nach dem Bandförderer 1.3 kann eine Nachsiebvorrichtung 5 angeordnet
sein. Die Nachsiebvorrichtung 5 weist ein Siebgehäuse 5.1 auf, in dem wenigstens ein
Siebdeck 5.2 untergebracht ist. Unterhalb des Siebdecks 5.2 ist ein Gehäuseunterteil
5.3 gebildet, welcher als Sammelraum für das am Siebdeck 5.2 ausgesiebte Material
dient.
[0044] Das Gehäuseunterteil 5.3 schafft über eine Öffnung eine räumliche Verbindung zu einem
weiteren Bandförderer 6. Hier bildet der weitere Bandförderer 6 seinen Aufgabebereich
6.1, wobei das ausgesiebte Material im Aufgabebereich 6.1 auf den Lasttrum des weiteren
Bandförderers 6 geleitet wird. Der weitere Bandförderer 6 fördert das ausgesiebte
Material hin zu seinem Abwurfende 6.2. Von dort gelangt das ausgesiebte Material auf
eine Halde 7.1.
[0045] Das am Siebdeck 5.2 der Nachsiebvorrichtung 5 nicht ausgesiebte Material wird vom
Siebdeck 5.2 auf ein Stichband 5.4 gefördert. Das Stichband 5.4 kann ebenfalls als
Bandförderer ausgebildet sein, sodass auf die oben in Bezug auf den Bandförderer 1.3
gemachten Ausführungen verwiesen werden kann. Die Transportrichtung des Stichbands
5.4 verläuft in Figur 1a in Richtung der Bildtiefe.
[0046] An seinem Abwurfende übergibt das Stichband 5.4 das nicht ausgesiebte Material, das
auch als Überkorn bezeichnet wird, auf einen Aufgabebereich 8.1 des Rückführförderers
8. Der Rückführförderer 8, der als Bandförderer ausgebildet sein kann, fördert das
Überkorn in Richtung hin zum Aufgabetrichter 2. An seinem Abwurfende 8.2 übergibt
der Rückführförderer 8 das Überkorn in den Materialfluss, insbesondere in den Material-Zuführbereich.
Das Überkorn kann mithin dem Brechaggregat 10 erneut zugeführt und hier auf die gewünschte
Partikelgröße gebrochen werden.
[0047] Figur 1b zeigt eine Variante einer Materialverarbeitungseinrichtung 1 in Form einer
mobilen Brechanlage. Gleiche Bauteile sind in Figur 1b mit gleichen Bezugszeichen
versehen, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Ausführungen Bezug
genommen wird. Nachfolgend werden daher vornehmlich die Unterschiede erläutert.
[0048] Die Materialverarbeitungseinrichtung 1b wird wieder typischerweise zur Zerkleinerung
von Gesteinsmaterial oder sonstigem mineralischen Material eingesetzt. Sie weist ein
Maschinenchassis 1.1 auf, das von zwei als Kettenlaufwerken ausgebildeten Fahrwerken
1.5 getragen ist.
[0049] Die Brechanlage 10 ist mit einer Befülleinheit, vorzugsweise in Form eines Aufgabetrichters
2, ausgerüstet, die üblicherweise als trichterförmige Aufgabeeinheit ausgeführt ist.
Über diese Befülleinheit kann die Brechanlage mit dem zu zerkleinernden Gut befüllt
werden. Die Befülleinheit weist bodenseitig eine Transporteinrichtung, insbesondere
eine Rostrinne oder, wie vorliegend ein Förderband auf. Über diese Fördereinrichtung
wird das zu zerkleinernde Gut einer Siebeinheit 3 zugefördert. Der Siebeinheit 3 ist
ein Schwingungserreger mit einem Siebantrieb 3.3 zugeordnet, der als Exzenter-Antrieb
ausgeführt sein kann. Mit diesem Schwingungserreger lässt sich die Siebeinheit 3 in
Schwingung versetzen, um das geförderte Gut einem Siebprozess zu unterziehen. Der
Schwingungserreger versetzt die Siebeinheit 3 nicht nur zu Siebzwecken in Schwingung,
sondern es wird in Verbindung mit der geneigten Anordnung der einzelnen Siebdecks
3.1, 3.2 auch eine Transportwirkung, wie bei einem Vibrationsförderer, erreicht.
[0050] Wie Figur 1 erkennen lässt, wird die grobe Gesteinsfraktion, welche nicht ausgesiebt
wird, von der Siebeinheit 3 einem Brechaggregat 10 zugefördert. Das Brechaggregat
10 ist vorliegend in Form eines Backenbrechers ausgeführt. Dieses Brechaggregat 10
weist zwei Brechbacken, die Zerkleinerungswerkzeuge 11.2 bilden auf. Die beiden Brechbacken
bilden einen konvergierenden Spalt. In diesen Spaltbereich hinein wird das zu zerkleinernde
Gut gefördert. Das Brechaggregat 10 besitzt eine feststehende Brechbacke und eine
bewegliche Brechbacke. Die bewegliche Brechbacke wird von einem Exzenterantrieb angetrieben.
[0051] Wie Figur 1b erkennen lässt, wird das grobe Gesteinsmaterial im konvergierenden Spalt
gebrochen. Bodenseitig verlässt das gebrochene und zerkleinerte Gesteinsmaterial das
Brechaggregat 10 durch den Brecherauslass 16 und fällt schwerkraftbedingt auf den
Bandförderer 1.3. Der Bandförderer 1.3 ist vorliegend wieder als endlos umlaufendes
Transportband ausgebildet. Über den Bandförderer 1.3 wird das zerkleinerte Gesteinsmaterial
abgeleitet und neben der Brechanlage 10 aufgehäuft (Halde 7.1).
[0052] Wie die Zeichnung erkennen lässt, wird das von der Befülleinheit kommende Gut in
der Siebeinheit 3 über das Siebdeck 3.1 geleitet. Dabei wird ein Teil des Gesteinsmaterials
ausgesiebt. Es handelt sich dabei um Gesteinsteile, welche aufgrund ihrer Größe nicht
durch das Brechaggregat 10 geschickt werden müssen, da sie bereits eine Größe aufweisen,
die in etwa der Gesteinsgröße entspricht, welche von dem Brechaggregat 10 gebrochen
wird. Wie die Zeichnung erkennen lässt, wird ein Teil dieser ausgesiebte Gesteinsfraktion
unmittelbar auf den Bandförderer 1.3 aufgegeben und zwar im Bypasskanal 3.5 vorbei
an dem Brechaggregat 10.
[0053] Unterhalb des Siebdecks 3.1 ist nun ein weiteres Siebdeck 3.2 in der Siebeinheit
30 vorhanden. Dieses Siebdeck 3.2 siebt aus dem bereits ausgesiebten Material eine
weitere, feine Teilfraktion aus. Es ist nun teilweise gewünscht, diese besonders feine
Teilfraktion zu separieren, wozu das Seitenaustragsband 3.4 Verwendung findet. Auf
dieses endlos umlaufende Seitenaustragsband 3.4 wird die feine Teilfraktion aufgegeben,
aus dem Arbeitsbereich der Brechanlage heraus gefördert und angehäuft (Halde 7.2),
wie dies Figur 1b erkennen lässt.
[0054] In Figur 2 ist ein Detail der Materialverarbeitungseinrichtung 1 gemäß den Figuren
1a bzw. 1b gezeigt. Insbesondere zeigt diese Darstellung die Ankopplung des Brechaggregats
10 an das Maschinen-Chassis 1.1.
[0055] Das Brechaggregat 10 weist einen Brechaggregatträger 14 auf, der in Form eines Wandelements
ausgebildet sein kann. Insbesondere kann der Brechaggregatträger 14 dergestalt sein,
dass er unmittelbar den Brechraum 16.1 des Brechaggregats 10 mittels seiner Innenseite
14.2 begrenzt. Insbesondere kann der Brechaggregatträger 14 in Form einer Stahlplatte
ausgebildet sein, die sich in Richtung der Längserstreckung der Materialverarbeitungsanlage
1 (das ist in Figur 1a bzw. 1b die Erstreckung in Richtung der Bildebene von links
nach rechts) erstreckt.
[0056] Der Brechaggregatträger 14 weist eine Außenseite 14.1 auf, die dem Brechraum 16.1
abgewandt ist. Gegenüberliegend weist der Brechaggregatträger 14 seine Innenseite
14.2 auf.
[0057] Die Materialverarbeitungsanlage 1 ist vorzugsweise dergestalt, dass sie an ihren
gegenüberliegenden Längsseiten jeweils einen Brechaggregatträger 14 aufweist. Dabei
können die Brechaggregatträger 14 zueinander beabstandet angeordnet sein, wobei zwischen
den Brechaggregatträgern 14 der Brechraum 16.1 angeordnet ist.
[0058] Der Brechaggregatträger 14 trägt an seiner Außenseite 14.1 ein abstehendes Stützelement
19. Vorzugsweise ist es so, dass die beiden vorstehend erwähnten Brechaggregatträger
14 jeweils wenigstens zwei Stützelemente 19 tragen. Dabei sind die Stützelemente 19
in Richtung der Längserstreckung der Materialverarbeitungsanlage 1 zueinander beabstandet
angeordnet.
[0059] Das Brechaggregat 10 ist auswechselbar mit dem Maschinen-Chassis 1.1 verbunden. Es
kann somit zu Wartungszwecken ausgebaut werden. Vorzugsweise besitzen der oder die
Brechaggregatträger 14 Tragösen 14.3. An diesem kann ein Hebezeug angeschlossen und
das Brechaggregat 10 aus dem Maschinen-Chassis 1.1 herausgehoben werden.
[0060] Figur 2 veranschaulicht, dass das Stützelement 19 plattenförmig sein kann, insbesondere
aus einem Stahl-Blechzuschnitt gebildet sein kann. Es ist einseitig mittels einer
Koppelstelle 19.1 an die Außenseite 14.1 des Brechaggregatträgers 14 angeschlossen,
insbesondere angeschweißt. Somit steht das Stützelement 19 mit seinem freien Ende
19.5 über die Außenseite 14.1 des Brechaggregatträgers 14 vor.
[0061] Für eine stabile Ankopplung des Stützelements 19 kann es vorgesehen sein, dass an
der Außenseite 14.1 des Brechaggregatträgers 14 zwei zueinander beabstandet angeordnete
Tragelemente 18 angekoppelt sind. Die Tragelemente 18 können ebenfalls aus einem Stahl-Blechzuschnitt
gefertigt sein.
[0062] Figur 2 veranschaulicht, dass die Tragelemente 18 rippenförmigen von der Außenseite
14.1 vorstehen können. Die Tragelemente 18 besitzen einen Verbindungsabschnitt 18.3.
Mit diesem Verbindungsabschnitt 18.3 sind die Tragelemente 18 mit der Oberseite des
Stützelements 19 verbunden, insbesondere verschweißt. Hierdurch ergibt sich eine besonders
steife Ankopplung des Stützelements 19 an den Brechaggregatträger 14.
[0063] Das Brechaggregat 10 ist mittels des Stützelements 19 mit dem Maschinen-Chassis 1.1
verbunden.
[0064] Das Maschinen-Chassis 1.1 besitzt einen Wandabschnitt 35, der vorzugsweise in Richtung
der Längserstreckung der Materialverarbeitungsanlage 1 verläuft. Von dem Wandabschnitt
35 steht seitlich ein Tragabschnitt 31 eines Chassis-Bauteils 30 vor. Dieser Tragabschnitt
31 ist außenseitig auf dem Wandabschnitt 35 aufgeschweißt. Von dem Tragabschnitt 31
steigt ein Koppelstück 36 entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung auf, wobei das Koppelstück
36 über einen Biegeabschnitt an den Tragabschnitt 31 angeschlossen ist. Es kann so
sein, dass das Koppelstück 36 ebenfalls außenseitig auf den Wandabschnitt 35 aufgeschweißt
ist. Auf diese Weise ergibt sich eine lagestabile Zuordnung des Tragabschnitts 31
zu dem Wandabschnitt 35.
[0065] Die Figuren 2 und 3 veranschaulichen, dass das Brechaggregat 10 mittels seines Stützelements
19 mit dem Maschinen-Chassis 1.1 verbunden ist. Zu diesem Zweck wird eine Dämpfungseinheit
40 eingesetzt, die zwischen dem Stützabschnitt 19 und dem Tragabschnitt 31 wirksam
ist.
[0066] Die Figuren 3 und 4 veranschaulichen den Aufbau der Dämpfungseinheit 40 deutlicher.
Ausweislich dieser Darstellungen besitzt das Stützelement 19 an seiner nach oben gerichteten
Oberseite eine ebene Pressfläche 19.6. Auf dieser Pressfläche 19.6 liegt ein erstes
Dämpfungselement 44 mit seiner Unterseite 44.2 auf. Insbesondere kann das erste Dämpfungselement
44 als Flächenelement ausgebildet sein, wie dies die Darstellungen veranschaulichen.
[0067] Auf der dem Stützelement 19 gegenüberliegenden Oberseite 44.1 des ersten Dämpfungselements
44 ist ein Druckstück 41 aufgelegt. Das Druckstück 41 kann insbesondere in Form einer
Druckplatte ausgebildet sein, wie die Darstellungen veranschaulichen.
[0068] Das Druckstück 41 besitzt eine oberseitige Druckfläche 42 und gegenüberliegend einen
unterseitigen Stützabschnitt 43. Der Stützabschnitt 43 liegt auf der Oberseite 44.1
des ersten Dämpfungselements 44 auf.
[0069] Gegenüberliegend dem ersten Dämpfungselement 44 ist an der Unterseite 19.7 des Stützelements
19 ein zweites Dämpfungselement 45 vorgesehen.
[0070] Das zweite Dämpfungselement 45 kann plattenförmig ausgebildet sein, wie die Darstellungen
veranschaulichen. Das zweite Dämpfungselement 45 liegt mit seiner nach oben gerichteten
Oberseite 45.1 an der Unterseite 19.7 des Stützelements 19 an. Mit seiner Unterseite
45.2 stützt sich das zweite Dämpfungselement auf der nach oben gerichteten Auflagefläche
32 des Tragabschnitts 31 ab.
[0071] Wie die vorstehenden Erläuterungen veranschaulichen, kann es mithin insbesondere
so sein, dass das Stützelement 19 sandwichartig zwischen dem ersten Dämpfungselement
44 und dem zweiten Dämpfungselement 45 eingefasst ist.
[0072] Zur ortsfesten Verbindung des Stützelements 19 mit dem Tragabschnitt 31 ist wenigstens
ein Vorspannelement 46 verwendet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Vorspannelemente
46 an jeweils einem Stützelement 19 verbaut.
[0073] Die Vorspannelemente 46 können, insbesondere als Spannschrauben, insbesondere als
Sechskantschrauben, ausgebildet sein. Das Vorspannelement 46 besitzt ein Zugelement,
welches von dem Schraubenschaft gebildet sein kann.
[0074] Das Zugelement ist vorzugsweise durch zueinander fluchtende Bohrungen des Druckstücks
41, des Stützelements 19 und des Tragabschnitts 31 hindurchgeführt. Dies veranschaulicht
Figur 4. Weiterhin können auch in dem ersten Dämpfungselement 44 und dem zweiten Dämpfungselement
45 Durchbrüche vorhanden sein, durch die das Zugelement hindurchgeführt ist.
[0075] Wie die Darstellungen veranschaulichen, kann es so sein, dass das Vorspannelement
46 mit einem Kopf (beispielsweise dem Schraubenkopf) mittelbar oder unmittelbar auf
der Druckfläche 42 des Druckstücks 41 aufsitzt.
[0076] Zur Verspannung des Vorspannelements 46 kann vorzugsweise ein Spannelement 46.1 verwendet
sein, insbesondere eine Mutter, welche auf die Spannschraube aufgeschraubt ist. Mittels
des Vorspannelements 46 wird eine Druckspannung in die Druckfläche 42 des Druckstücks
41 eingebracht. Auf diese Weise werden die beiden Dämpfungselemente 44 und 45 in Schwerkraftrichtung
vorgespannt. Zusätzlich ist es so, dass das zweite Dämpfungselement 45 aufgrund des
Eigengewichts des Brechaggregats 10 eine zusätzliche Vorspannung erfährt. Somit ist
das Stützelement 19 beidseitig zwischen den beiden Dämpfungselementen 44 und 45 gespannt
gehalten.
[0077] Das Spannelement 46.1 kann gegenüber dem Vorspannelement 46 gesichert sein, beispielsweise
mittels einer lösbaren stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere einer Klebeverbindung.
Denkbar ist es auch, dass das Spannelement 46.1 in Form einer Sicherungsmutter oder
Kontermutter, etc. ausgebildet ist.
[0078] Die Figuren 3 und 5 veranschaulichen, dass die Dämpfungseinheit 40 in Richtung der
Längserstreckung formschlüssig gehalten ist. Zu diesem Zweck kann ein Stopper 33 vorgesehen
sein, an dem eines der Bauteile der Dämpfungseinheit 40 seitlich anliegt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel liegt das Stützelement 19 seitlich mit einem Anschlag 19.3, welcher
von einer Seitenfläche 19.4 des Stützelements 19 gebildet ist, an dem Stopper 33 an.
[0079] Die Darstellung zeigt, dass zur Verhinderung des seitlichen Versatzes der Dämpfungseinheit
40 auch vorgesehen sein kann, dass an einer Seite der Dämpfungseinheit 40 ein Begrenzungselement
34 vorgesehen ist, welche den Versatz des ersten Dämpfungselements 44 oder des zweiten
Dämpfungselements 45 verhindert.
[0080] Es kann so sein, dass der Stopper 33 und/oder das Begrenzungselement 34 auf der Auflagefläche
32 des Tragabschnitts 31 befestigt ist.
[0081] Ausweislich Figur 2 kann auch eines der Dämpfungselemente 44, 45 einen Vorsprung
45.3 aufweisen, der an dem/einem Stopper 33 anliegt, um einen Versatz des Dämpfungselements
44, 45 in Richtung senkrecht zu der Außenseite 14.1 des Brechaggregatträgers 14 zu
verhindern.
[0082] Figur 2 veranschaulicht auch, dass das Druckstück 41 geschützt im Bereich zwischen
den Innenseiten 18.1 der Tragelemente 18 gehalten ist.
[0083] Während des Betriebs werden die in Schwerkraftrichtung wirkenden Bewegungen des Brechaggregats
10 von dem zweiten Dämpfungselement 45 gedämpft. Die entgegengesetzt wirkenden Bewegungen
werden von dem 1. Dämpfungselement 44 abgefangen.
[0084] Das wenigstens eine Vorspannelement 46 verhindert, dass das Stützelement 19 von dem
Tragabschnitt 31 abhebt, wenn entgegengesetzt der Schwerkraftrichtung wirkende Kräfte
einwirken. Somit bleibt das Brechaggregat 10 in jedem Betriebszustand sicher am Maschinen-Chassis
1.1 gehalten und es ist verhindert, dass im Befestigungsbereich unzulässig starke
mechanische Belastungen entstehen.
1. Brecheinrichtung zum Zerkleinern von mineralischem Material oder dgl., mit einem Brechaggregat
(10), das an einem Maschinen-Chassis (1.1) auswechselbar gehalten ist, wobei das Brechaggregat
(10) ein Brechergehäuse mit einem Brechaggregatträger (14) und einem Brechraum (16.1)
aufweist, wobei in dem Brechraum (16.1) eine Zerkleinerungseinrichtung (11) mit einem
Zerkleinerungswerkzeug (11.2) zumindest bereichsweise angeordnet ist, wobei der Brechaggregatträger
(14) wenigstens ein Stützelement (19) aufweist, und wobei der Brechaggregatträger
(14) mittels des Stützelements (19) und eines Dämpfungselements (45) einer Dämpfungseinheit
(40) gegenüber einem Chassis-Bauteil (30) des Maschinen-Chassis (1.1) in Schwerkraftrichtung
abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützelement (19) entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung mittels eines ersten
Dämpfungselements (44) an einem Druckstück (41) abgestützt ist, und dass das Druckstück
(41) mittels eines Vorspannelements (46) gegenüber dem Maschinen-Chassis (1.1) abgestützt
ist.
2. Brecheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (46) ein auf Zug belastetes Zugelement aufweist, welches das
erste und/oder das zweite Dämpfungselement (44; 45) mittels des Druckstücks (41) auf
Druck belastet und dieses oder diese in einem vorgespannten Dämpfungszustand hält.
3. Brecheinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (41) flächig mit einem Stützabschnitt (43) auf einer zugewandten Oberseite
(44.1) des ersten Dämpfungselements (44) aufliegt, und dass das Druckstück (41) an
seiner dem ersten Dämpfungselement (44) gegenüberliegenden Seite eine Druckseite (42)
bildet, auf die das Vorspannelement (46) einwirkt.
4. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (19) plattenartig ausgebildet ist und seitlich an einer Außenseite
(14.1) des Brechaggregatträgers (14) vorsteht, und dass zwei zueinander beabstandet
angeordneter Tragelemente (18) vorgesehen sind, die an das Stützelement (19) und an
die Außenseite (14.1) des Brechaggregatträgers (14.1) angekoppelt sind, und dass das
Druckstück (41) vorzugsweise im Bereich zwischen den beiden Tragelementen (18) angeordnet
ist.
5. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dämpfungselement (44) zwischen dem Druckstück (41) und dem Stützelement
(19) flächig verspannt ist, wobei das erste Dämpfungselement (44) mit seiner Unterseite
(44.2) flächig auf einer zugewandten Pressfläche (19.6) des Stützelements (19) aufliegt.
6. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Dämpfungselement (45) zwischen dem Stützelement (19) und einem Tragabschnitt
(31) des Chassis-Bauteils (30) des Maschinen-Chassis (1.1) geklemmt gehalten ist.
7. Brecheinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Dämpfungselement (45) flächig sowohl an dem Tragabschnitt (31) als auch
an dem Stützelement (19) anliegt und zwischen diesen beiden Bauteilen geklemmt gehalten
ist, wobei auf dem zweiten Dämpfungselement (45) sowohl das Brechaggregat (10) mit
seiner Schwerkraft auflastet als auch die durch die Vorspannung des Vorspannelements
(46) induzierte Spannkraft auflastet.
8. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (46) durch zueinander in Flucht stehende Durchbrüche des Druckstücks
(41), des Stützelements (19), und des/eines Tragabschnitts (31) des Chassis-Bauteils
(30) hindurchgeführt ist.
9. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis-Bauteil (30) wenigstens einen Stopper (33) aufweist, an dem der Stützabschnitt
(19) in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung und in Richtung der Brecheinrichtungs-Längserstreckung
abgestützt ist.
10. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Dämpfungselement (45) seitlich an einem Begrenzungselement
(34) des Chassis-Bauteils (30) abgestützt ist.
11. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (46) von einer Spannschraube gebildet ist, die mit ihrem Schraubenkopf
auf dem Druckstück (42) abgestützt ist.
12. Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die/eine das Vorspannelement bildende Spannschraube im Bereich ihres, das Zugelement
bildenden Schraubenschafts mit maximal >0-10% der Zugfestigkeit der Spannschraube
in Achsrichtung belastet ist.
13. Brecheinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis-Bauteil (30) mit seinem Tragabschnitt (31) quer zur Brecheinrichtungs-Längserstreckung
seitlich über das Brechaggregat (10) vorsteht, dass an den Tragabschnitt (31) ein
in oder entgegen der Schwerkraftrichtung verlaufendes Koppelstück (36) angeschlossen
ist, und dass sowohl das Koppelstück (36) als auch der Tragabschnitt (31) mit einem
in Richtung der Längserstreckung verlaufenden Wandabschnitt (35) des Maschinen-Chassis
(1.1) verbunden sind.