[0001] Die Offenbarung betrifft eine Türblatthalterung für ein Türblatt einer Wohnungstür
zum Beschichten des Türblatts außerhalb eines Türrahmens, umfassend eine Abstützstruktur
zur Kontaktierung eines Bodens, vorzugsweise über Füße, wenigstens eine, vorzugsweise
zwei- oder mehrteilige, vertikale Standsäule, und zumindest eine Halteeinrichtung
zum Halten eines Türblatts an der Türblatthalterung, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung
an einer, vorzugsweise in Richtung der Abstützstruktur weisenden, ersten Seite der
wenigstens einen Standsäule angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die Offenbarung
eine Anordnung aus einer solchen Türblatthalterung und einem Türblatt sowie ein Verfahren
zum Beschichten eines Türblatts über eine solche Türblatthalterung, zur Montage einer
solchen Türblatthalterung und zur Demontage einer solchen Türblatthalterung.
[0002] Herkömmlicherweise werden Türblätter auf eine Werkbank oder zwei Holzböcken aufgelegt,
um mit einer Beschichtung versehen zu werden. Diese Herangehensweise der Beschichtung
von Türblättern hat sich etabliert, da keine komplexen oder teuren Gerätschaften erforderlich
sind und zudem eine rasche Umsetzung an einer temporären Baustelle möglich ist. Nachteilig
ist hierbei jedoch, dass das Türblatt nach einem ersten Beschichtungsprozess trocknen
muss und anschließend unkomfortabel gewendet werden muss, um die gegenüberliegende
Türblattoberfläche beschichten zu können.
[0003] Türblatthalterungen, welche diese Problematik aufgreifen und insbesondere im industriellen
Kontext Anwendung finden, sind bereits aus den Schriften
CA 2729486 A1,
US 5,090,648 A,
GB 2557919 A,
US 11,806,738 B1,
US 2007/0272147 A1,
US 2007/0278363 A1,
US 5,551,980 A und
US 5,164,011 A bekannt, wobei Türblätter über einen Kragarm an einem oberen zentralen Bereich oder
mittels Verschraubung an einem seitlichen Bereich des Türblatts zur Beschichtung gehalten
werden.
[0004] Nachteilig am Stand der Technik ist hierbei, dass die Türblätter durch die Anbindung
an die Türblatthalterungen stirnseitig beschädigt werden oder eine Nachbearbeitung
erfordern, für von Schreinern oder Malern zu bedienende temporäre Baustellen aufgrund
der stationären, teuren, schweren und komplexen konstruktiven Ausgestaltung mit hohen
Dimensionierungen ungeeignet sind beziehungsweise keinen vollständigen Beschichtungsvorgang
im Zuge eines Beschichtungsprozessschrittes (ohne erforderlichem Wenden - gegebenenfalls
unter Aufbringung einer Vielzahl an Schichten, wie Grundierung, Farbe und/oder Schutzlack)
ermöglichen. Zudem wird bei einem Kragarm ein bearbeitbares Spektrum an Türblättern
beschränkt und das Türblatt partiell für einen Beschichtungsprozess verdeckt.
[0005] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Offenbarung besteht daher darin,
eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Türblatthalterung, eine Anordnung
sowie ein Verfahren anzugeben, bei welchen die Nachteile des Standes der Technik zumindest
teilweise behoben sind, und welche sich insbesondere durch einen besonders benutzerfreundlichen
und/oder effizienten Beschichtungsprozess und/oder eine besonders flexibel und/oder
simpel einzusetzenden Konstruktion auszeichnen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Es ist demnach vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung, vorzugsweise
genau, ein in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung im Wesentlichen vertikal orientiertes
Halteelement umfasst, welches im Bereich der wenigstens einen Standsäule angeordnet
ist und zur Fixierung eines Türblatts dazu ausgebildet ist, das Türblatt über ein
Türblattscharnier, vorzugsweise in Form eines Türbands, des Türblatts durch eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Türblattscharnier und dem Halteelement in Gebrauchsstellung
der Türblatthalterung im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten.
[0008] Es ist vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung relativ zu der wenigstens
einen Standsäule bewegbar an der wenigstens einen Standsäule gelagert ist, wobei die
zumindest eine Halteeinrichtung in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung in vertikaler
Richtung entlang der wenigstens einen Standsäule verstellbar ist und die zumindest
eine Halteeinrichtung über wenigstens eine Befestigungsstelle an der wenigstens einen
Standsäule angeordnet. Die Befestigungsstelle ist ausschließlich an wenigstens einer
(verglichen zu jener Seite für Positionierung des Halteelements) weiteren Seite der
wenigstens einen Standsäule angeordnet.
[0009] Es ist somit vorgesehen, dass die Befestigungsstelle für die Halteeinrichtung beziehungsweise
das Halteelement nicht an jener Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet,
an welcher das Halteelement angeordnet beziehungsweise positioniert ist. Mit anderen
Worten ist die Befestigungsstelle an einer der verbleibenden Seiten der wenigstens
einen Standsäule relativ zu jener Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet,
an welcher das Halteelement positioniert ist. Eine Tendenz, dass der Bewegungsmechanismus
für das Halteelement durch Sprühnebel im Zuge des Beschichtens verklebt oder verstopft,
wird durch die Anordnung an einer Lokalisation abseits des Halteelements signifikant
reduziert.
[0010] Die Seiten der wenigstens einen Standsäule sind breit auszulegen, sodass abseits
eines Querschnitts in Polygonform, vorzugsweise Rechteckform, auch beispielsweise
ein Querschnitt in Kreisform umfasst ist. In diesem Fall entspricht die Seite nicht
einer Seitenfläche der wenigstens einen Standsäule, sondern kann durch eine Ebene
definiert werden, welche tangential zu der Zylindergeometrie verläuft.
[0011] Grundsätzlich kann sich die zumindest eine Halteeinrichtung über mehrere Seiten der
wenigstens einen Standsäule hinweg erstrecken und/oder eine Vielzahl an Befestigungsstellen
für die zumindest eine Halteeinrichtung vorgesehen sein. Bevorzugt ist genau eine
Befestigungsstelle an einer Seite (der Rückseite oder besonders bevorzugt einer der
beiden Seitenflächen) vorgesehen, sodass das Halteelement in Richtung der Abstützstruktur
beziehungsweise in Orientierung zu dem zu beschichtenden Türblatt von der wenigstens
einen Standsäule, vorzugsweise kontaktlos zu dieser Seite, absteht.
[0012] Dadurch wird es erst ermöglicht, dass kein Kragarm zur Anbindung des Türblatts in
einem mittigen Bereich des Türblatts nötig ist und keine mittels Werkzeugen, Schraubverbindungen
oder dergleichen zu verbindende Halteeinrichtung erforderlich ist, um das Türblatt
an der Türblatthalterung anzubinden. Darüber hinaus wird das Türblatt in der Anbindung
an die Türblatthalterung nicht beschädigt und der Anbindungsprozess kann besonders
komfortabel - insbesondere durch eine Person - erfolgen. Die Türblatthalterung ist
selbst vertriebsfähig und erfordert keine Sonderkonstruktion oder Add-Ons zur Verbindung
eines Türblattes oder variierenden Türblättern an der Türblatthalterung.
[0013] Durch das Halteelement kann individuell auf variable Höhen von Türblättern durch
Adjustage der vertikalen Position des Halteelements eingegangen werden, wobei das
Türblatt komfortabel durch eine Person einhängbar ist. Ein Arbeitsgang ist hinreichend
für die Beschichtung des Türblatts.
[0014] Weder für die Verbindung des Türblatts an der Türblatthalterung noch für eine Montage
oder Demontage der Türblatthalterung sind Werkzeuge erforderlich. Dennoch ergibt sich
eine starre Konstruktion mit einer hohen Standzeit, welche für einen mehrmaligen Einsatz
vielfach de-/montiert werden kann.
[0015] Schreiner oder Maler können die Türblatthalterung aufgrund der geringen Dimensionierung
und des geringen Gewichts manuell transportieren und in geringer Zeit an einer temporären
Baustelle werkzeuglos auf-/abbauen, wobei zudem die erforderliche Zeit zur Beschichtung
des Türblatts bei gleichzeitig verbessertem Beschichtungsergebnis und/oder ohne Beschädigung
des Türblatts reduziert werden kann.
[0016] Ein Türband ist eine besonders häufige Scharnierart für Wohnungstüren. Besonders
bevorzugt wird das Halteelement (bevorzugt aus Holz oder Metall oder Kunststoff) mit
einem Türband mit zylindrischer Öffnung in Kontakt gebracht.
[0017] Im Allgemeinen kann die gesamte Türblatthalterung oder zumindest ein Teil der Türblatthalterung
aus Holz oder Kunststoff oder Metall ausgebildet sein. Zum Beispiel kann die Standsäule
aus Holz und die Halteeinrichtung aus Metall (gegebenenfalls mit einem Halteelement
aus Kunststoff) gebildet sein. Zum Beispiel kann die gesamte Türblatthalterung abseits
von Befestigungsmitteln aus Holz gefertigt sein. Das Material kann in Abhängigkeit
der erforderlichen Traglast gewählt werden, wobei sich beispielsweise Kunststoff vorteilhaft
hinsichtlich des Gewichts erweisen kann. Holz ist im Allgemeinen bevorzugt.
[0018] Bevorzugt ist ein Adapter für das Halteelement vorgesehen, um beispielsweise variierende
Türbandscharniere an der zumindest einen Halteeinrichtung mit geringem Spiel anbinden
zu können. Besonders bevorzugt weist ein Adapter einen um circa 2 mm größeren Durchmesser
als das Halteelement auf. Im Allgemeinen kann das Haltelement selbst als Adapter für
die zumindest eine Halteeinrichtung ausgebildet sein.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass entlang der Standsäule zwei Halteelemente vorgesehen
sind, um zwei Türblattscharniere an der Standsäule anzubinden. Dadurch kann eine Ausrichtung
oder Abstützung des Türblatts an der Türblatthalterung unterstützt werden.
[0020] Bevorzugt wird die Formschlussverbindung durch Aufsetzen des Türblatts auf dem Halteelement
generiert, wobei im Allgemeinen ein Aufschieben von unten und Betätigen eines Verriegelungselements
denkbar ist. Im Allgemeinen kann ein Verriegelungselement bei der Variante des Aufsetzens
des Türblatts vorgesehen sein.
[0021] Hinzu kommt die positive Eigenschaft, dass das Türblatt in vertikaler Ausrichtung
zur beidseitigen Beschichtung im Zuge eines Beschichtungsprozessschrittes gehalten
werden kann, wobei eine Bewegung des Türblatts oder eine durch partielle Beschichtung
unterbrochene Beschichtung nicht erforderlich ist. Zudem weist die Türblatthalterung
kompakte konstruktive Ausgestaltung auf, sodass bereits eine geringe Aufstandsfläche
hinreichend ist. Bevorzugt ist die Türblatthalterung klappbar oder faltbar ausgeführt,
wobei die Türblatthalterung beispielsweise in einer Dimensionierung unterhalb von
110x20x20 gehalten werden kann, um einen Transport in Bezug auf Stauraum und/oder
Gewicht der Türblatthalterung zu begünstigen. Bevorzugt ist die Türblatthalterung
werkzeuglos (beispielsweise über drei oder fünf mit der Hand betätigbare Schrauben)
montierbar und demontierbar. Bevorzugt ist eine Bodenfläche von 1 m
2 und/oder eine Raumhöhe von 2,1 m hinreichend (kann jedoch auch höher liegen) für
die Platzierung der Türblatthalterung. Beispielsweise kann die Standsäule eine maximale
Höhe von 205 cm bei einer ungefähren zusätzlichen Höhe eines Winkels von 2 mm, eines
Querbalkens von 6 cm, eines Fußes von 1 cm, eines Bolzens von 6 cm aufweisen, sodass
eine Raumhöhe von zumindest 2,2 m bevorzugt ist.
[0022] Im Kontext der Offenbarung kann Falten unter Beibehaltung einer Verbindung - beispielsweise
über ein Scharnier an der Standsäule - und Klappen durch Aufhebung einer Verbindung
und anschließender Herstellung einer abweichenden Verbindung/Kontaktierung aufgefasst
werden.
[0023] Durch eine nicht destruktive Fixierung eines Türblatts an der Türblatthalterung abseits
von Metallspitzen oder Bohrungen zum Befestigen des Türblatts kann ein Halten des
Türblatts ohne Beschädigung gewährleistet werden. Weiters können gefährliche Fixierungsmittel
- zum Beispiel herausragende Metallspitzen zur Verbindung mit dem Türblatt beziehungsweise
Scharnieren des Türblatts - entbehrt werden, sodass ein Verletzungsrisiko für den
Benutzer im Gebrauch der Türblatthalterung reduziert wird.
[0024] Da das Türblatt zum Halten oder Beschichten nicht gedreht oder verschwenkt werden
muss, kann eine besonders hohe Stabilität sichergestellt werden, wobei zudem die Option
geboten wird, ein breites Spektrum an Türblattbreiten mittels der Türblatthalterung
beschichten zu können. Wird hingegen ein Fixierungsmittel zur mittigen Anbindung des
Türblatts an der Türblatthalterung vorgesehen, so bestimmt die Distanz zur Standsäule
als Randbedingung die zu handhabenden Türblätter in Ergänzung zu einer reduzierten
Festigkeit aufgrund eines erhöhten Biegemoments.
[0025] Des Weiteren kann das die Halteeinrichtung flexibel und benutzerfreundlich in kontinuierlicher
Weise in vertikaler Richtung adjustiert werden, wodurch beispielsweise Türblätter
in Sonderanfertigung rasch und komfortabel Rechnung getragen werden kann, um eine
sachgemäße Anbindung an der Türblatthalterung zu erwirken. Für Standardmaße kann eine
disktrete Verstellbarkeit vorteilhaft sein, wobei die kontinuierliche und diskrete
Adjustagemöglichkeit alternativ oder in Ergänzung (zum Beispiel Rastpositionen in
der stufenlosen Einstellmöglichkeit für häufige Türblattdimensionen) genutzt werden
kann. Bevorzugt ist eine kontinuierliche Adjustagemöglichkeit, da keine Limitierung
hinsichtlich des Türblattes vorliegt und beispielsweise vorteilhaft auf eine Größe
des Beschichters eingegangen werden kann.
[0026] Bevorzugt sind an der Standsäule zumindest zwei Fixierungspunkte für die zumindest
eine Halteeinrichtung derart vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung
durch ein Befestigungsmittel an unterschiedlichen vertikalen Positionen mittels einer
der zumindest zwei Fixierungspunkten fixierbar ist. Dadurch kann ein besonders breites
Spektrum an Türblatthöhen abgedeckt werden.
[0027] Weiters ist ein Kragarm für das Türblatt nicht erforderlich, wodurch die in Gebrauchsstellung
des Türblatts in vertikaler Richtung nach oben weisende Stirnseite an der Türblatthalterung
frei zugänglich zur Beschichtung verbleibt, wodurch das Risiko von Fehlbeschichtungen
gehemmt wird. Durch die starre kann eine besonders hohe Standzeit der Türblatthalterung
erzielt werden.
[0028] Im Allgemeinen ist nicht erforderlich, die Türblatthalterung nach einem Gebrauch
zu reinigen, um diese - insbesondere durch Zusammenklappen - demontieren und erneut
montieren zu können, da die Befestigungsstellen für die Türblatthalterung derart orientiert
sind, dass keine Verklebung durch Sprühnebel während des Beschichtungsvorgangs zu
erwarten ist.
[0029] Mittels einer Adaptionsschiene sind Anschlagtürblätter vorteilhaft beschichtbar -
insbesondere, da verhinderbar ist, dass das Türblatt durch die Beschichtung mit einem
Untergrund oder dem Mittelsteg verklebt. Durch eine Adaptionsschiene mit zwei aufgesetzten
konisch zulaufenden Holzelementen kann ein Anschlagtürblatt besonders günstig in einem
Beschichtungsprozessschritt beschichtet werden. Beispielsweise kann eine Leiste auf
dem Mittel aufgeleimt sein oder stoffschlüssig hervorstehen. Eine Adaptionsschiene
kann zum Beispiel auf der Leiste aufgesetzt sein, wobei alternativ zwei Adaptionsschienen
vorgesehen sein können. Bevorzugt liegt auf der Leiste oder der Adaptionsschiene Keile
oder Quader auf, um das Türblatt gegebenenfalls darauf abzustützen und großflächig
von unten mit einer Spritzpistole beschichten zu können oder das Türblatt in vertikaler
Richtung erhöht zu positionieren.
[0030] Bevorzugt ist zumindest eine Abdeckvorrichtung, vorzugsweise Schutzfolie, vorgesehen,
mit welcher zumindest ein Teil, vorzugsweise ein Mittelsteg der Abstützstruktur, vor
Verunreinigungen durch den Beschichtungsprozess schützbar ist. Dadurch kann eine Standzeit
der Haltevorrichtung erhöht werden und eine Reinigung effizienter erfolgen.
[0031] Bevorzugt ist ein Griff an der Abstützstruktur oder der wenigstens einen Standsäule,
vorzugsweise lösbar, angeordnet, um einen Transport der Türblatthalterung in der Gebrauchsstellung
und/oder Transportstellung zu erleichtern. Beispielsweise kann die Position des Griffs
hinsichtlich der Stellungen geändert werden.
[0032] Als besonders vorteilhafte Effekte, welche durch die Türblatthalterung bedingt werden
können, sind die Höhenverstellbarkeit, die Transportierbarkeit, die werkzeuglose Montage/Demontage
und/oder Handhabung, die beschädigungslose Halterung des Türblatts, die freie Zugänglichkeit
zur Beschichtung, die verschleißarme Konstruktion, die geringe Ausdehnung in horizontaler
Ebene in Gebrauchsstellung, die Möglichkeit der Beschichtung einer besonders hohen
Anzahl an Türblattformaten, die geringe Verletzungsgefahr und/oder die simple Einsetzbarkeit
vor Ort - beispielsweise an einer temporären Baustelle im privaten Anwendungsgebiet.
[0033] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für eine Anordnung aus einer solchen
Türblatthalterung mit einem Türblatt, wobei das Türblatt über ein Türblattscharnier
des Türblatts an dem Halteelement der zumindest einen Halteeinrichtung gehalten ist.
[0034] Das Türblatt kann an der Türblatthalterung in einer vertikalen Ebene in einem geringfügig
spitzen Winkel gegenüber der wenigstens einen Standsäule gehalten werden, über einem
an der Standsäule angeordneten Distanzhalter in einer im Wesentlichen vertikalen Ausrichtung
positioniert werden und/oder auf der Abstützstruktur punktförmig, linienförmig oder
flächig aufstehen.
[0035] Im Allgemeinen können Holzkomponenten oder metallische Komponenten beispielsweise
aus Kunststoff ausgebildet sein, wobei die konkrete Materialwahl im Allgemeinen nicht
essentiell ist. Eine metallische Komponente kann aus Holz oder eine holzartige Komponente
aus Metall geformt sein.
[0036] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zum Beschichten
eines Türblatts über eine solche Türblatthalterung, wobei die folgenden Verfahrensschritte
durchgeführt werden:
- die Türblatthalterung wird montiert,
- das Türblatt wird über ein Türblattscharnier des Türblatts an dem Halteelement der
Türblatthalterung aufgehängt und
- das Türblatt wird, vorzugsweise über zumindest fünf Seiten des Türblatts, beschichtet.
[0037] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Montage einer
solchen Türblatthalterung wobei die folgenden Verfahrensschritte ausgeführt werden:
- die Türblatthalterung wird aus einer zusammengeklappten und/oder zusammengefalteten
Transportstellung in eine Gebrauchsstellung übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass ein Befestigungsmittel zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung
in der Transportstellung zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung
in der Gebrauchsstellung angeordnet wird, und
- das Halteelement der zumindest einen Halteeinrichtung wird in einer an der wenigstens
einen Standsäule montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung verschobenen Stellung
bewegt.
[0038] Durch die Adjustage der Lokalisierung des Halteelements relativ zu der Standsäule
in der Montage wird eine simple Einstellvorrichtung für die Adaption der Türblatthalterung
aufgrund eines breiten Produktspektrums an Türblättern ermöglicht.
[0039] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Demontage
einer solchen Türblatthalterung, wobei die folgenden Verfahrensschritte ausgeführt
werden:
- die Türblatthalterung wird aus der Gebrauchsstellung in eine zusammengeklappte oder
zusammengefaltete Transportstellung übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist,
dass die zumindest eine Halteeinrichtung in eine relativ zu der wenigstens einen Standsäule
geänderten Position an der wenigstens einen Standsäule bewegt wird, und
- zumindest ein Befestigungsmittel, welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung
in der Gebrauchsstellung vorgesehen ist, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung
in der Transportstellung angeordnet.
[0040] Durch die Nutzung des Befestigungsmittels in einer Doppelfunktion für variierende
Teile hinsichtlich der Gebrauchsstellung und der Transportstellung kann unterbunden
werden, dass lose Teile wie Schrauben für die Bereitstellung der Gebrauchsstellung
transportiert werden müssen, welche während des Transports verloren gehen können.
Weiters kann die Anzahl an erforderlichen Bauteilkomponenten reduziert werden. Bei
einer klappbaren Version der Türblatthalterung können fünf Befestigungsmittel, bei
einer nicht klappbaren Version können drei Befestigungsmittel - insbesondere Sterngriffschrauben
- hinreichend sein.
[0041] Im Allgemeinen kann zumindest ein Teil der Türblatthalterung in einer Doppelfunktion
dazu genutzt werden, sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Transportstellung
für die Fixierung eines Teils - bevorzugt eines weiteren Teils - der Türblatthalterung
verwendet zu werden.
[0042] Insbesondere Begrifflichkeiten wie Scharnier, Schiene oder Winkel sind im Kontext
der Offenbarung breit auszulegen und können durch ein funktional analoges, jedoch
konstruktiv abweichendes Mittel ersetzt werden.
[0043] Vorteilhafte Ausführungsformen der Offenbarung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0044] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Halteelement
- in Form eines, vorzugsweise konischen oder zylindrischen, Zapfens vorliegt und/oder
- über eine quer von der wenigstens einen Standsäule abstehende Versteifungsstrebe von
der wenigstens einen Standsäule, vorzugsweise im Bereich zwischen 2 cm und 50 cm,
bevorzugt zwischen 5 cm und 20 cm oder 30 cm, distanziert ist.
[0045] Durch einen Zapfen kann ein Formschluss über eine Verbindung mit dem Türblattscharnier
erfolgen, welcher keine Fixierung mittels Werkzeugs oder eines Befestigungsmittels
bedarf. Im Allgemeinen kann in Ergänzung ein Sicherungsmittel zur Sicherung des Formschlusses
herangezogen werden. Bei einer Anbindung an dem Türblattscharnier werden Beschädigungen
gehemmt und die zugehörige Seite des Türblatts ist für den Beschichtungsprozess frei
zugänglich. Die Türblattbreite wird zudem nicht durch eine Distanzierung eines mittigen
Bereichs des Türblatts zu der wenigstens einen Standsäule limitiert.
[0046] Durch eine Versteifungsstreben kann ein Kippmoment aufgrund der Masse des Türblatts
relativ zu der Standsäule reduziert werden, wobei die der Standsäule zugewandte Seite
des Türblatts für den Beschichtungsprozess frei zugänglich bleibt.
[0047] Eine minimale Beabstandung von 2 cm gewährleistet eine kollisionsfreie Anbindung
an das Türblattscharnier. Eine maximale Beabstandung von 20 cm begünstigt ein auf
die Türblatthalterung wirkendes Drehmoment.
[0048] Bevorzugt ist vorgesehen, dass
- das Halteelement relativ zu der wenigstens einen Standsäule bewegbar, vorzugsweise
an der wenigstens einen Standsäule, gelagert ist und/oder
- das Halteelement in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung in vertikaler Richtung,
vorzugsweise stufenlos oder in diskreten Schritten, entlang der wenigstens einen Standsäule
in einer Position entlang der wenigstens einen Standsäule verstellbar ist, wobei vorzugsweise
vorgesehen ist, dass wenigstens ein Befestigungsmittel zur Fixierung der zumindest
einen Halteeinrichtung in einem Langloch der zumindest einen Halteeinrichtung und/oder
einer Nut der wenigstens einen Standsäule für die Halteeinrichtung geführt ist, und/oder
- die zumindest eine Halteeinrichtung und/oder das Halteelement dazu eingerichtet ist,
wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung zu fixieren.
[0049] Dadurch wird gewährleistet, die Türblatthalterung effizient an unterschiedliche Türblatthöhen
anzupassen. Im Allgemeinen ist jedoch kein Langloch für die Bewegung und/oder Fixierung
des Halteelements in vertikaler Richtung erforderlich. Alternativ oder in Ergänzung
kann beispielsweise eine Nut, vorzugsweise T-Nut, oder Bohrung an der wenigstens einen
Standsäule vorgesehen sein (beispielsweise in Holz gefräst oder an einem metallischen
Profil stranggepresst), um das Halteelement durch ein Befestigungsmittel, vorzugsweise
über einen Nutstein, in vertikaler Richtung in der Position zu adjustieren. Bevorzugt
ist das Halteelement stufenlos und/oder im Wesentlichen über eine gesamte Länge der
wenigstens einen Standsäule verschiebbar, wobei alternativ oder in Ergänzung diskrete
Fixierungspositionen und/oder eine bereichsweise Verstellung vorgesehen sein kann.
[0050] Ist das Halteelement beispielsweise als Zapfen ausgebildet, eignet sich dieser Zapfen
besonders zur Arretierung eines Teils der Türblatthalterung in der Transportstellung.
[0051] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Abstützstruktur
- drei, vorzugsweise in H-Form, lösbar miteinander verbundene oder verbindbare leistenartige
Bodenelemente, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zumindest ein Bodenelement
ein Befestigungsmittel, eine Nut oder einen Bolzen zur lösbaren Verbindung mit einem
weiteren Bodenelement umfasst, und/oder
- wenigstens eine, vorzugsweise zwei konisch zulaufende, Leiste und/oder Adaptionsschiene,
wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Leiste und/oder Adaptionsschiene
an einem Bodenelement als Mittelsteg der Abstützstruktur angeordnet ist, und/oder
- eine Öffnung oder einen Bolzen zur lösbaren Verbindung mit der wenigstens einen Standsäule
und/oder
- ein Stabilisierungsmittel, vorzugsweise metallischer Winkel, für die wenigstens eine
Standsäule, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass über das Stabilisierungsmittel
wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung fixierbar ist,
umfasst.
[0052] Besonders bevorzugt ragt in der Gebrauchsstellung ein Bolzen der Standsäule durch
zwei Bodenelemente der Abstützstruktur, wobei die beiden Bodenelemente mittels zumindest
einen Bolzens miteinander gekoppelt sind und bevorzugt mittels einer Nut miteinander
verbunden sind, sodass beispielsweise der Mittelsteg der Abstützstruktur komfortabel
angehoben werden kann und die gesamte Türblatthalterung an eine geänderte Position
mitbewegt bewegt werden kann.
[0053] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Abstützstruktur und/oder die wenigstens eine Standsäule,
vorzugsweise werkzeuglos, zumindest zweiteilig ausgeführt und klappbar ist.
[0054] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Standsäule zumindest zweiteilig
ausgebildet ist und mittels einem an zwei Teilen der wenigstens einen Standsäule angeordneten
Scharnier faltbar ist und/oder zwei Teile der wenigstens einen Standsäule mittels
eines metallischen Profils in Gebrauchsstellung stabilisierbar oder stabilisiert sind,
wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass durch das metallische Profil wenigstens ein
Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung fixierbar ist und/oder ein weiteres
Scharnier vorgesehen ist, mit welchem wenigstens ein Teil der Türblatthalterung, vorzugsweise
der Abstützstruktur, in einer Transportstellung fixierbar ist.
[0055] Das Profil, welches grundsätzlich auch aus einem anderweitigen Material wie Kunststoff
oder Holz gefertigt sein kann, dient zur Stabilisierung der wenigstens einen Standsäule
- insbesondere bei einer klappbaren oder faltbaren zumindest zweiteiligen Standsäule.
[0056] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Türblatthalterung
- in einer Gebrauchsstellung eine Dimensionierung von maximal 210x100x100 cm und/oder
- aus einer Gebrauchsstellung in eine Transportstellung überführbar ist, wobei die Türblatthalterung
in der Transportstellung eine Dimensionierung von maximal 120x30x30 cm, vorzugsweise
120x20x20 cm,
aufweist.
[0057] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Standsäule und/oder die Abstützstruktur
zumindest zum überwiegenden Teil Holz oder holzartiges Material umfasst.
[0058] Mittels einer minimalen Dimensionierung einer Grundfläche in Gebrauchsstellung von
beispielsweise 80 cm x 80 cm kann eine hinreichende Stabilität beziehungsweise Standfestigkeit
für besonders schwere Türen erwirkt werden. Bevorzugt weist die Abstützstruktur eine
Dimensionierung von 95 cm x 85 cm oder 85 cm x 85 cm oder 95 cm x 95 cm auf. Beispielsweise
umfasst die Gebrauchsstellung circa 210 cm x 100 cm x 100 cm und/oder die Transportstellung
eine Dimensionierung im Bereich von 100-110 cm x 15-20 cm x 15-20 cm, bevorzugt im
Wesentlichen 106 cm x 17 cm x 16 cm, wobei die Maße in Abhängigkeit eines verwendeten
Befestigungsmittels, vorzugsweise Sterngriffschraube, und/oder Griffs abweichen können.
[0059] Bevorzugt sind die Füße der Abstützstruktur als Holzfüße ausgeführt, wobei beispielsweise
alternativ Kunststofffüße vorgesehen sein können. Im Allgemeinen kann Kunststoff alternativ
zu Holz eingesetzt werden. Bei besonders hohen Anforderungen an die Türblatthalterung
kann im Allgemeinen Metall als Material zum Einsatz kommen.
[0060] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Türblatt über Airlessspritzverfahren, Niederdruckspritzverfahren
und/oder Hochdruckspritzverfahren beschichtet wird.
[0061] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das zumindest eine Befestigungsmittel in Form einer
Schraube, vorzugsweise werkzeuglos zu betätigende Schraube, vorliegt und/oder das
Halteelement, die zumindest eine Halteeinrichtung, ein Stabilisierungsmittel der Abstützstruktur
und/oder ein weiteres Scharnier oder metallisches Profil der wenigstens einen Standsäule
wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in der Transportstellung fixiert.
[0062] Das Stabilisierungselement wirkt einer Kippbewegung der Standsäule abstützend entgegen.
[0063] Bevorzugt umfasst ein Bodenelement eine Ausnehmung für einen Formschluss in der Transportstellung.
[0064] Bevorzugt ist ein, besonders bevorzugt verschwenkbares, Schienenelement an der wenigstens
einen Standsäule für die Transportstellung, besonders bevorzugt in Wechselwirkung
mit einer Torbandschraube, vorgesehen.
[0065] Bevorzugt wird der Winkel mit der Standsäule über eine Befestigungsschraube oder
dergleichen gesichert.
[0066] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zunächst die wenigstens eine Standsäule von der Transportstellung
gelöst wird, anschließend die Abstützstruktur gebildet wird und darauffolgend die
wenigstens eine Standsäule an der Abstützstruktur fixiert wird oder vice versa und/oder
die zumindest eine Halteeinrichtung im Zuge der Montage oder Demontage der Türblatthalterung
an der wenigstens einen Standsäule verbleibt.
[0067] Weitere Einzelheiten und Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden
Offenbarung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin
zeigen:
- Fig. 1
- eine Türblatthalterung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Gebrauchsstellung
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen Detailausschnitt einer Standsäule einer Türblatthalterung gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 3a-3c
- die Türblatthalterung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in Transportstellung
in drei orthogonalen Ansichten in schematischen Darstellungen und
- Fig. 4a-4c
- vergrößerte Detailausschnitte einer Türblatthalterung gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform in perspektivischer Ansicht in variierenden Zuständen.
[0068] Fig. 1 zeigt eine Türblatthalterung 1 für ein Türblatt 2 einer Wohnungstür zum Beschichten
des Türblatts 2 außerhalb eines Türrahmens, wobei die Türblatthalterung 1 dieses Ausführungsbeispiels
eine dreiteilige Abstützstruktur 3 zur Kontaktierung eines Bodens über vier Füße 4,
eine zweiteilige vertikale Standsäule 5 und eine Halteeinrichtung 6 zum Halten des
Türblatts 2 an der Türblatthalterung 1 umfasst. Im Allgemeinen sind beispielsweise
Ausführungsformen möglich, bei welcher die Standsäule 5 einteilig oder mehrteilig
ausgebildet ist, die Abstützstruktur 3 anderweitig ausgestaltet ist und/oder zwei
spiegelsymmetrisch angeordnete Halteeinrichtungen 6 zur Anbindung zweier Türblätter
2 vorgesehen sind.
[0069] Bei der dargestellten Ausführungsform der Türblatthalterung 1 ist die Halteeinrichtung
6 an der Standsäule 5 angeordnet, wobei die Halteeinrichtung 6 genau ein in der dargestellten
Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung 1 im Wesentlichen vertikal orientiertes
Halteelement 8 umfasst, welches in Form eines konischen oder zylindrischen Zapfens
10 vorliegt und über eine quer von der Standsäule 5 abstehende Versteifungsstrebe
11 von der Standsäule 5 im Bereich zwischen 5 cm und 20 cm distanziert ist.
[0070] Das Halteelement 8 ist im Bereich der Standsäule 5 angeordnet und zur Fixierung des
Türblatts 2 dazu ausgebildet, das Türblatt 2 über ein Türblattscharnier 9 in Form
eines Türbands 23 des Türblatts 2 durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem
Türblattscharnier 9 und dem Halteelement 8 in Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung
1 im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten.
[0071] Das Türband 23 ist in schematischer Darstellung vergrößert an einem in strichpunktierter
Linie angedeuteten Türblatt 2 visualisiert, um eine mögliche Anordnung aus der Türblatthalterung
1 und dem Türblatt 2 zu verdeutlichen, indem das Türblatt 2 über das Türblattscharnier
9 an dem Halteelement 8 gehalten wird.
[0072] Beispielsweise kann der Zapfen 10 geringfügig geneigt sein, um bei einem an der Halteeinrichtung
6 angebundenen Türblatt 2 ein Spiel zwischen dem Halteelement 8 und dem Türblattscharnier
9 zur im Wesentlichen vertikalen Ausrichtung des Türblatts 2 zu kompensieren.
[0073] Die Abstützstruktur 3 umfasst drei in H-Form lösbar miteinander verbundene leistenartige
Bodenelemente 15.
[0074] Das mittig angeordnete Bodenelement 15 agiert als Mittelsteg der Abstützstruktur
3 zur etwaigen Kontaktierung des Türblatts 2 und umfasst eine Adaptionsschiene 17,
wobei im Allgemeinen zwei konisch zulaufende Leisten oder Adaptionsschienen 17 vorgesehen
sein können.
[0075] Das der Standsäule 5 zugeordnete Bodenelement 15 ist mittels zweier Bolzen 24 auf
(vgl. Fig. 3b) mit dem Mittelsteg stirnseitig verbunden, wobei die Standsäule 5 einen
Bolzen 24 aufweist, welcher durch die beiden Bodenelemente 15 ragt (im Allgemeinen
reicht die Anbindung an ein Bodenelement 15), wobei die kinematische Umkehr im Allgemeinen
ebenfalls möglich ist. Die Verbindung zwischen Standsäule 5 und Abstützstruktur 3
sowie der Abstützstruktur 3 ist werkzeuglos lösbar, wobei zur Sicherung in Ergänzung
beispielsweise eine Schraubverbindung oder ein Befestigungsmittel 12 herangezogen
werden kann.
[0076] Die Standsäule 5 umfasst ein Stabilisierungsmittel 18 in Form eines metallischen
Winkels 19 für die Kopplung oder Stabilisierung der Standsäule 5 an der Abstützstruktur
3, wobei das Stabilisierungsmittel 18 im Allgemeinen der Abstützstruktur 3 zugeordnet
werden kann.
[0077] Die beiden parallel zueinander orientierten Bodenelemente 15 weisen eine Nut 16 für
den Mittelsteg der Abstützstruktur 3 auf, wobei im Allgemeinen beispielsweise eine
Nut 16 hinreichend oder eine anderweitige Fixierung vorgesehen sein kann.
[0078] Das mittige Bodenelement 15 ist über zumindest einen Bolzen 24 mit einem angrenzenden
Bodenelement 15 verbunden.
[0079] Das mittige Bodenelement 15 ist über ein Befestigungsmittel 12 mit dem weiteren angrenzenden
Bodenelement 15 verbunden.
[0080] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Türblatthalterung 1 sind die Befestigungsmittel
12 identisch und in Form einer Sternschraube ausgebildet, wobei dies nicht zwingend
erforderlich ist.
[0081] Die Halteeinrichtung 6 und das Halteelement 8 sind relativ zu der Standsäule 5 bewegbar
durch eine verschiebbare Lagerung an der Standsäule 5 ausgeführt.
[0082] Die Halteeinrichtung 6 und das Halteelement 8 sind in Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung
1 in vertikaler Richtung stufenlos entlang der Standsäule 5 in einer Position entlang
der Standsäule 5 verstellbar, wobei ein Befestigungsmittel 12 zur Fixierung der Halteeinrichtung
6 in einem Langloch 13 der Halteeinrichtung 6 geführt ist und im Allgemeinen alternativ
oder in Ergänzung diskrete Rastpositionen für das Befestigungsmittel 12 vorgesehen
sein können.
[0083] Im Allgemeinen kann das Langloch 13 entfallen und beispielsweise durch eine Nut an
der Standsäule 5 zur Adjustage des Halteelements 8 (zum Beispiel mittels eines Nutsteins)
ersetzt werden.
[0084] Die Abstützstruktur 3 ist in der mehrteiligen Form werkzeuglos aus der Gebrauchsstellung
7 in eine Transportstellung 14 überführbar.
[0085] Die Türblatthalterung 1 weist in der Gebrauchsstellung 7 eine maximale Dimensionierung
von 210x100x100 cm auf beziehungsweise ist in einem Kubus von maximal 210x100x100
cm vollständig platzierbar.
[0086] Die Standsäule 5 und die Abstützstruktur 3 sind abseits von Stabilisierungsmitteln,
Befestigungsmitteln 12 und der Halteeinrichtung 6 aus Holz oder holzartigem Material
gebildet.
[0087] Um das Türblatt 2 über die Türblatthalterung 1 zu beschichten, wird die Türblatthalterung
1 montiert, das Türblatt 2 über das Türblattscharnier 9 des Türblatts 2 an dem Halteelement
8 der Türblatthalterung 1 aufgehängt und das Türblatt 2 wird beispielsweise über fünf
oder sechs Seiten des Türblatts 2 beschichtet, welche durch die Türblatthalterung
1 für das Beschichtungspersonal frei zugänglich sind, wobei das Türblatt 2 bevorzugt
über Airlessspritzverfahren, Niederdruckspritzverfahren oder Hochdruckspritzverfahren
beschichtet wird.
[0088] Im Allgemeinen kann vorgesehen sein, dass zwischen der Standsäule 5 und der Abstützstruktur
3 eine (vorzugsweise quer von den beiden Bauteilkomponenten abstehende und/oder zumindest
an einem freien Ende lösbare) Versteifungsstrebe 33 und/oder Stützstange installiert
ist (strichliert dargestellt), um besonders hohe oder schwere Türen sicher halten
und stabilisieren zu können.
[0089] Fig. 2 zeigt, dass die Standsäule 5 zweiteilig ausgestaltet ist, wobei die Standsäule
5 mittels eines an beiden Teilen der Standsäule 5 angeordneten Scharniers 21 im Zuge
der Überführung aus der Gebrauchsstellung 7 in die Transportstellung 14 gefaltet werden
kann.
[0090] Die Standsäule 5 ist werkzeuglos aus der Gebrauchsstellung 7 in die Transportstellung
14 klappbar.
[0091] Die beiden Teile der Standsäule 5 werden mittels eines metallischen Profils 20 in
Gebrauchsstellung 7 stabilisiert. Wie in den Fig. 3a bis 3c ersichtlich, wird unter
anderem das Profil 20 in einer zur Fixierung in der Transportstellung an einem Teil
der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 gesichert. Es ist möglich, das
Profil in einer Doppelfunktion zur Sicherung eines anderweitigen Teils der Türblatthalterung
1 vorzusehen.
[0092] Das metallische Profil 20 ist in einer Mulde der Standsäule angeordnet, um eine kompakte
Transportstellung 14 oder eine Gebrauchsstellung 7 mit reduziertem Verletzungsrisiko
zu erwirken.
[0093] An der Standsäule 5 ist ein weiteres Scharnier 22 angeordnet, mit welchem die beiden
faltbaren (oder klappbaren) Teile der Standsäule 5 in der Transportstellung 14 sicherbar
sind. Es ist möglich, das Scharnier 22 (oder ein anderweitiges Scharnier oder Profil
oder Bauteilkomponente) zu nutzen, um einen anderweitigen Teil der Türblatthalterung
1 (wie der Abstützstruktur 3) in der Transportstellung 14 zu fixieren.
[0094] Fig. 3a zeigt die Türblatthalterung 1 in einer aus der Gebrauchsstellung 7 in die
Transportstellung 14 übergeführten Form, wobei die Türblatthalterung 1 in der Transportstellung
14 eine Dimensionierung von maximal 120x20x20 cm aufweist.
[0095] Die Befestigungsmittel 12 liegen in Form von werkzeuglos betätigbaren Sterngriffschrauben
vor.
[0096] Zum Aufbau wird zunächst die erste Sterngriffschraube, welche unterhalb der in dem
Langloch 13 angeordneten Sterngriffschraube positioniert ist, von dem weiteren Scharnier
22 (vgl. Fig. 2) gelöst, um die Türblatthalterung 1 über das Scharnier 21 (vgl. Fig.
2) aufzuklappen. Von dem unteren Teil der Standsäule 5 kann durch Lösen der zweiten
- neben der ersten Sterngriffschraube lokalisierten - Sterngriffschraube das Profil
20 (vgl. Fig. 2) umgeklappt werden, um dieses erneut mit derselben Sterngriffschraube
am oberen Teil der Standsäule 5 zu fixieren.
[0097] Anschließend wird die - in der Darstellung rechts oben verortete - dritte Sterngriffschraube
von dem (allgemein nutzbaren) Schienenelement 25 zur Sicherung der Transportstellung
14 gelöst, wobei die dritte Sterngriffschraube ebenfalls an dem Profil 20 zur erhöhten
Stabilisierung der Standsäule 5 angebunden wird.
[0098] Nun können die beiden Bodenelemente 15, welche an der Abstützstruktur 3 parallel
zueinander orientiert werden, von der Standsäule 5 gelöst werden, wobei eine Entnahme
über die Halteeinrichtung 6 wie folgt erfolgen kann: Die Standsäule 5 wird mit der
dem Profil 20 zugehörigen Seiten auf den Boden gedreht, wobei das obere Bodenelement
15 etwas vorgeschoben wird, um das obere Bodenelement 15 von der Halteeinrichtung
6 nach oben hin lösen zu können. Das als Mittelsteg vorgesehene Bodenelement 15 ist
am unteren Teil der Standsäule 5 befestigt und lässt sich mit Lösen einer vierten
- in Fig. 3c stirnseitig an einem kleinen an der Standsäule 5 angebundenen Metallwinkel
29 ersichtlichen - Sterngriffschraube von der Transportstellung 14 entfernen. Dieses
in Form des Mittelstegs vorgesehene Bodenelement 15 wird beim Zusammenbau in die dafür
vorgesehene beziehungsweise korrespondierende Ausnehmung an den anliegenden Hölzern
in Form der Nuten eingesetzt (vgl. Fig. 1).
[0099] Eines der beiden Bodenelemente 15 wird durch eine Sterngriffschraube an der Stirnseite
des Mittelstegs befestigt. Der Mittelsteg wird am gegenüberliegenden Ende auf das
weitere Bodenelement 15 geschoben - nicht von oben hineingedrückt, sodass die beiden
Bolzen 24 oder Dübel am Mittelsteg in die Nut 16 am (hinteren) Bodenelement 15 eingeführt
werden. Dadurch wird ein Formschluss gebildet, welcher beim Anheben der Türblatthalterung
1 ein Auseinanderfallen der Abstützstruktur 3 hemmt. Die Bolzen 24 können konisch
für einen Reibschluss in longitudinaler Richtung ausgebildet sein.
[0100] Auf dem Mittelsteg-Bodenelement 15 befindet sich am an einem freien Ende der Winkel
19. Zwischen dem Winkel 19 befindet sich
in Gebrauchsstellung ein Befestigungsmittel 12 in Form eines Lochs, welches im Allgemeinen
in kinematischer Umkehr als Bolzen 24 oder Dübel ausgebildet sein kann. In dieses
Loch wird die Standsäule 5 über einen korrespondierenden - durch den Winkel 19 verdeckten
- Bolzen 24 eingeführt und rückseitig durch eine Sterngriffschraube mit dem Winkel
19 fixiert.
[0101] Befestigungslöcher und/oder Stabilisierungslöcher am Winkel 19 sind nicht zwingend
erforderlich.
[0102] Der Abbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, beispielsweise wie folgt: Zunächst
wird das die Halteeinrichtung 6 so weit auf das obere Teil der Standsäule 5 geschoben
und fixiert, sodass das - bevorzugt aus Holz gebildete 6 und/oder stoffschlüssig mit
der Halteeinrichtung 6 oder lösbar verbundene - Halteelement 8 in Flucht mit dem freien
Ende der Standsäule 5 steht. Anschließend kann die Standsäule 5 von der Abstützstruktur
3 durch Lösen der Sterngriffschraube entnommen werden und die Bodenelemente 15 zerlegt
werden.
[0103] Darauffolgend wird das vordere der beiden parallelen Bodenelemente 15 (vgl. Fig.
1) mittig vorbei an der Halteeinrichtung 6 an das obere Ende der Standsäule 5 geschoben.
Das hintere Bodenelement 15 wird auf das vordere Bodenelement 15 aufgesetzt, wobei
eine Ausnehmung 26 am oberen Ende über die Halteeinrichtung 6 (zur konstruktiven Verbindung)
formschlüssig eingeschoben wird. Eine Nut am gegenüberliegenden Bodenelement 15 (vgl.
Fig. 1) kann zum Einhaken in der Transportstellung 14 genutzt werden, um die kompakte
Transportstellung 14 zu sichern.
[0104] Danach können im mittigen Bereich der Standsäule 5 beide Hölzer durch das Schienenelement
25 (vgl. Fig. 1) der Standsäule 15 miteinander verbunden werden. Beim Verdrehen des
Schienenelements 25 arretiert ein mittiger Bereich mit einer Torbandschraube 27 des
Bodenelements 15 gemäß dieser Ausführungsform, wobei das obere Element mit einer Sterngriffschraube
fixiert werden kann.
[0105] Der Mittelsteg als Bodenelement 15 wird umgedreht, sodass die Adaptionsschiene 17
oder Holzleiste zwischen Standsäule 5 und Mittelsteg liegt und von unten nach oben
auf die Standsäule 15 aufgeschoben werden kann.
[0106] Eine Befestigungsschraube 28 (vgl. Fig. 3c), welche sich innenseitig am Winkel 19
befindet, findet am unteren Ende der Standsäule 5 in einer seitlichen Ausfräsung Platz
und dient einem konstruktiven Halten des unteren Endes.
[0107] Nun kann mit einer Sterngriffschraube der Mittelsteg im mittleren Bereich der Standsäule
5 durch den Metallwinkel 29 angebunden werden. Der Metallwinkel 29 kann in Gebrauchsstellung
7 als Distanzelement verwendet werden und beispielsweise mit einem Puffermaterial
ummantelt sein/werden, wobei eine Beabstandung zwischen Türblatt 2 und Metallwinkel
29 hinsichtlich eines vollständigen Beschichtungsprozess bevorzugt ist.
[0108] Anschließend wird die Standsäule 5 in analogem Prozedere zum Aufbau in umgekehrter
Chronologie zusammengeklappt oder zusammengefaltet und mit einer Sterngriffschraube
das Profil 6 (vgl. Fig. 2) im Transportzustand gesichert. Zuletzt wird mit der letzten
verfügbaren Sterngriffschraube die beiden Teile der Standsäule 5 durch das weitere
Scharnier 22 (vgl. Fig. 2) miteinander verbunden, damit ein hinreichender Halt zur
Transportfähigkeit sichergestellt werden kann.
[0109] In Bezug auf den Gebrauch wird die Halteeinrichtung 6 so weit nach unten eingestellt,
dass das Türblattscharnier 9 des Türblatts 2 darüber liegt, wenn dieses auf dem Mittelsteg
platziert wird. Der Abstand des Türblatts 2 zur Standsäule 5 sollte derart gewählt
sein, dass das Halteelement 8 in einer Flucht mit dem Türblattscharnier 9 liegt. Nach
entsprechendem Aufsetzen oder Einhaken des Türblatts 2 kann das Türblatt 2 einhändig
gehalten werden und mit der weiteren Hand kann die Halteeinrichtung 6 etwas gelöst
werden, um die Halteeinrichtung 6 weiter nach oben zu schieben - bis das Halteelement
8 im Türblattscharnier 9 gemäß diesem Ausführungsbeispiel eingeführt ist. Sofern eine
Verbindung zwischen Halteelement 8 und Türblatt 2 vorliegt, kann das Türblatt 2 losgelassen
werden und mittels der in dem Langloch 13 geführten Sterngriffschraube kann die Halteeinrichtung
6 entgegen einem Abrutschen in vertikaler Richtung entlang der Standsäule 5 fixiert
werden, sodass das Türblatt 2 an der Türblatthalterung 1 gesichert ist.
[0110] Fig. 3b zeigt, dass das Halteelement 8 der Halteeinrichtung 6 dazu eingerichtet ist,
einen Teil der Türblatthalterung 1 in Form eines Bodenelements 15 der Abstützstruktur
3 in der Transportstellung 14 über eine Nut 16 des Bodenelements 15 zu fixieren.
[0111] Das Stabilisierungsmittel 18 kann im Allgemeinen dazu genutzt werden, einen Teil
der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 zu fixieren, wobei in der gewählten
Transportstellung 14 das Stabilisierungsmittel 18 derart orientiert ist, um eine besonders
kompakte Transportstellung 14 zu gewährleisten und einen Bolzen 24 der Standsäule
zur Anbindung an die Abstützstruktur 3 zu schützen. Das Stabilisierungsmittel 18 kann
verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Türblatthalterung 1 im Zuge eines Transports
ortsfest am Transportmittel verbleibt.
[0112] Im Allgemeinen kann ein, vorzugsweise lösbarer, Griff 30 (vgl. Fig. 4a) an der Türblatthalterung
1, vorzugsweise an der Standsäule 5, montiert sein, um die Türblatthalterung 1 in
der Gebrauchsstellung 7 und/oder Transportstellung 14 besonders komfortabel tragen
zu können.
[0113] Fig. 3c unterscheidet sich von Fig. 3a lediglich in einem um 180° geänderten Blickwinkel,
wobei die Halteeinrichtung 6 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist und
ersichtlich ist, dass die Adaptionsschiene 17 in der Transportstellung 14 zwischen
dem zugehörigen Bodenelement 15 und einem Teil der Standsäule 5 verortet ist.
[0114] Ein exemplarisches Verfahren zur Montage der Türblatthalterung 1 kann wie folgt expliziert
werden: Die Türblatthalterung 1 wird aus der zusammengeklappten oder zusammengefalteten
Transportstellung 14 in die Gebrauchsstellung 7 übergeführt, wobei eines der Befestigungsmittel
12 zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14
zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung 1 in der Gebrauchsstellung
7 angeordnet wird, und das Halteelement 8 der Halteeinrichtung 6 wird in einer an
der Standsäule 5 montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung verschobenen Stellung
bewegt.
[0115] Ein exemplarisches Verfahren zur Demontage der Türblatthalterung 1 kann wie folgt
expliziert werden: Die Türblatthalterung 1 wird aus der Gebrauchsstellung 7 in die
zusammengeklappte oder zusammengefaltete Transportstellung 14 übergeführt, wobei die
Halteeinrichtung 6 in eine relativ zu der Standsäule 5 geänderten Position an der
Standsäule 5 bewegt wird, und zumindest ein Befestigungsmittel 12 in Form einer werkzeuglos
betätigbaren Schraube, welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung 1
in der Gebrauchsstellung 7 vorgesehen war, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung
1 in der Transportstellung 14 angeordnet.
[0116] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird in Ergänzung zu dem Befestigungsmittel 12 auch
das Halteelement 8, die Halteeinrichtung 6, das Stabilisierungsmittel 18 der Abstützstruktur
3 und das Schienenelement 25 sowie das metallisches Profil 20 der Standsäule 5 herangezogen,
um in einer Doppelfunktion zur Fixierung weiterer Teile der Türblatthalterung 1 in
der Transportstellung 14 zu fungieren. Bei der vorliegenden Ausführungsform wird das
Scharnier 22 zur Sicherung der Transportstellung 14 genutzt.
[0117] Bei dieser Ausführungsform wird zunächst die Standsäule 5 von der Transportstellung
14 gelöst, wobei anschließend die Abstützstruktur 3 gebildet wird und darauffolgend
die Standsäule 5 an der Abstützstruktur 3 fixiert wird. Die Montage erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge, wobei die Halteeinrichtung 6 sowohl bei der Montage als auch bei der
Demontage der Türblatthalterung 1 an der Standsäule 5 verbleiben kann - und als Fixierungsmittel
dient.
[0118] Fig. 4a zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Türblatthalterung 1, wobei
das metallische Profil 20 in einer Nut 31 für das metallische Profil 20, vorzugsweise
T-Nut-Fräsung, in der Standsäule 5 eingebettet ist. Dadurch kann die Standsäule 5
in temporärer Hinsicht besonders effizient aufgebaut werden, wobei das metallische
Profil 20 in vertikaler Richtung verschoben werden kann und gegebenenfalls mittels
eines Befestigungsmittels 12 in der Lage fixiert werden kann. Darüber hinaus kann
durch diese Maßnahme eine Herstellung vereinfacht werden.
[0119] Das metallische Profil 20 kann beispielsweise in Form einer Stange ausgeführt sein.
[0120] Für die Positionierung der Halteeinrichtung 6 in vertikaler Richtung ist eine Nut
32 für die Halteeinrichtung 6 vorgesehen.
[0121] Die Befestigungsstelle für das Halteelement 8 ist an einer Seite der Standsäule 5
angeordnet, welche nicht der Seite der Standsäule 5 entspricht, an welcher das Halteelement
8 angeordnet ist. Bei der vorliegenden Ausführungsform mit quaderförmigem Querschnitt
kann die Befestigungsstelle an einer der drei verbleibenden Seiten angeordnet werden,
wobei bevorzugt die Seite der Standsäule 5 herangezogen wird, welche angrenzend an
die Seite mit daran angeordnetem Halteelement 8 verortet liegt.
[0122] In analoger Weise zu Fig. 1 ist vorgesehen, dass das Haltelement 8 an einer Seite
angeordnet ist - in Orientierung in Richtung der Abstützstruktur 3 - und die Befestigungsstelle
für die Halteeinrichtung 6 an der angrenzenden beziehungsweise orthogonal dazu orientierten
Seite der Standsäule 5 montiert ist, um das Halteelement 8 vertikal zu verschieben.
[0123] Fig. 4b verdeutlicht, dass die Standsäule 5 im Fall einer mehrteiligen Ausbildung
alternativ oder in Ergänzung zu einer zusammenklappbaren Ausführung über eine gelenkige
Verbindung in Form eines Scharniers 21 der Teile der Standsäule 5 zusammengefaltet
werden kann. Das Schienenelement 25 ist beispielsweise nicht zwingend erforderlich.
[0124] Fig. 4c visualisiert in einem vergrößerten Detailausschnitt eine Option einer Rastverbindung
für die Türblatthalterung 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei ein
Befestigungsmittel 12 - in der dargestellten Version in Form einer Torbandschraube
34 - vorgesehen ist, welches beim Zusammenbau der Türblatthalterung 1 auf an einem
Teil der Standsäule 5 einrasten kann.
[0125] Dadurch findet automatisch eine Verriegelung statt, welche eine zusätzliche Verbindung
mit einem Befestigungsmittel 12 (beispielsweise einer Sternschraube) entbehrlich macht.
[0126] Die Standsäule 5 ist bevorzugt aus Holz gefertigt, wobei alternativ beispielsweise
ein metallisches Strangpressprofil herangezogen werden kann.
1. Türblatthalterung (1) für ein Türblatt (2) einer Wohnungstür zum Beschichten des Türblatts
(2) außerhalb eines Türrahmens, umfassend
- eine Abstützstruktur (3) zur Kontaktierung eines Bodens, vorzugsweise über Füße
(4),
- wenigstens eine, vorzugsweise zwei- oder mehrteilige, vertikale Standsäule (5),
und
- zumindest eine Halteeinrichtung (6) zum Halten eines Türblatts (2) an der Türblatthalterung
(1), wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) an einer, vorzugsweise in Richtung
der Abstützstruktur (3) weisenden, Seite der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Halteeinrichtung (6), vorzugsweise genau, ein in Gebrauchsstellung
(7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen vertikal orientiertes Halteelement (8)
umfasst, welches im Bereich der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist und
zur Fixierung eines Türblatts (2) dazu ausgebildet ist, das Türblatt (2) über ein
Türblattscharnier (9), vorzugsweise in Form eines Türbands (23), des Türblatts (2)
durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Türblattscharnier (9) und dem Halteelement
(8) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen in vertikaler
Ausrichtung zu halten, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) relativ zu der
wenigstens einen Standsäule (5) bewegbar an der wenigstens einen Standsäule (5) gelagert
ist, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung
(1) in vertikaler Richtung entlang der wenigstens einen Standsäule (5) verstellbar
ist und die zumindest eine Halteeinrichtung (6) über wenigstens eine Befestigungsstelle
an der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Befestigungsstelle
ausschließlich an wenigstens einer weiteren Seite der wenigstens einen Standsäule
(5) angeordnet ist.
2. Türblatthalterung (1) nach Anspruch 1, wobei das Halteelement (8)
- in Form eines, vorzugsweise konischen oder zylindrischen, Zapfens (10) vorliegt
und/oder
- über eine quer von der wenigstens einen Standsäule (5) abstehende Versteifungsstrebe
(11) von der wenigstens einen Standsäule (5), vorzugsweise im Bereich zwischen 2 cm
und 50 cm, bevorzugt zwischen 5 cm und 20 cm, distanziert ist.
3. Türblatthalterung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei
- das Halteelement (8) relativ zu der wenigstens einen Standsäule (5) bewegbar, vorzugsweise
an der wenigstens einen Standsäule (5), gelagert ist und/oder
- das Halteelement (8) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) in vertikaler
Richtung, vorzugsweise stufenlos oder in diskreten Schritten, entlang der wenigstens
einen Standsäule (5) in einer Position entlang der wenigstens einen Standsäule (5)
verstellbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass wenigstens ein Befestigungsmittel
(12) zur Fixierung der zumindest einen Halteeinrichtung (6) in einem Langloch (13)
der zumindest einen Halteeinrichtung (6) und/oder einer Nut (32) der wenigstens einen
Standsäule (5) für die Halteeinrichtung (6) geführt ist, und/oder
- die zumindest eine Halteeinrichtung (6) und/oder das Halteelement (8) dazu eingerichtet
ist, wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14)
zu fixieren.
4. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abstützstruktur
(3)
- drei, vorzugsweise in H-Form, lösbar miteinander verbundene oder verbindbare leistenartige
Bodenelemente (15), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zumindest ein Bodenelement
(15) ein Befestigungsmittel (12), eine Nut (16) oder einen Bolzen (24) zur lösbaren
Verbindung mit einem weiteren Bodenelement (15) umfasst, und/oder
- wenigstens eine, vorzugsweise zwei konisch zulaufende, Leiste und/oder Adaptionsschiene
(17), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Leiste und/oder
Adaptionsschiene (17) an einem Bodenelement (15) als Mittelsteg der Abstützstruktur
(3) angeordnet ist, und/oder
- eine Öffnung oder einen Bolzen (24) zur lösbaren Verbindung mit der wenigstens einen
Standsäule und/oder
- ein Stabilisierungsmittel (18), vorzugsweise metallischer Winkel (19), für die wenigstens
eine Standsäule (5), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass über das Stabilisierungsmittel
(18) wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14)
fixierbar ist,
umfasst.
5. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abstützstruktur
(3) und/oder die wenigstens eine Standsäule (5), vorzugsweise werkzeuglos, zumindest
zweiteilig ausgeführt und klappbar ist.
6. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens
eine Standsäule (5) zumindest zweiteilig ausgebildet ist und mittels einem an zwei
Teilen der wenigstens einen Standsäule (5) angeordneten Scharnier (21) faltbar ist
und/oder zwei Teile der wenigstens einen Standsäule (5) mittels eines metallischen
Profils (20) in Gebrauchsstellung (7) stabilisierbar oder stabilisiert sind, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass durch das metallische Profil (20) wenigstens ein
Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14) fixierbar ist und/oder
ein weiteres Scharnier (22) vorgesehen ist, mit welchem wenigstens ein Teil der Türblatthalterung
(1), vorzugsweise der Abstützstruktur (3), in einer Transportstellung (14) fixierbar
ist.
7. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Türblatthalterung
(1)
- in einer Gebrauchsstellung (7) eine Dimensionierung von maximal 210x100x100 cm und/oder
- aus einer Gebrauchsstellung (7) in eine Transportstellung (14) überführbar ist,
wobei die Türblatthalterung (1) in der Transportstellung (14) eine Dimensionierung
von maximal 120x30x30 cm, vorzugsweise maximal 120x20x20 cm,
aufweist.
8. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens
eine Standsäule (5) und/oder die Abstützstruktur (3) zumindest zum überwiegenden Teil
Holz oder holzartiges Material umfasst.
9. Anordnung aus einer Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche und
einem Türblatt (2), wobei das Türblatt (2) über ein Türblattscharnier (9) des Türblatts
(2) an dem Halteelement (8) der zumindest einen Halteeinrichtung (6) gehalten ist.
10. Verfahren zum Beschichten eines Türblatts (2) über eine Türblatthalterung (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- die Türblatthalterung (1) wird montiert,
- das Türblatt (2) wird über ein Türblattscharnier (9) des Türblatts (2) an dem Halteelement
(8) der Türblatthalterung (1) aufgehängt und
- das Türblatt (2) wird, vorzugsweise über zumindest fünf Seiten des Türblatts (2),
beschichtet.
11. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei das Türblatt (2) über Airlessspritzverfahren,
Niederdruckspritzverfahren und/oder Hochdruckspritzverfahren beschichtet wird.
12. Verfahren zur Montage einer Türblatthalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- die Türblatthalterung (1) wird aus einer zusammengeklappten und/oder zusammengefalteten
Transportstellung (14) in eine Gebrauchsstellung (7) übergeführt, wobei vorzugsweise
vorgesehen ist, dass ein Befestigungsmittel (12) zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung
(1) in der Transportstellung (14) zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung
(1) in der Gebrauchsstellung (7) angeordnet wird, und
- das Halteelement (8) der zumindest einen Halteeinrichtung (6) wird in einer an der
wenigstens einen Standsäule (5) montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung
verschobenen Stellung bewegt.
13. Verfahren zur Demontage einer Türblatthalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
8,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- die Türblatthalterung (1) wird aus der Gebrauchsstellung (7) in eine zusammengeklappte
oder zusammengefaltete Transportstellung (14) übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass die zumindest eine Halteeinrichtung (6) in eine relativ zu der wenigstens
einen Standsäule (5) geänderten Position an der wenigstens einen Standsäule (5) bewegt
wird, und
- zumindest ein Befestigungsmittel (12), welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung
(1) in der Gebrauchsstellung (7) vorgesehen ist, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung
(1) in der Transportstellung (14) angeordnet.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei das zumindest eine Befestigungsmittel (12)
in Form einer Schraube, vorzugsweise werkzeuglos zu betätigende Schraube, vorliegt
und/oder das Halteelement (8), die zumindest eine Halteeinrichtung (6), ein Stabilisierungsmittel
(18) der Abstützstruktur (3) und/oder ein weiteres Scharnier (22) oder metallisches
Profil (20) der wenigstens einen Standsäule (5) wenigstens ein Teil der Türblatthalterung
(1) in der Transportstellung (14) fixiert.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei zunächst die wenigstens eine Standsäule
(5) von der Transportstellung (14) gelöst wird, anschließend die Abstützstruktur (3)
gebildet wird und darauffolgend die wenigstens eine Standsäule (5) an der Abstützstruktur
(3) fixiert wird oder vice versa und/oder die zumindest eine Halteeinrichtung (6)
im Zuge der Montage oder Demontage der Türblatthalterung (1) an der wenigstens einen
Standsäule (5) verbleibt.