(19)
(11) EP 4 799 737 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.09.2026  Patentblatt  2026/36

(21) Anmeldenummer: 25226839.6

(22) Anmeldetag:  23.12.2025
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05B 13/02(2006.01)
E04F 21/00(2006.01)
B25B 11/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B05B 13/0285; E04F 21/0023; B25B 11/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH LA MA MD TN

(30) Priorität: 27.02.2025 AT 501332025

(71) Anmelder: Kerschbaumer e.U.
6020 Innsbruck (AT)

(72) Erfinder:
  • Kerschbaumer, Stephan Michael
    6020 Innsbruck (AT)

(74) Vertreter: Torggler & Hofmann Patentanwälte - Innsbruck 
Torggler & Hofmann Patentanwälte GmbH & Co KG Wilhelm-Greil-Straße 16
6020 Innsbruck
6020 Innsbruck (AT)

   


(54) TÜRBLATTHALTERUNG


(57) Türblatthalterung (1) für ein Türblatt (2) einer Wohnungstür zum Beschichten des Türblatts (2) außerhalb eines Türrahmens, umfassend
- eine Abstützstruktur (3) zur Kontaktierung eines Bodens, vorzugsweise über Füße (4),
- wenigstens eine, vorzugsweise zwei- oder mehrteilige, vertikale Standsäule (5), und
- zumindest eine Halteeinrichtung (6) zum Halten eines Türblatts (2) an der Türblatthalterung (1), wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) an einer, vorzugsweise in Richtung der Abstützstruktur (3) weisenden, Seite der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist,
wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6), vorzugsweise genau, ein in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen vertikal orientiertes Halteelement (8) umfasst, welches im Bereich der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist und zur Fixierung eines Türblatts (2) dazu ausgebildet ist, das Türblatt (2) über ein Türblattscharnier (9), vorzugsweise in Form eines Türbands (23), des Türblatts (2) durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Türblattscharnier (9) und dem Halteelement (8) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) relativ zu der wenigstens einen Standsäule (5) bewegbar an der wenigstens einen Standsäule (5) gelagert ist, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) in vertikaler Richtung entlang der wenigstens einen Standsäule (5) verstellbar ist und die zumindest eine Halteeinrichtung (6) über wenigstens eine Befestigungsstelle an der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Befestigungsstelle ausschließlich an wenigstens einer weiteren Seite der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Offenbarung betrifft eine Türblatthalterung für ein Türblatt einer Wohnungstür zum Beschichten des Türblatts außerhalb eines Türrahmens, umfassend eine Abstützstruktur zur Kontaktierung eines Bodens, vorzugsweise über Füße, wenigstens eine, vorzugsweise zwei- oder mehrteilige, vertikale Standsäule, und zumindest eine Halteeinrichtung zum Halten eines Türblatts an der Türblatthalterung, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung an einer, vorzugsweise in Richtung der Abstützstruktur weisenden, ersten Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die Offenbarung eine Anordnung aus einer solchen Türblatthalterung und einem Türblatt sowie ein Verfahren zum Beschichten eines Türblatts über eine solche Türblatthalterung, zur Montage einer solchen Türblatthalterung und zur Demontage einer solchen Türblatthalterung.

[0002] Herkömmlicherweise werden Türblätter auf eine Werkbank oder zwei Holzböcken aufgelegt, um mit einer Beschichtung versehen zu werden. Diese Herangehensweise der Beschichtung von Türblättern hat sich etabliert, da keine komplexen oder teuren Gerätschaften erforderlich sind und zudem eine rasche Umsetzung an einer temporären Baustelle möglich ist. Nachteilig ist hierbei jedoch, dass das Türblatt nach einem ersten Beschichtungsprozess trocknen muss und anschließend unkomfortabel gewendet werden muss, um die gegenüberliegende Türblattoberfläche beschichten zu können.

[0003] Türblatthalterungen, welche diese Problematik aufgreifen und insbesondere im industriellen Kontext Anwendung finden, sind bereits aus den Schriften CA 2729486 A1, US 5,090,648 A, GB 2557919 A, US 11,806,738 B1, US 2007/0272147 A1, US 2007/0278363 A1, US 5,551,980 A und US 5,164,011 A bekannt, wobei Türblätter über einen Kragarm an einem oberen zentralen Bereich oder mittels Verschraubung an einem seitlichen Bereich des Türblatts zur Beschichtung gehalten werden.

[0004] Nachteilig am Stand der Technik ist hierbei, dass die Türblätter durch die Anbindung an die Türblatthalterungen stirnseitig beschädigt werden oder eine Nachbearbeitung erfordern, für von Schreinern oder Malern zu bedienende temporäre Baustellen aufgrund der stationären, teuren, schweren und komplexen konstruktiven Ausgestaltung mit hohen Dimensionierungen ungeeignet sind beziehungsweise keinen vollständigen Beschichtungsvorgang im Zuge eines Beschichtungsprozessschrittes (ohne erforderlichem Wenden - gegebenenfalls unter Aufbringung einer Vielzahl an Schichten, wie Grundierung, Farbe und/oder Schutzlack) ermöglichen. Zudem wird bei einem Kragarm ein bearbeitbares Spektrum an Türblättern beschränkt und das Türblatt partiell für einen Beschichtungsprozess verdeckt.

[0005] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Offenbarung besteht daher darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Türblatthalterung, eine Anordnung sowie ein Verfahren anzugeben, bei welchen die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise behoben sind, und welche sich insbesondere durch einen besonders benutzerfreundlichen und/oder effizienten Beschichtungsprozess und/oder eine besonders flexibel und/oder simpel einzusetzenden Konstruktion auszeichnen.

[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

[0007] Es ist demnach vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung, vorzugsweise genau, ein in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung im Wesentlichen vertikal orientiertes Halteelement umfasst, welches im Bereich der wenigstens einen Standsäule angeordnet ist und zur Fixierung eines Türblatts dazu ausgebildet ist, das Türblatt über ein Türblattscharnier, vorzugsweise in Form eines Türbands, des Türblatts durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Türblattscharnier und dem Halteelement in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten.

[0008] Es ist vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung relativ zu der wenigstens einen Standsäule bewegbar an der wenigstens einen Standsäule gelagert ist, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung in vertikaler Richtung entlang der wenigstens einen Standsäule verstellbar ist und die zumindest eine Halteeinrichtung über wenigstens eine Befestigungsstelle an der wenigstens einen Standsäule angeordnet. Die Befestigungsstelle ist ausschließlich an wenigstens einer (verglichen zu jener Seite für Positionierung des Halteelements) weiteren Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet.

[0009] Es ist somit vorgesehen, dass die Befestigungsstelle für die Halteeinrichtung beziehungsweise das Halteelement nicht an jener Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet, an welcher das Halteelement angeordnet beziehungsweise positioniert ist. Mit anderen Worten ist die Befestigungsstelle an einer der verbleibenden Seiten der wenigstens einen Standsäule relativ zu jener Seite der wenigstens einen Standsäule angeordnet, an welcher das Halteelement positioniert ist. Eine Tendenz, dass der Bewegungsmechanismus für das Halteelement durch Sprühnebel im Zuge des Beschichtens verklebt oder verstopft, wird durch die Anordnung an einer Lokalisation abseits des Halteelements signifikant reduziert.

[0010] Die Seiten der wenigstens einen Standsäule sind breit auszulegen, sodass abseits eines Querschnitts in Polygonform, vorzugsweise Rechteckform, auch beispielsweise ein Querschnitt in Kreisform umfasst ist. In diesem Fall entspricht die Seite nicht einer Seitenfläche der wenigstens einen Standsäule, sondern kann durch eine Ebene definiert werden, welche tangential zu der Zylindergeometrie verläuft.

[0011] Grundsätzlich kann sich die zumindest eine Halteeinrichtung über mehrere Seiten der wenigstens einen Standsäule hinweg erstrecken und/oder eine Vielzahl an Befestigungsstellen für die zumindest eine Halteeinrichtung vorgesehen sein. Bevorzugt ist genau eine Befestigungsstelle an einer Seite (der Rückseite oder besonders bevorzugt einer der beiden Seitenflächen) vorgesehen, sodass das Halteelement in Richtung der Abstützstruktur beziehungsweise in Orientierung zu dem zu beschichtenden Türblatt von der wenigstens einen Standsäule, vorzugsweise kontaktlos zu dieser Seite, absteht.

[0012] Dadurch wird es erst ermöglicht, dass kein Kragarm zur Anbindung des Türblatts in einem mittigen Bereich des Türblatts nötig ist und keine mittels Werkzeugen, Schraubverbindungen oder dergleichen zu verbindende Halteeinrichtung erforderlich ist, um das Türblatt an der Türblatthalterung anzubinden. Darüber hinaus wird das Türblatt in der Anbindung an die Türblatthalterung nicht beschädigt und der Anbindungsprozess kann besonders komfortabel - insbesondere durch eine Person - erfolgen. Die Türblatthalterung ist selbst vertriebsfähig und erfordert keine Sonderkonstruktion oder Add-Ons zur Verbindung eines Türblattes oder variierenden Türblättern an der Türblatthalterung.

[0013] Durch das Halteelement kann individuell auf variable Höhen von Türblättern durch Adjustage der vertikalen Position des Halteelements eingegangen werden, wobei das Türblatt komfortabel durch eine Person einhängbar ist. Ein Arbeitsgang ist hinreichend für die Beschichtung des Türblatts.

[0014] Weder für die Verbindung des Türblatts an der Türblatthalterung noch für eine Montage oder Demontage der Türblatthalterung sind Werkzeuge erforderlich. Dennoch ergibt sich eine starre Konstruktion mit einer hohen Standzeit, welche für einen mehrmaligen Einsatz vielfach de-/montiert werden kann.

[0015] Schreiner oder Maler können die Türblatthalterung aufgrund der geringen Dimensionierung und des geringen Gewichts manuell transportieren und in geringer Zeit an einer temporären Baustelle werkzeuglos auf-/abbauen, wobei zudem die erforderliche Zeit zur Beschichtung des Türblatts bei gleichzeitig verbessertem Beschichtungsergebnis und/oder ohne Beschädigung des Türblatts reduziert werden kann.

[0016] Ein Türband ist eine besonders häufige Scharnierart für Wohnungstüren. Besonders bevorzugt wird das Halteelement (bevorzugt aus Holz oder Metall oder Kunststoff) mit einem Türband mit zylindrischer Öffnung in Kontakt gebracht.

[0017] Im Allgemeinen kann die gesamte Türblatthalterung oder zumindest ein Teil der Türblatthalterung aus Holz oder Kunststoff oder Metall ausgebildet sein. Zum Beispiel kann die Standsäule aus Holz und die Halteeinrichtung aus Metall (gegebenenfalls mit einem Halteelement aus Kunststoff) gebildet sein. Zum Beispiel kann die gesamte Türblatthalterung abseits von Befestigungsmitteln aus Holz gefertigt sein. Das Material kann in Abhängigkeit der erforderlichen Traglast gewählt werden, wobei sich beispielsweise Kunststoff vorteilhaft hinsichtlich des Gewichts erweisen kann. Holz ist im Allgemeinen bevorzugt.

[0018] Bevorzugt ist ein Adapter für das Halteelement vorgesehen, um beispielsweise variierende Türbandscharniere an der zumindest einen Halteeinrichtung mit geringem Spiel anbinden zu können. Besonders bevorzugt weist ein Adapter einen um circa 2 mm größeren Durchmesser als das Halteelement auf. Im Allgemeinen kann das Haltelement selbst als Adapter für die zumindest eine Halteeinrichtung ausgebildet sein.

[0019] Es kann vorgesehen sein, dass entlang der Standsäule zwei Halteelemente vorgesehen sind, um zwei Türblattscharniere an der Standsäule anzubinden. Dadurch kann eine Ausrichtung oder Abstützung des Türblatts an der Türblatthalterung unterstützt werden.

[0020] Bevorzugt wird die Formschlussverbindung durch Aufsetzen des Türblatts auf dem Halteelement generiert, wobei im Allgemeinen ein Aufschieben von unten und Betätigen eines Verriegelungselements denkbar ist. Im Allgemeinen kann ein Verriegelungselement bei der Variante des Aufsetzens des Türblatts vorgesehen sein.

[0021] Hinzu kommt die positive Eigenschaft, dass das Türblatt in vertikaler Ausrichtung zur beidseitigen Beschichtung im Zuge eines Beschichtungsprozessschrittes gehalten werden kann, wobei eine Bewegung des Türblatts oder eine durch partielle Beschichtung unterbrochene Beschichtung nicht erforderlich ist. Zudem weist die Türblatthalterung kompakte konstruktive Ausgestaltung auf, sodass bereits eine geringe Aufstandsfläche hinreichend ist. Bevorzugt ist die Türblatthalterung klappbar oder faltbar ausgeführt, wobei die Türblatthalterung beispielsweise in einer Dimensionierung unterhalb von 110x20x20 gehalten werden kann, um einen Transport in Bezug auf Stauraum und/oder Gewicht der Türblatthalterung zu begünstigen. Bevorzugt ist die Türblatthalterung werkzeuglos (beispielsweise über drei oder fünf mit der Hand betätigbare Schrauben) montierbar und demontierbar. Bevorzugt ist eine Bodenfläche von 1 m2 und/oder eine Raumhöhe von 2,1 m hinreichend (kann jedoch auch höher liegen) für die Platzierung der Türblatthalterung. Beispielsweise kann die Standsäule eine maximale Höhe von 205 cm bei einer ungefähren zusätzlichen Höhe eines Winkels von 2 mm, eines Querbalkens von 6 cm, eines Fußes von 1 cm, eines Bolzens von 6 cm aufweisen, sodass eine Raumhöhe von zumindest 2,2 m bevorzugt ist.

[0022] Im Kontext der Offenbarung kann Falten unter Beibehaltung einer Verbindung - beispielsweise über ein Scharnier an der Standsäule - und Klappen durch Aufhebung einer Verbindung und anschließender Herstellung einer abweichenden Verbindung/Kontaktierung aufgefasst werden.

[0023] Durch eine nicht destruktive Fixierung eines Türblatts an der Türblatthalterung abseits von Metallspitzen oder Bohrungen zum Befestigen des Türblatts kann ein Halten des Türblatts ohne Beschädigung gewährleistet werden. Weiters können gefährliche Fixierungsmittel - zum Beispiel herausragende Metallspitzen zur Verbindung mit dem Türblatt beziehungsweise Scharnieren des Türblatts - entbehrt werden, sodass ein Verletzungsrisiko für den Benutzer im Gebrauch der Türblatthalterung reduziert wird.

[0024] Da das Türblatt zum Halten oder Beschichten nicht gedreht oder verschwenkt werden muss, kann eine besonders hohe Stabilität sichergestellt werden, wobei zudem die Option geboten wird, ein breites Spektrum an Türblattbreiten mittels der Türblatthalterung beschichten zu können. Wird hingegen ein Fixierungsmittel zur mittigen Anbindung des Türblatts an der Türblatthalterung vorgesehen, so bestimmt die Distanz zur Standsäule als Randbedingung die zu handhabenden Türblätter in Ergänzung zu einer reduzierten Festigkeit aufgrund eines erhöhten Biegemoments.

[0025] Des Weiteren kann das die Halteeinrichtung flexibel und benutzerfreundlich in kontinuierlicher Weise in vertikaler Richtung adjustiert werden, wodurch beispielsweise Türblätter in Sonderanfertigung rasch und komfortabel Rechnung getragen werden kann, um eine sachgemäße Anbindung an der Türblatthalterung zu erwirken. Für Standardmaße kann eine disktrete Verstellbarkeit vorteilhaft sein, wobei die kontinuierliche und diskrete Adjustagemöglichkeit alternativ oder in Ergänzung (zum Beispiel Rastpositionen in der stufenlosen Einstellmöglichkeit für häufige Türblattdimensionen) genutzt werden kann. Bevorzugt ist eine kontinuierliche Adjustagemöglichkeit, da keine Limitierung hinsichtlich des Türblattes vorliegt und beispielsweise vorteilhaft auf eine Größe des Beschichters eingegangen werden kann.

[0026] Bevorzugt sind an der Standsäule zumindest zwei Fixierungspunkte für die zumindest eine Halteeinrichtung derart vorgesehen, dass die zumindest eine Halteeinrichtung durch ein Befestigungsmittel an unterschiedlichen vertikalen Positionen mittels einer der zumindest zwei Fixierungspunkten fixierbar ist. Dadurch kann ein besonders breites Spektrum an Türblatthöhen abgedeckt werden.

[0027] Weiters ist ein Kragarm für das Türblatt nicht erforderlich, wodurch die in Gebrauchsstellung des Türblatts in vertikaler Richtung nach oben weisende Stirnseite an der Türblatthalterung frei zugänglich zur Beschichtung verbleibt, wodurch das Risiko von Fehlbeschichtungen gehemmt wird. Durch die starre kann eine besonders hohe Standzeit der Türblatthalterung erzielt werden.

[0028] Im Allgemeinen ist nicht erforderlich, die Türblatthalterung nach einem Gebrauch zu reinigen, um diese - insbesondere durch Zusammenklappen - demontieren und erneut montieren zu können, da die Befestigungsstellen für die Türblatthalterung derart orientiert sind, dass keine Verklebung durch Sprühnebel während des Beschichtungsvorgangs zu erwarten ist.

[0029] Mittels einer Adaptionsschiene sind Anschlagtürblätter vorteilhaft beschichtbar - insbesondere, da verhinderbar ist, dass das Türblatt durch die Beschichtung mit einem Untergrund oder dem Mittelsteg verklebt. Durch eine Adaptionsschiene mit zwei aufgesetzten konisch zulaufenden Holzelementen kann ein Anschlagtürblatt besonders günstig in einem Beschichtungsprozessschritt beschichtet werden. Beispielsweise kann eine Leiste auf dem Mittel aufgeleimt sein oder stoffschlüssig hervorstehen. Eine Adaptionsschiene kann zum Beispiel auf der Leiste aufgesetzt sein, wobei alternativ zwei Adaptionsschienen vorgesehen sein können. Bevorzugt liegt auf der Leiste oder der Adaptionsschiene Keile oder Quader auf, um das Türblatt gegebenenfalls darauf abzustützen und großflächig von unten mit einer Spritzpistole beschichten zu können oder das Türblatt in vertikaler Richtung erhöht zu positionieren.

[0030] Bevorzugt ist zumindest eine Abdeckvorrichtung, vorzugsweise Schutzfolie, vorgesehen, mit welcher zumindest ein Teil, vorzugsweise ein Mittelsteg der Abstützstruktur, vor Verunreinigungen durch den Beschichtungsprozess schützbar ist. Dadurch kann eine Standzeit der Haltevorrichtung erhöht werden und eine Reinigung effizienter erfolgen.

[0031] Bevorzugt ist ein Griff an der Abstützstruktur oder der wenigstens einen Standsäule, vorzugsweise lösbar, angeordnet, um einen Transport der Türblatthalterung in der Gebrauchsstellung und/oder Transportstellung zu erleichtern. Beispielsweise kann die Position des Griffs hinsichtlich der Stellungen geändert werden.

[0032] Als besonders vorteilhafte Effekte, welche durch die Türblatthalterung bedingt werden können, sind die Höhenverstellbarkeit, die Transportierbarkeit, die werkzeuglose Montage/Demontage und/oder Handhabung, die beschädigungslose Halterung des Türblatts, die freie Zugänglichkeit zur Beschichtung, die verschleißarme Konstruktion, die geringe Ausdehnung in horizontaler Ebene in Gebrauchsstellung, die Möglichkeit der Beschichtung einer besonders hohen Anzahl an Türblattformaten, die geringe Verletzungsgefahr und/oder die simple Einsetzbarkeit vor Ort - beispielsweise an einer temporären Baustelle im privaten Anwendungsgebiet.

[0033] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für eine Anordnung aus einer solchen Türblatthalterung mit einem Türblatt, wobei das Türblatt über ein Türblattscharnier des Türblatts an dem Halteelement der zumindest einen Halteeinrichtung gehalten ist.

[0034] Das Türblatt kann an der Türblatthalterung in einer vertikalen Ebene in einem geringfügig spitzen Winkel gegenüber der wenigstens einen Standsäule gehalten werden, über einem an der Standsäule angeordneten Distanzhalter in einer im Wesentlichen vertikalen Ausrichtung positioniert werden und/oder auf der Abstützstruktur punktförmig, linienförmig oder flächig aufstehen.

[0035] Im Allgemeinen können Holzkomponenten oder metallische Komponenten beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet sein, wobei die konkrete Materialwahl im Allgemeinen nicht essentiell ist. Eine metallische Komponente kann aus Holz oder eine holzartige Komponente aus Metall geformt sein.

[0036] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zum Beschichten eines Türblatts über eine solche Türblatthalterung, wobei die folgenden Verfahrensschritte durchgeführt werden:
  • die Türblatthalterung wird montiert,
  • das Türblatt wird über ein Türblattscharnier des Türblatts an dem Halteelement der Türblatthalterung aufgehängt und
  • das Türblatt wird, vorzugsweise über zumindest fünf Seiten des Türblatts, beschichtet.


[0037] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Montage einer solchen Türblatthalterung wobei die folgenden Verfahrensschritte ausgeführt werden:
  • die Türblatthalterung wird aus einer zusammengeklappten und/oder zusammengefalteten Transportstellung in eine Gebrauchsstellung übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass ein Befestigungsmittel zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung in der Transportstellung zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung in der Gebrauchsstellung angeordnet wird, und
  • das Halteelement der zumindest einen Halteeinrichtung wird in einer an der wenigstens einen Standsäule montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung verschobenen Stellung bewegt.


[0038] Durch die Adjustage der Lokalisierung des Halteelements relativ zu der Standsäule in der Montage wird eine simple Einstellvorrichtung für die Adaption der Türblatthalterung aufgrund eines breiten Produktspektrums an Türblättern ermöglicht.

[0039] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Demontage einer solchen Türblatthalterung, wobei die folgenden Verfahrensschritte ausgeführt werden:
  • die Türblatthalterung wird aus der Gebrauchsstellung in eine zusammengeklappte oder zusammengefaltete Transportstellung übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die zumindest eine Halteeinrichtung in eine relativ zu der wenigstens einen Standsäule geänderten Position an der wenigstens einen Standsäule bewegt wird, und
  • zumindest ein Befestigungsmittel, welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung in der Gebrauchsstellung vorgesehen ist, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung in der Transportstellung angeordnet.


[0040] Durch die Nutzung des Befestigungsmittels in einer Doppelfunktion für variierende Teile hinsichtlich der Gebrauchsstellung und der Transportstellung kann unterbunden werden, dass lose Teile wie Schrauben für die Bereitstellung der Gebrauchsstellung transportiert werden müssen, welche während des Transports verloren gehen können. Weiters kann die Anzahl an erforderlichen Bauteilkomponenten reduziert werden. Bei einer klappbaren Version der Türblatthalterung können fünf Befestigungsmittel, bei einer nicht klappbaren Version können drei Befestigungsmittel - insbesondere Sterngriffschrauben - hinreichend sein.

[0041] Im Allgemeinen kann zumindest ein Teil der Türblatthalterung in einer Doppelfunktion dazu genutzt werden, sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Transportstellung für die Fixierung eines Teils - bevorzugt eines weiteren Teils - der Türblatthalterung verwendet zu werden.

[0042] Insbesondere Begrifflichkeiten wie Scharnier, Schiene oder Winkel sind im Kontext der Offenbarung breit auszulegen und können durch ein funktional analoges, jedoch konstruktiv abweichendes Mittel ersetzt werden.

[0043] Vorteilhafte Ausführungsformen der Offenbarung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

[0044] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Halteelement
  • in Form eines, vorzugsweise konischen oder zylindrischen, Zapfens vorliegt und/oder
  • über eine quer von der wenigstens einen Standsäule abstehende Versteifungsstrebe von der wenigstens einen Standsäule, vorzugsweise im Bereich zwischen 2 cm und 50 cm, bevorzugt zwischen 5 cm und 20 cm oder 30 cm, distanziert ist.


[0045] Durch einen Zapfen kann ein Formschluss über eine Verbindung mit dem Türblattscharnier erfolgen, welcher keine Fixierung mittels Werkzeugs oder eines Befestigungsmittels bedarf. Im Allgemeinen kann in Ergänzung ein Sicherungsmittel zur Sicherung des Formschlusses herangezogen werden. Bei einer Anbindung an dem Türblattscharnier werden Beschädigungen gehemmt und die zugehörige Seite des Türblatts ist für den Beschichtungsprozess frei zugänglich. Die Türblattbreite wird zudem nicht durch eine Distanzierung eines mittigen Bereichs des Türblatts zu der wenigstens einen Standsäule limitiert.

[0046] Durch eine Versteifungsstreben kann ein Kippmoment aufgrund der Masse des Türblatts relativ zu der Standsäule reduziert werden, wobei die der Standsäule zugewandte Seite des Türblatts für den Beschichtungsprozess frei zugänglich bleibt.

[0047] Eine minimale Beabstandung von 2 cm gewährleistet eine kollisionsfreie Anbindung an das Türblattscharnier. Eine maximale Beabstandung von 20 cm begünstigt ein auf die Türblatthalterung wirkendes Drehmoment.

[0048] Bevorzugt ist vorgesehen, dass
  • das Halteelement relativ zu der wenigstens einen Standsäule bewegbar, vorzugsweise an der wenigstens einen Standsäule, gelagert ist und/oder
  • das Halteelement in Gebrauchsstellung der Türblatthalterung in vertikaler Richtung, vorzugsweise stufenlos oder in diskreten Schritten, entlang der wenigstens einen Standsäule in einer Position entlang der wenigstens einen Standsäule verstellbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass wenigstens ein Befestigungsmittel zur Fixierung der zumindest einen Halteeinrichtung in einem Langloch der zumindest einen Halteeinrichtung und/oder einer Nut der wenigstens einen Standsäule für die Halteeinrichtung geführt ist, und/oder
  • die zumindest eine Halteeinrichtung und/oder das Halteelement dazu eingerichtet ist, wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung zu fixieren.


[0049] Dadurch wird gewährleistet, die Türblatthalterung effizient an unterschiedliche Türblatthöhen anzupassen. Im Allgemeinen ist jedoch kein Langloch für die Bewegung und/oder Fixierung des Halteelements in vertikaler Richtung erforderlich. Alternativ oder in Ergänzung kann beispielsweise eine Nut, vorzugsweise T-Nut, oder Bohrung an der wenigstens einen Standsäule vorgesehen sein (beispielsweise in Holz gefräst oder an einem metallischen Profil stranggepresst), um das Halteelement durch ein Befestigungsmittel, vorzugsweise über einen Nutstein, in vertikaler Richtung in der Position zu adjustieren. Bevorzugt ist das Halteelement stufenlos und/oder im Wesentlichen über eine gesamte Länge der wenigstens einen Standsäule verschiebbar, wobei alternativ oder in Ergänzung diskrete Fixierungspositionen und/oder eine bereichsweise Verstellung vorgesehen sein kann.

[0050] Ist das Halteelement beispielsweise als Zapfen ausgebildet, eignet sich dieser Zapfen besonders zur Arretierung eines Teils der Türblatthalterung in der Transportstellung.

[0051] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Abstützstruktur
  • drei, vorzugsweise in H-Form, lösbar miteinander verbundene oder verbindbare leistenartige Bodenelemente, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zumindest ein Bodenelement ein Befestigungsmittel, eine Nut oder einen Bolzen zur lösbaren Verbindung mit einem weiteren Bodenelement umfasst, und/oder
  • wenigstens eine, vorzugsweise zwei konisch zulaufende, Leiste und/oder Adaptionsschiene, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Leiste und/oder Adaptionsschiene an einem Bodenelement als Mittelsteg der Abstützstruktur angeordnet ist, und/oder
  • eine Öffnung oder einen Bolzen zur lösbaren Verbindung mit der wenigstens einen Standsäule und/oder
  • ein Stabilisierungsmittel, vorzugsweise metallischer Winkel, für die wenigstens eine Standsäule, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass über das Stabilisierungsmittel wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung fixierbar ist,
umfasst.

[0052] Besonders bevorzugt ragt in der Gebrauchsstellung ein Bolzen der Standsäule durch zwei Bodenelemente der Abstützstruktur, wobei die beiden Bodenelemente mittels zumindest einen Bolzens miteinander gekoppelt sind und bevorzugt mittels einer Nut miteinander verbunden sind, sodass beispielsweise der Mittelsteg der Abstützstruktur komfortabel angehoben werden kann und die gesamte Türblatthalterung an eine geänderte Position mitbewegt bewegt werden kann.

[0053] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Abstützstruktur und/oder die wenigstens eine Standsäule, vorzugsweise werkzeuglos, zumindest zweiteilig ausgeführt und klappbar ist.

[0054] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Standsäule zumindest zweiteilig ausgebildet ist und mittels einem an zwei Teilen der wenigstens einen Standsäule angeordneten Scharnier faltbar ist und/oder zwei Teile der wenigstens einen Standsäule mittels eines metallischen Profils in Gebrauchsstellung stabilisierbar oder stabilisiert sind, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass durch das metallische Profil wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in einer Transportstellung fixierbar ist und/oder ein weiteres Scharnier vorgesehen ist, mit welchem wenigstens ein Teil der Türblatthalterung, vorzugsweise der Abstützstruktur, in einer Transportstellung fixierbar ist.

[0055] Das Profil, welches grundsätzlich auch aus einem anderweitigen Material wie Kunststoff oder Holz gefertigt sein kann, dient zur Stabilisierung der wenigstens einen Standsäule - insbesondere bei einer klappbaren oder faltbaren zumindest zweiteiligen Standsäule.

[0056] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Türblatthalterung
  • in einer Gebrauchsstellung eine Dimensionierung von maximal 210x100x100 cm und/oder
  • aus einer Gebrauchsstellung in eine Transportstellung überführbar ist, wobei die Türblatthalterung in der Transportstellung eine Dimensionierung von maximal 120x30x30 cm, vorzugsweise 120x20x20 cm,
aufweist.

[0057] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Standsäule und/oder die Abstützstruktur zumindest zum überwiegenden Teil Holz oder holzartiges Material umfasst.

[0058] Mittels einer minimalen Dimensionierung einer Grundfläche in Gebrauchsstellung von beispielsweise 80 cm x 80 cm kann eine hinreichende Stabilität beziehungsweise Standfestigkeit für besonders schwere Türen erwirkt werden. Bevorzugt weist die Abstützstruktur eine Dimensionierung von 95 cm x 85 cm oder 85 cm x 85 cm oder 95 cm x 95 cm auf. Beispielsweise umfasst die Gebrauchsstellung circa 210 cm x 100 cm x 100 cm und/oder die Transportstellung eine Dimensionierung im Bereich von 100-110 cm x 15-20 cm x 15-20 cm, bevorzugt im Wesentlichen 106 cm x 17 cm x 16 cm, wobei die Maße in Abhängigkeit eines verwendeten Befestigungsmittels, vorzugsweise Sterngriffschraube, und/oder Griffs abweichen können.

[0059] Bevorzugt sind die Füße der Abstützstruktur als Holzfüße ausgeführt, wobei beispielsweise alternativ Kunststofffüße vorgesehen sein können. Im Allgemeinen kann Kunststoff alternativ zu Holz eingesetzt werden. Bei besonders hohen Anforderungen an die Türblatthalterung kann im Allgemeinen Metall als Material zum Einsatz kommen.

[0060] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Türblatt über Airlessspritzverfahren, Niederdruckspritzverfahren und/oder Hochdruckspritzverfahren beschichtet wird.

[0061] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das zumindest eine Befestigungsmittel in Form einer Schraube, vorzugsweise werkzeuglos zu betätigende Schraube, vorliegt und/oder das Halteelement, die zumindest eine Halteeinrichtung, ein Stabilisierungsmittel der Abstützstruktur und/oder ein weiteres Scharnier oder metallisches Profil der wenigstens einen Standsäule wenigstens ein Teil der Türblatthalterung in der Transportstellung fixiert.

[0062] Das Stabilisierungselement wirkt einer Kippbewegung der Standsäule abstützend entgegen.

[0063] Bevorzugt umfasst ein Bodenelement eine Ausnehmung für einen Formschluss in der Transportstellung.

[0064] Bevorzugt ist ein, besonders bevorzugt verschwenkbares, Schienenelement an der wenigstens einen Standsäule für die Transportstellung, besonders bevorzugt in Wechselwirkung mit einer Torbandschraube, vorgesehen.

[0065] Bevorzugt wird der Winkel mit der Standsäule über eine Befestigungsschraube oder dergleichen gesichert.

[0066] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zunächst die wenigstens eine Standsäule von der Transportstellung gelöst wird, anschließend die Abstützstruktur gebildet wird und darauffolgend die wenigstens eine Standsäule an der Abstützstruktur fixiert wird oder vice versa und/oder die zumindest eine Halteeinrichtung im Zuge der Montage oder Demontage der Türblatthalterung an der wenigstens einen Standsäule verbleibt.

[0067] Weitere Einzelheiten und Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1
eine Türblatthalterung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Gebrauchsstellung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2
einen Detailausschnitt einer Standsäule einer Türblatthalterung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 3a-3c
die Türblatthalterung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in Transportstellung in drei orthogonalen Ansichten in schematischen Darstellungen und
Fig. 4a-4c
vergrößerte Detailausschnitte einer Türblatthalterung gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform in perspektivischer Ansicht in variierenden Zuständen.


[0068] Fig. 1 zeigt eine Türblatthalterung 1 für ein Türblatt 2 einer Wohnungstür zum Beschichten des Türblatts 2 außerhalb eines Türrahmens, wobei die Türblatthalterung 1 dieses Ausführungsbeispiels eine dreiteilige Abstützstruktur 3 zur Kontaktierung eines Bodens über vier Füße 4, eine zweiteilige vertikale Standsäule 5 und eine Halteeinrichtung 6 zum Halten des Türblatts 2 an der Türblatthalterung 1 umfasst. Im Allgemeinen sind beispielsweise Ausführungsformen möglich, bei welcher die Standsäule 5 einteilig oder mehrteilig ausgebildet ist, die Abstützstruktur 3 anderweitig ausgestaltet ist und/oder zwei spiegelsymmetrisch angeordnete Halteeinrichtungen 6 zur Anbindung zweier Türblätter 2 vorgesehen sind.

[0069] Bei der dargestellten Ausführungsform der Türblatthalterung 1 ist die Halteeinrichtung 6 an der Standsäule 5 angeordnet, wobei die Halteeinrichtung 6 genau ein in der dargestellten Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung 1 im Wesentlichen vertikal orientiertes Halteelement 8 umfasst, welches in Form eines konischen oder zylindrischen Zapfens 10 vorliegt und über eine quer von der Standsäule 5 abstehende Versteifungsstrebe 11 von der Standsäule 5 im Bereich zwischen 5 cm und 20 cm distanziert ist.

[0070] Das Halteelement 8 ist im Bereich der Standsäule 5 angeordnet und zur Fixierung des Türblatts 2 dazu ausgebildet, das Türblatt 2 über ein Türblattscharnier 9 in Form eines Türbands 23 des Türblatts 2 durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Türblattscharnier 9 und dem Halteelement 8 in Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung 1 im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten.

[0071] Das Türband 23 ist in schematischer Darstellung vergrößert an einem in strichpunktierter Linie angedeuteten Türblatt 2 visualisiert, um eine mögliche Anordnung aus der Türblatthalterung 1 und dem Türblatt 2 zu verdeutlichen, indem das Türblatt 2 über das Türblattscharnier 9 an dem Halteelement 8 gehalten wird.

[0072] Beispielsweise kann der Zapfen 10 geringfügig geneigt sein, um bei einem an der Halteeinrichtung 6 angebundenen Türblatt 2 ein Spiel zwischen dem Halteelement 8 und dem Türblattscharnier 9 zur im Wesentlichen vertikalen Ausrichtung des Türblatts 2 zu kompensieren.

[0073] Die Abstützstruktur 3 umfasst drei in H-Form lösbar miteinander verbundene leistenartige Bodenelemente 15.

[0074] Das mittig angeordnete Bodenelement 15 agiert als Mittelsteg der Abstützstruktur 3 zur etwaigen Kontaktierung des Türblatts 2 und umfasst eine Adaptionsschiene 17, wobei im Allgemeinen zwei konisch zulaufende Leisten oder Adaptionsschienen 17 vorgesehen sein können.

[0075] Das der Standsäule 5 zugeordnete Bodenelement 15 ist mittels zweier Bolzen 24 auf (vgl. Fig. 3b) mit dem Mittelsteg stirnseitig verbunden, wobei die Standsäule 5 einen Bolzen 24 aufweist, welcher durch die beiden Bodenelemente 15 ragt (im Allgemeinen reicht die Anbindung an ein Bodenelement 15), wobei die kinematische Umkehr im Allgemeinen ebenfalls möglich ist. Die Verbindung zwischen Standsäule 5 und Abstützstruktur 3 sowie der Abstützstruktur 3 ist werkzeuglos lösbar, wobei zur Sicherung in Ergänzung beispielsweise eine Schraubverbindung oder ein Befestigungsmittel 12 herangezogen werden kann.

[0076] Die Standsäule 5 umfasst ein Stabilisierungsmittel 18 in Form eines metallischen Winkels 19 für die Kopplung oder Stabilisierung der Standsäule 5 an der Abstützstruktur 3, wobei das Stabilisierungsmittel 18 im Allgemeinen der Abstützstruktur 3 zugeordnet werden kann.

[0077] Die beiden parallel zueinander orientierten Bodenelemente 15 weisen eine Nut 16 für den Mittelsteg der Abstützstruktur 3 auf, wobei im Allgemeinen beispielsweise eine Nut 16 hinreichend oder eine anderweitige Fixierung vorgesehen sein kann.

[0078] Das mittige Bodenelement 15 ist über zumindest einen Bolzen 24 mit einem angrenzenden Bodenelement 15 verbunden.

[0079] Das mittige Bodenelement 15 ist über ein Befestigungsmittel 12 mit dem weiteren angrenzenden Bodenelement 15 verbunden.

[0080] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Türblatthalterung 1 sind die Befestigungsmittel 12 identisch und in Form einer Sternschraube ausgebildet, wobei dies nicht zwingend erforderlich ist.

[0081] Die Halteeinrichtung 6 und das Halteelement 8 sind relativ zu der Standsäule 5 bewegbar durch eine verschiebbare Lagerung an der Standsäule 5 ausgeführt.

[0082] Die Halteeinrichtung 6 und das Halteelement 8 sind in Gebrauchsstellung 7 der Türblatthalterung 1 in vertikaler Richtung stufenlos entlang der Standsäule 5 in einer Position entlang der Standsäule 5 verstellbar, wobei ein Befestigungsmittel 12 zur Fixierung der Halteeinrichtung 6 in einem Langloch 13 der Halteeinrichtung 6 geführt ist und im Allgemeinen alternativ oder in Ergänzung diskrete Rastpositionen für das Befestigungsmittel 12 vorgesehen sein können.

[0083] Im Allgemeinen kann das Langloch 13 entfallen und beispielsweise durch eine Nut an der Standsäule 5 zur Adjustage des Halteelements 8 (zum Beispiel mittels eines Nutsteins) ersetzt werden.

[0084] Die Abstützstruktur 3 ist in der mehrteiligen Form werkzeuglos aus der Gebrauchsstellung 7 in eine Transportstellung 14 überführbar.

[0085] Die Türblatthalterung 1 weist in der Gebrauchsstellung 7 eine maximale Dimensionierung von 210x100x100 cm auf beziehungsweise ist in einem Kubus von maximal 210x100x100 cm vollständig platzierbar.

[0086] Die Standsäule 5 und die Abstützstruktur 3 sind abseits von Stabilisierungsmitteln, Befestigungsmitteln 12 und der Halteeinrichtung 6 aus Holz oder holzartigem Material gebildet.

[0087] Um das Türblatt 2 über die Türblatthalterung 1 zu beschichten, wird die Türblatthalterung 1 montiert, das Türblatt 2 über das Türblattscharnier 9 des Türblatts 2 an dem Halteelement 8 der Türblatthalterung 1 aufgehängt und das Türblatt 2 wird beispielsweise über fünf oder sechs Seiten des Türblatts 2 beschichtet, welche durch die Türblatthalterung 1 für das Beschichtungspersonal frei zugänglich sind, wobei das Türblatt 2 bevorzugt über Airlessspritzverfahren, Niederdruckspritzverfahren oder Hochdruckspritzverfahren beschichtet wird.

[0088] Im Allgemeinen kann vorgesehen sein, dass zwischen der Standsäule 5 und der Abstützstruktur 3 eine (vorzugsweise quer von den beiden Bauteilkomponenten abstehende und/oder zumindest an einem freien Ende lösbare) Versteifungsstrebe 33 und/oder Stützstange installiert ist (strichliert dargestellt), um besonders hohe oder schwere Türen sicher halten und stabilisieren zu können.

[0089] Fig. 2 zeigt, dass die Standsäule 5 zweiteilig ausgestaltet ist, wobei die Standsäule 5 mittels eines an beiden Teilen der Standsäule 5 angeordneten Scharniers 21 im Zuge der Überführung aus der Gebrauchsstellung 7 in die Transportstellung 14 gefaltet werden kann.

[0090] Die Standsäule 5 ist werkzeuglos aus der Gebrauchsstellung 7 in die Transportstellung 14 klappbar.

[0091] Die beiden Teile der Standsäule 5 werden mittels eines metallischen Profils 20 in Gebrauchsstellung 7 stabilisiert. Wie in den Fig. 3a bis 3c ersichtlich, wird unter anderem das Profil 20 in einer zur Fixierung in der Transportstellung an einem Teil der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 gesichert. Es ist möglich, das Profil in einer Doppelfunktion zur Sicherung eines anderweitigen Teils der Türblatthalterung 1 vorzusehen.

[0092] Das metallische Profil 20 ist in einer Mulde der Standsäule angeordnet, um eine kompakte Transportstellung 14 oder eine Gebrauchsstellung 7 mit reduziertem Verletzungsrisiko zu erwirken.

[0093] An der Standsäule 5 ist ein weiteres Scharnier 22 angeordnet, mit welchem die beiden faltbaren (oder klappbaren) Teile der Standsäule 5 in der Transportstellung 14 sicherbar sind. Es ist möglich, das Scharnier 22 (oder ein anderweitiges Scharnier oder Profil oder Bauteilkomponente) zu nutzen, um einen anderweitigen Teil der Türblatthalterung 1 (wie der Abstützstruktur 3) in der Transportstellung 14 zu fixieren.

[0094] Fig. 3a zeigt die Türblatthalterung 1 in einer aus der Gebrauchsstellung 7 in die Transportstellung 14 übergeführten Form, wobei die Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 eine Dimensionierung von maximal 120x20x20 cm aufweist.

[0095] Die Befestigungsmittel 12 liegen in Form von werkzeuglos betätigbaren Sterngriffschrauben vor.

[0096] Zum Aufbau wird zunächst die erste Sterngriffschraube, welche unterhalb der in dem Langloch 13 angeordneten Sterngriffschraube positioniert ist, von dem weiteren Scharnier 22 (vgl. Fig. 2) gelöst, um die Türblatthalterung 1 über das Scharnier 21 (vgl. Fig. 2) aufzuklappen. Von dem unteren Teil der Standsäule 5 kann durch Lösen der zweiten - neben der ersten Sterngriffschraube lokalisierten - Sterngriffschraube das Profil 20 (vgl. Fig. 2) umgeklappt werden, um dieses erneut mit derselben Sterngriffschraube am oberen Teil der Standsäule 5 zu fixieren.

[0097] Anschließend wird die - in der Darstellung rechts oben verortete - dritte Sterngriffschraube von dem (allgemein nutzbaren) Schienenelement 25 zur Sicherung der Transportstellung 14 gelöst, wobei die dritte Sterngriffschraube ebenfalls an dem Profil 20 zur erhöhten Stabilisierung der Standsäule 5 angebunden wird.

[0098] Nun können die beiden Bodenelemente 15, welche an der Abstützstruktur 3 parallel zueinander orientiert werden, von der Standsäule 5 gelöst werden, wobei eine Entnahme über die Halteeinrichtung 6 wie folgt erfolgen kann: Die Standsäule 5 wird mit der dem Profil 20 zugehörigen Seiten auf den Boden gedreht, wobei das obere Bodenelement 15 etwas vorgeschoben wird, um das obere Bodenelement 15 von der Halteeinrichtung 6 nach oben hin lösen zu können. Das als Mittelsteg vorgesehene Bodenelement 15 ist am unteren Teil der Standsäule 5 befestigt und lässt sich mit Lösen einer vierten - in Fig. 3c stirnseitig an einem kleinen an der Standsäule 5 angebundenen Metallwinkel 29 ersichtlichen - Sterngriffschraube von der Transportstellung 14 entfernen. Dieses in Form des Mittelstegs vorgesehene Bodenelement 15 wird beim Zusammenbau in die dafür vorgesehene beziehungsweise korrespondierende Ausnehmung an den anliegenden Hölzern in Form der Nuten eingesetzt (vgl. Fig. 1).

[0099] Eines der beiden Bodenelemente 15 wird durch eine Sterngriffschraube an der Stirnseite des Mittelstegs befestigt. Der Mittelsteg wird am gegenüberliegenden Ende auf das weitere Bodenelement 15 geschoben - nicht von oben hineingedrückt, sodass die beiden Bolzen 24 oder Dübel am Mittelsteg in die Nut 16 am (hinteren) Bodenelement 15 eingeführt werden. Dadurch wird ein Formschluss gebildet, welcher beim Anheben der Türblatthalterung 1 ein Auseinanderfallen der Abstützstruktur 3 hemmt. Die Bolzen 24 können konisch für einen Reibschluss in longitudinaler Richtung ausgebildet sein.

[0100] Auf dem Mittelsteg-Bodenelement 15 befindet sich am an einem freien Ende der Winkel 19. Zwischen dem Winkel 19 befindet sich
in Gebrauchsstellung ein Befestigungsmittel 12 in Form eines Lochs, welches im Allgemeinen in kinematischer Umkehr als Bolzen 24 oder Dübel ausgebildet sein kann. In dieses Loch wird die Standsäule 5 über einen korrespondierenden - durch den Winkel 19 verdeckten - Bolzen 24 eingeführt und rückseitig durch eine Sterngriffschraube mit dem Winkel 19 fixiert.

[0101] Befestigungslöcher und/oder Stabilisierungslöcher am Winkel 19 sind nicht zwingend erforderlich.

[0102] Der Abbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, beispielsweise wie folgt: Zunächst wird das die Halteeinrichtung 6 so weit auf das obere Teil der Standsäule 5 geschoben und fixiert, sodass das - bevorzugt aus Holz gebildete 6 und/oder stoffschlüssig mit der Halteeinrichtung 6 oder lösbar verbundene - Halteelement 8 in Flucht mit dem freien Ende der Standsäule 5 steht. Anschließend kann die Standsäule 5 von der Abstützstruktur 3 durch Lösen der Sterngriffschraube entnommen werden und die Bodenelemente 15 zerlegt werden.

[0103] Darauffolgend wird das vordere der beiden parallelen Bodenelemente 15 (vgl. Fig. 1) mittig vorbei an der Halteeinrichtung 6 an das obere Ende der Standsäule 5 geschoben. Das hintere Bodenelement 15 wird auf das vordere Bodenelement 15 aufgesetzt, wobei eine Ausnehmung 26 am oberen Ende über die Halteeinrichtung 6 (zur konstruktiven Verbindung) formschlüssig eingeschoben wird. Eine Nut am gegenüberliegenden Bodenelement 15 (vgl. Fig. 1) kann zum Einhaken in der Transportstellung 14 genutzt werden, um die kompakte Transportstellung 14 zu sichern.

[0104] Danach können im mittigen Bereich der Standsäule 5 beide Hölzer durch das Schienenelement 25 (vgl. Fig. 1) der Standsäule 15 miteinander verbunden werden. Beim Verdrehen des Schienenelements 25 arretiert ein mittiger Bereich mit einer Torbandschraube 27 des Bodenelements 15 gemäß dieser Ausführungsform, wobei das obere Element mit einer Sterngriffschraube fixiert werden kann.

[0105] Der Mittelsteg als Bodenelement 15 wird umgedreht, sodass die Adaptionsschiene 17 oder Holzleiste zwischen Standsäule 5 und Mittelsteg liegt und von unten nach oben auf die Standsäule 15 aufgeschoben werden kann.

[0106] Eine Befestigungsschraube 28 (vgl. Fig. 3c), welche sich innenseitig am Winkel 19 befindet, findet am unteren Ende der Standsäule 5 in einer seitlichen Ausfräsung Platz und dient einem konstruktiven Halten des unteren Endes.

[0107] Nun kann mit einer Sterngriffschraube der Mittelsteg im mittleren Bereich der Standsäule 5 durch den Metallwinkel 29 angebunden werden. Der Metallwinkel 29 kann in Gebrauchsstellung 7 als Distanzelement verwendet werden und beispielsweise mit einem Puffermaterial ummantelt sein/werden, wobei eine Beabstandung zwischen Türblatt 2 und Metallwinkel 29 hinsichtlich eines vollständigen Beschichtungsprozess bevorzugt ist.

[0108] Anschließend wird die Standsäule 5 in analogem Prozedere zum Aufbau in umgekehrter Chronologie zusammengeklappt oder zusammengefaltet und mit einer Sterngriffschraube das Profil 6 (vgl. Fig. 2) im Transportzustand gesichert. Zuletzt wird mit der letzten verfügbaren Sterngriffschraube die beiden Teile der Standsäule 5 durch das weitere Scharnier 22 (vgl. Fig. 2) miteinander verbunden, damit ein hinreichender Halt zur Transportfähigkeit sichergestellt werden kann.

[0109] In Bezug auf den Gebrauch wird die Halteeinrichtung 6 so weit nach unten eingestellt, dass das Türblattscharnier 9 des Türblatts 2 darüber liegt, wenn dieses auf dem Mittelsteg platziert wird. Der Abstand des Türblatts 2 zur Standsäule 5 sollte derart gewählt sein, dass das Halteelement 8 in einer Flucht mit dem Türblattscharnier 9 liegt. Nach entsprechendem Aufsetzen oder Einhaken des Türblatts 2 kann das Türblatt 2 einhändig gehalten werden und mit der weiteren Hand kann die Halteeinrichtung 6 etwas gelöst werden, um die Halteeinrichtung 6 weiter nach oben zu schieben - bis das Halteelement 8 im Türblattscharnier 9 gemäß diesem Ausführungsbeispiel eingeführt ist. Sofern eine Verbindung zwischen Halteelement 8 und Türblatt 2 vorliegt, kann das Türblatt 2 losgelassen werden und mittels der in dem Langloch 13 geführten Sterngriffschraube kann die Halteeinrichtung 6 entgegen einem Abrutschen in vertikaler Richtung entlang der Standsäule 5 fixiert werden, sodass das Türblatt 2 an der Türblatthalterung 1 gesichert ist.

[0110] Fig. 3b zeigt, dass das Halteelement 8 der Halteeinrichtung 6 dazu eingerichtet ist, einen Teil der Türblatthalterung 1 in Form eines Bodenelements 15 der Abstützstruktur 3 in der Transportstellung 14 über eine Nut 16 des Bodenelements 15 zu fixieren.

[0111] Das Stabilisierungsmittel 18 kann im Allgemeinen dazu genutzt werden, einen Teil der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 zu fixieren, wobei in der gewählten Transportstellung 14 das Stabilisierungsmittel 18 derart orientiert ist, um eine besonders kompakte Transportstellung 14 zu gewährleisten und einen Bolzen 24 der Standsäule zur Anbindung an die Abstützstruktur 3 zu schützen. Das Stabilisierungsmittel 18 kann verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Türblatthalterung 1 im Zuge eines Transports ortsfest am Transportmittel verbleibt.

[0112] Im Allgemeinen kann ein, vorzugsweise lösbarer, Griff 30 (vgl. Fig. 4a) an der Türblatthalterung 1, vorzugsweise an der Standsäule 5, montiert sein, um die Türblatthalterung 1 in der Gebrauchsstellung 7 und/oder Transportstellung 14 besonders komfortabel tragen zu können.

[0113] Fig. 3c unterscheidet sich von Fig. 3a lediglich in einem um 180° geänderten Blickwinkel, wobei die Halteeinrichtung 6 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist und ersichtlich ist, dass die Adaptionsschiene 17 in der Transportstellung 14 zwischen dem zugehörigen Bodenelement 15 und einem Teil der Standsäule 5 verortet ist.

[0114] Ein exemplarisches Verfahren zur Montage der Türblatthalterung 1 kann wie folgt expliziert werden: Die Türblatthalterung 1 wird aus der zusammengeklappten oder zusammengefalteten Transportstellung 14 in die Gebrauchsstellung 7 übergeführt, wobei eines der Befestigungsmittel 12 zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung 1 in der Gebrauchsstellung 7 angeordnet wird, und das Halteelement 8 der Halteeinrichtung 6 wird in einer an der Standsäule 5 montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung verschobenen Stellung bewegt.

[0115] Ein exemplarisches Verfahren zur Demontage der Türblatthalterung 1 kann wie folgt expliziert werden: Die Türblatthalterung 1 wird aus der Gebrauchsstellung 7 in die zusammengeklappte oder zusammengefaltete Transportstellung 14 übergeführt, wobei die Halteeinrichtung 6 in eine relativ zu der Standsäule 5 geänderten Position an der Standsäule 5 bewegt wird, und zumindest ein Befestigungsmittel 12 in Form einer werkzeuglos betätigbaren Schraube, welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung 1 in der Gebrauchsstellung 7 vorgesehen war, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 angeordnet.

[0116] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird in Ergänzung zu dem Befestigungsmittel 12 auch das Halteelement 8, die Halteeinrichtung 6, das Stabilisierungsmittel 18 der Abstützstruktur 3 und das Schienenelement 25 sowie das metallisches Profil 20 der Standsäule 5 herangezogen, um in einer Doppelfunktion zur Fixierung weiterer Teile der Türblatthalterung 1 in der Transportstellung 14 zu fungieren. Bei der vorliegenden Ausführungsform wird das Scharnier 22 zur Sicherung der Transportstellung 14 genutzt.

[0117] Bei dieser Ausführungsform wird zunächst die Standsäule 5 von der Transportstellung 14 gelöst, wobei anschließend die Abstützstruktur 3 gebildet wird und darauffolgend die Standsäule 5 an der Abstützstruktur 3 fixiert wird. Die Montage erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei die Halteeinrichtung 6 sowohl bei der Montage als auch bei der Demontage der Türblatthalterung 1 an der Standsäule 5 verbleiben kann - und als Fixierungsmittel dient.

[0118] Fig. 4a zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Türblatthalterung 1, wobei das metallische Profil 20 in einer Nut 31 für das metallische Profil 20, vorzugsweise T-Nut-Fräsung, in der Standsäule 5 eingebettet ist. Dadurch kann die Standsäule 5 in temporärer Hinsicht besonders effizient aufgebaut werden, wobei das metallische Profil 20 in vertikaler Richtung verschoben werden kann und gegebenenfalls mittels eines Befestigungsmittels 12 in der Lage fixiert werden kann. Darüber hinaus kann durch diese Maßnahme eine Herstellung vereinfacht werden.

[0119] Das metallische Profil 20 kann beispielsweise in Form einer Stange ausgeführt sein.

[0120] Für die Positionierung der Halteeinrichtung 6 in vertikaler Richtung ist eine Nut 32 für die Halteeinrichtung 6 vorgesehen.

[0121] Die Befestigungsstelle für das Halteelement 8 ist an einer Seite der Standsäule 5 angeordnet, welche nicht der Seite der Standsäule 5 entspricht, an welcher das Halteelement 8 angeordnet ist. Bei der vorliegenden Ausführungsform mit quaderförmigem Querschnitt kann die Befestigungsstelle an einer der drei verbleibenden Seiten angeordnet werden, wobei bevorzugt die Seite der Standsäule 5 herangezogen wird, welche angrenzend an die Seite mit daran angeordnetem Halteelement 8 verortet liegt.

[0122] In analoger Weise zu Fig. 1 ist vorgesehen, dass das Haltelement 8 an einer Seite angeordnet ist - in Orientierung in Richtung der Abstützstruktur 3 - und die Befestigungsstelle für die Halteeinrichtung 6 an der angrenzenden beziehungsweise orthogonal dazu orientierten Seite der Standsäule 5 montiert ist, um das Halteelement 8 vertikal zu verschieben.

[0123] Fig. 4b verdeutlicht, dass die Standsäule 5 im Fall einer mehrteiligen Ausbildung alternativ oder in Ergänzung zu einer zusammenklappbaren Ausführung über eine gelenkige Verbindung in Form eines Scharniers 21 der Teile der Standsäule 5 zusammengefaltet werden kann. Das Schienenelement 25 ist beispielsweise nicht zwingend erforderlich.

[0124] Fig. 4c visualisiert in einem vergrößerten Detailausschnitt eine Option einer Rastverbindung für die Türblatthalterung 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei ein Befestigungsmittel 12 - in der dargestellten Version in Form einer Torbandschraube 34 - vorgesehen ist, welches beim Zusammenbau der Türblatthalterung 1 auf an einem Teil der Standsäule 5 einrasten kann.

[0125] Dadurch findet automatisch eine Verriegelung statt, welche eine zusätzliche Verbindung mit einem Befestigungsmittel 12 (beispielsweise einer Sternschraube) entbehrlich macht.

[0126] Die Standsäule 5 ist bevorzugt aus Holz gefertigt, wobei alternativ beispielsweise ein metallisches Strangpressprofil herangezogen werden kann.


Ansprüche

1. Türblatthalterung (1) für ein Türblatt (2) einer Wohnungstür zum Beschichten des Türblatts (2) außerhalb eines Türrahmens, umfassend

- eine Abstützstruktur (3) zur Kontaktierung eines Bodens, vorzugsweise über Füße (4),

- wenigstens eine, vorzugsweise zwei- oder mehrteilige, vertikale Standsäule (5), und

- zumindest eine Halteeinrichtung (6) zum Halten eines Türblatts (2) an der Türblatthalterung (1), wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) an einer, vorzugsweise in Richtung der Abstützstruktur (3) weisenden, Seite der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Halteeinrichtung (6), vorzugsweise genau, ein in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen vertikal orientiertes Halteelement (8) umfasst, welches im Bereich der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist und zur Fixierung eines Türblatts (2) dazu ausgebildet ist, das Türblatt (2) über ein Türblattscharnier (9), vorzugsweise in Form eines Türbands (23), des Türblatts (2) durch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Türblattscharnier (9) und dem Halteelement (8) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) im Wesentlichen in vertikaler Ausrichtung zu halten, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) relativ zu der wenigstens einen Standsäule (5) bewegbar an der wenigstens einen Standsäule (5) gelagert ist, wobei die zumindest eine Halteeinrichtung (6) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) in vertikaler Richtung entlang der wenigstens einen Standsäule (5) verstellbar ist und die zumindest eine Halteeinrichtung (6) über wenigstens eine Befestigungsstelle an der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Befestigungsstelle ausschließlich an wenigstens einer weiteren Seite der wenigstens einen Standsäule (5) angeordnet ist.
 
2. Türblatthalterung (1) nach Anspruch 1, wobei das Halteelement (8)

- in Form eines, vorzugsweise konischen oder zylindrischen, Zapfens (10) vorliegt und/oder

- über eine quer von der wenigstens einen Standsäule (5) abstehende Versteifungsstrebe (11) von der wenigstens einen Standsäule (5), vorzugsweise im Bereich zwischen 2 cm und 50 cm, bevorzugt zwischen 5 cm und 20 cm, distanziert ist.


 
3. Türblatthalterung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei

- das Halteelement (8) relativ zu der wenigstens einen Standsäule (5) bewegbar, vorzugsweise an der wenigstens einen Standsäule (5), gelagert ist und/oder

- das Halteelement (8) in Gebrauchsstellung (7) der Türblatthalterung (1) in vertikaler Richtung, vorzugsweise stufenlos oder in diskreten Schritten, entlang der wenigstens einen Standsäule (5) in einer Position entlang der wenigstens einen Standsäule (5) verstellbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass wenigstens ein Befestigungsmittel (12) zur Fixierung der zumindest einen Halteeinrichtung (6) in einem Langloch (13) der zumindest einen Halteeinrichtung (6) und/oder einer Nut (32) der wenigstens einen Standsäule (5) für die Halteeinrichtung (6) geführt ist, und/oder

- die zumindest eine Halteeinrichtung (6) und/oder das Halteelement (8) dazu eingerichtet ist, wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14) zu fixieren.


 
4. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abstützstruktur (3)

- drei, vorzugsweise in H-Form, lösbar miteinander verbundene oder verbindbare leistenartige Bodenelemente (15), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zumindest ein Bodenelement (15) ein Befestigungsmittel (12), eine Nut (16) oder einen Bolzen (24) zur lösbaren Verbindung mit einem weiteren Bodenelement (15) umfasst, und/oder

- wenigstens eine, vorzugsweise zwei konisch zulaufende, Leiste und/oder Adaptionsschiene (17), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Leiste und/oder Adaptionsschiene (17) an einem Bodenelement (15) als Mittelsteg der Abstützstruktur (3) angeordnet ist, und/oder

- eine Öffnung oder einen Bolzen (24) zur lösbaren Verbindung mit der wenigstens einen Standsäule und/oder

- ein Stabilisierungsmittel (18), vorzugsweise metallischer Winkel (19), für die wenigstens eine Standsäule (5), wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass über das Stabilisierungsmittel (18) wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14) fixierbar ist,

umfasst.
 
5. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abstützstruktur (3) und/oder die wenigstens eine Standsäule (5), vorzugsweise werkzeuglos, zumindest zweiteilig ausgeführt und klappbar ist.
 
6. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine Standsäule (5) zumindest zweiteilig ausgebildet ist und mittels einem an zwei Teilen der wenigstens einen Standsäule (5) angeordneten Scharnier (21) faltbar ist und/oder zwei Teile der wenigstens einen Standsäule (5) mittels eines metallischen Profils (20) in Gebrauchsstellung (7) stabilisierbar oder stabilisiert sind, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass durch das metallische Profil (20) wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in einer Transportstellung (14) fixierbar ist und/oder ein weiteres Scharnier (22) vorgesehen ist, mit welchem wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1), vorzugsweise der Abstützstruktur (3), in einer Transportstellung (14) fixierbar ist.
 
7. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Türblatthalterung (1)

- in einer Gebrauchsstellung (7) eine Dimensionierung von maximal 210x100x100 cm und/oder

- aus einer Gebrauchsstellung (7) in eine Transportstellung (14) überführbar ist, wobei die Türblatthalterung (1) in der Transportstellung (14) eine Dimensionierung von maximal 120x30x30 cm, vorzugsweise maximal 120x20x20 cm,

aufweist.
 
8. Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine Standsäule (5) und/oder die Abstützstruktur (3) zumindest zum überwiegenden Teil Holz oder holzartiges Material umfasst.
 
9. Anordnung aus einer Türblatthalterung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche und einem Türblatt (2), wobei das Türblatt (2) über ein Türblattscharnier (9) des Türblatts (2) an dem Halteelement (8) der zumindest einen Halteeinrichtung (6) gehalten ist.
 
10. Verfahren zum Beschichten eines Türblatts (2) über eine Türblatthalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

- die Türblatthalterung (1) wird montiert,

- das Türblatt (2) wird über ein Türblattscharnier (9) des Türblatts (2) an dem Halteelement (8) der Türblatthalterung (1) aufgehängt und

- das Türblatt (2) wird, vorzugsweise über zumindest fünf Seiten des Türblatts (2), beschichtet.


 
11. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei das Türblatt (2) über Airlessspritzverfahren, Niederdruckspritzverfahren und/oder Hochdruckspritzverfahren beschichtet wird.
 
12. Verfahren zur Montage einer Türblatthalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

- die Türblatthalterung (1) wird aus einer zusammengeklappten und/oder zusammengefalteten Transportstellung (14) in eine Gebrauchsstellung (7) übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass ein Befestigungsmittel (12) zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung (1) in der Transportstellung (14) zur Fixierung an einem weiteren Teil der Türblatthalterung (1) in der Gebrauchsstellung (7) angeordnet wird, und

- das Halteelement (8) der zumindest einen Halteeinrichtung (6) wird in einer an der wenigstens einen Standsäule (5) montierten Stellung in eine in vertikaler Richtung verschobenen Stellung bewegt.


 
13. Verfahren zur Demontage einer Türblatthalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

- die Türblatthalterung (1) wird aus der Gebrauchsstellung (7) in eine zusammengeklappte oder zusammengefaltete Transportstellung (14) übergeführt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die zumindest eine Halteeinrichtung (6) in eine relativ zu der wenigstens einen Standsäule (5) geänderten Position an der wenigstens einen Standsäule (5) bewegt wird, und

- zumindest ein Befestigungsmittel (12), welches zur Fixierung eines Teiles der Türblatthalterung (1) in der Gebrauchsstellung (7) vorgesehen ist, wird an einem weiteren Teil der Türblatthalterung (1) in der Transportstellung (14) angeordnet.


 
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei das zumindest eine Befestigungsmittel (12) in Form einer Schraube, vorzugsweise werkzeuglos zu betätigende Schraube, vorliegt und/oder das Halteelement (8), die zumindest eine Halteeinrichtung (6), ein Stabilisierungsmittel (18) der Abstützstruktur (3) und/oder ein weiteres Scharnier (22) oder metallisches Profil (20) der wenigstens einen Standsäule (5) wenigstens ein Teil der Türblatthalterung (1) in der Transportstellung (14) fixiert.
 
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei zunächst die wenigstens eine Standsäule (5) von der Transportstellung (14) gelöst wird, anschließend die Abstützstruktur (3) gebildet wird und darauffolgend die wenigstens eine Standsäule (5) an der Abstützstruktur (3) fixiert wird oder vice versa und/oder die zumindest eine Halteeinrichtung (6) im Zuge der Montage oder Demontage der Türblatthalterung (1) an der wenigstens einen Standsäule (5) verbleibt.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente