[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drehgestell für ein Schienenfahrzeug, eine
Anordnung eines Wagenkastens und eines Drehgestells, sowie ein Schienenfahrzeug umfassend
mindestens ein Drehgestell gemäss den unabhängigen Ansprüchen.
[0002] Angetriebene Drehgestelle sind aus dem Stand der Technik bekannt. Der Tatzlagerantrieb
ist dabei die einfachste Art der Aufhängung von Antriebsvorrichtungen im Drehgestell
(
EP 2214946 B1,
EP 0758602 B1). Bei Drehgestellen mit Tatzlagerantrieb erfolgt die Kraftübertragung vom Radsatz
auf den Drehgestellrahmen typischerweise über die Achslagergehäuse, welches z.B. als
Achslenker mit Achslenkerlager ausgebildet ist. Um die Kraft übertragen zu können,
müssen die Achslagergehäuse gegenüber dem Drehgestellrahmen eine Mindeststeifigkeit
in Längsrichtung aufweisen. Dies vermindert jedoch die radiale Einstellbarkeit der
Radsätze.
[0003] Radial einstellbare Drehgestelle sind ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannt.
EP 0 235 644 B1 zeigt ein Drehgestell, welches radial einstellbar ist. Als Antrieb für dieses Drehgestell
wird ein Schiebelagerantrieb verwendet, welcher jedoch aufwändig in der Konstruktion
und wartungsintensiv im Betrieb ist.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung die Nachteile im Stand der Technik zu überwinden
und insbesondere ein Drehgestell, eine Anordnung eines Wagenkastens und eines Drehgestells
sowie ein Schienenfahrzeug zu schaffen, welches den Drehgestellrahmen des Drehgestells
von Traktionskräften entlastet, eine Radialeinstellung der Radsätze ermöglicht und
die Verwendung einer wirtschaftlichen Antriebsvorrichtung erlaubt.
[0005] Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Drehgestell für ein Schienenfahrzeug gelöst.
Das Drehgestell umfasst einen Drehgestellrahmen und mindestens einen angetriebenen
Radsatz, welcher zwei Räder umfasst. Vorzugsweise umfasst das Drehgestell zwei angetriebene
Radsätze. Das Drehgestell umfasst pro angetriebenen Radsatz eine Antriebsvorrichtung,
eine, insbesondere genau eine, Zug-Druck-Stange und eine, insbesondere genau eine,
Drehmomentstütze. Die Zug-Druck-Stange und die Drehmomentstütze liegen in einer ruhenden
Nullstellung des Drehgestells in einer im Wesentlichen vertikalen Ebene, insbesondere
in einer im Wesentlichen vertikalen Mittelebene zwischen den beiden Rädern des angetriebenen
Radsatzes.
[0006] Ein Drehgestell bezeichnet ein Laufwerk für ein Schienenfahrzeug, welches um eine
Gierachse drehbar ist und mit einem Wagenkasten verbindbar ist. Das Drehgestell kann
in einer Ausführungsform als Jakobs-Drehgestell ausgebildet sein. Das Drehgestell
umfasst einen Drehgestellrahmen in welchem ein oder mehrere Radsätze lagerbar sind.
[0007] Der Drehgestellrahmen umfasst zwei Längsträger und einen mittleren Querträger, wodurch
ein Drehgestellrahmen mit H-Form gebildet wird. Der mittlere Querträger kann einen
Wagenkasten abstützen. Der Drehgestellrahmen kann zusätzlich zum mittleren Querträger
zwei äussere Querträger umfassen, welche jeweils die beiden Längsträger an gegenüberliegenden
Enden verbinden. Die äusseren Querträger sind jeweils in Wesentlichen parallel zum
mittleren Querträger angeordnet. Durch die äusseren Querträger kann die Biege- und
Torsionssteifigkeit des Drehgestells erhöht werden.
[0008] Die Antriebsvorrichtung treibt jeweils einen Radsatz an und steht mit diesem in einer
Wirkverbindung. Die Antriebsvorrichtung ist über die Zug-Druck-Stange und die Drehmomentstütze
jeweils beweglich mit dem Drehgestell verbunden.
[0009] Die Zug-Druck-Stange dient der Übertragung von Zug- und Drucckräften vom angetriebenen
Radsatz auf das Drehgestell. Die Drehmomentstütze stützt die Antriebsvorrichtung am
mittleren Querträger des Drehgestellrahmens ab. Die Zug-Druck-Stange ist vorzugsweise
unterhalb der Drehmomentstütze angeordnet. Sowohl die Zug-Druck-Stange als auch die
Drehmomentstütze können gerade oder abgewinkelt ausgebildet sein.
[0010] Unter einer ruhenden Nullstellung wird eine Stellung des Drehgestells verstanden,
in welchem sich das Drehgestell relativ zu den Schienen, auf welchen sich die Räder
des Drehgestells befinden, nicht bewegt. Zudem befinden sich sämtliche Räder des Drehgestells
in dieser Stellung auf geraden und horizontalen Schienen.
[0011] Die Anordnung der Zug-Druck-Stange und der Drehmomentstütze in der vertikalen Mittelebene
zwischen den beiden Rädern erlaubt ein radiales Einstellen der Radsätze. Die Anordnung
der Zug-Druck-Stange und der Drehmomentstütze definiert die Position der Antriebsvorrichtung
bei Federbewegungen und reduziert unerwünschte Auslenkungen der Radsätze.
[0012] Das Drehgestell kann eine primäre Federvorrichtung und ein sekundäre Federvorrichtung
umfassen.
[0013] Die primäre Federvorrichtung kann ein oder mehrere Federelemente umfassen. Vertikale
Kräfte zwischen mindestens einem Radsatz und dem Drehgestellrahmen können durch die
primäre Federvorrichtung aufnehmbar sein. Die primäre Federvorrichtung kann beispielsweise
eine Elastomerfederung und/oder Blattfederung und/oder Schraubenfederung und/oder
Torsionsstabfederung umfassen. Eine Blattfederung zeichnet sich durch eine robuste
und kostengünstige Bauweise aus. Eine Elastomerfeder oder Schraubenfederung kann den
Fahrkomfort durch eine höhere Flexibilität verbessern. Eine Torsionsstabfederung zeichnet
sich durch die flache und platzsparende Bauweise aus.
[0014] Die sekundäre Federvorrichtung kann ebenfalls eine oder mehrere Federelemente umfassen.
Die vertikalen Kräfte zwischen dem Drehgestellrahmen, insbesondere dem mittleren Querträger
des Drehgestellrahmens, und einem Wagenkasten können durch die sekundäre Federvorrichtung
aufnehmbar sein. Die sekundäre Federvorrichtung kann beispielsweise eine Elastomerfederung
und/oder Flexcoil-Federung und/oder Luftfederung und/oder Schraubenfederung umfassen.
[0015] Eine Luftfederung bietet einen verbesserten Fahrkomfort und ist einfach einstellbar.
Elastomer-, Flexcoil- und Schraubenfederungen sind wartungsarm und robust.
[0016] Durch die Federvorrichtungen ist der Fahrkomfort von Schienenfahrzeugen verbesserbar,
insbesondere sind Erschütterungen eines Wagenkastens und Geräusche verminderbar. Das
Drehgestell kann in einer Ausführungsform zusätzlich Schwingungs- und/oder Schlingerdämpfer
und/oder Wankstabilisatoren umfassen.
[0017] Das Drehgestell kann einen Führungszapfen und einen Querbalken umfassen, wobei der
Querbalken auf dem Führungszapfen drehbar lagerbar ist. Der Querbalken kann mittels
Gleit- oder Wälzlager auf dem Führungszapfen gelagert sein.
[0018] Der Führungszapfen kann mittig, vorzugweise auf der Unterseite des mittleren Querträgers
des Drehgestellrahmens angeordnet sein. Es ist denkbar, dass der Führungszapfen im
mittleren Querträger des Drehgestellrahmens eingepresst oder angeschweisst ist. Der
Querbalken nimmt den Führungszapfen vorzugsweise mittig auf.
[0019] Die Verwendung von Führungszapfen und Querbalken ermöglicht es, dass das Drehgestell
um die Gierachse des Führungszapfen relativ zum Wagenkasten drehbar ist und Zug- und
Druckkräfte vom Drehgestell über den Querbalken auf den Wagenkasten übertragbar sind.
[0020] Die Zug-Druck-Stange kann ein erstes Ende und ein zweites Ende umfassen, wobei das
erste Ende der Zug-Druck-Stange mit der Antriebsvorrichtung bewegbar verbunden ist
und das zweite Ende der Zug-Druck-Stange mit dem Führungszapfen bewegbar verbunden
ist.
[0021] Die Zug-Druck-Stange kann an einem oder beiden Enden Lager umfassen, welche eine
relative Bewegung, insbesondere Translation und/oder Torsion, zwischen Antriebsvorrichtung
und Führungszapfen erlauben.
[0022] Die Lagerung kann mittels Sphärolagern erfolgen. Es ist jedoch auch denkbar, dass
andere geeignete Lager wie Kugelgelenklager oder Elastomerlager zur Lagerung verwendet
werden können. Elastomerlager können Stösse und Vibrationen absorbieren und besitzen
eine reduzierte Geräuschbildung. Sphäro- und Kugelgelenklager sind wartungsarm und
können hohe axiale und radiale Kräfte aufnehmen.
[0023] Durch die bewegbare Verbindung können die entstehenden Zug- und Druckkräfte auf den
Führungszapfen übertragen werden. Ein radiales Einstellen der Radsätze ist zudem möglich.
[0024] Das Drehgestell kann zwei Gelenkstangen umfassen, welche jeweils ein erstes Ende
und ein zweites Ende umfassen, wobei das erste Ende jeweils mit dem Querbalken verbunden
ist und das zweite Ende jeweils mit einem Wagenkasten verbindbar ist.
[0025] Die zwei Gelenkstangen sind vorzugsweise spiegelbildlich aufgebaut und vorzugsweise
im Wesentlichen gerade ausgeführt und im Wesentlichen parallel angeordnet.
[0026] Die Gelenkstangen können an ihren Enden jeweils gelagert sein, wodurch unter anderem
relative Vertikalbewegungen zwischen dem Querbalken und dem Wagenkasten ausgeglichen
werden können. Die Gelenkstangen können jeweils mittels Sphärolagern gelagert sein.
Es ist jedoch auch denkbar, dass andere geeignete Lager wie Kugelgelenklager oder
Elastomerlager zur Lagerung verwendet werden.
[0027] Die Gelenkstangen befinden sich vorzugsweise ausserhalb des Drehgestellrahmens. Die
Gelenkstangen können in einer Ausführungsform einen runden Querschnitt aufweisen.
In einer weiteren Ausführungsform kann der Querschnitt der Gelenkstangen im Wesentlichen
rechteckig sein.
[0028] Durch die Gelenkstangen können Zug- und Druckkräfte vom Querbalken auf den Wagenkasten
übertragen werden.
[0029] Die zwei Räder des angetriebenen Radsatzes umfassen jeweils einen Radaufstandspunkt
und die Zug-Druck-Stange, d.h. die Längsachse der Stange, kann derart ausgerichtet
sein, dass das erste Ende der Zug-Druck-Stange in einer ruhenden Nullstellung des
Drehgestells im Wesentlichen in Richtung eines Mittelpunkts einer Strecke ausgerichtet
ist, welche die beiden Radaufstandspunkte des angetriebenen Radsatzes verbindet.
[0030] Ein Radaufstandpunkt entspricht jenem Punkt, an dem das Rad mit der Schiene in Kontakt
steht. Es ist für den Fachmann offensichtlich, dass es sich hierbei um einen theoretischen
Punkt handelt, welcher unter realen Bedingungen, unter Berücksichtigung der Hertzschen
Pressung, einer Fläche entspricht.
[0031] Diese Ausrichtung der Zug-Druck-Stange erlaubt eine Tiefzuganlenkung und vermindert
dadurch das Einfedern einer Primärfederung infolge von Zug- und Druckkräften. Der
Drehgestellrahmen führt infolge von Zug- und Druckkräften nur kleine zusätzliche Nickbewegungen
aus, wodurch der Federweg einer Primärfeder zu grossen Teilen für den Ausgleich der
Gleislage zur Verfügung steht.
[0032] Die Zug-Druck-Stange, d.h. die Längsachse der Stange, kann derart ausgerichtet sein,
dass das zweite Ende der Zug-Druck-Stange in einer ruhenden Nullstellung des Drehgestells
im Wesentlichen in Richtung eines Mittelpunkts einer Strecke ausgerichtet ist, welche
die ersten Enden der zwei Gelenkstangen verbindet.
[0033] Auch diese Ausrichtung der Zug-Druck-Stange erlaubt eine Tiefzuganlenkung und vermindert
dadurch das Einfedern einer Primärfederung infolge von Zug- und Druckkräften.
[0034] Das zweite Ende der Zug-Druck-Stange kann mit dem Drehgestellrahmen bewegbar verbunden
sein.
[0035] Die Zug-Druck-Stange kann an einem oder beiden Enden Lager umfassen, welche eine
relative Bewegung, insbesondere Translation und/oder Torsion, zwischen Antriebsvorrichtung
und Drehgestellrahmen erlauben.
[0036] Durch die Verbindung der Antriebsvorrichtung mit dem Drehgestell, kann anstelle eines
Führungszapfens und eines Querbalkens ein Drehkranz verwendet werden. Die Zug- und
Druckkräfte können in dieser Ausführungsform auf den Drehgestellrahmen und dadurch
auf die, vorzugsweise ausserhalb des Drehgestellrahmens befindenden, Gelenkstangen
übertragen werden. Die Gelenkstangen können die Zug- und Druckkräfte in eine Federtraverse
übertragen, welche über einen Drehkranz drehbar mit dem Wagenkasten verbindbar ist.
[0037] Die Drehmomentstütze kann ein erstes Ende und ein zweites Ende umfassen, wobei das
erste Ende der Drehmomentstütze mit der Antriebsvorrichtung bewegbar verbunden ist.
Das zweite Ende der Drehmomentstütze kann mit dem Drehgestellrahmen bewegbar verbunden
sein.
[0038] Die Drehmomentstütze kann an einem oder beiden Enden Lager umfassen, welche eine
relative Bewegung, insbesondere Translation und/oder Torsion, zwischen Antriebsvorrichtung
und Drehgestell erlauben.
[0039] Die Lagerung kann mittels Sphärolagern erfolgen. Es ist jedoch auch denkbar, dass
andere geeignete Lager wie Kugelgelenklager oder Elastomerlager zur Lagerung verwendet
werden können. Elastomerlager können Stösse und Vibrationen absorbieren und besitzen
eine reduzierte Geräuschbildung. Sphäro- und Kugelgelenklager sind wartungsarm und
können hohe axiale und radiale Kräfte aufnehmen.
[0040] Durch eine derartige Anordnung der Drehmomentstütze können Drehmomente, welche beim
Antrieb durch die Antriebsvorrichtung oder beim Bremsen entstehen kontrolliert auf
den Drehgestellrahmen übertragen werden.
[0041] Das Drehgestell kann zwei Achslenkerlager pro angetriebenen Radsatz umfassen, wobei
der angetriebene Radsatz durch die Achslenkerlager aktiv radial einstellbar oder passiv
radial einstellbar ist.
[0042] Das Drehgestell kann ebenfalls zwei Achslenker umfassen, welche den Radsatz jeweils
über ein Radsatzlager mit dem Drehgestellrahmen über ein Achslenkerlager verbinden.
Die Querführung des Radsatzes kann durch die Achslenker und die Achslenkerlager erfolgen.
[0043] Es ist denkbar, dass die Achslenklager konventionell, beispielsweise mittels Elastomerbuchsen,
oder als hydraulische Achslenklager (HALL) ausgebildet sind. Es ist auch denkbar,
dass die Achslenker aktiv gelagert sind. Solch eine aktive Lagerung kann beispielsweise
mittels hydraulischem Stellantrieb erfolgen, welcher mittels integrierter Elektronik
regelbar ist. Der Drehgestellrahmen kann die hierzu notwendige Aktuatoreinheit umfassen.
[0044] Durch die beschriebene Anordnung des Drehgestells können die Zug- und Druckkräfte,
welche über die Achslenker auf den Drehgestellrahmen wirken, vermindert werden. Dadurch
können die Achslenklager weich und radial einstellend ausgeführt werden. Unter einer
weichen Ausführung wird in diesem Zusammenhang eine Federsteifigkeit von 0.5 kN/mm
bis 5 kN/mm in Fahrzeuglängsrichtung verstanden.
[0045] Dadurch, dass der Radsatz radial einstellbar ist, kann der Verschleiss der Räder
und der Schienen verringert werden. Durch die Verwendung von aktiv radial einstellbaren
Achslenklagern kann der Verschliess gegenüber passiv radial einstellbaren Achslenklagern
weiter vermindert werden.
[0046] Die Antriebsvorrichtung kann ein Tatzlagerantrieb umfassen.
[0047] Der Tatzlagerantrieb kann mindestens ein, vorzugsweise zwei Tatzlager umfassen, welche
auf der Radsatzwelle gelagert sind. Der Motor des Tatzlagerantriebs kann mittels Stirnradgetriebe
mit der Radsatzwelle verbunden sein.
[0048] Die Verwendung eines Tatzlagerantriebes erlaubt eine kompakte und robuste Bauweise.
Des Weiteren sind die Produktion- und Wartungskosten im Vergleich zu anderen Antriebsvorrichtungen
gering.
[0049] Das Drehgestell kann mindestens eine Bremsvorrichtung, vorzugsweise zwei Bremsvorrichtungen
pro angetriebenen Radsatz, umfassen. Die Bremsvorrichtungen können, insbesondere ausschliesslich,
an der Antriebsvorrichtung befestigt sein.
[0050] Die Bremsvorrichtung kann als Reibungsbremsvorrichtung ausgebildet sein. Die Bremsvorrichtung
kann in einer Ausführungsform Klotzbremsen und/oder Scheibenbremsen umfassen.
[0051] Die Bremsvorrichtung kann pneumatisch, elektrisch oder hydraulisch betreibbar sein.
Pneumatisch betriebene Bremsvorrichtungen können aktiv oder passiv sein oder mittels
Unterdrucks betreibbar sein.
[0052] Dadurch, dass die Bremsvorrichtung ausschliesslich an der Antriebsvorrichtung befestigt
ist, werden die Bremskräfte nicht über die Achslenkerlagerung geführt und beeinflussen
die Radialeinstellung der Radsätze nicht.
[0053] Es ist auch denkbar, dass das Drehgestell eine oder mehrere Sicherheitsbremsen in
Form von Magnetschienen- oder Zahnradbremsen umfasst.
[0054] Das Drehgestell kann eine Spurweite umfassen, welche kleiner oder gleich 1200 mm
ist. Das Drehgestell kann eine Spurweite umfassen, welche insbesondere 1000 mm ist.
[0055] Solch eine Spurweite ermöglicht es, dass das Drehgestell für Meterspurbahnen verwendbar
ist. Meterspuren umfassen oft enge Gleisradien, weshalb zur Minimierung des Verschleisses
der Räder und der Schienen radial einstellbare Radsätze vorteilhaft sind.
[0056] Das Drehgestell kann jedoch auch eine Spurweite umfassen, welche grösser als 1200
mm ist, insbesondere zwischen 1435 mm und 1676 mm, so dass das Drehgestell für Normalspurbahnen
oder Breitspurbahnen verwendbar ist.
[0057] Die Aufgabe wird weiter durch eine Anordnung eines Wagenkastens und eines Drehgestells
wie vorhergehend beschrieben gelöst. Das zweite Ende der Gelenkstangen des Drehgestells
ist mit dem Wagenkasten bewegbar verbunden.
[0058] Durch diese Anordnung sind die Zug- und Druckkräfte vom Drehgestell auf den Wagenkasten
übertragbar. Die Gelenkstangen können am zweiten Ende jeweils gelagert sein, wodurch
unter anderem relative Vertikalbewegungen zwischen dem Querbalken und dem Wagenkasten
ausgeglichen werden können. Die Gelenkstangen können jeweils mittels Sphärolagern
gelagert sein. Es ist jedoch auch denkbar, dass andere geeignete Lager wie Kugelgelenklager
oder Elastomerlager zur Lagerung verwendet werden.
[0059] Die Aufgabe wird weiter durch ein Schienenfahrzeug umfassend mindestens ein Drehgestell
wie vorhergehend beschrieben, vorzugsweise zwei Drehgestelle, gelöst.
[0060] Ein solches Schienenfahrzeug kann eine einfache und wartungsarme Antriebsvorrichtung
umfassen. Des Weiteren kann das Schienenfahrzeug radial einstellbare Radsätze umfassen,
welche einen verschleissarmen Betrieb von Schienen und Rädern ermöglicht.
[0061] Das Schienenfahrzeug kann einen oder mehrere Schienenfahrzeugwagen umfassen.
[0062] Die Erfindung wird in den folgenden Figuren näher erläutert.
[0063] Es zeigen:
- FIG 1:
- Seitliche Ausbruchsansicht eines Drehgestells,
- FIG 2:
- Ausbruchsdraufsicht des in Fig. 1 gezeigten Drehgestells,
- FIG 3:
- Detailansicht des in Fig. 1 gezeigten Drehgestells,
- FIG 4:
- Ausbruchsdraufsicht eines Drehgestells in ausgelenkter Position,
- FIG 5:
- Seitliche Ausbruchsansicht eines Drehgestells in einer weiteren Ausführungsform.
[0064] Figur 1 zeigt eine seitliche Ausbruchsansicht eines Drehgestells 1 in ruhender Nullstellung.
Das Drehgestell 1 umfasst in dieser Ausführungsform einen Drehgestellrahmen 2 in O-Form
und zwei angetriebene Radsätze 30 (siehe Fig. 2). Der Drehgestellrahmen 2 umfasst
zwei Längsträger 35, einen mittleren Querträger 36 und zwei äussere Querträger 34.
Ein Radsatz 30 umfasst zwei Räder 3 welche jeweils als metallumfassende Vollräder
ausgebildet sind und eine Radsatzwelle 7 welche ebenfalls metallumfassend ausgebildet
ist. Die angetriebenen Radsätze 30 werden jeweils durch zwei Radsatzlager 6 gelagert,
wobei die Radsatzlager 6 in dieser Ausführungsform als Wälzlager ausgebildet sind.
[0065] Die Radsatzlager 6 sind jeweils mittels primäre Federvorrichtung 5 mit dem Drehgestellrahmen
2 verbunden. Die primäre Federvorrichtung 5 umfasst eine Schraubenfederung. Die Radsatzlagergehäuse
sind jeweils mittels Achslenkerlager 14 mit dem Drehgestellrahmen 2 gelagert verbunden.
Die Lagerung erfolgt jeweils mittels Achslenkerlager 9
. Die Achslenkerlager 9 sind in dieser Ausführung als hydraulische Achslenklager ausgebildet,
welche ein passives radiales Einstellen der Radsätze 30 erlaubt. Die hydraulischen
Achslenklager besitzen in dieser Ausführungsform eine tiefere Federsteifigkeit in
Fahrzeuglängsrichtung als in Vertikalrichtung.
[0066] Die beiden Radsätze 30 werden jeweils über eine Antriebsvorrichtung 4 angetrieben,
wobei die Antriebsvorrichtungen 4 als Tatzlagerantriebe ausgebildet sind. Die Tatzlagerantriebe
liegen jeweils zwischen den Radsätzen und dem mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens
2
.
[0067] Die Tatzlagerantriebe sind jeweils mit einer Drehmomentstütze 13 mit dem Drehgestellrahmen
2 bewegbar verbunden. Die Drehmomentstütze 13 ist sowohl am Tatzlagerantrieb als auch
am Drehgestellrahmen 2 mittels Sphärolager, welches Metall und Gummi umfasst, gelagert.
[0068] Unterhalb der Drehmomentstützen 13 befindet sich jeweils eine Zug-Druck-Stange 12.
Die Zug-Druck-Stange 12 ist jeweils mit einem ersten Ende mit dem Tatzlagerantrieb
beweglich verbunden und jeweils mit dem zweiten Ende mit einem zentralen Supportelement
15 und einem Führungszapfen 11 beweglich verbunden. Der Führungszapfen 11 befindet
sich zentral unterhalb des mittleren Querträgers 36 des Drehgestellrahmens 2 und ist
in den mittleren Querträger 36 eingepresst. Die Zug-Druck-Stange 12 ist sowohl am
Tatzlagerantrieb als auch am Führungszapfen 11 mittels Sphärolager, welches Metall
und Gummi umfasst, gelagert.
[0069] Die Zug-Druck-Stange 12 und die Drehmomentstütze 13 liegen jeweils in einer vertikalen
Mittelebene zwischen den beiden Rädern 3 der angetriebenen Radsätze 30 des Drehgestells
1
.
[0070] Auf dem Führungszapfen 11 ist ein Querbalken 10 drehbar gelagert. Der Querbalken
10 umfasst zwei Enden, welche jeweils mit einer Gelenkstange 22 beweglich verbunden
sind. Die Gelenkstangen 22 umfassen in dieser Ausführungsform einen runden Querschnitt
und sind auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Wagenkasten 100 verbunden. Der
mittlere Querträger 36 des Drehgestellrahmens 2 ist zudem mit einer sekundären Federvorrichtung
21 mit dem Wagenkasten 100 verbunden. Die sekundäre Federvorrichtung 21 umfasst in
dieser Ausführungsform eine Schraubenfederung.
[0071] Die Zug-Druck-Stange 12 ist jeweils so ausgerichtet, dass das erste, dem Tatzlagerantrieb
zugewandte, Ende der Zug-Druck-Stange 12 in Richtung eines Mittelpunkts einer Strecke
ausgerichtet ist, welche die beiden Radaufstandspunkte 31 der zwei Räder 3 verbindet,
welche durch den entsprechenden Tatzlagerantrieb antreibbar sind. Das zweite Ende
der Zug-Druck-Stange 12 ist jeweils in Richtung eines Mittelpunkts einer Strecke ausgerichtet,
welche die ersten Enden der zwei Gelenkstangen (22) verbindet.
[0072] Figur 2 zeigt eine Ausbruchsdraufsicht des in Fig. 1 gezeigten Drehgestells 1. Das Drehgestell
1 umfasst pro Radsatz 30 zwei Bremsvorrichtungen 8 welche am Tatzlagerantrieb befestigt
sind. Die Bremsvorrichtungen 8 sind in dieser Ausführungsform als pneumatisch betriebene
Klotzbremsen ausgebildet, wobei jeweils eine Klotzbremse auf die Lauffläche eines
Rad 3 drücken kann. Die Antriebsvorrichtungen 4 welche als Tatzlagerantriebe ausgebildet
sind, umfassen jeweils ein Ritzel, welches ein Grossrad antreiben kann, welches auf
der Radsatzwelle 7 befestigt ist. Die Räder 3 der Radsätze 30 sind in dieser Ausführungsform
so beabstandet, dass eine Spurweite von 1000 mm erreicht wird und das Drehgestell
1 auf einer Meterspur fahrbar ist. Der Querbalken 10 ist in dieser Ausführungsform
breiter als der Drehgestellrahmen 2 ausgebildet. Die Zug-Druck-Stangen 12 und die
Drehmomentstützen 13 liegen jeweils in der vertikalen Mittelebene 32, welche zwischen
den beiden Rädern 3 der angetriebenen Radsätze 30 liegt.
[0073] Figur 3 zeigt eine Detailansicht des in Fig. 1 gezeigten Drehgestells 1. Die Zug-Druck-Stangen
12 ist über ein zentrales Supportelement 15 mit dem Führungszapfen 11 verbunden.
[0074] Figur 4 zeigt eine Ausbruchsdraufsicht eines Drehgestells 1 in ausgelenkter Position. Solch
eine ausgelenkte Position des Drehgestells 1 kann durch eine Kurvenfahrt entstehen,
wodurch sich das Drehgestell 1 nicht in einer ruhenden Nullstellung befindet. Der
Drehgestellrahmen 2 ist um eine Gierachse zum Wagenkasten 100 um den Winkel γ verdreht.
Die Gierachse entspricht dabei der Symmetrieachse des Führungszapfens 11. Die beiden
Radsätze 30 sind zusätzlich radial eingestellt und um dem Winkel α zueinander verdreht.
Durch das Verlassen der ruhenden Nullstellung befinden sich die Zug-Druck-Stangen
12 und die Drehmomentstützen 13 nicht mehr in der vertikalen Mittelebene.
[0075] Figur 5 zeigt eine seitliche Ausbruchsansicht eines Drehgestells 1 in ruhender Nullstellung.
Das Drehgestell 1 umfasst in dieser Ausführungsform einen Drehgestellrahmen 2 in O-Form
und zwei angetriebene Radsätze 30. Der Drehgestellrahmen 2 umfasst zwei Längsträger
35, einen mittleren Querträger 36 und zwei äussere Querträger 34. Ein Radsatz 30 umfasst
zwei Räder 3 und eine Radsatzwelle 7. Die angetriebenen Radsätze 30 werden jeweils
durch zwei Radsatzlager 6 gelagert, wobei die Radsatzlager 6 in dieser Ausführungsform
als Wälzlager ausgebildet sind. Die Radsatzlager 6 sind jeweils mittels primärer Federvorrichtung
5 mit dem Drehgestellrahmen 2 verbunden. Die primäre Federvorrichtung 5 umfasst eine
Schraubenfederung. Die Radsatzlagergehäuse sind jeweils mittels Achslenkerlager 14
mit dem Drehgestellrahmen 2 gelagert verbunden. Die Lagerung erfolgt jeweils mittels
Achslenkerlager 9. Die Achslenkerlager 9 sind in dieser Ausführung als hydraulische
Achslenklager ausgebildet, welche ein passives radiales Einstellen der Radsätze 30
erlaubt. Die hydraulischen Achslenklager besitzen in dieser Ausführungsform eine tiefere
Federsteifigkeit in Fahrzeuglängsrichtung als in Vertikalrichtung.
[0076] Die beiden Radsätze 30 werden jeweils über eine Antriebsvorrichtung 4 angetrieben,
wobei die Antriebsvorrichtungen 4 als Tatzlagerantriebe ausgebildet sind. Die Tatzlagerantriebe
liegen jeweils zwischen den Radsätzen und dem mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens
2.
[0077] Die Tatzlagerantriebe sind jeweils mit einer Drehmomentstütze 13 mit dem mittleren
Querträger 36 des Drehgestellrahmens 2 bewegbar verbunden. Die Drehmomentstütze 13
ist sowohl am Tatzlagerantrieb als auch am mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens
2 mittels Sphärolager, welches Metall und Gummi umfasst, gelagert.
[0078] Unterhalb der Drehmomentstützen 13 befindet sich jeweils eine Zug-Druck-Stange 12.
Die Zug-Druck-Stange 12 ist in dieser Ausführungsform jeweils mit einem ersten Ende
mit dem Tatzlagerantrieb beweglich verbunden und jeweils mit dem zweiten Ende mit
dem mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens 2 beweglich verbunden. Die Zug-Druck-Stange
12 ist sowohl am Tatzlagerantrieb als auch am mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens
2 mittels Sphärolagern, welche Metall und Gummi umfassen, gelagert.
[0079] Der Drehgestellrahmen 2, ist auf beiden Seiten jeweils mit einer Gelenkstange 22
bewegbar verbunden. Die Gelenkstangen 22 umfassen in dieser Ausführungsform einen
runden Querschnitt und sind auf der gegenüberliegenden Seite mit der Federtraverse
24 verbunden. Der mittleren Querträger 36 des Drehgestellrahmens 2 umfasst zudem eine
sekundären Federvorrichtung 21, welche in dieser Ausführungsform eine Schraubenfederung
umfasst. Das Drehgestell 1 umfasst auf der Oberseite einen Drehkranz 23.
1. Drehgestell (1) für ein Schienenfahrzeug, umfassend einen Drehgestellrahmen (2) und
mindestens einen angetriebenen Radsatz (30) umfassend zwei Räder (3), vorzugsweise
zwei angetriebene Radsätze (30), wobei das Drehgestell (1) pro angetriebenem Radsatz
(30)
- eine Antriebsvorrichtung (4),
- eine, insbesondere genau eine, Zug-Druck-Stange (12) und
- eine, insbesondere genau eine, Drehmomentstütze (13), umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zug-Druck-Stange (12) und die Drehmomentstütze (13), in einer ruhenden Nullstellung
des Drehgestells (1), in einer im Wesentlichen vertikalen Ebene (32) liegen, insbesondere
in einer im Wesentlichen vertikalen Mittelebene zwischen den beiden Rädern des angetriebenen
Radsatzes (30) liegen.
2. Drehgestell (1), nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) eine primäre Federvorrichtung (5) und ein sekundäre Federvorrichtung
(21) umfasst.
3. Drehgestell (1), nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) einen Führungszapfen (11) und einen Querbalken (10) umfasst,
wobei der Querbalken (10) auf dem Führungszapfen (11) drehbar gelagert ist.
4. Drehgestell (1), nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug-Druck-Stange (12) ein erstes Ende und ein zweites Ende umfasst, wobei das
erste Ende der Zug-Druck-Stange (12) mit der Antriebsvorrichtung (4) bewegbar verbunden
ist und das zweite Ende der Zug-Druck-Stange (12) mit dem Führungszapfen (11) bewegbar
verbunden ist.
5. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) zwei Gelenkstangen (22) umfasst, welche jeweils ein erstes Ende
und ein zweites Ende umfassen, wobei das erste Ende jeweils mit dem Querbalken (10)
verbunden ist und das zweite Ende jeweils mit einem Wagenkasten (100) verbindbar ist.
6. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Räder (3) des angetriebenen Radsatzes (30) jeweils einen Radaufstandspunkt
(31) umfassen und die Zug-Druck-Stange (12) derart ausgerichtet ist, dass das erste
Ende der Zug-Druck-Stange (12) in einer ruhenden Nullstellung des Drehgestells (1)
im Wesentlichen in Richtung eines Mittelpunkts einer Strecke ausgerichtet ist, welche
die beiden Radaufstandspunkte (31) des angetriebenen Radsatzes (30) verbindet.
7. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug-Druck-Stange (12) derart ausgerichtet ist, dass das zweite Ende der Zug-Druck-Stange
(12) in einer ruhenden Nullstellung des Drehgestells (1) im Wesentlichen in Richtung
eines Mittelpunkts einer Strecke ausgerichtet ist, welche die ersten Enden der zwei
Gelenkstangen (22) verbindet.
8. Drehgestell (1), nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug-Druck-Stange (12) ein erstes Ende und ein zweites Ende umfasst, wobei das
erste Ende der Zug-Druck-Stange (12) mit der Antriebsvorrichtung (4) bewegbar verbunden
ist und das zweite Ende der Zug-Druck-Stange (12) mit dem Drehgestellrahmen (2) bewegbar
verbunden ist.
9. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentstütze (13) ein erstes Ende und ein zweites Ende umfasst, wobei das
erste Ende der Drehmomentstütze (13) mit der Antriebsvorrichtung (4) bewegbar verbunden
ist und das zweite Ende der Drehmomentstütze (13) mit dem Drehgestellrahmen (2) bewegbar
verbunden ist.
10. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) zwei Achslenkerlager (9) pro angetriebenen Radsatz (30) umfasst,
wobei der angetriebene Radsatz (30) durch die Achslenkerlager (9) aktiv radial einstellbar
oder passiv radial einstellbar ist.
11. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (4) ein Tatzlagerantrieb umfasst.
12. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) mindestens eine Bremsvorrichtung (8), vorzugsweise zwei Bremsvorrichtungen
(8) pro angetriebenen Radsatz (30), umfasst, welche, insbesondere ausschliesslich,
an der Antriebsvorrichtung (4) befestigt sind.
13. Drehgestell (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgestell (1) eine Spurweite umfasst, welche kleiner oder gleich 1200 mm ist,
welche insbesondere 1000 mm ist.
14. Anordnung eines Wagenkastens (100) und eines Drehgestells (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende der Gelenkstangen (22) des Drehgestells (1) mit dem Wagenkasten (100)
bewegbar verbunden ist.
15. Schienenfahrzeug umfassend mindestens ein Drehgestell (1), vorzugsweise zwei Drehgestelle
(1), nach einem der Ansprüche 1-13.