[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung eines Teils
aus einer FeCoV-Legierung.
[0002] Weichmagnetische Werkstoffe, wie eine FeCoV-Legierung in Form von Bändern und daraus
hergestellten Blechen, sind eine der wesentlichen Komponenten für den Bau von elektrischen
Maschinen, da sie den magnetischen Fluss leiten. Dabei werden z. B. für eine Radialflussmaschine
Bleche aufeinandergestapelt und zu einem Stator-Blechpaket verbunden. Auch für einen
Rotor werden oft weichmagnetische Bleche gestapelt und zu einem Rotor-Blechpaket verbunden.
[0003] Für manche Anwendungen, z. B. in der Luftfahrt oder im Rennsport, werden weichmagnetische
Materialien aus Kobalt-Eisen (CoFe) verwendet, die eine erhöhte Sättigungspolarisation
aufweisen. Ein Beispiel dieser Legierungsklasse sind die auch als V-Permendur bekannten
Legierungen mit etwa 49 Gew.-% Fe, 49 Gew.-% Co und 2 Gew.-% V. Eine Wärmebehandlung
dieser Legierungen wird durchgeführt, um über Rekristallisation und Kornwachstum ein
passendes Gefüge einzustellen, da die weichmagnetischen Eigenschaften wesentlich durch
die Mikrostruktur bestimmt werden. Erst durch diese Wärmebehandlung erhält man eine
hohe Maximalpermeabilität µ
max, eine niedrige Koerzitivfeldstärke H
c und hohe Induktionen B(H) bereits bei niedrigen Feldstärken H.
[0004] Bei CoFe-Blechen mit einem Co-Gehalt von 30 bis 55 Gew. % ist es üblich, eine Wärmebehandlung
erst nach der Formgebung durchzuführen, d. h. am bereits geformten Teil. Die Wärmebehandlung
am Teil, die oft auch als "Schlussglühung" bezeichnet wird, dient zur Rekristallisation
des Gefüges und zum anschließenden Kornwachstum und führt auch zur Verringerung von
Eigenspannungen im Material. Für gute weichmagnetische Eigenschaften, z. B. für einen
Stator in einer elektrischen Maschine, sollte das resultierende Gefüge vollständig
rekristallisiert sein und eine ausreichend hohe Korngröße aufweisen, um ein niedriges
Hc und hohes µ
max zu erhalten. Für den Einsatz als Rotor hingegen wird ein feinkörniges Gefüge eingestellt,
das höhere Festigkeiten aufweist, insbesondere eine hohe Dehngrenze R
p0.2, aufgrund der vielen Korngrenzen aber auch deutlich schlechtere weichmagnetische
Eigenschaften aufweist.
[0005] Eine übliche Wärmebehandlung von Teilen aus CoFe zur Erlangung optimaler magnetischer
Eigenschaften, z. B. für den Einsatz als Statorblech, sieht eine stationäre Glühung
unter trockenem Wasserstoff mit einer Haltestufe im Bereich von 800 bis 940 °C vor.
Die maximale Temperatur ist von der Zusammensetzung abhängig und sollte bei V-haltigen
Zusammensetzungen zur Vermeidung von Ausscheidungen nicht oberhalb des Phasenübergangs
T(α→α+γ) liegen. Typische Haltezeiten liegen im Bereich von 4 bis 10 h. Es folgt eine
langsame Abkühlung bis auf mindestens 200 °C mit Kühlraten im Bereich von 100 bis
300 °C/h.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Wärmebehandlung
eines Teils aus einer FeCoV-Legierung bereitzustellen, um homogene weichmagnetische
Eigenschaften zu erzielen.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst ein Verfahren zur Wärmebehandlung zumindest eines Teils aus
einer FeCoV-Legierung Folgendes. Zumindest ein Teil aus einer FeCoV-Legierung, die
im Wesentlichen aus 30 Gewichts-% ≤ Co ≤ 55 Gewichts-%, vorzugsweise 45 Gewichts-%
≤ Co ≤ 50 Gewichts-%, 0,5 Gewichts-% ≤ V ≤ 2,5 Gewichts-%, 0 Gewichts-% ≤ Ta ≤ 1 Gewichts-%,
0 Gewichts-% ≤ Nb ≤ 1 Gewichts-%, bis zu 1 Gewichts-% Verunreinigungen, Rest Fe besteht,
wird bereitgestellt. Das zumindest eine Teil wird bei einer Temperatur T
0 für eine Zeitdauer t
h, wobei t
h ≤ 1 h, wärmebehandelt und danach auf eine Temperatur T
1 mit einer ersten Abkühlrate CR1, wobei T
1< T
0, und danach von der Temperatur T
1 auf eine Temperatur T
2 mit einer zweiten Abkühlrate CR2 abgekühlt, wobei T
2< T
1, 800°C ≤ T
0≤ T(α→α+γ) + 20°C, 400 °C ≤ T
1 ≤ 700 °C, 100 °C ≤ T
2 ≤ 400 °C, 50 K/h ≤ CR1 ≤ 300 K/h und CR2 > 300 K/h und CR2 > CR1.
[0008] Diese Wärmebehandlung hat eine kurze Gesamtdauer, weil die Haltezeit t
h bei der höchsten Temperatur T
0 weniger als eine Stunde beträgt und eine schnellere Abkühlrate CR2 von T
1 auf T
2 als bei der Abkühlrate CR1 von T
0 auf T
1 verwendet wird. Mit dieser Wärmebehandlung wird auch ein homogenes Gefüge bereitgestellt.
[0009] Es wurde festgestellt, dass nicht nur die mittlere Korngröße einen Einfluss auf die
weichmagnetischen Eigenschaften hat, sondern auch der Anteil an großen Körnern. Es
wurde festgestellt, dass Variationen in den gemessenen weichmagnetischen Eigenschaften
mit dem Anteil an großen Körnern zusammenhängen.
[0010] In rotierenden elektrischen Maschinen ist die Homogenität der magnetischen Eigenschaften
des Blechs von Bedeutung, um eine gleichmäßige Magnetisierung zu gewährleisten. Ein
homogenes Gefüge mit keinen oder wenigen überdurchschnittlich großen Körnern ist vorteilhaft,
um die gleichmäßige Magnetisierung zu gewährleisten. Besonders bei dünnen Blechen,
beispielsweise mit einer Dicke von maximal 0,15 mm, kommt dieser Effekt noch stärker
zum Tragen. Wenn der Durchmesser einzelner großer Körner schon im Bereich der Banddicke
liegt, dann dominiert die Vorzugsrichtung dieses einen Kristalls die magnetischen
Eigenschaften im Querschnitt.
[0011] Ein besonders vorteilhaftes Gefüge für rotierende elektrische Maschinen liegt daher
vor, wenn das Gefüge in der Korngröße möglichst gleichmäßig ist und zudem keine einzelnen
sehr großen Körner aufweist. Diese Erkenntnis steht im Widerspruch zu dem üblichen
Vorgehen, die magnetische Schlussglühung möglichst lange und bei einer möglichst hohen
Temperatur durchzuführen, um die magnetischen Kenngrößen wie Koerzitivfeldstärke und
Maximalpermeabilität zu optimieren. Bei einer hohen Glühtemperatur kommt es zu einem
verstärkten Kornwachstum und bei den genannten CoFe-Legierungen auch zu Sekundärrekristallisation.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, ausreichend gute magnetische Eigenschaften
einzustellen und gleichzeitig eine verbesserte Homogenität des Gefüges zu gewährleisten.
Ferner ist die Gesamtzeit der Wärmebehandlung vorteilhafterweise kürzer, um zu erlauben,
mehr Teile bei gleicher Zeit bzw. die gleiche Anzahl an Teilen bei reduziertem Aufwand
herzustellen.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel wird das zumindest eine Teil stationär in einem Ofen
wärmebehandelt.
[0014] Die Abkühlung und damit die Abkühlrate der Teile kann in einem stationären Ofen mittels
einer externen Kühlung des Glühraums durch Gebläse, bei dem ein Gas- bzw. Luftstrom
auf die Außenseite des Glühraums geleitet wird, oder aktiv durch eine Kühlung des
Prozessgases in einem Wärmetauscher aktiv eingestellt werden.
[0015] In einem Ausführungsbeispiel wird die erste Abkühlrate CR1 mittels einer externen
Gebläsekühlung des Glühraums und CR2 unterhalb 500°C mit einer aktiven Gaskühlung
des Prozessgases über einen Wärmetauscher erreicht. Der Ofen kann ein Retortenofen
sein.
[0016] In einem Ausführungsbeispiel weist die Wärmebehandlung eine Gesamtdauer t
G auf, wobei t
G zwischen von Raumtemperatur über T
0, T
1 und T
2 bis zu einer Endtemperatur gemessen wird, wobei die Endtemperatur 200°C beträgt und
t
G weniger als 12 Stunden, vorzugsweise weniger als 10 Stunden, vorzugsweise weniger
als 6 Stunden, vorzugsweise weniger als 4 Stunden beträgt.
[0017] In einem Ausführungsbeispiel beträgt 50 K/h ≤ CR1 ≤ 250 K/h und CR2 > 300 K/h, vorzugsweise
50 K/h ≤ CR1 ≤ 200 K/h und CR2 > 300 K/h
[0018] Der Unterschied zwischen den Abkühlraten CR2 und CR1 kann weiter definiert werden.
In einem Ausführungsbeispiel beträgt 50 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 3000 K/h, vorzugsweise
150 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 3000 K/h, vorzugsweise 250 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 2800 K/h, vorzugsweise
250 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 2500 K/h.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel beginnt die Zeitdauer t
h an einem Zeitpunkt t
i und endet an einem Zeitpunkt t
0 und das Abkühlen des Teils von T
0 auf T
1 beginnt bei dem Zeitpunkt t
0 und endet an einem Zeitpunkt t
1, wobei CR1 die mittlere Abkühlrate innerhalb des Temperaturbereichs (T
1-T
0) ist und 50K/h ≤ |(T
1-T
0)/(t
1-t
0)| ≤ 200 K/h beträgt.
[0020] In einem Ausführungsbeispiel beginnt das Abkühlen des Teils von T
1 auf T
2 bei dem Zeitpunkt t
1 und endet an einem Zeitpunkt t
2, wobei CR2 die mittlere Abkühlrate innerhalb des Temperaturbereichs (T
2-T
1) ist, und 300 K/h < |(T
2-T
1)/(t
2-t
1)| ≤ 3000 K/h, vorzugsweise 300 K/h < |(T
2-T
1)/(t
2-t
1)| ≤ 500 K/h beträgt.
[0021] In weiteren Ausführungsbeispielen wird die Haltezeit t
h näher definiert und kann 10 Sekunden ≤ t
h ≤ 45 Minuten, 10 Sekunden ≤ t
h ≤ 30 Minuten, vorzugsweise 10 Sekunden ≤ t
h ≤ 15 Minuten betragen.
[0022] In weiteren Ausführungsbeispielen wird die Temperatur T0 weiter definiert und kann
820°C ≤ T
0, vorzugsweise 850°C ≤ T
0, vorzugsweise 880°C ≤ T
0 betragen und/oder T
0 ≤ 940 °C, vorzugsweise T
0 ≤ 920 °C, vorzugsweise T
0 ≤ 900 °C betragen. In weiteren Ausführungsbeispielen wird die Temperatur T
1 weiter definiert, wobei 500 °C ≤ T
1 ≤ 700 °C, vorzugsweise 550 °C ≤ T
1 ≤ 700 °C, vorzugsweise 600 °C ≤ T
1 ≤ 700 °C gilt.
[0023] In weiteren Ausführungsbeispielen wird die FeCoV-Legierung zuerst in Form eines Bands
bereitgestellt, das eine Kaltwalztextur aufweist. Das Teil wird aus dem Band getrennt,
beispielsweise gestanzt, oder geschnitten, oder lasergeschnitten. Das Teil kann eine
Außenkontur haben, die der gewünschten Außenkontur eines Stators oder eines Teils
eines Stators, beispielsweise eines Zahns, oder eines Rings entspricht.
[0024] Mehrere dieser getrennten Teile können zu einem Blechpaket gestapelt werden. In einem
Ausführungsbeispiel wird Stanzpaketierung verwendet, um ein Blechpaket herzustellen.
Das Blechpaket kann der Außenkontur eines Statorzahns oder eines Blechpakets mit der
Außenkontur eines Statorrings oder eines Blechpakets mit der Außenkontur eines Statorsegments
mit zumindest zwei Statorzähnen entsprechen. In manchen Ausführungsbeispielen wird
das Blechpaket wärmebehandelt.
[0025] Das Teil, das mit dem Verfahren wärmebehandelt wird, kann die Form eines Blechs,
oder einer Lamelle oder eines Blechpakets, oder eines Blechpakets mit der Außenkontur
eines Statorzahns oder eines Blechpakets mit der Außenkontur eines Statorrings oder
eines Blechpakets mit der Außenkontur eines Statorsegments mit zumindest zwei Statorzähnen
aufweisen.
[0026] Das Verfahren ist besonders geeignet für die Herstellung von weichmagnetischen Statoren
oder Teilen von weichmagnetischen Statoren.
[0027] In manchen Ausführungsbeispielen weist nach der Wärmebehandlung das Teil ein kristallines
Gefüge mit einer mittleren Korngröße d
k auf, wobei 11 µm ≤ d
k< 30 µm, und maximal 10% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist. Ein
derart homogenes Gefüge stellt eine lateral gleichmäßige Magnetik sicher. Die Teile
weisen zudem ein vollständig rekristallisiertes homogenes Gefüge auf, das die gewünschten
sehr guten weichmagnetischen Eigenschaften ermöglicht, die z. B. für den Einsatz in
Statoren für elektrische Maschinen notwendig sind.
[0028] In einem Ausführungsbeispiel weist nach der Wärmebehandlung das Teil eine Dehngrenze
250 MPa < Rp0.2 ≤ 400 MPa, eine Maximalpermeabilität µ
max von min. 10.000, und eine Remanenz Br von min. 1,0 T auf.
[0029] In weiteren Ausführungsbeispielen weist nach der Wärmebehandlung das kristalline
Gefüge maximal 5% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist, vorzugsweise
maximal 2,5% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist, vorzugsweise maximal
1% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist, auf.
[0030] In weiteren Ausführungsbeispielen weist nach der Wärmebehandlung das kristalline
Gefüge maximal 30% Körner, vorzugsweise maximal 25%, vorzugsweise maximal 15%, vorzugsweise
maximal 10% mit einer Korngröße, die größer als 38 µm ist, auf.
[0031] In weiteren Ausführungsbeispielen beträgt nach der Wärmebehandlung 11 µm ≤ d
k< 26 µm mit einer Standardabweichung kleiner 20 µm, vorzugsweise 16 µm ≤ d
k< 26 µm mit einer Standardabweichung kleiner 20 µm.
[0032] In weiteren Ausführungsbeispielen weist nach der Wärmebehandlung das Teil eine Induktion
B800 = B(800 A/m) von mindestens 2,1 T, bevorzugt eine Induktion B300 = B(300 A/m)
von mindestens 1,9 T, bevorzugt eine Induktion B100 = B(100 A/m) von mindestens 1,2
T auf.
[0033] Die Zusammensetzung der FeCoV-Legierung kann näher definiert werden. In einem Ausführungsbeispiel
beträgt 0,01 Gewichts-% ≤ Nb ≤ 0,25 Gewichts-%. In einem weiteren Ausführungsbeispiel
beträgt 0,05 Gewichts-% ≤ Nb ≤ 0,15 Gewichts-%.
[0034] Ausführungsbeispiele werden nun anhand der Zeichnungen und Beispiele näher erläutert.
- Fig. 1
- stellt exemplarisch den Temperatur-Zeit-Verlauf von zwei erfindungsgemäßen Proben
A2, A6, die in einem stationären Rohrofen mit schneller Abkühlung durchgeführt wurden,
und eine Vergleichsglühung A1 dar.
- Fig. 2
- zeigt die statischen Neukurven B(H) der geglühten Proben A1 bis A6 in halblogarithmischer
Darstellung.
- Fig. 3
- zeigt die statische Permeabilität µ(H) der geglühten Proben A1 bis A6 in halblogarithmischer
Darstellung.
- Fig. 4
- zeigt Gefügeschliffe der erfindungsgemäßen Probe A6 und der Vergleichsprobe A1.
- Fig. 5
- zeigt den Temperatur-Zeit-Verlauf der zwei erfindungsgemäßen Proben B1 und B2, die
in einem stationären Haubenofen mit aktiver Kühlung mit Wärmetauscher durchgeführt
wurden und der Vergleichsprobe A1.
- Fig. 6
- zeigt Gefügeschliffe der erfindungsgemäßen Proben B1 bis B5 und der Vergleichsprobe
A1.
[0035] In einer ersten Versuchsreihe A werden Proben einer stationären Glühung mit sehr
schneller Abkühlung unterzogen.
[0036] Für die Versuchsreihe A wurden aus einem 0,20 mm dünnen Band der Legierung VACODUR
49 mit der Zusammensetzung Fe 49 Gew.-% Co 1,9% Gew.-V und 0,1 Gew.-% Nb ringförmige
Messproben mit Außendurchmesser 38,1 mm und Innendurchmesser 31,75 mm hergestellt.
Je Versuch wurden 10 bis 15 dieser Ringe in einem stationären Rohrofen einer Schlussglühung
unter trockener Wasserstoffatmosphäre unterzogen. Alle Proben wurden zunächst auf
eine Temperatur T
0 von 880 °C gebracht und dort für eine Dauer von t
h gehalten.
[0037] Figur 1 stellt exemplarisch den Temperatur-Zeit-Verlauf von zwei Glühungen A2 und
A6, die in einem stationären Rohrofen mit schneller Abkühlung durchgeführt wurden,
und eine Vergleichsglühung A1 dar. Dabei bezeichnet T die Temperatur des Ofens in
°C und t den Zeitpunkt nach Beginn der Glühung in h. Beispielhaft sind die Zeitpunkte
t
i für das Erreichen der Temperatur T
0, t
0 für den Beginn der ersten Abkühlphase, t
1 für das Erreichen der Temperatur T
1 und den Beginn der zweiten Abkühlphase, sowie t
2 für das Erreichen der Temperatur T
2 eingezeichnet.
[0038] Die Probe A1 stellt eine herkömmliche Wärmebehandlung dar und wird langsam auf eine
Temperatur von ungefähr 200°C abgekühlt. A1 stellt eine Referenzprobe bzw. Vergleichsprobe
dar. Die Probe A2 wird mit einer schnellen Abkühlung von der Haltetemperatur T
0 und die Probe A6 mit einer zweistufigen Abkühlung wärmebehandelt, wobei die Abkühlrate
ab der Temperatur T
1 größer ist als die Abkühlrate von T
0 auf T
1.
[0039] Das Abkühlen erfolgte durch Ziehen des Probeschiffchens in eine wassergekühlte Kühlzone.
Die vier Proben A3, A4, A5, A6 wurden hingegen einer zweistufigen Abkühlung unterzogen,
d.h. sie wurden zunächst langsam mit der Abkühlrate CR1 von T
0 bis auf eine Temperatur T
1 von 700 °C, 600 °C, 550 °C bzw. 500 °C abgekühlt und anschließend einer schnelleren
Abkühlung mit der Abkühlrate CR2 unterzogen, die mindestens auf eine Temperatur T
2 von 200 °C bis 300 °C durchgehalten wurde.
[0040] Das Abkühlen erfolgte durch Ziehen des Probeschiffchens in eine wassergekühlte Kühlzone.
[0041] Tabelle 1 zeigt die Parameter der Wärmebehandlungen der Versuchsreihe A. Für die
Glühung A1 wird mit durchgehend langsamer Abkühlung eine einzige Abkühlrate CR1 angegeben,
da keine schnelle Abkühlung stattfindet, d.h. T
2 = T
1. Diese über den ganzen Bereich bis 200 °C gemittelte Abkühlrate CR1 liegt bei nur
51 °C/h.
Tabelle 1
| Variante |
R/E |
T0 in °C |
th in h |
CR1 in °C/h |
T1 in °C |
CR2 in °C/h |
T2 in °C |
|T1 - T2| in °C |
|CR2 - CR1| in °C/h |
| A1 |
R |
880 |
5,9 |
51 |
200 |
- |
200 |
0 |
- |
| A2 |
R |
880 |
5,9 |
- |
880 |
2235 |
300 |
580 |
- |
| A3 |
R |
880 |
5,9 |
144 |
700 |
2541 |
300 |
400 |
2397 |
| A4 |
R |
880 |
5,9 |
118 |
600 |
1604 |
300 |
300 |
1486 |
| A5 |
R |
880 |
5,1 |
103 |
550 |
2316 |
240 |
310 |
2213 |
| A6 |
R |
880 |
5,9 |
95 |
500 |
747 |
250 |
250 |
652 |
| A7 |
R |
880 |
0,5 |
94 |
500 |
21 |
300 |
73 |
73 |
| A8 |
E |
880 |
0,5 |
93 |
500 |
1386 |
300 |
1293 |
1293 |
| R = Referenz, E = Erfindungsgemäß |
[0042] Für die Glühung A2 mit der schnellen Abkühlung ab T
0 ist wiederum nur eine Abkühlrate CR2 angegeben, da keine langsame Abkühlung stattfindet,
d.h. T
1 = T
0. Über den Temperaturbereich von 880 °C bis 300 °C wird eine mittlere Abkühlrate CR2
von 2235 °C/h erreicht.
[0043] Die vier Proben A3, A4, A5 und A6 wurden ebenfalls schnell aufgeheizt und für 6 h
bei 880 °C gehalten. Der Abkühlvorgang erfolgte zweistufig, d.h. zunächst erfolgte
eine langsame Abkühlung bis zu einer Temperatur T
1 von 700 °C, 600 °C, 550 °C bzw. 500 °C. Diese langsame Abkühlphase erfolgte mit Abkühlraten
CR1 von 95 °C/h für Probe A6 bis 144 °C/h für Probe A3. Ab der Temperatur T
1 wurden die Probenringe mindestens bis zur Temperatur T
2 einer sehr schnellen Abkühlung unterzogen, wobei T
2 zwischen 300 °C und 200 °C lag. Entsprechend ergeben sich sehr hohe Abkühlraten CR2
mit Werten zwischen 747 °C/h für Probe A6 bis 2541 °C/h für Probe A3.
[0044] Tabellen 2 und 3 zeigen die gemessenen magnetischen Eigenschaften Induktion B, Maximalpermeabilität
µ
max, Remanenz B
r und Koerzitivfeldstärke H
c . Figur 2 und Figur 3 zeigen die statischen Neukurven B(H) bzw. µ(H).
Tabelle 2
| Variante |
B(100 A/m) in T |
B(160 A/m) in T |
B(300 A/m) in T |
B(800 A/m) in T |
B(1,6 kA/m) in T |
B(4 kA/m) in T |
B(8 kA/m) in T |
| A1 |
1,663 |
1,829 |
2,011 |
2,202 |
2,256 |
2,286 |
2,299 |
| A2 |
1,001 |
1,592 |
1,862 |
2,063 |
2,167 |
2,242 |
2,259 |
| A3 |
0,929 |
1,516 |
1,833 |
2,048 |
2,158 |
2,243 |
2,266 |
| A4 |
0,945 |
1,563 |
1,856 |
2,066 |
2,174 |
2,248 |
2,270 |
| A5 |
1,557 |
1,765 |
1,941 |
2,121 |
2,205 |
2,259 |
2,275 |
| A6 |
1,811 |
1,939 |
2,067 |
2,194 |
2,213 |
2,271 |
2,286 |
| A7 |
1,694 |
1,851 |
2,013 |
2,185 |
2,237 |
2,268 |
2,283 |
| A8 |
1,773 |
1,919 |
2,047 |
2,179 |
2,232 |
2,266 |
2,283 |
Tabelle 3
| Variante |
µmax |
Br in T |
Hc in A/m |
| A1 |
18.273 |
1,54 |
40,6 |
| A2 |
8.645 |
0,64 |
46,5 |
| A3 |
7.913 |
0,65 |
54,1 |
| A4 |
8.182 |
0,67 |
53,9 |
| A5 |
13.940 |
1,29 |
36,4 |
| A6 |
21.615 |
1,63 |
36,3 |
| A7 |
18.342 |
1,63 |
47,5 |
| A8 |
19.285 |
1,57 |
39,1 |
[0045] Die Referenzglühung A1 mit langsamer Abkühlung entspricht einer Standardglühung für
CoFe-Legierungen. Es ergeben sich sehr hohe Induktionen B(H) bereits bei niedrigen
Feldstärken H, z.B. eine Induktion B(100 A/m) von 1,663 T. Entsprechend liegt die
Maximalpermeabilität µ
max bei 18.273. Die Induktion bei sehr hoher Feldstärke, z.B. 8 kA/m ist relativ unabhängig
von der Glühung und ist vor allem durch die Zusammensetzung festgelegt. Bei der hier
betrachteten Zusammensetzung Fe 49 Gew. % Co 1,9 % V 0,1 % Nb ergibt sich eine Induktion
B(8 kA/m) von 2,299 T. Die Glühung A2 mit sehr schneller Abkühlung bereits ab Haltetemperatur
ergibt deutlich schlechtere Kennwerte, d.h. B(100 A/m) von 1,001 T und µ
max von 8.645 T. Ähnliche Magnetwerte ergeben sich für die beiden Glühungen A3 und A4,
bei denen die sehr schnelle Abkühlung von 700 °C bzw. 600 °C aus gestartet wurde.
[0046] Diese nicht optimalen weichmagnetischen Eigenschaften der Proben A1 bis A4 sind möglicherweise
auf innere Spannungen zurückzuführen, die beim sehr schnellen Abkühlen entstehen.
Solche Spannungen sind insbesondere im System Fe-Co mit hohen Co-Gehalten zwischen
30 und 55 Gew. % relevant, da die Magnetostriktion dieser Legierungen teilweise bis
zu 70 ppm beträgt. Dadurch können schon geringe Eigenspannungen im Material zu einer
deutlichen Spannungsanisotropie führen, die wiederum die weichmagnetischen Eigenschaften
verschlechtert.
[0047] Die erfindungsgemäßen Glühungen A5 und A6, die erst ab 550 °C bzw. erst ab 500 °C
einer sehr schnellen Abkühlung unterzogen wurden, zeigen hingegen Magnetwerte ähnlich
oder sogar besser der Referenzglühung A1. Dies zeigt sich z.B. in einer sehr hohen
Induktion B(300 A/m) von 2,067 T für die Probe A6 oder auch in der sehr niedrigen
Koerzitivfeldstärke Hc von etwa 36 A/m für Proben A5 und A6. Durch die zweistufige
Abkühlung ist es also gelungen, sowohl einen magnetisch vorteilhaften Materialzustand
einzustellen, als auch die Glühdauer deutlich zu verringern. Da die Gesamtdauer einer
Glühung bei einer stationären Glühung sehr stark durch die langsame Abkühlung geprägt
ist, stellt dies einen wichtigen wirtschaftlichen Vorteil dar.
[0048] Die Proben A7 und A8 sind bei kurzer Haltezeit (0,5 h) geglüht worden. Die Probe
A7 wurde allerdings langsam abgekühlt (Ofenkühlung). Probe A8 wurde zudem bei 500
°C einer schnellen Abkühlung unterzogen. Die Magnetik dieser Probe ist durch die schnelle
Abkühlung verbessert (z.B. auch Probe B1 der zweiten Versuchsreihe B).
[0049] Figur 4 zeigt die Gefügeschliffe der Proben der Versuchsreihe A. Die ermittelten
Korngrößen sind in der Tabelle 4 zusammengefasst. Es ergibt sich in allen Fällen A1
bis A6 ein vollständig rekristallisiertes, ferritisches Gefüge mit mittleren Korngrößen
zwischen 32 µm und 76 µm, entsprechend einer Korngrößenzahl nach ASTM E112 von 7,0
bis 4,5. Dies stellt somit ein typisches Gefüge dar, wie es z.B. für einen Stator
Verwendung findet, da die großen Körner zu einer Absenkung im H
c und einem Anstieg im µ
max führen.
Tabelle 4
| Variant e |
Mittlere Korngröß e d(avg) in µm |
STAB W in µm |
Korngrößen zahl KW(av g) |
Maximal e Korngröß e d(max) in µm |
Anteil d>=38 µ m |
Anteil d>=75 µ m |
homogen ? |
| A1 |
35 |
25 |
5,8 |
120 |
37% |
8,6 % |
Nein |
| A2 |
33 |
23 |
6,5 |
126 |
28% |
6,8 % |
Nein |
| A3 |
30 |
21 |
6,8 |
115 |
26% |
3,5 % |
Nein |
| A4 |
42 |
30 |
5,9 |
149 |
41% |
12,8 % |
Nein |
| A5 |
33 |
21 |
7 |
142 |
29% |
5,4 % |
Nein |
| A6 |
34 |
23 |
6,5 |
122 |
35% |
5,5 % |
Nein |
| A7 |
20 |
14 |
7,9 |
83 |
11% |
0,70 % |
Ja |
| A8 |
20 |
13 |
8 |
83 |
9,3% |
0,0 % |
Ja |
[0050] In der zweiten Versuchsreihe B wird die Haltezeit t
h bei T
0 und die Gesamtdauer t
G der Wärmebehandlung verkürzt und ferner wird eine verkürzte Haltezeit t
h bei T
0 in Verbindung mit einer zweistufigen Abkühlung in einem stationären Ofen untersucht.
[0051] In der Versuchsreihe B1 bis B9 wurden Teile aus der CoFe-Legierung VACODUR 49, sowie
Ringproben zur magnetischen Charakterisierung, in einem stationären Ofen mit aktiver
Kühlung geglüht. Die Beispiele B10 und B11 werden mit einer Legierung ohne Nb-Zusätze
hergestellt. Das Beispiel B12 hat einen höheren Nb-Gehalt (0,2 Gew. %). Die Beispiele
B13 bis B15 werden mit einer Legierung mit 0,1 Gew. % Nb, aber einem niedrigeren V-Gehalt
(1,1 Gew. %) hergestellt. Diese Zusammensetzungen sind in der Tabelle 9 zusammengefasst.
[0052] Die Kühlung wurde dabei durch ein Gebläse zur effektiven Kühlung der Außenseite des
Glühraums in Verbindung mit einem Wärmetauscher zur aktiven Kühlung des Prozessgases
realisiert. Durch diese Technologie ist es möglich, im industriellen Maßstab über
den gesamten Glühverlauf sehr kontrollierte Abkühlraten einzustellen.
[0053] Figur 5 zeigt einen Temperatur-Zeit-Verlauf der Proben B1 und B2 im stationären Ofen
mit Gebläse und Wärmetauscher sowie einer Vergleichsprobe A1. Tabelle 5 zeigt die
Parameter der Wärmebehandlungen der Versuchsreihe B. Die erfindungsgemäße Probe B2
weist eine Haltezeit bei T0 von weniger als 1 Stunde und eine zweite Abkühlrate CR2
von größer als 300 K/h auf.
Tabelle 5
| Variante |
R/E |
Zus. |
T0 in °C |
th in h |
CR1 in °C/h |
T1 in °C |
CR2 in °C/h |
T2 in °C |
|CR2 - CR1 | in °C/h |
| A1 |
R |
1 |
880 |
5,9 |
73 |
500 |
33 |
200 |
40 |
| B1 |
R |
1 |
880 |
5,9 |
156 |
500 |
363 |
200 |
207 |
| B2 |
E |
1 |
880 |
0,2 |
190 |
500 |
338 |
200 |
148 |
| B3 |
R |
1 |
880 |
6,0 |
149 |
625 |
402 |
300 |
253 |
| B4 |
R |
1 |
880 |
6,0 |
152 |
625 |
147 |
300 |
5 |
| B5 |
E |
1 |
880 |
0,5 |
149 |
625 |
439 |
300 |
290 |
| B6 |
R |
1 |
750 |
0,3 |
149 |
500 |
393 |
300 |
244 |
| B7 |
R |
1 |
780 |
4 |
142 |
500 |
78 |
200 |
64 |
| B8 |
E |
1 |
800 |
0,75 |
67 |
500 |
420 |
300 |
353 |
| B9 |
R |
1 |
820 |
4 |
149 |
500 |
78 |
200 |
71 |
| B10 |
R |
2 |
880 |
10 |
142 |
500 |
78 |
200 |
64 |
| B11 |
R |
2 |
880 |
0,5 |
142 |
500 |
78 |
200 |
64 |
| B12 |
R |
3 |
840 |
4 |
150 |
500 |
80 |
200 |
70 |
| B13 |
R |
4 |
920 |
6 |
150 |
500 |
150 |
200 |
0 |
| B14 |
R |
4 |
920 |
0,5 |
151 |
500 |
150 |
200 |
1 |
| B15 |
E |
4 |
920 |
0,5 |
151 |
500 |
328 |
200 |
177 |
| R = Referenz, E = Erfindungsgemäß |
[0054] Für die Vergleichsglühung B1 wurden die Teile nach einer Haltestufe bei 880 °C in
einer ersten Abkühlphase auf eine Temperatur von 500 °C kontrolliert mit einer moderaten
Abkühlrate von etwa 150 °C/h abgekühlt. Ab 500 °C wurde dann in einer zweiten Abkühlphase
die Abkühlrate deutlich erhöht auf 363 °C/h. Die auf diese Weise erzielte Magnetik
ist vergleichbar mit den Kennwerten der Referenzglühung A1.
[0055] Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass die gesamte Glühdauer aber wesentlich
verkürzt werden kann, da die Abkühlung im Bereich zwischen 500 °C und 200 °C nur etwa
1,4 h dauert, während dies bei der Referenzglühung A1 etwa 13 h in Anspruch nimmt.
[0056] In einer erfindungsgemäßen Variante B2 wurde bei gleichbleibender zweistufiger Abkühlcharakteristik
die Haltezeit der Glühung deutlich verkürzt, d.h. an Stelle einer Haltezeit t
h von 6 h wie im Referenzbeispiel A1 wurde nur eine sehr kurze Haltezeit von 0,2 h
gewählt. Der Zweck der Haltestufe ist es, ein ausreichendes Kornwachstum zu gewährleisten,
um somit gute weichmagnetische Eigenschaften zu erzielen. Es ist daher zu erwarten,
dass eine zu kurze Haltedauer zu einer Verschlechterung der weichmagnetischen Eigenschaften
führt. Die üblichen empfohlenen Haltezeiten für diese Legierungsklasse liegen für
die Glühung von Statorblechen im Bereich von 4 h bis 10 h, so dass die bei der Probe
B2 durchgeführte Wärmebehandlung einer signifikanten Absenkung der Haltezeit entspricht.
[0057] Tabelle 6 zeigt die magnetischen Eigenschaften B (Induktion), µ
max (Maximalpermeabilität), B
r (Remanenz) und H
c (Koerzitivfeldstärke) der Proben B1 bis B15. Es wurden für alle Proben alle Induktionswerte
vollständig bestimmt. Die nicht gemessenen Punkte sind mit einem Strich gekennzeichnet.
Tabelle 6
| Variante |
R/E |
B(100 A/m) in T |
B(300 A/m) in T |
B(800 A/m) in T |
B(1,6 kA/m) in T |
B(8 kA/m) in T |
µmax |
Br in T |
Hc in A/m |
| A1 |
R |
1,663 |
2,011 |
2,202 |
2,256 |
2,299 |
18.273 |
1,54 |
40,6 |
| B1 |
R |
1,787 |
2,052 |
2,185 |
2,237 |
2,285 |
20.738 |
1,62 |
37,0 |
| B2 |
E |
1,776 |
2,047 |
2,179 |
2,235 |
2,285 |
18.027 |
1,62 |
42,3 |
| B3 |
R |
1,767 |
2,046 |
2,182 |
2,238 |
2,291 |
17.582 |
1,51 |
38,1 |
| B4 |
R |
1,748 |
2,044 |
2,187 |
2,241 |
2,291 |
19.724 |
1,54 |
36,5 |
| B5 |
E |
1,730 |
2,035 |
2,174 |
2,233 |
2,289 |
15.628 |
1,53 |
45,5 |
| B6 |
R |
0,177 |
1,440 |
1,988 |
2,125 |
2,267 |
3.823 |
1,675 |
223,0 |
| B7 |
R |
- |
2,016 |
2,168 |
2,232 |
2,282 |
13.806 |
1,690 |
66,7 |
| B8 |
E |
1,579 |
1,991 |
2,169 |
2,233 |
2,291 |
13.544 |
1,650 |
70,1 |
| B9 |
R |
- |
2,045 |
2,186 |
2,244 |
2,293 |
15.708 |
1,670 |
52,0 |
| B10 |
R |
1,826 |
2,087 |
2,224 |
2,271 |
- |
26.060 |
1,665 |
27,7 |
| B11 |
R |
- |
2,050 |
2,200 |
2,260 |
- |
17.183 |
- |
41,0 |
| B12 |
R |
- |
0,793 |
2,103 |
2,221 |
- |
- |
- |
79,3 |
| B13 |
R |
1,870 |
2,096 |
2,239 |
2,301 |
2,352 |
34.140 |
1,655 |
24,5 |
| B14 |
R |
1,895 |
2,110 |
2,239 |
2,298 |
2,352 |
27.021 |
1,747 |
30,2 |
| B15 |
E |
1,930 |
2,120 |
2,242 |
2,299 |
2,351 |
27.513 |
1,820 |
30,6 |
[0058] Überraschenderweise liegen die an den erfindungsgemäßen Proben B2 und B5, die eine
sehr kurze Haltezeit bei der Temperatur T0 aufweisen, gemessenen magnetischen Eigenschaften
ähnlich gut wie die Referenzprobe A1. Insbesondere liegen die Induktionswerte B(H)
auf einem sehr hohen Niveau. Somit ist neben einer Verkürzung der Abkühlphase auch
eine deutliche Verkürzung der Haltestufe möglich, bei ausreichend guter magnetischer
Qualität.
[0059] Auch die Probe B8, die eine sehr kurze Haltezeit bei 800 °C und eine schnelle Abkühlung
ab 500 °C aufweist, weist trotz sehr kurzer Glühdauer ähnlich gute magnetische Eigenschaften
auf wie Probe B7, die mit 4 h Haltezeit bei 780 °C geglüht und anschließend langsam
abgekühlt wurde.
[0060] Für die Probe B15, die aus einer Legierung mit niedrigem V-Gehalt von 1,1 Gew.-%
hergestellt wurde und bei einer hohen Glühtemperatur von 920 °C wärmbehandelt wurde,
ergibt sich durch die sehr kurze Glühung von 0,5 h in Kombination mit einem schnellen
Abkühlen ab 500 °C ebenfalls ein sehr hoher Induktionswert B(100 A/m) von 1,930 T.
Dieser liegt sogar höher als der Wert der Referenzprobe B13 mit langer Haltedauer
von 6 h bzw. von Probe 14 mit kurzer Glühdauer, aber langsamer Abkühlung.
[0061] Figur 5 zeigt die Gesamt-Glühdauer der erfindungsgemäßen Beispiele B2 und B2 im Vergleich
zur Referenzglühung A1 mit langer Haltestufe und durchgehend langsamer Abkühlung.
Die Beispiele B1 und B2 haben eine kürzere Gesamtdauer als die Referenzglühung A1.
Die Gesamtdauer t
g ist hier definiert als Zeitspanne vom Start der Glühung bis zum Erreichen der Temperatur
200 °C beim Abkühlen. Insbesondere ergibt sich bei der Glühung B2 nur eine Gesamtdauer
von 4,2 h. Diese Dauer beträgt bei der Referenzglühung A1 hingegen über 20 h, also
wesentlich länger. Es ist mit dem Verfahren also entweder möglich, die gleiche Anzahl
von Teilen in kürzerer Zeit zu glühen oder aber den gleichen Ofen öfter laufen zu
lassen und somit die Anzahl der Teile im gleichen Zeitraum zu erhöhen.
[0062] Aus Figur 5 erkennt man auch, dass bei der Referenzglühung A1 die erste Abkühlphase
schneller erfolgt als die zweite Abkühlphase, d.h. die Abkühlgeschwindigkeit verlangsamt
sich im Laufe der Glühung. In den erfindungsgemäßen Beispielen B2 ist hingegen die
Abkühlgeschwindigkeit CR2 der späteren zweiten Abkühlphase höher als die Abkühlgeschwindigkeit
CR1 der ersten Abkühlphase.
[0063] Ein weiterer Vorteil der Proben B1 und B2 ergibt sich beim Vergleich der mechanischen
Eigenschaften, die in Tabelle 7 zusammengefasst sind. Durch die schnellere Abkühlung
steigt die Dehngrenze R
p0.2 des Materials leicht an, d.h. von 233 MPa der Referenzglühung A1 auf 256 MPa für
die Glühung B1 mit zweistufiger Abkühlung. Die Verkürzung der Haltezeit führt zu einer
weiteren Verbesserung in der Mechanik, d.h. für die Glühung B2 wird eine Dehngrenze
R
p0.2 von 275 MPa erreicht. Gerade bei dieser Probe ist auch die Verbesserung in der Bruchdehnung
auf 11,2 % und eine erhöhte Härte sehr deutlich.
Tabelle 7
| Variante |
R/E |
Rp0.2 in MPa |
Rm in MPa |
A in % |
HV |
| A1 |
R |
233 |
588 |
7,6 |
195 |
| B1 |
R |
259 |
659 |
7,8 |
206 |
| B2 |
E |
275 |
817 |
11,2 |
217 |
| B3 |
R |
246 |
575 |
7,3 |
198 |
| B4 |
R |
237 |
522 |
6,4 |
193 |
| B5 |
E |
277 |
656 |
8,1 |
203 |
| B6 |
R |
535 |
1113 |
13,96 |
267 |
| B7 |
R |
378 |
890 |
11,1 |
208 |
| B8 |
E |
351 |
910 |
12,26 |
214 |
| B9 |
R |
322 |
754 |
8,8 |
200 |
| B12 |
R |
329 |
714 |
8,6 |
227 |
[0064] Die Proben B3 bis B5 ergänzen die bestehenden Beispiele mit einer T1-Temperatur (Beginn
schnellere Abkühlung) von 625 °C.
[0065] Die Proben B6 bis B9 variieren die Haltetemperatur von 750 °C bis 820 °C und die
Haltedauer von 0,3 bis 4 h. Bei 750 °C (Probe B6) ist die kurze Haltezeit nicht ausreichend,
um das Gefüge zu rekristallisieren, so dass eine sehr schlechte Magnetik und ein unvollständig
rekristallisiertes Gefüge resultiert. Die Beispiele B7 und B9 sind Referenzbeispiele
mit langer Haltezeit von 4h bei 780 °C und 820 °C, während B8 das erfindungsgemäße
Beispiel ist, das die untere Temperatur (800 °C) für eine Kurzzeitglühung markirert,
wobei die Haltezeit 0,75 h beträgt.
[0066] Die Proben der Beispiele B10 und B11 sind aus einer Legierung ohne Nb-Zusätze hergestellt.
Die Zusammensetzungen der Legierungen sind in Tabelle 9 in Gewichtsprozent zusammengefasst.
[0067] Durch das Fehlen dieses kornverfeinernden Zusatzes lässt sich bei sehr hohen Glühtemperaturen
auch bei einer kurzen Glühung (0,5h 880°C) die Grobkornbildung nicht vermeiden. In
diesen Fällen muss entweder die Haltezeit noch weiter verkürzt, oder die Glühtemperatur
noch weiter abgesenkt werden. Für das erfindungsgemäße Verfahren ist eine Legierung
mit Nb-Zusatz vorteilhaft.
[0068] Das Beispiel B12 zeigt den Effekt eines hohen Nb-Gehalts (0,2 Gew. %). Aufgrund dessen
resultiert zwar trotz langer Haltezeit (4h 820 °C) ein feinkörniges Gefüge, die magnetischen
Kennwerte sind allerdings unzureichend (z.B. B3 = 0,793 T).
[0069] Die Beispiele B13 bis B15 wurden mit einer Legierung mit 0,1 Gew. % Nb, aber einem
niedrigeren V-Gehalt durchgeführt (1,1 Gew. %). Aufgrund der höheren Lage des Phasenübergangs
α → α + γ ist eine Glühung bei 920 °C möglich. Bei einer Kurzzeitglühung (0,5 h) lassen
sich bei einer solch hohen Temperatur bereits exzellente weichmagnetische Eigenschaften
einstellen. Das Zusatzkriterium des feinkörnigen Gefüges ohne Grobkorn kann damit
allerdings noch nicht erfüllt werden. Bei Temperaturen oberhalb von 900 °C sollte
also die Haltezeit abhängig vom Nb-Gehalt noch unter 0,5 h liegen, vorzugsweise bei
max. 15 Minuten.
[0070] Figur 6 zeigt Gefügeschliffe der Proben und Tabelle 8 eine Zusammenfassung der ermittelten
Korngrößen. Das Gefüge der Probe B2 ist mit einer mittleren Korngröße von 27 µm (KW
7,5) durch die verkürzte Haltezeit nur leicht feinkörniger als das Referenzbeispiel
A1 mit einer mittleren Korngröße von 45 bis 64 µm (KW 6,0 bis 5,0). Es ist damit gelungen,
trotz reduzierter Haltezeit ein vollständig rekristallisiertes Gefüge mit gutem Kornwachstum
zu erzielen. Positiv hervorzuheben ist, dass das Gefüge wesentlich homogener ist als
in dem Referenzbeispiel und insbesondere weniger sekundärrekristallisierte Körner
vorhanden sind.
Tabelle 8
| Variante |
R/E |
Mittlere Korngröße d(avg) in µm |
STABW in µm |
Korngrößenzahl KW(avg) |
Maximale Korngröße d(max) in µm |
homogen? |
| A1 |
R |
35 |
25 |
5,8 |
120 |
nein |
| B1 |
R |
27 |
21 |
7,1 |
121 |
nein |
| B2 |
E |
20 |
12 |
8 |
68 |
ja |
| B3 |
R |
25 |
19 |
7,3 |
151 |
nein |
| B4 |
R |
25 |
18 |
7,4 |
157 |
nein |
| B5 |
E |
17 |
10 |
8,5 |
73 |
ja |
| B8 |
E |
10 |
4,4 |
10 |
31,4 |
ja |
| B10 |
R |
107 |
- |
3,5 |
>200 |
nein |
| B11 |
R |
45 |
- |
6 |
>200 |
nein |
| B13 |
R |
36 |
26 |
6,3 |
152 |
nein |
| B14 |
R |
35 |
24 |
6,3 |
139 |
nein |
| B15 |
E |
41 |
24 |
5,8 |
132 |
nein |
Tabelle 9
| Zusammensetzung |
Fe |
Co in Gew.-% |
V in Gew.-% |
Nb in Gew.-% |
| 1 |
Rest |
49 |
1,9 |
0,1 |
| 2 |
Rest |
49 |
1,9 |
0 |
| 3 |
Rest |
49 |
1,9 |
0,2 |
| 4 |
Rest |
49 |
1,1 |
0,1 |
[0071] Zusammengefasst zeigt die Versuchsreihe A (A1 bis A6) anhand einer stationären Glühung,
dass eine sehr schnelle Abkühlung nur zu guten weichmagnetischen Kennwerten führt,
wenn sie erst ab einer bestimmten Temperatur T
1 unterhalb der Haltetemperatur T
0 beginnt. Somit ergibt sich eine zweistufige Abkühlung mit einer ersten Phase mit
geringerer Abkühlrate und einer zweiten Phase mit einer höheren Abkühlrate. Mit diesem
Verfahren können sehr gute weichmagnetische Eigenschaften in den geglühten Proben
eingestellt werden.
[0072] Die Versuchsreihe B (B1 bis B15) zeigt, dass die Haltezeit überraschenderweise deutlich
verkürzt werden kann, ohne wesentliche Verschlechterung der weichmagnetischen Eigenschaften.
Dies wurde mit einer im Vergleich zum Stand der Technik schnellen Abkühlung kombiniert,
die sich zum einen positiv auf die Gesamtdauer der Glühung auswirkt, d.h. diese weiter
verkürzt, und zum anderen noch zu einer leichten Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
führt.
1. Verfahren zur Wärmebehandlung eines Teils aus einer FeCoV-Legierung, wobei das Verfahren
Folgendes umfasst:
Bereitstellen zumindest eines Teils aus einer FeCoV-Legierung, die im Wesentlichen
aus 30 Gewichts-% ≤ Co ≤ 55 Gewichts-%, vorzugsweise 45 Gewichts-% ≤ Co ≤ 50 Gewichts-%,
0,5 Gewichts-% ≤ V ≤ 2,5 Gewichts-%, 0 Gewichts-% ≤ Ta ≤ 1 Gewichts-%, 0 Gewichts-%
≤ Nb ≤ 1 Gewichts-%, bis zu 1 Gewichts-% Verunreinigungen, Rest Fe besteht,
Wärmebehandeln des zumindest einen Teils bei einer Temperatur T0 für eine Zeitdauer th, wobei th ≤ 1 h, und danach Abkühlen des Teils auf eine Temperatur T1 mit einer ersten Abkühlrate CR1, wobei T1< T0, und danach Abkühlen des Teils von der Temperatur T1 auf eine Temperatur T2 mit einer zweiten Abkühlrate CR2, wobei T2 < T1, 800°C ≤ T0≤ T(α→α+γ) + 20°C, 400°C ≤ T1≤ 700 °C, 100 °C ≤ T2≤400 °C, 50 K/h ≤ CR1 ≤ 300 K/h und CR2 >250 K/h und CR2 >CR1.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine Teil stationär in einem Ofen wärmebehandelt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das zumindest eine Teil unter einer
wasserstoffhaltigen Atmosphäre wärmebehandelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei die erste Abkühlrate und/oder die
zweite Abkühlrate mittels aktiver Gaskühlung eingestellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die erste Abkühlrate mittels Gebläse, um einen Gasstrom
außerhalb des Ofens zu erzeugen, der auf eine Außenseite des Ofens gerichtet wird,
und/oder die zweite Abkühlrate unterhalb 500°C mittels Wärmetauscher eingestellt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Wärmebehandlung eine Gesamtdauer
tG aufweist, wobei tG zwischen von Raumtemperatur über T0, T1 und T2 bis zu einer Endtemperatur gemessen wird, wobei die Endtemperatur 200°C beträgt,
wobei tG weniger als 12 Stunden, vorzugsweise weniger als 10 Stunden, vorzugsweise weniger
als 6 Stunden, vorzugsweise weniger als 4 Stunden beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei 50 K/h ≤ CR1 ≤ 250 K/h und CR2 >
300 K/h, vorzugsweise 50 K/h ≤ CR1 ≤ 200 K/h und CR2 > 300 K/h, und/oder
wobei 50 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤3000 K/h, vorzugsweise 150 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 3000 K/h,
vorzugsweise 250 K/h ≤ |CR2 - CR1| ≤ 2800 K/h, vorzugsweise 250 K/h ≤ |CR2 - CR1|
≤ 2500 K/h beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Zeitdauer th an einem Zeitpunkt ti beginnt und an einem Zeitpunkt t0 endet und das Abkühlen des Teils von T0 auf T1 bei dem Zeitpunkt t0 beginnt und an einem Zeitpunkt t1 endet und wobei CR1die mittlere Abkühlrate innerhalb des Temperaturbereichs(T1-T0) ist und 50 K/h ≤ |(T1-T0)/(t1-t0)| ≤ 200 K/h beträgt, und/oder
wobei das Abkühlen des Teils von T1 auf T2 bei dem Zeitpunkt t1 beginnt und an einem Zeitpunkt t2 endet, wobei CR2 die mittlere Abkühlrate innerhalb des Temperaturbereichs (T2-T1) ist, und 300 K/h <|(T2-T1)/(t2-t1)| ≥ 3000 K/h, vorzugsweise 300K/h < |(T2-T1)/(t2-t1)| ≤ 500 K/h beträgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei 10 Sekunden ≤ th ≤ 45 Minuten, 10 Sekunden ≤ th ≤ 30 Minuten, vorzugsweise 10 Sekunden ≤ th ≤ 15 Minuten beträgt, und/oder
wobei 820°C ≤ T0, vorzugsweise 850°C ≤ T0, vorzugsweise 880°C ≤ T0 beträgt und/oder T0≤ 940 °C, vorzugsweise T0≤ 920 °C, vorzugsweise T0≤ 900 °C beträgt, und/oder 500 °C ≤ T1 ≤ 700 °C, vorzugsweise 550 °C ≤ T1 ≤ 700 °C, vorzugsweise 600 °C ≤ T1 ≤ 700 °C.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die FeCoV-Legierung zuerst in Form
eines Bands bereitgestellt wird, das eine Kaltwalztextur aufweist, und das Teil aus
dem Band hergestellt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Teil die Form eines Blechs,
oder einer Lamelle oder eines Blechpakets, oder eines Blechpakets mit der Außenkontur
eines Statorzahns oder eines Blechpakets mit der Außenkontur eines Statorrings oder
eines Blechpakets mit der Außenkontur eines Statorsegments mit zumindest zwei Statorzähnen
aufweist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei nach der Wärmebehandlung das Teil
ein kristallines Gefüge mit einer mittleren Korngröße dk, wobei 11 µm ≤ dk< 30 µm, und maximal 10% Körnern mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist, aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei nach der Wärmebehandlung das Teil
eine Dehngrenze 250 MPa < Rp0.2 ≤ 400 MPa,
eine Maximalpermeabilität µmax von min. 10.000, und
eine Remanenz Br von min. 1,0 T aufweist.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wobei nach der Wärmebehandlung:
das kristalline Gefüge maximal 5% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm
ist, vorzugsweise maximal 2,5% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist,
vorzugsweise maximal 1% Körner mit einer Korngröße, die größer als 75 µm ist, aufweist,
und/oder
das kristalline Gefüge maximal 30% Körner, vorzugsweise maximal 25%, vorzugsweise
maximal 15%, vorzugsweise maximal 10% mit einer Korngröße, die größer als 38 µm ist,
aufweist, und/oder
11 µm ≤ dk< 26 µm mit einer Standardabweichung kleiner 20 µm, vorzugsweise 16 µm ≤ dk< 26 µm mit einer Standardabweichung kleiner 20 µm beträgt, und/oder
das Teil eine Induktion B800 = B(800 A/m) von mindestens 2,1 T, bevorzugt eine Induktion
B300 = B(300 A/m) von mindestens 1,9 T, bevorzugt eine Induktion B100 = B(100 A/m)
von mindestens 1,2 T aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die FeCoV-Legierung 0,05 Gewichts-%
≤ Nb ≤ 0,15 Gewichts-% aufweist.