Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trennbauwandvorrichtung nach Anspruch 1, ein modulares
Trennbauwandsystem nach Anspruch 9 und ein Trennbauwandmodul nach Anspruch 14.
[0002] Die Ausgestaltung und der Einsatz von Trockenbauwänden zur Unterteilung von Innenräumen
sind im Stand der Technik hinlänglich bekannt. Trockenbauwände bieten eine flexible
und schnelle Variante gegenüber dem massiven Mauern von Wänden. Sie umfassen Metallständer,
insbesondere miteinander verbundene Metallprofile, zwischen denen Dämmmaterial zur
Schall- und Wärmeisolierung, meist Mineralwolle, eingespannt ist. Zur Beplankung werden
Trockenbauplatten, wie Gipskartonplatten, Hartgipsplatten, Gipsfaserplatten und/oder
OBS-Platten, verwendet. Trotz einer schnelleren und kostengünstigeren Errichtung gegenüber
einer Massivbauweise von Wänden, weisen die Trockenbauwände aus dem Stand der Technik
auch gewisse Nachteile auf. In der Praxis sind Trockenbauwände oft schwer rückbaubar,
ohne die verwendeten Baubestandteile essentiell zu zerstören, sodass die Materialien
nach einem Rückbau meist nicht wieder verwendet werden können. Dies führt zu vermehrtem
Abfallaufkommen und erhöhter Umweltverschmutzung sowie Deponiebelastung. Ferner müssen
bereits während dem Bau der Trockenbauwand Leitungen, Kabel und/oder Rohre in den
Hohlräumen zwischen den Metallständern und/oder in dem Dämmmaterial verlegt werden.
Ein nachträgliches Einbauen/Verlegen dieser Leitungen, Kabel und/oder Rohre ist nur
schwer möglich und meist sogar unmöglich. Kommt es nachträglich dennoch zu Änderungen
und/oder Ergänzungen an den Kabeln und/oder Leitungen kann dies sehr kostspielig sein,
da zumindest ein Teil der Trockenbauwand wieder abgebaut werden muss. Somit erfordert
es eine strukturierte und genaue Bauplanung und Koordination, sodass alle notwenigen
Arbeiten zeitnah nach- oder miteinander erfolgen und die entsprechenden Handwerker
vor Ort sind. Dies ist in der Praxis jedoch oft nicht realisierbar, sodass es zu Wartezeiten
und Pausen auf den Baustellen kommen kann, welche insbesondere die Bauherren verärgern
kann.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemässe
Vorrichtung und ein gattungsgemässes System mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich
einer Konstruktion und einer Effizienz bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäss
durch die Merkmale der Ansprüche 1, 9 und 14 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterentwicklungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0004] Erfindungsgemäss wird eine Trennbauwandvorrichtung vorgeschlagen, mit zumindest einem
ersten Teilelement, umfassend einen ersten Verbindungsabschnitt, und mit zumindest
einem zweiten Teilelement, umfassend einen zweiten Verbindungsabschnitt, wobei die
Teilelemente über ihre jeweiligen Verbindungsabschnitte miteinander zu einem Raster-Trennelement
für eine Trennbauwand verbindbar sind, wobei zumindest eines der Teilelemente zumindest
eine Aussparung aufweist, welche dazu vorgesehen ist, einen Teilabschnitt eines Kabelkanals
der Trennbauwand auszubilden.
[0005] Durch eine derartige Ausgestaltung kann eine besonders vorteilhafte, anwendungsfreundliche,
flexibel und schnell einsetzbare, stabile, sichere und ressourcenschonende Konstruktion
für die Errichtung einer Trennbauwand bereitgestellt werden. Zudem kann eine Effizienz,
hinsichtlich einer Montage, Errichtung, Demontage und/oder eines Abbaus der Trennbauwand,
gesteigert werden. Insbesondere kann eine rückbaubare Trennbauwandvorrichtung bereitgestellt
werden, was zu einer besonders ressourcenschonenden und nachhaltigen Konstruktion,
einer Deponieentlastung und verringerter Umweltverschmutzung führt. Darüber hinaus
kann eine besonders einfache, schnelle und unkomplizierte Verlegung von Kabeln, wie
Elektro- oder Netzwerkkabel, und/oder Leitungen ermöglicht werden. Vorteilhafterweise
können aufgrund zumindest der Aussparung auch nachträglich in einem montierten Zustand
der Trennbauwand Elektroinstallationen vorgenommen und Kabel und/oder Leitungen oder
Ähnliches verlegt und installiert werden. Damit können Wartezeiten auf einer Baustelle
verkürzt und zumindest eine Arbeits-, Zeit-, Aufwand- und/oder Kosteneffizienz erheblich
gesteigert werden. Dadurch kann ferner ein Benutzerkomfort verbessert werden.
[0006] Unter einer «Trennbauwandvorrichtung» soll zumindest ein Teil, insbesondere eine
Unterbaugruppe, eines Trennbauwandsystems verstanden werden, welches dazu vorgesehen
ist, eine Trennbauwand zu bilden/zu errichten. Insbesondere handelt es sich bei der
Trennbauwand um eine Wand zur Trennung von Innenräumen. Bevorzugt ist die Trennbauwand
eine nichttragende Wand. Die Trennbauwandvorrichtung könnte zur Errichtung von Trennbauwänden
für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar sein. Vorzugsweise handelt es sich bei
der Trennbauwandvorrichtung um eine Vorrichtung zum Einsatz in Innenräumen zur Raumtrennung.
Insbesondere handelt es sich bei der Trennbauwand um eine Wand, welche unabhängig
von einer Massivbauweise, also unabhängig von einem Mauerwerk, errichtbar ist. Bei
der Trennbauwandvorrichtung kann es sich um eine Trockenbauwandvorrichtung handeln,
welche für den Einsatz im Trockenbau zur Errichtung von Trockenbauwänden geeignet
und vorgesehen ist. Bevorzugt handelt es sich bei der Trennbauwand um eine Ständerwand.
Die Trennbauwandvorrichtung kann eine Ständervorrichtung zur Errichtung von Trennbauwänden
sein. Insbesondere ist die Trennbauwandvorrichtung als nichttragende Trennbauwandvorrichtung
ausgebildet. Die Trennbauwandvorrichtung kann zur Errichtung der Trennbauwand in Vertikal-
und/oder Horizontalrichtung anordenbar sein. Bevorzugt erstreckt sich die Trennbauwandvorrichtung,
insbesondere eine Haupterstreckungsrichtung der Trennbauwandvorrichtung, in einem
montierten Zustand in Vertikalrichtung, insbesondere zwischen einem Bodenbereich und
einem Deckenbereich eines Innenraums. Vorteilhaft bildet das Raster-Trennelement ein
Ständerelement für die Trennbauwand. Das Raster-Trennelement kann länglich ausgebildet
sein. Ein Wert einer Längserstreckung des Raster-Trennelements kann zumindest doppelt,
vorteilhaft zumindest viermal und vorzugsweise zumindest achtmal, so gross sein, wie
ein Wert einer Breitenerstreckung des Raster-Trennelements. Unter einer «Längserstreckung»
eines Objekts soll in diesem Zusammenhang eine Erstreckung des Objekts in einer Längserstreckungsrichtung
des Objekts verstanden werden, wobei die «Längserstreckungsrichtung» des Objekts eine
Richtung ist, welche parallel zu einer längsten Kante und/oder Seite eines kleinsten
das Objekt gerade noch umschliessenden, insbesondere gedachten, Quaders ausgerichtet
ist und/oder verläuft.
[0007] Insbesondere ist das Raster-Trennelement zur Errichtung der Trennbauwand zwischen
dem Decken- und einem Bodenbereich des Innenraums anordenbar. In dem montierten Zustand
kann das Raster-Trennelement zwischen dem Decken- und Bodenbereich des Innenraums
montiert und angeordnet sein. Denkbar wäre, dass sich in dem montierten Zustand eine
Haupterstreckungsrichtung des Raster-Trennelements in Horizontalrichtung erstreckt.
Bevorzugt erstreckt sich die Haupterstreckungsrichtung des Raster-Trennelements in
Vertikalrichtung, vorzugsweise ist diese in Lotrichtung ausgerichtet. Insbesondere
erstreckt sich die Längserstreckungsrichtung des Raster-Trennelements in Vertikalrichtung.
Unter einer «Haupterstreckungsrichtung» eines Objekts soll vorliegend eine Richtung
verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten geometrischen
Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschliesst. Insbesondere
erstreckt sich die Haupterstreckungsrichtung des Objekts innerhalb einer Haupterstreckungsebene
des Objekts. Unter einer «Haupterstreckungsebene» eines Objekts soll vorliegend eine
Ebene verstanden werden, welche parallel zu einer grössten Seitenfläche eines kleinsten
gedachten Quaders ausgerichtet ist, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschliesst,
und insbesondere durch den Mittelpunkt des Quaders verläuft.
[0008] Das erste Teilelement kann zur Anordnung in dem Deckenbereich vorgesehen sein. Ferner
kann das zweite Teilelement zur Anordnung in dem Bodenbereich vorgesehen sein. Denkbar
wäre, dass das erste Teilelement und das zweite Teilelement zumindest im Wesentlichen
identische Längserstreckungen aufweisen. Vorteilhaft ist eine Längserstreckung des
zweiten Teilelements um zumindest 50 %, insbesondere um zumindest 200 %, bevorzugt
um zumindest 300 % grösser als eine Längserstreckung des ersten Teilelements. Ferner
wäre denkbar, dass das erste Teilelement und das zweite Teilelement unterschiedliche
Breitenerstreckungen aufweisen. Vorzugsweise sind die Breitenerstreckungen des ersten
Teilelements und des zweiten Teilelements zumindest im Wesentlichen identisch. Unter
«zumindest im Wesentlichen» soll in diesem Dokument verstanden werden, dass eine Abweichung
von einem vorgegebenen Wert und/oder einer Ausrichtung weniger als 10 %, vorzugsweise
weniger als 5 % und besonders bevorzugt weniger als 2 % des vorgegebenen Werts und/oder
der Ausrichtung beträgt.
[0009] Das erste Teilelement kann zumindest die genannte Aussparung aufweisen. Alternativ
oder zusätzlich kann das zweite Teilelement zumindest eine Aussparung, insbesondere
die genannte Aussparung, aufweisen. Bevorzugt weisen zumindest das erste Teilelement
und zumindest das zweite Teilelement jeweils zumindest eine Aussparung zur Ausbildung
eines Teilabschnittes eines Kabelkanals der Trennbauwand auf. Zumindest eins der Teilelemente,
bevorzugt das zweite Teilelement, könnte auch mehrere Aussparungen, beispielsweise
zwei oder drei Aussparungen aufweisen. Die Aussparung oder die mehreren Aussparungen
ist/sind entlang einer Haupterstreckungsrichtung, insbesondere in Längserstreckungsrichtung,
des ersten und/oder des zweiten Teilelements angeordnet/positioniert. Bevorzugt weist
das erste Teilelement entlang seiner Haupterstreckungsrichtung betrachtet zumindest
eine Aussparung auf. Vorzugsweise weist das zweite Teilelement entlang seiner Haupterstreckungsrichtung
betrachtet zumindest eine Aussparung, vorteilhaft zumindest zwei oder mehr Aussparungen,
auf. Bevorzugt sind alle Aussparungen des ersten und/oder des zweiten Teilelements
identisch zueinander ausgebildet, ungeachtet von Fertigungstoleranzen. Damit können
nachfolgende Beschreibungen und Ausführungen zu der Aussparung, auf alle Aussparungen
übertragen werden. Insbesondere sind die Aussparungen des ersten und des zweiten Teilelements
sind in dem montierten Zustand des Raster-Trennelements in Höhenrichtung/Vertikalrichtung
betrachtet übereinander angeordnet. Die Aussparung könnte in einem Kantenbereich des
ersten oder des zweiten Teilelements angeordnet sein. Die Aussparung könnte eine Seitenöffnung
in dem Kantenbereich des ersten oder des zweiten Teilelements ausbilden und definieren.
Bevorzugt handelt es sich bei der Aussparung um eine Durchgangsöffnung. Die Aussparung
kann in Breitenrichtung des ersten oder des zweiten Teilelements betrachtet mittig
in einem Material des ersten oder des zweiten Teilelement angeordnet sein. Bevorzugt
ist die Aussparung dazu vorgesehen, einen Durchgang durch das erste und/oder das zweite
Teilelement zu ermöglichen und auszubilden, beispielsweise für ein Kabel, ein Rohr
oder ähnliches.
[0010] Unter «vorgesehen» soll hier und im Folgenden speziell eingerichtet, ausgelegt und/oder
ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion
vorgesehen ist, soll verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in
zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Ferner
dienen im vorliegenden Dokument Zahlwörter, wie beispielsweise «erste/r/s» und «zweite/r/s»,
welche bestimmten Begriffen vorangestellt sind, lediglich zu einer Unterscheidung
von Objekten und/oder einer Zuordnung zwischen Objekten untereinander und implizieren
keine vorhandene Gesamtanzahl und/oder Rangfolge der Objekte. Insbesondere impliziert
ein «zweites» Objekt nicht zwangsläufig ein Vorhandensein eines «ersten» Objekts.
[0011] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Aussparung dazu ausgebildet ist, eine Kabelverlegung
nach der Norm DIN 18015-3 auch in einem montierten Zustand der Trennbauwand zu ermöglichen.
Dadurch kann eine besonders vorteilhafte Konstruktion bereitgestellt und eine Effizienz,
hinsichtlich einer Arbeits-, Zeit-, Aufwands- und/oder Kosteneffizienz, gesteigert
werden. Gegenüber Trockenbauwänden im Stand der Technik können mit der vorliegenden
Erfindung auch nachträglich Kabelverlegungen nach der Norm DIN 18015-3 vorgenommen
werden, und zwar im montierten Zustand der Trennbauwand. Zudem können mit der vorgeschlagenen
Konstruktion die Verlegungszonen bei Elektroinstallationen bereitgestellt und kenntlich
gemacht werden, was zu einer erhöhten Sicherheit für ein versehentliches Beschädigen,
beispielsweise Anbohren, von elektrischen Leitungen führt. Dem Fachmann ist eine Kabelverlegung
nach DIN 18015-3 bekannt. Insbesondere befindet sich zumindest die Aussparung in zumindest
einem der Teilelemente auf genau der nach der genannten Norm DIN 18015-3 vorgeschriebenen
Höhe/Lage zur horizontalen und/oder vertikalen Kabelverlegung. Insbesondere ist die
Aussparung des ersten und/oder des zweiten Teilelements zu einer horizontalen Kabelverlegung
nach der Norm DIN 18015-3 vorgesehen und vorzugsweise dazu in Haupterstreckungsrichtung
des jeweiligen Teilelements betrachtet, auf der nach der Norm DIN 18015-3 vorgeschriebenen
Höhe/Position angeordnet. Da dem Fachmann die Norm DIN 18015-3 bekannt ist, wird vorliegend
auf detaillierte Massangaben zu der Ausgestaltung der Aussparung und der Teilelemente
verzichtet. Vorteilhaft weist das erste Teilelement in Haupterstreckungsrichtung,
insbesondere in Längserstreckungsrichtung, betrachtet genau eine Aussparung auf. Bevorzugt
weist das zweite Teilelement in Haupterstreckungsrichtung, insbesondere in Längserstreckungsrichtung,
betrachtet zumindest zwei Aussparungen auf.
[0012] Denkbar wäre, dass die Trennbauwandvorrichtung passend an eine Raumhöhe vorgefertigt
ist. Damit eine besonders flexible, individuell anpassbare und anwendungsfreundliche
Konstruktion bereitgestellt werden kann, wird vorgeschlagen, dass zumindest einer
der Verbindungsabschnitte einen stufenweise abtrennbaren Teilbereich zur variablen
Anpassung einer Höhenerstreckung des Raster-Trennelements an eine Höhenerstreckung,
insbesondere Vertikalerstreckung, der Trockenbauwand aufweist. Da eine Raumhöhe je
nach Bauobjekt variieren kann, kann mittels der vorgeschlagenen Konstruktion eine
schnelle, flexible und individuelle Anpassung an die jeweilig vorliegende Raumhöhe
bereitgestellt werden. Vorteilhaft kann die Anpassung vor Ort bei Errichtung der Trennbauwand
erfolgen und damit eine Effizienz, hinsichtlich einer Kosten-, Aufwands- und/oder
Arbeitseffizienz, bei Errichtung der Trennbauwand gesteigert werden. Der erste Verbindungsabschnitt
könnte den abtrennbaren Teilbereich aufweisen. Vorzugsweise weit das zweite Teilelement,
und zwar der zweite Verbindungsabschnitt den abtrennbaren Teilbereich auf. Insbesondere
ist eine Längserstreckung des zweiten Teilelements aufgrund des abtrennbaren Teilbereichs
anpassbar. Der Teilbereich könnte in zumindest 5 cm, vorteilhaft zumindest 3 cm, vorzugsweise
zumindest 1 cm und besonders bevorzugt in zumindest 0.5 cm Abschnitten stufenweise
trennbar sein. Die Abtrennung könnte beispielsweise mittels eines Lasers, einer Säge,
einer Schneidemaschine oder dergleichen erfolgen. Denkbar wäre auch, dass der abtrennbare
Teilbereich stufenweise perforierte Abschnitte zur erleichterten Abtrennung aufweist.
Bevorzugt erfolgt die Abtrennung und damit die Anpassung der Höhenerstreckung des
Raster-Trennelements vor Ort bei Errichtung der Trennwand. Bei Errichtung der Trennbauwand
kann in zumindest einem Montageschritt die Höhenerstreckung des Raster-Trennelements
durch eine Abtrennung/Kürzung zumindest eines der Verbindungsabschnitte an die Raumhöhe
angepasst werden. Insbesondere wird in dem Montageschritt zumindest einer der Verbindungsabschnitte,
bevorzugt der zweite Verbindungsabschnitt, in dem Teilbereich gekürzt. Alternativ
könnte die Abtrennung des Teilbereichs auch vorgefertigt sein und direkt bei Herstellung
des Raster-Trennelements erfolgen, sodass insbesondere ein Raster-Trennelement individuell
auf Mass zur Errichtung der Trennbauwand vorgefertigt bereitgestellt werden kann.
[0013] Der abtrennbare Teilbereich könnte sich über eine gesamte Haupterstreckung des zweiten
Verbindungsabschnitts erstrecken, sodass der Teilbereich und der Verbindungsabschnitt
einheitlich ausgebildet sind. Vorteilhaft deckt der abtrennbare Teilbereich zumindest
40 %, vorteilhaft zumindest 60 % und vorzugsweise zumindest 80 % sowie insbesondere
höchstens 90 % der Haupterstreckung des zweiten Verbindungsabschnitts ab. Der zweite
Verbindungsabschnitt kann in dem Teilbereich um zumindest 300 mm, vorteilhaft um zumindest
400 mm, bevorzugt zumindest 450 mm und besonders bevorzugt um zumindest 480 mm abtrennbar
sein. Vorzugsweise können damit individuelle Höhenerstreckungen des Raster-Trennelements
ermöglicht und individuell an Raumhöhen von zumindest 2,30 m bis insbesondere höchstens
3,00 m angepasst werden. Denkbar wären auch Anpassungen an Raumhöhen über 3,00 m sofern
das Raster-Trennelement entsprechend eine Höhenerstreckung/Längserstreckung zur Anpassung
an derart hohe Raumhöhen aufweist.
[0014] Das erste Teilelement kann einstückig, insbesondere teilig, ausgebildet sein. Bevorzugt
ist das zweite Teilelement einstückig, insbesondere teilig, ausgebildet. Unter «einstückig»
soll zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise durch einen
Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder Schweissprozess und/oder einen anderen,
dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess. Ferner soll unter «einteilig» in
einem Stück geformt verstanden werden. Vorzugsweise wird dieses eine Stück aus einem
einzelnen Rohling, einer Masse und/oder einem Guss, vorteilhaft in einem Sägeverfahren
und/oder in einem Stanzverfahren und/der in einem Blechbiegeprozess und/oder in einem
Druckprozess, beispielsweise einem 3D-Druckprozesses, und/oder Spritzgussverfahren
und/oder einem anderen dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Verfahren aus dem einzelnen
Rohling hergestellt.
[0015] Bei Errichtung der Trennbauwand können in zumindest einem weiteren Montageschritt
das erste Teilelement und das zweite Teilelement miteinander verbunden werden. Bevorzugt
erfolgt eine Verbindung der beiden Teilelemente nach einer Abtrennung des Teilbereichs
und damit einer Kürzung zumindest eines der Verbindungsabschnitte der Teilelemente.
Alternativ lassen sich die beiden Teilelemente auch ohne vorherige Kürzung/Abtrennung
des Teilbereichs miteinander verbinden, vorzugsweise dann, wenn eine Kürzung/Abtrennung
des Teilbereichs aufgrund einer hohen Raumhöhe nicht notwendig ist. Denkbar wäre,
dass die Verbindungsabschnitte der Teilelemente mittels einer stoffschlüssigen Verbindung,
wie beispielsweise einer Schweiss- und/oder Klebeverbindung, miteinander verbindbar
sind. Um eine besonders schnelle, effiziente, benutzerfreundliche und leichte Montage
sowie Demontage und dennoch eine stabile Konstruktion bereitstellen zu können, wird
vorgeschlagen, dass die Verbindungsabschnitte der Teilelemente zu einer form- und/oder
kraftschlüssigen Verbindung miteinander ausgebildet sind. Bei der kraft- und/oder
formschlüssigen Verbindung kann es sich beispielsweise um eine Rastverbindung und/oder
Drehverbindung und/oder Schraubverbindung und/oder Klemmverbindung und/oder Klettverbindung
handeln. Vorzugsweise sind die Verbindungsabschnitte der Teilelemente mittels einer
Steckverbindung miteinander verbindbar. Vorzugsweise ist das erste Teilelement, insbesondere
der erste Verbindungsabschnitt, auf/in das zweite Teilelement, insbesondere den zweiten
Verbindungsabschnitt, steckbar. Alternativ könnte auch das zweite Teilelement, insbesondere
der zweite Verbindungsabschnitt, auf/in das erste Teilelement, insbesondere den ersten
Verbindungsabschnitt, steckbar sein. Bevorzugt weist der erste Verbindungsabschnitt
ein T-förmige Geometrie auf. Der zweite Verbindungsabschnitt kann eine zu dem ersten
Verbindungsabschnitt korrespondierende Geometrie zur zumindest teilweisen, bevorzugt
vollständigen, Aufnahme des ersten Verbindungsabschnitts, insbesondere der T-förmigen
Geometrie des ersten Verbindungabschnitts, aufweisen. In dem montierten Zustand kann
der erste Verbindungsabschnitt zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, mit dem
zweiten Verbindungsabschnitt verbunden, vorzugsweise in den zweiten Verbindungsabschnitt
eingesteckt, sein. Zur weiteren Stabilisierung und Fixierung der Verbindung zwischen
den beiden Verbindungsabschnitten könnten zusätzlich auch andere form- und/oder kraftschlüssige
Verbindungen, wie Schraub-, Rast- und/oder Klemmverbindungen, einsetzbar sein. Ferner
könnten die Verbindungsabschnitte der Teilelemente zu mehreren form- und/oder kraftschlüssigen
Verbindung miteinander ausgebildet sein, wie beispielsweise einer Steck- und Rastverbindung
oder einer Steck- und Schraubverbindung.
[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Verbindungsabschnitte der Teilelemente zueinander
korrespondierende Geometrien aufweisen, welche eine fehlersichere Verbindung der Teilelemente
nach dem Poka-Yoke-Prinzip ermöglichen. Dadurch kann eine besonders benutzer- und
anwendungsfreundliche Konstruktion bereitgestellt und eine effiziente sowie fehlersichere
Montage und Demontage der Teilelemente ermöglicht werden. Vorteilhaft kann damit eine
fehlerhafte Montage und/oder Demontage der Verbindungsabschnitte der Teilelemente
vermieden werden. Aufgrund einer derart fehlersicheren, benutzer- und anwendungsfreundlichen
Montage und/oder Demontage kann auf spezielles Fachpersonal und/oder komplizierte
Anleitungen zur Montage und/oder Demontage verzichtet werden. Der aus Japan stammende
Begriff «Poka-Yoke» ist dem Fachmann bekannt. Das Poka-Yoke-Prinzip ist ein Prinzip,
wonach durch technische Vorkehrungen bzw. geometrische Ausgestaltungen unglückliche,
insbesondere menschliche, Fehler beim Zusammenbau, einer Montage und/oder einer Demontage
von mehreren Elementen vermieden werden können. Insbesondere weisen die Verbindungsabschnitte
der Teilelemente derart zueinander korrespondierende Geometrien auf, welche bei der
Montage- und/oder Demontage eine sofortigen Fehleraufdeckung und -verhinderung ermöglichen,
sodass eine fehlerhafte Monate- und/oder Demontage der Verbindungsabschnitte der Teilelemente
nicht möglich ist. Insbesondere sind die T-förmigen Geometrie des ersten Verbindungsabschnitts
und die dazu korrespondierende Geometrie des zweiten Verbindungsabschnitts zur fehlersicheren
Verbindung der Teilelemente nach dem Poka-Yoke-Prinzip vorgesehen und ausgebildet.
[0017] Denkbar wäre, dass die Verbindung der Verbindungsabschnitte der Teilelemente mittels
eines Werkzeugs, wie beispielsweise einer Bohrmaschine, eines Schraubenziehers, eines
Hammers oder dergleichen, herstellbar ist. Um jedoch eine besonders leichte, schnelle,
effiziente, benutzer- und handhabungsfreundliche Montage und/oder Demontage bereitzustellen,
wird vorgeschlagen, dass die Verbindungsabschnitte der Teilelemente zu einer Verbindung
miteinander ausgebildet sind, welche werkezuglos herstellbar ist. Die Verbindung zwischen
den Verbindungsabschnitten der Teilelemente kann durch einen Benutzer ohne einen Einsatz
von Werkzeugen erfolgen. Bevorzugt sind die beiden Verbindungsabschnitte der Teilelemente
steckbar miteinander verbindbar, und zwar ohne zusätzliche Hilfsmittel. Ferner kann
die Verbindung der Teilelemente vor Ort bei Errichtung der Trennbauwand durch den
Benutzer erfolgen und bedarf keiner Vorfertigung. Insbesondere sind die Verbindungsabschnitte
der Teilelemente derart ausgebildet, dass ihre Verbindung miteinander werkezuglos,
bevorzugt ohne Hilfsmittel, lösbar ist. Somit wird vorgeschlagen, dass die Verbindungsabschnitte
der Teilelemente zu einer Verbindung miteinander ausgebildet sind, welche zerstörungsfrei
lösbar ist. Dadurch können Ressourcen, insbesondere Materialien, geschont, die Nachhaltigkeit
in Bezug auf Trennbauwände verbessert und eine Konstruktion weiter optimiert werden.
Vorteilhaft können die Teilelemente auch nach einer Demontage/Trennung voneinander
wieder verwendet und bevorzugt erneut miteinander oder auch mit anderen Elementen
verbunden werden. Zudem kann Abfall reduziert und eine Wiederverwendbarkeit der Teilelemente
ermöglicht werden. Vorzugsweise sind das erste Teilelement und/oder das zweite Teilelement
nach einer Demontage voneinander wiederverwendbar. Insbesondere sind die Verbindungsabschnitte
der Teilelemente reversibel verbind- und trennbar.
[0018] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein modulares Trennbauwandsystem
mit zumindest einer Bodenleiste, zumindest einer Deckenleiste und zumindest einer
Dämmeinheit, welche zumindest abschnittsweise zwischen der Bodenleiste und der Deckenleiste
anordenbar ist und zumindest eine Öffnung aufweist, die dazu vorgesehen ist, einen
Teilabschnitt eines Kabelkanals einer Trennbauwand auszubilden. Dadurch kann eine
besonders vorteilhafte Konstruktion bereitgestellt und eine Effizienz, hinsichtlich
einer Arbeits-, Zeit-, Aufwands- und/oder Kosteneffizienz, bei Montage und/oder Demontage
der Trennbauwand gesteigert werden. Vorteilhafterweise können Elektroinstallationen
nach der Norm DIN 18015-3 vorgenommen werden, wobei aufgrund der Öffnung der Dämmeinheit
auch nachträglich Kabelverlegungen, und zwar im montierten Zustand der Trennbauwand
vorgenommen werden können.
[0019] Unter dem modularen Trennbauwandsystem ist das bereits zuvor genannte Trennbauwandsystem
zur Errichtung einer nichttragenden Trennbauwand gemeint. Bei Errichtung der Trennbauwand
können die Bodenleiste und die Deckenleiste in zumindest einem Montageschritt an dem
Boden bzw. der Decke angeordnet werden. Bevorzugt erfolgt die Anordnung/Montage der
Deckenleiste und Bodenleiste in einem ersten Montageschritt zur Errichtung der Trennbauwand.
Die Deckenleiste und/oder die Bodenleiste können mittels einer kraft-, form- und/oder
stoffschlüssigen Verbindung mit der Decke und/oder dem Boden des Innenraums verbunden
sein. Vorzugsweise sind in dem montierten Zustand die Deckenleiste mit der Decke und
die Bodenleiste mit dem Boden verklebt und/oder verschraubt. Die Deckenleiste und/oder
die Bodenleiste kann/können sich in dem montierten Zustand über zumindest einen Grossteil
einer Breite der Trennbauwand erstrecken. Bevorzugt erstreckt/erstrecken sich die
Deckenleiste und/oder die Bodenleiste in dem montierten Zustand über eine gesamte
Breite der Trennbauwand. Die Deckenleiste und die Bodenleiste können jeweils einstückig,
bevorzugt einteilig, ausgebildet sein.
[0020] Insbesondere ist die Dämmeinheit zur Schall- und/oder Wärmeisolierung vorgesehen.
Bevorzugt ist die Dämmeinheit frei von Mineralwolle oder anderen künstlich hergestellten
mineralischen Fasern. Insbesondere handelt es sich der Dämmeinheit um eine blockartige
Einheit. Vorzugsweise ist die blockartige Einheit vorfertigbar/vorgefertigt, sodass
diese en Block zur Errichtung der Trennbauwand verwendbar ist. Bei Errichtung der
Trennbauwand kann in zumindest einem Montageschritt zumindest die Dämmeinheit zwischen
der Deckenleiste und der Bodenleiste angeordnet werden. Die Dämmeinheit könnte sich
in dem montierten Zustand zwischen der Bodenleiste und der Deckenleiste über eine
gesamte Höhe der Trennbauwand erstrecken und die Bodenleiste und/oder die Deckenleiste
zumindest abschnittsweise kontaktieren. Die Dämmeinheit kann in dem montierten Zustand
zwischen der Deckenleiste und der Bodenleiste angeordnet sein und diese unmittelbar
kontaktieren. Alternativ kann das modulare Trennbauwandsystem mehrere Dämmeinheiten,
und zwar zumindest zwei Dämmeinheiten aufweisen, welche in Höhenrichtung betrachtet,
übereinander zwischen der Bodenleiste und der Deckenleiste stapelbar/anordenbar sind.
Insbesondere ist zumindest die Öffnung der Dämmeinheit dazu ausgebildet, eine Kabelverlegung
nach der Norm DIN 18015-3 auch in dem montierten Zustand der Trennbauwand zu ermöglichen.
Bevorzugt befindet sich zumindest die Öffnung der Dämmeinheit auf genau der nach der
genannten Norm DIN 18015-3 vorgeschriebenen Höhe/Lage zur horizontalen und/oder vertikalen
Kabelverlegung. Da dem Fachmann die Norm DIN 18015-3 bekannt ist, wird vorliegend
auf detaillierte Massangaben zu der Ausgestaltung der Öffnung der Dämmeinheit verzichtet.
Insbesondere handelt es sich bei der Öffnung um eine Durchgangsöffnung der Dämmeinheit.
Die Dämmeinheit kann zumindest zwei Öffnungen aufweisen, sodass ein Kabel und/oder
eine Leitung durch die Dämmeinheit hindurchführbar ist. Denkbar ist auch, dass die
Dämmeinheit noch weitere Öffnungen, beispielsweise vier oder sechs Öffnungen, aufweisen
kann.
[0021] Um eine Konstruktion weiter zu optimieren und eine effiziente Montage sowie Demontage
der Trennbauwand zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass die Dämmeinheit zumindest
ein Plattenelement aufweist, auf welchem zumindest zwei getrennt voneinander ausgebildete
Zwischenelemente der Dämmeinheit derart angeordnet sind, dass diese zumindest abschnittsweise
die Öffnung definieren. Zudem kann mittels der vorgeschlagenen Konstruktion auf den
Einsatz von herkömmlichen Dämmmitteln aus dem Trockenbau, wie Mineralwolle, verzichtet
und damit eine nachhaltigere, ressourcenschonende und benutzerfreundlichere Dämmlösung
für Trennbauwände bereitgestellt werden. Darüber hinaus können vorgefertigte Dämmeinheiten
bereitgestellt werden, welche die Montage und/oder Demontage erheblich erleichtern,
sodass diese benutzer- und anwendungsfreundlich gestaltet werden können.
[0022] Bei dem Plattenelement handelt es sich um ein plattenartiges Element. Unter einem
«plattenartigen Objekt» soll vorteilhaft ein räumliches Objekt verstanden werden,
welches eine Dicke aufweist, welche maximal 50 %, insbesondere maximal 20 %, vorteilhaft
maximal 10 %, vorzugsweise maximal 5 %, einer Längserstreckung und/oder einer Breite
des Objekts entspricht. Das Plattenelement kann einstückig, bevorzugt einteilig, ausgebildet
sein. Die zumindest zwei getrennt voneinander ausgebildeten Zwischenelemente können
mittels einer kraft-, form, und/oder stoffschlüssigen Verbindung, beispielsweise einer
Schraub- und/oder Schweiss- und/oder Klebeverbindung, mit dem Plattenelement verbunden
sein. Vorzugsweise sind die zumindest zwei Zwischenelemente mit dem Plattenelement
zumindest verklebt. Insbesondere handelt es sich bei den Zwischenelementen um blockartige
Elemente, welche als Abstandselemente fungieren. Die Dämmeinheit kann zumindest ein
weiteres Plattenelement aufweisen. Das weitere Plattenelement kann auf einer dem Plattenelement
gegenüberliegenden Seite mit zumindest den beiden Zwischenelementen verbindbar sein.
Denkbar wäre, dass die Dämmeinheit mit dem Plattenelement, den zumindest zwei Zwischenelementen
und zumindest dem weiteren Plattenelement vorgefertigt als Block ausgebildet ist.
Das weitere Plattenelement kann auf der dem Plattenelement gegenüberliegenden Seite
mit zumindest den beiden Zwischenelementen mittels einer kraft-, form, und/oder stoffschlüssigen
Verbindung, bevorzugt mittels einer Klebeverbindung, insbesondere ab Werk, verbunden
sein. Alternativ kann das weitere Plattenelement erst bei Errichtung der Trennbauwand
an den zumindest zwei Zwischenelementen anordenbar und mit ihnen verbindbar sein.
Insbesondere fungieren die zumindest zwei Zwischenelementen als blockartige Elemente,
und zwar als Abstandselemente zwischen dem Plattenelement und dem weiteren Plattenelement.
Zur Ausbildung weiterer Öffnung könnte die Dämmeinheit noch weitere Zwischenelemente,
beispielsweise zumindest vier, sechs oder acht Zwischenelemente, aufweisen, welche
mit zumindest dem Plattenelement verbunden sind. Mittels der Zwischenelemente können
so mehrere Teilabschnitte des Kabelkanals, insbesondere gemäss der Norm DIN 18015-3,
ausgebildet werden.
[0023] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Trennbauwandmodul eines modularen
Trennbauwandsystems mit zumindest einer Dämmeinheit, insbesondere der zuvor genannten
Dämmeinheit. Dadurch kann eine besonders effiziente und handhabungsfreundliche Konstruktion
bereitgestellt werden, mittels welcher eine Montage und/oder eine Demontage der Trennbauwand
effizienter gestaltet werden kann. Zudem kann mittels des Trennbauwandmoduls auf den
Einsatz von herkömmlichen Dämmmitteln aus dem Trockenbau, wie Mineralwolle, verzichtet
und damit eine nachhaltigere, ressourcenschonende und gesundheits- sowie benutzerfreundlichere
Dämmlösung für Trennbauwände bereitgestellt werden. Ausserdem können Lagerflächen
auf Baustellen, welche für die unterschiedlichen Einzelbauteile zur Errichtung von
Trennbauwänden dienen und notwendig sind, reduziert werden, sodass mit zumindest dem
Trennbauwandmodul eine kompakte Lösung bereitgestellt werden kann. Vorzugsweise ist
das Trennbauwandmodul vorgefertigt und für den Einsatz bei Errichtung der Trennbauwand
vorgesehen. Das Trennbauwandmodul kann angepasst an eine entsprechende Raumhöhe vorgefertigt
sein. Eine Haupterstreckung des Trennbauwandmoduls könnte an eine Raumhöhe eines Raums,
in welchem die Trennbauwand errichtet wird, bereits ab Werk angepasst und vorgefertigt
sein. Vorteilhaft ist das Trennbauwandmodul zur Schall- und/oder Wärmeisolierung vorgesehen.
Insbesondere ist das Trennbauwandmodul eine Unterbaugruppe des modularen Trennbauwandsystems.
Das Trennbauwandmodul weist die Dämmeinheit auf, welche sich aus zumindest dem Plattenelement
und den zumindest zwei Zwischenelementen zusammensetzen kann. Ferner kann das Trennbauwandmodul
zusätzlich das weitere Plattenelement aufweisen. Das Trennbauwandmodul könnte aus
dem Plattenelement, den zumindest zwei Zwischenelementen und zumindest dem weiteren
Plattenelement ausgebildet sein. Das Trennbauwandmodul kann vorgefertigt als Block
ausgebildet sein. Bei der Montage der Trennbauwand kann das Trennbauwandmodul zwischen
der Deckenleiste und der Bodenleiste anordenbar sein.
[0024] Das modulare Trennbauwandsystem kann zur zumindest teilweisen Abdeckung der Dämmeinheit
und/oder der Trennbauwandvorrichtung und/oder der Deckenleiste und/oder der Bodenleiste
zumindest eine Abdeckplatte aufweisen. Die Abdeckplatte kann zur Beplankung der Trennbauwand
einsetzbar sein und deckt in dem montierten Zustand zumindest teilweise die Dämmeinheit
und/oder die Trennbauwandvorrichtung und/oder der Deckenleiste und/oder der Bodenleiste
ab. Bei Errichtung der Trennbauwand kann in zumindest einem Montageschritt zumindest
die Abdeckplatte montiert werden. Bevorzugt ist die Abdeckplatte zumindest mit der
Bodenleiste und/oder der Deckenleiste mittels einer kraft-, form, und/oder stoffschlüssigen
Verbindung verbindbar, wie beispielsweise einer Straub- und/oder Klebeverbindung.
Die Abdeckplatte kann frei und unabhängig von der Dämmeinheit und/oder der Trennbauwandvorrichtung
ausgebildet sein. Bei Montage/Errichtung der Trennbauwand kann zumindest die Abdeckplatte
auf zumindest einer Seite der Trennbauwand zumindest teilweise vor die Dämmeinheit
und/oder die Trennbauwandvorrichtung und/oder der Deckenleiste und/oder der Bodenleiste
angeordnet und/oder montiert werden. Bevorzugt erstreckt sich die Abdeckplatte über
eine gesamte Höhenerstreckung der Trennbauwand. Die Abdeckplatte kann einen Untergrund
zur weiteren Bearbeitung und Ausgestaltung einer Oberfläche der Trockenbauwand ausbilden.
Die Abdeckplatte kann in dem montierten Zustand bemalt, vergipst, mit Raufaser bespannt
oder anderweitig bearbeitbar sein. Das modulare Trennbauwandsystem kann mehrere, vorzugsweise
zumindest zwei, vier oder acht, Abdeckplatten aufweisen, welche nebeneinander zur
Beplankung der Trockenbauwand anordenbar/montierbar sind. Bevorzugt sind zumindest
zwei Abdeckplatten auf sich gegenüberliegenden Seiten der Trennbauwand anordenbar/montierbar,
um somit zumindest teilweise beidseitig, insbesondere auf einer Vorder- & Rückseite
der Trennbauwand, die Dämmeinheit und/oder die Trennbauwandvorrichtung und/oder die
Deckenleiste und/oder die Bodenleiste abzudecken.
[0025] Um eine Konstruktion weiter zu optimieren und vorteilhaft ein Trennbauwandmodul für
eine schnelle Montage der Trennbauwand bereitzustellen, wird vorgeschlagen, dass das
Trennbauwandmodul zumindest eine Abdeckplatte aufweist, welche mit der Bodenleiste
und der Deckenleiste verbindbar ist. Damit kann mittels eines derart ausgestalteten
Trennbauwandmoduls neben einem Dämmaspekt gleichzeitig eine Beplankung für die Trennbauwand
bereitgestellt werden. Somit kann zumindest teilweise auf eine zusätzliche und separate
Montage von Abdeckplatten zur Abdeckung von zumindest der Dämmeinheit verzichtet werden.
Die Abdeckplatte kann, insbesondere bereits ab Werk, mit dem Plattenelement verbunden
sein. Vorzugsweise ist die Abdeckplatte mittels einer kraft-, form-, und/oder stoffschlüssigen
Verbindung mit dem Plattenelement verbunden, wie beispielsweise mittels einer Schraub-
und/oder Klebeverbindung. Das Trennbauwandmodul kann die Abdeckplatte und die Dämmeinheit
aufweisen, welche sich aus zumindest dem Plattenelement und den zumindest zwei Zwischenelementen
zusammensetzt, wobei die Abdeckplatte mit dem Plattenelement verbunden ist. Das Trennbauwandmodul,
insbesondere die Abdeckplatte, kann mit zumindest der Deckenleiste und/oder der Bodenleiste
verbindbar sein. Bevorzugt ist die Abdeckplatte mit der Deckenleiste und/oder der
Bodenleiste verschraubbar.
[0026] Bei Errichtung der Trennbauwand können in dem bereits genannten ersten Montageschritt
die Deckenleiste an der Decke und/oder die Bodenleiste an dem Boden angeordnet und
mit ihnen kraft-, form- und/oder stoffschlüssig verbunden werden. In einem darauffolgenden
Montageschritt kann das Raster-Trennelement zwischen der Deckenleiste und der Bodenleiste
angeordnet werden. Zur Bereitstellung einer sicheren, stabilen und dennoch einfach
handhabbaren Konstruktion, wird vorgeschlagen, dass zumindest eins der Teilelemente
ein Kopplungselement zu einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Bodenleiste
oder Deckenleiste aufweist. Die Deckenleiste und/oder die Bodenleiste kann/können
jeweils eine Nut aufweisen. Bevorzugt erstreckt sich die Nut entlang einer gesamten
Haupterstreckung der Deckenleiste und/oder der Bodenleiste. Insbesondere sind die
Deckenleiste und die Bodenleiste identisch zueinander ausgebildet, ungeachtet von
Fertigungstolleranzen. Vorzugsweise ist das Kopplungselement dazu vorgesehen, in die
Nut der Deckenleiste oder der Bodenleiste einzugreifen. Das Kopplungselement kann
eine zu der Nut korrespondierende Geometrie aufweisen. Das Kopplungselement kann in
die Nut einsteckbar sein. Vorzugsweise ist das Kopplungselement reversibel und werkzeuglos
mit der Nut verbindbar. Ferner kann das Kopplungselement aus der Nut zerstörungsfrei
lösbar sein. Bei Errichtung der Trennbauwand kann in zumindest einem Montageschritt
zumindest eins der Teilelemente mit Kopplungselement in die Nut der Bodenleiste oder
der Deckenleiste eingesetzt und mit dieser verbunden werden. Insbesondere bilden die
Nut und das Kopplungselement in dem montierten Zustand eine formschlüssige Verbindung.
Das erste Teilelement könnte das Kopplungselement aufweisen. Alternativ oder zusätzlich
könnte das zweite Teilelement das Kopplungselement aufweisen. Bevorzugt weist zumindest
das zweite Teilelement das Kopplungselement auf einer, entlang der Haupterstreckungsrichtung
des zweiten Teilelements betrachtet, dem zweiten Verbindungsabschnitt gegenüberliegenden
Seite auf.
[0027] Bei Errichtung der Trennbauwand kann nach dem Montageschritt, in welchem das Raster-Trennelement
zwischen der Deckenleiste und der Bodenleiste angeordnet/montiert wurde, in einem
weiteren Montageschritt die Dämmeinheit zwischen der Deckenleiste und der Bodenleiste
angeordnet werden. Um eine verbesserte Konstruktion bereitzustellen und eine Effizienz
bei Errichtung der Trennbauwand, insbesondere bei der Montage der Kabelverlegung,
zu steigern, wird vorgeschlagen, dass die Öffnung der Dämmeinheit bündig mit der zumindest
einen Aussparung zumindest eines der Teilelemente anordenbar ist. Hierdurch kann eine
schnelle, benutzerfreundliche und effiziente Elektroinstallation bei Errichtung der
Trennbauwand und auch nachträglich in dem montierten Zustand der Trennbauwand ermöglicht
werden. Damit können Wartezeiten auf der Baustelle eingespart werden, da die Errichtung
der Trennbauwand unabhängig von der Elektroinstallation erfolgen kann. Bei Errichtung
der Trennbauwand kann die Dämmeinheit derart zwischen der Deckenleiste und der Bodenleiste
angeordnet/montiert werden, sodass ihre Öffnung auf Höhe zumindest der Aussparung
zumindest eines der Teilelementen angeordnet ist. Insbesondere liegen in dem montierten
Zustand die Aussparung und die Öffnung in einer Ebene, bevorzugt in einer Horizontalebene.
Bei Installation/Verlegung zumindest eines Kabels und/oder einer Leitung oder dergleichen
kann dieses durch die Aussparung und zumindest die Öffnung geführt werden.
[0028] Damit eine besonders nachhaltige Konstruktion bereitgestellt und eine Effizienz,
hinsichtlich Herstellung, Recycling, Materialaufbereitung und Wiederverwendbarkeit,
weiter gesteigert werden kann, wird vorgeschlagen, dass zumindest das Raster-Trennelement
wenigstens zu einem Grossteil aus nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten
Rohstoffen ausgebildet ist. Ferner wird vorgeschlagen, dass das modulare Trennbauwandsystem
wenigstens zu einem Grossteil aus nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten
Rohstoffen ausgebildet ist. Damit kann ein nachhaltiger Rückbau der Trennbauwand ermöglicht
werden, was vorzugsweise zu einer Deponieentlastung und verringerter Umweltverschmutzung
führen kann.
[0029] Unter dem Ausdruck «zu einem Grossteil» sollen in diesem Dokument zumindest 55 %,
vorteilhaft zumindest 65 %, vorzugsweise zumindest 75 %, besonders bevorzugt zumindest
85 % und besonders vorteilhaft höchstens 95 % eines Volumen- und/oder Massenanteils
verstanden werden. Bevorzugt ist das Raster-Trennelement vollständig aus nachwachsenden
und/oder recyclebaren und/oder recyclierten Rohstoffen ausgebildet. Unter «nachwachsenden
Rohstoffen» sollen hierbei organische Rohstoffe, insbesondere pflanzliche Rohstoffe,
welche aus land- und/oder forstwirtschaftlicher Produktion stammen und vom Menschen
zielgerichtet für weiterführende Anwendungszwecke ausserhalb der Nahrungs- und Futtermittelindustrie
angebaut werden oder bei welchen es sich um Nebenprodukte und/oder Abfallprodukte
aus der Landwirtschaft und/oder der Nahrungs- und Futtermittelindustrie handelt, verstanden
werden. Nachwachsende Rohstoffe im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind ausschliesslich
organische Rohstoffe, welche nicht fossilen Ursprungs sind. Vorzugsweise handelt es
sich bei nachwachsanden Rohstoffen vorliegend um heimische und lokale Produkte aus
land- und/oder forstwirtschaftlicher Produktion sowie deren Nebenprodukte und/oder
Reststoffe, sofern diese nicht dem Abfallrecht unterliegen. Das Raster-Trennelement,
die Deckenleiste, die Bodenleiste, die Dämmeinheit und/oder zumindest die Abdeckeinheit
kann/können zumindest teilweise, zumindest zu einem Grossteil oder vollständig beispielsweise
aus Holzfasern, Holz, Bambus und/oder einem Verbundmaterial oder dergleichen ausgebildet
sein. Unter «recyclebaren Rohstoffen» sollen vorliegend alle Rohstoffe verstanden
werden, welche wiederverwertbar und recyclebar sind. Bevorzugt handelt es sich hierbei
um natürliche Rohstoffe. Das Raster-Trennelement, die Deckenleiste, die Bodenleiste,
die Dämmeinheit und/oder zumindest die Abdeckeinheit könnte/könnten zumindest teilweise,
zumindest zu einem Grossteil oder vollständig beispielsweise aus Metall, Glas, einem
Mineral und/oder einem Verbundmaterial ausgebildet sein. Denkbar wären jedoch auch
künstlich hergestellte Rohstoffe, wie Kunstfasern, welche recyclebar und wiederverwendbar
sind. Ferner sollen unter «recyclierten Rohstoffen» Rohstoffe verstanden werden, welche
als Neben- und Abfallprodukte in industriellen Produktionsprozessen und/oder in privatem
Hausmüll angefallen und durch einen Aufbereitungsprozess als Rohstoff zur Herstellung
neuer Produkte wiederverwendbar sind. Insbesondere sind die recyclierten Rohstoffe
mindestens einmal aufbereitet worden. Besonders bevorzugt sind das Raster-Trennelement,
die Deckenleiste, die Bodenleiste, die Dämmeinheit und/oder zumindest die Abdeckeinheit
zumindest zu einem Grossteil, insbesondere vollständig, aus Holz, aus Holzfasern,
einem Holzfaserkern oder aus einem Holz-Verbundmaterial ausgebildet. Bei der Abdeckplatte
kann es sich beispielsweise um eine Spanplatte handeln.
[0030] Die Trennbauwandvorrichtung, das modulare Trennbauwandsystem und das Trennbauwandmodul
sollen hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt
sein. Insbesondere kann die Trennbauwandvorrichtung, das modulare Trennbauwandsystem
und das Trennbauwandmodul zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise
eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und/oder
Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in diesem Dokument angegebenen
Wertebereichen/Wertstaffelungen auch innerhalb der genannten Grenzen/gestaffelten
Werte liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0031] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine aufgebaute Trennbauwand, welche mit einem modularen Trennbauwandsystem errichtet
wurde,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung der Trennbauwand gemäss Figur 1, wobei das modulare Trennbauwandsystem
zumindest eine Deckenleiste, zumindest eine Bodenleiste, zumindest eine Dämmeinheit
und zumindest eine Trennbauwandvorrichtung aufweist,
- Fig. 3
- die Trennbauwandvorrichtung, welche ein erstes Teilelement und ein zweites Teilelement
aufweist, welche zu einem Raster-Trennelement verbindbar sind,
- Fig. 4
- eine Detailansicht des ersten Teilelements,
- Fig. 5
- eine Detailansicht des zweiten Teilelements,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung des ersten Teilelements in einem montierten Zustand mit der
Deckenleiste,
- Fig. 7
- drei Trennbauwandmodule mit jeweils zumindest einer Dämmeinheit, wobei die Dämmeinheit
zumindest eine Öffnung aufweist, die dazu vorgesehen ist, einen Teilabschnitt eines
Kabelkanals der Trennbauwand auszubilden,
- Fig. 8
- eine Explosionsdarstellung der Trennbauwandmodule gemäss Figur 7,
- Fig. 9
- eine aufgebaute Trennbauwand, welche mit einem modularen Trennbauwandsystem in einer
alternativen Ausgestaltung errichtet wurde,
- Fig. 10
- eine Explosionsdarstellung der Trennbauwand gemäss Figur 9 und
- Fig. 11
- ein Trennbauwandmodul in einer alternativen Ausgestaltung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0033] Figur 1 zeigt eine Trennbauwand 80a in einem aufgebauten/montierten Zustand. Bei
der Trennbauwand 80a handelt es sich um eine Wand zum Trennen von Innenräumen, wobei
die Trennbauwand 80a als eine nichttragende Wand ausgebildet ist. Die Trennbauwand
80a ist eine Ständerwand. Ferner zeigt die Figur 1 den montierten Zustand eines modularen
Trennbauwandsystems 50a zur Errichtung der Trennbauwand 80a. In Figur 2 ist eine Explosionsdarstellung
des modularen Trennbauwandsystems 50a bzw. der Trennbauwand 80a dargestellt. Figuren
1 und 2 verdeutlichen, dass Abdeckplatten 82a, 84a des modularen Trennbauwandsystems
50a zur Beplankung dienen und eine Vor- und Rückseite der Trennbauwand 80a gestalten
und abdecken. Vorliegend ist pro Seite lediglich eine einfache Beplankung mit zumindest
einer Abdeckplatte 82a, 84a vorgesehen, wobei eine doppelte Beplankung ebenfalls möglich
ist.
[0034] Zur Errichtung der Trennbauwand 80a weist das modulare Trennbauwandsystem 50a zumindest
eine Bodenleiste 52a und zumindest eine Deckenleiste 54a auf (vgl. Figuren 1 und 2).
Die Deckenleiste 54a und/oder die Bodenleiste 52a sind mittels einer kraft-, form-und/oder
stoffschlüssigen Verbindung mit einer Decke und/oder einem Boden eines Raums verbunden.
Vorliegend sind die Deckenleiste 54a mit der Decke und die Bodenleiste 52a mit dem
Boden verklebt und/oder verschraubt. Ferner umfasst das modulare Trennbauwandsystem
50a zumindest eine Dämmeinheit 56a, welche zumindest abschnittsweise zwischen der
Bodenleiste 52a und der Deckenleiste 54a anordenbar ist (vgl. Figur 2). Die Dämmeinheit
56a ist zur Schall- und Wärmeisolierung vorgesehen. Es könnte lediglich eine Dämmeinheit
56a zur Anordnung zwischen der Bodenleiste 52a und der Deckenleiste 54a vorgesehen
sein. In dieser beispielhaften Ausgestaltung weist das modulare Trennbauwandsystem
50a zumindest drei Dämmeinheiten 56a, 68a, 72a auf, welche in Höhenrichtung 92a der
Trockenbauwand 80a betrachtet, übereinander anordenbar/stapelbar sind (vgl. Figur
2). Um den Aufbau und die Konstruktion der Dämmeinheiten 56a, 68a, 72a genauer zu
beschreiben, wird nachfolgend auf die Figuren 7 und 8 eingegangen, welche Detailansichten
der Dämmeinheiten 56a, 68a, 72a zeigen. Vorliegend wird der Aufbau der Dämmeinheiten
56a, 68a, 72a lediglich anhand einer Dämmeinheit 56a beschrieben, wobei die Beschreibungen
und Ausführungen auch auf die weiteren Dämmeinheiten 68a, 72a übertragbar sind.
[0035] Die Dämmeinheit 56a ist frei von Mineralwolle oder anderen künstlich hergestellten
mineralischen Fasern. Bei der Dämmeinheit 56a handelt es sich um eine blockartige
Einheit. Die Dämmeinheit 56a weist zumindest eine Öffnung 60a auf, die dazu vorgesehen
ist, einen Teilabschnitt eines Kabelkanals der Trennbauwand 80a auszubilden. Figur
8 zeigt, dass die Dämmeinheit 56a zumindest ein Plattenelement 62a aufweist, auf welchem
zumindest zwei getrennt voneinander ausgebildete Zwischenelemente 64a, 66a der Dämmeinheit
56a derart angeordnet sind, dass diese zumindest abschnittweise die Öffnung 60a definieren.
Ferner verdeutlicht Figur 8, dass es sich bei den Zwischenelementen 64a, 66a um blockartige
Elemente handelt, welche zueinander beanstandet an dem Plattenelement 62a angeordnet
sind. In dieser beispielhaften Ausgestaltung sind die Zwischenelemente 64a, 66a mit
dem Plattenelement 62a stoffschlüssig verbunden, vorliegend verklebt. Alternativ sind
auch andere stoffschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindungen möglich, um die
Zwischenelemente 64a, 66a auf dem Plattenelement 62a zu fixieren. Die Dämmeinheit
56a weist zumindest ein weiteres Plattenelement 74a auf. Das weitere Plattenelement
74a ist auf einer dem Plattenelement 62a gegenüberliegenden Seite mit zumindest den
beiden Zwischenelementen 64a, 66a verbunden. Vorliegend ist das weitere Plattenelement
74a mit zumindest den beiden Zwischenelementen 64a, 66a stoffschlüssig verbunden,
und zwar verklebt. Alternativ sind jedoch auch andere stoffschlüssige und/oder kraftschlüssige
Verbindungen möglich, um das weitere Plattenelement 74a mit zumindest den beiden Zwischenelementen
64a, 66a zu fixieren. Die beiden Plattenelemente 62a, 74a schliessen zumindest die
beiden Zwischenelemente 64a, 66a sandwichartig ein. Das Plattenelement 62a, das weitere
Plattenelement 74a und die beiden Zwischenelemente 64a, 66a definieren die Öffnung
60a.
[0036] Vorliegend weist die Dämmeinheit 56a noch weitere Zwischenelemente auf, welche der
Übersichtlichkeit halber nicht mit Bezugszeichen versehen sind (vgl. Figur 8). Die
Zwischenelemente sind stets beabstandet zueinander auf dem Plattenelement 62a angeordnet,
um so Teilabschnitte des Kabelkanals der Trennbauwand 80a auszubilden. Je nach Ausgestaltung
und Anordnung der Zwischenelementen auf dem Plattenelement 62a, entstehen verschiedene
Öffnungen der Dämmeinheit 56a und so kann die Position und/oder Lage von Teilabschnitten
des Kabelkanals festgelegt und definiert werden. Vorliegend sind die Zwischenelemente
derart auf den Plattenelementen 62a, 74a angeordnet, dass sich Öffnungen der Dämmeinheit
56a ausbilden, welche eine Kabelverlegung nach der Norm DIN 18015-3 im montierten
Zustand der Trennbauwand 80a ermöglichen. Der Übersichtlichkeit halber ist auch lediglich
eine Öffnung der Dämmeinheit 56a mit einem Bezugszeichen beispielhaft versehen.
[0037] In dieser erfindungsgemässen Ausgestaltung handelt es sich bei einer Dämmeinheit
56a um ein Trennbauwandmodul 90a des modularen Trennbauwandsystems 50a (vgl. Figuren
1, 7 und 8). Das Trennbauwandmodul 90a weist zumindest die beiden Plattenelemente
62a, 74a und die zumindest zwei Zwischenelemente 64a, 66a auf. Das Trennbauwandmodul
90a ist vorfertigbar und wird vorgefertigt auf der Baustelle zur Errichtung der Trennbauwand
80a verwendet. Figur 2 verdeutlicht, dass das Trennbauwandmodul 90a als Block zwischen
der Bodenleiste 52a und der Deckenleiste 54a anordenbar ist. In dieser Ausgestaltung
sind mehrere, und zwar zumindest zwei Trennbauwandmodule 90a in Höhenrichtung 92a
übereinander stapelbar. Damit kann ein besonders schneller Zusammenbau/eine besonders
schnelle und effiziente Errichtung der Trockenbauwand 80a ermöglicht werden.
[0038] Um eine Konstruktion einer Trockenbauwand 80a weiter zu optimieren, umfasst das modulare
Trennbauwandsystem 50a eine Trennbauwandvorrichtung 10a (vgl. Figur 2). Die Trennbauwandvorrichtung
10a ist dazu vorgesehen, als Ständer zur Errichtung der Trennbauwand 80a zu fungieren.
Figur 2 verdeutlicht, dass die Trennbauwandvorrichtung 10a in dem montierten Zustand
in Vertikalrichtung, und zwar in Höhenrichtung 92a der Trennbauwand 80a ausgerichtet
ist. Die Trennbauwandvorrichtung 10a ist in dem montierten Zustand zwischen der Deckenleiste
54a und der Bodenleiste 52a angeordnet.
[0039] Die Trennbauwandvorrichtung 10a weist zumindest ein erstes Teilelement 12a auf, welches
einen ersten Verbindungsabschnitt 14a aufweist. Eine Detailansicht des ersten Teilelements
12a ist in Figur 4 gezeigt. Das erste Teilelement 12a ist vorliegend einteilig ausgebildet.
Ferner weist die Trennbauwandvorrichtung 10a zumindest ein zweites Teilelement 16a
auf, welches einen zweiten Verbindungsabschnitt 18a aufweist. Eine Detailansicht des
zweiten Teilelements 16a ist in Figur 5 gezeigt. Das zweite Teilelement 16a ist vorliegend
einteilig ausgebildet. Die beiden Teilelemente 12a, 16a sind über ihre jeweiligen
Verbindungsabschnitte 14a, 18a miteinander zu einem Raster-Trennelement 20a für die
Trennbauwand 80a verbindbar (vgl. Figuren 2 und 3). Das Raster-Trennelement 20a bildet
ein Ständerelement und ist länglich ausgebildet. Vorliegend sind die Verbindungsabschnitte
14a, 18a der Teilelemente 12a, 16a zu einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung
miteinander ausgebildet. Dabei sind die Verbindungsabschnitte 14a, 18a zu einer Verbindung
miteinander ausgebildet, welche werkezuglos herstellbar ist. Ferner sind die Verbindungsabschnitte
14a, 18a zu einer Verbindung miteinander ausgebildet, welche wieder zerstörungsfrei
lösbar ist. Die beiden Teilelemente 14a, 16a sind reversibel miteinander vebindbar
und lösbar. In dieser Ausgestaltung handelt es sich bei der form- und/oder kraftschlüssigen
Verbindung um eine Steckverbindung. Alternativ zu der Steckverbindung wären auch Rast-
und/oder Dreh- und/oder Schraub- und/oder Klemmbindungen, und/oder auch stoffschlüssige
Verbindungen, beispielsweise einer Klebeverbindungen, möglich. Um eine besonders benutzerfreundliche,
effiziente und einfache Handhabung der Konstruktion bereitreitzustellen, weisen die
Verbindungsabschnitte 14a, 18a der Teilelemente 12a, 16a zueinander korrespondierende
Geometrien auf, welche eine fehlersichere Verbindung der Teilelemente 12a, 16a nach
dem Poka-Yoke-Prinzip ermöglichen (vgl. Figuren 3 bis 5). Dadurch kann eine besonders
benutzer- und anwendungsfreundliche Konstruktion bereitgestellt und eine effiziente
sowie fehlersichere Montage und Demontage der Verbindungsabschnitte 14a, 18a der Teilelemente
12a, 16a ermöglicht werden. Vorliegend weist der erste Verbindungsabschnitt 14a eine
T-förmige Geometrie auf (vgl. Figuren 3 und 4). Der zweite Verbindungsabschnitt 18a
weist eine zu dem ersten Verbindungsabschnitt 14a korrespondierende Geometrie zur
Aufnahme des ersten Verbindungsabschnitts 14a, und zwar der T-förmigen Geometrie auf
(vgl. Figuren 3 und 5). Gemäss Figur 2 ist in dem montierten Zustand der erste Verbindungsabschnitt
14a vollständig in den zweiten Verbindungsabschnitt 18a eingesteckt. Aufgrund der
T-förmigen Geometrie des ersten Verbindungsabschnitts 14a und der dazu korrespondierenden
Geometrie des zweiten Verbindungsabschnitts 18a ist die Verbindung der Teilelemente
12a, 16a nach dem Poka-Yoke-Prinzip möglich.
[0040] Da die Raumhöhe variieren kann, weist zumindest einer der Verbindungsabschnitte 14a,
18a einen stufenweise abtrennbaren Teilbereich 26a zur variablen Anpassung einer Höhenerstreckung
des Raster-Trennelements 20a an eine Höhenerstreckung der Trockenbauwand 80a auf.
Das erste Teilelement 12a kann den abtrennbaren Teilbereich 26a aufweisen. In dieser
beispielhaften Ausgestaltung weist das zweite Teilelement 16a den abtrennbaren Teilbereich
26a zur variablen Anpassung einer Längserstreckung 30a des zweiten Teilelements 16a
an eine Höhenerstreckung der Trockenbauwand 80a auf (vgl. Figur 5). Der Teilbereich
26a ist in zumindest 1 cm und vorzugsweise in zumindest 0.5 cm Abschnitten stufenweise
trennbar. Die Abtrennung könnte beispielsweise mittels eines Lasers, einer Säge, einer
Schneidemaschine oder dergleichen erfolgen. Der zweite Verbindungsabschnitt 18a ist
in dem Teilbereich 26a um zumindest 300 mm abtrennbar. Damit ist das Raster-Trennelement
20a an unterschiedliche Raumhöhen individuell anpassbar.
[0041] In dem montierten Zustand ist das Raster-Trennelement 20a zwischen der Bodenleiste
52a und der Deckenleiste 54a angeordnet (vgl. Figur 2). Um eine stabile und sichere
Konstruktion und Verbindung zu dem Raster-Trennelement 20a bereitzustellen, weisen
die Bodenleiste 52a und die Deckenleiste 54a jeweils eine Nut 86a, 88a auf (vgl. Figur
2). Die Nut 86a erstreckt sich entlang einer gesamten Haupterstreckung der Bodenleiste
52a. Die Nut 88a erstreckt sich entlang einer gesamten Haupterstreckung der Deckenleiste
54a. Vorliegend sind die Deckenleiste 54a und die Bodenleiste 52a identisch zueinander
ausgebildet. Ferner weist zumindest eins der Teilelemente 12a, 16a ein Kopplungselement
70a zu einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Bodenleiste 52a oder
Deckenleiste 54a auf. Vorliegend weist das zweite Teilelement 16a das Kopplungselement
70a zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Bodenleiste 52a auf (vgl.
Figuren 2, 3 und 5). Bei dem Kopplungselement 70a handelt es sich um ein zu der Nut
86a der Bodenleiste 52a korrespondierendes Element, vorliegend des zweiten Teilelements
16a, welches in dem montierten Zustand in die Nut 86a der Bodenleiste 52a eingreift
(vgl. Figur 2). Das Kopplungselement 70a ist zu einer formschlüssigen Verbindung in
die Nut 86a der Bodenleiste 52a steckbar. Das Kopplungselement 70a ist reversibel
und werkzeuglos mit der Nut 86a der Bodenleiste 52a verbindbar. Ferner ist das Kopplungselement
70a von/aus der Nut 86a der Bodenleiste 52a zerstörungsfrei lösbar.
[0042] Zu einer Verbindung des ersten Teilelements 12a mit der Deckenleiste 54a weist das
erste Teilelement 12a zumindest einen Fixierbereich 78a auf (vgl. Figuren 3 und 4).
Der Fixierbereich 78a definiert eine Aussparung, in welche ein Fixierelement 76a der
Trennbauwandvorrichtung 10a zur Verbindung des ersten Teilelements 12a mit der Deckenleiste
54a einsetzbar ist (vgl. Figuren 3, 4 und 6). In Figur 6 ist eine Schnittdarstellung
durch das erste Teilelement 12a in dem montierten Zustand, in welchem es mit der Deckenleiste
54a verbunden ist, gezeigt. In dem montierten Zustand ist das Fixierelement 76a zumindest
teilweise in der Nut 88a der Deckenleiste 54a und zumindest teilweise in dem Fixierbereich
78a des ersten Teilelements 12a angeordnet. Um eine besonders stabile und sichere
Verbindung zwischen der Deckenleiste 54a und dem ersten Teilelement 12a bereitzustellen,
ist das Fixierelement 76a in dem Fixierbereich 78a durch ein Loch 96a des ersten Teilelements
12a mit dem ersten Teilelement 12a form- und/oder kraftschlüssig verbindbar, vorliegend
verschraubbar. Figur 6 zeigt den montierten Zustand, in welchem das Fixierelement
76a in dem Fixierbereich 78a verschraubt ist und damit das erste Teilelement 12a an
der Deckenleiste 54a fixiert.
[0043] Zumindest eines der Teilelemente 12a, 16a weist zumindest eine Aussparung 24a auf,
welche dazu vorgesehen ist, einen Teilabschnitt des Kabelkanals de Trennbauwand 80a
auszubilden. Vorliegend weisen das erste Teilelement 12a und das zweite Teilelement
16a jeweils zumindest eine Aussparung 24a, 28a auf, wobei lediglich eine Aussparung
pro Teilelement 12a, 16a beispielhaft mit einem Bezugszeichen versehen ist. Alle Aussparungen
24a, 28a sind identisch zueinander ausgebildet, sodass die Beschreibungen und Ausführungen
auf alle gezeigten Aussparungen übertragbar sind. In dieser beispielhaften Ausgestaltung
ist die Aussparung 24a, 28a als eine Durchgangsöffnung ausgebildet. Alternativ könnte
die Aussparung 24a, 28a auch in einem Kantenbereich des ersten und/oder des zweiten
Teilelements 12a, 16a angeordnet sein und eine Seitenöffnung ausbilden. Die Aussparungen
24a des ersten Teilelements 12a und die Aussparung 28a des zweiten Teilelements 12a
sind in dem montierten Zustand des Raster-Trennelements 20a in Höhenrichtung 92a betrachtet
übereinander angeordnet (vgl. Figur 2). Die Aussparung 24a, 28a ist dazu vorgesehen,
die Kabelverlegung nach der Norm DIN 18015-3 auch in dem montierten Zustand der Trennbauwand
80a zu ermöglichen.
[0044] Die Figur 2 verdeutlicht, dass die Öffnung 60a der Dämmeinheit 56a bündig mit der
zumindest einen Aussparung 24a zumindest eines der Teilelemente 12a, 16a anordenbar
ist. Vorliegend ist die Öffnung 60a der Dämmeinheit 56a bündig mit der Aussparung
24a des ersten Teilelements 12a anordenbar. In dem montierten Zustand ist die Öffnung
60a der Dämmeinheit 56a bündig mit der Aussparung 24a des ersten Teilelements 12a
angeordnet, sodass eine Kabelverlegung durch die Öffnung 60a und zumindest die Aussparung
24a möglich ist. Aufgrund der Aussparung 24a, 28a und der Öffnung 60a der Dämmeinheit
56a können gegenüber Trockenbauwänden aus dem Stand der Technik auch nachträglich
Kabelverlegungen nach der Norm DIN 18015-3 vorgenommen werden, und zwar in dem montierten
Zustand der Trennbauwand 80a.
[0045] Ferner zeigen die Figuren 1 und 2, dass an einem Wandanfang und einem Wandende der
Trennbauwand 80a jeweils weitere Teilelemente 32a, 34a des Trennbauwandsystems 10a
zur Stabilisierung angeordnet sind, welche jedoch frei von Verbindungsabschnitten
sind und kein Raster-Trennelement ausbilden. In dieser beispielhaften Ausgestaltung
ist ein weiteres erstes Teilelement 32a mit der Deckenleiste 54a verbunden. Ein weiteres
zweites Teilelement 34a ist mit der Bodenleiste 52a verbunden. Vorliegend weisen beide
weiteren Teilelemente 32a, 34a jeweils Kopplungselemente auf, welche dazu vorgesehen
sind, das weitere erste Teilelement 32a mit der Nut 88a der Deckenleiste 54a und das
weitere zweite Teilelement 34a mit der Nut 86a der Bodenleiste 52a zumindest formschlüssig
zu verbinden. Die Kopplungselemente sind identisch zu dem bereits beschriebenen Kopplungselement
70a ausgebildet und daher nicht separat mit einem Bezugszeichen versehen. Ferner sind
das weitere erste Teilelement 32a und das weitere zweite Teilelement 34a stoffschlüssig
miteinander verbunden, und zwar vorliegend miteinander verklebt (vgl. Figuren 1 und
2).
[0046] Um eine besonders nachhaltige Konstruktion bereitzustellen und eine Effizienz, hinsichtlich
Herstellung, Recycling, Materialaufbereitung und Wiederverwendbarkeit, zu steigern,
ist das modulare Trennbauwandsystem 50a wenigstens zu einem Grossteil aus nachwachsenden
und/oder recyclebaren und/oder recyclierten Rohstoffen ausgebildet. Vorliegend ist
das Raster-Trennelement 20a aus nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten
Rohstoffen ausgebildet. Ferner sind die Deckenleiste 54a und die Bodenleiste 52a aus
nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten Rohstoffen ausgebildet.
Zumindest die Dämmeinheit 56a ist aus nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder
recyclierten Rohstoffen ausgebildet. Zudem ist die zumindest Abdeckplatte 82a aus
nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten Rohstoffen ausgebildet.
[0047] Nachfolgend wird der Ablauf der Errichtung/Montage der Trennbauwand 80a kurz beschrieben.
Bei der Errichtung der Trennbauwand 80a werden in einem ersten Montageschritt die
Deckenleiste 54a an der Decke und die Bodenleiste 52a an dem Boden angeordnet und
mit ihnen kraft-, form- und/oder stoffschlüssig verbunden. In einem zweiten Montageschritt
werden das erste Teilelement 12a und das zweite Teilelement 16a miteinander zu dem
Raster-Trennelement 20a verbunden. Je nach Anforderung und Raumhöhe kann in dem zweiten
Montageschritt auch das zweite Teilelement 16a in dem abtrennbaren Teilbereich 26a
abgetrennt, und zwar gekürzt werden. In einem dritten Montageschritt wird das Raster-Trennelement
20a zwischen der Bodenleiste 52a und der Deckenleiste 54a angeordnet. Das Raster-Trennelement
20a wird mit der Bodenleiste 52a und der Deckenleiste 54a verbunden. Dabei wird das
Kopplungselement 70a des zweiten Teilelements 16a in die Nut 86a der Bodenleiste 52a
eingesetzt. Ferner wird das Fixierelement 76a in dem Fixierbereich 78a des ersten
Trennelements 12a und mit der Nut 88a der Deckenleiste 54a verbunden. Vorliegend wird
das Fixierelement 76a zumindest mit dem ersten Trennelement 12a verschraubt. In einem
vierten Montageschritt werden das weitere erste Teilelemente 32a und das weitere zweite
Teilelemente 34a jeweils miteinander verbunden und als Wandanfang bzw. Wandabschluss
der Trennbauwand 80a zwischen der Deckenleiste 54a und Bodenleiste 52a angeordnet
und mit der Deckenleiste 54a und Bodenleiste 52a verbunden. In dieser beispielhaften
Ausgestaltung wird das Kopplungselement des weiteren ersten Teilelements 32a in die
Nut 88a der Deckenleiste 54a und das Kopplungselement und des weiteren zweiten Teilelements
34a in die Nut 86a der Bodenleiste 52a eingesetzt. In einem fünften Montageschritt
wird zumindest die Dämmeinheit 56a, und zwar das Trennbauwandmodul 90a zwischen der
Deckenleiste 54a und Bodenleiste 52a angeordnet, und zwar derart, dass die Öffnung
60a des Dämmelements 56a bündig mit der Aussparung 24a des Raster-Trennelements 20a
angeordnet ist. Vorliegend werden in Höhenrichtung 92a drei Dämmelemente 56a, 68a,
72a übereinander stapelnd angeordnet. Zur Abdeckung/Beplankung der Vor- und Rückwand
der Trennbauwand 80a werden in einem fünften Montageschritt die Abdeckplatten 82a
und 84a des modularen Trennbauwandsystems 50a angeordnet. Die Abdeckplatten 82a und
84a werden mit der Deckenleiste 54a und/oder der Bodenleiste 52a kraft- und/oder formschlüssig
verbunden, vorliegend beispielhaft verschraubt. Zur individuellen Anpassung an die
Wünsche und Bedürfnisse des Benutzers/des Bauherrn lassen sich die Abdeckplatten 82a
und 84a anschliessend bemalen, vergipsen, mit Raufaser bespannen oder dergleichen.
Sollte die Trennbauwand 80a demontiert werden, so kann in umgekehrter Reihenfolge
wie bei der Montage die Demontage erfolgen, und zwar ohne die jeweiligen Bauteile
zu zerstören, sodass diese wiederverwendbar und/oder recyclebar sind.
[0048] In den Figuren 9 bis 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleichbleibender Bauteile, Merkmale
und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 8 verwiesen
werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe «a» in
den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 8 durch den Buchstaben
«b» in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels der Figur 9 bis 11 ersetzt.
[0049] Figur 9 zeigt eine errichtete Trennbauwand 80b und ein modulares Trennbauwandsystem
50b in einer alternativen Ausführung. In dieser beispielhaften Ausgestaltung weist
die Trennbauwand 80b einen Türsturz und eine Aussparung zum Einbau einer Tür auf.
Damit soll ein weiterer möglicher Zusammenbau einer Trennbauwand 80b aus den Bauelementen
des modularen Trennbauwandsystems 50b verdeutlicht werden. Zur besseren Übersicht
ist in Figur 10 eine Explosionsdarstellung der Trennbauwand 80b gemäss Figur 9 gezeigt.
[0050] Das modulare Trennbauwandsystem 50b weist eine Deckenleiste 54b und eine Bodenleiste
52b auf. Zudem weist das modulares Trennbauwandsystem 50b eine Trennbauwandvorrichtung
10b auf, welche ein Raster-Trennelement 20b umfasst. Ferner weist das modulare Trennbauwandsystem
50b eine Dämmeinheit 56b auf, welche ein Plattenelement 62b und zumindest zwei auf
dem Plattenelement 62b angeordnete Zwischenelemente 64b, 66b aufweist (vgl. Figur
11). Der Hauptunterschied zum Ausführungsbeispiel «a» besteht in der Ausgestaltung
eines Trennbauwandmoduls 90b des modularen Trennbauwandsystems 50b. Das Trennbauwandmodul
90b weist die Dämmeinheit 56b auf. In der vorliegenden Ausführung ist die Dämmeinheit
56b derart ausgestaltet, dass sich diese in einem montierten Zustand über eine gesamte
Höhenerstreckung der Trennbauwand 90b zwischen der Bodenleiste 52b und der Deckenleiste
54b erstreckt. Zudem umfasst das Trennbauwandmodul 90b zumindest eine Abdeckplatte
82b, welche mit der Bodenleiste 52b und der Deckenleiste 54b verbindbar ist. Figur
11 verdeutlicht den Aufbau des Trennbauwandmoduls 90b. Das Plattenelement 62b ist
mit der Abdeckplatte 82 bereits ab Werk verbunden, vorliegend verklebt. Bei Errichtung
der Trennbauwand 80b wird das Trennbauwandmodul 90b auf einer Seite der Trennbauwand
80b eingesetzt und mit der Bodenleiste 52b und der Deckenleiste 54b verbunden, vorliegend
verschraubt. Auf einer dazu gegenüberliegenden Seite ist eine weitere Abdeckplatte
84b des modularen Trennbauwandsystems 50b zur Beplankung mit zumindest der Bodenleiste
52b und der Deckenleiste 54b verbindbar. Vorliegend ist die Abdeckplatte 84b mit einem
weiteren Plattenelement 74b des modularen Trennbauwandsystems 50b verbunden, beispielsweise
verklebt. In dem montierten Zustand kontaktiert das weitere Plattenelement 74b die
zumindest zwei Zwischenelemente 64b, 66b auf einer dem Plattenelement 62b gegenüberliegenden
Seite.
Bezugszeichen
| 10 |
Trennbauwandvorrichtung |
84 |
Abdeckplatte |
| 12 |
Teilelement |
86 |
Nut |
| 14 |
Verbindungsabschnitt |
88 |
Nut |
| 16 |
Teilelement |
90 |
Trennbauwandmodul |
| 18 |
Verbindungsabschnitt |
92 |
Höhenrichtung |
| 20 |
Raster-Trennelement |
96 |
Loch |
| 24 |
Aussparung |
|
|
| 26 |
Teilbereich |
|
|
| 28 |
Aussparung |
|
|
| 30 |
Längserstreckung |
|
|
| 32 |
Teilelement |
|
|
| 34 |
Teilelement |
|
|
| 50 |
Modulares Trennbauwandsystem |
|
|
| 52 |
Bodenleiste |
|
|
| 54 |
Deckenleiste |
|
|
| 56 |
Dämmeinheit |
|
|
| 60 |
Öffnung |
|
|
| 62 |
Plattenelement |
|
|
| 64 |
Zwischenelement |
|
|
| 66 |
Zwischenelement |
|
|
| 68 |
Dämmeinheit |
|
|
| 70 |
Kopplungselement |
|
|
| 72 |
Dämmeinheit |
|
|
| 74 |
Plattenelement |
|
|
| 76 |
Fixierelement |
|
|
| 78 |
Fixierbereich |
|
|
| 80 |
Trennbauwand |
|
|
| 82 |
Abdeckplatte |
|
|
1. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) mit zumindest einem ersten Teilelement (12ab), umfassend
einen ersten Verbindungsabschnitt (14a), und mit zumindest einem zweiten Teilelement
(16a-b), umfassend einen zweiten Verbindungsabschnitt (18a), wobei die Teilelemente
(12a-b, 16a-b) über ihre jeweiligen Verbindungsabschnitte (14a, 18a) miteinander zu
einem Raster-Trennelement (20a-b) für eine Trennbauwand (80a-b) verbindbar sind, wobei
zumindest eines der Teilelemente (12a-b, 16a-b) zumindest eine Aussparung (24a-b)
aufweist, welche dazu vorgesehen ist, einen Teilabschnitt eines Kabelkanals der Trennbauwand
(80a-b) auszubilden.
2. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (24a-b) dazu ausgebildet ist, eine Kabelverlegung nach der Norm DIN
18015-3 auch in einem montierten Zustand der Trennbauwand (80a-b) zu ermöglichen.
3. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Verbindungsabschnitte (14a, 18a) einen stufenweise abtrennbaren
Teilbereich (26a) zur variablen Anpassung einer Höhenerstreckung des Raster-Trennelements
(20a-b) an eine Höhenerstreckung der Trockenbauwand (80a-b) aufweist.
4. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsabschnitte (14a, 18a) der Teilelemente (12a-b, 16a-b) zu einer form-
und/oder kraftschlüssigen Verbindung miteinander ausgebildet sind.
5. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsabschnitte (14a, 18a) der Teilelemente (12a-b, 16a-b) zueinander korrespondierende
Geometrien aufweisen, welche eine fehlersichere Verbindung der Teilelemente (12a-b,
16ab) nach dem Poka-Yoke-Prinzip ermöglichen.
6. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsabschnitte (14a, 18a) der Teilelemente (12a-b, 16a-b) zu einer Verbindung
miteinander ausgebildet sind, welche werkezuglos herstellbar ist.
7. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsabschnitte (14a, 18a) der Teilelemente (12a-b, 16a-b) zu einer Verbindung
miteinander ausgebildet sind, welche zerstörungsfrei lösbar ist.
8. Trennbauwandvorrichtung (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster-Trennelement (20a-b) wenigstens zu einem Grossteil aus nachwachsenden
und/oder recyclebaren und/oder recyclierten Rohstoffen ausgebildet ist.
9. Modulares Trennbauwandsystem (50a-b) zur Errichtung einer Trennbauwand (80a-b) mit
zumindest einer Bodenleiste (52a-b), zumindest einer Deckenleiste (54a-b) und zumindest
einer Dämmeinheit (56a-b), welche zumindest abschnittsweise zwischen der Bodenleiste
(52a-b) und der Deckenleiste (54a-b) anordenbar ist und zumindest eine Öffnung (60a-b)
aufweist, die dazu vorgesehen ist, einen Teilabschnitt eines Kabelkanals einer Trennbauwand
(80ab) auszubilden.
10. Modulares Trennbauwandsystem (50a-b) nach Anspruch 9, mit zumindest einer Trennbauwandvorrichtung
(10a-b) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (60a-b) der Dämmeinheit (56a-b) bündig mit der zumindest einen Aussparung
(24a-b) zumindest eines der Teilelemente (12ab, 16a-b) anordenbar ist.
11. Modulares Trennbauwandsystem (50a-b) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmeinheit (56a-b) zumindest ein Plattenelement (62a-b) aufweist, auf welchem
zumindest zwei getrennt voneinander ausgebildete Zwischenelemente (64a-b, 66a-b) der
Dämmeinheit (56a-b) derart angeordnet sind, dass diese zumindest abschnittsweise die
Öffnung (60a-b) definieren.
12. Modulares Trennbauwandsystem (50a-b) nach einem der Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eins der Teilelemente (12a-b, 16a-b) ein Kopplungselement (70a) aufweist
zu einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit der Bodenleiste (52a-b) oder
Deckenleiste (54a-b).
13. Modulares Trennbauwandsystem (50a-b) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, welches wenigstens
zu einem Grossteil aus nachwachsenden und/oder recyclebaren und/oder recyclierten
Rohstoffen ausgebildet ist.
14. Trennbauwandmodul (90a-b) eines modularen Trennbauwandsystems (50a-b) nach einem der
Ansprüche 9 bis 13, mit zumindest einer Dämmeinheit (56a-b).
15. Trennbauwandmodul (90b) nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch zumindest eine Abdeckplatte (82b), welche mit der Bodenleiste (52b) und der Deckenleiste
(54b) verbindbar ist.