[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Anordnung von plattenförmigen Elementen an
einem Baukörper.
[0002] Flächige Brüstungen, insbesondere Glasgeländer an Gebäuden werden in der Regel direkt
auf einem Rohbaukörper des Gebäudes oder einer auf dem Rohbau aufgebrachten Ausgleichs-
oder Tragschicht, auch als Estrich bezeichnet, montiert. Hierbei ergibt sich das Problem,
dass diese Oberflächen oftmals Unebenheiten aufweisen, die eine gleichmäßige horizontale
Ausrichtung der Brüstungen verhindern. Um dem Problem zu begegnen, muss eine aufwändige
Begradigung, beispielsweise durch Unterfütterung der Brüstung zur Nivellierung durchgeführt
werden. Bei Austausch der Brüstung, beispielsweise nach Bruch, ist eine vollständige
Neuausrichtung der Ersatzbrüstung notwendig, die mit einem vergleichbar hohen Aufwand
für die Nivellierung einhergeht.
[0003] Bekannte Vorrichtungen erlauben zwar eine Verschwenkung der Brüstung in zur Längserstreckung
der Brüstung senkrechter Richtung. Zeitlich separat davon ist der Ausgleich von Höhenunterschieden
aufgrund von Unebenheiten des Untergrundes in den Aufstellpunkten der Brüstung durchzuführen.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte Technik zur Anordnung
von flächigen Elementen an einem Baukörper aufzuzeigen. Die Technik umfasst insbesondere
eine Beschlaganordnung und einen mit einer solchen Beschlaganordnung versehenen Baukörper,
sowie ein zugehörigen Montageverfahren.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Beschlaganordnung, einen Baukörper mit einer Beschlaganordnung
und ein Montageverfahren mit den Merkmalen der jeweiligen eigenständigen Ansprüche.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist eine Beschlaganordnung zur klemmenden
Lagerung wenigstens eines eine Geländerbrüstung an einem Baukörper bildenden plattenförmigen
Elementes vorgesehen. Die Beschlaganordnung umfasst dabei einen an dem Baukörper anbringbaren,
eine Längserstreckung aufweisenden Stützkörper, mit einem in einer Längsrichtung verlaufend
F-förmig ausgebildetem Querschnitt, aufweisend einen ersten Stützschenkel, einen parallel
zum ersten Stützschenkel beanstandeten zweiten Stützschenkel und einen sich senkrecht
zum ersten und zweiten Stützschenkel erstreckenden dritten Stützschenkel und eine
bevorzugt auf dem zweiten Stützschenkel angeordnete Tragschiene, ein einen Randbereich
des plattenförmigen Elementes formschlüssig umgreifendes, im Querschnitt U-förmiges,
einen ersten und einen zweiten über einen Profilsteg verbundene Profilschenkel aufweisendes
Trägerprofil, mit einer an einem freien Ende des ersten Profilschenkels vorgesehenen,
die Tragschiene übergreifenden Ausformung und einer an dem Profilsteg vorgesehenen
Kontur, und wenigstens ein einen im Wesentlichen L-förmig ausgebildeten Querschnitt
aufweisendes Stellprofil, mit einem durch den ersten und zweiten Stützschenkel geführten
Stellschenkel und einem sich senkrecht zum ersten Stellschenkel erstreckenden, parallel
zum ersten und zweiten Stützschenkel beabstandet angeordneten, ein freies Ende aufweisenden
zweiten Stellschenkel und wenigstens einem mit dem zweiten Stellschenkel lösbar verbundenen,
sich in Richtung des Stützkörpers erstreckenden, relativ zum Stellschenkel verstellbaren
und eine mit der Kontur des Profilsteges verbindbare Außenkontur aufweisenden Tragelement.
Mit der Beschlaganordnung ist eine gleichzeitige Einstellung einer Höhenposition und
einer Neigungsposition in einer Längsrichtung und in einer zur Längsrichtung senkrechten
Querrichtung des plattenförmigen Elementes relativ zum Baukörper über den Stützkörper
möglich. Die Festlegung der jeweils eingestellte Position ist dann über das Tragelement
durchführbar.
[0008] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Baukörper vorgesehen, der mit der
erfindungsgemäßen Beschlaganordnung ausgestattet und als Rohbaukörper oder als mit
einer Ausgleichs- oder Nutzschicht versehener Baukörper ausgebildet ist. Die Beschlaganordnung
ist vorzugsweise auf dem Rohbaukörper und/oder der Ausgleichs- oder Nutzschicht angeordnet.
[0009] Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Montage eines plattenförmigen
Elementes an einem Baukörper unter Verwendung der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
vorgesehen.
[0010] Das Verfahren umfasst dabei vorzugsweise die folgenden Schritte, die in der angegebenen
oder einer abgewandelten Reihenfolge ausführbar sind: Anordnen des Stützkörpers an
einer horizontalen oder vertikalen Oberfläche des Baukörpers; Anordnen der Tragschiene
an dem Stützkörper; Anordnen des wenigstens einen Stellprofils durch Einführen eines
ersten Stellschenkels in die Ausnehmung des ersten und zweiten Stützschenkels und
Auflegen des zweiten Stellschenkels auf dem dritten Stützschenkel; Anordnen wenigstens
eines Tragelementes an dem zweiten Stellschenkel; Einsetzen des mit dem plattenförmigen
Element formschlüssig verbundenen Trägerprofils in den zwischen dem Stützkörper und
dem Stellprofil ausgebildeten Aufnahmeraum; Verbinden der am Stegprofil vorgesehenen
Kontur mit der Außenkontur des Tragelementes; Ausrichten des plattenförmigen Elementes
durch Ausrichten des Stützkörpers und/oder der Tragschiene in der Höhenposition und
der Neigungsposition in einer Längsrichtung und/oder in mindestens einer zur Längsrichtung
senkrechten Querrichtung relativ zum Baukörper; Festlegen des Stützkörpers am Baukörper;
und Festlegen des ausgerichteten plattenförmigen Elementes durch Festlegen des Tragelementes
am Stellprofil.
[0011] Eine der Erfindung zugrunde liegende Idee ist es, eine durch ein oder mehrere plattenförmigen
Elemente, beispielsweise Glasplatten, gebildete Brüstung gleichzeitig in Höhe und
sowohl Quer- als auch Längsneigung, d.h. in drei Raumrichtungen, flexibel anzupassen,
um damit eine exakte Ausrichtung auch bei unebenen Untergründen zu ermöglichen.
[0012] Durch die Beschlaganordnung können Unebenheiten des Rohbaukörpers oder einer darauf
aufgebrachten Ausgleichs- oder Nutzschicht, insbesondere eines Estrichs, in einfacher
Art und Weise vor oder direkt beim Einbau der plattenförmigen Elemente ausgeglichen
werden, sodass eine aufwändige nachträgliche Nivellierung des plattenförmigen Elementes
entfallen.
[0013] Die exakte Ausrichtung der Brüstung kann so durch einfache und gleichzeitig durchführbare
Einstellungen erreicht werden, wodurch der Montageaufwands für die Erstinstallation
reduziert wird.
[0014] Im Falle eines Austauschs der Brüstung wird die Nachjustierung wesentlich vereinfacht
und eine gleichmäßige Anordnung der plattenförmigen Elemente erreicht.
[0015] Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen ergeben sich aus den auf die unabhängigen
Ansprüche rückbezogenen Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme
auf die Figuren.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Stützkörper mit dem Baukörper
verschraubbar ist, insbesondere mehrfach verschraubbar, wobei eine Verschraubung vorzugsweise
über den ersten, den zweiten Stützschenkel und/oder den dritten Stützschenkel vorgesehen
ist. Die vorgenannte Ausführungsform bietet den Vorteil einer besonders stabilen und
dauerhaften Befestigung der Brüstung am Baukörper. Durch die flexible Wahl der Verschraubungspunkte
kann die Befestigung optimal an die baulichen Gegebenheiten angepasst werden, was
die Montage weiter erleichtert, und zusätzliche Stabilität bietet. Zudem wird die
Last gleichmäßig verteilt, wodurch die Lebensdauer der gesamten Konstruktion erhöht
und die Sicherheit verbessert wird. Alternativ zu einer Verschraubung kann eine andere
geeignete Fixierung, insbesondere eine lösbare Fixierung vorgesehen sein. Nachfolgend
wird die bevorzugte Ausführung mit Verschraubungen erläutert, wobei in jedem Fall
die Verschraubung durch eine andere geeignete Fixierung, insbesondere lösbare Fixierung
austauschbar ist. Anstelle einer Schraube kann ein beliebiger anderer geeigneter Fixierkörper
vorgesehen sein.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform weisen ein erster und ein optionaler und bevorzugter
zweiter Stützschenkel einen senkrecht verlaufenden, vorzugsweise als Schraubenführung
ausgebildeten Schlitz auf. Der senkrechte Schlitz ermöglicht eine flexible Positionierung
der Schraube, wodurch eine präzise Ausrichtung der Bauteile erleichtert wird. Dies
ist besonders vorteilhaft, wenn die Bauteile an unterschiedliche Gegebenheiten vor
Ort angepasst werden müssen.
[0018] Durch die vorzugweise Verwendung von mindestens zwei Schlitzen pro Stützschenkel
wird die Last gleichmäßiger verteilt und die strukturelle Stabilität der Anordnung
erhöht. Die als Schraubenführung ausgebildeten Schlitze erleichtern die Montage, da
die Schrauben vor dem endgültigen Festziehen in den Schlitzen geführt werden können.
Dies spart Zeit und verringert das Risiko von Montagefehlern. Die senkrechten Schlitze
ermöglichen eine Anpassung an verschiedene Schraubengrößen und -typen, wodurch die
Kompatibilität mit unterschiedlichen Befestigungssystemen und Untergründen verbessert
wird.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform ist eine Verschraubung der Tragschiene mit dem ersten
und bevorzugt weiterhin mit dem zweiten Stützschenkel vorgesehen. Die Verschraubung
kann auf beliebige weise ausgebildet sein. Bevorzugt erzeugt die Verschraubung mindestens
zwei, weiter bevorzugt drei klemmende Kontaktstellen zwischen jeweils einer Oberfläche
eines Stützschenkels und einer Oberfläche der Tragschiene. Dies gewährleistet eine
dauerhafte und stabile Verbindung zwischen der Tragschiene und den bevorzugt zwei
Stützschenkeln, wodurch die strukturelle Integrität der gesamten Anordnung weiter
verbessert und ein Verrutschen oder Lösen der Komponenten unter Belastung verhindert
wird. Verschraubte Verbindungen lassen sich bei Bedarf leicht lösen, wodurch Wartungsarbeiten,
Anpassungen oder den Austausch der plattenförmigen Elemente oder einzelner Bestandteile
der Beschlaganordnung vereinfacht werden. Die Verschraubung ermöglicht darüber hinaus
eine exakte Positionierung der Tragschiene in Bezug auf die Stützschenkel, wodurch
eine optimale Ausrichtung des Gesamtsystems sichergestellt ist.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform bilden der Stützkörper und das Stellprofil einen Aufnahmeraum
für das Trägerprofil aus. Der definierte Aufnahmeraum stellt dabei eine stabile Aufnahme
des Trägerprofils zur Ausbildung einer formschlüssige Verbindung zur Verfügung und
verhindert ungewolltes Verrutschen oder Verdrehen des Trägerprofils. Die Ausbildung
eines spezifischen Aufnahmeraums erleichtert zudem die Positionierung des Trägerprofils
während der Montage, da es passgenau und ohne zusätzlichen Justieraufwand eingesetzt
werden kann. Der Aufnahmeraum stellt somit gleichzeitige eine Führung für das Trägerprofil
und das daran angeordnete plattenförmige Element zur Verfügung und erleichtert die
Montage. Durch die passgenaue Aufnahme des Trägerprofils wird die Last vorteilhaft
gleichmäßig über den Stützkörper und das Stellprofil verteilt.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform stützt sich das plattenförmige Element einerseits an
dem Stützkörper ab. Vorzugsweise stützt sich das plattenförmige Element andererseits
auch an dem zweiten Stellschenkel ab. Durch die Abstützung an zwei Punkten und von
zwei Seiten werden Spannungen reduziert. Die doppelte Abstützung gewährleistet eine
stabile und sichere Fixierung des plattenförmigen Elementes, wodurch unerwünschte
Bewegungen, wie Verdrehen oder Kippen, verhindert werden. Die Abstützung an zwei Punkten
wirkt zudem dämpfend gegenüber Vibrationen und mechanischen Erschütterungen und trägt
zur Stabilität und zur Senkung der Bruchneigung, insbesondere in aus Glas gebildeten
plattenförmigen Elementen bei. Die ausgebildete Abstützstruktur erleichtert vorteilhaft
auch die Positionierung und Ausrichtung des plattenförmigen Elementes während der
Montage.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform weist der zweite Stellschenkel Langlöcher zur Verstellung
des Tragelementes auf. Die Langlöcher ermöglichen eine stufenlose Verstellung des
Tragelementes, sodass die Position präzise an unterschiedliche Anforderungen oder
bauliche Gegebenheiten sowie die daraus resultierende Position des plattenförmigen
Elementes angepasst werden kann. Durch die Langlöcher kann das Tragelement während
der Montage schnell und passgenau ausgerichtet werden. Nachträgliche Anpassungen sind
ohne Demontage möglich, wodurch Montagezeit und - aufwand reduziert werden. Die Verstellmöglichkeit
erlaubt es auch, Fertigungs- oder Montagetoleranzen auszugleichen und damit die Passgenauigkeit
der gesamten Konstruktion zu verbessern. Zusätzlich zur Verstellbarkeit ermöglichen
die Langlöcher auch eine sichere Fixierung des Tragelementes nach der Justierung,
beispielsweise durch Verschrauben, Verschweißen oder Verkleben des Tragelementes mit
dem Stellschenkel.
[0023] Gemäß einer Weiterbildung ist beiderseits des Stellprofils jeweils ein Tragelement
angeordnet ist, wobei die Tragelemente vorzugsweise über einen das Stellprofil durchragenden
Stiftkörper miteinander verbunden sind. Die beidseitige Anordnung von Tragelementen
in Kombination mit dem durchgehenden Stiftkörper erhöht die Tragfähigkeit der Konstruktion,
da Lasten effizienter aufgenommen und verteilt werden können. Die Verbindung der Tragelemente
über einen durchgehenden Stiftkörper gewährleistet dabei eine gleichmäßige Kraftverteilung
auf beiden Seiten des Stellprofils und verbessert die Gesamtstabilität der Anordnung.
Durch die Kopplung der Tragelemente wird zudem ein symmetrisches Verhalten der Bauteile
während der Justierung gewährleistet, wobei Verkantungen oder ungleichmäßige Belastungen
vermieden werden. Der durchragende Stiftkörper ermöglicht eine gleichzeitige, schnelle
und gleichmäßige Ausrichtung der Tragelemente, wodurch die Handhabung vorteilhaft
erleichtert wird.
[0024] Gemäß einer alternativen oder kombinierbaren Ausführungsform weist der Stützkörper
einen in Längsrichtung verlaufend, vorzugsweise L-förmig ausgebildeten Querschnitt
mit einem einzelnen Stützschenkel auf, wobei die Tragschiene vorzugsweise auf dem
einzelnen Stützschenkel, insbesondere auf den Stützschenkel aufgesteckt, angeordnet
ist oder der einzelne Stützschenkel bereits die Tragschiene ausbildet. Die Möglichkeit,
die Tragschiene direkt auf einen einzelnen Stützschenkel aufzustecken oder auf oder
an diesem anzuordnen, vereinfacht die Montage. Die Integration der Tragschiene in
den Stützschenkel erlaubt eine platzsparende Konstruktion, wobei der L-förmige Querschnitt
dennoch eine stabile Ausrichtung in drei Richtungen und Abstützung zulässt. Die Ausführung
ermöglicht es, die Tragschiene entweder separat aufzustecken oder als integralen Bestandteil
des Stützschenkels auszubilden, wodurch Anpassungen an verschiedene Anwendungsfälle,
beispielsweise die Montage der Beschlaganordnung an einer senkrechten Fläche vereinfacht
werden.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform ist das Tragelement als eine ein Langloch aufweisende
Schiene mit einer senkrecht vorspringenden, die Kontur tragenden Verlängerung ausgebildet,
wobei die Kontur insbesondere spiegelsymmetrisch auf beiden Seiten der Verlängerung
ausgebildet ist. Das Langloch in der das Tragelement in dieser Ausführungsform ausbildenden
Schiene erlaubt eine stufenlose Verstellung des Tragelementes relativ zum Stellschenkel
und ermöglicht vorteilhaft eine präzise Anpassung an unterschiedliche Einbau- oder
Lastanforderungen. Die senkrecht vorspringende Verlängerung sorgt für eine zusätzliche
Einstellmöglichkeit hinsichtlich der Höhenposition. Die Kontur des Tragelementes weist
in allen Ausführungsformen bevorzugt eine Hakenstruktur auf und ist in der Weiterbildung
spiegelsymmetrisch auf beiden Seiten der Verlängerung angeordnet, sodass auch bei
einer um 180° gedrehten Anordnung am Stellschenkel ein Eingriff mit der Außenkontur
des Profilsteges gewährleistet werden kann.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform weist der Stützkörper auf seiner dem Baukörper zugewandten
Oberfläche Rastzähne auf. Die Rastzähne unterstützen eine formschlüssige Verbindung
zwischen dem Stützkörper und dem Baukörper, und verhindern ein Verrutschen oder unbeabsichtigtes
Lösen der Konstruktion. Die Rastzähne stellen auch ein Möglichkeit zur Verfügung,
zusätzliche Elemente, wie beispielsweise eine wie nachfolgend beschriebene Leiste
oder Rinne, zwischen dem Stützkörper und dem Baukörper anzuordnen und sichern diese
Element während des Einbaus, d.h. bis zur letztlichen Festlegung der Beschlaganordnung
am Baukörper durch beispielsweise Verschrauben. Die Rastzähne bewirken auch eine Verzahnung
mit einer Trag- oder Ausgleichsschicht insbesondere bei nachträglichem Eingießen des
Stützkörpers in diesen Schichten.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform ist eine zwischen dem Stützkörper und dem Baukörper angeordnete
Leiste vorgesehen. Die Leiste kann als Zwischenelement vorgesehen werden und in einer
vorteilhaften Weiterbildung als Ablauf- und/oder Regenrinne ausgebildet oder zum Toleranzausgleich
zwischen Baukörper und Stützkörper bzw. Beschlaganordnung verwendet werden. Die Leiste
kann auch als zusätzliches Stützelement bei einer dem Baukörper vorgehängten Befestigung
der Beschlaganordnung verwendet werden.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung erfolgt eine Verschraubung des Stützkörpers mit dem Baukörper
durch eine Leiste. Die Leiste dient hierbei vorteilhaft als zusätzliches Stützelement
zwischen Stützkörper und Baukörper, wobei die Verschraubung durch die Leiste zu einer
gleichmäßigeren Kraftverteilung führt und die Stabilität der gesamten Konstruktion
verbessert. Die Leiste kann ebenfalls mit Langlöchern oder Führungselementen, die
eine flexible Justierung des Stützkörpers während der Montage ermöglichen, ausgestattet
sein.
[0029] Gemäß einer Weiterbildung steht eine Leiste mit den Rastzähnen in Eingriff. Der Eingriff
der Leiste mit den Rastzähnen sorgt für eine zusätzliche formschlüssige Verbindung,
die ein Verrutschen oder Verdrehen der Leiste relativ zum Stützkörper verhindert.
Dies erhöht die Stabilität der gesamten Konstruktion vor und während der abschließenden
Befestigung der Beschlaganordnung. Die spätere Verschraubung durch die Leiste in Kombination
mit dem Eingriff der Rastzähne bietet eine doppelte Sicherung der Verbindung - sowohl
durch Reibschluss (Verschraubung) als auch durch Formschluss (Rastzähne). Dies erhöht
vorteilhaft die Belastbarkeit der Verbindung.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform sind ein oder mehrere die Beschlaganordnung überdeckende
Abdeckbleche vorgesehen. Die Abdeckbleche schützen die Beschlaganordnung vor Witterungseinflüssen
wie Regen, Schnee, UV-Strahlung oder Staub. Dies verhindert Korrosion und verlängert
die Lebensdauer der Bauteile. Die ein oder mehreren Abdeckbleche bieten zudem einen
zusätzlichen Schutz vor mechanischen Beschädigungen, z.B. durch Stöße, Schläge oder
herabfallende Gegenstände, und schützen empfindliche Teile der Beschlaganordnung.
Durch die Abdeckbleche wird darüber hinaus ein einheitliches Erscheinungsbild hergestellt,
indem sie die funktionalen Teile der Beschlaganordnung im sichtbaren Bereichen verdecken.
[0031] Gemäß einer Weiterbildung sind die ein oder mehreren Abdeckbleche mit der Tragschiene
und oder dem Trägerprofil verbindbar, wobei die Trägerschiene und/oder das Trägerprofil
insbesondere Rastaufnahmen für ein Abdeckblech aufweist. Die Rastaufnahmen, die beispielsweise
in die freien Enden der Tragschiene und des Trägerprofils integriert sein können,
ermöglichen ein schnelles und unkompliziertes Befestigen eines Abdeckblechs ohne den
Einsatz von Werkzeugen. Die Verbindung der Abdeckbleche über Rastmechanismen stellt
dabei eine stabile und formschlüssige Befestigung zur Verfügung und verhindert ein
unbeabsichtigtes Lösen oder Verrutschen. Die Rastverbindung ermöglicht zudem eine
schnelle Demontage, und damit den Zugang zur Beschlaganordnung, beispielsweise für
Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Die Verbindung der Abdeckbleche mit der Tragschiene
und/oder dem Trägerprofil verstärkt die gesamte Struktur, und wirken als zusätzliches
stabilisierendes Element.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform ist eine unterhalb des plattenförmigen Elementes vorgesehene
Schraube, vorzugsweise eine Madenschraube zur Festlegung einer Elementposition vorgesehen.
Die Madenschraube ermöglicht eine feine Justierung der Position des plattenförmigen
Elementes und unterstützt damit vorteilhaft eine exakte Ausrichtung. Durch das Anlegen
der Madenschraube wird das plattenförmige Element zuverlässig gegen Verrutschen oder
Verdrehen gesichert, selbst bei Vibrationen oder dynamischen Belastungen. Die Madenschraube
kann bei Bedarf leicht gelöst und wieder festgezogen werden, wodurch eine schnelle
Nachjustierung oder Umpositionierung des Elementes möglich ist, ohne die gesamte Konstruktion
demontieren zu müssen.
[0033] Gemäß einer Ausführungsform ist das plattenförmige Element als Glasplatte oder Glasbrüstung
ausgebildet. Im Zusammenhang mit großflächigen Glaselementen erweist sich die Beschlaganordnung
als besonders vorteilhaft, da eine Verkantung und das damit verbundene Auftreten von
Spannungen im Glaskörper verhindert wird. Auch wird ein Austausch oder Ersatz der
Glasbrüstung wesentlich vereinfacht. Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung mit
transparenten Glasflächen beschränkt, sondern umfasst alle Arten von aus Glas gebildeten
plattenförmigen Elementen, so auch beispielsweise matte, opake oder gefärbte Gläser,
Sicherheitsgläser oder Funktionsgläser mit automatische Abschattung oder dergleichen.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform des Baukörpers ist die Beschlaganordnung auf einer horizontalen
oder an einer vertikalen Fläche des Baukörpers angeordnet. Die durch die Beschlaganordnung
zur Verfügung gestellte Möglichkeit plattenförmige Elemente sowohl auf horizontalen
als auch auf vertikalen Flächen zu installieren, erhöht die Flexibilität der Anwendung
und ermöglicht den Einsatz in unterschiedlichen baulichen Situationen. So ist unter
Verwendung der zuvor beschriebenen Beschlaganordnung die Installation sowie auf dem
Baukörper, d.h. auf horizontalen Flächen als Bodenmontage, wie auch am Baukörper hängend,
d.h. an vertikalen Flächen des Baukörpers als Wandmontage, möglich. Während in der
ersten Variante ein Befestigung des Stützkörpers über den dritten Stützschenkel durchgreifende,
vertikal eingesetzte Verschraubungen erfolgt, erfolgt die Verschraubung in der hängenden
Variante, d.h. die Anordnung an der vertikalen Baukörperfläche, durch horizontal ausgerichtete
und durch den ersten und zweiten Stützschenkel geführte Schrauben. Die Option beide
Montagerichtungen zu realisieren, ermöglicht vorteilhaft eine einfache Anpassung an
die baulichen Gegebenheiten bei gleichzeitiger Realisierung der vorgenannten Vorteile.
Die Auslegung der Beschlaganordnung für unterschiedliche Flächenorientierungen stellt
eine sichere und belastbare Befestigungsmöglichkeit für die plattenförmigen Elemente
zur Verfügung, unabhängig davon, ob sie an einer Wand (vertikal) oder auf einer Boden-/Deckenfläche
(horizontal) montiert wird.
[0035] Gemäß einer Weiterbildung ist die Beschlaganordnung mit einer Abschlusskante des
Baukörpers bündig abschließend angeordnet. Vorteilhaft wird hierdurch eine nahtlose
Integration der Beschlaganordnung in die Baukörperstruktur erreicht. Auch ermöglicht
diese Anordnung eine Verfüllung des Baukörpers mit einer Trag- oder Ausgleichsschicht,
insbesondere einem Estrich. Die Beschlaganordnung kann somit bereits frühzeitig im
Bauprozess angeordnet werden. Zum Schutz gegen eindringendes Verfüll- oder Baumaterial
kann eine Abdeckung der Beschlaganordnung beispielsweise mit einer Folie vorgesehen
werden.
[0036] Gemäß einer Ausführungsform ist eine zwischen dem Baukörper und der Beschlaganordnung
angeordnete Leiste, insbesondere eine Regen- oder Ablaufrinne vorgesehen. Die Regen-
oder Ablaufrinne leitet beispielsweise Niederschlagswasser oder Reinigungsflüssigkeiten
kontrolliert ab, wodurch Wasseransammlungen an der Beschlaganordnung und am Baukörper
verhindert werden. Dies reduziert das Risiko von Feuchtigkeitsschäden und Korrosion.
Die Rinne leitet Schmutz, Staub und andere Verunreinigungen ab, und verhindert, dass
sich diese zwischen Baukörper und Beschlaganordnung ablagern.
[0037] Die obigen Ausführungsformen und Weiterbildungen lassen sich beliebig miteinander
kombinieren. Weitere mögliche Ausführungsformen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen. Anstelle von Schrauben
bzw. Schraubverbindungen können beliebige andere Befestigungsmittel und Befestigungsverbindungen
genutzt sein, insbesondere lösbare oder dauerfixierte Befestigungsmittel und Befestigungsverbindungen.
[0038] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt.
[0039] Diese zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 4
- eine seitliche Schnittdarstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 6
- eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 7a, b
- Seitenansichten eines Trageelementes einer Beschlaganordnung gemäß Ausführungsbeispielen
der Erfindung.
Die Erfindung betrifft eine Beschlaganordnung 10 zur klemmenden Lagerung wenigstens
eines plattenförmigen Elementes 100 an einem Baukörper 600. Das plattenförmige Element
100 bildet insbesondere eine Geländerbrüstung. Nachfolgend wird die Beschlaganordnung
in einer vorgesehenen Montageposition beschrieben. Fig. 1 zeigt eine perspektivische
Darstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Beschlaganordnung 10 kann in einem unmontierten Zustand vorliegen und dafür vorgesehen
und geeignet sein, in die nachfolgend beschriebene Montageposition versetzt zu werden,
insbesondere durch ein Montageverfahren gemäß der vorliegenden Offenbarung.
[0040] Die Beschlaganordnung 10 umfasst einen Stützkörper 300. Der Stützkörper 300 ist an
dem Baukörper 600 anbringbar, insbesondere an einer horizontalen oder vertikalen Oberfläche
601, 602. Der Stützkörper 300 weist eine Längserstreckung L auf. Die Längserstreckung
L kann bevorzugt entlang einer Außenkante des Baukörpers 600 vorgesehen sein oder
werden.
[0041] Die Beschlaganordnung 10 umfasst weiterhin ein bevorzugt im Querschnitt U-förmiges
Trägerprofil 200 und ein Stellprofil 500.
[0042] Der Stützkörper 300 kann auf beliebige Weise hergestellt und insbesondere als ein
Strangprofil ausgebildet sein. Der Stützkörper 300 weist einen ersten Stützschenkel
301, optional einen parallel zum ersten Stützschenkel 301 beabstandeten zweiten Stützschenkel
302 und einen sich senkrecht zum ersten und/oder zweiten Stützschenkel 301,302 erstreckenden
dritten Stützschenkel 303 auf. Der Stützkörper 300 weist in der Längsrichtung L verlaufend
einen bevorzugt F- förmig ausgebildeten Querschnitt auf.
[0043] Die Beschlaganordnung umfasst weiterhin eine Tragschiene 400. Die Tragschiene 400
ist in der vorgesehenen Montageposition an mindestens einem der Stützschenkel 301,
302 angeordnet. Die Tragschiene 400 kann in einer Ausführung als ein separates Bauteil
vorliegen. Die Tragschiene 400 ist mit mindestens einem der Stützschenkel 301, 302
verbindbar oder verbunden, insbesondere einstückig verbunden. Die Tragschiene 400
kann für sich allein ausrichtbar sein, insbesondere gemäß einer Höhenlage und eine
Neigungsrichtung und insbesondere relativ zum Baukörper 600, weiter insbesondere durch
Ausrichtung gegenüber dem Stützkörper 300. Die Tragschiene kann alternativ oder zusätzlich
zusammen mit dem Stützkörper 300 ausrichtbar sein.
[0044] Das Trägerprofil 200 kann auf beliebige Weise hergestellt und insbesondere als ein
Strangprofil ausgebildet sein. Das Trägerprofil 200 kann im Querschnitt einen ersten
Profilschenkel 201, einen zweiten Profilschenkel 202 und dazwischen einen Profilsteg
203 aufweisen. Das Trägerprofil 200 ist mit einer Ausformung 205 ausgebildet, die
in der vorgesehenen Montageposition die Tragschiene 400 übergreift. Die Ausformung
205 und die Tragschiene 400 können eine zueinander komplementäre Form haben. Insbesondere
kann die Tragschiene eine Schwenklagerkontur haben, insbesondere eine zylindrische
Außenwandung. Die Ausformung kann eine zylinderschalenförmige Wandung haben, die auf
der Außenwandung der Tragschiene aufsetzbar ist. Die Ausformung 205 kann um die Tragschiene
400 schwenkbar sein, insbesondere unter Gleiten der zylinderschalenförmigen Wandungen
der Ausformung 205 auf der zylindrischen Außenwandung der Tragschiene. Das Gleiten
kann entlang der Längsrichtung L und/oder entlang einer Umfangsrichtung Tragschiene
400 erfolgen.
[0045] Die Ausformung 205 kann an einer beliebigen Stelle an dem Trägerprofil 200 vorgesehen
sein. Bevorzugt ist die Ausformung an einem freien Ende eines Profilschenkels 201,
202 vorgesehenen. Alternativ kann die Ausformung an einem Mittelabschnitt oder einem
Fußabschnitt eines Profilschenkels 201, 202 vorgesehen sein.
[0046] Das Trägerprofil 200 ist weiterhin mit einer Kontur 204 ausgebildet, an der mindestens
ein Tragelement 503 verbindbar ist, was weiter unten erläutert wird. Die Kontur 204
kann somit eine Verbindungskontur sein, insbesondere eine profilierte Verbindungskontur
sein.
[0047] Das Stellprofil 500 weist gemäß einer bevorzugten Ausführung einen im Wesentlichen
L-förmig ausgebildeten Querschnitt auf. Das Stellprofil 500 ist mit einem ersten Stellschenkel
501 ausgebildet. Der erste Stellschenkel 501 ist in der vorgesehenen Montageposition
an dem Stützprofil 300 anordenbar, insbesondere in Kontakt mit dem dritten Stützschenkel
303. Der erste Stellschenkel 501 ist in der vorgesehenen Montageposition bevorzugt
durch den mindestens einen Stützschenkel 301, 302 führbar oder geführt. Das Stellprofil
500 ist mit einem zweiten Stellschenkel 502 ausgebildet, der sich im Wesentlichen
senkrecht zum ersten Stellschenkel 501 erstreckt. Der zweite Stellschenkel weist bevorzugt
ein freies Ende auf, das sich in der vorgesehenen Montageposition parallel zu dem
mindestens einen Stützschenkel 301, 302 des Stützkörpers 300 erstreckt und gegenüber
dem mindestens einen Stützschenkel 301, 302 beabstandet anordenbar oder angeordnet
ist. Zwischen dem mindestens einen Stützschenkel 301, 302 und dem zweiten Stellschenkel
501 ist in der vorgesehenen Montageposition bevorzugt ein Aufnahmeraum 102 gebildet.
[0048] Die Beschlaganordnung 10 weist ferner wenigstens ein Tragelement 503 auf. Das Tragelement
503 kann auf beliebige Weise hergestellt und insbesondere als ein Strangprofil Schiene
oder als ein Abschnitt eines Strangprofils ausgebildet sein.
[0049] Das mindestens eine Tragelement 503 kann mit dem zweiten Stellschenkel 502 lösbar
verbunden werden oder sein. In der vorgesehen Montageposition erstreckt sich das mindestens
eine Tragelement 503 in Richtung des Stützkörpers 300 erstreckt. Mit anderen Worten
erstreckt sich das mindestens eine Tragelement 503 zumindest anteilig in den Aufnahmeraum
102. Das mindestens eine Tragelement 503 ist relativ zum zweiten Stellschenkel 502
verstellbar und mit der Kontur 204 Verbindungskontur des Trägerprofils 200 verbindbar.
[0050] Über den Stützkörper 300 und oder die Tragschiene 400 ist eine Einstellung einer
Höhenposition und einer Neigungsposition in einer Längsrichtung L und in einer zur
Längsrichtung L senkrechten Querrichtung des plattenförmigen Elementes 100 relativ
zum Baukörper 600 durchführbar. Über das Tragelement 503 ist eine Einstellung und
Festlegung der jeweiligen Positionen durchführbar.
[0051] Über die Anordnung des Stützkörper 300 und/oder der Tragschiene 400 ist in einem
ersten Schritt eine Referenzlage für die Tragschiene, insbesondere für die Schwenklagerkontur
einstellbar. Insbesondere kann der Stützkörper 300 und/oder die Tragschiene 400 auf
eine gewünschte Höhenlage und/oder eine gewünschte Raumorientierung relativ zum Baukörper
ausgerichtet werden. Weiter bevorzugt kann die Schwenklagerkontur auf eine gewünschte
Höhenlage und/oder eine gewünschte Raumorientierung relativ zum Baukörper ausgerichtet
werden. Der Stützkörper 300 und/oder die Tragschiene 400 können in der eingestellten
Referenzlage festgelegt werden.
[0052] Durch das mindestens eine Tragelement 503 kann eine Schwenklage des Trägerprofils
200 und damit des plattenförmigen Elements 100 um die Tragschiene 400 eingestellt
und festgelegt werden.
[0053] Ein Montageverfahren gemäß der vorliegenden Offenbarung ist zur Montage eines plattenförmigen
Elementes 100 an einem Baukörper 600 unter Verwendung der Beschlaganordnung 10 vorgesehen.
Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte. Diese können in der benannten Reihenfolge,
oder in einer veränderten Reihenfolge ausgeführt werden.
[0054] Der Stützkörper 300 wird an einer horizontalen oder vertikalen Oberfläche 601, 602
des Baukörpers 600 angeordnet. Die Tragschiene 400 wird angeordnet. Die Tragschiene
kann dabei an dem Sützkörper 300 einstückig angeformt und zusammen mit dem Stützkörper
anordenbar sein. Sie kann alternativ separat ausgebildet und insbesondere separat
anordenbar sein, weiter insbesondere mit dem Stützkörper 300 verbindbar sein.
[0055] Der Stützkörper 300 und/oder die damit verbundene Tragschiene 400 wird/werden in
der Höhenposition und der Neigungsposition ausgerichtet, insbesondere in einer Längsrichtung
L und bevorzugt in der zur Längsrichtung L senkrechten Querrichtung relativ zum Baukörper
600 ausgerichtet. Mit andere Worten können ein Punkt am ersten Ende der Tragschiene
400 und ein weiterer Punkt im Verlauf der Tragschiene 400 oder am Ende der Tragschiene
400 relativ zueinander in der Höhenlage eingestellt werden (Pfeil C), sodass eine
Soll-Neigung gegenüber der Horizontalebene erreicht wird. Andererseits können die
mehreren Punkte entlang der Tragschiene 400 insgesamt in der Höhenlage eingestellt
werden (Pfeil A), sodass eine Soll-Höhenlage erreicht wird, insbesondere gegenüber
dem Baukörper oder einer benachbarten Beschlaganordnung / einem benachbarten plattenförmigen
Element / einer benachbarten Tragschiene 400. Weiterhin kann die Tragschiene (optional
zusammen mit dem Stützkörper) in der Horizontalebene gedreht und/oder verschoben werden
(in den Zeichnungen nicht gesondert gekennzeichnet), bspw. zur Anpassung gegenüber
dem Baukörper oder einer benachbarten Beschlaganordnung / einem benachbarten plattenförmigen
Element / einer benachbarten Tragschiene 400.
[0056] Weiterhin kann die Tragschiene und/oder der Stützkörper entlang der Längsrichtung
L (ggfs. in beschränktem Umfang) bewegt und ausgerichtet werden, bspw. zur Herstellung
eines Soll-Anschlussmaßes einer benachbarten Beschlaganordnung / einem benachbarten
plattenförmigen Element / einer benachbarten Tragschiene 400.
[0057] Die Bewegungen (Ausrichtbewegungen) können jeweils einzeln, insbesondere sequentiell,
oder in beliebiger Kombination erfolgen, insbesondere zeitlich überlappend oder gleichzeitig.
[0058] Wenigstens ein Stellprofil 500 wird angeordnet, insbesondere durch Einführen eines
ersten Stellschenkels 501 in die Ausnehmung des ersten und zweiten Stützschenkels
301, 302. Der zweite Stellschenkel 502 wird auf dem dritten Stützschenkel 303 (oder
an dem dritten Stützschenkel angelegt).
[0059] Der Stützkörper 300 und/oder die Tragschiene 400 werden am Baukörper festgelegt.
In einer Ausführung kann der Stützkörper mit der Tragschiene gemeinsam festgelegt
werden. In einer Ausführung kann einerseits der Stützkörper und andererseits die Tragschiene
festgelegt werden. Insbesondere kann zunächst der Stützkörper festgelegt werden, insbesondere
direkt oder indirekt am Baukörper festgelegt werden. Anschließend kann die Tragschiene
an dem Stützkörper festgelegt werden.
[0060] Das Trägerprofil wird eingesetzt, insbesondere in einem zwischen dem Stützkörper
300 und dem Stellprofil 500 ausgebildeten Aufnahmeraum 102. Bevorzugt kann die Ausformung
an dem Trägerprofil auf der Tragschiene aufgesetzt werden. Das Einsetzen des Trägerprofils
200 kann bevorzugt in einem Zustand erfolgen, in dem das Trägerprofil 200 (bereits)
mit dem plattenförmigen Element 100 verbunden ist. Alternativ kann zunächst das Trägerprofil
200 eingesetzt werden und zu einem späteren Zeitpunkt kann das plattenförmige Element
100 mit dem Trägerprofil verbunden werden.
[0061] Mindestens ein Tragelement 503 wird angeordnet, insbesondere an dem zweiten Stellschenkel
502 angeordnet. Eine am Trägerprofil 200 vorgesehene Kontur 204 (Verbindungskontur)
wird mit einer Verbindungskontur des Tragelements 503 verbunden, insbesondere mit
der Außenkontur 504 des Tragelementes 503 verbunden.
[0062] Das Trägerprofil (und insbesondere das plattenförmige Element 100) wird/werden ausgerichtet,
insbesondere durch Schwenken um die Tragschiene 400. Das Tragelement 503 wird festgelegt,
insbesondere am Stellprofil 500. Mit bzw. durch das Festlegen des Tragelements wird
das plattenförmige Element (in der ausgerichteten Lage) festgelegt.
[0063] Die Einstellung der Referenzlage für die Tragschiene 400 und die Einstellung der
Schwenklage des Trägerprofils 200 können voneinander unabhängig erfolgen. Bevorzugt
wird zunächst die Referenzlage der Tragschiene ausgerichtet und festgelegt. In einem
späteren Zeitpunkt wird die Schwenklage des plattenförmigen Elements ausgerichtet
und festgelegt. Es ist ebenso möglich, zunächst die Tragschiene und das plattenförmige
Element anzuordnen und anschließend die Referenzlage der Tragschiene und die Schwenklage
des plattenförmigen Elements gemeinsam auszurichten und/oder festzulegen.
[0064] Nachfolgend werden weitere bevorzugte Aspekte der Erfindung erläutert. Die Beschlaganordnung
10 umfasst im montierten Zustand ein plattenförmiges Element 100 oder ist mit dem
plattenförmigen Element verbunden. Das plattenförmige Element ist bevorzugt als Glasplatte
oder Glasbrüstung ausgebildet ist. Das plattenförmige Element 100 ist in einem Trägerprofil
200 gehalten, das einen U-förmigen Querschnitt aufweist, insbesondere mit einem ersten
und einem zweiten Profilschenkel 201, 202, die durch einen Profilsteg 203 verbunden
sind. Das Trägerprofil 200 greift bevorzugt formschlüssig um den Randbereich 101 des
plattenförmigen Elementes 100.
[0065] Der Stützkörper 300 ist an einem Baukörper 600 anordenbar bzw. in der vorgesehenen
Montageposition an einem Baukörper 600 angeordnet. An dem Stützkörper 300 ist eine
Tragschiene 400 verschieblich ansetzbar und relativ zum Stützkörper 300 in der Position
einstellbar sowie durch Befestigungsmittel fixierbar. Der Stützkörper 300 umfasst
im Querschnitt mindestens einen Stützschenkel, 301, 302, der in der vorgesehenen Montageposition
nach oben weist. Die Einstellbarkeit des Tragkörpers 300 erfolgt bevorzugt entlang
einer Oberflächenberührung zwischen dem mindestens einen Stützschenkel 301, 302 und
dem Tragkörper 300. Die Einstellbarkeit umfasst insbesondere eine Einstellung der
Höhenposition des Tragkörpers 300 sowie eine Einstellung des Kippwinkels des Tragkörpers
300 um eine Vertikalrichtung, die quer zur Oberfläche des mindestens einen Stützschenkels
301, 302 verläuft.
[0066] Der Stützkörper 300 weist bevorzugt einen in Längsrichtung L verlaufenden F-förmigen
Querschnitt auf. Er umfasst insbesondere einen ersten Stützschenkel 301, einen zweiten
Stützschenkel 302, der parallel zum ersten Stützschenkel 301 angeordnet ist, sowie
einen sich senkrecht zum ersten und zweiten Stützschenkel 301, 302 erstreckenden dritten
Stützschenkel 303.
[0067] Auf dem zweiten Stützschenkel 302 ist bevorzugt eine Tragschiene 400 angeordnet.
An dem Stützkörper 300, insbesondere an dem dritten Stützschenkel 303, kann bevorzugt
ein Stellprofil 500 angeordnet sein. Besonders bevorzugt können das Stellprofil 500
und der Stützkörper 300 über mindestens ein gemeinsames Befestigungsmittel einerseits
miteinander verbunden und andererseits gemeinsam an dem Baukörper befestigbar oder
befestigt sein. Das Stellprofil kann ein- oder mehrfach vorhanden sein. Gemäß einer
bevorzugten Ausführung ist das Stellprofil bei gleichmäßigen oder ungleichmäßigen
Binnenabständen entlang der Längsrichtung L mehrfach an dem Stützprofil 300 vorgesehen.
[0068] Zwischen dem Stützkörper 300 und einem Stellprofil 500 wird (im Querschnitt) bevorzugt
ein Aufnahmeraum 102 für das Trägerprofil 200 gebildet. Der Aufnahmeraum kann eine
im Wesentlichen nach oben hin halboffene Form haben. Das in Fig. 1 verdeckte Stellprofil
500 weist bevorzugt einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, mit einem ersten
Stellschenkel 501, der insbesondere durch den ersten und zweiten Stützschenkel 301,
302 geführt wird, und einem zweiten Stellschenkel 502, der sich senkrecht zum ersten
Stellschenkel 501 erstreckt. Die Hindurchführung des Stellschenkels 502 ist optional.
Sie kann eine statisch besonders sichere Befestigung unterstützen, insbesondere wenn
die Fixierung des Stellschenkels durch ein erstes Befestigungsmittel auf der einen
Seite des/der Stützschenkel 301, 302 und durch ein weiteres Befestigungsmittel auf
der anderen Seite des/der Stützschenkel 301, 302 erfolgt.
[0069] An dem zweiten Stellschenkel 502 ist ein Tragelement 503 anordenbar und insbesondere
(in der vorgesehenen Montageposition) angeordnet, das in einer Vertikalrichtung und/oder
in Richtung des Stützkörpers 300 verstellt werden kann. Bevorzugt ist eine Verstellung
in der Vertikalrichtung und im Abstand relativ zum Stützkörper 300 möglich, weiter
insbesondere separat oder gemeinsam möglich. Das Tragelement 503 weist eine Außenkontur
504 auf, die mit einer Kontur 204 am Trägerprofil 200 in Eingriff steht oder in Eingriff
gebracht werden kann. Die Kontur 204 kann an einer beliebigen Stelle, insbesondere
am Profilsteg 203 des Trägerprofils 200 vorgesehen sein. Zur Einstellung der Position
(Neigung / Schwenklage) des plattenförmigen Elementes 100 sind Justierbewegungen in
vertikaler Richtung (Pfeil A) sowie Neigungs- und Kippungsanpassungen in Längs- und
Querrichtung (Pfeile B und C) möglich. Die endgültige Fixierung der Kippung (Pfeil
B) erfolgt durch das Festlegen des Tragelementes 503 am Stellprofil 500. Die Beschlaganordnung
10 ist auf einer horizontalen Fläche 601 des Baukörpers 600, d.h. mit einer Bodenmontage,
angeordnet, kann jedoch gemäß weiteren Ausführungsformen auch an einer vertikalen
Fläche 602, d.h. in einer Wandmontage, befestigt werden.
[0070] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei der Aufbau und die Funktion des Stellprofils
500 detailliert erkennbar sind. Die Beschlaganordnung 10 kann ein plattenförmiges
Element 100 umfassen, das in einem Trägerprofil 200 gehalten ist. Das plattenförmige
Element 100 kann auch eine externe Komponente sein, die nicht von der Beschlaganordnung
10 umfasst ist. Das Trägerprofil 200 ist bzw. wird während der Montage bevorzugt im
Aufnahmeraum 102 positioniert, der zwischen dem Stützkörper 300 und dem Stellprofil
500 gebildet wird. Der Stützkörper 300 ist an einem Baukörper 600 befestigt. Das Stellprofil
500 weist einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf. Es umfasst einen ersten
Stellschenkel 501, der insbesondere durch den ersten Stützschenkel 301 und den optionalen
zweiten Stützschenkel 302 des Stützkörpers 300 geführt wird. Der zweite Stellschenkel
502 des Stellprofils 500 erstreckt sich senkrecht zum ersten Stellschenkel 501 und
ist parallel zu den Stützschenkeln 301, 302 beabstandet angeordnet. Der zweite Stellschenkel
502 dient bevorzugt als Trägerfläche für das Tragelement 503, das mit dem Stellprofil
500 lösbar und insbesondere einstellbar verbunden ist. Das Tragelement 503 ist in
Richtung des Stützkörpers 300 verstellbar und weist eine Außenkontur 504 auf, die
mit der bevorzugt am Profilsteg 203 des Trägerprofils 200 vorgesehenen Kontur 204
in Eingriff steht. Der zweite Stellschenkel 502 des Stellprofils 500 ist mit Langlöchern
505 versehen, die eine flexible Justierung des Tragelementes 503 ermöglichen. Mehrere
Stellprofile 500, sind bevorzugt entlang des Stützkörpers 300 angeordnet, um eine
sichere Verbindung des plattenförmigen Elementes 100 in der Beschlaganordnung 10 zu
gewährleisten. Die ein oder mehreren Stellprofile 500 weisen bevorzugt (insbesondere
jeweils) zwei beiderseits der zweiten Stellschenkel 502 angeordnete und über einen
(nicht erkennbaren) Stiftkörper verbundene Tragelemente 503 auf. Der Stiftkörper ist
dabei durch die Langlöcher 505 in den zweiten Stellschenkeln 502 geführt und ermöglicht
eine Höhenverstellung der Tragelemente 503 in vertikaler Richtung. Die Fixierung des
plattenförmigen Elementes 100 erfolgt nach Ausrichtung in Höhe und Neigung durch das
Festlegen der Tragelement 503 an den Stellprofilen 500 mittels der Befestigungsschrauben
506. Alternativ oder zusätzlich können beliebige andere geeignete Befestigungsmittel
vorgesehen sein.
[0071] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0072] Gezeigt ist der Stützkörper 300, der an einem Baukörper 600 befestigt werden kann
und einen in Längsrichtung L verlaufenden, bevorzugt F-förmigen Querschnitt aufweist.
Der Stützkörper 300 besteht aus einem ersten Stützschenkel 301, einem optionalen und
parallel dazu angeordneten zweiten Stützschenkel 302 sowie einem sich senkrecht dazu
erstreckenden dritten Stützschenkel 303. Auf dem zweiten Stützschenkel 302 ist eine
Tragschiene 400 angeordnet. Die Tragschiene 400 ist formschlüssig mit dem Stützkörper
300 verbunden und dient als stabile Auflagefläche für das Trägerprofil 200, das an
der Tragschiene 400 aufgehängt ist. Die Verbindung zwischen Tragschiene 400 und Stützkörper
300 erfolgt über beliebige Befestigungsmittel, bevorzugt über Verschraubungen, die
durch die Stützschenkel 301, 302 geführt werden, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten.
Die Berührkontur zwischen der Tragschiene 400 und dem Trägerprofil 200 kann eine beliebige
Formgebung haben. Bevorzugt weisen die Tragschiene und das Trägerprofil (im Bereich
der Ausformung) eine zueinander korrespondierend geformte Berührkontur auf, insbesondere
korrespondierende bogenförmige Konturen auf. Bevorzugt weist die Trägerschiene 400
eine im Querschnitt kreisbogenförmige Außenkontur auf. Bevorzugt weist das Trägerprofil
200 an der Ausformung eine im Querschnitt kreisbogenförmige Innenkontur auf.
[0073] Das Stellprofil 500 ist in Fig 3 ebenfalls dargestellt und mit dem Stützkörper 300
verbunden. Es weist einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, bestehend aus
einem ersten, in Fig. 3 verdeckten Stellschenkel 501 und einem zweiten Stellschenkel
502. Der erste Stellschenkel 501 wird bei der Montage bevorzugt in eine in Fig. 3
durch die Tragschiene 400 verdeckte Ausnehmung 307 gesteckt und gegebenenfalls dort
gehalten. Der zweite Stellschenkel 502 ist parallel zur Tragschiene 400 angeordnet.
[0074] Zwischen dem Stützkörper 300 und dem Stellprofil 500 wird ein Aufnahmeraum 102 gebildet,
in den das Trägerprofil 200 hineinragen kann oder eingesetzt wird. Das Trägerprofil
200 ist bevorzugt U-förmig ausgebildet oder umfasst einen U-förmigen Abschnitt. Es
umfasst insbesondere einen ersten und einen zweiten Profilschenkel 201, 202, die über
einen Profilsteg 203 verbunden sind. Dieser Profilsteg 203 steht bevorzugt in Eingriff
mit dem Tragelement 503, das am zweiten Stellschenkel 502 des Stellprofils 500 befestigt
ist.
[0075] Die Justierung und Fixierung der Position des Trägerprofils 200 und des daran befestigten
plattenförmigen Elementes 100 erfolgt bevorzugt durch Verstellen des Trägerelementes
503 am Stellprofil 500. Die endgültige Stabilisierung wird bevorzugt durch das Festziehen
der Verbindungsschrauben 506 sichergestellt.
[0076] Fig. 4 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Beschlaganordnung 10 ist auf einem Baukörper
600, im Ausführungsbeispiel ein Rohbaukörper aufgesetzt. Nach dem Aufsetzen kann der
Auftrag einer Estrichschicht 603 auf der der horizontalen Fläche 601 erfolgen. Diese
reicht im gezeigten Beispiel bis zur Rückseite 304 des Stützkörpers 300 und kann insbesondere
bündig mit dessen Oberkante 305 abschließen.
[0077] Der Stützkörper 300 weist einen in Längsrichtung verlaufenden und bevorzugt F-förmigen
Querschnitt auf und ist mit dem Baukörper 600 verschraubt. Hierzu dienen insbesondere
durch den dritten Stützschenkel 303 vertikal in den Baukörper eingesenkte, in Fig.
4 nicht sichtbare Schrauben. Auf der der Estrichschicht 603 zugewandten Rückseite
304 des Stützkörpers 300 befinden sich gemäß einer bevorzugten Ausführung Rastzähne
306, oder Rastnuten. Diese können in die Estrichschicht 603 einstehen und eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Stützkörper 300 und dem Baukörper 600 sowie der Estrichschicht
603 herstellen oder fördern. Diese Rastzähne 306 verhindern ein Verrutschen des Stützkörpers
300 während der Montage und nach dem Aushärten der Estrichschicht 603.
[0078] Das plattenförmige Element 100 ist bevorzugt in der vorgesehenen Montageposition
in einem Trägerprofil 200 aufgenommen, das einen U-förmigen Querschnitt mit einem
Profilsteg 203 und zwei Profilschenkeln 201, 202 aufweist. Das Trägerprofil, insbesondere
der Profilsteg 203, verfügt über eine Kontur 204, die in Eingriff mit der Außenkontur
504 des Tragelementes 503 steht. Die Außenkontur 504 des Tragelementes 503 kann beispielsweise
in Hakenform ausgebildet sein. Die Hakenform kann in eine korrespondierende negative
Kontur 204 des Trägerprofils, insbesondere des Profilstegs 203 eingreifen, um eine
sichere Verbindung zwischen Profilsteg 203 und Tragelement 503 zu gewährleisten.
[0079] Das Stellprofil 500 ist bevorzugt bündig mit einer Abschlusskante 605 des Baukörpers
600 anordenbar oder angeordnet. Ein erster Stellschenkel 501 erstreckt sich bevorzugt
in Richtung des Stützkörpers 300 unterhalb des Trägerprofils 200. Er kann bevorzugt
und in die Ausnehmung 307 in den ein oder mehreren Stützschenkeln 301, 302 einstehen.
Dadurch kann das Stellprofil 500 kippsicher gehalten werden. Das Tragelement 503 ist
an mindestens einem Stellschenkel, bevorzugt am zweiten Stellschenkel 502 des Stellprofils
500 befestigt und (an mindestens zwei Einstellpunkten) entlang von Langlöchern 505
vertikal verschiebbar.
[0080] Die durch den Stützkörper 300 geführte und in den Baukörper 600 einstehende Senkkopfschraube
308 fixiert sie Tragschiene 400 am Stützkörper 300. Alternativ kann ein anderes Befestigungsmittel
verwendet sein. Die Senkkopfschraube 308 ist in einer im Stützkörper 300 vorgesehenen
und sich vertikal im ersten und zweiten Stützschenkel 301, 302 erstreckenden Langlochführung
309 geführt und ermöglicht eine Höhenverstellung der Tragschiene 400 relativ zum Stützkörper
300 bzw. zur horizontalen Fläche 601 des Baukörpers 600 und zur Ausrichtung in einer
Längsrichtung L. Zur zusätzlichen Stabilisierung der Konstruktion können eine oder
mehrere Madenschrauben 507 vorgesehen sein, die beispielsweise zur Feinjustierung
der Position des plattenförmigen Elementes 100 verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich
können die ein oder mehreren Madenschrauben eine zusätzliche statische Festlegung
des Befestigungsmittels 308 unterstützen
[0081] Weiters sind ein oder mehrere die Beschlaganordnung 10 überdeckende Abdeckbleche
103 vorgesehen. Die Abdeckbleche 103 schützen (jeweils) die Beschlaganordnung 10 vor
Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee, UV-Strahlung oder Staub sowie mechanischen
Beschädigungen. Durch die Abdeckbleche 103 wird ein einheitliches Erscheinungsbild
hergestellt, indem sie die funktionalen Teile der Beschlaganordnung in sichtbaren
Bereichen verdecken. Die ein oder mehreren Abdeckbleche 103 sind mit der Tragschiene
400 und dem Trägerprofil 200 verbunden und bevorzugt in dort vorgesehene Steck- oder
Rastaufnahmen 104 eingesetzt. Die Steck- oder Rastaufnahmen 104 sind im Ausführungsbeispiel
in die in die freien Enden 401a, b, c der Tragschiene 400 und/oder des Trägerprofils
200 integriert. Die ein oder mehreren Abdeckbleche 103 dienen im Ausführungsbeispiel
auch zur Verblendung des Baukörpers 600 und sind hierzu über die gesamte Abschlusskante
605 gezogen.
[0082] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei der die Beschlaganordnung 10 an einer
vertikalen Fläche 602 des Baukörpers 600 angeordnet ist.
[0083] Der Stützkörper 300 weist im Ausführungsbeispiel einen in Längsrichtung verlaufenden
bevorzugt L-förmigen Querschnitt auf und ist an der vertikalen Fläche 602 des Baukörpers
600 befestigt. Die Befestigung erfolgt durch nicht dargestellte Schrauben, die hier
durch den einzigen vorhandenen Stützschenkel 301 geführt sind. Optional und bevorzugt
kann ein weiterer Stützschenkel vorgesehen sein. Die horizontal angeordneten Schrauben
sorgen für eine stabile Verankerung des Stützkörpers 300 an der vertikalen Fläche
602. Im Ausführungsbeispiel bildet der Stützschenkel 301 gleichzeitig die Tragschiene
400 aus, die als Auflage für das Trägerprofil 2 dient. Alternativ und bevorzugt kann
die Tragschiene als separater Körper vorgesehen sein. Das Stellprofil 500 ist mit
einem ersten Stellschenkel 501 und einem zweiten Stellschenkel 502 ausgestattet. Der
erste Stellschenkel 501 wird in den Stützkörper 300 eingeführt, während sich der zweite
Stellschenkel 502 parallel zum Stützschenkel 301 und damit zur Tragschiene 400 erstreckt.
[0084] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Detaildarstellung einer Beschlaganordnung 10 gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel, bei der die Beschlaganordnung 10 an einer vertikalen
Fläche 602 des Baukörpers 600 angeordnet ist. Zusätzlich ist eine als Regenrinne ausgebildete
Leiste 604 zwischen dem Stützkörper 300 und dem Baukörper 600 eingebracht. Der Stützkörper
300 ist im Ausführungsbeispiel mit der Leiste 604 verschraubt, die wiederum mit dem
Baukörper 600 verschraubt ist. Die Leiste 604 steht mit den Rastzähnen 306 an der
dem Baukörper 600 zugewandten Rückseite 304 des Stützkörpers 300 in Eingriff. Dieser
formschlüssige Eingriff verhindert ein Verrutschen der Leiste 604 während der Montage.
Die übrigen Elemente der Beschlaganordnung 10 wurden bereits im Zusammenhang mit den
vorherigen Figuren beschrieben, sodass eine nochmalige Beschreibung unterbleibt.
[0085] Fig. 7a und Fig. 7b zeigen jeweils Seitenansichten eines Tragelementes 503 einer
Beschlaganordnung 10. Das Tragelement 503 weist dabei eine Schiene 508 mit einem Langloch
505a und einer senkrecht vorspringenden, die Außenkontur 504 tragenden Verlängerung
509 auf.
[0086] In Fig. 7a ist das Tragelement 503 in einer ersten Position am Stellprofil 500 dargestellt,
bei der die senkrecht vorspringende Verlängerung 509 in eine Richtung zeigt. Die Außenkontur
504 des Tragelementes 503 ist spiegelsymmetrisch auf beiden Seiten der Verlängerung
509 ausgebildet und weist bevorzugt eine Hakenstruktur auf. Diese Hakenstruktur steht
im Einbauzustand formschlüssig mit der Kontur 204 des Profilstegs 203 des Trägerprofils
200 in Eingriff.
[0087] In Fig. 7b ist das Tragelement 503 um 180° gedreht dargestellt. Durch die spiegelsymmetrische
Ausbildung der Außenkontur 504 wird der Eingriff mit der Kontur 204 des Profilstegs
203 auch in dieser Anordnung gewährleistet. Diese Flexibilität ermöglicht eine einfache
Anpassung des Tragelementes 503 an unterschiedliche Einbausituationen, ohne die Funktionalität
zu beeinträchtigen.
[0088] Das Langloch 505a, das in der Schiene 508 des Tragelementes 503 ausgebildet ist,
erlaubt eine stufenlose Verstellung des Tragelementes 503 relativ zum zweiten Stellschenkel
502 des Stellprofils 500. Diese Verstellmöglichkeit ermöglicht eine präzise Anpassung
an unterschiedliche Einbau- oder Lastanforderungen sowie eine flexible Ausrichtung
des plattenförmigen Elementes 100. Die senkrecht vorspringende Verlängerung 506 des
Tragelementes 503 sorgt zudem für eine zusätzliche, verlängerte Einstellmöglichkeit
hinsichtlich der Höhenposition des plattenförmigen Elementes 100. Nach der jeweiligen
Ausrichtung wird das Tragelement 503 durch eine Befestigungsschraube 506 fixiert,
die durch das im Ausführungsbeispiel horizontal verlaufende Langloch 505 im zweiten
Stellschenkel 502 geführt wird.
[0089] Das mindestens eine Abdeckblech kann ein Bestandteil der Beschlaganordnung sein.
Es kann zumindest an dem Trägerprofil befestigbar oder befestigt sein. Die Formulierung,
dass das Abdeckblech die Beschlaganordnung überdeckt, kann bedeuten, dass das Abdeckblech
den von außen sichtbaren Teil der Beschlaganordnung bildet, wobei insbesondere der
Stützkörper und/oder das Trägerprofil und/oder die Tragschiene und/oder das Stellprofil
und/oder das Tragelement verborgen ist/sind. Bevorzugt kann ein erstes Abdeckblech
zur einen Seite und ein weiteres Abdeckblech zur anderen Seite des plattenförmigen
Elements vorgesehen sein. Das Abdeckblech kann aus einem beliebigen Material bestehen,
insbesondere aus einem Metall oder einem Kunststoff.
Bezugszeichen
[0090]
- 10
- Beschlaganordnung
- 100
- Element
- 101
- Randbereich
- 102
- Aufnahmeraum
- 103
- Abdeckblech
- 104
- Rastaufnahme
- 200
- Trägerprofil
- 201
- Profilschenkel
- 202
- Profilschenkel
- 203
- Profilsteg
- 204
- Kontur
- 205
- Ausformung
- 300
- Stützkörper
- 301
- erster Stützschenkel
- 302
- zweiter Stützschenkel
- 303
- dritter Stützschenkel
- 304
- Rückseite
- 305
- Oberkante
- 306
- Rastzähne
- 307
- Ausnehmung
- 308
- Senkkopfschraube
- 400
- Tragschiene
- 401a, b, c
- freies Ende
- 500
- Stellprofil
- 501
- erster Stellschenkel
- 502
- zweiter Stellschenkel
- 503
- Tragelement
- 504
- Außenkontur
- 505, 505a
- Langloch
- 506
- Befestigungsschraube
- 507
- Madenschraube
- 508
- Schiene
- 509
- Verlängerung
- 600
- Baukörper
- 601
- horizontale Fläche
- 602
- vertikale Fläche
- 603
- Estrichschicht
- 604
- Leiste
- 605
- Abschlusskante
- L
- Längsrichtung
- A, B, C
- Pfeil
1. Beschlaganordnung (10) zur klemmenden Lagerung wenigstens eines eine Geländerbrüstung
an einem Baukörper (600) bildenden plattenförmigen Elementes (100), umfassend,
- einen an dem Baukörper (600) anbringbaren, eine Längserstreckung (L) aufweisenden
Stützkörper (300), mit einem in einer Längsrichtung (L) verlaufend bevorzugt F- förmig
ausgebildetem Querschnitt, aufweisend einen ersten Stützschenkel (301), optional einen
parallel zum ersten Stützschenkel (301) beanstandeten zweiten Stützschenkel (302)
und einen sich senkrecht zum ersten und/oder zweiten Stützschenkel (301, 302) erstreckenden
dritten Stützschenkel (303), und
- eine an mindestens einem der Stützschenkel (301, 302) angeordnete Tragschiene (400),
- ein im Querschnitt U-förmiges Trägerprofil (200) mit einer bevorzugt an einem freien
Ende eines ersten Profilschenkels (201) vorgesehenen, die Tragschiene (400) übergreifenden
Ausformung (205) und mit einer Kontur (204), und
- wenigstens ein einen im Wesentlichen L-förmig ausgebildeten Querschnitt aufweisendes
Stellprofil (500), mit einem bevorzugt durch den mindestens einen Stützschenkel (301,
302) geführten ersten Stellschenkel (501) und einem sich senkrecht zum ersten Stellschenkel
(501) erstreckenden, parallel zum mindestens einen Stützschenkel (301, 302) beabstandet
angeordneten, ein freies Ende aufweisenden, zweiten Stellschenkel (502) und
- wenigstens ein mit dem zweiten Stellschenkel (502) lösbar verbundenes, sich in Richtung
des Stützkörpers (300) erstreckendes, relativ zum zweiten Stellschenkel (502) verstellbares
und eine mit der Kontur (204) des Trägerprofils (200) verbindbare Außenkontur (504)
aufweisendes Tragelement (503),
wobei eine Einstellung einer Höhenposition und einer Neigungsposition in einer Längsrichtung
(L) und bevorzugt in mindestens einer zur Längsrichtung (L) senkrechten Querrichtung
des plattenförmigen Elementes (100) relativ zum Baukörper (600) und eine Festlegung
der jeweiligen Positionen über den Stützkörper (300) und über das Tragelement (503)
durchführbar ist.
2. Beschlaganordnung (10) nach Anspruch 1, wobei der Stützkörper (300) mit dem Baukörper
(600) verbindbar ist, insbesondere verschraubbar ist, wobei weiter insbesondere eine
Verschraubung über den ersten und den zweiten Stützschenkel (301, 302) und/oder den
dritten Stützschenkel (303) vorgesehen ist.
3. Beschlaganordnung (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste und bevorzugt weiterhin
der zweite Stützschenkel (301, 302) wenigstens zwei senkrecht verlaufende, bevorzugt
als Schraubenführung ausgebildete Schlitze aufweist.
4. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine lösbare
Fixierung, insbesondere eine Verschraubung der Tragschiene (400) mit dem ersten und
bevorzugt dem zweiten Stützschenkel (301, 302) vorgesehen ist, wobei die Fixierung
insbesondere mindestens zwei, weiter bevorzugt drei klemmende Kontaktstellen zwischen
jeweils einer Oberfläche eines Stützschenkels (301, 302) und einer Oberfläche der
Tragschiene (400) erzeugt.
5. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- der Stützkörper (300) und das Stellprofil (500) einen Aufnahmeraum (102) für das
Trägerprofil (200) ausbilden; UND/ODER
- sich das Trägerprofil (200) und/oder das plattenförmige Element (100) einerseits
an dem Stützkörper (300) und andererseits an dem zweiten Stellschenkel (502) abstützt;
UND/ODER
- der zweite Stellschenkel (502) Langlöcher zur Verstellung des Tragelementes (503)
aufweist.
6. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beiderseits
des Stellprofils (500) jeweils ein Tragelement (503) angeordnet ist, wobei die Tragelemente
(503) insbesondere über einen das Stellprofil (500) durchragenden Stiftkörper miteinander
verbunden sind.
7. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Stützkörper
(300) einen in Längsrichtung (L) verlaufend L-förmig ausgebildeten Querschnitt mit
einem einzelnen Stützschenkel (301) aufweist, wobei die Tragschiene (400) auf dem
einzelnen Stützschenkel (301), insbesondere auf den Stützschenkel (301) aufgesteckt,
angeordnet ist oder der einzelne Stützschenkel (301) die Tragschiene (400) ausbildet.
8. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tragelement
(503) ein Langloch (505a) aufweist und/oder mit einer senkrecht vorspringenden, die
Außenkontur (504) tragenden Verlängerung (509) ausgebildet ist, wobei die Außenkontur
(504) insbesondere spiegelsymmetrisch auf beiden Seiten der Verlängerung (509) ausgebildet
ist.
9. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- der Stützkörper (300) auf seiner dem Baukörper (600) zugewandten Oberfläche Rastzähne
(306) aufweist; UND/ODER
- die Beschlaganordnung (10) eine zwischen dem Stützkörper (300) und dem Baukörper
(600) angeordnete Leiste (604) umfasst; UND/ODER
- eine Verschraubung des Stützkörpers (300) mit dem Baukörper (600) durch oder über
die Leiste (604) erfolgt, wobei insbesondere die Leiste (604) mit den Rastzähnen (306)
in Eingriff steht.
10. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- mindestens ein die Beschlaganordnung (10) überdeckendes Abdeckblech vorgesehen ist,
und insbesondere ein Abdeckblech mit der Tragschiene (400) und oder dem Trägerprofil
(200) verbindbar sind, wobei die Trägerschiene (400) und/oder das Trägerprofil (200)
insbesondere Rastaufnahmen für ein Abdeckblech aufweist; UND/ODER
- das plattenförmige Element (100) als Glasplatte oder Glasbrüstung ausgebildet ist.
11. Baukörper (600) mit einer Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Baukörper (600) als Rohbaukörper oder als mit einer Ausgleichs- oder Nutzschicht
versehener Baukörper (600) ausgebildet ist, wobei die Beschlaganordnung (10) auf oder
an dem Rohbaukörper oder an der Ausgleichs- oder Nutzschicht angeordnet ist.
12. Baukörper (600) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei
- die Beschlaganordnung (10) auf einer horizontalen oder an einer vertikalen Fläche
(601, 602) des Baukörpers (600) angeordnet ist; UND/ODER
- die Beschlaganordnung (10) mit einer Abschlusskante (605) des Baukörpers (600) bündig
abschließend angeordnet ist.
13. Baukörper (600) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei eine zwischen dem Baukörper
(600) und der Beschlaganordnung (10) angeordnete Leiste (604), insbesondere eine Regen-
oder Ablaufrinne vorgesehen ist.
14. Montageverfahren zur Montage eines plattenförmigen Elementes (100) an einem Baukörper
(600) unter Verwendung der Beschlaganordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Anordnen des Stützkörpers (300) an einer horizontalen oder vertikalen Oberfläche
(601, 602) des Baukörpers (600) und Anordnen der Tragschiene (400);
- Ausrichten (A, C) des Stützkörpers (300) und/oder der Tragschiene (400) in der Höhenposition
und der Neigungsposition relativ zum Baukörper (600), insbesondere in einer Längsrichtung
(L) und bevorzugt in mindestens einer zur Längsrichtung (L) senkrechten Querrichtung;
- Anordnen des wenigstens einen Stellprofils (500), insbesondere durch Einführen eines
ersten Stellschenkels (501) in die Ausnehmung des ersten und zweiten Stützschenkels
(301, 302), und Auflegen des zweiten Stellschenkels (502) auf dem dritten Stützschenkel
(303);
- Festlegen des Stützkörpers (300) und/oder der Tragschiene (400) am Baukörper;
- Einsetzen des bevorzugt mit dem plattenförmigen Element (100) verbundenen Trägerprofils
(200) in einem zwischen dem Stützkörper (300) und dem Stellprofil (500) ausgebildeten
Aufnahmeraum (102);
- Anordnen wenigstens eines Tragelementes (503) an dem zweiten Stellschenkel (502)
und Verbinden der am Trägerprofil (200) vorgesehenen Kontur (204) mit der Außenkontur
(504) des Tragelementes (503);
- Ausrichten (B) des plattenförmigen Elementes (100) und Festlegen des ausgerichteten
plattenförmigen Elementes (100) durch Festlegen des Tragelementes (503) am Stellprofil
(500).