[0001] Die Erfindung betrifft eine Geländerhalterung für ein Sicherheitsgeländer, ein Sicherheitsgeländer,
eine Gebäudestruktur mit einem solchen Sicherheitsgeländer sowie ein Verfahren zum
Aufbau eines Sicherheitsgeländers gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Derartige Geländerhalterungen werden zum Halten und Befestigen von Sicherheitsbaugruppen
auf Dächern verwendet und dienen in erster Linie der Absturzsicherung bei Dacharbeiten
an Gebäuden. Solche Arbeiten umfassen beispielsweise die Einrichtung von Photovoltaikanlagen
auf Dächern. Durch das Anbringen von Photovoltaikanlagen und insbesondere von Solarpaneelen
auf einem Flachdach verringert sich häufig der zum Anbringen eines Sicherheitsgeländers
verfügbare Raum.
[0003] Gängige Sicherheitsgeländer sind jedoch komplex und benötigen viel Platz. Sie eignen
sich daher nicht für Dächer mit geringem Platzbedarf und sind somit ungeeignet für
Dächer, auf denen Solarpaneele montiert werden sollen.
[0004] Zudem müssen Sicherheitsgeländer aufwendig montiert werden. Sie sind sperrig und
erfordern viel Platz bei der Lagerung und dem Transport.
[0005] Es ist daher zumindest eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des
Standes der Technik zumindest teilweise zu überwinden. Es ist insbesondere eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung eine flexible, leicht zu montierende, kostengünstige und
platzsparend transportierbare Geländerhalterung sowie ein entsprechendes Sicherungsgeländer
bereitzustellen, dass insbesondere auf Flachdächern mit wenig Platz eingesetzt werden
kann. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Besondere
Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Geländerhalterung für ein Sicherheitsgeländer,
insbesondere für ein Flachdach. Die Geländerhalterung umfasst mindestens zwei Geländerpfosten,
wobei jeder Geländerpfosten ein Fusselement aufweist. Das Fusselement ist an einem
Flachdach, insbesondere einer Brüstung, fixierbar und/oder über mindestens ein Gewichtselement
auf dem Flachdach festhaltbar. Die Geländerpfosten sind derart beweglich mit dem Fusselementen
verbunden, dass die Geländerpfosten aus einer Liegeposition in eine Aufstellposition
bringbar sind.
[0007] Eine solche Geländerhalterung zeichnet sich dadurch aus, dass sie klappbar ist. Somit
kann die Halterung während des Nichtgebrauchs platzsparend nach innen auf einem Dach
geklappt gelagert werden. Bei Gebrauch wird die Halterung dann aufgeklappt. Bei der
Aufstellposition handelt es sich somit um eine Gebrauchsposition, d.h. in dieser Position
dient die Geländerhalterung und insbesondere in Verbindung mit Geländerelementen als
Absturzsicherung.
[0008] Weiter kann die Geländerhalterung einerseits fest an einem Flachdach montiert sein.
Dies kann beispielswiese über eine Fixierung an der Brüstung erfolgen. Es ist aber
auch möglich, dass die Geländerhalterung nur mit Gewichten auf dem Dach gehalten ist.
In diesem Fall kann die Geländerhalterung besonders leicht montiert und demontiert
werden ohne hohen Zeitaufwand und ohne komplexe Handgriffe. Auch eine Kombination
der Befestigungsarten ist möglich.
[0009] Jeder Geländerpfosten kann beispielsweise über ein Winkelelement beweglich mit dem
Fusselement verbunden sein. Eine solche Konstruktion ist besonders kostengünstig und
einfach zu fertigen. Es ist aber auch denkbar, dass jeder Geländerpfosten oder einzelne
Geländerpfosten über Gelenke mit den jeweiligen Fusselementen verbunden sind.
[0010] Bevorzugt weist das Winkelelement mindestens zwei erste sich gegenüberliegende Öffnungen,
insbesondere Löcher, zur Aufnahme von ersten Befestigungsmitteln auf. Es ist aber
auch möglich, dass das Winkelelement eine Vielzahl sich gegenüberliegender Öffnungen
aufweist. Dabei besteht das Winkelelement bevorzugt aus zwei Winkelplatten, die derart
beabstandet zueinander angeordnet sind, dass zwischen den Winkelplatten der Geländerpfosten
aufgenommen werden kann. Je eine der sich gegenüberliegenden Öffnungen befindet sich
dann vorzugsweise in jeweils einer Winkelplatte. Bei dem Winkelelement kann es sich
beispielsweise um ein Abkantblech mit Laschen handeln.
[0011] Jeder Geländerpfosten kann als Rohr ausgestaltet sein und mindestens zwei zweite
sich gegenüberliegender Öffnungen aufweisen. Die zweiten Öffnungen können mit den
ersten Öffnungen derart anordenbar sein, dass der Geländerpfosten in der Liegeposition
und/oder Aufstellposition über ein erstes Befestigungsmittel, dass durch die ersten
und zweiten Öffnungen führbar ist, arretierbar ist. Das erste Befestigungsmittel kann
dabei ausgewählt sein aus der Gruppe: Bolzen, Doppelbolzen mit Verbindungselement,
Pin, Dübel, Schraube oder Gewindestange. Auf diese Weise lässt sich der jeweilige
Geländerpfosten mit einfachen Mitteln am Fusselement sichern.
[0012] Es ist auch möglich, dass der Geländerpfosten eine Reihe von zweiten sich gegenüberliegenden
Öffnungen aufweist, die bevorzugt mit der Vielzahl an ersten sich gegenüberliegender
Öffnungen des Winkelelements anordenbar sind. Somit ist es möglich, den Geländerpfosten
beispielsweise in der Aufstellposition in verschiedenen Höhen zu arretieren. Es ist
auch möglich eine mehrfache Arretierung in unterschiedlichen Höhen vorzunehmen. Ebenfalls
kann der Geländerpfosten in der Liegeposition einfach oder mehrfach arretiert werden
für eine höhere Sicherheit.
[0013] Das Winkelelement kann mindestens eine erste Lasche aufweisen. Die erste Lasche kann
mindestens eine dritte Öffnung umfassen, zur Aufnahme eines zweiten Befestigungsmittel
und zum Fixieren des Winkelelements an einem Flachdach, insbesondere an einer Brüstung
eines Flachdaches. Vorzugswiese handelt es sich um eine kraftschlüssige Verbindung
zum Flachdach. Das zweite Befestigungsmittel kann eine Schraube, ein Nagel, ein Dübel,
ein Bolzen mit Gewinde oder ein Pin sein. Besonders bevorzugt ist die mindestens eine
erste Lasche senkrecht in einem 90 ° Winkel zu mindestens einer Winkelplatte angeordnet.
Es ist aber auch möglich, dass mehrere erste Laschen vorhanden sind, beispielsweise
kann jede Winkelplatte mit mindestens einer ersten Lasche versehen sein, die bevorzugt
senkrecht zur Winkelplatte angeordnet ist. Die Laschen ermöglichen eine zusätzliche
Sicherung am Dach.
[0014] Insgesamt weist die Geländerhalterung nur wenig Schweissnähte auf und ist dadurch
günstiger in der Herstellung.
[0015] Das mindestens eine Gewichtselement kann ein Bakenfuss sein. Bakenfüsse sind standardmässig
erhältlich und relativ kostengünstig. Es ist aber auch möglich andere Gewichte zu
verwenden, beispielsweise Betongewichte, Gewichtsplatten, beispielsweise aus PVC.
[0016] Das Fusselement ist vorteilhafterweise als ausziehbare Teleskopstange ausgebildet.
Damit lässt sich der Fuss auf unterschiedliche Längen einstellen, was insbesondere
bei Flachdächern mit begrenztem Raum von Vorteil sein kann.
[0017] Die Länge des Fusselements kann dabei in einer Länge zwischen 58 und 135 cm einstellbar
sein. Derartige Fusselemente können auch eingesetzt werden, wenn der Minimalabstand
von 60 cm zwischen Brüstung und Solarpaneelen gerade eingehalten ist. Vorzugsweise
kann ein Fusselement mit 135 cm bei normalen Flachdächern mit genügend Platz verwendet
werden. Das Fusselement wird dann bevorzugt mit einem Bakenfuss gesichert. Diese Ausführung
kann komplett nach innen auf das Dach geklappt werden. Ein Fusselement mit 58 cm kann
auf Flachdächern mit wenig Platz eingesetzt werden. Beispielsweise kann so der Minimalabstand
von 60 cm zwischen einer Brüstung und Solarpaneelen eingehalten werden. Das Fusselement
wird dann bevorzugt mit zwei Bakenfüseen gesichert. Es kann aber auch fix mit z.B.
zwei Schrauben an einer Brüstung fixiert werden.
[0018] Weiter kann die Geländerhalterung ein Halteblech umfassen, vorzugsweise zur Aufnahme
des mindestens einen Gewichtselements. Durch das Halteblech kann das Gewicht der Gewichtselemente
besser verteilt werden. [
[0019] Das Fusselement kann zwei Zapfen zum Positionieren des Halteblechs aufweist. Dadurch
kann das Halteblech an der richtigen Stelle angeordnet werden und zusätzlich bieten
die Zapfen einen ersten Schutz gegen ein Verrutschen des Halteblechs.
[0020] Weiter kann das Halteblech an einer Unterseite zweite Laschen aufweisen, die seitlich
am Fusselement positionierbar sind. Die Laschen verhindern ein Verschieben gegen die
Seiten.
[0021] Das Halteblech kann Kanten, vorzugsweise abgerundete Kanten, aufweisen, die derart
gestaltet sind, dass das Halteblech mit dem Fusselement im Wesentlichen eben auf einem
Flachdach aufliegt. Somit kann eine optimale Gewichtsverteilung erreicht werden.
[0022] Das Halteblech kann über einen mit dem Halteblech formschlüssig verbindbaren Haltebolzen
mit dem Fusselement verbindbar sein. Damit wird eine horizontale Bewegung vermieden.
Gegen Aushub kann das Halteblech dann anschliessend durch die Gewichtselement gesichert
werden. Der Haltebolzen kann vorzugsweise derart gestaltet sein, dass er im Fusselement
lagerbar ist. Beispielsweise kann das Fusselement über eine Aufnahme für den Haltebolzen
verfügen. Das Fusselement kann beispielsweise einen quadratischen Querschnitt aufweisen.
Der Haltebolzen kann ebenfalls einen quadratischen Querschnitt aufweisen, wobei der
Querschnitt von Haltebolzen kleiner als der Querschnitt vom Fusselement sein. Ist
das Fusselement als quadratischer Hohlzylinder gestaltet, kann der Haltebolzen in
das Fusselement geschoben werden. Auf diese Art lassen sich die einzelnen Komponenten
der Geländerhalterung besonders platzsparend lagern.
[0023] Die Geländerhalterung kann mit dritten Befestigungsmittel zur Aufnahme bzw. Befestigung
von Geländerelementen versehen sein. Vorzugsweise ist das dritte Befestigungsmittel
eine Schraube, ein Dübel, Handlaufschellen oder Kombinationen davon. Handlaufschellen
sind besonders bevorzugt.
[0024] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Sicherheitsgeländer mit einer Geländerhalterung
wie vorhergehend beschrieben und mindestens einem Geländerelement. Ein solches sicherheitsgeländer
zeichnet sich durch seine Klappbarkeit aus. Es kann insbesondere auf Dächern mit wenig
Platz, beispielsweise aufgrund von Solarpaneelen, eingesetzt werden. Das Sicherheitsgeländer
lässt sich als «all-in-one»-Produkt günstig herstellen, weist wenig Schweissnähte
auf und ermöglicht eine platzsparende Lagerung sowie Transport, wodurch Kosten weiter
gesenkt werden können.
[0025] Durch die unterschiedlichen Komponenten lassen sich unterschiedliche Ausführungsformen
mit nur einem Produkt realisieren.
[0026] Das Geländerelement kann mindestens eine horizontale, und optional vertikale, Verstrebungen
aufweisen.
[0027] Das mindestens eine Geländerelement kann mittels mindestens einem dritten Befestigungselement
an einem Geländerpfosten montierbar sein und sich vorzugsweise zwischen mindestens
zwei Geländerpfosten erstreckt. Vorzugsweise ist das dritte Befestigungsmittel eine
Schraube, ein Dübel, Handlaufschellen oder Kombinationen davon. Handlaufschellen sind
besonders bevorzugt. Es ist auch möglich, dass sich das mindestens eine Geländerelement
über mehr als zwei, beispielsweise drei oder vier, Geländepfoten erstreckt. Es ist
aber auch denkbar, dass jeweils zwei Geländerpfosten ein Geländerelement tragen und
so mehrere Geländerelemente aneinandergereiht werden.
[0028] Somit lässt sich besonders ein leicht aufzubauendes, modulares Sicherheitsgeländer
realisieren. Es bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ist an keinen spezifischen
Dachgrundriss gebunden.
[0029] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Gebäudestruktur mit einem Flachdach
und einem Sicherheitsgeländer wie vorhergehend beschrieben. Bei der Gebäudestruktur
kann sich um jegliche Art von Gebäude handeln, z.B. Schule, Mehrfamilienhaus, Einfamilienhaus,
Bürogebäude, Bahnhofsgebäude, Flughafenterminal oder Garage.
[0030] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Winkelelement zum Anbringen eines
Geländerpfosten an einem Fusselement und/oder auf einem Flachdach, insbesondere an
einer Brüstung eines Flachdachs. Das Winkelelement weist mindestens zwei sich gegenüberliegende
Öffnungen auf, insbesondere Löcher, zur Aufnahme von ersten Befestigungsmitteln. Es
ist aber auch möglich, dass das Winkelelement eine Vielzahl sich gegenüberliegender
Öffnungen aufweist. Vorzugsweise weist das Winkelelement zwei sich gegenüberliegende
Winkelplatten auf, die derart beabstandet sind, dass sie einen Geländerpfosten aufnehmen
können. Je eine der sich gegenüberliegenden Öffnungen befindet sich dann vorzugsweise
in jeweils einer Winkelplatte. Bei dem Winkelelement kann es sich beispielsweise um
ein Abkantblech mit Laschen handeln.
[0031] Das Winkelelement kann mindestens eine erste Lasche aufweisen. Die erste Lasche kann
mindestens eine Öffnung umfassen, zur Aufnahme eines zweiten Befestigungsmittel und
zum Fixieren des Winkelelements an einem Flachdach, insbesondere an einer Brüstung
eines Flachdaches. Vorzugswiese handelt es sich um eine kraftschlüssige Verbindung
zum Flachdach. Das zweite Befestigungsmittel kann eine Schraube, ein Nagel, ein Dübel,
ein Bolzen mit Gewinde oder ein Pin sein. Besonders bevorzugt ist die mindestens eine
erste Lasche senkrecht in einem 90 ° Winkel zu mindestens einer Winkelplatte angeordnet.
Es ist aber auch möglich, dass mehrere erste Laschen vorhanden sind, beispielsweise
kann jede Winkelplatte mit mindestens einer ersten Lasche versehen sein, die bevorzugt
senkrecht zur Winkelplatte angeordnet ist. Die Laschen ermöglichen eine zusätzliche
Sicherung am Dach. Im übrigen kann das Winkelelement im Zusammenhang mit einer Geländerhalterung
wie vorhergehend beschrieben, genutzt werden.
[0032] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Halteblech für eine Geländerhalterung,
vorzugsweise zur Aufnahme von Gewichtselementen. Die Halterung weist mindestens ein
erste Loch zur Aufnahme eines Zapfens eines Fusselements auf. Weiter weist das Halteblech
an einer Unterseite Laschen aufweisen, die seitlich an einem Fusselement positionierbar
sind. Die Laschen verhindern ein Verschieben gegen die Seiten. Vorzugsweise weist
das Halteblech auch Kanten auf, bevorzug abgerundete Kanten, die derart gestaltet
sind, dass das Halteblech mit einem Fusselement im Wesentlichen eben auf einem Flachdach
aufliegen kann. Somit kann eine optimale Gewichtsverteilung erreicht werden.
[0033] Vorteilhafterweise verfügt das Halteblech über einen Aufnahmebereich zur Aufnahme
eines Haltbolzen. So kann das Halteblech formschlüssig mit einem Fusselement verbindbar
sein. Damit wird eine horizontale Bewegung vermieden. Gegen Aushub kann das Halteblech
dann anschliessend durch die Gewichtselement gesichert werden. Im Übrigen gelten die
vorhergehenden Ausführungen zur Geländerhalterung.
[0034] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbau eines Sicherheitsgeländer
auf einem Flachdach einer Gebäudestruktur. Das Verfahren umfasst die Schritte:
- a) Positionieren und Fixieren einer Geländerhalterung wie vorhergehend beschrieben.
Vorzugsweise werden dazu mindestens zwei Fusselemente auf einem Flachdach positioniert
und fixiert. Anschliessend kann dann jedes Fusselement mit einem Geländerpfosten derart
verbunden werden, dass, die Geländerpfosten aus einer Liegeposition in eine Aufstellposition
bringbar sind.
- b) Montieren mindestens eines Geländerelements an die Geländerhalterung,
- c) Optional: Lösen einer Arretierung und Ablegen der Geländerpfosten in die Liegeposition,
- d) Optional: arretieren der Geländerpfosten in der Liegeposition.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen
bevorzugte Ausführungsbeispiele und sind nicht limitierend zu verstehen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemässe Geländerhalterung in einer kurzen Ausführung in einer Seitenansicht.
- Figur 2
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht.
- Figur 3
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 1 mit einem Halteblech.
- Figur 4
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 1 mit einem Halteblech und Gewichtselementen.
- Figur 5
- eine erfindungsgemässe Halterung in einer langen Ausführung in einer Seitenansicht.
- Figur 6
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 5 in einer perspektivischen Ansicht.
- Figur 7
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 6 ohne Gewicht in einer Aufstellposition.
- Figur 8
- die erfindungsgemässe Geländerhalterung aus Figur 6 ohne Gewicht in einer Liegeposition.
- Figur 9
- eine Detailansicht eines Winkelelements bei einem Geländerpfosten in Aufstellposition.
- Figur 10
- eine Detailansicht eines Winkelelements bei einem Geländerpfosten in Liegeposition.
- Figur 11
- ein erfindungsgemässes Sicherheitsgeländer mit einem verkürzten Fusselement in einer
Liegeposition.
- Figur 12
- ein erfindungsgemässes Sicherheitsgeländer mit einem langen Fusselement in einer Liegeposition
in einer perspektivischen Ansicht.
- Figur 13
- das Sicherheitsgeländer aus Figur 12 in einer Seitenansicht.
- Figur 14
- eine erfindungsgemässe Gebäudestruktur mit einem erfindungsgemässen Sicherheitsgeländer
in einer Aufstellposition.
- Figur 15
- die erfindungsgemässe Gebäudestruktur aus Figur 14 in einer Liegeposition.
- Figur 16
- eine erfindungsgemässe Gebäudestruktur mit einem erfindungsgemässen Sicherheitsgeländer
in einer langen Version in einer Aufstellposition.
- Figur 17
- ein Halteblech.
- Figur 18
- ein Winkelelement.
[0036] Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen baugleiche Elemente.
[0037] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemässe Geländerhalterung 1 in einer kurzen Ausführung.
Die Geländerhalterung 1 weist einen Geländerpfosten 2 und ein Fusselement 4 auf. Das
Fusselement hat eine Länge von 58 cm. Weiter weist das Fusselement 4 Zapfen 11 auf
zum Positionieren eines Halteblechs (nicht gezeigt). Der Geländerpfosten 2 und das
Fusselement 4 sind über ein Winkelelement 6 miteinander verbunden. Das Winkelelement
weist Öffnungen auf, die mit Öffnungen 9 im Geländerpfosten 2 derart angeordnet sind,
dass ein Bolzen 8 durch die Öffnungen im Winkelelement und durch die Öffnungen 9 im
Geländerpfosten 2 hindurchragt und so den Geländerpfosten 2 in einer Aufstellposition
B arretiert. In der Figur sind drei Bolzen 8 zu sehen, die den Geländerpfosten 2 bzw.
das Fusselement 4 arretieren. Der Geländerpfosten weist zudem Befestigungsmittel in
Form von Rohrschellen 10 auf, die dazu dienen, ein Geländerelement (nicht gezeigt)
anzubringen. Ein Haltebolzen 15 ist in einem Hohlraum des Fusselements 4 gelagert.
[0038] Figur 2 zeigt die Geländerhalterung 1 aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht.
[0039] Figur 3 zeigt die Geländerhalterung 1 aus Figur 1 mit einem Halteblech 12. Das Haltebelch
12 ist über Zapfen 11 am Fusselement 4 positioniert. Ein Haltebolzen 15 ist formschlüssig
in das Halteblech 12 eingefügt. Weiter weist das Halteblech 12 abgerundete Kanten
14 auf. Die Kanten 14 sind so gestaltet, dass das Halteblech 12 mit dem Fusselement
4 im Wesentlichen eben aufliegt, beispielsweise auf einem Flachdach (nicht gezeigt).
[0040] Figur 4 zeigt die Geländerhalterung 1 aus Figur 1 mit einem Halteblech 12 und Gewichtselementen
5 in einer Seitenansicht. Die Gewichtselemente 5 sind Bakenfüsse. Die Bakenfüsse sind
auf den Haltbolzen (nicht gezeigt) aufgesteckt.
[0041] Figur 5 zeigt eine erfindungsgemässe Geländerhalterung 1 in einer langen Ausführungsvariante
in einer Seitenansicht. Das Fusselement 4 ist in dieser Ausführungsvariante als Teleskopstange
konzipiert und auf eine Länge von 134 cm ausgefahren. Das Ende des Fusselements 4
ist mit einem Gewichtselement 5 gesichert. Das Gewichtselement wird über einen Haltbolzen
15' auf dem Fusselement 4 gehalten. Im Übrigen weist die lange Ausführungsvariante
die gleichen Merkmale auf wie die kurze Ausführungsvariante. Gezeigt ist zudem der
Geländerpfosten 2 in der Aufstellposition B.
[0042] Figur 6 zeigt die Geländerhalterung 1 aus Figur 5 in einer perspektivischen Ansicht.
[0043] Figur 7 zeigt die erfindungsgemässe Geländerhalterung 1 aus Figur 6 ohne Gewichtselement
5.
[0044] Figur 8 zeigt die erfindungsgemässe Geländerhalterung 1 aus Figur 7 in einer Liegeposition
A. In der Liegeposition A ist der Geländerpfosten 2 über mehrere Bolzen 8 am Winkelelement
6 arretiert. Zudem sind zwei Bolzen als Doppelbolzen 8' ausgebildet, die über ein
Verbindungselement 27 miteinander verbunden sind. Auf diese Weise ist der Geländerpfosten
2 zusätzlich am Fusselement 4 arretiert.
[0045] Figur 9 zeigt eine Detailansicht eines Winkelelements 6 bei einem Geländerpfosten
2 in einer Aufstellposition B. der Geländerpfosten 2 ist über Bolzen 8 am Winkelelement
6 gesichert. Die Bolzen 8 ragen dabei durch Öffnungen des Winkelelements 6, die mit
Öffnungen 9 im Geländerpfosten 2 auf gleicher Höhe angeordnet sind. Das Winkelelement
6 weist zudem Laschen 16 auf, die senkrecht zu Winkelplatten 6a und 6b des Winkelelements
6 stehen. Über die Laschen 16 kann das Winkelelement 6 mittels einer Schraube an einer
Brüstung eines Daches befestigt werden.
[0046] Figur 10 zeigt eine Detailansicht des Winkelelements 6 bei einem Geländerpfosten
2 in einer Liegeposition A. In dieser Detailansicht ist zu erkennen, dass die Winkelplatten
6a und 6b über einen Steg 6c miteinander verbunden sind. Zudem ist zuerkennen, dass
das Fusselement 4 als rechteckiger Hohlzylinder geformt ist und somit eine Aufnahme
21 für den Haltebolzen 15 bereitstellt. Der Haltebolzen 15 hat einen dem Fusselement
4 gegenüber verringertem Querschnitt, so dass er in die Aufnahme 21 passt.
[0047] Figur 11 zeigt ein erstes erfindungsgemässes Sicherheitsgeländer 18 mit einem verkürztem
Fusselement 4 in einer Liegeposition A. An den Geländerpfosten 2 ist über Rohrschellen
10 ein Geländerelement 3 angebracht. Das Geländerelement 3 weist horizontale 3' und
vertikale 3'' Verstrebungen auf. Die Rohrschellen sind mittels Schrauben 28 an den
Geländerpfosten 2 montiert. Weiter sind die Öffnungen 7 im Winkelelement 6 sowie die
Öffnungen 9 im Geländerpfosten 2 erkennbar. Das Winkelelement 6 ist mit den Laschen
16 ausgestatten zum Befestigen mittels Schrauben 22 an einer Brüstung.
[0048] Figur 12 zeigt ein erfindungsgemässes Sicherheitsgeländer 18 mit einem langen Fusselement
4 in einer Liegeposition A. Das Fusselement 4 ist über ein Gewichtselement 5 in Form
eines Bakenfusses gesichert. Figur 13 zeigt das Sicherheitsgeländer 18 aus Figur 12
in einer Seitenansicht. Das Fusselement 4 ist auch hier als Teleskopstange ausgebildet.
Der Bakenfuss wird über einen Haltebolzen 15' auf dem Fusselement 4 gehalten.
[0049] Figur 14 zeigt eine erfindungsgemässe Gebäudestruktur 19 mit einem erfindungsgemässen
Sicherheitsgeländer 18 in einer Aufstellposition B. Die Gebäudestruktur 19 weist ein
Flachdach 20 mit einer Brüstung 23 auf. In einem Abstand von ca. 60 cm von der Brüstung
23 sind Solarpaneele 24 auf dem Flachdach 20 angebracht. Die Fusselement 4 sind in
der kurzen Ausführungsvariante gezeigt.
[0050] Figur 15 zeigt die Gebäudestruktur 19 auf Figur 14 mit dem Sicherheitsgeländer 18
in einer Liegeposition A.
[0051] Figur 16 zeigt eine erfindungsgemässe Gebäudestruktur 19 mit einem Sicherheitsgeländer
18 mit Fusselementen 4, 4' in der langen Ausführungsvariante. Die Fusselemente 4 sind
mit Gewichten 5 in Form von Bakenfüssen beschwert. Ein Fusselement 4' ist nach oben
geklappt. Die Solarpaneele 24 auf dem Flachdach 20 haben einen deutlich grösseren
Abstand zur Brüstung 23 als die Solarpaneele 24 der Figuren 14 und 15.
[0052] Figur 17 zeigt ein Halteblech 12. Das Haltblech 12 weist an einer Unterseite seitliche
Laschen 13 zum seitlichen Positionieren an einem Fusselement 4 auf. Die Laschen 13
haben im Wesentlichen eine rechteckige Form. Weiter weist das Haltblech 12 abgerundete
Kanten 14 auf. Auf einer Oberseite ist eine Haltebolzen-Aufnahme 25 vorhanden. Seitlich
orientierte Löcher 26 dienen der Positionierung über Zapfen 11 an einem Fusselement
4 (nicht gezeigt, vgl. Figur 3).
[0053] Figur 18 zeigt ein Winkelelement 6. Das Winkelelement 6 weist zwei Winkelplatten
6a, 6b auf. Die Winkelplatten 6a, 6b sind parallel beabstandet zueinander angeordnet
und sind über ein Verbindungselement in Form eines Steges 29 miteinander verbunden.
Die Winkelplatten 6a, 6b weisen Öffnungen 7, 7' auf, bevorzugt sind die Öffnungen
7, 7' der sich parallel gegenüberliegenden Winkelplatten 6a, 6b ebenfalls parallel
sich gegenüberliegend angeordnet. Weiter weist das Winkelelement 6 Laschen 16 auf,
die senkrecht zu der jeweiligen Winkelplatte 6a, 6b stehen. Die Laschen 16 haben Öffnungen
17 zur Aufnahme von Befestigungsmittel und zum Fixieren des Winkelelements 6 an einer
Brüstung eines Daches.
1. Geländerhalterung (1) für ein Sicherheitsgeländer, insbesondere für ein Flachdach
(20), umfassend mindestens zwei Geländerpfosten (2), wobei jeder Geländerpfosten (2)
ein Fusselement(4) aufweist, wobei das Fusselement (4) an einem Flachdach (20), insbesondere
einer Brüstung (23), fixierbar ist und/oder über mindestens ein Gewichtselement (5)
auf dem Flachdach (20) festhaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Geländerpfosten (2) derart beweglich mit dem Fusselementen (4) verbunden sind,
dass die Geländerpfosten (2) aus einer Liegeposition (A) in eine Aufstellposition
(B) bringbar sind.
2. Geländerhalterung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei jeder Geländerpfosten
(2) über ein Winkelelement (6) beweglich mit dem Fusselement (4) verbunden ist.
3. Geländerhalterung (1) nach Anspruch 2, wobei das Winkelelement (6) mindestens zwei
erste sich gegenüberliegende Öffnungen (7, 7') zur Aufnahme von ersten Befestigungsmitteln
(8) aufweist.
4. Geländerhalterung (1) nach Anspruch 3, wobei jeder Geländerpfosten (2) als Rohr ausgestaltet
ist und mindestens zwei zweite sich gegenüberliegender Öffnungen (9) aufweist, die
mit den ersten Öffnungen (7, 7') derart anordenbar sind, dass der Geländerpfosten
(2) in der Liegeposition (A) und/oder Aufstellposition (B) über ein erstes Befestigungsmittel
(8), dass durch die ersten (7, 7') und zweiten (9) Öffnungen führbar ist, arretierbar
ist.
5. Geländerhalterung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das Winkelelement (6)
mindestens eine erste Lasche (16) aufweist, wobei die erste Lasche (16) mindestens
eine dritte Öffnung (17) umfasst, zur Aufnahme eines zweiten Befestigungsmittel (22)
und zum Fixieren des Winkelelements (6) an einem Flachdach (20), insbesondere an einer
Brüstung (23) eines Flachdaches (20).
6. Geländerhalterung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das mindestens eine
Gewichtselement (5) ein Bakenfuss ist.
7. Geländerhalterung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Fusselement (4)
als ausziehbare Teleskopstange ausgebildet ist.
8. Geländerhalterung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Fusselement (4)
in einer Länge zwischen 58 und 135 cm einstellbar ist.
9. Geländerhalterung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche weiter umfassend ein Halteblech
(12), vorzugsweise zur Aufnahme des mindestens einen Gewichtselements (5).
10. Geländerhalterung(1) nach Anspruch 9, wobei das Fusselement (4) zwei Zapfen (11) zum
Positionieren des Halteblechs (12) aufweist.
11. Geländerhalterung (1) nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Halteblech (12) an einer
Unterseite zweite Laschen (13) aufweist, die seitlich am Fusselement (4) positionierbar
sind.
12. Geländerhalterung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Halteblech (12)
Kanten (14), vorzugsweise abgerundete Kanten, aufweist, die derart gestaltet sind,
dass das Halteblech (12) mit dem Fusselement (4) im Wesentlichen eben auf einem Flachdach
(20) aufliegt.
13. Geländerhalterung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das Halteblech (12)
über einen mit dem Halteblech (12) formschlüssig verbindbaren Haltebolzen (15) mit
dem Fusselement (4) verbindbar ist.
14. Sicherheitsgeländer (18) aufweisend eine Geländerhalterung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 13 und mindestens ein Geländerelement (3).
15. Sicherheitsgeländer (18) nach Anspruch 14, wobei das Geländerelement (3) mindestens
eine horizontale (3') und optional vertikale Verstrebungen (3'') aufweist.
16. Sicherheitsgeländer (18) nach einem der Ansprüche 14 oder 15, wobei das mindestens
eine Geländerelement (3) mittels mindestens einem dritten Befestigungselement (10)
an einem Geländerpfosten (2) montierbar ist und sich vorzugsweise zwischen mindestens
zwei Geländerpfosten (2) erstreckt.
17. Gebäudestruktur (19) mit einem Flachdach (20) und einem Sicherheitsgeländer (18) nach
einem der Ansprüche 14 bis 16.
18. Verfahren zum Aufbau eines Sicherheitsgeländer (18) auf einem Flachdach (20) einer
Gebäudestruktur (19) umfassend die Schritte:
a) Positionieren und Fixieren einer Geländerhalterung (1) gemäss einem der Ansprüche
1 bis 13,
b) Montieren mindestens eines Geländerelements (3) an die Geländerhalterung (1),
c) Optional: Lösen einer Arretierung und Ablegen der Geländerpfosten (2) in die Liegeposition
(A),
d) Optional; arretieren der Geländerpfosten (2) in der Liegeposition (A).