[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebefalttor, insbesondere ein sogenanntes
bodenlagerndes Schiebefalttor, bei dem die Falttorsegmente die Last an den Boden abgeben.
[0002] Ein Schiebefalttor ist eine moderne und vielseitige Lösung zum Realisieren einer
Toranlage, die insbesondere in Bereichen eingesetzt wird, in denen Platzersparnis
und Funktionalität eine zentrale Rolle spielen. Die Konstruktion eines Schiebefalttors
basiert auf mehreren miteinander verbundenen Sektionen, den Falttorsegmenten, die
sich beim Öffnen seitlich falten und entlang einer Führungsschiene bewegen. Dadurch
bietet das Schiebefalttor eine kompakte und platzsparende Alternative zu herkömmlichen
Schiebe- oder Drehtoren. Es benötigt wenig zusätzlichen Raum vor oder hinter der Öffnung,
was es besonders für Gebäude oder Zufahrten mit begrenztem Platzangebot attraktiv
macht. Im Gegensatz zum klassischen Falttor sind hierbei die äußersten Segmente nicht
über ein Stockprofil mit dem Mauerwerk verbunden, sonderen ebenso wie alle weiteren
Segmente beweglich gelagert. Schiebefalttore kommen vorwiegend bei größeren Öffnungen
zum Einsatz.
[0003] Die Funktionsweise eines Schiebefalttors kombiniert also die Effizienz eines Schiebetors
mit der Kompaktheit eines Falttors. Beim Öffnen falten sich die Falttorsegmente wie
ein Akkordeon zusammen und schieben sich seitlich. Der Mechanismus kann entweder manuell
oder motorisiert betrieben werden, wobei moderne Varianten häufig mit automatisierten
Systemen ausgestattet sind. Elektrische Antriebe, kombiniert mit Fernsteuerungen,
Bewegungssensoren oder Smartphone-Apps, ermöglichen eine einfache und komfortable
Bedienung. Sicherheitssysteme wie Lichtschranken und Hinderniserkennungen gewährleisten
zudem einen reibungslosen und sicheren Betrieb.
[0004] Die Materialien, aus denen die Falttorsegmente hergestellt werden, sind in der Regel
robust und langlebig, um den Anforderungen des täglichen Gebrauchs gerecht zu werden.
Aluminium und besonders Stahl sind aufgrund ihrer Stabilität und Korrosionsbeständigkeit
besonders beliebt für die Konstruktion der Rahmenelemente, während Glas, gedämmte
Sandwichpaaneele, Lüftungslamellen oder Holzelemente als Füllungen eingesetzt werden
können, um unterschiedlichen funktionellen Ansprüchen oder auch ästhetischen Ansprüchen
gerecht zu werden. Das Design eines Schiebefalttors lässt sich flexibel an verschiedene
architektonische Gegebenheiten anpassen, was es sowohl für industrielle als auch für
private Anwendungen geeignet macht.
[0005] Die Einsatzmöglichkeiten von Schiebefalttoren sind somit äußerst vielfältig. In der
Industrie und im Gewerbebereich dienen sie häufig als Zugang zu Lagerhäusern, Logistikzentren
oder Produktionsstätten, wo sie aufgrund ihrer schnellen Öffnungs- und Schließzeiten
den Arbeitsablauf optimieren und wegen ihrer Robustheit beliebt sind. In Sicherheitsbereichen
wie Botschaften, Kasernen oder Flughäfen bieten sie zuverlässigen Schutz vor unbefugtem
Zutritt auch bei großen Öffnungen. Auch im privaten Bereich finden Schiebefalttore
Anwendung, beispielsweise als Garagentor. Sie sind eine elegante und platzsparende
und vor allem robuste Lösung, die sich harmonisch in die Gestaltung von Einfamilienhäusern
oder modernen Wohnanlagen einfügt und dabei erhöhten Einbruchschutz gewährleisten
kann.
[0006] Ein weiterer Vorteil von Schiebefalttoren ist ihre Langlebigkeit. Mit einer regelmäßigen
Wartung, die das Schmieren der Scharniere und Führungsschienen sowie die Reinigung
von Schmutz und Ablagerungen umfasst, lässt sich die Funktionalität über viele Jahre
oder auch Jahrzehnte erhalten.
[0007] Das Falten der einzelnen Falttorsegmente wird üblicherweise mithilfe einer Auslenkungsschiene
bewirkt, entlang der sogenannte Faltrollen geführt werden. Diese Schiene ist so geformt,
dass die Bewegung der Faltrollen entlang der Auslenkungsschiene die Faltung der Falttorsegmente
initiiert. Üblicherweise verläuft die Auslenkungsschiene neben der eigentlichen Führungs-Laufschiene,
entlang der die Falttorsegmente verschoben werden, und bildet somit eine eigene Bahn
für die Bewegung der Faltrollen. In der Regel sind Führungs-Laufschiene und Auslenkungsschiene
an der Oberseite des Schiebefalttors angeordnet, wobei die Last primär durch diese
obere Laufschiene aufgenommen wird. An der gegenüberliegenden Seite, also an der Unterseite
des Tors sind die Torsegmente zwar ebenfalls geführt, dies dient allerdings in erster
Linie dazu, die Windlast aufzunehmen, welche ggf. seitlich auf die Torsegmente wirkt.
Die eigentliche Gewichtskraft wird wie bereits erwähnt bei diesen sog. deckenlagernden
Konstruktionen durch die obere Führungsschiene aufgenommen.
[0008] Bei sehr großen Torkonstruktionen kann jedoch die Gewichtskraft der Torsegmente so
groß werden, dass eine zu starke Durchbiegung der Tragwerkskonstruktion zu befürchten
ist, was wiederum die Torfunktion beeinträchtigt oder sogar verhindert. In solchen
Fällen werden die Komponenten zur Aufnahme der Last im Bodenbereich des Tors untergebracht,
die Torlast wird dabei an eine Bodenlaufschiene anstatt an eine Deckenlaufschiene
übertragen. Eine zusätzliche Verlagerung der Auslenkungsschiene, die für das Falten
der Torsegmente verantwortlich ist, von der Decke zum Boden hat dann eine größere
Stabilität des Faltmechanismus zur Folge und erlaubt der Torkonstruktion die Aufnahme
von größeren Tragwerksdurchbiegungen durch Fremdlast ohne Einfluss auf die Torfunktion.
Daher ist es in diesen Fällen technisch von Vorteil, sowohl die lastragende Laufschiene
als auch die Auslenkungsschiene zum Boden hin zu verlagern.
[0009] Allerdings in diesem Fall im Boden im Gegensatz zum deckenlagernden Tor mit Bodenführung,
zwei vertiefte Führungskanäle anstatt einem. Zwei nebeneinander verlaufende Schienenkanäle
verschlechtern jedoch die Überfahrbarkeit besonders mit kleinen Rädern und erschweren
eine solide Konstruktion einer mit Schwerfahrzeugen überfahrbaren Schwelle. Generell
werden möglichst wenig und kleine Bodenöffnungen für Schienen im Bodenbereich eines
derartigen Tors gewünscht. Daher wird die Anordnung von zwei nebeneinander verlaufenden
Schienen im Bodenbereich eines Tors als nachteilig angesehen.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabenstellung zugrunde, eine
Verbesserung vorzuschlagen, durch die letztendlich die Betriebssicherheit des Schiebefalttors
erhöht wird.
[0011] Die oben stehende Aufgabe wird durch ein Schiebefalttor, welches die Merkmale des
Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf dem Gedanken, auf eine über die gesamte Breite
des Tors hinweg verlaufende zweite Schiene zur Führung der Faltrollen zu verzichten
und stattdessen überwiegend die zwingend erforderliche Führungs-Laufschiene auch für
die Führungs-Bewegung der Faltrollen zu verwenden. Lediglich im Endbereich der Führungs-Laufschiene
verzweigt diese zu der hier benötigten Auslenkungsschiene, welche dann bogenförmig
von der Führungs-Laufschiene wegführt. Dabei ist eine Weiche vorgesehen, welche dazu
ausgebildet ist, während des Öffnens des Schiebefalttors die Faltrollen in die Auslenkungsschiene
abzuzweigen, um das Falten der Falttorsegmente zu bewirken.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann der Vorteil erreicht werden, dass über die
nahezu gesamte Breite des Tors hinweg lediglich die die Last aufnehmende Führungs-Laufschiene
installiert werden muss und die mit der Verwendung einer zusätzlichen zweiten Schiene,
nämlich der Auslenkungsschiene verbundenen Nachteile, die sich insbesondere dann ergeben,
wenn beide Schienen im Bodenbereich untergebracht werden, reduziert werden. Grundsätzlich
ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße Lösung auch bei einer
Anordnung der Führungs-Laufschiene im Deckenbereich genutzt werden könnte.
[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also ein Schiebefalttor mit einer Anordnung
von mehreren flügelartigen Falttorsegmenten vorgeschlagen, wobei die Falttorsegmente
über Scharniere um vertikale Schwenkachsen schwenkbar miteinander verbunden sind,
- wobei zum Öffnen und Schließen des Schiebefalttors die Anordnung der Falttorsegmente
entlang einer Führungsbahn auf ein seitliches Ende der Führungsbahn zubewegt oder
von diesem weggeschoben wird,
- wobei zumindest einige Falttorsegmente ein Auslenkungselement aufweisen, welches entlang
einer Auslenkungsbahn geführt gelagert ist, um während des Öffnens des Schiebefalttors
ein Falten der Falttorsegmente zu ermöglichen, und
- wobei erfindungsgemäß die Auslenkungsbahn bogenförmig von der Führungsbahn abzweigt
und eine Weiche vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, beim Öffnen des Schiebefalttors
die sich auf das seitlichen Ende zu bewegenden Auslenkungselemente in die Auslenkungsbahn
abzuzweigen.
[0015] Die grundsätzliche Funktionsweise eines Schiebefalttors bleibt also auch bei der
erfindungsgemäßen Lösung erhalten. Allerdings werden über den überwiegenden Bereich
der Breite des Tors hinweg die Führungs-Laufschiene und die Auslenkungsschiene zu
einer einzigen Schiene zusammengefasst und erst zum Ende des Tors hin erfolgt dann
die Verzweigung und mithilfe der erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden Weiche die
erforderliche seitliche Auslenkung der bevorzugt als Faltrollen ausgeführten Auslenkungselemente.
Hierbei ist bevorzugt die Weiche derart ausgestaltet, dass sie mechanisch durch die
durchfahrenden Lastrollen geöffnet und wieder geschlossen wird, sodass die Lastrollen
also im Rahmen ihrer Bewegung während des Öffnens und Schließens des Schiebefalttors
immer innerhalb der Führungs-Laufschiene verbleiben. Die für die Durchführung der
Faltbewegung verantwortlichen Faltrollen hingegen besitzen keine schaltende Funktion
und werden mithilfe der Weiche, die bevorzugt in die auskoppelnde Stellung vorgespannt
ist, in die abzweigende Auslenkungsschiene gelenkt.
[0016] Vorzugsweise ist hierbei ein spezieller Federmechanismus vorgesehen, der sicherstellt,
dass die Weiche im unbelasteten Normalfall für die Faltrolle geöffnet ist, also derart
eingestellt ist, dass die Auskopplung der Faltrollen in die Auslenkungsschiene erfolgt.
Zentraler Bestandteil der Weiche ist hier insbesondere ein keilförmig gestaltetes,
schwenkbar gelagertes Element, welches wie bereits erwähnt in die auskoppelnde Position
vorgespannt gelagert ist und dessen Seitenfläche eine entsprechend Führungsbahn für
die Auskopplung der Faltrollen bildet. Die Lastrolle weist in diesem Fall dann bevorzugt
eine spezielle, rampenartige bzw. kuppelartige Führungskulisse auf, durch welche die
Weiche beim Durchfahren der Lastrolle automatisch geöffnet wird. Vorzugsweise ist
diese Führungskulisse bzw. die Lastrolle derart ausgeführt, dass beim Durchfahren
der Weiche in entgegengesetzter Richtung, wenn also das Schiebefalttor geschlossen
werden soll, die Weiche wiederum automatisch für die Lastrollen geöffnet wird.
[0017] Hinsichtlich der weiteren Komponenten kann das erfindungsgemäße Schiebefalttor identisch
zu bereits existierenden Lösungen ausgeführt sein. Dies gilt insbesondere für den
vorzugsweise vorgesehenen motorisierten Antrieb, mit dessen Hilfe das Tor geöffnet
oder geschlossen wird. Hierzu ist vorzugsweise eine entsprechende Antriebseinheit
am letzten, also dem dem seitlichen Ende gegenüberliegenden Falttorsegment angeordnet.
Der Antrieb kann dabei insbesondere ein motorbetriebenes Ritzel umfassen, welches
an einer Zahnschiene entlang fährt, die sich entlang der Führungsbahn erstreckt.
[0018] Wie dies auch von bereits bekannten Schiebefalttoren bekannt ist, kann vorgesehen
sein, dass jeweils zwei aufeinander folgende Falttorsegmente ein Paar bilden, dessen
äußere Seiten über die Lastrollen entlang der Führungsbahn geführt sind, wobei an
zumindest einem der beiden Falttorsegmente eines Paars das Faltführungselement, also
die Faltrolle angeordnet ist, welches dann mithilfe der erfindungsgemäßen Weiche in
die Auslenkungsbahn abgezweigt wird, sodass der die beiden Falttorsegmente verbindende
Bereich seitlich ausgelenkt wird, um letztendlich das gewünschte Falten der Torsegmente
zu erzielen.
[0019] Insgesamt wird also eine Schiebefalttor-Anordnung bereitgestellt, bei der die Notwendigkeit
zweier über die gesamte Breite hinweg nebeneinander verlaufender Schienen vermieden
wird, was zu deutlichen Vorteilen im Hinblick auf die Montage sowie den späteren Betrieb
des Schiebefalttors führt. Die Vorteile kommen insbesondere bei einer bodenlagernden
Ausgestaltung des Schiebefalttors zum Tragen, wobei das erfindungsgemäße Konzept in
gleicher Weise allerdings auch bei einer Anordnung der entsprechenden Komponenten
im Deckenbereich genutzt werden könnte.
[0020] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische seitliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Schiebefalttors im geschlossenen
Zustand;
- Figur 2
- die Ansicht des Schiebefalttors von Figur 1 in vertikaler Richtung;
- Figur 3
- das Schiebefalttor in seitlicher Ansicht und in einer teilweise geöffneten Konfiguration;
- Figur 4
- eine Figur 3 entsprechende Ansicht in vertikaler Richtung;
- Figuren 5a bis 5e
- Ansichten zur Funktionsweise der erfindungsgemäßen Weiche, um die Faltrolle in die
Auslenkungsbahn umzulenken; und
- Figuren 6 bis 16
- weitere perspektivische Ansichten der erfindungsgemäßen Weiche.
[0021] Anhand der Figuren 1 - 4 soll zunächst die grundsätzliche Funktionsweise des erfindungsgemäßen
Schiebefalttors erläutert werden.
[0022] Figur 1 zeigt hierzu schematisch die allgemein mit dem Bezugszeichen 100 versehene
Toranlage, welche aus mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordneten, vertikal
ausgerichteten Falttorsegmenten 10 besteht, die über entsprechende Scharniere oder
Gelenke 15 schwenkbar miteinander verbunden sind. Die Falttorsegmente 10 können aus
unterschiedlichsten Materialien bestehen und je nach Ausgestaltung des Tors 100 entsprechend
geeignete Abmessungen aufweisen. Auch die Anzahl der Falttorsegmente 10 kann variabel
gewählt werden, wobei eine geradzahlige Anzahl zu bevorzugen ist, was sich aus der
speziellen Vorgehensweise zum Falten der Falttorsegmente 10 beim Öffnen des Tors 100
ergibt. Alle Falttorsegmente 10 können im Wesentlichen identische Abmessungen aufweisen,
wobei dies allerdings nicht zwingend erforderlich ist und auch vorgesehen sein könnte,
dass paarweise die Flügelbreite z.B. zur Erreichung einer gewünschten Durchganglichte
bei integrierten Gehtüren etwas abweicht. Wesentlich ist, dass alle Falttorsegmente
10 über die bereits erwähnten Scharniere oder Gelenke 15 aufeinanderfolgend miteinander
verbunden sind. Die Anzahl und konkrete Anordnung der Scharniere 15 spielt hingegen
keine Rolle.
[0023] Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass in den Figuren 1 - 4 ein Schiebefalttor
100 dargestellt ist, welches sich zu einer Seite hin öffnet, in den Figuren zur linken
Seite hin. In der Regel sind derartige Schiebefalttore symmetrisch ausgebildet, sodass
dann ein vollständiges Tor 100 die in den Figuren gezeigte Anordnung nochmals hierzu
gespiegelt aufweist. Dies muss allerdings nicht zwingend der Fall sein. Die erfindungsgemäße
Lösung betrifft eine vorteilhafte Ausgestaltung der in den Figuren 1 - 4 gezeigten
Anordnung, die also entweder ein vollständiges Schiebefalttor bildet oder eine Hälfte
hiervon.
[0024] Eine erste wesentliche Voraussetzung ist also wie bereits erwähnt, dass die Falttorsegmente
10 über die erwähnten Scharniere bzw. Gelenke 15 um vertikal verlaufende Achsen schwenkbar
miteinander verbunden sind. Dies gilt insbesondere auch für das erste, in den Darstellungen
links angeordnete Falttorsegment 10
1.
[0025] Im geschlossenen Zustand des Tors 100 sind hierbei die Falttorsegmente 10 entsprechend
der Darstellung von Figur 1 sowie entsprechend der Aufsicht von Figur 2 fluchtend
zueinander in einer Ebene ausgerichtet. Hierbei ergibt sich eine Längserstreckung
der resultierenden Anordnung, die der Breite des Tors 100 entspricht, sodass dieses
in dieser Konfiguration also vollständig geschlossen ist. Mit Hilfe eines schematisch
dargestellten Antriebs 20, der üblicherweise am letzten Falttorsegment 10
N angeordnet ist, kann dann die gesamte Anordnung entsprechend dem Doppelpfeil in Richtung
des gegenüberliegenden Endes, also nach links geschoben werden, um das Tor 100 zu
öffnen, oder in entgegengesetzter Richtung nach rechts gezogen werden, um das Tor
100 zu schließen.
[0026] Der Antrieb 20 kann in unterschiedlicher Weise ausgeführt sein. Eine denkbare Variante
besteht darin, dass in einer nachfolgend noch näher erläuterten Führungs-Laufschiene
eine Zahnstange verbaut ist, wobei der Antrieb 20 dann ein entsprechendes Zahnrad
antreibt, welches im Bereich des äußeren Falttorsegments 10
N angeordnet ist und entlang der Zahnstange verfährt. Dies stellt eine einfache aber
effiziente Möglichkeit dar, die gesamte Anordnung auf das linke Ende hin zu schieben
oder von diesem wegzuziehen, um das Tor 100 zu öffnen bzw. zu schließen.
[0027] Beim Öffnen des Tores 100 wird also wie in Figur 3 dargestellt das dem linken Ende
abgewandte Ende der Anordnung von Falttorsegmenten 10 nach links geschoben, wobei
die den linken Endbereich erreichenden Falttorsegmente 10 dann wie in Figur 4 dargestellt
ziehharmonikaartig aufgefaltet werden, sodass sie letztendlich quer zur Längserstreckung
des Tors 100 ausgerichtet angeordnet sind. Hierdurch wird eine platzsparende Anordnung
der Falttorsegmente 10 im geöffneten Zustand des Tors 100 erreicht und auch größere
Einfahrten oder Öffnungen in Gebäuden können auf diesem Wege einfach geöffnet oder
verschlossen werden.
[0028] Das Falten der Falttorsegmente 10 zu der in Figur 4 erkennbaren Anordnung wird dabei
durch eine spezielle Lagerung und Führung der Falttorsegmente 10 erreicht, die in
den Figuren 2 und 4 erkennbar ist, welche Ansichten des Tors 100 in einer Ebene senkrecht
zur Längserstreckung, also bspw. von der Oberseite her zeigen.
[0029] Wichtig hierbei ist zunächst, dass jeweils zwei aufeinanderfolgende Falttorsegmente
10 ein Paar bilden, wobei die Falttorsegmente 10 eines Paars untereinander sowie gegenüber
den Falttorsegmenten 10 der benachbarten Paare um die bereits erwähnten vertikalen
Schwenkachsen (realisiert durch die Gelenke bzw. Scharniere 15) schwenkbar sind. Jedes
Paar von Falttorsegmenten 10 weist dabei an seinen beiden Enden Führungsrollen 17
auf, wobei sich diese Führungsrollen 17 im Bereich der jeweils äußeren Scharniere
15 befinden und sich benachbarte Paare von Falttorsegmenten 10 auch eine gemeinsame
Führungsrolle 17 teilen können, wie dies in Figur 1 erkennbar ist. Weiterhin ist für
jedes Paar von Falttorsegmenten 10 ferner eine sog. Faltrolle 18 vorgesehen, wobei
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel diese Faltrolle 18 sich jeweils an dem ersten
Falttorsegment 10 des entsprechenden Paars befindet, idealerweise in der Nähe der
Scharniere 15, über welche die Ankopplung an das zweite entsprechende Falttorsegment
10 des jeweiligen Paars erfolgt.
[0030] Im Rahmen des Öffnens oder Schließens des Falttors 100 werden dann die Falttorsegmente
mit Hilfe der oben erwähnten Lastrollen 17 sowie der Faltrollen 18 geführt verschoben,
wobei die Figuren 2 und 4 schematisch die Bahnen I und II zeigen, entlang denen die
Lastrollen 17 (Bahn I) und Faltrollen (Bahn II) verlaufen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang,
dass die Figuren 2 und 4 lediglich den generellen Verlauf der beiden Bahnen I und
II zeigen, nicht jedoch deren exakte Anordnung in Bezug auf die Anordnung der Falttorsegmente
10. Tatsächlich wird die erste Bahn I fluchtend unterhalb der Anordnung der Falttorsegmente
10 verlaufen, während sich der linear erstreckende Teil der zweiten Bahn II bei aus
dem Stand der Technik bekannten Lösungen knapp daneben befindet.
[0031] Die Form der beiden Bahnen I und II hat dann zur Folge, dass beim Verschieben der
Anordnung von Falttorsegmenten 10 nach links hin sich die Lastrollen 17 linear der
Bahn I und somit in Richtung der Ebene des Tors 100 bewegen, während hingegen die
Faltrollen 18 kurz vor Erreichen des linken Endbereichs durch die gekrümmt verlaufende
Bahn II seitlich ausgelenkt werden. Dies führt letztendlich dazu, dass der Bereich
der Verbindung zweier Falttorsegmente 100 eines Paars relativ zur Torebene seitlich
ausgelenkt wird und damit die beiden Torsegmente 10 aufgefaltet werden, sodass sich
letztendlich die in Figur 4 erkennbare Konfiguration ergibt. Dieser Faltmechanismus
für entsprechende Schiebefalttore ist an sich bekannt und wird seit langem genutzt.
[0032] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist wie bereits erwähnt vorgesehen,
dass die Lastrollen 17 einerseits sowie die Faltrollen 18 andererseits getrennt entlang
der Bahnen I und II geführt werden. Bspw. sind also im Rahmen der Gesamtkonstruktion
eines derartigen Tors 100 separate Führungsschienen vorgesehen, in welche die Lastrollen
17 einerseits sowie die Faltrollen 18 andererseits eingreifen. In der Regel sind hierbei
die entsprechenden Führungsschienen in der Decke oberhalb der Falttorsegmente 10 verbaut,
wobei im Bodenbereich eine weitere Schiene zum Führen der Torsegmente 10 angeordnet
ist. Diese weitere Schiene ist erforderlich, um die seitlich - also senkrecht zur
Torebene - auf das Tor 100 einwirkende Windkraft aufzunehmen. Die Gewichtslast des
Tors 100 wird allerdings durch die in der Decke verlaufenden Schienen, insbesondere
durch die Schiene zum Führen der Lastrollen 17 aufgenommen.
[0033] Bei sehr großen Torkonstruktionen mit vielen Falttorsegmenten 10 ergibt sich allerdings
das Problem, dass die Realisierung einer Deckenkonstruktion mit einer dortigen Führungs-Laufschiene,
in welche die Lastrollen 17 eingehängt werden, nur schwer umsetzbar ist und mit einer
nicht akzeptablen Tragwerksdurchbiegung gerechnet werden muss. Diese kann letztendlich
die Funktionalität des Tors 100 beeinträchtigen. Besser wäre es deshalb, in diesem
Fall die Gesamtkonstruktion derart zu realisieren, dass die Last unmittelbar auf den
Boden übertragen wird, also die Führung sowohl der Lastrollen 17 als auch der Faltrollen
18 im Bodenbereich umzusetzen. Entsprechend im Boden angeordnete Schienen sind allerdings
immer im Hinblick auf die Überfahrbarkeit - insbesondere mit kleinen Rollen - problematisch.
Dementsprechend wird bislang eine Lösung, bei der im Bodenbereich sowohl eine Führungs-Laufschiene
für die Lastrollen 17 als auch eine separate Führungsschiene für die Faltrollen 18
vorgesehen ist, als nachteilig angesehen.
[0034] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung kann dieser Nachteil vermieden werden. Dabei
ist vorgesehen, dass über die überwiegende Breite des Tores 100 hinweg eine einzige
Führungs-Laufschiene sowohl für die Lastrollen 17 als auch für die Faltrollen 18 genutzt
wird und lediglich in dem Endbereich der Anordnung eine Verzweigung in die linear
weitergeführte Führungs-Laufschiene für die Lastrollen 17 sowie den bogenförmig abzweigenden
Bereich zur Führung der Faltrollen 18 vorliegt. Der Gesamtbedarf an im Boden anzuordnenden
Führungsschienen wird hierdurch im Vergleich zur oben beschriebenen konventionellen
Lösung mit zwei separaten Schienen nahezu halbiert, was letztendlich zu einer deutlichen
Reduzierung eventueller Probleme führt.
[0035] Das erfindungsgemäße Konzept wird anhand der weiteren Figuren deutlich, wobei die
Figuren 5a bis 5e in vergrößerten Ansichten den Bereich der Abzweigung in unterschiedlichen
Stadien des Öffnens des Tors zeigen. Die weiteren Figuren 6 bis 16 zeigen perspektivische
Ansichten der nachfolgend näher beschriebenen erfindungsgemäßen Weiche.
[0036] Erkennbar ist in den Figuren 5a bis 5e zunächst die linear verlaufende Führungsbahn
I sowie der Beginn der abzweigenden Führungsbahn II (beide Bahnen, die durch entsprechende
Schienen, also die Führungs-Laufschiene101 sowie die Auslenkungsschiene 102 gebildet
werden, in denen dann die Lastrollen 17 bzw. Faltrollen 18 geführt sind, sind auch
in Figur 6 gezeigt). Entsprechend den obigen Erläuterungen ist also erforderlich,
dass beim Öffnen des Tors 100 die Lastrollen 17 in der oben beschriebenen Weise dauerhaft
linear entlang der ersten Führungsbahn I laufen, während hingegen die Faltrollen 18
zunächst ebenfalls entlang dieser linearen Bahn I geführt werden, im Bereich der Abzweigung
dann allerdings in die hiervon bogenförmig wegführende zweite Führungsbahn II umgelenkt
werden.
[0037] Verantwortlich hierfür ist eine allgemein mit dem Bezugszeichen 30 versehene Weiche,
deren Hauptbestandteil ein um einen Bolzen 31 schwenkbar gelagerter Weichenköper 35
ist. Grundsätzlich weist dieser Weichenköper 35 eine etwa keilförmige Gestalt auf
mit einem spitz zulaufenden Endbereich 36, der von dem seitlichen Ende des Tors 100
abgewandt in Richtung desjenigen Bereichs der Führungsbahn I weist, der von beiden
Rollen 17 und 18 gemeinsam genutzt wird.
[0038] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierbei vorgesehen, dass dieser Weichenköper
35 mit Hilfe eines federgetriebenen Edelstahlbolzens 32 in die in den Figuren 5d und
5e sowie 14 und 15 erkennbare Position vorgespannt ausgerichtet ist. Diese Position
wird im Folgenden als Auskoppelposition bezeichnet, wobei dann die Außenseite 37 des
Weichenköpers 35 ausgehend von der Spitze 36 einen stetigen Übergang von der ersten
Führungsbahn I bzw. der Führungs-Laufschiene101 in die abzweigende zweite Führungsbahn
II, also in die Auslenkungsschiene 102 bildet. Im unbelasteten Zustand der Weiche
30 befindet sich der Weichenköper 35 wie erwähnt in dieser Auskoppelposition.
[0039] Allerdings besteht die Möglichkeit, den Weichenköper 35 im Bedarfsfall zu verschwenken,
wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel den Lastrollen 17 jeweils eine kuppelartige
Schaltkulisse 19 zugeordnet ist, mit deren Hilfe die Weiche 30 automatisch betätigt
wird. Diese Schaltkulisse 19 kann an einem der Lastrolle 17 zugeordneten Laufwagen
17a vorgesehen sein, der im dargestellten Ausführungsbeispiel über vier Rollen 17b
in der Führungs-Laufschiene 101 geführt ist. Die Schaltkulisse 19 ist hierbei derart
ausgeführt, dass sie entsprechend der Darstellung der Figuren 5a und 7 bis 9 beim
Annähern an die Spitze 36 des Weichenköpers 35 unter diesen taucht. An der Unterseite
des Weichenköpers 35 ist ein keilförmiges Schaltteil 39 tiefenversetzt angebracht,
wobei die Schaltkulisse 19 in der Ebene dieses keilförmigen Schaltteils 39 des Weichenkörpers
35 liegt und somit diesen um die Achse 31 (in der Darstellung der Figuren 5 nach oben)
verschwenkt.
[0040] Wird also durch den Antrieb des Tors 100 die Anordnung der Falttorsegmente 10 in
Richtung der linken Seite des Tors 100 verschoben, so kann die Lastrolle 17 mit der
zugeordneten Schaltkulisse 19 unter der Weiche 30 hindurchtauchen und weiterhin entlang
der linear verlaufenden Führungsbahn I der Führungs-Laufschiene 101 verfahren, wie
diese in den Figuren 5 sowie 6 bis 16 gezeigt ist.
[0041] Anzumerken ist, dass entsprechend dem bevorzugten, in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel
an dem dem Keilende 36 gegenüberliegenden Endbereich des Weichenköpers 35 ein weiterer
zackenartiger Vorsprung 38 vorgesehen sein kann, der mit der runden Lagerwelle 17c
der Lastrolle 17 derart zusammenwirkt, dass die Weiche 30 nach dem Durchfahren der
Lastrolle 17 automatisch wieder in die Auskoppelposition umgestellt wird. Der Weichenköper
35 wird somit beim Durchfahren des Laufwagens 17a durch dessen Welle 17c mechanisch
zurückgestellt. Dies unterstützt zusätzlich die Funktion des bereits erwähnten Federbolzens
32 und stellt sicher, dass sich die Weiche 30 - abgesehen von der Phase, in der die
Weiche von der Lastrolle 17 passiert wird - grundsätzlich in der Auskoppelposition
befindet. Die vorzugsweise symmetrisch ausgeführte Form der Schaltkulisse 19 führt
ferner dazu, dass beim Schließen des Tors 100 die Weiche 30 automatisch wieder derart
verstellt wird, dass die Lastrolle 17 ungehindert entlang der Führungsbahn I verlaufen
kann.
[0042] Die Faltrolle 18 hingegen, welche keine entsprechende Schalkulisse aufweist, wird
durch die Keilform des Weichenköpers 35, der wiederum mit einer entsprechenden Lagerwelle
18c der Faltrolle 18 zusammenwirkt, seitlich ausgelenkt, um dann entlang der abgezweigten
zweiten Führungsbahn II in der Auslenkungsschiene 102 zu verlaufen. Hierdurch wird
der für die Durchführung der Faltbewegung erforderliche Effekt erzielt, dass die an
den Außenseiten eines Paars von Falttorsegmenten 10 vorgesehenen Lastrollen 17 wie
oben beschrieben weiterhin in Richtung des Endbereichs des Tors 100 bewegt werden,
die Verbindungsbereiche zweier ein Paar bildender Falttorsegmente 10 hingegen seitlich
ausgelenkt werden, sodass letztendlich die Falttorsegmente 10 senkrecht zur Richtung
der ersten Führungsbahn I ausgerichtet werden.
[0043] Somit wird mit Hilfe der vorliegenden Erfindung ein einfacher aber effizienter Mechanismus
zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe die verschiedenen Führungskomponenten des
Tors in der gewünschten Weise bewegt werden, um die Faltbewegung der Torsegmente durchzuführen.
Die Führung entlang der Bahnen I und II kann dabei in verschiedener Weise erfolgen,
wobei abhängig davon auch die Weiche entsprechend gestaltet werden kann. Wie bereits
erwähnt ist vorzugsweise vorgesehen, diese Bahnen als entsprechende im Boden verbaute
Schienen auszuführen, in denen dann entsprechende Rollen oder Räder geführt verlaufen
können. Hier kann allerdings auf aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen zurückgegriffen
werden. Ferner wird aus Stabilitätsgründen an der den erfindungsgemäß ausgeführten
Bahnen gegenüberliegenden Seite, also der Ober- oder Unterseite des Tors, eine weitere
Führungsschiene für die Torsegmente vorgesehen sein, um senkrecht auf das Tor wirkende
Kräfte aufnehmen zu können.
[0044] In diesem Zusammenhang ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße
Lösung selbstverständlich insbesondere dann zu besonderen Vorteilen führt, wenn die
Führung der Falttorsegmente und die Lastaufnahme im Bodenbereich erfolgt. Grundsätzlich
ist allerdings das erfindungsgemäße Konzept auch dann anwendbar, wenn die Führung
und Lastaufnahme an der Decke oberhalb des Tors vorgenommen wird. Auch hier kann durch
die Reduzierung im Wesentlichen auf eine einzige, lediglich im Endbereich verzweigte
Führungsbahn der Montageaufwand reduziert werden.
1. Schiebefalttor (100) mit einer Anordnung von mehreren flügelartigen Falttorsegmenten
(10), wobei die Falttorsegmente (10) über Scharniere (15) um vertikale Schwenkachsen
schwenkbar miteinander verbunden sind,
• wobei zum Öffnen und Schließen des Schiebefalttors (100) die Anordnung der Falttorsegmente
(10) entlang einer Führungsbahn (I) auf ein seitliches Ende der Führungsbahn (I) zubewegt
oder von diesem weggeschoben wird, und
• wobei zumindest einige Falttorsegmente (10) ein Auslenkungselement (18) aufweisen,
welches entlang einer Auslenkungsbahn (II) geführt gelagert ist, um während des Öffnens
des Schiebefalttors (100) ein Falten der Falttorsegmente (10) zu ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungsbahn (II) bogenförmig von der Führungsbahn (I) abzweigt und eine Weiche
(30) vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, beim Öffnen des Schiebefalttors
(100) die sich auf das seitliche Ende zu bewegenden Auslenkungselemente (18) in die
Auslenkungsbahn (II) abzuzweigen.
2. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falttorsegmente (10) mit Hilfe von Lastrollen (17) entlang der Führungsbahn (I)
geführt sind.
3. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei aufeinanderfolgende Falttorsegmente (10) jeweils ein Paar bilden, dessen äußere
Seiten entlang der Führungsbahn (I) geführt gelagert sind, wobei an zumindest einem
der beiden Falttorsegmente (10) eines Paar ein Auslenkungselement (18) angeordnet
ist.
4. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungselemente (18) im Bereich der unverzweigten Führungsbahn (I) entlang
der Führungsbahn (I) geführt sind.
5. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungselemente (18) als Faltrollen ausgeführt sind.
6. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsbahn (I) und die Auslenkungsbahn (II) als Schienen (101, 102) ausgeführt
sind, in denen die Führungselemente (17) sowie die Auslenkungselemente (18) beweglich
gelagert sind.
7. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Weiche (30) einen schwenkbar gelagerten Weichenköper (35) umfasst, dessen Außenseite
(37) einen stetigen Übergang von der ersten Führungsbahn (I) in die abzweigende Auslenkungsbahn
(II) bildet.
8. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich im unbelasteten Zustand der Weiche (30) der Weichenköper (35) in einer Auskoppelposition
befindet, in der die Auslenkungselemente (18) in die Auslenkungsbahn (II) umgelenkt
werden.
9. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Weichenköper (35) mit Hilfe eines Federelements (32) in die Auskoppelposition
vorgespannt gelagert ist.
10. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Führungselementen (17) jeweils eine Schaltkulisse (19) zugeordnet ist, welche
die Weiche (30) automatisch betätigt, um eine Bewegung der Führungselemente (17) entlang
der Führungsbahn (I) zu gewährleisten,
wobei die Schaltkulisse (19) vorzugsweise symmetrisch ausgebildet ist.
11. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltkulisse (19) mit einem an der Unterseite des Weichenkörpers (35) angeordnetem
Schaltteil (39) zusammenwirkt.
12. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsbahn (I) sowie die Auslenkungsbahn (II) im Bodenbereich des Faltschiebetors
(100) angeordnet sind.
13. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieses einen Antrieb (20) zum Öffnen und Schließen des Faltschiebetors (100) aufweist,
wobei der Antrieb (20) am letzten Falttorsegment (10N) angeordnet ist.
14. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (20) ein motorgetriebenes Ritzel umfasst, welches an dem letzten Falttorsegment
(10N) angeordnet ist und an einer Zahnschiene entlang fährt, die sich entlang der Führungsbahn
(I) erstreckt.