(19)
(11) EP 4 800 211 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.09.2026  Patentblatt  2026/36

(21) Anmeldenummer: 25160824.6

(22) Anmeldetag:  28.02.2025
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05D 15/26(2006.01)
E05D 15/06(2006.01)
E05F 15/605(2015.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E05D 15/0604; E05D 15/0613; E05Y 2900/142; E05Y 2201/638; E05Y 2900/132; E05D 2015/268; E05Y 2201/684; E05D 15/26; E05F 15/605; E05F 15/635; E06B 3/481; E06B 3/924
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH MA MD TN

(71) Anmelder: Auroport GmbH / Srl
39031 Bruneck (IT)

(72) Erfinder:
  • Auer, Hannes
    39031 St. Georgen/Bruneck (IT)

(74) Vertreter: Thun, Clemens 
Mitscherlich PartmbB Karlstraße 7
80333 München
80333 München (DE)

   


(54) SCHIEBEFALTTOR


(57) Bei einem Schiebefalttor (100) mit einer Anordnung von mehreren flügelartigen Falttorsegmenten (10) sind die Falttorsegmente (10) um vertikale Schwenkachsen schwenkbar miteinander verbunden, wobei zum Öffnen und Schließen des Schiebefalttors (100) die Anordnung der Falttorsegmente (10) mit Hilfe von Führungselementen (17) entlang einer Führungsbahn (I) auf ein seitliches Ende zubewegt oder von diesem weggeschoben wird. Zumindest einige Falttorsegmente (10) weisen ein Auslenkungselement (18) auf, welches entlang einer Auslenkungsbahn (II) geführt gelagert ist, um während des Öffnens des Schiebefalttors (100) ein Falten der Falttorsegmente (10) zu ermöglichen, wobei die Auslenkungsbahn (II) bogenförmig von der Führungsbahn (I) abzweigt und eine Weiche (30) vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, beim Öffnen des Schiebefalttors (100) die sich auf das seitliche Ende zu bewegenden Auslenkungselemente (18) in die Auslenkungsbahn (II) abzuzweigen.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebefalttor, insbesondere ein sogenanntes bodenlagerndes Schiebefalttor, bei dem die Falttorsegmente die Last an den Boden abgeben.

[0002] Ein Schiebefalttor ist eine moderne und vielseitige Lösung zum Realisieren einer Toranlage, die insbesondere in Bereichen eingesetzt wird, in denen Platzersparnis und Funktionalität eine zentrale Rolle spielen. Die Konstruktion eines Schiebefalttors basiert auf mehreren miteinander verbundenen Sektionen, den Falttorsegmenten, die sich beim Öffnen seitlich falten und entlang einer Führungsschiene bewegen. Dadurch bietet das Schiebefalttor eine kompakte und platzsparende Alternative zu herkömmlichen Schiebe- oder Drehtoren. Es benötigt wenig zusätzlichen Raum vor oder hinter der Öffnung, was es besonders für Gebäude oder Zufahrten mit begrenztem Platzangebot attraktiv macht. Im Gegensatz zum klassischen Falttor sind hierbei die äußersten Segmente nicht über ein Stockprofil mit dem Mauerwerk verbunden, sonderen ebenso wie alle weiteren Segmente beweglich gelagert. Schiebefalttore kommen vorwiegend bei größeren Öffnungen zum Einsatz.

[0003] Die Funktionsweise eines Schiebefalttors kombiniert also die Effizienz eines Schiebetors mit der Kompaktheit eines Falttors. Beim Öffnen falten sich die Falttorsegmente wie ein Akkordeon zusammen und schieben sich seitlich. Der Mechanismus kann entweder manuell oder motorisiert betrieben werden, wobei moderne Varianten häufig mit automatisierten Systemen ausgestattet sind. Elektrische Antriebe, kombiniert mit Fernsteuerungen, Bewegungssensoren oder Smartphone-Apps, ermöglichen eine einfache und komfortable Bedienung. Sicherheitssysteme wie Lichtschranken und Hinderniserkennungen gewährleisten zudem einen reibungslosen und sicheren Betrieb.

[0004] Die Materialien, aus denen die Falttorsegmente hergestellt werden, sind in der Regel robust und langlebig, um den Anforderungen des täglichen Gebrauchs gerecht zu werden. Aluminium und besonders Stahl sind aufgrund ihrer Stabilität und Korrosionsbeständigkeit besonders beliebt für die Konstruktion der Rahmenelemente, während Glas, gedämmte Sandwichpaaneele, Lüftungslamellen oder Holzelemente als Füllungen eingesetzt werden können, um unterschiedlichen funktionellen Ansprüchen oder auch ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Design eines Schiebefalttors lässt sich flexibel an verschiedene architektonische Gegebenheiten anpassen, was es sowohl für industrielle als auch für private Anwendungen geeignet macht.

[0005] Die Einsatzmöglichkeiten von Schiebefalttoren sind somit äußerst vielfältig. In der Industrie und im Gewerbebereich dienen sie häufig als Zugang zu Lagerhäusern, Logistikzentren oder Produktionsstätten, wo sie aufgrund ihrer schnellen Öffnungs- und Schließzeiten den Arbeitsablauf optimieren und wegen ihrer Robustheit beliebt sind. In Sicherheitsbereichen wie Botschaften, Kasernen oder Flughäfen bieten sie zuverlässigen Schutz vor unbefugtem Zutritt auch bei großen Öffnungen. Auch im privaten Bereich finden Schiebefalttore Anwendung, beispielsweise als Garagentor. Sie sind eine elegante und platzsparende und vor allem robuste Lösung, die sich harmonisch in die Gestaltung von Einfamilienhäusern oder modernen Wohnanlagen einfügt und dabei erhöhten Einbruchschutz gewährleisten kann.

[0006] Ein weiterer Vorteil von Schiebefalttoren ist ihre Langlebigkeit. Mit einer regelmäßigen Wartung, die das Schmieren der Scharniere und Führungsschienen sowie die Reinigung von Schmutz und Ablagerungen umfasst, lässt sich die Funktionalität über viele Jahre oder auch Jahrzehnte erhalten.

[0007] Das Falten der einzelnen Falttorsegmente wird üblicherweise mithilfe einer Auslenkungsschiene bewirkt, entlang der sogenannte Faltrollen geführt werden. Diese Schiene ist so geformt, dass die Bewegung der Faltrollen entlang der Auslenkungsschiene die Faltung der Falttorsegmente initiiert. Üblicherweise verläuft die Auslenkungsschiene neben der eigentlichen Führungs-Laufschiene, entlang der die Falttorsegmente verschoben werden, und bildet somit eine eigene Bahn für die Bewegung der Faltrollen. In der Regel sind Führungs-Laufschiene und Auslenkungsschiene an der Oberseite des Schiebefalttors angeordnet, wobei die Last primär durch diese obere Laufschiene aufgenommen wird. An der gegenüberliegenden Seite, also an der Unterseite des Tors sind die Torsegmente zwar ebenfalls geführt, dies dient allerdings in erster Linie dazu, die Windlast aufzunehmen, welche ggf. seitlich auf die Torsegmente wirkt. Die eigentliche Gewichtskraft wird wie bereits erwähnt bei diesen sog. deckenlagernden Konstruktionen durch die obere Führungsschiene aufgenommen.

[0008] Bei sehr großen Torkonstruktionen kann jedoch die Gewichtskraft der Torsegmente so groß werden, dass eine zu starke Durchbiegung der Tragwerkskonstruktion zu befürchten ist, was wiederum die Torfunktion beeinträchtigt oder sogar verhindert. In solchen Fällen werden die Komponenten zur Aufnahme der Last im Bodenbereich des Tors untergebracht, die Torlast wird dabei an eine Bodenlaufschiene anstatt an eine Deckenlaufschiene übertragen. Eine zusätzliche Verlagerung der Auslenkungsschiene, die für das Falten der Torsegmente verantwortlich ist, von der Decke zum Boden hat dann eine größere Stabilität des Faltmechanismus zur Folge und erlaubt der Torkonstruktion die Aufnahme von größeren Tragwerksdurchbiegungen durch Fremdlast ohne Einfluss auf die Torfunktion. Daher ist es in diesen Fällen technisch von Vorteil, sowohl die lastragende Laufschiene als auch die Auslenkungsschiene zum Boden hin zu verlagern.

[0009] Allerdings in diesem Fall im Boden im Gegensatz zum deckenlagernden Tor mit Bodenführung, zwei vertiefte Führungskanäle anstatt einem. Zwei nebeneinander verlaufende Schienenkanäle verschlechtern jedoch die Überfahrbarkeit besonders mit kleinen Rädern und erschweren eine solide Konstruktion einer mit Schwerfahrzeugen überfahrbaren Schwelle. Generell werden möglichst wenig und kleine Bodenöffnungen für Schienen im Bodenbereich eines derartigen Tors gewünscht. Daher wird die Anordnung von zwei nebeneinander verlaufenden Schienen im Bodenbereich eines Tors als nachteilig angesehen.

[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabenstellung zugrunde, eine Verbesserung vorzuschlagen, durch die letztendlich die Betriebssicherheit des Schiebefalttors erhöht wird.

[0011] Die oben stehende Aufgabe wird durch ein Schiebefalttor, welches die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

[0012] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf dem Gedanken, auf eine über die gesamte Breite des Tors hinweg verlaufende zweite Schiene zur Führung der Faltrollen zu verzichten und stattdessen überwiegend die zwingend erforderliche Führungs-Laufschiene auch für die Führungs-Bewegung der Faltrollen zu verwenden. Lediglich im Endbereich der Führungs-Laufschiene verzweigt diese zu der hier benötigten Auslenkungsschiene, welche dann bogenförmig von der Führungs-Laufschiene wegführt. Dabei ist eine Weiche vorgesehen, welche dazu ausgebildet ist, während des Öffnens des Schiebefalttors die Faltrollen in die Auslenkungsschiene abzuzweigen, um das Falten der Falttorsegmente zu bewirken.

[0013] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann der Vorteil erreicht werden, dass über die nahezu gesamte Breite des Tors hinweg lediglich die die Last aufnehmende Führungs-Laufschiene installiert werden muss und die mit der Verwendung einer zusätzlichen zweiten Schiene, nämlich der Auslenkungsschiene verbundenen Nachteile, die sich insbesondere dann ergeben, wenn beide Schienen im Bodenbereich untergebracht werden, reduziert werden. Grundsätzlich ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße Lösung auch bei einer Anordnung der Führungs-Laufschiene im Deckenbereich genutzt werden könnte.

[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also ein Schiebefalttor mit einer Anordnung von mehreren flügelartigen Falttorsegmenten vorgeschlagen, wobei die Falttorsegmente über Scharniere um vertikale Schwenkachsen schwenkbar miteinander verbunden sind,
  • wobei zum Öffnen und Schließen des Schiebefalttors die Anordnung der Falttorsegmente entlang einer Führungsbahn auf ein seitliches Ende der Führungsbahn zubewegt oder von diesem weggeschoben wird,
  • wobei zumindest einige Falttorsegmente ein Auslenkungselement aufweisen, welches entlang einer Auslenkungsbahn geführt gelagert ist, um während des Öffnens des Schiebefalttors ein Falten der Falttorsegmente zu ermöglichen, und
  • wobei erfindungsgemäß die Auslenkungsbahn bogenförmig von der Führungsbahn abzweigt und eine Weiche vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, beim Öffnen des Schiebefalttors die sich auf das seitlichen Ende zu bewegenden Auslenkungselemente in die Auslenkungsbahn abzuzweigen.


[0015] Die grundsätzliche Funktionsweise eines Schiebefalttors bleibt also auch bei der erfindungsgemäßen Lösung erhalten. Allerdings werden über den überwiegenden Bereich der Breite des Tors hinweg die Führungs-Laufschiene und die Auslenkungsschiene zu einer einzigen Schiene zusammengefasst und erst zum Ende des Tors hin erfolgt dann die Verzweigung und mithilfe der erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden Weiche die erforderliche seitliche Auslenkung der bevorzugt als Faltrollen ausgeführten Auslenkungselemente. Hierbei ist bevorzugt die Weiche derart ausgestaltet, dass sie mechanisch durch die durchfahrenden Lastrollen geöffnet und wieder geschlossen wird, sodass die Lastrollen also im Rahmen ihrer Bewegung während des Öffnens und Schließens des Schiebefalttors immer innerhalb der Führungs-Laufschiene verbleiben. Die für die Durchführung der Faltbewegung verantwortlichen Faltrollen hingegen besitzen keine schaltende Funktion und werden mithilfe der Weiche, die bevorzugt in die auskoppelnde Stellung vorgespannt ist, in die abzweigende Auslenkungsschiene gelenkt.

[0016] Vorzugsweise ist hierbei ein spezieller Federmechanismus vorgesehen, der sicherstellt, dass die Weiche im unbelasteten Normalfall für die Faltrolle geöffnet ist, also derart eingestellt ist, dass die Auskopplung der Faltrollen in die Auslenkungsschiene erfolgt. Zentraler Bestandteil der Weiche ist hier insbesondere ein keilförmig gestaltetes, schwenkbar gelagertes Element, welches wie bereits erwähnt in die auskoppelnde Position vorgespannt gelagert ist und dessen Seitenfläche eine entsprechend Führungsbahn für die Auskopplung der Faltrollen bildet. Die Lastrolle weist in diesem Fall dann bevorzugt eine spezielle, rampenartige bzw. kuppelartige Führungskulisse auf, durch welche die Weiche beim Durchfahren der Lastrolle automatisch geöffnet wird. Vorzugsweise ist diese Führungskulisse bzw. die Lastrolle derart ausgeführt, dass beim Durchfahren der Weiche in entgegengesetzter Richtung, wenn also das Schiebefalttor geschlossen werden soll, die Weiche wiederum automatisch für die Lastrollen geöffnet wird.

[0017] Hinsichtlich der weiteren Komponenten kann das erfindungsgemäße Schiebefalttor identisch zu bereits existierenden Lösungen ausgeführt sein. Dies gilt insbesondere für den vorzugsweise vorgesehenen motorisierten Antrieb, mit dessen Hilfe das Tor geöffnet oder geschlossen wird. Hierzu ist vorzugsweise eine entsprechende Antriebseinheit am letzten, also dem dem seitlichen Ende gegenüberliegenden Falttorsegment angeordnet. Der Antrieb kann dabei insbesondere ein motorbetriebenes Ritzel umfassen, welches an einer Zahnschiene entlang fährt, die sich entlang der Führungsbahn erstreckt.

[0018] Wie dies auch von bereits bekannten Schiebefalttoren bekannt ist, kann vorgesehen sein, dass jeweils zwei aufeinander folgende Falttorsegmente ein Paar bilden, dessen äußere Seiten über die Lastrollen entlang der Führungsbahn geführt sind, wobei an zumindest einem der beiden Falttorsegmente eines Paars das Faltführungselement, also die Faltrolle angeordnet ist, welches dann mithilfe der erfindungsgemäßen Weiche in die Auslenkungsbahn abgezweigt wird, sodass der die beiden Falttorsegmente verbindende Bereich seitlich ausgelenkt wird, um letztendlich das gewünschte Falten der Torsegmente zu erzielen.

[0019] Insgesamt wird also eine Schiebefalttor-Anordnung bereitgestellt, bei der die Notwendigkeit zweier über die gesamte Breite hinweg nebeneinander verlaufender Schienen vermieden wird, was zu deutlichen Vorteilen im Hinblick auf die Montage sowie den späteren Betrieb des Schiebefalttors führt. Die Vorteile kommen insbesondere bei einer bodenlagernden Ausgestaltung des Schiebefalttors zum Tragen, wobei das erfindungsgemäße Konzept in gleicher Weise allerdings auch bei einer Anordnung der entsprechenden Komponenten im Deckenbereich genutzt werden könnte.

[0020] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1
die schematische seitliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Schiebefalttors im geschlossenen Zustand;
Figur 2
die Ansicht des Schiebefalttors von Figur 1 in vertikaler Richtung;
Figur 3
das Schiebefalttor in seitlicher Ansicht und in einer teilweise geöffneten Konfiguration;
Figur 4
eine Figur 3 entsprechende Ansicht in vertikaler Richtung;
Figuren 5a bis 5e
Ansichten zur Funktionsweise der erfindungsgemäßen Weiche, um die Faltrolle in die Auslenkungsbahn umzulenken; und
Figuren 6 bis 16
weitere perspektivische Ansichten der erfindungsgemäßen Weiche.


[0021] Anhand der Figuren 1 - 4 soll zunächst die grundsätzliche Funktionsweise des erfindungsgemäßen Schiebefalttors erläutert werden.

[0022] Figur 1 zeigt hierzu schematisch die allgemein mit dem Bezugszeichen 100 versehene Toranlage, welche aus mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordneten, vertikal ausgerichteten Falttorsegmenten 10 besteht, die über entsprechende Scharniere oder Gelenke 15 schwenkbar miteinander verbunden sind. Die Falttorsegmente 10 können aus unterschiedlichsten Materialien bestehen und je nach Ausgestaltung des Tors 100 entsprechend geeignete Abmessungen aufweisen. Auch die Anzahl der Falttorsegmente 10 kann variabel gewählt werden, wobei eine geradzahlige Anzahl zu bevorzugen ist, was sich aus der speziellen Vorgehensweise zum Falten der Falttorsegmente 10 beim Öffnen des Tors 100 ergibt. Alle Falttorsegmente 10 können im Wesentlichen identische Abmessungen aufweisen, wobei dies allerdings nicht zwingend erforderlich ist und auch vorgesehen sein könnte, dass paarweise die Flügelbreite z.B. zur Erreichung einer gewünschten Durchganglichte bei integrierten Gehtüren etwas abweicht. Wesentlich ist, dass alle Falttorsegmente 10 über die bereits erwähnten Scharniere oder Gelenke 15 aufeinanderfolgend miteinander verbunden sind. Die Anzahl und konkrete Anordnung der Scharniere 15 spielt hingegen keine Rolle.

[0023] Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass in den Figuren 1 - 4 ein Schiebefalttor 100 dargestellt ist, welches sich zu einer Seite hin öffnet, in den Figuren zur linken Seite hin. In der Regel sind derartige Schiebefalttore symmetrisch ausgebildet, sodass dann ein vollständiges Tor 100 die in den Figuren gezeigte Anordnung nochmals hierzu gespiegelt aufweist. Dies muss allerdings nicht zwingend der Fall sein. Die erfindungsgemäße Lösung betrifft eine vorteilhafte Ausgestaltung der in den Figuren 1 - 4 gezeigten Anordnung, die also entweder ein vollständiges Schiebefalttor bildet oder eine Hälfte hiervon.

[0024] Eine erste wesentliche Voraussetzung ist also wie bereits erwähnt, dass die Falttorsegmente 10 über die erwähnten Scharniere bzw. Gelenke 15 um vertikal verlaufende Achsen schwenkbar miteinander verbunden sind. Dies gilt insbesondere auch für das erste, in den Darstellungen links angeordnete Falttorsegment 101.

[0025] Im geschlossenen Zustand des Tors 100 sind hierbei die Falttorsegmente 10 entsprechend der Darstellung von Figur 1 sowie entsprechend der Aufsicht von Figur 2 fluchtend zueinander in einer Ebene ausgerichtet. Hierbei ergibt sich eine Längserstreckung der resultierenden Anordnung, die der Breite des Tors 100 entspricht, sodass dieses in dieser Konfiguration also vollständig geschlossen ist. Mit Hilfe eines schematisch dargestellten Antriebs 20, der üblicherweise am letzten Falttorsegment 10N angeordnet ist, kann dann die gesamte Anordnung entsprechend dem Doppelpfeil in Richtung des gegenüberliegenden Endes, also nach links geschoben werden, um das Tor 100 zu öffnen, oder in entgegengesetzter Richtung nach rechts gezogen werden, um das Tor 100 zu schließen.

[0026] Der Antrieb 20 kann in unterschiedlicher Weise ausgeführt sein. Eine denkbare Variante besteht darin, dass in einer nachfolgend noch näher erläuterten Führungs-Laufschiene eine Zahnstange verbaut ist, wobei der Antrieb 20 dann ein entsprechendes Zahnrad antreibt, welches im Bereich des äußeren Falttorsegments 10N angeordnet ist und entlang der Zahnstange verfährt. Dies stellt eine einfache aber effiziente Möglichkeit dar, die gesamte Anordnung auf das linke Ende hin zu schieben oder von diesem wegzuziehen, um das Tor 100 zu öffnen bzw. zu schließen.

[0027] Beim Öffnen des Tores 100 wird also wie in Figur 3 dargestellt das dem linken Ende abgewandte Ende der Anordnung von Falttorsegmenten 10 nach links geschoben, wobei die den linken Endbereich erreichenden Falttorsegmente 10 dann wie in Figur 4 dargestellt ziehharmonikaartig aufgefaltet werden, sodass sie letztendlich quer zur Längserstreckung des Tors 100 ausgerichtet angeordnet sind. Hierdurch wird eine platzsparende Anordnung der Falttorsegmente 10 im geöffneten Zustand des Tors 100 erreicht und auch größere Einfahrten oder Öffnungen in Gebäuden können auf diesem Wege einfach geöffnet oder verschlossen werden.

[0028] Das Falten der Falttorsegmente 10 zu der in Figur 4 erkennbaren Anordnung wird dabei durch eine spezielle Lagerung und Führung der Falttorsegmente 10 erreicht, die in den Figuren 2 und 4 erkennbar ist, welche Ansichten des Tors 100 in einer Ebene senkrecht zur Längserstreckung, also bspw. von der Oberseite her zeigen.

[0029] Wichtig hierbei ist zunächst, dass jeweils zwei aufeinanderfolgende Falttorsegmente 10 ein Paar bilden, wobei die Falttorsegmente 10 eines Paars untereinander sowie gegenüber den Falttorsegmenten 10 der benachbarten Paare um die bereits erwähnten vertikalen Schwenkachsen (realisiert durch die Gelenke bzw. Scharniere 15) schwenkbar sind. Jedes Paar von Falttorsegmenten 10 weist dabei an seinen beiden Enden Führungsrollen 17 auf, wobei sich diese Führungsrollen 17 im Bereich der jeweils äußeren Scharniere 15 befinden und sich benachbarte Paare von Falttorsegmenten 10 auch eine gemeinsame Führungsrolle 17 teilen können, wie dies in Figur 1 erkennbar ist. Weiterhin ist für jedes Paar von Falttorsegmenten 10 ferner eine sog. Faltrolle 18 vorgesehen, wobei bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel diese Faltrolle 18 sich jeweils an dem ersten Falttorsegment 10 des entsprechenden Paars befindet, idealerweise in der Nähe der Scharniere 15, über welche die Ankopplung an das zweite entsprechende Falttorsegment 10 des jeweiligen Paars erfolgt.

[0030] Im Rahmen des Öffnens oder Schließens des Falttors 100 werden dann die Falttorsegmente mit Hilfe der oben erwähnten Lastrollen 17 sowie der Faltrollen 18 geführt verschoben, wobei die Figuren 2 und 4 schematisch die Bahnen I und II zeigen, entlang denen die Lastrollen 17 (Bahn I) und Faltrollen (Bahn II) verlaufen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Figuren 2 und 4 lediglich den generellen Verlauf der beiden Bahnen I und II zeigen, nicht jedoch deren exakte Anordnung in Bezug auf die Anordnung der Falttorsegmente 10. Tatsächlich wird die erste Bahn I fluchtend unterhalb der Anordnung der Falttorsegmente 10 verlaufen, während sich der linear erstreckende Teil der zweiten Bahn II bei aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen knapp daneben befindet.

[0031] Die Form der beiden Bahnen I und II hat dann zur Folge, dass beim Verschieben der Anordnung von Falttorsegmenten 10 nach links hin sich die Lastrollen 17 linear der Bahn I und somit in Richtung der Ebene des Tors 100 bewegen, während hingegen die Faltrollen 18 kurz vor Erreichen des linken Endbereichs durch die gekrümmt verlaufende Bahn II seitlich ausgelenkt werden. Dies führt letztendlich dazu, dass der Bereich der Verbindung zweier Falttorsegmente 100 eines Paars relativ zur Torebene seitlich ausgelenkt wird und damit die beiden Torsegmente 10 aufgefaltet werden, sodass sich letztendlich die in Figur 4 erkennbare Konfiguration ergibt. Dieser Faltmechanismus für entsprechende Schiebefalttore ist an sich bekannt und wird seit langem genutzt.

[0032] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist wie bereits erwähnt vorgesehen, dass die Lastrollen 17 einerseits sowie die Faltrollen 18 andererseits getrennt entlang der Bahnen I und II geführt werden. Bspw. sind also im Rahmen der Gesamtkonstruktion eines derartigen Tors 100 separate Führungsschienen vorgesehen, in welche die Lastrollen 17 einerseits sowie die Faltrollen 18 andererseits eingreifen. In der Regel sind hierbei die entsprechenden Führungsschienen in der Decke oberhalb der Falttorsegmente 10 verbaut, wobei im Bodenbereich eine weitere Schiene zum Führen der Torsegmente 10 angeordnet ist. Diese weitere Schiene ist erforderlich, um die seitlich - also senkrecht zur Torebene - auf das Tor 100 einwirkende Windkraft aufzunehmen. Die Gewichtslast des Tors 100 wird allerdings durch die in der Decke verlaufenden Schienen, insbesondere durch die Schiene zum Führen der Lastrollen 17 aufgenommen.

[0033] Bei sehr großen Torkonstruktionen mit vielen Falttorsegmenten 10 ergibt sich allerdings das Problem, dass die Realisierung einer Deckenkonstruktion mit einer dortigen Führungs-Laufschiene, in welche die Lastrollen 17 eingehängt werden, nur schwer umsetzbar ist und mit einer nicht akzeptablen Tragwerksdurchbiegung gerechnet werden muss. Diese kann letztendlich die Funktionalität des Tors 100 beeinträchtigen. Besser wäre es deshalb, in diesem Fall die Gesamtkonstruktion derart zu realisieren, dass die Last unmittelbar auf den Boden übertragen wird, also die Führung sowohl der Lastrollen 17 als auch der Faltrollen 18 im Bodenbereich umzusetzen. Entsprechend im Boden angeordnete Schienen sind allerdings immer im Hinblick auf die Überfahrbarkeit - insbesondere mit kleinen Rollen - problematisch. Dementsprechend wird bislang eine Lösung, bei der im Bodenbereich sowohl eine Führungs-Laufschiene für die Lastrollen 17 als auch eine separate Führungsschiene für die Faltrollen 18 vorgesehen ist, als nachteilig angesehen.

[0034] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung kann dieser Nachteil vermieden werden. Dabei ist vorgesehen, dass über die überwiegende Breite des Tores 100 hinweg eine einzige Führungs-Laufschiene sowohl für die Lastrollen 17 als auch für die Faltrollen 18 genutzt wird und lediglich in dem Endbereich der Anordnung eine Verzweigung in die linear weitergeführte Führungs-Laufschiene für die Lastrollen 17 sowie den bogenförmig abzweigenden Bereich zur Führung der Faltrollen 18 vorliegt. Der Gesamtbedarf an im Boden anzuordnenden Führungsschienen wird hierdurch im Vergleich zur oben beschriebenen konventionellen Lösung mit zwei separaten Schienen nahezu halbiert, was letztendlich zu einer deutlichen Reduzierung eventueller Probleme führt.

[0035] Das erfindungsgemäße Konzept wird anhand der weiteren Figuren deutlich, wobei die Figuren 5a bis 5e in vergrößerten Ansichten den Bereich der Abzweigung in unterschiedlichen Stadien des Öffnens des Tors zeigen. Die weiteren Figuren 6 bis 16 zeigen perspektivische Ansichten der nachfolgend näher beschriebenen erfindungsgemäßen Weiche.

[0036] Erkennbar ist in den Figuren 5a bis 5e zunächst die linear verlaufende Führungsbahn I sowie der Beginn der abzweigenden Führungsbahn II (beide Bahnen, die durch entsprechende Schienen, also die Führungs-Laufschiene101 sowie die Auslenkungsschiene 102 gebildet werden, in denen dann die Lastrollen 17 bzw. Faltrollen 18 geführt sind, sind auch in Figur 6 gezeigt). Entsprechend den obigen Erläuterungen ist also erforderlich, dass beim Öffnen des Tors 100 die Lastrollen 17 in der oben beschriebenen Weise dauerhaft linear entlang der ersten Führungsbahn I laufen, während hingegen die Faltrollen 18 zunächst ebenfalls entlang dieser linearen Bahn I geführt werden, im Bereich der Abzweigung dann allerdings in die hiervon bogenförmig wegführende zweite Führungsbahn II umgelenkt werden.

[0037] Verantwortlich hierfür ist eine allgemein mit dem Bezugszeichen 30 versehene Weiche, deren Hauptbestandteil ein um einen Bolzen 31 schwenkbar gelagerter Weichenköper 35 ist. Grundsätzlich weist dieser Weichenköper 35 eine etwa keilförmige Gestalt auf mit einem spitz zulaufenden Endbereich 36, der von dem seitlichen Ende des Tors 100 abgewandt in Richtung desjenigen Bereichs der Führungsbahn I weist, der von beiden Rollen 17 und 18 gemeinsam genutzt wird.

[0038] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierbei vorgesehen, dass dieser Weichenköper 35 mit Hilfe eines federgetriebenen Edelstahlbolzens 32 in die in den Figuren 5d und 5e sowie 14 und 15 erkennbare Position vorgespannt ausgerichtet ist. Diese Position wird im Folgenden als Auskoppelposition bezeichnet, wobei dann die Außenseite 37 des Weichenköpers 35 ausgehend von der Spitze 36 einen stetigen Übergang von der ersten Führungsbahn I bzw. der Führungs-Laufschiene101 in die abzweigende zweite Führungsbahn II, also in die Auslenkungsschiene 102 bildet. Im unbelasteten Zustand der Weiche 30 befindet sich der Weichenköper 35 wie erwähnt in dieser Auskoppelposition.

[0039] Allerdings besteht die Möglichkeit, den Weichenköper 35 im Bedarfsfall zu verschwenken, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel den Lastrollen 17 jeweils eine kuppelartige Schaltkulisse 19 zugeordnet ist, mit deren Hilfe die Weiche 30 automatisch betätigt wird. Diese Schaltkulisse 19 kann an einem der Lastrolle 17 zugeordneten Laufwagen 17a vorgesehen sein, der im dargestellten Ausführungsbeispiel über vier Rollen 17b in der Führungs-Laufschiene 101 geführt ist. Die Schaltkulisse 19 ist hierbei derart ausgeführt, dass sie entsprechend der Darstellung der Figuren 5a und 7 bis 9 beim Annähern an die Spitze 36 des Weichenköpers 35 unter diesen taucht. An der Unterseite des Weichenköpers 35 ist ein keilförmiges Schaltteil 39 tiefenversetzt angebracht, wobei die Schaltkulisse 19 in der Ebene dieses keilförmigen Schaltteils 39 des Weichenkörpers 35 liegt und somit diesen um die Achse 31 (in der Darstellung der Figuren 5 nach oben) verschwenkt.

[0040] Wird also durch den Antrieb des Tors 100 die Anordnung der Falttorsegmente 10 in Richtung der linken Seite des Tors 100 verschoben, so kann die Lastrolle 17 mit der zugeordneten Schaltkulisse 19 unter der Weiche 30 hindurchtauchen und weiterhin entlang der linear verlaufenden Führungsbahn I der Führungs-Laufschiene 101 verfahren, wie diese in den Figuren 5 sowie 6 bis 16 gezeigt ist.

[0041] Anzumerken ist, dass entsprechend dem bevorzugten, in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel an dem dem Keilende 36 gegenüberliegenden Endbereich des Weichenköpers 35 ein weiterer zackenartiger Vorsprung 38 vorgesehen sein kann, der mit der runden Lagerwelle 17c der Lastrolle 17 derart zusammenwirkt, dass die Weiche 30 nach dem Durchfahren der Lastrolle 17 automatisch wieder in die Auskoppelposition umgestellt wird. Der Weichenköper 35 wird somit beim Durchfahren des Laufwagens 17a durch dessen Welle 17c mechanisch zurückgestellt. Dies unterstützt zusätzlich die Funktion des bereits erwähnten Federbolzens 32 und stellt sicher, dass sich die Weiche 30 - abgesehen von der Phase, in der die Weiche von der Lastrolle 17 passiert wird - grundsätzlich in der Auskoppelposition befindet. Die vorzugsweise symmetrisch ausgeführte Form der Schaltkulisse 19 führt ferner dazu, dass beim Schließen des Tors 100 die Weiche 30 automatisch wieder derart verstellt wird, dass die Lastrolle 17 ungehindert entlang der Führungsbahn I verlaufen kann.

[0042] Die Faltrolle 18 hingegen, welche keine entsprechende Schalkulisse aufweist, wird durch die Keilform des Weichenköpers 35, der wiederum mit einer entsprechenden Lagerwelle 18c der Faltrolle 18 zusammenwirkt, seitlich ausgelenkt, um dann entlang der abgezweigten zweiten Führungsbahn II in der Auslenkungsschiene 102 zu verlaufen. Hierdurch wird der für die Durchführung der Faltbewegung erforderliche Effekt erzielt, dass die an den Außenseiten eines Paars von Falttorsegmenten 10 vorgesehenen Lastrollen 17 wie oben beschrieben weiterhin in Richtung des Endbereichs des Tors 100 bewegt werden, die Verbindungsbereiche zweier ein Paar bildender Falttorsegmente 10 hingegen seitlich ausgelenkt werden, sodass letztendlich die Falttorsegmente 10 senkrecht zur Richtung der ersten Führungsbahn I ausgerichtet werden.

[0043] Somit wird mit Hilfe der vorliegenden Erfindung ein einfacher aber effizienter Mechanismus zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe die verschiedenen Führungskomponenten des Tors in der gewünschten Weise bewegt werden, um die Faltbewegung der Torsegmente durchzuführen. Die Führung entlang der Bahnen I und II kann dabei in verschiedener Weise erfolgen, wobei abhängig davon auch die Weiche entsprechend gestaltet werden kann. Wie bereits erwähnt ist vorzugsweise vorgesehen, diese Bahnen als entsprechende im Boden verbaute Schienen auszuführen, in denen dann entsprechende Rollen oder Räder geführt verlaufen können. Hier kann allerdings auf aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen zurückgegriffen werden. Ferner wird aus Stabilitätsgründen an der den erfindungsgemäß ausgeführten Bahnen gegenüberliegenden Seite, also der Ober- oder Unterseite des Tors, eine weitere Führungsschiene für die Torsegmente vorgesehen sein, um senkrecht auf das Tor wirkende Kräfte aufnehmen zu können.

[0044] In diesem Zusammenhang ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße Lösung selbstverständlich insbesondere dann zu besonderen Vorteilen führt, wenn die Führung der Falttorsegmente und die Lastaufnahme im Bodenbereich erfolgt. Grundsätzlich ist allerdings das erfindungsgemäße Konzept auch dann anwendbar, wenn die Führung und Lastaufnahme an der Decke oberhalb des Tors vorgenommen wird. Auch hier kann durch die Reduzierung im Wesentlichen auf eine einzige, lediglich im Endbereich verzweigte Führungsbahn der Montageaufwand reduziert werden.


Ansprüche

1. Schiebefalttor (100) mit einer Anordnung von mehreren flügelartigen Falttorsegmenten (10), wobei die Falttorsegmente (10) über Scharniere (15) um vertikale Schwenkachsen schwenkbar miteinander verbunden sind,

• wobei zum Öffnen und Schließen des Schiebefalttors (100) die Anordnung der Falttorsegmente (10) entlang einer Führungsbahn (I) auf ein seitliches Ende der Führungsbahn (I) zubewegt oder von diesem weggeschoben wird, und

• wobei zumindest einige Falttorsegmente (10) ein Auslenkungselement (18) aufweisen, welches entlang einer Auslenkungsbahn (II) geführt gelagert ist, um während des Öffnens des Schiebefalttors (100) ein Falten der Falttorsegmente (10) zu ermöglichen,

dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungsbahn (II) bogenförmig von der Führungsbahn (I) abzweigt und eine Weiche (30) vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, beim Öffnen des Schiebefalttors (100) die sich auf das seitliche Ende zu bewegenden Auslenkungselemente (18) in die Auslenkungsbahn (II) abzuzweigen.
 
2. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falttorsegmente (10) mit Hilfe von Lastrollen (17) entlang der Führungsbahn (I) geführt sind.
 
3. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei aufeinanderfolgende Falttorsegmente (10) jeweils ein Paar bilden, dessen äußere Seiten entlang der Führungsbahn (I) geführt gelagert sind, wobei an zumindest einem der beiden Falttorsegmente (10) eines Paar ein Auslenkungselement (18) angeordnet ist.
 
4. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungselemente (18) im Bereich der unverzweigten Führungsbahn (I) entlang der Führungsbahn (I) geführt sind.
 
5. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslenkungselemente (18) als Faltrollen ausgeführt sind.
 
6. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsbahn (I) und die Auslenkungsbahn (II) als Schienen (101, 102) ausgeführt sind, in denen die Führungselemente (17) sowie die Auslenkungselemente (18) beweglich gelagert sind.
 
7. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Weiche (30) einen schwenkbar gelagerten Weichenköper (35) umfasst, dessen Außenseite (37) einen stetigen Übergang von der ersten Führungsbahn (I) in die abzweigende Auslenkungsbahn (II) bildet.
 
8. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich im unbelasteten Zustand der Weiche (30) der Weichenköper (35) in einer Auskoppelposition befindet, in der die Auslenkungselemente (18) in die Auslenkungsbahn (II) umgelenkt werden.
 
9. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Weichenköper (35) mit Hilfe eines Federelements (32) in die Auskoppelposition vorgespannt gelagert ist.
 
10. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,

dass den Führungselementen (17) jeweils eine Schaltkulisse (19) zugeordnet ist, welche die Weiche (30) automatisch betätigt, um eine Bewegung der Führungselemente (17) entlang der Führungsbahn (I) zu gewährleisten,

wobei die Schaltkulisse (19) vorzugsweise symmetrisch ausgebildet ist.


 
11. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltkulisse (19) mit einem an der Unterseite des Weichenkörpers (35) angeordnetem Schaltteil (39) zusammenwirkt.
 
12. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsbahn (I) sowie die Auslenkungsbahn (II) im Bodenbereich des Faltschiebetors (100) angeordnet sind.
 
13. Schiebefalttor (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieses einen Antrieb (20) zum Öffnen und Schließen des Faltschiebetors (100) aufweist, wobei der Antrieb (20) am letzten Falttorsegment (10N) angeordnet ist.
 
14. Schiebefalttor (100) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (20) ein motorgetriebenes Ritzel umfasst, welches an dem letzten Falttorsegment (10N) angeordnet ist und an einer Zahnschiene entlang fährt, die sich entlang der Führungsbahn (I) erstreckt.
 




Zeichnung































Recherchenbericht









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