[0001] Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät. Das Haushaltskältegerät
weist einen Aufnahmeraum für Lebensmittel auf. Der Aufnahmeraum kann somit beispielsweise
ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Der Aufnahmeraum ist durch Wände des Haushaltskältegeräts
begrenzt. Das Haushaltskältegerät weist darüber hinaus einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
auf. Das Haushaltskältegerät weist eine Haltevorrichtung auf, mit der der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
lösbar an einer der Wände anbringbar ist. Die Haltevorrichtung weist eine Haltenut
auf, in welche eine Koppellasche der Haltevorrichtung lösbar eingreift. Die Haltevorrichtung
weist eine benachbart zur Haltenut ausgebildete Anlagefläche auf, an welcher ein Anlageelement
der Haltevorrichtung anliegt.
[0002] Bei Haushaltskältegeräten ist es bekannt, dass separate Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
reversibel lösbar an Wänden anbringbar sind, die einen derartigen Aufnahmeraum begrenzen.
Solche Wände können beispielsweise Bestandteil eines Innenbehälters des Haushaltskältegeräts
sein. Insbesondere können sie beispielsweise vertikale Seitenwände sein. Eine andere
Wand, die einen Aufnahmeraum begrenzt, kann beispielsweise eine Innenseite einer Tür
des Haushaltskältegeräts sein. Die Tür begrenzt im geschlossenen Zustand ebenfalls
diesen Aufnahmeraum. Beispielsweise kann ein solcher Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
ein sogenannter Türabsteller sein.
[0003] Diese reversiblen Befestigungen derartiger Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter sind
vielfältig. Beispielsweise ist aus der
US 9784494 B2 ein Anbringungskonzept bekannt, bei welchem Eingriffselemente an dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
in spezifische Vertiefungen an einer Wand eingreifen, sodass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
an der Wand entsprechend befestigt ist. Eine der Wand zugewandte Rückseite des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
liegt dort vollflächig an der Wand an. Darüber hinaus sind dort mehrere Eingriffselemente
vorgesehen, die in jeweils individuell geformte Vertiefungen in der Wand eingreifen.
Insbesondere die in Höhenrichtung obere Ausgestaltung des Eingriffssystems ist dabei
relativ formkomplex. Nicht nur das Anbringen ist dadurch sehr aufwendig und kann zu
Verklemmungen und Verspreizungen führen, sondern auch aufgrund der individuellen Geometrie
der jeweiligen Eingriffssysteme sind auch unterschiedlichste Kraftpfade realisiert.
Dadurch entsteht im Stand der Technik eine relativ undefinierte Abstützung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an der Wand. Abhängig von individuellen Dimensionierungen und Fertigungstoleranzen
und damit aufgrund sich ergebender Positionstoleranzen entstehen unterschiedliche
Belastungen und unterschiedliche Krafteinleitungen. Dadurch können sich auch unerwünschte
Verformungen und Beeinträchtigungen gerade des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
ergeben. Aufgrund der dort vorgesehenen, im wesentlichen passgenauen Anbringung der
Eingriffselemente in die Vertiefungen in der Wand sind die oben genannten Nachteile
nochmals verstärkt.
[0004] Gerade das obere Eingriffssystem ist aufgrund der sehr individuellen Formkomplexität
des Eingriffselements einerseits und der dann komplementär ausgebildeten Kontur der
Vertiefung andererseits sehr schwer herstellbar und bedingt gerade die oben genannten
Nachteile wesentlich.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Haushaltskältegerät zu schaffen, bei
welchem eine lösbare Anbringung eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an einer
Wand verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Haushaltskältegerät, welches die Merkmale nach Anspruch
1 aufweist, gelöst.
[0007] Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät. Das Haushaltskältegerät
weist einen Aufnahmeraum für Lebensmittel auf. Der Aufnahmeraum kann somit beispielsweise
ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Der Aufnahmeraum ist durch Wände des Haushaltskältegeräts
begrenzt. Das Haushaltskältegerät weist darüber hinaus einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
auf. Das Haushaltskältegerät weist eine Haltevorrichtung auf, mit der der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
lösbar an einer der Wände anbringbar ist. Die Haltevorrichtung weist eine Haltenut
auf, in welche eine Koppellasche der Haltevorrichtung lösbar eingreift. Die Haltevorrichtung
weist eine benachbart zur Haltenut ausgebildete Anlagefläche auf, an welcher ein Anlageelement
der Haltevorrichtung anliegt.
[0008] Das zumindest eine Anlageelement ist nur lokal an der Anlagefläche anliegend, wenn
der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter an der Wand in seiner montierten Endposition
angeordnet ist. Dadurch ist eine nur lokale Lagerstelle als eine Abstützstruktur zum
Abstützen des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an der Wand gebildet. Dies bedeutet
also, dass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter über seine gesamte, der Anlagefläche
zugewandte Außenseite nicht vollflächig an dieser Wand außerhalb der Haltenut anliegt.
Diesbezüglich liegt er somit nur mit einem im Vergleich dazu kleineren Flächenbereich
an der Anlagefläche an. Dieser kleinere Flächenbereich ist durch die gegenständlich
definierte Abstützstruktur und somit diese eine lokale Anlage des Anlageelements gebildet.
Insbesondere ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ansonsten frei kragend an
der Wand angeordnet.
[0009] Dadurch ist außerhalb der Haltenut eine besonders definierte und lokal vorgebbare
Krafteinleitstelle ermöglicht.
[0010] In einer Ausführungsform ist diese Lagerstelle durch einen horizontal und insbesondere
nur lokal überstehenden Lagervorsprung, insbesondere einen Lagersteg, und diese Anlagefläche
gebildet. Der Lagervorsprung kann insbesondere in Tiefenrichtung der Wand lokal überstehend
ausgebildet sein. Der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, ist in dem Zusammenhang
ein Beispiel für das Anlageelement. Der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg,
kann unterbrechungsfrei und somit zusammenhängend ausgebildet sein. Er kann jedoch
auch segmentiert sein und durch zwei oder mehr getrennte Stegsegmente gebildet sein,
die in Summe die Gesamtgeometrie des Lagervorsprungs, insbesondere des Lagerstegs,
bilden.
[0011] Der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, ist in einer Ausführungsform an einer
der Wand zugewandten Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters angeformt.
Die Seitenwand ist insbesondere eine Rückwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
und/oder (vollständig oder zumindest im Wesentlichen) parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Wand orientiert. Der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg ist somit in diese
Seitenwand integriert und somit einstückig mit dieser Seitenwand ausgebildet. Dieser
Lagersteg ist zu einem restlichen Bereich der Seitenwand erhaben in Richtung zur wandseitigen
Anlagefläche überstehend. Insbesondere ragt er in dem Zusammenhang horizontal überstehend
zur wandseitigen Anlagefläche hin. Diese der Anlagefläche zugewandte Seitenwand des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters liegt somit nur an dieser definierten haltenutexternen
Lagerstelle direkt an der Lagerfläche an und es ist nur dort ein Kontaktbereich gebildet.
Ansonsten ist diese Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters, die der Anlagefläche
zugewandt ist und die außerhalb der Haltenut angeordnet ist, beabstandet zu dieser
Anlagefläche angeordnet.
[0012] Im Rahmen dieser Erfindung entspricht die Höhenrichtung einer vertikal nach oben
orientierten Richtung bei einem bestimmungsgemäß aufgestelltem Haushaltskältegerät.
Die Tiefenrichtung der Wand entspricht einer senkrechten Blickrichtung auf die Wand
durch einen vor der Wand stehenden Beobachter. Die Breitenrichtung der Wand entspricht
einer senkrecht zur Höhenrichtung und senkrecht zur Tiefenrichtung orientierten Richtung.
Die Haupterstreckungsebene der Wand definiert jene Ebene, welche die zwei größten
Abmaße der Wand einschließt. Bei einem bestimmungsgemäß aufgestellten Haushaltskältegerät
liegt die Haupterstreckungsebene in einer durch die Höhenrichtung und die Breitenrichtung
aufgespannten Ebene.
[0013] Insbesondere ist der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, in einem in Höhenrichtung
betrachtet unteren Längendrittel der der Anlagefläche zugewandten Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
ausgebildet. Insbesondere ist dieser Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, direkt
an einem unteren Ende dieser Seitenwand ausgebildet.
[0014] In einer Ausführungsform beträgt eine in Höhenrichtung bemessene Höhe des Lagervorsprungs,
insbesondere des Lagerstegs, maximal ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel
der Höhe der Seitenwand, die der Anlagefläche zugewandt ist, bzw. der Gesamthöhe des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters. In einer Ausführungsform beträgt eine Kontaktfläche,
mit welcher der Lagersteg an der Anlagefläche direkt anliegt, maximal 30%. Insbesondere
beträgt diese Kontaktfläche maximal 20%. Insbesondere beträgt sie maximal 10% einer
Fläche der Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters, die dieser Anlagefläche
zugewandt ist. In einer Ausführungsform beträgt eine Kontaktfläche, mit welcher der
Lagersteg an der Anlagefläche direkt anliegt, mindestens 1%, insbesondere mindestens
3% einer Fläche der Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters, die dieser
Anlagefläche zugewandt ist, wenn der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter in der montierten
Endposition an der Wand beziehungsweise der Befestigungswand angeordnet ist.
[0015] In einer Ausführungsform erstreckt sich der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg,
über zumindest 1%, insbesondere zumindest 5%, insbesondere zumindest 20%, insbesondere
zumindest 30%, insbesondere zumindest 40%, insbesondere zumindest 50% einer horizontalen
Überlappungslänge zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und der Wand. Dies
bedeutet, dass sich der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, in dieser horizontalen
Erstreckung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters, insbesondere dieser der Anlagefläche
zugewandten Seitenwand, nur bereichsweise erstreckt oder jedoch auch über diese gesamte
Länge dieser Seitenwand erstreckt. Möglich ist es, dass diesbezüglich der Lagervorsprung,
insbesondere der Lagersteg, als ein Lagervorsprung bzw. Lagersteg, der unterbrechungsfrei
ausgebildet ist, gestaltet ist. Möglich ist es auch, dass der Lagervorsprung, insbesondere
der Lagersteg, aus mehreren Lagerstegteilen gebildet ist, die voneinander separiert
sind. Damit sind entsprechende Lagerstegsegmente gebildet. Diese können in dieser
horizontalen Richtung betrachtet an den Endbereichen der Seitenwand ausgebildet sein.
[0016] In einer Ausführungsform ist das Anlageelement entlang einer vertikalen Überlappungslänge
zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und der Wand betrachtet in einem unteren
Längendrittel der vertikalen Überlappungslänge, insbesondere an einem unteren Ende
der vertikalen Überlappungslänge ausgebildet. Damit ergeben sich besonders vorteilhafte
Abstützkonzepte. Insbesondere ist damit ein besonders definiertes und präzises Konzept
von unterschiedlichen Kraftpfaden gebildet, mit welchen Kräfte von dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
in sehr definierter Richtung und an den sehr definierten Stellen, nämlich diesen Lagerstellen,
in die Wand, also die Befestigungswand beziehungsweise die Haltewand, eingeleitet
werden können.
[0017] In einer Ausführungsform beträgt eine Höhe des Anlageelements zwischen 1 mm und 30
mm, insbesondere zwischen 1 mm und 5 mm. Insbesondere beträgt diese Höhe zwischen
2,5 mm und 3,5 mm. Diese Höhe ist insbesondere bei dem sich in der Endposition befindlichen
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter in Höhenrichtung bemessen.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführungsform beträgt eine in horizontaler Richtung bemessene
Tiefe des Anlageelements zwischen 0,5 mm und 3 mm, insbesondere zwischen 1 mm und
2 mm. Insbesondere beträgt diese Tiefe des Anlageelements zwischen 1,5 mm und 1,7
mm. Diese Tiefe entspricht somit dem Maß des Überstands des Anlageelements von der
restlichen Seitenwand an der das Anlageelement ausgebildet ist.
[0019] In einer Ausführungsform weist das Anlageelement eine streifenförmige, insbesondere
ebene Berührfläche auf. Diese ist bestimmungsgemäß zum flächigen Anliegen an die Anlagefläche
vorgesehen.
[0020] Das Anlageelement weist in einer Ausführungsform in einem Horizontalschnitt betrachtet
an zumindest einem Ende eine Abrundung auf bzw. ist abgerundet ausgebildet. Damit
ist es an dieser Stelle ohne entsprechende Spitze beziehungsweise Kante ausgebildet.
Ein unerwünschtes Daranstoßen beziehungsweise eine diesbezüglich unerwünschte Kante,
die an der Wand reibt, ist dadurch vermieden.
[0021] In einer Ausführungsform ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter aus Kunststoff.
Er ist insbesondere einstückig ausgebildet. Insbesondere kann er als Spritzgussbauteil
ausgebildet sein. Der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter kann auch aus Metall bestehen
oder eine Kombination verschiedener Werkstoffe umfassen.
[0022] In einer Ausführungsform ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ein Zweikomponenten-Spritzgussbauteil.
Dabei können das Anlageelement aus einem ersten Material und der Rest des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
aus einem dazu unterschiedlichen zweiten Material ausgebildet sein. Das Anlageelement
kann beispielsweise aus PTFE (Polytetra-Fluor-Ethylen) sein.
[0023] Der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter kann beispielsweise ein Türabsteller sein.
Insbesondere kann er dann an einer Wand befestigt sein (d.h. die Endposition einnehmen),
die Bestandteil einer Tür des Haushaltskältegeräts ist. Insbesondere kann dies eine
im geschlossenen Zustand der Tür dem Aufnahmeraum zugewandte Innenwand der Tür sein.
[0024] Ein weiterer unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät.
Das Haushaltskältegerät weist einen Aufnahmeraum für Lebensmittel auf. Der Aufnahmeraum
kann somit beispielsweise ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Der Aufnahmeraum
ist durch Wände des Haushaltskältegeräts begrenzt. Das Haushaltskältegerät weist darüber
hinaus einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter auf. Das Haushaltskältegerät weist
eine Haltevorrichtung auf, mit der der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter lösbar an
einer der Wände anbringbar ist. Die Haltevorrichtung weist eine Haltenut auf, in welche
eine Koppellasche der Haltevorrichtung lösbar eingreift. Die Haltevorrichtung weist
eine benachbart zur Haltenut ausgebildete Anlagefläche auf, an welcher ein Anlageelement
der Haltevorrichtung anliegt.
[0025] Die Haltevorrichtung ist als zumindest Dreistellenlagerung ausgebildet. Insbesondere
ist dies in einem Längsschnitt betrachtet. Der Längsschnitt ist hier insbesondere
durch eine vertikale Schnittebene charakterisiert, insbesondere durch eine senkrecht
zu einer Längserstreckung der Haltenut orientierten Schnittebene charakterisiert.
Der Längsschnitt ist daher insbesondere eine Ebene. Der Längsschnitt kann auch gestuft
sein, also Schnittflächenbereiche sind an unterschiedlichen Abschnitten einer Achse,
die senkrecht zum Längsschnitt orientiert ist. Der Längsschnitt ist hier insbesondere
durch eine vertikale Schnittebene charakterisiert. Die Dreistellenlagerung ist so
konfiguriert, dass im an der Wand angebrachten Zustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
drei diskrete und lokale und beabstandet zueinander ausgebildete Lagerstellen als,
insbesondere direkte, mechanische Kontaktierungen zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
und der Wand gebildet sind. Der an der Wand abgebrachte Zustand kann dabei auch als
ein angebrachter, haltender Endzustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an
der Wand bezeichnet werden. In dem an der Wand angebrachten Zustand ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
mittels der Haltevorrichtung an der Wand selbsthaltend befestigt und bereit zur Aufnahme
von Kühlgut. Die Wand kann auch als Haltewand oder Befestigungswand bezeichnet werden.
Durch eine solche Multistellenlagerung mit zumindest drei solchen diskreten Lagerstellen
(und insbesondere nur drei solchen Lagerstellen) lässt sich die reversible Anbringung
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an der Wand verbessern. Denn so ist einerseits
das Montagekonzept und somit die Anbringung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an der Wand sehr einfach und zielgerichtet ermöglicht. Besonders vorteilhaft ist diese
Spezifikation der Haltevorrichtung jedoch dahingehend, dass sehr individuelle und
definiert gerichtete Kraftpfade gebildet werden können. Damit kann an unerwünschten
Zonen das Auftreten von Kraftspitzen vermieden werden. Insbesondere lassen sich dadurch
unerwünschte Verformungen des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters insbesondere im
beladenen Zustand zumindest deutlich reduzieren. Insbesondere können an Formübergängen
des Lebensmittel.-Aufbewahrungsbehälters, beispielweise an Eckbereichen und/oder an
Übergängen zwischen einem wannenförmigen Basisteil und einer Koppellasche, Kraftspitzen
vermieden werden. Gerade an diesen Zonen können dann Risse etc. vermieden werden.
[0026] Diese nur lokal ausgebildeten und für sich insbesondere in diesem Längsschnitt lokal
begrenzten und definierten und voneinander separierten Lagerstellen ermöglichen in
dem Zusammenhang auch ein Lagerstellensystem, welches besonders vorteilhaft im Hinblick
auf ein Zusammenwirken zum Ableiten von Kräften gebildet ist. Durch die Begrenzung
sind die Lagerstellen als solche auch eindeutig ersichtlich und somit in Geometrie
und Position eindeutig vorgegeben. Besonders vorteilhaft ist es dadurch erreicht,
dass nur durch diese lokalen Lagerstellen Kraftpfade gebildet sind, durch welche eine
sehr definierte und sehr gerichtete Krafteinleitung in die Wand ermöglicht ist.
[0027] Die Lagerstellen sind insbesondere zumindest in einem gewichtskraftbeaufschlagten
Zustand, insbesondere einem mit Lagergütern beladenen Zustand, des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
insbesondere in dem Längsschnitt gebildet. Die Lagerstellen können aber auch im nicht
gewichtskraftbeaufschlagten Zustand, also in einem Zustand, in dem zusätzlich zum
Gewicht des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters kein weiteres Gewicht einwirkt, bereits
ausgebildet sein. Die Lagerstellen sind insbesondere in dem Endzustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
gebildet.
[0028] Allgemein kann gesagt werden, dass durch diese definierte Dreistellenlagerung eine
gesamte Gewichtskraft des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters in der montierten Endposition
definiert aufgenommen und abgeleitet werden kann. Insbesondere ist dadurch auch eine
stabile und positionssichere Anordnung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an
der Wand erreicht, was auch insbesondere für den beladenen Zustand gilt. Damit ist
ein potenzielles Herausgleiten des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters von der Wand
weg beziehungsweise ein unerwünschtes Lösen oder zumindest teilweises Lösen der Haltevorrichtung
vermieden.
[0029] In einer Ausführungsform sind die Lagerstellen voneinander separiert und nicht ineinander
übergehend, so dass verschiedene Komponenten des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an unterschiedlichen Wandbereichen direkt anliegend ausgebildet sind. Diesbezüglich
sind die Wandbereiche voneinander separiert. Dies bedeutet auch, dass nicht zwei Lagerstellen
an einem gleichen flächigen Wandbereich der Wand gebildet sind.
[0030] In einer Ausführungsform ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter insbesondere
im Längsschnitt betrachtet nur an den Lagerstellen in mechanischen Kontakt, insbesondere
in direkten mechanischem Kontakt, mit der Wand. Insbesondere ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
im Übrigen im Längsschnitt betrachtet berührungslos zu der Wand angeordnet. Dies ist
eine sehr vorteilhafte Ausführungsform, da somit die direkte mechanische Kontaktierung
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters mit der Wand minimiert und präzise kontrolliert
wird. Es sind nur an diesen lokal definierten und begrenzten Lagerstellen direkte
Kontaktierungen ausgebildet und somit ein direktes Aneinanderanliegen realisiert.
Eine besonders hervorzuhebende Ausgestaltung eines Kraftpfadsystems mit diesen im
Längsschnitt zumindest drei, insbesondere nur drei, definierten Lagerstellen ist dadurch
erreicht. Darüber hinaus ist durch die berührungslose Anordnung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
im zu den Lagerstellen restlichen Bereich auch vorteilhaft im Hinblick auf unerwünschtes
Reiben des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an der Wand. Kratzspuren oder Schleifspuren,
insbesondere beim Verschieben des sich in der Endposition (d.h. in der eingehängten
Position) befindlichen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters entlang der Längsrichtung
der Haltenut, können dadurch verbessert vermieden werden. Gerade auch dann, wenn der
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter in unterschiedlichsten Bestückungszuständen vorliegt,
also beispielsweise vollständig leer ist oder anderweitig teilweise gefüllt ist oder
maximal gefüllt ist, bleiben somit diese lokal definierten und begrenzten Lagerstellen
in der Anzahl unverändert. Es bilden sich insbesondere dann auch in diesen unterschiedlichen
Bestückungszuständen in einem Ausführungsbeispiel keine weiteren Berührungen zwischen
dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und der Wand.
[0031] Dadurch kann auch vermieden werden, dass beispielsweise durch gewisse Verformungen
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters bei individuellen Bestückungen mit Lagergütern
dann weitere Kontaktstellen zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und der
Wand entstehen würden, die unerwünschte zusätzliche Kontaktierungen bilden und gegebenenfalls
die mechanischen Kraftpfade an den definierten zumindest drei Lagerstellen verändern,
insbesondere schwächen oder die Richtung des Kraftpfads verändern. Damit trägt beispielsweise
ein geringes Ausbauchen des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters bei Bestückung mit
Lagergütern insbesondere nicht dazu bei, dass sich unerwünschte weitere Kontaktierungen
zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und der Wand ergeben.
[0032] In einer Ausführungsform ist die Haltevorrichtung derart konfiguriert, dass insbesondere
in diesem Längsschnitt betrachtet an einer ersten Lagerstelle ein im Wesentlichen
senkrecht in die Wand, insbesondere senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene der
Wand, orientierter erster Kraftpfad gebildet ist. An einer zweiten Lagerstelle ist
in einer Ausführungsform ein im Wesentlichen parallel zur Wand, insbesondere parallel
zu einer Haupterstreckungsebene der Wand, orientierter zweiter Kraftpfad gebildet.
An einer vorzugsweise vorhandenen dritten Lagerstelle ist ein im Wesentlichen senkrecht
in die Wand, insbesondere senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene der Wand, orientierter
dritter Kraftpfad gebildet. Dieser dritte Kraftpfad ist insbesondere in entgegengesetzter
Richtung zum ersten Kraftpfad orientiert. Damit ist es ermöglicht, dass im Wesentlichen
nur Kraftpfade gebildet werden, die senkrecht aufeinander stehen. "Im Wesentlichen"
bedeutet in dem Zusammenhang, dass hier maximal Abweichungen von ± 5° zur Horizontalen
oder zur Vertikalen auftreten oder keine Abweichungen auftreten. Insbesondere maximal
Abweichungen von ± 3°. Insbesondere Abweichungen von maximal ± 1° auftreten. Ein solch
definiertes Kraftpfadsystem unterstützt die oben genannten Vorteile im besonderen
Maße.
[0033] In einer Ausführungsform ist die zweite Lagerstelle in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
betrachtet zwischen der ersten Lagerstelle und der dritten Lagerstelle ausgebildet.
Es ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass der zweite Kraftpfad, in Höhenrichtung
des Haushaltskältegeräts betrachtet, nach unten orientiert ist, d.h. eine Kraft von
dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters nach unten in die Wand geleitet wird. In einer
Ausführungsform ist vorgesehen, dass der zweite Kraftpfad in der Schnittebene des
Längsschnitts betrachtet, senkrecht oder im Wesentlichen zu den beiden anderen Kraftpfaden
gerichtet ist. Diese Orientierung sowie die positionelle Anordnung der Kraftpfade
zueinander ist im Konkreten ein weiteres Konzept, um die oben genannten Vorteile zu
unterstützen.
[0034] In einer Ausführungsform ist eine Lagerstelle, insbesondere eine dritte Lagerstelle,
außerhalb der Haltenut ausgebildet. Im Längsschnitt betrachtet ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
außerhalb der Haltenut, insbesondere nur durch diese lokale Kontaktierung mit dieser
einen Lagerstelle mit der Wand direkt in Kontakt. In der Schnittebene des Längsschnitts
betrachtet, weist diese Lagerstelle eine kleinere Höhe auf, als eine Höhe einer der
Wand zugewandten Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters aufweist. Damit
ist die lokal begrenzte und im Vergleich zur Höhe der Seitenwand relativ kleine Lagerstelle,
sowohl positionell als auch bezüglich der direkten Kontaktfläche zur Wand, sehr definiert
und präzisiert vorgegeben. Gerade dadurch lässt sich an einer sehr lokalen Stelle
ein bezüglich seiner Richtung und seiner Einwirkstelle hochpräziser Kraftpfad erzeugen.
[0035] In einer Ausführungsform ist diese Lagerstelle durch einen lokal überstehenden Lagersteg,
der als Anlageelement gebildet ist, beziehungsweise dieses bildet, und die bereits
genannte Anlagefläche gebildet. Ein solcher Lagersteg ist einerseits mechanisch sehr
stabil und entsprechend belastbar. Er ist daher in sich sehr steif und formstabil.
Gerade dadurch eignet er sich auch, um einen lokal sehr präzisen Kraftpfad zur Wand
mit aufzubauen. Unerwünschte Toleranzen können dadurch verbessert vermieden werden.
Durch einen solchen Steg kann beispielsweise eine im Wesenltichen punktförmige Kontaktflächegebildet
werden. Vorzugsweise wird eine im Wesentlichen linienförmige Kontaktfläche gebildet,
wenn der Steg länglich ist. Sofern mehrere getrennte Stegsegmente vorhanden sind,
bilden sich mehrere örtlich voneinander getrennte Kontaktflächen, die z.B. jeweils
länglich ausgebildet sind und somit linienförmige Kontaktflächen bilden. Insbesondere
ist diesbezüglich der Lagersteg horizontal orientiert, sodass sich eine horizontale
Kontaktfläche, beziehungsweise ein horizontaler Kontaktstreifen mit der Anlagefläche
der Wand bildet.
[0036] Vorzugsweise beträgt die Höhe des Lagervorsprungs, insbesondere des Lagerstegs, maximal
ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel der Höhe der Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters,
an welcher der Lagervorsprung ausgebildet ist, oder der Gesamthöhe des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
(jeweils in Höhenrichtung bemessen).
[0037] Diese lokale Begrenzung und der hier insbesondere vorteilhaft genannte Wert der Größenverhältnisse
unterstützen ebenfalls die oben genannten Vorteile.
[0038] In einer Ausführungsform ist der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, an einer
der Wand zugewandten Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters angeformt.
Er ist zu einem restlichen Bereich dieser Seitenwand erhaben in Richtung zur wandseitigen
Anlagefläche überstehend. Eine solche freikragende und exponiert gezielt in Richtung
der Anlagefläche gerichtete Ausgestaltung des Lagerstegs unterstützt einerseits eine
hochpräzise und lokal exakt begrenzte Kontaktierungsstelle, andererseits ist dadurch
auch vorteilhaft unterstützt, dass in dem Umgebungsbereich des Lagerstegs diese Seitenwand
zumindest bereichsweise dann beabstandet und somit berührungslos zu der Wand, an der
der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter lösbar befestigt ist, angeordnet ist.
[0039] Insbesondere ist diese Seitenwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters nur mit
dem Lagervorsprung, insbesondere dem Lagersteg, mit der Anlagefläche in Kontakt und
ansonsten außerhalb der Haltenut beabstandet zu dieser Wand angeordnet.
[0040] In einer Ausführungsform ist der Lagervorsprung, insbesondere der Lagersteg, in einem
in Höhenrichtung betrachtet unteren Längendrittel der Seitenwand ausgebildet. Insbesondere
ist er an einem unteren Ende der Seitenwand, z.B. an einer Randkante, ausgebildet.
Durch diese nach unten positionierte Ausgestaltung des Lagerstegs lässt sich ein besonders
vorteilhaftes Anlagekonzept realisieren. Insbesondere ist somit in einer vorteilhaften
Ausführungsform ein maximaler Abstand zwischen dieser haltenutexternen Lagerstelle
und der Haltenut gebildet, insbesondere in Höhenrichtung.
[0041] Damit können auch entsprechende Hebelkräfte bei dieser freikragenden Lagerung des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters an dieser insbesondere vertikalen oder im wesentlichen
vertikalen Wand bestmöglich dargestellt und abgeleitet werden.
[0042] Insbesondere ist in einer Ausführungsform insbesondere im Längsschnitt nur eine derartige
nutexterne Lagerstelle ausgebildet.
[0043] In einer Ausführungsform ist die Koppellasche insbesondere in diesem Längsschnitt
betrachtet ungerade. Insbesondere ist sie L-förmig. Eine solche spezifische Geometrie
unterstützt ein einfaches Koppelkonzept zum Einführen der Koppellasche in die Haltenut.
Andererseits ist dadurch eine sehr einfache Geometrie ermöglicht, die wiederum eine
sehr präzise lokale Anlage der Koppellasche an einer Begrenzungswand der Haltenut
begünstigt. Insbesondere ist die L-Form streng L-förmig. Dies bedeutet, dass die L-Form
nur zwei L-Schenkel aufweist. Diese zwei L-Schenkel sind in einem Winkel zwischen
88° und 92°, insbesondere zwischen 89° und 91°, insbesondere um 90° zueinander orientiert.
In einer Ausführungsform weist die Koppelasche einen horizontalen Schenkel auf. Die
Koppelasche weist insbesondere auch einen vertikalen Schenkel auf. Zumindest der vertikale
Schenkel, insbesondere der vertikale Schenkel und der horizontale Schenkel, greifen
in die Haltenut ein.
[0044] In einer Ausführungsform greift der vertikale Schenkel in eine in Höhenrichtung des
Haushaltskältegeräts orientierte Hinterschnitttasche der Haltenut ein. Der vertikale
Schenkel liegt mit einer Vorderseite, die dem Aufnahmeraum zugewandt ist, an einer
vorderen Begrenzungswand der Begrenzungswand an. Diese vordere Begrenzungswand begrenzt
die Hinterschnitttasche insbesondere zum Aufnahmeraum hin. Insbesondere liegt dieser
vertikale Schenkel mit seiner Vorderseite (vollständig oder zumindest abschnittsweise)
direkt flächig an dieser vorderen Begrenzungswand an. Dadurch ist eine Lagerstelle
gebildet. Insbesondere ist dadurch die erste Lagerstelle gebildet. In einer Ausführungsform
ist zumindest der Teil des vertikalen Schenkels, der mit seiner Vorderseite an der
vorderen Begrenzungswand anliegt, ausschließlich senkrecht orientiert. Insbesondere
ist derjenige Flächenbereich der Begrenzungswand, an dem der vertikale Schenkel direkt
anliegt, ausschließlich vertikal orientiert. Damit wird ein Kontaktbereich zwischen
diesem vertikalen Schenkel und der vorderen Begrenzungswand gebildet, der ausschließlich
eine in vertikaler Richtung orientierte Ebene bildet. Dieses Konzept unterstützt in
besonders vorteilhafter Weise eine hochpräzise Erzeugung eines Kraftpfads, der in
horizontaler Richtung wirkt und der von diesem vertikalen Schenkel in diese vordere
Begrenzungswand hineingerichtet ist.
[0045] In einer Ausführungsform greift der horizontale Schenkel der Koppellasche in eine
in Horizontalrichtung des Haushaltskältegeräts orientierten Eingangsbereich der Haltenut
ein. Auch dies ist insbesondere im Längsschnitt betrachtet. Der horizontale Schenkel
liegt mit einer Unterseite in Höhenrichtung betrachtet von oben an einer unteren,
insbesondere horizontalen, Begrenzungswand der Haltenut an. Diese untere Begrenzungswand
begrenzt den Eingangsbereich der Haltenut nach unten hin. Insbesondere liegt hier
dieser horizontale Schenkel (vollständig oder zumindest abschnittsweise) direkt flächig
auf der unteren Begrenzungswand auf. Durch diese Konfiguration ist eine Lagerstelle
gebildet. Insbesondere ist dadurch die zweite Lagerstelle gebildet. In besonders vorteilhafter
Weise ist durch diese Konfiguration ein Kraftpfad definiert, der in vertikaler Richtung
orientiert ist. Es ist somit erreicht, dass ein Kraftpfad von diesem horizontalen
Schenkel in diese untere Begrenzungswand hinein gerichtet ist.
[0046] In einer Ausführungsform ist die Koppellasche an einem in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
oberen Ende des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters angeordnet. Insbesondere ist diese
Koppellasche freikragend ausgebildet. Insbesondere ragt sie mit einem Teilbereich
in Höhenrichtung vertikal nach oben. Die Koppellasche ist insbesondere in dem Zusammenhang
mit zumindest einem Teilbereich das nach oben hin höchstgelegene Element des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters.
[0047] Insbesondere ist diese Koppellasche in Höhenrichtung betrachtet freikragend von einem
wannenartigen Basiselement beziehungsweise Basiskörper des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
nach oben orientiert, beziehungsweise sich nach oben erstreckend angeordnet. Dieses
wannenartige Basiselement kann eine Aufnahmeschale sein. Insbesondere weist dieses
wannenartige Basiselement einen oberen Rand auf. An diesem oberen Rand ist die Koppellasche
ausgebildet. Insbesondere ist diese Koppellasche an einem der Wand zugewandten beziehungsweise
nächstgelegenen oberen Rand dieses wannenartigen Basiselements ausgebildet.
[0048] In einer Ausführungsform ist durch die Haltenut und die Koppellasche eine Einhängevorrichtung
als ein Beispiel für eine Haltevorrichtung gebildet. Insbesondere ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
mit der Einhängevorrichtung an der Wand selbsthaltend angehängt. Die Koppellasche
bildet in dem Zusammenhang eine Einhängelasche, die in diese Haltenut eingreift.
[0049] Der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ist insbesondere nur mit dieser Einhängevorrichtung
reversibel lösbar an der Wand angeordnet. In horizontaler Richtung ist er freikragend
angeordnet. Dies bedeutet, dass er nach unten hin mit seinem Boden nicht auf einem
weiteren Element aufstützend angeordnet ist. Auch an der der Wand abgewandten Seitenwand
des wannenartigen Basiselements ist kein weiteres Halteelement ausgebildet, mit welchem
der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter in der montierten Endposition zusätzlich zu
der Haltevorrichtung an anderen Wänden gehalten wäre.
[0050] In einer Ausführungsform ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ein Türabsteller.
Insbesondere ist die Wand dann eine dem Aufnahmeraum zugewandte Innenseite beziehungsweise
eine Innenwand einer Tür des Haushaltskältegeräts.
[0051] Insbesondere ist nur eine Koppellasche vorgesehen, die in diesbezüglich eine einzige
Haltenut eingreift. Dies bedeutet, dass die Koppellasche als solche ein unterbrechungsfreies
Laschenelement sein kann. Möglich ist es jedoch auch, dass die Koppellasche segmentiert
ist und beispielsweise zumindest zwei separate Laschenteile aufweist. Diese sind in
Längsrichtung der Koppellasche (und somit auch in Längsrichtung der Haltenut) insbesondere
in Reihe zueinander angeordnet, sodass diesbezüglich wiederum quasi eine einzige Koppellasche
mit diesen mehreren Teilelementen vorliegt. Entsprechendes kann auch für die Haltenut
gesagt werden. Auch diese kann eine unterbrechungsfreie Struktur sein oder aus mehreren
Nutabschnitten gebildet sein, die getrennt voneinander ausgebildet sind, jedoch beispielsweise
auf gleicher Höhenlage an der Wand ausgebildet sind und in Richtung ihrer Längsachsen
koaxial ausgebildet sind.
[0052] Möglich ist es, dass eine Haltenut in ihrer Längsrichtung eine Länge aufweist, die
im Wesentlichen der Länge der Koppellasche (bzw. der in Längsrichtung der Haltenut
bemessenen Länge des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters) entspricht. Dadurch kann
dieser Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter quasi nur an einer Position an der Haltenut
angeordnet werden. Möglich ist es jedoch auch, dass die Haltenut beispielsweise um
zumindest 10%, insbesondere zumindest 20%, insbesondere zumindest 30%, insbesondere
zumindest 100% und/oder maximal 200% größer beziehungsweise länger ist, als eine Koppellasche
(bzw. sofern zwei, drei oder mehrere voneinander separate Koppellaschen vorgesehen
sind, größer bzw. länger ist als ein in Längsrichtung der Haltenut bemessener Maximalabstand
zweier Endflächen der äußersten Koppellaschen). Damit ist es ermöglicht, dass ein
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter an unterschiedlichen Positionen an dieser Haltenut
angeordnet werden kann oder im eingehängten Zustand in Richtung der Längsachse der
Haltenut in der Haltenut verschoben werden kann.
[0053] Vorzugsweise ist die haltenutexterne Lagerstelle auch eine definierte Krafteinleitungsstruktur
beziehungsweise eine Abstützstruktur. Diese ist in Bezug zum Rest der Fläche der Seitenwand
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters, an welcher dieser Lagersteg angeordnet ist,
erhaben überstehend.
[0054] Die Haltenut kann an der Wand ausgebildet sein. Dann ist die Koppellasche an dem
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ausgebildet. Möglich ist es in einer anderen Ausführungsform
auch, dass die Haltenut an dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter ausgebildet ist
und die Koppellasche an der Wand ausgebildet ist.
[0055] Ein weiterer unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät.
Das Haushaltskältegerät weist einen Aufnahmeraum für Lebensmittel auf. Der Aufnahmeraum
kann somit beispielsweise ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Der Aufnahmeraum
ist durch Wände des Haushaltskältegeräts begrenzt. Das Haushaltskältegerät weist darüber
hinaus einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter auf. Das Haushaltskältegerät weist
eine Haltevorrichtung auf, mit der der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter lösbar an
einer der Wände anbringbar ist. Die Haltevorrichtung weist eine Haltenut auf, in welche
eine Koppellasche der Haltevorrichtung lösbar eingreift.
[0056] Die Haltenut weist insbesondere in einem Längsschnitt des Haushaltskältegeräts betrachtet
eine im Wesentlichen horizontal orientierte Bodenwand als Begrenzungswand eines Hohlbereichs
der Haltenut auf. In Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts betrachtet weist die Haltenut
oberhalb der Bodenwand eine im Wesentlichen vertikal orientierte erste Seitenwand
als Begrenzungswand des Hohlbereichs der Haltenut auf. Die Bodenwand und die erste
Seitenwand sind bestimmungsgemäß als Anlageflächen für die Koppellasche gebildet.
Im Wesentlichen bedeutet hier, dass eine Abweichung von maximal +/- 5°, insbesondere
maximal +/- 3°, insbesondere maximal +/- 1° zur Horizontalen oder Vertikalen auftritt.
Insbesondere sollen auch hier mit im Wesentlichen Fertigungstoleranzen und Montagetoleranzen,
die auftreten können, berücksichtigt sein.
[0057] Damit sind zwei sehr definierte Begrenzungswände der Haltenut, die erfindungsgemäß
spezifisch ganz konkret zueinander orientiert sind, als jeweils einzelne individuelle
Anlagefläche der Haltenut selbst für die Koppellasche gebildet. Dadurch sind zwei
separierte und beabstandet zueinander angeordnete haltenutseitige Anlageflächen für
die Koppellasche vorgegeben. Eine sehr gerichtete und definiert vorgegebene Koppelstelle
beziehungsweise Lagerstelle der Koppellasche an Begrenzungswänden der Haltenut ist
dadurch vorgegeben. Ein besonders vorteilhaftes Kraftpfadsystem zum definierten Vorgeben
von spezifischen Kraftfahrten, mit denen Kräften von der Kopppellasche in die Wand
eingeleitet werden, ist dadurch vorgegeben.
[0058] In einer Ausführungsform erstreckt sich die Bodenwand in horizontaler Richtung, insbesondere
in einer senkrecht zur Längserstreckung der Haltenut orientierten Schnittebene, über
die Horizontalposition der vertikal orientierten ersten Seitenwand hinaus und diesbezüglich
weiter in Richtung des Aufnahmeraums. Damit steht die Bodenwand weiter zum Aufnahmeraum
hin als es die Horizontalposition der vertikalen ersten Seitenwand als Begrenzungswand
ist. Damit wird in sehr vorteilhafter Weise auch ein Eingangsbereich der Haltenut
gebildet, auf welchem sich beim Montieren beziehungsweise beim Anbringen des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an der Wand die Koppellasche bereits gezielt auflegen und abstützen kann, um dann
in die weitere Haltenut einzugreifen, insbesondere um dann auch durch eine entsprechende
Schwenkbewegung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters die Endposition zu erreichen.
Darüber hinaus ist es dadurch ermöglich, dass die zwei Anlageflächen für die Koppellasche
in dieser horizontalen Richtung in Bezug zur Position im Aufnahmeraum in diesem Längsschnitt
versetzt sind. Insbesondere ist damit die Anlagefläche beziehungsweise eine Kontaktstelle
zwischen der horizontalen Bodenwand und der Koppellasche zumindest bereichsweise weiter
in Richtung des Aufnahmeraums gebildet bzw. positioniert, als es ein Kontaktbereich
zwischen der vertikalen ersten Seitenwand und der Koppellasche ist. Dieser horizontale
Versatz zwischen diesen dann gebildeten zwei Koppelstellen beziehungsweise Lagerstellen,
die dann in der Haltenut ausgebildet sind, unterstützt das oben genannte Konzept mit
sehr definierten und insbesondere relativ zueinander präzise ausgerichteten Kraftpfaden
wesentlich. Insbesondere sind diese beiden Kraftpfade dann in dem Längsschnitt betrachtet
senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht aufeinander stehend.
[0059] In einer Ausführungsform beträgt, insbesondere in dem Längsschnitt, ein horizontal
bemessener Überstand zwischen einem den Aufnahmeraum zugewandten Ende der Bodenwand
und der ersten Seitenwand zwischen 3 mm und 9 mm, insbesondere zwischen 4,5 mm und
7 mm, insbesondere 6 mm. Dieses Überstandsmaß ermöglicht einerseits ein kompaktes
Bauraumkonzept, andererseits unterstützt es die oben genannten Vorteile im Hinblick
auf die in horizontaler Richtung unterschiedlichen haltenutseitigen Lagerstellen wesentlich.
Insbesondere können hier die Kraftpfade besonders definiert aufgebaut und zueinander
orientiert werden.
[0060] In einer Ausführungsform ist die Haltenut, insbesondere in dem Längsschnitt betrachtet,
L-förmig. Diese Querschnittsform ist einerseits eine sehr einfache Geometrie. Dadurch
wird das Einfädeln der Koppellasche schnell und montagefreundlich ermöglicht. Auch
das Demontieren und somit Herausnehmen der Koppellasche aus der Haltenut ist dadurch
unterstützt. Andererseits gewährt auch gerade diese Querschnittsform eine besonders
stabile Positionierung und unterstützt die oben genannten vorteilhaften haltenutseitigen
Lagerstellen und die damit erreichbaren Kraftpfade.
[0061] In einer Ausführungsform weist die insbesondere im Längsschnitt L-Form der Haltenut
einen vertikal orientierten Haltenutbereich auf. Dieser ist insbesondere als Hinterschnitttasche
gebildet. Es ist also diesbezüglich ein in Höhenrichtung orientierter Taschenbereich
der Haltenut gebildet, der in horizontaler Richtung und somit zum Aufnahmeraum hin
verschlossen ist beziehungsweise durch die vertikale erste Seitenwand begrenzt ist.
Darüber hinaus ist dieser vertikal orientierte Haltenutbereich durch eine zweite,
insbesondere im Wesentlichen vertikal orientierte, hintere Seitenwand begrenzt. Diese
hintere Seitenwand und die in Bezug zur Position zum Aufnahmeraum in diesem Längsschnitt
vordere erste Seitenwand sind insbesondere, zumindest bereichsweise parallel, insbesondere
über ihre gesamte Höhe parallel zueinander angeordnet. Dadurch werden die oben genannten
Vorteile ebenfalls unterstützt.
[0062] In einer Ausführungsform beträgt eine insbesondere im Längsschnitt bemessene horizontale
Breite des vertikal orientierten Haltenutbereichs zwischen 4 mm und 10 mm, insbesondere
zwischen 5,5 mm und 8,5 mm, insbesondere 7 mm. Dieses Maß ist besonders vorteilhaft,
denn dadurch wird ein nach oben orientierter Taschenbereich gebildet, der einerseits
ein einfaches Eingreifen beziehungsweise Einfädeln der Koppellasche mit einem entsprechenden
Teilbereich ermöglicht. Insbesondere ist durch diese relativ große Breite auch entsprechendes
Spiel gegeben, um diesen Einfädelvorgang und insbesondere das Hineinschwenken und
Herausschwenken der Koppellasche mit dem entsprechenden Teilbereich klemmfrei zu ermöglichen.
Darüber hinaus ist durch diese Bemaßung auch das gezielte Heranführen der Koppellasche
mit einer dem Aufnahmeraum zugewandten Vorderseite an diese vordere Begrenzungswand
beziehungsweise diese erste vordere vertikale Seitenwand, die diesen vertikal orientierten
Haltenutbereich begrenzt, genau ermöglicht. Ein besonders genaues Ausrichten und möglichst
großflächiges aneinander Anliegen zwischen dem Teilelement der Koppellasche, das in
diesen vertikal orientierten Haltenutbereich eintaucht und der ersten vertikalen Seitenwand
ist dadurch erreicht. Dennoch ist dann in einer vorteilhaften Ausführungsform in dieser
horizontalen Breite betrachtet in der montierten Endposition des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an der Wand ein Abstand beziehungsweise ein Spiel zwischen diesem Teilbereich der
Koppellasche und der hinteren zweiten Seitenwand gebildet. Insbesondere ist dieses
in horizontaler Richtung bemessene Spiel beziehungsweise die lichte Weite dann größer,
insbesondere um bis zu dem Dreifachen, insbesondere dem Doppelten, größer, als es
in dieser horizontalen Richtung die Dicke des Teilelements der Koppellasche in diesem
nach oben orientierten Haltenutbereich beträgt. Insbesondere ist das Spiel mindestens
um die Hälfte größer als die Dicke.
[0063] In einer Ausführungsform beträgt eine insbesondere im Längsschnitt bemessene vertikale
Höhe dieses vertikal orientierten Haltenutbereichs zwischen 3 mm und 9 mm. Insbesondere
beträgt diese vertikale Höhe zwischen 4,5 mm und 7,5 mm, insbesondere 6 mm. Dieses
Höhenmaß ermöglicht einerseits eine kompakte Haltenut, sodass die Wand, also die Haltewand
beziehungsweise Befestigungswand, an welcher der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
lösbar angebracht werden soll, nicht mit unerwünscht großen, erhaben aus der Ebene
herausstehenden Strukturen gebildet werden muss. Andererseits ist ein ausreichendes
Höhenmaß gegeben, um eine stabile mechanische Kopplung zwischen der Koppellasche und
der ersten vertikalen Seitenwand als Begrenzungswand dieses Hohlbereichs zu ermöglichen.
[0064] In einer Ausführungsform weist die L-Form einen horizontal orientierten Haltenutbereich
auf. Der horizontal orientierte Haltenutbereich ist durch die Bodenwand und eine insbesondere
im Wesentlichen horizontal orientierte Deckenwand begrenzt. Insbesondere weist dieser
horizontal orientierte Haltenutbereich auch den Eingangsbereich der Haltenut auf.
Dies ist die zum Aufnahmeraum hin gebildete Öffnung der Haltenut.
[0065] In einer Ausführungsform beträgt eine insbesondere in diesem Längsschnitt bemessene
vertikale Höhe des horizontal orientierten Haltenutbereichs zwischen 8 mm und 16 mm,
insbesondere zwischen 10 mm und 14 mm, insbesondere 12 mm Durch diese Höhendimensionierung
ist ein einfaches Einfügen der Koppellasche ermöglicht, insbesondere auch in einer
gekippten Stellung, sodass dann auch bei dem weiteren Anbringungsvorgang ein Schwenken
der Koppellasche ermöglicht ist und diesbezüglich ausreichend Bauraum in der Haltenut
gegeben ist.
[0066] In einer Ausführungsform weist die Haltenut in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
betrachtet, insbesondere in dem Längsschnitt, auf der dem Aufnahmeraum abgewandten
Seite eine weitere vertikale Seitenwand auf, die die Haltenut und insbesondere den
Hohlbereich der Haltenut begrenzt. Insbesondere ist diese weitere Seitenwand im Wesentlichen
vertikal ausgebildet. Insbesondere ist sie über die gesamte Länge beziehungsweise
über ihre gesamte Höhe vertikal ausgebildet. Auch dadurch ist das oben genannte einfache
Einbringen der Koppellasche ermöglicht, ohne dass komplexe Vorbeiführbewegungen an
unebenen Begrenzungsstrukturen in diesem rückwärtigen Bereich der Haltenut erforderlich
wären. Ein besonders leichtgängiges und klemmfreies und insbesondere auch gezielt
nach oben geführtes Einbringen der Koppellasche ist ermöglicht. Insbesondere wenn
dann ein oberer Rand der Koppellasche an dieser hinteren Seitenwand der Haltenut direkt
kontaktiert und durch eine Schwenkbewegung daran nach oben geführt werden kann.
[0067] In einer Ausführungsform beträgt ein Radius der zwischen einem oberen Ende der weiteren
vertikalen Seitenwand und einer Dachwand der Haltenut gebildet ist, zwischen 1,5 mm
und 4,5 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 4 mm, insbesondere 3 mm.
[0068] In einer Ausführungsform ist ein Radius zwischen der unteren Begrenzungswand und
einem unteren Ende der weiteren vertikalen Seitenwand kleiner, als der Radius zwischen
dem oberen Ende der weiteren vertikalen Seitenwand und der Dachwand.
[0069] Insbesondere weist die Haltenut in einem Horizontalschnitt betrachtet eine seitliche
Begrenzungswand auf. Der Horizontalschnitt ist dabei insbesondere in einer Ebene senkrecht
zum Längsschnitt gebildet. Diese seitliche Begrenzungswand der Haltenut ist zumindest
in einem Abschnitt in einem Winkel größer 0° zu einer Ebene schräg gestellt, wobei
die Ebene senkrecht zur Längsachse der Haltenut orientiert ist. Diesbezüglich ist
in dem Horizontalschnitt somit diese seitliche Begrenzungswand schräg gestellt zu
einer Horizontallinie. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Haltenut in diesem
Horizontalschnitt betrachtet von einer dem Aufnahmeraum zugewandten Eingangsöffnung
bis zu einer dem Aufnahmeraum abgewandten hinteren Begrenzungswand, beziehungsweise
einer hinteren Seitenwand, verjüngt wird, beziehungsweise die lichte Weite (in Längsrichtung
der Haltenut) diesbezüglich abnimmt. Insbesondere ist diese seitliche Begrenzungswand
über ihre gesamte Länge schräg gestellt orientiert. Durch diese Ausgestaltung der
in dem Horizontalschnitt betrachtet seitlichen Begrenzungswand, insbesondere beider
gegenüberliegenden seitlichen Begrenzungswände, die jeweils entsprechend schräg gestellt
sind, wird ein trichterförmiger beziehungsweise trapezförmiger Konturbereich in diesem
Horizontalschnitt gebildet. Dadurch ist beim Einfügen der Koppellasche auch automatisch
eine gewisse Lageausrichtung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters in dieser Richtung
in der Längsachse der Haltenut erreicht. Bei einer gemäß dieser Ausführungsform schräg
gestellten Seitenwand der Haltenut kann vorgesehen sein, dass Endabschnitte der Koppellasche
ebenfalls in dem Horizontalschnitt schräge Endflächen aufweisen. Vorzugsweise sind
diese Endflächen parallel oder zumindest im Wesentlichen parallel zu den schräg gestellten
Seitenwänden der Haltenut. Auf diese Weise kann der Eingangsbereich der Haltenut in
Längsrichtung der Haltenut (an seinen beiden Enden) weit in Richtung eines Endabschnitts
der Wand geführt werden, während der Hohlbereich der Haltenut im Bereich der Endabschnitte
der Wand eingeschnürt bzw. in Längsrichtung der Haltenut zurückgenommen wird. Die
Herstellung der Wand wird dadurch vereinfacht, z.B. sofern die Wand eine Innenseite
einer Tür ist, kann die Ausbildung einer in den Endabschnitten der Wand verlaufenden
Dichtungsnut zur Aufnahme einer Türdichtung vereinfacht werden, da eine Störkontur
durch den Hohlbereich der Haltenut vermieden wird. Indem die Endabschnitt der Koppellasche
eine korrespondierende Schrägstellung aufweisen, kann gleichzeitig jedoch eine in
Längsrichtung der Haltenut gesehen maximale Erstreckung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
vorgesehen werden.
[0070] In einer Ausführungsform beträgt der Winkel zwischen 10° und 30°, insbesondere zwischen
15° und 25°, insbesondere 20°. In einer Ausführungsform ist zumindest der Abschnitt
dieser seitlichen Begrenzungswand geradlinig ausgebildet. Der Abschnitt erstreckt
sich über zumindest 75% der gesamten Länge dieser seitlichen Begrenzungswand. Insbesondere
erstreckt er sich über zumindest 90%, insbesondere über 100% dieser Länge der Begrenzungswand.
Diese Länge ist in dem Horizontalschnitt bemessen.
[0071] In einer Ausführungsform ist die Haltenut integral mit der Wand ausgebildet. Die
Haltenut ist somit einstückig mit der Wand ausgebildet, ist also integraler Bestandteil
der Wand. Insbesondere ist die Haltenut durch Umformung eines entsprechenden Abschnitts
der Wand gebildet.
[0072] In einer Ausführungsform ist die Haltenut, insbesondere der Hohlbereich der Haltenut,
als geschlossene Tasche ausgebildet. Ein hinter der Wand befindlicher Zwischenraum,
der z.B. mit thermischen Isolationsmaterial gefüllt ist, wird somit durch die Wand
inklusive der Haltenut begrenzt bzw. verschlossen. Beim Einbringen des thermischen
Isolationsmaterials in den Zwischenraum sind somit keine weiteren Abdichtmaßnahmen
im Bereich der Haltenut erforderlich, wodurch die Herstellung des Haushaltskältegeräts
vereinfacht wird.
[0073] In einer Ausführungsform ist die Wand eine Innenwand einer Tür des Haushaltskältegeräts
und eine Wand eines Innenbehälters eines Gehäuses des Haushaltskältegeräts weist eine
weitere Haltenut auf. Die weitere Haltenut ist funktionell, insbesondere geometrisch,
identisch zu der Haltenut in der Innenwand der Tür ausgebildet, so dass die beschriebenen
Merkmale zur Haltenut auch für die weitere Haltenut anwendbar sind. Der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
kann somit entweder mittels der Haltenut an der Tür oder mittels der weiteren Haltenut
in dem Gehäuse befestigt werden. Die jeweils nicht benutzte Haltenut ist für einen
Benutzer kaum störend, da sie vollständig in Richtung des Zwischenraumes gerichtet
ist. Dies insbesondere dann, wenn sich ein vertikal orientierter Haltenutbereich nach
oben erstreckt, da dieser typischerweise nicht einsehbar ist.
[0074] In einer Ausführungsform erstreckt sich die Haltenut ausschließlich in Tiefenrichtung
der Wand bei einer senkrechten Blickrichtung von Aufnahmeraum auf die Wand (sofern
es sich bei der Wand um eine Innenwand der Tür handelt: bei geschlossener Stellung
der Tür). Die Haltenut erstreckt sich somit in Richtung eines hinter der Wand angeordneten
und mit thermischem Isolationsmaterial gefüllten Hohlraum. Die Reinigung der Wand
ist somit für den Benutzer vereinfacht.
[0075] In einer Ausführungsform ist die Koppellasche bei dem an der Wand angebrachten Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
vollständig in der Haltenut aufgenommen.
[0076] In einer Ausführungsform weist die Koppellasche insbesondere im Längsschnitt eine
L-Form auf. Die Koppellasche ist in einer Ausführungsform mit einem vertikal orientierten
Schenkel ausgebildet, der zum spielbehafteten Eingriff in eine vertikal orientierte
Hinterschnitttasche der Haltenut vorgesehen ist. Insbesondere beträgt das in horizontaler
Richtung bemessene Spiel der im montierten Endzustand angeordneten Koppellasche in
dieser Hinterschnitttasche beziehungsweise dem vertikal orientierten Haltenutbereich
größer oder gleich 20%, insbesondere zwischen 20% und 300% oder zwischen 100% und
250%, einer in dieser horizontalen Richtung bemessenen Dicke des vertikal orientierten
Schenkels. Auch dadurch werden die bereits oben genannten Vorteile im Hinblick auf
ein einfaches Montage- und Demontagekonzept unterstützt. Insbesondere wird damit in
besonders vorteilhafter Weise ein in der Haltenut ausgebildetes Anlagekonzept mit
definierten haltenutseitigen Lagerstellen zwischen der Koppellasche und Begrenzungswänden
der Haltenut unterstützt. Insbesondere sind somit nur lokal gebildete Lagerstellen
definiert ausgebildet, die sich nur über Teilflächen der die Haltenut begrenzenden
Begrenzungswände und nur über Teilflächen der in die Haltenut hineinragenden Koppellasche
darstellen. Ein vollflächiges Anliegen sämtlicher Oberflächen der Koppellasche an
Begrenzungswänden der Haltenut ist dadurch nicht ausgebildet.
[0077] Ein weiterer unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät.
Das Haushaltskältegerät weist einen Aufnahmeraum für Lebensmittel auf. Dieser Aufnahmeraum
kann ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Das Haushaltskältegerät weist Wände auf.
Durch die Wände ist der Aufnahmeraum begrenzt. Darüber hinaus weist das Haushaltskältegerät
eine Haltevorrichtung auf, die bestimmungsgemäß zum lösbaren Halten eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
an einer dieser Wände vorgesehen ist. Die Haltevorrichtung weist eine wandseitige
Haltenut zum reversibel lösbaren Eingreifen einer behälterseitigen (also Teil des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters) Koppellasche der Haltevorrichtung auf. Die Wand,
an welcher die Haltenut ausgebildet ist, weist eine zumindest bereichsweise aus der
Ebene der Wand heraustretende Stützstruktur auf. Diese Ebene der Wand entspricht dabei
der Haupterstreckungsebene der Wand. Diese Stützstruktur ist benachbart zu der Haltenut
in der Wand ausgebildet und durch die Stützstruktur ist die Wand zumindest in der
Umgebung der Haltenut versteift. Die Stützstruktur ist also eine Versteifungsstützstruktur.
Dadurch lässt sich gerade in der Haltenut das Aufnehmen eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
verbessern. Denn damit können Kräfte, die der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter auf
die Wand im Bereich der Haltenut erzeugt, wie dies beispielsweise Gewichtskräfte oder
Hebelkräfte oder dergleichen sein können, verbessert aufgenommen werden. Insbesondere
ist somit die Wand im Bereich der Haltenut und in deren Umgebung formsteifer und verbindungssteifer.
Dadurch können unerwünschte Verformungen einerseits der Haltenut und der Wand im Bereich
beziehungsweise einer Umgebung der Haltenut vermieden werden. Insbesondere ist es
dadurch dann auch erreicht, dass die Lagerung durch die vorzugsweise vorhandenen definierten
Lagerpunkte beziehungsweise Lagerstellen, mit denen ein angeordneter Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
an der Wand nur lokal gelagert ist, verbessert ist. Denn dann kann die dort jeweils
gebildete Krafteinleitungsstruktur, die dann definierte Kraftpfade zur Krafteinleitung
von dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter in die Wand ermöglicht, sehr gezielt vorgegeben
und dauerhaft funktionell und ortspräzise bereitgestellt werden. Indem quasi der Bereich
der Haltenut und deren Umgebung durch die zumindest eine Stützstruktur versteift ist,
können somit die Lagerstellen auch präziser aufrechterhalten werden, sodass die Kraftpfade
in der Wand stets exakt und gleichbleibend vorgegeben sind.
[0078] In einer Ausführungsform ist die Stützstruktur in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts
betrachtet und somit auch in Höhenrichtung der Wand betrachtet, oberhalb der Haltenut
und/oder unterhalb der Haltenut ausgebildet. Somit kann beispielsweise abhängig vom
jeweiligen Platzbedarf und von dem jeweilig verfügbaren Platz die Stützstruktur positionell
individuell zur Haltenut ausgebildet werden.
[0079] In einer Ausführungsform ist die Stützstruktur insbesondere zumindest in Höhenrichtung
betrachtet oberhalb der Haltenut ausgebildet.
[0080] Insbesondere kann jeweils einer Haltenut eine einzelne Stützstruktur zugewiesen sein.
Das heißt, die Anzahl der Haltenuten entspricht der Anzahl der Stützstrukturen. Insbesondere
sind in Höhenrichtung Stützstrukturen und Haltenuten alternierend angeordnet. Sofern
beispielsweise die Stützstruktur oberhalb der Haltenut angeordnet ist, befindest sich
in dieser Ausführungsform jeweils in Höhenrichtung oberhalb einer Haltenut eine Stützstruktur,
welche zwischen dieser Haltenut und einer in Höhenrichtung darüber angeordneten Haltenut
positioniert ist. In einer Ausführungsform weist die Stützstruktur zumindest ein Strukturelement
auf. Insbesondere ist die Stützstruktur durch dieses eine Strukturelement gebildet.
Ein Strukturelement kann beispielsweise eine Rinne sein. Damit ist ein Strukturelement
ein geometrisch auch eindeutig identifizierbares Element. Insbesondere stellt es somit
ein Element dar, welches in die Ebene der Wand oder aus der Ebene heraus geformt ist.
Damit lässt sich eine besonders stabile Versteifung bei relativ einfacher Herstellung
erreichen.
[0081] Die Stützstruktur kann als Vertiefung oder als Vorsprung ausgebildet sein, jeweils
bei einem senkrechten Blick von dem Aufnahmeraum bzw. von außen auf die Wand (d.h.
in Tiefenrichtung der Wand betrachtet).
[0082] In einer Ausführungsform ist ein Strukturelement der Stützstruktur als geradlinige
Vertiefung oder als geradlinige Erhebung in der Wand ausgebildet. Auch diese Geometrie
ist einfach herzustellen und dennoch höchst effizient im Hinblick auf die Versteifungsfunktion.
[0083] In einer Ausführungsform ist die Stützstruktur mit zumindest einem Strukturelement
parallel zur Haltenut in der Wand ausgebildet. Somit ist es vorgesehen, dass eine
Längsachse der Haltenut parallel zur Längsachse des Strukturelements verläuft. Insbesondere
ist das Strukturelement über seine gesamte Länge parallel zur Haltenut ausgebildet.
Insbesondere ist es vorgesehen, dass in Richtung der Längsachse der Haltenut das Strukturelement
zumindest zu 50%, insbesondere zumindest zu 60%, insbesondere zumindest zu 70%, insbesondere
zumindest zu 80%, insbesondere zumindest zu 90% vollständig innerhalb der Länge der
Haltenut ausgebildet ist. Damit kann ein besonders effizientes Versteifungsprinzip
erreicht werden. In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine in Längsrichtung
der Haltenut bemessene Länge des Stützelements im Wesentlichen oder vollständig der
Länge der Haltenut entspricht und sich beide in Längsrichtung der Haltenut (d.h. in
Breitenrichtung der Wand) vollständig überlappen.
[0084] In einer Ausführungsform ist zumindest ein Strukturelement der Stützstruktur bei
senkrechter Betrachtung auf die Ebene der Wand hinterschneidungsfrei ausgebildet.
Damit weist das Strukturelement keine verdeckte Tasche oder eine verdeckte Nische
auf. Damit ist das Strukturelement geometrisch besonders einfach aufgebaut und sehr
einfach herzustellen. Gerade wenn die Wand aus Kunststoff ist, lässt sich dann diese
Formgebung des Strukturelements einfach und dennoch präzise herstellen.
[0085] Insbesondere ist ein Strukturelement keine Haltenut. Das Strukturelement ist somit
bestimmungsgemäß nicht zum Aufnehmen einer Koppellasche eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
vorgesehen. Ein Strukturelement ist somit insbesondere zumindest geometrisch und funktionell
nicht geeignet, dass ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter daran haltend befestigt
wird. Dies ist auch größemmäßig zu sehen. Insbesondere ist ein Strukturelement nicht
dazu vorgesehen und ausgebildet, dass eine Koppellasche eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
darin haltend eingreifen könnte.
[0086] In einer Ausführungsform ist zumindest ein Strukturelement der Stützstruktur länglich
ausgebildet. Das Strukturelement ist insbesondere unterbrechungsfrei ausgebildet.
[0087] In einer Ausführungsform erstreckt sich zumindest ein Strukturelement der Stützstruktur
über eine Länge von maximal 120%, insbesondere maximal 110% der Länge der Haltenut.
Diesbezüglich ist ein Strukturelement vorzugsweise an die Länge der Haltenut angepasst.
Damit kann sowohl die Haltenut selbst als auch die Umgebung sehr gezielt und definiert
versteift werden.
[0088] In einer Ausführungsform ist die Stützstruktur und/oder die Haltenut bei einer senkrechten
Blickrichtung auf die Wand (entlang der Tiefenrichtung) von seitlichen Rändern der
Wand beabstandet.
[0089] In einer Ausführungsform ist zumindest ein Strukturelement der Stützstruktur als
Vertiefung in der Wand ausgebildet, d.h. vom Aufnahmeraum weg gerichtet. Eine senkrecht
zur Ebene der Wand bemessene maximale Tiefe der Vertiefung beträgt zwischen 0,2 mm
und 1,5 mm, insbesondere zwischen 0,3 mm und 0,8 mm, insbesondere 0,5 mm. Ein bereits
derartig gering tiefes Strukturelement ermöglicht jedoch bereits eine erhebliche Versteifung
in der Umgebung der Haltenut.
[0090] In einer Ausführungsform ist eine im Querschnitt senkrecht zu einer Längsachse des
Strukturelements der Stützstruktur gebildete Kontur des Strukturelements eckenfrei.
Insbesondere ist diese Kontur in dieser Querschnittbetrachtung eine U-Form oder eine
C-Form. Eine solche Querschnittform ist in der Herstellung einfach und ermöglicht
dennoch eine besonders hohe Stabilität und somit einen hohen Versteifungseffekt. Insbesondere
da sich im Vergleich zu eckigen Konturen keine Geometrieverdichtungen und somit Spitzen
bilden, ist in dem Zusammenhang eine gleichmäßige und homogenere Versteifung ermöglicht.
[0091] In einer Ausführungsform beträgt ein in Höhenrichtung des Haushaltskältegeräts bemessener
Abstand einer Oberkante eines Eingangs der Haltenut zu einem benachbarten, insbesondere
oberhalb der Haltenut positionierten, Strukturelement, insbesondere einem Höhenmittelpunkt
des Strukturelements, der Stützstruktur zwischen 10 mm und 50 mm, insbesondere zwischen
20 mm und 30 mm, insbesondere 25 mm. Damit ist in Höhenrichtung betrachtet ein Strukturelement
relativ nah benachbart zur Haltenut ausgebildet. Damit ist ein besonders effizienter
und lokal präziser Versteifungseffekt erreicht. Andererseits beeinträchtigt diese
beabstandete Anordnung des Strukturelements zu der Haltenut nicht die eigentliche
Form der Haltenut und somit auch nicht einen Koppelvorgang zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
und der Wand.
[0092] In einer Ausführungsform beträgt eine in Höhenrichtung bemessene lichte Weite eines
Eingangs eines als Vertiefung ausgebildeten Strukturelements der Stützstruktur, maximal
ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel einer lichten Weite eines Eingangs der
Haltenut. Aufgrund dieser deutlich unterschiedlichen Größenverhältnisse ist auch die
insbesondere nicht vorgesehene Eignung des Strukturelements zur Halterung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
bekräftigt. Insbesondere ist durch diese relativ kleine lichte Weite des Strukturelements
das Strukturelement als solches auch optisch nicht überwiegend präsent, insbesondere
im Vergleich zur Haltenut nicht hervortretend. Damit wird auch ein beruhigtes Erscheinungsbild
der Wand im Bereich und in der Umgebung der Haltenut erreicht.
[0093] In einer Ausführungsform ist die Stützstruktur berührungslos zu der Haltenut in der
Wand ausgebildet. Eine gegenseitige Beeinträchtigung dieser beiden Elemente ist dadurch
verbessert vermieden.
[0094] In einer Ausführungsform ist eine senkrecht zur Haupterstreckungsebene der Wand bemessene
maximale Tiefe (Stützstruktur als Vertiefung) oder maximale Höhe (Stützstruktur als
Vorsprung) eines Strukturelements der Stützstruktur, maximal ein Zehntel, insbesondere
maximal ein Zwanzigstel einer senkrecht zur Haupterstreckungsebene der Wand bemessenen
maximalen Tiefe der Haltenut.
[0095] In einer Ausführungsform weist das Haushaltskältegerät zumindest einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
auf, der mit der Haltevorrichtung reversibel lösbar an einer der Wände anbringbar
ist. Eine solche lösbare Anbringung ist derart, dass diese Verbindung ohne Zerstörung
einer der beteiligten Komponenten gelöst werden kann und wieder zusammengefügt werden
kann.
[0096] Ausführungsformen eines Aspekts der Erfindung sind als vorteilhafte Ausführungsformen
der anderen unabhängigen Aspekte anzusehen und umgekehrt.
[0097] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haushaltskältegeräts;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Tür eines Haushaltskältegeräts mit in der Endposition an einer Wand angeordneten Lebensmittel-Aufbewahrungsbehältern;
- Fig. 3
- die Tür gemäß Fig. 2 ohne die Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter;
- Fig. 4
- ein Längsschnitt durch einen Teilbereich einer Anordnung mit einer Wand und einem
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter;
- Fig. 5
- eine Horizontalschnittdarstellung der Anordnung gemäß Fig. 4.;
- Fig. 6
- ein Längsschnitt durch die Anordnung gemäß Fig. 4, wobei im Unterschied zu Fig. 4
ein Montagezwischenzustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters gezeigt ist;
- Fig. 7
- eine perspektivische Schnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel einer Wand und
einem daran in der Endposition angeordneten Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter;
- Fig. 8
- eine weitere perspektivische Darstellung einer Wand mit einem daran in der Endposition
angeordneten Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter mit Ansicht auf eine einem Aufnahmeraum
des Haushaltskältegeräts abgewandten Seite der Wand;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters;
- Fig. 10
- eine perspektivische Schnittdarstellung des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters gemäß
Fig. 9;
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters;
- Fig. 12
- eine perspektivische Schnittdarstellung durch einen Teilbereich einer Wand, an welcher
bestimmungsgemäß eine Haltenut ausgebildet ist, an welcher bestimmungsgemäß ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
lösbar befestigbar ist; und
- Fig. 13
- ein Längsschnitt durch einen Teilbereich einer Wand mit einer Haltenut und einer dazu
separaten Stützstruktur.
[0098] In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0099] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
Haushaltskältegeräts 1 gezeigt. Das Haushaltskältegerät 1 ist bestimmungsgemäß zum
Lagern und Konservieren von Lebensmitteln ausgebildet. Das Haushaltskältegerät 1 kann
ein Kühlgerät oder ein Gefriergerät sein. Es kann auch ein Kühl-Gefrier-Kombigerät
sein. Das Haushaltskältegerät 1 weist ein Gehäuse 2 beziehungsweise einen Korpus auf.
In dem Gehäuse 2 ist zumindest ein Aufnahmeraum 3 für Lebensmittel ausgebildet. Der
Aufnahmeraum 3 kann ein Kühlfach oder ein Gefrierfach sein. Das Haushaltskältegerät
1 weist einen Innenbehälter 4 auf. Der Innenbehälter 4 begrenzt mit Wänden den Aufnahmeraum
3. Diesbezüglich können vertikale Seitenwände 5 und 6 sowie eine Rückwand 7, eine
Deckenwand 8 und eine Bodenwand 9 vorgesehen sein. Möglich ist es auch, dass der Aufnahmeraum
3 nicht direkt durch die Wände 5 bis 9 des Innenbehälters 4 begrenzt ist, sondern
dass zu den Wänden 5 bis 9 des Innenbehälters 4 zumindest eine separate Wand vorhanden
ist, die in dem Aufnahmeraum 3 angeordnet ist und eine dieser Wände 5 bis 9 des Innenbehälters
4 zum Aufnahmeraum 3 hin zumindest teilweise abdeckt beziehungsweise verkleidet. Eine
derartige separate Wand kann dann beispielsweise eine Verkleidungswand sein.
[0100] Darüber hinaus weist das Haushaltskältegerät eine Tür 10 auf. Die Tür 10 ist hier
im geöffneten Zustand gezeigt. Sie ist hier um eine in Höhenrichtung (y-Richtung)
des Haushaltskältegeräts 1 orientierte Schwenkachse schwenkbar. Die Tür 10 ist in
dem Zusammenhang bewegbar an dem Gehäuse 2 gelagert. Die Tür 10 weist eine Wand 11
auf. Diese Wand 11 ist eine Innenwand. Die Wand 11 ist im geschlossenen Zustand der
Tür 10 dem Aufnahmeraum 3 zugewandt. Auch diese Tür 11 begrenzt somit im geschlossenen
Zustand der Tür 10 den Aufnahmeraum 3.
[0101] Das Haushaltskältegerät 1 weist darüber hinaus zumindest einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
auf. Ein solcher Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 ist in Fig. 1 gezeigt. Er kann
beispielsweise ein sogenannter Türabsteller sein. Möglich ist es jedoch auch, dass
ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 an einer Wand 5 bis 9, insbesondere den
vertikalen Seitenwänden 5 und 6 des Innenbehälters 4, lösbar anbringbar ist, insbesondere
lösbar anhängbar ist. Ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 kann durch einen wannenartigen
beziehungsweise schalenartigen Körper gebildet sein. Möglich ist es auch, dass ein
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 zusätzlich auch noch einen Deckel aufweist.
Dann kann ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 auch eine geschlossene Box sein.
[0102] In Fig. 1 ist die Anzahl der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 sowie deren Position
und Geometrie lediglich beispielhaft und keinesfalls abschließend zu verstehen. Die
weiteren Erläuterungen für einen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 sind hier insbesondere
im Kontext eines Türabstellers dargestellt. Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt,
dass ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter und die nachfolgenden Erläuterungen nicht
nur für einen Türabsteller, sondern auch für an einem an einer Wand 5 bis 9 des Innenbehälters
4 anbringbaren Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters gelten. Möglich ist es auch dass
ein lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 wahlweise an der Wand 11 oder eine der Wände
5 bis 9 mit einer nachfolgend noch zu erläuternden Haltevorrichtung anbringbar ist.
[0103] Ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 ist mit einer Haltevorrichtung 13 lösbar
an einer der genannten Wände 5 bis 9, 11 anbringbar.
[0104] Die Haltevorrichtung 13 weist eine Haltenut 14 auf. Die Haltenut 14 ist insbesondere
eine wandseitige Haltenut 14. Dies bedeutet, dass sie an derjenigen Wand angeordnet
ist, an welcher bestimmungsgemäß der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 lösbar
anbringbar ist. Die Haltenut 14 ist somit an der Haltewand beziehungsweise an der
Befestigungswand integral ausgebildet, an welcher ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
12 insbesondere hängend daran lösbar befestigt wird. Im Ausführungsbeispiel sind in
der beispielhaften Wand 11 mehrere Haltenute 14 ausgebildet, von denen lediglich der
Übersichtlichkeit dienend nur einige mit den Bezugszeilen versehen sind.
[0105] Eine Haltenut 14 ist einstückig mit der dadurch hinaus auch einstückig ausgebildeten
Wand 11 ausgebildet. Die Wand 11 kann aus Kunststoff sein. Sie kann beispielsweise
durch Thermoformen oder Spritzgießen hergestellt sein.
[0106] Im Ausführungsbeispiel ist eine Haltenut 14, insbesondere vollständig, horizontal
orientiert. Sie ist hier im geschlossenen Zustand der Tür 10 in Breitenrichtung (x-Richtung)
des Haushaltskältegeräts 1 orientiert. Sie weist eine Längsachse A auf.
[0107] In dem Zusammenhang ist in Fig. 2 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Tür
10 für ein Haushaltskältegerät 1 gezeigt. Diese Tür 10 entspricht hier der Tür 10
in Fig. 1, wie sie dann am Gehäuse 2 bewegbar gelagert ist.
[0108] in Fig. 3 ist die Tür 10 mit Blick auf die Wand 11 gezeigt und mit abgenommenen Lebensmittel-Aufbewahrungsbehältern
12 gezeigt. Die hier mehreren, insbesondere parallel zueinander orientierten Haltenute
14 sind zu erkennen.
[0109] In Fig. 4 ist in einem Längsschnitt, als einem Vertikalschnitt, ein Teilbereich der
Tür 10 gezeigt. Ein Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 ist hier im montierten Endzustand
an der Wand 11 dargestellt. Er ist insbesondere freihängend und freikragend an der
Wand 11 reversibel lösbar befestigt. Die Haltevorrichtung 13 weist hier eine Einhängevorrichtung
15 auf. Darüber hinaus weist sie auch im Ausführungsbeispiel eine Abstützstruktur
16 beziehungsweise eine Abstützvorrichtung auf. Die Haltevorrichtung 13 weist die
wandseitige Haltenut 14 auf. Sie weist darüber hinaus eine behälterseitige Koppellasche
17 auf.
[0110] Wie in Fig. 4 dargestellt, weist die Tür 10 hinter der Wand 11 einen Zwischenraum
55 auf, welcher mit thermischem Isolationsmaterial gefüllt ist. Der Zwischenraum 55
ist durch die Wand 11 sowie eine dazu separate Außenwand 56 begrenzt. Die Außenwand
56 stellt die Außenwand der Tür 10 dar.
[0111] Darüber hinaus weist die Haltevorrichtung 13 im Ausführungsbeispiel eine Anlagefläche
18 auf. Diese ist außerhalb der Haltenut 14 Bestandteil der Wand 11. Sie ist hier
in Höhenrichtung betrachtet unterhalb der Haltenut 14 ausgebildet. Diese Anlagefläche
18 ist bestimmungsgemäß dazu ausgebildet, dass ein Anlageelement 19, insbesondere
ein behälterseitiges Anlageelement 19 der Haltevorrichtung 13, daran direkt kontaktierend
anliegt. Die Haltevorrichtung 13 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als zumindest
Dreistellenlagerung 20 ausgebildet. Diese Dreistellenlagerung 20 ist derart konfiguriert,
dass im in Fig. 4 gezeigten, angebrachten und haltenden Endzustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
12 an der Wand 11, drei diskrete lokale und beabstandet zueinander ausgebildete Lagerstellen
21, 22 und 23 als mechanische direkte Kontaktierungen zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
12 und der Wand 11 gebildet sind.
[0112] Der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 ist in diesem Längsschnitt gemäß Fig. 4
betrachtet nur an diesen drei diskreten Lagerstellen 21, 22, 23 in direkten mechanischen
Kontakt mit der Wand 11. Insbesondere ist er im Übrigen in diesem Längsschnitt betrachtet
berührungslos zu der Wand 11 angeordnet. Die Haltevorrichtung 13 ist insbesondere
derart konfiguriert, dass in diesem Längsschnitt betrachtet an der ersten Lagerstelle
21 ein senkrechter oder im Wesentlichen senkrecht in die Wand 11 orientierter erster
Kraftpfad 24 gebildet ist. An einer zweiten Lagerstelle 22 ist ein vertikaler oder
im Wesentlichen vertikal orientierter zweiter Kraftpfad 25 in die Wand 11 gebildet.
Dieser ist parallel oder im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsebene
der Wand 11 orientiert, wobei die Haupterstreckungsebene der Wand 11 in einer x-y-Ebene
(siehe Fig. 7) liegt. Darüber hinaus ist an der dritten Lagerstelle 23 ein im Wesentlichen
senkrecht in die Wand 11 orientierter dritter Kraftpfad 26 gebildet, d.h. senkrecht
gegenüber der Haupterstreckungsebene der Wand. Dieser hier wieder horizontal orientierte
dritte Kraftpfad 26 ist in entgegengesetzter Richtung zum ersten Kraftpfad 24 orientiert.
Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, ist somit ein Kraftpfadsystem geschaffen, bei welchem
die mehreren, hier drei Kraftpfade 24,25 und 26 in dem Längsschnitt betrachtet in
nur zwei senkrecht aufeinander stehenden Raumrichtungen zueinander orientiert sind.
Die zweite Lagerstelle 22 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 in Höhenrichtung
betrachtet zwischen der ersten Lagerstelle 21 und der dritten Lagerstelle 23 ausgebildet.
Der zweite Kraftpfad 25 ist in Höhenrichtung betrachtet nach unten orientiert. Der
zweite Kraftpfad 25 ist im Wesentlichen in der Schnittebene des Längsschnitts gemäß
Fig. 4 senkrecht zu den beiden anderen Kraftpfaden 24 und 26 gerichtet.
[0113] Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, ist eine Lagerstelle, hier die dritte Lagerstelle
23, außerhalb und beabstandet zur Haltenut 14 ausgebildet. Wie darüber hinaus in Fig.
4 zu erkennen ist, ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 in diesem Längsschnitt
betrachtet, außerhalb der Haltenut 14 nur an dieser lokalen Kontaktierung der Lagerstelle
23 mit der Wand 11 direkt in Verbindung. Das Anlageelement 19 ist hier von einer Seitenwand
27 eines wannenförmigen Basiselements 28 des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters 12
erhaben abstehend angeordnet. Die Seitenwand 27 bildet die Rückwand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
12. Insbesondere ist dieses Anlageelement 19 in Richtung der Wand 11 erhaben gegenüber
dem restlichen Bereich der Seitenwand 27 abstehend. Das Anlageelement 19 ist hier
an einem unteren Ende 29 dieser Seitenwand 27 einstückig angeformt. Bis auf diesen
lokalen Kontakt des Anlageelements 19 an der Anlagefläche 18, durch welches die dritte
Lagerstelle 23 gebildet ist, ist der Rest der Seitenwand 27 berührungslos zu der Wand
11, insbesondere zu der Anlagefläche 18 im Bereich außerhalb der Haltenut 14 angeordnet.
Wie zu erkennen ist, weist das Anlageelement 19 in Höhenrichtung betrachtet eine kleinere
Höhe auf, als eine Höhe der Seitenwand 27 beträgt. Insbesondere ist diese Höhe des
Anlageelements 19 maximal ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel der Höhe der
gesamten Seitenwand 27. Das Anlageelement 19 ist hier als horizontal lokal überstehender
Lagersteg ausgebildet.
[0114] Wie in Fig. 4 auch zu erkennen ist, ist die Koppellasche 17 an einem oberen Rand
30 der Seitenwand 27 einstückig angeformt. Die Koppellasche 17 ist, wie dies auch
in Fig. 4 zu erkennen ist, in Höhenrichtung freikragend nach oben orientiert. Die
Koppellasche 17 stellt somit im Beispiel das in Höhenrichtung am weitesten nach oben
ragende Element des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters 12 dar. In diesem Längsschnitt
gemäß Fig. 4 betrachtet, weist die Koppellasche 17 vorzugsweise eine L-Form auf. Insbesondere
weist sie in dem Zusammenhang einen ersten L-Schenkel 31 auf. Dieser erste L-Schenkel
31 ist ein Horizontalschenkel. Er ist im Wesentlichen horizontal orientiert beziehungsweise
ist vollständig horizontal orientiert. Darüber hinaus weist die L-Form einen weiteren
zweiten L-Schenkel 32 auf. Dieser ist hier insbesondere vertikal orientiert. Er ist
insbesondere vollständig vertikal orientiert oder im Wesentlichen vollständig vertikal
orientiert. Wie in diesem Fig. 4 gezeigten montierten Endzustand des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
12 an der Wand 11 gezeigt ist, taucht die Koppellasche 17 mit beiden L-Schenkeln 31
und 32 in die Haltenut 14 ein. Die Haltenut 14 ist in dem Längsschnitt ebenfalls L-förmig
gebildet. Sie weist einen in Höhenrichtung orientierten vertikalen Haltenutabschnitt
33 auf. Dieser ist hier als in Höhenrichtung orientierte Hinterschnitttasche ausgebildet.
Darüber hinaus weist die Haltenut 14 in diesem Längsschnitt betrachtet einen horizontal
orientierten Haltenutbereich 34 auf. Dieser horizontale Haltenutbereich 34 weist auch
einen Eingangsbereich beziehungsweise eine Eingangsöffnung 35 auf, die zum Aufnahmeraum
3 hin offen ist.
[0115] Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, ist in diesem Längsschnitt betrachtet die Haltenut
14 nach unten hin durch eine Bodenwand begrenzt. Diese Bodenwand stellt somit eine
untere Begrenzungswand 36 des Hohlbereichs 37 der Haltenut 14 dar. Dieser horizontale
Haltenutbereich 34 ist darüber hinaus durch eine obere, horizontal orientierte Begrenzungswand
38 begrenzt. Im Ausführungsbeispiel sind die Begrenzungswände 36 und 38 parallel zueinander
orientiert. Darüber hinaus ist die Haltenut 14, insbesondere der vertikal orientierte
Haltenutbereich 33, durch eine vordere erste, vertikale Seitenwand 39, die eine zum
Aufnahmeraum 3 hin vordere vertikale Begrenzungswand bildet, begrenzt. Insbesondere
ist damit der Hohlbereich 37 begrenzt. Darüber hinaus weist die Haltenut 14 eine hintere
zweite, vertikale Seitenwand 40 auf. Diese stellt somit eine in Bezug zum Aufnahmeraum
3 hintere und somit abgewandte vertikale Begrenzungswand dar, die den nach oben orientierten
Haltenutbereich 33 begrenzt. Diese zweite Seitenwand 40 erstreckt sich vertikal, insbesondere
über die gesamte Höhe vertikal. Insbesondere begrenzt sie auch auf der dem Aufnahmeraum
3 abgewandten Seite der Haltenut 14 den Hohlbereich 37 in dem horizontalen Haltenutbereich
34.
[0116] Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, taucht der hier vertikale L-Schenkel 32, der Koppellasche
17 in Höhenrichtung nach oben in diese Hinterschnitttasche 33 ein. Eine Teilfläche
einer Vorderseite 41 (Fig. 6) dieses vertikalen L-Schenkels 32, liegt dann an einer
Rückseite 42 der ersten vertikalen Seitenwand 39 (Fig. 6) flächig an. Dadurch ist
die erste Lagerstelle 21 gebildet.
[0117] Wie darüber hinaus in Fig. 4 zu erkennen ist, liegt die Koppellasche 17 mit einer
Unterseite 43 (Fig. 6) des ersten L-Schenkels 31 von oben auf einer Oberseite 44 der
unteren Begrenzungswand 36 auf. Dadurch ist in diesem direkten Kontaktbereich die
zweite Lagerstelle 22 gebildet.
[0118] Wie darüber hinaus in Fig. 4 zu erkennen ist, erstreckt sich die Bodenwand und somit
die untere Begrenzungswand 36 der Haltenut 14 in horizontaler Richtung weiter in Richtung
zum Aufnahmeraum 3, als es für eine diesbezügliche Horizontallage der ersten Seitenwand
39 der Fall ist. Die Seitenwand 39, die den nach oben orientierten Haltenutbereich
33 zum Aufnahmeraum 3 hin begrenzt, ist somit weiter beabstandet zu dem Aufnahmeraum
3 angeordnet, als ein Teilstück der Bodenwand und somit der unteren Begrenzungswand
36. Der Innenbehälter 4 begrenzt mit seinen Wänden 5 bis 9 auch einen Zwischenraum
des Gehäuses 2, welcher mit thermisch isoliertem Material gefüllt ist. Ebenso ist
es bei der Tür 10 der Fall sein, dass die Wand 11 einen Zwischenraum 55 begrenzt,
der mit thermisch isolierendem Material gefüllt ist. Insbesondere werden diese genannten
Zwischenräume direkt durch diese genannten Wände 5 bis 9, 11 begrenzt. Bei Wänden,
die als Haltewände beziehungsweise Befestigungswände für Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
12 vorgesehen sind, die diesen genannten Wänden 5 bis 9, 11 gegebenenfalls vorgelagert
sind und entsprechende Verkleidungsteile bilden können, ist dies dann nicht der Fall.
Sie sind dann lediglich entsprechende vorgelagerte Zusatzwände.
[0119] In Fig. 5 ist in einer Horizontalschnittdarstellung entlang der Schnittlinie V-V
in Fig. 4, die Anordnung gemäß Fig. 4 in der Horizontalebene gezeigt, die durch die
Tiefenrichtung (z-Richtung) des Haushaltskältegeräts 1 bei geschlossener Tür 10 und
in Breitenrichtung (x-Richtung) aufgespannt ist. Es ist hier ein Schnitt durch den
vorzugsweise vorhandenen vertikalen Schenkel 32 der Koppellasche 17 gezeigt. Wie zu
erkennen ist, ist die Haltenut 14 in diesem Horizontalschnitt an gegenüberliegenden
Seiten entlang der Längsachse A ebenfalls durch seitliche Begrenzungswände begrenzt,
von denen in Fig. 5 lediglich die hier linksseitige seitliche Begrenzungswand 45 zu
erkennen ist. Wie hier gezeigt ist, ist diese seitliche Begrenzungswand 45 in Bezug
zu einer Horizontalen, hier in Bezug zu der Tiefenrichtung, schräg orientiert. Ein
Winkel α zwischen dieser schräg gestellten Begrenzungswand 45 und hier der Tiefenrichtung
beträgt vorzugsweise zwischen 10° und 30°, insbesondere zwischen 15° und 25°, vorzugsweise
20°. Die seitliche Begrenzungswand 45 ist in diesem Horizontalschnitt vorzugsweise
über ihre gesamte Länge schräg orientiert. Insbesondere ist sie über ihre gesamte
Länge geradlinig ausgebildet. Wie darüber hinaus auch zu erkennen ist, ist in diesem
Horizontalschnitt bei einer Betrachtung von oben der erste horizontal orientierte
L-Schenkel 31 an seinen gegenüberliegenden Rändern ebenfalls schräg gestellt beziehungsweise
ausgehend von dem oberen Ende beziehungsweise dem oberen Rand 30 des Basiselements
28 hin zum vertikal orientierten Schenkel 32 verjüngt ausgebildet.
[0120] In Fig. 6 ist in einer entsprechenden Darstellung im Längsschnitt die Anordnung gemäß
Fig. 4 und Fig. 5 gezeigt. Im Unterschied zu Fig. 4 und Fig. 5 ist allerdings hier
der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 in einem Montagezwischenzustand gezeigt.
Er ist hier entsprechend schräg gestellt, wobei die Koppellasche 17 bereits teilweise
eingreifend in die Haltenut 14 angeordnet ist. Ein diesbezügliches Einfädeln der Koppellasche
17 ist vorgesehen.
[0121] Der Übersichtlichkeit dienend sind in Fig. 6 nur einige der Bezugszeichen aus Fig.
4 dargestellt.
[0122] In Fig. 7 ist in einer perspektivischen Schnittdarstellung die Anordnung gemäß Fig.
4 bis Fig. 5 gezeigt. Es ist hier wiederum der in Fig. 4 gezeigte montierte Endzustand
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters 12 an der Wand 11 gezeigt. Wie hier zu erkennen
ist, ist die Koppellasche 17 insbesondere mit ihrem vertikal orientierten Schenkel
32 mit Spiel in der Haltenut 14, insbesondere in dem nach oben orientierten Haltenutbereich
33, angeordnet. Insbesondere ist in dem Zusammenhang eine dem Aufnahmeraum 3 abgewandte
Rückseite dieses Schenkels 32 berührungslos und beabstandet zu der hinteren zweiten
Seitenwand 40, die eine hintere Begrenzungswand des Hohlbereichs 37 der Haltenut 14
darstellt, angeordnet. Vorzugsweise beträgt eine in horizontaler Richtung bemessene
lichte Weite zwischen dieser Rückseite des Schenkels 32 und der Innenseite der Begrenzungswand
beziehungsweise der vertikalen weiteren Seitenwand 40 zwischen 50% und 150% einer
in horizontaler Richtung bemessenen Dicke 46 dieses vertikalen Schenkels 32.
[0123] In einem Ausführungsbeispiel beträgt eine im Längsschnitt bemessene horizontale Breite
t1 des vertikal orientierten Haltenutbereichs 33 zwischen 4 mm und 10 mm, insbesondere
zwischen 5,5 mm und 8,5 mm, insbesondere 6 mm. In einem Ausführungsbeispiel beträgt
ein in horizontaler Richtung bemessener Überstand t2 zwischen einem dem Aufnahmeraum
3 zugewandten Ende 36a (Fig. 7) der Bodenwand beziehungsweise der unteren Begrenzungswand
36 und der ersten Seitenwand 39 zwischen 3 mm und 9 mm, insbesondere zwischen 4,5
mm und 7,5 mm, insbesondere 6 mm.
[0124] Ebenfalls im Längsschnitt bemessen beträgt eine vertikale Höhe h1 des vertikal orientierten
Haltenutbereichs 33 zwischen 3 mm und 9 mm, insbesondere zwischen 4,5 mm und 7,5 mm,
insbesondere 6 mm. In einem Ausführungsbeispiel beträgt eine in vertikaler Richtung
im Längsschnitt bemessene Höhe h2 des horizontal orientierten Haltenutbereichs 35
zwischen 8 mm und 16 mm, insbesondere zwischen 10 mm und 14 mm, insbesondere 12 mm.
[0125] In einem Ausführungsbeispiel kann ein Radius r1 zwischen der unteren Begrenzungswand
36 und der weiteren vertikalen Seitenwand 40 zwischen 1 mm und 2 mm vorzugsweise zwischen
1,25 mm und 1,75 mm, insbesondere 1,5 mm betragen. Ein Radius r2 der zwischen einer
Dachwand 47, welche die Haltenut 14 von oben begrenzt, und dieser hinteren weiteren
Seitenwand 40 ausgebildet ist, zwischen 1,5 mm und 4,5 mm, insbesondere zwischen 2
mm und 4 mm, insbesondere 3 mm. Vorzugsweise ist der Radius r2 größer als der Radius
r1. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann ein Radius r3, der zwischen der Dachwand
47 und der vorderen ersten Seitenwand 39 gebildet ist, zwischen 1,5 mm und 2 mm, insbesondere
zwischen 1,25 mm und 1,75 mm, insbesondere 1,4 mm, betragen. Ein Radius r4, der zwischen
dieser vorderen ersten Seitenwand 39 und der oberen Begrenzungswand 38 gebildet ist,
beträgt vorzugsweise zwischen 1,5 mm und 3,5 mm. Insbesondere beträgt er zwischen
2 mm und 3 mm, insbesondere 2,5 mm. Darum hinaus können noch Radien r5 und r6 gebildet
sein. Diese können zwischen der Wand 11 außerhalb der Haltenut 14 und der oberen horizontalen
Begrenzungswand 38 einerseits und der Bodenwand beziehungsweise der unteren Begrenzungswand
36 andererseits gebildet sein. Die Radien r5 und r6 können zwischen 1 mm und 2 mm,
insbesondere zwischen 1,25 mm und 1,75 mm, vorzugsweise 1,5 mm betragen.
[0126] In Fig. 8 ist in einer perspektivischen Darstellung die Anordnung gemäß Fig. 4 bis
Fig. 7 mit dem in der montierten Endposition angeordneten Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
12 gezeigt. Es ist hier eine Ansicht auf eine im Aufnahmeraum 3 abgewandte Rückseite
48 der Wand 11 dargestellt. Diese Rückseite 48 ist insbesondere einem mit thermischen
Isolationsmaterial gefüllten Zwischenraum zugewandt. Die hier entsprechend geformten
Begrenzungswände, die die Haltenut 14 begrenzen, sind zu erkennen. Insbesondere sind
hier auch schräg gestellte Begrenzungswände 45 an den in Richtung der Längsachse A
einer Haltenut 14 gegenüberliegenden Enden gezeigt. Insbesondere sind somit abgeschrägte
Endabschnitte 49 durch die seitliche Begrenzungswand 45 gebildet. Wie zu erkennen
ist, ist eine derartige Schrägstellung mit einer schrägen Begrenzungswand 45 sowohl
in dem vertikal nach oben orientierten Haltenutbereich 33 als auch in dem horizontal
orientierten Haltenutbereich 34 ausgebildet (vergleiche auch Fig. 12, in welcher die
schräge Begrenzungswand 45 des Haltenutbereichs 34 dargestellt ist).
[0127] In Fig. 9 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters
12 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Anlageelement 19 über
die gesamte in Breitenrichtung bemessene Breite der Seitenwand 27. Insbesondere ist
hier das Anlageelement 19 unterbrechungsfrei ausgebildet. Die in Höhenrichtung bemessene
Höhe des Anlageelements 19 ist hier relativ klein.
[0128] In Fig. 10 ist der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 in einer perspektivischen Schnittdarstellung
gezeigt, wobei die Schnittebene hier durch die Schnittlinie X-X in Fig. 9 gebildet
ist.
[0129] In Fig. 11 ist in einer perspektivischen Darstellung entsprechend Fig. 9 ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters 28 gezeigt. Im Unterschied
zu Fig. 9 und Fig. 10 ist hier das Anlageelement 19 aus zwei Anlageelementteilen 19a
und 19b gebildet. Diese sind getrennt und separiert voneinander ausgebildet. Sie sind
hier an in Breitenrichtung betrachtet ausgebildeten Endbereichen der Seitenwand 27
am unteren Ende einstückig angeformt. Wie in den Ausführungsbeispielen zu erkennen
ist, sind die Anlageelementteile 19a und 19b, sowie in Fig. 10 das Anlageelement 19,
an den in Breitenrichtung gegenüberliegenden Enden abgerundet ausgebildet.
[0130] In einem Ausführungsbeispiel beträgt eine gesamte Kontaktfläche mit welcher das Anlageelement
19, insbesondere als Lagersteg, an der Anlagefläche 18 direkt anliegt, maximal 30%,
insbesondere maximal 20%, insbesondere maximal 10% einer gesamten Fläche der Seitenwand
27. Insbesondere beträgt diese Kontaktfläche mindestens 1%, insbesondere mindestens
3% dieser Fläche der Seitenwand 27. Insbesondere ist dies diejenige Fläche der Seitenwand
27, die dieser Befestigungswand beziehungsweise der Wand 11 zugewandt ist. In Breitenrichtung
und somit in horizontaler Richtung und somit insbesondere in Richtung einer Längsachse
C des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters 12 beträgt die Länge des Anlageelements
19 zumindest 1%, insbesondere zumindest 5%, insbesondere zumindest 20%, insbesondere
zumindest 30%, insbesondere zumindest 40%, insbesondere zumindest 50% einer diesbezüglich
horizontal bemessenen Überlappungslänge zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
12 und der Wand 11. Das Anlageelement 19 ist entlang einer vertikalen Überlappungslänge
zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 und der Wand 11 betrachtet, wenn
der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 im montierten Endzustand an der Wand 11
angeordnet ist, in einem unteren Längendrittel dieser vertikalen Überlappungslänge
ausgebildet, insbesondere an einem unteren Ende dieser vertikalen Überlappungslänge
ausgebildet. Insbesondere beträgt eine vertikale Höhe h3 (Fig. 9 bis Fig. 11) eines
derartigen Anlageelements 19 zwischen 1 mm und 30 mm, insbesondere zwischen 1 mm und
5 mm, insbesondere zwischen 2,5 mm und 3,5 mm. Eine in horizontaler Richtung bemessene
Tiefe t3 (Fig. 10) des Anlageelements 19 in Bezug zu einer Außenseite der Seitenwand
27 beträgt vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 3 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 2
mm, insbesondere zwischen 1,5 mm und 1,7 mm. Das Anlageelement 19 weist eine streifenförmige
und insbesondere ebene Berührfläche 19c zum flächigen Anliegen an der Anlagefläche
18 auf. Die an im Breitenrichtung gegenüberliegenden Enden 50a und 50b abgerundete
Ausgestaltung ist in Fig. 9 und Fig. 10 gezeigt.
[0131] Möglich ist es, dass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter 12 aus Kunststoff ausgebildet
ist und beispielsweise ein Spritzgussbauteil ist. Er kann ein ZweiKomponenten-Spritzgussbauteil
sein. Das Anlageelement 19 kann in dem Zusammenhang beispielsweise aus PTFE ausgebildet
sein.
[0132] In Fig. 12 ist in einer perspektivischen Schnittdarstellung ein Teilbereich der Tür
10 gezeigt. Insbesondere ist hier ein Teilbereich der Wand 11 gezeigt. In diesem Ausführungsbeispiel
ist zusätzlich zu einer Haltenut 14 eine dazu separate Stützstruktur 51 in der Wand
11 ausgebildet. Insbesondere ist sie daran integriert und somit einstückig damit ausgebildet.
Die Stützstruktur 51 ist insbesondere eine aus der Ebene der Wand 11 heraustretende
Struktur. Sie ist hier benachbart zu einer Haltenut 14 in der Wand 11 ausgebildet.
Insbesondere ist sie hier zur Versteifung der Haltenut 14 und/oder zur Versteifung
eines Umgebungsbereichs beziehungsweise einer Umgebung 52 der Haltenut 14 bestimmungsgemäß
ausgebildet. Die Stützstruktur 51 ist in dem Ausführungsbeispiel in Höhenrichtung
der Wand 11 betrachtet oberhalb der Haltenut 14 ausgebildet. Die Stützstruktur 51
weist zumindest ein Strukturelement 51a auf. Dieses ist in dem Ausführungsbeispiel
als geradlinige Vertiefung in der Wand 11 ausgebildet. Das Strukturelement 51a ist
insbesondere geradlinig ausgebildet. Es ist insbesondere parallel zur Haltenut 14
in der Wand 11 ausgebildet. Insbesondere ist in dem Ausführungsbeispiel vorgesehen,
dass zumindest ein Strukturelement 51a der Stützstruktur 51, bei einer Projektionsbetrachtung
und somit senkrechter Betrachtung auf die Ebene der Wand 11 hinterschneidungsfrei
ausgebildet ist. Ein Strukturelement 51a ist insbesondere länglich und unterbrechungsfrei
ausgebildet. Insbesondere kann ein Strukturelement 51a rinnenartig ausgebildet sein.
Das Strukturelement 51a erstreckt sich über eine Länge von mindestens 80%, insbesondere
mindestens 90% der Länge der Haltenut 14. Insbesondere erstreckt sich ein solches
Strukturelement 51a über eine Länge von maximal 120%, insbesondere maximal 110% der
Länge einer Haltenut 14.
[0133] In Fig. 13 ist in einer Längsschnittdarstellung eine Wand 11 gezeigt, die eine Haltenut
14 und eine Stützstruktur 51 mit zumindest einem Strukturelement 51a aufweist. Eine
senkrecht zur Ebene der Wand 11 bemessene maximale Tiefe T, der als Vertiefung ausgebildeten
Geometrie des Strukturelements 51a beträgt vorzugsweise zwischen 0,2 mm und 1,5 mm,
insbesondere zwischen 0,3 mm und 0,8 mm, insbesondere 0,5 mm.
[0134] Wie in dem Ausführungsbeispiel in Fig. 13 zu erkennen ist, weist die Stützstruktur
51 in diesem Längsschnitt betrachtet und somit senkrecht zur Längsachse des Strukturelements
51a betrachtet eine eckenfreie Begrenzungskontur 53 auf. Diese Kontur beziehungsweise
diese Begrenzungskontur 53 kann eine U-Form oder eine C-Form aufweisen.
[0135] in einem Ausführungsbeispiel beträgt ein in Höhenrichtung bemessener Abstand a1 zwischen
der oberen Begrenzungswand 38 der Haltenut 14 und einem benachbarten und oberhalb
der Haltenut angeordnetem Strukturelement 51a, insbesondere einem Mittelpunkt der
in Höhenrichtung bemessenen lichten Weite des Eingangs des Strukturelements 51a zwischen
10 mm und 50 mm, insbesondere zwischen 20 mm und 30 mm, insbesondere 25 mm. Insbesondere
beträgt eine in Höhenrichtung bemessene lichte Weite eines Eingangs 54 eines Strukturelements
51a maximal ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel einer lichten Weite eines
Eingangs beziehungsweise eines Eingangsbereichs 35 der Haltenut 14. Insbesondere ist
die Stützstruktur 51 berührungslos und somit benachbart zur Haltenut 14 in der Wand
11 ausgebildet.
[0136] Eine senkrecht zur Ebene der Wand 11 bemessene maximale Tiefe T eines Strukturelements
51a der Stützstruktur 51 beträgt maximal ein Zehntel, insbesondere maximal ein Zwanzigstel
einer senkrecht zur Ebene der Wand 11 bemessenen maximalen Tiefe T1 der Haltenut 14.
[0137] Bei den Ausführungsbeispielen ist gezeigt, dass die Haltenut 14 in einer Wand 5 bis
9, 11 integriert und somit einstückig damit ausgebildet ist. Möglich ist es in einem
anderen Ausführungsbeispiel auch, dass eine Haltenut 14 in einem zu einer Wand und
zum Behälter 12 separaten Adapter ausgebildet ist. Ein solcher Adapter kann an eine
dazu separate Wand lösbar angebracht werden.
Bezugszeichenliste
[0138]
- 1
- Haushaltskältegerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Aufnahmeraum
- 4
- Innenbehälter
- 5
- Seitenwand
- 6
- Seitenwand
- 7
- Rückwand
- 8
- Deckwand
- 9
- Bodenwand
- 10
- Tür
- 11
- Wand
- 12
- Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
- 13
- Haltevorrichtung
- 14
- Haltenut
- 15
- Einhängevorrichtung
- 16
- Abstützstruktur
- 17
- Koppellasche
- 18
- Anlagefläche
- 19
- Anlageelement
- 19a
- Anlageelementteil
- 19b
- Anlageelementteil
- 19c
- Berührfläche
- 20
- Dreistellenlagerung
- 21
- Lagerstelle
- 22
- Lagerstelle
- 23
- Lagerstelle
- 24
- Kraftpfad
- 25
- Kraftpfad
- 26
- Lagerstelle
- 27
- Seitenwand
- 28
- Basiselement
- 29
- Ende
- 30
- Aufnahmeraum
- 31
- L-Schenkel
- 32
- L-Schenkel
- 33
- Haltenutbereich
- 34
- Haltenutbereich
- 35
- Eingangsöffnung
- 36
- Begrenzungswand
- 36a
- Ende
- 37
- Hohlbereich
- 38
- Begrenzungswand
- 39
- Seitenwand
- 40
- Seitenwand
- 41
- Vorderseite
- 42
- Rückseite
- 43
- Unterseite
- 44
- Oberseite
- 45
- Begrenzungswand
- 46
- Dicke
- 47
- Dachwand
- 48
- Berührfläche
- 49
- Endabschnitt
- 50a
- Ende
- 50b
- ende
- 51
- Stützstruktur
- 51a
- Strukturelement
- 52
- Umgebung
- 53
- Begrenzungskontur
- 54
- Eingang
- 55
- Zwischenraum
- 56
- Außenwand
- a1
- Abstand
- h1-h3
- vertikale Höhe
- r1- r6
- Radien
- t1
- horizontale Breite
- t2
- Überstand
- t3
- Tiefe
- T
- maximale Tiefe
- T1
- maximale Tiefe
1. Haushaltskältegerät (1) mit einem Aufnahmeraum (3) für Lebensmittel, der durch Wände
(5 bis 9, 11) begrenzt ist, und mit einem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter (12),
der mit einer Haltevorrichtung (13) lösbar an einer der Wände (5 bis 9, 11) anbringbar
ist, wobei die Haltevorrichtung (13) eine Haltenut (14) aufweist, in welche eine Koppellasche
(17) der Haltevorrichtung (13) lösbar eingreift, und die Haltevorrichtung (13) eine
benachbart zur Haltenut (14) ausgebildete Anlagefläche (18) aufweist, an welcher ein
Anlageelement (19) der Haltevorrichtung (13) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Anlageelement (19) nur lokal an der Anlagefläche (18) anliegt
und dadurch eine nur lokale Lagerstelle (23) als eine Abstützstruktur (16) zum Abstützen
des Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters (12) an der Wand (5 bis 9, 11) gebildet ist.
2. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Lagerstelle (23) durch einen horizontal und lokal überstehenden Lagervorsprung.
Insbesondere einen Lagersteg, der das Anlageelement (19) ist, und die Anlagefläche
(18) gebildet ist.
3. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagersteg (23) an einer der Wand (5 bis 9, 11) zugewandten Seitenwand (27) des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters (12) angeformt ist und zu einem restlichen Bereich
der Seitenwand (27) erhaben in Richtung zur wandseitigen Anlagefläche (18), insbesondere
horizontal, überstehend ist.
4. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagersteg in einem unteren Längendrittel der Seitenwand (27), insbesondere an
einem unteren Ende (29) der Seitenwand (27), ausgebildet ist.
5. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (h3) des Lagerstegs maximal ein Fünftel, insbesondere maximal ein Zehntel,
der Höhe der Seitenwand (27) beträgt und/oder eine Kontaktfläche, mit welcher der
Lagersteg an der Anlagefläche (18) direkt anliegt, maximal 30%, insbesondere maximal
20%, insbesondere maximal 10% einer Fläche der Seitenwand (27) beträgt und/oder eine
Kontaktfläche, mit welcher der Lagersteg an der Anlagefläche (18) direkt anliegt,
mindestens 1 %, insbesondere mindestens 3 %, einer Fläche der Seitenwand (27) beträgt.
6. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Lagersteg über zumindest 1%, insbesondere zumindest 5%, insbesondere zumindest
20%, insbesondere zumindest 30%, insbesondere zumindest 40%, insbesondere zumindest
50% einer horizontalen Überlappungslänge zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
(12) und der Wand (5 bis 9, 11) erstreckt.
7. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (19) entlang einer horizontalen Überlappungslänge zwischen dem
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter (12) und der Wand (5 bis 9, 11) betrachtet, an
zumindest einem Ende der Überlappungslänge ausgebildet ist.
8. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (19) entlang einer vertikalen Überlappungslänge zwischen dem Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter
(12) und der Wand (5 bis 9, 11) betrachtet, in einem unteren Längendrittel der vertikalen
Überlappungslänge, insbesondere an einem unteren Ende der vertikalen Überlappungslänge,
ausgebildet ist.
9. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (h3) des Anlageelements (19) zwischen 1 mm und 30 mm, insbesondere zwischen
1 mm und 5 mm, insbesondere zwischen 2,5 mm und 3,5 mm, beträgt.
10. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in horizontaler Richtung bemessene Tiefe (t3) des Anlageelements (19) zwischen
0,5 mm und 3 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 2 mm, insbesondere zwischen 1,5 mm
und 1,7 mm, beträgt.
11. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (19) eine streifenförmige, ebene Berührfläche (19c) zum flächigen
Anliegen an der Anlagefläche (19) aufweist.
12. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (19) in einem Horizontalschnitt betrachtet an zumindest einem Ende
(50a, 50b) abgerundet ausgebildet ist.
13. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter (12) aus Kunststoff ist, insbesondere ein
Spritzgussbauteil ist und/oder einstückig ausgebildet ist.
14. Haushaltskältegerät (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter (12) ein Zweikomponentenspritzgussbauteil
ist, bei welchem das Anlageelement (19) aus einem anderen Material als der Rest des
Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälters (12) ist.
15. Haushaltskältegerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lebensmittel-Aufbewahrungsbehälter (12) ein Türabsteller ist.