[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mantelgeschoss, insbesondere ein Vollmantelgeschoss,
für Übungs- und/oder Trainingsmunition. Die Mantelgeschosse sind insbesondere bleifreie
Deformationsgeschosse, die derart ausgebildet sind, dass sie Schutzwesten der Schutzklasse
SK1 insbesondere gemäß der Technischen Richtlinie ,Ballistische Schutzwesten VPAM
Prüfstufe 3' nach Prüfverfahren der Technischen Richtlinie (TR) Patronen 9mm x 19,
schadstoffreduziert Version 5, Stand 24.04.2021 nicht durschlagen.
[0002] Zur Verwendung auf polizeilichen Schießständen haben Geschosse für Übungspatronen
verschiedenen Anforderungen, beispielsweise gemäß der "Technischen Richtlinie (TR)
Patrone 9 mm x 19, schadstoffreduziert" (insbesondere: Stand 24.06.2021) oder anderen
insbesondere länderspezifischen Anforderungen an die Ballistik, zu entsprechen, unter
der Maßgabe, dass für Übungspatronen einige in der genannten technischen Richtlinie
an Einsatzpatronen gestellten Forderungen unter anderem hinsichtlich der endballistischen
Wirkung, nicht erfüllt werden brauchen.
[0003] Auf dem Gebiet der Munition, insbesondere der Übungs- und Trainingsmunition, ist
es üblich, Mantelgeschosse zu verwenden, die aus einem Geschossmantel und einem darin
angeordneten Geschosskern bestehen. Diese Geschosse sind so konzipiert, dass sie die
ballistischen Eigenschaften und das Verhalten von scharfer Munition nachahmen, jedoch
ohne die gleichen zerstörerischen Auswirkungen zu haben. Sie kennzeichnen sich durch
ein gewünschtes Deformationsverhalten aus, bei dem sich das Geschoss in der Regel
so verformt, dass sich dessen Querschnitt deutlich erweitert, um die kinetische Energie
in Verformungsenergie abzubauen.
[0004] Bekannte Deformationsgeschosse umfassen typischerweise Geschossmäntel aus Tombak,
Kupfer oder Messing und Geschosskerne aus Blei oder anderen weichen Metallen. Diese
Materialkombinationen werden verwendet, um eine Balance zwischen Masse, Härte und
Verformbarkeit zu erreichen, die für die gewünschte ballistische Leistung erforderlich
ist. Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen, insbesondere auf Übungsschießplätzen
wird der Einsatz von Blei anwenderseitig immer mehr reglementiert und eingeschränkt.
Bei der Materialwahl für Geschosse besteht somit ein Interessenskonflikt insbesondere
zwischen guter Präzision sowie Flugreichweite und Umweltverträglichkeit. Alternativmaterialien
zu Blei, wie beispielsweise Zinn oder Zink haben sich als weniger geeignet wegen deren
niedrigen Dichte herausgestellt, wodurch zwar eine bessere Umweltverträglichkeit gewährleistet
wäre, jedoch deutliche Einbußen in Bezug auf Präzision und Flugreichweite einhergehen
können. Ferner haben auch Alternativlösungen durch Messingprojektile entscheidende
Nachteile in Bezug auf Lauflebensdauer und Durchpresswiderstand durch den Schusswaffenlauf.
Der Druck ist beim Pulverabbrand zu hoch, während die resultierende Mündungsgeschwindigkeit
zu tief ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass ein Hauptbestandteil von Messing Kupfer
ist. Kupfer selbst ist auch gesundheitsgefährdend respektive bakterizid. Der Einsatz
von Kupfer ist somit in Bezug auf zukünftige Umweltforderungen unerwünscht. Daher
wird verstärkt nach Alternativen gesucht, die ähnliche ballistische Eigenschaften
bieten, aber weniger toxisch sind. Stahl und andere Eisenlegierungen sind denkbar,
jedoch stellen sie aufgrund ihrer höheren Härte und geringeren Verformbarkeit neue
Herausforderungen bei der Verarbeitung und der Gestaltung der Geschosse dar.
[0005] Gemäß bekannter Verfahren werden die Geschosskerne oft in den Geschossmantel eingepresst
und durch verschiedene Mechanismen, wie z.B. Umbördelungen oder Klemmvorrichtungen,
fixiert. Diese Konstruktionen sollen sicherstellen, dass der Geschosskern während
des Abschusses und des Fluges stabil im Mantel verbleibt.
[0006] Ein gattungsgemäßes Übungspatronengeschoss ist aus der
DE 10 2009 001 454 A1 bekannt, welches einen Tombak-Mantel und einen darin angeordneten Weicheisen-Kern
aufweist. Der Kern ist heckseitig durch eine Umbördelung innerhalb des Mantels gehalten
und ist in Bezug auf den Mantel so dimensioniert, dass frontseitig ein Hohlraum verbleibt,
der als Knautschzone bei Aufprall auf ein Ziel agieren soll. Der Kern weist fronseitig
einen zentralen vorstehenden Absatz auf.
[0007] An dem Geschoss gemäß
DE 10 2009 001 454 A1 hat es sich als nachteilig erwiesen, dass beim Abfeuern des Geschosses das Risiko
besteht, dass das Gas rückseitig den Kern nach vorne drückt, so dass der Hohlraum
in der Spitze verkleinert wird und dadurch die Funktion des Geschosses in Bezug auf
die gewünschte Deformation nicht mehr gegeben ist. Ferner besteht ein weiteres Risiko,
dass es beim Abfeuern des Geschosses dazu kommen kann, dass heckseitig ein Gasschlupf
zwischen Kern und Mantel entsteht, der eine Relativverschiebung zwischen Mantel und
Kern zur Folge haben kann, was sich wiederrum negativ auf die Präzision des Geschosses
auswirkt und außerdem bewirken kann, dass der Geschosskern sich während des Abschusses
noch vorne verlagert. Dies kann dazu führen, dass die gewünschte Deformation, die
für den Einsatz der Geschosse als Übungs- oder Trainingsmunition essenziell ist, ausbleibt
und das Geschoss die Schutzweste doch durchdringt.
[0008] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile aus dem Stand der Technik
zu überwinden, insbesondere ein Mantelgeschoss bereitzustellen, dessen Präzision verbessert
ist und/oder das zuverlässiger das Durchdringen einer Schutzweste ohne Einbußen hinsichtlich
der Präzision vermeidet.
[0009] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0010] Danach ist ein Mantelgeschoss, insbesondere ein Vollmantelgeschoss, für Übungs- und/oder
Trainingsmunition insbesondere mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger bereitgestellt.
Das Mantelgeschoss umfasst einen Geschossmantel, der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt,
insbesondere einen Ogivenabschnitt, aufweist, und einen unter Ausbildung eines Hohlraums
im Bereich des Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel angeordneten Geschosskern.
Der Geschosskern weist Eisen auf, vorzugsweise besteht er aus Stahl.
[0011] Der Geschossmantel weist heckseitig eine ringförmige Umbördelung auf, um den Geschosskern
im Geschossmantel zu halten. Ferner ist in Geschosslängsrichtung zwischen dem Geschosskern
und der Umbördelung eine Abstützung für die Umbördelung angeordnet. Durch die Abstützun
kann vermieden werden, dass ein Gasschlupf zwischen Kern und Mantel entsteht, was
die Präzision negativ beeinflusst. Die Abstützung verhindert, dass der Geschosskern
sich während des Abschusses noch vorne verlagert, was sogar dazu führen kann, dass
die gewünschte Deformation, die für den Einsatz der Geschosse als Übungs- oder Trainingsmunition
essenziell ist, nicht erfolgt. Die Abstützung kann dazu beitragen, einen gasdichten
Abschluss an der Rückseite zwischen dem Geschossmantel, insbesondere dessen Ringumbördelung,
mit der heckseitigen Stirnseite des weichen Eisen- oder Stahlkerns zu schaffen. Es
wurde herausgefunden, dass der beim Einpressen des Geschosskerns in den Geschossmantel
zu erreichende Formschluss nicht ausreicht, um den im Stand der Technik identifizierten
heckseitigen Gasschlupf zu verhindern. Die Abstützung ist effektiv in der Lage, einen
sogenannten Gasstopp zu erreichen.
[0012] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung ist die Abstützung
ringförmig oder als Scheibe ausgebildet. Die ringförmige oder scheibenförmige Abstützung
sorgt effektiv dafür, dass der Geschosskern stabil und präzise in seiner Position
bleibt, Gasschlupf verhindert wird und die gewünschte Deformation des Geschosses zuverlässig
eintritt. Dies führt zu einer verbesserten Präzision und Sicherheit beim Einsatz der
Munition. Es hat sich herausgestellt, dass es ausreichen kann, die Abstützung auf
der radialen Höhe der Umbördelung vorzusehen, da dieser Bereich besonders anfällig
für die Ausbildung eines Gasschlupfes zwischen Mantel und Kern ist. Die ringförmige
Abstützung stellt im Vergleich zur scheibenförmigen Abstützung eine Material- und
damit Kostenersparnis dar, bietet aber auf der anderen Seite weiterhin Angriffspunkte
für die Ausbildung eines Gasschlupfes. Insofern kann sich die scheibenförmige Abstützung
vor allem bei hohen Anforderungen als optimal erweisen.
[0013] Nach einer beispielhaften Ausführungsform weist die Abstützung insbesondere unlegierten
und/oder Messing oder Tombak-plattierten Stahl oder Tombak, insbesondere CuZn5, auf.
Insbesondere ist die Abstützung aus den genannten Materialien hergestellt. Unlegierter
Stahl und Messing & Tombak, insbesondere CuZn5, weisen eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit
auf. Tombak, eine Legierung aus Kupfer und Zink, bietet zudem eine gute Korrosionsbeständigkeit
und eine glatte Oberfläche, was die Angriffspunkte für die Expansionsgase reduziert.
Die Tombak-Plattierung auf Stahl kombiniert die Festigkeit des Stahls mit den vorteilhaften
Oberflächeneigenschaften des Tombaks. Die hohe Festigkeit und Haltbarkeit der verwendeten
Materialien sorgen dafür, dass die Abstützung auch unter den extremen Bedingungen
des Abschusses ihre Form und Position beibehält.
[0014] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung weist die Abstützung
eine Wandstärke im Bereich von 0,15 mm bis 0,35 mm, insbesondere von etwa 0,25 mm,
auf. Eine solche Wandstärke bietet einen optimalen Kompromiss zwischen Festigkeit
bzw. Funktionalität im Hinblick auf die Gasschlupfbildung und Kosten und Gewicht,
um den Geschosskern während des Abschusses und bei der Flugbahn stabil zu halten.
[0015] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der mit den vorhergehenden
Aspekten und beispielhaften Ausführungen kombinierbar ist, ist ein Mantelgeschoss,
insbesondere ein Vollmantelgeschoss, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere
mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger bereitgestellt. Das Mantelgeschoss umfasst
einen Geschossmantel, der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt, insbesondere einen
Ogivenabschnitt, aufweist, und einen unter Ausbildung eines Hohlraums im Bereich des
Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel angeordneten Geschosskern.
[0016] Der Geschosskern weist Stahl mit einem Eisenanteil von mehr als 90% und/oder einem
Kohlenstoffanteil von weniger als 2% auf und ist wärmebehandelt, insbesondere weichgeglüht,
und/oder weist eine Vickershärte von weniger als 100 HV1 auf. Die Wärmebehandlung,
insbesondere das Weichglühen, reduziert die Härte des Kerns und ermöglicht eine bessere
Energieabsorption beim Aufprall, was für Übungs- und Trainingsmunition entscheidend
ist, da es die Sicherheit erhöht und effektiv das Durchdringen der Schutzweste verhindert.
Ein weiterer Vorteil der spezifischen Materialzusammensetzung ist die Kosteneffizienz,
da Stahl mit einem hohen Eisenanteil und einem geringen Kohlenstoffanteil in der Regel
kostengünstiger ist als andere Legierungen, ohne dabei die erforderlichen mechanischen
Eigenschaften zu beeinträchtigen. Die Vickershärte von weniger als 100 HV1 stellt
sicher, dass das Geschoss eine ausreichende Duktilität, insbesondere die Fähigkeit
eines Materials, sich unter Belastung zu verformen, ohne zu brechen, aufweist, um
die gewünschten ballistischen und endballistischen Eigenschaften zu erzielen.
[0017] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung weist der Stahl
einen Eisenanteil von weniger als 99,5% und/oder einen Kohlenstoffanteil von mehr
als 0,02% auf. Diese spezifische Zusammensetzung des Stahls bringt mehrere Vorteile
mit sich, die für die Funktion und Leistung des Mantelgeschosses von Bedeutung sind.
Vorteilhaft ist allem deren begünstigte Fähigkeit, eine Vickershärte von weniger als
100 HV1 zu erzielen, um die gewünschte Deformation beim Aufprall auf ein Ziel zu erreichen.
[0018] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der mit den vorhergehenden
Aspekten und beispielhaften Ausführungen kombinierbar ist, ist ein Mantelgeschoss,
insbesondere ein Vollmantelgeschoss, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere
mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger bereitgestellt. Das Mantelgeschoss umfasst
einen Geschossmantel, der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt, insbesondere einen
Ogivenabschnitt, aufweist, und einen unter Ausbildung eines Hohlraums im Bereich des
Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel angeordneten Geschosskern. Der Geschosskern
weist Eisen auf, vorzugsweise besteht er aus Stahl.
[0019] Der Geschosskern ist derart dimensioniert und/oder in dem Geschossmantel angeordnet,
dass im Bereich des Verjüngungsabschnitts ein in Radialrichtung von dem Geschossmantel
begrenzter Hohlraum entsteht. Ferner weist der Geschosskern eine frontseitige, mit
dem Hohlraum verbundene Vertiefung auf. Die spezifische Dimensionierung und Anordnung
des Geschosskerns im Geschossmantel, die zur Bildung eines in Radialrichtung von dem
Geschossmantel begrenzten Hohlraums und einer frontseitigen, mit dem Hohlraum verbundenen
Vertiefung führt, bietet mehrere Vorteile im Hinblick auf die Sicherstellung der gewünschten
Deformation des Geschosses. Hohlraum und Vertiefung bilden zusammen eine Art Knautschzone
aus, um Aufprallenergie zu absorbieren. Der Hohlraum und die Vertiefung im Geschosskern
schaffen eine strukturierte Schwachstelle, die bei Aufprall gezielt nachgibt. Diese
Bereiche sind so konzipiert, dass sie sich unter dem Druck des Aufpralls zusammenstauchen,
ähnlich wie eine Knautschzone. Diese gezielte Energieabsorption reduziert die Durchschlagskraft
des Geschosses. Dadurch kann effektiv ein ziehharmonika-artiges Zusammenstauchen des
Geschosses erreicht werden, um ein Durchdringen der Schutzweste zu vermeiden. Außerdem
wirken die frontseitige Vertiefung und der Hohlraum als Initiatoren für die Deformation
und sorgen dafür, dass das Geschoss sich bei Aufprall in einer vorhersehbaren und
kontrollierten Weise verformt. Beim Zusammenstauchen des Geschosses vergrößert sich
die Aufprallfläche. Eine größere Aufprallfläche verteilt die Aufprallenergie über
einen größeren Bereich der Schutzweste.
[0020] Mit anderen Worten resultiert frontseitig ein Freiraum, der in zwei Sektionen unterteilt
ist. Der spitzennahe Hohlraum wird von der Innenfläche des Mantels begrenzt. Ein zweiter
daran anschließender, durch die Vertiefung geschaffener Freiraum wird ausschließlich
von dem Material des Kerns begrenzt (umlaufende Seitenwand und Boden), wobei der rückseitige
Freiraum zum vorderen Hohlraum offen ist. Auf diese Weise entsteht bei dieser strukturellen
Definition des Geschosses ein mehrstufiges Deformationsopferverhalten. Die erste Stufe
entsteht durch die ausschließliche Opferverformung des vorderen hohlraumbegrenzenden
Mantels, während die zweite Opferverformung mit größerem Deformationswiderstand die
Deformation der Kernbegrenzungswand des rückseitigen Freiraums betrifft. Eine Wandstärke
der umlaufenden Begrenzungswand des rückseitigen Freiraums bzw. der Vertiefung kann
in Geschosslängsrichtung zur Geschossfront insbesondere allmählich zunehmen. Auch
auf diese Weise kann eingestellt werden, dass die zweite Deformationsstufe bzw. der
zweite Deformationswiderstand in Geschosslängsrichtung hin zum Heck zunimmt. Die zweistufige
Deformation bietet mehrere Vorteile insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung
der gewünschten Deformation und die Vermeidung des Durchdringens der Schutzweste gegenüber
einem Deformationsverhalten mit nur einem Hohlraum, beispielsweise wie bei der
DE 10 2009 001 454 A1.
[0021] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung weist der Hohlraum
eine Länge in Geschosslängsrichtung von weniger als 25%, insbesondere von weniger
als 20% oder von weniger als 15%, einer Gesamt-Geschosslänge auf. Die angegebenen
Abmessungen haben sich als besonders vorteilhaft zur Ausbildung der zweistufigen Deformation
erwiesen.
[0022] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung weist die Vertiefung
eine Länge in Geschosslängsrichtung im Bereich von 5% bis 25%, insbesondere im Bereich
von 10% bis 20% oder im Bereich von 15% bis 17%, einer Gesamt-Geschosslänge auf. Die
angegebenen Abmessungen haben sich als besonders vorteilhaft zur Ausbildung der zweistufigen
Deformation erwiesen.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der mit den vorhergehenden
Aspekten und beispielhaften Ausführungen kombinierbar ist, ist ein Mantelgeschoss,
insbesondere ein Vollmantelgeschoss, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere
mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger bereitgestellt. Das Mantelgeschoss umfasst
einen Geschossmantel, der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt, insbesondere einen
Ogivenabschnitt, aufweist, und einen unter Ausbildung eines Hohlraums im Bereich des
Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel angeordneten Geschosskern. Der Geschosskern
weist Eisen auf, vorzugsweise besteht er aus Stahl.
[0024] Der Geschossmantel weist abschnittsweise eine in Geschosslängsrichtung zur Geschossfront
insbesondere kontinuierlich zunehmende Wandstärke auf. Eine kontinuierlich zunehmende
Wandstärke zur Geschossfront hin kann die Deformation des Geschosses gezielt steuern.
Der hintere Teil des Geschosses mit dünnerer Wandstärke kann sich leichter verformen,
während der vordere Teil mit dickerer Wandstärke einen erhöhten Widerstand darstellt.
Die zunehmende Wandstärke kann dazu beitragen, die Fragmentierung des vorderen Teils
des Geschosses beim Aufprall auf ein Ziel zu verhindern.
[0025] Nach einer beispielhaften Ausführungsform weist der Geschossmantel ferner einen das
Kaliber festlegenden insbesondere zylindrischen Führungsabschnitt zum Eingreifen in
ein Laufprofil, wie das Zug-Feld-Profil oder Polygonprofil, eines Schusswaffenlaufs
und eine frontseitige Geschossspitze auf. Die Funktion des Laufprofils besteht insbesondere
darin, die Führung und Stabilisierung des Geschosses während des Schusses zu gewährleisten.
Dabei liegt eine Wandstärkenzunahme von dem Führungsabschnitt zu der Geschossspitze
von bis zu 45% und/oder eine Wandstärkenzunahme von dem Verjüngungsabschnitt zu der
Geschossspitze von bis zu 40% vor. Im Verlauf des Führungsabschnitts kann eine Wandstärkenzunahme
in Richtung Geschossfront von bis zu 8%, insbesondere bis zu 6%, vorliegen. Im Verlauf
des Verjüngungsabschnitts kann eine Wandstärkenzunahme in Richtung Geschossspitze
von bis zu 25% vorliegen.
[0026] Der Führungsabschnitt kann dazu dienen, dass das Geschoss korrekt im Lauf geführt
wird und somit eine präzise Flugbahn einhält. Die angegebenen Abmessungen haben sich
als besonders vorteilhaft zur Ausbildung der gewünschten Deformation und Vermeidung
einer Fragmentierung erwiesen.
[0027] Gemäß einer beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung wird das Mantelgeschoss
durch die Verwendung eines Geschosskerns aus Kaltstauchstahl insbesondere gemäß DIN
EN 10263 oder Kaltfließpressstahl insbesondere gemäß DIN EN 10016-2 oder einem unlegierten
Stahl weiter optimiert. Kaltstauch- und Kaltfließpressstähle weisen eine hohe Festigkeit
und Zähigkeit auf, die durch die Kaltumformung erreicht werden.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der mit den vorhergehenden
Aspekten und beispielhaften Ausführungen kombinierbar ist, ist eine Übungs- und/oder
Trainingsmunition insbesondere mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger, umfassend
ein nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildetes Mantelgeschoss bereitgestellt.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der mit den vorhergehenden
Aspekten und beispielhaften Ausführungen kombinierbar ist, ist ein Verfahren zum Herstellen
eines insbesondere nach einem der vorstehenden Aspekte und/oder beispielhaften Ausführungen
ausgebildeten Mantelgeschosses bereitgestellt. Das Mantelgeschoss kann ein Vollmantelgeschoss
sein und/oder für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem Kaliber
von höchstens 9mm Luger einzsetzbar sein. Das Mantelgeschoss kann einen Geschossmantel,
der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt, insbesondere einen Ogivenabschnitt,
aufweist, und einen unter Ausbildung eines Hohlraums im Bereich des Verjüngungsabschnitts
in dem Geschossmantel angeordneten Geschosskern umfassen. Der Geschosskern kann Eisen
aufweisen, vorzugsweise besteht er aus Stahl.
[0030] Zunächst wird ein Geschosskern, der Eisen aufweist, insbesondere aus Stahl besteht,
hergestellt. Dieser Geschosskern wird im Bereich einer sich insbesondere ogivenartig
verjüngenden Front mit einer Vertiefung versehen, die insbesondere eingepresst wird.
Diese Vertiefung trägt dazu bei, den Hohlraum im Bereich des Verjüngungsabschnitts
des Geschossmantels zu formen. Der Geschossmantel selbst wird ebenfalls mit einem
frontseitigen Verjüngungsabschnitt, insbesondere einem Ogivenabschnitt, hergestellt.
Der Geschosskern wird dann unter Ausbildung eines Hohlraums im Bereich des Verjüngungsabschnitts
in den Geschossmantel eingepresst. Diese spezifischen Kommunikationsmechanismen zwischen
dem Geschosskern und dem Geschossmantel, insbesondere das Einpressen des Kerns in
den Mantel, ermöglichen eine präzise und sichere feste Verbindung der beiden Komponenten.
[0031] Nach einer beispielhaften Ausführungsform wird der Geschosskern nach dem Einbringen
der Vertiefung wärmebehandelt, insbesondere weichgeglüht. Durch das Weichglühen wird
der Geschosskern weicher und duktiler, was bedeutet, dass er weniger spröde ist und
eine höhere Verformbarkeit aufweist. Dies kann die Herstellung des Mantelgeschosses
erleichtern, da der weichgeglühte Geschosskern besser in den Geschossmantel eingebracht
werden kann und sich besser an die Form des Mantels anpasst. Dadurch wird der zwischen
Mantel und Geschoss zu bewerkstelligende Formschluss verstärkt. Insbesondere kann
die verbesserte Verformbarkeit des weichgeglühten Geschosskerns dazu beitragen, dass
das Mantelgeschoss beim Aufprall eine stärkere Deformation und damit einen größeren
Energieabbau erfährt.
[0032] Bevorzugte Ausführungen sind in den Unteransprüchen gegeben.
[0033] Im Folgenden werden weitere Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung mittels
Beschreibung bevorzugter Ausführungen der Erfindung anhand der beiliegenden beispielhaften
Zeichnungen deutlich, in denen:
- Figur 1
- eine schematische Prinzipskizze in Schnittdarstellung einer beispielhaften Ausführung
eines erfindungsgemäßen Mantelgeschosses zeigt.
[0034] In der folgenden Beschreibung der beispielhaften Ausführung eines erfindungsgemäßen
Mantelgeschosses ist das Mantelgeschoss im Allgemeinen mit der Bezugsziffer 1 versehen.
[0035] Das Mantelgeschoss 1 ist als Vollmantelgeschoss ausgebildet und für Übungs- und/oder
Trainingsmunition vorgesehen. Das beispielhafte Mantelgeschoss 1 weist ein Kaliber
von 9mm Luger auf und umfasst einen Geschossmantel 3, der einen frontseitigen Verjüngungsabschnitt
7, insbesondere einen Ogivenabschnitt, und einen daran anschließenden insbesondere
zylindrischen Führungsabschnitt 19 zum Eingreifen in das Zug-Feld-Profil eines Schusswaffenlaufs
auf. Innerhalb des Geschossmantels 3 ist ein Geschosskern 5 angeordnet, der Eisen
aufweist, insbesondere aus Stahl wie einem Kaltstauch- oder Kaltfließpressstahl oder
einem unlegierten Stahl besteht.
[0036] Der Geschosskern 5 ist so dimensioniert und in dem Geschossmantel 3 angeordnet, dass
im Bereich des Verjüngungsabschnitts 7 ein in Radialrichtung von dem Geschossmantel
3 begrenzter Hohlraum 13 entsteht. Der Hohlraum 13 ist in Geschosslängsrichtung unmittelbar
an einer Geschossspitze 17 angeordnet. Der Geschosskern 5 weist eine frontseitige,
mit dem Hohlraum 13 verbundene Vertiefung 15 auf, sodass ein abgestufter Freiraum
innerhalb der Geschossfront entsteht. Der Stahl des Geschosskerns 5 kann einen Eisenanteil
von mehr als 90% und/oder einen Kohlenstoffanteil von weniger als 2% aufweisen und
wärmebehandelt sein, insbesondere weichgeglüht, und/oder eine Vickershärte von weniger
als 100 HV1 aufweisen.
[0037] Der Geschossmantel 3 weist heckseitig eine ringförmige Umbördelung 11 auf, die dazu
dient, den Geschosskern 5 im Geschossmantel 3 zu halten. Zwischen dem Geschosskern
5 und der Umbördelung 11 ist in Geschosslängsrichtung eine Abstützung 9 angeordnet,
die gemäß der beispielhaften Ausführung als insbesondere dünne Scheibe ausgebildet
ist. Als Material kann unlegierter und/oder Tombak-plattierter Stahl oder Tombak,
insbesondere CuZn5, verwendet werden. Die Abstützung 9 verhindert, dass der Geschosskern
5 sich während des Abschusses noch vorne verlagert, was sogar dazu führen kann, dass
die gewünschte Deformation, die für den Einsatz der Geschosse 1 als Übungs- oder Trainingsmunition
essenziell ist, nicht erfolgt. Die Abstützung 9 kann dazu beitragen, einen gasdichten
Abschluss an der Rückseite zwischen dem Geschossmantel 3, insbesondere dessen Ringumbördelung
11, mit dem weichen Eisen- oder Stahlkern 5 zu schaffen.
[0038] Der Geschossmantel 3 weist abschnittsweise eine in Geschosslängsrichtung zur Geschossfront
kontinuierlich zunehmende Wandstärke auf. Die Wandstärkenzunahme von dem Führungsabschnitt
19 bis zu der Geschossspitze 17 kann bis zu 45% und/oder eine Wandstärkenzunahme von
dem Verjüngungsabschnitt 7 bis zu der Geschossspitze 17 kann bis zu 40% betragen.
[0039] Die Vertiefung 15 des Geschosskerns 5 hat eine Länge in Geschosslängsrichtung im
Bereich von 5% bis 25%, insbesondere im Bereich von 10% bis 20% oder im Bereich von
15% bis 17% einer Gesamt-Geschosslänge. Der Hohlraum 13 hat eine Länge in Geschosslängsrichtung
von weniger als 25%, insbesondere von weniger als 20% oder von weniger als 15% einer
Geschosslänge.
[0040] Das Mantelgeschoss 1 ist somit speziell für Übungs- und Trainingsmunition mit einem
Kaliber von höchstens 9mm Luger ausgelegt und bietet durch die beschriebenen Merkmale
eine verbesserte Präzision und/oder vermeidet zuverlässiger das Durchdringen einer
Schutzweste ohne Einbußen hinsichtlich der Präzision.
[0041] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung
der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Mantelgeschoss
- 3
- Geschossmantel
- 5
- Geschosskern
- 7
- Verjüngungsabschnitt
- 9
- Abstützung
- 11
- Umbördelung
- 13
- Hohlraum
- 15
- Vertiefung
- 17
- Geschossspitze
- 19
- Führungsabschnitt
1. Mantelgeschoss (1), insbesondere Vollmantelgeschoss (1), für Übungs- und/oder Trainingsmunition
insbesondere mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger, umfassend einen Geschossmantel
(3) mit einem frontseitigen Verjüngungsabschnitt (7), insbesondere Ogivenabschnitt,
und einen unter Ausbildung eines Hohlraums (13) im Bereich des Verjüngungsabschnitts
in dem Geschossmantel (3) angeordneten Geschosskern (5), der Eisen aufweist, insbesondere
aus Stahl besteht, wobei der Geschossmantel (3) heckseitig eine ringförmige Umbördelung
(11) aufweist, um den Geschosskern (5) im Geschossmantel (3) zu halten, und in Geschosslängsrichtung
zwischen dem Geschosskern (5) und der Umbördelung (11) eine Abstützung (9) für die
Umbördelung (11) angeordnet ist.
2. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 1, wobei die Abstützung (9) ringförmig oder als Scheibe
ausgebildet ist.
3. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Abstützung (9) insbesondere unlegierten
und/oder Tombak-plattierten Stahl oder Tombak, insbesondere CuZn5 oder Messing, aufweist,
insbesondere daraus hergestellt ist.
4. Mantelgeschoss (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Abstützung (9)
eine Wandstärke im Bereich von 0,15 mm bis 0,35 mm, insbesondere von etwa 0,25 mm,
aufweist.
5. Mantelgeschoss (1), insbesondere Vollmantelgeschoss (1), insbesondere nach einem der
vorstehenden Ansprüche, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem
Kaliber von höchstens 9mm Luger, umfassend einen Geschossmantel (3) mit einem frontseitigen
Verjüngungsabschnitt (7), insbesondere Ogivenabschnitt, und einen unter Ausbildung
eines Hohlraums (13) im Bereich des Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel (3)
angeordneten Geschosskern (5), der Stahl mit einem Eisenanteil von mehr als 90% und/oder
einem Kohlenstoffanteil von weniger als 2% aufweist und wärmebehandelt, insbesondere
weichgeglüht, ist und/oder eine Vickershärte von weniger als 100 HV1 aufweist.
6. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 5, wobei der Stahl einen Eisenanteil von weniger
als 99,5% und/oder einen Kohlenstoffanteil von mehr als 0,02% aufweist.
7. Mantelgeschoss (1), insbesondere Vollmantelgeschoss (1), insbesondere nach einem der
vorstehenden Ansprüche, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem
Kaliber von höchstens 9mm Luger, umfassend einen Geschossmantel (3) mit einem frontseitigen
Verjüngungsabschnitt (7), insbesondere Ogivenabschnitt, und einen darin angeordneten
Geschosskern (5), der Eisen aufweist, insbesondere aus Stahl besteht, wobei der Geschosskern
derart dimensioniert und/oder in dem Geschossmantel (3) angeordnet ist, dass im Bereich
des Verjüngungsabschnitts ein in Radialrichtung von dem Geschossmantel (3) begrenzter
Hohlraum (13) entsteht, wobei der Geschosskern eine frontseitige, mit dem Hohlraum
(13) verbundene Vertiefung (15) aufweist.
8. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 7, wobei der Hohlraum (13) eine Länge in Geschosslängsrichtung
von weniger als 25%, insbesondere von weniger als 20% oder von weniger als 15%, einer
Geschosslänge aufweist.
9. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Vertiefung (15) eine Länge in
Geschosslängsrichtung im Bereich von 5% bis 25%, insbesondere im Bereich von 10% bis
20% oder im Bereich von 15% bis 17%, einer Geschosslänge aufweist.
10. Mantelgeschoss (1), insbesondere Vollmantelgeschoss (1), insbesondere nach einem der
vorstehenden Ansprüche, für Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem
Kaliber von höchstens 9mm Luger, umfassend einen Geschossmantel (3) mit einem frontseitigen
Verjüngungsabschnitt (7), insbesondere Ogivenabschnitt, und einen unter Ausbildung
eines Hohlraums (13) im Bereich des Verjüngungsabschnitts in dem Geschossmantel (3)
angeordneten Geschosskern (5), der Eisen aufweist, insbesondere aus Stahl besteht,
wobei der Geschossmantel (3) abschnittsweise eine in Geschosslängsrichtung zur Geschossfront
insbesondere kontinuierlich zunehmende Wandstärke aufweist.
11. Mantelgeschoss (1) nach Anspruch 10, wobei der Geschossmantel (3) ferner einen das
Kaliber festlegenden insbesondere zylindrischen Führungsabschnitt zum Eingreifen in
ein Laufprofil eines Schusswaffenlaufs und eine frontseitige Geschossspitze (17) aufweist,
wobei eine Wandstärkenzunahme von dem Führungsabschnitt zu der Geschossspitze (17)
von bis zu 45% und/oder eine Wandstärkenzunahme von dem Verjüngungsabschnitt zu der
Geschossspitze (17) von bis zu 40% vorliegt.
12. Mantelgeschoss (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Geschosskern (5)
aus einem Kaltstauch- oder Kaltfließpressstahl oder einem unlegierten Stahl hergestellt
ist.
13. Übungs- und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem Kaliber von höchstens 9mm
Luger, umfassend ein nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildetes Mantelgeschoss
(1).
14. Verfahren zum Herstellen eines insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche
ausgebildeten Mantelgeschosses (1), insbesondere Vollmantelgeschosses, für Übungs-
und/oder Trainingsmunition insbesondere mit einem Kaliber von höchstens 9mm Luger,
bei dem ein Geschosskern (5), der Eisen aufweist, insbesondere aus Stahl besteht,
hergestellt und im Bereich einer sich insbesondere ogivenartig verjüngenden Front
eine Vertiefung (15) eingebracht, insbesondere eingepresst, wird, wobei ein Geschossmantel
(3) mit einem frontseitigen Verjüngungsabschnitt (7), insbesondere Ogivenabschnitt,
hergestellt wird der Geschosskern (5) unter Ausbildung eines Hohlraums (13) im Bereich
des Verjüngungsabschnitts in den Geschossmantel (3) eingepresst wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem der Geschosskern (5) nach dem Einbringen der Vertiefung
(15) wärmebehandelt, insbesondere weichgeglüht, wird.