[0001] Die Erfindung betrifft eine Fertigungslinie eingerichtet zur induktiven Erwärmung
zumindest eines Werkstücks, insbesondere eines im Wesentlichen länglichen Werkstücks,
umfassend: zumindest einen Induktor umfassend zumindest einen Erwärmungsbereich zur
Erwärmung des zumindest einen Werkstücks, wobei der zumindest eine Induktor zumindest
ein Verbindungsmittel zur Verbindung mit zumindest einer Versorgungseinrichtung aufweist;
vorzugsweise zumindest eine Transportvorrichtung zum Transport des zumindest einen
induktiv zu erwärmenden Werkstücks, insbesondere in Erstreckungsrichtung des Erwärmungsbereichs;
und zumindest eine Versorgungseinrichtung zur Versorgung des zumindest einen Induktors,
wobei die zumindest eine Versorgungseinrichtung mittels zumindest eines Anbindungsmittels
mit dem zumindest einen Verbindungsmittel der zumindest einen Induktors verbindbar
ist. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zum Austausch zumindest eines
Induktors einer Fertigungslinie, insbesondere zumindest eines vorgenannten Induktors.
[0002] Fertigungslinien eingerichtet zur induktiven Erwärmung umfassend zumindest einen
Induktor mit einem Erwärmungsbereich sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
Ein solcher Induktor kann beispielsweise auch als Durchlauftunnelofen oder Elektroinduktionstunnelofen
bezeichnet werden. Derartige Vorrichtungen können dazu genutzt werden, ein Werkstück
induktiv zu erwärmen. Als induktive Erwärmungsverfahren werden üblicherweise Verfahren
bezeichnet, bei denen die zu erwärmende Fläche eines Materials, insbesondere eines
Stahlmaterials, mittels eines in das Werkstück induzierten elektromagnetischen Feldes
erwärmt wird.
[0003] Um den mindestens einen Induktor mit einem entsprechenden Strom zu versorgen, verfügt
dieser über zumindest ein Verbindungsmittel, welches den Anschluss an eine entsprechende
Versorgungseinrichtung, insbesondere an zumindest ein Anbindungsmittel einer Versorgungseinrichtung,
ermöglicht.
[0004] Ergänzt wird ein solcher Aufbau in der Regel durch eine Transportvorrichtung, über
welche das zumindest eine zu erwärmende Werkstück entlang der Fertigungslinie, insbesondere
in Erstreckungsrichtung des zumindest einen Erwärmungsbereichs, befördert werden kann.
[0005] Aus dem Stand der Technik bekannte Fertigungslinien umfassend zumindest einen mit
einer Versorgungseinrichtung verbundenen Induktor haben sich allerdings insbesondere
hinsichtlich der Produktivität und der Wartungsfreundlichkeit der Fertigungslinie
als nachteilig erwiesen.
[0006] So ist der zumindest eine Induktor bei einer herkömmlichen Fertigungslinie regelmäßig
starr mit zumindest einer Versorgungseinrichtung verbunden. Im Falle von Wartungsarbeiten,
Reparaturen oder einem Austausch des Induktors muss zunächst das Gehäuse bzw. die
schützenden Bauteile des Induktors bzw. der Versorgungseinrichtung entfernt werden,
um an die Verbindungsmittel bzw. die Anbindungsmittel zu gelangen. Dies ist insbesondere
dann problematisch, wenn der Bereich zur Demontage nur schwer oder nicht in ausreichendem
Maße zugänglich ist.
[0007] Zudem führt ein aufwändiger Demontagevorgang dazu, dass der zumindest eine Induktor
nicht schnell von der zumindest einen Versorgungseinrichtung getrennt werden kann.
Dies führt zu Stillstandzeiten der Fertigungslinie, da der Austausch oder die Wartung
des Induktors erst nach aufwändiger Demontage erfolgen kann.
[0008] Des Weiteren kann die herkömmliche Verbindung eines Induktors mit einer Versorgungseinrichtung
zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko führen. Insbesondere wegen der hohen Spannungen
und Ströme, die zur Versorgung des Induktors fließen, besteht ein erhebliches Risiko
von sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, insbesondere während Wartungsarbeiten, Reparaturen
oder bei einem Austausch des Induktors.
[0009] Ausgehend davon hat sich der vorliegenden Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Fertigungslinie
sowie ein Verfahren zum Austausch zumindest eines Induktors einer Fertigungslinie
anzugeben, welche ein effektives Betreiben der Fertigungslinie ermöglichen und die
Wartungsfreundlichkeit der Fertigungslinie erhöhen.
[0010] Das zuvor aufgeführte technische Problem wird gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung dadurch gelöst, dass das zumindest eine Verbindungsmittel des zumindest
einen Induktors und das zumindest eine Anbindungsmittel der zumindest einen Versorgungseinrichtung
lösbar miteinander verbindbar sind.
[0011] Hierdurch können in simpler Weise Wartungsarbeiten, Reparaturen oder ein Austausch
des zumindest einen Induktors ermöglicht werden.
[0012] Beispielsweise können auch eine Mehrzahl von Induktoren Bestandteil der Fertigungslinie
sein und insofern mit der zumindest einen Versorgungseinrichtung oder weiteren Versorgungseinrichtungen
verbunden sein.
[0013] Vorzugsweise ist unter einer lösbaren Verbindung zu verstehen, dass das zumindest
eine Verbindungsmittel des zumindest einen Induktors und das zumindest eine Anbindungsmittel
der zumindest einen Versorgungseinrichtung ohne Abnahme von Gehäuseteilen und/oder
im Wesentlichen werkzeuglos voneinander trennbar sind.
[0014] Die zumindest eine Transportvorrichtung ist zum Transport des zumindest einen induktiv
zu erwärmenden Werkstücks, insbesondere in Erstreckungsrichtung des Erwärmungsbereichs,
ausgebildet. Durch das Vorsehen einer derartigen Transportvorrichtung kann eine über
die gesamte Länge des Werkstücks im Wesentlichen einheitliche Erwärmung zur Verfügung
gestellt werden. Beispielsweise ist die Geschwindigkeit des zu verfahrenden Werkstücks
mittels der Transportvorrichtung variabel einstellbar, wodurch unter anderem auch
die thermische Behandlung des Werkstücks verändert werden kann.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigungslinie
ferner Transportmittel zur verschiebbaren Lagerung des zumindest einen Induktors,
insbesondere zur Verschiebung des zumindest einen Induktors im Wesentlichen lateral
oder orthogonal zu dem zumindest einen Erwärmungsbereich, aufweist. Vorgenannte Transportmittel
erlauben eine bewegliche Positionierung des Induktors, wobei die Verschiebung insbesondere
lateral oder orthogonal zu dem Erwärmungsbereich erfolgen kann. So kann der Induktor
einfach und schnell verschoben werden, um den Induktor aus der Fertigungslinie zu
fahren und zu warten, zu reparieren oder auszutauschen.
[0016] Beispielsweise kann es sich bei den Transportmitteln um mechanische und/oder automatisierte
Vorrichtungen, wie bspw. etwa Schienen, Rollenbahnen oder ähnliche bewegliche Systeme,
handeln, die den Induktor aus der Fertigungslinie fahren können.
[0017] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest
eine Verbindungsmittel zumindest ein Verbindungsschienenpaar umfasst und/oder dass
das zumindest eine Anbindungsmittel zumindest ein Anbindungsschienenpaar umfasst.
Hierdurch kann der Induktor mit der Versorgungseinrichtung zuverlässig, insbesondere
elektrisch, gekoppelt werden. Beispielsweise umfasst das Verbindungsschienenpaar und/oder
das Anbindungsschienenpaar ein elektrisch gut leitendes Material, insbesondere Kupfer.
Insbesondere ist das Verbindungsschienenpaar als Kupferverbindungsschienenpaar und
das Anbindungsschienenpaar als Kupferanbindungsschienenpaar gebildet. Vorzugsweise
sind die jeweiligen Schienenpaare durch eine Isolierung elektrisch voneinander isoliert.
[0018] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigungslinie
ferner zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung umfasst, und dass die zumindest
eine Verbindungs- und Trenneinrichtung insbesondere dazu ausgebildet ist, das zumindest
eine Anbindungsmittel der Versorgungseinrichtung und das zumindest eine Verbindungsmittel
des zumindest einen Induktors miteinander zu verbinden und/oder voneinander zu trennen,
insbesondere eine elektrische Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel und dem Verbindungsmittel
herzustellen und/oder zu trennen. Mittels der zumindest einen Verbindungs- und Trenneinrichtung
kann sichere und kontrollierte Kopplung zwischen der zumindest einen Versorgungseinrichtung
und dem zumindest einen Induktor ermöglicht werden. Bei Bedarf, beispielsweise während
Wartungs- oder Reparaturarbeiten, kann die elektrische Verbindung zwischen dem zumindest
einen Induktor und der zumindest einen Versorgungseinrichtung schnell und zuverlässig
unterbrochen werden, ohne dass umfangreiche manuelle Eingriffe oder der Einsatz von
Spezialwerkzeugen erforderlich sind.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische
Verbindung zwischen dem zumindest einen Induktor und zumindest einen der Versorgungseinrichtung
mittels der Verbindungs- und Trenneinrichtung, insbesondere mittels eines Steuermittels,
im Wesentlichen vollständig herstellbar und/oder im Wesentlichen vollständig lösbar
ist. Dies ermöglicht eine besonders einfache Trennung bzw. Verbindung des Induktors
von der Versorgungseinrichtung, insbesondere eine automatisierte Trennung bzw. Verbindung.
Vorliegend ist insbesondere eine elektrische Trennung bzw. elektrische Verbindung
des Induktors mit der Versorgungseinrichtung gemeint. Beispielsweise kann eine Verbindung,
insbesondere eine Druckluftverbindung und/oder eine Kühlwasserverbindung, des Induktors
mit der Versorgungseinrichtung bestehen bleiben. Diese können beispielsweise jeweils
mittels eines flexiblen Schlauchs erfolgen, so dass die Druckluftverbindung und/oder
die Kühlwasserverbindung auch bei einem Verschieben des Induktors bestehen bleiben
kann.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungs-
und Trenneinrichtung zumindest zwei Backen aufweist, wobei die zumindest zwei Backen,
insbesondere pneumatisch, hydraulisch und/oder elektrisch, zueinander verschiebbar
sind; wobei mittels eines Zusammenfahrens der zumindest zwei Backen eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel und dem Verbindungsmittel herstellbar ist;
und/oder wobei mittels eines Auseinanderfahrens der zumindest zwei Backen eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel und dem Verbindungsmittel trennbar ist. Eine
solche Ausgestaltung kann in konstruktionstechnisch günstiger Weise eine lösbare und
wiederherstellbare elektrische Verbindung zwischen Versorgungseinrichtung und Induktor
ermöglichen. Die zumindest zwei Backen sind dabei vorzugsweise zu der Verbindungs-
und Trenneinrichtung elektrisch isoliert, so dass die mittels der zumindest zwei Backen
transportierten Ströme nicht auf den restlichen Teil der Verbindungs- und Trenneinrichtung
übergreifen. Die mindestes zwei Backen ermöglichen über eine Relativbewegung der beiden
Backen zueinander eine damit einhergehende Fixierung sowie elektrische Kontaktierung
des Verbindungsmittels und des Anbindungsmittels. Beispielsweise sind die zumindest
zwei Backen zueinander über pneumatische, hydraulische und/oder elektrische Antriebe
verschiebbar. Dies kann beispielsweise über zumindest einen pneumatischen (Hub-)Kolben,
über zumindest eine hydraulische Pumpe und/oder über elektrische Aktuatoren ermöglicht
werden. Die zumindest zwei Backen erstrecken sich vorzugsweise im Wesentlichen parallel
zu dem Verbindungsmittel, dem Anbindungsmittel sowie im Wesentlichen parallel zueinander.
[0021] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
eine der zumindest zwei Backen der Verbindungs- und Trenneinrichtung mittels eines
Hubkolbens verschiebbar ist, wobei vorzugsweise zumindest eine der zumindest zwei
Backen der Verbindungs- und Trenneinrichtung derart flexibel gelagert ist, dass eine
mögliche Fehlstellung des zumindest einen Verbindungsmittels und/oder des zumindest
einen Anbindungsmittels ausgleichbar ist. Hierdurch wird eine weiter verbesserte Kontaktierung
bzw. Verbindung des Verbindungsmittels und des Anbindungsmittels ermöglicht. Insbesondere
kann hierdurch auch eine zuverlässige elektrische Kontaktierung zwischen dem Verbindungsmittel
und dem Anbindungsmittel erfolgen, wenn der Induktor hinsichtlich seiner Lage relativ
zu der Versorgungseinrichtung eine gewisse Toleranz zu einer idealen Endlage des Induktors
aufweist. Eine flexible Lagerung von zumindest einer der zumindest zwei Backen der
Verbindungs- und Trenneinrichtung ist vorliegend insbesondere derart ausgestaltet,
dass auch eine leichte Schrägstellung des Verbindungsmittel zu dem Anbindungsmittels
von zumindest einer der zwei Backen ausgeglichen werden kann.
[0022] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest
eine der zumindest zwei Backen mittels zumindest eines elastischen Elements, insbesondere
mittels zumindest eines Gummielements, mit zumindest einer bewegbaren Platte der Verbindungs-
und Trenneinrichtung verbunden ist. Mittels zumindest eines Gummielements kann eine
flexible Lagerung von zumindest einer der zumindest zwei Backen in konstruktionstechnisch
günstiger Weise ermöglicht werden. Beispielsweise kann die zumindest eine der zumindest
zwei Backen mit einer Mehrzahl an elastischen Elementen mit einer bewegbaren Platte
der Verbindungs- und Trenneinrichtung verbunden sein.
[0023] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungs-
und Trenneinrichtung zumindest ein Sensormittel aufweist, wobei das zumindest eine
Sensormittel Daten erfasst, wobei die Daten indikativ für die Position zumindest einer
der zumindest zwei Backen sind. Hierdurch kann der Verbindungszustand, insbesondere
der elektrische Verbindungszustand, des zumindest einen Induktors mit der Versorgungseinrichtung
überwacht werden.
[0024] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Transportmittel
als dem zumindest einen Induktor zugeordnete Schienenpaare ausgebildet sind, wobei
der zumindest eine Induktor verschiebbar auf den Schienenpaaren, beispielsweise mittels
Rollen, gelagert ist. Alternativ ist es bevorzugt, dass die Transportmittel als Induktorrollen
zur Verschiebung des zumindest einen Induktors ausgebildet ist und beispielsweise
eine zu den Rollen korrespondierende Schiene an einem Untergrund angeordnet ist. Ebenfalls
können sowohl der Induktor als auch die Versorgungseinrichtung zueinander korrespondierende
Führungseinheiten haben. Hierdurch kann eine weiter vereinfachte Verschiebung des
Induktors aus der Fertigungslinie heraus ermöglicht werden. Beispielsweise kann ein
Antrieb, insbesondere ein elektrischer Antrieb, vorgesehen werden, welcher den Induktor
im Wesentlichen automatisiert verschiebt.
[0025] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass sich das zumindest
eine Verbindungsmittel, insbesondere die Verbindungsschienenpaare zumindest teilweise
aus einem Gehäuse und/oder einer Abdeckung des zumindest einen Induktors heraus erstrecken,
und/oder dass sich das zumindest eine Anbindungsmittel, insbesondere die Anbindungsschienenpaare,
zumindest teilweise aus einem Gehäuse und/oder einer Abeckung der Versorgungseinrichtung
heraus erstrecken. Dies ermöglicht in konstruktionstechnisch günstiger Weise, dass
die zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung, insbesondere die Backen der
zumindest einen Verbindungs- und Trenneinrichtung, den Induktor und die Versorgungseinrichtung
miteinander elektrisch verbindet, wobei das zumindest eine Verbindungsmittel und/oder
das zumindest eine Anbindungsmittel zudem leicht zugänglich ist.
[0026] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse
der Verbindungs- und Trenneinrichtung das sich aus einem Gehäuse und/oder einer Abdeckung
des zumindest einen Induktors heraus erstreckende Verbindungsmittel, insbesondere
die Verbindungsschienenpaare bei verbundenem Induktor und Versorgungseinrichtung im
Wesentlichen vollständig umgibt, und/oder dass ein Gehäuse der Verbindungs- und Trenneinrichtung
das sich aus einem Gehäuse und/oder einer Abdeckung der zumindest einen Versorgungseinrichtung
heraus erstreckende Anbindungsmittel, insbesondere die Anbindungsschienenpaare bei
verbundenem Induktor und Versorgungseinrichtung im Wesentlichen vollständig umgibt.
Dies ermöglich insbesondere ein sicheres Betreiben der Fertigungslinie, da die unter
elektrischen Strom befindlichen Teile der Versorgungseinrichtung und/oder des Induktors
während des verbundenen Zustands nicht von außen zugänglich sind. Insbesondere ist
es in diesem Zusammenhang bevorzugt, dass das Gehäuse der Verbindungs- und Trenneinrichtung
im Wesentlichen ortsfest an der Versorgungseinrichtung angeordnet ist und das aus
einem Gehäuse der Versorgungseinrichtung heraus erstreckende Anbindungsmittel im Wesentlichen
vollständig umgibt. So kann auch bei einer Trennung des Induktors von der Versorgungseinrichtung
ein weiterhin sicheres Betreiben der Fertigungslinie ermöglicht werden.
[0027] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungs-
und Trenneinrichtung im Wesentlichen ortsfest zu der zumindest einen Versorgungseinrichtung
montiert ist. Insbesondere ist die Verbindungs- und Trenneinrichtung an einem Gehäuse
der Versorgungseinrichtung angebracht. Hierdurch kann das Anbindungsmittel der Versorgungseinrichtung
auch bei einem getrennten Induktor weiterhin gegenüber der Umgebung abgeschirmt werden.
[0028] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
ein Erfassungsmittel eine Funktionsüberprüfung und/oder eine Endlagenerkennung des
zumindest einen Induktors durchführt, wobei zumindest ein Steuermittel den zumindest
einen Induktor basierend auf der Funktionsprüfung und/oder der Endlagenerkennung des
zumindest einen Induktors mittels der Transportmittel verschiebt und eine Verbindung
des Verbindungsmittels des Induktors zu einem Anbindungsmittel der Versorgungseinrichtung
herstellt und/oder trennt. Bei einer Funktionsprüfung kann beispielsweise ein Isolationswert
des Induktors gemessen oder die Erwärmungsfunktion des Induktors überprüft werden.
Sollte bei einer solchen Funktionsprüfung festgestellt werden, dass die Funktion des
Induktors fehlerhaft ist, kann das zumindest eine Steuermittel den jeweiligen Induktor
im Wesentlichen automatisiert aus der Fertigungslinie fahren. Beispielsweise weist
der zumindest eine Induktor zumindest ein Sensormittel zur Funktionsüberprüfung auf.
Bei einer Endlagenerkennung wird insbesondere festgestellt, in welcher Position sich
der Induktor befindet, damit die Verbindungs- und Trenneinrichtung erkennt, wann der
Induktor die Endlage erreicht hat und die Verbindungs- und Trenneinrichtung dann eine
elektrische Verbindung zwischen Induktor und Versorgungseinrichtung herstellen kann.
Beispielsweise ist hierzu zumindest ein Sensor zur Endlagenerkennung vorgesehen.
[0029] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigungslinie
Bestandteil einer Walzlinie, insbesondere einer Warmwalzlinie, ist, und/oder dass
die Fertigungslinie Bestandteil einer Wärmebehandlungslinie ist. Insbesondere wird
eine vorgenannte Fertigungslinie dann eingesetzt, wenn das Werkstück bei Erreichen
der Fertigungslinie bereits seine im Wesentlichen endgültige Form aufweist, jedoch
noch bestimmte Eigenschaften des Werkstücks, wie beispielsweise seine Härte, eingestellt
werden sollen.
[0030] Das zuvor genannte technische Problem wird gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung gelöst durch ein Verfahren zum Austausch zumindest eines Induktors einer
Fertigungslinie, insbesondere zumindest eines Induktors einer vorgenannten Fertigungslinie,
umfassend die folgenden Schritte: Trennen des zumindest einen Induktors von einer
Versorgungseinrichtung mittels zumindest einer Verbindungs- und Trenneinrichtung;
Ausfahren des zumindest eines Induktors mittels Transportmitteln; Einfahren von zumindest
des zumindest einen Induktor oder zumindest eines weiteren Induktors mittels Transportmitteln;
sowie Verbindung des zumindest einen Induktors oder des zumindest einen weiteren Induktors
mit der zumindest einen Versorgungseinrichtung.
[0031] Sich im Zusammenhang mit dem Verfahren ergebende technische Vorteile sowie Ausgestaltungen
des Verfahrens lassen sich der vorgenannten Beschreibung im Hinblick auf die Fertigungslinie
entnehmen.
[0032] Weitere vorteilhafte, beispielhafte Ausführungsformen der Aspekte der Erfindung sind
der folgenden detaillierten Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, insbesondere in Verbindung mit den Figuren zu entnehmen.
Die der Anmeldung beiliegenden Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung,
nicht aber zur Bestimmung des Schutzbereiches der Erfindung dienen. Die beiliegenden
Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu und sollen lediglich das allgemeine
Konzept der vorliegenden Erfindung beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere sollen
Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil
der vorliegenden Erfindung verstanden werden.
[0033] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1a
- eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Fertigungslinie mit
einem eingefahrenen Induktor;
- Fig. 1b
- eine schematische Seitenansicht des in Fig. 1a gezeigten Ausführungsbeispiels einer
Fertigungslinie mit einem ausgefahrenen Induktor;
- Fig. 2a
- eine schematische Draufsicht eines Ausschnitts des in Fig. 1a gezeigten Ausführungsbeispiels
der Fertigungslinie;
- Fig. 2b
- eine schematische Draufsicht eines Ausschnitts des in Fig. 1b gezeigten Ausführungsbeispiels
der Fertigungslinie; und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eine Verbindungs- und Trenneinrichtung
in einer perspektivischen Darstellung.
[0034] In der nachfolgenden Beschreibung der verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
werden Bauteile und Elemente mit gleicher Funktion und gleicher Wirkungsweise mit
denselben Bezugszeichen versehen, auch wenn die Bauteile und Elemente bei den verschiedenen
Ausführungsbeispielen in ihrer Dimension oder Form Unterschiede aufweisen können.
[0035] In den Fig. 1a, 1b, 2a und 2b ist ein Ausführungsbeispiel einer Fertigungslinie 2
dargestellt. Die Fertigungslinie 2 ist unter anderem zur induktiven Erwärmung eines
vorliegend im Querschnitt im Wesentlichen quadratisch ausgebildeten Werkstücks 4 eingerichtet.
[0036] Das Werkstück 4 wird mittels einer Transportvorrichtung 6 verfahren. Hierzu weist
die Transportvorrichtung 6 beispielweise ein Förderband 8 auf, auf welchem das Werkstück
4 angeordnet ist, wobei das Förderband mittel des Motors 10 antreibbar ist.
[0037] Mittels der Transportvorrichtung 6 kann das Werkstück 4 durch einen Erwärmungsbereich
12 eines Induktors 14 verfahren werden. Der Induktor 14 weist ferner ein Verbindungsmittel
16, vorliegend ein Induktorschwert 16, auf, mittels welchem der Induktor 14 mit einer
Versorgungseinrichtung 18 elektrisch verbindbar ist. Das Verbindungsmittel 16 ist
von einer Abdeckung, bspw. in Form eines Berührschutzes 19, oder von einem Gehäuseteil
umgeben und steht gegenüber einem Gehäuse 20 des Induktors 14 hervor.
[0038] Der Induktor 14 kann beispielsweise auf einer Palette 22 angeordnet werden, wobei
die Palette 22 verschiebbar auf Transportmitteln 24 angeordnet ist. Die Transportmittel
24 sind vorliegend beispielsweise als mit dem Untergrund verbundene Schienen ausgebildet.
Mittels dieser Transportmittel 24 kann der Induktor 14 in Richtung des Pfeils 15 in
die Fertigungslinie 2 eingefahren oder aus dieser herausgefahren werden.
[0039] Der Induktor 14 ist mit der Versorgungseinrichtung 18 mittels des Verbindungsmittels
16 verbindbar. Hierzu weist die Versorgungseinrichtung 18 ein Anbindungsmittel 26
auf, welches in einem Gehäuse 28 einer Verbindungs- und Trenneinrichtung 30 angeordnet
ist. Zur Aufnahme des Verbindungsmittels 16 weist das Gehäuse 28 der Verbindungs-
und Trenneinrichtung 30 eine Öffnung 32 auf. Die Versorgungseinrichtung 18 kann mittels
Kabeln 34 mit einer externen Stromquelle verbunden werden. Fig.3 zeigt eine schematische
Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer solchen Verbindungs- und Trenneinrichtung
30 in einer perspektivischen Darstellung.
[0040] In den Fig. 1a und 2a ist der Induktor 14 mit der Versorgungseinrichtung 18 verbunden.
Hierzu ist das Verbindungsmittel 16 des Induktors 14 mittels zwei Backen 36 elektrisch
mit dem Anbindungsmittel 26 der Versorgungseinrichtung 18 verbunden. Das Verbindungsmittel
16 und das Anbindungsmittel 26 sind vorliegend jeweils als Schienenpaar mit einer
zwischen dem Schienenpaar angeordneten Isolierung ausgebildet.
[0041] Die beiden Backen 36 der Verbindungs- und Trenneinrichtung 30 sind verschiebbar zueinander
gelagert, um das Verbindungsmittel 16 des Induktors 14 und das Anbindungsmittel 26
der Versorgungseinrichtung 18 elektrisch miteinander zu verbinden. Hierzu ist die
untere Backe 36 mittels mehrerer Gummielemente 38 mit einer bewegbaren Platte 40 verbunden,
wobei die bewegbare Platte 40 mittels Kolbenstangen 42 mit Hubkolben 44 (siehe insbesondere
Fig. 3) verbunden ist. Die obere Backe 36 ist mittels einer Mehrzahl von Gummielementen
38 mit einer Platte 46 verbunden, wobei die Platte 46 mittels zweier Streben 48 mit
einer Grundplatte 50 der Verbindungs- und Trenneinrichtung 30 verbunden ist.
[0042] Die Verbindungs- und Trenneinrichtung 30 weist zudem eine Erfassungseinrichtung 52
umfassend zwei Sensormittel 54, wobei die Sensormittel 54 die Position der Kolbenstangen
42 der Hubkolben 44 erfassen. Mittels der Position der Kolbenstangen 42 kann der Zustand
der beiden Backen 36, insbesondere ob diese geschlossen oder geöffnet sind, erfasst
werden.
[0043] Die in dieser Spezifikation beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen / Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung sollen auch in allen Kombinationen miteinander offenbart
verstanden werden. Insbesondere soll auch die Beschreibung eines von einer Ausführungsform
umfassten Merkmals - sofern nicht explizit gegenteilig erklärt - vorliegend nicht
so verstanden werden, dass das Merkmal für die Funktion des Ausführungsbeispiels unerlässlich
oder wesentlich ist. Die Abfolge der in dieser Spezifikation geschilderten Verfahrensschritte
ist nicht zwingend, alternative Abfolgen der Verfahrensschritte sind denkbar. Alle
Offenbarungen in dieser Spezifikation sind im Hinblick auf alle Kategorien Vorrichtung,
Verfahren, Computerprogramm zu verstehen, sodass beispielsweise mit der Beschreibung
eines Verfahrensschritt auch eine entsprechende Vorrichtung offenbart ist, die Mittel
zur Ausführung und/oder Steuerung des Verfahrensschritts umfasst, und eine entsprechende
Vorrichtung, die dazu eingerichtet ist, den Verfahrensschritt zu steuern und/oder
auszuführen.
[0044] In den Patentansprüchen verwendete Begriffe wie "umfassen", "aufweisen", "beinhalten",
"enthalten" und dergleichen schließen weitere Elemente oder Schritte nicht aus. Unter
die Formulierung "zumindest teilweise" fallen sowohl der Fall "teilweise" als auch
der Fall "vollständig". Die Formulierung "und/oder" soll dahingehend verstanden werden,
dass sowohl die Alternative als auch die Kombination offenbart sein soll, also "A
und/oder B" bedeutet "(A) oder (B) oder (A und B)". Eine Mehrzahl von Einheiten, Personen
oder dergleichen bedeutet im Zusammenhang dieser Spezifikation mehrere Einheiten,
Personen oder dergleichen. Die Verwendung des unbestimmten Artikels schließt eine
Mehrzahl nicht aus. Eine einzelne Einrichtung kann die Funktionen mehrerer in den
Patentansprüchen genannten Einheiten bzw. Einrichtungen ausführen. In den Patentansprüchen
angegebene Bezugszeichen sind nicht als Beschränkungen der eingesetzten Mittel und
Schritte anzusehen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 2
- Fertigungslinie
- 4
- Werkstück
- 6
- Transportvorrichtung
- 8
- Förderband
- 10
- Motor
- 12
- Erwärmungsbereich
- 14
- Induktor
- 15
- Verschieberichtung des Induktors
- 16
- Verbindungsmittel
- 18
- Versorgungseinrichtung
- 19
- Berührschutz
- 20
- Gehäuse des Induktors
- 22
- Palette
- 24
- Transportmittel
- 26
- Anbindungsmittel
- 28
- Gehäuse der Verbindungs- und Trenneinrichtung
- 30
- Verbindungs- und Trenneinrichtung
- 32
- Öffnung der Verbindungs- und Trenneinrichtung
- 34
- Kabel
- 36
- Backen
- 38
- Gummielemente
- 40
- bewegbare Platte
- 42
- Kolbenstange
- 44
- Hubkolben
- 46
- Platte
- 48
- Strebe
- 50
- Grundplatte
- 52
- Erfassungseinrichtung
- 54
- Sensormittel
1. Fertigungslinie eingerichtet zur induktiven Erwärmung zumindest eines Werkstücks (4),
insbesondere eines im Wesentlichen länglichen Werkstücks (4), umfassend:
- zumindest einen Induktor (14) umfassend zumindest einen Erwärmungsbereich (12) zur
Erwärmung des zumindest einen Werkstücks (4), wobei der zumindest eine Induktor (14)
zumindest ein Verbindungsmittel (16) zur Verbindung mit zumindest einer Versorgungseinrichtung
(18) aufweist;
- zumindest eine Transportvorrichtung (6) zum Transport des zumindest einen induktiv
zu erwärmenden Werkstücks (4), insbesondere in Erstreckungsrichtung des Erwärmungsbereichs
(12); und
- zumindest eine Versorgungseinrichtung (18) zur Versorgung des zumindest einen Induktors
(14), wobei die zumindest eine Versorgungseinrichtung (18) mittels zumindest eines
Anbindungsmittels (26) mit dem zumindest einen Verbindungsmittel (16) des zumindest
einen Induktors (14) verbindbar ist; dadurch gekennzeichnet,
- dass das zumindest eine Verbindungsmittel (16) des zumindest einen Induktors (14) und
das zumindest eine Anbindungsmittel (26) der zumindest einen Versorgungseinrichtung
(18) lösbar miteinander verbindbar sind.
2. Fertigungslinie nach Anspruch 1,
- wobei die Fertigungslinie (2) ferner Transportmittel (24) zur verschiebbaren Lagerung
des zumindest einen Induktors (14), insbesondere zur Verschiebung des zumindest einen
Induktors (14) im Wesentlichen lateral oder orthogonal zu dem zumindest einen Erwärmungsbereich
(12), aufweist.
3. Fertigungslinie nach Anspruch 1 oder 2,
- wobei das zumindest eine Verbindungsmittel (16) zumindest ein Verbindungsschienenpaar
umfasst;
- wobei das zumindest eine Anbindungsmittel (26) zumindest ein Anbindungsschienenpaar
umfasst.
4. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
- wobei die Fertigungslinie (2) ferner zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung
(30) umfasst, und
- wobei die zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) dazu ausgebildet
ist, das zumindest eine Anbindungsmittel (26) der Versorgungseinrichtung (18) und
das zumindest eine Verbindungsmittel (16) des zumindest einen Induktors (14) miteinander
zu verbinden und/oder voneinander zu trennen, insbesondere eine elektrische Verbindung
zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel (16) herzustellen und/oder
zu trennen.
5. Fertigungslinie nach Anspruch 4,
- wobei eine elektrische Verbindung zwischen dem zumindest einen Induktor (14) und
der Versorgungseinrichtung (18) mittels der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30)
mittels eines Steuermittels im Wesentlichen vollständig herstellbar und/oder im Wesentlichen
lösbar ist.
6. Fertigungslinie nach Anspruch 4 oder 5,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) zumindest zwei Backen (36) aufweist,
- wobei die zumindest zwei Backen (36), insbesondere pneumatisch, hydraulisch und/oder
elektrisch, zueinander verschiebbar sind; und
- wobei mittels eines Zusammenfahrens der zumindest zwei Backen (36) eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel (16) herstellbar
ist; und
- wobei mittels eines Auseinanderfahrens der zumindest zwei Backen (36) eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel (16) trennbar
ist.
7. Fertigungslinie nach Anspruch 6,
- wobei zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) der Verbindungs- und Trenneinrichtung
(30) mittels zumindest eines Hubkolbens (44) verschiebbar ist,
- wobei zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) der Verbindungs- und Trenneinrichtung
(30) derart flexibel gelagert ist, dass eine mögliche Fehlstellung des zumindest einen
Verbindungsmittels (16) und/oder des zumindest einen Anbindungsmittels (26) ausgleichbar
ist,
- wobei die zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) vorzugsweise mittels zumindest
eines elastischen Elements, insbesondere mittels zumindest eines Gummielements (38),
mit zumindest einer bewegbaren Platte (40) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30)
verbunden ist.
8. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) zumindest ein Sensormittel (54)
aufweist,
- wobei das zumindest eine Sensormittel (54) Daten erfasst, wobei die Daten indikativ
für die Position zumindest einer der zumindest zwei Backen (36) sind.
9. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
- wobei die Transportmittel (24) als dem zumindest einen Induktor (14) zugeordnete
Schienenpaare ausgebildet sind, wobei der zumindest eine Induktor (14) verschiebbar
auf den Schienenpaaren, beispielsweise mittels Rollen, gelagert ist, oder
- wobei die Transportmittel (24) als Induktorrollen zur Verschiebung des zumindest
einen Induktors (14) ausgebildet sind.
10. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
- wobei sich das zumindest eine Verbindungsmittel (16), insbesondere die Verbindungsschienenpaare
zumindest teilweise aus einem Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) des zumindest
einen Induktors (14) heraus erstrecken, und/oder
- wobei sich das zumindest eine Anbindungsmittel (26), insbesondere die Anbindungsschienenpaare,
zumindest teilweise aus einem Gehäuse und/oder einer Abdeckung der Versorgungseinrichtung
(18) heraus erstrecken.
11. Fertigungslinie nach Anspruch 10,
- wobei ein Gehäuse (28) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) das sich aus einem
Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) des zumindest einen Induktors (14) heraus
erstreckende Verbindungsmittel (16), insbesondere die Verbindungsschienenpaare bei
verbundenem Induktor (14) und Versorgungseinrichtung (18) im Wesentlichen vollständig
umgibt, und/oder
- wobei ein Gehäuse (28) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) das sich aus einem
Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) der zumindest einen Versorgungseinrichtung
(18) heraus erstreckende Anbindungsmittel (26), insbesondere die Anbindungsschienenpaare
bei verbundenem Induktor (14) und Versorgungseinrichtung (18) im Wesentlichen vollständig
umgibt.
12. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 3 bis 11,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) im Wesentlichen ortsfest zu der
zumindest einen Versorgungseinrichtung (18) montiert ist.
13. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
- wobei zumindest ein Erfassungsmittel eine Funktionsüberprüfung und/oder eine Endlagenerkennung
des zumindest einen Induktors (14) durchführt, und
- wobei zumindest ein Steuermittel den zumindest einen Induktor (14) basierend auf
der Funktionsprüfung und/oder der Endlagenerkennung des zumindest einen Induktors
(14) mittels der Transportmittel (24) verschiebt und eine Verbindung des Verbindungsmittels
(16) des Induktors (14) zu einem Anbindungsmittel (26) der Versorgungseinrichtung
(18) herstellt und/oder trennt.
14. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
- wobei die Fertigungslinie (2) Bestandteil einer Walzlinie, insbesondere einer Warmwalzlinie,
ist, und/oder
- wobei die Fertigungslinie (2) Bestandteil einer Wärmebehandlungslinie ist.
15. Verfahren zum Austausch zumindest eines Induktors einer Fertigungslinie, insbesondere
zumindest eines Induktors einer Fertigungslinie (2) nach einem der Ansprüche 1 bis
14, umfassend die folgenden Schritte:
- Trennen des zumindest einen Induktors (14) von einer Versorgungseinrichtung (18)
mittels zumindest einer Verbindungs- und Trenneinrichtung (30);
- Ausfahren des zumindest eines Induktors (14) mittels Transportmitteln (24);
- Einfahren von zumindest des zumindest einen Induktors (14) oder zumindest eines
weiteren Induktors (14) mittels der Transportmittel (24); sowie
- Verbindung des zumindest einen Induktors (14) oder des zumindest einen weiteren
Induktors (14) mit der zumindest einen Versorgungseinrichtung (18).
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Fertigungslinie eingerichtet zur induktiven Erwärmung zumindest eines Werkstücks (4),
insbesondere eines im Wesentlichen länglichen Werkstücks (4), umfassend:
- zumindest einen Induktor (14) umfassend zumindest einen Erwärmungsbereich (12) zur
Erwärmung des zumindest einen Werkstücks (4), wobei der zumindest eine Induktor (14)
zumindest ein Verbindungsmittel (16) zur Verbindung mit zumindest einer Versorgungseinrichtung
(18) aufweist;
- zumindest eine Transportvorrichtung (6) zum Transport des zumindest einen induktiv
zu erwärmenden Werkstücks (4), insbesondere in Erstreckungsrichtung des Erwärmungsbereichs
(12); und
- die zumindest eine Versorgungseinrichtung (18) zur Versorgung des zumindest einen
Induktors (14), wobei die zumindest eine Versorgungseinrichtung (18) mittels zumindest
eines Anbindungsmittels (26) mit dem zumindest einen Verbindungsmittel (16) des zumindest
einen Induktors (14) verbindbar ist;
- wobei das zumindest eine Verbindungsmittel (16) des zumindest einen Induktors (14)
und das zumindest eine Anbindungsmittel (26) der zumindest einen Versorgungseinrichtung
(18) lösbar miteinander verbindbar sind; dadurch gekennzeichnet,
- dass die Fertigungslinie (2) ferner zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung (30)
umfasst, und
- dass die zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) dazu ausgebildet ist, das
zumindest eine Anbindungsmittel (26) der Versorgungseinrichtung (18) und das zumindest
eine Verbindungsmittel (16) des zumindest einen Induktors (14) miteinander zu verbinden
und/oder voneinander zu trennen.
2. Fertigungslinie nach Anspruch 1,
- wobei die Fertigungslinie (2) ferner Transportmittel (24) zur verschiebbaren Lagerung
des zumindest einen Induktors (14), insbesondere zur Verschiebung des zumindest einen
Induktors (14) im Wesentlichen lateral oder orthogonal zu dem zumindest einen Erwärmungsbereich
(12), aufweist.
3. Fertigungslinie nach Anspruch 1 oder 2,
- wobei das zumindest eine Verbindungsmittel (16) zumindest ein Verbindungsschienenpaar
umfasst;
- wobei das zumindest eine Anbindungsmittel (26) zumindest ein Anbindungsschienenpaar
umfasst.
4. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
- wobei die zumindest eine Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) dazu ausgebildet
ist, eine elektrische Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel
(16) herzustellen und/oder zu trennen.
5. Fertigungslinie nach Anspruch 4,
- wobei eine elektrische Verbindung zwischen dem zumindest einen Induktor (14) und
der Versorgungseinrichtung (18) mittels der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30)
mittels eines Steuermittels im Wesentlichen vollständig herstellbar und/oder im Wesentlichen
lösbar ist.
6. Fertigungslinie nach Anspruch 4 oder 5,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) zumindest zwei Backen (36) aufweist,
- wobei die zumindest zwei Backen (36), insbesondere pneumatisch, hydraulisch und/oder
elektrisch, zueinander verschiebbar sind; und
- wobei mittels eines Zusammenfahrens der zumindest zwei Backen (36) eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel (16) herstellbar
ist; und
- wobei mittels eines Auseinanderfahrens der zumindest zwei Backen (36) eine elektrische
Verbindung zwischen dem Anbindungsmittel (26) und dem Verbindungsmittel (16) trennbar
ist.
7. Fertigungslinie nach Anspruch 6,
- wobei zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) der Verbindungs- und Trenneinrichtung
(30) mittels zumindest eines Hubkolbens (44) verschiebbar ist,
- wobei zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) der Verbindungs- und Trenneinrichtung
(30) derart flexibel gelagert ist, dass eine mögliche Fehlstellung des zumindest einen
Verbindungsmittels (16) und/oder des zumindest einen Anbindungsmittels (26) ausgleichbar
ist,
- wobei die zumindest eine der zumindest zwei Backen (36) vorzugsweise mittels zumindest
eines elastischen Elements, insbesondere mittels zumindest eines Gummielements (38),
mit zumindest einer bewegbaren Platte (40) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30)
verbunden ist.
8. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) zumindest ein Sensormittel (54)
aufweist,
- wobei das zumindest eine Sensormittel (54) Daten erfasst, wobei die Daten indikativ
für die Position zumindest einer der zumindest zwei Backen (36) sind.
9. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
- wobei die Transportmittel (24) als dem zumindest einen Induktor (14) zugeordnete
Schienenpaare ausgebildet sind, wobei der zumindest eine Induktor (14) verschiebbar
auf den Schienenpaaren, beispielsweise mittels Rollen, gelagert ist, oder
- wobei die Transportmittel (24) als Induktorrollen zur Verschiebung des zumindest
einen Induktors (14) ausgebildet sind.
10. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
- wobei sich das zumindest eine Verbindungsmittel (16), insbesondere die Verbindungsschienenpaare
zumindest teilweise aus einem Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) des zumindest
einen Induktors (14) heraus erstrecken, und/oder
- wobei sich das zumindest eine Anbindungsmittel (26), insbesondere die Anbindungsschienenpaare,
zumindest teilweise aus einem Gehäuse und/oder einer Abdeckung der Versorgungseinrichtung
(18) heraus erstrecken.
11. Fertigungslinie nach Anspruch 10,
- wobei ein Gehäuse (28) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) das sich aus einem
Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) des zumindest einen Induktors (14) heraus
erstreckende Verbindungsmittel (16), insbesondere die Verbindungsschienenpaare bei
verbundenem Induktor (14) und Versorgungseinrichtung (18) im Wesentlichen vollständig
umgibt, und/oder
- wobei ein Gehäuse (28) der Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) das sich aus einem
Gehäuse (20) und/oder einer Abdeckung (19) der zumindest einen Versorgungseinrichtung
(18) heraus erstreckende Anbindungsmittel (26), insbesondere die Anbindungsschienenpaare
bei verbundenem Induktor (14) und Versorgungseinrichtung (18) im Wesentlichen vollständig
umgibt.
12. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 3 bis 11,
- wobei die Verbindungs- und Trenneinrichtung (30) im Wesentlichen ortsfest zu der
zumindest einen Versorgungseinrichtung (18) montiert ist.
13. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
- wobei zumindest ein Erfassungsmittel eine Funktionsüberprüfung und/oder eine Endlagenerkennung
des zumindest einen Induktors (14) durchführt, und
- wobei zumindest ein Steuermittel den zumindest einen Induktor (14) basierend auf
der Funktionsprüfung und/oder der Endlagenerkennung des zumindest einen Induktors
(14) mittels der Transportmittel (24) verschiebt und eine Verbindung des Verbindungsmittels
(16) des Induktors (14) zu einem Anbindungsmittel (26) der Versorgungseinrichtung
(18) herstellt und/oder trennt.
14. Fertigungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
- wobei die Fertigungslinie (2) Bestandteil einer Walzlinie, insbesondere einer Warmwalzlinie,
ist, und/oder
- wobei die Fertigungslinie (2) Bestandteil einer Wärmebehandlungslinie ist.
15. Verfahren zum Austausch zumindest eines Induktors einer Fertigungslinie (2) nach einem
der Ansprüche 1 bis 14, umfassend die folgenden Schritte:
- Trennen des zumindest einen Induktors (14) von einer Versorgungseinrichtung (18)
mittels zumindest einer Verbindungs- und Trenneinrichtung (30);
- Ausfahren des zumindest eines Induktors (14) mittels Transportmitteln (24);
- Einfahren von zumindest des zumindest einen Induktors (14) oder zumindest eines
weiteren Induktors (14) mittels der Transportmittel (24); sowie
- Verbindung des zumindest einen Induktors (14) oder des zumindest einen weiteren
Induktors (14) mit der zumindest einen Versorgungseinrichtung (18).