[0001] Die Erfindung betrifft eine Möbeleinrichtung. Die Möbeleinrichtung umfasst eine Korpusvorrichtung
und zumindest eine Auszugsvorrichtung. Die Auszugsvorrichtung ist derart an der Korpusvorrichtung
gelagert, dass die Auszugsvorrichtung relativ zu der Korpusvorrichtung translatorisch
von einer Schließstellung in eine Auszugsrichtung in eine Offenstellung und zurück
zu überführen ist. Die Auszugsvorrichtung bildet einen Innenraum aus, der in die Auszugsrichtung
durch ein Frontelement, in eine zur Auszugsrichtung rechtwinklige Querrichtung durch
ein Seitenelement und in eine Vertikalrichtung, die sowohl zur Querrichtung als auch
zur Auszugsrichtung rechtwinklig ausgerichtet ist, durch ein Bodenelement begrenzt
ist. Die Auszugsvorrichtung weist zumindest eine Beleuchtungseinrichtung auf, die
zumindest eine Lichtquelle und einen Energiespeicher umfasst. Die Beleuchtungseinrichtung
ist derart eingerichtet, dass der Energiespeicher die Lichtquelle zumindest in der
Offenstellung der Auszugsvorrichtung mit elektrischer Energie versorgt.
[0002] Eine solche Möbeleinrichtung ist bekannt. Bei der bekannten Möbeleinrichtung wird
die Lichtquelle durch den Energiespeicher mit elektrischer Energie versorgt, wenn
ein Sensor das Erreichen der Offenstellung erkennt. Die maximale Leuchtdauer, über
die die Lichtquelle Licht erzeugen kann, hängt von der Kapazität des Energiespeichers
ab. Nach Verbrauch sämtlicher gespeicherter Energie durch die Lichtquelle ist der
Energiespeicher auszutauschen. Damit ist ein erheblicher Aufwand zur Instandhaltung
der Möbeleinrichtung verbunden. Außerdem werden praktisch die Anzahl und die Helligkeit
der Lichtquellen bzw. ihres Lichts reduziert, um die Leuchtdauer auf Kosten der Lichtqualität
zu verlängern. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Reduzierung des zur Instandhaltung
der Möbeleinrichtung notwendigen Aufwandes.
[0003] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine von der Möbeleinrichtung umfasste Ladeeinrichtung
gelöst, die zumindest teilweise an der Korpusvorrichtung angeordnet ist, mit dem Stromnetz
zu verbinden ist und zumindest in der Schließstellung der Auszugsvorrichtung zur Versorgung
des Energiespeichers mit elektrischer Energie eingerichtet ist. Das bedeutet, dass
der Energiespeicher im Einsatz der Möbeleinrichtung zumindest bei Anordnung der Auszugsvorrichtung
in seiner Schließstellung aufgeladen wird. Die Funktion und die Beweglichkeit der
Auszugsvorrichtung relativ zur Korpusvorrichtung wird durch die Ladeeinrichtung bevorzugt
in keiner Weise eingeschränkt.
[0004] Durch die Ladeeinrichtung ist bei einer üblichen Nutzung der Möbeleinrichtung, bei
der die Auszugsvorrichtung einen überwiegenden Teil der Zeit in der Schließstellung
angeordnet ist und nur für kurze Phasen in der Offenstellung angeordnet ist, praktisch
ein zeitlich unbegrenzter Einsatz der Beleuchtungseinrichtung möglich, ohne dass Komponenten
derer auszutauschen sind. Damit ist der Aufwand entscheidend reduziert. Das gilt insbesondere
bereits ohne ein Erfordernis größerer Ladeleistungen oder größerer Energiespeicherkapazitäten,
wie sie bisher erforderlich waren. Dadurch ist auch der Kostenaufwand zur Realisierung
der Möbeleinrichtung zu reduzieren.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Möbeleinrichtung handelt es sich insbesondere um einen
Schrank, beispielsweise um einen Küchenschrank. Die Korpusvorrichtung bildet insbesondere
den Korpus des Schranks und die Auszugsvorrichtung bildet insbesondere einen Auszug,
der gemeinhin als Schublade zu bezeichnen ist. Insbesondere sind die Korpusvorrichtung
und die Auszugsvorrichtung jeweils starr und in der Regel aus mehreren Rohteilen,
wie zum Beispiel dem Frontelement, dem Seitenelement und dem Bodenelement, zusammengesetzt
ausgebildet. Die Lagerung der Auszugsvorrichtung an der Korpusvorrichtung ist insbesondere
mittels eines Auszugsbeschlags realisiert.
[0006] Die Lichtquelle ist insbesondere innen oder außen an Strukturbauteilen der Auszugsvorrichtung
angeordnet oder bevorzugt in diese integriert. Die Auszugsvorrichtung umfasst bevorzugt
eine Mehrzahl von Lichtquellen, die insbesondere spiegelsymmetrisch in Bezug auf eine
zur Querrichtung rechtwinklige Spiegelebene angeordnet sind. Die zumindest eine Lichtquelle
ist bevorzugt zumindest im Wesentlichen im Bereich des Seitenelementes angeordnet.
Die zumindest eine Lichtquelle umfasst bevorzugt zumindest eine LED. Durch die mit
der erfindungsgemäßen Ausbildung der Möbeleinrichtung erreichte, im Gegensatz zur
vorbekannten Möbeleinrichtung weitgehende Unabhängigkeit von der Speicherkapazität
des Energiespeichers sind bevorzugt besonders große Helligkeiten und unterschiedlichste
Lichtfarben ohne weiteres möglich.
[0007] Die Auszugsrichtung ist insbesondere diejenige Richtung, in die eine Tiefe der Möbeleinrichtung,
insbesondere der Auszugsvorrichtung, gemessen wird. Bei der Schließstellung handelt
es sich insbesondere um eine Endposition der Auszugsvorrichtung, in der das Frontelement
bevorzugt an der Korpusvorrichtung anliegt und/oder kein äußerlicher Zugriff auf den
Innenraum der Auszugsvorrichtung möglich ist. Die Offenstellung kann eine gegenüberliegende
Endposition der Auszugsvorrichtung sein, muss es aber nicht. Beispielsweise ist die
Auszugsvorrichtung unterschiedlich weit aus der Korpusvorrichtung auszuziehen und
damit in unterschiedliche Offenstellungen zu bringen, die sich darin unterscheiden,
welcher Anteil des Innenraumes aus der Korpusvorrichtung hinausbewegt ist.
[0008] Die Versorgung der Lichtquelle mit elektrischer Energie durch den Energiespeicher
meint insbesondere auch eine Erzeugung von Licht durch die Lichtquelle mit Hilfe der
elektrischen Energie vom Energiespeicher. Die Versorgung des Energiespeichers mit
elektrischer Energie durch die Ladeeinrichtung meint ein Laden des Energiespeichers,
das bedeutet eine Erhöhung der Menge von ihm gespeicherter elektrischer Energie. Der
Energiespeicher ist aus Bauraumgründen bevorzugt unter dem Bodenelement oder entgegen
der Auszugsrichtung versetzt zum Innenraum an einem Rückwandelement der Auszugsvorrichtung
angeordnet.
[0009] Die Ladeeinrichtung ist zumindest teilweise an der Korpusvorrichtung angeordnet oder
zumindest teilweise durch die Korpusvorrichtung ausgebildet. Im Einsatz ist die Ladeeinrichtung
mit dem Stromnetz verbunden, um ihrerseits konstant mit elektrischer Energie versorgt
zu werden.
[0010] Bevorzugt weist die Ladeeinrichtung einen an der Korpusvorrichtung angeordneten Korpusladepartner
und einen an der Auszugsvorrichtung angeordneten Auszugsladepartner auf. Besonders
bevorzugt ist die Ladeeinrichtung von einer Ladekonfiguration, in der elektrische
Energie von dem Korpusladepartner auf den Auszugsladepartner übertragbar ist, in eine
Trennkonfiguration zu überführen, in der der Auszugsladepartner und der Korpusladepartner
elektrisch voneinander getrennt sind. Die Überführung der Ladeeinrichtung von der
Ladekonfiguration in die Trennkonfiguration kann insbesondere durch eine Bewegung
des Auszugsladepartners relativ zum Korpusladepartner erfolgen. Vorzugsweise sind
der Korpusladepartner und der Auszugsladepartner derart angeordnet, dass die Ladeeinrichtung
mit einer Überführung der Auszugsvorrichtung in die Schließstellung automatisch in
die Ladekonfiguration und/oder mit einer Überführung der Auszugsvorrichtung in die
Offenstellung automatisch in die Trennkonfiguration überführbar ist. Das bedeutet
insbesondere, dass der Korpusladepartner und der Auszugsladepartner relativ zueinander
ebenso translatorisch beweglich sind wie die Korpusvorrichtung und die Auszugsvorrichtung
relativ zueinander. Durch den beschriebenen Zusammenhang lässt sich erreichen, dass
der Energiespeicher immer dann automatisch geladen werden, wenn die Auszugsvorrichtung
in der Schließstellung angeordnet ist. Das gilt insbesondere zumindest dann, wenn
der Energiespeicher nicht vollständig gefüllt ist. Umgekehrt wird in der Offenstellung
der Auszugsvorrichtung bevorzugt auf ein Laden verzichtet, um eine komplexe und den
Instandhaltungsaufwand im Gegensatz zur Aufgabe der Erfindung eher steigernde elektrische
Verbindung zwischen der Auszugsvorrichtung und der Korpusvorrichtung zu vermeiden.
[0011] Der Korpusladepartner und/oder Auszugsladepartner umfassen/umfasst bevorzugt ein
starres Kunststoffgehäuse. Die Anordnung des Korpusladepartners und/oder des Auszugsladepartners
erfolgt bevorzugt mittels verkleben oder verschrauben.
[0012] Der Auszugsladepartner ist bevorzugt zwischen einer zur Auszugsrichtung rechtwinkligen
Frontebene und einer zur Frontebene parallelen Vertikalmittelebene angeordnet.
In der Frontebene erstreckt sich eine Frontfläche eines in die Auszugsrichtung gerichteten
Endes der Auszugsvorrichtung, insbesondere des Frontelementes, zumindest teilweise,
insbesondere vollständig. Die Frontebene schneidet die Auszugsvorrichtung nicht, sondern
berührt sie. Die Vertikalmittelebene schneidet die Auszugsvorrichtung bezogen auf
die Auszugsrichtung mittig. Die Vertikalmittelebene erstreckt sich rechtwinklig zur
Auszugsrichtung und ist derart angeordnet, dass sich die Auszugsvorrichtung in die
Auszugsrichtung und entgegen der Auszugsrichtung gleich weit von der Vertikalmittelebene
weg erstreckt. Insbesondere bedeutet das, dass der Abstand zwischen der Frontebene
und der Vertikalmittelebene in etwa der Hälfte der Tiefe der Möbeleinrichtung entspricht.
In anderen Worten ist der Auszugsladepartner im Bereich einer vorderen Hälfte der
Auszugsvorrichtung angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Auszugsladepartner im Bereich
eines an der Frontebene beginnenden vorderen Drittels oder Fünftels angeordnet. Durch
die Anordnung des Auszugsladepartners möglichst weit vorne lässt sich die Ausrichtung
des Auszugsladepartners relativ zum Korpusladepartner zur Erreichung der Ladekonfiguration
besonders einfach allein durch die übliche Ausrichtung der Auszugsvorrichtung relativ
zur Korpusvorrichtung sicherstellen.
[0013] Der Auszugsladepartner ist bevorzugt an dem insbesondere die Frontfläche ausbildenden
Frontelement angeordnet, insbesondere befestigt. Besonders bevorzugt ist der Auszugsladepartner
an einer der Frontfläche gegenüberliegenden Rückseitenfläche des Frontelementes angeordnet.
Für ein sauberes Erreichen der Schließstellung kommt der Orientierung dieser Rückseitenfläche
bei der Montage ohnehin eine erhöhte Aufmerksamkeit zu, sodass durch diese Anordnung
besonders zuverlässig die Ladekonfiguration zu erreichen ist.
[0014] Alternativ oder zusätzlich zur Anordnung des Auszugsladepartners am Frontelement
ist der Auszugsladepartner an dem Seitenelement angeordnet, insbesondere befestigt.
Hier ist zur Maximierung der Zuverlässigkeit der Erreichung der Ladekonfiguration
besonders einfach die Position des Auszugsladepartners in die Auszugsrichtung einzustellen.
Alternativ oder zusätzlich zur vorbeschriebenen Anordnung des Auszugsladepartners
ist dieser am Bodenelement der Auszugsvorrichtung anzuordnen.
[0015] Insbesondere im Falle der Anordnung des Auszugsladepartners am Seitenelement ist
der Auszugsladepartner besonders bevorzugt an einer von der Auszugsvorrichtung umfassten
(zweiten) Auszugsschiene des Auszugsbeschlages angeordnet. Alternativ oder zusätzlich
ist der Korpusladepartner bevorzugt an einer von der Korpusvorrichtung umfassten (ersten)
Auszugsschiene des Auszugsbeschlages der Möbeleinrichtung angeordnet. Die Auszugsschienen
des Auszugsbeschlages sind üblicherweise mit besonders geringen Toleranzen hergestellt
und erlauben eine besonders einfache, zuverlässige Positionierung der Ladepartner
relativ zueinander. Bei dem Auszugsbeschlag handelt es sich insbesondere um eine metallische
Einrichtung, die auch als Teleskopschiene oder schlicht als Auszug zu bezeichnen ist.
Alternativ oder zusätzlich zum Vorstehenden sind/ist der Korpusladepartner und/oder
der Auszugsladepartner vorzugsweise zumindest teilweise durch die jeweilige Auszugsschiene
ausgebildet, um eine fehleranfällige Kabelführung in die Auszugsrichtung nach Möglichkeit
zu vermeiden.
[0016] Der Auszugsladepartner ist bevorzugt in die Querrichtung, insbesondere nach außen,
versetzt zu dem Seitenelement der Auszugsvorrichtung angeordnet. Alternativ oder zusätzlich
ist der Auszugsladepartner entgegen der Auszugsrichtung versetzt zu dem Frontelement
angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Auszugsladepartner im Bereich eines seitlichen
Überstandes des Frontelementes über das Seitenelement angeordnet, sodass der Auszugsladepartner
in Anbetracht des Vorstehenden besonders vorteilhaft positioniert ist und gleichzeitig
zumindest in einer Frontansicht optisch nicht störend ist.
[0017] Vorzugsweise ist der Auszugsladepartner zwischen einer Auszugsbodenebene und einer
zur Auszugsbodenebene parallelen Horizontalmittelebene angeordnet. Die Auszugsbodenebene
erstreckt sich parallel zur Auszugsrichtung und parallel zur Querrichtung. An die
Auszugsbodenebene grenzt die Auszugsvorrichtung, insbesondere das Frontelement, mit
einer Unterseite an. Ebenso wie die Frontebene schneidet die Auszugsbodenebene die
Auszugsvorrichtung nicht, sondern berührt sie. Die Horizontalmittelebene erstreckt
sich parallel zur Auszugsebene und schneidet die Auszugsvorrichtung mittig. Das bedeutet,
dass sich die Auszugsvorrichtung in die Vertikalrichtung ebenso weit von der Horizontalmittelebene
weg erstreckt wie entgegen der Vertikalrichtung. Der Auszugsladepartner ist also im
Bereich der unteren Hälfte der Auszugsvorrichtung angeordnet, besonders bevorzugt
ist der Auszugsladepartner zumindest teilweise auf der Höhe des Bodenelementes angeordnet.
Die Höhe ist mit Bezug zur Vertikalrichtung zu verstehen. Diese Anordnung des Auszugsladepartners
ist besonders günstig, da hier am wenigsten ein unbeabsichtigtes Einwirken auf den
Aufzugsladepartner zu erwarten ist.
[0018] Die Beleuchtungseinrichtung weist vorzugsweise eine Sensorschalteranordnung zur Erkennung
der Anordnung der Auszugsvorrichtung in der Offenstellung und/oder in der Schließstellung
auf. Die Sensorschalteranordnung dient zur Aktivierung der Lichtquelle in Abhängigkeit
von der Erkennung. Bevorzugt ist die Sensorschalteranordnung durch den Korpusladepartner
und den Auszugsladepartner ausgebildet und insbesondere mit zumindest einem zusätzlichen
Relais oder einer erweiterten Elektronik ausgestattet, sodass kein gesonderter Sensorschalter
wie im Stand der Technik erforderlich ist.
[0019] Der Korpusladepartner und der Auszugsladepartner weisen in einer bevorzugten und
einfachen Ausgestaltung der Erfindung jeweils einen ersten Kontakt und einen zweiten
Kontakt auf. Die ersten Kontakte berühren sich in der Ladekonfiguration ebenso wie
die zweiten Kontakte. Bevorzugt ist zumindest einer der Kontakte in die Auszugsrichtung
oder entgegen der Auszugsrichtung vorstehend ausgebildet. Besonders bevorzugt ist
der mit diesem Kontakt in der Ladekonfiguration zusammenwirkende Kontakt als Steckdose
ausgebildet. Hierdurch lässt sich die elektrische Verbindung zwischen dem Korpusladepartner
und dem Auszugsladepartner besonders zuverlässig erreichen.
[0020] Alternativ zur vorbeschriebenen Ausgestaltung der Ladepartner sind der Korpusladepartner
und der Auszugsladepartner vorzugsweise zur Übertragung elektrischer Energie mittels
Induktion ausgebildet. Hierzu weisen beide Ladepartner bevorzugt zumindest eine Spule
auf, die zumindest in der Ladekonfiguration zur Interaktion mittels eines Magnetfeldes
geeignet sind. Bei dieser Ausbildung der Ladepartner kann in der Schließstellung ein
Spalt zwischen dem Korpusladepartner und dem Auszugsladepartner verbleiben, ohne dass
der Spalt vorhanden sein muss.
[0021] Vorzugsweise sind die Lichtquelle und der Energiespeicher und/oder die Lichtquelle
und der Auszugsladepartner und/oder der Energiespeicher und der Auszugsladepartner
mittels zumindest einer Platine miteinander verbunden. Bei der Platine handelt es
sich bevorzugt um eine sogenannte LED-Platine. Die Platine ist besonders bevorzugt
anstelle eines Kabels zu verwenden und kann zumindest teilweise durch den Auszugsbeschlag
ausgebildet sein. Die Platine bietet gegenüber einem Kabel insbesondere Bauraumvorteile,
die bei Möbeleinrichtungen eine erhebliche Bedeutung haben.
[0022] Der Energiespeicher ist bevorzugt als Kondensator ausgebildet. Besonders bevorzugt
ist der Energiespeicher als Doppelschichtkondensator ausgebildet. Dieser wird gemeinhin
als "Gold Cap" bezeichnet. Alternativ oder zusätzlich kann ein gewöhnlicher Akku bzw.
eine gewöhnliche Batterie verwendet werden.
[0023] Besonders bevorzugt weist die Auszugsvorrichtung eine Schnittstelle zum Anschließen
eines elektrischen Verbrauchers auf. Insbesondere weist die Auszugsvorrichtung selbst
eine Steckdose auf, die beispielsweise zur Versorgung von Haushaltsgeräten mit elektrischer
Energie geeignet ist. Die Anordnung einer solchen Schnittstelle erlaubt die erfindungsgemäße
Möbeleinrichtung insbesondere deshalb, da die elektrische Energie weniger knapp ist
als bisher.
[0024] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind den nachfolgend beschriebenen,
schematisch dargestellten Figuren zu entnehmen; es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Möbeleinrichtung in einer teilweisen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Detaildarstellung einer Auszugsvorrichtung der Möbeleinrichtung
gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Detaildarstellung der Auszugsvorrichtung gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht der Auszugsvorrichtung gemäß den Fig. 2 und 3 von unten,
- Fig. 5
- eine Detaildarstellung der Möbeleinrichtung gemäß Fig. 1 von vorne,
- Fig. 6
- eine weitere Detaildarstellung der Möbeleinrichtung gemäß Fig. 1 von vorne,
- Fig. 7
- eine perspektivische Detaildarstellung der Anordnung eines Korpusladepartners der
Möbeleinrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 8
- eine Einzelteildarstellung eines Auszugsladepartners der Möbeleinrichtung gemäß Fig.1.
[0025] Die nachfolgend beschriebenen Merkmale können auch in einer anderen Kombination als
dargestellt und/oder beschrieben Gegenstand der Erfindung sein. Sofern sinnvoll sind
funktional gleichwirkende Komponenten mit identischen Bezugsziffern versehen.
[0026] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Möbeleinrichtung 2 weitgehend. Die Möbeleinrichtung
2 umfasst eine Korpusvorrichtung 4 und drei übereinander angeordnete Auszugsvorrichtungen
6. Die Auszugsvorrichtungen 6 sind derart an der Korpusvorrichtung 4 gelagert, dass
sie relativ zu der Korpusvorrichtung 4 jeweils translatorisch von einer Schließstellung
in eine Auszugsrichtung AR in eine Offenstellung und zurück zu überführen sind. Gemäß
Fig. 1 sind eine obere und eine mittlere der drei Auszugsvorrichtungen 6 in der Offenstellung
angeordnet und ist eine untere der drei Auszugsvorrichtungen 6 in der Schließstellung
angeordnet. Die gesamte Möbeleinrichtung 2 steht auf einer Bodenebene BE auf.
[0027] Jede Auszugsvorrichtung 6 bildet einen Innenraum 26 aus. In die Auszugsrichtung AR
ist jeder Innenraum 26 durch ein Frontelement 20 der jeweiligen Auszugsvorrichtung
6 begrenzt. In eine zur Auszugsrichtung AR rechtwinklige und zur Bodenebene BE parallele
Querrichtung QR ist der Innenraum 26 jeweils durch ein erstes Seitenelement 24 begrenzt.
Entgegen der Querrichtung QR begrenzt jeweils ein weiteres Seitenelement 24 den Innenraum
26. In eine zur Bodenebene BE rechtwinklige Vertikalrichtung VR ist der Innenraum
26 jeweils durch ein Bodenelement 28 begrenzt.
[0028] An den Seitenelementen 24 der oberen Auszugsvorrichtung 6 und der mittleren Auszugsvorrichtung
6 ist je eine Lichtquelle 8 angeordnet. Die Lichtquellen 8 dienen im gegebenen Ausführungsbeispiel
zur Beleuchtung des jeweiligen Innenraumes 26. Beide Auszugsvorrichtungen 6 umfassen
je einen Energiespeicher 10 (sh. Fig. 4), der an einer Unterseite des Bodenelementes
28 angeordnet ist und zur Versorgung der Lichtquellen 8 mit elektrischer Energie ausgebildet
ist. Zu dieser Energieversorgung ist der Energiespeicher 10 der oberen Auszugsvorrichtung
6 mittels zweiter Kabel, die entlang einer in Fig. 3 sichtbaren Rückwand der Auszugsvorrichtung
6 verlaufen, mit den Lichtquellen 8 verbunden.
[0029] Die Möbeleinrichtung 2 weist eine Ladeeinrichtung 12 mit einem an der Korpusvorrichtung
4 angeordneten Korpusladepartner 14 und einem an der oberen Auszugsvorrichtung 6 angeordneten
Auszugsladepartner 16 auf. Durch eine Überführung der Auszugsvorrichtung 6 in die
Schließstellung wird die Ladeeinrichtung 12 in eine Ladekonfiguration gebracht, in
der elektrische Energie von dem Korpusladepartner 14 auf den Auszugsladepartner 16
übertragen wird. Durch eine entgegengesetzte Überführung der Auszugsvorrichtung 6
in die Offenstellung wird die Ladeeinrichtung 12 in eine Trennkonfiguration überführt,
in der der Auszugsladepartner 16 und der Korpusladepartner 14 elektrisch voneinander
getrennt sind.
[0030] Eine von der Korpusvorrichtung 4 abgewandte Frontfläche 18 des Frontelementes 20
liegt in einer Frontebene FE. Eine zur Frontebene FE parallele Vertikalmittelebene
ME1 schneidet die Auszugsvorrichtung 6 bezogen auf die Auszugsrichtung AR mittig (sh.
Fig. 1). Der Auszugsladepartner 16 ist zwischen der Frontebene FE und der Vertikalmittelebene
ME1 angeordnet. Das Frontelement 20 grenzt mit einer Unterseite an eine zur Bodenebene
BE parallele Auszugsbodenebene ABE (sh. Fig. 5). Bezogen auf die Vertikalrichtung
VR wird die Auszugsvorrichtung 6 mittig von einer Horizontalmittelebene ME2 geschnitten,
die sich parallel zur Auszugsbodenebene ABE erstreckt. Der Auszugsladepartner 16 ist
zwischen der Auszugsbodenebene ABE und der Horizontalmittelebene ME2 angeordnet. Konkret
ist der Auszugsladepartner 16 außerhalb des Innenraumes 26 ca. auf Höhe des Bodenelementes
28 an einer Rückseitenfläche 22 (siehe Fig. 2), die der Frontfläche 18 gegenüberliegt,
angeordnet. Dies ist durch die Figuren nicht unmittelbar gezeigt, wobei Fig. 8 den
Auszugsladepartner 16 als Einzelteil darstellt.
[0031] Wie die Fig. 5 bis 7 zeigen, ist der Korpusladepartner 14 im vorderen Bereich der
Korpusvorrichtung 4 angeordnet und liegt auf einer gedachten, sich in die Auszugsrichtung
AR erstreckenden Linie mit dem Auszugsladepartner 16. Optional kann der Korpusladepartner
14 an einer ersten Auszugsschiene 30 des Auszugsbeschlags der Möbeleinrichtung 2 befestigt
werden und kann der Auszugsladepartner 16 an einer zweiten Auszugsschiene 32 des Auszugsbeschlags
befestigt werden.
[0032] Der Korpusladepartner 14 weist einen ersten elektrischen Kontakt 14.1 und einen zweiten
elektrischen Kontakt 14.2 auf. Der Auszugsladepartner 16 weist ebenso einen ersten
elektrischen Kontakt 16.1 und einen zweiten elektrischen Kontakt 16.2 auf. In der
Ladekonfiguration berühren sich die ersten Kontakte 14.1 und 16.1 und die zweiten
Kontakte 14.2 und 16.2. Die Kontakte 14.1 und 14.2 des Korpusladepartners 14 stehen
in die Auszugsrichtung AR vor.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 2
- Möbeleinrichtung
- 4
- Korpusvorrichtung
- 6
- Auszugsvorrichtung
- 8
- Lichtquelle
- 10
- Energiespeicher
- 12
- Ladeeinrichtung
- 14
- Korpusladepartner
- 14.1
- erster Kontakt des Korpusladepartners
- 14.2
- zweiter Kontakt des Korpusladepartners
- 16
- Auszugsladepartner
- 16.1
- erster Kontakt des Auszugsladepartners
- 16.2
- zweiter Kontakt des Auszugsladepartners
- 18
- Frontfläche
- 20
- Frontelement
- 22
- Rückseitenfläche
- 24
- Seitenelement
- 26
- Innenraum
- 28
- Bodenelement
- 30
- erste Auszugsschiene
- 32
- zweite Auszugsschiene
- ABE
- Auszugsbodenebene
- AR
- Auszugsrichtung
- BE
- Bodenebene
- FE
- Frontebene
- ME1
- Vertikalmittelebene
- ME2
- Horizontalmittelebene
- QR
- Querrichtung
- VR
- Vertikalrichtung
1. Möbeleinrichtung (2) umfassend eine Korpusvorrichtung (4) und zumindest eine derart
an der Korpusvorrichtung (4) gelagerte Auszugsvorrichtung (6), dass sie relativ zu
der Korpusvorrichtung (4) translatorisch von einer Schließstellung in eine Auszugsrichtung
(AR) in eine Offenstellung und zurück zu überführen ist, wobei die Auszugsvorrichtung
(6) einen Innenraum (26) ausbildet, der in die Auszugsrichtung (AR) durch ein Frontelement
(20), in eine zur Auszugsrichtung (AR) rechtwinklige Querrichtung (QR) durch ein Seitenelement
(24) und in eine Vertikalrichtung (VR), die zur Querrichtung (QR) und zur Auszugsrichtung
(AR) rechtwinklig ist, durch ein Bodenelement (28) begrenzt ist, und zumindest eine
Beleuchtungseinrichtung aufweist, die zumindest eine Lichtquelle (8) und einen Energiespeicher
(10) umfasst und derart eingerichtet ist, dass der Energiespeicher (10) die Lichtquelle
(8) zumindest in der Offenstellung der Auszugsvorrichtung (6) mit elektrischer Energie
versorgt,
gekennzeichnet durch eine zumindest teilweise an der Korpusvorrichtung (4) angeordnete und mit dem Stromnetz
zu verbindende Ladeeinrichtung (12), die zumindest in der Schließstellung der Auszugsvorrichtung
(6) zur Versorgung des Energiespeichers (10) mit elektrischer Energie eingerichtet
ist.
2. Möbeleinrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ladeeinrichtung (12) einen an der Korpusvorrichtung (4) angeordneten Korpusladepartner
(14) und einen an der Auszugsvorrichtung (6) angeordneten Auszugsladepartner (16)
umfasst und durch eine Bewegung des Auszugsladepartners (16) relativ zum Korpusladepartner
(14) von einer Ladekonfiguration, in der elektrische Energie von dem Korpusladepartner
(14) auf den Auszugsladepartner (16) übertragbar ist, in eine Trennkonfiguration zu
überführen ist, in der der Auszugsladepartner (16) und der Korpusladepartner (14)
elektrisch getrennt sind.
3. Möbeleinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Korpusladepartner (14) und der Auszugsladepartner (16) derart angeordnet sind,
dass die Ladereinrichtung (12) mit einer Überführung der Auszugsvorrichtung (6) in
die Schließstellung automatisch in die Ladekonfiguration und mit einer Überführung
der Auszugsvorrichtung (6) in die Offenstellung automatisch in die Trennkonfiguration
überführbar ist.
4. Möbeleinrichtung (2) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszugsladepartner (16) zwischen einer zur Auszugsrichtung (AR) rechtwinkligen
Frontebene (FE), in der sich eine Frontfläche (18) eines in die Auszugsrichtung (AR)
gerichteten Endes der Auszugsvorrichtung (6) zumindest teilweise erstreckt, und einer
zur Frontebene (FE) parallelen Vertikalmittelebene (ME1) angeordnet ist, die die Auszugsvorrichtung
(6) bezogen auf die Auszugsrichtung (AR) mittig schneidet.
5. Möbeleinrichtung (2) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszugsladepartner (16) an dem insbesondere die Frontfläche (18) ausbildenden
Frontelement (20), insbesondere an einer der Frontfläche (18) gegenüberliegenden Rückseitenfläche
(22) des Frontelementes (20), befestigt ist.
6. Möbeleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszugsladepartner (16) an dem Seitenelement (24) der Auszugsvorrichtung (6)
befestigt ist.
7. Möbeleinrichtung (2) nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet,
dass der Korpusladepartner (14) an einer von der Korpusvorrichtung (4) umfassten ersten
Auszugsschiene (30) eines Auszugsbeschlages der Möbeleinrichtung (2) angeordnet ist
und/oder der Auszugsladepartner (16) an einer von der Auszugsvorrichtung (6) umfassten
zweiten Auszugsschiene (32) des Auszugsbeschlages angeordnet ist.
8. Möbeleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszugsladepartner (16) in die Querrichtung (QR) versetzt zu dem Seitenelement
(24) der Auszugsvorrichtung (6) und/oder entgegen der Auszugsrichtung (AR) versetzt
zu dem Frontelement (20) angeordnet ist.
9. Möbeleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auszugsladepartner (16) zwischen einer Auszugsbodenebene (ABE), die sich parallel
zur Auszugsrichtung (AR) und parallel zur Querrichtung (QR) erstreckt und an die die
Auszugsvorrichtung (6) mit einer Unterseite angrenzt, und einer zur Auszugsbodenebene
(ABE) parallelen Horizontalmittelebene (ME2) angeordnet ist, die die Auszugsvorrichtung
(6) mittig schneidet, wobei der Auszugsladepartner (16) insbesondere zumindest teilweise
auf der Höhe des Bodenelementes (28) angeordnet ist.
10. Möbeleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beleuchtungseinrichtung eine Sensorschalteranordnung zur Erkennung der Anordnung
der Auszugsvorrichtung (6) in der Offenstellung aufweist, wobei die Sensorschalteranordnung
zur Aktivierung der Lichtquelle (8) in Abhängigkeit von der Erkennung und durch den
Korpusladepartner (14) und den Auszugsladepartner (16) ausgebildet ist.
11. Möbeleinrichtung (2) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Korpusladepartner (14) und der Auszugsladepartner (16) jeweils einen ersten Kontakt
(14.1, 16.1) und einen zweiten Kontakt (14.2, 16.2) aufweisen, wobei sich die ersten
Kontakte (14.1, 16.1) und die zweiten Kontakte (14.2, 16.2) in der Ladekonfiguration
berühren, wobei zumindest einer der Kontakte (14.1, 16.1, 14.2, 16.2) in die Auszugsrichtung
(AR) oder entgegen der Auszugsrichtung (AR) vorstehend ausgebildet ist.
12. Möbeleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Korpusladepartner (14) und der Auszugsladepartner (16) zur Übertragung elektrischer
Energie mittels Induktion ausgebildet sind.
13. Möbeleinrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (8) und/oder der Energiespeicher (10) und/oder der Auszugsladepartner
(16) mittels zumindest einer Platine miteinander verbunden sind.
14. Möbeleinrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Energiespeicher als Kondensator, insbesondere als Doppelschichtkondensator, ausgebildet
ist.
15. Möbeleinrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auszugsvorrichtung (6) eine Schnittstelle zum Anschließen eines elektrischen
Verbrauchers, insbesondere eine Steckdose, aufweist.