[0001] Die Erfindung betrifft einen Wäschebügel mit klappbaren Bügelarmen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Wäschebügel werden in Wäscherei- und Reinigungsbetrieben zum Transport
der zu reinigenden Bekleidungsstücke zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen
eingesetzt. Sie weisen in der Regel ein mit einem Bügelhaken versehenes Gehäuse auf,
in bzw. an dem zwei klappbare Bügelarme angeordnet sind. Innerhalb des Gehäuses ist
ein Betätigungsmechanismus zur Halterung der Bügelarme in einer ausgeklappten Stellung
oder zum Einklappen der Bügelarme angeordnet. Vielfach sind derartige Wäschebügel
auch mit einer zusätzlichen Halteklammer zur Halterung einer Hose, eines Rocks oder
dgl. ausgestattet.
[0003] Aus der
DE 10 2022 128 723 A1 ist ein gattungsgemäßer Wäschebügel mit einem Gehäuse, zwei in dem Gehäuse um Drehachsen
zwischen einer hochgeklappten Haltestellung und einer heruntergeklappten Entnahmestellung
schwenkbar angeordneten Bügelarmen, den Bügelarmen zugeordneten Rückstellfedern für
die Zurückstellung der Bügelarme in die hochgeklappte Haltestellung und einem zwischen
einer oberen Sperrstellung zur Halterung der Bügelarme in der hochgeklappten Haltestellung
und einer unteren Freigabestellung zum Verschwenken der Bügelarme in die heruntergeklappte
Entnahmestellung bewegbaren Betätigungselement bekannt. Bei diesem bekannten Wäschebügel
sind an den freien Enden der beiden Bügelarme zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung bewegbare klemmenförmige Halteelemente zur Halterung von Hosen, Röcken
oder dgl. angeordnet. Die klemmenförmigen Halteelemente sind über Zugstangen oder
Zugseile derart mit dem Betätigungselement gekoppelt, dass sich die klemmenförmigen
Halteelemente bereits bei noch hochgeklappten Bügelarmen durch die Bewegung des Betätigungselements
aus der oberen Sperrstellung in die untere Freigabestellung öffnen und sich die Öffnungsbewegung
der Halteelemente bei der Bewegung der Bügelarme in die heruntergeklappte Entnahmestellung
durchgängig fortsetzt. Die klemmenförmigen Halteelemente werden über Drehfedern in
die Haltestellung gedrückt und durch die mit dem Betätigungselement verbundenen Zugelemente
in die Öffnungsstellung gezogen. Durch diese Drehfedern wirkt auf die Bügelarme auch
eine Rückstellkraft, durch welche die eingeklappten Bügelarme nach der Entnahme der
Kleidungsstücke wieder automatisch aufgeklappt werden. Damit kann ein separater Aufklappschritt
entfallen. Allerdings erfordert der Aufstellmechanismus für eine automatische Rückstellung
neben den klemmenförmigen Halteelementen und den Zugelementen für die Verbindung zum
Betätigungselement auch eine Vielzahl von weiteren Bauteilen. Dies ist mit einem entsprechend
hohen Aufwand verbunden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Wäschebügel der eingangs genannten Art zu schaffen,
der auch ohne zusätzliche Halteelemente eine einfache und kostengünstige Rückstellung
der klappbaren Bügelarme ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Wäschebügel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Der erfindungsgemäße Wäschebügel enthält ein Gehäuse, zwei in dem Gehäuse um Drehachsen
zwischen einer hochgeklappten Haltestellung und einer heruntergeklappten Entnahmestellung
schwenkbar angeordnete Bügelarme, den Bügelarmen zugeordnete Rückstellfedern für die
Zurückstellung der Bügelarme in die hochgeklappte Haltestellung und ein zwischen einer
oberen Sperrstellung zur Halterung der Bügelarme in der hochgeklappten Haltestellung
und einer unteren Freigabestellung zum Verschwenken der Bügelarme in die heruntergeklappte
Entnahmestellung bewegbares Betätigungselement. Die Rückstellfedern sind als Spiralzugfedern
ausgebildet und derart angeordnet, dass sich deren Mittelachsen bei der Bewegung der
Bügelarme in die heruntergeklappte Entnahmestellung in Richtung der Drehachsen der
Bügelarme bewegen. Das bedeutet, dass mit der durch das Einklappen der Bügelarme zunehmenden
Zugkraft der Rückstellfedern gleichzeitig der Abstand der Mittelachsen der Rückstellfedern
zu den Drehachsen der Hebelarme und damit der Hebelarm abnimmt, sodass das Rückstellmoment
der Bügelarme über den gesamten Einklappvorgang im Wesentlichen gleichbleiben kann.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass für das Einklappen der Bügelarme auch am Ende
des Einklappvorgangs keine erhöhte Kraft erforderlich ist. Somit kann die Wäsche mit
einem relativ geringen Kraftaufwand von dem Wäschebügel abgezogen werden. Im Gegensatz
zu als Drehfedern ausgeführten Rückstellfedern, bei denen die zum Einklappen der Bügelarme
benötigte Kraft mit zunehmender Einklappstellung ansteigt, bleibt bei dem erfindungsgemäßen
Wäschebügel die zum Einklappen benötigte Kraft über den gesamten Einklappvorgang nahezu
konstant. Dadurch kann die Wäsche einfacher von dem Wäschebügel entnommen werden.
[0007] Zweckmäßigerweise sind die zwischen dem Gehäuse und den Bügelarmen eingespannten
Rückstellfedern derart angeordnet, dass sich der Abstand a ihrer Mittelachsen von
den Drehachsen beim vollständigen Einklappen der Bügelarme nahezu dem Wert 0 annähert.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass die zum Einklappen benötigte Kraft während
des Einklappens der Bügelarme nicht wesentlich zunimmt aber auch im vollständig eingeklappten
Zustand der Bügelarme noch ein für die Erzeugung eines Rückstellmoments erforderlicher
Hebelarm zur Verfügung steht.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung können die Bügelarme an ihren inneren
Enden über von den Seitenflächen vorstehende Lagerzapfen in entsprechenden Lageröffnungen
des Gehäuses drehbar gelagert sein. Somit wird kein durchgängiger Lagerstift benötigt
und die Bewegungsmöglichkeiten der Rückstellfedern sind dadurch nicht beschränkt.
[0009] Vorzugsweise weisen die Bügelarme einen zwischen den Lagerzapfen angeordneten Aufnahmeraum
für die Rückstellfedern auf. Die als Spiralzugfedern ausgebildeten Rückstellfedern
sind in einer bevorzugten Ausführung zwischen einem im Gehäuse oberhalb der Drehachsen
angeordneten Haltestift und einem in der ausgeklappten Stellung der Bügelarme oberhalb
der seitlichen Lagerzapfen der Bügelarme an den Bügelarmen angeordneten Stift eingespannt.
[0010] In einer fertigungstechnisch vorteilhaften und kostengünstigen Ausführung können
das Gehäuse aus zwei identisch ausgebildeten Gehäusehalbschalen und die Bügelarme
aus einem vorderen halbschalenförmigen Bügelarmteil und einem mit diesem verbundenen
hinteren halbschalenförmigen Bügelarmteil bestehen. Bei einer Herstellung des Gehäuses
und der Bügelarme aus Kunststoffteilen im Spitzgießverfahren sind somit nur drei Formteile
erforderlich.
[0011] Das in dem Gehäuse angeordnete Betätigungselement weist zweckmäßigerweise einen gegenüber
dem Gehäuse vorstehenden oberen Betätigungsbereich und einen verbreiterten unteren
Sperrbereich auf, der die Bügelarme in der oberen Sperrstellung des Betätigungselements
in der hochgeklappten Haltestellung hält. Der untere Sperrbereich des Betätigungselements
kann seitliche Anlageflächen zur Anlage von Anschlagflächen an den innerhalb des Gehäuses
drehbar gelagerten inneren Enden der Bügelarme enthalten.
[0012] An der unteren Seite des Gehäuses können Halteelemente zur Befestigung einer Halteklammer
zum Festklemmen einer Hose oder dgl. angeordnet sein. Der Wäschebügel kann aber auch
ohne zusätzliche Halteklammer eingesetzt werden.
[0013] Das Gehäuse und die Bügelarme können vorzugsweise aus Kunststoff aber auch aus Metall
oder einem anderen geeigneten Material hergestellt sein.
[0014] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Wäschebügel mit klappbaren Bügelarmen in einer schematischen Perspektivansicht;
- Figur 2
- eine Gehäusehalbschale mit hinteren Bügelarmteilen und einem Betätigungselement des
in Figur 1 gezeigten Wäschebügels in einer ausgeklappten Haltestellung;
- Figur 3
- eine Gehäusehalbschale mit hinteren Bügelarmteilen und einem Betätigungselement des
in Figur 1 gezeigten Wäschebügels in einer eingeklappten Entnahmestellung;
- Figur 4
- eine hintere Gehäusehalbschale mit hinteren Bügelarmteilen in einer ausgeklappten
Haltestellung;
- Figur 5
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von Figur 4;
- Figur 6
- eine hintere Gehäusehalbschale mit hinteren Bügelarmteilen in einer eingeklappten
Entnahmestellung und
- Figur 7
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B von Figur 6.
[0015] Der in Figur 1 schematisch dargestellte Wäschebügel 1 enthält ein aus zwei Gehäusehalbschalen
2 und 3 zusammengesetztes Gehäuse 4, in dem zwei aus jeweils zwei halbschalenförmigen
Bügelarmteilen 5 und 6 zusammengesetzte Bügelarme 7 und 8 um zwei voneinander beabstandete
Drehachsen 9 und 10 zwischen einer in Figur 2 gezeigten hochgeklappten Haltestellung
und einer in Figur 3 gezeigten heruntergeklappten Entnahmestellung schwenkbar angeordnet
sind. Zwischen den beiden Gehäusehalbschalen 2 und 3 des Gehäuses 4 ist ein Bügelhaken
11 fixiert, der zum Einhängen des Wäschebügels 1 in eine Förder- oder Transporteinrichtung
dient. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bügelhaken
11 aus einem Stahldraht gebogen und mit seinem umgebogenen unteren Ende innerhalb
des Gehäuses 4 fixiert.
[0016] In der gezeigten Ausführung sind die Gehäusehalbschalen 2 und 3 identisch ausgeführt
und umgekehrt zueinander montiert. Die beiden Bügelarme 7 und 8 bestehen aus einem
vorderen halbschalenförmigen Bügelarmteil 5 und einem zu diesem bezüglich einer Mittellängsachse
des Bügelarms 7 bzw. 8 spiegelsymmetrischen hinteren halbschalenförmigen Bügelarmteil
6. Die im zusammengebauten Zustand identischen Bügelarme 7 und 8 sind umgekehrt zueinander
in dem Gehäuse 4 montiert. Somit sind für das Gehäuse 4 und die beiden Bügelarme 7
und 8 nur drei Formteile erforderlich. Sowohl die beiden identischen Gehäusehalbschalen
2 und 3 als Gauch die beiden halbschalenförmigen Bügelarmteile 5 und 6 sind vorzugsweise
aus Kunststoff im Spitzgießverfahren hergestellt und sind über Schrauben oder auf
andere geeignete Weise miteinander verbunden.
[0017] Wie aus Figur 1 hervorgeht, weisen die beiden Bügelarme 7 und 8 an ihren inneren
Enden jeweils eine Durchgangsöffnung 12 und an den vorderen Seitenflächen der vorderen
halbschalenförmigen Bügelarmteile 5 jeweils einen um die Durchgangsöffnung 12 verlaufenden,
seitlich vorstehenden ringförmigen Lagerzapfen 13 zur drehbaren Lagerung in ersten
und zweiten Lageröffnungen 14 bzw. 15 an der Vorderseite des Gehäuses 4 auf. An den
in Figur 1 nicht erkennbaren hinteren Seitenflächen der hinteren halbschalenförmigen
Bügelarmteile 6 sind entsprechende Lagerzapfen zur Lagerung in korrespondierenden
Lageröffnungen an der Rückseite des Gehäuses 4 vorgesehen.
[0018] In den Figuren 2 und 3 sind zur Erläuterung des inneren Aufbaus des Gehäuses 4 und
zur vereinfachten Darstellung nur jeweils die hintere Gehäusehalbschale 3 des Gehäuses
4 und die hinteren Bügelarmteile 6 der beiden Bügelarme 7 und 8 gezeigt. Die beiden
hinteren Bügelarmteile 6 weisen im Bereich der Durchgangsöffnung 12 jeweils eine Vertiefung
16 auf. In den Vertiefungen 16 sind Bohrungen 17 für einen in der ausgeklappten Stellung
oberhalb der Lagerzapfen 13 angeordneten Stift 18 zur Halterung des einen Endes einer
als Spiralzugfeder ausgebildeten Rückstellfeder 19 vorgesehen. Das andere Ende der
Rückstellfeder 19 ist auf einem oberhalb der Drehachsen 9 und 10 angeordneten gehäusefesten
Haltestift 20 angeordnet. Die hier nicht gezeigten vorderen Bügelarmteile 5 sind entsprechend
ausgestaltet, so dass sie auf die hinteren Bügelarmteile 6 aufgesetzt und mit diesen
verbunden werden können. Durch die Verbindung der beiden Bügelarmteile 5 und 6 werden
über die Vertiefungen 16 in den beiden Bügelarmteilen 5 und 6 entsprechende Aufnahmekammern
für die Rückstellfedern 19 gebildet. Durch die als Spiralzugfedern ausgebildeten Rückstellfedern
19 werden die beiden Bügelarme 7 und 8 nach dem Herunterklappen in die Entnahmestellung
wieder in die hochgeklappte Haltestellung zurückgestellt.
[0019] In Figur 2 ist erkennbar, dass die als Spiralzugfedern ausgebildeten Rückstellfedern
19 derart angeordnet sind, dass deren Mittelachsen 21 oberhalb der Drehachsen 9 bzw.
10 der Bügelarme 7 und 8 liegen. In der in Figur 2 gezeigten hochgeklappten Stellung
der Bügelarme 7 und 8 sind die Mittelachsen 21 der beiden Rückstellfedern 19 horizontal
und mit dem Abstand a oberhalb der Drehachsen 9 und 10 der Bügelarme 7 und 8 angeordnet.
Das durch die Rückstellfedern 19 erzeugte Rückstellmoment der Bügelarme 7 und 8 wird
durch die Zugkraft der Rückstellfedern 19 und den Abstand a der Mittelachsen 21 der
Rückstellfedern 19 von den Drehachsen 9 und 10 der Bügelarme als Hebelarm bestimmt.
[0020] Werden die beiden Bügelarme 7 und 8 in die in Figur 3 gezeigte Entnahmestellung bewegt,
nähern sich die Mittelachsen 21 der beiden Rückstellfedern 19 an die Drehachsen 9
und 10 der beiden Bügelarme 7 und 8 an. Das bedeutet, dass mit der durch das Einklappen
zunehmenden Zugkraft der Rückstellfedern 19 gleichzeitig der Abstand a und damit der
Hebelarm abnimmt, sodass das Rückstellmoment der Bügelarme 7 und 8 über den gesamten
Einklappvorgang im Wesentlichen gleichbleibt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass
für das Einklappen der Bügelarme auch am Ende des Einklappvorgangs keine erhöhte Kraft
erforderlich ist. Somit kann die Wäsche mit einem relativ geringen Kraftaufwand von
dem Wäschebügel abgezogen werden. In Figur 3 ist auch erkennbar, dass die Mittelachsen
21 der beiden Rückstellfedern 19 auch in der vollständig eingeklappten Entnahmestellung
noch leicht oberhalb der Drehachsen 9 bzw. 10 der Bügelarme angeordnet sind, so dass
durch die Rückstellfedern 19 auch in dieser Stellung ein Rückstellmoment auf die Bügelarme
7 und 8 zu deren Zurückstellung ausgeübt wird.
[0021] In den Figuren 4 bis 7 sind die hintere Gehäusehalbschale 3 und die hinteren Bügelarmteile
6 der beiden Bügelarme 7 und 8 in der hochgeklappten Haltestellung und der vollständig
eingeklappten Entnahmestellung gezeigt. Aus diesen Figuren ist erkennbar, dass die
gezeigte hintere Gehäusehalbschale 3 einen dickeren oberen Teil 22 mit einer Führungsnut
23 und einen dünneren deckelförmigen unteren Teil 24 enthält. In der Führungsnut 23
ist ein Langloch 25 angeordnet.
[0022] In den Figuren 5 und 7 ist erkennbar, dass in dem deckelförmigen unteren Teil 24
des Gehäuse 4 die Lageröffnung 15 für den ringförmigen Lagerzapfen 13 des Bügelarmteils
6 angeordnet ist. Auf den hinteren Bügelarmteilen 6 sind die entsprechenden vorderen
Bügelarmteile 5 angeordnet. Auf der hinteren Gehäusehalbschale 3 ist die identisch
ausgeführte vordere Gehäusehalbschale 4 in umgekehrter Stellung aufgesetzt, so dass
in der der vorderen und hinteren Gehäusehalbschale 3 und 4 miteinander fluchende erste
und zweite Lageröffnungen 14 und 15 zur drehbaren Lagerung der Bügelarme 2 und 3 vorgesehen
sind. Zwischen den deckelförmigen unteren Teilen 24 der beiden Gehäusehalbschalen
wird ein Zwischenraum 26 zur Aufnahme der inneren Enden der beiden Bügelarme 7 und
8 begrenzt. Durch die Vertiefungen 16 in den beiden Bügelarmhälften 5 und 6 wird ein
Aufnahmeraum 27 für die Rückstellfedern 19 geschaffen.
[0023] Wie aus Figur 2 hervorgeht, ist in dem Gehäuse 4 außerdem ein zwischen einer oberen
Sperrstellung zur Halterung der Bügelarme 7 und 8 in der hochgeklappten Haltestellung
und einer unteren Freigabestellung zum Verschwenken der Bügelarme 7 und 8 in die heruntergeklappte
Entnahmestellung bewegbares Betätigungselement 28 verschiebbar geführt. Das Betätigungselement
28 weist einen verbreiterten unteren Sperrbereich 29 mit seitlichen Anlageflächen
30 und einen gegenüber dem Gehäuse 4 nach oben vorstehenden schlankeren Betätigungsbereich
31 auf. Über den nach oben vorstehenden schlankeren Betätigungsbereich 31 ist das
Betätigungselement 28 in den Führungsnuten 23 der vorderen und hinteren Gehäusehalbschale
5 und 6 verschiebbar geführt. Durch Niederdrücken des gegenüber dem Gehäuse 4 nach
oben vorstehenden Teil des schlankeren Betätigungsbereichs 31 ist das Betätigungselement
28 aus der in Figur 2 gezeigten oberen Sperrstellung in die in Figur 3 gezeigte untere
Freigabestellung bewegbar. Durch eine Druckfeder 32 in einer Ausnehmung 33 des schlankeren
oberen Betätigungsbereichs 31 wird das Betätigungselement 28 wieder in die obere Sperrstellung
gedrückt. Die Druckfeder 32 ist zwischen einem in Figur 3 gezeigten gehäusefesten
unteren Widerlager 34 und der Oberseite der Ausnehmung 33 des Betätigungselements
28 eingespannt.
[0024] Der untere Sperrbereich 29 des Betätigungselements 28 ist derart ausgeführt, dass
er in der oberen Sperrstellung des Betätigungselements 28 die beiden Bügelarme 7 und
8 in der hochgeklappten Haltestellung hält und in dieser Sperrstellung ein Abklappen
der beiden Bügelarme 7 und 8 verhindert. Hierzu enthalten die beiden Bügelarme 7 und
8 an ihren innerhalb des Gehäuses 4 drehbar gelagerten inneren Enden eine Anschlagfläche
35, die in der hochgeklappten Transportstellung der Bügelarme 7 und 8 parallel zu
den seitlichen Anlageflächen 30 am Sperrbereich 29 des Betätigungselements 28 verläuft.
Über einen in den Langlöchern 25 der beiden Gehäusehalbschalen 3 und 4 geführten Stift
36 ist die Bewegung des Betätigungselements 28 beschränkt.
[0025] Wenn sich das Betätigungselements 28 in der in Figur 2 gezeigten oberen Sperrstellung
befindet und die Bügelarme 7 und 8 in der hochgeklappten Haltestellung sind, würden
die Bügelarme 7 und 8 beim Versuch eines Herunterklappens mit ihren Anschlagflächen
35 zur Anlage an den seitlichen Anlageflächen 30 am unteren Sperrbereich 29 des Betätigungselements
28 gelangen, wodurch das Abklappen der Bügelarme 7 und 8 verhindert bzw. gesperrt
wird. Erst in der in Figur 3 gezeigten unteren Freigabestellung des Betätigungselements
28 liegen die seitlichen Anlageflächen 30 am unteren Sperrbereich 29 des Betätigungselements
28 unterhalb der seitlichen Anschlagflächen 35 der Bügelarme 7 und 8, so dass diese
durch eine entsprechende Krafteinwirkung oder das Gewicht eines Wäschestücks nach
unten wegklappen können.
[0026] In Figur 6 ist gezeigt, dass an der Unterseite des Gehäuses 4 auch Halteelemente
37 für die Befestigung einer hier nicht gezeigten Halteklammer zum Festklemmen einer
Hose, eines Rocks oder dgl. angeordnet sind. Die Halteklammer kann aus zwei Klammerhälften
bestehen, die in dem Gehäuse 4 um eine quer verlaufende Drehachse gegeneinander verschwenkbar
gelagert und durch eine Formfeder in eine Schließstellung vorgespannt sind. In Figur
6 ist auch erkennbar, dass in den Bügelarmhälften Vertiefungen 38 zur Aufnahme von
RFID-Chips vorgesehen sein können.
[0027] Im Folgenden wird die Funktionsweise des vorstehend beschriebenen Wäschebügels anhand
der Figuren 2 und 3 erläutert:
[0028] In Figur 2 ist der Wäschebügel 1 mit ausgeklappten Bügelarmen 7 und 8 und dem in
der Sperrstellung befindlichen Betätigungselement 28 gezeigt. In dieser Stellung ist
das Betätigungselement 28 vollständig angehoben und greift mit seinem verbreiterten
unteren Sperrbereich 29 in den zwischen den beiden Anschlagflächen 35 der Bügelarme
7 und 8 gebildeten Zwischenraum ein. In dieser angehobenen Sperrstellung des Betätigungselements
28 wird ein Abklappen der beiden Bügelarme 7 und 8 durch Anlage der beiden Anschlagflächen
35 an den beiden seitlichen Anlageflächen 30 des Betätigungselements 28 verhindert.
[0029] Wird das Betätigungselement 28 über den gegenüber dem Gehäuse 4 nach oben vorstehenden
Betätigungsbereich 31 eingedrückt, gelangen die seitlichen Anlageflächen 30 am unteren
Sperrbereich 29 des Betätigungselements 28 unterhalb die seitlichen Anschlagflächen
35 der Bügelarme 7 und 8, so dass diese durch eine entsprechende Krafteinwirkung oder
das Gewicht eines Wäschestücks nach unten wegklappen können. Wenn ein Wäschestück
von dem Wäschebügel 1 entnommen ist, werden die beiden Bügelarme 7 und 8 ohne gesonderten
Aufstellmechanismus über die Rückstellfedern 9 und 10 wieder in die ausgeklappte Haltestellung
zurückgedrückt. Dadurch kann ein separater Ausklappschritt entfallen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Wäschebügel
- 2
- Erste Gehäusehalbschale
- 3
- Zweite Gehäusehalbschale
- 4
- Gehäuse
- 5
- Erstes Bügelarmteil
- 6
- Zweites Bügelarmteil
- 7
- Erster Bügelarm
- 8
- Zweiter Bügelarm
- 9
- Erste Drehachse
- 10
- Zweite Drehachse
- 11
- Bügelhaken
- 12
- Durchgangsöffnung
- 13
- Lagerzapfen
- 14
- Erste Lageröffnung
- 15
- Zweite Lageröffnung
- 16
- Vertiefung
- 17
- Bohrung
- 18
- Stift
- 19
- Rückstellfeder
- 20
- Haltestift
- 21
- Mittelachse der Rückstellfeder
- 22
- Oberer Teil des Gehäuses
- 23
- Führungsnut
- 24
- Unterer Teil des Gehäuses
- 25
- Langloch
- 26
- Zwischenraum
- 27
- Aufnahmeraum
- 28
- Betätigungselement
- 29
- Unterer Sperrbereich
- 30
- Seitliche Anlagefläche
- 31
- Betätigungsbereich
- 32
- Druckfeder
- 33
- Ausnehmung
- 34
- Widerlager
- 35
- Anschlagfläche
- 36
- Stift
- 37
- Halteelement
- 38
- Vertiefung
1. Wäschebügel (1), der ein Gehäuse (4), zwei in dem Gehäuse (4) um Drehachsen (9, 10)
zwischen einer hochgeklappten Haltestellung und einer heruntergeklappten Entnahmestellung
schwenkbar angeordnete Bügelarme (7, 8), den Bügelarmen (7, 8) zugeordnete Rückstellfedern
(19) für die Zurückstellung der Bügelarme (7, 8) in die hochgeklappte Haltestellung
und ein zwischen einer oberen Sperrstellung zur Halterung der Bügelarme (7, 8) in
der hochgeklappten Haltestellung und einer unteren Freigabestellung zum Verschwenken
der Bügelarme (7, 8) in die heruntergeklappte Entnahmestellung bewegbares Betätigungselement
(28) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellfedern (19) als Spiralzugfedern ausgebildet und derart angeordnet sind,
dass sich deren Mittelachsen (21) bei der Bewegung der Bügelarme (7, 8) in die heruntergeklappte
Entnahmestellung in Richtung der Drehachsen (9, 10) der Bügelarme (7, 8) bewegen.
2. Wäschebügel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen dem Gehäuse (4) und den Bügelarmen (7, 8) eingespannten Rückstellfedern
(19) derart angeordnet sind, dass sich der Abstand a ihrer Mittelachsen (21) von den
Drehachsen (9, 10) beim vollständigen Einklappen der Bügelarme (7, 8) nahezu dem Wert
0 annähert.
3. Wäschebügel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelarme (7, 8) an ihren inneren Enden über von den Seitenflächen vorstehende
Lagerzapfen (13) in entsprechenden Lageröffnungen (12) des Gehäuses (4) drehbar gelagert
sind.
4. Wäschebügel (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelarme (7, 8) einen zwischen den Lagerzapfen (13) angeordneten Aufnahmeraum
(27) für die Rückstellfedern (19) aufweisen.
5. Wäschebügel (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Spiralzugfedern ausgebildeten Rückstellfedern (19) zwischen einem im Gehäuse
(4) oberhalb der Drehachsen (9, 10) angeordneten Haltestift (20) und einem in der
ausgeklappten Stellung der Bügelarme (7, 8) oberhalb der seitlichen Lagerzapfen (13)
der Bügelarme (7, 8) an den Bügelarmen (7, 8) angeordneten Stift (18) eingespannt
sind.
6. Wäschebügel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) aus zwei identischen Gehäusehalbschalen (2, 3) gebildet ist.
7. Wäschebügel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelarme (7, 8) aus einem vorderen halbschalenförmigen Bügelarmteil (5) und
einem mit diesem verbundenen hinteren halbschalenförmigen Bügelarmteil (6) bestehen.
8. Wäschebügel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Gehäuse (4) angeordnete Betätigungselement (28) einen gegenüber dem Gehäuse
vorstehenden oberen Betätigungsbereich (31) und einen verbreiterten unteren Sperrbereich
(29) enthält, der die Bügelarme (2) in der oberen Sperrstellung des Betätigungselements
(28) in der hochgeklappten Halterstellung hält.
9. Wäschebügel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Sperrbereich (29) des Betätigungselements (28) seitliche Anlageflächen
(30) zur Anlage von Anschlagflächen (35) an den innerhalb des Gehäuses (4) drehbar
gelagerten inneren Enden der Bügelarme (7, 8) enthält.
10. Wäschebügel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der unteren Seite des Gehäuses (4) Halteelemente (37) für die Befestigung einer
Halteklammer zum Festklemmen einer Hose oder dgl. angeordnet sind.
11. Wäschebügel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) und die Bügelarme (7, 8) aus Kunststoff hergestellt sind.