[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hygienisierungsstation zur Hygienisierung
eines Wischtextils eines Reinigungsgeräts, ein Hygienisierungssystem mit einer solchen
Hygienisierungsstation sowie ein Verfahren zur Hygienisierung des Wischtextils des
Reinigungsgeräts.
[0002] Moderne Reinigungsroboter können sowohl staubsaugen als auch nass wischen und verwenden
meist flache Wischtextilien aus natürlichen und/oder synthetischen Fasern. Diese Textilien
nehmen Wasser sowie Schmutz vom Boden auf. Um den Reinigungseffekt zu verbessern,
sind viele dieser Roboter mit einem Aktor ausgestattet, der das Wischtextil rotieren
oder oszillieren lässt. Nach einer gewissen Nutzungszeit sättigt sich das Wischtextil
mit Schmutz. Wird es nicht rechtzeitig gereinigt, verschmiert es den aufgenommenen
Schmutz lediglich auf dem Untergrund. Moderne Reinigungsroboter fahren daher nach
einer bestimmten Reinigungsstrecke in ihre Basisstation zurück, wo das Wischtextil
von Schmutz befreit wird.
[0003] Üblicherweise verfügen Basisstationen über einen Abreinigungsbereich mit mechanischen
Abreinigungshilfen, die zusammen mit Frischwasser das Wischtextil reinigen. Bei einigen
Modellen kann Reinigungsmittel hinzugefügt werden. Allerdings eliminieren diese Verfahren
nur einen geringen Teil der aufgenommenen Mikroorganismen, insbesondere Bakterien
und Schimmelpilzsporen. Da das Wischtextil nach der Reinigung feucht bleibt, können
sich verbliebene Mikroorganismen vermehren und unangenehme Gerüche verursachen.
[0004] Die
WO 2022 / 237 132 A1 offenbart beispielsweise ein Reinigungssystem für Reinigungsroboter, das eine Elektrolysevorrichtung
zur Erzeugung von elektrolysiertem Wasser mit sterilisierender Wirkung umfasst. Die
Elektrolyse erfolgt dabei in einem Wassertank der Basisstation, wobei das elektrolysierte
Wasser zur Reinigung des Wischtextils und anderer Komponenten des Reinigungsroboters
verwendet wird.
[0005] Eine der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Hygienisierungsstation,
ein Hygienisierungssystem sowie ein Verfahren zur Hygienisierung eines Wischtextils
eines Reinigungsgeräts bereitzustellen, wodurch Mikroorganismen in Wischtextilien
des Reinigungsgeräts wirksam eliminiert oder zumindest stark reduziert werden können.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mittels der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche.
Unteransprüche geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.
[0006] Eine Hygienisierungsstation zur Hygienisierung eines Wischtextils eines Reinigungsgeräts
umfasst eine Elektrolysezelle zur elektrochemischen Erzeugung einer hypochlorithaltigen
Lösung durch Elektrolyse einer salzhaltigen Flüssigkeit, eine Zuleitung zum Zuführen
einer definierten Menge der erzeugten Lösung auf das Wischtextil und einen Abreinigungsbereich
zur Aufnahme des Wischtextils, wobei der Abreinigungsbereich Abreinigungsmittel zur
mechanischen Bearbeitung des Wischtextils und zum Ableiten überschüssiger Flüssigkeit
aufweist.
[0007] Das Wischtextil ist das Reinigungselement des Reinigungsgeräts, das während des herkömmlichen
Reinigungsvorgangs Schmutz und Flüssigkeit aufnimmt. Es kann aus synthetischen oder
natürlichen Fasern bestehen und ist entweder als flaches Wischtuch oder als Wischmopp
ausgeführt. Das Wischtextil kann um eine im Wesentlichen vertikale Achse, also die
z-Achse, rotieren oder oszillieren.
[0008] Die Hygienisierungsstation ist als Basisstation des Hygienisierungssystems ausgebildet
und dient zur Desinfektion und optionalen Reinigung des Wischtextils. Die hypochlorithaltige
Lösung eliminiert Mikroorganismen, während der Abreinigungsbereich mittels der Abreinigungsmittel
gleichzeitig Schmutz und überschüssige Flüssigkeit entfernt. Zusätzliche Funktionen
wie automatische Flüssigkeitszufuhr in Reservoirs oder Entleerung des Abwassersammelbehälters
können integriert sein.
[0009] Die Elektrolysezelle erzeugt Natriumhypochlorit, indem eine elektrische Spannung
an eine salzhaltige Flüssigkeit angelegt wird. Bevorzugt ist die Elektrolysezelle
als Durchflussreaktor ausgebildet, sodass die Salzlösung kontinuierlich hindurchgeleitet
und dabei elektrochemisch in Natriumhypochlorit umgewandelt wird. Dies ermöglicht
eine bedarfsgerechte, in-situ-Erzeugung ohne große Vorratsmengen.
[0010] Die Zuleitung ist ein Leitungselement, welches die in der Elektrolysezelle erzeugte
hypochlorithaltige Lösung in einer definierten Menge auf das Wischtextil aufbringt.
Eine definierte Menge bezeichnet eine exakt dosierte Flüssigkeitsmenge, die für eine
effektive Desinfektion oder Reinigung erforderlich ist. Die hypochlorithaltige Lösung
wird nachfolgend auch als Desinfektionsflüssigkeit bezeichnet.
[0011] Vorzugsweise umfasst die Hygienisierungsstation eine Auffangeinrichtung zum Auffangen
von überschüssiger Flüssigkeit. Die Auffangeinrichtung ist beispielsweise eine wasserdichte
Wanne oder ein Behälter, die überschüssige Flüssigkeit sammelt und über einen Ablauf
in einen Schmutzwassertank ableitet.
[0012] Bevorzugt umfassen die Abreinigungsmittel Bürsten, Lamellen, strukturierte Oberflächen
und/oder mechanische Strukturen. Bürsten und Lamellen sind mechanische Abreinigungsmittel
im Abreinigungsbereich der Hygienisierungsstation. Während eine Bürste in der Regel
aus Borsten besteht, die Schmutz von der Oberfläche des Wischtextils lösen bzw. abbürsten,
sind Lamellen meist flache, flexible Strukturen, die das Wischtextil abstreifen und
überschüssige Flüssigkeit ableiten. Beide Elemente tragen zur mechanischen Bearbeitung
des Wischtextils bei und unterstützen die Entfernung von Schmutz sowie das gleichmäßige
Auftragen der Desinfektionslösung.
[0013] Mechanische Strukturen in der Hygienisierungsstation können Vorsprünge mit dreieckigem
Querschnitt sein, die das Wischtextil auspressen. Diese Vorsprünge können feststehend
oder beweglich gelagert sein und enthalten gegebenenfalls Öffnungen zur Flüssigkeitszufuhr.
Als Öffnung zur Flüssigkeitszufuhr ist ein Durchlass innerhalb der mechanischen Struktur
zu verstehen, durch den Reinigungs- oder Desinfektionsflüssigkeit auf das Wischtextil
aufgebracht wird. Die Flüssigkeit wird gezielt zu bestimmten Kontaktpunkten des Wischtextils
aufgetragen, um eine gleichmäßige Benetzung zu gewährleisten.
[0014] Die Hygienisierungsstation kann eine separate Einrichtung zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit
umfassen, die in einem Reinigungsvorgang eine definierte Menge Reinigungsflüssigkeit
auf das Wischtextil zuführt. Das Wischtextil kann demnach vor Ausführung der Desinfektionsfunktion
mit Frischwasser oder Reinigungsmittel behandelt werden. Während der Reinigungsfunktion
ist die Desinfektionsfunktion inaktiv und umgekehrt. Die Reinigungsfunktion und die
Desinfektionsfunktion laufen getrennt voneinander ab.
[0015] Die Reinigungsflüssigkeit kann Wasser oder ein Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel
sein. Eine Pumpe fördert bzw. transportiert die Reinigungsflüssigkeit aus einem separaten
Reservoir in den Abreinigungsbereich.
[0016] Die Einrichtung zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit besteht aus einer Pumpe oder
einem Ventilsystem, das die Flüssigkeit aus einem Vorratsbehälter auf das Wischtextil
befördert. Die Pumpe kann eine Membran- oder Peristaltikpumpe sein.
[0017] Die Hygienisierungsstation kann eine Steuereinheit enthalten, die Desinfektion und
Reinigung koordiniert.
[0018] Vorzugsweise weist die Auffangeinrichtung einen Ablauf zum Ableiten der aufgefangenen
Flüssigkeit in einen Abwassersammelbehälter auf. Der Ablauf ist demnach mit einem
Abwassersammelbehälter fluidisch verbunden, wobei bevorzugt eine Flüssigkeitsabführeinrichtung
vorgesehen und dazu ausgebildet ist, in der Auffangeinrichtung gesammelte Flüssigkeit
über den Ablauf in den Abwassersammelbehälter abzuführen. Die Flüssigkeitsabführeinrichtung
ist eine Vorrichtung, die das in der Auffangeinrichtung gesammelte Schmutzwasser über
einen Ablauf in den Abwassersammelbehälter transportiert. Die Flüssigkeitsabführeinrichtung
kann als automatische Absaugpumpe oder als Unterdrucksystem ausgeführt sein. Alternativ
kann ein Schwerkraftablauf mit ergänzender Pumpensteuerung verwendet werden, um eine
besonders energiesparende Ableitung zu gewährleisten.
[0019] Ferner bevorzugt ist der Abwassersammelbehälter als geschlossenes System ausgebildet,
um das Entweichen von Flüssigkeitsdämpfen zu verhindern. Das Entweichen von Flüssigkeitsdämpfen
bezeichnet die unkontrollierte Verdunstung von Flüssigkeitsbestandteilen, insbesondere
von Reinigungs- oder Desinfektionsflüssigkeiten.
[0020] Vorzugsweise ist die Elektrolysezelle Teil einer Einrichtung zur Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit,
die ferner ein Reservoir zur Bereitstellung der salzhaltigen Flüssigkeit sowie eine
Pumpe zur Förderung der salzhaltigen Flüssigkeit aus dem Reservoir zur Elektrolysezelle
umfasst.
[0021] "Hygienisieren" bezeichnet einen Prozess, bei dem das Wischtextil gezielt von Keimen,
Bakterien oder anderen Verunreinigungen befreit wird. Im Kontext der Erfindung bedeutet
dies, dass das Wischtextil des Reinigungsgeräts zumindest durch den Einsatz von Desinfektionsflüssigkeit,
insbesondere einer hypochlorithaltigen Lösung, desinfiziert und optional durch den
Einsatz von Reinigungsflüssigkeit wie Wasser und/oder Reinigungsmittel zusätzlich
gereinigt wird.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst ein Hygienisierungssystem eine Hygienisierungsstation
gemäß den obigen Ausführungen sowie ein Reinigungsgerät, das mit wenigstens einem
beweglichen, insbesondere rotierenden oder oszillierenden, Wischtextil ausgestattet
ist. Das System kann modular aufgebaut sein und sich an verschiedene Reinigungsgeräte
anpassen.
[0023] Das Reinigungsgerät kann ein autonomer Reinigungsroboter sein, insbesondere ein Saug-
und Wischroboter, der eigenständig zur Hygienisierungsstation fährt, um das Wischtextil
zu reinigen und zu desinfizieren. Ein Reinigungsgerät ist insbesondere ein Reinigungsroboter,
der eigenständig Böden reinigt, indem er seine Umgebung mit Sensoren erfasst und eine
vordefinierte oder adaptive Reinigungsstrategie ausführt. Das Reinigungsgerät ist
insbesondere ein autonomes Bodenreinigungsgerät, dass dafür vorgesehen ist, Bodenflächen
selbstständig zu reinigen, ohne dass der Benutzer den Reinigungsvorgang manuell ausführen
oder überwachen muss. Das Reinigungsgerät realisiert mehrere Funktionen, unter anderem
Nasswischen, also die Feuchtreinigung von Hartböden durch ein befeuchtetes Wischtextil.
Ferner kann das Reinigungsgerät an der Hygienisierungsstation eine Selbstreinigungsfunktion
sowie eine Desinfektionsfunktion realisieren, wobei das Wischtextil gewaschen und/oder
desinfiziert wird. Das Reinigungsgerät kann sich an unterschiedliche Bodenarten anpassen
und ist in der Lage, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren, um eine effiziente und
sichere Reinigung zu gewährleisten.
[0024] Das Reinigungsgerät und die Hygienisierungsstation sind insbesondere für den Einsatz
in Haushalten vorgesehen, also in privaten Wohnräumen wie Wohnungen oder Einfamilienhäusern
sowie in halbgewerblichen Umgebungen wie Hotelzimmern. Die Hygienisierungsstation
ist speziell auf die Anforderungen des Haushalts ausgelegt und ermöglicht eine effiziente
Reinigung und Desinfektion des Wischtextils, ohne industrielle oder medizinische Standards
erfüllen zu müssen.
[0025] Die Hygienisierungsstation dient als Basis oder Ladestation für das Reinigungsgerät,
wobei das Reinigungsgerät nach einer bestimmten Betriebszeit oder einem abgeschlossenen
Reinigungszyklus automatisch zur Hygienisierungsstation zurückkehren. An der Hygienisierungsstation
wird das Wischtextil desinfiziert und optional vorab gereinigt, sodass das Reinigungsgerät
anschließend mit einem hygienisierten Wischtextil weiterarbeiten kann.
[0026] Die Hygienisierungsstation dient als Basisstation, zu der der Reinigungsroboter nach
einem definierten Reinigungszyklus automatisch zurückkehrt. An der Hygienisierungsstation
wird das Wischtextil desinfiziert und optional vorab gereinigt, sodass der Reinigungsroboter
anschließend mit einem hygienisierten Wischtextil weiterarbeiten kann. Dadurch wird
ein vollständig automatisiertes System geschaffen, das ohne manuelle Eingriffe eine
kontinuierliche und effiziente Bodenreinigung ermöglicht.
[0027] Ein hierin vorgeschlagenes Verfahren zum Hygienisieren eines Wischtextils eines Reinigungsgeräts
in einer Hygienisierungsstation umfasst die Schritte:
- a) Elektrochemisches Erzeugen einer hypochlorithaltigen Lösung durch Elektrolyse einer
salzhaltigen Flüssigkeit mittels einer Elektrolysezelle.
- b) Zuführen einer definierten Menge der erzeugten Lösung auf das Wischtextil, und
- c) Mechanisches Bearbeiten des Wischtextils und Ableiten überschüssiger Flüssigkeit
durch Abreinigungsmittel im Abreinigungsbereich.
[0028] Die Schritte a) bis c) können wiederholt werden, bis die gewünschte Reduktion der
Mikroorganismen erreicht ist.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform erfolgt vor der Desinfektion zunächst eine Reinigung
des Wischtextils. In diesem Sinn wird vor Schritt a) eine definierte Menge Reinigungsflüssigkeit
auf das Wischtextil zugeführt, wobei das Wischtextil durch die Abreinigungsmittel
im Abreinigungsbereich mechanisch bearbeitet wird, sodass Schmutz sowie überschüssige
Flüssigkeit aus dem Wischtextil ausgepresst und in eine Auffangeinrichtung abgeleitet
werden. Der Reinigungsprozess folgt demselben Ablauf wie die Desinfektion, jedoch
mit Reinigungsflüssigkeit statt Desinfektionslösung.
[0030] Die Reinigungsflüssigkeit wird über eine Pumpe zugeführt, die beispielsweise als
Membran- oder Peristaltikpumpe ausgeführt ist. Alternativ kann die Flüssigkeitsmenge
durch ein Ventilsystem reguliert werden. Die Reinigungsflüssigkeit wird aus einem
Reservoir oder Vorratsbehälter angesaugt und zum Wischtextil gefördert.
[0031] Während die Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird, wird das Wischtextil mechanisch
bearbeitet. Die mechanische Bearbeitung kann nach der Flüssigkeitszufuhr fortgesetzt
werden, um überschüssige Reinigungsflüssigkeit auszupressen und das Wischtextil möglichst
trocken für die anschließende Desinfektion vorzubereiten. Durch wiederholtes mechanisches
Auspressen wird die aufgenommene Flüssigkeit entfernt, wodurch das Wischtextil effektiv
gereinigt wird. Nach der Dosierung der Desinfektionslösung kann die mechanische Bearbeitung
fortgesetzt werden, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen und den Verbrauch der
Desinfektionslösung zu minimieren.
[0032] Das Wischtextil wird während der mechanischen Bearbeitung bevorzugt rotierend oder
oszillierend bewegt. Das Bewegen des Wischtextils bezeichnet dessen mechanische Bearbeitung
durch die Abreinigungsmittel. Dabei kann es gezielt über mechanische Strukturen geführt
werden. Die Bewegung kann entweder durch das gesamte Reinigungsgerät oder direkt durch
das Wischtextil erfolgen. Während der Bewegung wird überschüssige Flüssigkeit durch
die Abreinigungsmittel aus dem Wischtextil entfernt. Durch mechanische Beanspruchung
wie Druck oder Reibung wird Flüssigkeit aus dem Wischtextil entfernt. Neben Flüssigkeit
werden auch Schmutzpartikel entfernt.
[0033] Bei der Rotation dreht sich das Wischtextil kontinuierlich um eine zentrale Achse.
Sie gewährleistet eine gleichmäßige Bearbeitung durch die Abreinigungsmittel. Bei
der Oszillation bewegt sich das Wischtextil entlang einer Achse hin und her. Dies
erleichtert das Ablösen von festsitzendem Schmutz durch wiederholten Kontakt mit den
Abreinigungsmitteln.
[0034] Vorzugsweise wird die mittels der Auffangeinrichtung aufgefangene Flüssigkeit über
einen Ablauf in einen Abwassersammelbehälter abgeleitet. Der Ablauf ist bevorzugt
an der tiefsten Stelle der Auffangeinrichtung angeordnet, um Flüssigkeit durch Schwerkraft
effizient abzuführen. Die Auffangeinrichtung nimmt die ausgepresste Flüssigkeit sowie
die Schmutzpartikel auf. Die Auffangeinrichtung ist wasserdicht und kann geneigt sein,
um die Flüssigkeit gezielt abzuleiten.
[0035] Vorzugsweise leitet eine Flüssigkeitsabführeinrichtung, beispielsweise ausgebildet
als Pumpe oder Unterdrucksystem, Flüssigkeit vom Ablauf in den Abwassersammelbehälter
ab. Der Abwassersammelbehälter ist ein, insbesondere geschlossener, Tank oder Behälter,
in dem die aus dem Wischtextil entfernte Flüssigkeit gesammelt wird. Er verhindert
das unkontrollierte Austreten von Flüssigkeit sowie Flüssigkeitsdämpfen.
[0036] Die Hygienisierungsstation und das Verfahren ermöglichen eine effektive Eliminierung
von Mikroorganismen auf Wischtextilien eines Reinigungsgeräts, sei es ein Reinigungsroboter
oder ein Handwischgerät, durch die gezielte Anwendung von Natriumhypochlorit, das,
insbesondere in-situ, durch Elektrolyse erzeugt wird. Dies führt zu einer deutlichen
Reduktion von Keimen und Bakterien, wodurch unangenehme Gerüche, die durch deren Stoffwechsel
entstehen, wirksam verhindert werden. Gleichzeitig bleibt die Schmutzaufnahmefähigkeit
der Wischtextilien erhalten, da im Gegensatz zu herkömmlichen Waschverfahren keine
hohen Temperaturen erforderlich sind, die die Fasern beschädigen könnten.
[0037] Darüber hinaus sorgt die Trennung von Reinigungs- und Desinfektionsmodus für eine
optimierte Steuerung des gesamten Hygienisierungsprozesses. Während der Reinigung
mit Frischwasser oder einer Reinigungsflüssigkeit wird Schmutz entfernt, bevor in
einem separaten Schritt die Desinfektion mit Natriumhypochlorit erfolgt. Durch die
gezielte Steuerung der Flüssigkeitszufuhr kann zudem überschüssige Reinigungs- oder
Desinfektionsflüssigkeit durch mechanische Bearbeitung aus dem Wischtextil ausgepresst
werden, wodurch eine effiziente Trocknung unterstützt bzw. der Flüssigkeitsverbrauch
reduziert werden.
[0038] Insgesamt verbessert das hierin beschriebene Verfahren die hygienische Aufbereitung
von Wischtextilien erheblich, reduziert den Wartungsaufwand für den Nutzer und trägt
dazu bei, dass die Reinigungsleistung des Reinigungsgeräts über einen längeren Zeitraum
konstant hoch bleibt.
[0039] Nicht beschränkende Ausführungsformen der Erfindung werden nun unter Bezug auf die
beiliegenden Figuren genauer beschrieben, in denen:
- Figur 1
- eine stark schematische Darstellung eines Hygienisierungssystems mit einer Hygienisierungsstation;
und
- Figur 2
- ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung eines Verfahrens zur Hygienisierung eines
Wischtextils eines Reinigungsgeräts in der Hygienisierungsstation nach Figur 1;
darstellen.
[0040] Das in Figur 1 dargestellte Hygienisierungssystem 100 umfasst ein Reinigungsgerät
103 sowie eine Hygienisierungsstation 106. Das Reinigungsgerät 103 ist hier als autonomer
Reinigungsroboter, bevorzugt als Wischroboter, für Haushaltsanwendungen ausgebildet.
Der Reinigungsroboter kann zusätzlich eine Saugfunktion aufweisen. Das Reinigungsgerät
103 weist mindestens ein Wischtextil 109 auf, das während des normalen Reinigungsvorgangs
einem Untergrund 110 Schmutz aufnimmt. Nach einer definierten Nutzungsdauer oder nach
Abschluss einer Reinigung fährt das Reinigungsgerät 103 zur Hygienisierungsstation
106 zurück, um das Wischtextil 109 zu reinigen und zu desinfizieren.
[0041] Die Hygienisierungsstation 106 enthält eine Einrichtung 112 zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit,
die über eine erste Pumpe 118 Reinigungsflüssigkeit aus einem ersten Reservoir 115
durch eine erste Zuleitung 121 auf das Wischtextil 109 fördert. Das erste Reservoir
115 kann Wasser oder eine andere Reinigungsflüssigkeit enthalten.
[0042] Zur Desinfektion umfasst die Hygienisierungsstation 106 eine Einrichtung 122 zur
Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit, die eine Elektrolysezelle 128, insbesondere
als Durchflussreaktor, zur elektrochemischen Erzeugung von Natriumhypochlorit aus
einer salzhaltigen Lösung aufweist. Eine zweite Pumpe 127 fördert die salzhaltige
Lösung aus einem zweiten Reservoir 124 zur Elektrolysezelle 128, von wo das erzeugte
Natriumhypochlorit über eine zweite Zuleitung 130 auf das Wischtextil 109 transportiert
wird. Die Einrichtung 122 zur Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit ist hier also
eine in-situ-Erzeugungseinheit für Desinfektionsflüssigkeit.
[0043] Die Pumpen 118, 127 können als Membran- oder Peristaltikpumpen ausgeführt sein. Die
Pumpen 118, 127 sind über eine Steuerungseinheit 131 so steuerbar, dass die Flüssigkeitszufuhr
kontinuierlich oder in zeitlich getrennten Intervallen, also pulsierend, erfolgt.
[0044] In einem Abreinigungsbereich 133 wird das Wischtextil 109 durch Bürsten, Lamellen
oder mechanische Strukturen 136 mechanisch bearbeitet, während es rotiert oder oszilliert.
Dabei werden Schmutz und überschüssige Flüssigkeit ausgepresst und in eine Auffangeinrichtung
148 geleitet.
[0045] Ein Aktuator 139 im Reinigungsgerät 103 sorgt für die Rotation oder Oszillation des
Wischtextils 109 um eine vertikale Rotationsachse 145. Diese Funktion wird im Reinigungs-
bzw. Desinfektionsverfahren genutzt, um das Wischtextil 109 mittels der mechanischen
Strukturen 136 im Abreinigungsbereich 133 zu reinigen bzw. zu desinfizieren. Die mechanischen
Strukturen 136 bestehen aus spitz zulaufenden Vorsprüngen mit dreieckigem Querschnitt.
Ihre Flanken leiten die ausgepresste Flüssigkeit in die Auffangeinrichtung 148.
[0046] Die Auffangeinrichtung 148 ist als wasserdichte, vorzugsweise am Grund 151 geneigte
Wanne ausgeführt und weist einen Ablauf 154 auf, wobei eine abgeleitete und in der
Auffangeinrichtung 148 aufgefangene Flüssigkeit in den an der tiefsten Stelle der
Wanne angeordneten Ablauf 154 geführt und gesammelt wird. Über eine Flüssigkeitsabführeinrichtung
157, die beispielsweise als Pumpe oder Unterdrucksystem ausgeführt sein kann, wird
die überschüssige und aus dem Wischtextil 109 ausgepresst Flüssigkeit in einen Abwassersammelbehälter
160 befördert. Der Abwassersammelbehälter 160 ist als geschlossenes System ausgebildet,
um das Entweichen von Flüssigkeitsdämpfen zu verhindern. Zusätzlich kann der Abwassersammelbehälter
160 mit einem Aktivkohlefilter oder einem Kondensationssystem versehen sein, um flüchtige
Substanzen zu binden und eine Geruchsbildung zu reduzieren.
[0047] Nach Figur 1 weisen zwei der mechanischen Strukturen 136 jeweils eine Öffnung 163,
166 auf, wobei die eine der beiden Öffnungen 163 den Abreinigungsbereich 133 mit der
ersten Zuleitung 121 fluidisch verbindet, und wobei die andere der beiden Öffnungen
166 den Abreinigungsbereich 133 mit der zweiten Zuleitung 130 fluidisch verbindet.
Über die erste Öffnung 163 wird Reinigungsflüssigkeit auf das Wischtextil 109 aufgebracht,
wobei über die zweite Öffnung 166 das erzeugte Natriumhypochlorit auf das Wischtextil
109 aufgebracht wird.
[0048] Figur 2 zeigt ein Verfahren 200 zur Hygienisierung eines Wischtextils 109 in der
Hygienisierungsstation 106. Das Verfahren 200 umfasst eine Reinigung und eine anschließende
Desinfektion.
[0049] Nach dem Andocken des Reinigungsgeräts 103 in der Hygienisierungsstation 106 wird
in einem ersten Schritt 205 Reinigungsflüssigkeit aus dem ersten Reservoir 115 durch
die erste Pumpe 118 und die erste Zuleitung 121 auf das Wischtextil 109 gefördert.
Gleichzeitig oder anschließend wird in einem zweiten Schritt 210 das Wischtextil 109
die mechanischen Strukturen 136, also die spitzen Vorsprünge, mechanisch bearbeitet,
um Schmutz und überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Das Wischtextil 109 wird dabei
mittels des Aktuators 139 beispielsweise um die Rotationsachse 145 rotiert. Der Schmutz
und die überschüssige Flüssigkeit wird in die Auffangeinrichtung 148 geleitet, wo
die Flüssigkeit gesammelt wird.
[0050] In einem optionalen dritten Schritt 215 kann die Flüssigkeitszufuhr gestoppt werden,
während die Bewegung des Wischtextils 109 über die mechanischen Strukturen 136 für
eine vordefinierte zweite Zeitdauer fortgesetzt wird, um eine maximale Entwässerung
des Wischtextils 109 zu erzielen.
[0051] Während und/oder nach den Schritte 205, 210 und 215 wird die in der Auffangeinrichtung
148 gesammelte Flüssigkeit mittels der Flüssigkeitsabführeinrichtung 157 über den
Ablauf 154 in den Abwassersammelbehälter 160 abgeleitet. Optional kann während des
Reinigungsvorgangs der Verschmutzungsgrad der abgeleiteten Flüssigkeit überwacht werden.
[0052] In Abhängigkeit eines Verschmutzungsgrades der abgeleiteten bzw. abgesaugten Flüssigkeit
können die Schritte 205 bis 215 wiederholt werden, bis die Verschmutzung der abgeleiteten
Flüssigkeit unter einen festgelegten Grenzwert fällt. Eine Sensorik kann den Verschmutzungsgrad
der abgeleiteten Flüssigkeit erfassen. Die Steuerungseinheit 131 kann das System 100
anhand der erfassten Daten steuern.
[0053] Nachdem der Reinigungsvorgang abgeschlossen ist, wird der Desinfektionsvorgang initiiert.
Die Steuerungseinheit 131 deaktiviert die Einrichtung 112 zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit
und aktiviert die Einrichtung 122 zur Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit.
[0054] In einem vierten Schritt 220 wird mittels der zweiten Pumpe 127 aus dem zweiten Reservoir
124 eine Salzlösung zur Elektrolysezelle 128 gefördert, um durch Elektrolyse der salzhaltigen
Flüssigkeit eine hypochlorithaltige Lösung bzw. Natriumhypochlorit zu erhalten, wobei
eine definierte Menge der erzeugten Lösung in einem fünften Schritt 225 entweder kontinuierlich
oder pulsierend für eine vordefinierte dritte Zeitdauer auf das Wischtextil 109 zugeführt
wird.
[0055] Anschließend oder gleichzeitig wird das Wischtextil 109 in einem weiteren Schritt
230 und analog zum vorher beschriebenen Reinigungsvorgang durch die Abreinigungsmittel
mechanisch bearbeitet, also über die mechanischen Strukturen 136 bzw. die spitzen
Vorsprünge bewegt. Schmutz und überschüssige Flüssigkeit wird von den Strukturen 136
aus dem Wischtextil 109 ausgepresst und in die Auffangeinrichtung 148 geleitet, wo
die Flüssigkeit gesammelt wird.
[0056] Analog zum Reinigungsvorgang kann, wenn erforderlich und/oder zum Einsparen von Desinfektionsflüssigkeit,
das Auspressen bei gestoppter Desinfektionsflüssigkeitszufuhr für eine vierte Zeitdauer
fortgesetzt werden.
[0057] Überschüssige Desinfektionsflüssigkeit wird in die Auffangeinrichtung 148 geleitet,
gesammelt und analog zu den obigen Ausführungen in den Abwassersammelbehälter 160
abgesaugt. "Abwasser" ist hierin als Überbegriff für die aus dem Reinigungs- und Desinfektionsvorgang
überschüssige und oftmals verschmutzte Flüssigkeit, die im als geschlossener Tank
ausgeführten Abwassersammelbehälter 160 gesammelt und in regelmäßigen Abständen, insbesondere
wenn der Behälter voll ist, entleert werden kann.
[0058] Das hierin beschriebene Verfahren 200 hat den Vorteil, dass eine effektive Eliminierung
von Mikroorganismen auf Wischtextilien eines Reinigungsgeräts erreicht werden kann,
was sich positiv auf die Geruchsentwicklung während der Nutzung des Reinigungsgeräts
auswirkt.
[0059] Nach dem Schritt 230 kann mit dem Reinigungsgerät 103 eine übliche Reinigungsfunktion
ausgeführt werden. Wenn die Reinigungsfunktion abgeschlossen ist, kann das Verfahren
200 erneut ausgeführt werden.
[0060] Denkbar ist, dass das hierin beschriebene System 100 ausschließlich als Desinfektionssystem
zur Desinfektion des Wischtextils 109 ausgebildet ist, sodass die Hygienisierungsstation
106 als Desinfektionsstation ausgeführt ist. In diesem Fall kann nur ein erster Teil
235 des Verfahrens 200 ausgeführt werden, der die Schritte 220 bis 230 umfasst. Ein
im Ablauf vorgelagerter zweiter Teil 240 fasst den vorgelagerten Reinigungsvorgang
zusammen. In diesem Fall werden die Schritte 205 bis 215 sowie damit in Zusammenhang
stehende optionale Schritte nicht ausgeführt.
[0061] Es ist außerdem denkbar, dass alternativ oder ergänzend zu den mechanischen Strukturen
136 Bürsten, Lamellen und/oder strukturierte Oberflächen als Abreinigungsmittel im
Abreinigungsbereich 133 verwendet werden.
Bezugszeichen
[0062]
- 100
- Hygienisierungssystem
- 103
- Reinigungsgerät
- 106
- Hygienisierungsstation
- 109
- Wischtextil
- 110
- Untergrund
- 112
- Einrichtung zur Zuführung von Reinigungsflüssigkeit
- 115
- Erstes Reservoir
- 118
- Erste Pumpe
- 121
- Erste Zuleitung
- 122
- Einrichtung zur Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit
- 124
- Zweites Reservoir
- 127
- Zweite Pumpe
- 128
- Elektrolysezelle
- 130
- Zweite Zuleitung
- 131
- Steuerungseinheit
- 133
- Abreinigungsbereich
- 136
- Mechanische Struktur
- 139
- Aktuator
- 145
- Rotationsachse
- 148
- Auffangeinrichtung
- 151
- Grund der Auffangeinrichtung
- 154
- Ablauf
- 157
- Flüssigkeitsabführeinrichtung
- 160
- Abwassersammelbehälter
- 163
- Öffnung
- 166
- Öffnung
- 200
- Verfahren
- 205
- Reinigungsflüssigkeit zuführen
- 210
- Wischtextil mechanisch bearbeiten
- 215
- Zufuhr stoppen
- 220
- Erzeugung von Natriumhypochlorit
- 225
- Natriumhypochlorit zuführen
- 230
- Wischtextil mechanisch bearbeiten
- 235
- Erster Teil
- 240
- Zweiter Teil
1. Hygienisierungsstation (106) zur Hygienisierung eines Wischtextils (109) eines Reinigungsgeräts
(103), umfassend die Elemente:
- eine Elektrolysezelle (128) zur elektrochemischen Erzeugung einer hypochlorithaltigen
Lösung durch Elektrolyse einer salzhaltigen Flüssigkeit,
- eine Zuleitung (130) zum Zuführen einer definierten Menge der erzeugten Lösung auf
das Wischtextil (109), und
- einen Abreinigungsbereich (133) zur Aufnahme des Wischtextils (109), wobei der Abreinigungsbereich
(133) Abreinigungsmittel zur mechanischen Bearbeitung des Wischtextils (109) und zum
Ableiten überschüssiger Flüssigkeit aufweist.
2. Hygienisierungsstation (106) nach Anspruch 1, ferner umfassend eine Auffangeinrichtung
(148) zum Auffangen von überschüssiger Flüssigkeit.
3. Hygienisierungsstation (106) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Abreinigungsmittel
Bürsten, Lamellen, strukturierte Oberflächen und/oder mechanische Strukturen (136)
umfassen, die dazu ausgebildet sind, während der mechanischen Bearbeitung des Wischtextils
(109) Schmutz sowie überschüssige Flüssigkeit auszupressen und abzuleiten.
4. Hygienisierungsstation (106) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend
eine Einrichtung (112) zum Zuführen einer definierten Menge Reinigungsflüssigkeit
auf das Wischtextil (109).
5. Hygienisierungsstation (106) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Auffangeinrichtung
(148) einen Ablauf (154) zum Ableiten der aufgefangenen Flüssigkeit in einen Abwassersammelbehälter
(160) aufweist.
6. Hygienisierungsstation (106) nach Anspruch 5, wobei eine Flüssigkeitsabführeinrichtung
(157) vorgesehen und dazu ausgebildet ist, in der Auffangeinrichtung (148) gesammelte
Flüssigkeit über den Ablauf (154) in den Abwassersammelbehälter (160) abzuführen.
7. Hygienisierungsstation (106) nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei der Abwassersammelbehälter
(160) als geschlossenes System ausgebildet ist, um das Entweichen von Flüssigkeitsdämpfen
zu verhindern.
8. Hygienisierungsstation (106) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Elektrolysezelle
(128) als Durchflussreaktor ist.
9. Hygienisierungsstation (106) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Elektrolysezelle
(128) Teil einer Einrichtung (122) zur Zuführung von Desinfektionsflüssigkeit ist,
die Einrichtung (122) ferner umfassend ein Reservoir (124) zur Bereitstellung der
salzhaltigen Flüssigkeit sowie eine Pumpe (127) zur Förderung der salzhaltigen Flüssigkeit
aus dem Reservoir (124) zur Elektrolysezelle (128).
10. Hygienisierungssystem (100), umfassend eine Hygienisierungsstation (106) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche sowie ein Reinigungsgerät (103), das wenigstens ein bewegliches,
insbesondere rotierendes oder oszillierendes, Wischtextil (109) aufweist.
11. Verfahren (200) zum Hygienisieren eines Wischtextils (109) eines Reinigungsgeräts
(103) in einer Hygienisierungsstation (106), umfassend die Schritte:
a) Elektrochemisches Erzeugen einer hypochlorithaltigen Lösung durch Elektrolyse einer
salzhaltigen Flüssigkeit mittels einer Elektrolysezelle (128),
b) Zuführen einer definierten Menge der erzeugten Lösung auf das Wischtextil (109),
und
c) Mechanisches Bearbeiten des Wischtextils (109) und Ableiten überschüssiger Flüssigkeit
durch Abreinigungsmittel im Abreinigungsbereich (133).
12. Verfahren (200) nach Anspruch 11, wobei das Wischtextil (109) über Bürsten, Lamellen,
strukturierte Oberflächen und/oder mechanische Strukturen bewegt wird, so dass Schmutz
sowie überschüssige Flüssigkeit aus dem Wischtextil (109) ausgepresst und in eine
Auffangeinrichtung (148) abgeleitet werden.
13. Verfahren (200) nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, wobei vor Schritt a) eine definierte
Menge Reinigungsflüssigkeit auf das Wischtextil (109) zugeführt wird, wobei das Wischtextil
(109) durch die Abreinigungsmittel im Abreinigungsbereich (133) mechanisch bearbeitet
wird, sodass Schmutz sowie überschüssige Flüssigkeit aus dem Wischtextil (109) ausgepresst
und in eine Auffangeinrichtung (148) abgeleitet werden.
14. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die mittels der Auffangeinrichtung
(148) aufgefangene Flüssigkeit über einen Ablauf (154) in einen Abwassersammelbehälter
(160) abgeleitet wird.
15. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei das Wischtextil (109) während
der mechanischen Bearbeitung rotierend oder oszillierend bewegt wird.