Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine zum Einsatz in einem Verkehrsmittel,
ein Verkehrsmittel, ein Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine, ein Computerprogramm
zum Einsatz in einer Steuerung einer Geschirrspülmaschine sowie eine Verwendung der
vorgeschlagenen Geschirrspülmaschine zum Einsatz in einem Verkehrsmittel. Geschirrspülmaschinen
und Verfahren der genannten Art können beispielsweise im Bereich der gewerblichen
Geschirrspültechnik eingesetzt werden. So kann die Erfindung insbesondere in gewerblichen
Einkammer-Geschirrspülmaschinen wie beispielsweise Programmautomaten oder auch in
Durchschubgeschirrspülmaschinen eingesetzt werden. Die Erfindung ist grundsätzlich
für den Einsatz in zahlreichen Verkehrsmitteln geeignet, insbesondere für den Einsatz
in Bordrestaurants oder Bordbistros in Eisenbahnen, für den Einsatz in Flugzeugen,
für den Einsatz in Reisebussen oder auch für den Einsatz in Bordküchen von Schiffen.
Auch andere Einsatzgebiete sind jedoch grundsätzlich möglich.
Technischer Hintergrund
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen, auch als
Reinigungsgeräte bezeichnet, bekannt, welche Reinigungsgut reinigen und/oder desinfizieren
können. Die Ausgestaltung dieser Reinigungsvorrichtungen hängt insgesamt stark von
den verschiedenen Randbedingungen, wie beispielsweise der Art des zu reinigenden Reinigungsguts,
den Verschmutzungen, dem Durchsatz oder ähnlichen Bedingungen ab. Exemplarisch kann
auf Reinigungsvorrichtungen verwiesen werden, welche beispielsweise in
DE 10 2004 056 052 A1 oder in
DE 10 2007 025 263 A1 beschrieben sind.
[0003] Reinigungsvorrichtungen der genannten Art weisen üblicherweise mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung
zur Beaufschlagung des Reinigungsguts mit mindestens einem Reinigungsfluid auf. Beispielsweise
kann ein Düsensystem, insbesondere ein Waschsystem mit einer oder mehreren Düsen,
vorgesehen sein, um ein oder mehrere Reinigungsfluide, wie beispielsweise Flüssigkeiten
und/oder Dampf, auf das Reinigungsgut aufzubringen. Die Beaufschlagung erfolgt in
der Regel im Umwälzbetrieb aus mindestens einem Waschtank, beispielsweise einem Waschtank,
welcher zu einer Reinigungskammer hin offen ausgestaltet ist oder lediglich durch
ein Sieb getrennt ist. Zusätzlich kann, insbesondere bei gewerblichen Geschirrspülmaschinen,
weiterhin mindestens ein Klarspültank, auch als Nachspültank bezeichnet, vorgesehen
sein, in welchem Klarspülfluid unabhängig von dem Reinigungsfluid in dem Waschtank
aufbereitet werden kann, um eine Reinigungsdauer zu verkürzen. Weiterhin ist in der
Regel mindestens eine Steuerung vorgesehen, welche eine oder mehrere Funktionen der
Reinigungsvorrichtung ansteuert, wie beispielsweise eine oder mehrere Pumpen, eine
oder mehrere Heizungen, ein oder mehrere Ventile oder auch ganze Gruppen von Funktionen
und deren zeitliche Abfolge, einschließlich ganzer Reinigungsprogramme.
[0004] Insbesondere Geschirrspülmaschinen werden oftmals nicht stationär betrieben, sondern
werden beispielsweise in Bordküchen mobiler Verkehrsmittel eingesetzt. In diesem Fall
tritt jedoch die technische Herausforderung auf, dass beispielsweise bei Beschleunigungen,
Bremsmanövern, Kurvenlage, Berg- oder Talfahrten, Turbulenzen oder auch Schwankungen
aufgrund von Wellengang ein Überlaufen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Waschtank
verhindert werden muss. Insbesondere aus der nautischen Technik sind allgemein mechanische
Konstruktionen für einen Schutz gegen Überlauf oder allgemein zur Sicherung gegenüber
Wellengang bekannt. Insbesondere können, analog zu Schlingerleisten zur Sicherung
gegen Wellengang, erhöhte Überlaufkanten am Tank vorgesehen sein, um auch bei Schwankungen
ein Auslaufen des Tankinhalts zu vermeiden.
[0005] US 2003/ 0 037 383 A1 beschreibt ein Gerät mit einem Anzeigesystem in Verbindung mit einem Nivellieren
des Geräts. Das System enthält einen Beschleunigungsmesser, der in Verbindung mit
einer elektronischen Steuerung verwendet wird, um zu erfassen, inwiefern das Gerät
nicht gerade steht. Die Signale vom Beschleunigungsmesser werden an eine CPU gesendet,
die eine visuelle Darstellung auf eine am Gerät angebrachte Anzeige regelt. Anpassungen,
die vorgenommen werden, um den Nivellierungszustand des Geräts zu ändern, werden auch
an die CPU weitergeleitet, wodurch die Anzeige und die Beförderung aktualisiert werden,
wenn das Gerät in geeigneter Höhe ist.
[0006] Derartige konstruktive Maßnahmen sind jedoch in der Praxis mit Nachteilen verbunden.
So verringert beispielsweise eine Erhöhung einer oder mehrerer Kanten des Waschtanks
bei vorgegebenem Einbaumaß der Geschirrspülmaschine eine Nutzhöhe des Innenraums der
Geschirrspülmaschine. Zudem sind konstruktive Maßnahmen in der Regel mit einer vollständigen
Änderung des Maschinentyps verbunden, da derartige Änderungen schon sehr früh im Rohbau
der Geschirrspülmaschine zu berücksichtigen sind. Dabei ist auch zu berücksichtigen,
dass Geschirrspülmaschinen für den Einsatz in Verkehrsmitteln in der Regel in vergleichsweise
kleinen Stückzahlen produziert werden, so dass ein eigener Entwurf, welcher die Grundkonstruktion
der Geschirrspülmaschine gegenüber herkömmlichen stationären Geschirrspülmaschinen
verändert, in der Praxis häufig unwirtschaftlich wäre.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Es wäre daher wünschenswert, eine Geschirrspülmaschine und ein Verfahren zum Betrieb
desselben bereitzustellen, welche insbesondere für den Einsatz in Verkehrsmitteln
geeignet sind und welche die Nachteile bekannter Geschirrspülmaschinen und Verfahren
der genannten Art zumindest weitgehend vermeiden. Insbesondere sollte ein wirksamer
Schutz vor einem Überlaufen eines Waschtanks der Geschirrspülmaschine gewährleistet
werden, welcher auch bei starken Beschleunigungen aufgrund beispielsweise von Brems-
oder Beschleunigungsvorgängen, bei starker Kurvenlage oder Neigung oder auch bei starken
Schwankungen beispielsweise aufgrund von Turbulenzen oder Wellengang wirksam ist.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0008] Diese Aufgabe wird adressiert durch eine Geschirrspülmaschine zum Einsatz in einem
Verkehrsmittel, ein Verkehrsmittel, ein Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine,
ein Computerprogramm zum Einsatz in einer Steuerung einer Geschirrspülmaschine sowie
eine Verwendung der vorgeschlagenen Geschirrspülmaschine zum Einsatz in einem Verkehrsmittel,
mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen,
welche einzeln oder in beliebiger Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen
Ansprüchen dargestellt.
[0009] Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen"
oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise
verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen,
in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmale, keine weiteren Merkmale
vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere Merkmale
vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist B auf",
"A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in welcher,
abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine Situation,
in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation, in welcher,
zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind, beispielsweise
Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
[0010] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "mindestens ein" und "ein oder
mehrere" sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang
mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen,
dass das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel
lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung
des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals
oder Elementes wird der entsprechende Begriff "mindestens ein" oder "ein oder mehrere"
in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal
oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
[0011] Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe "vorzugsweise", "insbesondere", "beispielsweise"
oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass
alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche
durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt,
durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen
Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch
unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden
Merkmale, welche durch "in einer Ausführungsform der Erfindung" oder durch "in einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung" eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden,
ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen
Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke
sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen
zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
[0012] In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Geschirrspülmaschine
zum Einsatz in einem Verkehrsmittel vorgeschlagen, sowie ein Verkehrsmittel, umfassend
die Geschirrspülmaschine. Der Begriff "Geschirrspülmaschine", wie er hier verwendet
wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen
werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine
spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine Reinigungsvorrichtung beziehen, welche eingerichtet ist, um Reinigungsgut
in Form von Geschirr von anhaftenden Verunreinigungen zumindest weitgehend zu befreien
und/oder um das Geschirr zu hygienisieren und/oder zu desinfizieren, insbesondere
durch Beaufschlagung mit mindestens einem Reinigungsfluid. Das Geschirr kann insbesondere
Reinigungsgut umfassen, welches zur Darreichung, Zubereitung oder Aufbewahrung von
Speisen und/oder Getränken eingerichtet und vorgesehen ist, beispielsweise Reinigungsgut
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Teller, Tassen, Schüsseln, Schalen, Gläser,
Pfannen, Töpfe, Tabletts, Besteck, Gastronomiebehälter. Die Geschirrspülmaschine kann
jedoch grundsätzlich auch eingerichtet sein oder verwendet werden, um andere Arten
von Reinigungsgut zu reinigen, beispielsweise persönliche Schutzausrüstung wie beispielsweise
Atemschutzgeräte, Atemschutzmasken oder ähnliche Gegenstände. Auch andere Arten von
Reinigungsgut sind grundsätzlich möglich. Die Geschirrspülmaschine kann, wie nachfolgend
noch näher ausgeführt wird, insbesondere als Programmautomat ausgestaltet sein, welcher
eingerichtet ist, um das in einer Reinigungskammer aufgenommene Reinigungsgut mindestens
einem Reinigungsprogramm zu unterziehen, wobei in mindestens einem Programmschritt
des Reinigungsprogramms das Reinigungsgut mit Reinigungsfluid, beispielsweise Reinigungsflüssigkeit
in Form von Spülflüssigkeit und/oder Nachspülflüssigkeit, beaufschlagt wird.
[0013] Der Begriff "Verkehrsmittel", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Fahrzeug,
ein Vehikel oder ein mobiles Verkehrsmittel zur Beförderung von Personen und/oder
Gütern beziehen, welches für den Einsatz zu Lande, zu Wasser oder in der Luft eingerichtet
ist. Dementsprechend kann das Verkehrsmittel insbesondere mindestens ein Verkehrsmittel
umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Kraftfahrzeug, insbesondere
einem Reisebus; einem Schiff, insbesondere einem Passagierschiff und/oder einem Handelsschiff;
einem Flugzeug, insbesondere einem Passagierflugzeug; einer Eisenbahn oder einem Teil
davon, insbesondere einem Eisenbahnwagen und insbesondere einem Speisewagen oder einem
Wagen mit Bordbistro. Auch andere Einsatzgebiete sind jedoch grundsätzlich möglich.
[0014] Die Geschirrspülmaschine umfasst:
- a) mindestens eine Reinigungskammer zur Aufnahme von Reinigungsgut;
- b) mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Reinigungsguts
in der Reinigungskammer mit mindestens einem Reinigungsfluid;
- c) mindestens einen Waschtank zur Aufnahme des mindestens einen Reinigungsfluids,
wobei die Geschirrspülmaschine eingerichtet ist, um ein Niveau einer Befüllung des
Waschtanks mit dem Reinigungsfluid auf ein variabel einstellbares Sollniveau zu regeln;
- d) mindestens eine Empfangsvorrichtung zum Empfang mindestens einer räumlichen Information
über die Geschirrspülmaschine; und
- e) mindestens eine Steuerung, wobei die Steuerung programmtechnisch eingerichtet ist,
um das Sollniveau entsprechend der räumlichen Information zu bestimmen.
[0015] Der Begriff "Reinigungsgut", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf Geschirr im
Sinne der obigen Definition beziehen. Grundsätzlich ist jedoch auch eine Reinigung
anderer Arten von Reinigungsgut in der Geschirrspülmaschine möglich.
[0016] Der Begriff "Reinigungskammer", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine vollständig
oder teilweise geschlossene Kammer beziehen, innerhalb derer der Reinigungsvorgang
des Geschirrs in der Geschirrspülmaschine vollständig oder teilweise durchgeführt
werden kann. Die Geschirrspülmaschine und/oder die Reinigungskammer können insbesondere
mindestens ein Gehäuse aufweisen, welches die Reinigungskammer ganz oder teilweise
umschließt. Dabei kann eine einzige Reinigungskammer vorgesehen sein, oder es können
grundsätzlich auch mehrere Reinigungskammern, beispielsweise sequentiell, vorgesehen
sein. Im vorliegenden Fall kann es sich bei der Geschirrspülmaschine insbesondere
um eine Einkammer-Geschirrspülmaschine handeln, mit genau einer Reinigungskammer.
Allgemein kann die Reinigungskammer beispielsweise mindestens eine Öffnung zum Beladen
der Reinigungskammer mit dem Reinigungsgut aufweisen. Beispielsweise kann dies eine
Öffnung mit einer an eine Frontseite der Reinigungskammer und/oder eine Oberseite
der Reinigungskammer angeordneten Klappe sein. Alternativ sind auch Hauben zum Abschluss
der Reinigungskammer möglich, beispielsweise im Rahmen von sogenannten Hauben-Geschirrspülmaschinen.
Wiederum alternativ kann die Reinigungskammer auch beispielsweise ganz oder teilweise
als Tunnel ausgestaltet sein, beispielsweise im Rahmen sogenannter Durchlaufgeschirrspülmaschinen.
[0017] Der Begriff "Reinigungsfluid", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Flüssigkeit
beziehen, welche, bei Auftreffen auf das Reinigungsgut, eine Reinigungswirkung entfalten
kann. Dementsprechend wird im Folgenden, ohne Beschränkung der Verwendung anderer
fluider Medien, auch der Begriff "Reinigungsflüssigkeit" anstelle des Begriffs "Reinigungsfluid"
verwendet. Insbesondere kann die Reinigungsflüssigkeit eine wässrige Flüssigkeit umfassen,
beispielsweise Wasser und/oder Wasser mit einem oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise
mit einem oder mehreren Reinigerkonzentraten und/oder Klarspülern und/oder Desinfektionsmitteln.
Die Reinigungsvorrichtung kann eingerichtet sein, um eine einzelne Reinigungsflüssigkeit
zu verwenden oder auch um eine Kombination mehrerer Reinigungsflüssigkeiten einzusetzen.
Sind mehrere Reinigungsflüssigkeiten vorgesehen, so kann die Beaufschlagung des Reinigungsguts
mit den unterschiedlichen Reinigungsflüssigkeiten gleichzeitig oder auch sequentiell
erfolgen. So kann das Reinigungsgut beispielsweise stationär innerhalb der Reinigungskammer
verbleiben und nacheinander mit den verschiedenen Reinigungsflüssigkeiten und/oder
Reinigungsfluiden beaufschlagt werden.
[0018] Der Begriff "Beaufschlagungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter
Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie
der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder
angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine
grundsätzlich beliebige Vorrichtung beziehen, mittels derer das Reinigungsgut innerhalb
der Reinigungskammer mit der dem mindestens einen Reinigungsfluid, insbesondere der
mindestens einen Reinigungsflüssigkeit, beaufschlagt werden kann. Die Beaufschlagungsvorrichtung
kann insbesondere, wie unten noch näher erläutert wird, mindestens ein Düsensystem
umfassen. Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens eine Pumpe umfassen,
sowie mindestens ein Leitungssystem, zur Bereitstellung von Reinigungsflüssigkeit
an das Düsensystem. Dabei können beispielsweise ein Düsensystem und ein Leitungssystem
zur Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit aus dem Waschtank vorgesehen sein, sowie
mindestens eine Waschpumpe. Weiterhin können mindestens ein Düsensystem und mindestens
ein Leitungssystem zur Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit aus dem nachfolgend
noch näher beschriebenen Klarspül- und/oder Nachspültank vorgesehen sein, sowie mindestens
eine Nachspülpumpe. Beispiele werden nachfolgend noch näher erläutert.
[0019] Der Begriff "Waschtank", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Vorratsbehälter
beziehen, welche eingerichtet ist, um die mindestens eine Reinigungsflüssigkeit aufzunehmen.
Insbesondere kann es sich dabei um einen Behälter handeln, welcher in unmittelbarer
fluidischer Verbindung mit der Reinigungskammer steht, beispielsweise indem der Waschtank
am Boden oder im Boden der Reinigungskammer ausgebildet und/oder vorgesehen ist. Beispielsweise
kann der Waschtank gegenüber der Reinigungskammer geöffnet sein oder lediglich beispielsweise
durch ein Sieb oder Lochplatte von der Reinigungskammer getrennt ausgebildet sein.
Letztere Möglichkeiten der Trennung durch ein Sieb oder eine Lochplatte sollen dabei
gleichbedeutend mit der Möglichkeit einer Öffnung des Waschtanks gegenüber der Reinigungskammer
sein. Beispielsweise kann im Boden der Reinigungskammer ein Trichter vorgesehen sein,
über welchen das Reinigungsfluid in den Waschtank abfließen kann. Die Beaufschlagungsvorrichtung
kann beispielsweise eingerichtet sein, um mittels einer Umwälzpumpe das Reinigungsgut
im Umwälzbetrieb mit Reinigungsfluid aus dem Waschtank zu beaufschlagen.
[0020] Die Geschirrspülmaschine ist, wie oben ausgeführt, eingerichtet, um ein Niveau einer
Befüllung des Waschtanks mit dem Reinigungsfluid auf ein variabel einstellbares Sollniveau
zu regeln. Zu diesem Zweck kann die Geschirrspülmaschine beispielsweise mindestens
einen Regler aufweisen, sowie beispielsweise mindestens einen Niveausensor zur stufenlosen
oder stufenweisen Erfassung des Niveaus des Reinigungsfluids in dem Waschtank sowie
weiterhin mindestens eine Steuervorrichtung zur Beeinflussung des Niveaus des Reinigungsfluids
in dem Waschtank, beispielsweise mindestens eine Pumpe und/oder mindestens ein Ventil.
Der Regler kann beispielsweise eingerichtet sein, um die Steuervorrichtung anzusteuern,
beispielsweise durch Ansteuerung der Pumpe und/oder Ansteuerung des Ventils, um so,
beispielsweise entsprechend mindestens einem von dem Niveausensor an den Regler übermittelten
Füllstandssignal, bei Unterschreitung eines Sollniveaus Reinigungsfluid in den Waschtank
nachzufüllen und bei Überschreitung des Sollniveaus Reinigungsfluid aus dem Waschtank
abzuführen. Zum Nachfüllen des Reinigungsfluids kann beispielsweise frisches Reinigungsfluid,
beispielsweise Frischwasser und/oder Reinigungsfluid aus mindestens einem optionalen
Ausgleichstank, durch Öffnen des mindestens einen Ventils und/oder durch entsprechendes
Ansteuern der mindestens einen Pumpe, dem Waschtank zugeführt werden. Zum Abführen
von Reinigungsfluid aus dem Waschtank kann beispielsweise Reinigungsfluid aus diesem
in einen Abfluss und/oder in den optionalen Ausgleichstank abgeführt werden, beispielsweise
wiederum durch Öffnen mindestens eines Ventils und/oder durch entsprechendes Ansteuern
der mindestens einen Pumpe. Der mindestens eine Regler kann beispielsweise ganz oder
teilweise als Hardware ausgestaltet sein, beispielsweise als elektronischer Regler,
und/oder kann ganz oder teilweise als Software ausgestaltet sein, beispielsweise als
Software, welche in mindestens einem Prozessor installiert ist und/oder ablaufen kann,
beispielsweise mindestens einem Prozessor der nachfolgend noch näher beschriebenen
Steuerung der Geschirrspülmaschine. Der Regler kann somit ganz oder teilweise auch
in die nachfolgend noch näher beschriebene Steuerung der Geschirrspülmaschine integriert
sein.
[0021] Der Begriff "Sollniveau", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Niveau des
Reinigungsfluids in dem Waschtank beziehen, also auf einen Füllstand des Waschtanks,
welches durch eine entsprechende Regelung angestrebt werden soll. Das Sollniveau kann
also insbesondere der Sollwert der Regelung des Niveaus des Reinigungsfluid in dem
Waschtank sein.
[0022] Der Begriff "variabel einstellbar", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf die Tatsache
beziehen, dass das Sollniveau auf mindestens zwei, vorzugsweise auf mindestens drei,
vier oder mehr verschiedene Werte eingestellt werden kann, beispielsweise stufenlos
oder auch stufenweise. Beispielsweise kann ein diskreter oder kontinuierlicher Wertebereich
möglicher Sollniveaus vorgegeben werden, wobei die Maschine eingerichtet ist, um das
Niveau des Reinigungsfluid in dem Waschtank auf diese Werte einzustellen.
[0023] Der Begriff "Empfangsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine ganz oder
teilweise als Hardware und/oder ganz oder teilweise als Software ausgestaltete Vorrichtung
beziehen, welche eingerichtet ist, um die mindestens eine räumliche Information zu
generieren und/oder um die mindestens eine räumliche Information von einer anderen
Vorrichtung entgegenzunehmen, so dass diese der Steuerung zur Verfügung steht. Die
Empfangsvorrichtung kann auch ganz oder teilweise in die Steuerung integriert sein.
[0024] Der Begriff "räumliche Information", wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein
weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll,
wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle
oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine beliebige Information beziehen, welche einen Ort der Geschirrspülmaschine,
eine räumliche Orientierung der Geschirrspülmaschine, eine zeitliche Änderung des
Orts der Geschirrspülmaschine oder eine zeitliche Änderung der räumlichen Orientierung
der Geschirrspülmaschine, eine Beschleunigung oder Bremsverzögerung der Geschirrspülmaschine,
eine Winkelbeschleunigung der Orientierung der Geschirrspülmaschine oder eine Kombination
der genannten Möglichkeiten beschreibt. Die Information kann insbesondere digital
oder auch analog zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere kann die Information,
wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, beispielsweise über mindestens einen
in die Geschirrspülmaschine integrierten Sensor, über mindestens einen externen Sensor
oder über mindestens einen externen Informationsüberträger an die Empfangsvorrichtung
übertragen werden.
[0025] Die Geschirrspülmaschine umfasst, wie oben ausgeführt, weiterhin mindestens eine
Steuerung, welche programmtechnisch eingerichtet ist, um das Sollniveau entsprechend
der räumlichen Information zu bestimmen. Dies kann insbesondere bedeuten, dass die
Steuerung eingerichtet ist, um entsprechend der räumlichen Information das grundsätzlich
beispielsweise im Rahmen eines möglichen Wertebereichs frei wählbare Sollniveau auf
einen speziellen Wert festzulegen.
[0026] Der Begriff "Steuerung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine einteilige
oder mehrteilige Vorrichtung der Geschirrspülmaschine beziehen, welche eingerichtet
ist, um einen Betrieb der Geschirrspülmaschine vollständig oder teilweise zu steuern
und/oder zu regeln. Insbesondere kann die Steuerung eingerichtet sein, um einen oder
mehrere Betriebsparameter der Geschirrspülmaschine zu verändern, insbesondere zu steuern
und/oder zu regeln, beispielsweise mindestens eine Temperatur, mindestens einen Druck,
mindestens eine Pumpenleistung, mindestens eine Ventilstellung, mindestens eine Heizleistung
oder auch eine Kombination zweier oder mehrerer der genannten Betriebsparameter. Die
Steuerung kann insbesondere mindestens eine Datenverarbeitungsvorrichtung umfassen,
beispielsweise mindestens einen Prozessor. Die Steuerung kann insbesondere programmtechnisch
eingerichtet sein, beispielsweise um mindestens ein Reinigungsprogramm der Geschirrspülmaschine
zu steuern oder durchzuführen. Dementsprechend kann die Einrichtung der Steuerung
teilweise durch Hardware realisiert werden oder/auch, alternativ oder zusätzlich,
vollständig oder teilweise durch Software. Weiterhin kann die Steuerung mindestens
einen flüchtigen und/oder nicht flüchtigen Datenspeicher umfassen. Weiterhin kann
die Steuerung mindestens eine Schnittstelle umfassen, beispielsweise eine Mensch-Maschine-Schnittstelle
zur Eingabe von Befehlen und/oder zur Ausgabe von Informationen, und/oder eine drahtlose
oder drahtgebundene Schnittstelle zum unidirektionalen oder bidirektionalen Austausch
von Daten und/oder Befehlen zwischen der Geschirrspülmaschine und mindestens einer
weiteren Vorrichtung. Die Steuerung kann insbesondere mindestens einen Computer und/oder
mindestens einen Prozessor umfassen. Die Steuerung kann insbesondere eine zentrale
oder dezentrale Maschinensteuerung der Geschirrspülmaschine sein.
[0027] Der Begriff "programmtechnisch eingerichtet", wie er hier verwendet wird, ist ein
weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll,
wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle
oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine Eigenschaft oder Einrichtung der Steuerung beziehen, bei der die Steuerung
durch ein fest in der Steuerung implementiertes Softwareprogramm und/oder durch ein
in einem mit der Steuerung verbundenen flüchtigen oder nicht flüchtigen Datenspeicher
gespeicherten Softwareprogramm eingerichtet ist, um bestimmte Verfahrensschritte durchzuführen.
[0028] Die Steuerung ist programmtechnisch eingerichtet, um das Sollniveau entsprechend
der räumlichen Information zu bestimmen. Dies kann insbesondere bedeuten, dass die
Steuerung eingerichtet ist, um aus dem Bereich der möglichen Werte von Sollniveaus
ein bestimmtes Sollniveau auszuwählen, welches dann in Verfahrensschritt c) für die
Regelung des Niveaus des Reinigungsfluid in dem Waschtank verwendet wird. Die Auswahl
erfolgt entsprechend der räumlichen Information, also unter Berücksichtigung der räumlichen
Information. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Steuerung programmtechnisch
eingerichtet ist, um die mindestens eine räumliche Information als Eingangsgröße oder
als eine von mehreren Eingangsgrößen in ein Bestimmungsverfahren, beispielsweise einen
Bestimmungsalgorithmus, einfließen zu lassen, welcher das anzuwendende Sollniveau
bestimmt. Beispielsweise kann die Steuerung programmtechnisch eingerichtet sein, um
die mindestens eine räumliche Information mit einer Mehrzahl vorgegebener räumlicher
Informationen oder mit Wertebereichen für räumliche Informationen zu vergleichen und
entsprechend dieses Vergleichs die Auswahl des Sollniveaus zu treffen. So können beispielsweise
in der Steuerung, beispielsweise in mindestens einer Datenbank und/oder in mindestens
einer Liste, einzelne Werte oder auch Wertebereiche für die räumliche Information
vorgesehen sein, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um zu vergleichen, ob die räumliche
Information mit einem der einzelnen Werte übereinstimmt, beispielsweise auch im Bereich
vorgegebener Toleranzen, und/oder ob die räumliche Information in einen oder mehrere
der vorgegebenen Wertebereiche fällt. Beispielsweise können in der Steuerung zu den
einzelnen Werten und/oder Wertebereichen entsprechende Sollniveaus hinterlegt sein,
so dass entsprechend des Vergleichs dann das Sollniveau gewählt werden kann. Wiederum
alternativ oder zusätzlich kann in der Steuerung auch mindestens ein Algorithmus hinterlegt
sein, welcher eingerichtet ist, um die räumliche Information in ein entsprechendes
Sollniveau umzuwandeln. Der Algorithmus kann beispielsweise auch als selbstlernender
Algorithmus ausgestaltet sein. So kann beispielsweise insbesondere bei Verkehrsmitteln,
welche häufig dieselben Strecken befahren, wie beispielsweise Zügen, Reisebussen,
Schiffen oder Flugzeugen, ein selbstlernender Algorithmus, beispielsweise ein Algorithmus
unter Verwendung mindestens eines neuronalen Netzes, eingesetzt werden, welcher der
räumlichen Information ein Sollniveau zuordnet. Der Algorithmus kann beispielsweise
während verschiedener Testfahrten lernen. Allgemein kann also die Steuerung beispielsweise
eingerichtet sein, um das Sollniveau entsprechend der räumlichen Information unter
Verwendung mindestens eines selbstlernenden Algorithmus zu bestimmen, insbesondere
unter Verwendung mindestens einer künstlichen Intelligenz und/oder mindestens eines
neuronalen Netzes.
[0029] Die Steuerung kann beispielsweise das ausgewählte Sollniveau in Form eines elektronischen
Signals, beispielsweise in Form eines digitalen Werts und/oder in Form eines analogen
elektrischen Signals, direkt oder indirekt an den Regler weitergeben. Wie oben ausgeführt,
kann der Regler jedoch auch ganz oder teilweise in die Steuerung integriert sein.
[0030] Wie oben ausgeführt, kann der Waschtank insbesondere zur Reinigungskammer hin geöffnet
sein, um eine Flüssigkeitsaustausch zwischen dem Waschtank und der Reinigungskammer
zu ermöglichen. Insbesondere kann der Waschtank in einem Boden der Reinigungskammer
vorgesehen sein und kann beispielsweise über einen Trichter mit der Reinigungskammer
verbunden sein. Eine erhöhte Wand des Waschtanks, beispielsweise in Form einer nach
oben vorstehenden Kante, ist nicht erforderlich, so dass die Geschirrspülmaschine
ohne eine derartige erhöhte Kante des Waschtanks ausgebildet sein kann. Der Waschtank
kann beispielsweise mindestens eine Heizvorrichtung aufweisen, beispielsweise mindestens
eine Heizspirale.
[0031] Die Beaufschlagungsvorrichtung kann beispielsweise mindestens ein Düsensystem aufweisen.
Der Begriff "Düsensystem", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
oder eine Kombination mehrerer Vorrichtungen beziehen, welche eine oder mehrere Düsen
aufweist oder aufweisen. Dabei kann unter einer Düse insbesondere eine Öffnung oder
eine Vorrichtung mit mindestens einer Öffnung verstanden werden, aus welcher die Reinigungsflüssigkeit
austreten kann. Beispielsweise kann das Düsensystem mindestens einen Düsenarm umfassen,
welcher beispielsweise drehbar gelagert sein kann. Beispielsweise kann die Beaufschlagungsvorrichtung
mindestens ein Waschdüsensystem zur Beaufschlagung des Reinigungsguts mit Reinigungsflüssigkeit
aus dem Waschtank aufweisen. Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung optional
mindestens ein Nachspüldüsensystem, auch als Klarspüldüsensystem bezeichnet, zur Beaufschlagung
des Reinigungsguts mit Reinigungsflüssigkeit aus einem optionalen Nachspültank, auch
als Klarspültank bezeichnet, aufweisen. Das Waschdüsensystem und das optionale Nachspüldüsensystem
können jeweils beispielsweise mindestens einen, vorzugsweise mindestens zwei, Düsenarme
umfassen, beispielsweise jeweils mindestens einen Düsenarm oberhalb des Reinigungsguts
und mindestens einen Düsenarm unterhalb des Reinigungsguts. Das Reinigungsgut kann
beispielsweise in mindestens einem Reinigungskorb in der Reinigungskammer aufgenommen
sein, so dass die Düsenarme beispielsweise oberhalb und unterhalb des Reinigungskorbs
angeordnet sein können, beispielsweise drehbar.
[0032] Allgemein kann das Düsensystem also beispielsweise mindestens ein Waschdüsensystem
aufweisen, insbesondere mit mindestens einem Düsenarm, insbesondere mit mindestens
einem Düsenarm oberhalb des Reinigungsguts und mindestens einem Düsenarm unterhalb
des Reinigungsguts. Die Beaufschlagungsvorrichtung kann weiterhin mindestens eine
Umwälzpumpe aufweisen und mindestens ein Waschleitungssystem, wobei beispielsweise
das Reinigungsgut über das Waschleitungssystem und die Umwälzpumpe im Umwälzbetrieb
mit Reinigungsflüssigkeit aus dem Waschtank beaufschlagt werden kann. Hierfür kann
beispielsweise das oben beschriebene Waschdüsensystem verwendet werden, welches vorzugsweise
getrennt von einem optionalen Nachspüldüsensystem ausgebildet ist.
[0033] Der optionale Nachspültank oder Klarspültank kann insbesondere ganz oder teilweise
als Boiler ausgebildet sein. Der Boiler kann insbesondere ganz oder teilweise als
abgeschlossener Tank ausgebildet sein, in welchem optional mindestens eine zweite
Heizvorrichtung angeordnet sein kann.
[0034] Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere, wie oben beschrieben, mindestens
ein Nachspüldüsensystem aufweisen, insbesondere mit mindestens einem Düsenarm, insbesondere
mit mindestens einem Düsenarm oberhalb des Reinigungsguts und mindestens einem Düsenarm
unterhalb des Reinigungsguts. Das Nachspüldüsensystem kann insbesondere getrennt von
dem Waschdüsensystem ausgebildet sein. Die Beaufschlagungsvorrichtung kann weiterhin
mindestens eine Nachspülpumpe und mindestens ein Nachspülleitungssystem aufweisen,
wobei das Reinigungsgut über das Nachspülleitungssystem und die Nachspülpumpe mit
Reinigungsflüssigkeit aus dem Nachspültank beaufschlagbar ist.
[0035] Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens eine Umwälzpumpe aufweisen.
Dementsprechend kann, wie oben ausgeführt, die Beaufschlagungsvorrichtung insbesondere
eingerichtet sein, um das Reinigungsgut in der Reinigungskammer im Umwälzbetrieb mit
Reinigungsfluid aus dem Waschtank zu beaufschlagen.
[0036] Die räumliche Information kann allgemein mindestens eine Information umfassen, welche
sich auswirken kann auf eine Lage und/oder Orientierung eines Flüssigkeitsniveaus
in dem Waschtank. Insbesondere kann die räumliche Information mindestens eine Information
aufweisen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Ortsinformation über einen
Ort der Geschirrspülmaschine; einer Lageinformation über eine räumliche Ausrichtung
der Geschirrspülmaschine; einer Bewegungsinformation über eine Bewegung der Geschirrspülmaschine;
einer Beschleunigungsinformation über eine Beschleunigung der Geschirrspülmaschine;
einer topographischen Information über eine Topographie des Orts der Geschirrspülmaschine;
einer Änderungsinformation über eine zu erwartende Änderung mindestens einer Information
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus der Ortsinformation, der Lageinformation,
der Bewegungsinformation, der Beschleunigungsinformation und der topographischen Information.
So kann die mindestens eine Information insbesondere auch eine Information darüber
umfassen, wie sich eine Lage, eine Orientierung, eine Geschwindigkeit oder eine Beschleunigung
der Geschirrspülmaschine innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne in der Zukunft ändern
wird, beispielsweise einer Zeitspanne von 5 Sekunden bis 2 Minuten. Beispielsweise
kann diese Änderungsinformation abgeleitet werden aus einer bekannten Fahrstrecke
des Verkehrsmittels, beispielsweise bei Schienenfahrzeugen oder Reisebussen, aus einer
Einleitung eines Bremsvorgangs oder eines Beschleunigungsvorgangs, aus einer Information
über auftretende Turbulenzen, aus einer Information über einen Wellengang, einer Information
über eine anstehende Richtungsänderung, eine Information über eine anstehende Änderung
einer Flughöhe, eine Information über eine Fahrzeugneigung oder eine Kombination zweier
oder mehrerer genannten Möglichkeiten.
[0037] Wie oben ausgeführt, kann die Steuerung insbesondere programmtechnisch eingerichtet
sein, um die räumliche Information in das Sollniveau umzuwandeln mittels mindestens
eines Umwandlungsverfahrens. Das Umwandlungsverfahren kann insbesondere ausgewählt
sein aus der Gruppe bestehend aus: einer Anwendung eines Zuordnungsalgorithmus, wobei
der räumlichen Information mittels des Zuordnungsalgorithmus das entsprechendes Sollniveau
zugeordnet wird; einem Nachschlagen in einer elektronischen Tabelle, in welcher jeweils
räumlichen Informationen entsprechende Werte von Sollniveau zugeordnet sind; einem
selbstlernenden Algorithmus. Weitere Möglichkeiten wurden oben bereits beschrieben.
[0038] Mögliche weitere Ausgestaltungen betreffen die Empfangsvorrichtung. So kann allgemein
die Empfangsvorrichtung, wie zuvor ausgeführt, mindestens eine elektronische Schnittstelle
zum Empfang der räumlichen Information aufweisen. Die mindestens eine elektronische
Schnittstelle kann insbesondere mindestens eine drahtgebundene Schnittstelle aufweisen,
beispielsweise mindestens eine LAN-Schnittstelle. Alternativ oder zusätzlich kann
die mindestens eine elektronische Schnittstelle auch mindestens eine drahtlose Schnittstelle
aufweisen, insbesondere mindestens eine WLAN-Schnittstelle.
[0039] Die Empfangsvorrichtung kann eingerichtet sein, um die mindestens eine räumliche
Information vollständig oder teilweise von mindestens einer Vorrichtung und/oder mindestens
einem Informationsüberträger außerhalb der Geschirrspülmaschine zu empfangen, beispielsweise
einem Computer, einem Computernetzwerk, einem externen Sender oder auch beispielsweise
einer zentralen Steuerung des Verkehrsmittels. Alternativ oder zusätzlich können die
Geschirrspülmaschine und/oder die Empfangsvorrichtung jedoch auch ganz oder teilweise
eingerichtet sein, um die mindestens eine räumliche Information vollständig oder teilweise
eigenständig zu generieren. So kann die Empfangsvorrichtung beispielsweise mindestens
einen Sensor zur Erfassung der räumlichen Information umfassen, wobei die mindestens
eine räumliche Information vollständig oder teilweise durch den mindestens einen Sensor
generiert oder erfasst werden kann. Der mindestens eine Sensor kann beispielsweise
innerhalb oder auch außerhalb des Gehäuses der Geschirrspülmaschine angeordnet sein.
Der mindestens eine Sensor kann insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend
aus: einem GPS-Sensor; einem Neigungssensor; einem Beschleunigungssensor; einem Drucksensor;
einem Triangulationssensor. Die mindestens eine räumliche Information kann beispielsweise
direkt oder indirekt aus Sensordaten des mindestens einen Sensors abgeleitet werden.
Beispielsweise können Sensordaten eines GPS-Sensors von der Steuerung genutzt werden,
um einen Abgleich mit einer Karte durchzuführen und um daraus beispielsweise bei einem
Strecken- oder Straßennetz in der unmittelbaren Zukunft anstehende Richtungsänderung,
Beschleunigungen oder Bremsverzögerungen oder andere Informationen abzuleiten, welche
sich direkt oder indirekt auf eine Orientierung des Flüssigkeitsniveaus des Reinigungsfluid
in dem Waschtank auswirken können. So können beispielsweise Ortsinformationen durch
Abgleich mit einer Karte Informationen darüber liefern, ob in naher Zukunft eine Einfahrt
in einen Bahnhof mit einem zugehörigen Bremsvorgang erfolgt, ob eine Kurvenlage ansteht,
ob eine Berg- oder Talfahrt ansteht, ob ein Start- oder Landevorgang ansteht, ob ein
Fahrzeugstau mit einem entsprechend erzwungenen Bremsvorgang ansteht, oder eine Kombination
zweier oder mehrerer dieser Informationen.
[0040] Allgemein kann die Steuerung beispielsweise mindestens eine digitalisierte Karte
mit einer Mehrzahl möglicher Orte aufweisen, an denen die Geschirrspülmaschine sich
befinden kann. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Streckennetzkarte, eine
Straßenkarte oder grundsätzlich eine beliebige Karte handeln, beispielsweise eine
topographische Karte. In der digitalisierten Karte kann beispielsweise jeweils zu
den möglichen Orten jeweils mindestens ein Sollniveau hinterlegt sein. Diese Hinterlegung
kann kontinuierlich erfolgen oder beispielsweise auch diskontinuierlich, indem beispielsweise
die Karte oder bestimmte Bereiche dieser Karte, beispielsweise die befahrbaren Strecken
und/oder Straßen, in Abschnitte oder Bereiche unterteilt werden, wobei beispielsweise
den Bereichen jeweils Sollniveaus hinterlegt sind. Das Sollniveau kann dabei jeweils
zusätzlich von mindestens einem weiteren Parameter abhängig sein, insbesondere von
einer Geschwindigkeit, beispielsweise einer absoluten Geschwindigkeit oder auch einer
gerichteten Geschwindigkeit. So kann die gerichtete Geschwindigkeit beispielsweise
darüber Aufschluss geben, wann eine bestimmte Änderung eintritt, also beispielsweise
wann in der Zukunft eine bestimmte Kurvenlage auftreten wird, eine Berg- oder Talfahrt,
ein Brems- oder Beschleunigungsvorgang oder eine andere Art der Änderung. Die digitalisierte
Karte kann insbesondere in einer Datenbank der Steuerung abgelegt sein. Die digitalisierte
Karte kann auch in einfacher Form gespeichert werden, beispielsweise als Tabelle,
insbesondere als elektronische Tabelle, wobei beispielsweise einer Ortsinformation
ein Sollniveau zugeordnet wird.
[0041] Wie oben ausgeführt, kann die Niveauänderung des Sollniveaus in dem Waschtank auf
verschiedene Weisen erfolgen. Wie weiterhin oben ausgeführt, kann die Geschirrspülmaschine
insbesondere mindestens einen Ausgleichstank aufweisen. Der Begriff "Ausgleichstank",
wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige
Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist
nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne
Beschränkung, sich insbesondere auf einen Behälter, vorzugsweise einen allseitig von
einer Behälterwand umschlossenen Behälter, handeln, welcher eingerichtet ist, um Reinigungsfluid
aus dem Waschtank aufzunehmen und/oder Reinigungsfluid an den Waschtank abzugeben.
Der Ausgleichstank kann insbesondere über mindestens eine Ausgleichsleitung mit dem
Waschtank verbunden sein. Weiterhin kann mindestens ein Ausgleichsventil mit der Ausgleichsleitung
verbunden sein, und/oder es kann mindestens eine Ausgleichspumpe vorgesehen sein,
wobei mittels des Ausgleichsventils und/oder der Ausgleichspumpe eine Überführung
von Reinigungsfluid von dem Waschtank in den Ausgleichstank oder umgekehrt ermöglicht
und/oder gefördert werden kann. Die Ausgleichspumpe und/oder das Ausgleichsventil
können beispielsweise durch die Steuerung und/oder die optionale Regelung angesteuert
werden. Die Steuerung kann eingerichtet sein, um bei einer Absenkung des Sollniveaus
einen Teil des Reinigungsfluids aus dem Waschtank in den Ausgleichstank zu überführen
und/oder die Steuerung kann eingerichtet sein, um bei einer Anhebung des Sollniveaus
einen Teil des Reinigungsfluids aus dem Ausgleichstank in den Waschtank zu überführen.
Wie ebenfalls ausgeführt, kann die Möglichkeit des Ausgleichstanks optional auch kombiniert
werden mit anderen Arten der Niveauänderung, beispielsweise einem Ablauf in einen
Abfluss und/oder einem Zulauf von frischer Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Frischwasser.
Der Ausgleichstank kann insbesondere thermisch isoliert sein. Alternativ oder zusätzlich
kann in dem Ausgleichstank auch beispielsweise mindestens eine Heizvorrichtung vorgesehen
sein, um beispielsweise eine Temperierung von Reinigungsfluid in dem Ausgleichstank
zu ermöglichen. Der Ausgleichstank kann insbesondere mindestens einen Niveausensor
zur Erfassung des Niveaus in dem Ausgleichstank aufweisen, insbesondere zur Erfassung
eines Niveaus der Befüllung des Ausgleichstanks mit dem Reinigungsfluid.
[0042] Der Ausgleichstank kann beispielsweise ein Volumen aufweisen, welches maximal dem
Volumen des Waschtanks entspricht. Beispielsweise kann der Ausgleichstank ein Volumen
aufweisen, welches 10 % bis 90 % des Volumens des Waschtanks entspricht. Der Ausgleichstank
kann insbesondere von der Reinigungskammer getrennt ausgebildet sein, kann jedoch
mit dieser fluidisch verbunden sein, beispielsweise über die oben genannte mindestens
eine Ausgleichsleitung. Der Ausgleichstank kann mit dem Waschtank über mindestens
eine Pumpe verbunden sein, welche auch als Ausgleichspumpe bezeichnet werden kann,
wobei die Steuerung beispielsweise eingerichtet sein kann, um die Pumpe anzusteuern.
[0043] Die Geschirrspülmaschine kann weiterhin mindestens einen Niveausensor zur Erfassung
des Niveaus der Befüllung des Waschtanks mit dem Reinigungsfluid aufweisen. Hierbei
kann es sich beispielsweise um einen kontinuierlichen oder auch einen diskontinuierlichen
oder diskreten Niveau Sensor handeln. So kann beispielsweise ein Niveau stufenlos
oder stufenweise erfasst werden. Ist eine stufenweise Erfassung vorgesehen, so kann
die Erfassung beispielsweise in mindestens 2, insbesondere in mindestens 3, mindestens
4 oder sogar mindestens 5 Stufen erfolgen.
[0044] Die Steuerung kann insbesondere eingerichtet sein, um das Sollniveau stufenlos einzustellen.
Auch eine Einstellung in mehreren Stufen ist jedoch beispielsweise möglich. So können
beispielsweise für bestimmte Bereiche von zu erwartenden Neigungen, Beschleunigungen
oder Erschütterungen und Schwankungen jeweils bestimmte diskrete Sollniveaus vorgegeben
werden.
[0045] Wie oben ausgeführt, kann die Geschirrspülmaschine insbesondere als Geschirrspülmaschine
für den gewerblichen Einsatz ausgebildet sein. Dementsprechend kann die Geschirrspülmaschine
beispielsweise weiterhin, neben dem Waschtank und optional auch neben dem Ausgleichstank,
mindestens einen von dem Waschtank und optional auch getrennt von dem mindestens einen
Ausgleichstank getrennt ausgebildeten Klarspültank zur Aufbereitung mindestens einer
Klarspülflüssigkeit aufweisen. Der Klarspültank wird auch als Nachspültank bezeichnet,
und die Klarspülflüssigkeit wird auch als Nachspülflüssigkeit bezeichnet. Beispielsweise
kann der Klarspültank mindestens eine Heizvorrichtung aufweisen. Insbesondere kann
der Klarspültank als Boiler ausgebildet sein. Auch eine Ausgestaltung Beispielsweise
als Durchlauferhitzer oder in Verbindung mit einem Durchlauferhitzer ist möglich.
[0046] Die Geschirrspülmaschine kann insbesondere als Programmautomat ausgestaltet sein.
Die Steuerung kann dementsprechend programmtechnisch eingerichtet sein, um mindestens
ein Reinigungsprogramm auszuführen, wobei das Reinigungsprogramm mindestens einen
Waschschritt umfasst, in dem das Reinigungsgut mit dem Reinigungsfluid aus dem Waschtank
beaufschlagt wird, insbesondere im Umwälzbetrieb. Die Steuerung kann eingerichtet
sein, um während des Waschschritts das Sollniveau in dem Waschtank entsprechend der
räumlichen Information zu ändern.
[0047] Die Empfangsvorrichtung kann insbesondere eingerichtet sein, um mindestens eine Typeninformation
über die Art des Verkehrsmittels zu empfangen. Der Begriff "Typeninformation", wie
er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige
Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist
nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne
Beschränkung, sich insbesondere auf jeglicher Art von Information beziehen, welche
eine Auskunft über eine Art oder Ausgestaltung des Verkehrsmittels, in welchem die
Geschirrspülmaschine eingesetzt ist, umfasst. Die Steuerung kann insbesondere eingerichtet
sein, um die Typeninformation bei Bestimmung des Sollniveaus zu berücksichtigen. So
kann die Typeninformation beispielsweise mindestens eine Information darüber umfassen,
wie das Verkehrsmittel selbst auf bestimmte räumliche Situationen und/oder auf Änderungen
der räumlichen Situation reagiert. Dementsprechend kann die Typeninformation beispielsweise
bei Zügen eine Information darüber umfassen, ob der Zug mit Neigetechnik ausgerüstet
ist oder nicht. Derartige Informationen können beispielsweise in die Bestimmung des
Sollniveaus einfließen, da beispielsweise bei Zügen mit Neigetechnik das Sollniveau
auch in Kurven üblicherweise höher sein kann als bei Zügen ohne Neigetechnik. Weiterhin
kann die Typeninformation beispielsweise auch eine Information darüber umfassen, an
welcher Stelle im Zug das Bordbistro, der Speisewagen oder ansonsten der Ort der Geschirrspülmaschine
liegt. Derartige Informationen können beispielsweise zur Bestimmung einer genaueren
zeitlichen Abfolge bestimmter Änderungen der Lage der Geschirrspülmaschine führen,
da beispielsweise Zugabteile, welche weiter am Zugende angeordnet sind, bestimmte
Kurven später erreichen als Zugabteile, welche weiter vorne im Zug angeordnet sind.
Bei Zügen und auch bei anderen Verkehrsmitteln kann die Typeninformation beispielsweise
auch eine Information über ein Verhalten des Verkehrsmittels in bestimmten zu erwartenden
Situationen liefern, wie beispielsweise ein Verhalten eines Flugzeuges in zu erwartenden
Turbulenzen oder bei Starts, Landungen oder Kurven. So verhalten sich beispielsweise
größere Verkehrsflugzeuge typischerweise in Turbulenzen stabiler und ruhiger als kleinere
Verkehrsflugzeuge, so dass ein Sollniveau bei Ersteren höher gewählt werden kann als
bei Letzteren.
[0048] Die Empfangsvorrichtung kann weiterhin eingerichtet sein, um mindestens ein Steuersignal
von dem Verkehrsmittel zu empfangen. Der Begriff "Steuersignal", wie er hier verwendet
wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen
werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine
spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf ein elektrisches Signal beziehen, welches eingerichtet ist, um Steuerinformationen
an eine steuerbare Vorrichtung zu liefern. Beispielsweise kann es sich hierbei um
Steuerinformationen handeln, welche Aussage darüber liefern, wie bestimmte Betriebsparameter
der steuerbaren Vorrichtung einzustellen sind. Im vorliegenden Fall kann das Steuersignal
beispielsweise ein Signal eines Bordcomputers des Verkehrsmittels sein. Die Steuerung
der Geschirrspülmaschine kann insbesondere eingerichtet sein, um das Steuersignal
bei der Bestimmung des Sollniveaus zu berücksichtigen. So kann beispielsweise ein
Bordcomputer des Verkehrsmittels selbst Einfluss auf das Sollniveau nehmen.
[0049] Insbesondere kann das Steuersignal mindestens ein Steuersignal für das Verkehrsmittel
selbst umfassen. Dies kann insbesondere beinhalten, dass das Steuersignal in dem Verkehrsmittel
mindestens in einer Doppelfunktion genutzt wird, nämlich einerseits zur Steuerung
mindestens einer Funktion des Verkehrsmittels selbst und zum anderen zur Steuerung
der Geschirrspülmaschine und dort insbesondere zur Beeinflussung des Sollniveaus.
So kann das Steuersignal insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus:
einem Steuersignal für eine Beschleunigung des Verkehrsmittels; einem Steuersignal
für einen Bremsvorgang des Verkehrsmittels; einem Steuersignal für eine Lageänderung
des Verkehrsmittels. Somit kann beispielsweise ein Bremssignal, welches einen Bremsvorgang
des Verkehrsmittels einleitet, auch an die Steuerung der Geschirrspülmaschine übermittelt
werden, um dort beispielsweise dahingehend berücksichtigt zu werden, dass das Sollniveau
abgesenkt wird, um bei dem anstehenden Bremsvorgang ein Überlaufen des Waschtanks
zu verhindern. Alternativ oder zusätzlich können auch beispielsweise Beschleunigungssignale
zur Absenkung des Sollniveaus führen, Lenkungssignale, Signale zum Steigen oder Sinken,
Signale für anstehende Turbulenzen, Signale eines Piloten an die Crew oder Passagiere,
oder ähnliche Signale.
[0050] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betrieb
der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine in einer oder mehreren der vorgeschlagenen
Ausgestaltungen, beispielsweise gemäß einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen
und/oder gemäß einer oder mehrerer der nachfolgend noch näher beschriebenen Ausgestaltungen,
vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst die nachfolgend näher beschriebenen Schritte.
Die Schritte können insbesondere in der genannten Reihenfolge durchgeführt werden,
wobei jedoch grundsätzlich auch eine andere Reihenfolge, eine zeitlich überlappende
Durchführung der Verfahrensschritte oder auch eine wiederholte Durchführung eines
Verfahrensschritts oder mehrerer Verfahrensschritte möglich ist. Das Verfahren umfasst
die folgenden Schritte:
- i) Empfang der mindestens einen räumlichen Information über die Geschirrspülmaschine
mittels der Empfangsvorrichtung;
- ii) Bestimmung des Sollniveaus entsprechend der räumlichen Information mittels der
Steuerung; und
- iii) Regelung des Niveaus der Befüllung des Waschtanks mit dem Reinigungsfluid auf
das der räumlichen Information entsprechende Sollniveau.
[0051] Bezüglich möglicher Ausgestaltungen der einzelnen Verfahrensschritte kann auf die
obige Beschreibung der Geschirrspülmaschine verwiesen werden.
[0052] Das Verfahren kann insbesondere vollständig oder teilweise Computer-implementiert
sein. Somit wird beispielsweise im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch ein Computerprogramm
vorgeschlagen, das bei Ablauf auf einem Computer oder Computer-Netzwerk, insbesondere
bei Ablauf auf der Steuerung, das erfindungsgemäße Verfahren in einer seiner Ausgestaltungen
vollständig oder teilweise ausführt, beispielsweise den Verfahrensschritt ii) und
optional auch ein oder mehrere der Verfahrensschritte i) und iii), wobei Letztere
beispielsweise vollständig oder teilweise Software-implementiert durch das Computerprogramm
durchgeführt werden können. Das Computerprogramm kann insbesondere Programmcode-Mittel
umfassen, welche insbesondere auf mindestens einem computerlesbaren Datenträger gespeichert
sein können. Außerdem wird ein Datenträger vorgeschlagen, auf dem eine Datenstruktur
gespeichert ist, die nach einem Laden in einen Arbeits- und/oder Hauptspeicher eines
Computers oder Computer-Netzwerkes das erfindungsgemäße Verfahren in einer seiner
Ausgestaltungen vollständig oder teilweise ausführen kann, beispielsweise den Verfahrensschritt
ii) und optional auch ein oder mehrere der Verfahrensschritte i) und iii), wobei Letzterer
beispielsweise vollständig oder teilweise Software-implementiert sein kann. Auch wird
im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein Computerprogramm-Produkt mit auf einem maschinenlesbaren
Träger gespeicherten Programmcode-Mitteln vorgeschlagen, um das erfindungsgemäße Verfahren
in einer seiner Ausgestaltungen vollständig oder teilweise durchzuführen, wenn das
Programm auf einem Computer oder Computer-Netzwerk ausgeführt wird, beispielsweise
den Verfahrensschritt ii) und optional auch ein oder mehrere der Verfahrensschritte
i) und iii), wobei Letztere beispielsweise vollständig oder teilweise Software-implementiert
durchgeführt werden können. Dabei wird unter einem Computer-Programmprodukt das Programm
als handelbares Produkt verstanden. Es kann grundsätzlich in beliebiger Form vorliegen,
so zum Beispiel auf Papier oder einem computerlesbaren Datenträger und kann insbesondere
über ein Datenübertragungsnetz verteilt werden. Schließlich wird ein moduliertes Datensignal
vorgeschlagen, welches von einem Computersystem oder Computernetzwerk ausführbare
Instruktionen zum vollständigen oder teilweisen Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
enthält, beispielsweise des Verfahrensschritts ii) und optional auch ein oder mehrerer
der Verfahrensschritte i) und iii), wobei Letztere beispielsweise vollständig oder
teilweise Software-implementiert durchgeführt werden können.
[0053] Das Computerprogramm kann insbesondere speziell zum Einsatz in der Steuerung der
erfindungsgemäß vorgeschlagenen Geschirrspülmaschine, beispielsweise in einer oder
mehreren der vorgeschlagenen Ausgestaltungen, eingerichtet sein. Das Computerprogramm
kann insbesondere Befehle umfassen, die bewirken, dass die Steuerung das Sollniveau
entsprechend der räumlichen Information bestimmt. Somit kann das Computerprogramm
also insbesondere eingerichtet sein, um den Verfahrensschritt ii) und optional auch
einen oder mehrere der Verfahrensschritte i) und iii) computerimplementiert durchzuführen.
[0054] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Verwendung der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Geschirrspülmaschine, beispielsweise in einer oder mehreren der oben
beschriebenen Ausgestaltungen und/oder in einer oder mehreren der nachfolgend noch
näher beschriebenen Ausgestaltungen, vorgeschlagen, für einen Einsatz in einem Verkehrsmittel,
insbesondere einem Verkehrsmittel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Eisenbahnzug,
insbesondere einem Speisewagen eines Eisenbahnzugs; einem Reisebus; einem Schiff;
einem Flugzeug; einer mobilen Feldküche. Das Verkehrsmittel kann dabei beispielsweise
während des Betriebs der Geschirrspülmaschine in Bewegung sein, kann aber auch beispielsweise
still stehen, beispielsweise in einer Parksituation, in welcher das Verkehrsmittel
gerade oder schräg steht.
[0055] Die vorgeschlagene Geschirrspülmaschine, das vorgeschlagene Verfahren, das vorgeschlagene
Computerprogramm und die vorgeschlagene Verwendung weisen gegenüber bekannten Vorrichtungen
und Verfahren der genannten Art zahlreiche Vorteile auf. Insbesondere adressiert die
Erfindung die oben genannten technischen Herausforderungen. So kann ein ungewolltes
Überlaufen eines Waschtanks durch eine adaptive Regelung eines Niveaus des Waschtanks
einer Geschirrspülmaschine in einem Verkehrsmittel vermieden werden, beispielsweise
in Verkehrssituationen, in denen das Verkehrsmittel und somit auch die Geschirrspülmaschine
einer starken Neigung, Beschleunigung, Bremsverzögerung oder Schwankungen und Erschütterungen
ausgesetzt ist. Derartige Situationen, in welchen ohne Schutzmaßnahmen der Waschtank
an einer oder mehreren Seiten überlaufen würde, beispielsweise aufgrund von Neigung
des Flüssigkeitsniveaus relativ zu einer Ebene der Geschirrspülmaschine oder aufgrund
von Schwankungen des Flüssigkeitsniveaus relativ zu der Ebene der Geschirrspülmaschine,
können apparativ durch eine Anpassung eines Sollniveaus, beispielsweise durch eine
rechtzeitige Absenkung des Sollniveaus, entschärft werden.
[0056] Die Erfindung kann insbesondere eingesetzt werden in Geschirrspülmaschinen in Form
von Reinigungsautomaten, insbesondere gewerblichen Spülmaschine für Geschirr, Gläser,
Küchenutensilien oder ähnlichem Reinigungsgut. Wie oben ausgeführt, können jedoch
auch grundsätzlich andere Arten von Reinigungsgut in der Geschirrspülmaschine gereinigt
werden, beispielsweise Teile persönlicher Schutzausrüstung wie beispielsweise Atemschutzmasken.
Insbesondere kann die Geschirrspülmaschine eine Spülmaschine mit Zweikreis-System
sein, bei welchem neben dem Waschtank noch mindestens einen Nachspültank vorgesehen
ist. Weiterhin kann die Geschirrspülmaschine insbesondere eine Spülmaschine mit einem
stationären Spülverfahren sein, also eine Geschirrspülmaschine, bei welcher das Reinigungsgut
während des Spülvorgangs stationär in der Reinigungskammer verbleibt. Insbesondere
kann es sich um einen Programmautomaten handeln, bei welchem das Reinigungsgut während
des Reinigungsvorgangs stationär in der Reinigungskammer aufgenommen ist, bei welchem
ein Zweikreis-System vorgesehen ist und bei welchem die Steuerung eingerichtet ist,
um mindestens ein Reinigungsprogramm durchzuführen. Grundsätzlich könnte die Geschirrspülmaschine
jedoch auch als Transportspülmaschine ausgestaltet sein. Generell kann die vorliegende
Erfindung eingesetzt werden in Geschirrspülmaschinen im mobilen Einsatz, während einer
Bewegung des Verkehrsmittels. Beispiele sind der Einsatz in Speisewagen von Eisenbahnzügen,
in Reisebussen, auf Schiffen oder in Flugzeugen.
[0057] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine kommt zudem vorzugsweise ohne signifikante
bauliche Modifikationen gegenüber herkömmlichen Geschirrspülmaschinen aus, da im Wesentlichen
eine Anpassung der Steuerung erforderlich sein kann. Insbesondere kann auf bauliche
Erhöhungen eines Randes des Waschtanks verzichtet werden, so dass die vorgeschlagene
Geschirrspülmaschine kostengünstig hergestellt werden kann und dass gleichzeitig keine
baulichen Maßnahmen erforderlich sind, welche eine Bauhöhe der Geschirrspülmaschine
erhöhen würden oder einen nutzbaren Raum der Reinigungskammer verringern würden. Grundsätzlich
ist eine Anpassung serienmäßiger Geschirrspülmaschinen, welche nicht für den Einsatz
in Verkehrsmitteln vorgesehen sind, problemlos und kostengünstig möglich.
[0058] Zusammenfassend werden, ohne Beschränkung weiterer möglicher Ausgestaltungen, folgende
Ausführungsformen vorgeschlagen:
Ausführungsform 1: Geschirrspülmaschine zum Einsatz in einem Verkehrsmittel, umfassend:
- a) mindestens eine Reinigungskammer zur Aufnahme von Reinigungsgut;
- b) mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Reinigungsguts
in der Reinigungskammer mit mindestens einem Reinigungsfluid;
- c) mindestens einen Waschtank zur Aufnahme des mindestens einen Reinigungsfluids,
wobei die Geschirrspülmaschine eingerichtet ist, um ein Niveau einer Befüllung des
Waschtanks mit dem Reinigungsfluid auf ein variabel einstellbares Sollniveau zu regeln;
- d) mindestens eine Empfangsvorrichtung zum Empfang mindestens einer räumlichen Information
über die Geschirrspülmaschine; und
- e) mindestens eine Steuerung, wobei die Steuerung programmtechnisch eingerichtet ist,
um das Sollniveau entsprechend der räumlichen Information zu bestimmen.
Ausführungsform 2: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei
der Waschtank zur Reinigungskammer hin geöffnet ist, um einen Flüssigkeitsaustausch
zwischen dem Waschtank und der Reinigungskammer zu ermöglichen.
Ausführungsform 3: Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Waschtank in einem Boden der Reinigungskammer ausgebildet ist.
Ausführungsform 4: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei der Waschtank mindestens eine Heizvorrichtung aufweist.
Ausführungsform 5: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens ein Düsensystem aufweist.
Ausführungsform 6: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens eine Umwälzpumpe aufweist.
Ausführungsform 7: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die räumliche Information mindestens eine Information aufweist, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus: einer Ortsinformation über einen Ort der Geschirrspülmaschine;
einer Lageinformation über eine räumliche Ausrichtung der Geschirrspülmaschine; einer
Bewegungsinformation über eine Bewegung der Geschirrspülmaschine; einer Beschleunigungsinformation
über eine Beschleunigung der Geschirrspülmaschine; einer topographischen Information
über eine Topographie des Orts der Geschirrspülmaschine; einer Änderungsinformation
über eine zu erwartende Änderung mindestens einer Information ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus der Ortsinformation, der Lageinformation, der Bewegungsinformation,
der Beschleunigungsinformation und der topographischen Information.
Ausführungsform 8: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Steuerung programmtechnisch eingerichtet ist, um die räumliche Information
in das Sollniveau umzuwandeln mittels mindestens eines Umwandlungsverfahrens, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: einer Anwendung eines Zuordnungsalgorithmus, wobei der
räumlichen Information mittels des Zuordnungsalgorithmus das entsprechendes Sollniveau
zugeordnet wird; einem Nachschlagen in einer elektronischen Tabelle, in welcher jeweils
räumlichen Informationen entsprechende Werte von Sollniveau zugeordnet sind; einem
selbstlernenden Algorithmus.
Ausführungsform 9: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Empfangsvorrichtung mindestens eine elektronische Schnittstelle zum Empfang
der räumlichen Information aufweist, insbesondere mindestens eine drahtgebundene Schnittstelle,
insbesondere mindestens eine LAN-Schnittstelle, und/oder mindestens eine drahtlose
Schnittstelle, insbesondere mindestens eine WLAN-Schnittstelle.
Ausführungsform 10: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Empfangsvorrichtung mindestens einen Sensor zur Erfassung der räumlichen
Information umfasst.
Ausführungsform 11: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform,
wobei der Sensor mindestens einen Sensor aufweist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus: einem GPS-Sensor; einem Neigungssensor; einem Beschleunigungssensor; einem Drucksensor;
einem Triangulationssensor.
Ausführungsform 12: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Steuerung mindestens eine digitalisierte Karte mit einer Mehrzahl möglicher
Orte aufweist, an denen die Geschirrspülmaschine sich befinden kann.
Ausführungsform 13: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform,
wobei in der digitalisierten Karte jeweils zu den möglichen Orten jeweils mindestens
ein Sollniveau hinterlegt ist.
Ausführungsform 14: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform,
wobei das Sollniveau zusätzlich von mindestens einem weiteren Parameter abhängig ist,
insbesondere von einer Geschwindigkeit.
Ausführungsform 15: Geschirrspülmaschine nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die digitalisierte Karte in einer Datenbank der Steuerung abgelegt ist.
Ausführungsform 16: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Geschirrspülmaschine weiterhin mindestens einen Ausgleichstank aufweist,
wobei die Steuerung eingerichtet ist, um bei einer Absenkung des Sollniveaus einen
Teil des Reinigungsfluids aus dem Waschtank in den Ausgleichstank zu überführen und/oder
wobei die Steuerung weiterhin eingerichtet ist, um bei einer Anhebung des Sollniveaus
einen Teil des Reinigungsfluids aus dem Ausgleichstank in den Waschtank zu überführen.
Ausführungsform 17: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform,
wobei der Ausgleichstank thermisch isoliert ist.
Ausführungsform 18: Geschirrspülmaschine nach einer der beiden vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei der Ausgleichstank von der Reinigungskammer getrennt ausgebildet ist.
Ausführungsform 19: Geschirrspülmaschine nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei der Ausgleichstank mit dem Waschtank über mindestens eine Pumpe verbunden ist,
wobei die Steuerung eingerichtet ist, um die Pumpe anzusteuern.
Ausführungsform 20: Geschirrspülmaschine nach einer der vier vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei der Ausgleichstank weiterhin mindestens einen Niveausensor zur Erfassung des
Niveaus der Befüllung des Ausgleichstanks mit dem Reinigungsfluid aufweist.
Ausführungsform 21: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Geschirrspülmaschine weiterhin mindestens einen Niveausensor zur Erfassung
des Niveaus der Befüllung des Waschtanks mit dem Reinigungsfluid aufweist.
Ausführungsform 22: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das Sollniveau stufenlos einzustellen.
Ausführungsform 23: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Geschirrspülmaschine weiterhin mindestens einen von dem Waschtank getrennt
ausgebildeten Klarspültank zur Aufbereitung mindestens einer Klarspülflüssigkeit aufweist.
Ausführungsform 24: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei der Klarspültank mindestens eine Heizvorrichtung aufweist, insbesondere wobei
der Klarspültank als Boiler ausgebildet ist.
Ausführungsform 25: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Geschirrspülmaschine als Programmautomat ausgestaltet ist, wobei die Steuerung
programmtechnisch eingerichtet ist, um mindestens ein Reinigungsprogramm auszuführen,
wobei das Reinigungsprogramm mindestens einen Waschschritt umfasst, in dem das Reinigungsgut
mit dem Reinigungsfluid aus dem Waschtank beaufschlagt wird, insbesondere im Umwälzbetrieb,
wobei die Steuerung eingerichtet ist, um während des Waschschritts das Sollniveau
in dem Waschtank entsprechend der räumlichen Information zu ändern.
Ausführungsform 26: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Empfangsvorrichtung weiterhin eingerichtet ist, um mindestens eine Typeninformation
über die Art des Verkehrsmittels zu empfangen, wobei die Steuerung eingerichtet ist,
um die Typeninformation bei Bestimmung des Sollniveaus zu berücksichtigen.
Ausführungsform 27: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Empfangsvorrichtung weiterhin eingerichtet ist, um mindestens ein Steuersignal
von dem Verkehrsmittel zu empfangen, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das
Steuersignal bei der Bestimmung des Sollniveaus zu berücksichtigen.
Ausführungsform 28: Geschirrspülmaschine nach der vorhergehenden Ausführungsform,
wobei das Steuersignal mindestens ein Steuersignal für das Verkehrsmittel selbst umfasst,
wobei das Steuersignal ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: einem Steuersignal
für eine Beschleunigung des Verkehrsmittels; einem Steuersignal für einen Bremsvorgang
des Verkehrsmittels; einem Steuersignal für eine Lageänderung des Verkehrsmittels.
Ausführungsform 29: Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das Sollniveau unter Verwendung mindestens
eines selbstlernenden Algorithmus zu bestimmen.
Ausführungsform 30: Verkehrsmittel, umfassend mindestens eine Geschirrspülmaschine
nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen.
Ausführungsform 31: Verfahren zum Betrieb der Geschirrspülmaschine nach einem der
vorhergehenden, eine Geschirrspülmaschine betreffenden Ausführungsformen in einem
Verkehrsmittel, umfassend die folgenden Schritte:
- i) Empfang der mindestens einen räumlichen Information über die Geschirrspülmaschine
mittels der Empfangsvorrichtung;
- ii) Bestimmung des Sollniveaus entsprechend der räumlichen Information mittels der
Steuerung; und
- iii) Regelung des Niveaus der Befüllung des Waschtanks mit dem Reinigungsfluid auf
das der räumlichen Information entsprechende Sollniveau.
Ausführungsform 32: Computerprogramm zum Einsatz in einer Steuerung einer Geschirrspülmaschine
nach einer der vorhergehenden, eine Geschirrspülmaschine betreffenden Ausführungsformen,
wobei das Computerprogramm Befehle umfasst, die bewirken, dass die Steuerung das Sollniveau
entsprechend der räumlichen Information bestimmt.
Ausführungsform 33: Verwendung einer Geschirrspülmaschine nach einer der vorhergehenden,
eine Geschirrspülmaschine betreffenden Ausführungsformen in einem Verkehrsmittel,
insbesondere einem Verkehrsmittel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Eisenbahnzug,
insbesondere einem Speisewagen eines Eisenbahnzugs; einem Reisebus; einem Schiff;
einem Flugzeug; einer mobilen Feldküche.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0059] Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen, insbesondere in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei
können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander
verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt.
Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern
in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich
ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente.
[0060] Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Geschirrspülmaschine in einer Schnittdarstellung von
der Seite; und
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel eines Verkehrsmittels in Form eines Zugs.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0061] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine
110 in einer Schnittdarstellung von der Seite gezeigt. Die Geschirrspülmaschine 110
dient zur Reinigung von Reinigungsgut 112, beispielsweise in Form von Geschirr. Die
Geschirrspülmaschine 110 ist zum Einsatz in einem Verkehrsmittel 114 vorgesehen, welches
exemplarisch in einer schematischen Darstellung in Figur 2 als Zug 116 oder, spezieller,
als Speisewagen 118 oder Bord Bistro eines Zugs 116, dargestellt ist. Beide Figuren
werden im Folgenden gemeinsam erläutert.
[0062] Die Geschirrspülmaschine 110 umfasst in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
von mindestens einem Gehäuse 120 umschlossene Reinigungskammer 122. In diese Reinigungskammer
122 kann das Reinigungsgut 112 beispielsweise mittels einer oder mehrerer Halterungen
124, beispielsweise einem oder mehreren Geschirrkörben, aufgenommen werden, insbesondere
stationär. In der Reinigungskammer 122 ist das Reinigungsgut 112 mit mindestens einem
Reinigungsfluid 126 aus mindestens einem Waschtank 128 beaufschlagbar. Zum Zwecke
dieser Beaufschlagung umfasst die Geschirrspülmaschine 110 beispielsweise eine Beaufschlagungsvorrichtung
130. Diese Beaufschlagungsvorrichtung 130 kann beispielsweise eine Waschleitung 132
umfassen, welche mit dem Waschtank 128 verbunden ist und in welcher beispielsweise
eine Umwälzpumpe 134 vorgesehen ist. Weiterhin umfasst die Beaufschlagungsvorrichtung
130 exemplarisch oberhalb und unterhalb des Reinigungsguts 112 Düsenarme 136, welche
auch als Waschdüsenarme bezeichnet werden können. Über diese Düsenarme 136, welche
beispielsweise drehbar gelagert sein können, kann das Reinigungsgut 112 beispielsweise
im Umwälzbetrieb mit dem Reinigungsfluid 126 aus dem Waschtank 128 beaufschlagt werden.
Nach erfolgter Beaufschlagung und/oder am Ende einer Betriebsperiode kann das Reinigungsfluid
126 beispielsweise über mindestens eine Ablaufleitung 138 und optional mindestens
eine Ablaufpumpe 140 in einen Ablauf 142 abgeleitet werden. Zur Temperierung des Reinigungsfluids
126 kann beispielsweise in dem Waschtank 128 mindestens eine Heizvorrichtung 144 vorgesehen
sein, auch als Waschtankheizung bezeichnet.
[0063] Die Geschirrspülmaschine 110 kann eine oder mehrere Beaufschlagungsvorrichtungen
umfassen. So kann die Geschirrspülmaschine 110, neben der beschriebenen Beaufschlagungsvorrichtung
130, welche auch als Waschsystem bezeichnet werden kann, mindestens ein Klarspülsystem
146 aufweisen, welches auch als Nachspülsystem bezeichnet werden kann. Das Klarspülsystem
146 kann beispielsweise mindestens einen Klarspültank 148 aufweisen, welcher ebenfalls
beispielsweise mindestens eine Heizvorrichtung 150 aufweisen kann und welcher beispielsweise
als Boiler ausgestaltet sein kann. Weiterhin kann das Klarspülsystem 146 mindestens
eine Klarspülleitung 152 aufweisen, durch welche Reinigungsfluid in Form von Klarspülfluid
mittels mindestens einer Klarspülpumpe 154 zu Klarspüldüsenarmen 156 geleitet werden
kann. Diese können beispielsweise getrennt von den Düsenarmen 136 des Waschsystems
ausgebildet sein und können beispielsweise wiederum oberhalb und unterhalb des Reinigungsguts
112 angeordnet sein. Der Klarspültank 148 kann beispielsweise über mindestens eine
Frischwasserleitung 158, optional mit mindestens einem Ventil 160, mit Frischwasser
und/oder einer anderen Art von Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden.
[0064] Die Geschirrspülmaschine 110 kann beispielsweise als Programmautomat 162 ausgestaltet
sein. So kann beispielsweise die Reinigungskammer 122 über mindestens eine Tür 164,
beispielsweise eine Frontklappe, mit dem Reinigungsgut 112 beladen werden. Anschließend
kann ein beispielsweise aus einer Liste auswählbares Reinigungsprogramm gestartet
werden, welches beispielsweise durch eine Steuerung 166 der Geschirrspülmaschine in
seinem Ablauf gesteuert wird. So kann allgemein, ob bei einer Ausgestaltung als Programmautomat
162 oder auch in anderer Ausgestaltung, die Steuerung 166 eingerichtet sein, um Betriebsparameter
der Geschirrspülmaschine 110 einzustellen, um auf Funktionselemente wie beispielsweise
die Pumpen 134, 140 oder 154 einzuwirken, oder um Ventile wie beispielsweise das Ventil
160 anzusteuern. Bei einem Programmablauf kann beispielsweise ein Reinigungsprogramm
mit vorzugsweise mindestens zwei Programmschritten durchgeführt werden, beispielsweise
zunächst ein Waschschritt, in welchen das Reinigungsgut 112 mit Reinigungsfluid 126
in Form von Waschfluid beaufschlagt wird, und anschließend beispielsweise mindestens
ein Klarspülschritt, in welchem das Reinigungsgut 112 mit Klarspülfluid aus dem Klarspültank
148 beaufschlagt wird. Während der Waschschritt beispielsweise im Umwälzbetrieb erfolgen
kann, kann der Klarspülschritt beispielsweise in Form einer einmaligen Beaufschlagung
durchgeführt werden. Anschließend kann beispielsweise noch mindestens ein Trocknungsschritt
durchgeführt werden.
[0065] Wie in Figur 1 erkennbar, ist der Waschtank 128 beispielsweise am Boden der Reinigungskammer
122 angeordnet. So kann der Waschtank 128 beispielsweise den gesamten Bodenbereich
der Reinigungskammer 122 einnehmen, oder beispielsweise lediglich einen Teilbereich
dieses Bodens, beispielsweise eine trichterförmig zulaufende Vertiefung im Boden der
Reinigungskammer 122. Allgemein ist jedoch in den meisten Fällen der Waschtank 128
zur Reinigungskammer 122 hin geöffnet, so dass Reinigungsfluid 126 von dem Reinigungsgut
112 direkt oder indirekt in den Waschtank 128 abfließen kann. Bei einem Einsatz in
dem Verkehrsmittel 114, beispielsweise gemäß Figur 2, tritt jedoch hierbei häufig
die Schwierigkeit auf, dass die Geschirrspülmaschine 110 in verschiedenen Verkehrssituationen
stark gegenüber der Horizontalen geneigt wird und/oder das das Reinigungsfluid 126
in dem Waschtank 128 starken Beschleunigungen ausgesetzt ist und sich somit allgemein
ein Flüssigkeitspegel 168 des Reinigungsfluids 126 gegenüber einer Ebene der Geschirrspülmaschine
110, beispielsweise einer in Figur 1 exemplarisch mit der Bezugsziffer 170 bezeichneten
Grundebene, neigen kann. Beispielsweise kann dies eine Ebene sein, auf welcher die
Geschirrspülmaschine 110 aufgestellt ist und zu der der Flüssigkeitspegel 168 in einem
nicht-geneigten Ruhezustand der Geschirrspülmaschine 110 und/oder des Verkehrsmittels
114 parallel ausgerichtet ist. Durch diese Änderung der Neigung des Flüssigkeitspegels
168 des Reinigungsfluids 126 gegenüber der Grundebene 170 kann jedoch der Flüssigkeitspegel
168 an bestimmten Stellen über eine Tankbegrenzung hinaus ansteigen, beispielsweise
in besonders starker Kurvenlage, bei besonders starken Beschleunigungen, Bremsmanövern,
Steigvorgängen oder Sinkvorgängen, oder auch bei Schwankungen der Geschirrspülmaschine
110, wie beispielsweise bei hohem Seegang.
[0066] Um diese Problematik allgemein zu vermeiden, ist die Geschirrspülmaschine 110 eingerichtet,
um ein Niveau der Befüllung des Waschtanks 128 mit dem Reinigungsfluid 126 variabel
auszugestalten. Insbesondere kann zu diesem Zweck die Geschirrspülmaschine 110 beispielsweise
mindestens einen Niveausensor 172 aufweisen, welcher ein Ist-Niveau des Reinigungsfluids
126 in dem Waschtank 128 erfasst und beispielsweise über eine nicht dargestellte Sensorleitung
oder auch drahtlos mindestens eine Sensor Information über das Niveau an die Steuerung
166 liefert. So kann beispielsweise das Niveau der Befüllung abgesenkt werden, indem
Reinigungsfluid 126 über die Ablaufpumpe 140 in den Ablauf 142 abgeleitet wird. Alternativ
oder zusätzlich kann jedoch auch mindestens ein Ausgleichstank 174 vorgesehen sein,
welcher beispielsweise mit dem Waschtank 128 über mindestens eine Ausgleichsleitung
176 und optional über mindestens eine Ausgleichspumpe 178 und/oder über mindestens
ein Ventil verbunden sein kann. Zum Zweck des Absenkens des Niveaus in dem Waschtank
128 können beispielsweise mittels der Steuerung 166 und/oder mittels eines mit der
Steuerung 166 ganz oder teilweise identischen oder von dieser getrennt ausgebildeten
Regler 180 die Ausgleichspumpe 178 und/oder die Ablaufpumpe 140 derart angesteuert
werden, dass Reinigungsfluid 126 aus dem Waschtank 128 in den Ausgleichtank 174 und/oder
in den Ablauf 142 transferiert wird. Umgekehrt kann zum Zweck einer Anhebung des Niveaus
in dem Waschtank 128 beispielsweise mittels der Steuerung 166 und/oder des Reglers
180 die Ausgleichspumpe 178 derart angesteuert werden, dass Reinigungsfluid aus dem
Ausgleichstank 174 in den Waschtank 128 transferiert wird. Alternativ oder zusätzlich
kann jedoch auch beispielsweise ein Ventil 182 einer Zulaufleitung 184 angesteuert
werden, beispielsweise eines Heißwasserzulaufs, so dass alternativ oder zusätzlich
der Waschtank 128 auch mit anderem Reinigungsfluid als Reinigungsfluid aus dem Ausgleichstank
174 gespeist und somit das Niveau angehoben werden kann. Die Veränderung des Niveaus
des Reinigungsfluids 126 in dem Waschtank 128 kann gesteuert oder auch, insbesondere
mittels des Reglers 180, geregelt erfolgen.
[0067] Die Geschirrspülmaschine 110 ist insbesondere eingerichtet, um das Niveau der Befüllung
des Waschtanks 128 mit dem Reinigungsfluid 126 auf ein variabel einstellbares Sollniveau
zu regeln. Wie oben ausgeführt, kann diese Regelung insbesondere mittels des Reglers
180 erfolgen, welche ganz oder teilweise in Software oder auch ganz oder teilweise
als Hardware ausgestaltet sein kann. Der Regler 180 kann ganz oder teilweise getrennt
von der Steuerung 166 ausgebildet sein oder kann auch ganz oder teilweise in die Steuerung
166 integriert sein.
[0068] Die Geschirrspülmaschine 110 umfasst weiterhin mindestens eine Empfangsvorrichtung
186 zum Empfang mindestens einer räumlichen Information über die Geschirrspülmaschine
110 und optional des Verkehrsmittels 114. Diese Empfangsvorrichtung 186 kann einteilig
oder, wie in Figur 1 dargestellt, auch mehrteilig ausgebildet sein. Weiterhin kann
die Empfangsvorrichtung 186 ganz oder teilweise getrennt von der Steuerung 166 ausgebildet
sein oder kann auch ganz oder teilweise in die Steuerung 166 integriert sein. Die
räumliche Information kann beispielsweise mindestens eine Information darüber umfassen,
wie die Geschirrspülmaschine 110 aktuell oder in einem zukünftigen Zeitintervall geneigt
ist, beschleunigt wird, Schwankungen unterworfen ist oder wo die Geschirrspülmaschine
110 sich aktuell befindet und/oder wo sich die Geschirrspülmaschine 110 in einem zukünftigen
Zeitintervall befinden wird. Die Empfangsvorrichtung 186 kann beispielsweise mindestens
eine Schnittstelle 188 zum Empfang der räumlichen Information aufweisen, beispielsweise
eine LAN- oder WLAN-Schnittstelle. Alternativ oder zusätzlich kann die Empfangsvorrichtung
186 auch beispielsweise mindestens einen Sensor 190 zur Erfassung der mindestens einen
räumlichen Information umfassen. So kann der Sensor 190 beispielsweise mindestens
einen Neigungssensor 192 und/oder mindestens einen Beschleunigungssensor 194 aufweisen,
beispielsweise um mindestens eine aktuelle räumliche Orientierung der Geschirrspülmaschine
110 und/oder mindestens eine aktuelle Beschleunigung der Geschirrspülmaschine 110
zu erfassen. Diese können die räumliche Information bilden oder können auch in die
räumliche Information als Bestandteil einfließen. Alternativ oder zusätzlich kann
die Empfangsvorrichtung 186, insbesondere der Sensor 190, auch beispielsweise mindestens
einen GPS-Sensor 196, auch als GPS-Empfänger bezeichnet, aufweisen, beispielsweise
um eine Information über einen Ort der Geschirrspülmaschine 110 und/oder des Verkehrsmittels
114, eine topographische Information oder auch eine Information über eine Geschwindigkeit
der Geschirrspülmaschine 110 und/oder des Verkehrsmittels 114 zu erhalten oder zu
generieren. Auch diese Information kann, alternativ oder zusätzlich, die räumliche
Information bilden oder auch als Bestandteil in die räumliche Information einfließen.
[0069] Die Steuerung 166 kann beispielsweise mindestens eine Datenverarbeitungsvorrichtung
umfassen, beispielsweise mindestens einen Prozessor und/oder mindestens einen integrierten
Schaltkreis, beispielsweise mindestens einen anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis
(ASIC). Die Steuerung 166 ist programmtechnisch eingerichtet, um das Sollniveau in
dem Waschtank 128 entsprechend der räumlichen Information zu wählen. So kann in der
Steuerung 166 beispielsweise ein Algorithmus hinterlegt sein, welcher das Sollniveau
unter Berücksichtigung der räumlichen Information berechnet oder auswählt. Beispielsweise
können hierfür eine oder mehrere Listen verwendet werden. Beispielsweise können bestimmten
Neigungen der Geschirrspülmaschine 110 bestimmte Niveaus zugeordnet werden. So kann
beispielsweise bei einer horizontalen Ausrichtung der Geschirrspülmaschine 110, beispielsweise
mit einer Toleranz von ±5° oder einem anderen Toleranzbereich, ein maximales Sollniveau
eingestellt werden. Wird hingegen festgestellt, dass die Geschirrspülmaschine 110
um einen Winkel von 5-10° von einer horizontalen Orientierung abweicht, so kann beispielsweise
ein zweithöchstes Sollniveau eingestellt werden. Wird festgestellt, dass die Geschirrspülmaschine
110 in einem Winkel von 10-15° orientiert ist zur Horizontalen, so kann ein dritthöchstes
Sollniveau eingestellt werden. Dieses Schema kann beliebig variiert werden. Analoge
Schemata können beispielsweise auch für Beschleunigungswerte eingestellt werden.
[0070] Auch der Ort des Verkehrsmittels 114 und/oder der Geschirrspülmaschine 110 und/oder
eine Geschwindigkeit derselben können über die räumliche Information in die Wahl des
Sollniveaus einfließen. Dies wird exemplarisch am Beispiel der Figur 2 erläutert.
So kann beispielsweise die räumliche Information eine Information über einen Ort des
Verkehrsmittels 114 und/oder der Geschirrspülmaschine 110 und/oder eine Geschwindigkeit
desselben auf verschiedene Weisen beinhalten. Beispielsweise kann der GPS-Sensor 196
mit einem oder mehreren Satelliten 198 kommunizieren und hierdurch Koordinaten und/oder
die Geschwindigkeit des Verkehrsmittels 114 und/oder der Geschirrspülmaschine 110
erhalten. Alternativ oder zusätzlich kann jedoch auch beispielsweise eine Kommunikation
mit mindestens einem Streckennetzsensor einer Eisenbahnstrecke 200 erfolgen, oder
es kann, beispielsweise über die Schnittstelle 188, mindestens eine Ortsinformation
von einer zentralen Steuerung des Verkehrsmittels 114 erhalten werden.
[0071] Diese Ortsinformation kann auf verschiedene Weise genutzt werden, um das Sollniveau
zu beeinflussen. So kann beispielsweise in der Steuerung 166, welche beispielsweise
auch mindestens einen Datenspeicher 206 umfassen kann, mindestens eine digitale Karte
hinterlegt sein, beispielsweise mindestens eine Streckennetzkarte. Hierbei kann es
sich beispielsweise um eine topographische Karte handeln. In dieser digitalen Karte
können beispielsweise für bestimmte Bereiche bestimmter Sollwerte bereits hinterlegt
sein. Beispielsweise ist in Figur 1 erkennbar, dass am Ort x
1 ein Anstieg 202 unmittelbar bevorsteht, was anhand der digitalen Karte erkannt werden
kann, so dass hier das Sollniveau bereits abgesenkt werden kann, damit dann, wenn
am Ort x
2 der Anstieg 202 tatsächlich erreicht wird, dass Sollniveau bereits im korrekten Bereich
liegt. Am Ort x
3 kann beispielsweise erkannt werden, dass eine Talfahrt 204 unmittelbar bevorsteht,
so dass wiederum eine Absenkung des Sollniveaus erfolgen kann. An einem Ort x
4 kann beispielsweise erkannt werden, dass eine Kurve 208 unmittelbar bevorsteht, so
dass auch hier eine Absenkung des Sollniveaus erfolgen kann, so dass am Ort x
5 der Kurve 208 selbst bereits ein abgesenktes Niveau vorliegt. Am Ort x
6 kann beispielsweise erkannt werden, dass eine Einfahrt in einen Bahnhof 210 bevorsteht,
und somit ein Bremsvorgang, so dass auch hier das Sollniveau abgesenkt werden kann.
Zwischen diesen besonderen Ereignissen kann jeweils zwischenzeitlich beispielsweise
das Sollniveau wieder auf einen Normalwert angehoben werden.
[0072] Optional kann die Steuerung 166 auch eingerichtet sein, um mindestens einen Steuerbefehl
von dem Verkehrsmittel 114 zu empfangen. So kann beispielsweise mindestens ein Steuerbefehl
für eine Richtungsänderung, einen Anstieg, einen Abstieg oder auch eine Beschleunigung
oder einen Bremsvorgang an die Steuerung 166 übermittelt werden, so dass auch diese
Information in die Bestimmung des Sollniveaus einfließen kann.
[0073] Allgemein kann die Steuerung 166 auch beispielsweise mindestens einen selbst lernenden
Algorithmus aufweisen, welcher beispielsweise entsprechend eingelernt werden kann.
Dieser kann beispielsweise selbstständig, beispielsweise anhand des Niveausensors
172 und/oder anhand weiterer Sensoren welche beispielsweise ein ungewolltes Überlaufen
des Waschtanks 128 erkennen, selbstständig oder zumindest teilweise selbstständig
einen Plan für Sollniveaus entsprechend der erhaltenen räumlichen Information erstellen.
Dieser Plan kann diskrete oder auch kontinuierliche Werte für Sollniveaus beinhalten.
Allgemein kann die Regelung des Niveaus der Befüllung des Waschtanks 128 kontinuierlich
oder auch in Stufen erfolgen.
[0074] Insgesamt lässt sich somit, unter Berücksichtigung der mindestens einen räumlichen
Information, ein Überlaufen des Waschtanks 128 aufgrund von verkehrsbedingten Neigungen
und/oder Schwankungen der Geschirrspülmaschine 110 wirksam vermeiden oder zumindest
vermindern. Diese Verminderung kann insbesondere vollständig ohne jeglichen menschlichen
Eingriff und automatisch erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 110
- Geschirrspülmaschine
- 112
- Reinigungsgut
- 114
- Verkehrsmittel
- 116
- Zug
- 118
- Speisewagen
- 120
- Gehäuse
- 122
- Reinigungskammer
- 124
- Halterung
- 126
- Reinigungsfluid
- 128
- Waschtank
- 130
- Beaufschlagungsvorrichtung
- 132
- Waschleitung
- 134
- Umwälzpumpe
- 136
- Düsenarme
- 138
- Ablaufleitung
- 140
- Ablaufpumpe
- 142
- Ablauf
- 144
- Heizvorrichtung
- 146
- Klarspülsystem
- 148
- Klarspültank
- 150
- Heizvorrichtung
- 152
- Klarspülleitung
- 154
- Klarspülpumpe
- 156
- Klarspüldüsenarme
- 158
- Frischwasserleitung
- 160
- Ventil
- 162
- Programmautomat
- 164
- Tür
- 166
- Steuerung
- 168
- Flüssigkeitspegel
- 170
- Grundebene
- 172
- Niveau Sensor
- 174
- Ausgleichstank
- 176
- Ausgleichsleitung
- 178
- Ausgleichspumpe
- 180
- Regler
- 182
- Ventil
- 184
- Zulaufleitung
- 186
- Empfangsvorrichtung
- 188
- Schnittstelle
- 190
- Sensor
- 192
- Neigungssensor
- 194
- Beschleunigungssensor
- 196
- GPS-Sensor
- 198
- Satellit
- 200
- Eisenbahnstrecke
- 202
- Anstieg
- 204
- Talfahrt
- 206
- Datenspeicher
- 208
- Kurve
- 210
- Bahnhof