[0001] Die Erfindung betrifft Biegemaschine zur Herstellung gebogener Bewehrungseinrichtungen,
umfassend eine, vorzugsweise eine Führungsdüse zur automatischen und/oder gesteuerten
Zuführung umfassende, Zuführvorrichtung für metallische Bewehrungsstäbe und eine Biegevorrichtung
zum Biegen von mittels der Zuführvorrichtung bereitgestellten metallischen Bewehrungsstäben.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Biegeanlage zur Verarbeitung wenigstens einer
Bewehrungseinrichtung mit zumindest einer solchen Biegemaschine. Weiters betrifft
die Erfindung ein Verfahren Herstellung einer gebogenen Bewehrungseinrichtung durch
eine solche Biegemaschine sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Bewehrungskonstruktion
durch eine solche Biegeanlage.
[0002] Biegemaschinen zur Fertigung von Bewehrungseinrichtungen sowie Biegeanlagen zur Produktion
von Bewehrungskonstruktionen sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Nachteilig am Stand der Technik ist einerseits, dass die Herstellung von Bewehrungseinrichtungen
aufgrund der zugrundeliegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten hinsichtlich der fertigbaren
Dimensionierungen - in Bezug auf Gewicht und/oder Länge - limitiert ist, um die Bewehrungseinrichtungen
in hoher Qualität beziehungsweise innerhalb von akzeptablen Bauteiltoleranzen bereitzustellen.
Bei gegebenem Stahldurchmesser des Bewehrungsstabes wird bei großen Bewehrungseinrichtungen
ein Gewicht der Bewehrungseinrichtung im Zuge des Biegeprozesses groß und in Ergänzung
ergeben sich hohe Biegemomente um den Bereich des Biegekopfes im Biegeprozess, wodurch
elastische und/oder plastische Verformungen in der Bewehrungseinrichtung entstehen
und in Winkel zwischen Bewehrungsstababschnitten abseits intendierter Winkel resultieren.
Zudem sind die Bewehrungseinrichtungen dadurch hinsichtlich der Geometrie, Form und
Lage instabil, was sowohl die Entnahme als auch die Weiterverarbeitung durch präzise
respektive exakte Zuführung an eine nachgelagerte Bearbeitungsstation erschwert. Beispielsweise
kann eine Bewehrungseinrichtung in Quadrat-Form mit großer Kantenlänge nicht mehr
mit einem Winkel von im Wesentlichen 90° zwischen den Kanten bereitgestellt werden,
wodurch ein geplanter Abgreifpunkt für ein Transportmittel zur Entnahme der Bewehrungseinrichtung
nicht mit dem tatsächlich möglichen Abgreifpunkt übereinstimmt. Eine Automatisierung
wird dadurch erschwert oder verunmöglicht, wobei ein Maß der Deformation sowie eine
Instabilität mit der Größe der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung steigt. Darüber
hinaus sind Prozessschritte im nachgelagerten Bearbeitungsprozess nicht mit hinreichender
Qualität gewährleistbar, da beispielsweise intendierte Schweißpunkte aufgrund der
Deformation im Ist-Zustand der Form nicht vorliegen oder versetzt sind.
[0004] Nachteilig ist somit andererseits, dass eine hohe Anzahl an Bedienpersonal erforderlich/unabdingbar
ist, um Bewehrungskonstruktionen hoher Güte sicherstellen zu können. Ein Fachpersonal
bedient die Biegevorrichtung. Drei zusätzliche Personen manövrieren die Bewehrungseinrichtung
von der Biegevorrichtung zu einem Zwischenspeicher, richten die Bewehrungseinrichtung
in die gewünschte Geometrie sowie manövrieren die gerichtete Bewehrungseinrichtung
zu der nachgelagerten Bearbeitungsstation. Ein weiteres Fachpersonal bedient die nachgelagerte
Bearbeitungsstation. Im Resultat werden Ressourcen in Bezug auf einen Personalaufwand,
die Zeit für die Produktion sowie die Maschinenzeit vergeudet, um die Herstellung
des Halbzeuges und die Weiterverarbeitung zum Endprodukt miteinander kombinieren zu
können. Aufgrund des Gewichts der schweren Bewehrungseinrichtungen ist darüber hinaus
eine manuelle Manipulation erschwert und riskant.
[0005] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin,
eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Biegemaschine sowie Biegeanlage und
Verfahren anzugeben, bei welchen die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise
behoben sind, und welche sich insbesondere durch eine hohe Formtreue und Stabilität
sowie exakten Geometrien schwerer und großer zu fertigenden Bewehrungseinrichtungen
auszeichnen, um Bewehrungskonstruktionen automatisiert in einem kontinuierlichen Produktionsprozess
einbetten zu können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Es ist demnach erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
für einen Biegeprozess vorgesehen ist, wobei mittels der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung
zur Stabilitätserhöhung der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung zumindest zwei Bewehrungsstababschnitte
im Zuge des Biegeprozesses miteinander in einer relativen Lage zueinander über zumindest
einen Anbindungsstelle fixierbar sind.
[0008] Dadurch wird es erst ermöglicht beziehungsweise gewährleistet, dass eine Bewehrungsanlage
vollautomatisiert ausgeführt werden kann. Eine Unterbrechung des Biegeprozesses oder
eine Zwischenspeicherung zur Korrektur der auftretenden Deformation zur Weiterverarbeitung
in einem Modul einer Biegeanlage zur Herstellung einer Bewehrungskonstruktion ist
nicht erforderlich. Zudem ist keine manuelle Manipulation an den Bewehrungseinrichtungen
erforderlich. Somit kann die Bereitstellung der Bewehrungseinrichtungen in hoher Qualität
mit unmittelbarem automatisierten Transport in Richtung des Moduls sowie eine unmittelbare
Weiterverarbeitung gewährleistet werden. Durch die Hemmung des Entstehens von Deformationen
(beziehungsweise Ungenauigkeiten) und Erhöhung der Stabilität - bevorzugt in Verbindung
mit einer Korrektur der Geometrie oder einer Hemmung des Entstehens von Deformationen
mittels wenigstens einer Ausgleichsvorrichtung vor oder während der Fixierung durch
die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung - können die beiden Prozessschritte in besonders
günstiger Art und Weise miteinander kombiniert werden, insbesondere da bereits an
der Biegemaschine den auftretenden Verformungen entgegengewirkt wird und eine Festigkeit
gesteigert wird. Gegebenenfalls wird die Durchführung von Biegungen im Biegeprozess
für die Vermeidung und/oder Kompensierung der Deformation oder Ungenauigkeit und/oder
die Fixierung unterbrochen, wobei der Biegeprozess als solcher an der Biegemaschine
beibehalten wird - die Bewehrungseinrichtung verbleibt mit anderen Worten an der Biegemaschine,
vorzugsweise am Biegekopf.
[0009] Die wenigstens eine Anbindungseinrichtung ist bevorzugt durch eine entsprechend konfigurierte
Steuer- oder Regeleinrichtung dazu eingerichtet, die Fixierung durch Anbindung durchzuführen.
[0010] Die gebogenen oder zu biegenden Bewehrungsstäbe können in Form von Bügeln, Bewehrungskörben
oder anderweitigen Stützstrukturen für die Bauindustrie - insbesondere zum Umgießen
mit Beton oder betonartigem Material und/oder in Form von Bewehrungsmatten - vorliegen.
Beispielsweise können große Bewehrungseinrichtungen mit zumindest einem geradlinigen
Bewehrungsstababschnitt oder einer Kantenlänge einer Einhüllenden von über 1 m, vorzugsweise
1m mal 1m, im Produktsortiment abgedeckt werden.
[0011] Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Bewehrungseinrichtung um Einzelbügel,
welche für eine Bewehrungskonstruktion zum Zusammensetzen der Bewehrungskonstruktion
in einem eigenen Produktionsprozessschritt der Herstellung der Bewehrungskonstruktion
vorgesehen sind und im Zuge des Biegeprozesses der Einzelbügel mit sich selbst - bevorzugt
mittels zumindest einem Bewehrungsstabilisierungsstab (welcher im Allgemeinen als
Bindeglied zum sicheren Anbinden abseits einer etwaigen Festigkeitssteigerung vorgesehen
ist) - über die wenigstens eine Anbindungseinrichtung über unmittelbar angrenzende
Bewehrungsstababschnitte an einer Anbindungsstelle - beispielsweise über eine Schweißstelle
oder einen Bindedraht - verbunden werden.
[0012] Bevorzugt wird, besonders bevorzugt mittels Widerstandsschweißen, ein Zusatzdraht
als Bewehrungsstabilisierungsstab an die Bewehrungseinrichtung angeschweißt, sodass
überlappende Bereiche besonders vorteilhaft verschweißt werden können.
[0013] Ein konstruierter definierter Winkel zwischen zwei Bewehrungsstababschnitten, welcher
sich gegebenenfalls trotz entsprechender Berücksichtigung im Biegewinkel im Zuge des
Biegeprozesses zu einer Ungenauigkeit im Winkel verändern würde oder nicht innerhalb
vordefinierter Toleranzwerte bereitgestellt werden kann, kann innerhalb der geforderten
Toleranzwerte bereitgestellt werden oder nachgelagert im Zuge des Biegeprozesses der
Bewehrungseinrichtung wieder innerhalb der geforderten Toleranzwerte rückgeführt werden.
[0014] Wird für die Fixierung eine von der Bewehrungseinrichtung gesonderte metallische
Versteifungsstruktur (beispielsweise ein Bewehrungsstabilisierungsstab) genutzt, so
kann diese im Kontext der Erfindung von der Bewehrungseinrichtung umfasst erachtet
werden.
[0015] Hinzu kommt die positive Eigenschaft, dass Abweichungen von einem Idealzustand einer
Geometrie innerhalb oder außerhalb eines Toleranzbereiches in Richtung einer optimalen
Geometrie ausgeglichen werden können.
[0016] Die Bewehrungseinrichtung kann im Allgemeinen durch die Biegemaschine Just-in-Time
gefertigt werden. Beispielsweise kann die Bewehrungseinrichtung in Form eines Bügels
oder eines Teils eines Bewehrungskorbes für einen Dachträger, eine Hallensäule, einen
Stützträger et cetera vorliegen. Die Integration der Anbindungsstellen kann während
beziehungsweise im Zuge des Biegeprozesses erfolgen, sodass die Fertigung der Bewehrungseinrichtung
kontinuierlich erfolgen kann. Unter kontinuierlich kann im Kontext der Erfindung in
temporärer Hinsicht eine nicht erforderlicher Maschinenstopp oder eine zeitliche Unterbrechung
des Biegevorgangs unterhalb von 20 Sekunden, bevorzugt unterhalb von 10 Sekunden,
erachtet werden. In chronologischer Hinsicht kann kontinuierlich derart ausgelegt
werden, dass der Biegeprozess nicht oder im Wesentlichen für den Verfahrensschritt
der Anbindung (oder der Kompensation einer Deformation oder Ungenauigkeit) unterbrochen
wird. Eine Entfernung des Bewehrungsstabes zur Fixierung ist hingegen nicht erforderlich,
wobei eine Zuführung der nicht vollständig gebogenen Bewehrungseinrichtung - beispielsweise
durch einen Robotergreifarm - an eine Anbindungsvorrichtung zur Anbindung und erneute
Zuführung der stabilisierten Bewehrungseinrichtung zur vervollständigten Biegung der
Bewehrungseinrichtung vorgesehen sein kann.
[0017] Bevorzugt ist eine Biegeanlage vorgesehen, welche wenigstens eine Haspel für Bewehrungsstabmaterial,
eine Richtmaschine für Bewehrungsstäbe
[0018] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für eine Biegeanlage zur Verarbeitung
wenigstens einer Bewehrungseinrichtung, wobei die Biegeanlage zumindest eine solche
Biegemaschine, wenigstens eine Transporteinrichtung zum Transport von durch die zumindest
eine Biegemaschine bereitgestellten Bewehrungseinrichtungen und wenigstens eine weitere
Anbindungsvorrichtung, vorzugsweise Schweißeinheit, umfasst, mit welcher eine Vielzahl
der Bewehrungseinrichtungen zu einer Bewehrungskonstruktion verbindbar sind, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung
im Wesentlichen auf einer Linie zu der Zuführvorrichtung und der Biegevorrichtung
oder abseits der durch die Zuführvorrichtung und Biegevorrichtung aufgespannten Linie
angeordnet ist.
[0019] Durch die gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Biegemaschine wird gewährleistet,
eine direkte Anbindung an ein Modul zur Herstellung der Bewehrungskonstruktion ohne
zusätzlicher Zwischenschritte des Richtens oder manuellen Bewegungen der Bewehrungseinrichtung
zu ermöglichen.
[0020] Wird die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung im Produktionsprozess stromabwärts
im Wesentlichen unmittelbar nachgelagert an den Biegeprozess verortet, wird ein Transportweg
für die Bewehrungseinrichtungen minimiert. Wird die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung
abseits dieser Anordnung positioniert, wird die Integration zusätzlicher Transporteinrichtungen
oder zusätzlicher weiterer Anbindungsvorrichtungen erleichtert.
[0021] Grundsätzlich ist die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung unabhängig von einer
etwaig vorhandenen Ausgleichsvorrichtung - insbesondere im Anwendungsfall einer Biegung
in horizontaler Ebene. Die erfindungsgemäßen Vorteile treten hingegen, insbesondere
bei Biegungen in einer vertikalen Ebene, in besonderem Maße bei einer Kombination
aus zumindest einer Anbindungsvorrichtung und zumindest einer Ausgleichsvorrichtung
zu Tage. Es sind jedoch durchaus Anwendungsfälle möglich, bei welchem eine Fixierung
der Bewehrungseinrichtung nicht erforderlich ist oder eine Fixierung ohne Kompensation
bereits hinreichend für einen sachgemäßen oder automatisierten Abtransport von der
Biegemaschine und/oder eine sachgemäße oder automatisierte Weiterverarbeitung an einem
Modul zur Fertigung von Bewehrungskonstruktionen ist. Dementsprechend ist grundsätzlich
auch möglich, an Stellte der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung wenigstens eine
Ausgleichsvorrichtung heranzuziehen.
[0022] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Herstellung
einer gebogenen Bewehrungseinrichtung durch eine solche Biegemaschine, wobei die folgenden
Verfahrensschritte ausgeführt werden:
- ein metallischer Bewehrungsstab wird mittels der Zuführvorrichtung der Biegevorrichtung,
vorzugsweise kontinuierlich, zugeführt,
- die Biegevorrichtung biegt den metallischen Bewehrungsstab,
- vorzugsweise wird durch wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung eine im Zuge der Biegung
auftretende oder aufgetretene Deformation oder Ungenauigkeit des metallischen Bewehrungsstabs,
bevorzugt im Zuge der Biegung der Bewehrungseinrichtung, ausgeglichen oder verhindert,
und
- durch die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung werden zwei Bewehrungsstababschnitte,
vorzugsweise im Zuge der Biegung der Bewehrungseinrichtung und/oder während eines
Kontakts des metallischen Bewehrungsstabs mit der wenigstens einen gegebenenfalls
vorhandenen Ausgleichsvorrichtung, in einer relativen Lage zueinander über zumindest
eine Anbindungsstelle fixiert, vorzugsweise angebunden und/oder verschweißt.
[0023] Der Prozessschritt der Kompensation oder Prävention einer Deformation oder Ungenauigkeit
ist optional. Durch die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung kann eine Formtreue
und/oder eine Fixierung mittels der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung jedoch
unterstützt werden.
[0024] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für Verfahren zur Herstellung einer
Bewehrungskonstruktion durch eine solche Biegeanlage, wobei die folgenden Verfahrensschritte
ausgeführt werden:
- eine Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen wird, vorzugsweise iterativ einzeln oder
an einem Zwischenspeicher gesammelt, bereitgestellt,
- die Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen wird mittels wenigstens einer Transporteinrichtung
von der Biegemaschine oder einem gegebenenfalls vorhandenen Zwischenspeicher zu der
wenigstens einen weiteren Anbindungsvorrichtung, vorzugsweise an zumindest zwei Bewehrungsstabilisierungsstäben
einfädelnd, bewegt und
- die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung verbindet die Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen,
vorzugsweise über zumindest zwei Bewehrungsstabilisierungsstäbe, zu der Bewehrungskonstruktion.
[0025] Die Verfahrensschritte beider Verfahren werden bevorzugt chronologisch durchgeführt,
wobei dies nicht zwingend erforderlich ist. Beispielsweise kann bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiels eines Prozess der Verfahrensschritt der Fixierung vor, während
und/oder nach dem Verfahrensschritt des Ausgleichens erfolgen - wobei die Verfahrensschritte
nacheinander oder, vorzugsweise teilweise, parallel erfolgen können. Insbesondere
ist auch unerheblich, ob die wenigstens eine gegebenenfalls vorhandene Ausgleichsvorrichtung
eine Deformation präventiv unterbindet oder nachgelagert ausgleicht oder überhaupt
ein Ausgleich vor oder während der Anbindung durch die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
erfolgt. Besonders bevorzugt erfolgt eine Fixierung über die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
zwischen zwei Biegungen. Besonders bevorzugt ist im Verfahren zur Herstellung der
Bewehrungskonstruktion das Verfahren zur Herstellung der Bewehrungseinrichtung integriert.
[0026] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0027] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Anbindungsstelle in Form eines
im Bereich eines im Zuge eines durch die Biegevorrichtung entstandenen und/oder durch
eine Schneideinrichtung bereitgestellten Knotenpunktes oder wenigstens eines, vorzugsweise
zwei, freien Endes oder eines Überlappungsbereichs der Bewehrungsstababschnitte vorliegt.
[0028] Im Allgemeinen kann für die Fixierung ein Bewehrungsstabilisierungsstab genutzt werden,
um entfernt liegende Bewehrungsstababschnitte miteinander zu fixieren. Ohne Bewehrungsstabilisierungsstab
ist im Allgemeinen für die Fixierung hinreichend, wenn zwei Bewehrungsstababschnitte
im Bereich zueinander treten, um diese zum Beispiel mittels eines Drahts oder Kabelbinder
als Bindemittel miteinander zu verbinden. Treten die Bewehrungsstababschnitte miteinander
in Kontakt, wird die Anbindung erleichtert und insbesondere eine stoffschlüssige Verbindung
mittels einem Schweißgerät begünstigt.
[0029] Liegen die Bewehrungsstababschnitte zumindest im Bereich zueinander vor, können unterschiedliche
Anbindungsstellen genutzt werden: Beispielsweise sind zwei freie Enden Stoß an Stoß
stirnseitig zueinander angeordnet oder zwei Bewehrungsstababschnitte überlappen sich
parallel oder quer zueinander, wobei letzteres als Knotenpunkt aufgefasst werden kann,
bei welchem sich die Bewehrungsstäbe orthogonal oder in einem Winkel abseits 90 Grad
kreuzen.
[0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung und/oder
die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung im Bereich der Biegevorrichtung angeordnet
ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
und/oder die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung mit einem Maschinenrahmen der Biegemaschine,
bevorzugt schwenkbar, verbunden ist und/oder mittels einer einem Führungssystems relativ
zu der Biegevorrichtung in vertikaler und/oder horizontaler Richtung bewegbar ausgebildet
ist.
[0031] Bevorzugt ist die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung und/oder die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung am Maschinenrahmen als Ad-On zum etwaigen Nachrüsten bestehender
Biegemaschinen fixierbar oder fixiert, wobei denkbar ist, eine Trennung beispielsweise
durch Nutzung wenigstens eines Roboterarms (ebenfalls als Ad-On ausführbar) vorzusehen.
Bevorzugt ist die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung und/oder Anbindungsvorrichtung
von der Biegemaschine - insbesondere von einem Bereich des Biegekopfes - wegschwenkbar
oder entfernbar, um eine manuelle Bedienung der Biegemaschine und/oder eine herkömmliche
Handhabung weiterhin als Option zu ermöglichen.
[0032] In Ergänzung oder alternativ einer vertikalen Führung - automatisiert gesteuert oder
manuell bedienbar - kann eine horizontal orientierte Führung vorgesehen sein, welche
eine automatisiert steuerbare Bewegung der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung
relativ zu der Biegevorrichtung ermöglicht, wodurch eine lateral-transversale Dimensionierung
der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung reduzierbar ist, da der Bewegung des gebogenen
Bewehrungsstabes zur Abstützung gefolgt werden kann. Im Allgemeinen die Führung manuell
bedienbar sein, wobei eine gesteuerte Bewegung bevorzugt ist.
[0033] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung in vertikaler
Richtung im Wesentlichen auf einer Höhe der Biegevorrichtung, vorzugsweise von durch
die Zuführvorrichtung zugeführten metallischen Bewehrungsstäben, und/oder an einer
ausgehend von der Biegevorrichtung relativ zu der Zuführvorrichtung abgewandten Position
an der Biegemaschine angeordnet ist.
[0034] Dadurch kann auf eine Bewegung der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung verzichtet
werden oder zumindest eine erforderliche Bewegungsstrecke der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung
reduziert werden, da der Bewehrungsstab üblicherweise aus der Zuführungsvorrichtung
durch die Biegevorrichtung tritt und im Biegeprozess im Bereich der Biegevorrichtung
zur Fixierung lokalisiert ist oder verbleibt. Im Allgemeinen kann jedoch alternativ
oder in Ergänzung vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
- zum Beispiel über einen Roboterarm - einer Bewegung der Anbindungsstelle folgt oder
in den Bereich einer entstehenden Anbindungsstelle bewegt wird.
[0035] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung in Form
zumindest einer Schweißeinrichtung zum Verschweißen zweier Bewehrungsstababschnitte
miteinander vorliegt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung ein Greifmittel, bevorzugt Greifzange, umfasst.
[0036] Ein Schweißprozess zur stoffschlüssigen Verbindung der Bewehrungsstababschnitte miteinander
ist im Allgemeinen beliebig, wobei beispielsweise Widerstandsschweißen oder Schutzgasschweißen
vorgesehen sein kann. Scheißparameter, insbesondere Strom, Intensität, Distanz zur
Schweißstelle, Winkel zur Schweißstelle und/oder Schweißdauer, können in Abhängigkeit
einer relativen Orientierung der Bewehrungsstababschnitte zueinander und/oder eines
Durchmessers des Bewehrungsstabes, vorzugsweise automatisiert, adjustiert werden.
[0037] Vorteilhaft ist im Kontext der Erfindung grundsätzlich, dass eine Greifzange als
Transportmittel oder Haltemittel nutzbar ist, da die Position des Bewehrungsstabes
gegenüber dem Stand der Technik in besonders definierter Lage und/oder besonders prognostizierbar
vorliegt. Ein optisches Erfassungsmittel zur Erkennung der Position kann in Ergänzung
genutzt werden, ist im Allgemeinen jedoch nicht erforderlich. Zudem ist ein Transport
mittels einer Greifzange begünstigt, da ein Risiko einer Deformation im Zuge des Transports
gehemmt ist.
[0038] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung in Form
zumindest einer Bindeeinrichtung zum Verbinden von Bewehrungsstababschnitten mit metallischen
oder kunststoffartigen Bindemitteln vorliegt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass
die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung ein Greifmittel, bevorzugt Greifzange, umfasst.
[0039] Das Bindemittel kann beispielsweise in Form von Bindedraht oder eines Kabelbinders
vorliegen, wobei alternativ oder in Ergänzung anderweitige Bindemittel - zum Beispiel
in Form einer Clipverbindung - vorgesehen sein können. Als Material kann Metall oder
Kunststoff für das Bindemittel vorgesehen sein, wobei auch anderweitige Materialien
genutzt werden können - beispielsweise ist ein Seil, ein Holzbügel oder dergleichen
zur Lagestabilisierung denkbar.
[0040] Bevorzugt ist vorgesehen, dass wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung für den Biegeprozess
vorgesehen ist, wobei mittels der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung eine im Zuge
des Biegeprozesses auftretende, vorzugsweise schwerkraftbedingte, Deformation oder
Ungenauigkeit der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung im Zuge des Biegeprozesses
durch Abstützung zumindest eines Bewehrungsstababschnittes kompensierbar ist, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung derart
ausgebildet oder angeordnet ist, dass eine im Zuge einer Biegung eines metallischen
Bewehrungsstabes bereitgestellte Gewichtskraft des gebogenen Bewehrungsstabes für
eine weitere Biegung in vertikaler Richtung entgegen der Schwenkraft kompensierbar
ist und/oder die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung eine im Wesentlichen vertikal
orientierte Führung umfasst, mit welcher eine vertikale Beabstandung der wenigstens
einen Ausgleichsvorrichtung zu der Biegevorrichtung adjustierbar, bevorzugt automatisiert
steuerbar, ist.
[0041] Im Allgemeinen kann ein Transportmittel die hergestellte Bewehrungseinrichtung ohne
Kontakt zwischen der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung und Bewehrungseinrichtung
unmittelbar von der Biegemaschine abgreifen, wobei vorgesehen sein kann, dass die
wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung für den Abtransport eine definierte Lage der
Bewehrungseinrichtung herstellt.
[0042] Bevorzugt liegen die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung und die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung als zwei voneinander gesonderte Baueinheiten vor, wobei denkbar
ist, eine Bewegungskopplung - beispielsweise mittels eines Roboterarms - vorzusehen.
[0043] Bestehende Biegemaschinen aus dem Stand der Technik sind häufig derart ausgestaltet,
dass Bediener seitlich manuellen Zugriff auf die Bewehrungseinrichtungen haben. Um
diesen ergonomischen Zugriff für den Fall einer manuellen Bedienung - beispielsweise
für Bewehrungseinrichtungen mit geringem Gewicht oder kleiner Dimensionierung oder
für eine gewünschte manuelle Handhabung - beibehalten zu können, kann die wenigstens
eine Ausgleichsvorrichtung Verformungen in vertikaler Richtung kompensieren beziehungsweise
präventiv unterbinden, welche sich bei einer vertikal orientierten Biegeebene in besonders
hohem Maße ergeben.
[0044] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung eine, vorzugsweise
in vertikaler Richtung nach oben freie, Abstützeinrichtung für metallische Bewehrungsstäbe
umfasst und/oder in Form zumindest eines Greifmittels, vorzugsweise Greifzange, ausgebildet
ist.
[0045] Die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung kann beispielsweise als, bevorzugt in vertikaler
und/oder horizontaler Richtung automatisiert bewegbare(s), Widerlager oder Greifzange
zum Halten des (gebogenen) Bewehrungsstabes ausgestaltet sein.
[0046] Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine von der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung
gesonderte Haltevorrichtung zur Fixierung und/oder zum Ausrichten von metallischen
Bewehrungsstäben und/oder eine Transporteinrichtung, vorzugsweise in Form eines Roboterarms
und/oder umfassend eine Greifeinrichtung, bevorzugt Greifzange, zur Entnahme einer
Bewehrungseinrichtung von der Biegemaschine vorgesehen ist.
[0047] Zum Beispiel kann eine Greifeinrichtung zum Halten im Zuge des Biegeprozesses und
eine Greifeinrichtung zum Entnehmen der Bewehrungseinrichtungen vorgesehen sein. Primär
ergibt sich der Vorteil, dass mittels einer allgemeinen Ausgleichsvorrichtung eine
Greifeinrichtung in Form einer an einem Robotergreifarm angeordnete Greifzange zum
automatisierte Abtransport nutzbar ist und/oder eine direkte Weiterverwendung der
Bewehrungseinrichtung für Bewehrungskonstruktionen möglich ist, wobei herkömmlicherweise
insbesondere ein Einfädeln von Bewehrungseinrichtungen an Bewehrungsstabilisierungsstäben
aufgrund von Winkelungenauigkeiten zwischen Bewehrungsstababschnitten und/oder einer
Instabilität erschwert oder verunmöglicht ist.
[0048] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Biegevorrichtung einen vorzugsweise rotativ bewegbaren
oder schwenkbaren, Biegekopf und/oder einen Widerlagerdorn und/oder eine Biegematrize
umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass eine relative Distanz zwischen Widerlagerdorn
und Biegekopf an der Biegematrize, bevorzugt automatisiert, adjustierbar ist.
[0049] Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine Steuer- oder Regeleinrichtung vorgesehen ist,
welche dazu konfiguriert ist, die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung zur Verbindung
von Bewehrungsstababschnitten im Bereich wenigstens einer Anbindungsstelle von Bewehrungsstababschnitten
anzusteuern und/oder die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung in einen Bereich wenigstens
einer Anbindungsstelle von Bewehrungsstababschnitten zu manövrieren und/oder zumindest
einen Bewehrungsstabilisierungsstab an wenigstens einer Anbindungsstelle, vorzugsweise
an einem Überlappungsbereich von Bewehrungsstababschnitten, anzuschweißen und/oder
wenigstens eine gegebenenfalls vorhandene Ausgleichsvorrichtung in Abhängigkeit einer
Geometrie eines gebogenen oder zu biegenden metallischen Bewehrungsstabes in vertikaler
und/oder horizontaler Richtung zu bewegen.
[0050] Erfindungsgemäß ist möglich, die Wertschöpfungskette zwischen an Haspeln angeordneten
Bewehrungsstäben und der Bereitstellung vervollständigter Bewehrungskonstruktionen
vollautomatisiert zu implementieren - insbesondere in Bezug auf die Kompensation von
Deformationen, die Fixierung zur Stabilitätserhöhung und den Transport zwischen der
Biegemaschine und einem Modul zur Herstellung der Bewehrungskonstruktion.
[0051] Bevorzugt ist vorgesehen, dass
- eine Vorschubeinrichtung für eine Vielzahl an miteinander verbundenen Bewehrungseinrichtungen
vorgesehen ist und/oder
- die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung zumindest zwei, vorzugsweise drei,
Schweißköpfe zur Verschweißung einer Bewehrungseinrichtung mit wenigstens zwei, vorzugsweise
drei,
[0052] Bewehrungsstabilisierungsstäben, ein Richtwerk und/oder eine Schnitteinheit umfasst
und/oder
- die wenigstens eine Transporteinrichtung eine Steuer- oder Regeleinrichtung umfasst,
welche dazu konfiguriert ist, die Bewehrungseinrichtungen von der zumindest einen
Biegemaschine einzeln zu entnehmen und relativ zu zumindest zwei, vorzugsweise drei,
Bewehrungsstabilisierungsstäben zu positionieren, vorzugsweise einzufädeln, und/oder
- zwei gesonderte Transporteinrichtungen vorgesehen sind, welche eine Steuer- oder Regeleinrichtung
umfassen, wobei die erste Transporteinrichtung dazu eingerichtet ist, Bewehrungseinrichtungen
von der Biegemaschine an einem Zwischenspeicher abzulegen und die zweite Transporteinrichtung
dazu eingerichtet ist, die am Zwischenspeicher abgelegten Bewehrungseinrichtungen
der wenigstens einen weiteren Anbindungseinrichtung zuzuführen, und/oder
- die wenigstens eine Transporteinrichtung eine Greifeinrichtung, vorzugsweise Greifzange,
umfasst.
[0053] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im
Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- eine Biegeanlage gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mit einer Biegemaschine
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in perspektivischer Darstellung sowie in einer
Ansicht von oben,
- Fig. 2
- Bewehrungskonstruktionen variierender Geometrie umfassend Bewehrungseinrichtungen,
- Fig. 3a, 3b
- ein Modul einer Biegeanlage gemäß der Ausführungsform nach Fig. 1a zur Herstellung
von Bewehrungskonstruktionen vergrößert dargestellt in zwei perspektivischen Ansichten,
- Fig. 4
- eine Biegemaschine einer Biegeanlage gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a vergrößert
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt,
- Fig. 5a-5f
- mittels einer Biegevorrichtung bereitstellte variierende Anbindungsstellen an einer
Bewehrungseinrichtung für eine Anbindungsvorrichtung,
- Fig. 6a, 6b
- zwei Biegeanlagen gemäß weiterer bevorzugter Ausführungsbeispiele mit gegenüber Fig.
1a geänderter Positionierung der Biegemaschine relativ zu einem Modul zur Herstellung
von Bewehrungskonstruktionen,
- Fig. 7a, 7b
- vergrößerte Detailausschnitte einer Biegevorrichtung und einer Bindeeinrichtung als
Anbindungsvorrichtung für eine Biegemaschine gemäß der Ausführungsform nach Fig. 4,
- Fig. 8a, 8b
- vergrößerte Detailausschnitte einer Schweißeinrichtung als Anbindungsvorrichtung und
einer Biegevorrichtung für eine Biegemaschine gemäß der Ausführungsform nach Fig.
4,
- Fig. 9, 11
- vergrößerte Detailausschnitte einer Bindeeinrichtung als Anbindungsvorrichtung für
eine Biegemaschine gemäß der Ausführungsform nach Fig. 4 und
- Fig. 10, 12
- eine Biegemaschine gemäß der Ausführungsform nach Fig. 4 in einer horizontalen Orientierung
der Biegevorrichtung.
[0054] Fig. 1a zeigt eine Biegeanlage 29 zur Verarbeitung von Bewehrungseinrichtungen 2,
wobei die Biegeanlage 29 eine Biegemaschine 1, eine Transporteinrichtung 23 zum Transport
von durch die Biegemaschine 1 bereitgestellten Bewehrungseinrichtungen 2 und eine
weitere Anbindungsvorrichtung 30 in Form einer Schweißeinheit 31 umfasst, mit welcher
eine Vielzahl der Bewehrungseinrichtungen 2 zu einer Bewehrungskonstruktion 32 verbindbar
sind (vgl. Fig. 3a und Fig. 3b).
[0055] Die Biegemaschine 1 zur Herstellung der gebogenen Bewehrungseinrichtungen 2 umfasst
eine Zuführvorrichtung 3 für metallische Bewehrungsstäbe 4, wobei die Zuführvorrichtung
3 eine Führungsdüse zur automatischen und gesteuerten Zuführung der Bewehrungsstäbe
4 umfasst, und eine Biegevorrichtung 5 zum Biegen von mittels der Zuführvorrichtung
3 bereitgestellten metallischen Bewehrungsstäben 4.
[0056] Die Biegemaschine 1 umfasst eine Anbindungsvorrichtung 6 und eine Ausgleichsvorrichtung
7 für den Biegeprozess der Bewehrungseinrichtungen 2.
[0057] Die weitere Anbindungsvorrichtung 30 liegt im Wesentlichen auf einer Linie zu der
Zuführvorrichtung 3 und der Biegevorrichtung 5, wobei die Biegevorrichtung 5 und die
weitere Anbindungsvorrichtung 30 im Bereich zueinander angeordnet sind (im Kontrast
zu Fig. 6a und Fig. 6b).
[0058] Fig. 1b unterscheidet sich von Fig. 1a lediglich dahingehend, dass die Biegeanlage
29 in einer Draufsicht dargestellt ist.
[0059] In Fig. 2 sind variierende Geometrien von Bewehrungseinrichtungen 2 an unterschiedlichen
Bewehrungskonstruktionen 32 visualisiert.
[0060] Die linke Bewehrungskonstruktion 32 stellt eine Bewehrungskonstruktion 32 dar, für
welche grundsätzlich keine Anbindungsvorrichtung 6 und keine Ausgleichsvorrichtung
7 im Zusammenhang mit den integrierten Bewehrungseinrichtungen 2 erforderlich ist,
da die Dimensionierung und damit einhergehend das Gewicht der Bewehrungseinrichtungen
2 keine signifikante Deformation und Ungenauigkeit in den Winkeln von Bewehrungsstababschnitten
8 zueinander bedingt.
[0061] Die drei rechten Bewehrungskonstruktionen 32 hingegen wurden mittels einer erfindungsgemäßen
Biegemaschine 1 beziehungsweise durch eine erfindungsgemäßen Biegeanlage 29 gefertigt,
sodass trotz des hohen Gewichts bei großer Dimensionierung der Bewehrungseinrichtungen
2 eine präzise Geometrie zum Transport und Anbindung an die Bewehrungskonstruktion
32 gewährleistet wurde.
[0062] Fig. 3a zeigt ein Modul der Biegeanlage 29 zur Herstellung der Bewehrungskonstruktionen
32 vergrößert dargestellt, eine Transporteinrichtung 23 in Form eines Roboterarms
24 mit einer als Greifzange 18 ausgebildeten Greifeinrichtung 25 zur Entnahme einer
Bewehrungseinrichtung 2 von der Biegemaschine 1 und zur Bestückung des Moduls - gegebenenfalls
unter Nutzung eines Zwischenspeichers 38 (vgl. Fig. 6a und Fig. 6b) vorgesehen ist.
[0063] Das Modul umfasst eine Vorschubeinrichtung 33 für eine Vielzahl an miteinander verbundenen
Bewehrungseinrichtungen 2, um die Bewehrungskonstruktion 32 sukzessive durch Anbindung
weiterer Bewehrungseinrichtungen 2 zu produzieren.
[0064] Die weitere Anbindungsvorrichtung 30 umfasst drei Schweißköpfe 34 zur Verschweißung
einer Bewehrungseinrichtung 2 mit drei Bewehrungsstabilisierungsstäben 35, wobei die
Anzahl im Allgemeinen beliebig ist und zum Beispiel zwei Schweißköpfe 35 für zwei
Bewehrungseinrichtungen 2 vorgesehen sein können.
[0065] Je Schweißkopf 34 ist ein Richtwerk 36 und eine Schnitteinheit vorgesehen, wobei
Stangenmaterial automatisiert in Richtung des Schweißkopfes 34 zugeführt wird.
[0066] Fig. 3b unterscheidet sich von Fig. 3b lediglich dahingehend, dass das Modul der
Biegeanlage 29 von einem variierenden Blickwinkel aus betrachtet wird.
[0067] Fig. 4 zeigt die Biegemaschine 1 vergrößert im Bereich der Anbindungsvorrichtung
6 und der Ausgleichsvorrichtung 7 dargestellt, wobei ersichtlich ist, dass mittels
der Ausgleichsvorrichtung 7 eine im Zuge des Biegeprozesses auftretende schwerkraftbedingte
Deformation oder Ungenauigkeit der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung 4 im Zuge
des Biegeprozesses durch Abstützung zumindest eines Bewehrungsstababschnittes 8 kompensierbar.
Mittels der Anbindungsvorrichtung 6 sind zur Stabilitätserhöhung der zu fertigenden
Bewehrungseinrichtung 2 zwei Bewehrungsstababschnitte 8 im Zuge des Biegeprozesses
miteinander in einer relativen Lage zueinander über zumindest einen Anbindungsstelle
9 fixierbar.
[0068] Ein exemplarisches Verfahren zur Herstellung einer gebogenen Bewehrungseinrichtung
2 durch die Biegemaschine 1 kann wie folgt expliziert werden: Ein metallischer Bewehrungsstab
4 wird mittels der Zuführvorrichtung 3 der Biegevorrichtung 5 kontinuierlich zugeführt
und durch die die Biegevorrichtung 5 gebogen, wobei durch die Ausgleichsvorrichtung
7 eine im Zuge der Biegung auftretende Deformation oder Ungenauigkeit des metallischen
Bewehrungsstabs 4 im Zuge der Biegung der Bewehrungseinrichtung 2 ausgeglichen wird
und durch die Anbindungsvorrichtung 6 zwei Bewehrungsstababschnitte 8 im Zuge der
Biegung der Bewehrungseinrichtung 2 und während eines Kontakts des metallischen Bewehrungsstabs
4 mit der Ausgleichsvorrichtung 7 in einer relativen Lage zueinander über eine Anbindungsstelle
9 fixiert werden.
[0069] Die liegt Ausgleichsvorrichtung 7 in Form einer in vertikaler Richtung nach oben
freien Abstützeinrichtung 22 für die Bewehrungsstäbe 4 vor, wobei die Ausgleichsvorrichtung
7 alternativ oder in Ergänzung in Form einer Greifzange 18 ausgebildet sein kann.
[0070] Die Ausgleichsvorrichtung 7 ist derart ausgebildet und angeordnet, dass eine im Zuge
der Biegung des Bewehrungsstabes 4 erzeugte Gewichtskraft des gebogenen Bewehrungsstabes
4 für eine weitere Biegung in vertikaler Richtung entgegen der Schwenkraft ausgeglichen
wird.
[0071] Die Ausgleichsvorrichtung 7 umfasst eine im Wesentlichen vertikal orientierte Führung
21 in paralleler Ausrichtung zu einem geringfügig geneigten Maschinenrahmen 14, mit
welcher eine vertikale Beabstandung der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung 7 zu
der Biegevorrichtung 5 durch eine automatisierte Steuerung adjustierbar ist.
[0072] Es kann vorgesehen sein, dass an der Ausgleichsvorrichtung 7 eine Haltevorrichtung
zur Fixierung oder zum Ausrichten der Bewehrungsstäben 4 angeordnet ist.
[0073] Die Anbindungsvorrichtung 6 und die Ausgleichsvorrichtung 7 sind im Bereich der Biegevorrichtung
5 angeordnet, wobei die Anbindungsvorrichtung 6 und die Ausgleichsvorrichtung 7 mit
dem Maschinenrahmen 14 der Biegemaschine 1 mittels eines Führungssystems 15 verbunden
ist. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Führungssystem 15 räumlich beabstandet
zu der Biegevorrichtung 5 und stationär angeordnet oder bewegbar ausgeführt ist.
[0074] Mittels des Führungssystems 15 ist die Ausgleichsvorrichtung 7 und die Anbindungsvorrichtung
6 relativ zu der Biegevorrichtung 5 in vertikaler und horizontaler Richtung bewegbar
ausgebildet, wobei dies im Allgemeinen nur für eine der beiden Einheiten oder nur
hinsichtlich einer Raumrichtung vorgesehen sein kann.
[0075] Die Anbindungseinrichtung 6 und die Ausgleichsvorrichtung können von dem Bereich
der Biegevorrichtung 5 durch einen Schwenkvorgang oder einer Bewegung entlang des
Führungssystems 15 zur manuellen Bedienung der Biegemaschine 1 entfernt werden.
[0076] Die Anbindungsvorrichtung 6 ist in vertikaler Richtung im Wesentlichen auf der Höhe
der Biegevorrichtung 5 beziehungsweise auf der Höhe der von durch die Zuführvorrichtung
3 zugeführten metallischen Bewehrungsstäben 4 und an einer ausgehend von der Biegevorrichtung
5 relativ zu der Zuführvorrichtung 3 abgewandten Position an der Biegemaschine 1 angeordnet.
[0077] Die Ausgleichsvorrichtung 5 ist unterhalb der Biegevorrichtung 5 im Bereich der Biegevorrichtung
5 angeordnet.
[0078] Die Fixierung der relativen Lage zur Festigkeitserhöhung der Bewehrungseinrichtung
2 erfolgt bevorzugt stoffschlüssig mittels Schweißens (vgl. Fig. 8a) oder mittels
eines gesonderten Bindemittels 20 (vgl. Fig. 7b).
[0079] Die Biegemaschine umfasst eine Steuer- oder Regeleinrichtung, welche dazu programmiert
ist, die Anbindungsvorrichtung 6 zur Verbindung von Bewehrungsstababschnitten 8 im
Bereich der Anbindungsstelle 9 von Bewehrungsstababschnitte 8 anzusteuern und die
Anbindungsvorrichtung 6 in einen Bereich der Anbindungsstelle 9 von Bewehrungsstababschnitten
8 zu manövrieren und die Ausgleichsvorrichtung 7 in Abhängigkeit einer Geometrie eines
gebogenen oder zu biegenden metallischen Bewehrungsstabes 4 in vertikaler und horizontaler
Richtung zu bewegen. Im Allgemeinen kann nur eine gesteuerte Bewegung in vertikaler
oder horizontaler Richtung oder nur der Anbindungsvorrichtung 6 oder nur der Ausgleichsvorrichtung
7 vorgesehen sein. Die Steuer- oder Regeleinrichtung kann in einer Maschinensteuerung
implementiert sein, wobei eine Aufteilung auf eine Vielzahl an Entitäten für die je
eigene Funktionalität vorgesehen sein kann.
[0080] Fig. 5a bis Fig. 5f veranschaulichen unterschiedliche Anbindungsstellen 9 für die
Bewehrungseinrichtung 2.
[0081] In Fig. 5a im Zuge des Biegeprozesses eine Bewehrungseinrichtung 2 mittels der Biegemaschine
1 gebogen und der zugehörige Bewehrungsstab 4 über eine Schneideinrichtung 10 abgelängt.
Im Bereich der möglichen Anbindungsstelle 9 ist erkenntlich, dass aufgrund des Gewichts
der Bewehrungseinrichtung 2 beziehungsweise der Bewehrungsstababschnitte 8 im Zuge
des Biegeprozesses eine schwerkraftbedingte Deformation mit der Auswirkung einer Ungenauigkeit
in den 90°-Winkeln der Bewehrungseinrichtung 2 erfolgte.
[0082] In Fig. 5b ist im Kontrast zu Fig. 5a diese Deformation durch die Ausgleichsvorrichtung
7 in Form einer Abstützeinrichtung 22 kompensiert, wobei dies nicht zwingend erforderlich
ist. Die Ausgleichsvorrichtung 7 kann genutzt werden, dass die Deformation beziehungsweise
Ungenauigkeit nicht entsteht, nach Beendigung des Biegeprozesses korrigiert wird oder
im Zuge des Biegeprozesses kompensiert wird (sodass Folgebiegungen mit erhöhter Präzision
erfolgen).
[0083] In Fig. 5c ist dargestellt, dass die Anbindungsstelle 9 gemäß Fig. 5b beispielsweise
über zwei im Bereich zweier freien Enden 12 (links - Stoß an Stoß) oder eines Überlappungsbereichs
13 der Bewehrungsstababschnitte 8 (rechts - in paralleler Orientierung) vorliegen
kann.
[0084] Über eine Schweißeinrichtung 16 - umfassend eine Elektrode und eine Gegenelektrode
- wird ein Schweißunkt im Bereich der Anbindungsstelle 9 zur stoffschlüssigen Verbindung
generiert.
[0085] In Fig. 5d und Fig. 5e ist in einem Überlappungsbereich 13 ein Knotenpunkt 11 zweier
Bewehrungsstababschnitte 8 präsent, welche mittels der Schweißeinrichtung 16 - oder
gegebenenfalls einer Bindeeinrichtung 19 - in der Anbindungsstelle 9 in eine Verbindung
der Bewehrungsstababschnitte 8 übergeführt wird. Die Anbindungsstelle 9 wurde nicht
mittels einer Schneideinrichtung 10 bereitgestellt und befindet sich innerhalb des
Bewehrungsstabes 4.
[0086] Fig. 5f zeigt die Nutzung eines Bewehrungsstabilisierungsstabes 35 für das Schweißen
der Bewehrungseinrichtung 2 im Zuge des Biegeprozesses der Bewehrungseinrichtung 2,
wobei der Bewehrungsstabilisierungsstab 35 zwar in einer Doppelfunktion zur Steigerung
einer Stabilität genutzt werden kann, jedoch dafür vorgesehen ist, dass überlappende
Bügelbereiche der Bewehrungseinrichtung 2 in besonders sicherer Weise geschweißt werden
können. Die Festigkeitserhöhung wird primär durch die Schweißstelle an der Anbindungsstelle
9 als solche bedingt.
[0087] Eine Steuer- oder Regeleinrichtung der Schweißeinrichtung 16 ist dazu implementiert,
den Bewehrungsstabilisierungsstab 35 am Überlappungsbereich anzuschweißen, wobei im
Allgemeinen anderweitige Anbindungsarten denkbar sind.
[0088] Fig. 6a zeigt eine Biegeanlage 29 mit zwei Transporteinrichtungen 23 zur Effizienzsteigerung
mit einem Zwischenspeicher 38 für die beiden Transporteinrichtungen 23 in Form eines
Roboterarms 24. Das Modul zur Herstellung der Bewehrungskonstruktion 32 ist in Vorschubrichtung
orthogonal zu einer Zuführrichtung der Biegemaschine 1 (abseits der durch die Zuführvorrichtung
3 und Biegevorrichtung 5 aufgespannten Linie) orientiert.
[0089] Ein exemplarisches Verfahren zur Herstellung einer Bewehrungskonstruktion 32 durch
die Biegeanlage 29 kann wie folgt expliziert werden: Eine Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen
2 wird iterativ einzeln direkt oder über eine Sammlung am Zwischenspeicher 38 bereitgestellt
und die Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen 2 wird mittels der Transporteinrichtung
23 von der Biegemaschine 1 oder dem Zwischenspeicher 23 zu der weiteren Anbindungsvorrichtung
30 des Moduls der Biegeanlage 29 an Bewehrungsstabilisierungsstäben 35 hinbewegt,
wobei die weitere Anbindungsvorrichtung 30 die Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen
2 einzeln über die Bewehrungsstabilisierungsstäbe 35 zu der Bewehrungskonstruktion
32 verbindet.
[0090] Bei dieser Anordnung sind zwei gesonderte Transporteinrichtungen 23 vorgesehen, welche
jeweils eine Steuer- oder Regeleinrichtung umfassen, welche dazu programmiert sind,
Bewehrungseinrichtungen 2 von der Biegemaschine 1 an einem Zwischenspeicher 38 abzulegen
beziehungsweise die am Zwischenspeicher 38 abgelegten Bewehrungseinrichtungen 2 der
weiteren Anbindungseinrichtung 30 zuzuführen.
[0091] Alternativ kann genau eine Transporteinrichtung 23 mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung
vorgesehen sein, welche dazu implementiert ist, die Bewehrungseinrichtungen 2 von
der Biegemaschine 1 einzeln zu entnehmen und der weiteren Anbindungseinrichtung 30
zuzuführen - bevorzugt relativ zu zumindest zwei oder drei Bewehrungsstabilisierungsstäben
35 zu positionieren oder an den Bewehrungsstabilisierungsstäben 35 einzufädeln. Einfädeln
kann im Kontext der Erfindung als Kontaktierung der Bewehrungsstabilisierungsstäbe
35 in definierter relativer Lage (z.B. orthogonal dazu) zur direkten Anbindung über
die weitere Anbindungseinrichtung 30 erachtet werden, wobei die Bewehrungsstabilisierungsstäbe
35 nicht in die Bewehrungseinrichtungen eingeführt werden müssen (wenngleich dies
möglich ist)
[0092] Fig. 6b zeigt eine weitere mögliche Anordnung zwischen Biegemaschine 1 und dem Modul
zur Herstellung der Bewehrungskonstruktion 32 der Biegeanlage 29, wobei das Modul
räumlich außerhalb einer Reichweite des Roboterarms 24 zur Entnahme der Bewehrungseinrichtungen
2 von der Biegemaschine 1 distanziert angeordnet ist.
[0093] Fig. 7a zeigt eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Biegevorrichtung 5 vergrößert
dargestellt, wobei eine Biegevorrichtung 5 mit einem rotativ bewegbaren Biegekopf
26 und einem Widerlagerdorn 27 an einer Biegematrize 28 vorgesehen ist.
[0094] Eine relative Distanz zwischen Widerlagerdorn 27 und Biegekopf 26 ist an der Biegematrize
28 adjustierbar, wobei dies nicht zwingend vorgesehen sein muss.
[0095] Fig. 7b zeigt eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Anbindungsvorrichtung
6 vergrößert dargestellt, wobei eine Anbindungsvorrichtung 6 in Form einer Bindeeinrichtung
19 zum Verbinden von Bewehrungsstababschnitten 8 mit metallischen oder kunststoffartigen
Bindemitteln 20 vorgesehen ist. Das Bindemittel 20 kann als Draht oder als Kabelbinder
vorliegen.
[0096] Die Bindeeinrichtung 19 umfasst ein Greifmittel 17 in Form einer Greifzange 18, wobei
dies nicht zwingend vorgesehen sein muss.
[0097] Fig. 8a zeigt eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Anbindungsvorrichtung
6 vergrößert dargestellt, wobei die Anbindungsvorrichtung 6 in Form einer Schweißeinrichtung
16 zum Verschweißen zweier Bewehrungsstababschnitte 8 miteinander vorgesehen ist.
Die Schweißeinrichtung 16 umfasst eine Anode und eine Gegenanode, wobei die Ausgestaltung
der Schweißeinrichtung 16 im Allgemeinen beliebig ist.
[0098] Die Scheißeinrichtung 16 umfasst ein Greifmittel 17 in Form eines Andrückmittels,
um die Bewehrungsstababschnitte 8 im Bereich der Anbindungsstelle 9 miteinander in
Kontakt zu bringen, wobei dies nicht zwingend erforderlich ist und ein anderweitiges
Greifmittel 17 - beispielsweise in Form einer Greifzange 18 - vorgesehen sein kann.
[0099] Die Orientierung der Schweißeinrichtung 16 ist im Allgemeinen irrelevant, wobei Anode
und Gegenanode der Schweißeinrichtung 16 beispielsweise in vertikaler Richtung übereinander
liegen oder in einer horizontalen Ebene nebeneinander liegen können - insbesondere
aber nicht zwingend in Abhängigkeit davon, ob die Bewehrungseinrichtung in einer horizontalen
oder vertikalen Ebene gebogen werden.
[0100] Fig. 8b zeigt eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Biegevorrichtung 5 vergrößert
dargestellt, wobei die Positionierung der Anbindungsvorrichtung 6 relativ zu der Zuführvorrichtung
3 ersichtlich ist. Fig. 9 zeigt eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Anbindungsvorrichtung
6 vergrößert dargestellt, wobei die Anbindungsvorrichtung 6 in Form einer Bindeeinrichtung
19 vorliegt.
[0101] Mittels einer Greifzange 18 werden zwei Bewehrungsstababschnitte 8 mittels eines
über eine Haspel zugeführten Bindemittels 20 in Form von Draht oder Kabelbindern miteinander
verbunden. Die Greifzange 18 kann vorgesehen sein, um die Bewehrungsstababschnitte
8 zur Kontaktierung aneinanderzudrücken oder anzunähern, wobei im Allgemeinen hinreichend
ist, dass die Greifzange 18 die Bewehrungsstababschnitte 8 lediglich umgreift.
[0102] Fig. 10 zeigt ein Transportmittel 23 mit Greifzangen 18 (die Anzahl ist im Allgemeinen
beliebig) als Greifeinrichtung 25 und eine Anbindungsvorrichtung 6 in Anordnung an
einem horizontal orientierten Führungssystem 15 eines zur Biegevorrichtung 5 gesonderten
Portals, welches im Allgemeinen als Kragarm oder Robotergreifarm 16 ausgebildet sein
kann.
[0103] Im Unterschied zur Orientierung der Biegemaschine 1 beziehungsweise Biegevorrichtung
5 nach Fig. 4 ist die Biegevorrichtung 5 nicht vertikal, sondern in einer horizontalen
Ebene ausgerichtet, sodass die Bewehrungseinrichtungen 2 in der horizontalen Ebene
gebogen werden. Dies birgt den Vorteil, dass auf eine Ausgleichsvorrichtung 7 zum
Ausgleich von schwerkraftbedingten Deformationen oder Ungenauigkeiten verzichtet werden
kann. Die Lage der Biegevorrichtung 5 ist im Allgemeinen unabhängig von der Positionierung
und Ausgestaltung des Transportmittels 23 oder der Anbindungsvorrichtung 6.
[0104] Fig. 11 unterscheidet sich von Fig. 9 lediglich dahingehend, dass die Anbindungsvorrichtung
6 aus einem geänderten Blickwinkel aus betrachtet wird und die Anwendung an einer
horizontal orientierten Biegevorrichtung 5 veranschaulicht ist.
[0105] Fig. 12 unterscheidet sich von Fig. 12 lediglich dahingehend, dass die Biegemaschine
1 im Bereich der Biegevorrichtung 5 vergrößert dargestellt ist.
[0106] Das Transportmittel 23 umfasst drei oder vier verschiebbare Greifzangen 18, wobei
die Anzahl an Greifzangen 18 und Ausgestaltung der Greifeinrichtung 25 im Allgemeinen
beliebig ist.
Bezugszeichenliste:
[0107]
Biegemaschine (1)
Bewehrungseinrichtung (2)
Zuführvorrichtung (3)
metallischer Bewehrungsstab (4)
Biegevorrichtung (5)
Anbindungsvorrichtung (6)
Ausgleichsvorrichtung (7)
Bewehrungsstababschnitt (8)
Anbindungsstelle (9)
Schneideinrichtung (10)
Knotenpunkt (11)
freies Ende (12)
Überlappungsbereich (13)
Maschinenrahmen (14)
Führungssystem (15)
Schweißeinrichtung (16)
Greifmittel (17)
Greifzange (18)
Bindeeinrichtung (19)
Bindemitteln (20)
Führung (21)
Abstützeinrichtung (22)
Transporteinrichtung (23)
Roboterarm (24)
Greifeinrichtung (25)
Biegekopf (26)
Widerlagerdorn (27)
Biegematrize (28)
Biegeanlage (29)
weitere Anbindungsvorrichtung (30)
Schweißeinheit (31)
Bewehrungskonstruktion (32)
Vorschubeinrichtung (33)
Schweißkopf (34)
Bewehrungsstabilisierungsstab (35)
Richtwerk (36)
Zwischenspeicher (38)
1. Biegemaschine (1) zur Herstellung gebogener Bewehrungseinrichtungen (2), umfassend
- eine, vorzugsweise eine Führungsdüse zur automatischen und/oder gesteuerten Zuführung
umfassende, Zuführvorrichtung (3) für metallische Bewehrungsstäbe (4) und
- eine Biegevorrichtung (5) zum Biegen von mittels der Zuführvorrichtung (3) bereitgestellten
metallischen Bewehrungsstäben (4),
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Anbindungsvorrichtung (6) für einen Biegeprozess vorgesehen ist,
wobei mittels der wenigstens einen Anbindungsvorrichtung (6) zur Stabilitätserhöhung
der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung (2) zumindest zwei Bewehrungsstababschnitte
(8) im Zuge des Biegeprozesses miteinander in einer relativen Lage zueinander über
zumindest einen Anbindungsstelle (9) fixierbar sind.
2. Biegemaschine (1) nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine Anbindungsstelle (9)
in Form eines im Bereich eines im Zuge eines durch die Biegevorrichtung (5) entstandenen
und/oder durch eine Schneideinrichtung (10) bereitgestellten Knotenpunktes (11) oder
wenigstens eines, vorzugsweise zwei, freien Endes (12) oder eines Überlappungsbereichs
(13) der Bewehrungsstababschnitte (8) vorliegt.
3. Biegemaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
(6) und/oder die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung (7) im Bereich der Biegevorrichtung
(5) angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
(6) und/oder die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung (7) mit einem Maschinenrahmen
(14) der Biegemaschine (1), bevorzugt schwenkbar, verbunden ist und/oder mittels einer
einem Führungssystems (15) relativ zu der Biegevorrichtung (5) in vertikaler und/oder
horizontaler Richtung bewegbar ausgebildet ist.
4. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung (6) in vertikaler Richtung im Wesentlichen auf einer Höhe der
Biegevorrichtung (5), vorzugsweise von durch die Zuführvorrichtung (3) zugeführten
metallischen Bewehrungsstäben (4), und/oder an einer ausgehend von der Biegevorrichtung
(5) relativ zu der Zuführvorrichtung (3) abgewandten Position an der Biegemaschine
(1) angeordnet ist.
5. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung (6) in Form zumindest einer Schweißeinrichtung (16) zum Verschweißen
zweier Bewehrungsstababschnitte (8) miteinander vorliegt, wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung (6) ein Greifmittel (17), bevorzugt
Greifzange (18), umfasst.
6. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung in Form zumindest einer Bindeeinrichtung (19) zum Verbinden
von Bewehrungsstababschnitten (8) mit metallischen oder kunststoffartigen Bindemitteln
(20) vorliegt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung
(6) ein Greifmittel (17), bevorzugt Greifzange (18), umfasst.
7. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung
für den Biegeprozess vorgesehen ist, wobei mittels der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung
(7) eine im Zuge des Biegeprozesses auftretende, vorzugsweise schwerkraftbedingte,
Deformation oder Ungenauigkeit der zu fertigenden Bewehrungseinrichtung (4) im Zuge
des Biegeprozesses durch Abstützung zumindest eines Bewehrungsstababschnittes (8)
kompensierbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung
(7) derart ausgebildet oder angeordnet ist, dass eine im Zuge einer Biegung eines
metallischen Bewehrungsstabes (4) bereitgestellte Gewichtskraft des gebogenen Bewehrungsstabes
(4) für eine weitere Biegung in vertikaler Richtung entgegen der Schwenkraft kompensierbar
ist und/oder die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung (7) eine im Wesentlichen vertikal
orientierte Führung (21) umfasst, mit welcher eine vertikale Beabstandung der wenigstens
einen Ausgleichsvorrichtung (7) zu der Biegevorrichtung (5) adjustierbar, bevorzugt
automatisiert steuerbar, ist.
8. Biegemaschine (1) nach Anspruch 7, wobei die wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung
(7) eine, vorzugsweise in vertikaler Richtung nach oben freie, Abstützeinrichtung
(22) für metallische Bewehrungsstäbe (4) umfasst und/oder in Form zumindest eines
Greifmittels (17), vorzugsweise Greifzange (18), ausgebildet ist.
9. Biegemaschine (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei eine von der wenigstens einen Ausgleichsvorrichtung
(7) gesonderte Haltevorrichtung zur Fixierung und/oder zum Ausrichten von metallischen
Bewehrungsstäben (4) und/oder eine Transporteinrichtung (23), vorzugsweise in Form
eines Roboterarms (24) und/oder umfassend eine Greifeinrichtung (25), bevorzugt Greifzange
(18), zur Entnahme einer Bewehrungseinrichtung (2) von der Biegemaschine (1) vorgesehen
ist.
10. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Biegevorrichtung
(5) einen vorzugsweise rotativ bewegbaren oder schwenkbaren, Biegekopf (26) und/oder
einen Widerlagerdorn (27) und/oder eine Biegematrize (28) umfasst, wobei vorzugsweise
vorgesehen ist, dass eine relative Distanz zwischen Widerlagerdorn (27) und Biegekopf
(26) an der Biegematrize (28), bevorzugt automatisiert, adjustierbar ist.
11. Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Steuer- oder
Regeleinrichtung vorgesehen ist, welche dazu konfiguriert ist, die wenigstens eine
Anbindungsvorrichtung (6) zur Verbindung von Bewehrungsstababschnitten (8) im Bereich
wenigstens einer Anbindungsstelle (9) von Bewehrungsstababschnitte (8) anzusteuern
und/oder die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung (6) in einen Bereich wenigstens
einer Anbindungsstelle (9) von Bewehrungsstababschnitten (8) zu manövrieren und/oder
zumindest einen Bewehrungsstabilisierungsstab (35) an wenigstens einer Anbindungsstelle
(9), vorzugsweise an einem Überlappungsbereich (13) von Bewehrungsstababschnitten
(8), anzuschweißen und/oder wenigstens eine gegebenenfalls vorhandene Ausgleichsvorrichtung
(7) in Abhängigkeit einer Geometrie eines gebogenen oder zu biegenden metallischen
Bewehrungsstabes (4) in vertikaler und/oder horizontaler Richtung zu bewegen.
12. Biegeanlage (29) zur Verarbeitung wenigstens einer Bewehrungseinrichtung (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeanlage (29) zumindest eine Biegemaschine (1) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, wenigstens eine Transporteinrichtung (23) zum Transport von durch die zumindest
eine Biegemaschine (1) bereitgestellten Bewehrungseinrichtungen (2) und wenigstens
eine weitere Anbindungsvorrichtung (30), vorzugsweise Schweißeinheit (31), umfasst,
mit welcher eine Vielzahl der Bewehrungseinrichtungen (2) zu einer Bewehrungskonstruktion
(32) verbindbar sind, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die wenigstens eine
weitere Anbindungsvorrichtung (30) im Wesentlichen auf einer Linie zu der Zuführvorrichtung
(3) und der Biegevorrichtung (5) oder abseits der durch die Zuführvorrichtung (3)
und Biegevorrichtung (5) aufgespannten Linie angeordnet ist.
13. Biegeanlage (29) nach Anspruch 12, wobei
- eine Vorschubeinrichtung (33) für eine Vielzahl an miteinander verbundenen Bewehrungseinrichtungen
(2) vorgesehen ist und/oder
- die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung (30) zumindest zwei, vorzugsweise
drei, Schweißköpfe (34) zur Verschweißung einer Bewehrungseinrichtung (2) mit wenigstens
zwei, vorzugsweise drei, Bewehrungsstabilisierungsstäben (35), ein Richtwerk (36)
und/oder eine Schnitteinheit umfasst und/oder
- die wenigstens eine Transporteinrichtung (23) eine Steuer- oder Regeleinrichtung
umfasst, welche dazu konfiguriert ist, die Bewehrungseinrichtungen (2) von der zumindest
einen Biegemaschine (1) einzeln zu entnehmen und relativ zu zumindest zwei, vorzugsweise
drei, Bewehrungsstabilisierungsstäben (35) zu positionieren, vorzugsweise einzufädeln,
und/oder
- zwei gesonderte Transporteinrichtungen (23) vorgesehen sind, welche eine Steuer-
oder Regeleinrichtung umfassen, wobei die erste Transporteinrichtung (23) dazu eingerichtet
ist, Bewehrungseinrichtungen (2) von der Biegemaschine (1) an einem Zwischenspeicher
(38) abzulegen und die zweite Transporteinrichtung (23) dazu eingerichtet ist, die
am Zwischenspeicher (38) abgelegten Bewehrungseinrichtungen (2) der wenigstens einen
weiteren Anbindungseinrichtung (30) zuzuführen, und/oder
- die wenigstens eine Transporteinrichtung (23) eine Greifeinrichtung (25), vorzugsweise
Greifzange (18), umfasst.
14. Verfahren zur Herstellung einer gebogenen Bewehrungseinrichtung (2) durch eine Biegemaschine
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- ein metallischer Bewehrungsstab (4) wird mittels der Zuführvorrichtung (3) der Biegevorrichtung
(5), vorzugsweise kontinuierlich, zugeführt,
- die Biegevorrichtung (5) biegt den metallischen Bewehrungsstab (4),
- vorzugsweise wird durch wenigstens eine Ausgleichsvorrichtung (7) eine im Zuge der
Biegung auftretende oder aufgetretene Deformation oder Ungenauigkeit des metallischen
Bewehrungsstabs (4), bevorzugt im Zuge der Biegung der Bewehrungseinrichtung (2),
ausgeglichen oder verhindert, und
- durch die wenigstens eine Anbindungsvorrichtung (6) werden zwei Bewehrungsstababschnitte
(8), vorzugsweise im Zuge der Biegung der Bewehrungseinrichtung (2) und/oder während
eines Kontakts des metallischen Bewehrungsstabs (4) mit der wenigstens einen gegebenenfalls
vorhandenen Ausgleichsvorrichtung (7), in einer relativen Lage zueinander über zumindest
eine Anbindungsstelle (9) fixiert, vorzugsweise angebunden und/oder verschweißt.
15. Verfahren zur Herstellung einer Bewehrungskonstruktion (32) durch eine Biegeanlage
(29) nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- eine Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen (2) wird, vorzugsweise iterativ einzeln
oder an einem Zwischenspeicher (38) gesammelt, bereitgestellt,
- die Vielzahl an Bewehrungseinrichtungen (2) wird mittels wenigstens einer Transporteinrichtung
(23) von der Biegemaschine (1) oder einem gegebenenfalls vorhandenen Zwischenspeicher
(23) zu der wenigstens einen weiteren Anbindungsvorrichtung (30), vorzugsweise an
zumindest zwei Bewehrungsstabilisierungsstäben (35) einfädelnd, bewegt und
- die wenigstens eine weitere Anbindungsvorrichtung (30) verbindet die Vielzahl an
Bewehrungseinrichtungen (2), vorzugsweise über zumindest zwei Bewehrungsstabilisierungsstäbe
(35), zu der Bewehrungskonstruktion (32).