[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Arbeitsgerät, insbesondere Elektrogerät, insbesondere
handgeführtes Elektrogerät, mit wenigstens einem Arbeitsabschnitt, mit einem Antrieb,
insbesondere einem Elektromotor, zum Antreiben des Arbeitsabschnitts, mit wenigstens
einer Vorrichtung zum Erzeugen eines Hauptluftstromes, mit wenigstens einem den Antrieb
und/oder die Vorrichtung zum Erzeugen des Hauptluftstromes, zumindest teilweise umgebenden
Gehäuse, welches eine Luftansaugöffnung und eine Luftausströmöffnung aufweist, wobei
die Luftansaugöffnung und die Luftausströmöffnung einen Luftströmungsweg definieren,
und mit wenigstens einem weiteren, im Betrieb des Elektrogeräts wärmebelasteten Bauteil.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Arbeitsgeräts
mit wenigstens einem Arbeitsabschnitt, einem Antrieb, insbesondere einem Elektromotor,
zum Antreiben des Arbeitsabschnitts, wenigstens einem den Antrieb und/oder das Lüfterrad
zumindest teilweise umgebenden Gehäuse, und mit wenigstens einem weiteren, im Betrieb
des Elektrogeräts wärmebelasteten Bauteil, wobei mittels eines Lüfterrads ein Luftstrom
erzeugt wird, welcher durch eine Luftansaugöffnung des Gehäuses angesaugt wird und
durch eine Luftausströmöffnung des Gehäuses abgeführt wird.
[0002] Aus der
EP 2 065 128 B1 ist ein Elektrowerkzeug bekannt, das beispielsweise als Stichsäge oder Oberfräse
ausgebildet sein kann und einen Elektromotor beinhaltet. Weiterhin beinhaltet das
Elektrogerät ein Werkzeug, wie beispielsweise ein Sägeblatt. Der Elektromotor weist
ein Kühlgebläse auf, welches den Elektromotor im Betrieb zu kühlen vermag. Das Elektrogerät
weist weiterhin eine Grundplatte auf, die ein System zum Abtransportieren von Sägespänen
beinhaltet. Dazu ist in der Grundplatte jeweils ein Blaskanal und ein Saugkanal ausgebildet,
die mit dem Luftstrom des Kühlgebläses des Elektromotors in Verbindung stehen. Mittels
einer Blasöffnung werden anfallende Sägespäne in Richtung einer Saugöffnung geblasen,
sodass die Sägespäne aus dem Arbeitsbereich abgeführt werden können. Trotz des Kühlgebläses
für den Elektromotor kann es im Betrieb des Elektrowerkzeugs zu einer unerwünschten
Wärmeentwicklung kommen, insbesondere, wenn das Elektrowerkzeug weitere wärmeentwickelnde
Bauteile aufweist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das aus dem Stand der Technik bekannte
Elektrowerkzeug noch weiter zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Elektrowerkzeug und ein Verfahren mit den Merkmalen
der unabhängigen Patentansprüche.
[0005] Ein Arbeitsgerät, insbesondere Elektrogerät, insbesondere handgeführtes Elektrogerät,
weist wenigstens einen Arbeitsabschnitt, einen Antrieb, insbesondere einen Elektromotor,
zum Antreiben des Arbeitsabschnitts, wenigstens eine Vorrichtung zum Erzeugen eines
Hauptluftstromes, sowie wenigstens ein den Antrieb und/oder die Vorrichtung zum Erzeugen
des Hauptluftstromes zumindest teilweise umgebendes Gehäuse auf, welches eine Luftansaugöffnung
und eine Luftausströmöffnung aufweist, wobei die Luftansaugöffnung und die Luftausströmöffnung
einen Luftströmungsweg definieren. Das Arbeitsgerät weist zudem wenigstens ein weiteres,
im Betrieb des Elektrogeräts wärmebelastetes Bauteil auf.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse wenigstens eine Ansaugöffnung für Kühlluft
aufweist, welche mit dem Luftströmungsweg verbunden ist und mit welcher ein Kühlluftstrom
über das wärmebelastete Bauteil führbar ist. Dadurch, dass die Ansaugöffnung mit dem
Luftströmungsweg des Hauptluftstromes fluidisch verbunden ist, entsteht im Bereich
der Ansaugöffnung und innerhalb der fluidischen Verbindung ein Unterdruck, welcher
das Ansaugen eines Kühlluftstromes erlaubt. Die Ansaugöffnung ist dabei derart angeordnet,
dass zumindest ein Teil des Kühlluftstroms über das wärmebelastete Bauteil geführt
wird. Das wärmebelastete Bauteil kann hierdurch gekühlt werden, wodurch die Wärmeentwicklung
in dem Arbeitsgerät insgesamt reduziert werden kann. Ausfälle des Arbeitsgeräts und/oder
seiner Bauteile bzw. Komponenten aufgrund von übermäßiger Wärmeentwicklung können
hierdurch vermieden werden.
[0007] Das wärmebelastete Bauteil kann dabei verschiedenster Art sein und beispielsweise
ein Steuerungsbauteil, ein Energieversorgungsbauteil, ein Arbeitsbauteil, welches
mit dem Arbeitsabschnitt verbunden ist oder auch ein weiteres Antriebsbauteil beinhalten.
[0008] Auch der Hauptluftstrom kann in verschiedener Weise ausgebildet sein und beispielsweise
ein Kühlluftstrom für den Antrieb oder einen weiteren Antrieb oder aber auch ein Arbeitsluftstrom
sein, beispielsweise zum Zu- oder Abführen von Arbeitsluft, zum Ansaugen von Staub
oder Spänen oder auch zum Abblasen von Oberflächen, wie beispielsweise im Falle eines
Laubbläsers.
[0009] Der Arbeitsabschnitt kann eine Werkzeughalterung beinhalten, welche mit dem Antrieb
in Verbindung steht, wie beispielsweise ein Kettenrad im Falle einer Kettensäge und
ggf. auch ein Arbeitswerkzeug, wie beispielsweise eine Sägekette, ein Sägeblatt oder
eine Schleifscheibe oder dgl. beinhalten. Ist der Hauptluftstrom ein Arbeitsluftstrom,
beispielsweise im Falle eines Laubbläsers, so kann der Arbeitsabschnitt auch lediglich
ein Lüfterrad und/oder eine Luftleiteinrichtung und/oder eine Ausströmdüse beinhalten.
[0010] Dieselben Vorteile lassen sich auch durch ein Verfahren zum Betreiben eines Arbeitsgeräts,
insbesondere eines Elektrogeräts, insbesondere eines handgeführten Elektrogeräts,
erzielen, für welches ebenfalls Schutz beansprucht wird. Das Arbeitsgerät weist wenigstens
einen Arbeitsabschnitt, einen Antrieb, insbesondere einen Elektromotor, zum Antreiben
des Arbeitsabschnitts, wenigstens ein den Antrieb und/oder das Lüfterrad zumindest
teilweise umgebendes Gehäuse und wenigstens ein weiteres, im Betrieb des Arbeitsgeräts
wärmebelastetes Bauteil auf. Mittels einer Vorrichtung zum Erzeugen eines Hauptluftstromes
wird ein Luftstrom erzeugt, welcher durch eine Luftansaugöffnung des Gehäuses angesaugt
wird und durch eine Luftausströmöffnung des Gehäuses abgeführt wird. Durch wenigstens
eine weitere Ansaugöffnung des Gehäuses wird ein Kühlluftstrom angesaugt und über
das wärmebelastete Bauteil geführt. Das wärmebelastete Bauteil wird hierdurch gekühlt.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung zum Erzeugen des Hauptluftstromes ein Lüfterrad
ist. Die Elektromotoren solcher Arbeitsgeräte können hierdurch zuverlässig gekühlt
werden. Oftmals sind solche Lüfterräder auch in einer Einheit mit dem Elektromotor
verbaut, sodass in vorteilhafter Weise die ohnehin vorhandene Vorrichtung zur Erzeugung
des Hauptluftstromes auch zum Erzeugen des Kühlluftstromes verwendet werden kann.
Der Antrieb könnte jedoch beispielsweise auch als Verbrennungsmotor ausgebildet sein.
In diesem Fall würde der Hauptluftstrom durch das Ansaugen der Verbrennungsluft und
das Ausstoßen der Abgase gebildet. Die Vorrichtung zum Erzeugen des Hauptluftstromes
wäre in diesem Fall der Antrieb selbst.
[0012] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn in dem Strömungsweg eine Venturidüse angeordnet
ist und die Ansaugöffnung mit einem Sauganschluss der Venturidüse verbunden ist. Die
Treibwirkung des als Treibmedium genutzten Hauptluftstromes kann hierdurch im Vergleich
zu einer Anordnung ohne Venturidüse erheblich verbessert werden und somit das Ansaugen
des Kühlluftstromes in besonders effizienter Weise erfolgen. Die Venturidüse kann
dabei an jeder beliebigen Stelle des Luftströmungsweges angeordnet sein und beispielsweise
auch innerhalb der Luftausströmöffnung vorgesehen sein oder auch durch die Luftausströmöffnung
gebildet sein.
[0013] Handelt es sich bei dem Hauptluftstrom jedoch selbst um einen Kühlluftstrom, so ist
es vorteilhaft, wenn die Venturidüse in Strömungsrichtung des Hauptluftstroms erst
nach dem zu kühlenden Elektromotor angeordnet ist. Der durch die Wärmeabfuhr von dem
weiteren, wärmebelasteten Bauteil bereits erwärmte Kühlluftstrom mündet somit erst
nach dem zu kühlenden Elektromotor in den Hauptluftstrom, wodurch eine weitere Wärmebeladung
des Elektromotors vermieden werden kann.
[0014] Auch ist es von Vorteil, wenn die Ansaugöffnung über einen Saugkanal mit dem Luftströmungsweg,
insbesondere dem Sauganschluss, verbunden ist. Durch die Anordnung eines Saugkanals
innerhalb des Arbeitsgeräts können definierte Strömungsverhältnisse geschaffen werden,
welche eine effektive Durchleitung des Kühlluftstromes durch das Arbeitsgerät ermöglichen.
[0015] Auch ist es vorteilhaft, wenn der Saugkanal zumindest abschnittsweise durch das Gehäuse
des Arbeitsgeräts ausgebildet ist. Es ist hierdurch nicht erforderlich, ein zusätzliches
Bauteil als Saugkanal herzustellen und zu montieren. Vielmehr kann der Saugkanal in
einfacher Weise durch entsprechende Ausnehmungen in dem Gehäuse des Arbeitsgerätes
ausgebildet werden. Auf diese Weise können Saugkanäle kostengünstig hergestellt werden.
[0016] Bei dem Verfahren ist es entsprechend vorteilhaft, wenn der Kühlluftstrom zumindest
abschnittsweise direkt durch das Gehäuse des Arbeitsgeräts, insbesondere durch einen
Griffabschnitt und/oder einen Fingerschutzabschnitt, des Arbeitsgeräts, geführt wird.
[0017] Vorteile bringt es mit sich, wenn der Saugkanal zumindest eine Saugleitung beinhaltet,
wobei vorzugsweise die Saugleitung sich zumindest zwischen dem Strömungsweg, insbesondere
dem Sauganschluss, und dem wärmebelasteten Bauteil erstreckt. Der Saugkanal kann auch
durch eine Saugleitung, beispielsweise einem Saugschlauch aus Kunststoff, einfach
und kostengünstig hergestellt und montiert werden. Es ist hierzu lediglich erforderlich,
die Saugleitung beispielsweise von dem Sauganschluss der Venturidüse bis zumindest
dem wärmebelasteten Bauteil oder besser noch bis zu der Ansaugöffnung zu führen. Es
ist dabei auch möglich, eine solche Saugleitung, insbesondere einen Saugschlauch,
mit Abschnitten des Gehäuses, welche abschnittsweise den Saugkanal ausbilden, zu kombinieren.
[0018] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn der Ansaugöffnung eine Luftreinigungseinheit,
insbesondere ein Filterelement, zugeordnet ist, insbesondere vorgeordnet ist. Bei
dem Verfahren bringt es Vorteile mit sich, wenn der Kühlluftstrom mit einer Luftreinigungseinheit
gereinigt wird, bevor er über das wärmebelastete Bauteil geführt wird. Hierdurch ist
es möglich die oftmals mit Staub oder sonstigen Verunreinigungen wie beispielsweise
Sägespänen, Metallspänen und dergleichen verunreinigte Luft zu reinigen, sodass diese
an dem zu kühlenden, wärmebelasteten Bauteil und der Vorrichtung zur Erzeugung des
Hauptluftstromes keinen Schaden verursachen können und weiterhin auch die Strömungswege
freigehalten werden. Anstelle oder zusätzlich zu einem Filterelement könnte als Luftreinigungseinheit
auch ein Abscheider, insbesondere ein Zyklonabscheider vorgesehen sein.
[0019] Vorteilhaft ist es zudem, wenn die Luftreinigungseinheit demontierbar, insbesondere
werkzeuglos demontierbar, an dem Arbeitsgerät angeordnet ist. Das Warten und Reinigen
der Luftreinigungseinheit ist hierdurch ebenso wie der Austausch derselben erleichtert.
Wird die Luftreinigungseinheit, insbesondere ein Filterelement, regelmäßig gereinigt
oder ersetzt, so kann auch nach längerer Betriebsdauer noch ein effektiver Kühlluftstrom
angesaugt werden.
[0020] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn das wärmebelastete Bauteil eine Steuerungseinheit
des Arbeitsgeräts ist, insbesondere eine Leiterplatte. Solche Leiterplatten sind meist
sehr wärmeempfindlich. In den Steuerungseinheiten kann sich aufgrund der durchlaufenden
Ströme Wärme entwickeln. Zudem können die Steuerungseinheiten aufgrund ihrer Anordnung
innerhalb des Bauteils Wärmebelastungen durch angrenzende Bauteile ausgesetzt sein.
Durch das Vorsehen der weiteren Ansaugöffnung und das Erzeugen eines Kühlluftstromes
können Steuerungseinheiten effizient gekühlt und die Wärme von diesen abgeführt werden.
[0021] Auch ist es vorteilhaft, wenn das wärmebelastete Bauteil ein Akkupack zur Energieversorgung
des Arbeitsgeräts ist. Derartige Akkupacks entwickeln im Betrieb des Elektrogeräts
ebenfalls eine beträchtliche Wärme, insbesondere im Bereich der Schnittstelle zum
Elektrogerät, die oftmals nur schwer nach außen hin abgeführt werden kann. Durch das
Vorsehen einer Ansaugöffnung nahe der Schnittstelle des Akkupacks kann auch eine effiziente
Kühlung von Akkupacks und/oder der Akkuaufnahme erzielt werden.
[0022] Bei dem Verfahren ist es vorteilhaft, wenn der Kühlluftstrom über eine Steuerungseinheit
des Arbeitsgeräts, insbesondere eine Leiterplatte, und/oder über einen Akkupack zur
Energieversorgung des Arbeitsgeräts geführt wird.
[0023] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn das Arbeitsgerät einen Griffabschnitt und/oder
einen Fingerschutzabschnitt beinhaltet und der Saugkanal durch den Griffabschnitt
und/oder den Fingerschutzabschnitt geführt ist. In besonders vorteilhafter Weise kann
auch hier der Saugkanal direkt durch das Gehäuse des Arbeitsgerätes, welches den Griffabschnitt
und/oder den Fingerschutzabschnitt beinhaltet, ausgebildet werden. Je nach Ausführung
des Griffabschnitts und/oder des Fingerschutzabschnitts ist es jedoch auch möglich,
eine Saugleitung innerhalb des Griffabschnitts und/oder des Fingerschutzabschnitts
vorzusehen.
[0024] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn das Lüfterrad direkt auf einer Motorwelle
des Antriebs angeordnet ist bzw. automatisch mit angetrieben wird, sodass ein separater
Antrieb für das Lüfterrad nicht erforderlich ist. Jedoch ist es auch möglich, das
Lüfterrad getrieblich mit der Motorwelle des Antriebs zu verbinden. Dies ist insbesondere
dann denkbar, wenn das Lüfterrad nicht zur Kühlung des Antriebs vorgesehen ist, sondern
zur Erzeugung eines Arbeitsluftstromes.
[0025] Vorteilhaft ist es zudem, wenn das Arbeitsgerät eine Astsäge, insbesondere eine akkubetriebene
Astkettensäge ist, wobei der Antrieb ein Elektromotor ist. Bei solchen Arbeitsgeräten
findet oftmals aufgrund des Arbeitsabschnitts eine besonders hohe Wärmeentwicklung
statt, was auch das Abführen der Wärme von dem Elektromotor und weiteren wärmeentwickelnden
oder wärmebelasteten Bauteilen erschwert. Die Erfindung kann deshalb bei solchen Arbeitsgeräten
besonders vorteilhaft eingesetzt werden.
[0026] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Arbeitsgerät mit einem Antrieb, wenigstens einem weiteren wärmebelasteten Bauteil
sowie einer Ansaugöffnung für Kühlluft nach einer ersten Ausführung,
- Figur 2
- ein Arbeitsgerät mit einem Antrieb, wenigstens einem weiteren wärmebelasteten Bauteil
sowie einer Ansaugöffnung für Kühlluft nach einer zweiten Ausführung,
- Figur 3
- ein Arbeitsgerät mit einem Antrieb, wenigstens einem weiteren wärmebelasteten Bauteil
sowie einer Ansaugöffnung für Kühlluft nach einer dritten Ausführung,
- Figur 4
- eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Hauptluftstromes mit einem Hauptluftstrom und
einem Kühlluftstrom nach einer ersten Ausführung in einer schematischen Darstellung,
- Figur 5
- eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Hauptluftstromes mit einem Hauptluftstrom und
einem Kühlluftstrom nach einer alternativen Ausführung in einer schematischen Darstellung,
- Figur 6
- einen Strömungsweg mit einer Venturidüse mit einem Hauptluftstrom und einem Kühlluftstrom
nach einer ersten Ausführung in einer schematischen Darstellung,
- Figur 7
- einen Strömungsweg mit einer Venturidüse mit einem Hauptluftstrom und einem Kühlluftstrom
nach einer zweiten, alternativen Ausführung in einer schematischen Darstellung, sowie
- Figur 8
- eine schematische, geschnittene Darstellung eines Arbeitsgeräts mit einem durch einen
Griffabschnitt geführten Saugkanal.
[0027] Bei der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele werden Merkmale, die
in den verschiedenen Figuren in ihrer Ausgestaltung und/oder Wirkweise identisch und/oder
vergleichbar sind, jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Weiterhin werden
Merkmale meist lediglich bei ihrer erstmaligen Erwähnung detailliert erläutert, während
bei den folgenden Ausführungsbeispielen lediglich auf die Unterschiede zu den bereits
beschriebenen Ausführungsbeispielen eingegangen wird. Sofern Merkmale nicht nochmals
detailliert erläutert werden, entspricht deren Ausgestaltung und/oder Wirkweise der
Ausgestaltung und Wirkweise der anhand einer oder mehrerer der vorhergehenden Figuren
bereits beschriebenen Merkmale. Weiterhin sind aus Gründen der Übersichtlichkeit von
mehreren identischen Bauteilen bzw. Merkmalen oftmals nur eines oder nur einige wenige
beschriftet.
[0028] Figur 1 zeigt ein Arbeitsgerät 1 nach einer ersten Ausführung in einer schematischen
Draufsicht. Das vorliegend gezeigte Arbeitsgerät 1 ist als Elektrogerät in Form einer
Kettensäge ausgebildet. Das Arbeitsgerät 1 weist einen Arbeitsabschnitt 2 auf, welcher
vorliegend ein von einem Antrieb 3, welcher hier als Elektromotor 4 ausgeführt ist,
angetriebenes Kettenrad 29 umfasst. Das Kettenrad 29 treibt im Betrieb des Arbeitsgeräts
1 eine Sägekette 30 an, welche in an sich bekannterweise auf einem Schwert (nicht
bezeichnet) geführt ist. Das Arbeitsgerät 1 weist weiterhin einen vorderen Griffabschnitt
22 und einen hinteren Griffabschnitt 22 auf, mit welchen das Arbeitsgerät 1 in Betrieb
gehalten und geführt werden kann und weiterhin auch außerhalb des Betriebs getragen
werden kann. Weiterhin weist das Arbeitsgerät 1 einen Notausschalter 31 auf, welcher
zugleich einen Fingerschutzabschnitt 23 ausbildet, sowie einen weiteren Fingerschutzabschnitt
23, welcher die Hand am hinteren Griffabschnitt 22 schützt. Zur Energieversorgung
des Arbeitsgeräts 1 ist weiterhin ein Energieversorgungsabschnitt 32 vorgesehen, welcher
entweder einen Netzanschluss beinhalten kann oder, so wie vorliegend dargestellt,
eine Akkuaufnahme 26 für einen Akkupack 21.
[0029] Der Elektromotor 4 ist mit einem Lüfterrad 14 versehen, welches vorliegend direkt
auf einer Motorwelle 24 des Elektromotors 4 gelagert ist und welches eine Vorrichtung
5 zum Erzeugen eines Hauptluftstromes 11 bildet. Das Lüfterrad 14 dient der Kühlung
des Elektromotors 4, wobei der Hauptluftstrom 11, welcher vorliegend durch zwei dicke,
gestrichelte Linien symbolisiert ist, vorliegend in axialer Richtung des Elektromotors
4 über die hier nicht bezeichneten Kühlrippen des Elektromotors 4 streicht. Der Elektromotor
4 kann hierdurch im Betrieb zuverlässig gekühlt werden. Der Elektromotor 4 ist dabei
in einem Gehäuse 6 des Arbeitsgerätes 1 angeordnet, welches sowohl als separates Antriebsgehäuse
als auch als einteiliges Gehäuse 6 für den Antrieb 3 und den Arbeitsabschnitt 2 und
gegebenenfalls weitere Bauteile ausgebildet sein kann. Das Gehäuse 6 kann weiterhin
auch einteilig mit zumindest dem hinteren Griffabschnitt 22 und dem hinteren Fingerschutzabschnitt
23 ausgebildet sein. Das Gehäuse 6 des Arbeitsgerätes 1 kann jedoch auch mehrteilig
ausgebildet sein und kann den Elektromotor 4 auch nur teilweise umgeben. Das Gehäuse
6 kann auch beispielsweise zumindest teilweise durch eine Lüfterhaube eines Antriebs
3 gebildet sein. Das Gehäuse 6 weist eine Luftansaugöffnung 7 auf, durch welche der
Hauptluftstrom 11 angesaugt werden kann, sowie eine Luftausströmöffnung 8, durch welche
der Hauptluftstrom 11 wieder abgeführt werden kann. Die Luftansaugöffnung 7 und die
Luftausströmöffnung 8 definieren dabei einen Luftströmungsweg 13 für den Hauptluftstrom
11, welcher vorliegend zwischen dem Gehäuse 6 und der Oberfläche des Antriebs 3 verläuft.
[0030] Das Arbeitsgerät 1 weist zudem noch ein oder mehrere wärmebelastete Bauteile 9 auf,
welche an verschiedensten Stellen des Arbeitsgeräts 1 angeordnet sein können. Solche
wärmebelasteten Bauteile 9 können beispielsweise Steuerungseinheiten 20, wie insbesondere
Leiterplatten, oder auch Teile des Arbeitsabschnitts 2 ebenso wie weitere Funktionsbaugruppen
des Arbeitsgeräts 1 sein. Auch die Akkuaufnahme 26 sowie der Akkupack 21 selbst können
solche wärmebelasteten Bauteile 9 darstellen. Im vorliegenden Beispiel ist als wärmebelastetes
Bauteil 9 eine Steuerungseinheit 20 dargestellt.
[0031] Um das wärmebelastete Bauteil 9 zu kühlen, ist nun eine Ansaugöffnung 10 in dem Gehäuse
6 vorgesehen, durch welche Kühlluft angesaugt werden kann. Die Ansaugöffnung 10 ist
mit dem Luftströmungsweg 13 verbunden, wodurch im Bereich der Ansaugöffnung 10 ein
Unterdruck zum Ansaugen der Kühlluft entsteht. Die Ansaugöffnung 10 ist dabei derart
angeordnet, dass der angesaugte Kühlluftstrom 12, welcher hier ebenfalls durch eine
gestrichelte Pfeillinie dargestellt ist, über das wärmebelastete Bauteil 9 geführt
werden kann. Das wärmebelastete Bauteil 9 kann hierdurch effizient und mit wenig Aufwand
gekühlt werden.
[0032] Das Verbinden der Ansaugöffnung 10 mit dem Luftströmungsweg 13 kann auf verschiedene
Weise erfolgen, wie anhand der Figuren 4-8 dargelegt wird. Insbesondere kann die Ansaugöffnung
10 durch die in dem Gehäuse 6 ausgebildeten Kanäle und/oder auch durch eine Kühlleitung
mit dem Luftströmungsweg 13 verbunden sein. Der Luftströmungsweg 13 kann ebenfalls
durch Bestandteile des Gehäuses 6 und/oder Komponenten bzw. Bauteile des Arbeitsgeräts
1 ausgebildet sein oder aber auch eingesetzte Kanalbauteile beinhalten. Auch Kombinationen
von Kanalbauteilen und Bestandteilen des Gehäuses 6 und/oder von Komponenten des Arbeitsgeräts
1 sind möglich.
[0033] Gemäß vorliegendem Beispiel ist die Ansaugöffnung 10 zugleich auch nahe dem Akkupack
21 und der Akkuaufnahme 26 angeordnet. Durch das Ansaugen des Kühlluftstromes 12 kann
somit auch zugleich zumindest ein Teil der angesaugten Luft des Kühlluftstromes 12
über die Akkuaufnahme 26 und/oder über den Akkupack 21 geführt werden, wodurch diese
ebenfalls eine Kühlwirkung erfahren. Gemäß vorliegend gezeigtem Beispiel ist das Lüfterrad
14 direkt auf der Motorwelle 24 des Elektromotors 4 angeordnet, sodass das Lüfterrad
14 im Betrieb direkt angetrieben wird. Abweichend von der gezeigten Darstellung wäre
es jedoch auch möglich, das Lüfterrad 14 mit einem separaten Elektromotor 4 (hier
nicht dargestellt) anzutreiben.
[0034] Figur 2 zeigt eine andere Ausführung eines Arbeitsgeräts 1 in einer schematischen
Draufsicht. Das vorliegend gezeigte Arbeitsgerät 1 ist ebenfalls als Kettensäge ausgebildet,
weist jedoch als Antrieb 3 einen Verbrennungsmotor 25 auf, wie auch anhand der ebenfalls
symbolisch dargestellten Zündkerzen 27 erkennbar ist. Der Hauptluftstrom 11 wird in
diesem Fall durch die zugeführte Verbrennungsluft sowie die abgeführten Abgase des
Verbrennungsmotors 25 gebildet und ist ebenfalls durch punktierte, dicke Linien dargestellt.
Wie zuvor zu Figur 1 beschrieben sind weiterhin jeweils ein vorderer und ein hinterer
Griffabschnitt 22 sowie jeweils ein vorderer und ein hinterer Fingerschutzabschnitt
23 zu erkennen. Auch der Arbeitsabschnitt 2 beinhaltet wie zuvor beschrieben ein Kettenrad
29 sowie eine Sägekette 30. Der Arbeitsabschnitt 2 ist dabei, wie auch in Figur 1,
mit der Motorwelle 24 des Antriebs 3 verbunden. Die Energieversorgungseinheit ist
in diesem Fall durch ein hier nicht dargestelltes Kraftstoffsystem gebildet.
[0035] Die Vorrichtung 5 zum Erzeugen eines Hauptluftstromes 11 wird gemäß vorliegendem
Beispiel durch den Antrieb 3 selbst gebildet, insbesondere durch eine Kolben-Zylinder-Einheit
des Verbrennungsmotors 25. Ebenfalls sind wiederum eine Luftansaugöffnung 7 sowie
eine Luftausströmöffnung 8 in dem Gehäuse 6 des Arbeitsgeräts 1, welches vorliegend
zumindest den Antrieb 3 umgibt, dargestellt. Der Luftströmungsweg 13 ist vorliegend
in Form eines Luftzuführkanals (nicht bezeichnet) und eines Luftabführkanals (nicht
bezeichnet) ausgebildet.
[0036] Das wärmebelastete Bauteil 9 ist vorliegend nicht näher bezeichnet und kann wie bereits
beschrieben eine Steuerungseinheit 20, ein beliebiges Zusatzaggregat oder sonstiges
Bauteil des Arbeitsgeräts 1 sein. Dabei ist wiederum eine Ansaugöffnung 10 für einen
Kühlluftstrom 12 (hier in gestrichelten, dicken Linien dargestellt) derart angeordnet,
dass der Kühlluftstrom 12 über das wärmebelastete Bauteil 9 geführt werden kann. Insbesondere
ist die Ansaugöffnung 10 dem wärmebelasteten Bauteil 9 benachbart angeordnet.
[0037] Gemäß vorliegendem Beispiel ist die Ansaugöffnung 10 mit dem Luftzuführkanal (nicht
bezeichnet) verbunden, was, wie bereits zu Figur 1 beschrieben, in verschiedenster
Weise erfolgen kann und anhand der folgenden Figuren noch erläutert wird. Abweichend
von der hier gezeigten Darstellung könnte die Ansaugöffnung 10 auch mit dem Luftabführkanal
verbunden sein.
[0038] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführung eines Arbeitsgeräts 1, welches vorliegend in
Form eines Laubbläsers ausgebildet ist. Das Arbeitsgerät 1 ist ebenfalls als Elektrogerät
ausgebildet und weist als Antrieb 3 einen Elektromotor 4 auf. Der Energieversorgungsabschnitt
32 kann dabei, wie bereits zu Figur 1 beschrieben, in Form eines Netzanschlusses oder
aber, wie dargestellt, in Form einer Akkuaufnahme 26 für einen Akkupack 21 ausgeführt
sein. Der Akkupack 21 ist auch hier in gestrichelten Linien dargestellt. Das vorliegend
gezeigte Arbeitsgerät 1 weist vorliegend ein einteiliges Gehäuse 6 auf, an welches
eine ein- oder mehrteilige Blasdüse 33 angeschlossen ist.
[0039] Auf der Motorwelle 24 des Elektromotors 4 ist auch hier ein Lüfterrad 14 angeordnet.
Dieses bildet zugleich den Arbeitsabschnitt 2 sowie die Vorrichtung 5 zum Erzeugen
eines Hauptluftstromes 11. Der Hauptluftstrom 11 ist auch hier wiederum durch dicke,
gestrichelte Linien dargestellt. Zum Ansaugen des Hauptluftstromes 11 weist das Gehäuse
6 eine bzw. vorliegend mehrere Luftansaugöffnungen 7 auf. Der Hauptluftstrom 11 wird
sodann durch die Mündung der Blasdüse 33, welche hier zugleich die Luftausströmöffnung
8 bildet, abgeführt. Der Luftströmungsweg 13, welcher sich zwischen der Luftansaugöffnung
7 und der Luftausströmöffnung 8 erstreckt, ist vorliegend nur teilweise dargestellt
und wird ausgangsseitig durch die Blasdüse 33 gebildet. Eingangsseitig kann der Luftströmungsweg
13 durch einen Luftzuführkanal, ähnlich wie in Figur 2 dargestellt, oder auch durch
Bestandteile des Gehäuses 6 oder weitere Bauteile des Arbeitsgeräts 1 gebildet sein.
Ein wärmebelastetes Bauteil 9 ist auch hier in Form einer Steuerungseinheit 20 vorgesehen,
könnte jedoch auch durch ein anderes Bauteil gebildet sein.
[0040] Das Gehäuse 6 des Arbeitsgeräts 1 weist auch hier wiederum eine Ansaugöffnung 10
auf, durch welche ein Kühlluftstrom 12 angesaugt werden kann, der über das wärmebelastete
Bauteil 9 geführt wird und dieses hierdurch kühlt. Die Ansaugöffnung 10 ist mit dem
Luftströmungsweg 13 fluidisch verbunden, sodass der Kühlluftstrom 12 angesaugt werden
kann.
[0041] Verschiedene Möglichkeiten, die Ansaugöffnung 10 mit dem Luftströmungsweg 13 zu verbinden,
werden im Folgenden anhand der Figuren 4-7 gezeigt und können bei allen Beispielen
der Figuren 1-3 zum Einsatz kommen.
[0042] Figur 4 zeigt dabei eine Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Hauptluftstromes 11 mit
einem Hauptluftstrom 11 und einem Kühlluftstrom 12 nach einer ersten Ausführung in
einer schematischen, abgebrochenen Darstellung. Die Vorrichtung 5 zur Erzeugung des
Hauptluftstromes 11 ist dabei nicht näher spezifiziert und kann beispielsweise durch
ein Lüfterrad 14, eine Kolbenzylindereinheit eines Verbrennungsmotors 25 oder in sonstiger
Weise ausgebildet sein. Ebenso kann auch der Luftströmungsweg 13, wie bezüglich der
Figuren 1-3 bereits beschrieben, sowohl einen Luftzuführkanal als auch einen Luftabführkanal
beinhalten oder aber auch zumindest teilweise durch Bestandteile des Arbeitsgerätes
1 ausgebildet sein.
[0043] Weiterhin ist das Gehäuse 6 des Arbeitsgerätes 1 sowie die Luftansaugöffnung 7 erkennbar.
Gemäß vorliegendem Beispiel ist die Ansaugöffnung 10 über einen Saugkanal 17 mit dem
Luftströmungsweg 13 der Hauptluftströmung 11 verbunden. Der Saugkanal 17 kann dabei
in verschiedenster Weise durch Bestandteile des Arbeitsgeräts 1 ausgebildet sein oder
eine Saugleitung 18 wie beispielsweise einen Saugschlauch beinhalten. Der Saugkanal
17 mündet vorliegend in Strömungsrichtung des Hauptluftstromes 11 vor der Vorrichtung
5 zum Erzeugen des Hauptluftstromes 11 in den Luftströmungsweg 13. Durch den Sog des
Hauptluftstromes 11 entsteht auch in dem Saugkanal 17 ein Unterdruck, sodass über
die Ansaugöffnung 10 der Kühlluftstrom 12 angesaugt werden kann. Wie ersichtlich,
erstreckt sich der Saugkanal 17 dabei auch über das wärmebelastete Bauteil 9, welches
hier lediglich schematisch dargestellt und nicht näher bezeichnet ist. Das wärmebelastete
Bauteil 9 kann durch die Kühlwirkung des über es hinwegstreichenden Kühlluftstromes
12 gekühlt werden.
[0044] Ist die Vorrichtung 5 zur Erzeugung des Hauptluftstromes 11 ein Lüfterrad 14 (siehe
Figuren 1 und 3), so wird aufgrund der Wirkung des Lüfterrades 14 sowohl über die
Luftansaugöffnung 7 als auch über die Ansaugöffnung 10 Luft angesaugt. Der Kühlluftstrom
12 nimmt Wärme von dem wärmebelasteten Bauteil 9 auf, sodass er sich erwärmt hat,
wenn er auf den Hauptluftstrom 11 trifft und mit diesem zusammen weitergeleitet wird.
Dient der Hauptluftstrom 11 der Kühlung eines Bauteils oder des Elektromotors 4 (siehe
Figuren 1 und 3), so wird hierdurch dem Bauteil oder dem Elektromotor 4 über den Kühlluftstrom
12 warme Luft zugeführt. Die Kühlung des Elektromotors 4 oder des Bauteils könnte
hierdurch beeinträchtigt sein. Es kann deshalb auch sinnvoll sein, den Kühlluftstrom
12 in Strömungsrichtung des Hauptluftstromes 11 dem Luftströmungsweg 13 erst nach
dem zu kühlenden Bauteil bzw. erst nach dem Elektromotor 4 zuzuführen.
[0045] Nach einer anderen Ausführung, welche in Figur 5 dargestellt ist, ist vorgesehen,
den Kühlluftstrom 12 dem Luftströmungsweg 13 in Strömungsrichtung des Hauptluftstromes
11 erst nach der Vorrichtung 5 zur Erzeugung des Hauptluftstromes 11 zuzuführen. Ist
die Vorrichtung 5 zur Erzeugung des Hauptluftstromes 11 ein Lüfterrad 14, so würde
der Saugkanal 17 entsprechend auf der Abluftseite des Luftströmungsweges 13 münden.
Ist die Vorrichtung 5 zur Erzeugung des Hauptluftstromes 11 ein Verbrennungsmotor,
so würde der Saugkanal 17 entsprechend auf der Abgasseite des Luftströmungsweges 13,
insbesondere in ein Abgasrohr, münden. Dient der Hauptluftstrom 11 ebenfalls der Kühlung
eines Bauteils, so kann es auch bei der Ausführung der Figur 5 vorteilhaft sein, den
Kühlluftstrom 12 in Strömungsrichtung erst nach dem zu kühlenden Bauteil dem Luftströmungsweg
13 zuzuführen, wie bereits zu Figur 4 beschrieben. Im Übrigen entspricht die Ausführung
der Figur 5 der der Figur 4, sodass die dort gemachten Ausführungen auch hier entsprechend
gelten.
[0046] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführung eines Arbeitsgeräts 1 in einer schematischen,
abgebrochenen Darstellung. In diesem Fall ist lediglich ein Ausschnitt des Strömungswegs
13 des Hauptluftstromes 11 dargestellt. Die Luftansaugöffnung 7 und die Luftausströmöffnung
8 sind ebenso wie die Vorrichtung 5 zum Erzeugen des Hauptluftstromes 11 nicht dargestellt.
Weiterhin ist ein Teil des Gehäuses 6 mit der Ansaugöffnung 10 dargestellt. Die Ansaugöffnung
10 befindet sich hierbei am Ende eines Saugkanals 17, welcher zumindest teilweise
in dem Gehäuse 6 des Arbeitsgeräts 1 ausgebildet ist. Der Saugkanal 17 verbindet die
Ansaugöffnung 10 mit dem Luftströmungsweg 13. Wie weiter ersichtlich ist der Saugkanal
17 derart angeordnet, dass der mittels der Ansaugöffnung 10 erzeugte Kühlluftstrom
12 vorliegend wiederum über ein wärmebelastetes Bauteil 9 führt und dieses hierdurch
zu kühlen vermag.
[0047] Gemäß vorliegendem Beispiel ist in dem Luftströmungsweg 13 eine Venturidüse 15 angeordnet.
Diese verengt den Luftströmungsweg 13 und ist hierdurch in der Lage, die Sogwirkung
in dem Saugkanal 17 zu erhöhen. Der Saugkanal 17 ist hierzu mit einem Sauganschluss
16 der Venturidüse 15 verbunden. Der Saugkanal 17 ist vorliegend zwischen dem Sauganschluss
16 und dem wärmebelasteten Bauteil 9 in Form einer Saugleitung 18 ausgeführt, die
beispielsweise durch einen Saugschlauch oder aber auch durch ein Kunststoff- oder
Metallrohr ausgebildet sein kann. Die Venturidüse 15 kann dabei an beliebiger Stelle
innerhalb des Luftströmungsweges 13 und je nach Anforderungen vor oder nach einem
zu kühlenden Antrieb 3 oder sonstigen Bauteil angeordnet sein.
[0048] Figur 7 zeigt eine weitere Ausführung eines Arbeitsgerätes 1 in einer schematischen,
abgebrochenen Darstellung. Im Unterschied zur Ausführung der Figur 6 ist dabei der
Ansaugöffnung 10 eine Luftreinigungseinheit 19 zugeordnet. Diese ist vorliegend in
Form eines Filterelementes ausgebildet. Die Luftreinigungseinheit 19 ist dabei vorzugsweise
so an dem Arbeitsgerät 1 angeordnet, dass sie ohne Werkzeug demontiert und gereinigt
oder ausgetauscht werden kann. Die Wartung des Arbeitsgeräts 1 ist hierdurch vereinfacht.
Im Übrigen entspricht die Ausführung der Figur 6.
[0049] Figur 8 zeigt noch eine weitere Ausführung eines Arbeitsgerätes 1 in einer schematischen,
geschnittenen Darstellung. Das Arbeitsgerät 1 ist ebenfalls als Elektrogerät ausgeführt
und weist eine Akkuaufnahme 26 für einen hier nicht dargestellten Akkupack 21 auf.
Das Gehäuse 6 bildet ein Antriebsgehäuse 28 für einen hier nicht dargestellten Antrieb
3 aus, welcher ähnlich wie zu Figur 1 beschrieben mittels eines Hauptluftstromes 11
(hier nicht dargestellt) gekühlt wird. Vorliegend sind lediglich die Luftansaugöffnung
7 und die Luftausströmöffnung 8 für den Hauptluftstrom 11 schematisch dargestellt.
Ebenso ist der Luftströmungsweg 13 schematisch dargestellt. Es versteht sich, dass
dies lediglich beispielhaft zu verstehen ist und der Luftströmungsweg 13, wie bereits
zu den Figuren 1-7 ausgeführt, in verschiedenster Weise durch das Gehäuse 6 des Arbeitsgeräts
1 verlaufen kann und in verschiedener Weise ausgebildet sein kann. Das vorliegend
gezeigte Arbeitsgerät 1 könnte beispielsweise als elektrische Astsäge ausgebildet
sein. Der Arbeitsabschnitt 2 des Arbeitsgeräts 1 ist vorliegend nicht erkennbar. Es
ist lediglich schematisch eine Sägekette 30 dargestellt, welche von dem Arbeitsabschnitt
2 angetrieben wird. Ein wärmebelastetes Bauteil 9 in Form einer Steuerungseinheit
20 ist vorliegend nahe der Akkuaufnahme 26 angeordnet.
[0050] Das Arbeitsgerät 1 weist einen Griffabschnitt 22 sowie einen Fingerschutzabschnitt
23 auf. Der Saugkanal 17, welcher die Ansaugöffnung 10 vorliegend mit dem Luftströmungsweg
13 verbindet, verläuft vorliegend durch den Fingerschutzabschnitt 23 des Arbeitsgerätes
1. Der Saugkanal 17 kann dabei wiederum in verschiedenster Weise ausgebildet sein
und ist vorteilhafterweise direkt durch Konturen des Gehäuses 6 ausgebildet, sodass
kein separates Bauteil für den Saugkanal 17 vorgesehen werden muss. Ebenso ist es
jedoch denkbar, den Saugkanal 17 in Form einer Saugleitung 18 vorzusehen, welche das
wärmebelastete Bauteil 9 und/oder die Ansaugöffnung 10 mit dem Luftströmungsweg 13
verbindet. Über die Ansaugöffnung 10 wird wiederum ein Kühlluftstrom 12 angesaugt,
welcher die Steuerungseinheit 20 zu kühlen vermag.
[0051] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. So ist es beispielsweise nicht erforderlich, die Ansaugöffnung 10 oder
den Saugkanal 17 in einem größeren Winkel als in den Figuren 4, 5 und 8 oder gar in
einem rechten Winkel wie in den Figuren 6 und 7 dargestellt, mit dem Luftströmungsweg
13 zu verbinden. Vielmehr ist jeder beliebige Mündungswinkel des Kühlluftstromes 12
in den Hauptluftstrom 11 möglich. Weitere Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche
sind ebenso möglich.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Arbeitsgerät
- 2
- Arbeitsabschnitt
- 3
- Antrieb
- 4
- Elektromotor
- 5
- Vorrichtung zum Erzeugen eines Hauptluftstromes
- 6
- Gehäuse
- 7
- Luftansaugöffnung
- 8
- Luftausströmöffnung
- 9
- wärmebelastetes Bauteil
- 10
- Ansaugöffnung
- 11
- Hauptluftstrom
- 12
- Kühlluftstrom
- 13
- Luftströmungsweg
- 14
- Lüfterrad
- 15
- Venturidüse
- 16
- Sauganschluss
- 17
- Saugkanal
- 18
- Saugleitung
- 19
- Luftreinigungseinheit
- 20
- Steuerungseinheit
- 21
- Akkupack
- 22
- Griffabschnitt
- 23
- Fingerschutzabschnitt
- 24
- Motorwelle
- 25
- Verbrennungsmotor
- 26
- Akkuaufnahme
- 27
- Zündkerze
- 28
- Antriebsgehäuse
- 29
- Kettenrad
- 30
- Sägekette
- 31
- Notausschalter
- 32
- Energieversorgungsabschnitt
- 33
- Blasdüse
1. Arbeitsgerät (1), insbesondere Elektrogerät, insbesondere handgeführtes Elektrogerät,
mit wenigstens einem Arbeitsabschnitt (2),
mit einem Antrieb (3), insbesondere einem Elektromotor (4), zum Antreiben des Arbeitsabschnitts
(2),
mit wenigstens einer Vorrichtung (5) zum Erzeugen eines Hauptluftstromes (11), insbesondere
einem Lüfterrad (14),
mit wenigstens einem den Antrieb (3) und/oder die Vorrichtung (5) zum Erzeugen des
Hauptluftstromes (11) zumindest teilweise umgebenden Gehäuse (6), welches eine Luftansaugöffnung
(7) und eine Luftausströmöffnung (8) aufweist,
wobei die Luftansaugöffnung (7) und die Luftausströmöffnung (8) einen Luftströmungsweg
(13) definieren,
und mit wenigstens einem weiteren, im Betrieb des Arbeitsgeräts wärmebelasteten Bauteil
(9),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (6) wenigstens eine Ansaugöffnung (10) für Kühlluft aufweist, welche
mit dem Luftströmungsweg (13) verbunden ist und mit welcher ein Kühlluftstrom (12)
über das wärmebelastete Bauteil (9) führbar ist.
2. Arbeitsgerät (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Luftströmungsweg (13) eine Venturidüse (15) angeordnet ist und dass die Ansaugöffnung
(10) mit einem Sauganschluss (16) der Venturidüse (15) verbunden ist.
3. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung (10) über einen Saugkanal (17) mit dem Luftströmungsweg (13), insbesondere
dem Sauganschluss (16), verbunden ist.
4. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (17) zumindest abschnittsweise durch das Gehäuse (6) des Arbeitsgeräts
(1) ausgebildet ist.
5. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (17) zumindest eine Saugleitung (18) beinhaltet, wobei vorzugsweise
die Saugleitung (18) sich zumindest zwischen dem Luftströmungsweg (13), insbesondere
dem Sauganschluss (16), und dem wärmebelasteten Bauteil (9) erstreckt.
6. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugöffnung (10) eine Luftreinigungseinheit (19), insbesondere ein Filterelement,
zugeordnet ist, insbesondere vorgeordnet ist.
7. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftreinigungseinheit (19) demontierbar, insbesondere werkzeuglos demontierbar,
an dem Arbeitsgerät (1) angeordnet ist.
8. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmebelastete Bauteil (9) eine Steuerungseinheit des Arbeitsgeräts (1), insbesondere
eine Leiterplatte, und/oder ein Akkupack (21) zur Energieversorgung des Arbeitsgeräts
(1) ist.
9. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (1) einen Griffabschnitt (22) und/oder einen Fingerschutzabschnitt
(23) beinhaltet und dass der Saugkanal (17) durch den Griffabschnitt (22) und/oder
den Fingerschutzabschnitt (23) geführt ist.
10. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (14) direkt auf einer Motorwelle (24) des Antriebs (3) angeordnet ist.
11. Arbeitsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (1) eine Astsäge, insbesondere eine akkubetriebene Astkettensäge,
ist, wobei der Antrieb (3) ein Elektromotor (4) ist.
12. Verfahren zum Betreiben eines Arbeitsgeräts (1), insbesondere eines Elektrogeräts,
insbesondere eines handgeführten Elektrogeräts,
wobei das Arbeitsgerät (1)wenigstens einen Arbeitsabschnitt (2),
einen Antrieb (3), insbesondere einen Elektromotor (4), zum Antreiben des Arbeitsabschnitts
(2),
wenigstens ein den Antrieb (3) und/oder das Lüfterrad (14) zumindest teilweise umgebendes
Gehäuse (6),
und wenigstens ein weiteres, im Betrieb des Arbeitsgeräts (1) wärmebelastetes Bauteil
(9) aufweist,
wobei mit einer Vorrichtung (5) zum Erzeugen eines Hauptluftstromes (11) ein Hauptluftstrom
(11) erzeugt wird, welcher durch eine Luftansaugöffnung (7) des Gehäuses (6) angesaugt
wird und durch eine Luftausströmöffnung (8) des Gehäuses (6) abgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch wenigstens eine weitere Ansaugöffnung (10) des Gehäuses (6) ein Kühlluftstrom
(12) angesaugt wird und über das wärmebelastete Bauteil (9) geführt wird.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftstrom (12) zumindest abschnittsweise direkt durch das Gehäuse (6) des
Arbeitsgeräts (1), insbesondere durch einen Griffabschnitt (22) und/oder einen Fingerschutzabschnitt
(23), des Arbeitsgeräts (1) geführt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftstrom (12) über eine Steuerungseinheit (20) des Arbeitsgeräts (1), insbesondere
eine Leiterplatte, und/oder über ein Akkupack (21) zur Energieversorgung des Arbeitsgeräts
(1) geführt wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftstrom (12) mit einer Luftreinigungseinheit (19) gereinigt wird, bevor
er über das wärmebelastete Bauteil (9) geführt wird.