[0001] Die Erfindung betrifft ein Trägerprofil für ein Aushärteregal zum Aushärten von Betonsteinen
oder Ziegeln, wobei das Trägerprofil einen Blechgrundkörper aufweist, wobei der Blechgrundkörper
eine Querstrebe und zwei an der Querstrebe angeordnete Laschen zum Befestigen der
Querstrebe an Stützen des Aushärteregals aufweist und wobei der Blechgrundkörper eine
Auflagefläche zur Auflage mindestens eines Aushärtebodens des Aushärteregals in einer
horizontalen Ebene aufweist.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Aushärteregel zum Aushärten von Betonsteinen oder
Ziegeln, wobei das Aushärteregal mehrere, insbesondere vertikale, Stützen, mehrere
Trägerprofile und mehrere Aushärteböden aufweist, wobei die Trägerprofile jeweils
an zumindest zwei der Stützen angeordnet sind und wobei die Aushärteböden jeweils
auf zumindest zwei der Trägerprofile aufliegen, und eine Aushärtekammer mit einem
Aushärteregal.
[0003] Zum Aushärten von Betonsteinen, wie beispielsweise Betonsteinplatten, Bordsteinen,
Hohlblöcken, Pflastersteinen usw., oder Ziegeln, wie beispielsweise Mauerziegeln,
Klinkern, Dachziegeln usw., kommen häufig sogenannte Aushärteregale zum Einsatz. Derartige
Aushärteregale sind dafür ausgelegt Betonsteine oder Ziegel in einer möglichst großen
Anzahl aufzunehmen und während des Aushärtevorgangs zu lagern.
[0004] Die Aushärteregale weisen häufig mehrere Stützen, Trägerprofile und Aushärteböden
auf. Die Trägerprofile sind an den, insbesondere vertikalen, Stützen derart angeordnet,
dass die Aushärteböden auf jeweils mehreren Trägerprofilen, welche häufig horizontal
angeordnet sind, zwischen den Stützen aufliegen. Die Aushärteböden sind dabei jeweils
in einer horizontalen Ebene orientiert, wobei mehrere Aushärteböden hintereinander
und/oder übereinander, je nach Anordnung der Trägerprofile, angeordnet sein können.
Auf die Aushärteböden können dann die zu härtenden Betonsteine oder Ziegel aufgelegt
und gelagert werden.
[0005] Es ist ersichtlich, dass aufgrund der großen Anzahl an Betonsteinen oder Ziegeln
die Aushärteregale eine ausreichende Stabilität aufweisen müssen. Für die Stabilität
der Aushärteregale sind unter anderem die Trägerprofile bzw. das Trägerprofil im Einzelnen,
wie jenes, welches die Erfindung betrifft, ausschlaggebend.
[0006] Das in Rede stehende Trägerprofil für ein Aushärteregal zum Aushärten von Betonsteinen
oder Ziegeln weist einen Blechgrundkörper auf. Derartige Blechgrundkörper können vergleichsweise
günstig gefertigt werden und gleichzeitig bei entsprechender Auslegung die erforderliche
Stabilität erfüllen.
[0007] Der Blechgrundkörper weist eine Querstrebe und zwei Laschen auf. Die Laschen sind
an der Querstrebe angeordnet und ermöglichen das Befestigen des Trägerprofils im Übrigen,
insbesondere der Querstrebe, an den Stützen des Aushärteregals. Bei bestimmungsgemäßer
Verwendung des Trägerprofils kann die Querstrebe zwischen mehreren, insbesondere zwei,
Stützen horizontal - also "quer" - angeordnet sein.
[0008] Der Blechgrundkörper weist ferner eine Auflagefläche auf, auf welcher mindestens
ein Aushärteboden des Aushärteregals aufliegen kann. Der Blechgrundkörper bzw. insbesondere
die Auflagefläche ist dabei derart ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Trägerprofils der auf der Auflagefläche aufliegende Aushärteboden in einer horizontalen
Ebene aufliegt, also horizontal orientiert ist, wodurch auf diesen Aushärteboden Betonsteine
oder Ziegel ohne etwaiges Verrutschen sicher gelagert und ausgehärtet werden können.
[0009] Als Abschnitt des Blechgrundkörpers weist die Querstrebe zwei orthogonal zueinander
orientierte Haupterstreckungsrichtungen (beispielsweise Länge und Breite der Querstrebe)
auf. Die Haupterstreckungsrichtungen der Querstrebe spannen wiederum eine Hauptebene
der Querstrebe auf. Bei dem bekannten Trägerprofil ist die Hauptebene der Querstrebe
bei im lastfreien Zustand des Trägerprofils vertikal angeordnet. Die Hauptebene des
Querprofils entspricht hier also einer vertikalen Ebene, die entsprechend orthogonal
gegenüber der horizontalen Ebene, in welcher sich der Aushärteboden auf der Auflagefläche
auflegen lässt, orientiert ist.
[0010] Diese Ausbildung der Querstrebe und insbesondere von deren Hauptebene hat jedoch
den Nachteil, dass bei hohen Lasten und Kräften, die beispielsweise aufgrund des hohen
Gewichts der auf dem Aushärteboden gelagerten Betonsteine oder Ziegel wirken können,
eine Verwindung bzw. Torsion der Querstrebe eintritt, insbesondere hin zu stumpfen
Neigungswinkeln α für die Hauptebene. Hierdurch werden die Querstrebe und das Trägerprofil
in ihrer Tragfähigkeit geschwächt.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Trägerprofil zu schaffen,
das sich durch eine verbesserte Stabilität, insbesondere bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Trägerprofils, auszeichnet.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind insbesondere in den abhängigen Ansprüchen angegeben, die jeweils für sich genommen
oder in verschiedener Kombination miteinander einen Aspekt der Erfindung darstellen
können.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Trägerprofil für ein Aushärteregal zum Aushärten von Betonsteinen
oder Ziegeln weist einen Blechgrundkörper auf, wobei der Blechgrundkörper eine Querstrebe
und zwei an der Querstrebe angeordnete Laschen zum Befestigen der Querstrebe an Stützen
des Aushärteregals aufweist, wobei der Blechgrundkörper eine Auflagefläche zur Auflage
mindestens eines Aushärtebodens des Aushärteregals in einer horizontalen Ebene aufweist,
wobei die Querstrebe zwei Haupterstreckungsrichtungen aufweist, die eine Hauptebene
aufspannen.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Auflagefläche und die Querstrebe, insbesondere
herstellungsseitig, derart zueinander angeordnet sind, dass die
[0015] Hauptebene der Querstrebe gegenüber der horizontalen Ebene, insbesondere gegenüber
der Auflagefläche, in einem spitzen Neigungswinkel orientiert ist.
[0016] Die grundsätzliche Überlegung der Erfindung liegt darin, die Hauptebene der Querstrebe
herstellungsseitig schräg, nämlich in dem spitzen Neigungswinkel, also nicht orthogonal,
gegenüber der horizontalen Ebene, insbesondere gegenüber der Auflagefläche, anzuordnen.
Hierdurch kann die Stabilität des Trägerprofils verbessert werden, wie im nachfolgenden
Absatz erklärt wird.
[0017] Es wurde festgestellt, dass es bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils
aufgrund von auftretenden Lasten und Kräften zu etwaigen Verwindungen bzw. einer Torsion
der Querstrebe kommen kann, wie aus dem Stand der Technik bekannt. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausrichtung der Hauptebene mit dem spitzen Neigungswinkel im lastfreien Zustand, wird
der zu erwartenden Verwindung und Torsion unter Last quasi präventiv vorgebeugt. Unter
Last wirken dann gewisse Drehmomente unter anderem auf die Querstrebe, die zu einer
Verwindung der Querstrebe gegenüber der horizontalen Ebene, insbesondere der Auflagefläche
hin zu größeren Neigungswinkeln α führen. Idealerweise vergrößert sich der stumpfe
Neigungswinkel α hin zu α=90°, wodurch dann eine maximale Tragfähigkeit des Trägerprofils
erreicht werden würde. Während bei dem bekannten Trägerprofil eben diese Verdrehung
regelmäßig zu einem verschlechterten Einleiten von Lasten und Kräften in die Querstrebe
führen kann, weil sich die Hauptebene unter Last hin zu stumpfen Neigungswinkeln α
verwindet, so führt bei dem erfindungsgemäßen Trägerprofil gerade diese Verdrehung
zu einem verbesserten Einleiten von Lasten und Kräften in die Querstrebe. Mit anderen
Worten kann mit der herstellungsseitigen Anordnung den bei der bestimmungsgemäßen
Verwendung auftretenden Verbiegungen und Verformungen gewissermaßen derart präventiv
vorgebeugt werden bzw. können diese derart ausgeglichen werden, dass das Einleiten
von Lasten und Kräften bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils insgesamt
verbessert wird. Dieser vorteilhafte Effekt tritt insbesondere dann ein bzw. lässt
sich statisch damit begründen, wenn bzw. dass die Lasteinleitung über den Schubmittelpunkt
erfolgt.
[0018] Obschon der spitze Neigungswinkel ganz grundsätzlich unterschiedlich groß ausgestaltet
sein kann, so hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Neigungswinkel
zwischen 70° und 86°, vorzugsweise zwischen 73° und 82°, insbesondere 75°, weiter
vorzugsweise zwischen 78° und 80°, groß ist. Insbesondere in diesen Bereichen für
den Neigungswinkel lässt sich die Stabilität des Trägerprofils insgesamt verbessern.
Besonders bevorzugt mit Blick auf eine möglichst große Stabilität und Tragfähigkeit
ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass der Neigungswinkel 75° oder 79° groß ist.
[0019] Aufgrund der insgesamt verbesserten Stabilität des Trägerprofils lässt eine vorteilhafte
Ausgestaltung zu, dass der Blechgrundkörper, insbesondere die Laschen und die Querstrebe
jeweils, eine mittlere Blechdicke zwischen 0,75 mm und 3,5 mm, vorzugsweise zwischen
1 mm und 3 mm, weiter vorzugsweise zwischen 1,8 mm und 2,2 mm aufweist. Während aus
dem Stand der Technik bekannte Trägerprofile größere mittlere Blechdicken aufweisen,
um die erforderliche Stabilität zu erreichen, ist es bei dem erfindungsgemäßen Trägerprofil
möglich, eine vergleichsweise geringere mittlere Blechdicke bei gleichzeitig guter
Stabilität vorzusehen. Eine geringere mittlere Blechdicke kann zu Fertigungs-, Transport-
und/oder Montagevorteilen führen. Es hat sich in diesem Zusammenhang als besonders
vorteilhaft herausgestellt, wenn der Blechgrundkörper, insbesondere die Laschen und
die Querstrebe jeweils, eine mittlere Blechdicke von im Wesentlichen 2 mm aufweist.
[0020] Ferner mit Blick auf die Fertigung ist es möglich, dass der Blechgrundkörper ein
Stanzbleichteil oder ein Schneidblechteil ist. Insbesondere sofern eine große Vielzahl
an Trägerprofilen gefertigt werden, stellt das Stanzen zum Herstellen von Stanzblechteilen
ein vergleichsweise einfaches, schnelles und kostengünstiges Fertigungsverfahren dar.
Das Schneidblechteil lässt sich beispielsweise durch Laserschneiden, Plasmaschneiden
oder Wasserstrahlschneiden herstellen. Insbesondere sofern eine geringere Stückzahl
an Trägerprofilen, beispielsweise aufgrund von Sonderanfertigungen, erforderlich sind,
stellt das Schneiden zum Herstellen von Schneidblechteilen ein vergleichsweise flexibles
Herstellungsverfahren dar.
[0021] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die Querstrebe und die Laschen einstückig
ausgestaltet sind, wobei die Laschen gegenüber der Querstrebe jeweils entlang einer
Knickkante abgekantet sind. Auch dies ermöglicht eine vergleichsweise einfache und
kostengünstige Fertigung bei gleichzeitig guter Stabilität des Trägerprofils. Das
Abkanten kann etwa durch Umformung erfolgen. Die Knickkante kann bei bestimmungsgemäßer
Verwendung gegenüber einer vertikalen Richtung in dem spitzen Neigungswinkel orientiert
sein.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung mit verbesserter Stabilität sieht vor, dass
der Blechgrundkörper eine Sicke zur Erhöhung der Stabilität des Blechgrundkörpers
im Übrigen aufweist. Vorzugsweise erstreckt sich die Sicke entlang einer der Haupterstreckungsrichtungen
der Querstrebe über die Querstrebe. Hierdurch lässt sich insbesondere die Stabilität
der Querstrebe verbessern. Die eine der Haupterstreckungsrichtungen kann insbesondere
bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils im Wesentlichen horizontal orientiert
sein. Die Sicke kann sich, insbesondere bezogen auf die eine der Haupterstreckungsrichtungen,
durchgängig oder abschnittsweise unterbrochen entlang der Querstrebe erstrecken.
[0023] In diesem Zusammenhang weiter vorzugsweise erstreckt sich die Sicke bis hin zu den
Laschen und zumindest teilweise entlang der Laschen. Auch hierdurch lässt sich die
Stabilität weiter verbessern. Es ist möglich, dass sich die Sicke durchgängig oder
abschnittsweise unterbrochen entlang der jeweiligen Lasche erstreckt.
[0024] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Blechgrundkörper
eine weitere Querstrebe aufweist, die an der Querstrebe angeordnet ist und die Auflagefläche
zumindest teilweise ausbildet. Auch die weitere Querstrebe kann die Stabilität des
Trägerprofils verbessern, insbesondere hinsichtlich einer stabilen Auflage eines bzw.
des Auflagebodens des Aushärteregals. Vorzugsweise weist die weitere Querstrebe zwei
weitere Haupterstreckungsrichtungen auf, die eine weitere Hauptebene aufspannen, welche
bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils im Wesentlichen horizontal orientiert
ist. Dies kann eine sichere Auflage eines bzw. des Auflagebodens des Aushärteregals
ermöglichen. Die weitere Hauptebene kann insbesondere parallel zu oder in der horizontalen
Ebene, in welcher sich der Aushärteboden auf der Auflagefläche auflegen lässt, verlaufen.
Es ist denkbar, dass die weitere Hauptebene der weiteren Querstrebe gegenüber der
Hauptebene der Querstrebe in dem spitzen Neigungswinkel orientiert ist.
[0025] Hinsichtlich der Ausgestaltung der Laschen hat es sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung
als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Laschen jeweils zwei Laschen-Haupterstreckungsrichtungen
aufweisen, die jeweils eine Laschen-Hauptebene aufspannen. Die Laschen-Hauptebenen
der Laschen können im Wesentlichen parallel oder schräg zueinander orientiert sein.
Mit Blick auf eine weiter verbesserte Stabilität ist es denkbar, dass die Laschen-Hauptebenen
bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils jeweils im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet sind. Hierdurch lässt sich eine verbesserte Kraftaufnahme der Laschen,
insbesondere über die Querstrebe und/oder die weitere Querstrebe, erreichen.
[0026] Im Zusammenhang mit den Laschen ist es alternativ oder zusätzlich möglich, dass die
Laschen jeweils mindestens einen Einhängezapfen zum einhängenden Befestigen des Trägerprofils
im Übrigen, insbesondere der Querstrebe, an den Stützen des Aushärteregals aufweist.
Hierdurch lässt sich das Trägerprofil mit vergleichsweise wenig Aufwand an den Stützen
montieren. Vorzugsweise weisen die Laschen jeweils zwei Einhängezapfen auf. Es ist
möglich, dass der jeweilige Einhängezapfen oder die Einhängezapfen der Laschen derart
ausgebildet sind, dass das Trägerprofil werkzeuglos montierbar ist.
[0027] Es ist grundsätzlich denkbar, dass die Einhängezapfen der jeweiligen Lasche gegenüber
der Hauptebene der Querstrebe zumindest herstellungsseitig unterschiedlich beabstandet
sind. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn jeweils der bei bestimmungsgemäßer
Verwendung untere Einhängezapfen der Laschen näher als der bei bestimmungsgemäßer
Verwendung obere Einhängezapfen der Laschen gegenüber der Hauptebene der Querstrebe
beabstandet ist.
[0028] Um die Montage weiter zu vereinfachen ist es denkbar, dass der jeweilige Einhängezapfen
oder jeweils einer der Einhängezapfen der Laschen eine teilkreisförmige Ausnehmung
aufweist. Über diese teilkreisförmige Ausnehmung lässt sich das Trägerprofil einhängen
und entlang der teilkreisförmigen Ausnehmung verkippen, um das Trägerprofil letztlich
in dessen Ausrichtung bei bestimmungsgemäßer Verwendung zu bewegen. Alternativ oder
zusätzlich ist es denkbar, dass der jeweilige Einhängezapfen oder jeweils der andere
der Einhängezapfen eine rechteckförmige Ausnehmung aufweist. Dies ermöglicht die sichere
Festlegung des Trägerprofils bei bestimmungsgemäßer Verwendung.
[0029] Es wird ferner ein erfindungsgemäßes Aushärteregal zum Aushärten von Betonsteinen
oder Ziegeln vorgeschlagen. Das Aushärteregal weist mehrere, insbesondere vertikale,
Stützen, mehrere Trägerprofile und mehrere Aushärteböden auf, wobei die Trägerprofile
jeweils an zumindest zwei der Stützen angeordnet sind und wobei die Aushärteböden
jeweils auf zumindest zwei der Trägerprofile aufliegen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Trägerprofile jeweils erfindungsgemäß ausgebildet sind.
[0030] Die Trägerprofile können jeweils eines oder mehrere der im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Trägerprofil beschriebenen Merkmale aufweisen. Es wird an dieser Stelle auf die Ausführungen
zu dem erfindungsgemäßen Trägerprofil verwiesen.
[0031] Darüber hinaus wird eine erfindungsgemäße Aushärtekammer mit zumindest einem Aushärteregal,
vorzugsweise mehreren Aushärteregalen, vorgeschlagen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass das Aushärteregal oder die Aushärteregale jeweils erfindungsgemäß ausgebildet
sind.
[0032] Es wird an dieser Stelle auf die Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen Trägerprofil
und dem erfindungsgemäßen Aushärteregal verwiesen.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Figuren näher erläutert. In den Figuren zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Aushärteregals,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Trägerprofils in perspektivischer
Ansicht und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Trägerprofils gemäß Fig. 2 in
einer seitlichen Ansicht.
In den Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Komponenten mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0034] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Aushärteregal 100 dargestellt. Das Aushärteregal
100 kann eingesetzt werden, um Betonsteine oder Ziegel auszuhärten. Betonsteine können
beispielsweise Betonsteinplatten, Bordsteine, Hohlblöcke, Pflastersteine usw. sein.
Ziegel können beispielsweise Mauerziegel, Klinker, Dachziegel usw. sein. Das Aushärten
kann erfolgen, indem die Betonsteine oder Ziegel in dem Aushärteregal 100 aufgenommen
und gelagert werden.
[0035] Das Aushärteregal 100 kann, wie hier, einer erfindungsgemäßen Aushärtekammer 200
zugeordnet sein. In der Aushärtekammer 200 lassen sich bestimmte Bedingungen für ein
kontrolliertes Aushärten schaffen. So ist es beispielsweise möglich, dass das Aushärten
bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und/oder einer bestimmten Temperatur erfolgt.
Es ist denkbar, dass die Bedingungen über der Zeit des Aushärtens variieren. Die Aushärtekammer
200 ist in der Fig. 1 nicht weiter dargestellt.
[0036] Das Aushärteregal 100 weist zunächst mehrere Stützen 101 auf. Die Stützen 101 können
vorzugsweise, wie hier, jeweils vertikal orientiert angeordnet sein. Es ist möglich,
dass die Stützen 101 zumindest zwei gegenüberliegende Stützreihen 103 ausbilden. In
Fig. 1 bilden beispielsweise auf der linken Seite mehrere hintereinander angeordneten
Stützen 101 eine linke Stützreihe 103 und auf der rechten Seite mehrere hintereinander
angeordneten Stützen 101 eine rechte Stützreihe 103 auf.
[0037] Das Aushärteregal 100 weist ferner Trägerprofile 1 auf. Die Trägerprofile 1 sind
jeweils an, insbesondere zwischen, zumindest zwei, vorzugsweise genau zwei, der Stützen
101 angeordnet. Die Stützen 101 können hierfür jeweils mehrere Befestigungspunkte
104 aufweisen, an denen sich die Trägerprofile 1 anordnen lassen. Die Befestigungspunkte
104 können Befestigungsausnehmungen aufweisen, über welche sich die Trägerprofile
1 an den Stützen 101 anordnen lassen. Beispielsweise sind die Befestigungsausnehmungen
als Zapfenausnehmungen ausgebildet, in welche etwa Einhängezapfen 9 der Trägerprofile
1 einhängbar sind.
[0038] Es ist denkbar, dass die Trägerprofile 1 jeweils an Stützen 101 einer der Stützreihen
103 angeordnet sind. Mit Blick auf Fig. 1 kann ein Teil der Trägerprofile 1 beispielsweise
an Stützen 101 der linksseitig dargestellten Stützreihe 103 und ein anderer Teil der
Trägerprofile 1 beispielsweise an Stützen 101 der rechtsseitig dargestellten Stützreihe
103 angeordnet sein.
[0039] Das Aushärteregal 100 weist darüber hinaus mehrere Aushärteböden 102 auf. Die Aushärteböden
102 liegen jeweils auf zumindest zwei der Trägerprofile 1 auf. Die Aushärteböden 102
sind dabei jeweils in einer horizontalen Ebene H angeordnet, insbesondere derart,
dass die Betonsteine oder Ziegel auf diesen gelagert werden können. Es ist denkbar,
dass die Aushärteböden 102 zwischen den unterschiedlichen Stützreihen 103 angeordnet
sind.
[0040] Der Begriff "Aushärteboden" ist in diesem Zusammenhang breit zu verstehen und umfasst
insbesondere tragende Komponenten, auf welchen die Betonsteine oder Ziegel gelegt
und gelagert werden können. So ist es beispielsweise möglich, dass die Aushärteböden
102 nach Art von Regalbrettern oder nach Art von Leisten oder nach Art von Profilen,
etwa Blechprofilen, ausgebildet sind.
[0041] Der Begriff "aufliegen" ist in diesem Zusammenhang ebenfalls breit zu verstehen und
umfasst sowohl das lose Aufliegen als auch das befestigte Aufliegen der Aushärteböden
102 auf den Trägerprofilen. Beim befestigten Aufliegen können die Aushärteböden 102
und die Trägerprofile 1 durch etwaige Befestigungsmittel (wie Schrauben, Schweißpunkte,
Klammer, Klips, etc.) miteinander fest verbunden sein. Beim losen Aufliegen können
die Aushärteböden 102 aufgrund der Gewichtskraft auf den Trägerprofilen aufliegen,
wobei eine formschlüssige Lagesicherung vorgesehen sein kann.
[0042] Mit Blick auf die Trägerprofile 1 ist bei dem Aushärteregal 100 vorgesehen, dass
die Trägerprofile 1 jeweils erfindungsgemäß ausgebildet sind. Ein erfindungsgemäßes
Trägerprofil 1 ist in Fig. 2 in perspektivischer Ansicht, in Fig. 3 in seitlicher
Ansicht dargestellt. Das Trägerprofil 1 kann dem Aushärteregal 100 gemäß Fig. 1 zugeordnet
sein. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung kann das Trägerprofil 1 an den Stützen 101
des Aushärteregals 100 angeordnet sein.
[0043] Das Trägerprofil 1 weist einen Blechgrundkörper 2 mit einer Querstrebe 3 und zwei
Laschen 4 auf. Gleichwohl das Trägerprofil 1 grundsätzlich auch weitere Komponenten
neben dem Blechgrundkörper 2 aufweisen kann, so ist es durchaus auch möglich, dass
das Trägerprofil 1 aus dem Blechgrundkörper 2 besteht.
[0044] Der Blechgrundkörper 2 ist, wie hier, aus einem Blech gefertigt. Es ist möglich,
dass der Blechgrundkörper, insbesondere die Laschen 4 und die Querstrebe 3 jeweils,
eine mittlere Blechdicke zwischen 0,75 mm und 3,5 mm, vorzugsweise zwischen 1 mm und
3 mm, weiter vorzugsweise zwischen 1,8 mm und 2,2 mm, weiter vorzugsweise von im Wesentlichen
2 mm, aufweist bzw. aufweisen. Um die körperliche Gestalt des Blechgrundkörpers 2
zu erreichen, können ganz grundsätzlich Trennverfahren und/oder Umformverfahren und/oder
Fügeverfahren eingesetzt werden. Besonders vorzugsweise ist der Blechgrundkörper 2,
wie hier, ein Stanzblechteil oder ein Schneidblechteil.
[0045] Der Blechgrundkörper 2 weist, wie vorstehend bereits erwähnt, die Querstrebe 3 und
die an der Querstrebe 3 angeordneten Laschen 4 auf. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Trägerprofils 1 ist die Querstrebe 3 horizontal orientiert.
[0046] Über die Laschen 4 lässt sich das übrige Trägerprofil 1, insbesondere die Querstrebe
3, an den Stützen 101 des Aushärteregals 100 befestigen, wie es aus Fig. 1 hervorgeht.
Die Laschen 4 können, wie hier, jeweils endseitig an der Querstrebe 3 angeordnet sein.
Hier und vorzugsweise sind die Querstrebe 3 und die Laschen 4 jeweils als Abschnitt
des Blechgrundkörpers 2 ausgebildet.
[0047] Hier und besonders vorzugsweise ist es möglich, dass die Querstrebe 3 und die Laschen
4 einstückig ausgestaltet sind. Die Laschen 4 sind gegenüber der
[0048] Querstrebe 3 jeweils entlang einer Knickkante 6 abgekantet. Dies kann etwa im Rahmen
der Fertigung des Blechgrundkörpers 2, beispielsweise durch Umformung, erfolgen.
[0049] Der Blechgrundkörper 2 des Trägerprofils 1 weist eine Auflagefläche 5 auf. Die Auflagefläche
5 ist derart ausgestaltet, dass zumindest ein Aushärteboden 102 des Aushärteregals
100 aufliegen kann, und zwar insbesondere derart, dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Trägerprofils 1 der Aushärteboden 102 auf der Auflagefläche 5 des Blechgrundkörpers
in einer oder der horizontalen Ebene H, also horizontal orientiert, aufliegt, so wie
es aus Fig. 1 hervorgeht.
[0050] Obschon grundsätzlich unterschiedliche Ausgestaltungen für die Auflagefläche 5 denkbar
sind, beispielsweise kann die Auflagefläche 5 durch Stirnflächen der Laschen 4 und/oder
insbesondere der Querstrebe 3 ausgebildet sein, so hat es sich als besonders vorzugsweise
herausgestellt, wenn der Blechgrundkörper 2 eine weitere Querstrebe 8 aufweist, die
die Auflagefläche 5 ausbildet, so wie es etwa in Fig. 2 dargestellt ist. Die weitere
Querstrebe 8 kann bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils 1 horizontal
orientiert sein.
[0051] Die weitere Querstrebe 8 kann an der Querstrebe 3 angeordnet sein. Hier und vorzugsweise
sind die Querstrebe 3 und die weitere Querstrebe 3 einstückig ausgebildet. Die weitere
Querstrebe 8 kann gegenüber der Querstrebe 3 abgekantet sein. Es ist möglich, dass
die weitere Querstrebe 8 und die Laschen 4 ausschließlich über die Querstrebe 3 miteinander
verbunden sind. Alternativ ist es ebenso denkbar, dass die weitere Querstrebe 8 und
die Laschen 4 miteinander verbunden sind, beispielsweise indem die weitere Querstrebe
8 auf den Laschen 4 aufliegt.
[0052] Es ist hier und vorzugsweise vorgesehen, dass die weitere Querstrebe 8 zumindest
eine Befestigungsmittelausnehmung zur Befestigung des Aushärtebodens mittels eines
zusätzlichen Befestigungsmittels (wie etwa einer Schraube, etc.) aufweist. Die Befestigungsmittelausnehmung
kann etwa als Durchgangsbohrung ausgebildet sein.
[0053] Wie bereits erwähnt, ist die Querstrebe 3 als Abschnitt des Blechgrundkörpers 2 ausgebildet.
Die Querstrebe 3 weist damit zwei Haupterstreckungsrichtungen R1 auf, die wiederum
eine Hauptebene E1 aufspannen. Die Haupterstreckungsrichtungen R1 der Querstrebe 3
sind orthogonal zueinander orientiert, wie es aus Fig. 2 hervorgeht.
[0054] "Haupterstreckungsrichtungen" sind jene Richtungen eines Abschnitts des Blechgrundkörpers
2, in welche sich der entsprechende Abschnitt körperlich maßgeblich erstreckt, also
beispielsweise die Länge und Breite, gegenüber welchen die Dicke vergleichsweise gering
ist. Die Haupterstreckungsrichtungen können insbesondere orthogonal zueinander orientiert
sein. Eine oder die "Hauptebene" ist jene Ebene, die durch die entsprechenden Haupterstreckungsrichtungen
des entsprechenden Abschnitts aufgespannt wird.
[0055] Ganz wesentlich bei dem erfindungsgemäßen Trägerprofil 1 ist nunmehr, dass die Auflagefläche
5 und die Querstrebe 3 derart zueinander angeordnet sind, dass die Hauptebene E1 der
Querstrebe 3 gegenüber der horizontalen Ebene H in einem spitzen Neigungswinkel α
orientiert ist. Dies kann insbesondere herstellungsseitig der Fall sein.
[0056] "Herstellungsseitig" bedeutet, dass diese Anordnung insbesondere zeitlich nach erfolgter
Herstellung des Trägerprofils 1 und vor erstmaliger bestimmungsgemäßer Verwendung
umgesetzt ist. Es ist durchaus denkbar, dass die herstellungsseitige Anordnung von
jener Anordnung abweicht, welche sich nach einer Weile bei bestimmungsgemäßer Verwendung
einstellen kann, beispielsweise aufgrund von etwaigen Verbiegungen und Verformungen
des Trägerprofils 1.
[0057] Die Hauptebene E1 der Querstrebe 3 ist damit zumindest herstellungsseitig schräg
zu einer vertikalen Ebene orientiert. Es ist denkbar, dass die Hauptebene E1 der Querstrebe
3 bei bestimmungsgemäßer Verwendung in Richtung der vertikalen Ebene bewegt wird,
insbesondere aufgrund von Verbiegung und Verformung der Querstrebe 3 und/oder der
Laschen 4.
[0058] Besonders vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Auflagefläche 5 und die Querstrebe
3, insbesondere herstellungsseitig, derart zueinander angeordnet sind, dass die Hauptebene
E1 der Querstrebe 3 gegenüber der Auflagefläche 5 selbst in einem spitzen Neigungswinkel
α orientiert ist, wobei sich der Neigungswinkel α zu einem Einhängezapfen 9 der Lasche
4 hin öffnet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Auflagefläche 5 in der horizontalen
Ebene H angeordnet ist, wie es etwa in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist.
[0059] Hinsichtlich der Orientierung der Querstrebe 3 ist besonders vorzugsweise vorgesehen,
dass der Neigungswinkel α zwischen 70° und 86°, vorzugsweise zwischen 73° und 82°,
insbesondere 75°, weiter vorzugsweise zwischen 78° und 80° groß ist. Mit Blick auf
Fig. 3 und besonders vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Neigungswinkel α 75° oder
79° groß ist.
[0060] Es ist gemäß den Figuren 2 und 3 und vorzugsweise möglich, dass der Blechgrundkörper
2 eine Sicke 7 aufweist. Die Sicke 7 ermöglicht eine Erhöhung der Stabilität des übrigen
Blechgrundkörpers 2. Die Sicke 7 kann zumindest abschnittsweise einen trapezförmigen
Querschnitt, insbesondere gleichschenkligtrapezförmigen Querschnitt, aufweisen. Die
Sicke 7 kann etwa im Zuge der Fertigung, insbesondere durch Umformung, hergestellt
werden. Die Sicke 7 kann, wie hier, durchgängig oder abschnittsweise unterbrochen
ausgestaltet sein.
[0061] Die Sicke 7 erstreckt sich, hier und vorzugsweise, entlang einer der Haupterstreckungsrichtungen
R1 der Querstrebe 3 über die Querstrebe 3 hinweg. Die Sicke 7 kann sich insbesondere
in jene der Haupterstreckungsrichtungen R1 erstrecken, welche bei bestimmungsgemäßer
Verwendung des Trägerprofils 1 im Wesentlichen horizontal orientiert ist. Besonders
vorzugsweise in diesem Zusammenhang ist gemäß den Figuren 2 und 3 vorgesehen, dass
sich die Sicke 7 bis hin zu den Laschen 4 und zumindest teilweise entlang den Laschen
4 erstreckt.
[0062] Neben der Querstrebe 3 sind auch die Laschen 4 als Abschnitt des Blechgrundkörpers
2 ausgebildet. Die Laschen 4 können jeweils zwei Laschen-Haupterstreckungsrichtungen
R3 aufweisen, die jeweils eine Laschen-Hauptebene E3 aufspannen. Die Laschen-Haupterstreckungsrichtungen
R3 der Laschen 4 sind jeweils, insbesondere bezogen auf die jeweilige Lasche 4, orthogonal
zueinander orientiert, wie es aus Fig. 2 hervorgeht.
[0063] Hinsichtlich der Orientierung der Laschen 4 ist hier und vorzugsweise vorgesehen,
dass die Laschen-Hauptebenen E3 bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Trägerprofils
1 jeweils im Wesentlichen vertikal orientiert sind.
[0064] Auch die weitere Querstrebe 8 kann, wie hier, als Abschnitt des Blechgrundkörpers
2 ausgebildet sein. Die weitere Querstrebe 8 kann zwei weitere Haupterstreckungsrichtungen
R2 aufweisen, die eine weitere Hauptebene E2 aufspannen. Die weiteren Haupterstreckungsrichtungen
R2 der weiteren Querstrebe 8 sind orthogonal zueinander orientiert, wie es aus Fig.
2 hervorgeht.
[0065] Es ist denkbar, dass die weitere Hauptebene E2 bei bestimmungsgemäßer Verwendung
des Trägerprofils 1 im Wesentlichen horizontal orientiert ist. Die Hauptebene E1 und
die weitere Hauptebene E2 sind vorzugsweise in dem spitzen Neigungswinkel α zueinander
angeordnet.
[0066] Mit Blick auf die Ausgestaltung der Laschen 4 und insbesondere mit Blick auf die
Befestigung der Querstrebe 3 über die Laschen 4 ist vorzugsweise vorgesehen, dass
die Laschen 4 jeweils mindestens einen Einhängezapfen 9 zum einhängenden Befestigen
der Querstrebe 3 an den Stützen 101 des Aushärteregals 100 aufweisen. Mit Blick auf
die Figuren 2 und 3 ist es möglich, dass die Laschen 4 jeweils zwei Einhängezapfen
9 aufweisen. Der Einhängezapfen 9 oder die Einhängezapfen 9 der Laschen 4 kann bzw.
können über die Befestigungspunkte, insbesondere über die Zapfenausnehmungen, an den
Stützen 101 eingehängt werden. Die Anordnung der Trägerprofile 1 an den Stützen 101
kann werkzeuglos erfolgen.
[0067] Im Hinblick auf die Ausgestaltung des Einhängezapfen 9 bzw. der Einhängezapfen 9
ist es möglich, dass der jeweilige Einhängezapfen 9 der Laschen 4 (für den Fall, dass
jede Lasche 4 einen Einhängezapfen 9 aufweist) oder jeweils einer der Einhängezapfen
9 der Laschen 4 (für den Fall, dass jede Lasche 4 mehrere Einhängezapfen 9 aufweist)
eine teilkreisförmige Ausnehmung 10 aufweist. Die teilkreisförmige Ausnehmung 10 kann
eine Teilkreiskontur aufweisen, welche sich über mindestens 90°, vorzugsweise mindestens
135°, weiter vorzugsweise mindestens 160°, erstreckt.
[0068] Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar, dass der jeweilige Einhängezapfen 9 der
Laschen 4 (für den Fall, dass jede Lasche 4 mehrere Einhängezapfen 9 aufweist) oder
jeweils der andere der Einhängezapfen 9 der Laschen 4 (für den Fall, dass jede Lasche
4 mehrere Einhängezapfen 9 aufweist) eine teilrechteckförmige Ausnehmung 11 aufweist.
Die teilrechteckförmige Ausnehmung 11 kann, wie es etwa aus Fig. 3 hervorgeht, eine
Teilkontur eines Rechtecks aufweisen. Es ist möglich, wie es ebenfalls etwa aus Fig.
3 hervorgeht, dass die teilrechteckförmige Ausnehmung 11 eine Verrundung oder mehrere
Verrundungen aufweist.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Trägerprofil
- 2
- Blechgrundkörper
- 3
- Querstrebe
- 4
- Lasche
- 5
- Auflagefläche
- 6
- Knickkante
- 7
- Sicke
- 8
- weitere Querstrebe
- 9
- Einhängezapfen
- 10
- teilkreisförmige Ausnehmung
- 11
- teilrechteckförmige Ausnehmung
- R1
- Haupterstreckungsrichtungen
- R2
- weitere Haupterstreckungsrichtungen
- R3
- Laschen-Haupterstreckungsrichtungen
- E1
- Hauptebene
- E2
- weitere Hauptebene
- E3
- Laschen-Hauptebene
- α
- Neigungswinkel
- H
- horizontale Ebene
- 100
- Aushärteregal
- 101
- Stütze
- 102
- Aushärteboden
- 103
- Stützreihe
- 104
- Befestigungspunkt
- 200
- Aushärtekammer
1. Trägerprofil für ein Aushärteregal (100) zum Aushärten von Betonsteinen oder Ziegeln,
wobei das Trägerprofil (1) einen Blechgrundkörper (2) aufweist, wobei der Blechgrundkörper
(2) eine Querstrebe (3) und zwei an der Querstrebe (3) angeordnete Laschen (4) zum
Befestigen der Querstrebe (3) an Stützen (101) des Aushärteregals (100) aufweist,
wobei der Blechgrundkörper (2) eine Auflagefläche (5) zur Auflage mindestens eines
Aushärtebodens (102) des Aushärteregals (100) in einer horizontalen Ebene (H) aufweist,
wobei die Querstrebe (3) zwei Haupterstreckungsrichtungen (R1) aufweist, die eine
Hauptebene (E1) aufspannen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflagefläche (5) und die Querstrebe (3) derart zueinander angeordnet sind, dass
die Hauptebene (E1) der Querstrebe (3) gegenüber der horizontalen Ebene (H), insbesondere
gegenüber der Auflagefläche (5), in einem spitzen Neigungswinkel (α) orientiert ist.
2. Trägerprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (α) zwischen 70° und 86°, vorzugsweise zwischen 73° und 82°, insbesondere
75°, weiter vorzugsweise zwischen 78° und 80°, weiter vorzugsweise im Wesentlichen
79°, groß ist.
3. Trägerprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechgrundkörper (2), insbesondere die Laschen (4) und die Querstrebe (3) jeweils,
eine mittlere Blechdicke zwischen 0,75 mm und 3,5 mm, vorzugsweise zwischen 1 mm und
3 mm, weiter vorzugsweise zwischen 1,8 mm und 2,2 mm, weiter vorzugsweise von im Wesentlichen
2 mm, aufweist bzw. aufweisen.
4. Trägerprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechgrundkörper (2) ein Stanzblechteil oder ein Schneidblechteil ist, und/oder,
dass die Querstrebe (3) und die Laschen (4) einstückig ausgestaltet sind, wobei die
Laschen (4) gegenüber der Querstrebe (3) jeweils entlang einer Knickkante (6) abgekantet
sind.
5. Trägerprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechgrundkörper (2) eine Sicke (7) zur Erhöhung der Stabilität des Blechgrundkörpers
(2) im Übrigen aufweist, vorzugsweise, dass sich die Sicke (7) entlang einer der Haupterstreckungsrichtungen
(R1) der Querstrebe (3) über die Querstrebe (3) erstreckt, weiter vorzugsweise, dass
sich die Sicke (7) bis hin zu den Laschen (4) und zumindest teilweise auch entlang
der Laschen (4) erstreckt.
6. Trägerprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechgrundkörper (2) eine weitere Querstrebe (8) aufweist, die an der Querstrebe
(3) angeordnet ist und die Auflagefläche (5) zumindest teilweise ausbildet, vorzugsweise,
dass die weitere Querstrebe (8) zwei weitere Haupterstreckungsrichtungen (R2) aufweist,
die eine weitere Hauptebene (E2) aufspannen, und dass die weitere Hauptebene (E2)
im Wesentlichen horizontal orientiert ist.
7. Trägerprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (4) jeweils zwei Laschen-Haupterstreckungsrichtungen (R3) aufweisen,
die jeweils eine Laschen-Hauptebene (E3) aufspannen, vorzugsweise, dass die Laschen-Hauptebene
(E3) bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Trägerprofils (1) jeweils im Wesentlichen
vertikal orientiert sind.
8. Trägerprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (4) jeweils mindestens einen Einhängezapfen (9), vorzugsweise zwei Einhängezapfen
(9), zum einhängenden Befestigen der Querstrebe (3) an den Stützen (101) des Aushärteregals
(100) aufweist, vorzugsweise, dass der jeweilige Einhängezapfen (9) oder jeweils einer
der Einhängezapfen (9) der Laschen (4) eine teilkreisförmige Ausnehmung (10) aufweist
und/oder dass der jeweilige Einhängezapfen (9) oder jeweils der andere der Einhängezapfen
(9) der Laschen (4) eine teilrechteckförmige Ausnehmung (11) aufweist.
9. Aushärteregal zum Aushärten von Betonsteinen oder Ziegeln, wobei das Aushärteregal
(100) mehrere, insbesondere vertikale, Stützen (101), mehrere Trägerprofile (1) und
mehrere Aushärteböden (102) aufweist, wobei die Trägerprofile (1) jeweils an zumindest
zwei der Stützen (101) angeordnet sind und wobei die Aushärteböden (102) jeweils auf
zumindest zwei der Trägerprofile (1) aufliegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerprofile (1) jeweils nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet sind.
10. Aushärtekammer mit zumindest einem Aushärteregal (100) nach Anspruch 9.