[0001] Die Erfindung betrifft eine Radlagerung einer Achse und eine Radnabe, insbesondere
eines Nutzfahrzeugs oder eines Nutzfahrzeuganhängers.
[0002] Fahrzeuge, insbesondere Nutzfahrzeuge oder Nutzfahrzeuganhänger, umfassen in der
Regel drehfest mit einem Fahrzeugrahmen und/oder Fahrzeuganhänger verbundene Achskörper,
auf denen Radnaben drehbar gelagert angeordnet sind. Die Radnaben weisen wiederum
Flanschelemente als Aufnahme für Fahrzeugräder auf. Zur Lagerung der Radnabe ist zwischen
der Radnabe und dem Achskörper ein Wälzlager angeordnet, insbesondere ein mehrreihiges
Wälzlager, das einen Innenring, einen Außenring, zwischen dem Innenring und dem Außenring
angeordnete Wälzkörper und ein Dichtungselement umfasst. Das Wälzlager und die korrespondierend
dazu angeordnete Lagerungsfläche der Radnabe weisen eine große Erstreckung entlang
einer Längsachse der Achse auf. Diese große Erstreckung ist erforderlich, um eine
präzise Lagerung der Radnabe zu gewährleisten. Ebenso ist die große Erstreckung der
Lagerungsfläche erforderlich, um ein Verschieben und/oder Auswandern des Dichtungselements
durch während des Betriebs der Radlagerung wirkende Vibrationen und/oder Kräfte und/oder
Drehmomente zu verhindern, was zum Verlust der Dichtwirkung führen kann. Dies hat
zur Folge, dass Schmiermittel aus dem Wälzlager austreten und die Lagerung, beispielsweise
aufgrund von Überhitzung und/oder Verschleiß, ausfallen kann, was insbesondere bei
funktionskritischen Radlagerungen verhindert werden muss.
[0003] Die große Erstreckung des Wälzlagers und der Lagerungsfläche der Radnabe hat zur
Folge, dass der Außenring des Wälzlagers und die Lagerungsfläche der Radnabe bei deren
Montage oder Demontage entlang einer großen Erstreckung relativ zueinander verschoben
werden müssen. Insbesondere bei einer kraftschlüssigen Verbindung des Außenrings und
der Radnabe, insbesondere in Form eines Presssitzes, müssen zum Montieren des Außenrings
große Kräfte aufgebracht werden, um ein Verschieben entlang der vergleichsweise großen
Erstreckung zu ermöglichen, was zu hohen Montagekosten und Prozessabweichen führen
kann. Ebenso besteht dadurch ein hohes Risiko von Beschädigungen der Radnabe und/oder
des Achskörpers und/oder des Wälzlagers während des Montagevorgangs.
[0004] Aus der
WO 2013/054280 A1 ist eine Radlagerung mit einem Achskörper, einer Radnabe und einem zwischen dem Achskörper
und der Radnabe angeordneten Wälzlager bekannt, bei der das Wälzlager und die Lagerungsfläche
der Radnabe eine entsprechend lange Erstreckung entlang der Achsenlängsachse aufweisen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Radlagerung bereitzustellen, die
eine einfache Montage ermöglicht und die ein Verschieben und/oder Auswandern des Dichtrings
während des Betriebs der Radlagerung verhindert. Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe
zu Grunde, eine entsprechend geeignete Radnabe bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Radlagerung nach Anspruch 1. Die Radlagerung
ist dazu ausgebildet, eine sich entlang einer Achsenlängsachse erstreckende, angetriebene
und/oder nicht angetriebene Achse zu lagern.
[0008] Die Radlagerung umfasst einen, insbesondere hohl und/oder massiv ausgebildeten, Achskörper,
der insbesondere dazu geeignet ist, Radlasten aufzunehmen. Ferner umfasst die Radlagerung
eine Radnabe mit im montierten Zustand einer Fahrzeugaußenseite zugewandten Flanschelemente
als Aufnahme für ein Fahrzeugrad. Die Radlagerung ist also in einem, insbesondere
in einem Nutzfahrzeug oder einem Nutzfahrzeuganhänger, montierten Zustand derart angeordnet,
dass die Flanschelemente einer Fahrzeugaußenseite zugewandt angeordnet sind. Die Flanschelemente
sind also an einem distalen Ende und/oder in distaler Richtung der Radlagerung angeordnet.
[0009] Weiter umfasst die Radlagerung ein zwischen dem Achskörper und der Radnabe angeordnetes
Wälzlager, das einen Innenring, einen Außenring, zwischen dem Innenring und dem Außenring
angeordnete Wälzkörper und ein Dichtungselement umfasst. Das Dichtungselement ist
insbesondere als Radialwellendichtring ausgebildet und insbesondere auf einer der
Fahrzeugaußenseite abgewandten Fahrzeuginnenseite angeordnet.
[0010] Der Innenring und der Außenring weisen jeweils eine radial innen liegende Innenseite
und jeweils eine radial außen liegende Außenseite auf. Die Innenseite des Außenrings
weist einen mit den Wälzkörpern in Berührkontakt stehenden Wälzabschnitt auf. Ferner
weist die Innenseite des Außenrings einen axial, insbesondere axial entlang der Achsenlängsachse,
neben dem Wälzabschnitt liegenden, mit dem Dichtungselement in Kontakt stehenden Dichtabschnitt
auf. Es ist möglich, dass sich der Dichtabschnitt unmittelbar axial entlang der Achsenlängsachse
an den Wälzabschnitt anschließt. Alternativ ist es möglich, dass zwischen dem Wälzabschnitt
und dem Dichtabschnitt mindestens ein Zwischenabschnitt angeordnet ist. Es ist bevorzugt,
dass die Außenseite des Innenrings einen mit dem Dichtungselemente stehenden weiteren
Dichtabschnitt aufweist.
[0011] Die Innenseite des Innenrings ist drehfest mit dem Achskörper und die Außenseite
des Außenrings ist drehfest mit der Radnabe verbunden. Insbesondere ist der Innenring
über einen Presssitz drehfest mit dem Achskörper und/oder der Außenrings über einen
Presssitz drehfest mit der Radnabe verbunden.
[0012] Die Radnabe weist in einem Bereich, an dem die Außenseite des Außenrings anliegt,
eine sich wenigstens weitgehend, insbesondere komplett, in einem dem Dichtabschnitt
gegenüberliegenden Bereich erstreckende, in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung
auf. Die Ausnehmung ist axial durch einen Anlagebereich, in dem die Radnabe und die
Außenseite des Außenrings aneinander, insbesondere radial, anliegen, begrenzt.
[0013] Ergänzend hierzu kann der Außenring eine in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung
aufweisen, die sich wenigstens weitgehend, insbesondere komplett, in einem Bereich,
der dem Dichtabschnitt gegenüberliegt, erstreckt. Die Ausnehmung ist axial durch einen
Anlagebereich, in dem die Radnabe und die Außenseite des Außenrings aneinander, insbesondere
radial, anliegen, begrenzt.
[0014] Die Ausnehmung ist insbesondere an einer der Fahrzeugaußenseite zugewandten Seite
und/oder an einer der Fahrzeugaußenseite abgewandten Seite geschlossen. Insbesondere
ist die Ausnehmung an einer Fahrzeugaußenseite zugewandten Seite und an einer der
Fahrzeugaußenseite abgewandten Seite axial geschlossen. Insbesondere ist die Ausnehmung
an einer Seite, insbesondere an einer der Fahrzeugaußenseite abgewandten Seite, durch
den Anlagebereich geschlossen. Die Ausnehmung ist also axial beiderseits durch die
Radnabe und/oder den Außenring begrenzt. Dies ermöglicht eine einfache Montage der
Radlagerung und verhindert ein Verschieben und/oder Auswandern des Dichtungselements.
[0015] Wenn der Außenring in einem gesamten Bereich, der dem Dichtabschnitt gegenüberliegt,
insbesondere in einem dem Wälzabschnitt abgewandten Endbereich des Dichtabschnitts
gegenüberliegenden Bereich, nicht, insbesondere nicht radial, an der Radnabe anliegt,
kann sich der Außenring durch während des Betriebs der Radlagerung wirkende Vibrationen
und/oder Kräfte und/oder Drehmomente geringfügig aufweiten und/oder die Vibrationen
und/oder Kräfte und/oder Drehmomente an das Dichtungselement übertragen. Dies hat
zur Folge, dass das Dichtungselement durch die während des Betriebs der Radlagerung
wirkende Vibrationen und/oder Kräfte und/oder Drehmomente axial entlang der Achsenlängsachse
verschoben werden und/oder auswandern kann, was zum Verlust der Dichtwirkung führen
kann. Dies kann durch den Anlagebereich, in dem die Radnabe und die Außenseite des
Außenrings aneinander anliegen, wirksam und auf einfache Weise verhindert werden.
Gleichzeitig kann durch die Ausnehmung die Kontaktfläche, in welcher der Außenring
und die Radnabe in Berührkontakt stehen, reduziert werden, wodurch die zur Montage
und/oder Demontage der Radlagerung notwendigen Kräfte reduziert werden können.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ausnehmung als umlaufende
Ringausnehmung, insbesondere als um die Achsenlängsachse umlaufende Ringausnehmung
und/oder Ringnut, ausgebildet ist. Dies ermöglicht eine einfache Herstellung der Ausnehmung.
[0017] Es ist bevorzugt, dass die Radnabe in einem Bereich, an dem die Außenseite des Außenrings
anliegt und der dem Wälzabschnitt gegenüberliegt, eine, insbesondere um die Achsenlängsachse,
umlaufende Stützfläche aufweist. Ferner ist bevorzugt, dass die Radnabe in dem Anlagebereich
eine mit dem Außenring in Berührkontakt stehende, insbesondere um die Achsenlängsachse,
umlaufende Anlagefläche aufweist. Es ist bevorzugt, dass die Stützfläche und die Anlagefläche
konzentrisch zueinander, insbesondere in Bezug zu der Achsenlängsachse, angeordnet
sind und insbesondere den gleichen Innendurchmesser aufweisen. Dies ermöglicht eine
einfache Herstellung der Radnabe und eine einfache Montage der Radlagerung. Zusätzlich
kann dadurch ein Verschieben und/oder Auswandern des Dichtungselements auf besonders
einfache Weise verhindert werde. Insbesondere wird es dadurch auf einfache Weise ermöglicht,
die Ausnehmung herzustellen, nachdem die zum Anliegen an dem Außenring ausgebildeten
Bereiche hergestellt wurden.
[0018] Weiter ist von Vorteil, wenn sich die Flanschelemente axial entlang der Achsenlängsachse
in einem äußeren Abschnitt der Radlagerung und/oder der Radnabe und/oder des Wälzlagers
erstrecken. Dieser äußere Abschnitt erstreckt sich also insbesondere in einem der
Fahrzeugaußenseite zugewandten und/oder distalen Abschnitt der Radlagerung und/oder
Radnabe und/oder des Wälzlagers. Es ist von Vorteil, wenn die Radlagerung und/oder
die Radnabe und/oder das Wälzlager einen axial entlang der Achsenlängsachse neben
dem äußeren Abschnitt liegenden inneren Abschnitt umfasst. Dieser innere Abschnitt
erstreckt sich also insbesondere in einem der Fahrzeugaußenseite abgewandten und/oder
proximalen Abschnitt der Radlagerung und/oder Radnabe und/oder des Wälzlagers. Ferner
ist von Vorteil, wenn die Ausnehmung und der Anlagebereich in dem inneren Abschnitt,
insbesondere in einem den Flanschelementen abgewandten Endbereich des inneren Abschnitts,
angeordnet sind. Der Endbereich umfasst insbesondere 1/3, weiter insbesondere 1/4,
weiter insbesondere 1/5, der Längserstreckung des Wälzlagers entlang der Achsenlängsachse.
Dadurch wird eine besonders einfache Montage der Radlagerung ermöglicht.
[0019] Ferner ist von Vorteil, wenn sich der Anlagebereich entlang der Achsenlängsachse
in einem dem Wälzabschnitt abgewandten Endbereich des Dichtabschnitts erstreckt. Dieser
Endbereich des Dichtabschnitts ist somit insbesondere auch den Flanschelementen abgewandt
angeordnet. Der Endbereich umfasst insbesondere 1/3, weiter insbesondere 1/4, weiter
insbesondere 1/5, der Längserstreckung des Dichtabschnitts entlang der Achsenlängsachse.
Dadurch wird die Dichtwirkung des Dichtelements besonders zuverlässig gewährleistet.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Erstreckung der Ausnehmung
entlang der Achsenlängsachse 2 bis 100, insbesondere 5 bis 50, weiter insbesondere
10 bis 20, Mal der Differenz des Innenradius der Radnabe im Bereich der Ausnehmung
und des Innenradius der Radnabe im Bereich, in dem die Außenseite des Außenrings an
der Radnabe anliegt, insbesondere in einem dem Wälzabschnitt gegenüberliegenden Bereich
und/oder in dem Anlagebereich, beträgt. Die Erstreckung der Ausnehmung entlang der
Achsenlängsachse beträgt also insbesondere 2 bis 100, insbesondere 5 bis 50, weiter
insbesondere 10 bis 20, Mal der Erstreckung der Ausnehmung radial zu der Achsenlängsachse.
Dies trägt zu einer besonders einfachen Montage der Radlagerung bei.
[0021] Unabhängig davon ist bevorzugt, dass die Erstreckung der Ausnehmung entlang der Achsenlängsachse
0,02 bis 0,2, insbesondere 0,05 bis 0,15, weiter insbesondere 0,07 bis 0,1, Mal der
Erstreckung des Wälzlagers entlang der Achsenlängsachse beträgt. Dies trägt zu einer
besonders einfachen Montage der Radlagerung bei.
[0022] Dessen ungeachtet ist bevorzugt, dass die Differenz des Innenradius der Radnabe im
Bereich der Ausnehmung und des Innenradius der Radnabe im Bereich, in dem die Außenseite
des Außenrings an der Radnabe anliegt, insbesondere in einem dem Wälzabschnitt gegenüberliegenden
Bereich und/oder in dem Anlagebereich, zwischen 0,05 und 5 mm, insbesondere zwischen
0,1 und 2 mm, weiter insbesondere zwischen 0,2 und 1 mm, beträgt. Erstreckung der
Ausnehmung radial zu der Achsenlängsachse beträgt also insbesondere zwischen 0,05
und 5 mm, insbesondere zwischen 0,1 und 2 mm, weiter insbesondere zwischen 0,2 und
1 mm. Dadurch werden eine einfache Montage der Radlagerung ermöglicht und eine hinreichende
Stabilität der Radnabe gewährleistet.
[0023] Losgelöst davon ist bevorzugt, dass die Erstreckung des Anlagebereichs, insbesondere
der Radnabe, und/oder der Anlagefläche entlang der Achsenlängsachse 0,1 bis 2, insbesondere
0,2 bis 1,5, weiter insbesondere 0,5 bis 1,2, Mal der Erstreckung der Ausnehmung entlang
der Achsenlängsachse beträgt. Dies ermöglicht eine besonders einfache Herstellung
der Ausnehmung und eine einfache Montage der Radlagerung.
[0024] Dessen ungeachtet ist von Vorteil, wenn die Erstreckung des Anlagebereichs und/oder
der Anlagefläche entlang der Achsenlängsachse 0,1 bis 2, insbesondere 0,2 bis 1,5,
weiter insbesondere 0,3 bis 1, Mal der Erstreckung des Dichtungselements entlang der
Achsenlängsachse beträgt. Dadurch wird die Dichtwirkung des Dichtelements besonders
zuverlässig gewährleistet.
[0025] Weiter ist von Vorteil, wenn die Radlagerung ein weiteres zumindest teilweise in
dem Wälzlager angeordnetes Dichtungselement umfasst, das insbesondere an einer der
Fahrzeugaußenseite zugewandten Seite des Wälzlagers angeordnet ist. Dies trägt zu
einer besonders zuverlässigen Dichtwirkung bei.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Radlagerung ein zusätzliches
Dichtungselement umfasst, das zwischen dem Innenring und dem Achskörper angeordnet
ist. Das zusätzliche Dichtungselement ist insbesondere zwischen einer der Fahrzeuginnenseite
zugewandten Seite des Innenrings und dem Achskörper angeordnet. Dies trägt zu einer
besonders zuverlässigen Dichtwirkung bei und verhindert, dass Schmiermittel zwischen
radial um die Achsenlängsachse umlaufende und sich entlang der Achsenlängsachse erstreckende
Flächen des Innenrings und des Achskörpers eindringen kann.
[0027] Es ist bevorzugt, dass das Wälzlager ein mehrreihiges, insbesondere ein zweireihiges,
Wälzlager ist, wobei das Wälzlager mehrere, insbesondere zwei, separat voneinander
bereitgestellte Innenringe umfasst, die über ein Verbindungselement verschiebefest
entlang der Achsenlängsachse miteinander verbunden sind. Das Verbindungselement ist
insbesondere C- und/oder U-förmig ausgebildet. Es umfasst also einen Basisabschnitt,
der sich insbesondere entlang und/oder parallel zu der Achsenlängsachse erstreckt,
und mindestens zwei Schenkel, die sich vorzugsweise orthogonal zu dem Basisabschnitt,
insbesondere radial nach außen, erstrecken. Die Schenkel greifen insbesondere in komplementär
angeordnete Ausnehmungen der Innenringe ein und verhindern eine axiale Relativbewegung
der Innenringe entlang der Achsenlängsachse. Dies trägt zu einer einfachen Montage
der Radlagerung bei.
[0028] Ferner ist bevorzugt, dass das Wälzlager ein mehrreihiges, insbesondere ein zweireihiges,
Wälzlager ist, wobei das Wälzlager mehrere, insbesondere zwei, separat voneinander
bereitgestellte Außenringe umfasst. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Außenringe
beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Außenringe stehen also auch im montierten
Zustand der Radlagerung in keinem unmittelbaren Berührkontakt zueinander. Dadurch
wird eine besonders einfache Montage der Radlagerung ermöglicht.
[0029] Es ist von Vorteil, dass das Wälzlager ein zweireihiges Schrägkugellager oder Kegelrollenlager
ist, wobei zwischen den mehreren Außenringen mindestens ein durch die Radnabe gebildeter
Trennabschnitt angeordnet ist. Der Trennabschnitt umfasst mindestens eine und insbesondere
mehrere, insbesondere zwei, Schultern, gegen die sich die mehreren Außenringe axial
abstützen können. Es ist bevorzugt, dass die Lagerringe und/oder die Wälzkörper eine
O-Lageranordnung bilden. Dies trägt zu einem besonders funktionssicheren Betrieb der
Radlagerung bei.
[0030] Weiter ist von Vorteil, wenn der Trennabschnitt eine, insbesondere als Schmierstoffreservoir
wirksame, Aussparung aufweist. Insbesondere ist die Aussparung mittig in dem Trennabschnitt
entlang der Achsenlängsachse angeordnet und/oder nach radial innen geöffnet ist. Dies
trägt zu einer sicheren Schmierung des Wälzlagers bei.
[0031] Ferner ist von Vorteil, wenn die Radnabe, insbesondere an einer Fahrzeugaußenseite
und/oder an einer Fahrzeuginnenseite, eine Einführschräge für den Außenring aufweist.
Dadurch wird eine einfache Montage der Radlagerung ermöglicht.
[0032] Die der Erfindung zugrundeliegende, eingangs genannte Aufgabe wird ferner gelöst
durch eine Radnabe nach Anspruch 16. Die Radnabe umfasst im montierten Zustand, insbesondere
in einem in einer Radlagerung, insbesondere in einer Radlagerung eines Nutzfahrzeugs
oder Nutzfahrzeuganhängers, montierten Zustand, einer Fahrzeugaußenseite zugewandte
Flanschelemente als Aufnahme für ein Fahrzeugrad. Die Radnabe erstreckt sich entlang
einer Achsenlängsachse. Insbesondere weist die Radnabe eine sich insbesondere entlang
der Achsenlängsachse erstreckende Öffnung zur Aufnahme eines sich entlang der Längsachse
erstreckenden Achskörpers auf. Die Radnabe ist dazu ausgebildet, mit einem einen Innenring,
einen Außenring, Wälzkörper und ein Dichtungselement umfassenden Wälzlagers in Kontakt
zu treten. Insbesondere ist eine Innenseite der Radnabe, insbesondere eine die Öffnung
radial begrenzende Innenseite der Radnabe, dazu ausgebildet, mit dem Wälzlager, insbesondere
dem Außenring des Wälzlagers, in Kontakt zu treten. Die Radnabe weist in einem Bereich,
der dazu ausgebildet ist, an einer Außenseite des Außenrings anzuliegen, eine in axialer
Richtung geschlossene Ausnehmung auf.
[0033] Die Ausnehmung ist axial durch einen Anlagebereich, in dem die Radnabe dazu ausgebildet
ist, an einer Außenseite des Außenrings, insbesondere radial, anzuliegen, begrenzt.
Die Ausnehmung ist insbesondere an einer im montierten Zustand der Fahrzeugaußenseite
zugewandten Seite und/oder an einer im montierten Zustand der Fahrzeugaußenseite abgewandten
Seite geschlossen. Insbesondere ist die Ausnehmung an einer im montierten Zustand
der Fahrzeugaußenseite zugewandten Seite und an einer der Fahrzeugaußenseite abgewandten
Seite axial geschlossen. Dies ermöglicht eine einfache Montage der Radnabe in einer
Radlagerung und verhindert ein Verschieben und/oder Auswandern des Dichtungselements
des Wälzlagers.
[0034] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele.
[0035] In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Radlagerung
entlang einer parallel zu einer Achsenlängsachse verlaufenden Schnittebene;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Radnabe in
einem entlang einer parallel zu der Achsenlängsachse verlaufenden Schnittebene gemäß
Figur 1;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt der Radlagerung gemäß Figur 1 in einem in Figur 1 mit III bezeichneten
Bereich;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt der Radlagerung gemäß der Figuren 1 und 3 in einem in Figur 3 mit
IV bezeichneten Bereich; und
- Fig. 5
- einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Radlagerung
entlang einer parallel zu einer Achsenlängsachse verlaufenden Schnittebene in einem
Bereich gemäß Figur 4.
[0036] Die Figur 1 zeigt einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer Radlagerung
10 einer Achse 12, insbesondere eines Nutzfahrzeugs oder eines Nutzfahrzeuganhängers,
entlang einer parallel zu einer Achsenlängsachse 14 verlaufenden Schnittebene. Die
Radlagerung 10 umfasst eine Radnabe 16 und einen Achskörper 18, der sich entlang einer
Achsenlängsachse 14 erstreckt. Die Figur 2 zeigt einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform
der Radnabe 16 in der entlang einer parallel zu einer Achsenlängsachse 14 verlaufenden
Schnittebene gemäß Figur 1. Die Figur 3 zeigt einen Längsschnitt der Radlagerung gemäß
Figur 1 in einem in Figur 1 mit III bezeichneten Bereich.
[0037] Die Radnabe 16 umfasst Flanschelemente 20, die im montierten Zustand einer Fahrzeugaußenseite
zugewandt und insbesondere in einem äußeren Abschnitt der Radlagerung 10 angeordnet
sind und als Aufnahme für ein nur angedeutetes Fahrzeugrad 22 dienen. Das Fahrzeugrad
22 ist über Radbolzen 24 drehfest mit der Radnabe 16 verbunden. Zwischen Fahrzeugrad
22 und Flanschelemente 20 ist eine Bremstrommel 23 angeordnet. Ferner umfasst die
Radlagerung 10 ein zwischen der Radnabe 16 und dem Achskörper 18 angeordnetes Wälzlager
26.
[0038] Wie aus Figur 3 ersichtlich, umfasst das Wälzlager 26 einen Innenring 28 und einen
weiteren Innenring 30. Ferner umfasst das Wälzlager 26 einen Außenring 32 und einen
weiteren Außenring 34. Das Wälzlager 26 umfasst in einem Käfig 36 geführte und als
Kegelrollen 38 ausgebildete Wälzkörper 40. Das Wälzlager 26 ist also als zweireihiges
Kegelrollenlager 41 ausgebildet. Weiter umfasst das Wälzlager 26 ein als Radialwellendichtring
42 ausgebildetes Dichtungselement 44, das zwischen dem Innenring 28 und dem Außenring
32 auf einer der Fahrzeugaußenseite abgewandten Fahrzeuginnenseite des Wälzlagers
26 angeordnet ist. Der Innenring 28 und der weitere Innenring 30 sind über ein Verbindungselement
46 verschiebefest miteinander entlang der Achsenlängsachse 14 miteinander verbunden.
[0039] Das Verbindungselement 46 ist insbesondere C- und/oder U-förmig ausgebildet. Es umfasst
einen sich entlang und/oder parallel zu der Achsenlängsachse 14 erstreckenden Basisabschnitt
48 und mindestens zwei Schenkel 50, 52, die sich vorzugsweise orthogonal zu dem Basisabschnitt
48 radial nach außen erstrecken. Die Schenkel 50, 52 greifen in korrespondierend angeordnete
Ausnehmungen 54, 56 der Innenringe 28, 30 ein. Das Verbindungselement 46 verhindert
somit eine axiale Relativbewegung der Innenringe 28, 30.
[0040] Der Innenring 28 weist eine radial innen liegende Innenringinnenseite 58 und eine
radial außen liegende Innenringaußenseite 60 auf. Der Außenring 32 weist eine radial
innen liegen Außenringinnenseite 62 und eine radial außen liegende Außenringaußenseite
64 auf. Die Außenringinnenseite 62 weist einen mit den Wälzkörpern 40 in Berührkontakt
stehenden Wälzabschnitt 66 auf. Ferner weist die Außenringinnenseite 62 einen axial
neben dem Wälzabschnitt 66 liegenden, mit dem Dichtungselement 44 in Kontakt stehenden
Dichtabschnitt 68 auf.
[0041] Die Innenringinnenseite 58 ist über einen Presssitz 70 drehfest mit dem Achskörper
18 verbunden. Die Außenringaußenseite 64 ist über einen Presssitz 72 drehfest mit
dem Achskörper 18 verbunden. Der Innenring 28 und der weitere Innenring 30 sind einerseits
über eine Schulter 74 und andererseits über eine auf ein Gewinde 76 des Achskörpers
18 aufgeschraubte Achsmutter 78 axial entlang der Achsenlängsachse 14 in ihrer Position
fixiert.
[0042] Zwischen dem Außenring 32 und dem weiteren Außenring 34 ist ein durch die Radnabe
16 gebildeter Trennabschnitt 71 angeordnet, der zwei Schultern 73, 75 umfasst, gegen
die sich die beiden Außenringe 32, 34 axial entlang der Achsenlängsachse 14 abstützen
können. Der Trennabschnitt 71 weist eine, insbesondere als Schmierstoffreservoir wirksame,
Aussparung 77 auf. Die Aussparung 77 ist insbesondere mittig in dem Trennabschnitt
71 entlang der Achsenlängsachse 14 angeordnet und nach radial innen geöffnet.
[0043] Die Radlagerung 10 umfasst ein zusätzliches Dichtungselement 80, das zwischen einer
der Fahrzeuginnenseite zugewandten Seite des Innenrings 28 und dem Achskörper 18 angeordnet
ist. Ferner umfasst die Radlagerung 10 ein weiteres Dichtungselement 82, das zwischen
dem weiteren Innenring 30 und dem weiteren Außenring 34 des Wälzlagers 26 angeordnet
ist.
[0044] Die Figur 4 zeigt einen Längsschnitt der Radlagerung (10) gemäß der Figuren 1 und
3 in einem in Figur 3 mit IV bezeichneten Bereich.
[0045] Die Radnabe 16 weist in einem Bereich, an dem die Außenringaußenseite 64 anliegt
und der dem Dichtabschnitt 68 gegenüberliegt, eine in axialer Richtung geschlossene
Ausnehmung 84 auf. Die Ausnehmung 84 ist axial durch einen Anlagebereich 86, in dem
die Radnabe 16 und die Außenringaußenseite 64 aneinander radial anliegen, begrenzt.
Die Ausnehmung 84 ist also axial beiderseits durch die Radnabe 16 geschlossen. Die
Ausnehmung 84 ist insbesondere als um die Achsenlängsachse 14 umlaufende Ringausnehmung
und/oder Ringnut ausgebildet.
[0046] Wie Figur 3 zeigt, sind die Ausnehmung 84 und der Anlagebereich 86 in einem inneren
Abschnitt der Radlagerung 10 und/oder der Radnabe 16 und/oder des Wälzlagers 26, der
axial neben dem äußeren Abschnitt liegt, angeordnet. Insbesondere sind die Ausnehmung
84 und der Anlagebereich 86 in einem den Flanschelementen 20 abgewandten Endbereich
des inneren Abschnitts angeordnet. Der Endbereich umfasst insbesondere 1/3, weiter
insbesondere 1/4, weiter insbesondere 1/5, der Längserstreckung des Wälzlagers 40
entlang der Achsenlängsachse 14.
[0047] Der Anlagebereich 86 erstreckt sich entlang der Achsenlängsachse 14 in einem dem
Wälzabschnitt 66 abgewandten Endbereich des Dichtabschnitts 68. Dieser Endbereich
des Dichtabschnitts 68 ist somit insbesondere auch den Flanschelementen 20 abgewandt
angeordnet. Der Endbereich umfasst insbesondere 1/3, weiter insbesondere 1/4, weiter
insbesondere 1/5, der Längserstreckung des Dichtabschnitts 68 entlang der Achsenlängsachse
14.
[0048] Wie Figur 4 zeigt, weist die Radnabe 16 in einem Bereich, an dem die Außenringaußenseite
64 anliegt und der dem Wälzabschnitt 66 gegenüberliegt, eine um die Achsenlängsachse
14 umlaufende Stützfläche 88 auf. Ferner weist die Radnabe 16 in dem Anlagebereich
86 eine mit dem Außenring 32 in Berührkontakt stehende, um die Achsenlängsachse 14
umlaufende Anlagefläche 90 auf. Die Stützfläche 88 und die Anlagefläche 90 sind konzentrisch,
insbesondere in Bezug zu der Achsenlängsachse 14, angeordnet und weisen den gleichen
Innendurchmesser auf.
[0049] Die Figur 5 zeigt einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Radlagerung entlang einer parallel zu einer Achsenlängsachse verlaufenden Schnittebene
in einem Bereich gemäß Figur 4.
[0050] Der Außenring 32 kann in einem Bereich, der dem Dichtabschnitt 68 gegenüberliegt,
ebenfalls eine in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung 84' aufweisen. Die Ausnehmung
84' ist axial durch einen Anlagebereich 86', in dem die Radnabe 16 und die Außenringaußenseite
64 aneinander radial anliegen, begrenzt. Die Ausnehmung 84' ist also axial beiderseits
durch den Außenring 32 begrenzt. Die Ausnehmung 84' ist insbesondere als um die Achsenlängsachse
14 umlaufende Ringausnehmung und/oder Ringnut ausgebildet.
[0051] Wie die Figuren 2 bis 5 zeigen, weist die Radnabe an der Fahrzeugaußenseite und an
der Fahrzeuginnenseite Einführschrägen 92, 94 auf, die insbesondere um die Achsenlängsachse
14 umlaufend angeordnet sind.
[0052] Die Erstreckung der Ausnehmung 84, 84' entlang der Achsenlängsachse 14 beträgt 2
bis 100, insbesondere 5 bis 50, weiter insbesondere 10 bis 20, Mal der Differenz des
Innenradius der Radnabe 16 im Bereich der Ausnehmung 84, 84' und des Innenradius der
Radnabe 16 im Bereich, in dem die Außenringaußenseite 64 an der Radnabe 16 anliegt,
insbesondere in einem dem Wälzabschnitt 66 gegenüberliegenden Bereich und/oder in
dem Anlagebereich 86, 86'.
[0053] Die Erstreckung der Ausnehmung 84, 84' entlang der Achsenlängsachse 14 beträgt 0,02
bis 0,2, insbesondere 0,05 bis 0,15, weiter insbesondere 0,07 bis 0,1, Mal der Erstreckung
des Wälzlagers 26 entlang der Achsenlängsachse 14.
[0054] Die Erstreckung des Anlagebereichs 86, 86' und/oder der Anlagefläche 90entlang der
Achsenlängsachse 14 beträgt 0,1 bis 2, insbesondere 0,2 bis 1,5, weiter insbesondere
0,5 bis 1,2, Mal der Erstreckung der Ausnehmung 84, 84' entlang der Achsenlängsachse
14.
Bezugszeichenliste
[0055]
10 Radlagerung
12 Achse
14 Achsenlängsachse
16 Radnabe
18 Achskörper
20 Flanschelemente
22 Fahrzeugrad
23 Bremstrommel
24 Radbolzen
26 Wälzlager
28 Innenring
30 Innenring
32 Außenring
34 Außenring
36 Käfig
38 Kegelrollen
40 Wälzkörper
41 Kegelrollenlager
42 Radialwellendichtring
44 Dichtungselement
46 Verbindungselement
48 Basisabschnitt
50 Schenkel
52 Schenkel
54 Ausnehmung
56 Ausnehmung
58 Innenringinnenseite
60 Innenringaußenseite
62 Außenringinnenseite
64 Außenringaußenseite
66 Wälzabschnitt
68 Dichtabschnitt
70 Presssitz
71 Trennabschnitt
72 Presssitz
73 Schulter
74 Schulter
75 Schulter
76 Gewinde
77 Aussparung
78 Achsmutter
80 Dichtungselement
82 Dichtungselement
84 Ausnehmung
84' Ausnehmung
86 Anlagebereich
86' Anlagebereich
88 Stützfläche
90 Anlagefläche
92 Einführschräge
94 Einführschräge
1. Radlagerung (10) einer sich entlang einer Achsenlängsachse (14) ersteckenden Achse
(12) umfassend:
- einen Achskörper (18),
- eine Radnabe (16) mit im montierten Zustand einer Fahrzeugaußenseite zugewandten
Flanschelementen (20) als Aufnahme für ein Fahrzeugrad (22),
- ein zwischen dem Achskörper (18) und der Radnabe (16) angeordnetes Wälzlager (26),
das einen Innenring (28), einen Außenring (32), zwischen dem Innenring (28) und dem
Außenring (32) angeordnete Wälzkörper (40) und ein Dichtungselement (44) umfasst,
wobei der Innenring (28) und der Außenring (32) jeweils eine radial innen liegende
Innenseite (58, 62) und jeweils eine radial außen liegende Außenseite (60, 64) aufweisen,
wobei die Innenseite des Außenrings (62) einen mit den Wälzkörpern (40) in Berührkontakt
stehenden Wälzabschnitt (66) und einen axial neben dem Wälzabschnitt (66) liegenden,
mit dem Dichtungselement (44) in Kontakt stehenden Dichtabschnitt (68) aufweist,
wobei die Innenseite des Innenrings (58) drehfest mit dem Achskörper (18) und die
Außenseite des Außenrings (64) drehfest mit der Radnabe (16) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Radnabe (16) in einem Bereich, an dem die Außenseite des Außenrings (64) anliegt,
eine sich wenigstens weitgehend in einem dem Dichtabschnitt (68) gegenüberliegenden
Bereich erstreckende, in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung (84) aufweist, wobei
die Ausnehmung (84) axial durch einen Anlagebereich (86), in dem die Radnabe (16)
und die Außenseite des Außenrings (64) aneinander anliegen, begrenzt ist.
2. Radlagerung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenring (32) eine in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung (84') aufweist,
die sich wenigstens weitgehend in einem Bereich, der dem Dichtabschnitt (68) gegenüberliegt,
erstreckt, wobei die Ausnehmung (84') axial durch einen Anlagebereich (86'), in dem
die Radnabe (16) und die Außenseite des Außenrings (64) aneinander anliegen, begrenzt
ist.
3. Radlagerung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (84, 84') als umlaufende Ringausnehmung ausgebildet ist.
4. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Radnabe (16) in einem Bereich, an dem die Außenseite des Außenrings (64) anliegt
und der dem Wälzabschnitt (66) gegenüberliegt, eine umlaufende Stützfläche (88) aufweist,
wobei die Radnabe (16) in dem Anlagebereich (86) eine mit dem Außenring (32) in Berührkontakt
stehende Anlagefläche (90) aufweist,
wobei die Stützfläche (88) und die Anlagefläche (90) konzentrisch zueinander angeordnet
sind und insbesondere den gleichen Innendurchmesser aufweisen.
5. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Flanschelemente (20) axial entlang der Achsenlängsachse (14) in einem äußeren
Abschnitt erstrecken, wobei die Radlagerung (10) und/oder die Radnabe (16) und/oder
das Wälzlager (26) einen axial neben dem äußeren Abschnitt liegenden inneren Abschnitt
umfasst, wobei die Ausnehmung (84, 84') und der Anlagebereich (86, 86') in dem inneren
Abschnitt, insbesondere in einem den Flanschelementen (20) abgewandten Endbereich
des inneren Abschnitts, angeordnet sind.
6. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Anlagebereich (86, 86') entlang der Achsenlängsachse (14) in einem dem Wälzabschnitt
(66) abgewandten Endbereich des Dichtabschnitts (68) erstreckt.
7. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Ausnehmung (84, 84') entlang der Achsenlängsachse (14) 2 bis
100, insbesondere 5 bis 50, weiter insbesondere 10 bis 20, Mal der Differenz des Innenradius
der Radnabe (16) im Bereich der Ausnehmung (84, 84') und des Innenradius der Radnabe
(16) im Bereich, in dem die Außenseite des Außenrings (64) an der Radnabe (16) anliegt,
beträgt.
8. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Ausnehmung (84, 84') entlang der Achsenlängsachse (14) 0,02 bis
0,2, insbesondere 0,05 bis 0,15, weiter insbesondere 0,07 bis 0,1, Mal der Erstreckung
des Wälzlagers (26) entlang der Achsenlängsachse (14) beträgt.
9. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Anlagebereichs (86, 86') und/oder der Anlagefläche (90) entlang
der Achsenlängsachse (14) 0,1 bis 2, insbesondere 0,2 bis 1,5, weiter insbesondere
0,5 bis 1,2, Mal der Erstreckung der Ausnehmung (84, 84') entlang der Achsenlängsachse
(14) beträgt.
10. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Anlagebereichs (86, 86') und/oder der Anlagefläche (90) entlang
der Achsenlängsachse (14) 0,1 bis 2, insbesondere 0,2 bis 1,5, weiter insbesondere
0,3 bis 1, Mal der Erstreckung des Dichtungselements (44) entlang der Achsenlängsachse
(14) beträgt.
11. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Radlagerung (10) ein weiteres zumindest teilweise in dem Wälzlager (26) angeordnetes
Dichtungselement (44) umfasst, das insbesondere an einer der Fahrzeugaußenseite zugewandten
Seite des Wälzlagers (26) angeordnet ist.
12. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Radlagerung (10) ein zusätzliches Dichtungselement (80) umfasst, das zwischen
dem Innenring (28) und dem Achskörper (18) angeordnet ist.
13. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager (26) ein mehrreihiges, insbesondere ein zweireihiges, Wälzlager ist,
wobei das Wälzlager (26) mehrere, insbesondere zwei, separat voneinander bereitgestellte
Innenringe (28, 30) umfasst, die durch ein Verbindungselement (46) verschiebefest
entlang der Achsenlängsachse (14) miteinander verbunden sind.
14. Radlagerung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager (26) ein mehrreihiges, insbesondere ein zweireihiges, Wälzlager ist,
wobei das Wälzlager (26) mehrere, insbesondere zwei, separat voneinander bereitgestellte
Außenringe (32, 34) umfasst.
15. Radlagerung (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager (26) ein zweireihiges Schrägkugellager oder zweireihiges Kegelrollenlager
(41) ist, wobei zwischen den mehreren Außenringen (32, 34) mindestens ein durch die
Radnabe gebildeter Trennabschnitt (71) angeordnet ist, der mindestens eine Schulter
(73) umfasst, gegen die sich die mehreren Außenringe (32, 34) axial abstützen können.
16. Radlagerung (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennabschnitt (71) eine, insbesondere als Schmierstoffreservoir wirksame, Aussparung
(77) aufweist.
17. Radnabe (16) mit im montierten Zustand einer Fahrzeugaußenseite zugewandten Flanschelementen
(20) als Aufnahme für ein Fahrzeugrad (22),
wobei sich die Radnabe (16) entlang einer Achsenlängsachse (14) erstreckt,
wobei die Radnabe (16) dazu ausgebildet ist, mit einem einen Innenring (28), einen
Außenring (32), Wälzkörper (40) und ein Dichtungselement (44) umfassenden Wälzlagers
(26) in Kontakt zu treten,
wobei die Radnabe (16) in einem Bereich, der dazu ausgebildet ist, an einer Außenseite
des Außenrings (64) anzuliegen, eine in axialer Richtung geschlossene Ausnehmung (84)
aufweist, wobei die Ausnehmung (84) axial durch einen Anlagebereich (86), in dem die
Radnabe (16) dazu ausgebildet ist, an der Außenseite des Außenrings (64) anzuliegen,
begrenzt wird.