[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsvorrichtung und ein Verfahren
zum Betrieb einer Verpackungsmaschine.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Verpackungssysteme bekannt, bei denen zunächst
aus mehreren Getränkebehältern eine Getränkebehältergruppe gebildet wird, wobei anschließend
diese Getränkebehältergruppe verpackt und hierdurch ein Gebinde gebildet wird, das
eine Mehrzahl an Getränkebehältern umfasst.
[0003] Wenn im Verpackungsbetrieb zunächst erste Getränkebehälter einer ersten Sorte, einer
ersten Dimensionierung oder einer ersten Beschaffenheit verpackt werden und wenn nachfolgend
eine Verpackung für zweite Getränkebehälter einer zweiten Sorte, einer zweiten Dimensionierung
oder einer zweiten Beschaffenheit geplant ist, wird bei Verpackungssystemen ein Wechsel
des jeweiligen Produktionsbetriebs durchgeführt. Hierzu müssen zunächst alle ersten
Getränkebehälter aus dem Verpackungssystem abgeführt oder entnommen werden, woraufhin
das Verpackungssystem dann zweite Getränkebehälter verpacken kann. Erste Getränkebehälter
werden regelmäßig über ein erstes Verpackungsmaterial verpackt, wohingegen für die
zweiten Getränkebehälter ein zweites Verpackungsmaterial vorgesehen ist. Auch ein
Wechsel zwischen unterschiedlichen Verpackungsmaterialien muss daher durchgeführt
werden, wenn zwischen unterschiedlichen Produktionsprozessen gewechselt wird.
[0004] Bei solchen aus dem Stand der Technik bekannten Verpackungssystemen ist häufig ein
manuelles Eingreifen durch einen Operator notwendig, wenn von ersten Getränkebehältern
auf zweite Getränkebehälter gewechselt werden soll. Auch kann es sein, dass zweite
Getränkebehälter bei einem Wechsel ungewollt kippen, da an den zuvorderst angeordneten
zweiten Getränkebehältern keine weiteren Getränkebehälter anstehen, wenn diese zur
Verpackungsmaschine bewegt werden. Da zunächst sämtliche ersten Getränkebehälter gehandhabt
werden müssen und da eine gewisse Zeit vergeht, bis die zweiten Getränkebehälter dann
die Verpackungsmaschine erreichen, führt eine solche bekannte Vorgehensweise zu ungewollten
Stillstandszeiten, die in der Praxis für einen hohen Durchsatz unerwünscht sind. Zudem
ist ein solches Vorgehen umständlich, weshalb es wünschenswert ist, eine Umstellung
zwischen unterschiedlichen Produktionsprozessen zu vereinfachen.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung kann somit darin gesehen werden, ein Verpackungssystem
und ein Verfahren bereitzustellen, bei denen ein Wechsel von ersten Getränkebehältern
zu zweiten Getränkebehältern mit hohem Automatisierungsgrad sowie zudem sicher, schnell
und einfach erfolgen kann.
[0006] Die obige Aufgabe wird mit den Gegenständen gelöst, welche die Merkmale in den unabhängigen
Ansprüchen umfassen. Vorteilhafte Ausführungsformen werden in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
[0007] Die Erfindung betrifft ein Verpackungssystem, welches eine Verpackungsmaschine und
eine Steuereinrichtung umfasst. Die Verpackungsmaschine kann mehrere umlaufend geführte
Einschlagstäbe besitzen, welche zum Umhüllen von Getränkebehältergruppen mit Verpackungsmaterialien
ausgebildet sind. Bei der Steuereinrichtung kann es sich um ein rechnergestütztes
System handeln. Bei der Steuereinrichtung kann es sich bspw. um eine speicherprogrammierbare
Steuerung (SPS) handeln.
[0008] Weiter umfasst das Verpackungssystem mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
zum Transport eines Getränkebehälterstroms zur Verpackungsmaschine, innerhalb welches
Getränkebehälterstroms auf eine noch verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern
weitere Getränkebehälter folgen. Hierbei ist vorgesehen, dass Getränkebehälter mit
Restgetränkebehältern in Oberflächenkontakt stehen. Somit können Restgetränkebehälter
und weitere Getränkebehälter über ihre Außenmantelflächen aneinander anliegen.
[0009] Es kann hierbei sein, dass die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung einen
ersten Transportabschnitt umfasst, der zur Bewegung von Getränkebehältern im ungeordneten
Massenstrom ausgebildet ist. Denkbar ist hierbei, dass der erste Transportabschnitt
derart ausgebildet ist, dass die Getränkebehälter im ungeordneten Massenstrom umgelenkt
und insbesondere entlang einer Kurve bewegt werden.
[0010] Weiter kann es sein, dass die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung einen Gassentransportabschnitt
ausbildet, der sich an den ersten Transportabschnitt anschließt und mehrere Gassenbleche
umfasst, zwischen denen Getränkebehälter in mehreren parallelen Reihen bewegbar sind.
Zudem kann die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung einen dritten Transportabschnitt
umfassen, der an den Gassentransportabschnitt anschließt und über welchen dritten
Transportabschnitt die Getränkebehälter in mehreren parallelen Reihen zu einem Einteiler
bewegbar sind. Der Einteiler kann zum Bilden von Getränkebehältergruppen ausgebildet
sein, wobei eine jeweilige Getränkebehältergruppe mehrere Getränkebehälter umfasst
bzw. wobei eine jeweilige Getränkebehältergruppe aus mehreren Getränkebehältern besteht.
Auf den Einteiler kann in Strömungsrichtung der Getränkebehälter die Verpackungsmaschine
folgen, wobei dem Einteiler und der Verpackungsmaschine in diversen Ausführungsformen
mindestens ein vierter Transportabschnitt der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung
zwischengeordnet sein kann, über den Getränkebehältergruppen vom Einteiler zur Verpackungsmaschine
bewegbar sind.
[0011] Es kann beispielsweise sein, dass die Restgetränkebehälter mit einem Getränk einer
ersten Getränkesorte befüllt sind und dass die weiteren Getränkebehälter mit einem
Getränk einer zweiten Getränkesorte befüllt sind, das sich von der ersten Getränkesorte
unterscheidet. Alternativ oder ergänzend hierzu kann es sein, dass sich die Restgetränkebehälter
von den weiteren Getränkebehältern durch ihre Aufnahmevolumina für das jeweilige Getränk
voneinander unterscheiden.
[0012] So kann es beispielsweise sein, dass die Restgetränkebehälter ein Aufnahmevolumen
von zumindest näherungsweise einem Liter für ein Getränk besitzen, wohingegen die
weiteren Getränkebehälter ein Aufnahmevolumen von zumindest näherungsweise 0,5 Liter
für ein Getränk besitzen. Alternativ oder ergänzend hierzu kann es sein, dass sich
die Restgetränkebehälter von den weiteren Getränkebehältern durch ihre Geometrie bzw.
durch ihr Format unterscheiden. Auch kann es sein, dass es sich bei den Restgetränkebehältern
um Getränkedosen handelt, wobei die weiteren Getränkebehälter durch Getränkeflaschen
ausgebildet sind.
[0013] Es ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung zu einer solchen Ansteuerung der Verpackungsmaschine
ausgebildet ist, dass die Verpackungsmaschine hierbei einen Wechsel von einem ersten
Verpackungsmaterial auf ein zweites Verpackungsmaterial durchführt, wobei der Wechsel
auf die noch verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern des Getränkebehälterstroms
abgestimmt ist. Durch einen solchen Wechsel des Verpackungsmaterials, bei dem die
Anzahl an Restgetränkebehältern berücksichtigt wird und durch den Getränkebehälterstrom,
bei dem die weiteren Getränkebehältern bereits mit den Restgetränkebehältern in Oberflächenkontakt
stehen, kann eine Umstellung des Verpackungsbetriebes von Restgetränkebehältern auf
weitere Getränkebehälter schnell und mit hohem Automatisierungsgrad erfolgen.
[0014] Da die weiteren Getränkebehälter bereits mit den Restgetränkebehältern in Oberflächenkontakt
stehen, besteht bei einer Umstellung kein oder mindestens ein reduziertes Risiko,
dass die weiteren Getränkebehälter hierbei ungewollt kippen. Zudem ist es nicht notwendig,
dass die Restgetränkebehälter über einen Bediener aus dem Verpackungssystem genommen
werden, wenn das Verpackungssystem weitere Getränkebehälter verpacken soll. Mit dem
Verpackungssystem kann somit der personelle Aufwand reduziert werden, welcher bisher
bei einem Wechsel zwischen unterschiedlichen Produktionsprozessen notwendig gewesen
ist. Sowohl das Verpackungssystem als auch das nachfolgend noch beschriebene Verfahren
zeichnen sich durch einen hohen Automatisierungsgrad aus.
[0015] Es kann sein, dass es sich bei dem ersten Verpackungsmaterial und/oder bei dem zweiten
Verpackungsmaterial um thermoplastische Verpackungsfolie handelt. Die Verpackungsmaschine
kann für das erste Verpackungsmaterial einen ersten Haltedorn ausbilden, welcher zur
Aufnahme einer Rolle mit hierauf aufgenommenem erstem Verpackungsmaterial ausgebildet
ist. Weiter kann die Verpackungsmaschine für das zweite Verpackungsmaterial einen
zweiten Haltedorn ausbilden, welcher zur Aufnahme einer Rolle mit hierauf aufgenommenem
zweitem Verpackungsmaterial ausgebildet ist.
[0016] Auch kann es sein, dass es sich bei dem ersten Verpackungsmaterial und/oder bei dem
zweiten Verpackungsmaterial um einen zellulosehaltigen Verpackungszuschnitt handelt.
Sofern dies der Fall ist, kann die Verpackungsmaschine ein erstes Magazin zur Aufnahme
von zellulosehaltigen Verpackungszuschnitten einer ersten Sorte sowie ein zweites
Magazin zur Aufnahme von zellulosehaltigen Verpackungszuschnitten einer zweiten Sorte
besitzen.
[0017] Bewährt haben sich Ausführungsformen, bei denen die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
einen Gassentransportabschnitt umfasst, innerhalb dessen Restgetränkebehälter sowie
weitere Getränkebehälter in mehreren parallelen Reihen bewegbar sind. Die Steuereinrichtung
kann zu einer solchen Ansteuerung der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung
ausgebildet sein, dass weitere Getränkebehälter auf Restgetränkebehälter unter Ausbildung
des Oberflächenkontaktes in einem bestimmten Bereich auffahren, welcher bestimmte
Bereich sich innerhalb des Gassentransportabschnittes befindet.
[0018] Auch kann es sein, dass die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung einen Gassentransportabschnitt
umfasst, innerhalb dessen Getränkebehälter sowie Restgetränkebehälter in mehreren
parallelen Reihen bewegbar sind. Die Steuereinrichtung kann zu einer solchen Ansteuerung
der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung ausgebildet sein, dass weitere Getränkebehälter
auf Restgetränkebehälter unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes in einem bestimmten
Bereich auffahren, welcher bestimmte Bereich dem Gassentransportabschnitt in einer
Strömungsrichtung vorgeordnet ist.
[0019] Insbesondere kann es sich um einen bestimmten Bereich der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung
handeln, welcher zum Transport von Getränkebehältern im ungeordneten Massenstrom ausgebildet
ist.
[0020] Bewährt hat es sich auch, wenn die Steuereinrichtung zu einer solchen Ansteuerung
der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung ausgebildet ist, dass die Restgetränkebehälter
stillstehen, wenn die weiteren Getränkebehälter auf Restgetränkebehälter unter Ausbildung
des Oberflächenkontaktes in dem bestimmten Bereich auffahren.
[0021] Alternativ hierzu kann es sein, dass die Steuereinrichtung zu einer solchen Ansteuerung
der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung ausgebildet ist, dass die Restgetränkebehälter
mit einer Transportgeschwindigkeit bewegt werden, welche gegenüber einer Transportgeschwindigkeit
der weiteren Getränkebehälter vermindert ist, wenn weitere Getränkebehälter auf Restgetränkebehälter
unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes in dem bestimmten Bereich auffahren.
[0022] Weiter hat es sich bewährt, wenn die Steuereinrichtung zu einer solchen Ansteuerung
der Verpackungsmaschine ausgebildet ist, dass das zweite Verpackungsmaterial bei einem
Wechsel mit dem ersten Verpackungsmaterial verbunden und insbesondere verschweißt
wird. Bei solchen Ausführungsformen kann es sich bei dem ersten Verpackungsmaterial
und bei dem zweiten Verpackungsmaterial um thermoplastische Verpackungsfolie handeln.
[0023] Es kann hierbei sein, dass von der Verpackungsmaschine mindestens ein Mischgebinde
hergestellt wird, welches wenigstens einen Restgetränkebehälter, wenigstens einen
weiteren Getränkebehälter und denjenigen Bereich des Verpackungsmaterials umfasst,
an welchem das zweite Verpackungsmaterial mit dem ersten Verpackungsmaterial verbunden
ist. Hierdurch lässt sich ein mit dem Wechsel bzw. der Umstellung verbundener Ausschuss
an Gebinden geringhalten, da ein nicht für den Verkauf geeignetes Gebinde, welches
sowohl Restgetränkebehälter als auch weitere Getränkebehälter enthält, zudem einen
Abschnitt des Verpackungsmaterials aufweist, der eine Verbindungsstelle ausbildet
und daher nicht für ein zum Verkauf vorgesehenes Gebinde verwendet werden kann.
[0024] Wenn vorliegend ein Gebinde oder ein Mischgebinde beschrieben werden, so sind hierunter
mehrere Getränkebehälter zu verstehen, an welchen bereits Verpackungsmaterial bzw.
ein erstes Verpackungsmaterial oder ein zweites Verpackungsmaterial angeordnet worden
ist, ohne dass es zwingend auf die Getränkebehälter bzw. auf die Getränkebehältergruppen
aufgeschrumpft worden sein muss.
[0025] Wenn es sich bei dem Verpackungsmaterial um thermoplastische Verpackungsfolie handelt,
so kann diese über einen Schrumpftunnel zu einem späteren Zeitpunkt auf Getränkebehälter
bzw. auf Getränkebehältergruppen aufgeschrumpft werden, wobei die Getränkebehälter
bzw. die Getränkebehältergruppen bereits dann ein Gebinde ausbilden, wenn Verpackungsmaterial
auf die Getränkebehälter bzw. auf die Getränkebehältergruppen über die Verpackungsmaschine
aufgebracht worden ist. Auch nach Verlassen des Schrumpftunnels bilden die Getränkebehälter
bzw. die Getränkebehältergruppen zusammen mit dem aufgeschrumpften Verpackungsmaterial
weiterhin ein Gebinde aus. Ein Schrumpftunnel kann in diversen Ausführungsformen als
Bestandteil des Verpackungssystem ausgebildet sein und in Strömungsrichtung der Gebinde
auf die Verpackungsmaschine folgen.
[0026] Auch kann das Verpackungssystem eine Ausleitstation umfassen, wobei die Steuereinrichtung
zu einer solchen Ansteuerung der Ausleitstation ausgebildet ist, dass die Ausleitstation
sämtliche Mischgebinde aus einem von der Verpackungsmaschine ausgegebenem Gebindestrom
abtrennt und an eine vorgegebene Zielposition überführt. Bewährt haben sich Ausführungsformen,
bei denen die Steuereinrichtung zu einer solchen Ansteuerung der Ausleitstation ausgebildet
ist, dass die Ausleitstation zusätzlich zu dem Mischgebinde mindestens ein weiteres
Gebinde aus dem Gebindestrom abtrennt und an eine vorgegebene Zielposition überführt,
welches mindestens eine weitere Gebinde dem Mischgebinde in einer Strömungsrichtung
unmittelbar vorauseilt und/oder welches mindestens eine weitere Gebinde auf das Mischgebinde
in Strömungsrichtung unmittelbar folgt. Bei solchen Ausführungsformen lassen sich
mit hoher Sicherheit sämtliche Gebinde aus dem Gebindestrom abtrennen, welche vorgegebene
Soll-Kriterien nicht erfüllen.
[0027] Es kann sein, dass die Ausleitstation zum Palettieren von Mischgebinden ausgebildet
ist oder dass das Verpackungssystem eine Transporteinrichtung umfasst, wobei die Ausleitstation
zum Absetzen von Mischgebinden auf der Transporteinrichtung ausgebildet ist. Die Ausleitstation
kann einen Knickarmroboter umfassen oder durch einen Knickarmroboter ausgebildet sein.
Auch kann die Ausleitstation beispielsweise eine Weiche umfassen oder als Weiche ausgebildet
sein.
[0028] Das Verpackungssystem kann einen Schrumpftunnel umfassen, welcher der Verpackungsmaschine
in einer Strömungsrichtung nachgeordnet ist. Die Ausleitstation kann dem Schrumpftunnel
in einer Strömungsrichtung der Gebinde nachgeordnet sein.
[0029] Es kann sein, dass das Verpackungssystem einen Schrumpftunnel umfasst, wobei der
Schrumpftunnel selbst als Ausleitstation ausgebildet ist und wobei die Steuereinrichtung
zu einer solchen Ansteuerung des Schrumpftunnels ausgebildet ist, dass der Schrumpftunnel
einen von der Verpackungsmaschine ausgegebenen Gebindestrom aufnimmt und sämtliche
Mischgebinde aus dem aufgenommenen Gebindestrom abtrennt und an eine vorgegebene Zielposition
überführt. Das Abtrennen der Mischgebinde kann im Bereich eines Ausgangs des Schrumpftunnels
erfolgen.
[0030] Das Verpackungssystem kann mindestens eine mit der Steuereinrichtung in Verbindung
stehende Sensorik umfassen, über welche die Steuereinrichtung zum Feststellen der
noch verbleibenden Anzahl an Restgetränkebehältern ausgebildet ist. Bei der Sensorik
kann es sich beispielsweise um eine optische Sensorik und insbesondere um eine Kamera
handeln.
[0031] Ein Erfassungsbereich der mindestens einen mit der Steuereinrichtung in Verbindung
stehenden Sensorik bzw. ein Erfassungsbereich der optischen Sensorik, bei der es sich
insbesondere um eine Kamera handelt, kann sich zumindest bereichsweise über den vorherig
bereits erwähnten ersten Transportabschnitt, den vorherig erwähnten Gassentransportabschnitt,
den vorherig erwähnten dritten Transportabschnitt, und/oder den vorherig erwähnten
vierten Transportabschnitt erstrecken.
[0032] Alternativ oder ergänzend hierzu kann sich ein Erfassungsbereich der mindestens einen
mit der Steuereinrichtung in Verbindung stehenden Sensorik bzw. ein Erfassungsbereich
der optischen Sensorik, bei der es sich insbesondere um eine Kamera handelt, zumindest
abschnittsweise in einen Arbeitsbereich des vorherig bereits erwähnten Einteilers
erstrecken.
[0033] Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Betrieb einer Verpackungsmaschine,
bei dem ein Getränkebehälterstrom über mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
der Verpackungsmaschine zugeführt wird, innerhalb welches Getränkebehälterstroms auf
eine noch verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern weitere Getränkebehälter folgen.
Merkmale, welche vorhergehend bereits zu diversen Ausführungsformen des Verpackungssystems
erwähnt wurden, können ebenso bei den Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgesehen sein, ohne erneut erwähnt zu werden.
[0034] Zudem können die nachfolgend beschriebenen Merkmale zu Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens bei den vorherig bereits beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verpackungssystems vorgesehen sein.
[0035] Das Verpackungssystem kann zum Durchführen der Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens ausgebildet sein.
[0036] Auch können die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens mit den vorherig beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verpackungssystems durchgeführt werden.
[0037] Weitere Getränkebehälter stehen auch bei dem Verfahren mit Restgetränkebehältern
in Oberflächenkontakt. Es ist vorgesehen, dass die Verpackungsmaschine einen Wechsel
von einem ersten Verpackungsmaterial auf ein zweites Verpackungsmaterial durchführt
und hierbei den Wechsel auf die Anzahl an Restgetränkebehältern abstimmt.
[0038] Es kann sein, dass die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung einen Gassentransportabschnitt
umfasst, innerhalb dessen weitere Getränkebehälter sowie Restgetränkebehälter in mehreren
parallelen Reihen bewegbar sind, wobei die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
angesteuert wird, woraus resultierend weitere Getränkebehälter auf Restgetränkebehälter
unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes in einem bestimmten Bereich auffahren, welcher
bestimmte Bereich sich innerhalb des Gassentransportabschnittes befindet oder welcher
bestimmte Bereich sich in einer Strömungsrichtung vor dem Gassentransportabschnitt
befindet.
[0039] Weiter ist denkbar, dass die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung derart angesteuert
wird, dass Restgetränkebehälter zu einem Zeitpunkt stillstehen, bei dem die weiteren
Getränkebehälter auf die Restgetränkebehälter auffahren.
[0040] Auch kann es sein, dass die Verpackungsmaschine das zweite Verpackungsmaterial mit
dem ersten Verpackungsmaterial bei einem Wechsel verbindet und mindestens ein Mischgebinde
herstellt, welches wenigstens einen Restgetränkebehälter, wenigstens einen weiteren
Getränkebehälter und denjenigen Bereich des Verpackungsmaterials umfasst, bei welchem
das zweite Verpackungsmaterial mit dem ersten Verpackungsmaterial verbunden wurde.
[0041] Bei dem ersten Verpackungsmaterial und bei dem zweiten Verpackungsmaterial kann es
sich beispielsweise um thermoplastische Verpackungsfolie handeln, wobei das zweite
Verpackungsmaterial mit dem ersten Verpackungsmaterial verbunden wird, indem die Verpackungsmaschine
das zweite Verpackungsmaterial mit dem ersten Verpackungsmaterial verschweißt.
[0042] Auch hat es sich bewährt, wenn sämtliche Mischgebinde aus einem von der Verpackungsmaschine
hergestellten Gebindestrom über eine Ausleitstation abgetrennt und an eine vorgegebene
Zielposition überführt werden. Es kann hierbei sein, dass die Ausleitstation aus dem
Gebindestrom abgetrennte Mischgebinde palettiert oder dass die Ausleitstation aus
dem Gebindestrom abgetrennte Mischgebinde auf einer Transporteinrichtung absetzt.
[0043] Insbesondere kann es sein, dass sich die Zielposition auf einer Palette befindet,
so dass die Ausleitstation sämtliche Mischgebinde palettiert, wenn die Ausleitstation
die Mischgebinde an die vorgegebene Zielposition überführt. Bei der Ausleitstation
kann es sich beispielsweise um einen Mehrachsroboter oder um eine Weiche handeln.
[0044] Denkbar ist auch, dass ein Schrumpftunnel vorgesehen ist, dem ein über die Verpackungsmaschine
hergestellter Gebindestrom zugeführt wird, wobei es sich bei dem Schrumpftunnel selbst
um die Ausleitstation handelt und wobei der Schrumpftunnel sämtliche Mischgebinde
im Bereich eines Ausgangs des Schrumpftunnel aus dem zugeführten Gebindestrom abtrennt
und an eine vorgegebene Zielposition überführt.
[0045] Die Steuereinrichtung kann insbesondere eine oder mehrere SPS umfassen, wobei einzelne
SPS unterschiedlichen Elementen (z.B. Sensoren, Transportbändern, Schrumpftunnel und/oder
Folientransport) der Verpackungsmaschine zugeordnet sein können. Es ist zudem möglich,
dass die Steuereinrichtung eine übergeordnete Anlagensteuerung umfassen kann.
[0046] Bewährt haben sich zudem Ausführungsformen, bei denen der Verpackungsmaschine in
einer Strömungsrichtung ein Schrumpftunnel nachgeordnet ist, wobei die Ausleitstation
in Strömungsrichtung auf den Schrumpftunnel folgt und/oder wobei eine Palettierstation
vorgesehen ist, über die von der Ausleitstation selektiv auf die Transporteinrichtung
überführte Mischgebinde auf einer Palette gestapelt werden.
[0047] Es kann sein, dass die Anzahl an Restgetränkebehältern unter Zuhilfenahme einer Sensorik
bzw. unter Zuhilfenahme einer optischen Sensorik festgestellt wird. Bei der Sensorik
kann es sich um eine Kamera handeln, wobei sich ein Erfassungsbereich der Sensorik
über den vorherig bereits erwähnten ersten Transportabschnitt, den vorherig erwähnten
Gassentransportabschnitt, den vorherig erwähnten dritten Transportabschnitt, und/oder
den vorherig erwähnten vierten Transportabschnitt erstreckt.
[0048] Bei dem Verfahren kann ein Schrumpftunnel vorgesehen sein, der in Strömungsrichtung
auf die Verpackungsmaschine folgt. In diversen Ausführungsformen kann es sein, dass
der Schrumpftunnel in Abstimmung auf die Anzahl an Restgetränkebehältern gesteuert
und/oder geregelt wird. Hierbei kann es insbesondere sein, dass ein Temperaturniveau
im Schrumpftunnel und/oder eine Fördergeschwindigkeit, mit der Getränkebehälter durch
den Schrumpftunnel bewegt werden, in Abstimmung auf die Anzahl an Restgetränkebehältern
gesteuert und/oder geregelt werden.
[0049] Wie dies oben schon erläutert wurde, nachfolgend aber nochmals anhand etwas konkreter
werdenden Varianten dargelegt werden soll, umfasst das erfindungsgemäße Verpackungssystem
insbesondere eine Horizontalfördereinrichtung, die dafür vorgesehen ist, Restgetränkebehälter
zu einer Verpackungsmaschine zu bewegen. Bei den Restgetränkebehältern kann es sich
um Getränkebehälter einer ersten Sorte handeln, die nachfolgend unter Verwendung eines
ersten Verpackungsmaterials zu Gebinden weiterverarbeitet und verpackt werden. Die
Restgetränkebehälter können hierbei zunächst im Bereich eines ersten Transportabschnittes
der Horizontalfördereinrichtung als ungeordneter Massenstrom bewegt werden und gelangen
dann zu einem Gassentransportabschnitt der Horizontalfördereinrichtung.
[0050] Die bis zum Gassentransportabschnitt bewegten Restgetränkebehälter drängeln sich
dort in die Gassen ein und werden anschließend in mehreren parallelen Reihen fortbewegt.
Eine jeweilige Gasse kann durch zwei parallel zueinander orientierte Gassenbleche
gebildet werden. In der Praxis kann es regelmäßig der Fall sein, dass im Bereich des
ersten Transportabschnittes ein Staudruck an den Restgetränkebehältern anliegt. Der
Staudruck kann durch eine Verklemmung oder eine Nicht-Weiterverarbeitung der Restgetränkebehälter
stromabwärts entstehen, was einen Stau verursachen kann. Eine Verklemmung kann beim
Eindrängeln der Restgetränkebehälter in die Gassen vorkommen. Auf dem Transportabschnitt
vor dem Gassentransportabschnitt können die Behälter, ähnlich wie im Gassentransportabschnitt,
von mehreren parallelen Förderketten transportiert werden, die den Staudruck (mit-)
verursachen können.
[0051] Im Bereich des Gassentransportabschnittes kann sodann eine Bewegung der Restgetränkebehälter
über mindestens ein umlaufend angetriebenes Transportband o. dgl. Fördermittel erfolgen.
Alternativ hierzu kann es sein, dass die Restgetränkebehälter im Bereich des Gassentransportabschnittes
weiterhin über Staudruck fortbewegt werden.
[0052] Vom Gassentransportabschnitt werden die Restgetränkebehälter in mehreren parallelen
Reihen zu einem Einteiler bewegt bzw. in mehreren parallelen Reihen einem Einteiler
zugeführt. Der Einteiler bildet Getränkebehältergruppen mit einer definierten Anzahl
an Getränkebehältern aus, wobei auf eine jeweilige Getränkebehältergruppe nachfolgend
über die Verpackungsmaschine ein jeweiliger Zuschnitt an Verpackungsmaterial aufgebracht
werden kann.
[0053] Ein weiterer, jedoch in der Regel unverzichtbarer Bestandteil des erfindungsgemäßen
Verpackungssystems ist zudem eine Steuereinrichtung, welche sowohl mit dem Einteiler
als auch mit der Verpackungsmaschine in Verbindung steht und sowohl den Einteiler
als auch die Verpackungsmaschine ansteuert.
[0054] Bisher bekannte Verpackungssysteme können sich dafür eignen, unterschiedliche Getränkebehälter
in aufeinanderfolgenden Produktionsprozessen zu verpacken. So kann es beispielsweise
sein, dass zunächst Gebinde mit einer ersten Getränkebehältersorte hergestellt werden
sollen, die ein erstes Verpackungsmaterial mit einer bestimmten Bedruckung besitzen.
Weiter kann es sein, dass mit derselben Verpackungsmaschine zu einem späteren Zeitpunkt
Gebinde mit einer zweiten Getränkebehältersorte hergestellt werden sollen, die ein
zweites Verpackungsmaterial mit einer weiteren bestimmten Bedruckung besitzen. Auch
können sich in unterschiedlichen Produktionsprozessen hergestellte Gebinde in der
Anzahl der von einem jeweiligen Gebinde umfassten Getränkebehälter voneinander unterscheiden.
Es kann zudem sein, dass zunächst Gebinde hergestellt werden, welche mehrere Getränkeflaschen
besitzen und dass nachfolgend Gebinde hergestellt werden, die mehrere Getränkedosen
umfassen. In der Regel ist mit einer Umstellung von einem ersten solchen Produktionsprozess
auf einen weiteren Produktionsprozess ein notwendiger Wechsel des Verpackungsmaterials
verbunden. Auch ist es in der Regel der Fall, dass zunächst die Getränkebehälter,
welche für den ersten Produktionsprozess vorgesehen sind, aus dem Verpackungssystems
entfernt oder abgeführt werden. Nachdem diese Getränkebehälter vollständig entfernt
oder abgeführt worden sind, können Umrüstarbeiten am Verpackungssystem notwendig sein.
Erst nach Entfernen oder Abführen der Getränkebehälter und ggf. nach Durchführen der
Umrüstarbeiten können dem Verpackungssystem weitere Getränkebehälter, die für einen
weiteren Produktionsprozess vorgesehen sind, zugeführt werden. Solche Verpackungssysteme,
die nach einem solchen Funktionsprinzip arbeiten, erfordern längere Stillstandzeiten,
wenn zwischen unterschiedlichen Produktionsprozessen gewechselt werden soll.
[0055] Mit dem erfindungsgemäßen Verpackungssystem, wie es hier beschrieben wird, können
solche längeren Stillstandzeiten vermieden werden. Um dies zu erreichen, können dem
Verpackungssystem bereits weitere Getränkebehälter zugeführt werden, während noch
Restgetränkebehälter durch das Verpackungssystem aufgenommen sind. Die Restgetränkebehälter
werden somit nicht aus dem Verpackungssystem entnommen, wenn ein Wechsel des Produktionsprozesses
vorgesehen ist, um weitere Getränkebehälter zu verpacken. Wie es zuvor schon erwähnt
wurde, werden die Restgetränkebehälter im Bereich des ersten Transportabschnittes
als ungeordneter Massenstrom bewegt.
[0056] Im Bereich dieses ersten Transportabschnittes treten weitere Getränkebehälter mit
Restgetränkebehältern in Oberflächenkontakt. D.h. im Bereich dieses ersten Transportabschnittes
können weitere Getränkebehälter auf die Restgetränkebehälter auffahren. Hierbei kann
es beispielsweise sein, dass die Restgetränkebehälter stillstehen, bis die weiteren
Getränkebehälter mit den Restgetränkebehältern in Kontakt getreten sind. Auch kann
es sein, dass die Restgetränkebehälter gegenüber den weiteren Getränkebehältern mit
geringerer Transportgeschwindigkeit bewegt werden, bis ein Oberflächenkontakt zwischen
den weiteren Getränkebehältern und den Restgetränkebehältern hergestellt ist. Nachdem
ein Oberflächenkontakt zwischen den weiteren Getränkebehältern und den Restgetränkebehältern
hergestellt wurde, werden die weiteren Getränkebehälter zusammen mit den Restgetränkebehältern
im Bereich des ersten Transportabschnittes als ungeordneter Massenstrom gemeinsam
zum Gassentransportabschnitt bewegt.
[0057] Im Bereich des Gassentransportabschnittes drängeln sich dann normalerweise sowohl
Restgetränkebehälter als auch weitere Getränkebehälter in die Gassen ein. Sodann werden
sowohl Restgetränkebehälter als auch weitere Getränkebehälter im Bereich des Gassentransportabschnittes
in mehreren parallelen Reihen fortbewegt. Anschließend werden sowohl Restgetränkebehälter
als auch weitere Getränkebehälter dem Einteiler zugeführt.
[0058] Es ist möglich, dass sich die weiteren Getränkebehälter von den Restgetränkebehältern
nicht in der Gestalt, sondern durch ihren Inhalt unterscheiden, d.h. bspw. durch ein
jeweiliges Getränk, welches in die weiteren Getränkebehälter bzw. in die Restgetränkebehälter
eingebracht ist. Denkbar ist allerdings auch, dass es sich bei den Restgetränkebehältern
um Getränkeflaschen handelt und dass die weiteren Getränkebehälter durch Getränkedosen
ausgebildet sind. Auch kann es sein, dass sich die Restgetränkebehälter durch ein
erstes Aufnahmevolumen für ein Getränk auszeichnen und dass die weiteren Getränkebehälter
ein weiteres Aufnahmevolumen für ein Getränk besitzen, das sich von dem Aufnahmevolumen
der Restgetränkebehälter unterscheidet.
[0059] Wie erwähnt, ist es bei dem System denkbar, dass Restgetränkebehälter im Bereich
des ersten Transportabschnittes als ungeordneter Massenstrom bewegt werden. In diesem
Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass zunächst sämtliche Restgetränkebehälter aus
dem ersten Transportabschnitt abgeführt und dem Gassentransportabschnitt zugeführt
werden, bis sich in Strömungsrichtung zuletzt angeordnete Restgetränkebehälter im
Bereich des Gassentransportabschnittes befinden. Erst nachdem sämtliche Restgetränkebehälter
bereits in den Gassentransportabschnitt eingetreten sind, wird ein Oberflächenkontakt
zwischen Restgetränkebehältern und weiteren Getränkebehältern hergestellt. Der Oberflächenkontakt
erfolgt zwischen einem in Strömungsrichtung zuletzt angeordneten Restgetränkebehälter
und einem in Strömungsrichtung zuvorderst angeordneten weiteren Getränkebehälter.
[0060] Es kann hierbei sein, dass die Restgetränkebehälter stillstehen, wenn die weiteren
Getränkebehälter mit Restgetränkebehältern in Kontakt treten. Auch kann es sein, dass
die Restgetränkebehälter mit einer Transportgeschwindigkeit bewegt werden, die gegenüber
einer Transportgeschwindigkeit der weiteren Getränkebehälter reduziert ist, so dass
die weiteren Getränkebehälter im Bereich des Gassentransportabschnittes auf die Restgetränkebehälter
auffahren. Eine entsprechende Vorgabe des Auffahrens von weiteren Getränkebehältern
auf die Restgetränkebehälter im Bereich des Gassentransportabschnittes kann über die
Steuereinrichtung vorgegeben werden. Nach der Herstellung des Oberflächenkontaktes
zwischen den Restgetränkebehältern und den weiteren Getränkebehältern werden die Restgetränkebehälter
zusammen mit den weiteren Getränkebehältern in mehreren parallelen Reihen dem Einteiler
zugeführt.
[0061] Wie es bereits erwähnt wurde, ist der Einteiler insbesondere dafür vorgesehen, aus
mehreren Getränkebehältern jeweils Getränkebehältergruppen zu bilden, auf die nachfolgend
Verpackungsmaterial aufgebracht wird, was durch die Verpackungsmaschine erfolgt. Da
sich im Bereich des Gassentransportabschnittes sowohl Restgetränkebehälter als auch
weitere Getränkebehälter befinden und von dort ausgehend zum Einteiler gelangen, bildet
der Einteiler bei einem Wechsel des Produktionsprozesses zunächst mehrere Mischgruppen,
die jeweils aus mindestens einem Restgetränkebehälter und mindestens einem weiteren
Getränkebehälter gebildet sind. Aus solchen Mischgruppen können in der Regel keine
Gebinde gefertigt werden, die sich für den Verkauf eignen. Solche Mischgruppen müssen
daher ausgesondert werden, bevor die Mischgruppen zusammen mit Gebinden auf einer
Palette angeordnet werden, welche Palette ausschließlich zum Verkauf vorgesehene Gebinde
tragen soll.
[0062] Sofern über den Einteiler noch Getränkebehältergruppen gebildet werden, welche ausschließlich
Restgetränkebehälter umfassen, werden die Getränkebehältergruppen von der Verpackungsmaschine
vorzugsweise mit einem ersten Verpackungsmaterial verpackt. Dieses erste Verpackungsmaterial
kann bspw. auf einer Rolle aufgewickelt sein. Von einem Endlosstrang des ersten Verpackungsmaterials
können Zuschnitte abgetrennt und von der Verpackungsmaschine um die jeweilige Getränkebehältergruppe
geschlagen werden, welche ausschließlich Restgetränkebehälter umfasst.
[0063] Nach einem durchgeführten Wechsel des Produktionsprozesses müssen die weiteren Getränkebehälter
jedoch mit dem zweiten Verpackungsmaterial verpackt werden, welches ebenso auf einer
Rolle aufgewickelt sein kann. Um zwischen den Verpackungsmaterialien zu wechseln,
kann bspw. ein freier Endbereich des zweiten Verpackungsmaterials abgezogen, oberhalb
einer Partie des ersten Verpackungsmaterials angeordnet und dann mit dem ersten Verpackungsmaterial
verschweißt werden. Hierzu umfasst die Verpackungsmaschine vorzugsweise einen Schweißstab,
welcher in vertikaler Richtung nach unten bewegt wird und dann das zweite Verpackungsmaterial
mit dem ersten Verpackungsmaterial verschweißt.
[0064] Ein Zuschnitt, welcher sowohl das erste Verpackungsmaterial als auch das zweite Verpackungsmaterial
umfasst bzw. welcher einen Abschnitt umfasst, bei welchem das zweite Verpackungsmaterial
mit dem ersten Verpackungsmaterial verbunden ist, eignet sich nicht, um eine für den
Verkauf vorgesehen Getränkebehältergruppe zu verpacken. Es ist daher bei einer Umstellung
des Produktionsprozesses notwendig, dass diejenigen Mischgruppen ausgesondert werden,
welche sowohl Restgetränkebehälter als auch weitere Getränkebehälter umfassen. Auch
ist es notwendig, mindestens denjenigen Verpackungszuschnitt auszuleiten, welcher
einen Verbindungsbereich umfasst, an welchem das erste Verpackungsmaterial und das
zweite Verpackungsmaterial miteinander verschweißt sind.
[0065] Der Steuereinrichtung ist bei dem Verpackungssystem typischerweise bereits bekannt,
welche Anzahl an Restgetränkebehältern sich noch in dem Verpackungssystem bei einem
Wechsel des Produktionsprozesses befindet. In der Praxis kann es beispielsweise sein,
dass die Steuereinrichtung hierzu mit einer Sensorik zusammenwirkt, über welche die
Steuereinrichtung auf die Anzahl an Restgetränkebehältern schließen kann, welche sich
noch im Verpackungssystem befinden. Eine solche Sensorik kann beispielsweise als optische
Sensorik und insbesondere als Kamera ausgebildet sein. Ein Erfassungs- oder Detektionsbereich
einer solchen optischen Sensorik bzw. einer solchen Kamera kann sich zumindest anteilig
über den Bereich des ersten Transportabschnittes und/oder über den Bereich des Gassentransportabschnittes
erstrecken.
[0066] Der Wechsel von dem ersten Verpackungsmaterial auf das zweite Verpackungsmaterial
wird über die Steuereinrichtung vorgegeben, wobei der Wechsel auf die noch verbleibende
Anzahl an Restgetränkebehältern abgestimmt wird. Die Abstimmung erfolgt hierbei derart,
dass einer Mischgruppe derjenige Zuschnitt an Verpackungsmaterial zugeordnet wird,
bei welchem das erste Verpackungsmaterial mit dem zweiten Verpackungsmaterial verschweißt
wurde. Über die Verpackungsmaschine wird somit idealerweise ein Mischgebinde hergestellt,
welches mindestens einen Restgetränkebehälter, mindestens einen weiteren Getränkebehälter
und denjenigen Abschnitt des Verpackungsmaterials aufweist, bei dem das erste Verpackungsmaterial
mit dem zweiten Verpackungsmaterial verschweißt worden ist.
[0067] Da der Steuereinrichtung die Anzahl an Restgetränkebehältern bekannt ist, kann die
Steuereinrichtung hieraus ableiten, welche erste Getränkebehältergruppe ausschließlich
weitere Getränkebehälter umfasst, in der keine Restgetränkebehälter mehr enthalten
sind. Auch kann die Steuereinrichtung den Wechsel vom ersten Verpackungsmaterial auf
das zweite Verpackungsmaterial derart steuern, dass bereits diese erste Getränkebehältergruppe
mit dem zweiten Verpackungsmaterial verpackt wird.
[0068] Beim Wechsel von einem ersten Produktionsprozess zu einem zweiten Produktionsprozess
im Bereich der Verpackungsmaschine werden typischerweise bereits über den Einteiler
gebildete Mischgruppen in Richtung der Verpackungsmaschine transportiert. Bevor diese
Mischgruppen die Verpackungsmaschine erreichen, werden das erste Verpackungsmaterial
und das zweite Verpackungsmaterial miteinander verschweißt. Die Mischgruppe kann mit
einem Zuschnitt verpackt sein, welcher denjenigen Abschnitt aufweist, an welchem das
erste Verpackungsmaterial mit dem zweiten Verpackungsmaterial verschweißt wurde. Sämtliche
Mischgruppen sollten nicht in den Verkauf gelangen. Aus diesem Grunde kann der Verpackungsmaschine
in Strömungsrichtung eine Ausleitstation nachgeordnet sein, welche die Mischgruppen
aussondert.
[0069] So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Verpackungssystem einen Schrumpftunnel
umfasst, welcher die auf Getränkebehältergruppen aufgebrachten Zuschnitte an Verpackungsmaterial
auf die Getränkebehältergruppen aufschrumpft. Die Ausleistation kann dem Schrumpftunnel
und der Verpackungsmaschine zwischengeordnet sein, so dass Mischgruppen nach dem Verlassen
der Verpackungsmaschine ausgeleitet werden, bevor sie in den Schrumpftunnel gelangen.
Auch kann es sein, dass die Ausleitstation einem solchen Schrumpftunnel in einer Strömungsrichtung
nachgeordnet ist.
[0070] Da der Steuereinrichtung bei einem Wechsel des Produktionsprozesses die hierbei noch
im Verpackungssystem verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern bekannt ist, kann
die Steuereinrichtung mit diesen Informationen auf die Position und Anzahl an Mischgruppen
schließen und die Ausleitstation ansteuern, so dass Mischgruppen ausgesondert werden,
wohingegen Getränkebehältergruppen, die ausschließlich Restgetränkebehälter oder ausschließlich
weitere Getränkebehälter umfassen, von einer Aussonderung durch die Ausleitstation
nicht betroffen sind. Bewährt hat es sich in der Praxis allerdings, wenn ein Mischgebinde
über die Ausleitstation ausgesondert wird, und wenn die Ausleitstation zudem mindestens
ein weiteres Gebinde, das dem Mischgebinde in einer Strömungsrichtung unmittelbar
folgt und/oder das dem Mischgebinde in einer Strömungsrichtung unmittelbar vorauseilt,
zusätzlich aussondert. Hierdurch lässt sich mit hoher Sicherheit gewährleisten, dass
zu einem späteren Zeitpunkt palettierte Gebinde eine vorgegebene Beschaffenheit besitzen.
[0071] Das Verpackungssystem kann zudem einen Schrumpftunnel besitzen, der sich in Strömungsrichtung
beispielsweise zwischen der Ausleitstation und der Verpackungsmaschine befinden kann.
Wenn zwischen unterschiedlichen Produktionsmodi gewechselt wird, kann es auch notwendig
sein, dass eine Einstellung des Schrumpftunnels angepasst wird. Die Steuereinrichtung
kann dann in der Lage sein, den Schrumpftunnel abgestimmt auf die Anzahl an jeweiligen
Restgetränkebehältern entsprechend zu steuern und/oder zu regeln, wodurch der Automatisierungsgrad
zusätzlich erhöht werden kann.
[0072] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
[0073] Figuren 1A und 1B zeigen schematische Ansichten einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verpackungssystems und verdeutlichen Schritte, wie sie in einer
ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein können.
[0074] Figuren 2A und 2B zeigen schematische Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verpackungssystems und verdeutlichen Schritte, wie sie in einer
weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein können.
[0075] Figuren 3A, 3B, 4A und 4B zeigen weitere Aspekte, wie sie sowohl für die Ausführungsform
nach Figuren 1A und 1B als auch für die Ausführungsform nach Figuren 2A und 2B vorgesehen
sein können.
[0076] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung
ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
[0077] Die Figuren 1A und 1B zeigen schematische und perspektivische Ansichten einer ersten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verpackungssystems 1 und verdeutlichen Schritte,
wie sie in einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen
sein können. In Figuren 1A und 1B ist jeweils nicht das vollständige Verpackungssystem
1 dargestellt. Das vollständige Verpackungssystem 1 bzw. dessen Funktionsweise wird
aus einer Zusammenschau der Figuren 1 mit Figuren 3A, 3B, 4A und 4B deutlich.
[0078] Die Figur 1A zeigt eine als Bestandteil des Verpackungssystems 1 ausgebildete Horizontalfördereinrichtung
2, über die Restgetränkebehälter 5 zu einer Verpackungsmaschine 3 (vgl. Figuren 3A
und 3B) bewegt werden. Bei den Restgetränkebehältern 5 handelt es sich um Getränkebehälter
einer ersten Sorte, die über ein erstes Verpackungsmaterial 12 (vgl. Figuren 3A, 3B,
4A und 4B) zu einem Gebinde 24 (vgl. Figur 4B) verpackt werden sollen. Wie es Figur
1A zeigt, werden die Restgetränkebehälter 5 hierbei zunächst im Bereich eines ersten
Transportabschnittes 32 der Horizontalfördereinrichtung 2 als ungeordneter Massenstrom
bewegt und gelangen dann zu einem Gassentransportabschnitt 15 der Horizontalfördereinrichtung
2.
[0079] Die bis zum Gassentransportabschnitt 15 bewegten Restgetränkebehälter 5 drängeln
sich dort in die Gassen ein und werden anschließend in mehreren parallelen Reihen
fortbewegt. Eine jeweilige Gasse kann durch zwei parallel zueinander orientierte Gassenbleche
gebildet werden, die in den Figuren nicht zu erkennen sind. In der Praxis kann es
regelmäßig der Fall sein, dass im Bereich des ersten Transportabschnittes 32 ein Staudruck
an den Restgetränkebehältern 5 anliegt.
[0080] Der Staudruck kann durch eine Verklemmung oder eine Nicht-Weiterverarbeitung der
Restgetränkebehälter 5 stromabwärts entstehen, was einen Stau verursacht. Eine Verklemmung
kann beim Eindrängeln der Restgetränkebehälter 5 in die Gassen vorkommen. Auf dem
Transportabschnitt 32 vor dem Gassentransportabschnitt 15 können die Behälter, ähnlich
wie im Gassentransportabschnitt, von mehreren parallelen Förderketten transportiert
werden, die den Staudruck (mit-) verursachen können.
[0081] Im Bereich des Gassentransportabschnittes 15 kann sodann eine Bewegung der Restgetränkebehälter
5 über mindestens ein umlaufend angetriebenes Transportband erfolgen. Alternativ hierzu
kann es jedoch sein, dass die Restgetränkebehälter 5 im Bereich des Gassentransportabschnittes
15 weiterhin über Staudruck fortbewegt werden.
[0082] Vom Gassentransportabschnitt 15 werden die Restgetränkebehälter 5, wie dies ebenso
in Figur 1A schematisch verdeutlicht ist, in mehreren parallelen Reihen zu einem Einteiler
40 bewegt bzw. in mehreren parallelen Reihen einem Einteiler 40 zugeführt. Der Einteiler
40 bildet Getränkebehältergruppen 42 (vgl. Figur 3A) mit einer definierten Anzahl
an Getränkebehältern, wobei auf eine jeweilige Getränkebehältergruppe 42 nachfolgend
über die Verpackungsmaschine 3 ein jeweiliger Zuschnitt an Verpackungsmaterial aufgebracht
wird, wie dies in Figuren 3A, 3B, 4A und 4B gezeigt ist und noch beschrieben wird.
[0083] Bestandteil des Verpackungssystems 1 ist zudem eine Steuereinrichtung S, welche sowohl
mit dem Einteiler 40 als auch mit der Verpackungsmaschine 3 in Verbindung steht und
sowohl den Einteiler 40 als auch die Verpackungsmaschine 3 ansteuert.
[0084] Aus dem Stand der Technik bekannte Verpackungssysteme eignen sich dazu, unterschiedliche
Getränkebehälter in aufeinanderfolgenden Produktionsprozessen zu verpacken. So kann
es beispielsweise sein, dass zunächst Gebinde mit einer ersten Getränkebehältersorte
hergestellt werden sollen, die ein erstes Verpackungsmaterial mit einer bestimmten
Bedruckung besitzen. Weiter kann es sein, dass mit derselben Verpackungsmaschine zu
einem späteren Zeitpunkt Gebinde mit einer zweiten Getränkebehältersorte hergestellt
werden sollen, die ein zweites Verpackungsmaterial mit einer weiteren bestimmten Bedruckung
besitzen. Auch können sich in unterschiedlichen Produktionsprozessen hergestellte
Gebinde in der Anzahl der von einem jeweiligen Gebinde umfassten Getränkebehälter
voneinander unterscheiden. Es kann zudem sein, dass zunächst Gebinde hergestellt werden,
welche mehrere Getränkeflaschen besitzen und dass nachfolgend Gebinde hergestellt
werden, die mehrere Getränkedosen umfassen. In der Regel ist mit einer Umstellung
von einem ersten solchen Produktionsprozess auf einen weiteren Produktionsprozess
ein notwendiger Wechsel des Verpackungsmaterials verbunden. Auch ist es in der Regel
der Fall, dass zunächst die Getränkebehälter, welche für den ersten Produktionsprozess
vorgesehen sind, aus dem Verpackungssystems entfernt oder abgeführt werden. Nachdem
diese Getränkebehälter vollständig entfernt oder abgeführt worden sind, können Umrüstarbeiten
am Verpackungssystem notwendig sein. Erst nach Entfernen oder Abführen der Getränkebehälter
und ggf. nach Durchführen der Umrüstarbeiten können dem Verpackungssystem weitere
Getränkebehälter, die für einen weiteren Produktionsprozess vorgesehen sind, zugeführt
werden.
[0085] Solche Verpackungssysteme mit einem solchen Funktionsprinzip besitzen längere Stillstandzeiten,
wenn zwischen unterschiedlichen Produktionsprozessen gewechselt werden soll. Mit dem
erfindungsgemäßen Verpackungssystem 1, wie es in den vorliegenden Ausführungsbeispielen
beschrieben wird, können längere Stillstandzeiten vermieden werden.
[0086] Eine Zusammenschau der bereits beschriebenen Figur 1A mit Figur 1B zeigt einen Aspekt
einer möglichen Funktionsweise des Verpackungssystems 1, mit welchem sich längere
Stillstandzeiten vermeiden lassen. Dem Verpackungssystem 1 werden bereits weitere
Getränkebehälter 7 zugeführt, während noch Restgetränkebehälter 5 durch das Verpackungssystem
1 aufgenommen sind. Die Restgetränkebehälter 5 werden somit nicht aus dem Verpackungssystem
1 entnommen, wenn ein Wechsel des Produktionsprozesses vorgesehen ist, um weitere
Getränkebehälter 7 zu verpacken. Wie es vorhergehend bereits erwähnt wurde, werden
die Restgetränkebehälter 5 im Bereich des ersten Transportabschnittes 32 als ungeordneter
Massenstrom bewegt.
[0087] Im Bereich dieses ersten Transportabschnittes 32 treten weitere Getränkebehälter
7 mit Restgetränkebehältern 5 in Oberflächenkontakt bzw. im Bereich dieses ersten
Transportabschnittes 32 fahren weitere Getränkebehälter 7 auf die Restgetränkebehälter
5 auf. Hierbei kann es beispielsweise sein, dass die Restgetränkebehälter 5 stillstehen,
bis die weiteren Getränkebehälter 7 mit den Restgetränkebehältern 5 in Kontakt getreten
sind. Auch kann es sein, dass die Restgetränkebehälter 5 gegenüber den weiteren Getränkebehältern
7 mit geringerer Transportgeschwindigkeit bewegt werden, bis ein Oberflächenkontakt
zwischen den weiteren Getränkebehältern 7 und den Restgetränkebehältern 5 ausgebildet
ist. Nachdem ein Oberflächenkontakt zwischen den weiteren Getränkebehältern 7 und
den Restgetränkebehältern 5 ausgebildet wurde, werden die weiteren Getränkebehälter
7 zusammen mit den Restgetränkebehältern 5 im Bereich des ersten Transportabschnittes
32 als ungeordneter Massenstrom gemeinsam zum Gassentransportabschnitt 15 bewegt.
[0088] Im Bereich des Gassentransportabschnittes 15 drängeln sich dann sowohl Restgetränkebehälter
5 als auch weitere Getränkebehälter 7 in die Gassen ein. Sodann werden sowohl Restgetränkebehälter
5 als auch weitere Getränkebehälter 7 im Bereich des Gassentransportabschnittes 15
in mehreren parallelen Reihen fortbewegt. Anschließend werden sowohl Restgetränkebehälter
5 als auch weitere Getränkebehälter 7 dem Einteiler 40 zugeführt.
[0089] Die weitere Vorgehensweise im Umgang mit diesen dem Einteiler 40 zugeführten Restgetränkebehältern
5 und weiteren Getränkebehältern 7 ist nachfolgend in den Figuren 3A, 3B, 4A und 4B
gezeigt und beschrieben, welche Figuren 3A, 3B, 4A und 4B sowohl für die Ausführungsform
und Funktionsweise des Verpackungssystems 1 nach Figuren 1A und 1B als auch für die
Ausführungsform und Funktionsweise des Verpackungssystems 1 nach Figuren 2A und 2B
Anwendung finden.
[0090] Die weiteren Getränkebehälter 7 unterscheiden sich von den Restgetränkebehältern
5 durch ein jeweiliges Getränk, welches in die weiteren Getränkebehälter 7 bzw. in
die Restgetränkebehälter 5 eingebracht ist. Denkbar ist allerdings auch, dass es sich
bei den Restgetränkebehältern 5 um Getränkeflaschen handelt und dass die weiteren
Getränkebehälter 7 durch Getränkedosen ausgebildet sind. Auch kann es sein, dass sich
die Restgetränkebehälter 5 durch ein erstes Aufnahmevolumen für ein Getränk auszeichnen
und dass die weiteren Getränkebehälter 7 ein weiteres Aufnahmevolumen für ein Getränk
besitzen, das sich von dem Aufnahmevolumen der Restgetränkebehälter 5 unterscheidet.
[0091] Die Figuren 2A und 2B zeigen schematische Ansichten einer weiteren Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verpackungssystems 1 und verdeutlichen Schritte, wie sie in
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein können.
Das Verpackungssystem 1 aus der Ausführungsform nach Figuren 2A und 2B unterscheidet
sich durch die Funktionsweise bzw. Vorgabe des jeweiligen Kontaktes zwischen Restgetränkebehältern
5 und weiteren Getränkebehältern 7 durch die Steuereinrichtung S. Der Aufbau des Verpackungssystems
1 gemäß der Ausführungsform nach Figuren 2A und 2B ist gegenüber dem Aufbau des Verpackungssystems
1 gemäß der Ausführungsform nach Figuren 1A und 1B ansonsten identisch.
[0092] Wie es zu Figuren 1A und 1B erwähnt wurde, werden Restgetränkebehälter 5 im Bereich
des ersten Transportabschnittes 32 als ungeordneter Massenstrom bewegt. Im Ausführungsbeispiel
nach Figuren 2A und 2B werden zunächst sämtliche Restgetränkebehälter 5 aus dem ersten
Transportabschnitt 32 abgeführt und dem Gassentransportabschnitt 15 zugeführt, bis
sich in Strömungsrichtung zuletzt angeordnete Restgetränkebehälter 5 im Bereich des
Gassentransportabschnittes 15 befinden. Erst nachdem sämtliche Restgetränkebehälter
5 bereits in den Gassentransportabschnitt 15 eingetreten sind, wird ein Oberflächenkontakt
zwischen Restgetränkebehältern 5 und weiteren Getränkebehältern 7 ausgebildet. Der
Oberflächenkontakt erfolgt zwischen einem in Strömungsrichtung zuletzt angeordneten
Restgetränkebehälter 5 und einem in Strömungsrichtung zuvorderst angeordneten weiteren
Getränkebehälter 7.
[0093] Es kann hierbei sein, dass die Restgetränkebehälter 5 stillstehen, wenn die weiteren
Getränkebehälter 7 mit Restgetränkebehältern 5 in Kontakt treten. Auch kann es sein,
dass die Restgetränkebehälter 5 mit einer Transportgeschwindigkeit bewegt werden,
die gegenüber einer Transportgeschwindigkeit der weiteren Getränkebehälter 7 reduziert
ist, so dass die weiteren Getränkebehälter 7 im Bereich des Gassentransportabschnittes
15 auf die Restgetränkebehälter 5 auffahren. Eine entsprechende Vorgabe des Auffahrens
von weiteren Getränkebehältern 7 auf die Restgetränkebehälter 5 im Bereich des Gassentransportabschnittes
15 wird über die Steuereinrichtung S vorgegeben.
[0094] Nach Ausbilden des Oberflächenkontaktes zwischen den Restgetränkebehältern 5 und
den weiteren Getränkebehältern 7 werden die Restgetränkebehälter 5 zusammen mit den
weiteren Getränkebehältern in mehreren parallelen Reihen dem Einteiler 40 zugeführt.
[0095] Die Figuren 3A, 3B, 4A und 4B zeigen weitere Aspekte, wie sie sowohl für die Ausführungsform
des Verpackungssystems 1 nach Figuren 1A und 1B als auch für die Ausführungsform des
Verpackungssystems 1 nach Figuren 2A und 2B vorgesehen sein können. Die Figuren 3A,
3B, 4A und 4B können daher mit den Figuren 1A, 1B, 2A und 2B jeweils zusammenschauend
betrachtet werden.
[0096] Wie es bereits erwähnt wurde, ist der Einteiler 40 (vgl. Figur 2A) dafür vorgesehen,
aus mehreren Getränkebehältern jeweils Getränkebehältergruppen 42 zu bilden, auf die
nachfolgend Verpackungsmaterial über die Verpackungsmaschine 3 aufgebracht wird. Da
sich im Bereich des Gassentransportabschnittes 15 sowohl Restgetränkebehälter 5 als
auch weitere Getränkebehälter 7 befinden und von dort ausgehend zum Einteiler 40 gelangen,
bildet der Einteiler 40 bei einem Wechsel des Produktionsprozesses zunächst mehrere
Mischgruppen 43, die jeweils aus mindestens einem Restgetränkebehälter 5 und mindestens
einem weiteren Getränkebehälter 7 gebildet sind. Aus solchen Mischgruppen 43 können
in der Regel keine Gebinde gefertigt werden, die sich für den Verkauf eignen. Solche
Mischgruppen 43 müssen daher ausgesondert werden, bevor die Mischgruppen 43 zusammen
mit Gebinden auf einer Palette angeordnet werden, welche Palette ausschließlich zum
Verkauf vorgesehene Gebinde tragen soll.
[0097] Sofern über den Einteiler 40 noch Getränkebehältergruppen 42 gebildet werden, welche
ausschließlich Restgetränkebehälter 5 umfassen, werden die Getränkebehältergruppen
42 von der Verpackungsmaschine 3 mit einem ersten Verpackungsmaterial 12 verpackt.
Wie es Figur 3B zeigt, ist das erste Verpackungsmaterial 12 auf einer Rolle aufgewickelt.
Von einem Endlosstrang des ersten Verpackungsmaterials 12 werden Zuschnitte abgetrennt
und von der Verpackungsmaschine 3 um die jeweilige Getränkebehältergruppe 42 geschlagen,
welche ausschließlich Restgetränkebehälter 5 umfasst.
[0098] Nach einem durchgeführten Wechsel des Produktionsprozesses müssen die weiteren Getränkebehälter
7 jedoch mit dem zweiten Verpackungsmaterial 14 verpackt werden, welches ebenso auf
einer Rolle aufgewickelt ist. Um zwischen den Verpackungsmaterialien 12 und 14 zu
wechseln, wird ein freier Endbereich des zweiten Verpackungsmaterial 14 abgezogen,
oberhalb einer Partie des ersten Verpackungsmaterials 12 angeordnet und dann mit dem
ersten Verpackungsmaterial 12 verschweißt. Hierzu umfasst die Verpackungsmaschine
3 einen Schweißstab, welcher in vertikaler Richtung nach unten bewegt wird und dann
das zweite Verpackungsmaterial 14 mit dem ersten Verpackungsmaterial verschweißt.
[0099] Ein Zuschnitt, welcher sowohl das erste Verpackungsmaterial 12 als auch das zweite
Verpackungsmaterial 14 umfasst bzw. welcher einen Abschnitt umfasst, bei welchem das
zweite Verpackungsmaterial 14 mit dem ersten Verpackungsmaterial 12 verbunden ist,
eignet sich nicht, um eine für den Verkauf vorgesehen Getränkebehältergruppe 42 zu
verpacken. Es ist daher bei einer Umstellung des Produktionsprozesses notwendig, dass
diejenigen Mischgruppen 43 ausgesondert werden, welche sowohl Restgetränkebehälter
5 als auch weitere Getränkebehälter 7 umfassen. Auch ist es notwendig, mindestens
denjenigen Verpackungszuschnitt auszuleiten, welcher einen Verbindungsbereich umfasst,
an welchem das erste Verpackungsmaterial 12 und das zweite Verpackungsmaterial 14
miteinander verschweißt sind.
[0100] Der Steuereinrichtung S ist bei dem Verpackungssystem 1 bereits bekannt, welche Anzahl
an Restgetränkebehältern 5 sich noch in dem Verpackungssystem 1 bei einem Wechsel
des Produktionsprozesses befindet. In der Praxis kann es beispielsweise sein, dass
die Steuereinrichtung S hierzu mit einer Sensorik zusammenwirkt, über welche die Steuereinrichtung
S auf die Anzahl an Restgetränkebehältern 5 schließen kann, welche sich noch im Verpackungssystem
1 befinden. Eine solche Sensorik kann beispielsweise als optische Sensorik und insbesondere
als Kamera ausgebildet sein. Ein Erfassungs- oder Detektionsbereich einer solchen
optischen Sensorik bzw. einer solchen Kamera kann sich zumindest anteilig über den
Bereich des ersten Transportabschnittes 32 und/oder über den Bereich des Gassentransportabschnittes
15 erstrecken.
[0101] Der Wechsel von dem ersten Verpackungsmaterial 12 auf das zweite Verpackungsmaterial
14 wird über die Steuereinrichtung S vorgegeben, wobei der Wechsel auf die noch verbleibende
Anzahl an Restgetränkebehältern 5 abgestimmt wird. Die Abstimmung erfolgt hierbei
derart, dass einer Mischgruppe 43 derjenige Zuschnitt an Verpackungsmaterial zugeordnet
wird, bei welchem das erste Verpackungsmaterial 12 mit dem zweiten Verpackungsmaterial
14 verschweißt wurde. Über die Verpackungsmaschine 4 wird somit ein Mischgebinde 23
(vgl. Figur 4B) hergestellt, welches mindestens einen Restgetränkebehälter 5, mindestens
einen weiteren Getränkebehälter 7 und denjenigen Abschnitt des Verpackungsmaterials
aufweist, bei dem das erste Verpackungsmaterial 12 mit dem zweiten Verpackungsmaterial
14 verschweißt worden ist.
[0102] Da der Steuereinrichtung S die Anzahl an Restgetränkebehältern 5 bekannt ist, kann
die Steuereinrichtung S hieraus ableiten, welche erste Getränkebehältergruppe 42 ausschließlich
weitere Getränkebehälter 7 umfasst, in der keine Restgetränkebehälter 5 mehr enthalten
sind. Auch kann die Steuereinrichtung S den Wechsel vom ersten Verpackungsmaterial
12 auf das zweite Verpackungsmaterial 14 derart steuern, dass bereits diese erste
Getränkebehältergruppe 42 mit dem zweiten Verpackungsmaterial verpackt wird.
[0103] Die Figuren 3A bis 4B verdeutlichen in fortlaufender Reihenfolge einen solchen Wechsel
von einem ersten Produktionsprozess zu einem zweiten Produktionsprozess im Bereich
der Verpackungsmaschine 3. In Figur 3A werden bereits über den Einteiler 40 gebildete
Mischgruppen 43 in Richtung der Verpackungsmaschine 3 transportiert. Bevor diese Mischgruppen
43 die Verpackungsmaschine 3 erreichen, werden das erste Verpackungsmaterial 12 und
das zweite Verpackungsmaterial 14 in Figur 3A miteinander verschweißt, wobei in Figur
3B bereits eine Schweißverbindung zwischen dem ersten Verpackungsmaterial 12 und dem
zweiten Verpackungsmaterial 14 besteht.
[0104] In Figur 4A befinden sich nun Mischgruppen 43 in der Verpackungsmaschine 3, wobei
ein Zuschnitt, welcher denjenigen Abschnitt aufweist, an welchem das erste Verpackungsmaterial
12 mit dem zweiten Verpackungsmaterial 14 verschweißt wurde, auf eine Mischgruppe
43 aufbringt. Sämtliche Mischgruppen 43 eignen sich nicht für den Verkauf. Aus diesem
Grunde ist der Verpackungsmaschine 3 in Strömungsrichtung eine Ausleitstation 45 nachgeordnet,
welche die Mischgruppen 43 aussondert.
[0105] Beispielsweise kann es sein, dass das Verpackungssystem 1 einen Schrumpftunnel umfasst,
welcher die auf Getränkebehältergruppen 42 aufgebrachten Zuschnitte an Verpackungsmaterial
auf die Getränkebehältergruppen 42 aufschrumpft. Die Ausleistation 45 kann dem Schrumpftunnel
und der Verpackungsmaschine zwischengeordnet sein, so dass Mischgruppen 43 nach Verlassen
der Verpackungsmaschine 3 ausgeleitet werden, bevor sie in den Schrumpftunnel gelangen.
Auch kann es sein, dass die Ausleitstation 45 einem solchen Schrumpftunnel in einer
Strömungsrichtung nachgeordnet ist.
[0106] Da der Steuereinrichtung S bei einem Wechsel des Produktionsprozesses die hierbei
noch im Verpackungssystem 1 verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern 5 bekannt
ist, kann die Steuereinrichtung S mit diesen Informationen auf die Position und Anzahl
an Mischgruppen 43 schließen und die Ausleitstation 45 ansteuern, so dass Mischgruppen
43 ausgesondert werden, wohingegen Getränkebehältergruppen 42, die ausschließlich
Restgetränkebehälter 5 oder ausschließlich weitere Getränkebehälter 7 umfassen, von
einer Aussonderung durch die Ausleitstation 45 nicht betroffen sind. Bewährt hat es
sich in der Praxis allerdings, wenn ein Mischgebinde 23 über die Ausleitstation 45
ausgesondert wird und wenn die Ausleitstation 45 zudem mindestens ein weiteres Gebinde
24, das dem Mischgebinde 23 in einer Strömungsrichtung unmittelbar folgt und/oder
das dem Mischgebinde 23 in einer Strömungsrichtung unmittelbar vorauseilt, zusätzlich
aussondert. Hierdurch lässt sich mit hoher Sicherheit gewährleisten, dass zu einem
späteren Zeitpunkt palettierte Gebinde eine vorgegebene Beschaffenheit besitzen.
[0107] Das Verpackungssystem 1 kann zudem einen Schrumpftunnel besitzen, der in den Figuren
nicht mit dargestellt wurde und welcher sich in Strömungsrichtung beispielsweise zwischen
der Ausleitstation 45 und der Verpackungsmaschine 3 befinden kann. Wenn zwischen unterschiedlichen
Produktionsmodi gewechselt wird, kann es auch notwendig sein, dass eine Einstellung
des Schrumpftunnels angepasst wird. Die Steuereinrichtung S kann dann in der Lage
sein, den Schrumpftunnel abgestimmt auf die Anzahl an jeweiligen Restgetränkebehältern
5 entsprechend zu steuern und/oder zu regeln, wodurch der Automatisierungsgrad zusätzlich
erhöht werden kann.
[0108] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für eine Fachperson vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0109]
- 1
- Verpackungssystem
- 2
- Horizontalfördereinrichtung
- 3
- Verpackungsmaschine
- 5
- Restgetränkebehälter
- 7
- Weitere Getränkebehälter
- 12
- Erstes Verpackungsmaterial
- 14
- Zweites Verpackungsmaterial
- 15
- Gassentransportabschnitt
- 23
- Mischgebinde
- 24
- Gebinde
- 32
- Erster Transportabschnitt
- 40
- Einteiler
- 42
- Getränkebehältergruppe
- 43
- Mischgruppe
- 45
- Ausleitstation
- S
- Steuereinrichtung
1. Verpackungssystem (1), umfassend
- eine Verpackungsmaschine (3),
- eine Steuereinrichtung (S) und
- mindestens eine Horizontalfördereinrichtung (2) zum Transport eines Getränkebehälterstroms
zur Verpackungsmaschine (3), innerhalb welches Getränkebehälterstroms auf eine noch
verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern (5) weitere Getränkebehälter (7) folgen,
wobei weitere Getränkebehälter (7) mit Restgetränkebehältern (5) in Oberflächenkontakt
stehen, und wobei
die Steuereinrichtung (S) zu einer solchen Ansteuerung der Verpackungsmaschine (3)
ausgebildet ist, dass die Verpackungsmaschine (3) hierbei einen Wechsel von einem
ersten Verpackungsmaterial (12) auf ein zweites Verpackungsmaterial (14) durchführt,
wobei der Wechsel auf die noch verbleibende Anzahl an Restgetränkebehältern (5) des
Getränkebehälterstroms abgestimmt ist.
2. Verpackungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
(2) einen Gassentransportabschnitt (15) umfasst, innerhalb dessen weitere Getränkebehälter
(7) sowie Restgetränkebehälter (5) in mehreren parallelen Reihen bewegbar sind, und
wobei die Steuereinrichtung (S) zu einer solchen Ansteuerung der mindestens einen
Horizontalfördereinrichtung (2) ausgebildet ist, dass weitere Getränkebehälter (7)
auf Restgetränkebehälter (5) unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes in einem bestimmten
Bereich auffahren, welcher bestimmte Bereich sich innerhalb des Gassentransportabschnittes
(15) befindet.
3. Verpackungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
(2) einen Gassentransportabschnitt (15) umfasst, innerhalb dessen weitere Getränkebehälter
(7) sowie Restgetränkebehälter (5) in mehreren parallelen Reihen bewegbar sind, und
wobei die Steuereinrichtung (S) zu einer solchen Ansteuerung der mindestens einen
Horizontalfördereinrichtung (2) ausgebildet ist, dass weitere Getränkebehälter (7)
auf Restgetränkebehälter (5) unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes in einem bestimmten
Bereich auffahren, welcher bestimmte Bereich dem Gassentransportabschnitt (15) in
einer Strömungsrichtung vorgeordnet ist.
4. Verpackungssystem (1) nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei die Steuereinrichtung
(S) zu einer solchen Ansteuerung der mindestens einen Horizontalfördereinrichtung
(2) ausgebildet ist, dass die Restgetränkebehälter (5) stillstehen, wenn die weiteren
Getränkebehälter (7) auf Restgetränkebehälter (5) unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes
in dem bestimmten Bereich auffahren.
5. Verpackungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Steuereinrichtung
(S) zu einer solchen Ansteuerung der Verpackungsmaschine (3) ausgebildet ist, dass
- das zweite Verpackungsmaterial (14) bei einem Wechsel mit dem ersten Verpackungsmaterial
(12) verbunden und insbesondere verschweißt wird, wobei
- von der Verpackungsmaschine (3) mindestens ein Mischgebinde (23) hergestellt wird,
welches wenigstens einen Restgetränkebehälter (5), wenigstens einen weiteren Getränkebehälter
(7) und denjenigen Bereich des Verpackungsmaterials umfasst, an welchem das zweite
Verpackungsmaterial (12) mit dem ersten Verpackungsmaterial (14) verbunden ist.
6. Verpackungssystem (1) nach Anspruch 5, umfassend eine Ausleitstation (45), wobei die
Steuereinrichtung (S) zu einer solchen Ansteuerung der Ausleitstation (45) ausgebildet
ist, dass die Ausleitstation (45) sämtliche Mischgebinde (23) aus einem von der Verpackungsmaschine
(3) ausgegebenem Gebindestrom abtrennt und an eine vorgegebene Zielposition überführt.
7. Verpackungssystem (1) nach Anspruch 6, wobei die Ausleitstation (45) zum Palettieren
von Mischgebinden (23) ausgebildet ist oder wobei das Verpackungssystem (1) eine Transporteinrichtung
umfasst und wobei die Ausleitstation (45) zum Absetzen von Mischgebinden (23) auf
der Transporteinrichtung ausgebildet ist.
8. Verpackungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend mindestens eine mit
der Steuereinrichtung (S) in Verbindung stehende Sensorik, über welche die Steuereinrichtung
(S) zum Feststellen der noch verbleibenden Anzahl an Restgetränkebehältern (5) ausgebildet
ist.
9. Verfahren zum Betrieb einer Verpackungsmaschine (3), bei dem ein Getränkebehälterstrom
über mindestens eine Horizontalfördereinrichtung (2) der Verpackungsmaschine (3) zugeführt
wird, innerhalb welches Getränkebehälterstroms auf eine noch verbleibende Anzahl an
Restgetränkebehältern (5) weitere Getränkebehälter (7) folgen, wobei weitere Getränkebehälter
(7) mit Restgetränkebehältern (5) in Oberflächenkontakt stehen und wobei vorgesehen
ist, dass die Verpackungsmaschine (3) einen Wechsel von einem ersten Verpackungsmaterial
(12) auf ein zweites Verpackungsmaterial (14) durchführt und hierbei den Wechsel auf
die Anzahl an Restgetränkebehältern (5) abstimmt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
(2) einen Gassentransportabschnitt (15) umfasst, innerhalb dessen weitere Getränkebehälter
(7) sowie Restgetränkebehälter (5) in mehreren parallelen Reihen bewegbar sind, wobei
die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung (2) angesteuert wird, woraus resultierend
weitere Getränkebehälter (7) auf Restgetränkebehälter (5) unter Ausbildung des Oberflächenkontaktes
in einem bestimmten Bereich auffahren, welcher bestimmte Bereich sich innerhalb des
Gassentransportabschnittes (15) befindet oder welcher bestimmte Bereich sich in einer
Strömungsrichtung vor dem Gassentransportabschnitt (15) befindet.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die mindestens eine Horizontalfördereinrichtung
(2) zudem derart angesteuert wird, dass Restgetränkebehälter (5) zu einem Zeitpunkt
stillstehen, bei dem die weiteren Getränkebehälter (7) auf die Restgetränkebehälter
(5) auffahren.
12. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem die Verpackungsmaschine
(3) bei einem Wechsel das zweite Verpackungsmaterial (14) mit dem ersten Verpackungsmaterial
(12) verbindet und mindestens ein Mischgebinde (23) herstellt, welches wenigstens
einen Restgetränkebehälter (5), wenigstens einen weiteren Getränkebehälter (7) und
denjenigen Bereich des Verpackungsmaterials umfasst, bei welchem das zweite Verpackungsmaterial
(14) mit dem ersten Verpackungsmaterial (12) verbunden wurde.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 12, bei dem sämtliche Mischgebinde (23) aus einem
von der Verpackungsmaschine (3) hergestellten Gebindestrom über eine Ausleitstation
(45) abgetrennt und an eine vorgegebene Zielposition überführt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem die Ausleitstation (45) aus dem Gebindestrom abgetrennte
Mischgebinde (23) palettiert.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei die Anzahl an Restgetränkebehältern
(5) unter Zuhilfenahme einer Sensorik festgestellt wird.