[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein verpacktes Reinigungsprodukt umfassend eine
wasserunlösliche Verpackung und eine mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung für automatische
Geschirrspülmaschinen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Reinigung einer
automatischen Geschirrspülmaschine und die Verwendung des erfindungsgemäßen verpackten
Reinigungsprodukts zur Reinigung von Bauteilen einer Geschirrspülmaschine.
[0002] Bei der Nutzung von automatischen Geschirrspülmaschinen kommt es über die Zeit zu
Fettrückständen, insbesondere im Bereich des Filters der Geschirrspülmaschine. Dabei
handelt es sich unter anderem um tierische Fette und hydrogenierte pflanzliche Fette.
Außerdem kommt es zu Kalkrückständen, die sich in allen Bereichen der Maschine bilden
können, insbesondere sind diese sichtbar auf den metallischen Teilen im Innenraum
der Spülmaschine.
[0003] Der Handel bietet dem Verbraucher Produkte an, die speziell für die Reinigung von
Geschirrspülmaschinen geeignet sind. Für die Nutzung dieser Produkte ist ein separater
Spülgang ohne die Anwesenheit von (Koch)Geschirr und Besteck nötig, damit diese Gegenstände
nicht beschädigt werden.
[0004] Der Verbraucher geht davon aus, dass die Maschine in diesem Spülgang vollständig
gereinigt wird und keine manuelle Reinigung durch ihn selbst, insbesondere der Filterteile,
nötig ist. Dies betrifft sowohl den unmittelbar sichtbaren Bereich innerhalb der Maschine
als auch den nicht sichtbaren Bereich der Maschine, wie den Feinfilter. Im nicht sichtbaren
Bereich der Maschine führt das Fett zusammen mit möglichen weiteren Rückständen wie
Fasern dazu, dass der Feinfilter undurchlässiger wird und schließlich verstopft. Dies
führt zu unangenehmen Gerüchen und einer schlechteren Reinigungsleistung des Geschirrs.
Bei längerem Verbleib und Aufbau der Verschmutzung führt es zudem zur Verschmutzung
der Pumpe und schließlich Beschädigung der Pumpe. Zudem sollen auch kalkhaltige Verschmutzungen
verbessert entfernt werden, einerseits um eine gute Geschirrreinigung zu gewährleisten
und aus optischen Gründen, zudem auch zum Schutz der Maschine.
[0005] Der Verbraucher geht zudem davon aus, dass ein Produkt, welches einen hochwertigen
Eindruck macht, auch eine gute und zufriedenstellende Leistung liefert. Daher ist
es neben der Bereitstellung von leistungsfähigen Produkten entscheidend, dass diese
Wertigkeit des Produkts auch für den Verbraucher bereits bei der Kaufentscheidung
erkennbar ist.
[0006] Es besteht daher der Bedarf an Aktivstoffzusammensetzungen, die Geschirrspülmaschinen
nicht nur an den sichtbaren Flächen, sondern auch an den nicht sichtbaren Teilen,
wie dem Feinfilter, von Verschmutzungen wie Fett und Rückständen wie Kalk reinigen.
[0007] Zudem besteht der Bedarf dem Verbraucher die hochwertige Qualität des Produkts auch
zu vermitteln, sowohl vor dem Kauf des Produkts als auch bei der Handhabung des Produkts
vor der Anwendung und gegebenenfalls auch nach der Anwendung.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war daher, ein Produkt bereitzustellen welches
die Geschirrspülmaschine mindestens in zufriedenstellender Weise von Rückständen,
insbesondere Fett und/oder Kalk, reinigt und so die nachteiligen Folgen der Rückstände
vermeidet. Zudem war es die Aufgabe der Erfindung dem Verbraucher diese hochwertige
und leistungsfähige Leistung der Produkte zu vermitteln, sowohl vor dem Kauf des Produkts
als auch bei der Handhabung des Produkts oder Teilen des Produkts vor und gegebenenfalls
nach der Anwendung.
[0009] Überraschend wurde gefunden, dass die Lösung dieser Aufgaben durch ein verpacktes
Reinigungsprodukt umfassend eine wasserunlösliche Verpackung, die dem Verbraucher
einen optischen Eindruck des Inhalts der Verpackung ermöglicht, und eine mehrphasige
Aktivstoffzusammensetzung möglich ist.
[0010] In einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung daher ein verpacktes Reinigungsprodukt
für die Reinigung und Pflege einer automatischen Geschirrspülmaschine, umfassend
- a) eine wasserunlösliche Verpackung mit einem geschlossenen Ende und einer Umfangswand,
die sich von dem geschlossenen Ende zu einem offenen Hals erstreckt, wobei die Umfangswand
und das geschlossene Ende transparent sind und einen Lichttransmissionsgrad von mehr
als 25 % aufweisen bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer,
- b) eine in der wasserunlöslichen Verpackung befindliche mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung,
umfassend
b1) mindestens eine flüssige Phase und
b2) mindestens eine feste Phase umfassend eine Vielzahl von festen Partikeln,
wobei die festen Partikel in der mindestens einen flüssigen Phase dispergiert sind
und die mindestens eine flüssige Phase mindestens einen Inhaltsstoff aus der Gruppe
von Farbstoffen oder Pigmenten oder Mischungen davon sowie mindestens einen Verdicker
aufweist.
[0011] Im Rahmen dieser Anmeldung werden die Begriffe Spülmaschine und Geschirrspülmaschine
synonym verwendet und bezeichnen die Haushalts- und Industriegeräte zur maschinellen
Reinigung von u.a. Kochgeschirr, Geschirr und Besteck, im speziellen um derartige
Haushaltsgeräte.
[0012] Bei der wasserunlöslichen Verpackung kann es sich um eine Flasche handeln, welche
unterschiedliche räumliche Gestalt haben kann.
[0013] Wasserunlöslich bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Verpackung in einer maschinellen
Geschirrspülmaschine in den handelsüblich vorhandenen Programmen nicht wasserlöslich
ist, d.h. dass die Verpackung nach einem Spülgang in einer automatischen Geschirrspülmaschine
unverändert in ihrer Masse ist.
[0014] Die Verpackung ist dabei mindestens teilweise transparent, d.h. mindestens die Umfangswand
und das geschlossene Ende sind transparent. Sie weisen einen Lichttransmissionsgrad
von mehr als 25 %, bevorzugt von mehr als 30 %, besonders bevorzugt mehr als 40 %,
ganz besonders bevorzugt mehr als 50 %, bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer auf.
Die Verpackung erlaubt dem Verbraucher so einen direkten Blick auf die enthaltene
Aktivstoffzusammensetzung, ohne die Verpackung öffnen zu müssen.
[0015] Die Aktivstoffzusammensetzung ist mehrphasig, d.h. sie weist mindestens zwei oder
mehr Phasen auf. D.h. sie kann zwei, drei, vier, fünf oder mehr Phasen aufweisen.
[0016] Die mindestens eine feste Phase umfasst eine Vielzahl von festen Partikeln. Im Rahmen
der vorliegenden Erfindung gehören feste Partikel einer Partikelpopulation, d.h. Partikel
mit der gleichen Zusammensetzung abgesehen von üblichen Schwankungen, zu einer einzigen
festen Phase, auch wenn die festen Partikel verteilt in der mindestens einen flüssigen
Phase vorliegen. Sind feste Partikel mindestens zweier Partikelpopulationen, d.h.
Partikel mit mindestens zwei unterschiedlichen Zusammensetzungen, enthalten, so bilden
diese Partikel mindestens zwei feste Phasen.
[0017] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung eine flüssige
Phase sowie eine feste Phase, enthaltend eine Partikelpopulation, aufweist.
[0018] Die Aktivstoffzusammensetzung zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Vielzahl von
festen Partikeln aufweist. Diese Partikel können jede mögliche Form aufweisen. Bevorzugt
weisen die Partikel eine sphärische Form auf. Spärisch bedeutet im Rahmen dieser Anmeldung,
dass die Form kugelförmig oder annähernd kugelförmig ist, d.h., dass die Form keine
Länge oder Breite erkennen lässt und, die Partikel haben bevorzugt nur einen Durchmesser.
[0019] Um deutlich sichtbar zu sein, sollte die Teilchengröße der Reinigungsmittelpartikel
nicht zu klein sein, auch um eine Trübung der flüssigen Phase zu vermeiden. Andererseits
sollten die Partikel nicht zu groß sein, um eine ausreichende Fließfähigkeit des Reinigungsmittels
zu gewährleisten. Bevorzugt weisen die festen Partikel eine durchschnittliche Teilchengröße
von 0,3 bis 5,0 mm auf, bevorzugt von 0,5 bis 2,5 mm, besonders bevorzugt von 0,8
bis 1,5 mm, ganz besonders bevorzugt von 0,9 bis 1,2 mm, insbesondere 1,0 mm.
[0020] Bevorzugt weisen die festen Partikel einen Durchmesser von 0,3 bis 5,0 mm auf, bevorzugt
von 0,5 bis 2,5 mm, besonders bevorzugt von 0,8 bis 1,5 mm, ganz besonders bevorzugt
von 0,9 bis 1,2 mm, insbesondere 1,0 mm.
[0021] Es sind Ausführungsformen bevorzugt, bei denen die Aktivstoffzusammensetzung mindestens
0,5 feste Partikel pro Milliliter aufweist, bevorzugt 0,7 bis 4,0 Partikel pro Milliliter,
besonders bevorzugt 1,0 bis 3,0 Partikel pro Milliliter, weiter bevorzugt 1,3 bis
2,5 Partikel pro Milliliter, insbesondere bevorzugt 1,5 bis 2,0 Partikel pro Milliliter,
jeweils bezogen auf das Volumen der gesamten Aktivstoffzusammensetzung.
[0022] Die mindestens eine flüssige Phase weist mindestens einen Inhaltsstoff aus der Gruppe
von Farbstoffen oder Pigmenten oder Mischungen davon auf. Dabei handelt es sich bevorzugt
um wasserlösliche Farbstoffe bzw. wasserdispergierbare Pigmente und Mischungen davon.
[0023] Dabei handelt es sich bevorzugt um Farbstoffe bzw. Pigmente die ausgewählt sind aus
Anthrachinonfarbstoffen, Porphyrinfarbstoffen, Phthalocyaninfarbstoffen, Triphenylmethanfarbstoffen,
Chinophthalonfarbstoffen, Chinoniminfarbstoffen und Azofarbstoffen sowie Mischungen
davon.
[0024] Erfindungsgemäß bevorzugt sind dabei zum Beispiel Kupferkomplexe von Phthalocyaninderivaten,
geeignet substituierte Anthrachinonderivate und ein- oder mehrfach, bspw. zweifach,
Sulfonatsubstituierte Chinophthalonderivate.
[0025] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind beispielsweise Di(tetramethylammonium)(29H,31H-phthalocyanin-N29,N30,N31,N32)disulfonamide
disulfonate, cuprate (2-)complex-Derivate, bspw. Direct Blue 199 (
CAS: 12222-04-7), 1,4-Bis{[2-(2-substituted ethoxy)ethoxy]alkylamino}-9,10-anthracenedione (Liquitint
Blue HP,
CAS: 123944-63-8), Trisodium (4E)-5-oxo-1-(4-sulfonatophenyl)-4-[(4-sulfonatophenyl)hydrazono]-3-pyrazolecarboxylate
(
CAS: 1934-21-0) und Dinatrium-2-(2-Chinolyl)-indan-1,3-diondisulfonat (Acid yellow 3,
CAS: 8004-92-0).
[0026] Es ist zudem erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die mindestens eine flüssige Phase der
Aktivstoffzusammensetzung Farbstoffe in einer Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,002 bis 0,05 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,003 bis 0,01 Gew.-%, und/oder
Pigmente in einer Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,002 bis 0,05
Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,003 bis 0,01 Gew.-% aufweist, bezogen auf die Gesamtmenge
der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung. Es ist insbesondere bevorzugt,
wenn die mindestens eine flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung Farbstoffe und/oder
Pigmente in einer Gesamtmenge von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,002
bis 0,05 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,003 bis 0,01 Gew.-% aufweist, bezogen
auf die Gesamtmenge der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung.
[0027] Eine eingefärbte flüssige Phase erzeugt einen hochwertigen Eindruck und lässt eine
gute Leistung erwarten. Die Wahrnehmung ist zudem verstärkt, wenn die flüssige Phase
für den Verbraucher transparent wirkt. Daher ist es bevorzugt, wenn die flüssige Phase
der Aktivstoffzusammensetzung einen Lichttransmissionsgrad von 50 % oder mehr aufweist
bei Verwendung einer 1-cm-Küvette bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer. Für die
Zwecke der Erfindung gilt eine flüssige Zusammensetzung als transparent, solange eine
Wellenlänge im Bereich des sichtbaren Lichts einen Transmissionsgrad von mehr als
50 % aufweist.
[0028] Die festen Partikel sind in der mindestens einen flüssigen Phase dispergiert. Bevorzugt
ist es, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung eine Viskosität von
1000 bis 5000 s-1, bevorzugt 1500 bis 4500 s-1, besonders bevorzugt 2000 bis 3000
s-1 beträgt, gemessen mittels eines Brookfield Viskosimeters DV-II mit Spindel 31
bei 6 U/min und 25°C bei einer Scherrate von 2 s-1, aufweist.
[0029] Ebenso ist es bevorzugt, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung eine
Fließgrenze von 1,5 bis 6,0 Pa aufweist, bevorzugt 2,0 bis 5,5 Pa, besonders bevorzugt
3,0 bis 5,0 Pa (TA Instruments Rheometer, 40mm Spindel, 1° Steigung am Kegel, 28 µm
Abstand, 25°C). Diese rheologischen Eigenschaften können bevorzugt erreicht werden
über den geeigneten Einsatz mindestens eines Verdickers.
[0030] Der der mindestens eine Verdicker ist dabei bevorzugt ausgewählt ist aus Polyacrylat-Verdickern,
Xanthan, Gellan, Guar, Alginat, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Bentoniten, Welangummi,
Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar, Traganth, Gummi arabicum, Pektinen, Polysacchariden,
Stärke, modifizierte Stärke, Dextrinen, Gelatinen und Casein, modifizierten Cellulosen,
Hydroxyethylether und Hydroxypropylether, bevorzugt ausgewählt aus Xanthan, Gellan,
Guar, Alginat, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar,
Traganth, Gummi arabicum, Pektinen, Stärke, modifizierte Stärke, Dextrinen, Gelatinen
und Casein, und modifizierten Cellulosen, am meisten bevorzugt Xanthan.
[0031] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn es sich bei dem Verdicker um einen säurestabilen
Verdicker handelt, welche der Fachperson aus dem Stand der Technik bekannt sind. Beispielsweise
kann es sich um Verdicker vom Typ Polysaccharide handeln, unter anderem Xanthan Gum
TNAS und Xanthan Gum TNAS-CS der Fa. Jungbunzlauer und Succinoglycan Gum Rheozan der
Fa. Syensqo.
[0032] Dabei ist es bevorzugt, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung den
mindestens einen Verdicker in einer Menge von 0,1 bis 5,0 Gew.-% aufweist, bevorzugt
in einer Menge von 0,2 bis 3,0 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 0,3
bis 1,5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,4 bis 1,0 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung.
[0033] Es ist besonders bevorzugt, wenn die es sich bei dem mindestens einen Verdicker um
Xanthan, bevorzugt säurestabiles Xanthan, in einer Menge von 0,2 bis 3,0 Gew.-% handelt,
bevorzugt in einer Menge von 0,3 bis 1,5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt in einer Menge
von 0,4 bis 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung.
[0034] Die Anwesenheit von dispergierten Partikeln in der flüssigen Phase erzeugt einen
hochwertigen Eindruck und lässt eine gute Leistung erwarten, ähnlich zu der Wahrnehmung
bei eingefärbten flüssigen Phasen. Sind beide Merkmale für den Verbraucher wahrnehmbar,
verstärkt sich dieser Eindruck und die Erwartung deutlich.
[0035] Die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung weist bevorzugt eine Dichte von
1,0 bis 2,0 g/mL auf, besonders bevorzugt von 1,01 bis 1,5 g/mL, insbesondere bevorzugt
von 1,03 bis 1,05 g/mL (Anton Paar, SMA 4101 Density Meter, bei 20°C).
[0036] Das Reinigungsprodukt für die Reinigung und Pflege einer automatischen Geschirrspülmaschine
soll ebenfalls durch seine Leistung die Verbraucher überzeugen. Für die Reinigung
und Pflege der Maschine werden bevorzugt unterschiedliche Inhaltsstoffe in Kombination
eingesetzt.
[0037] Erfindungsgemäß es daher bevorzugt, dass die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
einen pH-Wert von 1,8 bis 4,8 aufweist, besonders bevorzugt von 2,3 bis 3,5, ganz
besonders bevorzugt 2,5 bis 3,0, insbesondere bevorzugt von 2,5 bis 2,8 gemessen bei
20°C.
[0038] Zur Einstellung dieses pH-Werts können unterschiedliche organische Säuren oder auch
Mischungen von organischen Säuren verwendet werden, wobei im Rahmen dieser Anmeldung
Ameisensäure als organische Säure gilt.
[0039] Um den pH-Wert geeignet einstellen zu können ist es ebenfalls bevorzugt, wenn die
flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung mindestens ein Alkalimetallhydroxid,
bevorzugt Natriumhydroxid und/oder Kaliumhydroxid aufweist, bevorzugt in einer Gesamtmengen
von unterhalb 5,0 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 3,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt
zwischen 0,1 und 2,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0040] Bevorzugt weist die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung mindestens eine
Säure ausgewählt aus der Gruppe von Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Ameisensäure,
Essigsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren,
Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA) sowie Mischungen von diesen auf. Besonders
bevorzugt weist die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung Citronensäure, Essigsäure,
Ameisensäure oder Mischungen davon auf, ganz besonders bevorzugt Citronensäure, Ameisensäure
oder Mischungen davon.
[0041] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
mindestens eine organische Säure aufweist und diese mindestens eine Säure in einer
Menge von 1,0 bis 15,0 Gew.-% aufweist, besonders bevorzugt 3,0 bis 12,0 Gew.-%, insbesondere
bevorzugt 5,0 bis 10,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0042] Es kann ebenfalls erfindungsgemäß bevorzugt sein, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe von Ameisensäure und Essigsäure oder
Mischungen von diesen aufweist, bevorzugt Ameisensäure. Dabei ist es besonders bevorzugt,
wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung 1,0 bis 10,0 Gew.-% Ameisensäure
aufweist, besonders bevorzugt 2,0 bis 7,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 3,0 bis 5,5
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0043] Es kann ebenfalls erfindungsgemäß bevorzugt sein, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
2,0 bis 20,0 Gew.-% einer Kombination von Citronensäure und Ameisensäure aufweist,
besonders bevorzugt 4,0 bis 14,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 7,0 bis 11,0 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung. In dem Fall ist es besonders
bevorzugt, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung Citronensäure und
Ameisensäure jeweils in einer Menge von mindestens 1,0 Gew.-% aufweist, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung. Weist die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
eine Kombination von Citronensäure und Ameisensäure auf, so ist es bevorzugt, wenn
Citronensäure und Ameisensäure in einem Gewichtsverhältnis von 1 zu 19 bis 19 zu 1,
besonders bevorzugt von 1 zu 10 bis 10 zu 1, insbesondere von 1 zu 5 bis 5 zu 1, insbesondere
bevorzugt von 1 zu 2 bis 2 zu 1, in der Aktivstoffzusammensetzung vorliegen.
[0044] Es ist außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung, insbesondere
bevorzugt die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung, mindestens ein Tensid
aufweist ausgewählt aus:
mindestens ein Fettalkoholalkoxylat nach Formel (I)
R2O[CH2CHR3O]xH (I)
wobei R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht,
jedes R3 unabhängig für -H oder -CH2CH3 steht und x für 10-20 steht,
wobei mindestens ein, vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder
10 R3 H und mindestens ein oder zwei R3 CH2CH3 sind; und/oder
mindestens ein anionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe von Alkylbenzolsulfonaten
(ABS) nach Formel (II)
R4-C6H4-SO3Na (II),
wobei R4 für einen linearen Alkylrest mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
weiter bevorzugt 3 bis 10 Kohlenstoffatomen steht.
[0045] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
ein Tensidsystem aufweist, mindestens enthaltend
mindestens ein Fettalkoholalkoxylat nach Formel (I)
R2O[CH2CHR3O]xH (I)
wobei R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht,
jedes R3 unabhängig für -H oder -CH2CH3 steht und x für 10-20 steht,
wobei mindestens ein, vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder
10 R3 H und mindestens ein oder zwei R3 CH2CH3 sind; und
mindestens ein anionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe von Alkylbenzolsulfonaten
(ABS) nach Formel (II)
R4-C6H4-SO3Na (II),
wobei R4 für einen linearen Alkylrest mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
weiter bevorzugt 3 bis 10 Kohlenstoffatomen steht.
[0046] Es ist zusätzlich erfindungsgemäß bevorzugt, wenn das Tensidsystem mindestens ein
Fettalkoholalkoxylat nach Formel (I) aufweist
R
2O[CH
2CHR
3O]
xH (I),
wobei R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht,
jedes R3 unabhängig für -H oder -CH2CH3 steht und x für 10-20 steht,
und wobei mindestens 9 oder 10 R3 H und mindestens ein oder zwei R3 CH2CH3 sind; und mindestens ein Alkylbenzolsulfonate nach Formel (II) aufweist
R 4-C6H4-SO3Na (II),
wobei R4 für einen linearen Alkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen steht, bevorzugt handelt
es sich bei dem Tensid nach Formel (II) um Natrium-Cumolsulfonat.
[0047] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung, insbesondere
bevorzugt die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung, das Tensid nach Formel
(I) in einer Menge von 0,2 bis 5,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,5 bis 3,5
Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 1,0 bis 2,7 Gew.-%, aufweist, bezogen
auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0048] Es ist außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung, insbesondere
bevorzugt die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung, das Tensid nach Formel
(II) in einer Menge von 0,5 bis 3,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,9 bis 2,5
Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 1,2 bis 2,0 Gew.-%, aufweist, bezogen
auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0049] Es ist zudem erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung, insbesondere
bevorzugt die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung, Tenside in einer Menge
von 0,7 bis 10,0 Gew.-% aufweist, bevorzugt von 2,0 bis 7,0 Gew.-%, weiter bevorzugt
von 3,0 bis 4,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0050] Es ist außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung, insbesondere
bevorzugt die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung, die Tenside nach Formel
(I) und die Tenside nach Formel (II) in einem Gewichtsverhältnis von 0,5 : 1,0 bis
3,0 : 1,0 aufweist, bevorzugt von 1,0 : 1,0 bis 2,0 : 1,0, besonders bevorzugt von
1,2 : 1,0 bis 1,5 : 1,0.
[0051] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält Wasser in einer bevorzugten Menge von
75 bis 99 Gew.-%, besonders bevorzugt von 80 bis 97 Gew.-%, insbesondere bevorzugt
von 85 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Zusammensetzung flüssig,
besonders bevorzugt liegt sie als ein Gel vor.
[0052] Ebenfalls oder zusätzlich kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, dass die erfindungsgemäße
Zusammensetzung in vorportionierter Form vorliegt. Liegt die Zusammensetzung in vorportionierter
Form vor, so ist es erfindungsgemäß bevorzugt, wenn sie als Einmaldosis konfektioniert
vorliegt. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält gegebenenfalls Additive und
Zusatzstoffe, bevorzugt ausgewählt aus weiteren Tensiden, pH-Regulatoren, Gerüststoffen,
Sequestrierungsmitteln, Elektrolyten, Korrosionsinhibitoren, Schauminhibitoren, Farbstoffen,
Duftstoffen, Bitterstoffen und antimikrobiellen Wirkstoffen und Mischungen davon.
[0053] Sollten mögliche weitere Tenside zum Einsatz kommen, so werden sie in solchen Mengen
eingesetzt, dass die Gesamtmenge an Tensiden wie für die Erfindung definiert, eingehalten
wird. Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung weitere
mögliche Tenside in einer Menge von 0 bis 2,0 Gew.-% aufweist, bevorzugt von 0 bis
1,0 Gew.-%, besonders bevorzugt 0 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Aktivstoffzusammensetzung. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung
keine anderen Tenside aufweist als die nach Formel (I) und (II) wie zuvor angegeben.
[0054] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung im wesentlichen
phosphatfrei ist, d.h. die Zusammensetzung enthält weniger als 0,1 Gew.-% Phosphat(e),
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
[0055] Es ist ebenfalls er findungsgemäß ist es bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung
im wesentlichen phosphonatfrei ist, d.h. die Zusammensetzung enthält weniger als 1,0
Gew.-% Phosphonat(e), besonders bevorzugt weniger als 0,5 Gew.-% Phosphonat(e), insbesondere
bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% Phosphonat(e), bezogen auf das Gesamtgewicht der
Aktivstoffzusammensetzung.
[0056] Die festen Partikel der Aktivstoffzusammensetzung können, zum Beispiel zur Steigerung
der Leistung des Reinigungs- und Pflegemittels, Aktivstoffe aufweisen. Bevorzugt sind
diese ausgewählt aus den Aktivstoffen, die in der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung
enthalten sind. Daher ist es bevorzugt, wenn die festen Partikel mindestens einen
Aktivstoff aus der Gruppe von organischen Säuren, Polymeren, Polysacchariden, Pigmenten,
Farbstoffen, Konservierungsmitteln, Tensiden, anorganischen Salzen, organischen Salzen
oder Mischung davon aufweisen.
[0057] Die wasserunlösliche Verpackung des verpackten Reinigungsprodukts weist bevorzugt
einen Verschluss auf. Bevorzugt handelt es sich dabei um einen Deckel, welcher den
offenen Hals der wasserunlöslichen Verpackung verschließt. Bevorzugt weist der Deckel
ein Öffnungssystem mit mindestens zwei unterschiedlichen wasserunlöslichen Teilen
auf und bevorzugt kann das Öffnungssystem die mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung
freisetzen.
[0058] Es ist daher ein bevorzugter Gegenstand, wenn der offene Hals der wasserunlöslichen
Verpackung durch einen Deckel verschlossen ist, wobei der Deckel ein Öffnungssystem
mit mindestens zwei unterschiedlichen wasserunlöslichen Teilen aufweist, wobei das
Öffnungssystem die mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung freisetzen kann.
[0059] Es ist zudem bevorzugt, wenn mindestens ein wasserunlöslicher Teil des Deckels in
Wasser und/oder einem wässrigen Medium dispergierbar ist, bevorzugt bei einer Wassertemperatur
von mindestens 55 °C, besonders bevorzugt von mindestens 60 °C, insbesondere bevorzugt
von mindestens 65 °C.
[0060] Andererseits kann es stärker bevorzugt sein, wenn mindestens ein wasserunlöslicher
Teil des Deckels in Wasser und/oder einem wässrigen Medium dispergierbar ist, bevorzugt
bei einer Wassertemperatur von höchstens 55 °C, besonders bevorzugt von höchstens
50 °C, insbesondere bevorzugt von höchstens 45 °C. höchstens 40 °C
[0061] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Reinigung
und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen Teile einer Spülmaschine, bei
dem ein erfindungsgemäßes Produkt in die Geschirrspülmaschine eingebracht wird.
[0062] Ein bevorzugter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung
und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen Teile einer Spülmaschine, welches
die folgenden Schritte umfasst:
- i) Einbringen eines erfindungsgemäßen Produkts in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine,
- ii) Durchführen eines Spülgangs bei einer Wassertemperatur im Reinigungsgang von mindestens
55 °C, bevorzugt mindestens 60 °C, besonders bevorzugt mindestens 65 °C,
wobei die Aktivstoffzusammensetzung in Schritt ii) in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird.
[0063] Ein ebenso bevorzugter oder stärker bevorzugter Gegenstand ist ein Verfahren zur
Reinigung und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen Teile einer Spülmaschine,
besonders bevorzugt des Filters und einer oder mehrerer Metalloberfläche der Spülmaschine,
welches die folgenden Schritte umfasst:
- i) Einbringen eines erfindungsgemäßen Produkts in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine,
- ii) Durchführen eines Spülgangs bei einer Wassertemperatur im Reinigungsgang von höchstens
55 °C, bevorzugt höchstens 50 °C, besonders bevorzugt höchstens 45 °C, ganz besonders
bevorzugt höchstens 42 °C, insbesondere höchsten 40 °C,
wobei die Aktivstoffzusammensetzung in Schritt ii) in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird.
[0064] Die erfindungsgemäßen Verfahren werden bevorzugt ohne die Anwesenheit von Kochgeschirr,
Geschirr und Besteck und dergleichen durchgeführt; das bedeutet, die Spülmaschine
ist während des Verfahrens bevorzugt leer. Davon ausgenommen sind etwaige Verpackungsbehältnisse
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung und alle üblichen und/oder serienmäßig vorhandenen
Bauteile der Spülmaschine inklusive Schubladen, Sprüharme, Körbe etc., die während
des erfindungsgemäßen Verfahrens anwesend sein können bzw. bevorzugt anwesend sind.
[0065] Bevorzugt wird in den erfindungsgemäßen Verfahren keine Geschirrreinigungszusammensetzung
eingesetzt. Als Geschirrreinigungszusammensetzung werden Zusammensetzungen bezeichnet,
die für die Geschirrreinigung eingesetzt werden können und für diesen Zweck üblich
sind. Darunter sind neben einfachen Geschirrreinigungszusammensetzungen in Pulver-
oder Tablettenform auch mehrphasige Tabletten, ein- oder mehrphasige Pouches und weitere
mehrphasige Mehrzweckprodukte wie beispielsweise 2-in-1, 3-in-1, 4-in1 usw. Produkte
zur Geschirrreinigung mit zusätzlicher Klarspülfunktion und weiteren Funktionen zu
verstehen. Sie unterscheiden sich von separat konfektionierten Klarspülzusammensetzungen
wie beispielsweise einer flüssigen Klarspülzusammensetzung, welche über einen maschineninternen
Tank dosiert werden kann.
[0066] In den erfindungsgemäßen Verfahren wird die Detergenszusammensetzung bevorzugt in
Mengen zwischen 100 mL und 500 mL eingesetzt, besonders bevorzugt in einer Menge von
200 bis 300 mL, insbesondere bevorzugt 250 mL.
[0067] Es ist ebenfalls erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Aktivstoffzusammensetzung mindestens
ein Tensid aufweist und die eingesetzte Gesamttensidmenge im Verfahren von 2,5 bis
11,5 g beträgt, bevorzugt von 5,0 bis 10,3 g, besonders bevorzugt von 7,0 bis 9,8
g.
[0068] In einigen Ausführungsformen wird zusätzlich zur erfindungsgemäßen Detergenszusammensetzung
eine Klarspülzusammensetzung eingesetzt. Beispielsweise erfolgt dies durch das Zudosieren
aus dem maschineninternen Tank im Laufe des Klarspülgangs. In diesen Verfahren ist
die Gesamttensidmenge im Verfahren zusammengesetzt aus der Tensidmenge aus der Detergenszusammensetzung
und der Klarspülzusammensetzung.
[0069] Zur Zufriedenheit des Verbrauchers trägt es bei, wenn er keine oder möglichste geringe
Reste der Aktivstoffzusammensetzung nach dem Spülgang in der wasserunlöslichen Verpackung
vorfindet. Daher sind Verfahren erfindungsgemäß bevorzugt, bei denen die mehrphasige
Aktivstoffzusammensetzung zu mindestens 95 % in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird, bevorzugt zu mindestens 98 %, besonders bevorzugt zu 99 % bezogen
auf die Gesamtmasse der mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung, besonders bevorzugt
in Schritt ii). Ebenfalls sind Verfahren erfindungsgemäß bevorzugt, bei denen die
feste Phase der mehrphasigen Aktivstoffzusammensetzung zu mindestens 95 % in den Innenraum
der Geschirrspülmaschine freigesetzt wird, bevorzugt zu mindestens 98 %, bezogen auf
die Gesamtanzahl der festen Partikel, besonders bevorzugt in Schritt ii).
[0070] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung des erfindungsgemäßen
Produkts und/oder des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Reinigung einer Spülmaschine,
bevorzugt von Bauteilen einer Spülmaschine. Bevorzugt werden das erfindungsgemäße
Produkt und/oder das erfindungsgemäße Verfahren verwendet zur Reinigung von dem Filter
und/oder Teilen des Filters einer Spülmaschine und oder von Metallteilen, besonders
bevorzugt werden das erfindungsgemäße Produkt und/oder das erfindungsgemäße Verfahren
verwendet zur Entfernung von Kalk und Fett von den genannten Bauteilen einer Spülmaschine.
[0071] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Bestandteilen der hierin beschriebenen
Verbindung bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge an Molekülen sondern
auf die Art des Bestandteils.
[0072] "Mindestens eine Verbindung der Formel X" bedeutet daher beispielsweise ein oder
mehrere verschiedene Verbindungen der Formel X, d.h. eine oder mehrere verschiedene
Arten von Verbindungen der Formel X. Zusammen mit Mengenangaben beziehen sich die
Mengenangaben auf die Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten Art von Bestandteil,
wie bereits definiert. Alle im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Zusammensetzungen
angegeben Mengenangaben beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf Gew.-%
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Dabei sind diese Mengenangaben
jeweils auf die (kristall-)wasserfreie Form bezogen, ebenso wie konkrete Angaben von
Massen in z.B. der Einheit g (Gramm). Des Weiteren beziehen sich derartige Mengenangaben
(sowohl Gew.-% als auch g), die sich auf mindestens einen Bestandteil beziehen, immer
auf die Gesamtmenge dieser Art von Bestandteil, die im Mittel enthalten ist, sofern
nicht explizit etwas anderes angegeben ist. Das heißt, dass sich derartige Mengenangaben,
beispielsweise im Zusammenhang mit "mindestens einem Alkylsulfat", auf die Gesamtmenge
von Alkylsulfat die im Mittel enthalten ist, beziehen. "Flüssig" bedeutet, dass die
Detergenszusammensetzung bei Raumtemperatur, d.h. etwa 20 °C, in flüssiger Form und
insbesondere fließfähig vorliegt und damit beispielsweise aus einem Behälter ausgeschüttet
werden kann. Der Begriff, wie hierin verwendet, schließt auch Gele ein. Zahlenwerte,
die hierin ohne Dezimalstellen angegeben sind, beziehen sich jeweils auf den vollen
angegebenen Wert mit einer Dezimalstelle. So steht beispielsweise "99%" für "99,0%".
[0073] Der Ausdrücke "ungefähr" oder "etwa", in Zusammenhang mit einem Zahlenwert, bezieht
sich auf eine Varianz von ±10% bezogen auf den angegebenen Zahlenwert, vorzugsweise
±5%.
[0074] Wenn eine "substituierte" Verbindung beschrieben wird, zum Beispiel ein substituiertes
Alkyl, so sind dafür geeignete Substituenten dem Fachmann bekannt, bevorzugt handelt
es sich dabei um einen Rest ausgewählt aus -F, -Cl, -Br, -I, -OH, -NH2, -NHR1, -N(R1)2,
-COOH, -CF3, -SH, -SR1, =O, -OR1, wobei R1 ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, der vorzugsweise ein oder mehrere Wasserstoffatome,
abhängig von seiner Bindigkeit, an der jeweiligen Verbindung ersetzt.
[0075] Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann
aus dem Studium der detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich. Dabei kann
jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der Erfindung
eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen Beispiele
die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht einschränken
und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
[0076] Insbesondere wird die Erfindung durch die folgenden Punkte beschrieben:
- 1. Verpacktes Reinigungsprodukt für die Reinigung und Pflege einer automatischen Geschirrspülmaschine,
umfassend
- a) eine wasserunlösliche Verpackung mit einem geschlossenen Ende und einer Umfangswand,
die sich von dem geschlossenen Ende zu einem offenen Hals erstreckt, wobei die Umfangswand
und das geschlossene Ende transparent sind und einen Lichttransmissionsgrad von mehr
als 25 % aufweisen bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer,
- b) eine in der wasserunlöslichen Verpackung befindliche mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung,
umfassend
b1) mindestens eine flüssige Phase und
b2) mindestens eine feste Phase umfassend eine Vielzahl von festen Partikeln,
wobei die festen Partikel in der mindestens einen flüssigen Phase dispergiert sind
und die mindestens eine flüssige Phase mindestens einen Inhaltsstoff aus der Gruppe
von Farbstoffen oder Pigmenten oder Mischungen davon sowie mindestens einen Verdicker
aufweist.
- 2. Produkt nach Punkt 1, wobei der mindestens eine Verdicker ausgewählt ist aus Polyacrylat-Verdickern,
Xanthan, Gellan, Guar, Alginat, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Bentoniten, Welangummi,
Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar, Traganth, Gummi arabicum, Pektinen, Polysacchariden,
Stärke, modifizierte Stärke, Dextrinen, Gelatinen und Casein, modifizierten Cellulosen,
Hydroxyethylether und Hydroxypropylether, bevorzugt ausgewählt aus Xanthan, Gellan,
Guar, Alginat, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Johannisbrotkernmehl, Agar-Agar,
Traganth, Gummi arabicum, Pektinen, Stärke, modifizierte Stärke, Dextrinen, Gelatinen
und Casein, und modifizierten Cellulosen, am meisten bevorzugt Xanthan.
- 3. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
einen pH-Wert von 1,8 bis 4,8 aufweist, bevorzugt von 2,3 bis 3,5, besonders bevorzugt
2,5 bis 2,8, gemessen bei 20°C.
- 4. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe von Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Ameisensäure, Essigsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA) sowie Mischungen von diesen
aufweist, bevorzugt Citronensäure.
- 5. Produkt nach Punkt 4, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung die
mindestens eine Säure in einer Menge von 1,0 bis 15,0 Gew.-% aufweist, besonders bevorzugt
3,0 bis 12,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 5,0 bis 10,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aktivstoffzusammensetzung.
- 6. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
mindestens eine Säure ausgewählt aus der Gruppe von Ameisensäure und Essigsäure oder
Mischungen von diesen aufweist, bevorzugt Ameisensäure.
- 7. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
1,0 bis 10,0 Gew.-% Ameisensäure aufweist, besonders bevorzugt 2,0 bis 7,0 Gew.-%,
insbesondere bevorzugt 3,0 bis 5,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 8. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
2,0 bis 20,0 Gew.-% einer Kombination von Citronensäure und Ameisensäure aufweist,
besonders bevorzugt 4,0 bis 14,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 7,0 bis 11,0 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 9. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
Citronensäure und Ameisensäure jeweils in einer Menge von mindestens 1,0 Gew.-% aufweist,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 10. Produkt nach Punkt 8 und/oder 9, wobei Citronensäure und Ameisensäure in einem
Gewichtsverhältnis von 1 zu 19 bis 19 zu 1, besonders bevorzugt von 1 zu 10 bis 10
zu 1, insbesondere von 1 zu 5 bis 5 zu 1, insbesondere bevorzugt von 1 zu 2 bis 2
zu 1, in der Aktivstoffzusammensetzung vorliegen.
- 11. Produkt nach einem der vorstehenden Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
mindestens ein Alkalimetallhydroxid, bevorzugt Natriumhydroxid und/oder Kaliumhydroxid
aufweist, bevorzugt in einer Gesamtmengen von unterhalb 5,0 Gew.-%, besonders bevorzugt
unterhalb 3,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt zwischen 0,1 und 2,0 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 12. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
mindestens ein Tensid aufweist ausgewählt aus:
mindestens ein Fettalkoholalkoxylat nach Formel (I)
R2O[CH2CHR3O]xH (I)
wobei R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht,
jedes R3 unabhängig für -H oder -CH2CH3 steht und x für 10-20 steht,
wobei mindestens ein, vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder
10 R3 H und mindestens ein oder zwei R3 CH2CH3 sind; und/oder
mindestens ein anionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe von Alkylbenzolsulfonaten
(ABS) nach Formel (II)
R4-C6H4-SO3Na (II)
wobei R4 für einen linearen Alkylrest mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
weiter bevorzugt 3 bis 10 Kohlenstoffatomen steht.
- 13. Produkt nach Punkt 12, wobei das Tensid nach Formel (I) in einer Menge von 0,2
bis 5,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,5 bis 3,5 Gew.-%, weiter bevorzugt
in einer Menge von 1,0 bis 2,7 Gew.-%, in der Aktivstoffzusammensetzung enthalten
ist, bezogen auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 14. Produkt nach Punkt 12 und/oder 13, wobei das Tensid nach Formel (II) in einer
Menge von 0,5 bis 3,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,9 bis 2,5 Gew.-%, weiter
bevorzugt in einer Menge von 1,2 bis 2,0 Gew.-%, in der Aktivstoffzusammensetzung
enthalten ist, bezogen auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
- 15. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
Tenside in einer Menge von 0,7 bis 10,0 Gew.-% aufweist, bevorzugt von 2,0 bis 7,0
Gew.-%, weiter bevorzugt von 3,0 bis 4,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Aktivstoffzusammensetzung.
- 16. Produkt nach einem der Punkte 12 bis 14, wobei das Gewichtsverhältnis der Tenside
nach Formel (I) zu den Tensiden Formel (II) 0,5 : 1,0 bis 3,0 : 1,0 beträgt, bevorzugt
1,0 : 1,0 bis 2,0 : 1,0, besonders bevorzugt 1,2 : 1,0 bis 1,5 : 1,0.
- 17. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
eine Viskosität von 1000 bis 5000 s-1, bevorzugt 1500 bis 4500 s-1, besonders bevorzugt
2000 bis 3000 s-1 beträgt, gemessen mittels eines Brookfield Viskosimeters DV-II+Pro
mit Spindel 31 bei 6 U/min und 25°C bei einer Scherrate von 2 s-1, aufweist.
- 18. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
eine Fließgrenze von 1,5 bis 6,0 Pa aufweist, bevorzugt 2,0 bis 5,5 Pa, besonders
bevorzugt 3,0 bis 5,0 Pa (TA Instruments Rheometer, 40mm Spindel, 1° Steigung am Kegel,
28 µm Abstand, 25°C).
- 19. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
den mindestens einen Verdicker in einer Menge von 0,1 bis 5,0 Gew.-% aufweist, bevorzugt
in einer Menge von 0,2 bis 3,0 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 0,3
bis 1,5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,4 bis 1,0 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung.
- 20. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
eine Dichte von 1,0 bis 2,0 g/mL aufweist, bevorzugt von 1,01 bis 1,5 g/mL, besonders
bevorzugt von 1,03 bis 1,05 g/mL.
- 21. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
einen Lichttransmissionsgrad von 50 % oder mehr aufweist bei Verwendung einer 1-cm-Küvette
bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer
- 22. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
im wesentlichen phosphatfrei ist.
- 23. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
im wesentlichen phosphonatfrei ist.
- 24. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei der mindestens eine Inhaltsstoff
aus der Gruppe von Farbstoffen oder Pigmenten oder Kombinationen davon ausgewählt
ist aus Anthrachinonfarbstoffen, Porphyrinfarbstoffen, Phthalocyaninfarbstoffen, Triphenylmethanfarbstoffen,
Chinophthalonfarbstoffen, Chinoniminfarbstoffen und Azofarbstoffen sowie Mischungen
davon.
- 25. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
Farbstoffe in einer Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,002 bis
0,05 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,003 bis 0,01 Gew.-%, und/oder Pigmente in
einer Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,002 bis 0,05 Gew.-%, ganz
besonders bevorzugt 0,003 bis 0,01 Gew.-% aufweist, bezogen auf die Gesamtmenge der
flüssigen Phase der Aktivstoffzusammensetzung.
- 26. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
mindestens 0,5 feste Partikel pro Milliliter aufweist, bevorzugt 0,7 bis 4,0 Partikel
pro Milliliter, besonders bevorzugt 1,0 bis 3,0 Partikel pro Milliliter, jeweils bezogen
auf das Volumen der gesamten Aktivstoffzusammensetzung.
- 27. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die festen Partikel eine sphärische
Form aufweisen.
- 28. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die festen Partikel einen Durchmesser
von 0,3 bis 5,0 mm aufweisen, bevorzugt von 0,5 bis 2,5 mm, besonders bevorzugt von
0,8 bis 1,5 mm.
- 29. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die festen Partikel Aktivstoffe
aufweisen, bevorzugt ausgewählt aus den Aktivstoffen, die in der flüssigen Phase der
Aktivstoffzusammensetzung enthalten sind.
- 30. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei die festen Partikel mindestens
einen Aktivstoff aus der Gruppe von organischen Säuren, Polymeren, Polysacchariden,
Pigmenten, Farbstoffen, Konservierungsmitteln, Tensiden, anorganischen Salzen, organischen
Salzen oder Mischung davon aufweist.
- 31. Produkt nach einem der vorherigen Punkte, wobei der offene Hals der wasserunlöslichen
Verpackung durch einen Deckel verschlossen ist, wobei der Deckel ein Öffnungssystem
mit mindestens zwei unterschiedlichen wasserunlöslichen Teilen aufweist, wobei das
Öffnungssystem die mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung freisetzen kann.
- 32. Produkt nach Punkt 31, wobei mindestens ein wasserunlöslicher Teil des Deckels
in Wasser und/oder einem wässrigen Medium dispergierbar ist, bevorzugt bei einer Wassertemperatur
von mindestens 55 °C, besonders bevorzugt von mindestens 60 °C, insbesondere bevorzugt
von mindestens 65 °C.
- 33. Produkt nach Punkt 31, wobei mindestens ein wasserunlöslicher Teil des Deckels
in Wasser und/oder einem wässrigen Medium dispergierbar ist, bevorzugt bei einer Wassertemperatur
von höchstens 55 °C, besonders bevorzugt von höchstens 50 °C, insbesondere bevorzugt
von höchstens 45 °C.
- 34. Verfahren zur Reinigung und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen
Teile einer Spülmaschine, besonders bevorzugt des Filters der Spülmaschine, insbesondere
des Feinfilters, bei dem ein Produkt nach einem der Punkte 1 bis 33 in die Geschirrspülmaschine
eingebracht wird.
- 35. Verfahren zur Reinigung und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen
Teile einer Spülmaschine, besonders bevorzugt des Filters der Spülmaschine, insbesondere
des Feinfilters, welches die folgenden Schritte umfasst:
- i) Einbringen eines Produkts nach einem der Punkte 1 bis 33 in den Innenraum einer
Geschirrspülmaschine,
- ii) Durchführen eines Spülgangs bei einer Wassertemperatur im Reinigungsgang von mindestens
55 °C, bevorzugt mindestens 60 °C, besonders bevorzugt mindestens 65 °C,
wobei die Aktivstoffzusammensetzung in Schritt ii) in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird.
- 36. Verfahren zur Reinigung und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen
Teile einer Spülmaschine, besonders bevorzugt des Filters und einer oder mehrerer
Metalloberfläche der Spülmaschine, welches die folgenden Schritte umfasst:
- i) Einbringen eines Produkts nach einem der Punkte 1 bis 31 in den Innenraum einer
Geschirrspülmaschine,
- ii) Durchführen eines Spülgangs bei einer Wassertemperatur im Reinigungsgang von höchstens
55 °C, bevorzugt höchstens 50 °C, besonders bevorzugt höchstens 45 °C, insbesondere
höchsten 40 °C,
wobei die Aktivstoffzusammensetzung in Schritt ii) in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird.
- 37. Verfahren nach Punkt 34 bis 36, wobei die Spülmaschine kein Spülgut aufweist.
- 38. Verfahren nach einem der Punkte 34 bis 37, wobei die Aktivstoffzusammensetzung
mindestens ein Tensid aufweist und die eingesetzte Gesamttensidmenge im Verfahren
von 2,5 bis 11,5 g beträgt, bevorzugt von 5,0 bis 10,3 g, besonders bevorzugt von
7,0 bis 9,8 g.
- 39. Verfahren nach einem der Punkte 34 bis 38, wobei die mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung
zu mindestens 95 % in den Innenraum der Geschirrspülmaschine freigesetzt wird, bevorzugt
zu mindestens 98 %, besonders bevorzugt zu 99 % bezogen auf die Gesamtmasse der mehrphasige
Aktivstoffzusammensetzung.
- 40. Verfahren nach einem der Punkte 34 bis 39, wobei die feste Phase der mehrphasigen
Aktivstoffzusammensetzung zu mindestens 95 % in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird, bevorzugt zu mindestens 98 %, bezogen auf die Gesamtanzahl der festen
Partikel.
- 41. Verwendung des Produkts nach Punkt 1 bis 33 oder des Verfahrens nach Punkt 34
bis 40 zur Reinigung einer Spülmaschine, bevorzugt von Bauteilen einer Spülmaschine,
besonders bevorzugt von dem Filter und/oder Teilen des Filters einer Spülmaschine.
Ausführungsbeispiele:
Farberhalt der Zusammensetzung
[0077] Die folgenden Zusammensetzungen 1A, 1B, 2A, 2B wurden hergestellt:
Die Herstellung der Zusammensetzungen fand bei Raumtemperatur statt. Zur Herstellung
der Zusammensetzungen wurde jeweils zuerst Wasser vorgelegt und der Verdicker hinzugefügt,
es wurde 30 min. gerührt. Dabei erfolgte im Labormaßstab die Zugabe des Verdickers
sehr langsam per Hand, um eine feindisperse Vermischung zu erreichen. Anschließend
wurden das nichtionische Tensid und Natriumcumolsulfonat hinzugefügt und für 2 min
gerührt. Ameisensäure und Zitronensäure wurden hinzugefügt und für 10 min gerührt.
Natriumhydroxid-Lösung wurde hinzugefügt und 5 min gerührt, in diesem Schritt wird
der pH Wert der Zusammensetzung auf 2,7 eingestellt (ggf. mit weiterer Ameisensäure
oder weiterer Natriumhydroxidlösung). Danach wurden Parfüm und die festen Partikel
hinzugefügt und für 10 min gerührt. Die Zusammensetzungen wurden in Flaschen aus HDPE
ohne UV-Filter abgefüllt. Die jeweils gleiche Menge Farbstoff wurde als 1%ige wässrige
Lösung (9.5 mg pro Flasche) hinzugegeben und die Flaschen für 2 Minuten geschüttelt.
Die Flaschen (ohne Etiketten) wurden daraufhin in eine Sonnensimulationskammer gestellt
(20 bis 23 °C).
| |
1 |
2 |
| |
[g] |
Gew.-% |
[g] |
Gew.-% |
| Wasser |
199,97 |
79,99 |
199,97 |
79,99 |
| Xanthan TNAS-CS |
1,63 |
0,65 |
|
|
| Xanthan TNCS |
|
|
1,63 |
0,65 |
| Plurafac 220 (95%) |
5,63 |
2,25 |
5,63 |
2,25 |
| Ameisensäure (75%) |
17,50 |
7,00 |
17,50 |
7,00 |
| Citronensäure (wasserfrei) |
10,13 |
4,05 |
10,13 |
4,05 |
| Natriumhydroxid (48%) (pH 2,7 einstellen) |
3,90 |
1,56 |
3,90 |
1,56 |
| Natriumcumolsulfonat (40%) |
10,00 |
4,00 |
10,00 |
4,00 |
| Parfüm |
0,25 |
0,10 |
0,25 |
0,10 |
| Speckles (GeniaLab GL 22185) |
1,00 |
0,40 |
1,00 |
0,40 |
| wässr. Farbstofflösung (1%) |
0,0095 |
0,0038 |
0,0095 |
0,0038 |
| |
250 g/job |
100% |
250 g/job |
100% |
[0078] Die folgenden Farbstoffe wurden eingesetzt:
- A: Direct Blue 199, CAS-Nr. 12222-04-7
- B: Liquitint Blue HP, CAS-Nr. 123944-63-8
[0079] In den Figuren 1a bis 1f ist deutlich zu erkennen, dass die Farbe der Zusammensetzung
in der Zusammensetzung 1A (jeweils rechts, außer in Fig 1a) besser erhalten bleibt
ist als in der Zusammensetzung 2A (jeweils links, außer in Fig 1a). Gleiches gilt
für den Farberhalt der Zusammensetzung 1B verglichen mit Zusammensetzung 2B (ohne
Abbildung). Zeitdauer in der Sonnensimulationskammer: Figur 1a: 0h; Figur 1b: 1h,
Figur 1c: 3h, Figur 1d: 18h, Figur 1e: 26h, Figur 1f: 42h.
Kalkentfernung
[0080] Die folgenden Zusammensetzungen wurden wie folgt hergestellt:
Die Herstellung der Zusammensetzungen fand bei Raumtemperatur statt. Zur Herstellung
der Zusammensetzungen wurde jeweils zuerst Wasser vorgelegt und Verdicker hinzugefügt,
es wurde 30 min. gerührt. Dabei erfolgte im Labormaßstab die Zugabe des Verdickers
sehr langsam per Hand, um eine feindisperse Vermischung zu erreichen. Anschließend
wurden das nichtionische Tensid und Natriumcumolsulfonat hinzugefügt und für 2 min
gerührt. Ameisensäure und Zitronensäure wurden hinzugefügt und für 10 min gerührt.
Natriumhydroxid-Lösung und Farbstoff wurden hinzugefügt und 5 min gerührt. Danach
wurden Parfüm und die festen Partikel hinzugefügt und für 10 min gerührt. Die Zusammensetzungen
wurden in Flaschen abgefüllt und mit einem Deckel verschlossen. Bei den Deckeln handelte
es sich um übliche Verschlüsse für Maschinenreinigerflaschen, welche zum Teil aus
einem Wachs bestehen, welches beim Schmelzen einen Kanal in das Innere der Flasche
eröffnet. Der Flascheninhalt kann dadurch aus der Flasche auslaufen, wenn die Flasche
entsprechend mit dem Deckel nach unten positioniert ist (wie auf der Verpackung üblicherweise
angegeben).
| |
Formel 3 |
Formel 4 |
Formel 5 |
| |
g/job |
Gew.-% |
g/job |
Gew.-% |
g/job |
Gew.-% |
| Wasser |
201,63 |
80,65 |
199,97 |
79,99 |
195,80 |
78,32 |
| Xanthan TNAS-CS |
1,63 |
0,65 |
1,63 |
0,65 |
1,63 |
0,65 |
| Plurafac 220 (95%) |
5,63 |
2,25 |
5,63 |
2,25 |
5,63 |
2,25 |
| Ameisensäure (75%) |
15,83 |
6,33 |
17,50 |
7,00 |
21,67 |
8,67 |
| Citronensäure (wasserfrei) |
10,13 |
4,05 |
10,13 |
4,05 |
10,13 |
4,05 |
| Natriumhydroxid (48%) |
3,90 |
1,56 |
3,90 |
1,56 |
3,90 |
1,56 |
| Natriumcumolsulfonat (40%) |
10,00 |
4,00 |
10,00 |
4,00 |
10,00 |
4,00 |
| Parfüm |
0,25 |
0,10 |
0,25 |
0,10 |
0,25 |
0,10 |
| Speckles (GeniaLab 22185) |
1,00 |
0,40 |
1,00 |
0,40 |
1,00 |
0,40 |
| Liquitint Blue HP |
0,0095 |
0,0038 |
0,0095 |
0,0038 |
0,0095 |
0,0038 |
| |
250 g/job |
100% |
250 g/job |
100% |
250 g/job |
100% |
Deckel C: Wachs mit einem Schmelzbereich von 46 bis 48 °C
Deckel D: Wachs mit einem Schmelzbereich von 54 bis 56 °C |
[0081] Zur Bestimmung des Kalkabtrags wurde die folgende Methode verwendet:
Allgemein:
[0082] Es wurde kein Ballastschmutz verwendet, kein Geschirr war anwesend, die Wasserhärte
des verwendeten Wassers betrug 21° dH.
Schritt 1
[0083] Sechs neue Kalkplatten (Carrara-Marmor, ca. 15 cm x 7.5 cm x 0.5 cm, 120 - 150 g,
Rocholl GmbH) wurden im oberen Korb der Spülmaschine (Bosch SMS 6ECW57E/38) stets
in derselben Reihenfolge mit Abstand zueinander platziert. Vor den Kalkplatten wurde
mit gleichem Abstand eine Metallplatte (15 cm x 10 cm) positioniert.
[0084] Die neuen Kalkplatten wurden mit einem definiertem Standardreiniger (5 Gew.-% Lösung
von Zitronensäuremonohydrat in VE-Wasser, 250 g Gesamtmenge) gespült, wobei der Standardreiniger
im Spülgang (70°C Intensiv Spülgang) über eine übliche Intensiv-Maschinenreinigerflasche
zugeführt wurde (Deckel Typ C). Die Platten trockneten für 10 Minuten bei Raumtemperatur.
Anschließend wurde das Gewicht der Kalkplatten jeweils notiert.
Schritt 2
[0085] Die leere Maschine wurde mit Citronensäure (20 g, direkt vor Beginn des Spülgangs
dosiert auf den Boden des Innenraums) gereinigt (70°C Intensiv Spülgang).
Schritt 3
[0086] Die Platten wurden im oberen Korb in der gleichen Anordnung wie zuvor platziert.
Die Platten werden im "Schnell-Programm" der Spülmaschine bei 40 oder 45 °C ohne Zusatz
eines Reinigungsmittels gespült. Die Platten trockneten für 10 Minuten bei Raumtemperatur.
Schritt 4
[0087] Die Platten wurden im oberen Korb in der gleichen Anordnung wie zuvor platziert.
Die Platten wurden mit der Reinigerzusammensetzung (250 g Gesamtmenge) gespült, wobei
die Reinigerzusammensetzung im Spülgang (70°C Intensiv Spülgang) über eine übliche
Intensiv-Maschinenreinigerflasche zugeführt wird (Deckel Typ C oder D). Die Platten
trockneten für 10 Minuten bei Raumtemperatur. Anschließend wurde das Gewicht der Kalkplatten
jeweils notiert und die Differenz zu den Werten aus Schritt 1 gebildet. Aus den erhaltenen
Werten pro Spülgang wurde ein Mittelwert gebildet und die Standardabweichung bestimmt.
[0088] Es wurden die folgenden Ergebnisse für den Kalkabtrag in Schritt 4 erhalten, wobei
es sich jeweils um den Mittelwert aus drei unabhängigen Messungen handelt:
| |
Kombinationen: Zusammensetzung und Deckeltyp |
| |
3 - C |
3 - D |
4 - C |
4 - D |
5 - C |
5 - D |
| Kalkabtrag [g] |
4,20 |
3,30 |
5,39 |
3,16 |
6,13 |
4,11 |
| Standardabwei chung |
0.936 |
0.393 |
0.643 |
0.080 |
0.801 |
0.198 |
[0089] Der Kalkabtrag ist bei den Kombinationen, die den Deckel nach Typ C aufwiesen, deutlich
verbessert gegenüber den Kombinationen mit Deckel nach Typ D. Am deutlichsten sichtbar
ist dies für Zusammensetzungen nach Formel 4 und 5, wobei die Zusammensetzung nach
Formel 4 die größte Differenz für die unterschiedlichen Deckeltypen zeigt.
1. Verpacktes Reinigungsprodukt für die Reinigung und Pflege einer automatischen Geschirrspülmaschine,
umfassend
a) eine wasserunlösliche Verpackung mit einem geschlossenen Ende und einer Umfangswand,
die sich von dem geschlossenen Ende zu einem offenen Hals erstreckt, wobei die Umfangswand
und das geschlossene Ende transparent sind und einen Lichttransmissionsgrad von mehr
als 25 % aufweisen bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer,
b) eine in der wasserunlöslichen Verpackung befindliche mehrphasige Aktivstoffzusammensetzung,
umfassend
b1) mindestens eine flüssige Phase und
b2) mindestens eine feste Phase umfassend eine Vielzahl von festen Partikeln,
wobei die festen Partikel in der mindestens einen flüssigen Phase dispergiert sind
und die mindestens eine flüssige Phase mindestens einen Inhaltsstoff aus der Gruppe
von Farbstoffen oder Pigmenten oder Mischungen davon sowie mindestens einen Verdicker
aufweist.
2. Produkt nach Anspruch 1, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung einen
pH-Wert von 1,8 bis 4,8 aufweist, bevorzugt von 2,3 bis 3,5, besonders bevorzugt 2,5
bis 2,8, gemessen bei 20°C.
3. Produkt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
2,0 bis 20,0 Gew.-% einer Kombination von Citronensäure und Ameisensäure aufweist,
besonders bevorzugt 4,0 bis 14,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 7,0 bis 11,0 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
4. Produkt nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Aktivstoffzusammensetzung mindestens
ein Tensid aufweist, ausgewählt aus:
mindestens ein Fettalkoholalkoxylat nach Formel (I)
R2O[CH2CHR3O]xH (I)
wobei R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht,
jedes R3 unabhängig für -H oder -CH2CH3 steht und x für 10-20 steht,
wobei mindestens ein, vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder
10 R3 H und mindestens ein oder zwei R3 CH2CH3 sind; und/oder
mindestens ein anionisches Tensid ausgewählt aus der Gruppe von Alkylbenzolsulfonaten
(ABS) nach Formel (II)
R4-C6H4-SO3Na (II)
wobei R4 für einen linearen Alkylrest mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
weiter bevorzugt 3 bis 10 Kohlenstoffatomen steht.
5. Produkt nach Anspruch 4, wobei das Tensid nach Formel (I) in einer Menge von 0,2 bis
5,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,5 bis 3,5 Gew.-%, weiter bevorzugt in einer
Menge von 1,0 bis 2,7 Gew.-%, in der Aktivstoffzusammensetzung enthalten ist, bezogen
auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung und/oder wobei das Tensid nach Formel
(II) in einer Menge von 0,5 bis 3,0 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,9 bis 2,5
Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 1,2 bis 2,0 Gew.-%, in der Aktivstoffzusammensetzung
enthalten ist, bezogen auf das Gewicht der Aktivstoffzusammensetzung.
6. Produkt nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
eine Viskosität von 1000 bis 5000 s-1, bevorzugt 1500 bis 4500 s-1, besonders bevorzugt
2000 bis 3000 s-1 beträgt, gemessen mittels eines Brookfield Viskosimeters DV-II+Pro
mit Spindel 31 bei 6 U/min und 25°C bei einer Scherrate von 2 s-1, aufweist und/oder
wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung eine Fließgrenze von 1,5 bis
6,0 Pa aufweist, bevorzugt 2,0 bis 5,5 Pa, besonders bevorzugt 3,0 bis 5,0 Pa (TA
Instruments Rheometer, 40mm Spindel, 1° Steigung am Kegel, 28 µm Abstand, 25°C).
7. Produkt nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die flüssige Phase der Aktivstoffzusammensetzung
einen Lichttransmissionsgrad von 50 % oder mehr aufweist bei Verwendung einer 1-cm-Küvette
bei Wellenlängen von 410 - 800 Nanometer
8. Produkt nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der mindestens eine Inhaltsstoff
aus der Gruppe von Farbstoffen oder Pigmenten oder Kombinationen davon ausgewählt
ist aus Anthrachinonfarbstoffen, Porphyrinfarbstoffen, Phthalocyaninfarbstoffen, Triphenylmethanfarbstoffen,
Chinophthalonfarbstoffen, Chinoniminfarbstoffen und Azofarbstoffen sowie Mischungen
davon.
9. Verfahren zur Reinigung und Pflege einer Spülmaschine, bevorzugt der internen Teile
einer Spülmaschine, besonders bevorzugt des Filters und einer oder mehrerer Metalloberfläche
der Spülmaschine, welches die folgenden Schritte umfasst:
i) Einbringen eines Produkts nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in den Innenraum einer
Geschirrspülmaschine,
ii) Durchführen eines Spülgangs bei einer Wassertemperatur im Reinigungsgang von höchstens
55 °C, bevorzugt höchstens 50 °C, besonders bevorzugt höchstens 45 °C, insbesondere
höchsten 40 °C,
wobei die Aktivstoffzusammensetzung in Schritt ii) in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
freigesetzt wird.
10. Verwendung des Produkts nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder des Verfahrens nach
Anspruch 9 zur Reinigung einer Spülmaschine, bevorzugt von Bauteilen einer Spülmaschine,
besonders bevorzugt von dem Filter und/oder Teilen des Filters einer Spülmaschine.