[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenverdichtungsvorrichtung, insbesondere
aber nicht ausschließlich einen Stampfer, mit einer Schwingungsentkopplungseinrichtung.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Stampfer und Rüttler, auch als Verdichtungsvorrichtungen bekannt, sind Baumaschinen
für die Verdichtung von Boden, Asphalt und anderen Materialien. Sie werden verwendet,
damit der Untergrund stabil und tragfähig ist, was besonders bei Fundamenten, Wegen
und Straßen von großer Bedeutung ist.
[0003] Stampfer, auch als Vibrationsstampfer bezeichnet, arbeiten durch wiederholte vertikale
Schläge auf den Boden. Sie besitzen eine kompakte Bauweise und werden meist auf engen
oder schwer zugänglichen Flächen verwendet. Durch kräftige, pulsierende Bewegungen
wird das Erdreich in die Tiefe verdichtet. Stampfer werden hauptsächlich bei kohäsiven
Böden (z. B. Lehm, Ton) eingesetzt, die mehr Energie benötigen, um verdichtet zu werden.
[0004] Vibrationsstampfer zur Untergrundverdichtung basieren auf einem Mehrfeder-Schwingungssystem
innerhalb des Gerätes, bei dem mit einem Getriebe die rotierende Bewegung seines Verbrennungs-
oder Elektromotors in eine Auf- und Abwärtsbewegung umgesetzt wird. Hierdurch hebt
die Grundplatte mehrere cm hochfrequent vom Untergrund ab, um diesen beim Wiederauftreffen
zu verdichten.
[0005] Stampfer verfügen über eine spezielle Handhabe, die es dem Benutzer ermöglicht, das
Gerät sicher zu führen und zu bewegen. Diese Handhabe ist in der Regel durch eine
Gummitorsionsfeder von der oberen Masse des Geräts isoliert, um Vibrationen abzudämpfen.
Dadurch entsteht eine komplexe Bewegung der Handhabe, beispielsweise eines Griffbügels,
die sich aus einer auf- und abwärts gerichteten linearen Bewegung sowie einer rotierenden
Bewegung um die Achse der Torsionsfeder zusammensetzt. Befindet sich die Torsionsfeder
weit von der Griffposition des Benutzers entfernt, führt dies zu einer erheblichen
Schwingungsamplitude am Griffpunkt. Infolgedessen ist der Benutzer einer starken Belastung
durch intensive Hand-Arm-Vibrationen ausgesetzt.
[0006] Zu große Hand-Arm-Vibrationen (HAV) durch die Benutzung von Vibrationsstampfern können
ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Diese betreffen hauptsächlich das Hand-Arm-Vibrationssyndrom
(HAVS), welches zu schwerwiegenden körperlichen Symptomen wie Durchblutungsstörungen,
Nervenschäden sowie Schmerzen in Muskeln, Gelenken und Sehnen führen kann.
[0007] Nachteilig an den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen sind auch die ungleichen
Vibrationswerte entlang der Handhabe (je näher der Nutzer am Anbringungspunkt der
Rotationsdämpfer greift, desto größer sind die Vibrationswerte). Auch weisen die Rotationsdämpfer
nur eine begrenzte Lebensdauer auf.
[0008] Auf Grundlage der oben genannten Problemstellung ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Bodenverdichtungsvorrichtung mit einer Schwingungsentkopplungsvorrichtung
anzugeben, welche die Bewegungen des Geräts bestmöglich von der Handhabe entkoppelt,
insbesondere unabhängig von der Griffposition des Nutzers, um Hand-Arm-Vibrationen
zu minimieren. Ein weiteres Ziel ist es, ein Schwingungsentkopplungssystem für Bodenverdichtungsvorrichtung
in anzugeben, welches eine verlängerte Lebensdauer aufweist
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
[0010] Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung eine Bodenverdichtungsvorrichtung,
welche folgendes aufweist:
- eine obere Masse;
- eine untere Masse mit einer Bodenkontaktplatte wobei die untere Masse an die obere
Masse gekoppelt und dazu ausgebildet ist sich mit der Bodenplatte in Richtung einer
Schlagachse hin- und her zu bewegen;
- eine Handhabe zum Halten der Bodenverdichtungseinrichtung durch einen Benutzer
- eine Schwingungsentkopplungseinrichtung, die zwischen der Handhabe und der oberen
Masse angeordnet ist und wenigstens eine Blattfeder aufweist,
wobei die Blattfeder dazu ausgebildet ist, eine Relativbewegung der Handhabe gegenüber
der Schwingungsmasse zu ermöglichen, und wobei die Blattfeder derart angeordnet ist,
dass die Blattfeder bei einer Relativbewegung der Handhabe zur Schwingungsmasse verformt
wird.
[0011] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Vibrationsentkopplung über die Verbiegung
der Blattfeder realisiert. Hierdurch wird eine überlagerte Bewegung aus translatorischen
auf und ab Bewegungen und einer Drehbewegung um die Drehachse des Rotationsdämpfers
verhindert. Vielmehr ergibt sich durch die Benutzung von Blattfedern eine gleichmäßige
Bewegung der Handhabe über die Kontaktbereiche mit den Blattfedern. Die Kontaktbereiche
nutzen die Blattfedern als Hebelarm, wodurch die Vibrationswerte entlang der gesamten
Handhabe identisch sind. Es wurde auch festgestellt, dass das hierin vorgeschlagenen
Blattfedersystem eine weitaus höhere Lebensdauer als die aus dem Stand der Technik
bekannten Rotationsdämpfer aufweist.
[0012] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Schwingungsentkopplungsvorrichtung
wenigstens einen Anschlag auf, welcher derart ausgebildet ist, dass eine Relativbewegung
der Obermasse relativ zur Handhabe, insbesondere in Richtung der Schlagachse, begrenzt
ist. Hierdurch können die Blattfedern besonders einfach vor Überlast geschützt werden.
Die Anschläge der Schwingungsentkopplungseinrichtung sind dabei beispielsweise derart
ausgebildet, dass eine Bewegung der oberen Masse auf die Handhabe zu sowie von der
Handhabe weg begrenzt wird. Dabei sind die Anschläge jedoch derart konzipiert, dass
diese während einer sachgemäßen Nutzung der Bodenverdichtungsvorrichtung die Verformungen
der Blattfedern nicht limitieren. Vielmehr werden während der sachgemäßen Nutzung
alle Kräfte der oberen Masse in die Schwingungsentkopplungseinrichtung übertragen.
[0013] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Schwingungsentkopplungseinrichtung über
einen ersten Anschlussbereich mit der Handhabe und über einen zweiten Anschlussbereich
mit der Schwingungsmasse, d.h. der oberen Masse, verbunden, und wobei die wenigstens
eine Blattfeder zwischen dem ersten und dem zweiten Anschlussbereich angeordnet ist.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die wenigstens eine Blattfeder dazu ausgebildet,
den ersten Anschlussbereich über wenigstens drei, insbesondere vier, Kontaktbereiche
mit dem zweiten Anschlussbereich zu verbinden. Durch Verbindungen der wenigstens einen
Blattfeder mit der Handhabe über wenigstens drei Kontaktbereiche, können durch die
erfindungsgemäße Schwingungsentkopplungseinrichtung insbesondere Kräfte in allen Raumrichtungen
kompensiert werden.
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform ist ein erster Kontaktbereich longitudinal von
einem zweiten Kontaktbereich und lateral von einem dritten Kontaktbereich beabstandet.
Durch diese Anordnung der Kontaktbereiche im longitudinalen bzw. lateralen Abstand
können Roll-, Nick- oder Gierbewegungen optimal durch das Schwingungsentkopplungssystem
abgefedert werden.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der erste Kontaktbereich starr mit dem dritten
Kontaktbereich verbunden, insbesondere über ein laterales Koppelelement.
[0017] Nach einer weiteren Ausführungsform spannen die wenigstens drei Kontaktbereiche eine
Dämpfungsebene auf, wobei die Schwingungsentkopplungseinrichtung derart mit der Bodenverdichtungsvorrichtung
verbindbar ist, dass die Dämpfungsebene einen Winkel zwischen 75° und 90° relativ
zu einer Schlagachse der Bodenverdichtungsvorrichtung einschließt. Es hat sich herausgestellt,
dass die Vibrationsbewegungen durch einen 75° bis 90° Winkel der Dämpfungsebene zur
Schlagachse besonders effektiv abgefedert werden können.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die wenigstens eine Blattfeder in einer Ruhestellung
flach ausgebildet. Mit anderen Worten ist die Blattfeder gemäß dieser Ausführungsform
im Wesentlichen eben ausgebildet.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die wenigstens eine Blattfeder im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet. Die Blattfeder weist also ein geschlossenes und ein offenes
Ende auf. Dabei ist es bevorzugt, das offene Ende der Blattfeder mit der Handhabe
zu verbinden, während das geschlossene Ende mit der oberen Masse verbunden ist.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die wenigstens eine Blattfeder in einer Ruhestellung
wellenförmig ausgebildet. Diese Ausführungsform ist eine Alternative zur flachen bzw.
ebenen Ausbildung der Blattfeder. Insbesondere kann die Blattfeder in diesem Ausführungsbeispiel
wenigstens einen konkaven Bereich und einen konvexen Bereich zwischen ihrem ersten
und zweiten Ende aufweisen. Die Wellenform ermöglicht Kräfte in Schlagrichtung sowie
auch senkrecht zur Schlagrichtung aufzunehmen und zu dämpfen.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Bodenverdichtungsvorrichtung eine Aufnahme
für einen Energiespeicher, insbesondere für eine Batterie, auf, welcher an der Handhabe
angebracht ist. Die Anbringung der Aufnahme an der Handhabe führt zu einer verlängerten
Lebensdauer der Aufnahme sowie auch der zugehörigen Batterien. Dies ist insbesondere
deshalb der Fall, da durch die erfindungsgemäße Bodenverdichtungsvorrichtung Vibrationen
an der Handhabe minimiert werden, sodass auch die Aufnahme für Energiespeicher geringeren
Belastungen ausgesetzt ist. Die Terminals der Aufnahme bzw. der korrespondierenden
Batterien werden somit geschont und haben eine erhöhte Lebensdauer.
[0022] Nach einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich die Handhabe in longitudinaler
Richtung zwischen einem ersten Ende und einem gegenüberliegenden zweiten Ende, wobei
jeder der drei Kontaktbereiche zwischen der Aufnahme für den Energiespeicher und dem
zweiten Ende angeordnet ist.
[0023] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Handhabe einen zentralen Griffbereich
auf, welcher sich im Wesentlichen in lateraler Richtung erstreckt, wobei die Bodenverdichtungsvorrichtung
wenigstens zwei Blattfedern aufweist, wobei eine erste Blattfeder zwischen dem zentralen
Griffbereich und dem ersten Ende mit der Handhabe verbunden ist und wobei eine zweite
Blattfeder zwischen dem zentralen Griffbereich und dem zweiten Ende mit der Handhabe
verbunden ist. Durch die Anordnung des zentralen Griffbereichs zwischen den beiden
Blattfedern kann eine besonders homogene Verteilung der Vibrationen entlang der Handhabe
erzielt werden. Insbesondere sind gemäß dieser Ausführungsform die Vibrationen am
ersten Ende, am zweiten Ende sowie am zentralen Griffbereich der Handhabe besonders
homogen.
[0024] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Handhabe ausschließlich über die wenigstens
eine Blattfeder mit der oberen Masse verbunden. Mit anderen Worten, Kräfte und Vibrationen
der oberen Masse können ausschließlich über die wenigstens eine Blattfeder auf die
Handhabe übertragen werden. Somit wird jede Bewegung der oberen Masse zuverlässig
von der Handhabe entkoppelt.
[0025] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0026] Es zeigen:
- FIG. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer Bodenverdichtungsvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- FIG.2
- eine Seitenansicht der Bodenverdichtungsvorrichtung gemäß FIG.1;
- FIG.3
- eine schematische, perspektivische Teildarstellung einer Bodenverdichtungsvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- FIG.4
- eine schematische Draufsicht auf die Bodenverdichtungsvorrichtung gemäß FIG.3;
- FIG.5
- eine Seitenansicht der Bodenverdichtungsvorrichtung gemäß FIG.3.
Detaillierte Beschreibung
[0027] Die FIG.1 zeigt eine schematische, perspektivische Darstellung einer Bodenverdichtungsvorrichtung
100 (Stampfer) gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Bodenverdichtungsvorrichtung
100 weist eine obere Masse 102 auf, welche mit einer unteren Masse 104 gekoppelt ist.
Die obere Masse 102 und die untere Masse 100 sind relativ zueinander beweglich, insbesondere
in Richtung einer Schlagachse (S, FIG.2). Im Wesentlichen handelt es sich bei der
oberen Masse 102 um eine Antriebsvorrichtung, welche dazu dient die untere Masse 104
entlang der Schlagachse hin und her zu bewegen. Die obere Masse weist ein Getriebegehäuse
106 auf, welches mit einem Motorgehäuse 108 verbunden ist. Beispielsweise ist das
Motorgehäuse 108 eine Außenseite des Getriebegebäudes 106 angebracht. Im Motorgehäuse
108 ist ein nicht gezeigter, elektrischer Motor aufgenommen, welcher dazu dient, die
untere Masse 104 anzutreiben. Der elektrische Motor weist eine Motorwelle auf, welche
sich in das Innere des Getriebegehäuses erstreckt und mit dem hierin befindlichen
Getriebe (nicht dargestellt) in Verbindung steht.
[0028] Das Getriebe kann beispielsweise einen Kurbeltrieb aufweisen, welcher dazu dient,
die Drehbewegung der Motorwelle in eine oszillierende Bewegung (d.h. hin und her Bewegung
entlang der Schlagachse) der unteren Masse 104 zu übertragen. Bei der unteren Masse
104 handelt es sich um einen Feder-Masseschwinger, welcher eine Bodenplatte 110 aufweist.
Durch die oszillierende Bewegung der unteren Masse kommt es zum kontinuierlichen Anheben
und Abfallen der Grundplatte 110 gegenüber dem zu verdichtenden Untergrund.
[0029] Die Bodenverdichtungsvorrichtung 100 weist eine Handhabe 112 auf, welche dem Nutzer
zur Führung der Bodenverdichtungsvorrichtung 100 dient. Der Nutzer kann die Handhabe
112 hierzu im Wesentlichen an jeder Stelle zwischen einem ersten Ende 114 und einem
gegenüberliegenden zweiten Ende 116 greifen, um die Bodenverdichtungsvorrichtung zu
schieben, ziehen oder drehen. In der Ausführungsform gemäß FIG.1 ist ein zentraler
Griffbereich 118 zwischen dem ersten Ende 114 und dem zweiten Ende 116 angeordnet.
Insbesondere handelt es sich bei dem zentralen Griffbereich 118 um einen Bügelgriff,
welcher sich zwischen zwei longitudinalen Griffstangen 115, 117 der Handhabe erstreckt.
Die longitudinalen Griffstangen 115, 117 erstrecken sich im Wesentlichen zwischen
dem ersten und zweiten Ende 114, 116 der Handhabe. Die beiden longitudinalen Griffstangen
115, 117 können am ersten und/oder zweiten Ende der Handhabe miteinander verbunden
sein. In FIG.1 sind die beiden longitudinalen Griffstangen 115, 117 lediglich am zweiten
Ende 116 der Handhabe miteinander verbunden dargestellt. Dies ist insbesondere deshalb
der Fall, da die Handhabe 112 in FIG.1 am zweiten Ende 114 der Übersichtlichkeit halber
abgeschnitten wurde. Generell kann sich die Handhabe 112 über das in Fig. 1 angedeutete
erste Ende 114 hinaus erstrecken.
[0030] Zwischen dem zentralen Griffbereich 118 und dem ersten Ende 114 der Handhabe 112
kann eine Aufnahme für Energiespeicher, wie beispielsweise Batterien, vorgesehen sein.
In der FIG.1 dargestellten Ausführungsform kann die Aufnahme beispielsweise auf Höhe
der zweiten und vierten Kontaktbereiche (130b, 130d, später näher erläutert) angeordnet
werden, um eine bestmögliche Gewichtsverteilung zu erzielen. Generell kann vorgesehen
sein, dass die Aufnahme über wenigstens einem der Kontaktbereiche zwischen den Blattfedern
und der Handhabe angeordnet ist. Die Aufnahme kann dazu ausgebildet sein eine oder
mehrere Batterien aufzunehmen, um den elektrischen Motor der Bodenverdichtungsvorrichtung
100 mit Energie zu versorgen.
[0031] Durch das ständige Abheben und Aufschlagen der Bodenplatte 110 auf den Untergrund,
werden Vibrationen erzeugt, die auf die Handhabe 112 übertragen werden. Die Vibrationen
spürt der Nutzer. Hieraus folgende Hans-Arm-Vibrationen können bei längerer Belastung
zu Ermüdungserscheinungen und entsprechenden Verletzungen des Benutzers führen. Um
derartige Hand-Arm-Vibrationen zu verringern und gleichzeitig eine verlässliche Führung
der Bodenverdichtungsvorrichtung zu gewährleisten, ist erfindungsgemäß eine Schwingungsentkopplungsvorrichtung
mit wenigstens einer Blattfeder vorgesehen.
[0032] In der in FIG.1 dargestellten Ausführungsform weist die Schwingungsentkopplungsvorrichtung
120 insgesamt vier Blattfedern 122, 124, 126, 128 auf, welche zwischen der Handhabe
112 und der oberen Masse 102 angeordnet sind. Jede der vier Blattfedern 122, 124,
126, 128 ist an einem ersten Ende mit der Handhabe 112 und an einem gegenüberliegenden,
zweiten Ende mit der oberen Masse 102 verbunden. Die Blattfedern 122, 124, 126, 128
sind derart elastisch verformbar, dass durch die elastische Verbindung eine Relativbewegung
zwischen der Handhabe 112 und der oberen Masse 102 ermöglicht wird.
[0033] Das erste Ende der ersten Blattfeder 122 ist mit der ersten longitudinalen Griffstange
115 über einen ersten Kontaktbereich 130a verbunden. Das erste Ende der zweiten Blattfeder
124 ist mit der ersten longitudinalen Griffstange 115 über einen zweiten Kontaktbereich
130b verbunden. Der erste Kontaktbereich 130a ist longitudinal vom zweiten Kontaktbereich
130b entlang der ersten Griffstange 115 beanstandet.
[0034] Das erste Ende der dritten Blattfeder 126 ist mit der zweiten longitudinalen Griffstange
117 über einen dritten Kontaktbereich 130c verbunden. Das erste Ende der vierten Blattfeder
128 ist mit der zweiten longitudinalen Griffstange 117 über einen vierten Kontaktbereich
130d verbunden. Der dritte Kontaktbereich 130c ist longitudinal vom vierten Kontaktbereich
130d entlang der zweiten Griffstange 117 beanstandet.
[0035] Der erste Kontaktbereich 130a und der dritte Kontaktbereich 130c sind in longitudinalen
Richtung auf gleicher Höhe angeordnet, jedoch in lateraler Richtung versetzt. Der
zweite Kontaktbereich 130b und der vierte Kontaktbereich 130d sind in longitudinaler
Richtung auf gleicher Höhe angeordnet, jedoch in lateraler Richtung versetzt.
[0036] Die Blattfedern 122, 124, 126, 128 sind also an ihren ersten Enden über einen ersten
Anschlussbereich mit der Handhabe verbunden. In der Ausführungsform gemäß FIG.1 weist
der erste Anschlussbereich die vier Kontaktbereiche 122a, 122b, 122c und 122d auf.
Die vier Kontaktbereiche 122a, 122b, 122c und 122d sind in der in FIG.1 dargestellten
Ausführungsform als Winkel ausgebildet, welche jeweils an einer ersten Seite mit der
Handhabe 112 und an einer zweiten Seite mit einer der vier Blattfedern 122, 124,126,
128 verbunden sind.
[0037] An den ersten Enden gegenüberliegenden zweiten Enden der Blattfedern 122, 124, 126,
128 sind diese über einen zweiten Anschlussbereich 132 mit der oberen Masse 102 verbunden.
Der zweite Anschlussbereich 132 ist als Verbindungsplatte ausgebildet. Die Verbindungsplatte
kann beispielsweise permanent oder lösbar mit der oberen Masse 102 verbunden, beispielsweise
verschraubt, werden. Die Verbindungsplatte 132 weist vier Füße auf, welche je mit
einer der Blattfedern 122, 124, 126, 128 verbunden sind.
[0038] Die erste Blattfeder 122 ist an ihrem zweiten Ende mit einem ersten Fuß der Verbindungsplatte
132 verbunden. Die zweite Blattfeder 124 ist an ihrem zweiten Ende mit einem zweiten
Fuß der Verbindungsplatte 132 verbunden. Die dritte Blattfeder 126 ist an ihrem zweiten
Ende mit einem dritten Fuß der Verbindungsplatte 132 verbunden. Die vierte Blattfeder
128 ist an ihrem zweiten Ende mit einem vierten Fuß der Verbindungsplatte 132 verbunden.
[0039] Jede der vier Blattfedern 122, 124, 126, 128 ist gemäß der Ausführungsform in Figuren
1 und 2 wellenförmig bzw. S-förmig ausgebildet. Mit anderen Worten, jede der vier
Blattfedern 122, 124, 126, 128 weist zwischen ihrem ersten und dem zweiten Ende wenigstens
einen konvexen Bereich sowie einen konkaven Bereich auf. Hierdurch ergibt sich eine
besonders vorteilhafte Schwingungsentkopplung sowohl in Schlagrichtung S als auch
senkrecht zur Schlagrichtung S. Entsprechend können Hand-Arm-Vibrationen besonders
effektiv reduziert werden.
[0040] FIG.2 zeigt eine Seitenansicht der Bodenverdichtungsvorrichtung 100 gemäß FIG.1.
In dieser Seitenansicht sind die Blattfedern hintereinander angeordnet, sodass lediglich
die erste Blattfeder 122 und die zweite Blattfeder 124 sichtbar sind. An den ersten
Enden der Blattfedern 122, 124, 126, 128 sind diese über die bereits erwähnten Kontaktbereiche
130a, 130b, 130c, 130d mit der Handhabe 112 verbunden. Die Kontaktbereiche 130a, 130b,
130c, 130d spannen zusammen eine Dämpfungsebene 134 auf. In der Ausführungsform gemäß
der Figuren 1 und 2 verläuft die Dämpfungsebene 134 senkrecht, d. h. unter einem Winkel
136 von 90°, zur Schlagrichtung S. Es hat sich herausgestellt, dass die Blattfedern
eine besonders gute Schwingungsentkopplung bereitstellen solange ihre Kontaktbereiche
eine Dämpfungsebene aufspannen, welche im Winkel zwischen 75° und 90° zur Schlagrichtung
angeordnet ist.
[0041] Durch das Aufspannen der Dämpfungsebene über die mindestens drei (hier vier) verschiedenen
Kontaktbereiche 130a, 130b, 130c, 130d können Vibrationen in allen Raumrichtungen
durch die Schwingungsentkopplungseinrichtung 120 gedämpft werden. Hierzu war es im
Stand der Technik häufig notwendig separate Linear- und Rotationsentkopplungen vorzusehen.
[0042] FIG.3 zeigt eine perspektivische, schematische Teilansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Bodenverdichtungsvorrichtung (Stampfer) 200 gemäß der vorliegenden Erfindung.
Auch die Bodenverdichtungsvorrichtung 200 gemäß der zweiten Ausführungsform weist
eine obere Masse 202 auf, welche relativ zu einer unteren Masse (nicht dargestellt)
beweglich ist und diese antreibt. Die Bodenvertretungsvorrichtung 200 kann durch eine
Handhabe 212 vom Nutzer geführt werden.
[0043] Die Handhabe 212 ist im Wesentlichen identisch zur Handhabe 112 der Figuren 1 und
2 ausgebildet. Die hierin bereits erwähnten Eigenschaften finden sich also auch in
der Handhabe 212 der Figuren 3-5 wieder. Beispielsweise weist auch die Handhabe 112
zwei longitudinale Griffstangen 215, 217 auf, welche an einem ersten Ende 214 und/oder
einem zweiten Ende 216 lateraler miteinander verbunden sind. Ein zentraler Griffbereich
218 ist bogenförmig ausgebildet und verbindet die beiden longitudinale Griffstangen
215, 217 zwischen den beiden Enden 214, 216 in lateraler Richtung.
[0044] Die Handhabe 212 ist über eine Schwingungsentkopplungseinrichtung 220 mit der oberen
Masse 202 verbunden. Im Gegensatz zur Ausführungsform gemäß der Figuren 1 und 2 weist
die Schwingungsentkopplungseinrichtung 220 gemäß der Figuren 3-5 lediglich zwei Blattfedern
222, 224 auf. Die beiden Blattfeder 222, 224 sind über einen ersten Anschlussbereich
mit der Handhabe 212 verbunden. Der erste Anschlussbereich weist eine erste Verbindungsplatte
226 sowie eine zweite Verbindungsplatte 228 auf. Beide Blattfedern sind an ihrem ersten
Ende jeweils mit beiden Verbindungsplatten 226, 228 verbunden. Beispielsweise ist
die erste Blattfeder 222 über einen ersten Kontaktbereich 230a mit der ersten Verbindungsplatte
226 verbunden. Die zweite Blattfeder 224 ist über einen zweiten Kontaktbereich 230b
mit der ersten Verbindungsplatte 226 verbunden. Die erste Blattfeder ist über einen
Dritten Kontaktbereich 230c mit der zweiten Verbindungsplatte 228 verbunden. Die zweite
Blattfeder 224 ist über einen vierten Kontaktbereich 230d mit der zweiten Verbindungsplatte
228 verbunden.
[0045] Die Kontaktbereiche 230a, 230b, 230c, 230d sind derart angeordnet, dass diese eine
Dämpfungsebene aufspannen, wie dies in Bezug auf FIG.5 näher erläutert werden wird.
Dabei ist der erste Kontaktbereich 230a in longitudinaler sowie vertikaler Richtung
vom zweiten Kontaktbereich 230b beanstandet. Der erste Kontaktbereich 230a ist gleichzeitig
in lateraler Richtung vom dritten Kontaktbereich 230c beabstandet. Der zweite Kontaktbereich
230b ist in lateraler Richtung vom vierten Kontaktbereich 230d beabstandet. Der dritte
Kontaktbereich 230c ist in longitudinaler sowie vertikaler Richtung vom vierten Kontaktbereich
230d beabstandet.
[0046] Die Blattfedern 222, 224 der Schwingungsentkopplungsvorrichtung 220 sind, wie dies
beispielsweise aus FIG.4 ersichtlich ist, im Wesentlichen flach und U-förmig ausgebildet.
Ein offenes Ende der U-förmigen Blattfedern 222, 224 ist an den Kontaktbereichen 230a,
230b, 230c, 230d vorgesehen.
[0047] Der erste Kontaktbereich 230a ist in lateraler Richtung mit dem dritten Kontaktbereich
320c über ein erstes Koppelelement 232 verbunden. Der zweite Kontaktbereich 230b ist
in lateraler Richtung mit dem vierten Kontaktbereich 230d über ein zweites Koppelelement
234 verbunden. Die beiden Koppelelemente 232, 234, sind beispielsweise als Koppelstangen
ausgebildet und erstrecken sich parallel zueinander in lateraler Richtung.
[0048] An einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende der Blattfedern 222, 224
sind diese jeweils über einen zweiten Anschlussbereich mit der oberen Masse 202 verbunden.
In der U-förmigen Ausführung der Blattfedern 222, 224 entspricht das zweite Ende dem
geschlossenen Ende der U-Form.
[0049] Der zweite Anschlussbereich weist ein erstes Winkelstück 236 und ein zweites Winkelstück
238 auf. Die beiden Winkelstücke 236, 238 weisen jeweils einen ersten Schenkel auf,
welcher mit der oberen Masse 202 verbunden, beispielsweise verschraubt, ist. Ein zum
ersten Schenkel im Wesentlichen senkrecht verlaufender zweiter Schenkel dient zur
Befestigung der Blattfedern 222, 224.
[0050] In der hier dargestellten Ausführungsform weist der zweite Anschlussbereich Anschläge
auf, welche dazu ausgebildet sind, die Relativbewegung zwischen der obere Masse 202
und der Handhabe 212 zu begrenzen. Insbesondere weist die Ausführungsform gemäß der
Figuren 3 bis 5 vier Anschläge auf. Zwei der vier Anschläge (nicht gezeigt) sind Teil
des ersten Winkelstück 236. Weitere zwei Anschläge 240, 242 sind Teil des zweiten
Winkelstück 238. Die Anschläge 240, 242 sind in diesem Beispiel als Langlöcher ausgebildet,
welche sich durch den zweiten Schenkel der Winkelstück 226, 228 erstrecken. Insbesondere
begrenzen die Anschläge eine Relativbewegung der oberen Masse 202 gegenüber der Handhabe
212 in Schlagrichtung. Dabei wird eine Bewegung der oberen Masse 202 auf die Handhabe
212 zu durch das untere Ende der als Langlöcher ausgebildeten Anschläge 240, 242 begrenzt.
Kommt es zu einer zu starken Verformung der Blattfedern 222, 224 während sich die
obere Masse 202 auf die Handhabe 212 zu bewegt, so kommt der untere Teil der Anschläge
240, 242 in Kontakt mit den Koppelelementen 232, 234. Ab diesem Zeitpunkt, d. h. wenn
die Koppelelemente mit dem Anschlag 240 bzw. 242 in Berührung kommt, kann sich die
obere Masse 202 nicht mehr weiter auf die Handhabe 212 zu bewegen und es kommt zu
keiner weiteren Verformung der Blattfedern. Hierdurch werden die Blattfedern vor plastischen
Verformungen geschützt. Bei einer Bewegung der oberen Masse 202 von der Handhabe 212
weg, wird die Verformung der Blattfedern 222, 2024 entsprechend durch das obere Ende
der Anschläge 240, 242 begrenzt.
[0051] Zwar sind in der Ausführungsform gemäß der Figuren 1 und 2 keine Anschläge gezeigt,
jedoch ist es selbstverständlich auch denkbar die Relativbewegung der oberen Masse
102 gegenüber der Handhabe 112 gemäß der ersten Ausführungsform durch Anschläge zu
begrenzen. Die Anschläge sind auch nicht auf ihre Ausbildung als Langlöcher beschränkt.
Es können auch alternative Mittel vorgesehen sein.
[0052] Wie oben bereits erwähnt, wird durch die Kontaktbereiche 230a, 230b, 230c, 230d,
zwischen den Blattfedern und der Handhabe 212 eine Dämpfungsebene 244 aufgespannt,
welche schematisch in FIG.5 dargestellt ist. Wie gezeigt verläuft die Dämpfungsebene
244 durch die Mittelpunkte der Koppelelemente 232, 234.
[0053] Die Kontaktbereiche 230a, 230b, 230c, 230d gemäß der Ausführungsform der Figuren
3 bis 5 sind derart angeordnet, dass die Dämpfungsebene in einem Winkel von ca. 75
bis 85° zur Schlagrichtung S ausgerichtet ist.
[0054] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Kombination sämtlicher hierin offenbarter
Merkmale.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 100, 200
- Bodenverdichtungsvorrichtung
- 102, 202
- obere Masse
- 104
- untere Masse
- 106
- Getriebegehäuse
- 108
- Motorgehäuse
- 110
- Bodenplatte
- 112, 212
- Handhabe
- 114, 214
- erstes Ende
- 116, 216
- zweites Ende
- 118, 218
- zentraler Griffbereich
- 120, 220
- Schwingungsentkopplungseinrichtung
- 122, 222
- erste Blattfeder
- 124, 224
- zweite Blattfeder
- 126
- dritte Blattfeder
- 128
- vierte Blattfeder
- 130 A, 230 A
- erster Kontaktbereich
- 130 B, 230 B
- zweiter Kontaktbereich
- 130 C, 230 C
- dritter Kontaktbereich
- 130 D, 230 D
- vierter Kontaktbereich
- 132
- Verbindungsplatte
- 134
- Dämpfungsebene
- 136
- Winkel
- 226
- erste Verbindungsplatte
- 228
- zweite Verbindungsplatte
- 232, 234
- laterale Koppelstange
- 236, 238
- Winkelstück
- 240, 242
- Anschlag
- 244
- Dämpfungsebene
- 246
- Winkel
- S
- Schlagrichtung
1. Bodenverdichtungsvorrichtung (100), welche folgendes aufweist:
- eine obere Masse (102);
- eine untere Masse (104) mit einer Bodenkontaktplatte (110) wobei die untere Masse
(104) an die obere Masse (102) gekoppelt und dazu ausgebildet ist sich mit der Bodenplatte
in Richtung einer Schlagachse (S) hin- und her zu bewegen;
- eine Handhabe (112) zum Halten der Bodenverdichtungsvorrichtung (100) durch einen
Benutzer; und
- eine Schwingungsentkopplungseinrichtung (120), die zwischen der Handhabe (112) und
der oberen Masse angeordnet ist und wenigstens eine Blattfeder (122, 124, 126, 128)
aufweist,
wobei die Blattfeder (122, 124, 126, 128) dazu ausgebildet ist, eine Relativbewegung
der Handhabe (112) gegenüber der Schwingungsmasse zu ermöglichen, und wobei die Blattfeder
(122, 124, 126, 128) derart angeordnet ist, dass die Blattfeder (122, 124, 126, 128)
bei einer Relativbewegung der Handhabe (112) zur Schwingungsmasse verformt wird.
2. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
wobei die Schwingungsentkopplungseinrichtung (220) wenigstens einen Anschlag (240,
242) aufweist, welcher derart ausgebildet ist, dass eine Relativbewegung der oberen
Masse (102) relativ zur Handhabe (112), insbesondere in Richtung der Schlagachse,
begrenzt ist.
3. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Schwingungsentkopplungseinrichtung (120) über einen ersten Anschlussbereich
mit der Handhabe (112) und über einen zweiten Anschlussbereich mit der oberen Masse
verbunden ist, und wobei die wenigstens eine Blattfeder (122, 124, 126, 128) zwischen
dem ersten und dem zweiten Anschlussbereich angeordnet ist.
4. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 3,
wobei die wenigstens eine Blattfeder (122, 124, 126, 128) dazu ausgebildet ist, den
ersten Anschlussbereich über wenigstens drei, insbesondere vier, Kontaktbereiche (130a,
130b, 130c, 130d) mit dem zweiten Anschlussbereich zu verbinden.
5. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 4,
wobei ein erster Kontaktbereich (130a) longitudinal von einem zweiten Kontaktbereich
(130b) und lateral von einem dritten Kontaktbereich (130c) beabstandet ist.
6. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 5,
wobei der erste Kontaktbereich starr mit dem dritten Kontaktbereich verbunden ist,
insbesondere über ein laterales Koppelelement (232, 234).
7. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
wobei die wenigstens drei Kontaktbereiche eine Dämpfungsebene (134) aufspannen, und
wobei die Schwingungsentkopplungseinrichtung (120) derart mit der Bodenverdichtungsvorrichtung
(100) verbindbar ist, dass die Dämpfungsebene (134) einen Winkel (136) zwischen 75°
und 90° relativ zu einer Schlagachse (S) der Bodenverdichtungsvorrichtung (100) einschließt.
8. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die wenigstens eine Blattfeder in einer Ruhestellung flach ausgebildet ist.
9. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 8,
wobei die wenigstens eine Blattfeder im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist.
10. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die wenigstens eine Blattfeder (122, 124, 126, 128) in einer Ruhestellung wellenförmig
ausgebildet ist.
11. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei die Bodenverdichtungsvorrichtung (100) eine Aufnahme für einen Energiespeicher,
insbesondere für eine Batterie, aufweist, welcher an der Handhabe (112) angebracht
ist.
12. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 11 in Kombination mit Anspruch 4,
wobei die Handhabe (112) in longitudinaler Richtung zwischen einem ersten Ende (114)
und einem gegenüberliegenden zweiten Ende (116) erstreckt und wobei jeder der drei
wenigstens drei Kontaktbereiche (130a, 130b, 130c, 130d) zwischen der Aufnahme für
den Energiespeicher und dem zweiten Ende angeordnet ist.
13. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 12,
wobei die Handhabe (112) einen zentralen Griffbereich (118) aufweist, welcher sich
im Wesentlichen in lateraler Richtung erstreckt, und wobei die Bodenverdichtungsvorrichtung
(100) wenigstens zwei Blattfedern aufweist, wobei eine erste Blattfeder (122, 124,
126, 128) zwischen dem zentralen Griffbereich und dem ersten Ende mit der Handhabe
(112) verbunden ist und wobei eine zweite Blattfeder (122, 124, 126, 128) zwischen
dem zentralen Griffbereich und dem zweiten Ende mit der Handhabe (112) verbunden ist.
14. Bodenverdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
wobei die Handhabe (112) ausschließlich über die wenigstens eine Blattfeder (122,
124, 126, 128) mit der oberen Masse verbunden ist.