[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdichtungsvorrichtung, insbesondere aber
nicht ausschließlich eine Rüttelplatte, mit einer Handhabe.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Bei Bodenarbeiten, die Aufschüttungen oder andere Erdbewegungen umfassen, besteht
die Gefahr, dass sich die bearbeiteten Bodenabschnitte im Laufe der Zeit absenken.
Dies kann zu Schäden an den darauf verlegten Bodenbelägen führen. Beispiele für solche
Beläge sind Asphaltstraßen oder gepflasterte Bürgersteige und Terrassen.
[0003] Um das Setzen der Bodenabschnitte zu minimieren und damit Schäden an den Belägen
zu vermeiden, wird das Erdreich bzw. Asphalt verdichtet. Dafür kommen Verdichtungsvorrichtungen
wie Rüttelplatten zum Einsatz, auch bekannt als Vibrationsplatten. Diese Geräte bestehen
aus einer Grundplatte, die durch eine Antriebseinheit mit einer Exzenterwelle in Bewegung
versetzt wird. Diese Bewegung der Grundplatte führt schließlich zu einer Verdichtung
des Bodens. Der Boden kann sowohl vor als auch nach dem Verlegen des Bodenbelags verdichtet
werden. Im Falle von Asphaltverdichtung wird final der Bodenbelag selbst verdichtet.
[0004] Bei handgeführten Verdichtungsvorrichtungen wie z.B. Rüttelplatten oder Stampfern
zur Bodenverdichtung treten durch deren Wirkprinzip starke Vibrationen auf. Geführt
werden derartige Geräte vom Anwender über eine am Gerät befestigte Handhabe. Die Vibration
der Handhabe kann für den Benutzer schädlich sein und Krankheitsbilder wie z.B. Weißfingerkrankheit
hervorrufen.
[0005] Aus den oben genannten Gründen ist es erstrebenswert, die Vibration am Handgriff
zu minimieren. Im Stand der Technik ist die Handhabe häufig als ein gebogenes Metallrohr,
welches über ein Drehgelenk am Geräte-Hauptkörper fixiert ist, ausgebildet. Zur Vibrationsentkopplung
des Handgriffs wird häufig ein Gummilager zwischen Metallrohr und Geräte-Hauptkörper
(Gehäuse) eingesetzt. Diese Lösung hat den Nachteil, dass aufgrund der hohen Hebelbelastung
auf die Gummilager diese entsprechend robust ausgeführt werden müssen und dadurch
eine hohe Steifigkeit besitzen. Diese hohe Steifigkeit wirkt sich negativ auf die
gewünschte Vibrationsentkopplung aus. Zudem führen die Gummilager an der beschriebenen
Position zu einem schlechten Handling, da Lenkbewegungen am Handgriff durch die Hebelkräfte
auf die nachgebenden Gummilager ein sehr verzögertes und indirektes Lenkverhalten
des Gerätes mit sich bringen.
[0006] Auf Grundlage der oben genannten Problemstellung ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Verdichtungsvorrichtung mit einer Handhabe anzugeben, welche Vibrationen
des Geräte-Hauptkörpers signifikant reduziert und gleichzeitig ein direktes Lenkverhalten
aufweist.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
[0008] Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung eine Verdichtungsvorrichtung mit
einer Handhabe zur Führung der Verdichtungsvorrichtung, wobei die Handhabe folgendes
aufweist:
- ein Führungsgestänge, insbesondere Führungsrohr, welches an einem ersten Ende mit
einem Gehäuse der Verdichtungsvorrichtung verbunden ist;
- eine Griffvorrichtung mit einem Griffbereich zum Greifen durch einen Nutzer, wobei
die Griffvorrichtung an einem zweiten Ende des Führungsgestänges, welches dem ersten
Ende im Wesentlichen gegenüberliegt, angeordnet ist, und wobei die Griffvorrichtung
über wenigstens ein elastisches Dämpfelement mit dem Führungsgestänge verbunden und
von diesem schwingungstechnisch entkoppelt ist.
[0009] Durch die neuartige Handhabe gemäß der vorliegenden Erfindung ist es nicht notwendig,
ein Dämpfelement an der Verbindung zwischen der Handhabe und dem Gehäuse der Verdichtungsvorrichtung
vorzusehen. Vielmehr ist das wenigstens eine Dämpfelement an einem dem Gehäuse gegenüberliegenden
Ende des Führungsgestänges angeordnet. Hierdurch kann ein besseres Handling, d. h.
ein direkteres Lenkverhalten erzielt werden. Auch wird die Griffvorrichtung über das
elastische Dämpfelement direkt am Führungsgestänge befestigt. Es folgt, dass die gesamte
Griffvorrichtung vom Führungsgestänge vibrationsentkoppelt ist. Dies reduziert einerseits
die Schwingungen der Griffvorrichtung signifikant. Andererseits kann die Griffvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung dazu verwendet werden, andere Bauteile, wie beispielsweise
Benutzerschnittstellen vibrationsentkoppelt aufzunehmen. Mit anderen Worten, es kann
sich bei der Griffvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung um ein funktionales
Bauteil handeln, welches gleichzeitig als Schnittstelle zum Kontrollieren der Verdichtungsvorrichtung
dient. Dieses funktionale Bauteil ist ausschließlich über das elastische Dämpfelement
mit der Handhabe verbunden und somit schwingungstechnisch entkoppelt.
[0010] Nach einer weiteren Ausführungsform umgibt das wenigstens eine elastische Dämpfelement
einen Teilbereich des Führungsgestänges. Durch das umschließen des Führungsgestänges
mit dem elastische Dämpfelement wird eine Vibrationsentkopplung in allen Raumrichtungen
erzielt.
[0011] Nach einer weiteren Ausführungsform weist das wenigstens eine Dämpfelement eine Shore-Härte
zwischen 30 und 80 auf. Dämpfelements mit einer Shore-Härte von 30 bis 80 sind signifikant
weicher, als dies bei herkömmlichen Gummilagern der Fall ist. Dies ist insbesondere
deshalb möglich, da die Hebelkräfte am zweiten Ende des Führungsgestänges sehr viel
geringer sind als am ersten Ende des Führungsgestänges. Mit anderen Worten, die am
zweiten Ende des Führungsgestänges auftretenden Vibrationen können durch die weicheren
Dämpferelemente aufgefangen werden. Durch die weiche Ausbildung der Dämpfelements
mit einer Shore-Härte zwischen 30 und 80 werden die Vibrationen noch stärker gedämpft.
[0012] Nach einer weiteren Ausführungsform ist das wenigstens eine Dämpfelement im Wesentlichen
sanduhrförmig ausgebildet und weist einen ersten aufgeweiteten Bereich und einen zweiten
aufgeweiteten Bereich auf, wobei die beiden Bereiche mit der Griffvorrichtung verbunden
und vom Führungsgestänge beabstandet sind, wobei das sanduhrförmige Dämpfelement einen
Verjüngungsbereich aufweist, welcher zwischen den beiden Bereichen angeordnet ist,
und wobei der Verjüngungsbereich mit dem Führungsgestänge verbunden und von der Griffvorrichtung
beabstandet ist.
[0013] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Griffvorrichtung eine Benutzerschnittstelle
auf, welche über das mindestens eine elastische Dämpfelement vom Führungsgestänge
entkoppelt ist. Durch die Integration der Benutzerschnittstelle in der Griffvorrichtung
kann auch die Benutzerschnittstelle, d. h. ein Teil der Elektronik der Verdichtungsvorrichtung,
vibrationsentkoppelt angeordnet sein. Hierdurch werden die Standzeiten der erfindungsgemäßen
Verdichtungsvorrichtung erhöht und der Wartungsaufwand verringert. Auch eine Bedienung
der Benutzerschnittstelle wird hierdurch erleichtert, da einerseits Schalter und Knöpfe
einfacher zu bedienen sind. Andererseits lassen sich Bildschirme durch die verlängerten
Vibrationen besser ablesen.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform weist das wenigstens eine Dämpfelement einen
integrierten Endanschlag, insbesondere ringförmigen Endanschlag, auf, welcher eine
elastische Verformung des wenigstens einen Dämpfelements begrenzt. Eine Begrenzung
der elastischen Verformung des wenigstens einen Dämpfelements begünstigt das Lenkverhalten
der erfindungsgemäßen Verdichtungsvorrichtung weiter. Gemäß dieser Ausführungsform
ist der Endanschlag im Dämpfelement integriert. Es bedarf dem entsprechend keinen
weiteren Bauteilen. Besonders vorteilhaft ist der Endanschlag in allen Raumrichtungen
aktiv.
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Endanschlag des Dämpfelements derart
ausgebildet, dass eine Relativbewegung des Führungsgestänge gegenüber der Griffvorrichtung
maximal 2mm bis 5mm, insbesondere 3,5 mm, beträgt.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Griffbereich zumindest teilweise als
Hohlkörper ausgebildet ist, insbesondere als Hohlrohr. Durch die Ausbildung des Griffbereichs
als Hohlkörper kann einerseits Material eingespart werden. Andererseits kann der Hohlraum
dazu verwendet werden, das Gewicht des Griffbereichs auf die Dämpferelemente abzustimmen.
So kann eine weitere Reduzierung der Vibrationen im Griffbereich erzielt werden.
[0017] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Hohlkörper des Griffbereichs mit mindestens
einem Zusatzgewicht versehen. Das mindestens eine Zusatzgewicht stellt eine besonders
einfache Variante dar, um das Gewicht und die Trägheit des Griffbereichs auf die Dämpfelemente
abzustimmen
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Griffbereich als u-förmiger Bügel ausgebildet,
wobei wenigstens ein Zusatzgewicht in der Basis der U-Form und je wenigstens ein Zusatzgewicht
in beiden Schenkeln der U-Form vorgesehen ist.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsform weist das wenigstens eine Zusatzgewicht eine
Länge von 60mm bis 100mm, insbesondere 80 mm, und/oder einen Durchmesser von 10mm
bis 50mm, insbesondere 30mm, auf.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Griffvorrichtung ein Kunststoffgehäuse
auf.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform weist das Kunststoffgehäuse eine erste Halbschale
und eine zweite Halbschale auf, wobei die ersten und zweiten Halbschalen derart miteinander
verbunden sind, dass sie das zweite Ende des Führungsgestänges umschließen.
[0022] Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Führungsgestänge im Wesentlichen u-förmig
ausgebildet ist, wobei sich die die Griffvorrichtung um eine Basis der U-Form und
zumindest teilweise entlang der Schenkel der U-Form erstreckt.
[0023] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Verdichtungsvorrichtung eine Rüttelplatte.
[0024] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Ansicht einer Verdichtungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- schematische Seitenansicht einer Verdichtungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- Schnittdarstellung einer Handhabe der Verdichtungsvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- perspektivische Ansicht eines Dämpfelements der Handhabe gemäß Fig. 3;
- Fig. 5
- Schnittdarstellung des Dämpfelements gemäß Fig. 4 im eingebauten Zustand; und
- Fig. 6
- Schnittdarstellung eines Teilbereichs der Handhabe gemäß Fig. 3.
Detaillierte Beschreibung
[0026] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verdichtungsvorrichtung 100 gemäß
einer Ausführungsform vorliegenden Erfindung. Die Verdichtungsvorrichtung 100 weist
eine Handhabe 200 mit einem Führungsgestänge 104 und einer Griffvorrichtung 102 auf.
Das Führungsgestänge 104 weist ein erstes Ende 10 auf, welches mit einem Gehäuse 106
der Verdichtungsvorrichtung 100 verbunden ist. Das Gehäuse 106 umgibt eine Antriebseinheit,
wie beispielsweise einen Elektromotor. Die Antriebseinheit wird im Zusammenhang mit
Figur 2 näher beschrieben. Die Antriebseinheit im Gehäuse 106 dient dazu, eine im
Exzentergehäuse 116 angeordneten Exzenter/Vibrationsmittel anzutreiben.
[0027] An einem dem ersten Ende 10 gegenüberliegenden zweiten Ende 20 des Führungsgestänges
104 ist eine Griffvorrichtung 102 angeordnet. Die Griffvorrichtung 102 umschließt
das zweite Ende 20 des Führungsgestänges 104, wie dies im Hinblick auf Figur 3 näher
erläutert werden wird.
[0028] Das Führungsgestänge 104 der Handhabe kann über ein Gelenk 111 klappbar ausgestaltet
sein, um die Verdichtungsvorrichtung 100 für Transport und Lagerung zu verkleinern.
[0029] Das Führungsgestänge 104 verbindet die Griffvorrichtung 102 mit dem Gehäuse 106 der
Verdichtungsvorrichtung 100. Zusammen mit der Griffvorrichtung 102 bildet das Führungsgestänge
102 eine Handhabe auf, mit welcher der Nutzer die Verdichtungsvorrichtung 100 über
den zu bearbeitenden Untergrund schieben kann.
[0030] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung der Verdichtungsvorrichtung 100 gemäß
der vorliegenden Erfindung. Die in Figur 1 dargestellte Verdichtungsvorrichtung ist
eine Rüttelplatte. Die Rüttelplatte 100 weist eine Antriebsvorrichtung mit einem Motor
101 und einem Vibrationssystem 107 auf. Das Vibrationssystem 107 weist einen Riementrieb
sowie ein Vibrationsmittel auf. Das Vibrationssystem 107 ist mit dem im Hauptgehäuse
106 angeordneten Elektromotor 101 verbunden. Der Elektromotor 101 kann beispielsweise
mit einer Drehzahl von über 10.000 Umdrehungen/min betrieben werden, um das Vibrationssystem
107 anzutreiben. Das Vibrationssystem 107 ist mit dem Vibrationsmittel ausgestattet,
welches durch den Motor 101 angetrieben wird, um Vibrationen/Unwuchten zu erzeugen.
[0031] Die oben erwähnten Unwuchten werden in den hier dargestellten Ausführungsformen durch
ein als Exzenter-Wellengetriebe ausgebildetes Vibrationsmittel erzeugt. Das Exzenter-Wellengetriebe
bringt eine Grundplatte 108 der Rüttelplatte 100 zum Schwingen/Vibrieren und sorgt
für die zur Bodenverdichtung notwendigen Schwingungen.
[0032] Das Vibrationssystem 107 ist über einen Riementrieb (alternativ einen Kettentrieb)
mit einer Riemen-Antriebswelle verbunden. Insbesondere weist der Riemenantrieb eine
Antriebsrolle 112 auf welche mit der Riemen-Antriebswelle des Motors 101 verbunden
ist. Die Riemen-Antriebswelle ist wahlweise die Motorwelle selbst oder über ein Getriebe
mit der Motorwelle verbunden. Die Antriebsrolle 112 ist über einen Riemen 110 mit
einer Abtriebsrolle 114 verbunden. Die Abtriebsrolle 114 dient zum Antreiben des Extender-Wellengetriebes.
Das Extender-Wellengetriebe weist eine Exzenterwelle auf, welche im Exzentergehäuse
116 angeordnet ist. Bei dem hier dargestellten Extender-Wellengetriebe handelt es
sich um ein Mittel zum Erzeugen von Vibrationen. Diese Vibrationen werden, wie oben
bereits erwähnt, über das Exzentergehäuse auf die Grundplatte 108 übertragen.
[0033] Im Hauptgehäuse 106 befindet sich neben dem Motor 101 auch eine Steuervorrichtung
105, welche dazu ausgebildet ist, die Geschwindigkeit, d. h. die Drehzahl des Motors
101 zu steuern. Die Steuervorrichtung 105 kann auch über Kommunikationseinrichtungen
verfügen, welche dazu ausgebildet sind, Nutzeranweisungen zu empfangen oder mit anderen
Geräten zu kommunizieren.
[0034] Bei der Bodenverdichtungsvorrichtung 100 gemäß der vorliegenden Erfindung handelt
es sich vorzugsweise um eine elektrisch betriebene Rüttelplatte 100. Diese ist besonders
bevorzugt kabellos, d. h. batteriebetrieben. Aus diesem Grund ist eine oder mehrere
Batterien 103 im Hauptgehäuse 106 zusammen mit dem Motor 101 untergebracht. Die Batterie
103 kann beispielsweise über eine Serviceklappe in das Hauptgehäuse 106 eingesteckt
und wieder aus diesem entfernt werden. Somit kann die Batterie zum Ladevorgang schnell
und einfach gewechselt werden. Darüber hinaus ist diese im Hauptgehäuse 106 sicher
vor Umwelteinflüssen wie Staub oder Regen geschützt.
[0035] Das Hauptgehäuse 106 ist vorzugsweise vibrationsentkoppelt gegenüber der Grundplatte
108 und gleichzeitig gegenüber dem Vibrationssystem 107. In der in Figur 1 dargestellten
schematischen Seitenansicht ist das Hauptgehäuse 106 hierzu über Dämpfungselemente
118, 120 mit der Grundplatte 108 verbunden. Dies dient insbesondere dazu, die ausschließlich
im Hauptgehäuse 106 angeordnete Elektronik aus Batterie 103, Steuervorrichtung 105
und Elektromotor 101 von den Schwingungen der Grundplatte 108 zu entkoppeln.
[0036] Figur 3 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung durch die Griffvorrichtung
102, welche am zweiten Ende des Führungsgestänges 104 angeordnet ist. In der hier
dargestellten Ausführungsform ist das Führungsgestänge 104 im Wesentlichen U-förmig
ausgestaltet. Das U-förmige Führungsgestänge 104 weist eine Basis 224 und Schenkel
225, 226 auf. Die beiden Schenkel 225, 226 erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht
zur Basis 224. Die Griffvorrichtung 102 ist derart ausgebildet, dass diese die Basis
224 und einen Teil der Schenkel 225, 226 umgibt. Mit anderen Worten, die Basis 224
und ein Teil der Schenkel 225, 226 sind in einem Hohlraum der Griffvorrichtung aufgenommen.
[0037] Die Griffvorrichtung ist in der hier dargestellten Ausführungsform aus zwei Halbschalen
204, 206 gebildet. Zwischen den Halbschalen ist das Führungsgestänge 104 aufgenommen.
Die Halbschalen bilden ein Gehäuse der Griffvorrichtung 102, welches vom Führungsgestänge
104 beabstandet ist, und das Führungsgestänge nicht berührt. Vielmehr ist das aus
den Halbschalen 204, 206 gebildete Gehäuse der Griffvorrichtung 102 ausschließlich
über Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 mit dem Führungsgestänge 104 verbunden. Die
elastischen Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 entkoppeln die Griffvorrichtung 102 vibrationstechnisch
von dem Führungsgestänge 104. Vibrationen/Schwingungen des Führungsgestänges, welche
durch das Gehäuse 106 bzw. das Exzentergehäuse 116 erzeugt werden, werden durch die
Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 signifikant abgedämpft und dementsprechend mit stark
verringerter Amplitude auf die Griffvorrichtung 102 übertragen. Hierdurch kann der
Nutzer die Griffvorrichtung 102 verwenden, ohne größeren Vibrationsbelastungen ausgesetzt
zu sein.
[0038] Die Griffvorrichtung 102 weist einen Griffbereich 202 auf. Der Griffbereich 202 ist
im Wesentlichen Bügel U-förmig ausgebildet. Der Griffbereich ist integral mit dem
Gehäuse der Griffvorrichtung 102 ausgebildet. Der Griffbereich 202 erstreckt sich
insbesondere oberhalb des Führungsgestänges 104, d. h. auf einer dem Gehäuse 106 der
Verdichtungsvorrichtung 100 abgewandten Seite des Führungsgestänges 104. Der Griffbereich
202 ist im Wesentlichen als u-förmiger Bügel ausgebildet. Dementsprechend weist auch
der Griffbereich eine Basis und zwei Schenkel auf.
[0039] Der Griffbereich 202 ist als Hohlkörper ausgebildet. Insbesondere handelt es sich
bei dem Griffbereich 202 gemäß Figur 3, um ein bügelförmiges Hohlrohr. Auch der Griffbereich
202 ist aus den zwei Halbschalen 204, 206 der Griffvorrichtung 102 gebildet. Im Inneren
des Griffbereichs 202 ist ein Hohlraum ausgebildet. Im Hohlraum sind Zusatzgewichte
216, 218, 220, 222 angeordnet. Insbesondere ist in einem ersten Schenkel des U-förmigen
Griffbereichs 202 ein erstes Zusatzgewicht 216 angeordnet. In einem zweiten Schenkel
222 des U-förmigen Griffbereichs 202 ist ein zweites Zusatzgewicht 222 angeordnet.
In der Basis des U-förmigen Griffbereichs 202 sind zwei Zusatzgewicht 218, 220 angeordnet.
Die Zusatzgewichte sind an die Form des Hohlraums des Griffbereichs angepasst. In
der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform sind die Zusatzgewicht 216, 218, 220,
222 dementsprechend zylinderförmigen ausgebildet. Es ist generell auch denkbar, lediglich
ein Zusatzgewicht vorzusehen. Die Unterteilung der Zusatzgewichte in mehrere zylinderförmigen
Gewichte hat jedoch den Vorteil, dass das Gewicht des Griffbereichs einfacher verteilt
werden kann.
[0040] Durch die Zusatzgewicht können die Vibrationen am Griffbereich 202 weiter verringert
werden. Die Zusatzgewicht können beispielsweise identisch ausgebildet sein, d. h.,
dass jedes Zusatzgewicht 216, 218, 220, 222 den gleichen Durchmesser sowie die gleiche
Länge aufweisen.
[0041] Die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 sind zwischen der Griffvorrichtung und dem Führungsgestänge
104 angeordnet. In der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform sind vier Dämpfelemente
230, 232, 234, 236 im Hohlraum der Griffvorrichtung 102 angeordnet. Die vier Dämpfelemente
230, 232, 234, 236 sind am zweiten Ende 20 des Führungsgestänges 104 angeordnet. Insbesondere
umschließen die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 das rohrförmige Führungsgestänge
104. Ein erstes Dämpfelement 230 ist an einem ersten Schenkel 225 des Führungsgestänges
104 angeordnet. Ein zweites Dämpfelements 236 ist an einem zweiten Schenkel 226 des
Führungsgestänges 104 angeordnet. Die zweiten und dritten Dämpfe Elemente 232, 234,
sind an der Basis 224 des U-förmigen Führungsgestänges 104 angeordnet.
[0042] Die Griffvorrichtung 102 weist eine Benutzerschnittstelle 214 auf. Die Benutzerschnittstelle
214 kann beispielsweise Knöpfe zur Aktivierung der Verdichtungsvorrichtung 100 aufweisen.
Auch kann die Benutzerschnittstelle 214 Anzeigemittel, wie beispielsweise LEDs oder
Bildschirme aufweisen, welche Statussignale der Verdichtungsvorrichtung an den Nutzer
übermitteln. So kann über die Schnittstelle 214 bspw. der Ladezustand der Batterie
angezeigt werden. Darüber hinaus können über einen Bildschirm verschiedene Parameter
der Verdichtungsvorrichtung angezeigt werden. Der Benutzer kann über die Schnittstelle
214 beispielsweise auch Einstellungen (wie Betriebsparameter) der Verdichtungsvorrichtung
ändern.
[0043] Die Benutzerschnittstelle 214 ist zwischen den beiden Halbschalen 204, 206 angeordnet,
insbesondere geklemmt. Die Benutzerschnittstelle 214 ist derart am Gehäuse der Griffvorrichtung
102 angeordnet, dass diese vom Führungsgestänge 104 beabstandet ist. Somit wird auch
die Benutzerschnittstelle 214 durch die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 vibrationstechnisch
vom Führungsgestänge 104 entkoppelt.
[0044] Die Benutzerschnittstelle 2 14 kann sich insbesondere unterhalb des Bügel förmigen
Griffbereichs 202 erstrecken.
[0045] Die Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Dämpfelemente 230, 232, 234, 236.
Die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 der hier gezeigten Ausführungsform sind sanduhrförmig
ausgebildet. Die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 weisen dabei einen ersten kugelhalbschalenförmigen
Bereich 242 auf, welcher über einen Verjüngungsbereich 240 mit einem zweiten kugelhalbschalenförmigen
Bereich 244 verbunden ist. Im Sinne dieser Veröffentlichung, ist mit dem Begriff "Sanduhr"
bzw. "sanduhrförmig" gemeint, dass die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 einen Verjüngungsbereich
240 sowie zwei aufgeweitete Bereiche 242, 244 aufweisen. Dabei ist es insbesondere
nicht notwendig, dass die aufgeweiteten Bereiche 242, 244 strikt kugelhalbschalenförmig
ausgebildet sind. Es fällt somit auch eine Hantelform, Doppelkegelform oder jede andere
Form unter den Begriff "sanduhrförmig", welche an den Außenseiten einen größeren (aufgeweiteten)
Durchmesser aufweist, als dies im zentralen Verjüngungsbereich 240 der Fall ist. In
anderen Worten können die Dämpfelemente auch als zylinderförmig mit einem zentralen
Verjüngungsbereich 240 bzw. einer zentralen Einschnürung, ähnlich einem Diabolo, beschrieben
werden.
[0046] Der Verjüngungsbereich 240, weist eine Innenoberfläche 246 sowie eine Außenoberfläche
248 auf. Im eingebauten Zustand (Figur 5) ist die Innenoberfläche 246 im Kontakt mit
dem Führungsgestänge 104. Die gegenüberliegende Außenoberfläche 248 ist dabei vom
Gehäuse der Griffvorrichtung beabstandet.
[0047] Die beiden kugelhalbschalenförmigen Bereiche 242, 244 weisen jeweils eine Innenoberfläche
250, 254 und eine Außenoberfläche 252, 256 auf. Im eingebauten Zustand (Figur 5) sind
die Innenoberflächen 250, 254 vom Führungsgestänge beabstandet. Die Außenoberflächen
252, 256 sind zumindest bereichsweise im Kontakt mit dem Gehäuse der Griffvorrichtung.
Insbesondere weisen die Außenoberflächen 252, 256 der kugelhalbschalenförmigen Bereiche
242, 244 jeweils umlaufende Nuten 262, 264 auf, welche formschlüssig mit dem Gehäuse
der Griffvorrichtung 102 verbunden sind.
[0048] Die Figur 5 zeigt die in Figur 4 dargestellten Dämpfungselemente 230, 232, 234, 236
im eingebauten Zustand, im Hohlraum der Griffvorrichtung. Wie oben bereits angedeutet,
steht die Innenoberfläche 246 des Verjüngungsbereichs 240 in Kontakt mit dem Führungsgestänge
104. Hingegen ist die Innenoberfläche der kugelhalbschalenförmigen Bereiche 242, 244,
an den äußeren Enden der Dämpfelemente, von der Außenoberfläche des Führungsgestänges
104 beabstandet. In der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist die Innenoberfläche
insbesondere mindestens 3,5 mm vom Führungsgestänge 104 beabstandet. Dabei ist der
Teil des kugelhalbschalenförmigen Bereiche mit dem geringsten Durchmesser als Endanschlag
für die Verformung der Dämpfelemente ausgebildet. Insbesondere weist der erste Bereich
242 einen ersten Endanschlag 258 auf. Der zweite Bereich 244 weist einen zweiten Endanschlag
260 auf. Somit wird durch die Endanschläge sichergestellt, dass eine Relativbewegung
zwischen dem Führungsgestänge 104 und der Griffvorrichtung begrenzt ist, hier bspw.
auf einen Verformungsweg 266 von 3,5mm begrenzt.
[0049] Die Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 sind rotationssymmetrisch ausgebildet, sodass
eine Dämpfung der Vibration des Führungsgestänges 104 in allen Raumrichtungen möglich
ist.
[0050] Die Dämpfelemente sind formschlüssig am Gehäuse der Griffvorrichtung befestigt. So
sind im Gehäuse Streben 270, 272 angeordnet, welche sich in die Nuten 262, 264 erstrecken
und somit eine Relativbewegung der Dämpfelemente 230, 232, 234, 236 gegenüber dem
Gehäuse verhindern.
[0051] Die Figur 6 zeigt die Anordnung eines Zusatzgewichte 222 gegenüber einem der Dämpfelemente
234. Das Zusatzgewicht 222 ist dabei derart in der Griffvorrichtung angeordnet, dass
dieses einen Mindestabstand 268 zu allen Elementen aufweisen, welcher 45 mm beträgt.
Wurde festgestellt, dass ein derartiger Abstand besonders vorteilhaft für die Vibrationsentkopplung
des Griffbereichs 202 gegenüber dem Führungsgestänge 102 ist.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 100
- Verdichtungsvorrichtung
- 101
- Motor
- 102
- Griffvorrichtung
- 104
- Führungsgestänge
- 106
- Hauptgehäuse
- 107
- Vibrationssystem
- 108
- Grundplatte
- 110
- Riemen
- 112
- Antriebsrolle
- 114
- Abtriebsrolle
- 116
- Exzentergehäuse
- 118, 120
- Dämpfungsmittel
- 200
- Handhabe
- 202
- Griffbereich
- 204, 206
- Halbschale
- 214
- Benutzerschnittstelle
- 216, 218, 220, 222
- Zusatzgewicht
- 224
- Basis
- 225, 226
- Schenkel
- 230, 232, 234, 236
- Dämpfelement
- 240
- Verjüngungsbereich
- 242, 244
- kugelhalbschalenförmiger Bereich
- 246, 250, 254
- Innenoberfläche
- 248, 252, 256
- Außenoberfläche
- 258, 260
- Endanschlag
- 262, 264
- Nut
- 266
- Verformungsweg
- 268
- Mindestabstand
- 270, 272
- Streben
1. Verdichtungsvorrichtung (100) mit einer Handhabe zur Führung der Verdichtungsvorrichtung,
wobei die Handhabe folgendes aufweist:
- ein Führungsgestänge (104), insbesondere Führungsrohr, welches an einem ersten Ende
(10) mit einem Gehäuse der Verdichtungsvorrichtung verbunden ist;
- eine Griffvorrichtung (102) mit einem Griffbereich (202) zum Greifen durch einen
Nutzer, wobei die Griffvorrichtung (102) an einem zweiten Ende (20) des Führungsgestänges
(104), welches dem ersten Ende (10) im Wesentlichen gegenüberliegt, angeordnet ist,
und wobei die Griffvorrichtung (102) über wenigstens ein elastisches Dämpfelement
(230, 232, 234, 236) mit dem Führungsgestänge (104) verbunden und von diesem schwingungstechnisch
entkoppelt ist.
2. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1,
wobei das wenigstens eine elastische Dämpfelement (230, 232, 234, 236) einen Teilbereich
des Führungsgestänges (104) umgibt.
3. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das wenigstens eine Dämpfelement (230, 232, 234, 236) eine Shore-Härte zwischen
30 und 80 aufweist.
4. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 3,
wobei das wenigstens eine Dämpfelement (230, 232, 234, 236) im Wesentlichen sanduhrförmig
ausgebildet ist und einen ersten aufgeweiteten Bereich (242) und einen zweiten aufgeweiteten
Bereich (244) aufweist, wobei die beiden Bereiche (242, 244) mit der Griffvorrichtung
(102) verbunden und vom Führungsgestänge (104) beabstandet sind, wobei das sanduhrförmige
Dämpfelement (230, 232, 234, 236) einen Verjüngungsbereich (240) aufweist, welcher
zwischen den beiden Bereichen (242, 244) angeordnet ist, und wobei der Verjüngungsbereich
(240) mit dem Führungsgestänge (104) verbunden und von der Griffvorrichtung (102)
beabstandet ist.
5. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Griffvorrichtung (102) eine Benutzerschnittstelle (214) aufweist, welche
über das mindestens eine elastische Dämpfelement (230, 232, 234, 236) vom Führungsgestänge
(104) entkoppelt ist.
6. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei das wenigstens eine Dämpfelement (230, 232, 234, 236) einen integrierten Endanschlag
(258, 260), insbesondere ringförmigen Endanschlag, aufweist, welcher eine elastische
Verformung des wenigstens einen Dämpfelements (230, 232, 234, 236) begrenzt.
7. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 6,
wobei der Endanschlag (258, 260) des Dämpfelements (230, 232, 234, 236) derart ausgebildet
ist, dass eine Relativbewegung des Führungsgestänge (104) gegenüber der Griffvorrichtung
(102) maximal 2mm bis 5mm, insbesondere 3,5 mm, beträgt.
8. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei der Griffbereich (202) zumindest teilweise als Hohlkörper ausgebildet ist, insbesondere
als Hohlrohr.
9. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 8,
wobei der Hohlkörper des Griffbereichs (202) mit mindestens einem Zusatzgewicht (216,
218, 220, 222) versehen ist.
10. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 9,
wobei der Griffbereich (202) als u-förmiger Bügel ausgebildet ist, und wobei wenigstens
ein Zusatzgewicht (218, 220) in der Basis der U-Form und je wenigstens ein Zusatzgewicht
(216, 222) in beiden Schenkeln der U-Form vorgesehen ist.
11. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
wobei das wenigstens eine Zusatzgewicht (216, 218, 220, 222) eine Länge von 60mm bis
100mm, insbesondere 80 mm, und/oder einen Durchmesser von 10mm bis 50mm, insbesondere
30mm, aufweist.
12. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei die Griffvorrichtung (102) ein Kunststoffgehäuse aufweist.
13. Verdichtungsvorrichtung nach Anspruch 12,
wobei das Kunststoffgehäuse eine erste Halbschale (204) und eine zweite Halbschale
(206) aufweist, und wobei die ersten und zweiten Halbschalen (204, 206) derart miteinander
verbunden sind, dass sie das zweite Ende des Führungsgestänges (104) umschließen.
14. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
wobei das Führungsgestänge (104) im Wesentlichen u-förmig ausgebildet ist und wobei
sich die die Griffvorrichtung (102) um eine Basis der U-Form und zumindest teilweise
entlang der Schenkel der U-Form erstreckt.
15. Verdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
wobei die Verdichtungsvorrichtung eine Rüttelplatte ist.