[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Schlitzwandfräse, mit einem
sich entlang einer Längsachse erstreckenden Fräsenrahmen mit Längsseiten, mindestens
einem Paar von Fräsrädern, welche zum Fräsen des Bodens an einem unteren Ende des
Fräsenrahmens drehbar gelagert und rotierend antreibbar sind, und einem am oberen
Ende des Fräsenrahmens angeordneten Verbindungsabschnitt, welcher zum Verbinden der
Schlitzwandfräse mit einem Tragseil und mit Versorgungsleitungen ausgebildet ist,
wobei die Schlitzwandfräse aus einer aufrechten Betriebsposition mit einer Längsseite
auf den Boden in eine liegende Position abgelegt wird, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Schlitzwandfräse zum Erstellen eines Frässchlitzes im
Boden, mit einem sich in einer Längsrichtung erstreckenden Fräsenrahmen mit Längsseiten,
mindestens einem Paar von Fräsrädern, welche zum Fräsen des Bodens an einem unteren
Ende des Fräsenrahmens drehbar gelagert und rotierend antreibbar sind, und einem am
oberen Ende des Fräsenrahmens angeordneten Verbindungsabschnitt, welcher zum Verbinden
der Schlitzwandfräse mit einem Tragseil und mit Versorgungsleitungen ausgebildet ist,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
[0003] Aus der
EP 2 378 002 A1 ist eine Fräsvorrichtung bekannt, bei der eine Schlitzwandfräse mit einer Aufhängeeinrichtung
mittels eines Tragseiles aufgehängt ist. Die Schlitzwandfräse weist einen gerüstartigen
Fräsenrahmen auf, an dessen unteren Ende zwei Paare von Fräsrädern angeordnet sind.
Entlang des Fräsenrahmens sind Gleitkufen und Steuerplatten angebracht, um die Schlitzwandfräse
in einem Frässchlitz zu Führen bzw. in ihrer Ausrichtung zu steuern.
[0004] Zur Anpassung an unterschiedliche Schlitzbreiten ist es bekannt, die bestehenden
Fräsräder zu wechseln und durch Fräsräder mit geänderten Fräsraddimensionen auszutauschen,
insbesondere mit geänderter Fräsradbreite. Das Wechseln von Fräsrädern ist relativ
einfach bei einer am Seil hängenden Fräse möglich.
[0005] Bei einer Änderung der Fräsradbreite für eine andere Frässchlitzbreite müssen auch
an dem Fräsenrahmen angeordnete Gleitkufen und Steuerplatten angepasst und ausgewechselt
werden. Bei einer üblichen Höhe einer Schlitzwandfräse von über 10 Metern kann und
darf dies aus Gründen der Arbeitssicherheit nicht ohne weiteres an einer am Seil aufgehängten
Fräse durchgeführt werden. Vielmehr ist es erforderlich, die Schlitzwandfräse mittels
der Aufhängeeinrichtung mit einer Längsseite horizontal auf den Boden in einer Montageposition
abzulegen, in welcher dann die Gleitkufen und Steuerplatten bodennah gewechselt werden
können. Dabei wird die Fräse in Gerätelängsrichtung vor den Trägergerät abgelegt.
Zu diesem Zweck ist es häufig erforderlich, die an der Oberseite der Schlitzwandfräse
angeschlossenen Versorgungsleitungen, insbesondere Hydraulikleitungen sowie Schlauchleitungen
für die Zu- und/oder Abfuhr von Frässuspension, zu lösen, um ein Abknicken und damit
ein Beschädigen der Versorgungsleitungen zu vermeiden.
[0006] Ist die Schlitzwandfräse auf dem Boden auf einer ersten Längsseite in einer ersten
Montageposition abgelegt, können an einer Seite dann die Gleitkufen und Steuerplatten
gewechselt werden. Anschließend ist es erforderlich, die Schlitzwandfräse auf dem
Boden um 180° zu drehen und so in eine zweite Montageposition zu bringen. Hierzu wird
ein gesondertes Hebezeug, insbesondere ein Kran, benötigt. In dieser zweiten Montageposition
können dann die Gleitkufen und Steuerplatten auf der anderen Seite des Fräsenrahmens
gewechselt werden. Spätestens für ein solches Umdrehen der Schlitzwandfräse um 180°
am Boden sind bei den gattungsbildenden Schlitzwandfräsen die Schlauchleitungen und
auch eine Verbolzung an einer Seilflasche der Aufhängeeinrichtung zu lösen. Auch ist
ein Drehen der Schlitzwandfräse nicht einfach zu bewerkstelligen, wenn sie nicht mehr
an einem Tragseil hängt; vielmehr sind für ein sicheres Umdrehen Hebegeräte und/oder
Hilfsvorrichtungen erforderlich. Nach Abschluss der Montagearbeiten sind die Verbolzungen
und die Schlauchverbindungen wieder herzustellen, was insgesamt mit einem erheblichen
Arbeitsaufwand verbunden ist.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Schlitzwandfräse und ein Verfahren anzugeben, mit welchen in besonders
effizienter Weise Montage- oder Wartungsarbeiten in einer liegenden Position der Schlitzwandfräse
ermöglicht werden.
[0008] Die Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und zum anderen durch eine Schlitzwandfräse mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass der Verbindungsabschnitt
ein Drehlager zum Verdrehen des Fräsenrahmens um die Längsachse um zumindest 90° und
ein Gelenk aufweist, wobei die Schlitzwandfräse ohne Lösen von Versorgungsleitungen
durch ein geneigtes Absenken auf den Boden sowohl auf einer ersten Längsseite des
Fräsenrahmens als auch auf einer zweiten Längsseite des Fräsenrahmens abgelegt werden
kann, welche der ersten Längsseite gegenüberliegt.
[0010] Ein Grundgedanke der Erfindung liegt darin, einen Verbindungsabschnitt an einem oberen
Bereich der Schlitzwandfräse so auszubilden, dass hierdurch ein geneigtes Absenken
und Ablegen der Schlitzwandfräse auf den Boden sowohl auf einer ersten Längsseite
des Fräsenrahmens als auch auf mindestens einer zweiten Längsseite ermöglicht ist,
welche insbesondere der ersten Längsseite gegenüberliegt. Die Schlitzwandfräse wird
durch allmähliches Neigen oder Kippen von einer aufrechten Betriebsposition auf den
Boden in eine liegende Position abgesenkt. An dem Verbindungsabschnitt ist vorzugsweise
entlang einer Längs- oder Mittenachse ein Gelenk mit mindestens einer Gelenk- oder
Schwenkachse angeordnet. Das Gelenk ist ausgebildet, um eine Schwenk- oder Abknickbewegung
für ein geneigtes Absenken der Schlitzwandfräse aus einer aufrechten Betriebsposition
in eine liegende Position am Boden zu ermöglichen, wobei die Schlitzwandfräse weiter
an dem Tragseil angehängt ist. Das Gelenk weist hierzu eine erste Gelenkachse auf,
welche ein Verschwenken oder Abknicken der Längsachse der Schlitzwandfräse gegenüber
der Vertikalen um zumindest 90°, vorzugsweise um 180°, ermöglicht.
[0011] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst der Verbindungsabschnitt ein Drehlager,
um welches der Fräsenrahmen der Schlitzwandfräse um zumindest 90°, vorzugsweise um
bis zu 180° oder mehr, um die Längsachse verdrehbar ist. Mittels des Drehlagers kann
der Fräsenrahmen entsprechend einer gewünschten Ablegerichtung in Bezug auf ein Trägergerät
verstellt und ausgerichtet werden. Das Verstellen oder Verdrehen kann grundsätzlich
manuell erfolgen. Vorzugsweise kann an der Schlitzwandfräse hierzu ein Verdrehantrieb
angeordnet sein.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht die Möglichkeit, die Schlitzwandfräse
in effizienter Weise auf eine erste Längsseite und bei Bedarf auch auf eine zweite
gegenüberliegende Längsseite des Fräsenrahmens am Boden abzulegen. Dies erleichtert
Montage- oder Wartungsarbeiten an der Schlitzwandfräse in einer liegenden Position.
Mit dem Verfahren wird es insbesondere ermöglicht, die Schlitzwandfräse zunächst auf
einer ersten Längsseite und anschließend auf der gegenüberliegenden zweiten Längsseite
abzulegen, so dass an den Längsseiten insgesamt ein freier Zugang für Montage- beziehungsweise
Wartungsarbeiten besteht.
[0013] Nach einer Verfahrensvariante der Erfindung ist es bevorzugt, dass die Schlitzwandfräse
durch Absenken eines Tragseiles von einem verfahrbaren Trägergerät und gleichzeitiges
Verfahren des Trägergerätes geneigt und auf den Boden abgelegt wird. Das Neigen der
Schlitzwandfräse und das Ablegen auf den Boden kann so durch ein kombiniertes Verfahren
des Trägergerätes abgestimmt mit einem gezielten Absenken des Tragseiles bewirkt werden.
Dies kann grundsätzlich manuell durch den Maschinenbediener gesteuert oder halb- oder
vollautomatisch durch eine Steuereinrichtung des Trägergerätes bewirkt werden. Durch
das Steuergerät können ein Fahrantrieb des Trägergerätes und eine Winde für das Tragseil
gemäß einem vorgegebenen Steuerprogramm für eine definierte Absenkbewegung angesteuert
werden. Alternativ ist auch möglich, die Fräsräder auf einem Wagen zu lagern, der
wegfährt (aktiv oder passiv), während die Fräse abgesenkt wird.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass das Trägergerät
einen Ausleger mit einer Schwenkebene aufweist und dass das Ablegen der Schlitzwandfräse
in einer Ablegerichtung erfolgt, welche quer zu der Schwenkebene des Auslegers gerichtet
ist. Eine Schwenkachse des Auslegers ist dabei insbesondere senkrecht zur Schwenkachse
gerichtet. Auf dieser Weise kann die Schlitzwandfräse quer zu einer Schwenkebene des
Auslegers und damit zu einer Längsmittenachse des Trägergerätes am Boden abgelegt
werden. Ein dadurch bewirktes seitliches Ablegen der Schlitzwandfräse neben dem Trägergerät
ist besonders platzsparend und auch unter statischen Gesichtspunkten gegenüber einem
Ablegen der Schlitzwandfräse in Mastlängsrichtung vor dem Trägergerät vorteilhaft.
[0015] Bei einem seitlichen Ablegen der Schlitzwandfräse quer zu einer Schwenkebene des
Auslegers werden deutlich geringere Biegemomente auf den Ausleger und auch deutlich
geringere Kippmomente auf das Trägergerät ausgeübt. Ein Absenkvorgang wird so einfacher
und sicherer.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
darin, dass das Trägergerät ein Fahrwerk, insbesondere ein Raupenfahrwerk, und einen
darauf drehbar gelagerten Oberwagen mit dem Mast oder dem Ausleger aufweist, wobei
zum Ablegen der Schlitzwandfräse der Oberwagen mit dem Mast oder dem Ausleger um vorzugsweise
90° zum Fahrwerk verdreht wird und das Trägergerät mit dem Fahrwerk quer zur Schwenkebene
des Auslegers verfahren wird. Hierdurch kann ein besonders effizientes Ablegen der
Schlitzwandfräse seitlich neben dem Trägergerät erfolgen. Durch Auswählen und Festlegen
der Verfahrrichtung nach vorne oder nach hinten kann in einfacher Weise die Schlitzwandfräse
entweder auf der ersten Längsseite oder auf der gegenüberliegenden zweiten Längsseite
auf den Boden abgelegt werden.
[0017] Ein besonders schonendes Ablegen der Schlitzwandfräse auf den Boden wird nach einer
Weiterbildung der Erfindung dadurch erzielt, dass zum geneigten Absenken der Schlitzwandfräse
diese über das Drehlager verdreht und ausgerichtet wird, wobei die erste Längsseite
und die zweite Längsseite des Fräsenrahmens parallel zu der Schwenkebene des Auslegers
gerichtet sind. Durch Verfahren des Trägergerätes kann dann ein zuverlässiges Neigen
und Ablegen der Schlitzwandfräse auf den Boden erfolgen.
[0018] Insbesondere für Montage- oder Wartungsarbeiten an allen Längsseiten der Schlitzwandfräse
ist es nach einer Verfahrensvariante der Erfindung vorteilhaft, dass die Schlitzwandfräse
nach dem Ablegen auf der ersten Längsseite wieder in eine aufrechte Position angehoben
und dann auf die zweite Längsseite des Fräsenrahmens auf den Boden abgelegt wird.
Somit können bei einem kastenartigen Fräsenrahmen und der Ablage auf einer ersten
Längsseite des Fräsenrahmens Montage- oder Wartungsarbeiten an den drei freiliegenden
Längsseiten durchgeführt werden. Durch anschließendes Anheben der Schlitzwandfräse
zurück in die aufrechte Position und ein sich daran anschließendes geneigtes Absenken
und Ablegen der Schlitzwandfräse zu einer gegenüberliegenden (zweiten) Längsseite
können auch Montage- oder Wartungsarbeiten an der ersten Längsseite der Schlitzwandfräse
durchgeführt werden.
[0019] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird es grundsätzlich ermöglicht, eine Schlitzwandfräse
auf jeder beliebigen Längsseite des Fräsenrahmens abzulegen. Typischerweise und bevorzugt
weist der Fräsenrahmen einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit vier Längsseiten
auf. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist es dabei vorgesehen, dass die erste
Längsseite und die zweite Längsseite die Breitseiten des Fräsenrahmens bilden. Die
beiden anderen Längsseiten bilden sogenannte Schmalseiten, welche schmäler als die
Breitseiten sind. Durch das Auflegen der Schlitzwandfräse auf die Breitseiten wird
eine besonders stabile Ablage der Schlitzwandfräse am Boden erreicht. Grundsätzlich
ist es aber auch möglich, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren die Schlitzwandfräse
alternativ oder ergänzend auf einer oder beiden Schmalseiten abzulegen, sofern dies
für bestimmte Montage- oder Wartungsarbeiten vorteilhaft oder notwendig ist. Bei einer
Ablage der Schlitzwandfräse auf dem Boden auf einer Schmalseite sind grundsätzlich
zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zum Abstützen der Schlitzwandfräse und Sichern gegen
ein Umkippen sinnvoll und geboten, etwa durch die Anordnung von Seitenstützen.
[0020] Ein besonders einfaches Ablegen der Schlitzwandfräse auf den Boden kann dadurch bewirkt
werden, dass die Fräsräder an der Unterseite der Schlitzwandfräse mit dem Boden in
Kontakt stehen. Dabei können die Außenkanten der Fräsräder eine Schwenkkante bilden,
um welche die Schlitzwandfräse geneigt und auf den Boden geschwenkt und dort abgelegt
wird.
[0021] Zur Schonung der Fräsräder kann es nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgesehen sein, dass beim geneigten Absenken der Schlitzwandfräse die
Fräsräder zumindest zeitweise angehoben und vom Boden beabstandet werden. Ein Anheben
der Fräsräder kann beispielsweise mittels eines Hebezeuges, etwa eines Mobilkrans,
an einer Baustelle erfolgen. Auf dieser Weise können übermäßige Querkraftbelastungen
an den Fräsrädern, deren Lagerungen, den Fräswerkzeugen oder den Fräsradantrieben
reduziert oder vermieden werden. Grundsätzlich können zur Schonung der Fräsräder beim
geneigten Ablegen diese auch von einer Schutzumhausung umgeben oder auf eine besondere
Kippeinrichtung am Boden abgestellt sein. Dies kann auch ein Sand- oder Erdhaufen
sein, in den die Fräsräder zum Neigen der Fräse gestellt werden.
[0022] Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass an der Schlitzwandfräse
in der auf dem Boden abgelegten Position Montage- oder Wartungsarbeiten durchgeführt
werden, insbesondere Fräsräder gewechselt, insbesondere gegen Fräsräder mit einem
anderen Fräsraddimensionen, ausgetauscht werden und/oder an dem Fräsenrahmen Gleitkufen
und/oder Steuerplatten gewechselt, insbesondere gegen Gleitkufen beziehungsweise Steuerplatten
mit unterschiedlichen Größen ausgetauscht werden. Insbesondere können Fräsräder mit
einer geänderten Fräsradbreite montiert werden. Eine Fräsradmontage in einem liegenden
Zustand ermöglicht es, diese in ihrem üblichen Transportzustand ohne Aufrichten zu
montieren oder zu demontieren.
[0023] Eine erfindungsgemäße Schlitzwandfräse ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt
ein Drehlager zum Verdrehen des Fräsenrahmens um die Längsachse um zumindest 90° und
ein Gelenk aufweist, wobei die Schlitzwandfräse um eine Schwenkachse ohne Lösen von
Versorgungsleitungen durch ein geneigtes Absenken auf den Boden sowohl auf einer ersten
Längsseite des Fräsenrahmens als auch auf einer zweiten Längsseite des Fräsenrahmens
ablegbar ist, welche der ersten Längsseite gegenüberliegt.
[0024] Mit der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse kann das zuvor beschriebene erfindungsgemäße
Verfahren ausgeführt werden. Dabei können die zuvor beschriebenen Vorteile und Ausgestaltungen
realisiert werden.
[0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse ist
es vorteilhaft, dass das Gelenk an einem oberen Ende des Fräsenrahmens befestigt ist
und mindestens eine erste Gelenkachse aufweist, um welche der Fräsenrahmen um zumindest
180° verschwenkbar ist, und dass das Gelenk mit einem Aufhängeelement verbunden ist,
welches lösbar mit dem Tragseil verbindbar ist. Bei dieser Ausgestaltung kann der
Fräsenrahmen gegenüber dem Aufhängeelement mit dem Tragseil um die erste Gelenkachse
geneigt und so auf den Boden nach beiden Richtungen abgelegt werden. Dies ermöglicht
eine besondere Flexibilität hinsichtlich der Ablegerichtung. Die Gelenkachse ist senkrecht
zur Längsachse der Schlitzwandfräse gerichtet.
[0026] Das Gelenk kann in einem einfachen Fall als ein Schwenk- oder Abknickgelenk mit einer
ersten Gelenkachse ausgebildet sein. Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse wird dadurch erzielt, dass das Gelenk als ein kardanisches
Gelenk mit zwei zueinander rechtwinkelig angeordneten Gelenkachsen ausgebildet ist,
welche bei einer aufrechten Position der Schlitzwandfräse horizontal gerichtet sind.
Besonders bevorzugt sind die beiden Gelenkachsen des kardanischen Gelenks parallel
zu Außenkanten des im Querschnitt rechtwinklig ausgebildeten Fräsenrahmens angeordnet.
Durch das kardanische Gelenk kann die Fräse sowohl bei Ausrichtung des Oberwagens
in Fahrtrichtung des Unterwagens als auch bei seitlicher Verdrehung des Oberwagens
abgelegt werden. Weiter können durch ein kardanisches Gelenk bei einer nicht exakten
Ausrichtung der Schlitzwandfräse in einer Ablegerichtung übermäßige Querkräfte vermieden
werden, und es wird eine erhöhte Flexibilität hinsichtlich der Ablegerichtungen erreicht.
[0027] Nach einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse ist
es vorteilhaft, dass die Versorgungsleitungen seitlich zu dem Gelenk verlaufen und
sich vorzugweise um zumindest 180° um das Gelenk herum winden. So wird eine zusätzliche
Leitungslänge der Versorgungsleitungen im Verbindungsabschnitt bereitgestellt, so
dass bei einem geneigten Absenken keine übermäßigen Zugkräfte auf die Versorgungsleitungen
ausgeübt werden. Insbesondere wird durch die dabei bereitgestellte zusätzliche Schlauchlänge
gegenüber einer direkten Leitungsführung parallel zur Längsachse ausreichend Leitungslänge
bereitgestellt, so dass ein Verdrehen um das Drehlager und/oder ein Ablegen der Schlitzwandfräse
zu zwei gegenüberliegenden Längsseiten des Fräsenrahmens ermöglicht wird.
[0028] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft, dass der Verbindungabschnitt
einen Schutzkäfig aufweist, welcher die Versorgungsleitungen und das Gelenk umgibt,
und dass zumindest ein oberer Abschnitt des Schutzkäfigs schwenkbar über zumindest
ein Schwenkgelenk gegenüber dem Fräsenrahmen gelagert ist. Durch den Schutzkäfig kann
insbesondere sichergestellt werden, dass bei einer Bereitstellung von ausreichender
Leitungslänge der Versorgungsleitungen diese nicht gegenüber dem Außenumfang des Fräsenrahmens
vorstehen. Durch den Schutzkäfig, welcher entsprechend der Querschnittsform der Schlitzwandfräse
den oberen Verbindungsabschnitt schützend umgeben kann, wird ein Beschädigen der Versorgungleitungen
durch Knicken oder Abquetschen beim Ablegen auf den Boden und auch bei einem Fräsbetrieb
innerhalb eines Frässchlitzes im Boden verhindert. Durch eine schwenkbare Ausgestaltung
zumindest eines oberen Abschnitts des Schutzkäfigs über mindestens ein Schwenkgelenk
kann sich dieser bei einem geneigten Absenken der Schlitzwandfräse an den Neigungswinkel
anpassen und so die Versorgungsleitungen auch beim Absenken besonders gut schützen.
[0029] Eine besonders gute Anpassbarkeit der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse an unterschiedlich
herzustellende Schlitzbreiten kann nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch
bewirkt werden, dass die Fräsräder wechselbar, insbesondere austauschbar mit Fräsrädern
mit einer anderen Fräsradbreiten, sind und dass an dem Fräsenrahmen Gleitkufen und/oder
Steuerplatten wechselbar, insbesondere austauschbar mit Gleitkufen beziehungsweise
Steuerplatten mit unterschiedlicher Größe, sind. Die Schlitzwandfräse kann somit hinsichtlich
Ihrer Arbeitsbreite in Bezug auf den zu erstellenden Frässchlitz mit einem hohen Freiheitsgrad
angepasst werden. Durch die Ablegbarkeit der Schlitzwandfräse auf den Boden können
die dafür notwendigen Montagetätigkeiten in einfacher und sicherer Weise an der liegenden
Schlitzwandfräse durchgeführt werden.
[0030] Die Erfindung umfasst weiterhin auch eine Fräsvorrichtung mit einem Trägergerät und
einer Schlitzwandfräse, welche mittels eines Tragseiles höhenverstellbar an einem
Ausleger des Trägergerätes angeordnet ist, wobei die Schlitzwandfräse erfindungsgemäß
ausgebildet ist. Mit einer solchen Fräsvorrichtung kann die zuvor beschriebene Schlitzwandfräse
effizient eingesetzt und das zuvor beschriebene Verfahren durchgeführt werden.
[0031] Der gerüstartige Fräsenrahmen der Schlitzwandfräse kann vier Längsseiten aufweisen,
von denen je zwei gegenüberliegende Längsseiten als Schmalseiten beziehungsweise als
Breitseiten ausgebildet sind. Vorzugsweise sind die erste Längsseite und die zweite
Längsseite, auf welche die Schlitzwandfräse am Boden ablegbar ist, die Breitseiten.
Ein oberer Abschnitt des Schutzkäfigs kann um eine Schwenkachse schwenkbar sein, welche
sich in Breitenrichtung erstreckt und etwa mittig zwischen der ersten Längsseite und
der zweiten Längsseite angeordnet ist. Die Schwenkachse kann sich durch das Gelenk
erstrecken.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles weiter
beschrieben, welches schematisch in den Figuren dargestellt ist. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse, wobei ein mittlerer
Teil des Fräsenrahmens aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen ist;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detaildarstellung eines oberen Bereiches der Schlitzwandfräse von
Fig. 1 in Vorderansicht;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Schlitzwandfräse in einer horizontalen
ersten Montageposition;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Schlitzwandfräse nach den Figuren 1 bis 3 in einer
horizontalen zweiten Montageposition; und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Schlitzwandfräse beim geneigten Absenken auf den
Boden mittels eines Trägergerätes.
[0033] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer beispielhaften und stark schematisierten
Schlitzwandfräse 10 weiter beschrieben, welche in den Figuren 1 bis 4 genauer dargestellt
ist.
[0034] Die Schlitzwandfräse 10 weist einen gerüst- oder kastenartigen Fräsenrahmen 12 auf,
welcher in den Figuren 1 bis 4 nur teilweise zu sehen ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
sind verschiedene Komponenten an dem Fräsenrahmen 12 nicht dargestellt.
[0035] Am unteren Ende des Fräsenrahmens 12 sind in grundsätzlich bekannter Weise zwei Paare
von Fräsrädern 20 drehend antreibbar gelagert, welche nur schematisch angedeutet sind.
Entlang des Fräsenrahmens 12 sind weiterhin plattenartige Gleitkufen 17 sowie verstellbare
Steuerplatten 19 zum Steuern einer Ausrichtung der Schlitzwandfräse 10 in einem Schlitz
im Boden angeordnet.
[0036] Der etwa gerüst- oder kastenartige Fräsenrahmen 12 weist eine erste Längsseite 13
und eine gegenüberliegende zweite Längsseite 14 auf, welche eine sogenannte Breitseite
der Schlitzwandfräse 12 bilden. Die Schmalseiten des Fräsenrahmens 12 werden durch
die dritte Längsseite 15 und die vierte Längsseite 16 gebildet. Die Längsseiten 13
bis 16 erstrecken sich bei einer vertikalen Ausrichtung entlang des Fräsenrahmens
12 in einer Längsrichtung von den unten liegenden Fräsrädern 20 bis zu einem oberen
Ende des Fräsenrahmens 12.
[0037] Am oberen Ende des Fräsenrahmens 12 ist ein Verbindungsabschnitt 30 ausgebildet.
Der Verbindungsabschnitt 30 dient zum Verbinden und insbesondere Aufhängen der Schlitzwandfräse
10 mittels eines hier nicht gezeigten Tragseiles an einem Trägergerät und zur Verbindung
der Schlitzwandfräse 10 mit Versorgungsleitungen 36, welche als ein Suspensionsschlauch
37 und Hydraulikleitungen 38 ausgebildet sein können. Die Versorgungsleitungen 36
können weiterhin oder alternativ auch Elektroleitungen, Datenleitungen oder sonstige
Leitungen umfassen.
[0038] Als Teil der mechanischen Verbindung umfasst der Verbindungsabschnitt 30 ein Gelenk
40, welches vorzugsweise als ein kardanisches Gelenk 40 mit einer ersten Gelenkachse
41 und einer dazu im rechten Winkel angeordneten zweiten Gelenkachse 42 ausgebildet
sein kann. Die erste Gelenkachse 41 kann sich parallel zu einer Breitenrichtung der
Schlitzwandfräse 10 erstrecken, also entlang der Breitseite der Schlitzwandfräse 10,
während sich die zweite Gelenkachse 42 parallel zu den Schmalseiten der Schlitzwandfräse
10 erstrecken kann. Je nachdem, wie die Schlitzwandfräse 10 um das Drehlager 34 verdreht
wird, können die Gelenkachsen 41, 42 anders zum Fräsenrahmen 12 stehen.
[0039] Weiterhin kann das Gelenk 40 nach unten über ein unteres Tragelement 31 mit dem Fräsenrahmen
12 fest verbunden sein, während das Gelenk 40 über ein oberes Tragelement 32 fest
mit einem Aufhängeelement 50 verbunden sein kann. Die Tragelemente 31, 32 können vorzugsweise
rohr- oder stangenförmig ausgebildet sein. Unterhalb des Gelenks 40 ist ein Drehlager
34 angeordnet, mit welchem der Fräsenrahmen 12 gegenüber dem Gelenk 40 um mindestens
90°, vorzugsweise um mindestens 130° um die Längsachse verdrehbar ist. Das Drehlager
34 ist vorzugsweise zwischen dem unteren Tragelement 31 und dem Fräsenrahmen 12 angeordnet.
[0040] Das Aufhängeelement 50 kann eine Seilrolle umfassen, um welche ein nicht dargestelltes
Tragseil zur Aufhängung der Schlitzwandfräse 10 an einem Trägergerät geführt sein
kann.
[0041] Ein Suspensionsschlauch 37 kann an der Oberseite des Fräsenrahmens 12 in einem ersten
Seitenbereich angeschlossen sein und kann sich um etwa 180° um die vorzugsweise stangenartigen
Tragelemente 31, 32 mit dem Gelenk 40 winden und zum gegenüberliegenden Seitenbereich
erstrecken. In ähnlicher Weise können die Hydraulikleitungen 38 an der Oberseite des
Fräsenrahmens 12 angeschlossen sein und sich etwa um 180° zur gegenüberliegenden Seite
um die Tragelemente 31, 32 und das Gelenk 40 nach oben zum Aufhängeelement 50 winden
und erstrecken. Durch die gewundene Anordnung der Versorgungsleitungen 36 um das Gelenk
40 wird gegenüber einer geraden Leitungsführung zusätzliche Leitungslänge im Bereich
des Gelenks 40 für ein Anwinkeln und/oder ein Verdrehen bereitgestellt.
[0042] Zum Schutz der Versorgungsleitungen 36 kann am oberen Ende des Fräsenrahmens 12 ein
Schutzkäfig 60 angeordnet sein, welcher die Versorgungsleitungen 36 zumindest teilweise
nach außen hin umschließt. Der Schutzkäfig 60 kann einen unteren Abschnitt 61, welcher
fest am oberen Ende des Fräsenrahmens 12 befestigt sein kann, und einen oberen Abschnitt
62 aufweisen, welcher schwenkbar um eine Schwenkachse 64 am unteren Abschnitt 61 gelagert
ist. Insbesondere kann eine schwenkbare Lagerung durch zwei seitliche Schwenkgelenke
63 erzielt werden, wobei eine Schwenkachse 64 der Schwenkgelenke 63 parallel und vorzugsweise
koaxial zur ersten Gelenkachse 41 des Gelenks 40 verläuft. Insbesondere gilt, dass
der Schutzkäfig 60 gemeinsam mit der Schlitzwandfräse 10 um das Drehlager 34 verdreht
werden kann, sodass die Schwenkachse je nach Verdrehung (beim Ablegen) auch zur Gelenkachse
42 annähernd koaxial verlaufen kann.
[0043] Durch die Anordnung des Gelenkes 40 oberhalb des Fräsenrahmens 12 kann die Schlitzwandfräse
10 von einer üblicherweise aufrechten Betriebsstellung für Montage- oder Wartungsarbeiten
auf die erste Längsseite 13 auf einen Boden im Wesentlichen horizontal abgelegt werden,
wie in Fig. 3 veranschaulicht ist. Weiterhin ermöglicht das Gelenk 40 das Ablegen
der Schlitzwandfräse 10 auch auf der gegenüberliegenden zweiten Längsseite 14, wie
in Fig. 4 gezeigt ist.
[0044] Durch die bevorzugte Ausgestaltung eines Schutzkäfigs 60 mit mindestens einem Schwenkgelenk
63, das einen bevorzugten Schwenkbereich von zumindest 90° ermöglicht, können die
Versorgungsleitungen 36 beim Ablegen der Schlitzwandfräse 10 auf den Boden vor Quetschungen
oder unerwünschten Abknickungen geschützt sein, wie schematisch in Fig. 3 zu sehen
ist.
[0045] In Fig. 5 ist ein Verfahren zum Betreiben einer Schlitzwandfräse 10 veranschaulicht,
wobei diese über die Verbindungseinrichtung 30 und ein Aufhängeelement 50 an einem
Tragseil 5 eines Trägergerätes 1 gehalten und aufgehängt ist. Das Trägergerät 1 kann
vorzugsweise ein Fahrwerk 2, insbesondere ein Raupenfahrwerk, mit einem vorzugsweise
darauf drehbar gelagerten Oberwagen 3 mit einem Ausleger 4 aufweisen.
[0046] Zum Ablegen der Schlitzwandfräse 10 kann diese bei einer aufrechten Ausrichtung auf
einen Boden abgesetzt werden, wobei vorzugsweise die Schlitzwandfräse 10 über ein
Drehgelenk um ihre Längsachse verschwenkt wird, wobei eine erste Längsseite und eine
zweite Längsseite des Fräsenrahmens 12, welche die Breitseiten bilden, parallel zu
der Schwenkebene des Auslegers 4 gerichtet sind. Anschließend kann das Trägergerät
1 bei um 90° zum Fahrwerk 2 verschwenkten Oberwagen 3 quer zur so aufgesetzten Schlitzwandfräse
10 verfahren werden, wobei sich die Schlitzwandfräse 10 neigen und zum Boden absenken
kann, insbesondere bis diese mit einer Längsseite etwa horizontal auf dem Boden aufliegt.
Auf diese Weise kann die Schlitzwandfräse 10 seitlich neben dem Trägergerät 1 auf
einer ersten Längsseite des Fräsenrahmens 12 abgelegt werden. Durch ein Verfahren
des Trägergeräts 1 in die entgegengesetzte Richtung kann die Schlitzwandfräse 10 ebenso
seitlich neben dem Trägergerät 1 auf einer zweiten Längsseite des Fräsenrahmens 12
abgelegt werden, welche der ersten Längsseite des Fräsenrahmens 12 gegenüberliegt.
[0047] Besonders bevorzugt kann es dabei sein, wie in Fig. 5 verdeutlicht ist, dass die
vertikal gerichtete Schlitzwandfräse 10 nicht unmittelbar auf dem Boden aufgesetzt
wird, sondern im Bereich der Fräsräder 20 mittels einer Hubeinrichtung 72 mit einem
gewissen Abstand zum Boden gehalten ist. Hierdurch können beim Neigen Beschädigungen
an den Fräsrädern 20 sowie deren Lagerungen und Antriebseinrichtungen und an den Fräswerkzeugen
vermieden werden. Vorzugsweise kann die Hubeinrichtung 72 ein Hubseil an einem Mobilkran
70 umfassen, wie in Fig. 5 gezeigt ist.
[0048] Bei einem vorzugsweise etwa horizontalen Ablegen der Schlitzwandfräse 10 auf den
Boden können in besonders einfacher Weise Montage- und/oder Wartungsarbeiten an der
Schlitzwandfräse 10 ausgeführt werden. Insbesondere können etwa die Fräsräder 20 durch
andere Fräsräder 20 mit einer unterschiedlichen Fräsradbreite gewechselt werden. In
Anpassung an eine andere Breite der Fräsräder 20 können auch in dieser Position, soweit
notwendig, Gleitkufen 17 und/oder Steuerplatten 19 gewechselt werden.
[0049] Durch Anheben der Schlitzwandfräse 10 und ein erneutes Neigen und Absenken zu der
anderen Seite können auch auf der gegenüberliegenden Längsseite des Fräsenrahmens
12 Montage- und/oder Wartungsarbeiten an der liegenden Schlitzwandfräse 10 in einfacher
und effizienter Weise ausgeführt werden.
1. Verfahren zum Betreiben einer Schlitzwandfräse (10), mit
- einem sich entlang einer Längsachse erstreckenden Fräsenrahmen (12) mit Längsseiten
(13, 14, 15, 16),
- mindestens einem Paar von Fräsrädern (20), welche zum Fräsen des Bodens an einem
unteren Ende des Fräsenrahmens (12) drehbar gelagert und rotierend antreibbar sind,
und
- einem am oberen Ende des Fräsenrahmens (12) angeordneten Verbindungsabschnitt (30),
welcher zum Verbinden der Schlitzwandfräse (10) mit einem Tragseil (5) und mit Versorgungsleitungen
(36) ausgebildet ist,
- wobei die Schlitzwandfräse (10) aus einer aufrechten Betriebsposition mit einer
Längsseite (13, 14, 15, 16) auf den Boden in eine liegende Position abgelegt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Verbindungsabschnitt (30) ein Drehlager (34) zum Verdrehen des Fräsenrahmens
(12) um die Längsachse um zumindest 90° und ein Gelenk (40) aufweist, wobei die Schlitzwandfräse
(10) ohne Lösen von Versorgungsleitungen (36) durch ein geneigtes Absenken auf den
Boden sowohl auf einer ersten Längsseite (13) des Fräsenrahmens (12) als auch auf
einer zweiten Längsseite (14) des Fräsenrahmens (12) abgelegt werden kann, welche
der ersten Längsseite (13) gegenüberliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlitzwandfräse (10) durch Absenken eines Tragseiles (5) von einem verfahrbaren
Trägergerät (1) und gleichzeitiges Verfahren des Trägergerätes (1) geneigt und auf
den Boden abgelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägergerät (1) einen Ausleger (4) mit einer Schwenkebene aufweist und dass das
Ablegen der Schlitzwandfräse (10) in einer Ablegerichtung erfolgt, welche quer zu
der Schwenkebene des Auslegers (4) gerichtet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägergerät (1) ein Fahrwerk (2), insbesondere ein Raupenfahrwerk, und einen
darauf drehbar gelagerten Oberwagen (3) mit dem Ausleger (4) aufweist, wobei zum Ablegen
der Schlitzwandfräse (10) der Oberwagen (3) mit dem Ausleger (4) um vorzugsweise 90°
zum Fahrwerk (2) verdreht wird und das Trägergerät (1) mit dem Fahrwerk (2) quer zur
Schwenkebene des Auslegers (4) verfahren wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum geneigten Absenken der Schlitzwandfräse (10) diese über das Drehlager (34) verdreht
und ausgerichtet wird, wobei die erste Längsseite (13) und die zweite Längsseite (14)
des Fräsenrahmens (12) parallel zu der Schwenkebene des Auslegers (4) gerichtet sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlitzwandfräse (10) nach einem Ablegen auf der ersten Längsseite (13) wieder
in eine aufrechte Position angehoben und dann auf die zweite Längsseite (14) des Fräsenrahmens
(12) auf den Boden abgelegt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Längsseite (13) und die zweite Längsseite (14) die Breitseiten des Fräsenrahmens
(12) bilden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim geneigten Absenken der Schlitzwandfräse (10) die Fräsräder (20) zumindest zeitweise
angehoben und vom Boden beabstandet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Schlitzwandfräse (10) in der auf dem Boden abgelegten Position Montage- oder
Wartungsarbeiten durchgeführt werden, insbesondere an dem Fräsenrahmen (12) Gleitkufen
(17) und/oder Steuerplatten (19) gewechselt, insbesondere gegen Gleitkufen (17) beziehungsweise
Steuerplatten (19) mit unterschiedlicher Größe ausgetauscht, und/oder Fräsräder (20)
gewechselt, insbesondere durch Fräsräder (20) mit einer anderen Fräsradbreite ausgetauscht,
werden.
10. Schlitzwandfräse zum Erstellen eines Frässchlitzes im Boden, insbesondere zum Durchführen
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit
- einem sich entlang einer Längsachse erstreckenden, gerüstartigen Fräsenrahmen (12)
mit Längsseiten (13, 14, 15, 16),
- zwei Paaren von Fräsrädern (20), welche zum Fräsen des Bodens an einem unteren Ende
des Fräsenrahmens (12) drehbar gelagert und rotierend antreibbar sind, und
- einem am oberen Ende des Fräsenrahmens (12) angeordneten Verbindungsabschnitt (30),
welcher zum Verbinden der Schlitzwandfräse (10) mit einem Tragseil (5) und mit Versorgungsleitungen
(36) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Verbindungsabschnitt (30) ein Drehlager (34) zum Verdrehen des Fräsenrahmens
(12) um die Längsachse um zumindest 90° und ein Gelenk (40) aufweist, wobei die Schlitzwandfräse
(10) ohne Lösen von Versorgungsleitungen (36) durch ein geneigtes Absenken auf den
Boden sowohl auf einer ersten Längsseite (13) des Fräsenrahmens (12) als auch auf
einer zweiten Längsseite (14) des Fräsenrahmens (12) ablegbar ist, welche der ersten
Längsseite (13) gegenüberliegt.
11. Schlitzwandfräse nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gelenk (40) an einem oberen Ende des Fräsenrahmens (12) befestigt ist und mindestens
eine erste Gelenkachse (41) aufweist, um welche der Fräsenrahmen um zumindest 180°
verschwenkbar ist, und
dass das Gelenk (40) mit einem Aufhängeelement (50) verbunden ist, welches lösbar mit
dem Tragseil (5) verbindbar ist.
12. Schlitzwandfräse nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gelenk (40) als ein kardanisches Gelenk mit zwei zueinander rechtwinklig angeordneten
Gelenkachsen (41, 42) ausgebildet ist, welche bei einer aufrechten Position der Schlitzwandfräse
(10) horizontal gerichtet sind.
13. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungsabschnitt (30) einen Schutzkäfig (60) aufweist, welcher die Versorgungsleitungen
(36) und das Gelenk (40) umgibt, und
dass zumindest ein oberer Abschnitt (62) des Schutzkäfigs (60) schwenkbar über mindestens
ein Schwenkgelenk gegenüber dem Fräsenrahmen (12) gelagert ist.
14. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Versorgungsleitungen (36) seitlich zu dem Gelenk (40) verlaufen und sich vorzugsweise
um zumindest 180° um das Gelenk (40) herum winden.
15. Schlitzwandfräse nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräsräder (20) wechselbar, insbesondere austauschbar mit Fräsrädern (20) mit
einer anderen Fräsradbreite, sind und
dass an dem Fräsenrahmen (12) Gleitkufen (17) und/oder Steuerplatten (19) wechselbar,
insbesondere austauschbar mit Gleitkufen (17) beziehungsweise Steuerplatten (19) mit
unterschiedlicher Größe, sind.
16. Fräsvorrichtung mit einem Trägergerät (1) und einer Schlitzwandfräse (10), welche
mittels eines Tragseiles (5) höhenverstellbar an einem Ausleger (4) des Trägergerätes
(1) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlitzwandfräse (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 15 ausgebildet ist.