TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung. Die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
kann beispielsweise Einsatz finden zum Betätigen mindestens einer Fahrzeugtür zum
Öffnen und Schließen einer Fahrzeugtüröffnung, über die Fahrgäste in ein Fahrzeug
einsteigen können und aus diesem aussteigen können. Bei dem Fahrzeug handelt es sich
beispielsweise um einen Omnibus oder ein Schienenfahrzeug.
[0002] Möglich ist, dass die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung Einsatz findet für eine Einzeltür,
durch die die Fahrzeugtüröffnung in der Schließstellung geschlossen ist. Vorzugsweise
handelt es sich bei der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung um eine Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung,
bei der die Fahrzeugtüröffnung durch zwei vorzugsweise gegenläufig zueinander bewegte
Fahrzeugtüren (die dann auch als Türflügel bezeichnet werden können) verschlossen
wird. Im Folgenden wird bevorzugt Bezug genommen auf die Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
als Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung. Es gilt dann jeweils das Entsprechende
für die Ausgestaltung als Fahrzeug-Antriebseinrichtung.
[0003] Ist die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung eine Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung,
umfasst die Erfindung sowohl Fahrzeugtür-Antriebseinrichtungen, bei denen die beiden
Fahrzeugtüren nur gemeinsam gegenläufig in Öffnungs- und Schließrichtung bewegt werden
können, als auch Fahrzeugtür-Antriebseinrichtungen, bei denen (neben einer gemeinsamen
Bewegung der beiden Fahrzeugtüren) auch eine der beiden Fahrzeugtüren einzeln in Öffnungs-
und Schließrichtung bewegbar ist.
[0004] Die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung verfügt über einen Fahrzeugtür-Längsschlitten,
an dem die Fahrzeugtür (unmittelbar oder mittelbar) gehalten oder angelenkt ist, wobei
vorzugsweise die Fahrzeugtür auch an anderer Stelle, insbesondere an einer von einer
Drehsäule verdrehten Schwinge, zusätzlich gehalten oder angelenkt ist. Die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
verfügt über eine Längsführung für den Fahrzeugtür-Längsschlitten, entlang welcher
der Fahrzeugtür-Längsschlitten mittels des Längsaktuators zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung bewegbar ist. Hierbei umfasst die Formulierung, dass eine
Bewegung
"zwischen" einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung erfolgt, eine Bewegung von der Öffnungsstellung
in die Schließstellung und/oder von der Schließstellung in die Öffnungsstellung oder
über einen Teilhub zwischen der Öffnungs- und Schließstellung.
[0005] Der Längsaktuator kann dabei unmittelbar oder mittelbar (unter Zwischenschaltung
beliebiger Antriebsverbindungen, Gelenktriebe oder getrieblicher Verbindungen) die
Längsbewegung der Fahrzeugtür-Längsschlitten erzeugen.
[0006] Ist die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung eine Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung,
kann ein Längsaktuator für die Bewegung beider Fahrzeugtür-Längsschlitten zuständig
sein. Insbesondere für den Fall, dass auch eine einzelne Bewegung nur einer Fahrzeugtür
der beiden Fahrzeugtüren erfolgen soll, können auch zwei Längsaktuatoren vorhanden
sein, über die jeweils ein Fahrzeugtür-Längsschlitten bewegt werden kann.
[0007] Möglich ist im Rahmen der Erfindung, dass mittels der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
die Fahrzeugtür mit einer Längsbewegung (insbesondere parallel zur Fahrzeuglängsachse)
in eine Öffnungsrichtung und eine Schließrichtung bewegt wird, um die Türöffnung,
beispielsweise zum Ein- und Aussteigen von Fahrgästen, freizugeben und zu verschließen.
Wenn gewährleistet werden soll, dass in einer Schließstellung der Fahrzeugtür die
Fahrzeugtür weitestgehend bündig zur Außenkontur des Fahrzeugs angeordnet sind, aber
andererseits auch die Öffnungsbewegung der Fahrzeugtür möglich sein soll unter Vorbeiführung
der Fahrzeugtür an der Außenkontur des Fahrzeugs, kann zusätzlich zu der Längsbewegung
der Fahrzeugtür mittels der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung auch eine Querbewegung
der Fahrzeugtür, insbesondere lateral zur Fahrzeuglängsachse, und/oder eine Veränderung
eines Schwenkwinkels der Fahrzeugtür um eine Fahrzeugtürhochsachse herbeigeführt werden.
STAND DER TECHNIK
[0008] Im Rahmen der Erfindung einsetzbare
- Fahrzeugtür-Antriebseinrichtungen,
- Längsaktuatoren mit einem elektrischen Antrieb oder einem fluidischen Stellzylinder,
- Antriebskinematiken mit Gelenktrieben oder Getrieben,
- Anlenkungen der Fahrzeugtüren an Führungsgestängen und einer Drehsäule,
- Fahrzeugtür-Längsschlitten und
- fluidische Steuerkreise bei Ausgestaltung des Längsaktuators als fluidischer Stellzylinder
sind insbesondere aus den Druckschriften
EP 3 205 801 B1,
EP 2 503 083 B1,
DE 10 2012 103 638 B4,
EP 3 064 696 B1,
EP 2 184 431 A1,
DE 19 946 501 A1,
DE 10 2013 100 004 B3,
DE 10 2013 100 003 A1 bekannt.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
vorzuschlagen, welche insbesondere hinsichtlich
- der kinematischen Freiheitsgrade und/oder
- einer zuverlässigen Gewährleistung der Betriebsstellungen, insbesondere einer Schließstellung,
und/oder
- der Gewährleistung einer Notentriegelung und/oder
- einer kompakten Bauweise
verbessert ist.
LÖSUNG
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den
abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0011] Die vorliegende Erfindung beruht insbesondere auf der Erkenntnis, dass bei einer
Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung von besonderer Bedeutung die zuverlässige Gewährleistung
der Schließstellung der Fahrzeugtür(en) ist. Einerseits ist eine unbeabsichtigte Öffnung
der Fahrzeugtür durch einen Fahrgast, beispielsweise abseits von Haltestellen des
Fahrzeugs oder auch während der Fahrt, zu vermeiden, da dies zu einer Gefährdung der
Fahrgäste führen könnte. Andererseits muss auch vermieden werden, dass während der
Fahrt infolge von Wank-, Nick- oder Gierbewegungen des Fahrzeugs oder infolge von
Vibrationen hervorgerufene mechanische Kräfte oder auch fluidische Kräfte infolge
der Umströmung der Fahrzeugtür(en) zu einer unerwünschten teilweisen Öffnung der Fahrzeugtür(en)
führen können.
[0012] Des Weiteren beruht die Erfindung insbesondere auf der Erkenntnis, dass die bekannten
Maßnahmen zur Sicherung der Schließstellung bei Fahrzeugtür-Antriebseinrichtungen
darin bestehen, dass der Längsaktuator oder die Antriebskinematik zwischen Längsaktuator
und zugeordneter Fahrzeugtür festgesetzt wird. Beispielsweise verfügt ein Aktuator
gemäß
DE 102012 103 638 B4 über eine Verriegelung des Aktuators selbst. Bekannt sind auch Bremsen, die eine
Schließstellung des Aktuators oder eines von dem Aktuator angetriebenen Antriebselements
sichern. Bekannt ist des Weiteren, dass ein als Längsaktuator eingesetzter Elektromotor
ein Haltemoment zur Sicherung der Schließstellung erzeugt. Schließlich kann bei Einsatz
eines fluidischen Längsaktuators zur Sicherung der Schließstellung eine Druckkammer
eines fluidischen Stellzylinders abgesperrt werden.
[0013] Die der Erfindung zugrunde liegenden Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt,
dass diese bekannten Sicherungsmaßnahmen einer Schließstellung einer Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
allein ungenügend sein können oder alternative oder kumulative Sicherungsmaßnahmen
wünschenswert sind. So ist beispielsweise eine fluidische Sicherung einer Betriebsstellung
einer Fahrzeugtür durch Absperrung einer Druckkammer eines fluidischen Stellzylinders
infolge einer fluidischen Leckage in einigen Fällen ungenügend.
[0014] Vor diesem Hintergrund schlägt die Erfindung vor, dass in einer Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung über eine Arretiereinrichtung
mechanisch arretierbar ist. Hierbei wird der Fahrzeugtür-Längsschlitten bei Ausgestaltung
der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung als Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung (insbesondere
unmittelbar) mechanisch mit dem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten, über den die andere
Fahrzeugtür bewegt wird, arretiert. Dient hingegen die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
lediglich dem Antrieb einer Einzeltür, erfolgt eine (insbesondere unmittelbare) Arretierung
des Fahrzeugtür-Längsschlittens über die Arretiereinrichtung mit einer Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung,
bei der es sich beispielsweise um einen Fahrzeugtürrahmen oder eine Vertikalstrebe
eines Fahrzeugtürrahmens handeln kann. Somit wirken Arretierkräfte der Arretiereinrichtung
zwischen den beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten selbst oder zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
und der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung. Hierbei kann die Arretiereinrichtung lediglich
eine Arretierung eines Freiheitgrads in Bewegungsrichtung des Fahrzeugtür-Längsschlittens
entlang der Längsführung arretieren oder auch weitere Freiheitsgrade arretieren. Erfindungsgemäß
findet eine Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung derart Einsatz, dass
der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung so nah an dem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten
oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung angeordnet ist, dass die mechanische Arretierung
zwischen den beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten bzw. zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung möglich ist. Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung ist unter Umständen bei Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
als Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung auch, dass lediglich eine einzige Arretiereinrichtung
für die Arretierung beider Fahrzeugtür-Längsschlitten zuständig ist, womit einerseits
der Bauaufwand und Bauraum reduziert werden können und andererseits die Betriebssicherheit
erhöht werden kann, da nicht möglich ist, dass lediglich ein Fahrzeugtür-Längsschlitten
arretiert ist, während der andere Fahrzeugtür-Längsschlitten im Falle eines Fehlers
nicht arretiert ist.
[0015] Im Rahmen der Erfindung wird unter einer Arretiereinrichtung jede Einrichtung zur
Festsetzung des Fahrzeugtür -Längsschlittens verstanden.
[0016] Hierbei kann die Arretiereinrichtung eine Rasteinrichtung sein, welche infolge einer
Beaufschlagung eines Rastelementes durch eine Federeinrichtung in eine Raststellung
beaufschlagt ist. In der Raststellung ist das Rastelement mit einem Gegen-Rastelement
des anderen Fahrzeugtür-Längsschlittens oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung verrastet.
Eine derartige Verrastung der Rasteinrichtung kann unter Umständen gelöst werden,
indem auf die Fahrzeugtür oder an dem an die Fahrzeugtür angelenkten Fahrzeugtür-Längsschlitten
eine eine vorbestimmte Sicherungskraft überschreitende Öffnungskraft aufgebracht wird,
die an dem Rastelement eine Entrastkraft erzeugt, die das Rastelement entgegen der
Beaufschlagung durch das Federelement aus der Raststellung bewegt. Die Geometrie der
Rastverbindung und die Vorspannung der Rastfeder und die Federsteifigkeit derselben
bestimmen dann die Sicherungskraft der Rasteinrichtung in der Schließstellung, mit
deren Überschreiten gezielt ein Verlassen der Schließstellung ermöglicht werden kann.
[0017] Vorzugsweise ist die Arretiereinrichtung aber als Verriegelungseinrichtung ausgebildet,
bei der beispielsweise ein Verriegelungselement eines Fahrzeugtür-Längsschlittens
mit einem Gegen-Verriegelungselement des anderen Fahrzeugtür-Längsschlittens oder
der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung eine Verriegelungsstellung einnimmt, in der das
Verriegelungselement und das Gegen-Verriegelungselement nicht durch reine Aufbringung
von Kräften auf den Fahrzeugtür-Längsschlitten in Längsrichtung entriegelt werden
können, sondern lediglich durch eine separat herbeigeführte Bewegung des Verriegelungselements,
um das Verriegelungselement außer Eingriff mit dem Gegen-Verriegelungselement zu bringen.
[0018] Möglich ist, dass eine Betätigung der Arretiereinrichtung, also eine Herbeiführung
einer Arretierung und/oder ein Lösen der Arretierung, mittels eines separaten Betätigungskreises
und mittels eines Aktuators erfolgen kann, beispielsweise eines elektrischen Kreises
mit einem elektrischen Aktuator oder eines fluidischen Betätigungskreises mit einem
fluidischen Aktuator, wobei als elektrische oder fluidische Leistungsquelle dann auch
die elektrische oder fluidische Leistungsquelle für den Längsaktuator verwendet werden
kann.
[0019] Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung erfolgt die Betätigung der Arretiereinrichtung
bewegungsgesteuert durch die Bewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens oder eines Kopplungsschlittens.
Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass zuverlässig ausgeschlossen ist, dass eine
Arretierung oder ein Lösen der Arretierung erfolgt, wenn der Fahrzeugtür-Längsschlitten
oder der Kopplungsschlitten nicht an der gewünschten Stellung ist. Des Weiteren kann
die Antriebsbewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens oder des Kopplungsschlittens
(unmittelbar oder mittelbar) für die Betätigung der Arretiereinrichtung genutzt werden,
was das Erfordernis einer zusätzlichen Energiequelle, eines zusätzlichen Aktuators
und/oder einer zusätzlichen Betätigungskinematik entbehrlich machen kann.
[0020] Für einen Vorschlag der Erfindung ist der Längsaktuator nicht so mit dem zugeordneten
Fahrzeugtür-Längsschlitten gekoppelt, dass der Stellhub des Längsaktuators immer antriebsfest
mit der Bewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens gekoppelt ist. Vielmehr treibt der
Längsaktuator den zugeordneten Fahrzeugtür-Längsschlitten über einen Kopplungsschlitten
an, wobei in diesem Fall der Kopplungsschlitten vorzugsweise immer antriebsfest mit
dem Längsaktuator verbunden ist, sodass die Bewegungen des Kopplungsschlittens und
des Längsaktuators über eine feste Antriebskinematik miteinander korrelieren. In diesem
Fall führt der Kopplungsschlitten einen Kopplungsschlittenhub aus, der zwei unterschiedliche
Teilhübe aufweist, nämlich einen Türbewegungs-Teilhub und einen Arretier-Teilhub.
In dem Türbewegungs-Teilhub ist der Kopplungsschlitten mit dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
antriebsfest verbunden, sodass in dem Türbewegungs-Teilhub der Kopplungsschlitten
und der Fahrzeugtür-Längsschlitten gemeinsam bewegt werden. Über den Türbewegungs-Teilhub
erfolgt vorzugsweise die Bewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens zwischen der Öffnungsstellung
der Fahrzeugtür und der Schließstellung der Fahrzeugtür. Hingegen ist in dem Arretier-Teilhub
der Kopplungsschlitten von dem Fahrzeugtür-Längsschlitten entkoppelt, sodass der Kopplungsschlitten
und der Fahrzeugtür-Längsschlitten eine Relativbewegung ausführen können. Befindet
sich am schließrichtungsseitigen Ende des Türbewegungs-Teilhubs die Fahrzeugtür bereits
in der Schließstellung, kann somit der Kopplungsschlitten in dem Arretier-Teilhub
durch den Längsaktuator weiterbewegt werden, ohne dass sich die Betriebsstellung der
Fahrzeugtür und damit des Fahrzeugtür-Längsschlittens verändert. In dem Arretier-Teilhub
kann sich der Kopplungsschlitten von der Betriebsstellung im Übergangsbereich von
dem Türbewegungs-Teilhub zu dem Arretier-Teilhub, in der die Arretiereinrichtung nicht
arretiert ist, in eine Betriebsstellung am schließrichtungsseitigen Ende des Arretier-Teilhubs
bewegen, in der die Arretiereinrichtung arretiert ist. Hierbei kann die Bewegung des
Kopplungsschlittens und die von dem Längsaktuator auf den Kopplungsschlitten übertragene
Kraft genutzt werden, um die Arretiereinrichtung zu betätigen für ein Umschalten von
der nicht arretierten in die arretierte Betriebsstellung. Das Vorstehende kann (alternativ
oder kumulativ) umgekehrt auch für das Durchlaufen des Arretier-Teilhubs in die umgekehrte
Bewegungsrichtung gelten, indem somit der Längsaktuator in Öffnungsrichtung bewegt
wird und nach dem Durchlaufen des Arretier-Teilhubs der Übergang zu dem Türbewegungs-Teilhub
erfolgt, womit die Arretiereinrichtung in die nicht arretierte Betriebsstellung überführt
wird und dann mindestens eine Fahrzeugtür geöffnet wird.
[0021] Wie zuvor erläutert wurde, wird in dem Türbewegungs-Teilhub vorzugsweise eine antriebsfeste
Verbindung zwischen dem Kopplungsschlitten und dem Fahrzeugtür-Längsschlitten bereitgestellt,
damit der Längsaktuator die Fahrzeugtür bewegen kann, während die antriebsfeste Verbindung
in dem Arretier-Teilhub gelöst wird, um die Relativbewegung des Kopplungsschlittens
gegenüber dem Fahrzeugtür-Längsschlitten zu ermöglichen. Dies kann durch beliebige
Maßnahmen, Arretiereinrichtungen, Rasteinrichtungen oder Verriegelungseinrichtungen
erfolgen, die auch mittels eines separaten Aktuators betätigt werden können.
[0022] Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung sind der Fahrzeugtür-Längsschlitten
und der Kopplungsschlitten über eine Kopplungseinheit miteinander verbunden. Die Kopplungseinheit
ist in dem Türbewegungs-Teilhub in einer Koppel-Betriebsstellung. In dieser Koppelbetriebsstellung
verbindet die Kopplungseinheit den Fahrzeugtür-Längsschlitten und den Kopplungsschlitten
antriebsfest miteinander. Dies hat zur Folge, dass der Fahrzeugtür-Längsschlitten
und der Kopplungsschlitten keine Relativbewegung (zumindest in Längsrichtung) ausführen
können. Hingegen ist die Kopplungseinheit in dem Arretier-Teilhub in einer Löse-Betriebsstellung.
In der Löse-Betriebsstellung verbindet die Kopplungseinheit den Fahrzeugtür-Längsschlitten
und den Kopplungsschlitten nicht antriebsfest miteinander. Dies hat zur Folge, dass
der Fahrzeugtür-Längsschlitten und der Kopplungsschlitten eine Relativbewegung ausführen
können. In diesem Fall wird die Kopplungseinheit bewegungsgesteuert durch die Bewegung
des Kopplungsschlittens zwischen der Koppel-Betriebsstellung und der Löse-Betriebsstellung
bewegt. Diese Bewegungssteuerung stellt eine besonders einfache Möglichkeit für die
Änderung der Betriebsstellung der Kopplungseinheit bereit. Andererseits gewährleistet
die Bewegungssteuerung zuverlässig, dass die Änderung der Betriebsstellung der Kopplungseinheit
zuverlässig nur dann erfolgt, wenn die dafür erforderliche Betriebsstellung des Kopplungsschlittens
und/oder mindestens eines Fahrzeugtür-Längsschlittens erreicht ist. Um lediglich ein
Beispiel zu nennen, kann bei Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung als
Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung zwischen den beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten
dann, wenn ein Übergang von dem Türbewegungs-Teilhub zu dem Arretier-Teilhub erfolgt,
ein mechanischer Kontakt ausgebildet werden, wobei dann über diesen mechanischen Kontakt
eine Kontaktkraft erzeugt wird, die zum Umschalten der Kopplungseinheit genutzt werden
kann. Möglich ist alternativ, dass der von dem Längsaktuator angetriebene Fahrzeugtür-Längsschlitten
mit dem Erreichen des Übergangs einen mechanischen Kontakt mit einem Anschlag eines
anderweitigen Abstütz- oder Kontaktkörpers ausbildet, wobei der Abstütz- oder Kontaktkörper
auch von einer Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung ausgebildet oder gehalten sein kann.
[0023] Für einen Vorschlag der Erfindung weist die Arretiereinrichtung ein Arretierelement
und ein Gegen-Arretierelement auf. Handelt es sich bei der Arretiereinrichtung um
eine Rasteinrichtung, ist das Arretierelement ein Rastelement und das Gegen-Arretierelement
ein Gegen-Rastelement. Ist hingegen die Arretiereinrichtung eine Verriegelungseinrichtung,
ist das Arretierelement ein Verriegelungselement und das Gegen-Arretierelement ein
Gegen-Verriegelungselement. Für diesen Vorschlag ist das Arretierelement bewegbar
an einem Fahrzeugtür-Längsschlitten gelagert oder geführt. Hingegen ist das Gegen-Arretierelement
an dem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung fixiert.
Das Arretierelement kann dann durch eine Relativbewegung des Kopplungsschlittens gegenüber
dem Fahrzeugtür-Längsschlitten oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung, also durch
eine Bewegungssteuerung, zwischen einer arretierten Betriebsstellung und einer nicht
arretierten Betriebsstellung bewegt werden (also von der arretierten Betriebsstellung
in die nicht arretierte Betriebsstellung und/oder von der nicht arretierten Betriebsstellung
in die arretierte Betriebsstellung). In der arretierten Betriebsstellung bilden das
Arretierelement und das Gegen-Arretierelement eine Arretierverbindung zwischen den
beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten oder zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und
der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung aus.
[0024] Möglich ist für diesen Vorschlag, dass das Arretierelement mittels einer Arretierfeder
in Richtung der arretierten Betriebsstellung beaufschlagt ist. In diesem Fall kann
das Arretierelement über den Kopplungsschlitten in dem Türbewegungs-Teilhub in der
nicht arretierten Betriebsstellung gehalten werden, womit die Wirkung der Arretierfeder
blockiert ist. Wird dann der Kopplungsschlitten über den Arretier-Teilhub bewegt,
wird das Arretierelement von dem Kopplungsschlitten freigegeben, womit die Arretierfeder
das Arretierelement in die arretierte Betriebsstellung bewegen kann, womit die Arretierverbindung
zwischen den beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten geschaffen wird. Möglich ist somit
im Rahmen der Erfindung auch, dass die Betätigung der Arretiereinrichtung darin besteht,
dass das Arretierelement der Arretiereinrichtung freigegeben wird, womit eine Arretierfeder
das Arretierfeder in die arretierten Betriebsstellung bewegen kann.
[0025] Soll die Arretierverbindung wieder gelöst werden, kann dies durch Bewegung des Kopplungsschlittens
mittels des Längsaktuators über den Arretier-Teilhub in Öffnungsrichtung herbeigeführt
werden. In diesem Fall kann das Arretierelement von der Bewegung des Kopplungsschlittens
über den Arretier-Teilhub in Öffnungsrichtung entgegen der Beaufschlagung durch die
Arretierfeder wieder zurück von der arretierten Betriebsstellung in die nicht arretierte
Betriebsstellung bewegt werden. Auch diese Bewegung des Arretierelement kann somit
bewegungsgesteuert herbeigeführt werden und mittels des Längsaktuators veranlasst
werden.
[0026] Für die Ausgestaltung des Längsaktuators und der Antriebsverbindung des Längsaktuators
mit dem Kopplungsschlitten gibt es vielfältige, grundsätzlich aus dem Stand der Technik
bekannte Möglichkeiten. Für eine Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
ist der Kopplungsschlitten über einen Spindeltrieb angetrieben, wobei dann der Kopplungsschlitten
eine Spindelmutter des Spindeltriebs aufweisen kann und sich eine Spindelwelle des
Spindeltriebs in Längsrichtung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung erstrecken kann,
wobei die Spindelwelle mittels eines als elektrischer Drehantrieb ausgebildeten Längsaktuators
mit einer verdrehten Abtriebswelle (unter Umständen auch unter Zwischenschaltung einer
über- oder untersetzenden Getriebes) angetrieben ist.
[0027] Für eine besondere Ausführungsform ist die Längsführung zur Führung des Fahrzeugtür-Längsschlittens
an einem Querführungsschlitten gehalten, der verschieblich an einer Querführung geführt
ist, wobei vorzugsweise die Längsführung über zwei Querführungsschlitten an zwei Querführungen
geführt ist. Durch eine Bewegung des Querführungsschlittens entlang der Querführung
kann bewirkt werden, dass sich die Längsführung, der Fahrzeugtür-Längsschlitten und
der Anlenkpunkt der Fahrzeugtür an denselben in Richtung der Fahrzeugquerachse bewegen
und/oder eine Schrägstellung derselben mit einer geringfügigen Verdrehung um die Fahrzeughochachse
erfolgt, was vorteilhaft ist, um die Fahrzeugtür von einer Schließstellung, in der
die Fahrzeugtür bündig zur Außenkontur des Fahrzeugs angeordnet ist, während der Öffnungsbewegung
an der Außenkontur des Fahrzeugs vorbeizuführen.
[0028] Für diesen Vorschlag wird vorzugsweise eine Bewegung des Querführungsschlittens entlang
der Querführung über einen Kniehebeltrieb herbeigeführt. Mittels eines derartigen
Kniehebeltriebs kann das Übersetzungsverhältnis eines Kniehebeltriebs vorteilhaft
genutzt werden, um beispielsweise im Umgebungsbereich der Strecklage des Kniehebeltriebs
(Kniewinkel ungefähr 0° oder ungefähr 180°) eine große Schließkraft und/oder eine
steife Abstützung in der Schließstellung zu gewährleisten. Möglich ist sogar, dass
unter Ausnutzung einer Elastizität eine geringfügig überstreckte Lage des Kniehebeltriebs
genutzt wird, um eine Schließstellung der Fahrzeugtür zu sichern.
[0029] In diesem Fall kann der Kniehebeltrieb auf beliebige Weise angetrieben werden, wozu
auch ein separater Antrieb Einsatz finden kann. Vorzugsweise erfolgt die Betätigung
des Kniehebeltriebs und damit die Bewegung des Querführungsschlittens entlang der
Querführung bewegungsgesteuert durch die Bewegung des Kopplungsschlittens. Auf diese
Weise kann mittels des Längsaktuators, der die Bewegung des Kopplungsschlittens erzeugt,
eine weitere Funktion erfüllt werden. Des Weiteren ist eine derartige Bewegungssteuerung
der Querbewegung besonders zuverlässig, da mit der Bewegungssteuerung die gewünschte
Korrelation der Längsbewegung mit der Querbewegung gewährleistet werden kann.
[0030] Die zuvor genannte Bewegungssteuerung für die Betätigung des Kniehebeltriebs kann
auf beliebige Weise gewährleistet werden. Für eine Ausgestaltung ist ein Kniehebel
des Kniehebeltriebs drehfest mit einer Wendelwelle gekoppelt. Die Wendelwelle weist
eine Wendelfläche auf. Die Wendelfläche erstreckt sich zumindest in einem Längsabschnitt
der Wendelwelle wendelförmig um die Wendelwelle. An der Wendelfläche liegt ein Mitnehmer
des Kopplungsschlittens an. Bewegt sich der Kopplungsschlitten und damit der Mitnehmer
in Längsrichtung, bewegt sich der Mitnehmer entlang der Wendelwelle und der Wendelfläche.
Infolge der Wendelung der Wendelfläche wird die Antriebsbewegung des Kopplungsschlittens
umgewandelt in eine Drehbewegung der Wendelwelle. Infolge der drehfesten Kopplung
der Wendelwelle mit einem Kniehebel des Kniehebeltriebs kann dann die Drehbewegung
des Kniehebels und damit die Betätigung des Kniehebeltriebs erfolgen. Vorzugsweise
ist die Wendelwelle starr mit dem Kniehebel des Kniehebeltriebs gekoppelt. Die Wendelfläche
kann bspw. von einer gewendelten radialen Rippe, einem gewendelten Vorsprung oder
einer gewendelten Stufe oder einer Wendelnnut ausgebildet sein. Vorzugsweise weist
die Wendelwelle gegenüberliegende Wendelflächen auf, beispielsweise die Seitenflächen
einer Wendelnut, womit eine Betätigung des Kniehebeltriebs in beide Richtungen mittels
der Wendelwelle möglich ist. Des Weiteren ist möglich, dass mehrere Mitnehmer und
zugeordnete Wendelflächen oder Wendelnuten vorhanden sind, womit die über die Verbindung
zwischen den Mitnehmern und den Wendelflächen oder Wendelnuten übertragenen Antriebskräfte
und damit die Beanspruchungen reduziert werden können.
[0031] Für die Gestaltung der Wendelfläche oder einer Wendelnut an der Wendelwelle gibt
es vielfältige Möglichkeiten mit beliebigen Verläufen der Wendelfläche. Möglich ist,
dass die Wendelfläche in unterschiedlichen Längsabschnitten der Wendelwelle unterschiedliche
Winkel der Wendelung aufweist. Vorzugsweise ist die Wendelfläche in dem Längsabschnitt
der Wendelwelle, in dem sich der Mitnehmer in einem Großteil des Türbewegungs-Teilhubs
befindet, ungewendelt ausgebildet. In dem Endbereich des Türbewegungs-Teilhubs, in
dem eine Annäherung an den Arretier-Teilhub and damit an die Schließstellung der Fahrzeugtür
erfolgt, ist die Wendelfläche gewendelt, um die erforderliche Querbewegung herbeizuführen.
Es kann somit in dem Türbewegungs-Teilhub einen ungewendelten und einen gewendelten
Längsabschnitt der Wendelwelle geben. Die Wendelfläche der Wendelwelle ist in dem
Längsabschnitt, in dem der Mitnehmer des Kopplungsschlittens in dem Arretier-Teilhub
angeordnet ist, ungewendelt ausgebildet. Möglich ist somit, dass die Wendelwelle in
der folgenden Reihenfolge
- einen ersten ungewendelten Längsabschnitt aufweist, in dem der Mitnehmer in dem Arretier-Teilhub
bewegt wird,
- einen gewendelten Längsabschnitt aufweist, in dem in dem Türbewegungs-Teilhub die
Querbewegung herbeigeführt wird, und
- einen nicht gewendelten Längsabschnitt aufweist, in dem in dem Türbewegungs-Teilhub
die Öffnungs- oder Schließbewegung der Fahrzeugtür parallel zur Längsachse erfolgt.
[0032] Möglich ist, dass an der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung eine fluidische Notentriegelung
gewährleistet werden soll, was insbesondere dann der Fall ist, wenn der Längsaktuator
als elektrischer Drehantrieb ausgebildet ist, gegebenenfalls mit dem Antrieb mindestens
einen Fahrzeugtür-Längsschlittens über einen Spindeltrieb. Bei einem elektrischen
Leistungseinbruch wäre ohne Notentriegelung eine Öffnung der Fahrzeugtür nicht möglich.
Die Erfindung schlägt vor, dass ein fluidischer Notentriegelungszylinder vorhanden
ist, bei dem es sich vorzugsweise um einen Pneumatikzylinder handelt. Mittels des
fluidischen Notentriegelungszylinders kann der Kopplungsschlitten (vorzugsweise von
der Endstellung, in der die Arretiereinrichtung arretiert ist, über den Arretier-Teilhub
und einen Teil des Türbewegungs-Teilhubs) in Öffnungsrichtung bewegt werden. Führt
der fluidische Notentriegelungszylinder die Bewegung des Kopplungsschlittens über
den Arretier-Teilhub herbei, führt dies dazu, dass die Arretiereinrichtung von der
arretierten Stellung in die nicht arretierte Stellung überführt wird, womit die Arretierverbindung
zwischen den Fahrzeugtür-Längsschlitten gelöst wird. Hieran anschließend führt dann
der fluidische Notentriegelungszylinder die Bewegung des Kopplungsschlittens über
einen Teil des Türbewegungs-Teilhubs herbei, womit eine geringfügige Öffnung der beiden
Fahrzeugtüren erfolgt, sodass sich zwischen den Fahrzeugtüren ein Spalt bildet. In
diesen Spalt kann dann ein Fahrgast in dem Fahrzeug oder eine Person außerhalb des
Fahrzeugs eingreifen und dann die Fahrzeugtür durch manuelle Öffnungskräfte öffnen,
mit welchen ein "Überdrücken" des Längsaktuators in Öffnungsrichtung erfolgt.
[0033] Der fluidische Notentriegelungszylinder kann auf beliebige Weise an dem Fahrzeug
abgestützt sein. Für einen Vorschlag der Erfindung ist der fluidische Notentriegelungszylinder
an den beiden Querführungsschlitten der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung gehalten,
sodass der fluidische Notentriegelungszylinder auch mit den Querführungsschlitten
in Querrichtung bewegt wird. In diesem Fall sind die beiden Querführungsschlitten
über mindestens eine Verbindungsstrebe miteinander verbunden, an der dann der fluidische
Notentriegelungszylinder gehalten werden kann.
[0034] Für einen besonderen Vorschlag ist über diese (mindestens eine) Verbindungsstrebe
zwischen den beiden Querführungsschlitten eine Baueinheit gehalten, die einerseits
den fluidischen Notentriegelungszylinder aufweist. Andererseits beinhaltet diese Baueinheit
eine Lagerung der Spindel des Spindeltriebs, wobei in diesem Fall vorzugsweise die
Baueinheit und damit der fluidische Notentriegelungszylinder und die Lagerung der
Spindel auf der Seite der Spindelmutter des Spindeltriebs angeordnet sind, die dem
Ende der Spindel, welches von dem Längsaktuator angetrieben wird, abgewandt ist.
[0035] Wie oben erläutert können bei Ausgestaltung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung als
Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung die beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten gemeinsam
von einem Längsaktuator oder einzeln jeweils über einen Längsaktuator angetrieben
sein mit beliebiger Ausgestaltung des mindestens einen Längsaktuators und einer Antriebsverbindung
zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und dem Längsaktuator. Für einen Vorschlag
der Erfindung sind die Fahrzeugtür-Längsschlitten über einen Riementrieb miteinander
gekoppelt, wobei der Riementrieb einerseits gewährleistet, dass die Fahrzeugtür-Längsschlitten
dieselben Bewegungen ausführen und somit gleichzeitig die Öffnungs- und Schließstellungen
erreichen. Andererseits ermöglicht der Einsatz eines die Fahrzeugtür-Längsschlitten
koppelnden Riementriebs den gemeinsamen Antrieb beider Fahrzeugtür-Längsschlitten
über einen einzigen Längsaktuator. Schließlich kann mittels des Riementriebs durch
geeignete Umlenkung auf einfache Weise gewährleistet werden, dass sich die beiden
Fahrzeugtür-Längsschlitten gegenläufig in Öffnungs- und Schließrichtung bewegen.
[0036] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0037] Die in der Beschreibung genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer
Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung
kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt
werden müssen.
[0038] Hinsichtlich des Offenbarungsgehalts - nicht des Schutzbereichs - der ursprünglichen
Anmeldungsunterlagen und des Patents gilt Folgendes: Weitere Merkmale sind den Zeichnungen
- insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer
Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung - zu entnehmen.
Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder
von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten
Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft
auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren
Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher
Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen aufgeführte
Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen, was aber nicht für
die unabhängigen Patentansprüche des erteilten Patents gilt.
[0039] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist
dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden
sind. Die in den Patentansprüchen angeführten Merkmale können durch weitere Merkmale
ergänzt werden oder die einzigen Merkmale sein, die der Gegenstand des jeweiligen
Patentanspruchs aufweist.
[0040] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0041] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt einen Teil einer Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer räumlichen Ansicht
schräg von oben und vorne, wobei sich ein Fahrzeugtür-Längsschlitten in einer teilweise
geöffneten Betriebsstellung befindet.
- Fig. 2
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung gemäß Fig. 1 in einer räumlichen Ansicht
schräg von oben und hinten.
- Fig. 3
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer Fig. 1 entsprechenden Darstellung,
wobei sich ein Kopplungsschlitten am Übergang von einem Türbewegungs-Teilhub zu einem
Arretier-Teilhub befindet, sich der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung
befindet und eine Arretiereinrichtung in einer nicht arretierten Betriebsstellung
ist.
- Fig. 4
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer Fig. 1 und 3 entsprechenden Ansicht,
wobei sich der Kopplungsschlitten am Ende des Arretier-Teilhubs befindet, sich der
Fahrzeugtür-Längsschlitten in einer Schließstellung befindet und die Arretiereinrichtung
in einer arretierten Betriebsstellung ist.
- Fig. 5
- zeigt in einer räumlichen Ansicht ein geschnittenes Detail der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
im Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens und des Kopplungsschlittens, wobei sich
der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung befindet, sich der Kopplungsschlitten
an dem Übergang vom Türbewegungs-Teilhub zum Arretier-Teilhub befindet und eine Kopplungseinheit
zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und dem Kopplungsschlitten in einer Koppel-Betriebsstellung
ist.
- Fig. 6
- zeigt ein Detail der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer räumlichen Ansicht von
hinten gemäß Fig. 2 im Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens und das Kopplungsschlittens,
wobei sich der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung befindet, sich der
Kopplungsschlitten an dem Übergang vom Türbewegungs-Teilhub zum Arretier-Teilhub befindet,
eine Kopplungseinheit zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und dem Kopplungsschlitten
in der Koppel-Betriebsstellung ist und die Arretiereinrichtung in der nicht arretierten
Betriebsstellung ist.
- Fig. 7
- zeigt eine rückseitige Ansicht der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer Betriebsstellung
gemäß Fig. 6 in teilgeschnittener Darstellung im Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens
und des Kopplungsschlittens.
- Fig. 8
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung im Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens
und des Kopplungsschlittens in einer teilgeschnittenen räumlichen Ansicht gemäß Fig.
5, wobei sich der Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung befindet, sich
der Kopplungsschlitten am schließrichtungsseitigen Ende des Arretier-Teilhubs befindet
und die Kopplungseinheit zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und dem Kopplungsschlitten
in der Löse-Betriebsstellung ist.
- Fig. 9
- zeigt eine Fig. 6 entsprechende Darstellung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung im
Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens und des Kopplungsschlittens, wobei sich der
Fahrzeugtür-Längsschlitten in der Schließstellung befindet, sich der Kopplungsschlitten
an dem schließrichtungsseitigen Ende des Arretier-Teilhubs befindet, die Kopplungseinheit
zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten und dem Kopplungsschlitten in der Löse-Betriebsstellung
ist und die Arretiereinrichtung in der arretierten Betriebsstellung ist.
- Fig. 10
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer Betriebsstellung gemäß Fig. 9 im
Bereich des Fahrzeugtür-Längsschlittens und des Kopplungsschlittens in einer Fig.
7 entsprechenden teilgeschnittenen Ansicht.
- Fig. 11
- zeigt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung in einer räumlichen Darstellung, wobei die
Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung im Bereich des Kopplungsschlittens in einer Querebene
geschnitten ist bei Blickrichtung schräg von oben auf die Schnittebene.
FIGUREN BESCHREIBUNG
[0042] Eine Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1, die als Fahrzeug Doppeltür-Antriebseinrichtung
67 ausgebildet ist, ist in den Figuren dargestellt und im Folgenden beschrieben. Das
Entsprechende gilt dann für eine Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1, die lediglich
für die Bewegung einer Einzeltür dient.
[0043] In den Figuren kennzeichnet eine Richtung x eine Längsrichtung der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
1, welche grundsätzlich mit der Längsrichtung des Fahrzeugs korreliert. In die Längsrichtung
erfolgt eine gegenläufige Schließbewegung der Fahrzeugtüren aufeinander zu zum Schließen
der Fahrzeugtüren und eine gegenläufige Öffnungsbewegung der Fahrzeugtüren voneinander
weg zum Öffnen der Fahrzeugtüren. Soll eine Schrägstellung der Fahrzeugtür erfolgen,
um ein Vorbeiführen der Fahrzeugtür auch bei Öffnung lediglich einer der beiden Fahrzeugtüren
an der Außenkontur des Fahrzeugs zu ermöglichen, erfolgt eine Verdrehung der Längsrichtung
x um die Fahrzeughochsachse z um einen kleinen Winkel. Die Querrichtung des Fahrzeugs
ist in den Figuren mit y gekennzeichnet.
[0044] In den Figuren ist lediglich ein Teil oder eine Hälfte einer Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
1 dargestellt. Die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1 weist eine Querführungsstange
2 auf, die in einem Endbereiche einen Befestigungsbereich 3 aufweist und an deren
anderem Endbereich eine Aufhängung 4 befestigt ist. Die Befestigung der Führungsstange
2 und damit der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1 an dem Fahrzeug erfolgt dadurch,
dass der Befestigungsbereich 3 und ein Lagerauge 5 der Aufhängung 4 an einem Chassis
oder Rahmen des Fahrzeugs befestigt oder angelenkt sind. Die Befestigungen oder Anlenkungen
weisen Einstell- und Ausgleichseinrichtungen auf, um eine individuelle Einpassung
der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1 in das Fahrzeug und die Türöffnung desselben
zu ermöglichen und die erforderliche Ausgleichsbewegungen während der Veränderung
der Betriebsstellungen der Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1 zu ermöglichen. Die Querführungsstange
2 bildet eine Querführung 6, entlang welcher ein Querführungsschlitten 7 in y-Richtung
verschieblich geführt ist. In den Figuren ist lediglich eine rechte Querführungseinheit
mit der Querführungsstange 2 und dem Querführungsschlitten 7 dargestellt. Entsprechend
verfügt die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung 1 über eine linke Querführungseinheit
mit einer Querführungsstange 2 und einem Querführungsschlitten 7.
[0045] Der rechte und linke Querführungsschlitten 7 sind einerseits über zwei parallele
und in derselben Horizontalebene angeordnete Längsführungen 8, 9 miteinander verbunden,
die hier als Längsführungsrohre 10 ausgebildet sind. Des Weiteren sind der rechte
und linke Querführungsschlitten 7 über zwei in Längsrichtung x orientierte und parallele
Verbindungsstreben 11 miteinander verbunden, die in derselben Horizontalebene angeordnet
sind, die oberhalb der Horizontalebene angeordnet ist, in der sich die Längsführungen
8, 9 erstrecken. Infolge dieser Kopplungen der beiden Querführungsschlitten 7 bewegen
sich die Querführungsschlitten 7 mit den Längsführungen 8, 9 und den Verbindungsstreben
11 als eine Einheit bei einer Bewegung in Querrichtung y.
[0046] Die Längsführung 8 führt einen Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 in Längsrichtung x.
Zu diesem Zweck verfügt der Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 für das dargestellte Ausführungsbeispiel
über eine Lagerbuchse 13, welche mittels eines Wälzlagers oder Wälzkörperumlaufgetriebes
oder einer Gleitführung auf dem Längsführungsrohr 10 geführt ist. Entsprechend ist
an der Längsführung 9 ein Fahrzeugtür-Längsschlitten 14 verschieblich in Längsrichtung
x geführt.
[0047] An dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 ist eine rechte Fahrzeugtür über hier nicht
dargestellte Kopplungsmittel angelenkt, was vorzugsweise in dem Längsbereich der Fahrzeugtür
erfolgt, der der anderen Fahrzeugtür zugewandt ist. Die Fahrzeugtür ist zusätzlich
in dem anderen Endbereich in Längsrichtung über hier nicht dargestellte Kopplungsmittel
an einer Drehsäule der Doppelfahrzeug-Antriebseinrichtung 1 angelenkt. Entsprechend
ist an dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 14 die andere Fahrzeugtür angelenkt.
[0048] An dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 ist verschieblich in Längsrichtung x über eine
Kopplungsführung 15 ein Kopplungsschlitten 16 geführt. Für das dargestellte Ausführungsbeispiel
ist die Kopplungsführung 15 mit einem von dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 gehaltenen
Führungsbolzen 17 gebildet, der sich in Längsrichtung x erstreckt und in einem Lagerauge
18 des Kopplungsschlittens 16 unter Ausbildung einer Gleitführung aufgenommen ist.
[0049] Wie insbesondere in Fig. 5 zu erkennen ist, ist der Freiheitsgrad des Kopplungsschlittens
16 in Längsrichtung x gegenüber dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 durch eine Kopplungseinheit
19 arretierbar. Die Kopplungseinheit 19 weist ein Koppelelement 20 auf, welches hier
als quer zu Längsachse des Führungsbolzens 17 verschieblich geführter Koppelstift
mit abgerundeten oder halbkugelförmigen Endbereichen ausgebildet ist. Der Führungsbolzen
17 bildet ein Gegen-Koppelelement 21 aus, welches als Vertiefung oder umlaufende Koppelnut
22 ausgebildet ist. Die Kontur der Koppelnut 22 ist dabei angepasst an die zugewandte
Kontur des Koppelelements 20. In dem der Koppelnut 22 abgewandten Endbereich ist das
Koppelelement 20 abgestützt an einem Entkoppelelement 23, hier an einer Umfangsfläche
einer Entkoppelstange 24, die sich in Längsrichtung x erstreckt. Das Entkoppelelement
23 ist in Richtung der Längsachse x verschieblich gegen die Beaufschlagung einer Koppelfeder
64 an dem Kopplungsschlitten 16 gelagert. Wird eine Kraft in Längsrichtung x auf das
Entkoppelelement 23 aufgebracht, wird das Entkoppelelement 23 gegenüber dem Kopplungsschlitten
16 und dem Koppelelement 22 unter Erhöhung der Beaufschlagung der Koppelfeder 64 verschoben,
womit das Koppelelement 20 in den Bereich einer Vertiefung 25 das Entkoppelelements
23 gelangt, womit die rückseitige Abstützung des Koppelelements 22 entfällt. Infolge
der geneigten Begrenzung der Koppelnut 22 kann eine zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
12 und dem Kopplungsschlitten 16 wirkende Längskraft dazu führen, dass das Koppelelement
20 aus der Koppelnut 22 austritt, womit die Kopplungseinheit 19 von der Koppel-Betriebsstellung
in die Löse-Betriebsstellung überführt wird, sodass der Verschiebe-Freiheitsgrad zwischen
dem Kopplungsschlitten 16 und dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 freigegeben wird.
[0050] In Längsrichtung x erstreckt sich eine Spindel 26, die mit einer von dem Kopplungsschlitten
16 getragenen Spindelmutter 27 kämmt, womit ein Spindeltrieb 28 gebildet ist.
[0051] Der Kopplungsschlitten 16 wird in Längsrichtung x mittels eines Längsaktuators 29
in Öffnungs- und Schließrichtung bewegt. Für die dargestellte Ausführungsform ist
der Längsaktuator 29 als elektrischer Drehantrieb 30 ausgebildet, der an dem Querführungsschlitten
7 gehalten ist und (unter Zwischenschaltung eines Getriebes) die Spindel 26 antreibt.
[0052] Der Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 verfügt über ein Arretierelement 31, welcher zwischen
einer arretierten Betriebsstellung und einer nicht arretierten Betriebsstellung bewegbar
ist. Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist das Arretierelement 31 als Verriegelungshebel
32 ausgebildet, der mittels eines Schwenkzapfens 33 verschwenkbar an dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
12 gelagert ist. Mittels eines federbeaufschlagten Stößels 34 wird der Verriegelungshebel
32 in die arretierte Betriebsstellung beaufschlagt. Der andere Fahrzeugtür-Längsschlitten
14 verfügt über ein Gegen-Arretierelement 35, welches hier als Gegen-Arretierbolzen
36 ausgebildet ist. In der arretierten Stellung des Verriegelungshebels 32 hintergreift
ein Arretierhaken 37 des Verriegelungshebels 32 den Gegen-Arretierbolzen 36, womit
eine Arretierverbindung 38 geschaffen ist. Auf diese Weise ist mit dem Arretierelement
31 des Fahrzeugtür-Längsschlittens 12 und dem Gegen-Arretierelement 35 des Fahrzeugtür-Längsschlittens
14 eine Arretiereinrichtung 39 zur Arretierung der Fahrzeugtür-Längsschlitten 12,
14 miteinander bereitgestellt.
[0053] In der nicht arretierten Betriebsstellung der Arretiereinrichtung 39, die in Fig.
6 dargestellt ist, befindet sich das Arretierelement 31 trotz der Beaufschlagung durch
den federbeaufschlagten Stößel 34 in der nicht arretierten Betriebsstellung, da das
Arretierelement an einer Abstützfläche 40 des Kopplungsschlittens 16 abgestützt ist.
Erst wenn der Kopplungsschlitten 16 über den Arretier-Teilhub 63 so entlang der Kopplungsführung
15 bewegt wird, dass die Abstützfläche 40 das Arretierelement 31 freigibt, kann der
federbeaufschlagte Stößel 34 das Arretierelement 31 in die arretierte Betriebsstellung
bewegen.
[0054] Ebenfalls in Längsrichtung x erstreckt sich eine Wendelwelle 41. Die Wendelwelle
41 verfügt über eine Wendelnut 42, wobei für das dargestellte Ausführungsbeispiel
die Wendelwelle 41 zwei sich in Umfangsrichtung gegenüberliegende Wendelnuten 42 aufweist.
In die Wendelnut 42 greift ein Mitnehmer 43 ein, der von dem Kopplungsschlitten 16
gehalten ist (vgl. Fig. 11). Die seitliche Begrenzung der Wendelnut 42 bildet Wendelflächen
60 aus, an denen der Mitnehmer 43 anliegt zur Umwandlung einer Längsbewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens
12 in eine Drehbewegung der Wendelwelle 41.
[0055] Die Wendelwelle 41 verfügt über drei in dieser Reihenfolge aneinander anschließende
Längsabschnitte 44, 45, 46. In dem Längsabschnitt 44, in dem sich der Mitnehmer 43
während der Öffnungs- und Schließbewegung der Fahrzeugtür ohne Querbewegung befindet,
ist die Wendelnut 12 nicht gewendelt. Der Mitnehmer 43 befindet sich in dem Längsabschnitt
45, wenn die Querbewegung der Querführungsschlitten 7 stattfindet. In dem Längsabschnitt
45 ist die Wendelnut 42 gewendelt. Schließlich befindet sich der Mitnehmer 43 in dem
Längsabschnitt 46, wenn die Schließstellung der Fahrzeugtür erreicht ist und eine
Relativbewegung zwischen dem Kopplungsschlitten 16 und dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
12 in dem Arretier-Teilhub 63 erfolgt.
[0056] Die Wendelwelle 41 ist drehbar in dem Querführungsschlitten 7 gelagert und in dem
aus dem Querführungsschlitten 7 herausragendem Endbereich drehfest mit einem Kniehebel
47 verbunden. Der Kniehebel 47 ist über ein Kniegelenk 48 mit einem weiteren Kniehebel
49 verbunden. Der Kniehebel 49 ist in dem dem Kniegelenk 48 abgewandten Endbereich
an einem Endbereich der Querführungsstange 2 angelenkt. Mit den Kniehebeln 47, 49
und dem Kniegelenk ist ein Kniehebeltrieb 59 gebildet.
[0057] An den Verbindungsstreben 11 ist eine Baueinheit 50 gehalten, die einen Notentriegelungszylinder
51 und eine Lagerung 52 für die Spindel 26 aufweist. Der Notentriegelungszylinder
51 ist in Längsrichtung x orientiert und verfügt über einen in Längsrichtung x ausfahrbaren
Betätigungsstößel 53, wobei für das dargestellte Ausführungsbeispiel drei über den
Umfang der Betätigungsachse des Notentriegelungszylinders 51 verteilt angeordnete
und gemeinsam betätigbare Betätigungsstößel 53 vorhanden sind. Die Baueinheit 50 trägt
auch einen Sensor 54, der vorzugsweise als mechanischer Schalter ausgebildet ist.
[0058] Die Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14 sind über einen Riementrieb 56 mit einem die
Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14 verbindenden Zahnriemen 57 und einer Umlenkrolle
58, die an dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 gelagert ist, miteinander verbunden,
sodass mittels eines einzigen Längsaktuators 29 die beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten
12, 14 gegenläufig zwischen der Öffnungs- und Schließstellung bewegbar sind.
[0059] Die Funktion der Doppelfahrzeug-Antriebseinrichtung 1 ist wie folgt:
Zunächst befindet sich zu Beginn des Kopplungsschlittenhubs 61 des Kopplungsschlittens
16 die Doppelfahrzeug-Antriebseinrichtung 1 in der Öffnungsstellung, womit der Fahrzeugtür-Längsschlitten
12 den kleinsten Abstand von dem Querführungsschlitten 7 aufweist. Durch Antrieb des
Drehantriebs 20 erfolgt eine Betätigung des Spindeltriebs 28, womit der Kopplungsschlitten
16 in Schließrichtung bewegt wird. Es erfolgt eine Bewegung des Kopplungsschlitten
16 in Längsrichtung x über den Türbewegungs-Teilhub 62. Im Bereich des Türbewegungs-Teilhubs
62 werden der Kopplungsschlitten 16 und der Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 gemeinsam
bewegt, da sich die Kopplungseinheit 19 in der Koppel-Betriebsstellung befindet, in
der die Kopplungseinheit 19 den Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 und den Kopplungsschlitten
antriebsfest miteinander verbindet, sodass diese keine Relativbewegung zueinander
ausführen können. In dieser Koppel-Betriebsstellung ist der Austritt des Koppelelements
20 aus der Koppelnut 22 des Führungsbolzens 17 durch die Entkoppelstange 24 blockiert.
Hierbei ist diese Betriebsstellung der Entkoppelstange 24 durch die Koppelfeder 64
gesichert. In dem Türbewegungs-Teilhub 62 und der Koppel-Betriebsstellung gemäß Fig.
5 ist das Arretierelement 31 an der Abstützfläche 40 des Kopplungsschlittens 16 abgestützt,
sodass sich trotz der Beaufschlagung des Stößel 34 durch die Arretierfeder 55 das
Arretierelement 31 in der nicht arretierten Betriebsstellung befindet. Während des
Türbewegungs-Teilhubs 62 sind die beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14 über den
Riementrieb 56 miteinander gekoppelt, sodass sich diese simultan in Schließrichtung
bewegen.
[0060] Der Türbewegungs-Teilhub 62 weist zwei unterschiedliche Abschnitte auf:
In einem ersten Abschnitt bewegt sich der Mitnehmer 43 des Kopplungsschlittens 16
in dem nicht gewendelten Längsabschnitt 44 der Wendelwelle 41, womit keine Verdrehung
der Wendelwelle 41 und damit keine Betätigung des Kniehebeltriebs 59 erfolgt. Somit
befindet sich der Querschlitten 7 in der Endlage der Querführung 6, für die die Fahrzeugtüren
lateral nach außen verlagert sind und an der Außenkontur des Fahrzeugs in Schließrichtung
vorbeibewegt werden können.
[0061] In einem zweiten Abschnitt des Türbewegungs-Teilhubs 62 gelangt hingegen der Mitnehmer
43 in den gewendelten Längsabschnitt 45 der Wendelwelle 41, sodass die Bewegung des
Kopplungsschlittens 16 in diesem Abschnitt des Türbewegungs-Teilhubs 62 zu einer Verdrehung
der Wendelwelle 41 und damit zu der Betätigung des Kniehebeltriebs 59 führt, die wiederrum
zur Folge hat, dass sich die Querführungsschlitten 7 entlang der Querführung 6 bewegen,
womit die Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14 mit den daran gehaltenen Fahrzeugtüren
lateral nach innen bewegt werden, womit am Ende die Schließung der Türöffnung erfolgen
kann und die Fahrzeugtüren bündig zur Außenkontur des Fahrzeugs angeordnet sein können.
[0062] Zu erkennen ist, dass am Anfang der Schließbewegung über den Türbewegungs-Teilhub
62 die Kniehebel 47, 49 einen Kniewinkel aufweisen, der geringfügig kleiner als 180°
ist, vorzugsweise im Bereich von 135° bis 180°. Hingegen ist am Ende des Türbewegungs-Teilhubs
62, wenn der Mitnehmer 43 das Ende des Längsabschnitts 45 erreicht hat, gemäß
Fig. 3 der Kniewinkel auf eine Betrag des Kniewinkels reduziert worden, der bspw. kleiner
als 10° ist oder kleiner als 5° ist oder kleiner als 3° ist, wobei möglich ist, dass
der Kniewinkel kleiner als 0° ist, womit dann in dieser überstreckten Lage eine Art
Verriegelung dieser Endstellung der Querführungsschlitten 7 gewährleistet werden kann,
die eine Elastizität der vorhandenen Bauelemente ausnutzt.
[0063] Wie zuvor erläutert wurde kann somit in dem Türbewegungs-Teilhub 62 die Schließbewegung
durch die Bewegung der Fahrzeugtüren in Längsrichtung x herbeigeführt werden mit einer
Überlagerung der Bewegung in Querrichtung y durch die Bewegung der Querführungsschlitten
7.
[0064] Am Ende des Türbewegungs-Teilhubs 62 kommt eine Stirnseite 65 des Entkoppelelementes
23 zur Anlage an einen Anschlag 66 der Verbindungsstrebe 11 oder Baueinheit 50, womit
dann bewegungsgesteuert durch die weitere Bewegung des Kopplungsschlittens 16 über
die Kontaktkraft zwischen dem Anschlag 66 und der Stirnseite 65 das Entkoppelelement
23 unter Vergrößerung der Beaufschlagung der Koppelfeder 64 das Entkoppelelement 23
relativ zu dem Kopplungsschlitten 16 verschoben wird. Das Koppelelement 20 ist infolge
der verursachten Verschiebung nicht mehr durch die Entkoppelstange 24 blockiert ist,
sondern kann in die Vertiefung 25 der Entkoppelstange 24 eintreten, womit ein Wechsel
von der Koppel-Betriebsstellung der Kopplungseinheit 19 in die Löse-Betriebsstellung
der Kopplungseinheit 19 herbeigeführt wird und die mechanische Kopplung zwischen dem
Kopplungsschlitten 36 und dem Fahrzeugtür-Längsschlitten 12 gelöst wird. Mit der Bewegung
des Kopplungsschlittens 16 durch den Längsaktuator 29 und den Spindeltrieb 28 über
den Arretier-Teilhub 63 wird der Kopplungsschlitten 16 gegenüber dem Fahrzeugtür-Längsschlitten
12 bewegt, womit auch die Abstützfläche 40 relativ zu dem Arretierelement 31 bewegt
wird und dieses schließlich freigibt, sodass das Arretierelement 31 durch die Arretierfeder
55 in die arretierte Endstellung bewegt werden kann, in der das Arretierelement 31
mit dem Gegen-Arretierelement 35 die Arretierverbindung 38 ausbildet. Am Ende des
Arretier-Teilhubs 63 sind somit die Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14 unmittelbar
miteinander mechanisch arretiert.
[0065] Ist in der derart gesicherten Schließstellung eine Notentriegelung erforderlich,
kann eine pneumatische Betätigung des Notentriegelungszylinders 51 erfolgen, womit
mindestens ein Betätigungsstößel 53 des Notentriegelungszylinders 51 ausgefahren wird.
Der Betätigungsstößel 53 bringt eine Öffnungskraft auf den Kopplungsschlitten 16 auf,
was zur Folge hat, dass die Abstützfläche 40, vorzugsweise mit einer Abrundung oder
Betätigungsschräge, in Wechselwirkung mit dem Verriegelungshebel 32 kommt und den
Verriegelungshebel 32 von der arretierten Stellung in die nicht arretierte Stellung
verschwenkt, womit die Arretierverbindung 38 gelöst wird. Möglich ist, dass die Betätigungsstößel
53 eine Bewegung des Kopplungsschlittens 16 über den gesamten Arretier-Teilhub 63
herbeiführen. Darüber hinaus können die Betätigungsstößel 53 weiter ausgefahren werden,
sodass auch ein Teilabschnitt des Türbewegungs-Teilhubs 62 in Öffnungsrichtung ausgeführt
wird, sodass ein geringfügiger Spalt zwischen den beiden Fahrzeugtüren ausgebildet
ist, in den dann hineingegriffen werden kann, um dann durch manuelle Öffnungskräfte
die Fahrzeugtüren weiter in Öffnungsrichtung zu bewegen.
[0066] Mittels des Sensors 54 kann detektiert werden, wenn der Kopplungsschlitten 16 in
den Mess- oder Schaltbereich des Sensors 54 gelangt, womit detektiert werden kann,
dass der Kopplungsschlitten 16 den Übergang von dem Türbewegungs-Teilhub 62 zu dem
Arretier-Teilhub 63 erreicht hat, sodass die Schließstellung der Fahrzeugtüren erreicht
ist. Vorzugsweise erfasst der Sensor 54 alternativ oder kumulativ, dass der Kopplungsschlitten
16 die Endstellung des Arretier-Teilhubs 63 erreicht hat, in der das Arretierelement
31 seine arretierte Stellung einnimmt und die Arretierverbindung 38 bereitgestellt
ist.
[0067] Soll die Öffnungsbewegung ohne Notentriegelung herbeigeführt werden, erfolgt ein
Antrieb des Drehantriebs 30 in umgekehrter Richtung, womit der Kopplungsschlitten
16 in umgekehrter Reihenfolge den Arretier-Teilhub 63 und dann den Türbewegungs-Teilhub
62 durchläuft, womit dann auch die Überführung der Arretiereinrichtung 39 in die nicht
arretierte Betriebsstellung, die Querbewegung durch die Betätigung der Wendelwelle
41 mit der Auslösung der Querbewegung der Querführungsschlitten 7 entlang der Querführung
6 über den Kniehebeltrieb 59 und die Bewegung der Fahrzeugtür-Längsschlitten 12, 14
in Öffnungsrichtung herbeigeführt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0068]
- 1
- Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung
- 2
- Querführungsstange
- 3
- Befestigungsbereich
- 4
- Aufhängung
- 5
- Lagerauge
- 6
- Querführung
- 7
- Querführungsschlitten
- 8
- Längsführung
- 9
- Längsführung
- 10
- Längsführungsrohr
- 11
- Verbindungsstrebe
- 12
- Fahrzeugtür-Längsschlitten
- 13
- Lagerbuchse
- 14
- Fahrzeugtür-Längsschlitten
- 15
- Kopplungsführung
- 16
- Kopplungsschlitten
- 17
- Führungsbolzen
- 18
- Lagerauge
- 19
- Kopplungseinheit
- 20
- Koppelelement
- 21
- Gegen-Koppelelement
- 22
- Koppelnut
- 23
- Entkoppelelement
- 24
- Entkoppelstange
- 25
- Vertiefung
- 26
- Spindel
- 27
- Spindelmutter
- 28
- Spindeltrieb
- 29
- Längsaktuator
- 30
- Drehantrieb
- 31
- Arretierelement
- 32
- Verriegelungshebel
- 33
- Schwenkzapfen
- 34
- Stößel
- 35
- Gegen-Arretierelement
- 36
- Gegen-Arretierbolzen
- 37
- Arretierhaken
- 38
- Arretierverbindung
- 39
- Arretiereinrichtung
- 40
- Abstützfläche
- 41
- Wendelwelle
- 42
- Wendelnut
- 43
- Mitnehmer
- 44
- Längsabschnitt
- 45
- Längsabschnitt
- 46
- Längsabschnitt
- 47
- Kniehebel
- 48
- Kniegelenk
- 49
- Kniehebel
- 50
- Baueinheit
- 51
- Notentriegelungszylinder
- 52
- Lagerung
- 53
- Betätigungsstößel
- 54
- Sensor
- 55
- Arretierfeder
- 56
- Riementrieb
- 57
- (Zahn-)Riemen
- 58
- Umlenkrolle
- 59
- Kniehebeltrieb
- 60
- Wendelfläche
- 61
- Kopplungsschlittenhub
- 62
- Türbewegungs-Teilhub
- 63
- Arretier-Teilhub
- 64
- Koppelfeder
- 65
- Stirnseite
- 66
- Anschlag
- 67
- Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung
1. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) mit einem Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) und
einer Längsführung (8), entlang welcher die Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) mittels
eines Längsaktuators (29) zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) in der Schließstellung über eine Arretiereinrichtung
(39)
a) mit einem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten (14) oder
b) mit einer Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung
arretierbar ist.
2. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 1,
wobei der Längsaktuators (29) den Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) über einen Kopplungsschlitten
(16) antreibt, wobei der Kopplungsschlitten (16) einen Kopplungsschlittenhub (61)
ausführt, der
a) einen Türbewegungs-Teilhub (62) aufweist, in dem der Kopplungsschlitten (16) und
der Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) gemeinsam bewegt werden, und
b) einen Arretier-Teilhub (63) aufweist, in dem der Kopplungsschlitten (16) gegenüber
dem Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) bewegt wird und die Arretiereinrichtung (39) betätigt
wird.
3. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 2,
wobei der Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) und der Kopplungsschlitten (16) über eine Kopplungseinheit
(19) miteinander verbunden sind, wobei die Kopplungseinheit (19)
a) in dem Türbewegungs-Teilhub (62) in einer Koppel-Betriebsstellung ist, in der die
Kopplungseinheit (19) den Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) und den Kopplungsschlitten
(16) antriebsfest miteinander verbindet, und
b) in dem Arretier-Teilhub (63) in einer Löse-Betriebsstellung ist, in der die Kopplungseinheit
(19) den Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) und den Kopplungsschlitten (16) nicht antriebsfest
miteinander verbindet,
c) bewegungsgesteuert durch die Bewegung des Kopplungsschlittens (16) zwischen der
Koppel-Betriebsstellung und der Löse-Betriebsstellung umgeschaltet wird.
4. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei
a) die Arretiereinrichtung (39) ein Arretierelement (31) und ein Gegen-Arretierelement
(35) aufweist,
b) das Arretierelement (31) bewegbar an dem Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) gelagert
oder geführt ist,
c) das Gegen-Arretierelement (35) an dem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten (14) oder
der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung fixiert ist,
d) das Arretierelement (31) bewegungsgesteuert durch eine Relativbewegung des Kopplungsschlittens
(16) gegenüber dem Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) zwischen einer arretierten Betriebsstellung
und einer nicht arretierten Betriebsstellung bewegbar ist und
e) in der arretierten Betriebsstellung das Arretierelement (31) und das Gegen-Arretierelement
(35) eine Arretierverbindung (38) zwischen dem Fahrzeugtür-Längsschlitten (12) und
dem anderen Fahrzeugtür-Längsschlitten (14) oder der Fahrzeugtüröffnung-Begrenzung
ausbilden.
5. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 4,
wobei
a) das Arretierelement (31) durch eine Arretierfeder (55) in Richtung der arretierten
Betriebsstellung beaufschlagt ist und
b) das Arretierelement (31) über den Kopplungsschlitten (16) in der nicht arretierten
Betriebsstellung gehalten ist, wobei mit der Bewegung des Kopplungsschlittens (16)
über den Arretier-Teilhub (63) in Schließrichtung das Arretierelement (31) von dem
Kopplungsschlitten (16) freigegeben wird, womit die Arretierfeder (55) das Arretierelement
(31) in die arretierte Betriebsstellung bewegen kann.
6. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 5, wobei das Arretierelement (31) mit der Bewegung des Kopplungsschlittens (16) über den Arretier-Teilhub
(63) in Öffnungsrichtung entgegen der Beaufschlagung durch die Arretierfeder (55)
von der arretierten Betriebsstellung in die nicht arretierte Betriebsstellung bewegt
wird.
7. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kopplungsschlitten (16) über einen Spindeltrieb (28) angetrieben ist.
8. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Längsführung (8) an einem Querführungsschlitten (7) gehalten ist, der verschieblich
an einer Querführung (6) geführt ist, wobei vorzugsweise eine Bewegung des Querführungsschlittens
(7) entlang der Querführung (6) über einen Kniehebeltrieb (59) herbeigeführt wird.
9. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 8, wobei die Bewegung des Querführungsschlittens (7) oder die Betätigung des Kniehebeltriebs
(59) bewegungsgesteuert durch die Bewegung des Fahrzeugtür-Längsschlittens (12) oder
des Kopplungsschlittens (16) erfolgt.
10. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei ein Kniehebel (47) des Kniehebeltriebs (59) drehfest mit einer Wendelwelle (41) gekoppelt
ist, die eine Wendelfläche (60) aufweist, an der ein Mitnehmer (43) des Kopplungsschlittens
(16) anliegt und die eine Antriebsbewegung des Kopplungsschlittens (16) umwandelt
in eine Drehbewegung der Wendelwelle (41) und des Kniehebels (47).
11. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 10, wobei die Wendelfläche (60) der Wendelwelle (41) in dem Längsabschnitt (46), in dem der
Mitnehmer (43) des Kopplungsschlittens (16) in dem Arretier-Teilhub (63) angeordnet
ist, ungewendelt ausgebildet ist.
12. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 3 oder einem der Ansprüche 4 bis
11 bei direkter oder indirekter Rückbeziehung auf Anspruch 3, wobei ein fluidischer Notentriegelungszylinder (51) vorhanden ist, über den der Kopplungsschlitten
(16) bewegbar ist, wobei der Kopplungsschlitten (16) über den Notentriegelungszylinder
(51) vorzugsweise über den Arretier-Teilhub (63) und einen Teil des Türbewegungs-Teilhubs
(62) bewegbar ist.
13. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 12, wobei der fluidische Notentriegelungszylinder (51) über eine Verbindungsstrebe (11) zwischen
zwei Querführungsschlitten (7) gehalten ist.
14. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach Anspruch 12 oder 13 in direkter oder indirekter
Rückbeziehung auf Anspruch 7, wobei der fluidische Notentriegelungszylinder (51) und eine Lagerung (52) einer Spindel
(26) des Spindeltriebs (28) als eine Baueinheit (50) ausgebildet sind, wobei vorzugsweise
die Baueinheit (50) auch einen Schalter oder Sensor (54) aufweist.
15. Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fahrzeugtür-Antriebseinrichtung (1) als Fahrzeugdoppeltür-Antriebseinrichtung
(67) mit zwei Fahrzeugtür-Längsschlitten (12, 14) ausgebildet ist und die Arretiereinrichtung
(39) die beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten (12, 14) mechanisch miteinander verbindet,
wobei vorzugsweise die beiden Fahrzeugtür-Längsschlitten (12, 14) über einen Riementrieb
(56) miteinander gekoppelt sind und über den Riementrieb (56) zwischen Öffnungsstellungen
und Schließstellungen bewegbar sind.