[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag mit einem Elektromotor
sowie einen Möbelbeschlag und ein Möbel mit einem solchen Möbelbeschlag.
[0002] Antriebseinheiten der eingangs genannten Art werden beispielsweise dazu eingesetzt,
einen Stellarm eines Möbelbeschlags zum Verstellen bewegbarer Möbelteile, insbesondere
Klappen, Faltklappen, Türen oder dergleichen, zwischen einer Schließstellung und einer
Offenstellung anzutreiben.
[0003] Die
EP 2 712 998 B1 zeigt eine Bewegungsvorrichtung für ein bewegbares Möbelteil mit einem Stellantrieb
und einem durch den Stellantrieb antreibbaren Abtrieb für das bewegliche Möbelteil.
Der Stellantrieb weist ein mit dem bewegbaren Möbelteil verbindbares Abtriebsteil
auf. Zwischen dem Stellantrieb und dem Abtrieb ist eine Kupplungseinrichtung vorgesehen.
Weiter sind Erfassungsmittel vorgesehen, die hervorrufen, dass die Kupplungseinrichtung
in einer Endstellung des Abtriebs eine den Abtrieb vom Stellantrieb abkuppelnde Neutralstellung
einnimmt.
[0004] Aus der
CN 1 07 327 542 A ist ein Planetengetriebe mit einer Sperrklinke für einen Schaltschrank bekannt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakte Antriebseinheit
für einen Möbelbeschlag bereitzustellen, die auf zuverlässige und wartungsarme Weise
ein manuelles Betätigen des Stellarms ermöglicht.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag, mit einem
Elektromotor, einem von dem Elektromotor um eine Drehachse angetriebenen Antriebsrad
und einem Planetengetriebe. Erfindungsgemäß weist das Planetengetriebe ein mit dem
Antriebsrad verbindbares Eingangselement, ein Ausgangselement zum Übertragen des Drehmoments
auf einen Stellarm des Möbelbeschlags, Planetenräder zum Übertragen des Drehmoments
von dem Eingangselement auf das Ausgangselement und ein festsetzbares Stützelement
auf. Erfindungsgemäß weist die Antriebseinheit ein Blockierelement auf, das zumindest
mittelbar durch den Elektromotor zwischen zumindest einer das festsetzbare Stützelement
gegen ein Drehen um die Drehachse blockierenden Blockierstellung und einer das festsetzbare
Stützelement zum Drehen um die Drehachse freigebenden Freigabestellung schaltbar ist.
[0007] Durch das Planetengetriebe kann eine besonders kompakte Antriebseinheit ermöglicht
werden, die auch bei einem Möbelbeschlag mit geringer Dicke eingesetzt werden kann.
Das mittels des Elektromotors und des Antriebsrads angetriebene Planetengetriebe ermöglicht
eine zuverlässige Übersetzung einer schnellen Drehzahl des Elektromotors auf eine
langsamere Drehzahl des Ausgangselements des Planetengetriebes. Durch das Blockierelement
kann das Stützelement einfach und schnell festgesetzt oder freigegeben werden, sodass
das Ein- und/oder Auskoppeln des Elektromotors von dem Ausgangselement des Planetengetriebes
ermöglicht wird. Das Schalten des Blockierelements in die Freigabestellung ermöglicht
die manuelle Betätigung des Ausgangselements, beispielsweise durch das Verstellen
eines mit dem Ausgangselements verbundenen Stellarms eines Möbelbeschlags. Dabei wird
der Verschleiß der Elemente oder Bauteile des Antriebsstrangs, beispielsweise des
Antriebsrads oder des Planetengetriebes durch die Entkopplung reduziert, wodurch die
Antriebseinheit ein zuverlässiges und wartungsarmes manuelles Betätigen, zum Beispiel
durch einen Nutzer, ermöglicht.
[0008] Die Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag beschreibt eine Baugruppe mit mehreren
zusammenwirkenden Bauteilen oder Baueinheiten zum Antreiben eines Stellarms eines
Möbelbeschlags. Der Elektromotor kann mittelbar oder unmittelbar über eine Antriebswelle
mit dem Antriebsrad verbunden sein. Die Antriebswelle kann beispielsweise als Schneckenwelle
ausgebildet sein und/oder über ein zusätzliches Zahnrad mit dem Antriebsrad verbunden
sein.
[0009] Das Antriebsrad überträgt das Drehmoment des Elektromotors auf das Planetengetriebe.
Insbesondere kann die Verbindung zwischen dem Elektromotor und dem Antriebsrad derart
ausgebildet sein, dass die Antriebsdrehzahl des Elektromotors in eine langsamere Drehzahl
des Antriebsrads übersetzt wird. Das Antriebsrad ist von dem Elektromotor angetrieben
und dreht sich in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Elektromotors, insbesondere
der Antriebswelle des Elektromotors, um die Drehachse.
[0010] Unter einem Planetengetriebe, auch Umlaufgetriebe genannt, wird ein Getriebe mit
mehreren Zahnrädern verstanden. Das Planetengetriebe weist das Eingangselement, das
Ausgangselement, das Stützelement und mehrere Planetenräder auf. Darüber hinaus kann
das Planetengetriebe koaxial zu dem Antriebsrad angeordnet sein. Das Eingangselement,
das Ausgangselement und/oder das Stützelement können als Zahnräder ausgebildet sein.
Übliche Bauteile eines Planetengetriebes sind ein Sonnenrad, ein Hohlrad und ein Steg,
auch Planetenträger genannt, an dem die Planetenräder drehbar gelagert sind.
[0011] Das Eingangselement ist ein Bauteil oder eine Baueinheit des Planetengetriebes, das
mit dem Antriebsrad in Eingriff bringbar ist, um das Drehmoment das Antriebsrades
auf das Planetengetriebe zu übertragen. Von dem Eingangselement kann das Drehmoment
über die Planetenräder auf das Ausgangselement übertragen werden. Das Stützelements
kann die Übersetzung des Drehmoments von dem Eingangselement auf das Ausgangselement
beeinflussen. Über das Ausgangselement ist die Antriebseinheit mit dem Stellarm eines
Möbelbeschlags verbindbar. Das Drehmoment des Ausgangselements kann in Abhängigkeit
von der Drehrichtung um die Drehachse eine Öffnungsbewegung oder eine Schließbewegung
des Stellarms zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung bewirken.
[0012] Das Planetengetriebe kann derart ausgebildet sein, dass die Drehzahl des Antriebsrads
in eine langsamere Drehzahl des Ausgangselements übersetzt wird. Das Stützelement
ist festsetzbar, d.h., dass das Stützelement gegen ein Drehen um die Drehachse festgelegt
werden kann. Um eine Übersetzung in eine langsamere Drehzahl zu erzeugen, kann eine
der folgenden Ausgestaltungen für das Planentengetriebe ausgewählt werden.
[0013] In einer ersten Ausgestaltung des Planetengetriebes kann das festsetzbare Stützelement
als Hohlrad ausgebildet sein. Das Eingangselement kann ein Sonnenrad aufweisen und
das Ausgangselement kann als Steg ausgebildet sein.
[0014] In einer möglichen Ausgestaltung des Planetengetriebes kann das festsetzbare Stützelement
als Steg ausgebildet sein. Das Eingangselement kann ein Sonnenrad aufweisen und das
Ausgangselement kann als Hohlrad ausgebildet sein.
[0015] In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des Planetengetriebes kann das festsetzbare
Stützelement ein Sonnenrad aufweisen. Das Eingangselement kann als Hohlrad ausgebildet
sein und das Ausgangselement kann als Steg ausgebildet sein.
[0016] Das Blockierelement bezeichnet ein Bauteil, dass dazu ausgebildet ist, das Stützelement
des Planetengetriebes in der zumindest einen Blockierstellung festzusetzen und in
der Freigabestellung gegen ein Drehen um die Drehachse freizugeben. Hierzu ist das
Blockierelement zwischen der Blockierstellung und der Freigabestellung zumindest mittelbar
durch den Elektromotor schaltbar. Das Blockierelement kann dazu ausgebildet sein,
dass Stützelement in der Blockierstellung in eine erste und/oder eine der ersten Drehrichtung
entgegengerichtete zweite Drehrichtung festzusetzen.
[0017] In der Blockierstellung ist das Stützelement derart mit dem Blockierelement verbunden,
dass das Stützelement gegen ein Drehen um die Drehachse gesichert ist. Die Planetenräder
können in der Blockierstellung an dem Stützelement abrollen und das Drehmoment von
dem Antriebsrad auf das Ausgangselement des Planetengetriebes übertragen. Der Stellarm
des Möbelbeschlags kann in der Blockierstellung des Blockierelements durch die Antriebseinheit
zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verstellbar sein.
[0018] In der Freigabestellung ist das Blockierelement derart von dem Stützelement getrennt,
dass das Stützelement um die Drehachse drehbar ist, sodass die Planetenräder nicht
an dem Stützelement abrollen können. Das Ausgangselement kann sich in der Freigabestellung
unabhängig von dem Antriebsrad um die Drehachse drehen. In der Freigabestellung des
Blockierelements kann der Stellarm des Möbelbeschlags durch die Antriebseinheit nicht
zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verstellbar sein.
[0019] Das Blockierelement ist zumindest mittelbar durch den Elektromotor zwischen der Blockierstellung
und der Freigabestellung schaltbar. Das Blockierelement kann in Abhängigkeit von der
Drehrichtung des Elektromotors, insbesondere der ersten oder der zweiten Drehrichtung,
schaltbar sein. Unter mittelbar kann in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass
das Antriebsdrehmoment des Elektromotors das Schalten des Blockierelements zwischen
der zumindest einen Blockierstellung und der Freigabestellung bewirkt. Das Blockierelement
kann nicht im Drehmomentfluss vom Elektromotor zu dem Ausgangselement des Planetengetriebes
angeordnet sein. Insbesondere kann das Schalten des Blockierelements von dem Drehmomentfluss
entkoppelt sein, um den Verschleiß des Blockierelements zu reduzieren. Beispielsweise
kann das Blockierelement mittelbar oder alternativ unmittelbar mit dem Antriebsrad
in Verbindung stehen, um in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Antriebsrades zwischen
der zumindest einen Blockierstellung und der Freigabestellung geschaltet zu werden.
[0020] Zum Verstellen des Stellarms des Möbelbeschlags zwischen der Schließstellung und
der Offenstellung treibt der Elektromotor das Antriebsrad an. Über das Antriebsrad
wird das Eingangselement angetrieben. Das Drehmoment kann über die Planetenräder von
dem Eingangselement auf das Ausgangselement übertragen werden, wobei mittels des festsetzbaren
Stützelements und den Planetenrädern die Drehzahl des Antriebsrades auf eine langsamere
Drehzahl des Ausgangselements reduziert werden kann. Durch eine Verbindung des Ausgangselements
mit dem Stellarm des Möbelbeschlags kann das Drehmoment von dem Ausgangselement auf
den Stellarm übertragen werden, um diesen zwischen der Schließstellung und der Offenstellung
zu verstellen. Insbesondere für den Fall, dass der Stellarm des Möbelbeschlags in
der Offenstellung oder der Schließstellung angeordnet ist, kann das Blockierelement
von der Blockierstellung in die Freigabestellung geschaltet werden, sodass der Antriebsstrang
bei der, beispielsweise durch einen Nutzer eingeleiteten, Bewegung des Stellarms zu
Beginn einer Schließ- oder Öffnungsbewegung vor Verschleiß geschützt ist. Nach Beginn
der Schließ- oder Öffnungsbewegung kann das Blockierelement mittels des Drehmoments
des Elektromotors von der Freigabestellung in die Blockierstellung verstellt werden.
[0021] Nach einer möglichen Ausgestaltung kann das Blockierelement mindestens ein Rastelement
aufweisen und an dem festsetzbaren Stützelement, insbesondere dem Hohlrad, kann mindestens
eine Rastausnehmung angeordnet sein. Das Rastelement kann zwischen zumindest einer
der Blockierstellung zugeordneten Rastposition und einer der Freigabestellung zugeordneten
Freigabeposition verstellbar sein. Das Blockierelement kann in radialer Richtung zu
der Drehachse außerhalb des Planetengetriebes, insbesondere außerhalb eines Innenraums
des Hohlrades angeordnet sein.
[0022] Das Rastelement und/oder die mindestens eine Rastausnehmung können derart ausgebildet
sein, dass das Rastelement in der Rastposition mit der Rastausnehmung im Eingriff
ist. Insbesondere können das Rastelement und die Rastausnehmung in der Rastposition
und der Blockierstellung des Blockierelements einen Formschluss in Umfangsrichtung
zu der Drehachse ausbilden. Das Blockierelement kann eine Grundplatte aufweisen. Das
Rastelement kann an der Grundplatte ausgebildet sein oder alternativ verstellbar an
der Grundplatte des Blockierelements gelagert sein. Insbesondere kann das Rastelement
mit der Grundplatte verstellbar sein, um zwischen der Rastposition und der Freigabeposition
verstellt zu werden.
[0023] Die Rastausnehmung kann an einer Außenfläche des Stützelements, insbesondere des
Hohlrades angeordnet oder alternativ ausgebildet sein. In der Freigabeposition können
das Rastelement und die Rastausnehmung derart außer Eingriff sein, dass das Stützelement
um die Drehachse drehbar ist. Die mögliche Ausgestaltung des Blockierelements mit
mindestens einem Rastelement und mindestens einer Rastausnehmung ermöglicht eine einfache
und zuverlässige Blockierung des Stützelements in der Rastposition und/oder der Blockierstellung.
[0024] Nach einer möglichen Weiterbildung kann das Stützelement mehrere in Umfangsrichtung
zu der Drehachse verteilt angeordnete Rastausnehmungen aufweisen. Die Rastausnehmungen
können an einem Zahnring ausgebildet sein. Der Zahnring kann eine Außenverzahnung
aufweisen. Beispielsweise können die Rastausnehmungen als Zahnlücke ausgebildet sein.
Darüber hinaus kann der Zahnring form- und/kraftschlüssig mit dem Stützelement verbunden
sein. Der Zahnring kann beispielsweise eine Ausnehmung aufweisen, die mit einer Innenfläche
an der Außenfläche des Stützelements angeordnet ist. Der Zahnring kann durch das Stützelement
und das Antriebsrad gegen ein Verstellen in Richtung entlang der Drehachse gesichert
sein.
[0025] An der Innenfläche des Zahnrings kann zumindest ein Kopplungsabschnitt ausgebildet
sein, der mit einem an der Außenfläche des Stützelements angeordneten Verbindungsabschnitt
in Eingriff ist. Zum Beispiel kann einer von dem Kopplungsabschnitt und dem Verbindungsabschnitt
als Erhebung und der andere von dem Kopplungsabschnitt und dem Verbindungsabschnitt
als Vertiefung ausgebildet sein. Insbesondere können mehrere jeweils einander zugeordnete
Kopplungsabschnitte und Verbindungsabschnitte in Umfangsrichtung zu der Drehachse
verteilt an dem Zahnring oder dem Stützelement ausgebildet sein, um eine stabilere
Verbindung zwischen dem Zahnring und dem Stützelement zu ermöglichen. Zum Montieren
des Zahnrings kann dieser in Richtung entlang der Drehachse auf das Stützelement aufgeschoben
werden. Alternativ können ein Innendurchmesser der Innenfläche und ein Außendurchmesser
der Außenfläche derart aneinander angepasst sein, dass eine Presspassung zwischen
dem Zahnring und dem Stützelement ausgebildet ist. Der Zahnring kann aus einem Metallwerkstoff
ausgebildet sein.
[0026] Es können auch zwei Zahnringe in Richtung entlang der Drehachse übereinander an dem
Stützelement angeordnet sein, um die Größe der Verbindungsfläche zwischen dem Rastelement
und den Rastausnehmungen in der Rastposition zu erhöhen. Die Zahnringe können identisch
ausgebildet und/oder angeordnet sein. Die Anzahl der Zahnringe kann auch aus Fertigungs-
oder Kostengründen variiert werden. Indem mehrere Rastausnehmungen an dem Stützelement
vorgesehen sind, kann gewährleistet werden, dass das mindestens eine Rastelement schnell
und einfach unabhängig von der Position des Stützelements von der Freigabeposition
in die Rastposition verstellbar ist, um ein noch zuverlässigeres Schalten des Blockierelements
zwischen der Freigabestellung und der Blockierstellung zu gewährleisten.
[0027] Nach einer möglichen Ausgestaltung kann das Stützelement in der zumindest einen Blockierstellung
des Blockierelements bei einer Drehung des Antriebsrades in die erste Drehrichtung
und/oder in die der ersten Drehrichtung entgegengerichtete zweite Drehrichtung gegen
das Blockierelement im Drehsinn entgegen der jeweiligen Drehrichtung abgestützt sein.
Das Stützelement kann in der zumindest einen Blockierstellung über den Formschluss
des Rastelements mit der Rastausnehmung oder einer der Rastausnehmungen an dem Blockierelement
abgestützt sein. Die erste Drehrichtung des Antriebsrades kann der Schließbewegung
des Stellarms zugeordnet sein. Entsprechend kann die zweite Drehrichtung der Öffnungsbewegung
des Stellarms zugeordnet sein. Das Rastelement kann zum Abstützen des Stützelements
an dem Blockierelement verstellbar, insbesondere mit der Grundplatte des Blockierelements
verschwenkbar, angeordnet sein. Indem das Stützelement sowohl in der ersten Drehrichtung
als auch in der zweiten Drehrichtung an dem Blockierelement abgestützt ist, kann das
Ausgangselement des Planetengetriebes sowohl zu Beginn der Schließbewegung als auch
zu Beginn der Öffnungsbewegung von dem Elektromotor entkoppelt werden.
[0028] Gemäß einer möglichen Ausgestaltung können an dem Blockierelement ein der ersten
Drehrichtung zugeordnetes erstes Rastelement und ein der zweiten Drehrichtung zugeordnetes
zweites Rastelement ausgebildet sein. Die beiden Rastelemente können an der Grundplatte
des Blockierelements angeordnet sein. Weiter können die Rastelemente in Umfangsrichtung
zu der Drehachse im Abstand voneinander angeordnet sein. Das Blockierelement, insbesondere
die Grundplatte, kann flach ausgebildet sein, d.h., dass das Blockierelement eine
Dickenerstreckung in Richtung entlang der Drehachse aufweist, die deutlich geringer
als die Längen- und Breitenerstreckung des Blockierelements ist. Weiter kann das Blockierelement
zu einer quer, insbesondere senkrecht zu der Drehachse angeordneten Symmetrieachse
achsensymmetrisch ausgebildet sein. Die beiden Rastelemente können einander zugewandt
an der Grundplatte ausgebildet sein, um in der ersten oder zweiten Drehrichtung mit
der Rastausnehmung oder einer der Rastausnehmungen in Eingriff zu sein. Das Blockierelement
kann zwischen einer der ersten Drehrichtung zugeordneten ersten Blockierstellung und
einer der zweiten Drehrichtung zugeordneten zweiten Blockierstellung schaltbar sein.
In der ersten Blockierstellung kann das erste Rastelement mit einer Rastausnehmung
in Eingriff sein und in der der zweiten Blockierstellung kann das zweite Rastelement
mit einer Rastausnehmung in Eingriff sein. Die Rastelemente können jeweils zwischen
einer Rastposition und einer Freigabeposition verstellbar, insbesondere verschwenkbar
oder verkippbar sein. Weiter können die Rastelemente identisch ausgebildet sein. Indem
das Blockierelement zwei Rastelemente aufweist, kann das Blockierelement das Stützelement
besonders einfach und zuverlässig unabhängig von der Drehrichtung gegen ein Drehen
um die Drehachse sichern.
[0029] Das Blockierelement kann derart ausgebildet sein, dass die Rastelemente in der Blockierstellung
ein Drehen des Stützelements entgegen der der Blockierstellung zugeordneten Drehrichtung
verhindern, wobei ein Drehen des Stützelements in Richtung der zugeordneten Drehrichtung
möglich ist. Beispielsweise ist das Stützelement in der ersten Blockierstellung an
dem ersten Rastelement des Blockierelements abgestützt, sodass ein Drehen des Stützelements
in Richtung der ersten Drehrichtung möglich ist, und ein Drehen des Stützelements
in Richtung der zweiten Drehrichtung blockiert ist. Hierdurch kann gewährleistet werden,
dass ein Nutzer die Schließbewegung oder die Öffnungsbewegung durch ein manuelles
Eingreifen beschleunigen kann, wohingegen ein der entsprechenden Bewegung entgegengerichtetes
Eingreifen des Nutzers durch das in der ersten oder zweiten Blockierstellung angeordnete
Blockierelement verhindert wird.
[0030] Nach einer möglichen Weiterbildung kann das Blockierelement um eine parallel zu der
Drehachse angeordnete Kippachse kippbar sein, um jeweils das erste oder zweite Rastelement
in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Antriebsrades mit der Rastausnehmung in Eingriff
zu bringen. Die Kippachse kann quer, insbesondere senkrecht zu der Symmetrieachse
des Blockierelements angeordnet sein. Die Grundplatte des Blockierelements kann an
einem Gehäuse der Antriebseinheit drehbar gelagert sein. Beispielsweise weist das
Gehäuse hierzu einen zylinderförmigen Vorsprung mit einer Öffnung auf. Die Grundplatte
kann einen von einer Unterseite der Grundplatte vorstehenden Zapfen zum Anordnen in
der Öffnung aufweisen. Ferner kann die Grundplatte des Blockierelements als Klinke
ausgebildet sein. Indem das Blockierelement, insbesondere die Grundplatte um die Kippachse
kippbar ist, können die beiden Rastelemente schnell und zuverlässig zwischen der Rastposition
und der Freigabeposition verstellt, insbesondere gekippt werden.
[0031] Gemäß einer möglichen Weiterbildung kann die Antriebseinheit eine Betätigungseinheit
zum Schalten des Blockierelements zwischen der zumindest einen Blockierstellung und
der Freigabestellung aufweisen. Die Betätigungseinheit kann zum Verstellen des Blockierelements
zwischen der zumindest einen Blockierstellung oder den beiden Blockierstellungen und
der Freigabestellung mit dem Antriebsrad gekoppelt sein. Die Betätigungseinheit bezeichnet
eine Baugruppe aus zwei oder mehr Bauteilen, die dazu ausgebildet ist, das Blockierelement
in Abhängigkeit von dem Drehmoment und der Drehrichtung des Antriebsrades zwischen
der Freigabestellung und der ersten oder der zweiten Blockierstellung zu schalten.
Die Betätigungseinheit kann eine Wirkverbindung zwischen dem Antriebsrad und dem Blockierelement
ausbilden. Ferner können die Betätigungseinheit und/oder das Blockierelement derart
ausgebildet sein, dass das Blockierelement nur mittelbar durch das Drehmoment des
Antriebsrades zwischen der Freigabestellung und der Blockierstellung oder den Blockierstellungen
verstellbar ist.
[0032] Das Blockierelement kann einen Mitnehmer aufweisen, der in einer Führung an einem
Betätigungselement der Betätigungseinheit angeordnet ist, wobei das Betätigungselement
um die Drehachse verstellbar ist. Der Mitnehmer kann von einer im Abstand von der
Unterseite der Grundplatte angeordneten Oberseite der Grundplatte vorstehen. Insbesondere
kann der Mitnehmer stabförmig ausgebildet sein. Unter stabförmig kann in diesem Zusammenhang
verstanden werden, dass der Mitnehmer quer zu der Drehachse oder der Kippachse einen
kreisförmigen Querschnitt aufweist, wobei ein Außendurchmesser des Querschnitts geringer
als eine Länge des Mitnehmers in Richtung der Drehachse oder der Kippachse ist. Der
Mitnehmer kann insbesondere im Abstand von der Kippachse an der Grundplatte ausgebildet
sein. Weiter kann der Mitnehmer in radialer Richtung zu der Drehachse im Abstand von
der Kippachse angeordnet sein. Die Führung kann als ein länglicher freier Bereich
des Betätigungselements ausgebildet sein, in dem der Mitnehmer zum Ausgleich beim
Schalten des Blockierelements verstellbar ist. Beispielsweise kann die Führung als
Langloch ausgebildet sein.
[0033] Das Betätigungselement kann als ein um das Antriebsrad verdrehbar und/oder verstellbar
angeordnetes Ringelement ausgebildet sein. Das Ringelement kann flach ausgebildet
sein. Weiter kann das Ringelement einen Ring und eine in radialer Richtung zu der
Drehachse von dem Ring vorstehende Lasche aufweisen. Die Führung kann an der Lasche
ausgebildet sein. Das Ringelement kann an einer Außenwand eines Ringabschnitts des
Antriebsrades angeordnet, insbesondere verdrehbar gelagert sein. Das Ringelement kann
in axialer Richtung entlang der Drehachse durch den Zahnring oder einen der Zahnringe
und das Antriebsrad abgestützt sein.
[0034] Ferner kann die Betätigungseinheit ein durch das Antriebsrad angetriebenes Zahnrad
aufweisen, das mit einer Exzenterwelle reibschlüssig verbunden ist, wobei die Exzenterwelle
zum Verstellen des Betätigungselements in einer Ausnehmung des Betätigungselements
angeordnet ist. Das Zahnrad kann in radialer Richtung zu der Drehachse neben dem Antriebsrad
und/oder dem Planetengetriebe angeordnet sein. Weiter kann das Zahnrad eine Außenverzahnung
aufweisen. Das Zahnrad kann unabhängig von der Freigabestellung und der Blockierstellung
des Blockierelements mit dem Antriebsrad in Eingriff sein, um das Drehmoment des Antriebsrades
auf die Exzenterwelle zu übertragen. Die Exzenterwelle kann über eine Hülse und ein
an der Hülse angeordnetes Dichtelement mit dem Zahnrad verbunden sein. Das Dichtelement
kann als O-Ring ausgebildet sein. Durch das Dichtelement kann die Exzenterwelle reibschlüssig
mit der Hülse und dadurch mittelbar mit dem Zahnrad verbunden sein. Die Exzenterwelle
ist in der an dem Betätigungselement ausgebildeten Ausnehmung angeordnet. Die Ausnehmung
kann derart ausgebildet sein, dass die Exzenterwelle das Ringelement durch den Kontakt
mit einer Kante der Ausnehmung in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Antriebsrades
um die Drehachse dreht. Der Mitnehmer kann durch die Drehung des Ringelements um die
Drehachse mittels eines Kontakts mit der Führung das Blockierelement um die Kippachse
kippen und so eines der Rastelemente in die Rastposition verstellen.
[0035] Das insbesondere als Ringelement ausgebildete Betätigungselement kann eine in radialer
Richtung zu der Drehachse von dem Ring vorstehende Öse aufweisen. Die Ausnehmung kann
an der Öse ausgebildet sein. Darüber hinaus können die Lasche und die Öse gegenüberliegend
an dem Ring ausgebildet sein. Insbesondere können die Führung und die Ausnehmung jeweils
als das Betätigungselement durchdringende Öffnungen ausgebildet sein. Durch die Betätigungseinheit
und die mögliche Ausgestaltung des Betätigungselements und des Blockierelements kann
eine kompakte und zuverlässige Schaltung des Blockierelements mittels des Elektromotors
ermöglicht werden. Dadurch, dass das Blockierelement unabhängig von dem Drehmomentfluss
und dem Antriebsstrang schaltbar ist, kann die Wartungsanfälligkeit der Betätigungseinheit,
des Blockierelements und infolgedessen auch der Antriebseinheit weiter reduziert werden.
[0036] Nach einer möglichen Ausgestaltung kann die Antriebseinheit eine Steuereinheit zum
Steuern des Elektromotors aufweisen. Die Steuereinheit kann mit wenigstens einem
[0037] Sensorelement verbunden sein. Die Steuereinheit kann vorzugsweise als programmierbare
Einheit, z.B. als Computer oder speicherprogrammierbare Steuerung ausgebildet sein.
Weiter kann die Antriebseinheit ein Sensorelement zum Erfassen von Sensorsignalen,
z.B. der Position des Ausgangselements oder des Stellarms aufweisen. Die Steuereinheit
kann derart ausgebildet sein, dass sie in Abhängigkeit von Sensorsignalen ein vorgebbares
Programm, z.B. ein Steuerprogramm ausführt. Das vorgebbare Programm kann Einstellungsmöglichkeiten
für den Bewegungsablauf des Stellarms aufweisen. Beispielsweise kann die Steuereinheit
in Abhängigkeit von der Position des Ausgangselements und/oder des Stellarms die Verstellung
des Blockierelements in der Offenstellung oder der Schließstellung von der Blockierstellung
in die Freigabestellung steuern.
[0038] Nach einer möglichen Weiterbildung kann die Antriebseinheit eine Überlastkupplung
aufweisen, die in Drehmomentflussrichtung zwischen dem Eingangselement und dem Ausgangselement
angeordnet ist. Die Überlastkupplung kann zwischen einer das Eingangselement mit dem
Antriebsrad verbindenden Raststellung zum Antreiben des Eingangselements um die Drehachse
und einer das Eingangselement von dem Antriebsrad lösenden Freigabestellung schaltbar
sein.
[0039] Unter der Überlastkupplung wird ein Bauteil oder eine Baugruppe verstanden, die das
Antriebsrad und das Eingangselement miteinander verbindet und im Fall einer definierbaren
Überlast die Verbindung zwischen dem Antriebsrad und dem Eingangselement zum Schutz
des Antriebsstrangs, beispielsweise des Elektromotors trennt. Die Überlastkupplung
ist zwischen der Raststellung und der Freigabestellung verstellbar.
[0040] In der Raststellung der Überlastkupplung sind das Antriebsrad und das Eingangselement
derart miteinander verbunden, dass das Drehmoment von dem Antriebsrad auf das Eingangselement
und über die Planetenräder auch auf das Ausgangselement des Planetengetriebes übertragen
wird. Der Stellarm des Möbelbeschlags kann in der Raststellung der Überlastkupplung
durch die Antriebseinheit zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verstellbar
sein.
[0041] In der Freigabestellung der Überlastkupplung ist das Eingangselement derart von dem
Antriebsrad getrennt, dass keine Drehmomentübertragung von dem Antriebsrad auf das
Eingangselement stattfindet. Das Antriebsrad kann sich in der Freigabestellung der
Überlastkupplung unabhängig von dem Eingangselement um die Drehachse drehen. In der
Freigabestellung der Überlastkupplung kann der Stellarm des Möbelbeschlags durch die
Antriebseinheit nicht zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verstellbar
sein, wobei der Stellarm manuell weiterhin verstellbar ist.
[0042] Im Fall einer Überlast, beispielsweise durch das Eingreifen des Nutzers, wird die
Überlastkupplung von der Raststellung in die Freigabestellung geschaltet, um die Bewegung
des Stellarms durch das Unterbrechen des Antriebsstrangs zu unterbinden.
[0043] Die Erfindung betrifft weiter einen Möbelbeschlag zum gelenkigen Verbinden eines
bewegbaren Möbelteils mit einem Möbelkorpus, mit einem um eine Stellachse zwischen
einer Offenstellung und einer Schließstellung verschwenkbaren Stellarm und einer Antriebseinheit
zum Verstellen des Stellarms zwischen der Schließstellung und der Offenstellung. Der
Möbelbeschlag, insbesondere ein Klappenbeschlag, kann als eine Vorrichtung verstanden
werden, mit der das bewegliche Möbelteil, zum Beispiel eine Klappe, Faltklappe, Tür
oder dergleichen, gelenkig mit dem Möbelkorpus verbunden ist. Die Antriebseinheit
kann wie vorstehend beschrieben ausgebildet sein.
[0044] Unter der gelenkigen Verbindung zwischen zwei Elementen wird verstanden, dass diese
Elemente an einem oder mehreren Gelenken beliebig, beispielsweise, rotatorisch und/oder
linear relativ zueinander beweglich miteinander verbunden sind.
[0045] Der Stellarm kann ein- oder mehrteilig gebildet sein. Um die Stellachse ist der Stellarm
zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verschwenkbar. Das bewegbare Möbelteil
kann dazu vorgesehen sein, einen Innenraum des Möbelkorpus in der Schließstellung
zu verschließen. In der Offenstellung ist der Stellarm derart angeordnet, dass das
bewegbare Möbelteil eine Öffnung des Innenraums freigibt.
[0046] Ferner betrifft die Erfindung ein Möbel mit einem bewegbaren Möbelteil und einem
mit dem Möbelteil gelenkig verbundenen Möbelbeschlag. Das Möbel kann beispielsweise
ein Oberschrank für die Küche sein. Das bewegbare Möbelteil kann beispielsweise eine
Klappe, insbesondere eine Faltklappe mit einem unteren und einem oberen Klappenelement
sein. Der Möbelbeschlag, insbesondere der Klappenbeschlag, kann mit einem Basiselement
an einem Wandelement des Möbels, zum Beispiel einer Seitenwand befestigt sein.
[0047] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen
erläutert. In den Zeichnungen zeigen in schematischer Darstellung:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Antriebseinheit von Figur 1,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch die Antriebseinheit von Figur 1 und 2,
- Figur 4
- einen Längsschnitt durch die Antriebseinheit entlang der Linie A-A von Figur 3,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch die Antriebseinheit von Figur 1 bis 4 in perspektivischer
Ansicht mit einem in einer Freigabestellung angeordneten Blockierelement und in einer
Freigabeposition angeordneten Rastelementen,
- Figur 6
- eine weitere perspektivische Ansicht auf den Querschnitt der Antriebseinheit von Figur
5,
- Figur 7
- einen Querschnitt durch die Antriebseinheit von Figur 1 bis 6 in perspektivischer
Ansicht mit dem in einer ersten Blockierstellung angeordneten Blockierelement sowie
einem in einer Rastposition angeordneten ersten Rastelement und einem in der Freigabeposition
angeordneten zweiten Rastelement,
- Figur 8
- eine weitere perspektivische Ansicht auf den Querschnitt der Antriebseinheit von Figur
7,
- Figur 9
- einen Querschnitt durch die Antriebseinheit von Figur 1 bis 8 in perspektivischer
Ansicht mit dem in einer zweiten Blockierstellung angeordneten Blockierelement sowie
einem in der Rastposition angeordneten zweiten Rastelement und einem in der Freigabeposition
angeordneten ersten Rastelement,
- Figur 10
- eine weitere perspektivische Ansicht auf den Querschnitt der Antriebseinheit von Figur
9,
- Figur 11
- in perspektivischer Ansicht einen Möbelbeschlag mit der Antriebseinheit von Figur
1 bis 10, und
- Figur 12
- in Seitenansicht ein Möbel mit dem Möbelbeschlag von Figur 11.
[0048] In Figur 1 und 2 ist eine Antriebseinheit 1 für einen Möbelbeschlag, mit einem Elektromotor
2 und einem von dem Elektromotor 2 um eine Drehachse D angetriebenen Antriebsrad 3
gezeigt. Die Antriebseinheit 1 weist weiter ein, wie in den Figuren 3 bis 10 im Detail
dargestelltes, Planetengetriebe 4 und eine Steuereinheit 5 für den Elektromotor 2
sowie ein Gehäuse 30 auf. Die Figuren 1 bis 10 werden nachstehend gemeinsam beschrieben.
[0049] Der Elektromotor 2 ist mittelbar über eine Antriebswelle 6 und ein zusätzliches Zahnrad
7 mit dem Antriebsrad 3 verbunden. Das Antriebsrad 3 weist eine Oberseite 8 und eine
im Abstand von der Oberseite 8 angeordnete Unterseite 9 sowie eine Außenverzahnung
10 auf. Darüber hinaus weist das Antriebsrad 3 einen von der Unterseite 9 in Richtung
entlang der Drehachse D vorstehenden Ringabschnitt 11 mit einer Innenwandfläche 12
und einer Außenwandfläche 13 auf.
[0050] Das Antriebsrad 3 ist von dem Elektromotor 2 angetrieben und dreht sich angetrieben
durch die Antriebswelle 6 des Elektromotors 2 in eine erste oder zweite Drehrichtung
DR1, DR2 um die Drehachse D. Das Antriebsrad 3 weist eine größere Zähnezahl als das
mit der Antriebswelle 6 des Elektromotors 2 verbundene Zahnrad 7 auf, um die Drehzahl
des Elektromotors 2 in eine langsamere Drehzahl des Antriebsrads 3 zu übersetzen.
[0051] Das Planetengetriebe 4, wie in Figur 3 und 4 dargestellt, weist ein Eingangselement
14, ein Ausgangselement 15 und ein Stützelement 16 sowie drei Planetenräder 17 auf.
Weiter ist das Planetengetriebe 4 koaxial zu dem Antriebsrad 3 angeordnet. Das Planetengetriebe
4 ist derart ausgebildet, dass die Drehzahl des Antriebsrads 3 in eine langsamere
Drehzahl des Ausgangselements 15 übersetzt wird. Das Stützelement 16 ist festsetzbar,
d.h., dass das Stützelement 16 gegen ein Drehen um die Drehachse D festsetzbar ist.
Um eine Übersetzung in eine langsamere Drehzahl zu erzeugen, sind hier beispielsweise
das festsetzbare Stützelement als Hohlrad 16 und das Ausgangselement als Steg 15 ausgebildet.
Das Eingangselement 14 weist ein Sonnenrad 61 auf. Das Drehmoment des Stegs 15 kann
in Abhängigkeit von der Drehrichtung um die Drehachse D eine Öffnungsbewegung oder
eine Schließbewegung eines Stellarms 51 des Möbelbeschlags 48 zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung bewirken.
[0052] Die Antriebseinheit 1 weist weiter ein Blockierelement 18 und eine Betätigungseinheit
19 zum Schalten des Blockierelements 18 auf. Das Blockierelement 18 ist zumindest
mittelbar durch den Elektromotor 2 zwischen einer, wie in Figur 5 und 6 dargestellten,
Freigabestellung, einer, wie in Figur 7, und 8 dargestellten ersten Blockierstellung
und einer, wie in Figur 9 und 10 dargestellten, zweiten Blockierstellung schaltbar.
Hierzu steht das Blockierelement 18 mittelbar über die Betätigungseinheit 19 mit dem
Antriebsrad 3 in Verbindung.
[0053] Das Blockierelement 18 weist, wie beispielsweise in Figur 4 gezeigt, eine Grundplatte
20 sowie ein erstes Rastelement 21 und ein zweites Rastelement 22 auf. Die Rastelemente
21, 22 sind jeweils zwischen einer der ersten oder zweiten Blockierstellung zugeordneten,
wie in Figur 7 bis 10 dargestellten, Rastposition und einer der Freigabestellung zugeordneten,
wie in Figur 5 und 6 dargestellten Freigabeposition verstellbar. Um zwischen der Rastposition
und der Freigabeposition verstellt zu werden, sind die Rastelemente 21, 22 jeweils
an der Grundplatte 20 ausgebildet und mit der Grundplatte 20 verschwenkbar. Das Blockierelement
18 ist zu einer senkrecht zu der Drehachse D angeordneten Symmetrieachse SA achsensymmetrisch
ausgebildet. Die Grundplatte 20 ist flach ausgebildet, d.h., dass die Grundplatte
20 eine Dickenerstreckung in Richtung entlang der Drehachse D aufweist, die deutlich
geringer als die Längen- und Breitenerstreckung der Grundplatte 20 ist.
[0054] Das Hohlrad 16 weist mehrere in Umfangsrichtung zu der Drehachse D verteilt angeordnete
Rastausnehmungen 23 auf. Die Rastausnehmungen 23 sind als Zahnlücken einer Außenverzahnung
24 eines Zahnrings 25 ausgebildet. An dem Hohlrad 16 sind zwei identisch ausgebildete
Zahnringe 25 in Richtung entlang der Drehachse D übereinander angeordnet. Die Zahnringe
25 weisen jeweils eine Öffnung 26 auf, die mit einer Innenfläche 27 an einer Außenfläche
58 des Hohlrads 16 angeordnet ist. Die Zahnringe 25 sind durch das Hohlrad 16 und
das Antriebsrad 3 gegen ein Verstellen in Richtung entlang der Drehachse D gesichert.
An der Innenfläche 27 eines Zahnrings 25 sind mehrere Kopplungsabschnitte 28, die
jeweils mit an der Außenfläche 58 des Hohlrads 16 angeordneten Verbindungsabschnitten
29 in Eingriff sind. Zum Beispiel sind die Verbindungsabschnitte 29 als Erhebungen
und die Kopplungsabschnitte 28 als Vertiefungen ausgebildet.
[0055] Die Rastelemente 21, 22 sind in Umfangsrichtung zu der Drehachse D im Abstand voneinander
angeordnet und einander zugewandt an der Grundplatte 20 ausgebildet. In der ersten
Blockierstellung ist das erste Rastelement 21 mit einer Rastausnehmung 23 in Eingriff
und in der der zweiten Blockierstellung ist das zweite Rastelement 22mit einer Rastausnehmung
23 in Eingriff. Das erste oder das zweite Rastelement 21, 22 sind jeweils in der Rastposition
mit einer der Rastausnehmungen 23 im Eingriff, sodass ein Rastelement 21, 22 und eine
Rastausnehmung 23 in der Rastposition einen Formschluss in Umfangsrichtung zu der
Drehachse D ausbilden. In der Freigabeposition sind die Rastelemente 21, 22 und die
Rastausnehmung 23 außer Eingriff.
[0056] Das Hohlrad 16 ist in der ersten Blockierstellung bei einer Drehung des Antriebsrades
3 in die erste Drehrichtung DR1 und in der zweiten Blockierstellung bei einer Drehung
des Antriebsrades 3 eine der ersten Drehrichtung DR1 entgegengerichtete zweite Drehrichtung
DR2 jeweils gegen das Blockierelement 18 im Drehsinn entgegen der jeweiligen Drehrichtung
DR1, DR2 abgestützt. Die erste Drehrichtung DR1 des Antriebsrades 3 ist der Schließbewegung
des Stellarms 51 zugeordnet. Entsprechend ist die zweite Drehrichtung DR2 der Öffnungsbewegung
des Stellarms 51 zugeordnet. Das erste Rastelement 21 ist der ersten Drehrichtung
DR1 zugeordnet und das zweite Rastelement 22 ist der zweiten Drehrichtung DR2 zugeordnet.
[0057] Das Blockierelement 18 ist um eine parallel zu der Drehachse D angeordnete Kippachse
K kippbar, um jeweils das erste oder zweite Rastelement 21, 22 in Abhängigkeit von
der Drehrichtung DR1, DR2 des Antriebsrades 3 mit der Rastausnehmung 23 in Eingriff
zu bringen. Die Kippachse K ist senkrecht zu der Symmetrieachse SA des Blockierelements
18 angeordnet. Die Grundplatte 20 des Blockierelements 18 ist an dem Gehäuse 30 drehbar
gelagert. Hierzu weist das Gehäuse 30 einen zylinderförmigen Vorsprung 31 zur Aufnahme
eines an einer Unterseite 32 der Grundplatte 20 vorstehenden Zapfens 33 auf.
[0058] Das Hohlrad 16 ist in den beiden Drehrichtungen DR1, DR2 jeweils mit den Rastausnehmungen
23 im Drehsinn entgegen der jeweiligen Drehrichtung DR1, DR2 gegen das jeweilige Rastelement
21, 22 abgestützt und kann aufgrund einer dem jeweils anderen Rastelement 21, 22 zugewandten,
abgeschrägten Fläche 60 in die jeweilige Drehrichtung DR1, DR2 zwischen einer Rastausnehmung
23 und einer oder weiterer darauffolgender Rastausnehmungen 23 verstellt werden. Hierdurch
kann der Stellarm 51 des Möbelbeschlags 48 durch einen Nutzer auch manuell schneller
als von dem Elektromotor 2 angetrieben bewegt werden.
[0059] Die Betätigungseinheit 19 ist zum Verstellen des Blockierelements 18 zwischen den
beiden Blockierstellungen und der Freigabestellung mit dem Antriebsrad 3 gekoppelt.
Das Blockierelement 18 weist einen Mitnehmer 34 auf, der in einer Führung 35 an einem
Betätigungselement 36 der Betätigungseinheit 19 angeordnet ist. Das Betätigungselement
36 ist um die Drehachse D verstellbar. Das Betätigungselement ist als ein um das Antriebsrad
3 verdrehbar angeordnetes Ringelement 36 ausgebildet.
[0060] Das Ringelement 36 ist an der Außenwand 13 des Ringabschnitts 11 des Antriebsrades
3 verdrehbar gelagert. Das Ringelement 36 ist in axialer Richtung entlang der Drehachse
D durch einen der Zahnringe 25 und das Antriebsrad 3 abgestützt. Das Ringelement 36
ist flach ausgebildet. Weiter weist das Ringelement 36 einen Ring 37, eine Lasche
38 und eine gegenüberliegend zu der Lasche 38 an dem Ring 37 ausgebildete Öse 39 auf.
Die Lasche 38 und die Öse 39 stehen in radialer Richtung zu der Drehachse D von dem
Ring 37 vor. Die Führung 35 für den Mitnehmer 34 ist als Langloch an der Lasche 38
ausgebildet.
[0061] Der Mitnehmer 34 steht von einer im Abstand von der Unterseite 32 der Grundplatte
20 angeordneten Oberseite 40 der Grundplatte 20 vor. Der Mitnehmer 34 ist stabförmig
ausgebildet und weist quer zu der Drehachse D oder der Kippachse K einen kreisförmigen
Querschnitt 41 auf. Weiter ist der Mitnehmer 34 in radialer Richtung zu der Drehachse
D im Abstand von der Kippachse K an der Grundplatte 20 ausgebildet.
[0062] Ferner weist die Betätigungseinheit 19 ein durch das Antriebsrad 3 angetriebenes
Zahnrad 42 mit einer Außenverzahnung 43 auf, das mit einer Exzenterwelle 44 reibschlüssig
verbunden ist. Die Exzenterwelle 44 ist zum Verstellen des Ringelements 36 in einer
an der Öse 39 ausgebildeten Ausnehmung 45 des Ringelements 36 angeordnet. Das Zahnrad
42 ist in radialer Richtung zu der Drehachse D neben dem Antriebsrad 3 und dem Planetengetriebe
4 angeordnet.
[0063] Das Zahnrad 42 ist unabhängig von der Freigabestellung und der Blockierstellung des
Blockierelements 18 mit dem Antriebsrad 3 in Eingriff, um das Drehmoment des Antriebsrades
3 auf die Exzenterwelle 44 zu übertragen. Die Exzenterwelle 44 ist über eine Hülse
46 und ein an der Hülse 46 angeordnetes Dichtelement 47 mit dem Zahnrad 42 verbunden.
Das Dichtelement 47 ist hier beispielsweise als O-Ring ausgebildet. Durch das Dichtelement
47 ist die Exzenterwelle 44 reibschlüssig mit der Hülse 46 und dadurch mittelbar mit
dem Zahnrad 42 verbunden.
[0064] Die Antriebseinheit 1 weist weiter eine in Drehmomentflussrichtung zwischen dem Eingangselement
14 und dem Steg 15 angeordnete Überlastkupplung 59 auf, die das Antriebsrad 3 und
das Eingangselement 14 miteinander verbindet. Im Fall einer definierbaren Überlast
trennt die Überlastkupplung 59 die Verbindung zwischen dem Antriebsrad 3 und dem Eingangselement
14 zum Schutz des Antriebsstrangs, beispielsweise des Elektromotors 2, des Antriebsrads
3 und/oder des Planetengetriebes 4.
[0065] In Figur 9 ist ein Möbelbeschlag 48 zum gelenkigen Verbinden eines bewegbaren Möbelteils
49 mit einem Möbelkorpus 47 gezeigt. Der Möbelbeschlag 48 weist einen um eine Stellachse
S zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung verschwenkbaren Stellarm
51 und die Antriebseinheit 1 zum Verstellten des Stellarms 51 zwischen der Schließstellung
und der Offenstellung auf. Der Stellarm 51 kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein.
[0066] In Figur 10 ist ein Möbel 52 mit dem bewegbaren Möbelteil 49 und dem mit dem Möbelteil
49 gelenkig verbundenen Möbelbeschlag 48 gezeigt. Das Möbel 52 ist hier beispielsweise
ein Oberschrank für die Küche. Der Möbelbeschlag 48 ist mit einem Basiselement 53
mit einer Seitenwand 54 des Möbelkorpus 50 verbunden. Das bewegbare Möbelteil 49,
hier beispielsweise eine Klappe, ist dazu vorgesehen, einen Innenraum 56 des Möbelkorpus
50 in der Schließstellung zu verschließen. In der Offenstellung ist der Stellarm 51
derart angeordnet, dass die Klappe 49 eine Öffnung 57 des Innenraums 56 freigibt.
[0067] Zum Verstellen des Stellarms 51 des Möbelbeschlags 48 zwischen der Schließstellung
und der Offenstellung treibt der Elektromotor 2 das Antriebsrad 3 der Antriebseinheit
1 an. Über das Antriebsrad 3 wird das Eingangselement 14 mit dem Sonnenrad 61 angetrieben.
Das Drehmoment kann über die Planetenräder 17 von dem Sonnenrad 61 auf den Steg 15
übertragen werden, wobei mittels des feststehenden Hohlrads 16 und den Planetenrädern
17 die Drehzahl des Antriebsrades 3 auf eine langsamere Drehzahl des Stegs 15 reduziert
wird. Durch eine Verbindung des Stegs 15 mit dem Stellarm 51 des Möbelbeschlags 48
kann das Drehmoment von dem Steg 15 auf den Stellarm 51 übertragen werden, um diesen
zwischen der Schließstellung und der Offenstellung zu verstellen.
[0068] Insbesondere für den Fall, dass der Stellarm 51 des Möbelbeschlags 48 in der Offenstellung
oder der Schließstellung angeordnet ist, kann das Blockierelement 18 durch die Steuereinheit
5 von der Freigabestellung in die Blockierstellung geschaltet werden. Hierzu wird
das Zahnrad 42 durch die Verbindung mit dem Antriebsrad 3 mittels des Drehmoments
des Elektromotors 2 angetrieben. Über die reibschlüssige Verbindung zwischen dem Zahnrad
42 und der Exzenterwelle 44 wird die Exzenterwelle 44 in der Ausnehmung 45 verdreht,
wodurch das Ringelement 36 um die Drehachse D verdreht und/oder zu der Drehachse D
verstellt wird. Die Führung 35 verstellt daraufhin den Mitnehmer 34, sodass das Blockierelement
18 um die Kippachse K verdreht wird und je nach Drehrichtung des Elektromotors 2 eines
der Rastelemente 21, 22 von der Freigabeposition in die Rastposition verstellt wird.
[0069] Durch das Blockierelement 18 kann das Hohlrad 16 einfach und schnell festgesetzt
oder freigegeben werden, sodass das Ein- und/oder Auskoppeln des Elektromotors 2 von
dem Steg 15 des Planetengetriebes 4 ermöglicht wird. Der Antriebsstrang ist dadurch
bei der beispielsweise durch einen Nutzer eingeleiteten Bewegung des Stellarms 51
zu Beginn einer Schließ- oder Öffnungsbewegung vor Verschleiß geschützt. Ferner ermöglicht
das Blockierelement 18 das manuelle Verstellen der Klappe 49, wobei aufgrund der Ausgestaltung
des Blockierelements 18 beim Verstellen der Klappe 49 auch ein manuelles schnelleres
Verstellen in derselben Drehrichtung DR1, DR2 möglich ist.
[0070] Alle in Verbindung mit einzelnen Ausführungsformen der Erfindung erläuterten Merkmale
können in unterschiedlicher Kombination für die Antriebseinheit 1, den Möbelbeschlag
48 oder das Möbel 52 vorgesehen sein, um deren vorteilhafte Wirkungen zu realisieren,
auch wenn diese zu unterschiedlichen Ausführungsformen beschrieben worden sind. Beispielsweise
kann das Blockierelement 18 nur ein Rastelement 21, 22 aufweisen, das das Hohlrad
16 in beiden Drehrichtungen DR1, DR2 festsetzt.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1
- Antriebseinheit
- 2
- Elektromotor
- 3
- Antriebsrad
- 4
- Planetengetriebe
- 5
- Steuereinheit
- 6
- Antriebswelle
- 7
- Zahnrad
- 8
- Oberseite
- 9
- Unterseite
- 10
- Außenverzahnung
- 11
- Ringabschnitt
- 12
- Innenwandfläche
- 13
- Außenwandfläche
- 14
- Eingangselement
- 15
- Ausgangselement (Steg)
- 16
- Stützelement (Hohlrad)
- 17
- Planetenrad
- 18
- Blockierelement
- 19
- Betätigungseinheit
- 20
- Grundplatte
- 21
- erstes Rastelement
- 22
- zweites Rastelement
- 23
- Rastausnehmung
- 24
- Außenverzahnung
- 25
- Zahnring
- 26
- Öffnung
- 27
- Innenfläche
- 28
- Kopplungsabschnitt
- 29
- Verbindungsabschnitt
- 30
- Gehäuse
- 31
- Vorsprung
- 32
- Unterseite der Grundplatte
- 33
- Zapfen
- 34
- Mitnehmer
- 35
- Führung
- 36
- Betätigungselement (Ringelement)
- 37
- Ring
- 38
- Lasche
- 39
- Öse
- 40
- Oberseite
- 41
- Querschnitt des Mitnehmers
- 42
- Zahnrad
- 43
- Außenverzahnung
- 44
- Exzenterwelle
- 45
- Ausnehmung
- 46
- Hülse
- 47
- Dichtelement
- 48
- Möbelbeschlag
- 49
- Möbelteil (Klappe)
- 50
- Möbelkorpus
- 51
- Stellarm
- 52
- Möbel
- 53
- Basiselement
- 54
- Seitenwand
- 56
- Innenraum
- 57
- Öffnung
- 58
- Außenfläche
- 59
- Überlastkupplung
- 60
- abgeschrägte Fläche
- 61
- Sonnenrad
- D
- Drehachse
- D1
- Dicke des Antriebsrades
- D2
- Dicke der Grundplatte
- S
- Stellachse
- D
- Drehachse
- DR1
- erste Drehrichtung
- DR2
- zweite Drehrichtung
- K
- Kippachse
- SA
- Symmetrieachse
- S
- Stellachse
1. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag, umfassend
einen Elektromotor (2),
ein von dem Elektromotor (2) um eine Drehachse (D) angetriebenes Antriebsrad (3),
ein Planetengetriebe (4) mit
- einem mit dem Antriebsrad (3) verbindbaren Eingangselement (14),
- einem Ausgangselement (15) zum Übertragen des Drehmoments auf einen Stellarm (51)
des Möbelbeschlags (48),
- Planetenrädern (17) zum Übertragen des Drehmoments von dem Eingangselement (14)
auf das Ausgangselement (15) und
- einem festsetzbaren Stützelement (16), wobei
ein Blockierelement (18), das zumindest mittelbar durch den Elektromotor (2) zwischen
- zumindest einer das festsetzbare Stützelement (16) gegen ein Drehen um die Drehachse
(D) blockierenden Blockierstellung und
- einer das festsetzbare Stützelement (16) zum Drehen um die Drehachse (D) freigebenden
Freigabestellung
schaltbar ist.
2. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Eingangselement ein Sonnenrad (14) aufweist, und
dass das Ausgangselement als die Planetenräder (17) tragender Steg (15) und das festsetzbare
Stützelement als Hohlrad (16) ausgebildet sind.
3. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement (18) mindestens ein Rastelement (21, 22) aufweist und an dem
festsetzbaren Stützelement (16) mindestens eine Rastausnehmung (23) angeordnet ist,
wobei das Rastelement (21, 22) zwischen zumindest einer der Blockierstellung zugeordneten
Rastposition und einer der Freigabestellung zugeordneten Freigabeposition verstellbar
ist.
4. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützelement (16) mehrere in Umfangsrichtung zu der Drehachse (D) verteilt angeordnete
Rastausnehmungen (23) aufweist.
5. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützelement (16) in der zumindest einen Blockierstellung des Blockierelements
(18) bei einer Drehung des Antriebsrades (3) in eine erste Drehrichtung (DR1) und/oder
in eine der ersten Drehrichtung (DR1) entgegengerichteten zweiten Drehrichtung (DR2)
gegen das Blockierelement (18) im Drehsinn entgegen der jeweiligen Drehrichtung (DR1,
DR2) abgestützt ist.
6. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Blockierelement (18) ein der ersten Drehrichtung (DR1) zugeordnetes erstes
Rastelement (21) und ein der zweiten Drehrichtung (DR2) zugeordnetes zweites Rastelement
(22) ausgebildet sind.
7. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement (18) um eine parallel zu der Drehachse (D) angeordnete Kippachse
(K) kippbar ist, um jeweils das erste oder zweite Rastelement (21, 22) in Abhängigkeit
von der Drehrichtung des Antriebsrades (3) mit der Rastausnehmung (23) in Eingriff
zu bringen.
8. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Betätigungseinheit (19) zum Schalten des Blockierelements (18) zwischen der
zumindest einen Blockierstellung und der Freigabestellung.
9. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungseinheit (19) zum Verstellen des Blockierelements (18) zwischen der
zumindest einen Blockierstellung und der Freigabestellung mit dem Antriebsrad (3)
gekoppelt ist.
10. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement (18) einen Mitnehmer (34) aufweist, der in einer Führung (35)
an einem Betätigungselement (36) der Betätigungseinheit (19) angeordnet ist, wobei
das Betätigungselement (36) um die Drehachse (D) verstellbar ist.
11. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement als ein um das Antriebsrad (3) verdrehbar und verstellbar
angeordnetes Ringelement (36) ausgebildet ist.
12. Antriebseinheit für einen Möbelbeschlag nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungseinheit (19) ein durch das Antriebsrad (3) angetriebenes Zahnrad (42)
aufweist, das mit einer Exzenterwelle (44) reibschlüssig verbunden ist, wobei die
Exzenterwelle (44) zum Verstellen des Betätigungselements (36) in einer Ausnehmung
(45) des Betätigungselements (36) angeordnet ist.
13. Möbelbeschlag zum gelenkigen Verbinden eines bewegbaren Möbelteils mit einem Möbelkorpus,
mit
einem Stellarm (51), der um eine Stellachse (S) zwischen einer Offenstellung und einer
Schließstellung verschwenkbar ist und
einer Antriebseinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Verstellen des Stellarms
(51) zwischen der Schließstellung und der Offenstellung.
14. Möbel mit
einem bewegbaren Möbelteil (49), und
einem mit dem Möbelteil (49) gelenkig verbundenen Möbelbeschlag (48) nach Anspruch
13.