[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung zur Versorgung eines Maschinenaggregats
mit Fluid, insbesondere mit einem Liquid. Insbesondere betrifft die Erfindung eine
Pumpenanordnung zur Versorgung eines Motors und/oder eines Getriebes eines Kraftfahrzeugs.
Bei dem Fluid, insbesondere dem Liquid, kann es sich beispielsweise um Öl zur Schmierung
und/oder Kühlung des Maschinenaggregats handeln. Insbesondere kann es sich bei dem
Liquid um Wasser, eine Glykolmischung oder eine dielektrische Flüssigkeit handeln.
Die Pumpenanordnung kann insbesondere eine Pumpe mit einem Pumpengehäuse umfassen,
wobei das Pumpengehäuse vorzugsweise wenigstens einen Sauganschluss und einen Druckanschluss
aufweist. In dem Pumpengehäuse ist eine Förderkammer ausgebildet, in welcher ein Förderelement
zur Förderung des Fluids, insbesondere des Liquids, von dem Sauganschluss zu dem Druckanschluss
angeordnet ist.
[0002] Ferner kann die Pumpenanordnung einen Antrieb, insbesondere einen Elektromotor, zum
Antreiben des Förderelements umfassen. Der Antrieb ist dabei vorzugsweise in einem
Motorraum ausgebildet. Der Antrieb kann insbesondere ein nasslaufender Elektromotor
sein, wobei sich in dem Motorraum Liquid zur Schmierung und/oder Kühlung des Elektromotors
befindet. Bei dem in dem Motorraum befindlichen Liquid handelt es sich vorzugsweise
um das von der Pumpe zu fördernde Liquid. Insbesondere kann der Motorraum fluidisch
mit der Förderkammer verbunden sein.
[0003] Bei derartigen Pumpenanordnungen mit einer Pumpe und einem Elektromotor wird der
Motorraum typischerweise mit von der Pumpe gefördertem Liquid gekühlt und/oder geschmiert.
Daher muss ein Kompromiss zwischen einer ausreichenden Fluidverbindung zwischen Förderkammer
und Motorraum und dem Wirkungsgrad der Pumpenanordnung gefunden werden.
[0004] Reicht die Fluidverbindung nicht aus, kann dies dazu führen, dass der Fluidspiegel,
insbesondere der Liquidspiegel, im Motorraum zu niedrig bleibt, sodass sich eine Luftblase
in dem Motorraum bildet. Dies kann insbesondere dazu führen, dass die Komponenten
des Elektromotors im Betrieb nicht ausreichend mit Fluid versorgt werden. Eine größere
Fluidverbindung führt indes dazu, dass der Wirkungsgrad der Pumpenanordnung sinkt
und die Pumpenanordnung zur Versorgung des Maschinenaggregats entsprechend größer
dimensioniert werden muss.
[0005] Auch kann es im Stillstand der Pumpe zu einem Absinken des Fluidspiegels im Motorraum
kommen. Insbesondere kann während des Stillstands das Liquid aus dem Motorraum zurück
in ein Reservoir strömen, insbesondere fließen. Handelt es sich bei dem Liquid um
ein Öl, kann dieses beispielweise in eine unterhalb der Pumpenanordnung ausgebildete
Ölwanne fließen. Durch das Abfließen des Liquids in das Reservoir sinkt der Fluidspiegel
in dem Motorraum und kann teilweise oder gänzlich unterhalb des Elektromotors bzw.
dessen Komponenten liegen, wodurch bestenfalls nur noch ein Teil des Motors in das
Liquid getaucht ist.
[0006] Ein niedriger Fluidspiegel in dem Motorraum kann bei einem erneuten Start des Elektromotors
dazu führen, dass der Elektromotor eine Zeit lang trocken läuft, bis der Motorraum
und damit der Elektromotor durch die von dem Elektromotor angetriebene Pumpe ausreichend
mit Liquid versorgt ist. Dadurch kann die Wärmeabfuhr und/oder die Schmierung des
Elektromotors stark eingeschränkt sein. Dies kann dazu führen, dass der Motor überhitzt
und/oder verschleißt.
[0007] Dieses Problem tritt auch bei Pumpenanordnungen in Cartridge-Bauweise auf, die das
Liquid typischerweise aus einem Aufnahmeraum fördern, in welchem sie selbst und der
Elektromotor angeordnet sind. Der Aufnahmeraum kann dabei direkt den Motorraum bilden
oder die Pumpenanordnung ist mit einem den Motorraum ausbildenden Gehäuse in dem Aufnahmeraum
angeordnet.
[0008] Im Stillstand der Pumpe kann es, wie beschrieben, zu einem Absinken des Fluidspiegels
in dem Aufnahmeraum kommen. Während des Stillstands kann das Liquid aus dem Aufnahmeraum
zurück in ein Reservoir strömen. Dies kann dazu führen, dass der Fluidspiegel unter
eine kritische Höhe sinkt, sodass die Ansaugstelle der Pumpe, insbesondere der Sauganschluss
der Pumpe, teilweise oder gänzlich oberhalb des verbleibenden Fluidspiegels liegt.
[0009] Dies führt dazu, dass bei einem erneuten Start der Pumpe, diese zunächst Luft oder
ein Liquid-Luft-Gemisch ansaugt, da sich im Bereich der Ansaugstelle kein oder nur
teilweise Liquid befindet. Im Laufe des Ansaugvorgangs wird die Luft durch das anströmende
Liquid verdrängt, wodurch der Fluidspiegel allmählich wieder ansteigt, bis die Ansaugstelle
wieder vom Liquid bedeckt ist. Dennoch kann oberhalb des Fluidspiegels eine Luftblase
in dem Aufnahmeraum verbleiben.
[0010] Die Höhe des Fluidspiegels und das Ausmaß der verbleibenden Luftblase sind dabei
unter anderem von der Einbaulage und der geodätischen Höhe der Ansaugstelle abhängig.
In ungünstigen Einbausituationen kann die Luftblase groß sein, wodurch der Elektromotor
über längere Zeit nur teilweise von Liquid umgeben ist. Auch kann es durch das Ansaugen
der Luft oder des Fluid-Luft-Gemischs zu einer Unterversorgung des Elektromotors mit
Liquid kommen. Dies kann zu einer Überhitzung und/oder einem Verschleiß des Elektromotors
führen, wodurch die Pumpenanordnung störanfälliger wird, was die Lebensdauer der Pumpenanordnung
deutlich reduzieren kann.
[0011] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Pumpenanordnung bereitzustellen, bei welcher
eine Versorgung des Elektromotors mit Fluid, insbesondere mit Liquid, verbessert ist.
[0012] Die Aufgabe wird durch die Pumpenanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0013] Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung zur Versorgung eines Maschinenaggregats
mit Fluid, insbesondere mit Liquid. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Pumpenanordnung
zur Versorgung eines Motors und/oder eines Getriebes eines Kraftfahrzeugs. Bei dem
Liquid kann es sich um ein Liquid zur Kühlung und/oder Schmierung des Maschinenaggregats
handeln. Beispielsweise kann es sich bei dem Liquid um ein Öl, Wasser, eine Glykolmischung
und/oder eine dielektrische Flüssigkeit zur Versorgung des Maschinenaggregats handeln.
Insbesondere kann es sich bei dem Liquid um ein Liquid zur Kühlung und/oder Schmierung
eines Antriebs und/oder eines Getriebes eines Kraftfahrzeugs handeln.
[0014] Die Pumpenanordnung umfasst eine Pumpe mit einem Pumpengehäuse. Bei der Pumpe kann
es sich um eine Rotationspumpe handeln. Beispielsweise kann die Pumpe durch eine Innenzahnradpumpe,
eine Flügelzellenpumpe, eine Pendelschieberpumpe oder eine Außenzahnradpumpe gebildet
sein.
[0015] Das Pumpengehäuse weist vorzugsweise einen Sauganschluss und einen Druckanschluss
auf. Unter dem Pumpengehäuse soll insbesondere das äußere Gehäuse der Pumpe verstanden
werden, welches die inneren Komponenten der Pumpe schützt und umschließt. Innere Komponenten
können beispielsweise Förderkammern, Förderelemente wie z. B. Rotoren, Konturringe,
Antriebswellen, Lager, Ventile und/oder Dichtungen usw. sein. Über das Pumpengehäuse
kann das Liquid von dem Sauganschluss zu dem Druckanschluss geleitet werden.
[0016] Unter dem Sauganschluss soll eine Verbindung und/oder Öffnung an dem Pumpengehäuse
verstanden werden, über die das zu fördernde Liquid in das Pumpengehäuse eintritt.
Es kann sich dabei um einen Anschluss an der Saugseite des Pumpengehäuses bzw. der
Pumpe handeln, über den das Liquid durch den durch die Pumpe erzeugten Unterdruck
angesaugt wird. Das Wort Anschluss soll dabei nicht einschränkend verstanden werden.
D. h. der Sauganschluss kann beispielsweise in die Umgebung der Pumpenanordnung münden.
Alternativ kann der Sauganschluss mit einem Aggregatsgehäuse des zu versorgenden Maschinenaggregats
und/oder einem Reservoir zur Bevorratung des Fluids verbunden sein. Beispielsweise
kann der Sauganschluss mit einem Anschluss des Aggregatsgehäuses und/oder des Reservoirs
verbunden sein.
[0017] Unter dem Druckanschluss soll eine Verbindung und/oder Öffnung an dem Pumpengehäuse
verstanden werden, über die das zu fördernde Liquid aus dem Pumpengehäuse austritt.
Es kann sich dabei um einen Anschluss an der Druckseite des Pumpengehäuses bzw. der
Pumpe handeln, über den das Liquid durch den durch die Pumpe erzeugten Überdruck ausströmen
kann. Das Wort Anschluss soll dabei nicht einschränkend verstanden werden. D. h. der
Druckanschluss kann beispielsweise in die Umgebung der Pumpenanordnung münden. Vorzugsweise
ist der Druckanschluss mit einem Aggregatsgehäuse des zu versorgenden Maschinenaggregats
verbunden. Beispielsweise kann der Druckanschluss mit einem Anschluss des Aggregatsgehäuses
verbunden sein.
[0018] In dem Pumpengehäuse ist vorzugsweise eine Förderkammer ausgebildet. Die Förderkammer
weist einen Niederdruckbereich und einen Hochdruckbereich auf. Der Niederdruckbereich
ist vorzugsweise mit dem Sauganschluss insbesondere fluidisch verbunden. Der Hochdruckbereich
ist mit dem Druckanschluss insbesondere fluidisch verbunden. Das Pumpengehäuse kann
ein erstes Gehäuseteil und ein zweites Gehäuseteil umfassen. Das erste Gehäuseteil
und das zweite Gehäuseteil können die Förderkammer umfangsseitig und/oder axial stirnseitig
begrenzen.
[0019] Unter der Förderkammer soll insbesondere der innere Bereich des Pumpengehäuses verstanden
werden, in dem das eigentliche Pumpen des Liquids stattfindet, d. h. in dem mechanische
Energie durch wenigstens ein Förderelement auf das Liquid übertragen wird. In der
Förderkammer wird das Liquid angesaugt, komprimiert und/oder gefördert. Die Förderkammer
enthält die aktiven Fördermechanismen der Pumpe, wie zum Beispiel Rotoren, Flügel,
Laufräder oder Kolben, die das Liquid bewegen. Sie ist der Bereich des Pumpengehäuses,
in dem das Liquid von einem Förderkammereinlass in dem Niederdruckbereich zu einem
Förderkammerauslass im Hochdruckbereich gefördert wird.
[0020] Die Pumpenanordnung umfasst ferner ein Förderelement zur Förderung des Liquids, insbesondere
von dem Sauganschluss in Richtung des Druckanschluss. Das Förderelement ist in der
Förderkammer ausgebildet. Bei dem Förderelement kann es sich beispielsweise um einen
drehangetriebenen Rotor handeln. Insbesondere kann das Förderelement aus einem außenverzahnten
Zahnrad und einem innenverzahnten Zahnring gebildet sein, welche miteinander kämmen.
Alternativ kann es sich bei dem Förderelement um einen Rotor mit insbesondere radial
verschiebbaren Flügeln handeln.
[0021] Die Pumpenanordnung umfasst ferner einen Antrieb zum Antreiben des Förderelements.
Der Antrieb wird vorzugsweise durch einen Elektromotor gebildet. Insbesondere kann
es sich bei dem Antrieb um einen nasslaufenden Elektromotor handeln. Der Antrieb ist
vorzugsweise in einem Motorraum angeordnet. Das Förderelement kann über eine Rotorwelle
des Elektromotors drehangetrieben werden. Das Förderelement kann drehunbeweglich mit
der Rotorwelle verbunden sein. Das Förderelement kann zudem in axialer Richtung verschiebefest
mit der Rotorwelle verbunden sein. Alternativ kann das Förderelement in axialer Richtung
auf der Rotorwelle frei beweglich sein.
[0022] Der Antrieb, insbesondere der Elektromotor, kann einen drehenden Teil, insbesondere
einen Rotor, und einen feststehenden Teil, insbesondere einen Stator, umfassen. Der
Elektromotor kann ein Innenläufermotor oder ein Außenläufermotor sein. Insbesondere
kann der Stator den Rotor radial außen zumindest teilweise umgeben. Insbesondere kann
der Stator den Rotor vollständig radial außen umgeben. Alternativ kann der Rotor den
Stator radial außen zumindest teilweise umgeben. Insbesondere kann der Rotor den Stator
vollständig radial außen umgeben.
[0023] Unter einem nasslaufenden Elektromotor wird insbesondere ein Elektromotor verstanden,
dessen Komponenten zumindest im Betrieb des Elektromotors teilweise oder gänzlich
von einem Liquid umgeben sind. Bei dem Liquid kann es sich vorzugsweise um das von
der Pumpe geförderte Liquid zur Versorgung des Maschinenaggregats handeln. Das Liquid
dient insbesondere der Schmierung von Lagern und/oder beweglichen Teilen des Elektromotors
und/oder zur Kühlung der elektrischen und mechanischen Komponenten des Elektromotors.
Der Motorraum ist vorzugsweise im Betrieb der Pumpenanordnung zumindest teilweise
mit dem von der Pumpe geförderten Liquid zur Versorgung des Maschinenaggregats gefüllt.
[0024] Vorzugsweise ist der Motor im Betrieb der Pumpenanordnung mindestens zu 50%, insbesondere
mindestens zu 70% von Liquid umgeben.
[0025] Die Pumpenanordnung, insbesondere die Pumpe und der Antrieb, kann in Form eines Moduls
ausgebildet sein. Unter dem Begriff Modul soll dabei eine in sich abgeschlossene,
funktionale Einheit, die eine bestimmte Aufgabe oder Funktion innerhalb eines Gesamtsystems
erfüllt, verstanden werden. Insbesondere bedeutet dies im Zusammenhang mit der Pumpenanordnung,
dass die Pumpe und der Antrieb vorzugsweise so miteinander kombiniert und konstruiert
sind, dass sie zusammen eine kompakte, vorgefertigte Baugruppe bilden. Diese Baugruppe
kann als komplette Einheit beispielsweise in dem oder an dem zu versorgenden Maschinenaggregat
angeordnet werden.
[0026] Insbesondere kann die Pumpenanordnung in Cartridge-Bauweise ausgeführt sein, sodass
die Pumpe und der dazugehörige Antrieb zusammen in einem Aufnahmeraum angeordnet bzw.
ausgebildet sein können. Der Aufnahmeraum kann dabei gleichzeitig den Motorraum des
Antriebs bilden. Alternativ kann die Pumpenanordnung mit dem von einem Gehäuse der
Pumpenanordnung gebildeten Motorraum in dem Aufnahmeraum angeordnet bzw. ausgebildet
sein. Die Pumpenanordnung kann auch nicht in Cartridge-Bauweise ausgeführt sein. Beispielsweise
kann die Pumpenanordnung zur Befestigung an einem Aggregatsgehäuse des Maschinenaggregats
ausgebildet sein.
[0027] Der Motorraum kann von einem Gehäuse der Pumpenanordnung gebildet sein. Insbesondere
kann der Motorraum direkt in dem Gehäuse der Pumpenanordnung integriert sein. Das
Gehäuse der Pumpenanordnung kann den Motorraum vollständig umschließen. Das Gehäuse
kann dafür sorgen, dass der Antrieb von einer äußeren Umgebung der Pumpenanordnung
getrennt ist und das Liquid in dem Motorraum gehalten wird. Der Motorraum kann ein
integriertes Volumen innerhalb des Gehäuses der Pumpenanordnung sein, in dem sich
der Antrieb und das Liquid befinden.
[0028] Alternativ kann der Motorraum von einem Aufnahmeraum der Pumpenanordnung, in welchem
die Pumpenanordnung angeordnet ist, gebildet sein. Insbesondere kann der Motorraum
durch einen externen Aufnahmeraum gebildet werden, in welchem die gesamte Pumpenanordnung,
einschließlich der Pumpe mit dem Pumpengehäuse und dem Antrieb, angeordnet sein kann.
In diesem Fall ist der Antrieb nicht oder nur teilweise von dem Gehäuse der Pumpenanordnung
umgeben.
[0029] Dieser Aufnahmeraum kann beispielsweise Teil des Maschinenaggregats oder eines Reservoirs
sein, in welchem das Liquid bevorratet ist. Der Aufnahmeraum kann beispielsweise durch
das zu versorgende Maschinenaggregat gebildet sein. Insbesondere kann es sich bei
dem Aufnahmeraum um eine Ausnehmung in einem Aggregatsgehäuse des Maschinenaggregats
handeln. Der Aufnahmeraum kann beispielsweise topfförmig mit einer Stirnwand und einer
Umfangswand sein.
[0030] Ist die Pumpenanordnung in dem Aufnahmeraum angeordnet, kann die Pumpenanordnung
den Aufnahmeraum verschließen. Insbesondere kann die Pumpenanordnung den Aufnahmeraum
auf einer der Stirnwand abgewandten Seite verschließen. Vorzugsweise verschließt die
Pumpenanordnung den Aufnahmeraum fluiddicht.
[0031] In dem Pumpengehäuse ist vorzugsweise zumindest ein Entlüftungskanal ausgebildet.
Der Entlüftungskanal kann den Niederdruckbereich der Förderkammer fluidisch mit dem
Motorraum verbinden. Der Entlüftungskanal umfasst zumindest eine Mündung, mit welcher
der Entlüftungskanal in den Motorraum mündet. Die Mündung kann eine erste Mündung
sein, wobei der Entlüftungskanal beispielsweise eine zweite Mündung umfassen kann,
mit welcher der Entlüftungskanal an einer von der ersten Mündung beabstandeten Stelle
in den Motorraum mündet. Die zweite Mündung kann geodätisch und/oder axial und/oder
in Umfangsrichtung von der ersten Mündung beabstandet sein.
[0032] Die Mündung ist bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung vorzugsweise
geodätisch höher ausgebildet als der Sauganschluss. Handelt es sich bei der Mündung
um eine erste Mündung, sind die erste Mündung und beispielsweise die zweite Mündung
vorzugsweise beide geodätisch höher ausgebildet als der Sauganschluss. Die erste Mündung
und die zweite Mündung weisen vorzugsweise die gleiche geodätische Höhe auf. In diesem
Fall können die erste Mündung und die zweite Mündung beispielsweise axial und/oder
in Umfangsrichtung des Motorraums voneinander beabstandet sein. Alternativ kann die
erste Mündung beispielsweise geodätisch niedriger angeordnet sein als die zweite Mündung.
[0033] Die Mündung ist bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung vorzugsweise
geodätisch höher ausgebildet als der Druckanschluss. Handelt es sich bei der Mündung
um eine erste Mündung, sind die erste Mündung und beispielsweise die zweite Mündung
vorzugsweise beide geodätisch höher ausgebildet als der Druckanschluss. Insbesondere
kann die Mündung bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung geodätisch
höher ausgebildet als die Förderkammern der Pumpe. Handelt es sich bei der Mündung
um eine erste Mündung, sind die erste Mündung und beispielsweise die zweite Mündung
vorzugsweise beide geodätisch höher ausgebildet als die Förderkammern der Pumpe.
[0034] Die Mündung ist bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung vorzugsweise
geodätisch höher ausgebildet als der Rotor des Elektromotors und/oder des Stators.
Handelt es sich bei der Mündung um eine erste Mündung, sind die erste Mündung und
beispielsweise die zweite Mündung vorzugsweise beide geodätisch höher ausgebildet
als der Rotor des Elektromotors und/oder des Stators.
[0035] Handelt es sich bei dem Elektromotor um einen Innenläufermotor, d. h. umgibt der
Stator den Rotor radial außen, können die erste Mündung und vorzugsweise die zweite
Mündung, sofern vorhanden, auf geodätischer Höhe des Stators ausgebildet sein. Insbesondere
können die erste Mündung und vorzugsweise die zweite Mündung, sofern vorhanden, in
einem geodätisch oberen Bereich des Stators ausgebildet sein. Insbesondere können
die erste Mündung und vorzugsweise die zweite Mündung, sofern vorhanden, geodätisch
höher als der Rotor ausgebildet sein.
[0036] Handelt es sich bei dem Elektromotor um einen Außenläufermotor, d. h. umgibt der
Rotor den Stator radial außen, können die erste Mündung und vorzugsweise die zweite
Mündung, sofern vorhanden, auf geodätischer Höhe des Rotors ausgebildet sein. Insbesondere
können die erste Mündung und vorzugsweise die zweite Mündung, sofern vorhanden, in
einem geodätisch oberen Bereich des Rotors ausgebildet sein. Insbesondere können die
erste Mündung und vorzugsweise die zweite Mündung, sofern vorhanden, geodätisch höher
als der Stator ausgebildet sein.
[0037] Der Entlüftungskanal dient vorzugsweise dazu, Luft und/oder überschüssiges Gas aus
dem Motorraum zu entfernen. Durch den Entlüftungskanal kann insbesondere in dem Motorraum
eingeschlossene Luft und/oder überschüssiges Gas abgeleitet werden. Durch die Verbindung
des Motorraums mit dem Niederdruckbereich kann Luft oder überschüssiges Gas aus dem
Motorraum aktiv abgesaugt werden. Insbesondere kann Luft aus dem Motorraum über den
Entlüftungskanal abgesaugt werden. Auf diese Weise kann der Fluidspiegel in dem Motorraum
geodätisch höher liegen als beispielsweise der Sauganschluss und/oder der Druckanschluss
und/oder die Förderkammer der Pumpe. Insbesondere kann der Fluidspiegel, insbesondere
der Flüssigkeitsspiegel, so weit ansteigen, dass der Motor im Betrieb der Pumpenanordnung
zu mindestens 50%, vorzugsweise zu mindestens 70%, von Liquid umgeben ist.
[0038] Insbesondere kann der Fluidspiegel so weit ansteigen, dass der Fluidspiegel zumindest
in einem oberen Drittel des Antriebs, vorzugsweise in einem oberen Viertel des Antriebs
liegt. Besonders bevorzugt kann der Fluidspiegel so weit ansteigen, dass der Fluidspiegel
geodätisch höher als der Antrieb liegt.
[0039] Insbesondere kann über den Entlüftungskanal sichergestellt werden, dass der Motorraum
möglichst vollständig mit Liquid gefüllt werden kann, ohne dass eingeschlossene Luft
die Funktion der Pumpe und/oder die Kühlung des Motors beeinträchtigt. Vorzugsweise
kann über den Entlüftungskanal sichergestellt werden, dass der Motorraum im Betrieb
der Pumpenanordnung vorzugsweise zu mindestens 50%, insbesondere zu mindestens 70%
mit Liquid gefüllt werden kann. Über den Entlüftungskanal kann im Betrieb der Pumpenanordnung
beispielsweise in dem Motorraum befindliche Luft in Richtung der Förderkammer abgeführt
werden, sodass der Motorraum optimal mit Liquid gefüllt werden kann.
[0040] Der Motorraum ist im Betrieb der Pumpenanordnung zumindest teilweise mit Liquid gefüllt.
Insbesondere kann der Motorraum im Betrieb mit dem von der Pumpe geförderten Liquid
gefüllt sein. Die Höhe des Fluidspiegels des in dem Motorraum befindlichen Fluids
kann sich im Betrieb der Pumpenanordnung vorzugsweise auf Höhe der Mündung des Entlüftungskanals
in den Motorraum einstellen. D. h. umso höher der Entlüftungskanal in den Motorraum
mündet, desto höher stellt sich der Fluidspiegel im Betrieb der Pumpenanordnung in
dem Motorraum vorzugsweise ein.
[0041] Vorzugsweise mündet der Entlüftungskanal bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung
geodätisch höher in den Motorraum als ein tiefster Punkt im Motorraum und/oder als
ein tiefster Punkt des Sauganschlusses. Vorzugsweise mündet der Entlüftungskanal bei
bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung in einer in vertikaler Richtung
oberen Hälfte des Motorraums in den Motorraum. Insbesondere kann der Entlüftungskanal
bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung in einem in vertikaler Richtung
oberen Drittel des Motorraums in den Motorraum münden. Bevorzugt mündet der Entlüftungskanal
bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung in einem in vertikaler Richtung
oberen Viertel des Motorraums in den Motorraum.
[0042] Die Förderkammer kann an einer ersten Stirnseite von einer ersten Kammerwand und
auf der der ersten Kammerwand abgewandten zweiten Stirnseite von einer zweiten Kammerwand
begrenzt sein. Insbesondere können die erste Kammerwand und die zweite Kammerwand
die Förderkammer stirnseitig begrenzen. Die erste Kammerwand kann durch das erste
Gehäuseteil und die zweite Kammerwand kann durch das zweite Gehäuseteil des Pumpengehäuses
gebildet sein. Insbesondere kann die erste Kammerwand durch eine die Förderkammer
an der ersten Stirnseite begrenzende Stirnwand des ersten Gehäuseteils gebildet sein.
Die zweite Kammerwand kann insbesondere durch eine die Förderkammer an der zweiten
Stirnseite begrenzende Stirnwand des zweiten Gehäuseteils gebildet sein.
[0043] In der ersten Kammerwand kann eine den Niederdruckbereich der Förderkammer überlappende
Niederdruckniere ausgebildet sein. Die Niederdruckniere kann den Niederdruckbereich
der Förderkammer in einer axialen Draufsicht auf die erste Kammerwand zumindest teilweise
überlappen. Unter einer Niederdruckniere soll ein spezieller Bereich in der ersten
Kammerwand der Förderkammer verstanden werden, der insbesondere als Ausgleichsöffnung
dient. Diese Öffnung kann wenigstens eine erste Förderzelle mit einer in Umfangsrichtung
benachbarten zweiten Förderzelle unter Umgehung des Förderelements fluidisch verbinden,
sodass Liquid von der ersten Förderzelle in die zweite Förderzelle strömen kann.
[0044] Die Niederdruckniere kann als in Richtung der zweiten Kammerwand geöffnete Ausnehmung
in der ersten Kammerwand der Förderkammer ausgebildet sein. Die Niederdruckniere kann
eine geschwungene, insbesondere nierenförmige Form aufweisen. Alternativ kann die
Niederdruckniere aber auch in Form einer sich in Umfangsrichtung der Förderkammer
erstreckende Nut ausgebildet sein.
[0045] Die Niederdruckniere kann insbesondere auf der dem Förderkammereinlass axial abgewandten
Stirnseite der Förderkammer ausgebildet sein. Insbesondere kann der Förderkammereinlass,
über welchen das Liquid von dem Sauganschluss in die Förderkammer einströmt, in der
zweiten Kammerwand ausgebildet sein. Der Förderkammereinlass kann in Form einer Saugniere
ausgebildet sein. Insbesondere können die Saugniere und die Niederdruckniere einander
zumindest teilweise überlappen. Insbesondere können die Saugniere und die Niederdruckniere
deckungsgleich sein. Die Saugniere und die Niederdruckniere können zum Absaugen von
Liquid vorgesehen sein.
[0046] Die Niederdruckniere und/oder die Saugniere kann mit dem Motorraum fluidisch verbunden
sein. Insbesondere kann die Niederdruckniere und/oder die Saugniere über den Entlüftungskanal
mit dem Motorraum fluidisch verbunden sein. Der Entlüftungskanal kann in der ersten
Kammerwand oder der zweiten Kammerwand ausgebildet sein. Insbesondere kann der Entlüftungskanal
in Form einer in Richtung der zweiten Kammerwand offenen Nut in der ersten Kammerwand
ausgebildet sein oder der Entlüftungskanal kann in Form einer in Richtung der ersten
Kammerwand offenen Nut in der zweiten Kammerwand ausgebildet sein. Vorzugsweise ist
der Entlüftungskanal in der ersten Kammerwand ausgebildet. Alternativ kann der Entlüftungskanal
auch in Form eines Durchgangs, beispielsweise in Form einer Durchgangsbohrung, in
der ersten Kammerwand, der zweiten Kammerwand und/oder einer Umfangswand der Förderkammer
ausgebildet sein.
[0047] Wird der Entlüftungskanal von einer in Richtung der zweiten Kammerwand offenen Nut
ausgebildet, kann der Entlüftungskanal zumindest abschnittsweise auf der der zweiten
Kammerwand zugewandten Seite von dem Förderelement und/oder dem zweiten Gehäuseteil
begrenzt werden. Insbesondere kann das Förderelement und/oder das zweite Gehäuseteil
den Entlüftungskanal in axialer Draufsicht auf die erste Kammerwand zumindest teilweise
überlappen. Dies gilt analog für den Fall, dass der Entlüftungskanal in Form einer
in Richtung der ersten Kammerwand offenen Nut ausgebildet ist.
[0048] Insbesondere kann der Entlüftungskanal zumindest abschnittsweise in einem Kontaktbereich
zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil verlaufen. Der Entlüftungskanal
kann beispielsweise in einer dem zweiten Gehäuseteil axial zugewandten Stirnseite
des ersten Gehäuseteils ausgebildet sein und von einer dem ersten Gehäuseteil axial
zugewandte Stirnseite des zweiten Gehäuseteils axial begrenzt werden. Alternativ kann
der Entlüftungskanal zumindest teilweise in der dem ersten Gehäuseteil axial zugewandten
Stirnseite des zweiten Gehäuseteils ausgebildet sein.
[0049] Der Entlüftungskanal kann mit der ersten Kammerwand hergestellt sein, insbesondere
kann der Entlüftungskanal mit der ersten Kammerwand in einem Verfahren der Urformung
hergestellt sein. Wird die erste Kammerwand durch das erste Gehäuseteil gebildet,
kann der Entlüftungskanal mit dem ersten Gehäuseteil hergestellt sein, insbesondere
kann der Entlüftungskanal mit dem ersten Gehäuseteil in einem Verfahren der Urformung
hergestellt sein.
[0050] Alternativ kann der Entlüftungskanal nachträglich hergestellt sein. Beispielsweise
kann der Entlüftungskanal in einem spanenden Verfahren nachträglich hergestellt sein.
Insbesondere kann der Entlüftungskanal in die erste Kammerwand respektive in die die
erste Kammerwand bildende Stirnseite des ersten Gehäuseteils gefräst und/oder durch
die erste Kammerwand respektive das erste Gehäuseteil gebohrt sein.
[0051] Der Entlüftungskanal kann einen kreisförmigen, ovalen oder rechteckigen Querschnitt
aufweisen. Die Größe des Querschnitts ist vorzugsweise so ausgelegt, dass sie ausreichend
groß ist, um Luftblasen zügig abzuführen, aber klein genug, um den Wirkungsgrad der
Pumpe nicht unnötig zu verringern.
[0052] Der Entlüftungskanal kann in axialer Draufsicht auf die erste Kammerwand zumindest
teilweise außerhalb der Förderkammer verlaufen. Insbesondere kann der Entlüftungskanal
in radialer Richtung zumindest teilweise außerhalb der Förderkammer verlaufen. Der
Entlüftungskanal kann die Förderkammer umfangsseitig zumindest teilweise umgeben.
[0053] Der Entlüftungskanal kann mit seinem der Mündung abgewandten Ende in die Niederdruckniere
münden. Insbesondere kann sich der Entlüftungskanal von der Niederdruckniere bis zu
der Mündung, mit welcher der Entlüftungskanal in den Motorraum mündet, erstrecken.
Insbesondere kann der Entlüftungskanal mit seinem der Mündung abgewandten Ende an
einem in Umfangsrichtung der Förderkammer stromaufwärtigen Endabschnitt der Niederdruckniere
in die Niederdruckniere münden. Stromaufwärtig bezieht sich dabei auf die Förderrichtung
in der Förderkammer. Insbesondere kann der Entlüftungskanal in einen Bereich der Niederdruckniere
münden, welcher mit einem Bereich der Förderkammer überlappt, in welchem im Betrieb
der Pumpenanordnung ein lokales Druckminimum vorliegt.
[0054] In der ersten Kammerwand kann eine den Hochdruckbereich der Förderkammer überlappende
Druckniere ausgebildet sein. Die Druckniere kann den Hochdruckbereich der Förderkammer
in einer axialen Draufsicht auf die zweite Kammerwand zumindest teilweise überlappen.
Unter einer Druckniere soll ein spezieller Bereich in der ersten Kammerwand der Förderkammer
verstanden werden, der insbesondere als Ausgleichsöffnung dient. Diese Öffnung kann
wenigstens eine erste Förderzelle mit einer in Umfangsrichtung benachbarten zweiten
Förderzelle fluidisch verbinden, sodass Liquid von der ersten Förderzelle in die zweite
Förderzelle strömen kann.
[0055] Die Druckniere kann als in Richtung der zweiten Kammerwand geöffnete Ausnehmung in
der ersten Kammerwand der Förderkammer ausgebildet sein. Die Druckniere kann eine
geschwungene, insbesondere nierenförmige Form aufweisen. Alternativ kann die Druckniere
beispielsweise aber auch in Form einer sich in Umfangsrichtung der Förderkammer erstreckende
Nut ausgebildet sein.
[0056] Die Druckniere kann insbesondere auf der dem Förderkammerauslass abgewandten Stirnseite
der Förderkammer ausgebildet sein. Insbesondere kann der Förderkammerauslass, über
welchen das Liquid aus der Förderkammer in Richtung des Druckanschlusses strömt, in
der zweiten Kammerwand ausgebildet sein. Der Förderkammerauslass kann in Form einer
zweiten Druckniere ausgebildet sein. Die Druckniere kann in diesem Fall als erste
Druckniere bezeichnet werden. Insbesondere können die erste Druckniere und die zweite
Druckniere einander zumindest teilweise überlappen. Insbesondere können die erste
Druckniere und die zweite Druckniere deckungsgleich sein.
[0057] Die Druckniere, insbesondere die erste Druckniere, kann mit dem Motorraum fluidisch
verbunden sein. Insbesondere ist die Druckniere über eine interne Leckage und/oder
einen Druckkanal mit dem Motorraum fluidisch verbunden. Das bedeutet, dass Liquid
aus der Druckniere direkt oder indirekt in Richtung des Motorraums strömen kann. Unter
einer indirekten fluidischen Verbindung soll insbesondere die interne Leckage innerhalb
der Pumpenanordnung verstanden werden. Unter einer direkten fluidischen Verbindung
soll insbesondere die fluidische Verbindung über den Druckkanal, über welchen gezielt
Liquid aus der Förderkammer ausströmen kann, verstanden werden.
[0058] Unter einer internen Leckage soll insbesondere der systeminterne Übergang von Liquid
durch kleine Spalte oder Dichtflächen innerhalb der Pumpenanordnung verstanden werden.
Die Leckage kann genutzt werden, um Liquid in den Motorraum zu führen, ohne dass dafür
ein separater Kanal erforderlich ist. Der Druckkanal indes ist eine gezielt konstruierte
Leitung innerhalb der Pumpenanordnung, die das Liquid von der Druckniere in Richtung
des Motorraums leitet.
[0059] Ist die Druckniere über einen Druckkanal mit dem Motorraum fluidisch verbunden, kann
der Druckkanal mit zumindest einer Druckmündung in den Motorraum oder einen Lagerabschnitt
der Rotorwelle des Elektromotors münden. Mündet der Druckkanal mit seiner Druckmündung
in einen Lagerabschnitt der Rotorwelle, kann das Liquid über eine interne Leckage
in Richtung des Motorraums strömen. Insbesondere kann das Liquid entlang des Lagerabschnitts
in Richtung des Motorraums strömen. Insbesondere kann die Druckmündung bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der Pumpenanordnung geodätisch niedriger angeordnet sein als die Mündung
des Entlüftungskanals.
[0060] Bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung ist/sind die Niederdruckniere
und/oder der Förderkammereinlass vorzugsweise geodätisch niedriger angeordnet als
die Druckniere und/oder der Förderkammerauslass. Insbesondere kann die Niederdruckniere
und/oder der Förderkammereinlass den in Umfangsrichtung niedrigsten Bereich der Förderkammer
überlappen.
[0061] Das Pumpengehäuse kann das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil umfassen.
Vorzugsweise ist der Elektromotor auf einer der Förderkammer und/oder dem zweiten
Gehäuseteil abgewandten Seite des ersten Gehäuseteils angeordnet. Insbesondere kann
das erste Gehäuseteil zwischen der Förderkammer und dem Motorraum ausgebildet sein.
Das erste Gehäuseteil kann beispielsweise den Motorraum fluidisch von der Förderkammer
trennen. Das erste Gehäuseteil kann zwischen dem zweiten Gehäuseteil und dem Motorraum
angeordnet sein.
[0062] Das erste Gehäuseteil kann den Lagerabschnitt für die Rotorwelle des Elektromotors
bilden. Insbesondere kann in dem ersten Gehäuseteil ein Durchgang für die Rotorwelle
des Elektromotors ausgebildet sein. In dem Durchgang kann die Rotorwelle direkt oder
indirekt gelagert sein. Insbesondere kann in dem Durchgang eine Lagerbuchse für die
Rotorwelle angeordnet sein.
[0063] Wie vorangehend beschrieben kann das erste Gehäuseteil die erste Kammerwand bilden.
Das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil können die Förderkammer umfangsseitig
und/oder stirnseitig begrenzen. Alternativ können das erste Gehäuseteil und das zweite
Gehäuseteil einen Pumpenraum umfangsseitig und/oder stirnseitig begrenzen, wobei in
dem Pumpenraum beispielsweise zusätzlich ein Konturring und/oder Druckplatten ausgebildet
sein können, welche die Förderkammer umfangsseitig und/oder stirnseitig begrenzen.
[0064] Vorzugsweise ist der Sauganschluss auf einer dem Elektromotor und/oder dem Motorraum
abgewandten Seite des Pumpengehäuses ausgebildet. Insbesondere kann der Sauganschluss
an dem zweiten Gehäuseteil ausgebildet sein. Der Sauganschluss kann an einer Stirnseite
oder an einer Umfangsseite des Pumpengehäuses ausgebildet sein.
[0065] Vorzugsweise ist der Druckanschluss auf einer dem Elektromotor und/oder dem Motorraum
abgewandten Seite des Pumpengehäuses ausgebildet. Insbesondere kann der Druckanschluss
an dem zweiten Gehäuseteil ausgebildet sein. Der Druckanschluss kann an einer Stirnseite
oder an einer Umfangsseite des Pumpengehäuses ausgebildet sein.
[0066] Das erste Gehäuseteil und/oder das zweite Gehäuseteil können/kann die Förderkammer
axial stirnseitig und umfangsseitig begrenzen. Insbesondere kann beispielsweise das
erste Gehäuseteil die Förderkammer axial stirnseitig begrenzen, während das zweite
Gehäuseteil die Förderkammer axial stirnseitig und umfangsseitig begrenzt.
[0067] Die dem ersten Gehäuseteil axial zugewandte Stirnseite des zweiten Gehäuseteils und
die dem zweiten Gehäuseteil axial zugewandte Stirnseite des ersten Gehäuseteils können
sich vorzugsweise in einem direkten Kontakt befinden. Insbesondere können zwischen
dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten Gehäuseteil keine weiteren Gehäuseteile ausgebildet
sein. In alternativen Ausführungen kann zwischen dem ersten Gehäuseteil und dem zweiten
Gehäuseteil beispielsweise ein drittes Gehäuseteil ausgebildet sein. Das dritte Gehäuseteil
kann beispielsweise dazu vorgesehen sein, die Förderkammer umfangsseitig zu begrenzen,
während das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil die Förderkammer axial stirnseitig
begrenzen. In dem Fall, dass das Pumpengehäuse beispielsweise ein drittes Gehäuseteil
umfasst, kann der Entlüftungskanal wie vorangehend beschrieben zwischen dem ersten
Gehäuseteil und dem dritten Gehäuseteil anstelle des zweiten Gehäuseteils ausgebildet
sein.
[0068] Die Pumpenanordnung kann neben dem Pumpengehäuse, insbesondere neben dem ersten Gehäuseteil
und dem zweiten Gehäuseteil, einen Motordeckel umfassen. Der Motordeckel kann den
Motorraum auf einer der Förderkammer abgewandten Seite begrenzen, insbesondere verschließen.
Insbesondere kann der Motordeckel den Motorraum fluiddicht verschließen. Ist die Pumpenanordnung
in dem Aufnahmeraum angeordnet, kann der Motordeckel den Aufnahmeraum auf der der
Stirnwand des Aufnahmeraums entgegengesetzten Seite verschließen.
[0069] Der Motordeckel kann den Motorraum umfangsseitig und/oder stirnseitig begrenzen.
Der Motordeckel kann beispielsweise zusammen mit dem ersten Gehäuseteil und/oder dem
zweiten Gehäuseteil des Pumpengehäuses den Motorraum umfangsseitig und/oder stirnseitig
zumindest teilweise begrenzen. Das erste Gehäuseteil, das zweite Gehäuseteil und der
Motordeckel können Teil des Gehäuses der Pumpenanordnung sein.
[0070] Ist die Pumpenanordnung nicht zur Anordnung in einem Aufnahmeraum vorgesehen, wird
der Motorraum von dem Gehäuse der Pumpenanordnung umfangsseitig und stirnseitig begrenzt,
insbesondere fluiddicht begrenzt. Auch kann der Motorraum umfangsseitig und stirnseitig
von dem Gehäuse der Pumpenanordnung begrenzt sein, wenn die Pumpenanordnung zur Aufnahme
in dem Aufnahmeraum vorgesehen ist. In diesem Fall wird der Motorraum nicht von dem
Aufnahmeraum gebildet.
[0071] Das zweite Gehäuseteil kann einen Aufnahmeschacht bilden, in welchem die Pumpe, das
erste Gehäuseteil und der Elektromotor angeordnet sein können. Insbesondere kann das
erste Gehäuseteil und/oder der Elektromotor von dem zweiten Gehäuseteil radial außen
umgeben sein. Insbesondere kann das zweite Gehäuseteil mit einer Umfangswand in Richtung
des Elektromotors von dem ersten Gehäuseteil vorragen und den Motorraum umfangsseitig
begrenzen. Vorzugsweise kann der Motordeckel zumindest teilweise in den Motorraum
ragen, um den Motorraum auf der dem ersten Gehäuseteil abgewandten Seite zu begrenzen.
[0072] Die Pumpenanordnung kann eine Montagestruktur aufweisen, mittels welcher die Pumpenanordnung
an einer Aufnahmestelle oder in dem Aufnahmeraum montiert werden kann. Insbesondere
kann die Pumpenanordnung über die Montagestruktur mit einem Verbraucher verbunden
oder in dessen Nähe montiert werden. Der Verbraucher kann beispielsweise das zu versorgende
Maschinenaggregat sein. Die Montagestruktur ragt bevorzugt radial außen von dem Gehäuse
der Pumpenanordnung vor. Die Montagestruktur kann beispielsweise von dem Motordeckel
und/oder dem Pumpengehäuse, beispielsweise dem zweiten Gehäuseteil, gebildet werden.
[0073] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. An den
Ausführungsbeispielen offenbarte Merkmale bilden die Gegenstände der Ansprüche und
auch die vorstehenden erläuterten Ausgestaltungen vorteilhaft weiter.
[0074] Es zeigen:
- Figur 1:
- axialer Querschnitt durch die Pumpenanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2:
- axiale Draufsicht auf ein erstes Gehäuseteil eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Figur 3:
- axialer Querschnitt durch das erste Gehäuseteil des ersten Ausführungsbeispiels,
- Figur 4:
- axialer Querschnitt durch die Pumpenanordnung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Figur 5:
- axiale Draufsicht auf ein erstes Gehäuseteil eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 6:
- axiale Draufsicht auf das erste Gehäuseteil und ein Förderelement des zweiten Ausführungsbeispiels,
[0075] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine Pumpenanordnung zur Versorgung eines Maschinenaggregats
70 mit Liquid gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Das erste Ausführungsbeispiel
soll im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 3 näher erläutert werden. Figur 1 zeigt
einen axialen Querschnitt durch die Pumpenanordnung. Figur 2 zeigt eine axiale Draufsicht
auf das erste Gehäuseteil 10 des ersten Ausführungsbeispiels. Figur 3 zeigt einen
axialen Querschnitt durch das erste Gehäuseteil 10.
[0076] Die Pumpenanordnung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist in Cartridge-Bauweise
ausgeführt. Die Pumpenanordnung ist zumindest teilweise in einem Aufnahmeraum aufgenommen.
Der Aufnahmeraum wird gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel von dem Aggregatsgehäuse
70 des zu versorgenden Maschinenaggregats gebildet. Der Aufnahmeraum ist topfförmig
mit einer der Pumpenanordnung zugewandten Stirnwand und einer die Pumpenanordnung
umfangsseitig umgebenden Umfangswand ausgebildet.
[0077] Die Pumpenanordnung des ersten Ausführungsbeispiels umfasst eine Pumpe und einen
in einem Motorraum 54 angeordneten Elektromotor 50. Der Motorraum 54 wird dabei durch
den Aufnahmeraum gebildet, in welchem die Pumpenanordnung ausgebildet ist. Der Motorraum
54 wird stirnseitig von einem Motordeckel 30 begrenzt. Insbesondere wird der Motorraum
54 von dem Motordeckel 30 auf der der Stirnwand abgewandten Seite fluiddicht verschlossen.
D. h. die Pumpenanordnung verschließt den Aufnahmeraum auf der der Stirnwand abgewandten
Seite. Insbesondere verschließt die Pumpenanordnung den Aufnahmeraum fluiddicht.
[0078] Die Pumpenanordnung weist ferner eine Montagestruktur auf. Über die Montagestruktur
kann die Pumpenanordnung beispielsweise an dem Maschinenaggregat 70 befestigbar sein.
Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Montagestruktur durch den Motordeckel
30 gebildet.
[0079] Die Pumpe der Pumpenanordnung umfasst ein Pumpengehäuse 10, 20 mit einem Sauganschluss
24 und einem Druckanschluss 23. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst das Pumpengehäuse
ein erstes Gehäuseteil 10 und ein zweiten Gehäuseteil 20. Der Sauganschluss 24 und
der Druckanschluss 23 sind dabei der Stirnwand des Aufnahmeraums zugewandt ausgebildet.
Insbesondere sind Sauganschluss 24 und der Druckanschluss 23 durch das zweite Gehäuseteil
gebildet. Der Druckanschluss 23 ist mit einem in der Stirnwand des Aufnahmeraums ausgebildeten
Aggregatsanschluss insbesondere fluiddicht verbunden. Insbesondere ragt der Druckanschluss
23 in den Aggregatsanschluss hinein.
[0080] Der Aufnahmeraum ist im Betrieb der Pumpenanordnung zumindest teilweise mit dem von
der Pumpe geförderten Liquid gefüllt. Der Sauganschluss 24 mündet in den Aufnahmeraum.
Im Betrieb der Pumpenanordnung saugt die Pumpe Liquid aus dem Aufnahmeraum über den
Sauganschluss 24 an und gibt dieses über den Druckanschluss 23 wieder ab.
[0081] In dem Pumpengehäuse 10, 20 ist eine Förderkammer mit einem mit dem Sauganschluss
24 verbundenen Niederdruckbereich und einem mit dem Druckanschluss 23 verbundenen
Hochdruckbereich ausgebildet. Das erste Gehäuseteil 10 und das zweite Gehäuseteil
20 begrenzen die Förderkammer im vorliegenden Fall umfangsseitig und axial stirnseitig.
[0082] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel bildet das erste Gehäuseteil 10 eine erste
Kammerwand 11, welche die Förderkammer an einer ersten Stirnseite begrenzt. Das zweite
Gehäuseteil 20 bildet eine zweite Kammerwand 22, welche die Förderkammer an einer
der ersten Stirnseite abgewandten zweiten Stirnseite begrenzt, und eine Umfangswand,
welche die Förderkammer umfangsseitig begrenzt.
[0083] Diese Ausgestaltung ist optional. Für den Fachmann ist es ersichtlich, dass beispielweise
auch das erste Gehäuseteil 10 die Förderkammer umfangsseitig begrenzen kann. Alternativ
können das erste Gehäuseteil 10 und das zweite Gehäuseteil 20 beispielsweise auch
Druckplatten und/oder einen Konturring beherbergen, welche die Förderkammer stirnseitig
respektive umfangsseitig begrenzen. Insbesondere kann die erste Kammerwand 11 und/oder
die zweite Kammerwand 22 jeweils durch ein separates Bauteil gebildet sein.
[0084] In der Förderkammer ist ein Förderelement 61, 62 zur Förderung des Fluids von dem
Sauganschluss 24 zu dem Druckanschluss 23 ausgebildet. Das Förderelement 61, 62 umfasst
einen Rotor 61 und einen den Rotor 61 umfangsseitig umgebenden Zahnring 62. Der Rotor
61 ist in Form eines außenverzahnten Zahnrads, welches mit dem Zahnring 62 kämmend
angeordnet ist, ausgebildet.
[0085] Das Förderelement 61, 62 wird über eine Rotorwelle 53 des Elektromotors 50 drehangetrieben.
Insbesondere wird der Rotor 61 von der Rotorwelle 53 drehangetrieben. Der Rotor 61
ist dabei drehunbeweglich mit der Rotorwelle 53 verbunden. Bei Rotation des Rotors
61 wird der Zahnring 62 von dem Rotor 61 mitgenommen und in Rotation versetzt. Der
Rotor 61 kann mit der Rotorwelle 53 in axialer Richtung verschiebefest verbunden sein.
Alternativ kann der Rotor 61 in axialer Richtung auf der Rotorwelle 53 frei beweglich
sein.
[0086] Der Elektromotor 50 ist auf der der Förderkammer abgewandten Seite des ersten Gehäuseteils
10 ausgebildet. Das erste Gehäuseteil 10 umfasst einen Lagerabschnitt 19 in Form einer
Durchgangsöffnung, in welchem die Rotorwelle 53 des Elektromotors 50 aufgenommen ist.
Der Lagerabschnitt 19 kann, wie beispielsweise in Figur 1 dargestellt, die Rotorwelle
53 direkt lagern. In alternativen Ausführungen kann der Lagerabschnitt 19 beispielsweise
auch eine Lagerbuchse aufweisen, in welcher die Rotorwelle 53 gelagert ist.
[0087] Im Stillstand der Pumpenanordnung bzw. der Pumpe kann das Liquid aus dem Aufnahmeraum
gegebenenfalls abströmen. Insbesondere kann das Liquid im Stillstand der Pumpenanordnung
aus dem Aufnahmeraum zurück in ein nicht dargestelltes Reservoir strömen. Dies kann
im Stillstand der Pumpe zu einem Absinken des Fluidspiegels im Aufnahmeraum bzw. in
dem Motorraum 54 führen, sodass der Sauganschluss 24 über dem Fluidspiegel in den
Aufnahmeraum mündet.
[0088] Wird die Pumpe erneut gestartet, kann es dadurch vorkommen, dass über den Sauganschluss
24 zunächst Luft aus dem Aufnahmeraum angesaugt wird. Durch den entstehenden Unterdruck
im Aufnahmeraum wird dieser allmählich wieder mit Liquid gefüllt, bis der Sauganschluss
24 wieder unterhalb des Fluidspiegels liegt. Jedoch steigt der Fluidspiegel in der
Regel nur bis über den Sauganschluss 24, weshalb eine Luftblase in dem Aufnahmeraum
verbleiben kann. Dies führt dazu, dass der Motor 50 für eine ausreichende Kühlung
nicht mit genug Liquid versorgt wird.
[0089] Um die Versorgung des Elektromotors 50 mit Liquid zu gewährleisten, umfasst die Pumpenanordnung
einen Entlüftungskanal 13, welcher den Motorraum 54 mit dem Niederdruckbereich der
Förderkammer fluidisch verbindet. Der Entlüftungskanal 13 und dessen Verlauf ist insbesondere
in Figur 2 zu sehen. Der Entlüftungskanal 13 umfasst eine Mündung 14, mit welcher
der Entlüftungskanal 13 in dem Motorraum 54 mündet. Wie in Figur 1 bzw. in Figur 2
zu erkennen ist, mündet der Entlüftungskanal 13 bei bestimmungsgemäßer Verwendung
der Pumpenanordnung geodätisch höher als der Sauganschluss 24.
[0090] Der Entlüftungskanal 13 verbindet den Niederdruckbereich der Förderkammer fluidisch
mit dem Motorraum 54. Über den Entlüftungskanal 13 kann in dem Motorraum 54 eingeschlossene
Luft durch die Pumpe abgeführt werden, sodass der Fluidspiegel in dem Motorraum 54
steigt. Insbesondere kann der Fluidspiegel über den Sauganschluss 24 bis zu der Mündung
14 des Entlüftungskanals 13 steigen, wodurch ein größerer Teil des Elektromotors 50
durch das Liquid gekühlt werden kann. Insbesondere kann sich der Fluidspiegel in dem
Motorraum 54 auf Höhe der Mündung 14 des Entlüftungskanals 13 in dem Motorraum 54
einstellen.
[0091] Der Entlüftungskanal 13 mündet bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung
geodätisch höher in den Motorraum 54 als ein tiefster Punkt im Motorraum 54. Insbesondere
mündet der Entlüftungskanal 13 bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung
in einer in vertikaler Richtung oberen Hälfte des Motorraums 54 in den Motorraum 54.
Insbesondere mündet der Entlüftungskanal 13 in einem in vertikaler Richtung oberen
Drittel bzw. oberen Viertel des Motorraums 54 in den Motorraum 54.
[0092] Wie aus Figur 2 bzw. Figur 3 hervorgeht, ist der Entlüftungskanal 13 in der ersten
Kammerwand 11 ausgebildet. Neben dem Entlüftungskanal 13 ist in der ersten Kammerwand
11 eine den Niederdruckbereich der Förderkammer überlappende Niederdruckniere 12 ausgebildet.
Der Entlüftungskanal 13 mündet mit seinem der Mündung 14 abgewandten Ende 15 in die
Niederdruckniere 12. Insbesondere mündet der Entlüftungskanal 13 in einen Bereich
der Niederdruckniere 12, welcher mit einem Bereich der Förderkammer überlappt, in
welchem im Betrieb der Pumpenanordnung ein lokales Druckminimum vorliegt. Auf diese
Weise kann gewährleistet werden, dass der Entlüftungskanal 13 effektiv Luft aus dem
Motorraum 54 absaugt.
[0093] Der Entlüftungskanal 13 ist in Form einer in Richtung der zweiten Kammerwand 22 geöffneten
Nut ausgebildet. Der Entlüftungskanal 13 wird auf der der Förderkammer axial zugewandten
Seite zumindest teilweise von dem zweiten Gehäuseteil 20 überlappt, insbesondere begrenzt.
Der Entlüftungskanal 13 kann insbesondere mit der ersten Kammerwand 11 bzw. dem ersten
Gehäuseteil 10 zusammen hergestellt sein. Insbesondere kann der Entlüftungskanal 13
in einem Verfahren der Urformung mit dem ersten Gehäuseteil 10 hergestellt sein.
[0094] Die Niederdruckniere 12 ist als in Richtung der zweiten Kammerwand 22 geöffneten
Ausnehmung ausgebildet. Wie aus Figur 1 ersichtlich wird, ist die Niederdruckniere
12 in Form einer geschwungenen, insbesondere nierenförmigen Ausnehmung ausgebildet.
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung liegt die Niederdruckniere 12
geodätisch niedriger als die Mündung 14 des Entlüftungskanals 13.
[0095] Neben der Niederdruckniere 12 ist in der ersten Kammerwand 11 eine Druckniere 16
ausgebildet. Die Druckniere 16 ist gleichfalls als eine in Richtung der zweite Kammerwand
22 geöffneten Ausnehmung in der ersten Kammerwand 11 ausgebildet. Die Druckniere 16
weist eine geschwungene, insbesondere nierenförmige Form auf. Bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der Pumpenanordnung ist die Niederdruckniere 12 geodätisch niedriger angeordnet
als die Druckniere 16.
[0096] Die Druckniere 16 ist über einen Druckkanal 17 fluidisch mit dem Motorraum 54 verbunden.
Insbesondere ist die Druckniere 16 über den Druckkanal 17 mit einem Lagerabschnitt
19 der Rotorwelle 53 fluidisch verbunden. Über den Lagerabschnitt 19 kann das Liquid
aus der Druckniere 16 über Leckage in den Motorraum 54 eintreten.
[0097] In alternativen Ausführungen kann auf den Druckkanal 17 gänzlich verzichtet werden,
insbesondere da der Elektromotor 50 bzw. der Motorraum 54 des Elektromotors 50 in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in dem Aufnahmeraum ausgebildet ist bzw. insbesondere
da der Motorraum 54 dem Aufnahmeraum der Pumpenanordnung entspricht. Auch kann an
Stelle des Druckkanals 17 die Druckniere 16 ausschließlich über eine interne Leckage
mit dem Motorraum 54 fluidisch verbunden sein. Alternativ kann der Druckkanal 17 beispielsweise
auch direkt in den Motorraum 54 münden.
[0098] In den Figuren 4 bis 6 ist die Pumpenanordnung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
dargestellt. Die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels unterscheidet sich
von der Pumpenanordnung des ersten Ausführungsbeispiels insbesondere in der Einbausituation
der Pumpenanordnung. Sofern nicht anderweitig erwähnt und diese nicht im Widerspruch
stehen, gelten die vorstehenden Ausführungen auch für die Pumpenanordnung des zweiten
Ausführungsbeispiels.
[0099] Im Gegensatz zu der Pumpenanordnung des ersten Ausführungsbeispiels ist die Pumpenanordnung
des zweiten Ausführungsbeispiels nicht in Cartridge-Bauweise ausgeführt. Die Pumpenanordnung
des zweiten Ausführungsbeispiels ist, wie in Figur 4 zu sehen ist, als Tandempumpe
ausgebildet, wobei auf der dem Motor 50 abgewandten Seite der Förderkammer eine zweite
Pumpe, welche nicht näher bezeichnet ist, ausgebildet ist. Die zweite Pumpe ist dabei
optional. Beispielsweise könnte das zweite Gehäuseteil 20 auf der dem Elektromotor
50 abgewandten Seite der Förderkammer gleich oder ähnlich dem zweiten Gehäuseteil
20 des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet sein.
[0100] Für den Fall, dass das zweite Gehäuseteil 20 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
gleich oder ähnlich dem zweiten Gehäuseteil 20 des ersten Ausführungsbeispiels ausgestaltet
ist, kann die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels auch in Cartridge-Bauweise
ausgebildet sein.
[0101] Die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels unterscheidet sich von der Pumpenanordnung
des ersten Ausführungsbeispiels insbesondere in der Ausgestaltung des zweiten Gehäuseteils
20. Das zweite Gehäuseteil 20 bildet einen Aufnahmeschacht, in welchem die Pumpe,
insbesondere das Förderelement 61, 62, das erste Gehäuseteil 10 und der Elektromotor
50 angeordnet sind. Das zweite Gehäuseteil 20 umgibt das erste Gehäuseteil 10 und
den Elektromotor 50 radial außen. Das erste Gehäuseteil 10 ist in dem zweiten Gehäuseteil
20 aufgenommen, wobei das erste Gehäuseteil 10 und das zweite Gehäuseteil 20 die Förderkammer
stirnseitig und umfangsseitig umgeben. Der Elektromotor 50 ist dabei auf der der Förderkammer
abgewandten Seite des ersten Gehäuseteils 10 ausgebildet.
[0102] Der Aufnahmeschacht des zweiten Gehäuseteils 20 bildet gleichzeitig den Motorraum
54. Der Motorraum 54 ist vorzugsweise zumindest teilweise mit dem von der Pumpe geförderten
Liquid gefüllt. Der Motorraum 54 wird an einer ersten Stirnseite von dem ersten Gehäuseteil
10 und dem zweiten Gehäuseteil 20 begrenzt. Alternativ kann der Motorraum 54 an seiner
ersten Stirnseite nur von dem in dem zweiten Gehäuseteil 20 aufgenommenen ersten Gehäuseteil
10 begrenzt sein. Umfangsseitig wird der Motorraum 54 zumindest teilweise von einer
Umfangswand des zweiten Gehäuseteils 20 begrenzt.
[0103] Die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels umfasst ferner einen Motordeckel
30, welcher den Aufnahmeschacht des zweiten Gehäuseteils 20 verschließt. Der Motordeckel
30 begrenzt den Motorraum 54 dabei auf der der ersten Stirnseite abgewandten zweiten
Stirnseite. Der Motordeckel 30 ragt mit einer Umfangswand zumindest teilweise in den
Aufnahmeschacht und begrenzt den Motorraum 54 zumindest teilweise auch umfangsseitig.
Insbesondere verschließt der Motordeckel 30 den Aufnahmeschacht des zweiten Gehäuseteils
20 fluiddicht.
[0104] Für den Fachmann versteht sich, dass die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels
durch den von dem zweiten Gehäuseteil 20 und dem Motordeckel 30 begrenzten Motorraum
54 nicht in einem Aufnahmeraum aufgenommen werden muss. Jedoch kann die Pumpenanordnung
des zweiten Ausführungsbeispiels auch in einem Aufnahmeraum aufgenommen werden.
[0105] Die Pumpenanordnung des zweiten Ausführungsbeispiels umfasst ebenfalls einen Entlüftungskanal
13, welcher einen Niederdruckbereich der Förderkammer mit dem Motorraum 54 verbindet.
Die Mündung 14 des Entlüftungskanals 13 mündet dabei in einer in vertikaler Richtung
oberen Hälfte des Motorraums 54. Insbesondere mündet der Entlüftungskanal 13 mit seiner
Mündung 14 in einem in vertikaler Richtung oberen Drittel bzw. oberen Viertel des
Motorraums 54. Zudem mündet der Entlüftungskanal 13 mit seiner Mündung 14 geodätisch
höher als der Sauganschluss 24.
[0106] Im Gegensatz zu dem ersten Ausführungsbeispiel umfasst die Pumpenanordnung des zweiten
Ausführungsbeispiels keinen Druckkanal 17, welcher die Druckniere 16 mit dem Motorraum
54 verbindet. Der Motorraum 54 kann insbesondere über eine interne Leckage, beispielsweise
über den Lagerabschnitt 19 oder Dichtspalte, mit Liquid von der Pumpe versorgt werden.
Alternativ kann der Motorraum 54 auch über eine externe Leitung versorgt werden.
[0107] Sowohl die Pumpenanordnung des ersten Ausführungsbeispiels als auch die Pumpenanordnung
des zweiten Ausführungsbeispiels umfassen einen Elektronikraum auf der dem Motorraum
54 abgewandten Seite des Motordeckels 30. Der Elektronikraum wird von einem Elektronikdeckel
40 verschlossen, insbesondere fluiddicht verschlossen. In dem Elektronikraum kann
insbesondere die Steuerung für den Elektromotor 50 ausgebildet sein.
1. Pumpenanordnung zur Versorgung eines Maschinenaggregats mit Liquid, insbesondere zur
Versorgung eines Motors und/oder eines Getriebes eines Kraftfahrzeugs, umfassend:
a. eine Pumpe mit einem Pumpengehäuse (10, 20), das einen Sauganschluss (24) und einen
Druckanschluss (23) aufweist,
b. eine in dem Pumpengehäuse (10, 20) ausgebildete Förderkammer mit einem mit dem
Sauganschluss (24) verbundenen Niederdruckbereich und einem mit dem Druckanschluss
(23) verbundenen Hochdruckbereich,
c. ein in der Förderkammer ausgebildetes Förderelement (61, 62), zur Förderung eines
Liquids von dem Sauganschluss (24) zu dem Druckanschluss (23), und
d. einen in einem Motorraum (54) angeordneten Elektromotor (50) zum Antreiben des
Förderelements (61, 62),
dadurch gekennzeichnet, dass
e. in dem Pumpengehäuse (10, 20) zumindest ein Entlüftungskanal (13) ausgebildet ist,
der den Niederdruckbereich der Förderkammer mit dem Motorraum (54) fluidisch verbindet,
wobei der Entlüftungskanal (13) mit zumindest einer Mündung (14) in den Motorraum
(54) mündet, die bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung geodätisch
höher angeordnet ist als der Sauganschluss (24).
2. Pumpenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Elektromotor (50) ein
nasslaufender Elektromotor (50) ist und der Motorraum (54) im Betrieb der Pumpenanordnung
zumindest teilweise mit dem zu fördernden Liquid gefüllt ist, und wobei sich der Fluidspiegel
des in dem Motorraum (54) befindlichen Liquids vorzugweise auf der Höhe der Mündung
(14) des Entlüftungskanals (13) befindet.
3. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Entlüftungskanal
(13) bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Pumpenanordnung in einem in vertikaler
Richtung oberen Drittel des Motorraums (54), insbesondere in einem in vertikaler Richtung
oberen Viertel des Motorraums (54), in den Motorraum (54) mündet.
4. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Förderkammer an
einer ersten Stirnseite von einer ersten Kammerwand (11) und auf der der ersten Kammerwand
(11) abgewandten zweiten Stirnseite der Förderkammer von einer zweiten Kammerwand
(22) begrenzt wird, und wobei der Entlüftungskanal (13) in der ersten Kammerwand (11)
ausgebildet ist, insbesondere in Form einer in Richtung der zweiten Kammerwand (22)
offenen Nut ausgebildet ist.
5. Pumpenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei in der ersten Kammerwand (11)
eine den Niederdruckbereich überlappende Niederdruckniere (12) ausgebildet ist und
der Entlüftungskanal (13) mit seinem der Mündung (14) abgewandten Ende in die Niederdruckniere
(12) mündet.
6. Pumpenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Entlüftungskanal (13)
in einen Bereich der Niederdruckniere (12) mündet, der mit einem Abschnitt der Förderkammer
überlappt, in welchem im Betrieb der Pumpenanordnung ein lokales Druckminimum vorliegt.
7. Pumpenanordnung nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Pumpengehäuse
ein erstes Gehäuseteil (10) und ein zweites Gehäuseteil (20) umfasst und die erste
Kammerwand (11) durch das erste Gehäuseteil (10) gebildet wird und/oder die zweite
Kammerwand (22) durch das zweite Gehäuseteil (20) gebildet wird.
8. Pumpenanordnung nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, wobei in der ersten
Kammerwand (11) eine den Hochdruckbereich überlappende Druckniere (16) ausgebildet
ist und die Druckniere (16) mit dem Motorraum (54) fluidisch verbunden ist, und wobei
die Druckniere (16) vorzugsweise über einen in der zweiten Kammerwand (22) ausgebildeten
Druckkanal (17) mit dem Motorraum (54) fluidisch verbunden ist und der Druckkanal
(17) mit zumindest einer Druckmündung (18) in einen Lagerabschnitt (19) einer Rotorwelle
(53) des Elektromotors (50) mündet, und wobei die Druckmündung (18) bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der Pumpenanordnung geodätisch niedriger angeordnet ist als die Mündung
(14) des Entlüftungskanals (13).
9. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Pumpengehäuse ein
erstes Gehäuseteil (10) und ein zweites Gehäuseteil (20) umfasst, und wobei der Elektromotor
(50) auf einer der Förderkammer abgewandten Seite des ersten Gehäuseteils (10) angeordnet
ist.
10. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sauganschluss (24)
und/oder der Druckanschluss (23) an einer Stirnseite des Pumpengehäuses, vorzugsweise
an dem zweiten Gehäuseteil (20) des vorhergehenden Anspruchs, ausgebildet sind/ist.
11. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pumpenanordnung
einen Motordeckel (30) umfasst und der Motordeckel (30) den Motorraum (54) auf einer
der Förderkammer abgewandten Seite verschließt, insbesondere fluiddicht verschließt.
12. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pumpenanordnung
einen Motordeckel (30) umfasst, insbesondere den Motordeckel (30) nach Anspruch 11,
und wobei
a. die Pumpenanordnung zumindest teilweise in einen Aufnahmeraum mit einer Stirnwand
und einer Umfangswand ragt, und wobei der Motordeckel (30) den Aufnahmeraum auf der
von der Stirnwand abgewandten Seite verschließt, und/oder
b. der Motorraum (54) umfangsseitig und/oder stirnseitig von dem Motordeckel (30)
und dem ersten Gehäuseteil (10) nach einem der Ansprüche 6, 9 und 10 begrenzt wird.
13. Pumpenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Aufnahmeraum von einem
Aggregatsgehäuse des mit Liquid zu versorgenden Maschinenaggregats gebildet wird.
14. Pumpenanordnung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei der Aufnahmeraum
den Motorraum (54) umfasst.
15. Pumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pumpenanordnung
eine Montagestruktur umfasst, über welche die Pumpenanordnung mit beispielsweise mit
dem zu versorgenden Maschinenaggregat verbindbar ist, und wobei vorzugsweise der Motordeckel
(30) nach einem der Ansprüche 11 bis 14 die Montagestruktur bildet.