Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flammensperrvorrichtung für einen Fluidkanal
zum Führen eines brennbaren Luft-Gas-Gemischs, mit mindestens einem Durchströmbereich,
der in einem Sperrzustand verschließbar ist, um ein Durchtreten eines Flammenrückschlags
in eine Rückschlagrichtung durch den mindestens einen Durchströmbereich zu verhindern.
Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage
mit einer Verbrennungseinheit und einem Fluidkanal, in dem eine derartige Flammensperrvorrichtung
angeordnet ist.
[0002] Aus der
DE 10 2021 110 061 A1 ist eine Anordnung zur Verminderung der Folgen eines Flammenrückschlags in einen
Gemischweg eines Vormischbrenners in einem Heizgerät bekannt, wobei das Heizgerät
mit einem Gemisch aus Brenngas und Luft betreibbar ist, und wobei in dem Gemischweg
vor einer Verbrennungseinheit eine Flammensperrvorrichtung in Form von einer Rückschlagsperre
angeordnet ist. Die Rückschlagsperre ist in einem Abschnitt der Zuführung zum Heizgerät
vorgesehen, durch den ein brennfähiges Gemisch aus Brenngas und Luft strömt, also
stromabwärts von einer Stelle, an der das Gemisch gebildet wird. Hierbei kann die
Rückschlagsperre eine einseitig verschwenkbare Klappe umfassen, die von einer entsprechenden
Gemischströmung hin zu der Verbrennungseinheit offengehalten wird, so dass das Gemisch
hindurchtreten kann. Die Rückschlagsperre kann ein kugelartiger Verschluss, ein Ventil,
ein Stößel oder dergleichen sein. Insbesondere kann die Rückschlagsperre im Fall,
dass die Gemischströmung deutlich reduziert und/oder z.B. infolge eines Druckstoßes
umgekehrt wird, ggf. eigenständig schließen, so dass dann eine Strömungsblockade gebildet
wird.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flammensperrvorrichtung für einen Fluidkanal
zum Führen eines brennbaren Luft-Gas-Gemischs, mit mindestens einem Durchströmbereich
und mindestens einem elastisch verformbaren Sperrelement, welches mindestens einen
plattenförmigen Sperrbereich aufweist. Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement
ist dazu ausgebildet, in einem Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung ein Strömen
des brennbaren Luft-Gas-Gemischs durch den mindestens einen Durchströmbereich in eine
zugeordnete Gemischströmungsrichtung zu ermöglichen und sich bei Auftreten eines Flammenrückschlags
in eine zur Gemischströmungsrichtung entgegengesetzte Rückschlagrichtung elastisch
zu verformen, um in einem Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung den mindestens
einen Durchströmbereich mit dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich zu verschließen,
um ein Durchtreten des Flammenrückschlags in die Rückschlagrichtung durch den mindestens
einen Durchströmbereich zu verhindern.
[0005] Vorteilhafterweise kann durch die Flammensperrvorrichtung ganz allgemein ein Übertreten
einer stromabwärts von dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich im Fluidkanal
auftretenden Flamme durch den mindestens einen Durchströmbereich in den stromaufwärts
davon gelegenen Bereich des Fluidkanals verhindert werden. Um dies zu ermöglichen,
ist es nicht zwingend erforderlich, dass der mindestens eine plattenförmige Sperrbereich
den mindestens einen Durchströmbereich hermetisch dicht, sondern vielmehr lediglich
derart verschließt, dass ein Durchtreten der Flamme unterbunden wird. Hierdurch kann
insbesondere bei Auftreten eines Flammenrückschlags in dem Fluidkanal effizient und
wirksam ein Durchtreten des Flammenrückschlags in die Rückschlagrichtung durch den
mindestens einen Durchströmbereich verhindert werden.
[0006] Bevorzugt ist das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement dazu ausgebildet,
sich bei Auftreten des Flammenrückschlags in Antwort auf eine von dem Flammenrückschlag
erzeugte Druckwelle elastisch von einem Öffnungszustand in einen Schließzustand zu
verformen.
[0007] Somit kann ein Sperrelement Anwendung finden, welches ohne eine zusätzliche externe
mechanische Betätigung mit einer vergleichsweise kurzen Reaktionszeit auf eine Flammenpropagation
im Falle eines Flammenrückschlags reagiert.
[0008] Vorzugsweise ist das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement dazu ausgebildet,
sich nach Abklingen der Druckwelle elastisch von dem Schließzustand in den Öffnungszustand
zu verformen.
[0009] Somit kann das elastisch verformbare Sperrelement unmittelbar nach Beendigung des
Flammenrückschlags selbsttätig und ohne zusätzliche externe mechanische Betätigung
wieder von dem Sperrzustand zurück in den Durchströmzustand übergehen und hierdurch
eine Wiederaufnahme eines Normalbetriebs der Flammensperrvorrichtung ermöglichen.
[0010] Bevorzugt ist mindestens ein Durchströmelement vorgesehen, welches den mindestens
einen Durchströmbereich ausbildet.
[0011] Somit kann ein Öffnungsquerschnitt des Fluidkanals auf einfache Art und Weise durch
das mindestens eine Durchströmelement reduziert werden, sodass ein entsprechendes
Durchströmvolumen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs anwendungsspezifisch angepasst
werden kann.
[0012] Das mindestens eine Durchströmelement kann dazu ausgebildet sein, eine erste geometrische
Form anzunehmen, und das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement kann dazu
ausgebildet sein, die erste oder eine davon abweichende zweite geometrische Form anzunehmen,
wobei das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement vorzugsweise dazu vorgesehen
ist, im Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung die zweite geometrische Form
anzunehmen.
[0013] Somit weisen das mindestens eine Durchströmelement und das elastisch verformbare
Sperrelement im Durchströmzustand des elastisch verformbaren Sperrelements unterschiedliche
geometrische Formen auf, sodass das Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs durch
den mindestens einen Durchströmbereich des mindestens einen Durchströmelements sowie
durch das elastisch verformbare Sperrelement in die zugeordnete Gemischströmungsrichtung
einfach und unkompliziert ermöglicht wird.
[0014] Die zweite geometrische Form beim elastisch verformbaren Sperrelement kann einem
ersten stabilen Zustand des elastisch verformbaren Sperrelements zugeordnet sein.
[0015] Somit kann eine stabile und robuste zweite geometrische Form beim elastisch verformbaren
Sperrelement ermöglicht werden.
[0016] Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement kann dazu vorgesehen sein,
im Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung die erste geometrische Form anzunehmen.
[0017] Somit kann das mindestens eine Durchströmelement dazu ausgebildet sein, dauerhaft
eine geometrische Form aufzuweisen, die der geometrischen Form des elastisch verformbaren
Sperrelements im Sperrzustand entspricht, sodass das elastisch verformbare Sperrelement
im Sperrzustand den mindestens einen Durchströmbereich des mindestens einen Durchströmelements
sicher und zuverlässig verschließen kann.
[0018] Die erste geometrische Form beim elastisch verformbaren Sperrelement kann einem zweiten
stabilen Zustand des elastisch verformbaren Sperrelements zugeordnet sein.
[0019] Somit kann eine stabile und robuste erste geometrische Form beim elastisch verformbaren
Sperrelement ermöglicht werden, wobei das elastisch verformbare Sperrelement bevorzugt
durch eine vom Flammenrückschlag ausgelöste Druckwelle elastisch von seiner zweiten
geometrischen Form in seine erste geometrische Form umgeformt wird, um dann nach Abklingen
der Druckwelle durch einen vom Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs erzeugten
Druck elastisch von seiner ersten geometrischen Form zurück in seine zweite geometrische
Form umgeformt zu werden.
[0020] Bevorzugt weist das mindestens eine Durchströmelement eine Durchströmplatte auf,
die eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen aufweist, welche den mindestens einen Durchströmbereich
ausbilden.
[0021] Somit kann die Durchströmplatte auf einfache Art und Weise für ein jeweils erforderliches
Durchströmvolumen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs angepasst werden.
[0022] Bevorzugt weist das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement eine Sperrplatte
auf, die eine Vielzahl von Plattenbereichen aufweist, welche den mindestens einen
plattenförmigen Sperrbereich ausbilden.
[0023] Somit kann das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement einfach und unkompliziert
zum Verschließen der Vielzahl von Durchtrittsöffnungen der Durchströmplatte ausgebildet
werden.
[0024] Die Durchströmplatte kann eine größere Steifigkeit aufweisen, als die Sperrplatte.
[0025] Somit kann sicher und zuverlässig ein ungewünschtes Verformen der Durchströmplatte
durch einen vom Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs erzeugten Druck oder durch
eine vom Flammenrückschlag ausgelöste Druckwelle verhindert werden.
[0026] Die Durchströmplatte und die Sperrplatte können über mindestens eine gemeinsame Achse
miteinander verbunden sein.
[0027] Somit kann eine stabile und robuste Flammensperrvorrichtung bereitgestellt werden.
[0028] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage
mit einer Verbrennungseinheit und einem Fluidkanal zum Führen eines brennbaren Luft-Gas-Gemischs
zur Verbrennungseinheit. In dem Fluidkanal ist eine Flammensperrvorrichtung mit mindestens
einem Durchströmbereich und mindestens einem elastisch verformbaren Sperrelement,
welches mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich aufweist, angeordnet. Das mindestens
eine elastisch verformbare Sperrelement ist dazu ausgebildet, in einem Durchströmzustand
der Flammensperrvorrichtung ein Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs durch den
mindestens einen Durchströmbereich in eine zugeordnete Gemischströmungsrichtung zu
ermöglichen und sich bei Auftreten eines Flammenrückschlags von der Verbrennungseinheit
in eine zur Gemischströmungsrichtung entgegengesetzte Rückschlagrichtung elastisch
zu verformen, um in einem Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung den mindestens
einen Durchströmbereich mit dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich zu verschließen,
um ein Durchtreten des Flammenrückschlags in die Rückschlagrichtung durch den mindestens
einen Durchströmbereich zu verhindern.
[0029] Vorteilhafterweise kann durch die Flammensperrvorrichtung ganz allgemein ein Übertreten
einer stromabwärts von dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich im Fluidkanal
auftretenden Flamme durch den mindestens einen Durchströmbereich in den stromaufwärts
davon gelegenen Bereich des Fluidkanals verhindert werden. Um dies zu ermöglichen,
ist es nicht zwingend erforderlich, dass der mindestens eine plattenförmige Sperrbereich
den mindestens einen Durchströmbereich hermetisch dicht, sondern vielmehr lediglich
derart verschließt, dass ein Durchtreten der Flamme unterbunden wird. Hierdurch kann
insbesondere bei Auftreten eines Flammenrückschlags in dem Fluidkanal effizient und
wirksam ein Durchtreten des Flammenrückschlags in die Rückschlagrichtung durch den
mindestens einen Durchströmbereich verhindert werden, sodass eine Beschädigung von
stromaufwärts von der Flammensperrvorrichtung angeordneten Komponenten der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage
sicher und zuverlässig verhindert werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0030] Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage mit einer Flammensperrvorrichtung
gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Flammensperrvorrichtung von Fig. 1 mit einem Durchströmelement
und einem elastisch verformbaren Sperrelement im Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht der Flammensperrvorrichtung von Fig. 1 mit dem Durchströmelement
und dem elastisch verformbaren Sperrelement von Fig. 2 im Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung,
- Fig. 4
- ein Funktionsdiagramm von der Flammensperrvorrichtung von Fig. 2 und Fig. 3 bei Auftreten
eines Flammenrückschlags, und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung ausgebildeten
Flammensperrvorrichtung von Fig. 1 bis Fig. 4.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0031] In den Figuren werden Elemente mit gleicher oder vergleichbarer Funktion mit identischen
Bezugszeichen versehen und nur einmal genauer beschrieben.
[0032] Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 zum Verbrennen
eines brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130. Hierbei kann die Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage
100 z.B. in einer beliebigen Anwendung Einsatz finden, die die Verwendung eines Wärmetauschers
erfordert. Beispielsweise kann die Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 in einem
Gebäudeheizungssystem oder einem Warmwasserbereiter eingesetzt werden.
[0033] Illustrativ hat die Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 eine luftdichte Verkleidung
102 bzw. einen sogenannten Luftkasten für eine raumluftunabhängige Betriebsweise der
Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100. Alternativ hierzu kann jedoch auch auf eine
Bereitstellung der luftdichten Verkleidung 102 verzichtet werden, um somit eine raumluftabhängige
Betriebsweise der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 zu ermöglichen.
[0034] Wie in Fig. 1 gezeigt, kann die Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100, illustrativ
die luftdichte Verkleidung 102, einen äußeren Lufteinlass 105 zum Zuführen von Luft
111, einen äußeren Gaseinlass 107 zum Zuführen von Gas 119 und einen Abzugsauslass
150 zum Abführen von Abgas 152 umfassen. Des Weiteren kann die Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage
100 eine Luft-Gas-Mischeinheit 110 zum Mischen des Gases 119 mit der Luft 111, eine
Verbrennungseinheit 120, sowie einen Wärmetauscher 140 aufweisen, die alle in der
luftdichten Verkleidung 102 angeordnet sein können. Der Luft-Gas-Mischeinheit 110
wird illustrativ das Gas 119 zum Mischen mit der Luft
111 zugeführt und kann ein beliebiges Gas sein, wie z. B. Wasserstoff, Propan, Butan,
Methan, Flüssiggas usw. Besonders bevorzugt weist das Gas 119 Wasserstoff auf.
[0035] Die Luft-Gas-Mischeinheit
110 umfasst illustrativ einen Lufteinlass 113, der beispielhaft die Luft
111 von dem äußeren Lufteinlass 105 der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 aufnimmt
und der Luft-Gas-Mischeinheit
110 als Luftstrom zuführt. Der Luftstrom wird nachfolgend der Einfachheit halber ebenfalls
mit dem Bezugszeichen
111 gekennzeichnet. Des Weiteren umfasst die Luft-Gas-Mischeinheit
110 einen Gaseinlass 117, der das Gas 119 vom äußeren Gaseinlass 107 aufnimmt und der
Luft-Gas-Mischeinheit
110 als Gasstrom zuführt. Der Gasstrom wird nachfolgend der Einfachheit halber ebenfalls
mit dem Bezugszeichen 119 gekennzeichnet.
[0036] Illustrativ wird das brennbare Luft-Gas-Gemisch 130 in der Luft-Gas-Mischeinheit
110 aus dem vom Lufteinlass 113 zugeführten Luftstrom
111 und dem vom Gaseinlass 117 zugeführten Gasstrom 119 gebildet. Das brennbare Luft-Gas-Gemisch
130 wird über einen Luft-Gas-Auslass 132 der Luft-Gas-Mischeinheit
110 in einen Fluidkanal 135 geleitet und durch den Fluidkanal 135 der Verbrennungseinheit
120 zugeführt.
[0037] Beispielhaft ist die Verbrennungseinheit 120 mit einer Brenneroberfläche 124 versehen,
die bevorzugt stromabwärts von der Luft-Gas-Mischeinheit
110 derart angeordnet ist, dass das brennbare Luft-Gas-Gemisch 130, das in der Luft-Gas-Mischeinheit
110 gebildet wird, durch den Fluidkanal 135 in einer Gemischströmungsrichtung 131 zur
Brenneroberfläche 124 strömt. Falls gewünscht, kann ein Lüfter das brennbare Luft-Gas-Gemisch
130 in der Gemischströmungsrichtung 131 zur Brenneroberfläche 124 treiben.
[0038] Das brennbare Luft-Gas-Gemisch 130 wird durch die Verbrennungseinheit 120 und, insbesondere,
an der Brenneroberfläche 124 verbrannt. Hierbei kann der Wärmetauscher 140 die Wärme,
die durch die Verbrennung an der Brenneroberfläche 124 entsteht, auf ein anderes Medium
übertragen. Beispielsweise kann der Wärmetauscher 140 die Wärme, die an der Brenneroberfläche
124 entsteht, auf Wasser in einem Wasserkreislauf übertragen. Das durch die Verbrennung
des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 entstehende Abgas 152 kann durch den Abzugsauslass
150 aus der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 evakuiert werden.
[0039] Bei der Verbrennung des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 durch die Verbrennungseinheit
120 kann ein ungewünschter Flammenrückschlag 160 in eine zur Gemischströmungsrichtung
131 entgegengesetzte Rückschlagrichtung 161 entstehen. Dieser kann zu einer Beschädigung
der Luft-Gas-Mischeinheit
110 bzw. eines zugeordneten Luft-Gas-Mischers führen, falls eine entsprechende Propagation
des Flammenrückschlags 160 durch den Fluidkanal 135 in die Rückschlagrichtung 161
nicht wirksam unterbunden wird. Deshalb ist in dem Fluidkanal 135 erfindungsgemäß
eine Flammensperrvorrichtung 200 angeordnet, die dazu ausgebildet ist, ein Durchtreten
des Flammenrückschlags 160 bzw. ganz allgemein das Durchtreten einer Flamme in die
Rückschlagrichtung 161 zu verhindern.
[0040] Fig. 2 zeigt den Fluidkanal 135 der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 von Fig.
1 mit der Flammensperrvorrichtung 200 in einem Durchströmzustand. Der Fluidkanal 135
dient zum Führen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 in die Gemischströmungsrichtung
131.
[0041] Die Flammensperrvorrichtung 200 weist mindestens einen Durchströmbereich 215 und
mindestens ein elastisch verformbares Sperrelement 220 auf. Das mindestens eine elastisch
verformbare Sperrelement 220 weist mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 227
auf und ist dazu ausgebildet, im Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung 200
ein Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 durch den mindestens einen Durchströmbereich
215 in die Gemischströmungsrichtung 131 zu ermöglichen.
[0042] Um ein Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 durch den mindestens einen Durchströmbereich
215 in die Gemischströmungsrichtung 131 zu ermöglichen, weist vorzugsweise auch das
mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 mindestens einen Durchströmbereich
225 auf. Im Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung 200 ist das mindestens eine
elastisch verformbare Sperrelement 220 bevorzugt in einem Öffnungszustand und die
Durchströmbereiche 215, 225 sind somit offen, sodass ein von dem brennbaren Luft-Gas-Gemisch
130 gebildeter Luft-Gas-Strom, der mit einer mit Pfeilen 137 versehenen Flusslinie
angedeutet ist, durch die Flammensperrvorrichtung 200 durchströmen kann.
[0043] Bevorzugt wird der Durchströmbereich 215 von mindestens einem Durchströmelement 210
ausgebildet. Das mindestens eine Durchströmelement 210 und das mindestens eine elastisch
verformbare Sperrelement 220 können über mindestens eine gemeinsame Achse miteinander
verbunden sein. Vorzugsweise ist das mindestens eine Durchströmelement 210 über eine
erste - in Fig. 2 obere - Achse 202 und eine zweite - in Fig. 2 untere - Achse 204
mit dem mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelement 220 verbunden. Hierbei
können die Achsen 202, 204 z.B. zugeordnete Schwenkachsen ausbilden und/oder durch
geeignete Achswellen ausgebildet sein.
[0044] Illustrativ umfasst das mindestens eine Durchströmelement 210 eine Vielzahl von nicht
näher gekennzeichneten Durchtrittsöffnungen (513 in Fig. 5), die den mindestens einen
Durchströmbereich 215 bilden. Des Weiteren umfasst das mindestens eine Durchströmelement
210 illustrativ eine Vielzahl von nicht näher gekennzeichneten lamellenartigen Sperrbereichen
(517 in Fig. 5), die mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 217 bilden. Bevorzugt
ist das mindestens eine Durchströmelement 210 dazu ausgebildet, im Durchströmzustand
der Flammensperrvorrichtung 200 eine erste geometrische Form anzunehmen. Illustrativ
entspricht die erste geometrische Form zumindest annähernd einer C-Form, d.h. einer
Wölbung oder Ausbeulung gegen die Gemischströmungsrichtung 131.
[0045] In Analogie hierzu umfasst das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement
220 illustrativ eine Vielzahl von nicht näher gekennzeichneten Plattenbereichen (523
in Fig. 5), die den mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 227 ausbilden. Darüber
hinaus umfasst das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 illustrativ
eine Vielzahl von nicht näher gekennzeichneten Durchtrittsöffnungen (525 in Fig. 5),
die den mindestens einen Durchströmbereich 225 bilden. Bevorzugt ist das mindestens
eine elastisch verformbare Sperrelement 220 dazu ausgebildet, im Durchströmzustand
der Flammensperrvorrichtung 200 eine zweite geometrische Form anzunehmen. Illustrativ
entspricht die zweite geometrische Form zumindest annähernd einer umgekehrten C-Form,
d.h. einer Wölbung oder Ausbeulung in die Gemischströmungsrichtung 131.
[0046] Somit sind das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 und das mindestens
eine Durchströmelement 210 im Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung 200 vorzugsweise
in entgegengesetzte Richtungen gewölbt oder ausgebeult. Hierbei kann die erste geometrische
Form des mindestens einen Durchströmelements 210 sowohl durch eine elastische Verformung,
als auch durch eine plastische Verformung erreicht werden. Die zweite geometrische
Form des mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelements 220 kann zwar ebenfalls
durch eine plastische Verformung erreicht werden, wird jedoch bevorzugt und erfindungsgemäß
durch eine elastische Verformung erreicht, bei der die zweite geometrische Form des
mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelements 220 vorzugsweise einem ersten
stabilen Zustand des mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelements 220 zugeordnet
ist.
[0047] Fig. 3 zeigt den Fluidkanal 135 der Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage 100 von Fig.
1 mit der gem. Fig. 2 ausgebildeten Flammensperrvorrichtung 200 in einem Sperrzustand.
Der Fluidkanal 135 dient zum Führen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 in die Gemischströmungsrichtung
131.
[0048] Wie bei Fig. 2 beschrieben, weist die Flammensperrvorrichtung 200 das mindestens
eine Durchströmelement 210 mit dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 217
auf, sowie das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 mit dem mindestens
einen plattenförmigen Sperrbereich 227. Das mindestens eine Durchströmelement 210
bildet den mindestens einen Durchströmbereich 215 und hat die erste geometrische Form
angenommen. Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 bildet den
mindestens einen Durchströmbereich 225 und ist mit dem mindestens einen Durchströmelement
210 über die gemeinsamen Achsen 202, 204 verbunden.
[0049] Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 ist dazu ausgebildet,
sich bei Auftreten eines Flammenrückschlags 160 in eine zur Gemischströmungsrichtung
131 entgegengesetzte Rückschlagrichtung 161 elastisch zu verformen, um in dem Sperrzustand
der Flammensperrvorrichtung 200 den mindestens einen Durchströmbereich 215 mit dem
mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 227 zu verschließen, um ein Durchtreten
des Flammenrückschlags 160 in die Rückschlagrichtung 161 durch den mindestens einen
Durchströmbereich 215 zu verhindern. Insbesondere kann durch die Flammensperrvorrichtung
200 ganz allgemein ein Übertreten einer stromabwärts von dem mindestens einen plattenförmigen
Sperrbereich 227 im Fluidkanal 135 auftretenden Flamme durch den mindestens einen
Durchströmbereich 215 in den stromaufwärts davon gelegenen Bereich des Fluidkanals
135 verhindert werden. Um dies zu ermöglichen, ist es nicht zwingend erforderlich,
dass der mindestens eine plattenförmige Sperrbereich 227 den mindestens einen Durchströmbereich
215 hermetisch dicht verschließt, sondern vielmehr lediglich derart, dass ein Durchtreten
der Flamme unterbunden wird.
[0050] Um ein Verschließen des mindestens einen Durchströmbereichs 215 durch den mindestens
einen plattenförmigen Sperrbereich 227 zu ermöglichen, ist das mindestens eine elastisch
verformbare Sperrelement 220 vorzugsweise dazu ausgebildet, sich bei Auftreten des
Flammenrückschlags 160 in Antwort auf eine von dem Flammenrückschlag 160 erzeugte
Druckwelle 165 elastisch von dem in Fig. 2 gezeigten Öffnungszustand in einen in Fig.
3 gezeigten Schließzustand zu verformen. In diesem Schließzustand, der dem Sperrzustand
der Flammensperrvorrichtung 200 zugeordnet ist, nimmt das mindestens eine elastisch
verformbare Sperrelement 220 bevorzugt die erste geometrische Form des mindestens
einen Durchströmelements 210 an. Diese erste geometrische Form ist bei dem mindestens
einen elastisch verformbaren Sperrelement 220 bevorzugt einem zweiten stabilen Zustand
zugeordnet.
[0051] Somit nehmen im Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung 200 bevorzugt sowohl das
mindestens eine Durchströmelement 210, als auch das mindestens eine elastisch verformbare
Sperrelement 220 die erste geometrische Form an, d.h. zumindest annähernd eine C-Form
bzw. eine Wölbung oder Ausbeulung gegen die Gemischströmungsrichtung 131. Hierdurch
verschließt der mindestens eine plattenförmige Sperrbereich 227 des mindestens einen
elastisch verformbaren Sperrelements 220 den mindestens einen Durchströmbereich 215
des mindestens einen Durchströmelements 210, sodass der von dem brennbaren Luft-Gas-Gemisch
130 gebildete und durch die mit Pfeilen 137 versehene Flusslinie angedeutete Luft-Gas-Strom
von Fig. 2 unterbrochen wird.
[0052] Bevorzugt ist das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 dazu ausgebildet,
sich nach Abklingen der beim Auftreten des Flammenrückschlags 160 in Antwort auf die
von dem Flammenrückschlag 160 erzeugte Druckwelle 165 elastisch von dem Schließzustand
zurück in den Öffnungszustand von Fig. 2 zu verformen. Hierdurch kann ein erneutes
Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs 130 durch die Flammensperrvorrichtung 200
wie bei Fig. 2 beschrieben ermöglicht werden.
[0053] Fig. 4 zeigt ein Funktionsdiagramm 400 zur Illustration einer beispielhaften Funktionsweise
der lediglich schematisch gezeigten Flammensperrvorrichtung 200 von Fig. 2 und Fig.
3 im Fluidkanal 135 beim Auftreten eines Flammenrückschlags 160 in die Rückschlagrichtung
161, durch den die Druckwelle 165 erzeugt wird. Wie bei Fig. 2 und Fig. 3 beschrieben,
weist die Flammensperrvorrichtung 200 das mindestens eine Durchströmelement 210 und
das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 auf, die hier vereinfacht
dargestellt sind.
[0054] Das Funktionsdiagramm 400 ist illustrativ in eine Vielzahl von zeitlich aufeinander
folgenden Einzelbildern 401 bis 409 unterteilt. Somit entspricht jedes der Einzelbilder
401 bis 409 einem jeweiligen Ist-Zustand der Flammensperrvorrichtung 200 zu einem
zugeordneten Zeitpunkt 401 bis 409 nach Auftreten des Flammenrückschlags 160.
[0055] Zum Zeitpunkt 401 ist die Flammensperrvorrichtung 200 im Durchströmzustand gem. Fig.
2 und die durch den Flammenrückschlag 160 in die Rückschlagrichtung 161 erzeugte Druckwelle
165 trifft auf das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 auf. Hierdurch
beginnt das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220, sich ausgehend
von seinem Öffnungszustand elastisch in die Rückschlagrichtung 161 zum mindestens
einen Durchströmelement 210 hin zu verformen, wie mit einem Pfeil 411 angedeutet ist.
Diese elastische Verformung des mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelements
220 in die Rückschlagrichtung 161 zum mindestens einen Durchströmelement 210 hin setzt
sich in den Zeitpunkten 402, 403, 404, 405 und 406 fort, wie mit Pfeilen 412, 413,
414, 415 und 416 angedeutet ist.
[0056] Zum Zeitpunkt 407 hat dann das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement
220 seinen Schließzustand erreicht und die Flammensperrvorrichtung 200 ist somit in
ihrem Sperrzustand gem. Fig. 3. Hierdurch wird ein Durchströmen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs
130 durch die Flammensperrvorrichtung 200 wie bei Fig. 3 beschrieben unterbrochen
und ein Durchtreten des Flammenrückschlags 160 durch die Flammensperrvorrichtung 200
wird effizient verhindert, sodass eine entsprechende Flamme des Flammenrückschlags
160 abstirbt und der Flammenrückschlag 160 beendet wird. Dementsprechend klingt auch
die Druckwelle 165 ab.
[0057] Zum Zeitpunkt 408 beginnt dann nach dem Abklingen der Druckwelle 165 das mindestens
eine elastisch verformbare Sperrelement 220, sich elastisch von seinem Schließzustand
zurück in den Öffnungszustand zu verformen, wie mit einem Pfeil 418 angedeutet ist.
Diese Verformung setzt sich fort, wie mit einem Pfeil 419 angedeutet ist, bis zum
Zeitpunkt 409 dann der Öffnungszustand erreicht ist und die Flammensperrvorrichtung
200 somit erneut im Durchströmzustand ist.
[0058] Fig. 5 zeigt die Flammensperrvorrichtung 200 von Fig. 2 und Fig. 3 in einer beispielhaften
Realisierung zur Verdeutlichung des mindestens einen Durchströmelements 210 und des
mindestens einen elastisch verformbaren Sperrelements 220, welche über die gemeinsamen
Achsen 202, 204 miteinander verbunden sind. Das mindestens eine Durchströmelement
210 bildet den mindestens einen Durchströmbereich 215 und weist den mindestens einen
plattenförmigen Sperrbereich 217 auf. Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement
220 bildet den mindestens einen Durchströmbereich 225 und weist den mindestens einen
plattenförmigen Sperrbereich 227 auf.
[0059] Illustrativ weist das mindestens eine Durchströmelement 210 eine Durchströmplatte
510 auf. Die Durchströmplatte 510 weist bevorzugt eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen
513 auf, welche beispielhaft den mindestens einen Durchströmbereich 215 ausbilden.
Des Weiteren weist die Durchströmplatte 510 vorzugsweise eine Vielzahl von lamellenartigen
bzw. plattenförmigen Sperrbereichen 517 auf, welche beispielhaft den mindestens einen
plattenförmigen Sperrbereich 217 ausbilden.
[0060] Das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement 220 weist illustrativ eine
Sperrplatte 520 auf. Die Sperrplatte 520 weist bevorzugt eine Vielzahl von Plattenbereichen
523 auf, welche beispielhaft den mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich 227
ausbilden. Des Weiteren weist die Sperrplatte 520 vorzugsweise eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen
525 auf, welche beispielhaft den mindestens einen Durchströmbereich 225 ausbilden.
[0061] Die Sperrplatte 520 und die Durchströmplatte 510 können unterschiedliche Steifigkeiten
aufweisen. Bevorzugt weist die Durchströmplatte 510 eine größere Steifigkeit auf,
als die Sperrplatte 520.
[0062] Illustrativ sind die Sperrplatte 520 und die Durchströmplatte 510 über mindestens
eine gemeinsame Achse - beispielhaft über die zwei Achsen 202, 204 - miteinander verbunden.
Die Achsen 202, 204 sind vorzugsweise durch geeignete Achswellen ausgebildet. Diese
können in zugeordneten Halterungen 501, 505 gelagert sein.
1. Flammensperrvorrichtung (200) für einen Fluidkanal (135) zum Führen eines brennbaren
Luft-Gas-Gemischs (130), mit mindestens einem Durchströmbereich (215) und mindestens
einem elastisch verformbaren Sperrelement (220), welches mindestens einen plattenförmigen
Sperrbereich (227) aufweist, wobei das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement
(220) dazu ausgebildet ist, in einem Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung
(200) ein Strömen des brennbaren Luft-Gas-Gemischs (130) durch den mindestens einen
Durchströmbereich (215) in eine zugeordnete Gemischströmungsrichtung (131) zu ermöglichen
und sich bei Auftreten eines Flammenrückschlags (160) in eine zur Gemischströmungsrichtung
(131) entgegengesetzte Rückschlagrichtung (161) elastisch zu verformen, um in einem
Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung (200) den mindestens einen Durchströmbereich
(215) mit dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich (227) zu verschließen,
um ein Durchtreten des Flammenrückschlags (160) in die Rückschlagrichtung (161) durch
den mindestens einen Durchströmbereich (215) zu verhindern.
2. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine elastisch verformbare
Sperrelement (220) dazu ausgebildet ist, sich bei Auftreten des Flammenrückschlags
(160) in Antwort auf eine von dem Flammenrückschlag (160) erzeugte Druckwelle (165)
elastisch von einem Öffnungszustand in einen Schließzustand zu verformen.
3. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das mindestens eine elastisch verformbare
Sperrelement (220) dazu ausgebildet ist, sich nach Abklingen der Druckwelle (165)
elastisch von dem Schließzustand in den Öffnungszustand zu verformen.
4. Flammensperrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens
ein Durchströmelement (210) vorgesehen ist, welches den mindestens einen Durchströmbereich
(215) ausbildet.
5. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 4, wobei das mindestens eine Durchströmelement
(210) dazu ausgebildet ist, eine erste geometrische Form anzunehmen, und wobei das
mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement (220) dazu ausgebildet ist, die
erste oder eine davon abweichende zweite geometrische Form anzunehmen, wobei das mindestens
eine elastisch verformbare Sperrelement (220) dazu vorgesehen ist, im Durchströmzustand
der Flammensperrvorrichtung (200) die zweite geometrische Form anzunehmen.
6. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 5, wobei die zweite geometrische Form beim elastisch
verformbaren Sperrelement (220) einem ersten stabilen Zustand des elastisch verformbaren
Sperrelements (220) zugeordnet ist.
7. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 6, wobei das mindestens eine elastisch verformbare
Sperrelement (220) dazu vorgesehen ist, im Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung
(200) die erste geometrische Form anzunehmen.
8. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 7, wobei die erste geometrische Form beim elastisch
verformbaren Sperrelement (220) einem zweiten stabilen Zustand des elastisch verformbaren
Sperrelements (220) zugeordnet ist.
9. Flammensperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei das mindestens eine
Durchströmelement (210) eine Durchströmplatte (510) aufweist, die eine Vielzahl von
Durchtrittsöffnungen (513) aufweist, welche den mindestens einen Durchströmbereich
(215) ausbilden.
10. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 9, wobei das mindestens eine elastisch verformbare
Sperrelement (220) eine Sperrplatte (520) aufweist, die eine Vielzahl von Plattenbereichen
(523) aufweist, welche den mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich (227) ausbilden.
11. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 9 und 10, wobei die Durchströmplatte (510) eine
größere Steifigkeit aufweist, als die Sperrplatte (520).
12. Flammensperrvorrichtung nach Anspruch 9 und 10 oder nach Anspruch 11, wobei die Durchströmplatte (510) und die Sperrplatte (520) über mindestens eine gemeinsame
Achse (202, 204) miteinander verbunden sind.
13. Luft-Gas-Gemisch-Verbrennungsanlage (100) mit einer Verbrennungseinheit (120) und
einem Fluidkanal (135) zum Führen eines brennbaren Luft-Gas-Gemischs (130) zur Verbrennungseinheit
(120), wobei in dem Fluidkanal (135) eine Flammensperrvorrichtung (200) mit mindestens
einem Durchströmbereich (215) und mindestens einem elastisch verformbaren Sperrelement
(220), welches mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich (227) aufweist, angeordnet
ist, wobei das mindestens eine elastisch verformbare Sperrelement (220) dazu ausgebildet
ist, in einem Durchströmzustand der Flammensperrvorrichtung (200) ein Strömen des
brennbaren Luft-Gas-Gemischs (130) durch den mindestens einen Durchströmbereich (215)
in eine zugeordnete Gemischströmungsrichtung (131) zu ermöglichen und sich bei Auftreten
eines Flammenrückschlags (160) von der Verbrennungseinheit (120) in eine zur Gemischströmungsrichtung
(131) entgegengesetzte Rückschlagrichtung (161) elastisch zu verformen, um in einem
Sperrzustand der Flammensperrvorrichtung (200) den mindestens einen Durchströmbereich
(215) mit dem mindestens einen plattenförmigen Sperrbereich (227) zu verschließen,
um ein Durchtreten des Flammenrückschlags (160) in die Rückschlagrichtung (161) durch
den mindestens einen Durchströmbereich (215) zu verhindern.