[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen temperaturabhängigen Schalter. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung einen hermetisch gasdichten temperaturabhängigen
Schalter.
[0002] Temperaturabhängige Schalter sind grundsätzlich bereits in einer Vielzahl bekannt.
Ein beispielhafter temperaturabhängiger Schalter ist in der
DE 37 33 693 A1 offenbart. Bei dem daraus bekannten temperaturabhängigen Schalter handelt es sich
ebenfalls um einen hermetisch gasdichten temperaturabhängigen Schalter.
[0003] Derartige temperaturabhängige Schalter dienen in an sich bekannter Weise dazu, die
Temperatur eines Gerätes zu überwachen. Hierzu wird der Schalter direkt oder indirekt
in thermischen Kontakt mit dem zu schützenden Gerät gebracht, so dass die Temperatur
des zu schützenden Gerätes die Temperatur des im Inneren des Schalters angeordneten
Schaltwerks beeinflusst.
[0004] Der Schalter wird dabei typischerweise über Anschlussleitungen elektrisch in Reihe
in den Versorgungsstromkreis des zu schützenden Gerätes geschaltet, so dass unterhalb
der Ansprechtemperatur des Schalters der Versorgungsstrom des zu schützenden Gerätes
durch den Schalter fließt.
[0005] Solche temperaturabhängigen Schalter umfassen ein temperaturabhängiges Schaltwerk,
das in einem Schaltergehäuse gekapselt angeordnet ist und das in Abhängigkeit von
seiner Temperatur eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden elektrischen
Anschlüssen des Schalters öffnet oder schließt. Genauer gesagt, ist das temperaturabhängige
Schaltwerk dazu eingerichtet, zwischen eine Schließstellung, in der das Schaltwerk
die elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden elektrischen Anschlüssen des
Schalters herstellt, und einer Öffnungsstellung, in der das Schaltwerk die elektrisch
leitende Verbindung zwischen den beiden elektrischen Anschlüssen des Schalters trennt,
temperaturabhängig zu schalten. In der Schließstellung drückt das Schaltwerk meist
ein bewegliches Kontaktteil gegen mindestens einen statischen Kontakt und stellt somit
die elektrische Verbindung zwischen den beiden Anschlüssen des Schalters her. In der
Öffnungsstellung hält das Schaltwerk das bewegliche Kontaktteil hingegen auf Abstand
von dem mindestens einen statischen Kontakt, so dass die elektrische Verbindung zwischen
den beiden Anschlüssen des Schalters getrennt ist.
[0006] Das Schaltverhalten, also das Schalten zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung,
erfolgt temperaturabhängig. Für das temperaturabhängige Schaltverhalten des Schaltwerks
ist typischerweise ein Bimetallelement verantwortlich, das in bekannter Weise temperaturabhängig
nach Art einer Hysterese zwischen zwei Konfigurationen, einer Tieftemperaturkonfiguration
bzw. einer Tieftemperaturstellung und einer Hochtemperaturkonfiguration bzw. einer
Hochtemperaturstellung, umspringt bzw. umschnappt.
[0007] Erhöht sich also die Temperatur des Bimetallelements infolge einer Temperaturerhöhung
bei dem zu schützenden Gerät über eine definierte Temperatur, welche als Ansprechtemperatur
oder Schalttemperatur des Bimetallelements bezeichnet wird, so schnappt das Bimetallelement
von seiner Tieftemperaturkonfiguration in seine Hochtemperaturkonfiguration um und
verursacht somit einen Schaltvorgang von der Schließstellung in die Öffnungsstellung
oder umgekehrt. Je nach Einbauart kann der Schalter dabei so ausgelegt sein, dass
er sich unterhalb der Ansprech- bzw. Schalttemperatur in der Schließstellung befindet,
was als "normally closed" bezeichnet wird, oder stattdessen dann in der Öffnungsstellung
befindet, was typischerweise als "normally open" bezeichnet wird.
[0008] Für bestimmte Anwendungen müssen derartige temperaturabhängige Schalter mit speziellen
Verkapselungen ausgestattet sein, die meist zusätzlich zu dem herkömmlichen Schaltergehäuse
des Schalters vorzusehen sind. Dies ist beispielsweise notwendig, wenn derartige temperaturabhängige
Schalter in korrosiven oder explosiven Umgebungen eingesetzt werden. Ähnliches gilt,
wenn temperaturabhängige Schalter in Umgebungen eingesetzt werden, in denen die Schalter
vergleichsweise hohen äußeren Drücken ausgesetzt sind.
[0009] In den zuvor beschriebenen Anwendungsfällen kann es aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben
sein, dass die temperaturabhängigen Schalter hermetisch gasdicht ausgestaltet bzw.
hermetisch gasdicht verkapselt sind.
[0010] Bei dem aus der eingangs genannten
DE 37 33 693 A1 bekannten Schalter wird dies dadurch gelöst, dass der Schalter in ein zusätzliches
Metallgehäuse eingebracht wird, das mit einem separaten Deckel, welcher ebenfalls
aus Metall ist, nach dem Einsetzen des Schalters mit dem Metallgehäuse verschweißt
wird. In diesem Deckel sind Druckglasdurchführungen aus Schmelzglas vorgesehen, durch
die die Anschlussleitungen des Schalters von innen nach außen geführt sind. Vor dem
hermetisch dichten Verschließen des Metallgehäuses, aber nach dem Einsetzen des Schalters
wird das Metallgehäuse mit inertem Gas, vorzugsweise Helium oder Stickstoff, gespült
und ggf. mit diesem Gas gefüllt. Die Anschlussleitungen sind typischerweise Laser-geschweißt
und die Druckglasdurchführungen mit dem Metallgehäuse verschmolzen. Auf diese Weise
kann ein hermetisch gekapselter Temperaturschalter bereitgestellt werden, der extrem
druckstabil ausgebildet ist und in korrosiven und explosionsgefährdeten Umgebungen
einsetzbar sind.
[0011] Die Art der Herstellung des in der
DE 37 33 693 A1 offenbarten gekapselten Temperaturschalters hat allerdings diverse Nachteile. Zum
einen erfordert die Herstellung der darin beschriebenen, hermetischen Verkapselung
des Schalters einen hohen manuellen Arbeitsaufwand. Zudem kann es beim Verschließen
des Metallgehäuses bzw. beim Anbringen der Druckglasdurchführungen aus Schmelzglas
zu Beschädigungen des im Inneren des Schaltergehäuses angeordneten temperaturabhängigen
Schaltwerks kommen. Derartige Glasschmelzen führen bei deren Herstellung nämlich zu
extrem hohen Temperaturen. Gängige temperaturabhängige Schaltwerke, die im Inneren
des Schalters eingesetzt werden, können aber typischerweise maximal 200 bis 500 °C
ausgesetzt werden, ohne dass es zu Beschädigungen an dem darin eingesetzten Bimetallteil
kommt.
[0012] In der
DE 10 2023 107 382 B3 und der
DE 10 2023 107 383 B3 sind ferner Aufnahmevorrichtungen zur hermetisch gasdichten Abdichtung eines temperaturabhängigen
Schalters offenbart, die separat zu dem temperaturabhängigen Schalter herstellbar
sind. Diese Aufnahmevorrichtungen sind mehrteilig aufgebaut und fungieren als eine
Art Umgehäuse für den temperaturabhängigen Schalter. Ein Vorteil dieser mehrteilig
aufgebauten Aufnahmevorrichtungen besteht darin, dass diese schon vorab, also bevor
der Schalter darin eingesetzt wird, als Halbfabrikat vorproduzierbar sind. Dies vereinfacht
die letztendliche Fertigstellung immens, da der Schalter lediglich in einem letzten
Arbeitsschritt in die bereits vorgefertigte Aufnahmevorrichtung eingesetzt und damit
hermetisch abdichtend fixiert werden muss.
[0013] Da die Aufnahmevorrichtungen schon vorab als Halbfabrikat vorproduzierbar sind, wirken
sich die hierzu typischerweise notwendigen Schmelzvorgänge, welche so hohe Temperaturen
erzeugen, somit nicht auf den Schalter selbst aus, da dieser erst nachträglich in
die Aufnahmevorrichtung eingesetzt wird. Das Schaltwerk des Schalters wird somit nicht
beschädigt.Ein weiterer Vorteil der Aufnahmevorrichtungen besteht darin, dass der
elektrische Anschluss des Schalters trotz der Einbringung in die Aufnahmevorrichtung
sehr einfach, vorzugsweise automatisiert, und kostengünstig möglich ist.
[0014] Die in den oben genannten Druckschriften offenbarten Aufnahmevorrichtungen sind jedoch
insgesamt relativ komplex aufgebaut und vergleichsweise groß ausgestaltet. Es besteht
somit nach wie vor Anlass für Verbesserungen.
[0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen hermetisch abgedichteten
temperaturabhängigen Schalter bereitzustellen, welcher die oben genannten Nachteile
überwindet oder zumindest weitestgehend ausräumt. Dabei ist es insbesondere eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten hermetisch abgedichteten temperaturabhängigen
Schalter bereitzustellen, der vergleichsweise einfach und kostengünstig herstellbar
ist und darüber hinaus möglichst kompakt aufgebaut ist, dennoch aber für eine zuverlässige
hermetisch gasdichte Abdichtung sorgt.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen temperaturabhängigen Schalter gemäß
Anspruch 1 gelöst, welcher folgende Bauteile aufweist:
- ein Schaltergehäuse mit einem ersten elektrischen Anschluss und einem zweiten elektrischen
Anschluss;
- ein temperaturabhängiges Schaltwerk, das in dem Schaltergehäuse angeordnet ist und
dazu eingerichtet ist, zwischen einer Schließstellung, in der das Schaltwerk eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Anschluss und dem zweiten Anschluss
herstellt, und einer Öffnungsstellung, in der das Schaltwerk die elektrisch leitende
Verbindung trennt, temperaturabhängig zu schalten;
- eine erste elektrische Anschlussleitung, die mit dem ersten Anschluss verbunden ist;
- eine zweite elektrische Anschlussleitung, die mit dem zweiten Anschluss verbunden
ist;
- ein Schalterumgehäuse zur hermetisch abgedichteten Aufnahme des Schaltergehäuses,
wobei das Schalterumgehäuse ein erstes Umgehäuse-Bauteil aus Metall oder einem Isolierstoff
und ein zweites Umgehäuse-Bauteil aus einem Isolierstoff, das mit dem ersten Umgehäuse-Bauteil
über eine hermetisch abdichtende, elektrisch isolierende Glasschicht stoffschlüssig
verbunden ist, wobei das zweite Umgehäuse-Bauteil eine erste Öffnung, durch die die
erste Anschlussleitung hindurchgeführt ist und die mit der Glasschicht versiegelt
ist, und eine zweite Öffnung, durch die die zweite Anschlussleitung hindurchgeführt
ist und die mit der Glasschicht versiegelt ist, aufweist.
[0017] Der erfindungsgemäße temperaturabhängige Schalter weist ein vorzugsweise zweiteilig
aufgebautes Schalterumgehäuse auf, das das reguläre Schaltergehäuse des temperaturabhängigen
Schalters umgibt und für die hermetisch gasdichte Abdichtung des Schalters sorgt.
Das Schalterumgehäuse weist zwei Umgehäuse-Bauteile auf, wobei das erste Umgehäuse-Bauteil
aus Metall oder einem Isolierstoff (elektrisch isolierendem Material) ist, und wobei
das zweite Umgehäuse-Bauteil aus einem Isolierstoff (elektrisch isolierendem Material)
ist. Diese beiden Umgehäuse-Bauteile bilden gemeinsam eine hermetisch gasdichte Verkapselung
des temperaturabhängigen Schalters. Die beiden Umgehäuse-Bauteile sind über eine hermetisch
abdichtende, elektrisch isolierende Glasschicht stoffschlüssig miteinander verbunden.
Diese Glasschicht ist vorzugsweise aus Schmelzglas.
[0018] Die Anschlussleitungen des temperaturabhängigen Schalters sind durch zwei getrennte
Öffnungen hindurchgeführt, die jeweils in dem zweiten Umgehäuse-Bauteil vorgesehen
sind. Jede dieser Öffnungen ist mit der Glasschicht versiegelt, so dass auch an den
separaten Durchführungen, an denen die Anschlussleitungen durch das zweite Umgehäuse-Bauteil
aus Isolierstoff hindurchgeführt sind, eine hermetisch gasdichte Versiegelung bereitgestellt
ist.
[0019] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Schalterumgehäuse-Bauteile als Modulbaukastensystem
verwendbar sind, so dass sich Schalter unterschiedlichster Bauart der Schaltergehäuse
in dem Schalterumgehäuse anordnen lassen.
[0020] Im Vergleich zu dem aus der eingangs genannten
DE 37 33 693 A1 offenbarten Schalter ist die Abdichtung zum einen im Bereich der Durchführungen der
Anschlussleitungen verbessert, da diese durch separate Öffnungen durch ein Umgehäuse-Bauteil
aus Isolierstoff hindurchgeführt sind, die mit Glas versiegelt sind. Dies macht auch
das Handling bei der Herstellung deutlich einfacher, da das Schmelzglas aufgrund des
zweiten Umgehäuse-Bauteils aus Isolierstoff das Schaltergehäuse nur dann erreichen
würde, wenn das Schmelzglas durch die Öffnungen in dem zweiten Schalterumgehäuse hindurchflösse.
Dies kann jedoch durch eine entsprechende Dimensionierung nahezu ausgeschlossen werden.
Zum anderen vorteilhaft ist die hermetisch abdichtende und stoffschlüssige Verbindung
zwischen den beiden Umgehäuse-Bauteilen mit Hilfe der Glasschicht.
[0021] Im Vergleich zu den aus der
DE 10 2023 107 382 B3 und der
DE 10 2023 107 383 B3 bekannten Schaltern ist das Schalterumgehäuse gemäß der vorliegenden Erfindung aus
weniger Bauteilen aufgebaut und kann somit insgesamt kompakter ausgestaltet sein und
kostengünstiger hergestellt werden.
[0022] Die oben genannte Aufgabe ist somit vollständig gelöst.
[0023] Die hermetisch gasdichte Abdichtung entsteht vorzugsweise über eine Glas-Metall-Verbindung
oder eine Glas-Keramik-Verbindung zwischen dem ersten Umgehäuse-Bauteil der Glasschicht
und dem zweiten Umgehäuse-Bauteil. Solche Glas-Metall-Verbindungen und Glas-Keramik-Verbindungen
ermöglichen hermetische Verbindungen, die den Anforderungen der DIN EN 60079-15 genügen.
Hiernach wird unter einer hermetisch abgedichteten Verbindung bzw. einer hermetisch
verschlossenen Einrichtung eine Verbindung/Einrichtung verstanden, die so konstruiert
ist, dass sie nicht geöffnet werden kann und die so wirksam durch Verschmelzen abgedichtet
ist, dass das Eindringen von äußerer Atmosphäre verhindert wird. Vorzugsweise ermöglicht
eine solche hermetische Verbindung eine vakuumdichte Verbindung zwischen dem ersten
und dem zweiten Umgehäuse-Bauteil.
[0024] Unter "hermetisch" bzw. "hermetisch abgedichtet" wird vorliegend eine hermetische
Verbindung bzw. ein hermetischer Verschluss verstanden, der einen Stoffaustausch von
innen nach außen und von außen nach innen verhindert. Typischerweise haben derartige
hermetische Verschlüsse eine mittels Helium-Lecksucher ermittelte Leckrate von kleiner
als 1·10
-7 mbar · l/s. Eine Erreichung einer derartigen hermetisch verschlossenen Einrichtung/Verbindung
gemäß DIN EN 60079-15 wird in aller Regel nur durch Verschmelzen von Metall zu Metall
oder Glas zu Metall oder Glas zu Keramik erreicht.
[0025] Gemäß einer Ausgestaltung ist die erste Anschlussleitung formschlüssig durch die
erste Öffnung hindurchgeführt und die zweite Anschlussleitung formschlüssig durch
die zweite Öffnung hindurchgeführt.
[0026] Dies hat insbesondere den Vorteil, dass dadurch verhindert wird, dass Schmelzglas,
welches zur Versiegelung der Öffnungen eingesetzt wird, nicht in das Innere des Schalterumgehäuses
gelangen. Eine formschlüssige Ausbildung der beiden Öffnungen mit den jeweiligen Anschlussleitungen
ist deshalb möglich, da es sich bei dem zweiten Umgehäuse-Bauteil, in dem die Öffnungen
vorgesehen sind, um ein Umgehäuse-Bauteil aus Isolierstoff handelt und somit ein elektrischer
Kurzschluss dadurch automatisch verhindert ist.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung verlaufen die erste Öffnung und die zweite Öffnung
parallel versetzt zueinander.
[0028] Dies sorgt für eine geordnete Herausführung der beiden Anschlussleitungen aus dem
Schalterumgehäuse und vereinfacht den elektrischen Anschluss des temperaturabhängigen
Schalters an ein zu überwachendes Gerät. Zudem vereinfacht dies auch den Anschluss
der Anschlussleitungen an dem temperaturabhängigen Schaltwerk bzw. den elektrischen
Anschlüssen des Schalters selbst, welche sich im Inneren des Schalterumgehäuses befinden.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die erste Öffnung und die zweite Öffnung
parallel zu einer Symmetrieachse des Schaltergehäuses ausgerichtet.
[0030] Die erste Öffnung verläuft vorzugsweise entlang der Symmetrieachse des Schaltergehäuses
und die zweite Öffnung verläuft vorzugsweise parallel versetzt dazu. Dies vereinfacht
insbesondere den elektrischen Anschluss der Anschlussleitungen an den beiden elektrischen
Anschlüssen des Schalters. Vorzugsweise ist der Schalter dreh- bzw. rotationssymmetrisch
um die Symmetrieachse des Schaltergehäuses ausgestaltet, wobei der erste Anschluss
auf der Symmetrieachse des Schaltergehäuses und der zweite Anschluss des Schalters
versetzt dazu ist.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Isolierstoff eine Keramik auf. Mit anderen
Worten ist das zweite Umgehäuse-Bauteil vorzugsweise aus Keramik ausgestaltet. Das
erste Umgehäuse-Bauteil kann aus Metall oder Keramik ausgestaltet sein.
[0032] Insbesondere die Ausgestaltung des zweiten Umgehäuse-Bauteils aus Keramik hat den
Vorteil, dass sich dadurch eine extrem hohe Druckstabilität des Schalterumgehäuses
realisieren lässt. Die Ausbildung des ersten Umgehäuse-Bauteils aus Keramik vereinfacht
zudem die Aufnahme von temperaturabhängigen Schaltern mit stromführendem Schaltergehäuse
in dem Schalterumgehäuse, da dann keine separate elektrische Isolierung zwischen dem
Schaltergehäuse und dem Schalterumgehäuse notwendig ist.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die erste Anschlussleitung und die zweite
Anschlussleitung durch die Glasschicht hindurchgeführt und die beiden Anschlussleitungen
sind jeweils als stabile Anschlussfahnen aus Metall ausgebildet.
[0034] Die Glasschicht trägt somit aktiv zur mechanischen Stabilisierung der Anschlussleitungen
bei. Dies ist insbesondere bei einer Ausbildung der Anschlussleitungen als stabile,
unisolierte Anschlussfahnen aus Metall von Vorteil, da diese ansonsten leicht abbrechen
können.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das erste Umgehäuse-Bauteil ein topfförmiges
Unterteil und das zweite Umgehäuse-Bauteil ein platten- oder topfförmiges Deckelteil
auf.
[0036] Das erste Umgehäuse-Bauteil hat vorzugsweise einen U-förmigen Querschnitt. Sofern
das zweite Umgehäuse-Bauteil topfförmig ausgestaltet ist, hat dieses vorzugsweise
ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt und ist auf dem Kopf, also um 180° gedreht,
in das erste Umgehäuse-Bauteil eingesetzt. Sofern das zweite Umgehäuse-Bauteil hingegen
plattenförmig ausgestaltet ist, ist dieses als Deckelteil auf das Unterteil aufgesetzt,
wobei es vorzugsweise auf einer umlaufenden Schulter im ersten Umgehäuse-Bauteil entlang
seines äußeren Randes aufliegt.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umgibt das erste Umgehäuse-Bauteil das zweite
Umgehäuse-Bauteil umfangsseitig vollständig. Mit anderen Worten umgibt das erste Umgehäuse-Bauteil
den gesamten äußeren Umfang des zweiten Umgehäuse-Bauteils.
[0038] Dies vereinfacht die hermetisch gasdichte Abdichtung des Schalterumgehäuses.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist eine von dem Schaltergehäuse abgewandte Oberseite
des zweiten Umgehäuse-Bauteils vollständig mit der Glasschicht bedeckt, wobei die
Glasschicht entlang ihres äußeren Umfangs mit dem ersten Umgehäuse-Bauteil verbunden
ist.
[0040] Diese Ausgestaltung bzw. Anordnung lässt sich fertigungstechnisch vergleichsweise
einfach herstellen, indem das zweite Umgehäuse-Bauteil auf oder in das erste Umgehäuse-Bauteil
auf- bzw. eingesetzt wird und danach Schmelzglas auf die Oberseite des zweiten Umgehäuse-Bauteils
aufgebracht wird, um einerseits die Öffnungen, durch die die Anschlussleitungen hindurchgeführt
sind, zu versiegeln und andererseits das erste Umgehäuse-Bauteil hermetisch gasdicht
mit dem zweiten Umgehäuse-Bauteil stoffschlüssig zu verbinden.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung steht ein freier, umlaufender, oberer Rand des
ersten Umgehäuse-Bauteils über die Oberseite des zweiten Umgehäuse-Bauteils ab und
umgibt diese umfangsseitig vollständig.
[0042] Dadurch entsteht eine Art topfförmige Aufnahme, die durch die Oberseite des zweiten
Umgehäuse-Bauteils und den umlaufenden, oberen Rand des ersten Umgehäuse-Bauteils
gebildet wird und in die das Schmelzglas auf einfache Art und Weise einfüllbar ist.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die erste elektrische Anschlussleitung und
die zweite elektrische Anschlussleitung an dem Schaltergehäuse jeweils stoffschlüssig
befestigt. Beispielsweise sind sie außen an dem Schaltergehäuse angeschweißt oder
angelötet.
[0044] Alternativ dazu können die Anschlussleitungen jedoch auch an dem Schaltergehäuse
angenietet sein oder in dem Schaltergehäuse befestigt und aus diesem herausgeführt
sein.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das temperaturabhängige Schaltwerk ein Bimetallelement,
mindestens einen statischen Kontakt und ein bewegliches Kontaktteil auf, wobei das
Bimetallelement mit dem beweglichen Kontaktteil derart wirkverbunden ist, dass es
das bewegliche Kontaktteil in der Schließstellung gegen den statischen Kontakt drückt
und/oder in der Öffnungsstellung von dem statischen Kontakt beabstandet hält.
[0046] Während es grundsätzlich möglich ist, dass das Bimetallelement in der Schließstellung
für den Schließdruck sorgt, mit dem das bewegliche Kontaktteil gegen den statischen
Kontakt gedrückt wird, ist es bevorzugt, dass das Bimetallelement "nur" dafür sorgt,
dass das bewegliche Kontaktteil in der Öffnungsstellung von dem statischen Kontakt
beabstandet gehalten wird. Vorzugsweise weist das temperaturabhängige Schaltwerk ferner
ein Federelement auf, das dazu eingerichtet ist, das bewegliche Kontaktteil in der
Schließstellung gegen den statischen Kontakt zu drücken. Hierdurch wird das Bimetallelement
erheblich entlastet, was sich positiv auf die Lebensdauer des Bimetallelements auswirkt.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Schaltergehäuse ein Unterteil aus elektrisch
leitendem Material, vorzugsweise Metall, und ein das Unterteil verschließendes Deckelteil
aus einem elektrisch leitenden Material oder einem Isolierstoff auf, wobei der erste
elektrische Anschluss an dem Deckelteil und der zweite elektrische Anschluss an dem
Deckelteil oder dem Unterteil angeordnet ist.
[0048] Das Unterteil kann somit unmittelbar als Anschluss, vorzugsweise zweiter Anschluss,
des Schalters fungieren. Sofern das erste Umgehäuse-Bauteil des Schalterumgehäuses
ebenfalls aus Metall ist, sollte dafür gesorgt werden, dass das Unterteil des Schaltergehäuses
von dem ersten Umgehäuse-Bauteil elektrisch isoliert ist, um zu vermeiden, dass das
erste Umgehäuse-Bauteil stromführend ist.
[0049] Gemäß einer Ausgestaltung ist es daher vorgesehen, dass zwischen dem ersten Umgehäuse-Bauteil
und dem Unterteil ein Isolierelement angeordnet ist, um das erste Umgehäuse-Bauteil
gegenüber dem Unterteil zu isolieren. Beispielsweise kann eine Isolierfolie oder eine
Keramikplatte in das erste Umgehäuse-Bauteil eingesetzt sein, auf der das Unterteil
des Schaltergehäuses angeordnet ist.
[0050] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das erste Umgehäuse-Bauteil aus Metall, wobei
der Schalter ferner ein drittes Umgehäuse-Bauteil aus einem Isolierstoff aufweist,
das in dem ersten Umgehäuse-Bauteil angeordnet ist, wobei das zweite Umgehäuse-Bauteil
und das dritte Umgehäuse-Bauteil das Schaltwerk vollständig umgeben.
[0051] Dies sorgt für eine besonders gasdichte und druckstabile Anordnung, da der temperaturabhängige
Schalter hier quasi mehrere Hüllen aufweist, nämlich das Schaltergehäuse, die innere
Hülle des Umgehäuses, welche durch das zweite und das dritte Umgehäuse-Bauteil gebildet
wird und die äußere Hülle des Umgehäuses, welche durch das erste Umgehäuse-Bauteil
und die Glasschicht gebildet wird.
[0052] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0053] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht eines beispielhaften temperaturabhängigen Schalters
ohne hermetisch abgedichtetes Schalterumgehäuse, wobei sich der Schalter in seiner
Schließstellung befindet;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht des in Fig. 1 gezeigten Schalters, wobei sich der
Schalter in seiner Öffnungsstellung befindet;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
hermetisch abgedichteten temperaturabhängigen Schalters;
- Fig. 4
- eine Draufsicht von oben auf den in Fig. 3 gezeigten Schalter;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
temperaturabhängigen Schalters;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
temperaturabhängigen Schalters;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht eines vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
temperaturabhängigen Schalters;
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht eines fünften Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
temperaturabhängigen Schalters; und
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
temperaturabhängigen Schalters.
[0054] Fig. 1 und 2 zeigen einen beispielhaften temperaturabhängigen Schalter, um den grundsätzlichen
Aufbau eines solchen Schalters, anhand dessen im Folgenden der grundsätzliche Aufbau
des Schalters sowie dessen Funktionsweise erläutert wird. Der Schalter ist darin in
seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 gekennzeichnet.
[0055] Fig. 1 zeigt die Schließstellung des Schalters 10. Fig. 2 zeigt die Öffnungsstellung
des Schalters 10.
[0056] Es versteht sich, dass der in Fig. 1 und 2 gezeigte Schalter 10 nur ein Beispiel
von diversen möglichen temperaturabhängigen Schaltern ist, der für die hermetisch
abgedichtete Ausgestaltung eines solchen Schalters, wie sie erfindungsgemäß vorgesehen
ist, generell in Frage kommt. Für die erfindungsgemäß vorgesehene hermetisch dichte
Ausgestaltung können jedoch auch konstruktiv anders aufgebaute Schalter zum Einsatz
kommen.
[0057] Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Schalter 10 weist ein Schaltergehäuse 12 auf, in dessen
Inneren ein temperaturabhängiges Schaltwerk 14 angeordnet ist. Das Schaltergehäuse
12 umfasst ein topfartiges Unterteil 16 und ein Deckelteil 18, das durch einen umgebogenen
oder umgebördelten oberen Rand 20 des Unterteils 16 an dem Unterteil 16 gehalten wird.
[0058] Sowohl das Unterteil 16 als auch das Deckelteil 18 sind in dem in Fig. 1 und 2 gezeigten
Beispiel des Schalters 10 aus einem elektrisch leitfähigen Material, vorzugsweise
aus Metall, ausgestaltet. Zwischen dem Unterteil 16 und dem Deckelteil 18 ist eine
Isolierfolie 22 angeordnet. Die Isolierfolie 22 sorgt für eine elektrische Isolation
des Unterteils 16 gegenüber dem Deckelteil 18. Ebenso sorgt die Isolierfolie 22 für
eine mechanische Abdichtung, die verhindert, dass Flüssigkeiten oder Verunreinigungen
von außen in das Innere des Schaltergehäuses 12 eintreten.
[0059] Da das Unterteil 16 und das Deckelteil 18 in diesem Beispiel jeweils aus elektrisch
leitendem Material gefertigt sind, können die Außenflächen des Unterteils 16 und des
Deckelteils 18 dem elektrischen Anschluss des Schalters 10 dienen. So kann beispielsweise
die Außenfläche 24 des Deckelteils 18 als erster elektrischer Anschluss 26 des Schalters
10 fungieren. Die Außenfläche 28 des Unterteils 16 kann als zweiter Anschluss 30 des
Schalters 10 fungieren. Wie beispielsweise in Fig. 3, 5 und 6 gezeigt, können Anschlussleitungen
an diesen beiden Anschlüssen 26, 30 des Schalters 10 befestigt werden.
[0060] Außen an dem Deckelteil 18 ist bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel des Schalters
10 noch eine weitere Isolationsschicht 32 angeordnet.
[0061] Das Schaltwerk 14 ist zwischen dem Unterteil 16 und dem Deckelteil 18 geklemmt angeordnet.
Das Schaltwerk 14 weist ein Bimetallelement 34, ein Federelement 36 sowie ein bewegliches
Kontaktteil 38 auf. Das Bimetallelement 34 umfasst eine temperaturabhängige Bimetall-Schnappscheibe
mit einer darin vorgesehenen zentralen Öffnung, mit der die Bimetall-Schnappscheibe
über das bewegliche Kontaktteil 38 gestülpt ist.
[0062] Das Federelement 36 umfasst eine temperaturunabhängige Feder-Schnappscheibe, welche
mit einer darin vorgesehenen zentrischen Öffnung ebenfalls über das bewegliche Kontaktteil
38 gestülpt ist, allerdings von einer gegenüberliegenden Unterseite aus. Die beiden
Schnappscheiben 34, 38 sind also von gegenüberliegenden Seiten aus über das bewegliche
Kontaktteil 34 gestülpt.
[0063] Die Feder-Schnappscheibe 36 trägt in der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung des
Schalters 10 das bewegliche Kontaktteil 38 von unten, indem sie mit ihrem Innenrandbereich
40 von unten gegen einen umlaufenden, kreisringförmigen Kragen 42 des beweglichen
Kontaktteils 38 drückt. Hierbei stützt sich die Feder-Schnappscheibe 36 mit ihrem
äußeren, umlaufenden Rand 44 auf dem Innenboden 46 des Unterteils 16 ab.
[0064] Die Bimetall-Schnappscheibe 34 liegt in dieser Stellung des Schalters 10 mit ihrem
Innenrandbereich 48 vorzugsweise frei auf dem Kragen 42 des beweglichen Kontaktteils
38 von der gegenüberliegenden Oberseite her auf. Der äußere, umlaufende Rand 50 der
Bimetall-Schnappscheibe 34 hängt hierbei frei in das Innere des Schaltergehäuses 12
hinein. Die Bimetall-Schnappscheibe 34 ist somit bei dieser Art des Schalters 10 in
der Schließstellung nahezu kräftefrei in dem Schaltergehäuse 12 gelagert, ohne darin
fest eingespannt zu sein.
[0065] Das temperaturabhängige Schaltwerk 14 stellt in der in Fig. 1 gezeigten Tieftemperaturstellung
des Schalters 10 eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden elektrischen
Anschlüssen 26, 30 des Schalters 10 her, indem es das bewegliche Kontaktteil gegen
einen an dem Deckelteil 18 angeordneten stationären bzw. statischen Kontakt 52 drückt.
Der Kontaktdruck, mit dem das bewegliche Kontaktteil 38 in der Schließstellung des
Schalters 10 gegen den statischen Kontakt 52 gedrückt wird, wird bei dem Schalter
10 durch die Feder-Schnappscheibe 36 bewirkt.
[0066] Erhöht sich ausgehend von der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung des Schalters 10
die Temperatur des zu schützenden Gerätes und damit die Temperatur des Schalters 10
sowie der darin angeordneten Bimetall-Schnappscheibe 34 auf die Ansprechtemperatur
der Bimetall-Schnappscheibe 34 oder über diese Ansprechtemperatur hinaus, so schnappt
die Bimetall-Schnappscheibe 34 von ihrer in Fig. 1 gezeigten, konvexen Tieftemperaturkonfiguration
in ihre konkave Hochtemperaturkonfiguration um, die in Fig. 2 gezeigt ist. Bei diesem
Umschnappen stützt sich die Bimetall-Schnappscheibe 34 mit ihrem äußeren Rand 50 an
der Unterseite 54 des Deckelteils 18 ab. Mit ihrem Zentrum bzw. ihrem Innenrandbereich
48 drückt die Bimetall-Schnappscheibe 34 das bewegliche Kontaktteil 38 dabei nach
unten und hebt das bewegliche Kontaktteil 38 von dem statischen Kontakt 52 ab. Dadurch
biegt sich gleichzeitig die Feder-Schnappscheibe 36 an ihrem Zentrum nach unten durch,
so dass die Feder-Schnappscheibe 36 von ihrer in Fig. 1 gezeigten, ersten geometrischen
Konfiguration in ihre in Fig. 2 gezeigte, zweite geometrische Konfiguration umschnappt.
Die zuvor über das Schaltwerk 14 hergestellte elektrisch leitende Verbindung zwischen
den beiden elektrischen Anschlüssen 26, 30 des Schalters 10 ist damit unterbrochen.
[0067] Das temperaturabhängige Schaltwerk 14 des Schalters 10 ist somit dazu eingerichtet,
die elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden Anschlüssen 26, 30 temperaturabhängig
herzustellen und zu trennen. Bei einer Ausgestaltung des Schalters 10, welche als
"normally closed" bezeichnet wird, befindet sich das Schaltwerk 14 unterhalb der Ansprechtemperatur
der Bimetall-Schnappscheibe 34 in der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung, in der
es die elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden Außenanschlüssen 26, 30
herstellt. Oberhalb der Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe 34 befindet
sich das Schaltwerk 14 in seiner in Fig. 2 gezeigten Öffnungsstellung.
[0068] Grundsätzlich kann dies jedoch auch umgekehrt ausgestaltet sein, so dass sich das
Schaltwerk 14 unterhalb der Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe 34 in der
in Fig. 2 gezeigten Öffnungsstellung und oberhalb der Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe
34 in der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung befindet. Dies bezeichnet man dann als
"normally open".
[0069] Fig. 3 zeigt eine schematische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Schalters 10. Zusätzlich zu den Bestandteilen des Schalters 10,
wie er in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, weist der Schalter 10 hier noch ein hermetisch
abgedichtetes Schalterumgehäuse 56 auf. Dieses Schalterumgehäuse 56 dient der Aufnahme
und hermetischen Abdichtung des Schaltergehäuses 12. Das Schalterumgehäuse 56 weist
ein erstes Umgehäuse-Bauteil 58 sowie ein zweites Umgehäuse-Bauteil 60 auf.
[0070] Das erste Umgehäuse-Bauteil 58 ist topfförmig ausgestaltet. Es hat einen im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt. Das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 ist als ein plattenförmiges
Deckelteil ausgestaltet, das auf einem im Inneren des ersten Umgehäuse-Bauteils 58
umlaufend ausgebildeten Absatz 62 aufliegt. Beide Umgehäuse-Bauteile 58, 60 sind in
dem ersten Ausführungsbeispiel aus einem Isolierstoff. Vorzugsweise sind beide Umgehäuse-Bauteile
aus einem hitzebeständigen Isoliermaterial. Besonders bevorzugt sind die beiden Umgehäuse-Bauteile
58, 60 aus Keramik.
[0071] Die beiden Umgehäuse-Bauteile 58, 60 sind über eine hermetisch abdichtende, elektrisch
isolierende Glasschicht 64 stoffschlüssig miteinander verbunden. Bei dieser Glasschicht
64 handelt es sich vorzugsweise um eine Schicht aus Schmelzglas, welche auf die Oberseite
66 des zweiten Umgehäuse-Bauteils 60 aufgebracht ist. Die Oberseite 66 des zweiten
Umgehäuse-Bauteils 66 ist vorzugsweise vollständig mit der Glasschicht 64 bedeckt.
[0072] Da der freie, umlaufende, obere Rand 68 des ersten Umgehäuse-Bauteils 58 über die
Oberseite 66 des zweiten Umgehäuse-Bauteils 60 absteht und diese umfangsseitig vollständig
umgibt, entsteht eine Art topfförmige Aufnahme, in die das Schmelzglas einfach eingegossen
werden kann. Die ausgehärtete Glasschicht kontaktiert dann mit ihrer Unterseite die
Oberseite 66 des zweiten Umgehäuse-Bauteils und mit ihrem äußeren Rand umfangsseitig
das erste Umgehäuse-Bauteil 58. Zwischen dem ersten Umgehäuse-Bauteil 58 und dem zweiten
Umgehäuse-Bauteil 60 entsteht somit eine Keramik-Glas-Keramik-Verbindung, die die
Eigenschaften einer hermetisch abgedichteten bzw. abgeschlossenen Verbindung hat.
[0073] Die Anschlussleitungen 70, 72 des Schalters 10 sind aus dem Schalterumgehäuse 56
elektrisch isoliert und ebenfalls hermetisch abgedichtet hinausgeführt. Eine erste
Anschlussleitung 70 ist auf der als erster Anschluss 26 des Schalters 10 fungierenden
Oberseite 24 des Deckelteils 18 angelötet oder angeschweißt. Eine zweite Anschlussleitung
72 ist an der als zweiter Außenanschluss 30 fungierenden Außenfläche 28 des Unterteils
16 des Schaltergehäuses 12 angelötet oder angeschweißt. Genauer gesagt, ist die zweite
Anschlussleitung 72 an dem oberen Rand 20 des Unterteils 16 angeschweißt. Der obere
Rand 20 ist hierzu etwas stärker umgebogen bzw. umgebördelt, als dies in Fig. 1 und
2 gezeigt ist.
[0074] Die erste Anschlussleitung 70 ist durch eine erste Öffnung 74, welche in dem deckelförmigen
zweiten Umgehäuse-Bauteil 60 vorgesehen ist, formschlüssig hindurchgeführt. Die zweite
Anschlussleitung 72 ist durch eine zweite Öffnung 76 im zweiten Umgehäuse-Bauteil
60 formschlüssig hindurchgeführt. Die beiden Öffnungen 74, 76 sind parallel zueinander
versetzt angeordnet. Die erste Öffnung 74 ist mittig in dem zweiten Umgehäuse-Bauteil
60 angeordnet. Diese zweite Öffnung verläuft entlang einer Symmetrieachse 78 des Schaltergehäuses
12, bezüglich derer auch das Schaltwerk 14 symmetrisch ausgestaltet ist. Die zweite
Öffnung 76 ist radial weiter außen an dem zweiten Umgehäuse-Bauteil 60 angeordnet
und verläuft parallel versetzt zu der ersten Öffnung 74.
[0075] Beide Anschlussleitungen 70, 72 des Schalters 10 sind durch die Glasschicht 64 hindurchgeführt.
Die Glasschicht 64 versiegelt die Verbindungsstellen zwischen den Anschlussleitungen
70, 72 und dem zweiten Umgehäuse-Bauteil 60, so dass auch hier eine hermetisch gasdichte
Verbindung entsteht. An diesen Stellen handelt es sich also um eine Keramik-Glas-Metall-Verbindung,
da die Anschlussleitungen 70, 72 aus Metall sind.
[0076] Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Schalters 10. Im Unterschied zu dem in Fig. 3 und 4 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiel ist das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 hier nicht als plattenförmiges
Deckelteil, sondern topfförmig ausgestaltet. Es weist, ähnlich wie das erste Umgehäuse-Bauteil
58, einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf. Das zweite Umgehäuse-Bauteil
60 ist hier jedoch als umgekehrtes U, also quasi auf dem Kopf stehend, in das erste
Umgehäuse-Bauteil 58 eingesetzt. Somit umgibt in diesem Ausführungsbeispiel nicht
nur das erste Umgehäuse-Bauteil 58, sondern auch das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 das
Schaltergehäuse 12 entlang seines gesamten Umfangs. Hierdurch wird die Abdichtung
des Schalters 10 nochmals verbessert und insbesondere verhindert, dass das auf der
Oberseite 66 des zweiten Umgehäuse-Bauteils 60 aufgebrachte Schmelzglas 64 durch eine
Lücke zwischen den beiden Umgehäuse-Bauteilen 58, 60 in das Innere des Schalterumgehäuses
56 gelangt.
[0077] Fig. 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schalters 10.
Die Form des Schalterumgehäuses 56 entspricht dabei im Wesentlichen der Form und Ausgestaltung
des Schalterumgehäuses 56 gemäß dem in Fig. 5 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel.
Das erste Umgehäuse-Bauteil ist hier jedoch aus Metall ausgestaltet. Die Verbindung
zwischen dem ersten Umgehäuse-Bauteil 58 und dem zweiten Umgehäuse-Bauteil 60 ist
in diesem Fall also eine Metall-Glas-Keramik-Verbindung. Auch diese Verbindung genügt
jedoch den Erfordernissen einer hermetisch gasdichten Verbindung.
[0078] Um zu vermeiden, dass das erste Umgehäuse-Bauteil 58 stromführend ist, weist der
Schalter 10 gemäß dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ferner ein Isolierelement
80 auf. Bei diesem Isolierelement 80 handelt es sich vorzugsweise um eine Isolierfolie
oder Keramikplatte, die auf dem Innenboden des ersten Umgehäuse-Bauteils 58 angeordnet
ist und auf der das Schaltergehäuse 12 mit seinem Unterteil 16 platziert wird. Vorzugsweise
ist auch das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 auf diesem Isolierelement 80 angeordnet.
Das Isolierelement 80 trägt somit auch als mechanisches Abdichtelement bei, das verhindert,
dass flüssiges Glas, das zur Herstellung der Glasschicht 64 verwendet wird, zwischen
den beiden Umgehäuse-Bauteilen 58, 60 hindurchfließt und in das Innere des Schalterumgehäuses
56 gelangt.
[0079] Fig. 7 und 8 zeigen zwei weitere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Schalters
10. Diese unterscheiden sich von den zuvor gezeigten Ausführungsbeispielen im Wesentlichen
durch den Aufbau des Schaltwerks 14 und die Ausgestaltung des Schaltergehäuses 12.
Das Schalterumgehäuse 56 ist prinzipiell jedoch wie zuvor erläutert aufgebaut. Insbesondere
entspricht der Aufbau des in Fig. 7 gezeigten Schalterumgehäuses 56 im Wesentlichen
dem Aufbau des Schalterumgehäuses 56, wie er in Fig. 6 gezeigt ist. Das erste Umgehäuse-Bauteil
58 ist hier wiederum aus Metall. Das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 ist hingegen aus
Keramik. Im Unterschied zu dem in Fig. 6 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel des
Schalters 10 ist das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 hier jedoch nicht umgekehrt-U-förmig
ausgestaltet, sondern als plattenförmiges Deckelteil, das auf der Oberseite des Schaltergehäuses
12 aufliegt.
[0080] Bei dem in Fig. 8 gezeigten fünften Ausführungsbeispiel des Schalters 10 ist das
Schalterumgehäuse 56 prinzipiell gleich aufgebaut wie bei dem in Fig. 3 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schalters 10. Ein weiterer Unterschied
besteht darin, dass die Öffnungen 74, 76 in dem zweiten Umgehäuse-Bauteil 60 bei den
in Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispielen beide außermittig angeordnet sind.
[0081] Im Folgenden werden die Unterschiede im Aufbau des Schaltergehäuses 12 und des Schaltwerks
14 gemäß der in Fig. 7-9 gezeigten Ausführungsbeispiele des Schalters 10 erläutert.
[0082] Das Unterteil 16 des Schaltergehäuses 12 ist wiederum topfartig ausgestaltet und
aus einem elektrisch leitfähigen Material, vorzugsweise aus Metall. Das Deckelteil
18 ist hier hingegen aus einem elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus
Kunststoff oder Keramik, ausgestaltet. Es liegt auf einem Ring 82 auf, der sich auf
einem Absatz 84 des Unterteils 16 abstützt. Der Ring 82 ist vorzugsweise ebenfalls
aus einem elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus Kunststoff oder Keramik,
ausgestaltet.
[0083] Das Schaltwerk 14 weist auch in diesen Ausführungsbeispielen ein als Bimetall-Schnappscheibe
ausgestaltetes Bimetallelement 34 und ein als Feder-Schnappscheibe ausgestaltetes
Federelement 36 auf. Das Bimetallelement 34 und das Federelement 36 sind über einen
zapfenartigen Niet 86 mit dem beweglichen Kontaktteil 38 verbunden, welches hier in
Form eines Kontakttellers ausgestaltet ist.
[0084] Anders als bei den in Fig. 3-6 gezeigten Ausführungsbeispielen weist der Schalter
gemäß den in Fig. 7-9 gezeigten Ausführungsbeispielen nicht nur einen stationären
bzw. statischen Kontakt 52, sondern zwei statische Kontakte 52' auf. Diese beiden
statischen Kontakte 52' sind hier als Niete ausgestaltet, welche durch das Deckelteil
18 hindurchgeführt sind. Der wesentliche Unterschied dieses Schaltwerkaufbaus besteht
somit darin, dass das Unterteil 16 trotz seiner Ausgestaltung aus Metall nicht als
stromführendes Bauteil eingesetzt wird, da der Strom zwischen der ersten Anschlussleitung
70 und der zweiten Anschlussleitung 72 im Inneren des Schalters 10 lediglich über
die beiden statischen Kontakte 52' und den als Kontaktteller ausgestalteten beweglichen
Kontakt 38 fließt. Derartige Schalter können somit vergleichsweise hohe Ströme führen.
[0085] In der geöffneten Schalterstellung, welche hier der Einfachheit halber nicht nochmals
separat dargestellt ist, zieht das Bimetallelement 34 ähnlich wie bei den in Fig.
3-6 gezeigten Schaltern das bewegliche Kontaktteil 38 nach unten, so dass dieses von
den beiden statischen Kontaktteilen 52' abgehoben wird. Die elektrische Verbindung
zwischen den beiden Anschlussleitungen 70, 72 ist damit unterbrochen.
[0086] Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schalters 10.
Das Schaltergehäuse 12 und das Schaltwerk 14 sind darin gleich aufgebaut wie bei den
in Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispielen. Das Schalterumgehäuse 56 ist hier
allerdings dreiteilig aufgebaut. Es weist ein drittes Umgehäuse-Bauteil 88 auf. Dieses
dritte Umgehäuse-Bauteil 88 ist U-förmig bzw. topfförmig ausgestaltet und in das erste
Umgehäuse-Bauteil 58 eingesetzt, welches ebenfalls U-förmig bzw. topfförmig ausgestaltet
ist.
[0087] Das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 und das dritte Umgehäuse-Bauteil 88 sind aus einem
Isolierstoff, vorzugsweise aus Keramik, ausgestaltet. Beide Umgehäuse-Bauteile 60,
88 umgeben das Schaltergehäuse 12 vorzugsweise vollständig. Das erste Umgehäuse-Bauteil
58 bildet die äußere Hülle des Schalterumgehäuses 56. Das erste Umgehäuse-Bauteil
58 ist wie zuvor über eine Glasschicht 64 hermetisch gasdicht mit dem zweiten Umgehäuse-Bauteil
60 verbunden. Zwischen dem ersten Umgehäuse-Bauteil 58 und dem zweiten Umgehäuse-Bauteil
60 ist also wiederum eine Metall-Glas-Keramik-Verbindung, die hermetisch gasdicht
ist. Das zweite Umgehäuse-Bauteil 60 kann auf dem dritten Umgehäuse-Bauteil 88 lediglich
lose aufliegen oder mit diesem stoffschlüssig verbunden sein, beispielsweise indem
die beiden Umgehäuse-Bauteile 60, 88 miteinander verklebt sind. Die Anschlussleitungen
70, 72 sind auch bei diesem Ausführungsbeispiel durch formschlüssige Öffnungen 74,
76 in dem zweiten Umgehäuse-Bauteil 60 aus dem Schalterumgehäuse 56 hinausgeführt
und durch die Glasschicht 64 hindurchgeführt.
[0088] Zur weiteren Stabilisierung der Anschlussleitungen 70, 72 kann gemäß allen vorliegend
gezeigten Ausführungsbeispielen des Schalters 10 auf der Glasschicht 64 von oben eine
Haube aus Epoxidharz aufgetragen sein. Neben der Stabilisierung der Anschlussleitungen
70, 72 kann eine solche Epoxidharzhaube auch der weiteren Versiegelung des Schalters
10 dienen.
[0089] Die Anschlussleitungen 70, 72 sind gemäß allen hier gezeigten Ausführungsbeispielen
vorzugsweise als stabile Anschlussfahnen aus Metall ausgestaltet.
1. Temperaturabhängiger Schalter (10), aufweisend:
- ein Schaltergehäuse (12) mit einem ersten elektrischen Anschluss (26) und einem
zweiten elektrischen Anschluss (30);
- ein temperaturabhängiges Schaltwerk (14), das in dem Schaltergehäuse (12) angeordnet
ist und dazu eingerichtet ist, zwischen einer Schließstellung, in der das Schaltwerk
(14) eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Anschluss (26) und dem
zweiten Anschluss (30) herstellt, und einer Öffnungsstellung, in der das Schaltwerk
(14) die elektrisch leitende Verbindung trennt, temperaturabhängig zu schalten;
- eine erste elektrische Anschlussleitung (70), die mit dem ersten Anschluss (26)
verbunden ist;
- eine zweite elektrische Anschlussleitung (72), die mit dem zweiten Anschluss (30)
verbunden ist;
- ein Schalterumgehäuse (56) zur hermetisch abgedichteten Aufnahme des Schaltergehäuses
(12), wobei das Schalterumgehäuse (56) ein erstes Umgehäuse-Bauteil (58) aus Metall
oder einem Isolierstoff und ein zweites Umgehäuse-Bauteil (60) aus einem Isolierstoff,
das mit dem ersten Umgehäuse-Bauteil (58) über eine hermetisch abdichtende, elektrisch
isolierende Glasschicht (64) stoffschlüssig verbunden ist, aufweist, wobei das zweite
Umgehäuse-Bauteil (60) eine erste Öffnung (74), durch die die erste Anschlussleitung
(70) hindurchgeführt ist und die mit der Glasschicht (64) versiegelt ist, und eine
zweite Öffnung (76), durch die die zweite Anschlussleitung (72) hindurchgeführt ist
und die mit der Glasschicht (64) versiegelt ist, aufweist.
2. Temperaturabhängiger Schalter gemäß Anspruch 1, wobei die erste Anschlussleitung (70)
formschlüssig durch die erste Öffnung (74) hindurchgeführt ist, und wobei die zweite
Anschlussleitung (72) formschlüssig durch die zweite Öffnung (76) hindurchgeführt
ist.
3. Temperaturabhängiger Schalter gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die erste Öffnung (74)
und die zweite Öffnung (76) parallel versetzt zueinander verlaufen.
4. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-3, wobei die erste Öffnung
(74) und die zweite Öffnung (76) parallel zu einer Symmetrieachse (78) des Schaltergehäuses
(12) ausgerichtet sind.
5. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-4, wobei der Isolierstoff
eine Keramik aufweist.
6. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-5, wobei die erste Anschlussleitung
(70) und die zweite Anschlussleitung (72) durch die Glasschicht (64) hindurchgeführt
sind und die beiden Anschlussleitungen (70, 72) jeweils als stabile Anschlussfahnen
aus Metall ausgebildet sind.
7. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-6, wobei das erste Umgehäuse-Bauteil
(58) ein topfförmiges Unterteil und das zweite Umgehäuse-Bauteil (60) ein platten-
oder topfförmiges Deckelteil aufweist.
8. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-7, wobei das erste Umgehäuse-Bauteil
(58) das zweite Umgehäuse-Bauteil (60) umfangsseitig vollständig umgibt.
9. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-8, wobei eine von dem Schaltergehäuse
(12) abgewandte Oberseite (66) des zweiten Umgehäuse-Bauteils (60) vollständig mit
der Glasschicht (64) bedeckt ist, und wobei die Glasschicht (64) entlang ihres äußeren
Umfangs mit dem ersten Umgehäuse-Bauteil (58) verbunden ist.
10. Temperaturabhängiger Schalter gemäß Anspruch 9, wobei ein freier, umlaufender, oberer
Rand (68) des ersten Umgehäuse-Bauteils (58) über die Oberseite (66) des zweiten Umgehäuse-Bauteils
(60) absteht und diese umfangsseitig vollständig umgibt.
11. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-10, wobei die erste elektrische
Anschlussleitung (70) und die zweite elektrische Anschlussleitung (72) an dem Schaltergehäuse
(12) stoffschlüssig befestigt sind.
12. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-11, wobei das temperaturabhängige
Schaltwerk (14) ein Bimetallelement (34), mindestens einen statischen Kontakt (52,
52') und ein bewegliches Kontaktteil (38) aufweist, wobei das Bimetallelement (34)
mit dem beweglichen Kontaktteil (38) derart wirkverbunden ist, dass es das bewegliche
Kontaktteil (38) in der Schließstellung gegen den statischen Kontakt (52, 52') drückt
und/oder in der Öffnungsstellung von dem statischen Kontakt (52, 52') beabstandet
hält.
13. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-12, wobei das Schaltergehäuse
(12) ein Unterteil (16) aus elektrisch leitendem Material und ein das Unterteil (16)
verschließendes Deckelteil (18) aus einem elektrisch leitenden Material oder einem
Isolierstoff aufweist, wobei der erste elektrische Anschluss (26) an dem Deckelteil
(18) und der zweite elektrische Anschluss (30) an dem Deckelteil (18) oder dem Unterteil
(16) angeordnet ist.
14. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-13, wobei zwischen dem ersten
Umgehäuse-Bauteil (58) und dem Unterteil (16) ein Isolierelement (80) angeordnet ist,
um das erste Umgehäuse-Bauteil (58) gegenüber dem Unterteil (16) zu isolieren.
15. Temperaturabhängiger Schalter gemäß einem der Ansprüche 1-14, wobei das erste Umgehäuse-Bauteil
(58) aus Metall ist, und wobei der Schalter (10) ferner ein drittes Umgehäuse-Bauteil
(88) aus einem Isolierstoff aufweist, das in dem ersten Umgehäuse-Bauteil (58) angeordnet
ist, wobei das zweite Umgehäuse-Bauteil (60) und das dritte Umgehäuse-Bauteil (88)
das Schaltwerk (14) gemeinsam vollständig umgeben.