Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Baukastensystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
ein Regal nach dem Anspruch 15.
[0002] Modular zusammenbaubare und erweiterbare Regale sind bereits bekannt. In der Regel
besitzen die diesen Regalen zu Grunde liegenden Bausätze jedoch eine mehrstellige
Zahl an unterschiedlichen Bauteilen oder ähnlichen Bauteilen mit unterschiedlichen
Größen. Das kann einen Zusammenbau der Regale erschweren und eine Vielfalt der Montagemöglichkeiten
des jeweiligen Bausatzes durch ein Fehlen einer ausreichenden Anzahl eines bestimmten
der vielen unterschiedlichen Bauteile einschränken. Außerdem können bei derartigen
Bausätzen je nach erstelltem Regal eine relativ große Anzahl an Bauteilen übrigbleiben.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, ein Regalsystem mit einer hohen
Einfachheit und zugleich hohen Vielfalt an Ausgestaltungsmöglichkeiten bereitzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche
gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den
Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einem Baukastensystem zu einer wahlweisen Bereitstellung
einer Mehrzahl unterschiedlicher, vorzugsweise flexibel erweiterbarer und/oder umbaubarer,
Regale, insbesondere Standregale, zumindest umfassend: eine Mehrzahl an Flächenmodulen,
eine Mehrzahl an ersten Verbindungsmodulen, und eine Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen,
welche verschieden zu den ersten Verbindungsmodulen ausgebildet sind, wobei die ersten
Verbindungsmodule jeweils eine erste Verbindungseinheit zu einer lösbaren Montage
mit jeweils einem der Flächenmodule aufweisen, und wobei die ersten Verbindungsmodule
jeweils eine zweite Verbindungseinheit zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem
der zweiten Verbindungsmodule aufweisen.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass zumindest eines der Flächenmodule des Baukastensystems,
vorzugsweise mehrere der Flächenmodule des Baukastensystems, bevorzugt ein Großteil
aller Flächenmodule des Baukastensystems, bei dem Zusammenbau eines der Regale frei
wählbar als Regal-Seitenwand, als Regal-Bodenplatte, als Regal-Rückwand oder als schwenkbare
Regalfach-Tür einsetzbar ist. Dadurch kann vorteilhaft eine besonders hohe Vielfalt
an Gestaltungsmöglichkeiten erreicht werden. Vorteilhaft können mittels weniger verschiedener
Bauteile nahezu endlos viele verschiedene Regalsysteme erzeugt werden. Vorteilhaft
kann eine besonders einfache Montage der unterschiedlichen Regale erreicht werden.
Vorteilhaft sind die erzeugten Regale einfach erweiterbar, einfach reduzierbar und/oder
einfach demontierbar. Vorteilhaft kann durch die hohe Einsatzflexibilität der Flächenmodule
eine Anzahl an für die Regalerzeugung erforderlichen Bauteilen gering gehalten werden,
wodurch insbesondere auch Kosten und/oder ein Verpackungsaufwand gering gehalten werden
können. Vorteilhaft kann ein besonders einfacher Austausch defekter oder beschädigter
Teile, z.B. Flächenmodule, ermöglicht werden.
[0006] Vorzugsweise ist das Baukastensystem zu einer Bereitstellung von Standregalen vorgesehen.
Alternativ oder zusätzlich könnten mittels des Baukastensystems jedoch auch Wandregale,
Hängeregale oder andere Regaltypen erzeugbar sein. Die Flächenmodule sind vorzugsweise
eben. Die Flächenmodule sind vorzugsweise plattenartig. Die Flächenmodule sind vorzugsweise
formstabil und/oder biegesteif. Die Flächenmodule weisen vorzugsweise eine geschlossene
flächige und ebene Oberfläche auf. Die Flächenmodule sind vorzugsweise aus einem Metall,
insbesondere einem lackierten Metall, z.B. Blech oder Aluminium, ausgebildet. Alternativ
könnten die Flächenmodule jedoch auch aus einem Kunststoff oder einem Holzwerkstoff
ausgebildet sein. Die ersten Verbindungsmodule und/oder die zweiten Verbindungsmodule
sind insbesondere getrennt von den Flächenmodulen ausgebildet. Die ersten Verbindungsmodule
und/oder die zweiten Verbindungsmodule sind vorzugsweise bei einer Demontage eines
Regals werkzeuglos vollständig von den Flächenmodulen lösbar. Die Verbindungsmodule
sind insbesondere getrennt voneinander ausgebildet. In einem unzusammengebauten Zustand
des Regals / Baukastensystems liegen die Flächenmodule, die ersten Verbindungsmodule
und die zweiten Verbindungsmodule jeweils als separate Einzelteile vor, die bei dem
Zusammenbau des Regals (auf unterschiedliche Weisen) miteinander kombiniert und verbunden
werden müssen. Jedes der zweiten Verbindungsmodule ist insbesondere dazu vorgesehen,
wenigstens zwei verschiedene erste Verbindungsmodule, die jeweils mit anderen Flächenmodulen
verbunden sind, miteinander zu verbinden.
[0007] Die Regal-Seitenwand ist insbesondere eine Regalfach-Seitenwand. Die Regal-Seitenwand
begrenzt vorzugsweise ein Regalfach des Regals oder eine Ablagefläche des Regals zu
einer Seite, die senkrecht auf eine Vorderseite des Regals steht. Die Regal-Seitenwand
kann dabei als eine linke Regalfach-Seitenwand eines Regalfachs oder als eine rechte
Regalfach-Seitenwand eines Regalfachs oder als eine ein Regalfach in zwei Teilbereiche
trennende Regalfach-Trennwand ausgebildet sein. Die Regal-Bodenplatte ist insbesondere
eine Regalfach-Bodenplatte. Die Regal-Bodenplatte begrenzt vorzugsweise ein Regalfach
des Regals nach unten. Die Regal-Bodenplatte bildet vorzugsweise eine Ablagefläche
des Regals aus. Die Regal-Bodenplatte kann zugleich mit einer gegenüberliegenden Seite
eine Regal-Deckenplatte bzw. eine Regalfachdecke ausbilden. Das zumindest eine der
Flächenmodule, vorzugsweise mehrere der Flächenmodule, bevorzugt ein Großteil aller
Flächenmodule oder sogar alle Flächenmodule des Baukastensystems sind zudem auch frei
wählbar als Regal-Deckenplatte einsetzbar. Die Regal-Rückwand ist insbesondere eine
Regalfach-Rückwand. Die Regal-Rückwand begrenzt vorzugsweise ein Regalfach des Regals
nach hinten / im Inneren des Regalfachs. Die Regal-Rückwand verhindert vorzugsweise,
dass in das Regal eingelagerte Objekte nach hinten aus einem Regalfach herausfallen
können. Zudem kann die Regal-Rückwand dem Regal eine zusätzliche Stabilität verleihen.
Die Regal-Bodenplatte kann zugleich mit einer gegenüberliegenden Seite eine Regal-Rückwand
eines auf eine gegenüberliegende Seite geöffneten weiteren Regalfachs des Regals ausbilden.
Das zumindest eine der Flächenmodule, vorzugsweise mehrere der Flächenmodule, bevorzugt
ein Großteil aller Flächenmodule oder sogar alle Flächenmodule des Baukastensystems
sind zudem auch frei wählbar als Regal-Vorderwand (gegenüberliegend zu der Regal-Rückwand)
einsetzbar. Die Regalfach-Tür kann insbesondere um eine horizontale Schwenkachse oder
um eine vertikale Schwenkachse schwenkbar gelagert sein. Die Regalfach-Tür ist insbesondere
zu einem Verschließen eines oder mehrerer der Regalfächer vorgesehen. Darunter, dass
die Einsetzbarkeiten "frei wählbar" sind soll insbesondere verstanden werden, dass
jedes der jeweiligen Flächenmodule bei jeder Montage jedes Regals als jedes der verschiedenen
genannten Regalteile eingesetzt werden kann. Ein eine Regalfach-Rückwand ausbildendes
Flächenmodul kann beispielsweise nach einer Demontage eines Regals als Regalfach-Tür
in einem anderen neu aufgebauten oder erweiterten Regal eingesetzt werden. Dies gilt
beliebig für alle vorgenannten Einsatzmöglichkeiten der Flächenmodule. Unter der Wendung
"mehrere Flächenmodule" soll insbesondere eine die Zahl 1, vorzugsweise die Zahl 2,
vorteilhaft die Zahl 3, bevorzugt die Zahl 5 und besonders bevorzugt die Zahl 10 übersteigende
Zahl an Flächenmodulen verstanden werden. Unter einem "Großteil" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere 51%, vorzugsweise 66%, bevorzugt 80% und besonders bevorzugt 95%, verstanden
werden. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder
ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion
vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte
Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder
ausführt.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass alle oder nahezu alle Flächenmodule des Baukastensystems
bei dem Zusammenbau eines der Regale jeweils frei wählbar als Regal-Seitenwand, als
Regal-Bodenplatte, als Regal-Rückwand oder als schwenkbare Regalfach-Tür einsetzbar
sind. Dadurch kann vorteilhaft eine Teilezahl des Baukastensystems und damit eine
Komplexität des Baukastensystems besonders gering gehalten werden. Vorteilhaft kann
ein Teileausschuss stark minimiert werden.
[0009] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Mehrzahl an Flächenmodulen, die Mehrzahl an
ersten Verbindungsmodulen und die Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen alle zum
Zusammenbau eines funktionsfähigen Regalkörpers für unterschiedliche Regale (essentiell)
erforderliche Komponenten vollständig ausbilden. Dadurch kann vorteilhaft eine hohe
Einfachheit erreicht werden, insbesondere in der Montage als auch in der Ausgestaltung
und in dem Umfang des Baukastensystems. Es ist denkbar, dass in dem Baukastensystem
weitere Komponenten wie Griffelemente, Verschlusselemente, z.B. Riegel oder Magnete,
Füße und/oder Hülsen vorgesehen sind, die jedoch nicht essentiell notwendig für die
Erstellung eines funktionsfähigen Regalkörpers sind. Die genannten weiteren Komponenten
sind lediglich (nicht essentielle) Zusatzkomponenten, wie z.B. Bedienkomponenten oder
Aufstellkomponenten.
[0010] Die Flächenmodule könnten prinzipiell beliebige polygonale oder teilweise runde /
abgerundete Formen aufweisen. Wenn die Flächenmodule jedoch quadratisch oder rechteckig
sind, kann vorteilhaft eine hohe Einfachheit der Montage erreicht werden. Zudem kann
vorteilhaft eine hohe Kompaktheit erreicht werden. Außerdem kann vorteilhaft eine
(nahezu) beliebige vierzählige Orientierung der Flächenmodule erreicht werden. Insbesondere
kann das Baukastensystem quadratische und rechteckige Flächenmodule aufweisen. Bevorzugt
entsprechen die rechteckigen Flächenmodule des Baukastensystems dann genau einer mittigen
Halbierung eines der quadratischen Flächenmodule des Baukastensystems und/oder einer
einseitigen Verdoppelung eines der quadratischen Flächenmodule des Baukastensystems.
Vorzugsweise weisen die rechteckigen Flächenmodule ein Länge-zu-Breite-Verhältnis
der Seitenkanten von 2:1 oder 1:2 auf.
[0011] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Flächenmodule alle zumindest im Wesentlichen
identisch zueinander oder abgesehen von ihren Längen- und/oder Breitenmaßen alle zumindest
im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet sind. Dadurch kann vorteilhaft eine
hohe Einfachheit des Baukastensystems erreicht werden. Insbesondere stehen alle Längenmaße
aller Flächenmodule des Baukastensystems etwa in einem ganzzahligen Verhältnis relativ
zu einer Länge eines kürzesten Flächenmoduls der Flächenmodule des Baukastensystems.
Insbesondere stehen alle Breitenmaße aller Flächenmodule des Baukastensystems etwa
in einem ganzzahligen Verhältnis relativ zu einer Länge eines kürzesten Flächenmoduls
der Flächenmodule des Baukastensystems. Insbesondere stehen alle Breitenmaße aller
Flächenmodule des Baukastensystems etwa in einem ganzzahligen Verhältnis relativ zu
einer Breite eines am wenigsten breiten Flächenmoduls der Flächenmodule des Baukastensystems.
Insbesondere stehen alle Längenmaße aller Flächenmodule des Baukastensystems etwa
in einem ganzzahligen Verhältnis relativ zu einer Breite eines am wenigsten breiten
Flächenmoduls der Flächenmodule des Baukastensystems. Breiten und Längen der Flächenmodule
stehen vorzugsweise senkrecht aufeinander. Insbesondere sollen Flächenmodule auch
dann als abgesehen von ihren Längen- und/oder Breitenmaßen zumindest im Wesentlichen
identisch zueinander ausgebildet angesehen werden, wenn sie an Seitenkanten unterschiedliche
Anzahlen von Flächenmodul-Verbindungseinheiten aufweisen.
[0012] Wenn die Flächenmodule lediglich (genau) zwei, lediglich (genau) drei oder lediglich
(genau) vier standardisierte Längenmaße besitzen, kann vorteilhaft eine hohe Einfachheit
und eine besonders niedrige Zahl an unterschiedlichen Bauelementen des Baukastensystems
erreicht werden. Vorteilhaft können Produktionskosten trotz immenser Ausgestaltungsvielfalt
gering gehalten werden. Insbesondere umfassen die standardisierten Längenmaße zumindest
eine Grundlänge L (z.B. ca. 176 mm) und eine größere Länge von etwa 2*L (z.B. 360
mm). Zusätzlich können die standardisierten Längenmaße eine zweite größere Länge von
etwa 3*L (z.B. 543 mm) und/oder eine dritte größere Länge von etwa 4*L (z.B. 727 mm)
umfassen. Insbesondere ist jede etwa einem Vielfachen der Grundlänge entsprechende
größere Länge um etwa ein dem Vielfachen minus 1 entsprechendes Vielfaches von 4,5%
der Grundlänge größer als das exakte Vielfache der Grundlänge. Beispielsweise ist,
wenn die Grundlänge 176 mm ist, die dritte größere Länge mit 727 mm etwa 23 mm größer
als die vierfache Grundlänge (4*176 mm = 704 mm), also etwa 176*4+(176 mm*0,045*(4-1))
lang.
[0013] Wenn außerdem die Flächenmodule lediglich (genau) zwei, lediglich (genau) drei oder
lediglich (genau) vier standardisierte Breitenmaße besitzen, kann vorteilhaft eine
noch höhere Einfachheit und eine noch niedrigere Zahl an unterschiedlichen Bauelementen
des Baukastensystems erreicht werden. Insbesondere umfassen die standardisierten Breitenmaße
zumindest eine Grundbreite B (z.B. ca. 176 mm) und eine größere Breite von etwa 2*B
(z.B. 360 mm). Zusätzlich können die standardisierten Breitenmaße eine zweite größere
Breite von etwa 3*L (z.B. 543 mm) und/oder eine dritte größere Breite von etwa 4*L
(z.B. 727 mm) umfassen. Insbesondere ist jede etwa einem Vielfachen der Grundbreite
entsprechende größere Breite um etwa ein dem Vielfachen minus 1 entsprechendes Vielfaches
von 4,5% der Grundbreite größer als das exakte Vielfache der Grundbreite. Beispielsweise
ist, wenn die Grundbreite 176 mm ist, die dritte größere Breite mit 727 mm etwa 23
mm größer als die vierfache Grundbreite (4*176 mm = 704 mm), also etwa 176*4+(176
mm*0,045*(4-1)) breit. Alle Flächenmodule können jeweils identische Dicken aufweisen.
Alternativ können manche der Flächenmodule dicker sein als andere Flächenmodule. Beispielsweise
könnten die Flächenmodule mit den größten Längen- und/oder Breitenmaßen oder Flächenmodule
mit Längen- und/oder Breitenmaßen größer als 360 mm dicker sein als die restlichen
Flächenmodule, z.B. mindestens 30% dicker, mindestens 60% dicker oder mindestens doppelt
so dick. Zudem ist denkbar, dass bei einer Verwendung der dickeren Flächenmodule auch
einen größeren Außenumfang aufweisende / dickere ersten Verbindungsmodule oder einen
größeren Außenumfang aufweisende / dickere erste und zweite Verbindungsmodule vorgesehen
sind.
[0014] Wenn weiterhin die ersten Verbindungsmodule alle zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander ausgebildet, insbesondere geformt, sind, kann eine besonders hohe Einfachheit
und eine besonders niedrige Zahl an unterschiedlichen Bauelementen des Baukastensystems
erreicht werden. Vorteilhaft können Produktionskosten trotz immenser Ausgestaltungsvielfalt
gering gehalten werden. Die Wendung "im Wesentlichen identisch" soll insbesondere
als im Rahmen von Produktionstoleranzen identisch verstanden werden.
[0015] Überdies wird vorgeschlagen, dass die erste Verbindungseinheit und die zweite Verbindungseinheit
jedes ersten Verbindungsmoduls an entgegengesetzten äußersten Enden des jeweiligen
ersten Verbindungsmoduls angeordnet sind. Dadurch kann eine vorteilhafte Konstruktion
erreicht werden. Vorteilhaft kann eine klein- und/oder leichtbauende Ausgestaltung
des ersten Verbindungsmoduls erreicht werden.
[0016] Zudem wird vorgeschlagen, dass die erste Verbindungseinheit und die zweite Verbindungseinheit
jedes ersten Verbindungsmoduls konstruktiv wesentlich unterschiedlich zueinander ausgebildet
sind. Dadurch kann vorteilhaft eine besonders einfache Montage erreicht werden. Vorteilhaft
kann eine intuitiv richtige Montage ermöglicht werden. Zudem kann vorteilhaft erreicht
werden, dass sofort erkennbar ist, welche Verbindungseinheit des ersten Verbindungsmoduls
mit dem Flächenmodul wechselwirkt und welche mit dem zweiten Verbindungsmodul. Die
wesentlich unterschiedlichen Verbindungseinheiten führen vorzugsweise unterschiedliche
Verbindungsarten / Verbindungsfunktionen aus. Insbesondere unterscheiden sich die
Verbindungseinheiten deutlich mehr als nur in einem Durchmesser oder einer Länge eines
entsprechenden Verbindungselements der jeweiligen Verbindungseinheiten.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die erste Verbindungseinheit jedes ersten Verbindungsmoduls
als mechanisches männliches Verbindungselement, insbesondere als Verbindungs-Zapfen,
Verbindungs-Stift, Verbindungs-Bolzen oder Verbindungs-Gewindebolzen, ausgebildet
ist, welches zu einer Wechselwirkung mit zumindest einer Verbindungsausnehmung, insbesondere
Bohrung oder Gewindebohrung, von Flächenmodul-Verbindungseinheiten der Flächenmodule
vorgesehen ist, und/oder dass die zweite Verbindungseinheit jedes ersten Verbindungsmoduls
als mechanisches weibliches Verbindungselement, insbesondere als Verbindungsöse oder
als Verbindungsklammer, ausgebildet ist, welches zu einer Aufnahme zumindest eines
Abschnitts des, insbesondere zylindrisch stabförmigen, zweiten Verbindungsmoduls vorgesehen
ist. Dadurch kann vorteilhaft eine besonders einfache Montage erreicht werden. Vorteilhaft
kann eine intuitiv richtige Montage ermöglicht werden. Die als Verbindungsöse ausgebildete
zweite Verbindungseinheit umfasst vorzugsweise einen vollständig umschlossenen Aufnahmeraum
für die Aufnahme zumindest des Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls.
[0018] Zusätzlich wird vorgeschlagen, dass eine Längserstreckung des mechanischen männlichen
Verbindungselements der ersten Verbindungseinheit des ersten Verbindungsmoduls zumindest
im Wesentlichen senkrecht zu einer Längserstreckung des für die Aufnahme zumindest
des Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls vorgesehenen Aufnahmeraums des mechanischen
weiblichen Verbindungselements der zweiten Verbindungseinheit des ersten Verbindungsmoduls
verläuft. Dadurch kann vorteilhaft ein kompakt und einfach ausrichtbares Verbindungsmodul
geschaffen werden. Die Längserstreckung des mechanischen männlichen Verbindungselements
verläuft vorzugsweise parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung der ersten Verbindungseinheit
und/oder des ersten Verbindungsmoduls. Unter einer "Haupterstreckungsrichtung" eines
Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu
einer längsten Kante eines kleinsten geometrischen Quaders verläuft, welcher das Objekt
gerade noch vollständig umschließt. Der Aufnahmeraum des mechanischen weiblichen Verbindungselements
der zweiten Verbindungseinheit verläuft vorzugsweise senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung
der ersten Verbindungseinheit und/oder des ersten Verbindungsmoduls.
[0019] Außerdem wird vorgeschlagen, dass jedes der zweiten Verbindungmodule bei zumindest
einem durch das Baukastensystem erzeugbaren Regal eine Schwenkachse für eine durch
ein Flächenmodul gebildete schwenkbare Regalfach-Tür ausbilden kann. Dadurch kann
vorteilhaft eine besonders hohe Flexibilität und/oder eine besonders einfache Konstruktion
erreicht werden. Insbesondere bilden die zweiten Verbindungseinheiten der ersten Verbindungsmodule
dann jeweils mit den zweiten Verbindungsmodulen wechselwirkende Scharnierösen aus.
[0020] Wenn die zweiten Verbindungsmodule zylindrisch stangenförmig ausgebildet sind, kann
vorteilhaft eine hohe Einfachheit / geringe Komplexität erreicht werden.
[0021] Insbesondere hält eine Steckverbindung zwischen einem zweiten Verbindungsmodul und
einer zweiten Verbindungseinheit eines ersten Verbindungsmoduls durch eine Presspassung.
Zusätzlich können jedoch, insbesondere bei vertikal ausgerichteten zweiten Verbindungsmodulen
und/oder bei Türachsen ausbildenden zweiten Verbindungsmodulen Hülsen vorgesehen sein,
welche auf die montierten zweiten Verbindungsmodule außen aufgesteckt sind/werden,
um ein Herausrutschen der zweiten Verbindungsmodule aus den zweiten Verbindungseinheiten
der ersten Verbindungsmodule vorteilhaft zu erschweren. Alternativ sind anstatt einer
Zylinderstangenform des zweiten Verbindungsmoduls auch andere Stangenformen / Stangenquerschnitte
denkbar.
[0022] Wenn dabei die zweiten Verbindungsmodule alle zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander oder abgesehen von ihren Längen alle zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander ausgebildet sind, kann vorteilhaft eine hohe Einfachheit des Baukastensystems
erreicht werden. Insbesondere sind Durchmesser, Querschnitte und/oder Endbereichsformen
der zweiten Verbindungsmodule des Baukastensystems zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander ausgebildet.
[0023] Wenn außerdem die zweiten Verbindungsmodule lediglich (genau) zwei, lediglich (genau)
drei oder lediglich (genau) vier standardisierte Längen besitzen, kann vorteilhaft
eine hohe Einfachheit und eine besonders niedrige Zahl an unterschiedlichen Bauelementen
des Baukastensystems erreicht werden. Vorteilhaft können Produktionskosten trotz immenser
Ausgestaltungsvielfalt gering gehalten werden. Insbesondere entsprechen die standardisierten
Längen der zweiten Verbindungsmodule jeweils etwa einer der standardisierten Längenmaße
und/oder Breitenmaße der Flächenmodule. Insbesondere umfassen die standardisierten
Längen der, vorzugsweise stangenförmigen, zweiten Verbindungsmodule zumindest eine
Grundlänge L (z.B. 176 mm) und eine größere Länge von etwa 2*L (z.B. 360 mm).
[0024] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Flächenmodule jeweils mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten
aufweisen, welche an Seitenkanten der Flächenmodule angeordnet sind und welche zu
einer lösbaren Montage mit jeweils der ersten Verbindungseinheit eines der ersten
Verbindungsmodule vorgesehen sind. Dadurch kann vorteilhaft eine einfache Regalmontage
ermöglicht werden. Zudem kann vorteilhaft eine besonders effiziente Raumausnutzung
der erzeugbaren Regale erreicht werden. Die Flächenmodul-Verbindungseinheiten sind
insbesondere zu einer Wechselwirkung mit den ersten Verbindungseinheiten der ersten
Verbindungsmodule vorgesehen, insbesondere über eine Presspassung.
[0025] Zusätzlich wird vorgeschlagen, dass immer zumindest zwei nicht zusammengehörige Flächenmodul-Verbindungseinheiten
der mehreren Flächenmodul-Verbindungseinheiten der Flächenmodule nebeneinander an
jeder der Seitenkanten jedes der Flächenmodule angeordnet sind. Dadurch kann vorteilhaft
eine stabile und sichere Montage von vielfältigen verschiedenen Regalen ermöglicht
werden. Die zumindest zwei Flächenmodul-Verbindungseinheiten sind jeweils in einer
Nähe einer Ecke / in einem Eckennahbereich der Seitenkanten angeordnet. Jeweils eine
der zumindest zwei Flächenmodul-Verbindungseinheiten ist vollständig auf einer linken
Hälfte der Seitenkante angeordnet, während die andere der zumindest zwei Flächenmodul-Verbindungseinheiten
auf der rechten Hälfte der Seitenkante angeordnet ist. Jeweils eine Hälfte aller Flächenmodul-Verbindungseinheiten
einer Seitenkante ist vollständig auf einer linken Hälfte der Seitenkante angeordnet,
während eine andere Hälfte aller Flächenmodul-Verbindungseinheiten der Seitenkante
vollständig auf der rechten Hälfte der Seitenkante angeordnet ist. Abstände zwischen
benachbarten Flächenmodul-Verbindungseinheiten auf einer gleichen Seitenkante sind
jeweils zumindest im Wesentlichen identisch. Je nach Länge einer Seitenkante können
zwei (Seitenkanten mit der Länge L), vier (Seitenkanten mit der Länge 2*L), sechs
(Seitenkanten mit der Länge 3*L) oder acht (Seitenkanten mit der Länge 4*L) Flächenmodul-Verbindungseinheiten
vorgesehen sein. Dadurch sind vorteilhaft alle Flächenmodule des Baukastensystems
jeweils untereinander kompatibel.
[0026] Wenn dabei jede der Flächenmodul-Verbindungseinheiten der Flächenmodule genau vier,
insbesondere mechanische weibliche, Verbindungselemente aufweist, die jeweils zu einer
Aufnahme genau eines, insbesondere mechanischen männlichen, Verbindungselements der
ersten Verbindungseinheiten der ersten Verbindungsmodule vorgesehen sind, kann vorteilhaft
eine flexible Verbindung aller dieser Seitenkanten mit beliebig senkrecht oder waagrecht
zu dem Flächenmodul ausgerichteten weiteren Flächenmodulen ermöglicht werden. Insbesondere
bildet jede der Flächenmodul-Verbindungseinheiten ein Bohrungsquartett aus. Die Bohrungen
des Bohrungsquartetts sind immer gleich von benachbarten Bohrungen desselben Bohrungsquartetts
beabstandet.
[0027] In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass die Flächenmodul-Verbindungseinheiten
derart ausgebildet sind, dass zu einer Herstellung einer Verbindung mit anderen Flächenmodulen
bei dem Zusammenbau des Regals immer nur genau eine von den genau vier, insbesondere
mechanischen weiblichen, Verbindungsstellen jeder der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
der Flächenmodule mit dem, insbesondere mechanischen männlichen, Verbindungselement
der ersten Verbindungseinheiten eines der ersten Verbindungsmodule belegt sein darf,
während die anderen drei der genau vier Verbindungsstellen jeder der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
der Flächenmodule frei bleiben müssen. Dadurch kann vorteilhaft eine einfach verständliche,
insbesondere auf einfachen Regel basierte, Montage beliebiger Regalformen ermöglicht
werden.
[0028] Dabei wird vorgeschlagen, dass jedem der genau vier, insbesondere mechanischen weiblichen,
Verbindungsstellen der Flächenmodul-Verbindungseinheiten der Flächenmodule eine Verbindungselement-Belegung
durch das, insbesondere mechanisch männliche, Verbindungselement der ersten Verbindungseinheit
eines der ersten Verbindungsmodule, fest zugewiesen ist, welche davon abhängt, ob
die zugehörige Seitenkante des Flächenmoduls bei dem Zusammenbau eines Regals eine
in Tiefenrichtung des Regals gesehene rechte Seitenkante des Flächenmoduls, eine in
Tiefenrichtung des Regals gesehene linke Seitenkante des Flächenmoduls, eine in Aufstellrichtung
des Regals gesehene Oberkante des Flächenmoduls oder eine in Aufstellrichtung des
Regals gesehene Unterkante des Flächenmoduls ausbilden soll. Dadurch kann vorteilhaft
eine logische, einfach verständliche, insbesondere auf einfachen Regel basierte, Montage
beliebiger Regalformen ermöglicht werden. Beispielsweise könnte eine Belegung eines
von der nächstliegenden Ecke einer Seitenkante aus gezähltem ersten Verbindungselements
durch ein erstes Verbindungsmodul für Unterseiten von vertikal ausgerichteten Flächenmodulen
vorgesehen sein. Beispielsweise könnte eine Belegung eines von der nächstliegenden
Ecke einer Seitenkante aus gezähltem zweiten Verbindungselements durch ein weiteres
erstes Verbindungsmodul für rechte Seiten von horizontal ausgerichteten Flächenmodulen
vorgesehen sein. Beispielsweise könnte eine Belegung eines von der nächstliegenden
Ecke einer Seitenkante aus gezähltem dritten Verbindungselements durch ein weiteres
erstes Verbindungsmodul für Oberseiten von vertikal ausgerichteten Flächenmodulen
vorgesehen sein. Beispielsweise könnte eine Belegung eines von der nächstliegenden
Ecke einer Seitenkante aus gezähltem vierten Verbindungselements durch ein weiteres
erstes Verbindungsmodul für linke Seiten von horizontal ausgerichteten Flächenmodulen
vorgesehen sein. Andere konkrete Zuweisungen sind jedoch auch denkbar. Insbesondere
sind die mit den Flächenmodulen verbundenen ersten Verbindungsmodule derart montiert,
dass die mechanisch weiblichen Verbindungselemente, insbesondere Verbindungsösen,
der zweiten Verbindungseinheiten dieser ersten Verbindungsmodule identisch zueinander
und vorzugsweise mit parallel zu einer Haupterstreckungsebene der Flächenmodule verlaufenden
Einführrichtungen für die zweiten Verbindungsmodule. Unter einer "Haupterstreckungsebene"
einer Baueinheit soll insbesondere eine Ebene verstanden werden, welche parallel zu
einer größten Seitenfläche eines kleinsten gedachten Quaders ist, welcher die Baueinheit
gerade noch vollständig umschließt, und insbesondere durch den Mittelpunkt des Quaders
verläuft.
[0029] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das zweite Verbindungsmodul dazu vorgesehen
ist, zwei oder mehr mit einem gleichen der Flächenmodule verbundene erste Verbindungsmodule
mechanisch miteinander zu verbinden. Dadurch kann vorteilhaft eine einfache und/oder
sichere stabile Montage von Regalen erreicht werden. Jedes der Flächenmodule eines
Regals umfasst somit mindestens zwei durch erste Verbindungsmodule bereitgestellte
Verbindungsösen pro Seitenkante, durch welche dann bei der Montage dasselbe stangenförmige
zweite Verbindungsmodul gesteckt wird. Es ist jedoch auch denkbar, dass mehr als zwei
erste Verbindungsmodule mit einem Flächenmodul verbunden sind, die dann mit demselben
zweiten Verbindungsmodul wechselwirken oder dass jeweils zwei mit dem gleichen der
Flächenmodule verbundene erste Verbindungsmodule mit zwei separaten zweiten Verbindungsmodulen
mechanisch verbunden werden.
[0030] Überdies wird vorgeschlagen, dass das zweite Verbindungsmodul dazu vorgesehen ist,
zwei oder mehr, vorzugsweise vier, mit jeweils zumindest zwei, vorzugsweise vier,
unterschiedlichen Flächenmodulen der Flächenmodule verbundene erste Verbindungsmodule
mechanisch miteinander zu verbinden. Dadurch können vorteilhaft vielfältige verschiedene
und stabile Regale erzeugt werden. Die unterschiedlichen derart verbundenen Flächenmodule
sind vorzugsweise in unterschiedliche Richtungen relativ zu dem sie verbindenden zweiten
Verbindungsmoduls ausgerichtet (vertikal nach oben, vertikal nach unten, horizontal
rechts und/oder horizontal links). Es ist zudem auch denkbar, dass ein zweites Verbindungsmodul
mit mehreren Paaren von ersten Verbindungsmodulen wechselwirkt (durch mehrere Paare
von Verbindungsösen gesteckt wird), welche in Längsrichtung des zweiten Verbindungsmoduls
nebeneinander liegen. Beispielsweise könnte ein längeres zweites Verbindungsmodul
mit ersten Verbindungsmodulen wechselwirken, die wiederum mit verschiedenen in Längsrichtung
des zweiten Verbindungsmoduls nebeneinanderliegenden Flächenmodulen verbunden sind.
[0031] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Baukastensystem zusätzlich ein oder mehrere Griffelemente,
welche eine Griff-Verbindungseinheit zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der
Flächenmodule aufweisen, umfasst. Dadurch kann vorteilhaft eine komfortable Benutzung
der Regalfach-Türen ermöglicht werden.
[0032] In diesem Zusammenhang wird zudem vorgeschlagen, dass die Flächenmodule eine Mehrzahl
an Flächenmodul-Verbindungseinheiten aufweisen, welche jeweils zugleich zu einer lösbaren
Verbindung mit der Griff-Verbindungseinheit des Griffelements oder eines der Griffelemente
und zu einer lösbaren Verbindung mit der ersten Verbindungseinheit des ersten Verbindungsmoduls
vorgesehen ist. Dadurch kann vorteilhaft eine hohe Einfachheit erreicht werden. Vorteilhaft
kann auf besonders einfache Weise ein Griff für eine Regalfach-Tür bereitgestellt
werden. Alternativ könnte auch eine magnetische Montage von Griffelementen an einer
Oberfläche des die Regalfach-Tür ausbildenden Flächenmoduls vorgesehen sein.
[0033] Zudem wird vorgeschlagen, dass Seitenkanten der Flächenmodule jeweils eine eben abgeschrägte
Fase aufweisen, welche vorzugsweise einen Winkel von etwa 45° zu einer Haupterstreckungsebene
der jeweiligen Flächenmodule aufweist. Dadurch kann vorteilhaft eine hohe Stabilität
der erzeugten Regale gewährleistet werden. Vorteilhaft kann erreicht werden, dass
sich die Flächenmodule der Regale bei der Montage optimal zueinander ausrichten. Insbesondere
bilden Oberflächen der eben abgeschrägten Fasen der Seitenkanten jeweils Kontaktflächen
aus, an denen sich benachbarte Flächenmodule eines zusammengebauten Regals berühren.
[0034] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass Verbindungsfunktionen der ersten Verbindungseinheit
der ersten Verbindungsmodule und/oder Verbindungsfunktionen der zweiten Verbindungseinheit
der ersten Verbindungsmodule werkzeuglos herstellbar und/oder lösbar ist/sind. Dadurch
kann vorteilhat eine besonders hohe Einfachheit erreicht werden. "Werkzeuglos herstellbar
und/oder lösbar" beschreibt vorzugsweise eine Verbindung oder Befestigung, die ohne
einen Einsatz von speziellen Handwerkzeugen (wie Schraubendreher, Schraubenschlüssel
oder Zangen) zusammengefügt oder wieder gelöst werden kann. Stattdessen wird die Montage
oder Demontage durch einfache Handgriffe, Schnappmechanismen, Klemmvorrichtungen oder
ähnliche technologische Lösungen ermöglicht, die keine zusätzliche Ausrüstung erfordern.
Dies kann sowohl die erstmalige Herstellung der Verbindung als auch das spätere Lösen
der Verbindung betreffen.
[0035] Ferner wird ein Regal, insbesondere ein Standregal, hergestellt mittels des Baukastensystems
und/oder erhältlich durch das Baukastensystem, und/oder ein Verfahren zu einer Bereitstellung
des Regals, wobei in Montageschritten Komponenten des Baukastensystems zur Ausbildung
von Regalfächern miteinander verbunden werden, vorgeschlagen. Dadurch kann vorteilhaft
eine besonders hohe Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten erreicht werden. Vorteilhaft
können mittels weniger verschiedener Bauteile nahezu endlos viele verschiedene Regale
/ Regalsysteme erzeugt werden.
[0036] Zudem wird das Regal, insbesondere das Standregal, vorzugsweise das flexibel erweiterbare
und/oder umbaubare Regal, zumindest umfassend: eine Mehrzahl an jeweils mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten
an ihren Seitenkanten aufweisenden, und insbesondere abgesehen von ihren Längen- und/oder
Breitenmaßen zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten, Flächenmodulen,
eine Mehrzahl an zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten ersten
Verbindungsmodulen, und eine Mehrzahl an zylindrisch stangenförmig ausgebildeten,
und insbesondere abgesehen von ihren Längen zumindest im Wesentlichen identisch zueinander
ausgebildeten, zweiten Verbindungsmodulen, welche verschieden zu den ersten Verbindungsmodulen
ausgebildet sind, wobei die ersten Verbindungsmodule jeweils eine erste Verbindungseinheit
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule aufweisen, und wobei
die ersten Verbindungsmodule jeweils eine als Verbindungsöse ausgebildete zweite Verbindungseinheit
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der zweiten Verbindungsmodule über eine
Aufnahme zumindest eines Abschnitts des zylindrisch stabförmigen zweiten Verbindungsmoduls,
aufweisen, vorgeschlagen. Dadurch können die bereits vorgenannten Vorteile, insbesondere
hinsichtlich Flexibilität und Einfachheit, erreicht werden.
[0037] Das erfindungsgemäße Baukastensystem, das erfindungsgemäße Regal und das erfindungsgemäße
Verfahren sollen hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Baukastensystem, das erfindungsgemäße
Regal und das erfindungsgemäße Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen
Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen,
Verfahrensschritten und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnungen
[0038] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine schematische perspektivische Ansicht eines ersten beispielhaften mittels eines
erfindungsgemäßen Baukastensystems erzeugbaren Regals,
- Fig. 1b
- eine schematische perspektivische Ansicht eines zweiten beispielhaften Regals, das
mittels des Baukastensystems erzeugbar ist,
- Fig. 1c
- eine schematische perspektivische Ansicht eines dritten beispielhaften Regals, das
mittels des Baukastensystems erzeugbar ist,
- Fig. 1d
- eine schematische perspektivische Ansicht eines vierten beispielhaften Regals, das
mittels des Baukastensystems erzeugbar ist,
- Fig. 1e
- eine schematische perspektivische Ansicht eines fünften beispielhaften Regals, das
mittels des Baukastensystems erzeugbar ist,
- Fig. 2a
- eine schematische Darstellung mehrerer, jeweils erste essentielle Komponenten des
Baukastensystems darstellender Flächenmodule,
- Fig. 2b
- eine schematische Darstellung eines eine zweite essentielle Komponente des Baukastensystems
darstellenden ersten Verbindungsmoduls,
- Fig. 2c
- eine schematische Darstellung eines eine dritte essentielle Komponente des Baukastensystems
darstellenden zweiten Verbindungsmoduls,
- Fig. 2d
- eine schematische Darstellung eines eine erste optionale Komponente des Baukastensystems
darstellenden Griffelements,
- Fig. 2e
- eine schematische Darstellung einer eine zweite optionale Komponente des Baukastensystems
darstellenden Sicherungshülse,
- Fig. 3a
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf ein erstes der Flächenmodule,
- Fig. 3b
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine erste Seitenkante des ersten
der Flächenmodule,
- Fig. 3c
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine zweite Seitenkante des
ersten der Flächenmodule,
- Fig. 4a
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf ein zweites der Flächenmodule,
- Fig. 4b
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine erste Seitenkante des zweiten
der Flächenmodule,
- Fig. 4c
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine zweite Seitenkante des
zweiten der Flächenmodule,
- Fig. 5a
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf ein drittes der Flächenmodule,
- Fig. 5b
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine erste Seitenkante des zweiten
der Flächenmodule,
- Fig. 5c
- eine schematische Darstellung einer Seitenansicht auf eine zweite Seitenkante des
dritten der Flächenmodule,
- Fig. 6a
- eine schematische perspektivische Explosionsdarstellung eines Teils eines durch die
essentiellen Komponenten des Baukastensystems hergestellten Regals,
- Fig. 6b
- eine schematische perspektivische Darstellung des auch in der Figur 6a gezeigten Teil
des Regals in einem zusammengebauten Zustand,
- Fig. 7
- eine schematische perspektivische Ansicht eines lediglich ein einzelnes umschlossenes
Regalfach mit einer Regalfach-Tür aufweisenden Regals, das mittels des Baukastensystems
hergestellt ist, und
- Fig. 8
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Bereitstellung des Regals
mittels des Baukastensystems.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0040] Die Figuren 1a bis 1e zeigen verschiedene Beispiele für Regale 10, die mittels eines
erfindungsgemäßen Baukastensystems hergestellt sind. Die Regale 10 sind jeweils Standregale.
Die Regale 10 sind jeweils unterschiedlich zueinander. Die Regale 10 sind jeweils
flexibel erweiterbar. Die Regale 10 sind jeweils flexibel reduzierbar. Die Regale
10 sind jeweils umbaubar. Die Regale 10 sind jeweils auseinanderbaubar. Alle diese
Modifikationen von Regalen 10 sind werkzeuglos und alleine mittels der Komponenten
des Baukastensystems ausführbar. Die Regale 10 umfassen jeweils Regalfächer 70. Die
Regalfächer 70 können offen sein oder durch eine Regalfach-Tür 28 verschließbar sein.
Die Regalfächer 70 können oben, unten und zu beiden Seiten bewandet sein oder teilweise,
z.B. oben oder zu einer oder beiden Seiten offen sein. Die Regalfächer 70 können in
der Tiefe durch eine Regalfach-Rückwand 26 verschlossen sein oder in der Tiefe offen
sein. Regalfächer 70, die rundum verschließbar sind, umfassen zwei Regal-Seitenwände
22, eine Regal-Bodenplatte 24, eine Regal-Rückwand 26, eine Regal-Deckenplatte 72
und eine Regalfach-Tür 28. In den in den Figuren 1a bis 1e dargestellten Beispielen
sind an die Regale 10 jeweils noch Standfüße 74 angebracht. Diese Standfüße 74 sind
keine notwendigen Komponenten des Baukastensystems, sondern optionales Zubehör. Die
Regale 10 sind auch ohne die Standfüße 74 funktionsfähig.
[0041] Die Figuren 2a bis 2c zeigen die essentiellen Komponenten des Baukastensystems. Die
Figuren 2d und 2e zeigen weitere mögliche Komponenten des Baukastensystems, die jedoch
wie die Standfüße 74 auch lediglich als Zubehör angesehen werden könnten. Das Baukastensystem
ist alleine durch die Komponenten der Figuren 2a bis 2c bereits in der Lage, voll
funktionsfähige Regale 10 zu erzeugen. Das Baukastensystem ist zu der wahlweisen Bereitstellung
der Mehrzahl unterschiedlicher Regale 10 der Figuren 1a bis 1e und noch zahllosen
weiteren nicht gezeigten Regalen 10 vorgesehen.
[0042] Das Baukastensystem umfasst eine Mehrzahl an Flächenmodulen 12. In der Figur 2a sind
Flächenmodule 12 des Baukastensystems dargestellt. Die Flächenmodule 12 sind jeweils
quadratisch oder rechteckig. Jedes der Flächenmodule 12 des in den Figuren dargestellten
Baukastensystems ist bei dem Zusammenbau eines der Regale 10 frei wählbar als eine
der Regal-Seitenwände 22 einsetzbar. Jedes der Flächenmodule 12 des in den Figuren
dargestellten Baukastensystems ist bei dem Zusammenbau eines der Regale 10 frei wählbar
als Regal-Bodenplatte 24 einsetzbar. Jedes der Flächenmodule 12 des in den Figuren
dargestellten Baukastensystems ist bei dem Zusammenbau eines der Regale 10 frei wählbar
als Regal-Rückwand 26 einsetzbar. Jedes der Flächenmodule 12 des in den Figuren dargestellten
Baukastensystems ist bei dem Zusammenbau eines der Regale 10 frei wählbar als Regal-Deckenplatte
72 einsetzbar. Jedes der Flächenmodule 12 des in den Figuren dargestellten Baukastensystems
ist bei dem Zusammenbau eines der Regale 10 frei wählbar als schwenkbare Regalfach-Tür
28 einsetzbar.
[0043] Die Figur 2a zeigt beispielhaft fünf verschiedene Typen / Größen von Flächenmodulen
12. Abgesehen von ihren Längenmaßen 30 und/oder ihren Breitenmaßen 32 (und ggf. einer
Anzahl von Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 pro Seitenkante 52) sind die verschiedenen
Typen von Flächenmodulen 12 des Baukastensystems alle zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander geformt. Das Baukastensystem umfasst in der Regel jeweils mehrere jedes
der Typen / Größen von Flächenmodulen 12. Das Baukastensystem könnte abweichend von
der Darstellung der Figur 2a auch lediglich die drei auf der linken Seite der Fig.
2a gezeigten Typen von Flächenmodulen 12 oder lediglich die vier auf der linken Seite
der Fig. 2a gezeigten Typen von Flächenmodulen 12 aufweisen. In dem in der Fig. 2a
gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Flächenmodule 12 genau vier standardisierte
Längenmaße 30 auf. Die standardisierten Längenmaße 30 sind beispielhaft (von links
nach rechts in der Fig. 2a): 176 mm, 360 mm, 543 mm und 727 mm. In den oben erwähnten
alternativen Fällen mit weniger Typen von Flächenmodulen 12 würden die Flächenmodule
12 dieser Baukastensysteme lediglich zwei standardisierte Längenmaße 30 oder lediglich
drei standardisierte Längenmaße 30 aufweisen. In dem in der Fig. 2a gezeigten Ausführungsbeispiel
weisen die Flächenmodule 12 genau zwei standardisierte Breitenmaße 32 auf. Die standardisierten
Breitenmaße 32 sind beispielhaft (von links nach rechts in der Fig. 2a): 176 mm und
360 mm.
[0044] Das Baukastensystem umfasst eine Mehrzahl an ersten Verbindungsmodulen 14. In der
Figur 2b ist ein erstes Verbindungsmodul 14 des Baukastensystems dargestellt. Das
Baukastensystem umfasst üblicherweise eine Vielzahl an ersten Verbindungsmodulen 14.
Die Anzahl der ersten Verbindungsmodule 14 eines vollständigen Baukastensystems übersteigt
eine Anzahl an Flächenmodulen 12 um ein Vielfaches (z.B. mindestens ein Sechsfaches,
vorzugsweise mindestens ein Achtfaches). Die ersten Verbindungsmodule 14 des Baukastensystems
sind alle zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet. Das erste Verbindungsmodul
14 weist eine erste Verbindungseinheit 18 auf. Die erste Verbindungseinheit 18 ist
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule 12 vorgesehen. Die erste
Verbindungseinheit 18 des ersten Verbindungsmoduls 14 ist als mechanisches männliches
Verbindungselement ausgebildet. Die erste Verbindungseinheit 18 des ersten Verbindungsmoduls
14 ist stiftartig oder bolzenartig ausgebildet. Die erste Verbindungseinheit 18 des
ersten Verbindungsmoduls 14 ist als Verbindungs-Stift ausgebildet. Das erste Verbindungsmodul
14 weist eine zweite Verbindungseinheit 20 auf. Die zweite Verbindungseinheit 20 ist
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem einer Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen
16 (vgl. Fig. 2c) des Baukastensystems vorgesehen.
[0045] Die erste Verbindungseinheit 18 und die zweite Verbindungseinheit 20 des ersten Verbindungsmoduls
14 sind an entgegengesetzten äußersten axialen Enden 34, 36 des ersten Verbindungsmoduls
14 angeordnet. Die erste Verbindungseinheit 18 und die zweite Verbindungseinheit 20
des ersten Verbindungsmoduls 14 sind konstruktiv wesentlich unterschiedlich zueinander
ausgebildet. Die zweite Verbindungseinheit 20 des ersten Verbindungsmoduls 14 ist
als mechanisches weibliches Verbindungselement ausgebildet. Die zweite Verbindungseinheit
20 des ersten Verbindungsmoduls 14 ist als Verbindungsöse ausgebildet. Die zweite
Verbindungseinheit 20 des ersten Verbindungsmoduls 14 ist zu einer Aufnahme zumindest
eines Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls 16 vorgesehen. Das mechanische männliche
Verbindungselement der ersten Verbindungseinheit 18 weist eine Längserstreckung 42
auf. Das mechanische weibliche Verbindungselement der zweiten Verbindungseinheit 20
bildet einen Aufnahmeraum 46 für die Aufnahme des Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls
16 aus. Der Aufnahmeraum 46 weist eine Längserstreckung 44 auf. Die Längserstreckung
42 des mechanischen männlichen Verbindungselements der ersten Verbindungseinheit 18
des ersten Verbindungsmoduls 14 verläuft senkrecht zu der Längserstreckung 44 des
Aufnahmeraums 46 des mechanischen weiblichen Verbindungselements der zweiten Verbindungseinheit
20 des ersten Verbindungsmoduls 14.
[0046] Das Baukastensystem umfasst eine Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen 16. In der
Figur 2c ist eines der zweiten Verbindungsmodule 16 des Baukastensystems dargestellt.
Die zweiten Verbindungsmodule 16 sind getrennt von den ersten Verbindungsmodulen 14
ausgebildet. Die zweiten Verbindungsmodule 16 des Baukastensystems sind zylindrisch
stangenförmig ausgebildet. Die zweiten Verbindungsmodule 16 sind konstruktiv wesentlich
verschieden zu den ersten Verbindungsmodulen 14 ausgebildet. In der Figur 2c ist beispielhaft
lediglich eine Länge 50 von zweiten Verbindungsmodulen 14 dargestellt. Das Baukastensystem
umfasst jedoch zweite Verbindungsmodule 14 mit mehreren verschiedenen standardisierten
Längen 50. Dabei können die zweiten Verbindungsmodule 16 des Baukastensystems lediglich
zwei, lediglich drei oder lediglich vier unterschiedliche standardisierte Längen 50
besitzen. Bei lediglich zwei standardisierten Längen 50 würden diese den Längenmaßen
30 der Flächenmodule 12 etwa entsprechen (hier beispielhaft: 176 mm und 360 mm). Die
zweiten Verbindungsmodule 16 sind abgesehen von ihren Längen 50 alle identisch zueinander
ausgebildet. Das zweite Verbindungsmodul 16 kann bei durch das Baukastensystem erzeugbaren
Regalen 10 eine Schwenkachse für eine durch eines der Flächenmodule 12 des Baukastensystems
gebildete schwenkbare Regalfach-Tür 28 ausbilden.
[0047] Die Mehrzahl an Flächenmodulen 12, die Mehrzahl an ersten Verbindungsmodulen 14 und
die Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen 16 bilden alle zum Zusammenbau eines funktionsfähigen
Regalkörpers für unterschiedliche Regale 10 essentiell erforderliche Komponenten des
Baukastensystems vollständig aus. Zusätzlich kann das Baukastensystem optionales Zubehör
wie die Standfüße 74, Griffelemente 58 (vgl. Fig. 2d), Sicherungshülsen 76 (vgl. Fig.
2e) oder Türschließmagnete (nicht dargestellt) aufweisen. Das in den Figuren dargestellte
Baukastensystem umfasst eine Mehrzahl der jeweils optionale Komponenten ausbildenden
Griffelemente 58. Die Figur 2d zeigt eines der Griffelemente 58. Das Griffelement
58 weist eine Griff-Verbindungseinheit 60 auf. Die Griff-Verbindungseinheit 60 ist
zu einer lösbaren Montage mit einem der Flächenmodule 12 vorgesehen. Die Griff-Verbindungseinheit
60 ist zu einer lösbaren Montage mit einem der Flächenmodule 12 eines Regals 10 vorgesehen,
welches in dem Regal 10 eine Regalfach-Tür 28 ausbildet. Das Griffelement 58 weist
einen Handhabungsbereich 78 aus. Der Handhabungsbereich 78 kann zu einem manuellen
Bedienen des Griffelements 58 und damit einer mit dem Griffelement 58 verbundenen
Regalfach-Tür 28 von einem Benutzer des Regals 10 gegriffen werden. Das in den Figuren
dargestellte Baukastensystem umfasst eine Mehrzahl der jeweils optionale Komponenten
ausbildenden Sicherungshülsen 76. Die Figur 2e zeigt eine der Sicherungshülsen 76.
Die Sicherungshülsen 76 können über Endbereiche von zweiten Verbindungsmodulen 16,
die als Schwenkachse für eine durch eines der Flächenmodule 12 des Baukastensystems
gebildete schwenkbare Regalfach-Tür 28 dienen, geschoben werden und dient selbst dazu,
ein Verrutschen des zweiten Verbindungsmoduls 16 im derart montierten Zustand zu verhindern.
[0048] Die Dreier-Sets der Figuren 3a bis 3c, 4a bis 4c und 5a bis 5c zeigen jeweils eine
Draufsicht auf eines der Flächenmodule 12 und Seitenansichten beider Seitenkanten
52 desselben Flächenmoduls 12. Die Seitenkanten 52 der Flächenmodule 12 weisen jeweils
eine eben abgeschrägte Fase 62 auf (siehe insbesondere Fig. 3c). Die eben abgeschrägte
Fase 62 bildet zu einer Haupterstreckungsebene 66 des Flächenmoduls 12 einen Fasenwinkel
64 aus. Der Fasenwinkel 64 beträgt etwa 45° (vgl. auch Fig. 3c).
[0049] In den Figuren 3a bis 5c sind jeweils die Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 der
Flächenmodule 12 dargestellt. Die Flächenmodule 12 weisen jeweils auf jeder Seitenkante
52 mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 auf. An jeder der Seitenkanten 52
der Flächenmodule 12 sind immer zumindest zwei nicht zusammengehörige Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 nebeneinander angeordnet. Die Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 sind jeweils
zu einer lösbaren Montage mit jeweils der ersten Verbindungseinheit 18 eines der ersten
Verbindungsmodule 14 vorgesehen. Jede der Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 der
Flächenmodule 12 weist genau vier mechanische weibliche Verbindungsstellen 38 auf.
Die Verbindungsstellen 38 der Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 sind als Verbindungsausnehmungen
ausgebildet. Die Verbindungsstellen 38 der Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 sind
als Bohrungen ausgebildet. Die Verbindungsstellen 38 sind jeweils zu einer Aufnahme
des mechanischen männlichen Verbindungselements der ersten Verbindungseinheit 18 genau
eines der ersten Verbindungsmodule 14 vorgesehen (vgl. Fig. 6a).
[0050] Die Figur 6a zeigt schematisch und als Explosionsdarstellung einen Teil eines durch
das Baukastensystem hergestellten Regals 10. Die Figur 6a zeigt alle essentiellen
Komponenten des Baukastensystems. Die Figur 6b zeigt den auch in der Figur 6a gezeigten
Teil des Regals 10 in einem zusammengebauten Zustand.
[0051] Die Figuren 6a und 6b verdeutlichen, dass das zweite Verbindungsmodul 16 dazu vorgesehen
ist, zwei oder mehr mit einem gleichen der Flächenmodule 12 verbundene erste Verbindungsmodule
14 mechanisch miteinander zu verbinden. Die Figuren 6a und 6b verdeutlichen außerdem,
dass das zweite Verbindungsmodul 16 dazu vorgesehen ist, zwei oder mehr mit jeweils
zumindest zwei unterschiedlichen Flächenmodulen 12 der Mehrzahl an Flächenmodulen
12 verbundene erste Verbindungsmodule 14 mechanisch miteinander zu verbinden. Verbindungsfunktionen
der ersten Verbindungseinheit 18 der ersten Verbindungsmodule 14 sind werkzeuglos
herstellbar und/oder lösbar. Verbindungsfunktionen der zweiten Verbindungseinheit
20 der ersten Verbindungsmodule 14 sind ebenfalls werkzeuglos herstellbar und/oder
lösbar.
[0052] Die Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 sind derart ausgebildet, dass zu einer Herstellung
einer Verbindung mit anderen Flächenmodulen 12 bei dem Zusammenbau des Regals 10 immer
nur genau eine von den genau vier mechanischen weiblichen Verbindungsstellen 38 jeder
der an der jeweiligen Verbindung beteiligten Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40
der Flächenmodule 12 mit dem mechanischen männlichen Verbindungselement der ersten
Verbindungseinheit 18 eines der ersten Verbindungsmodule 14 belegt ist, während die
anderen drei der genau vier Verbindungsstellen 38 jeder der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 der Flächenmodule 12 frei bleiben. Jedem der genau vier mechanischen weiblichen
Verbindungsstellen 38 der Flächenmodul-Verbindungseinheiten 40 der Flächenmodule 12
ist eine immer gleiche / festgelegte Verbindungselement-Belegung durch das mechanische
männliche Verbindungselement der ersten Verbindungseinheit 18 eines der ersten Verbindungsmodule
14 fest zugewiesen. Diese feste Zuweisung hängt davon ab, ob die zugehörige Seitenkante
52 des Flächenmoduls 12 bei dem Zusammenbau des Regals 10 eine in Tiefenrichtung 54
des Regals 10 gesehene rechte Seitenkante 52 des Flächenmoduls 12, eine in Tiefenrichtung
54 des Regals 10 gesehene linke Seitenkante 52 des Flächenmoduls 12, eine in Aufstellrichtung
56 des Regals 10 gesehene Oberkante des Flächenmoduls 12 oder eine in Aufstellrichtung
56 des Regals 10 gesehene Unterkante des Flächenmoduls 12 ausbilden soll.
[0053] Das in den Figuren 6a und 6b gezeigte Regal 10, sowie die in den Figuren 1a bis 1e
dargestellten Regale 10 umfassen jeweils eine Mehrzahl der jeweils mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 an ihren Seitenkanten 52 aufweisenden und abgesehen von ihren Längen- und/oder
Breitenmaßen 30, 32 zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten Flächenmodulen
12, eine Mehrzahl der zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten
ersten Verbindungsmodule 14, und eine Mehrzahl der zylindrisch stangenförmig ausgebildeten
und abgesehen von ihren Längen 50 zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten
zweiten Verbindungsmodule 16, wobei die ersten Verbindungsmodule 14 jeweils die erste
Verbindungseinheit 18 zu der lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule
12 aufweist, und wobei die ersten Verbindungsmodule 14 jeweils die als Verbindungsöse
ausgebildete zweite Verbindungseinheit 20 zu der lösbaren Montage mit jeweils einem
der zweiten Verbindungsmodule 16 über die Aufnahme eines Abschnitts des zylindrisch
stabförmigen zweiten Verbindungsmoduls 16 aufweist.
[0054] Die Figur 7 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines lediglich ein einzelnes
umschlossenes Regalfach 70 mit einer Regalfach-Tür 28 aufweisendes Regals 10, das
mittels des Baukastensystems hergestellt ist. Eine der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 des die Regalfach-Tür 28 ausbildenden Flächenmoduls 12 ist zusätzlich zu der Wechselwirkung
mit einer ersten Verbindungseinheit 18 der ersten Verbindungsmodule 14 zu einer lösbaren
Verbindung mit der Griff-Verbindungseinheit 60 des Griffelements 58 vorgesehen. Die
Griff-Verbindungseinheit 60 umfasst zwei bolzenartige Fortsätze, welche in zwei Verbindungsstellen
38 der Flächenmodul-Verbindungseinheit 40 eingesteckt sind / werden können (vgl. auch
Fig. 2d).
[0055] Die Figur 8 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zu einer Bereitstellung
des Regals 10 mittels des Baukastensystems. In zumindest einem Montageschritt 48 werden
die Komponenten, insbesondere die essentiellen Komponenten und ggf. die optionalen
Komponenten, des Baukastensystems bereitgestellt. In zumindest einem weiteren Montageschritt
68 wird jeweils eines der ersten Verbindungsmodule 14 über dessen erste Verbindungseinheit
18 in jeweils eine Verbindungsstelle 38 einer der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 der zu montierenden Flächenmodule 12 eingesteckt. Je nachdem, ob das zu montierende
Flächenmodul 12 eine rechte Regal-Seitenwand 22, eine linke Regal-Seitenwand 22, eine
Regal-Bodenplatte 24, eine Regal-Rückwand 26 oder eine Regal-Deckenplatte 72 ausbilden
soll, wird das erste Verbindungsmodul 14 in die jeweils dafür speziell vorgesehene
Verbindungsstelle 38 der jeweiligen Flächenmodul-Verbindungseinheit 40 eingesteckt.
Beispielhafte festgelegte Steckpositionen für die unterschiedlichen Regalwände können
der Figur 6a entnommen werden. In zumindest einem weiteren Montageschritt 80 werden
alle sich an einer Ecke eines Regalfachs 70 treffenden Flächenmodule 12 mit den montierten
ersten Verbindungsmodulen 14 derart zueinander positioniert, dass sich deren Seitenkanten
52, insbesondere Fasen 62, berühren (bei einer Verbindung von horizontal und vertikal
zueinander ausgerichteten Flächenmodulen 12 miteinander) oder dass deren Seitenkanten
52 direkt parallel gegenüberliegen (bei einer Verbindung von horizontal und horizontal
oder vertikal und vertikal zueinander ausgerichteten Flächenmodulen 12 miteinander)
und dass sie zueinander parallel oder senkrecht angeordnet sind. Die Aufnahmeräume
46 der zweiten Verbindungseinheiten 20 der mit diesen Flächenmodulen 12 verbundenen
ersten Verbindungsmodule 14, die an diesen Seitenkanten 52 der Flächenmodule 12 angeordnet
sind, sollen durch diese Anordnung der Flächenmodule 12 zueinander gegenseitig so
ausgerichtet werden, dass sie in einer Reihe liegen. In zumindest einem weiteren Montageschritt
82 wird das zweite Verbindungsmodul 16 durch die zueinander auf diese Weise ausgerichteten
zweiten Verbindungseinheiten 20 der ersten Verbindungsmodule 14 gesteckt / eingepresst.
Dadurch entsteht dann beispielsweise eine Kante eines Regalfachs 70, wie sie in der
Fig. 6b gezeigt ist. Die Montageschritte 68, 80, 82 werden mehrfach wiederholt, bis
das gewünschte Regal 10 mittels des Baukastensystems gefertigt ist.
[0056] Während in der Figur 2b ein erstes Verbindungsmodul 14 mit einer als (ringförmige)
Verbindungsöse ausgebildeten zweiten Verbindungseinheit 20 gezeigt ist, zeigen die
Figuren 9 und 10 jeweils schematische perspektivische Darstellungen von alternativen
Ausführungsformen des ersten Verbindungsmoduls 14, bei denen die zweite Verbindungseinheit
20 jeweils als (offene) Verbindungsklammer bzw. Klemmaufnahme ausgebildet ist.
[0057] Das erste Verbindungsmodul 14 ist monolithisch oder einstückig, beispielsweise aus
einem elastischen Material wie Federstahl oder einem geeigneten Kunststoff, gefertigt.
Die als Verbindungsklammer ausgebildete zweite Verbindungseinheit 20 umfasst zwei
nach Art einer Zange oder Klammer aufeinander zu bewegbare und elastisch zueinander
gelagerte Klammerelemente 84, 86. Die Klammerelemente 84, 86 bilden jeweils Federarme
aus. Die beiden Klammerelemente 84, 86 bilden gemeinsam sowohl die erste Verbindungseinheit
18 als auch die zweite Verbindungseinheit 20 des ersten Verbindungsmoduls 14 aus.
Die Klammerelemente 84, 86 bilden jeweils einen Teil (eine Hälfte) eines zur Aufnahme
des Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls 16 vorgesehenen Aufnahmeraums 46 aus.
Die beiden Klammerelemente 84, 86 sind jeweils integrale Teile des (einstückigen)
ersten Verbindungsmoduls 14. Die beiden Klammerelemente 84, 86 weisen jeweils halbschalenförmig
ausgebildete Aufnahmeteilbereiche 88, 90 auf. Durch ein Zusammendrücken der beiden
Klammerelemente 84, 86 erzeugen die beiden Aufnahmeteilbereiche 88, 90 zusammen den
Aufnahmeraum 46 zur Aufnahme des Abschnitts des zweiten Verbindungsmoduls 16. Zumindest
im zusammengedrückten Zustand der beiden Klammerelemente 84, 86 umgreift der Aufnahmeraum
46 der als Verbindungsklammer ausgebildeten zweiten Verbindungseinheit 20 das zweite
Verbindungsmodul 16 im Umfang zu einem Großteil, vorzugsweise nahezu vollständig oder
vollständig. Dabei wird das zweite Verbindungsmodul 16 zwischen den beiden Klammerelementen
84, 86 kraftschlüssig eingeklemmt. Die beiden Klammerelemente 84, 86 sind federnd
miteinander verbunden. Ein Teil der ersten Verbindungseinheit 18 des ersten Verbindungsmoduls
14 ist geschlitzt ausgebildet. Ein auf einer ersten Seite eines Schlitzes 92 der ersten
Verbindungseinheit 18 liegender Teil des ersten Verbindungsmoduls 14 bildet das erste
Klammerelement 84 zumindest teilweise aus. Ein auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden
zweiten Seite des Schlitzes 92 liegender Teil des ersten Verbindungsmoduls 14 bildet
das zweite Klammerelement 86 zumindest teilweise aus. Bei einem Aufheben einer die
Klammerelemente 84, 86 zusammendrückenden Kraft bewegen sich die Klammerelemente 84,
86 selbsttätig auseinander und geben die Klemmung des zweiten Verbindungsmoduls 16
frei. Die beiden elastisch zueinander bewegbaren Teile des ersten Verbindungsmoduls
14, die die Klammerelemente 84, 86 ausbilden, werden bei einem Einführen der ersten
Verbindungseinheit 18 in eine der Verbindungsstellen 38 der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
40 automatisch zusammengedrückt. Im entspannten Zustand ist ein Außenumfang der ersten
Verbindungseinheit 18 des ersten Verbindungsmoduls 14 größer als ein Innenumfang der
als Verbindungsausnehmungen ausgebildeten Verbindungsstellen 38. Dadurch werden die
Klammerelemente 84, 86 bei einem axialen Einführen der ersten Verbindungseinheit 18
des ersten Verbindungsmoduls 14 in die als Verbindungsausnehmung ausgebildete Verbindungsstelle
38 durch eine Wechselwirkung mit Innenwänden der Verbindungsausnehmung zusammengedrückt,
so dass sich der Aufnahmeraum 46 schließt und das zweite Verbindungsmodul eingeklemmt
wird. Eine Außenfläche der ersten Verbindungseinheit 18 ist mit mehreren (ganz oder
teilweise umlaufenden) Rillen oder Rastnuten 94 versehen. Dadurch kann der Halt in
der Verbindungsstelle 38 verbessert werden.
[0058] Die Funktionsweise dieser Ausführungsform ist demnach wie folgt: Wird die erste Verbindungseinheit
18 des ersten Verbindungsmoduls 14 in eine der Verbindungsstellen 38 eines Flächenmoduls
12 eingeführt, werden die beiden Klammerelemente 84, 86 durch die Innenwand der Verbindungsstelle
38 (Bohrung) elastisch zusammengedrückt. Diese Kompressionsbewegung an einem Ende
des ersten Verbindungsmoduls 14 bewirkt, dass sich die Aufnahmeteilbereiche 88, 90
der Klammerelemente 84, 86 am entgegengesetzten Ende des ersten Verbindungsmoduls
14 aufeinander zu bewegen. Dadurch verengt sich der Aufnahmeraum 46, und das zuvor
eingelegte zweite Verbindungsmodul 16 wird zwischen den beiden Aufnahmeteilbereichen
88, 90 automatisch und kraftschlüssig eingeklemmt und fixiert. Wird das erste Verbindungsmodul
14 wieder aus der Verbindungsstelle 38 herausgezogen, entspannen sich die Federarme
84, 86 selbsttätig in ihre offene Ausgangsposition. Dadurch wird die Klemmung aufgehoben
und das zweite Verbindungsmodul 16 freigegeben. Dieses Design ermöglicht eine besonders
einfache, werkzeuglose und sichere Montage, bei der die Fixierung des zweiten Verbindungsmoduls
16 automatisch durch das Verbinden mit dem Flächenmodul 12 erfolgt.
[0059] Während in der Figur 9 die erste Verbindungseinheit 18 des ersten Verbindungsmoduls
14 die Form eines geschlitzten, zylindrischen Bolzens besitzt, ist die erste Verbindungseinheit
18 des ersten Verbindungsmoduls 14 in der Figur 10 geschlitzt rechteckig bzw. mit
einem geschlitzten polygonalen Querschnitt ausgestattet.
Bezugszeichen
[0060]
- 10
- Regal
- 12
- Flächenmodul
- 14
- Erstes Verbindungsmodul
- 16
- Zweites Verbindungsmodul
- 18
- Erste Verbindungseinheit
- 20
- Zweite Verbindungseinheit
- 22
- Regal-Seitenwand
- 24
- Regal-Bodenplatte
- 26
- Regal-Rückwand
- 28
- Regalfach-Tür
- 30
- Längenmaß
- 32
- Breitenmaß
- 34
- Ende
- 36
- Ende
- 38
- Verbindungsstelle
- 40
- Flächenmodul-Verbindungseinheit
- 42
- Längserstreckung
- 44
- Längserstreckung
- 46
- Aufnahmeraum
- 48
- Montageschritt
- 50
- Länge
- 52
- Seitenkante
- 54
- Tiefenrichtung
- 56
- Aufstellrichtung
- 58
- Griffelement
- 60
- Griff-Verbindungseinheit
- 62
- Fase
- 64
- Fasenwinkel
- 66
- Haupterstreckungsebene
- 68
- Montageschritt
- 70
- Regalfach
- 72
- Regal-Deckenplatte
- 74
- Standfuß
- 76
- Sicherungshülse
- 78
- Handhabungsbereich
- 80
- Montageschritt
- 82
- Montageschritt
- 84
- Klammerelement
- 86
- Klammerelement
- 88
- Aufnahmeteilbereich
- 90
- Aufnahmeteilbereich
- 92
- Schlitz
- 94
- Rastnut
1. Baukastensystem zu einer wahlweisen Bereitstellung einer Mehrzahl unterschiedlicher,
vorzugsweise flexibel erweiterbarer und/oder umbaubarer, Regale (10), insbesondere
Standregale, zumindest umfassend:
eine Mehrzahl an Flächenmodulen (12),
eine Mehrzahl an ersten Verbindungsmodulen (14), und
eine Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen (16), welche verschieden zu den ersten
Verbindungsmodulen (14) ausgebildet sind,
wobei die ersten Verbindungsmodule (14) jeweils eine erste Verbindungseinheit (18)
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule (12) aufweisen, und
wobei die ersten Verbindungsmodule (14) jeweils eine zweite Verbindungseinheit (20)
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der zweiten Verbindungsmodule (16) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Flächenmodule (12) des Baukastensystems, vorzugsweise mehrere
der Flächenmodule (12) des Baukastensystems, bevorzugt ein Großteil aller Flächenmodule
(12) des Baukastensystems, und besonders bevorzugt alle Flächenmodule (12) des Baukastensystems,
bei dem Zusammenbau eines der Regale (10) frei wählbar als Regal-Seitenwand (22),
als Regal-Bodenplatte (24), als Regal-Rückwand (26) oder als schwenkbare Regalfach-Tür
(28) einsetzbar ist/sind.
2. Baukastensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl an Flächenmodulen (12), die Mehrzahl an ersten Verbindungsmodulen (14)
und die Mehrzahl an zweiten Verbindungsmodulen (16) alle zum Zusammenbau eines funktionsfähigen
Regalkörpers für unterschiedliche Regale (10) erforderliche Komponenten vollständig
ausbilden.
3. Baukastensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenmodule (12) quadratisch oder rechteckig sind und lediglich zwei, lediglich
drei oder lediglich vier standardisierte Längenmaße (30) oder lediglich zwei, lediglich
drei oder lediglich vier standardisierte Breitenmaße (32) besitzen, wobei vorzugsweise
die Flächenmodule (12) abgesehen von ihren Längen- und/oder Breitenmaßen (30, 32)
alle zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet sind.
4. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmodule (14) alle zumindest im Wesentlichen identisch zueinander
ausgebildet sind.
5. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungseinheit (18) und die zweite Verbindungseinheit (20) jedes ersten
Verbindungsmoduls (14) an entgegengesetzten äußersten Enden (34, 36) des jeweiligen
ersten Verbindungsmoduls (14) angeordnet sind, wobei die erste Verbindungseinheit
(18) und die zweite Verbindungseinheit (20) jedes ersten Verbindungsmoduls (14) vorzugsweise
konstruktiv wesentlich unterschiedlich zueinander ausgebildet sind.
6. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungseinheit (18) jedes ersten Verbindungsmoduls (14) als mechanisches
männliches Verbindungselement, insbesondere als Verbindungs-Zapfen, Verbindungs-Stift,
Verbindungs-Bolzen oder Verbindungs-Gewindebolzen, ausgebildet ist, welches zu einer
Wechselwirkung mit zumindest einer als Verbindungsausnehmung ausgebildeten Verbindungsstelle
(38), insbesondere Bohrung oder Gewindebohrung, von Flächenmodul-Verbindungseinheiten
(40) der Flächenmodule (12) vorgesehen ist, und/oder dass die zweite Verbindungseinheit (20) jedes ersten Verbindungsmoduls (14) als mechanisches
weibliches Verbindungselement, insbesondere als Verbindungsöse oder als Verbindungsklammer,
ausgebildet ist, welches zu einer Aufnahme zumindest eines Abschnitts des, insbesondere
zylindrisch stabförmigen, zweiten Verbindungsmoduls (16) vorgesehen ist.
7. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der zweiten Verbindungsmodule (16) bei zumindest einem durch das Baukastensystem
erzeugbaren Regal (10) eine Schwenkachse für eine durch ein Flächenmodul (12) gebildete
schwenkbare Regalfach-Tür (28) ausbilden kann.
8. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungsmodule (16) zylindrisch stangenförmig ausgebildet sind, wobei
die zweiten Verbindungsmodule (16) alle zumindest im Wesentlichen identisch zueinander
oder abgesehen von ihren Längen (50) alle zumindest im Wesentlichen identisch zueinander
ausgebildet sind und/oder wobei die zweiten Verbindungsmodule (16) lediglich zwei,
lediglich drei oder lediglich vier standardisierte Längen (50) besitzen.
9. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenmodule (12) jeweils mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) aufweisen,
welche an Seitenkanten (52) der Flächenmodule (12) angeordnet sind und welche zu einer
lösbaren Montage mit jeweils der ersten Verbindungseinheit (18) eines der ersten Verbindungsmodule
(14) vorgesehen sind, wobei vorzugsweise immer zumindest zwei nicht zusammengehörige
Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) der mehreren Flächenmodul-Verbindungseinheiten
(40) der Flächenmodule (12) nebeneinander an jeder der Seitenkanten (52) jedes der
Flächenmodule (12) angeordnet sind.
10. Baukastensystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) der Flächenmodule (12) genau vier,
insbesondere mechanische weibliche, Verbindungsstellen (38) aufweist, die jeweils
zu einer Aufnahme genau eines, insbesondere mechanischen männlichen, Verbindungselements
der ersten Verbindungseinheiten (18) der ersten Verbindungsmodule (14) vorgesehen
sind.
11. Baukastensystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) derart ausgebildet sind, dass zu einer
Herstellung einer Verbindung mit anderen Flächenmodulen (12) bei dem Zusammenbau des
Regals (10) immer nur genau eine von den genau vier, insbesondere mechanischen weiblichen,
Verbindungsstellen (38) jeder der Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) der Flächenmodule
(12) mit dem, insbesondere mechanischen männlichen, Verbindungselement der ersten
Verbindungseinheiten (18) eines der ersten Verbindungsmodule (14) belegt sein darf,
während die anderen drei der genau vier Verbindungsstellen (38) jeder der Flächenmodul-Verbindungseinheiten
(40) der Flächenmodule (12) frei bleiben müssen und/oder dadurch gekennzeichnet, dass jedem der genau vier, insbesondere mechanischen weiblichen, Verbindungsstellen (38)
der Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) der Flächenmodule (12) eine Verbindungselement-Belegung
durch das, insbesondere mechanisch männliche, Verbindungselement der ersten Verbindungseinheit
(18) eines der ersten Verbindungsmodule (14), fest zugewiesen ist, welche davon abhängt,
ob die zugehörige Seitenkante (52) des Flächenmoduls (12) bei dem Zusammenbau eines
Regals (10) eine in Tiefenrichtung (54) des Regals (10) gesehene rechte Seitenkante
(52) des Flächenmoduls (12), eine in Tiefenrichtung (54) des Regals (10) gesehene
linke Seitenkante (52) des Flächenmoduls (12), eine in Aufstellrichtung (56) des Regals
(10) gesehene Oberkante des Flächenmoduls (12) oder eine in Aufstellrichtung (56)
des Regals (10) gesehene Unterkante des Flächenmoduls (12) ausbilden soll.
12. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verbindungsmodul (16) dazu vorgesehen ist, zwei oder mehr, vorzugsweise
vier, mit jeweils zumindest zwei, vorzugsweise vier, unterschiedlichen Flächenmodulen
(12) der Mehrzahl an Flächenmodulen (12) verbundene erste Verbindungsmodule (14) mechanisch
miteinander zu verbinden, wobei insbesondere das zweite Verbindungsmodul (16) dazu
vorgesehen ist, zwei oder mehr mit einem gleichen der Flächenmodule (12) verbundene
erste Verbindungsmodule (14) mechanisch miteinander zu verbinden.
13. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zusätzlich umfassend:
ein oder mehrere Griffelemente (58), welche eine Griff-Verbindungseinheit (60) zu
einer lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule (12) aufweisen,
wobei vorzugsweise die Flächenmodule (12) eine Mehrzahl an Flächenmodul-Verbindungseinheiten
(40) aufweisen, welche jeweils zugleich zu einer lösbaren Verbindung mit der Griff-Verbindungseinheit
(60) des Griffelements (58) oder eines der Griffelemente (58) und zu einer lösbaren
Verbindung mit der ersten Verbindungseinheit (18) des ersten Verbindungsmoduls (14)
vorgesehen ist.
14. Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Seitenkanten (52) der Flächenmodule (12) jeweils eine eben abgeschrägte Fase (62)
aufweisen, welche vorzugsweise einen Fasenwinkel (64) von etwa 45° zu einer Haupterstreckungsebene
(66) der jeweiligen Flächenmodule (12) ausbildet, und/oder dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungsfunktionen der ersten Verbindungseinheit (18) der ersten Verbindungsmodule
(14) und/oder Verbindungsfunktionen der zweiten Verbindungseinheit (20) der ersten
Verbindungsmodule (14) werkzeuglos herstellbar und/oder lösbar ist/sind.
15. Regal (10), insbesondere Standregal, vorzugsweise flexibel erweiterbares und/oder
umbaubares Regal (10)zumindest umfassend:
eine Mehrzahl an jeweils mehrere Flächenmodul-Verbindungseinheiten (40) an ihren Seitenkanten
(52) aufweisenden, und insbesondere abgesehen von ihren Längen- und/oder Breitenmaßen
(30, 32) zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten, Flächenmodulen
(12),
eine Mehrzahl an zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten ersten
Verbindungsmodulen (14), und
eine Mehrzahl an zylindrisch stangenförmig ausgebildeten, und insbesondere abgesehen
von ihren Längen (50) zumindest im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildeten,
zweiten Verbindungsmodulen (16), welche verschieden zu den ersten Verbindungsmodulen
(14) ausgebildet sind,
wobei die ersten Verbindungsmodule (14) jeweils eine erste Verbindungseinheit (18)
zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der Flächenmodule (12) aufweisen,
und wobei die ersten Verbindungsmodule (14) jeweils eine als Verbindungsöse ausgebildete
zweite Verbindungseinheit (20) zu einer lösbaren Montage mit jeweils einem der zweiten
Verbindungsmodule (16) über eine Aufnahme zumindest eines Abschnitts des zylindrisch
stabförmigen zweiten Verbindungsmoduls (16) aufweisen.