Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Es ist bereits ein Schneidwerkzeug für einen Zerkleinerungsrotor, insbesondere zur
Holz- und/oder Erdreichzerkleinerung, das einen Grundkörper aufweist, mit wenigstens
einer Schneide, und wenigstens einem, von dem Grundkörper ausgebildeten Befestigungsbereich,
der vorzugsweise zumindest teilweise als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet ist,
und der einen unteren Teilbereich und einen hinteren Teilbereich aufweist, die winklig
zueinander ausgerichtet sind, vorgeschlagen worden.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Kompaktheit, bezüglich Herstellungskosten
und einer einfachen Austauschbarkeit bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einem Schneidwerkzeug für einen Zerkleinerungsrotor, insbesondere
zur Holz- und/oder Erdreichzerkleinerung, das einen Grundkörper aufweist, mit wenigstens
einer Schneide, und wenigstens einem, von dem Grundkörper ausgebildeten Befestigungsbereich,
der vorzugsweise zumindest teilweise als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet ist,
und der einen unteren Teilbereich und einen hinteren Teilbereich aufweist, die winklig
zueinander ausgerichtet sind.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass der hintere Teilbereich von einer Nut gebildet ist, die
eine ebene Anlagefläche und seitliche Flanken aufweist, die dazu vorgesehen sind,
in einem montierten Zustand einen korrespondierend ausgebildeten Anlagebereich zu
umgreifen.
[0006] Unter einem "Schneidwerkzeug" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche
dazu vorgesehen ist, Material, insbesondere Holz und/oder Erdreich, insbesondere auch
Gestein, zu zerkleinern, insbesondere zu zerschneiden und/oder zu zerhacken und/oder
zu zertrümmern. Insbesondere ist das Schneidwerkzeug dazu vorgesehen, an einem Basiselement
eines Schneidsystems, das an dem Zerkleinerungsrotor angebunden ist, befestigt zu
werden. Vorzugsweise ist das Schneidwerkzeug wechselbar an dem Basiselement befestigbar.
Vorzugsweise ist das Schneidwerkzeug über eine vorzugsweise zerstörungsfrei lösbare
Verbindung an einem Basiselement montierbar. Vorzugsweise ist das Schneidwerkzeug
mittels einer Schraubverbindung an dem Basiselement anbindbar. Unter einem "Schneidwerkzeug"
soll vorzugsweise eine Einheit verstanden werden, die zumindest eine Schneide aufweist.
Das Schneidwerkzeug nimmt in einem Betriebszustand auf die Schneide wirkende Kräfte
auf und/oder leitet diese ab. Vorzugsweise kann das Schneidwerkzeug von einem Grundkörper
ausgebildet sein, der eine Schneidaufnahme aufweist, in der eine Schneide, beispielsweise
eine gehärtete Schneide, insbesondere eine Schneide aus einem Hartmetall angebunden
ist. Vorzugsweise ist eine Schneide durch eine Lötverbindung an eine Schneidaufnahme
des Grundkörpers des Schneidwerkzeugs angebunden. Grundsätzlich wäre es auch denkbar,
dass die Schneide durch eine Schweißverbindung an die Schneidaufnahme des Grundkörpers
fest angebunden ist. Vorzugsweise ist es ebenso denkbar, dass die Schneide mittels
einer anderen Verbindungsmethode mit dem Grundkörper verbunden ist. Grundsätzlich
ist es auch denkbar, dass die Schneide integral mit einem Grundkörper des Schneidwerkzeugs
ausgebildet ist. Bei einer integralen Ausbildung der Schneide mit dem Grundkörper
des Schneidwerkzeugs ist das gesamte Schneidwerkzeug integral aus einem einzelnen
Bauteil gebildet, vorzugsweise als ein Schmiedeteil.
[0007] Unter einem "Befestigungsbereich" soll vorzugsweise ein Bereich verstanden werden,
über den das Schneidwerkzeug an einem korrespondierend ausgebildeten Basisbauteil
befestigbar ist. Der Befestigungsbereich bildet eine Anlagefläche aus, mit der das
Schneidwerkzeug an einem korrespondierend ausgebildeten Anlagebereich des Basisbauteils
anliegt. Vorzugsweise ist der Befestigungsbereich zumindest teilweise, also zumindest
in einem Bereich als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet. Vorzugsweise ist der
Befestigungsbereich zumindest in einem der beiden Teilbereiche zumindest abschnittsweise,
vorzugsweise vollständig als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet. Unter einem
"hinteren Teilbereich" soll vorzugsweise ein Teilbereich des Befestigungsbereichs
verstanden werden, der zumindest teilweise an einer Rückseite des Grundkörpers des
Schneidwerkzeugs angeordnet ist. Der hintere Teilbereich kann grundsätzlich auch zumindest
teilweise an einer Unterseite des Grundkörpers des Schneidwerkzeugs angeordnet sein.
Der hintere Teilbereich ist von einer Nut gebildet, die in die Rückseite des Grundkörpers
des Schneidwerkzeugs eingebracht ist. Vorzugsweise ist die Nut in die Rückseite des
Grundkörpers eingefräst. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass die Nut, die den
hinteren Teilbereich ausbildet, zumindest teilweise oder komplett unbearbeitet ausgebildet
ist. Vorzugsweise wäre es dabei denkbar, dass die Nut, die den hinteren Teilbereich
des Befestigungsbereichs ausbildet, bei einem Schmiedeverfahren in den Grundkörper
des Schneidwerkzeugs eingebracht ist. Die Nut, die den hinteren Teilbereich ausbildet,
könnte eine unbearbeitete Schmiedefläche ausbilden. Grundsätzlich wäre es denkbar,
dass sowohl die Flanken, als auch eine Anlagefläche der Nut unbearbeitet sind, also
eine unbearbeitete Schmiedefläche ausbilden. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass
lediglich die Anlagefläche oder die Flanken zumindest teilweise, vorzugsweise komplett
bearbeitet, beispielsweise gefräst sind. Die Nut weist eine ebene Anlagefläche auf.
Die Anlagefläche ist als ein Nutboden der Nut ausgebildet. Die Anlagefläche ist zur
flächigen, ebenen Anlage an eine korrespondierende Fläche eines Anlagebereichs des
Basisbauteils vorgesehen. Die Nut weist seitliche Flanken auf, die die Anlagefläche
seitlich begrenzen. Die Flanken sind dazu vorgesehen, in einem montierten Zustand
einen Anlagebereich des Basiselements zumindest in einem Teilbereich zu umschließen.
Die Flanken sind zu einer formschlüssigen Positionierung und Abstützung des Schneidwerkzeugs
an dem Basisbauteil vorgesehen. Ein korrespondierender Anlagebereich ist von einem
Basiselement gebildet, an dem das Schneidwerkzeug wechselbar befestigt ist. Der Anbindungsbereich
ist ein korrespondierender Teilbereich eines Anbindungsbereichs des Basiselements.
[0008] Unter einem "unteren Teilbereich" soll vorzugsweise ein Teilbereich des Befestigungsbereichs
verstanden werden, der zumindest zu einem Großteil von einer
[0009] Unterseite des Grundkörpers des Schneidwerkzeugs gebildet ist. Der Teilbereich weist
eine Anlagefläche, insbesondere Seitenflächen, mittels denen der Teilbereich auf einem
korrespondierenden Teilbereich eines Anlagebereichs des Basisbauteils aufliegt, auf.
Vorzugsweise ist der untere Teilbereich zumindest teilweise unbearbeitet. Vorzugsweise
ist der untere Teilbereich des Befestigungsbereichs von einer keilförmigen Nut ausgebildet.
Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass der untere Teilbereich von einer ebenen Fläche
gebildet ist. Grundsätzlich wäre es dabei also denkbar, dass der untere Teilbereich
keine keilförmige Nut ausbildet. Unter "winklig zueinander" soll vorzugsweise verstanden
werden, dass eine Längserstreckungsachse der beiden Teilbereiche in einem Winkel A
zueinander angeordnet und nicht parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Winkel
zwischen zwei Teilbereichen werden vorzugsweise zwischen zwei Haupterstreckungsebenen
der jeweiligen Teilbereiche gemessen. Weisen die Teilbereiche jeweils einen ebenen
Boden auf, kann der Winkel A zwischen den Teilbereichen vorzugsweise zwischen den
jeweiligen Böden, die beispielsweise von Nuten gebildet sind, gemessen werden. Der
Winkel A, in dem die beiden Teilbereiche des Befestigungsbereichs winklig zueinander
angeordnet sind beträgt vorzugsweise zwischen 95 Grad bis 120 Grad, vorzugsweise zwischen
100 Grad bis 115 Grad. Vorzugsweise schließen der untere Teilbereich und der hintere
Teilbereich des Befestigungsbereichs einen Winkel A von 110 Grad miteinander ein.
Das Schneidwerkzeug und vorzugsweise auch das Basiselement sind vorzugsweise als Schmiedeteile
ausgebildet. Schmiedeteile, die in einem Schmiedeprozess hergestellt werden, weisen
Toleranzen auf, die insbesondere bezüglich Winkelangaben berücksichtigt werden müssen.
Die zuvor und im Folgenden angegebenen Winkel zwischen unbearbeiteten Flächen sind
immer als konstruierte Winkel zu verstehen, mit denen das Schneidwerkzeug und/oder
das Basiselement konstruiert wurden. Durch die entsprechenden Toleranzen kann ein
Winkel bei einem entsprechend hergestellten Bauteil zu einer unbearbeiteten Fläche
um bis zu 2 Grad abweichen. Ein korrespondierender Anlagebereich ist von einem Basiselement
gebildet, an dem das Schneidwerkzeug wechselbar befestigt ist. Der Anbindungsbereich
ist ein korrespondierender Teilbereich eines Anbindungsbereichs des Basiselements.
Unter einem Anlagebereich soll also ein Montagebereich des Basiselements verstanden
werden, an dem ein Schneidwerkzeug, vorzugsweise mittels einer Schraubenverbindung
wechselbar befestigt ist. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt
und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten
Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese
bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt
und/oder ausführt.
[0010] Durch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung kann vorteilhaft ein Schneidwerkzeug bereitgestellt
werden, das besonders robust ist und besonders einfach an ein Basiselement montierbar
ist. Besonders bevorzugt können auf das Schneidwerkzeug in einem Betrieb wirkende
Kräfte besonders gut in das Basiselement abgeleitet werden. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung kann insbesondere langlebiges Schneidwerkzeug bereitgestellt werden.
Insbesondere kann auch eine einfache Montage und Demontage durch das erfindungsgemäße
Schneidwerkzeug erreicht werden.
[0011] Weiter wird vorgeschlagen, dass die seitlichen Flanken jeweils einen Winkel 70 Grad
bis 110 Grad, vorzugsweise von 90 Grad mit der ebenen Anlagefläche aufweisen. Grundsätzlich
wäre es auch denkbar, dass die seitlichen Flanken zumindest in einem Teilbereich gekrümmt
ausgebildet sind. Dadurch kann der hintere Teilbereich des Befestigungsbereichs besonders
vorteilhaft zur Abstützung von seitlich wirkenden Kräften ausgebildet werden.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass der untere Teilbereich und der hintere Teilbereich
des Befestigungsbereichs einen Winkel A von 20 Grad bis 120 Grad, bevorzugt von 50
Grad bis 100 Grad und besonders vorzugsweise von 70,25 Grad miteinander einschließen.
Dadurch kann der Befestigungsbereich besonders vorteilhaft ausgestaltet werden, um
eine besonders vorteilhafte Abstützung von in einem Betrieb auftretenden Kräften zu
erreichen.
[0013] Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass das Schneidwerkzeug eine Befestigungslochlängsachse
aufweist, wobei der hintere Teilbereich einen Winkel β mit der Befestigungslochlängsachse
einschließt, der zwischen 40 Grad - 100 Grad, bevorzugt zwischen 50 Grad und 90 Grad
und besonders vorzugsweise bei 70,5 Grad liegt. Unter einer "Befestigungslochlängsachse"
soll vorzugsweise eine Mittelachse eines Befestigungslochs verstanden werden, das
in dem Schneidwerkzeug, insbesondere in den Grundkörper des Schneidwerkzeugs eingebracht
ist. Unter einem Befestigungsloch soll vorzugsweise ein Loch verstanden werden, über
das das Schneidwerkzeug an einem Basisbauteil positionsfest fixierbar ist. Das Befestigungsloch
weist vorzugsweise einen runden Querschnitt auf. Vorzugsweise ist das Befestigungsloch
als eine Bohrung ausgebildet. Vorzugsweise ist das Befestigungsloch dazu vorgesehen,
dass ein Befestigungsmittel, das zur Fixierung des Schneidwerkzeugs vorgesehen ist,
zumindest teilweise hindurchgeführt ist und/oder darin befestigt ist. Vorzugsweise
weist das Befestigungsloch ein Innengewinde auf. Vorzugsweise erstreckt sich das Innengewinde
des Befestigungslochs lediglich über einen Teil der Länge des Befestigungslochs, wodurch
kosten gespart werden können. Das Innengewinde erstreckt sich vorzugsweise nicht über
die gesamte Länge des Befestigungslochs. Vorzugsweise ist das Befestigungsloch, das
ein Innengewinde aufweist, dazu vorgesehen, dass ein Befestigungsmittel, beispielsweise
eine Schraube, zur Anbindung des Schneidwerkzeugs an ein Basiselement, in das Befestigungsloch
eingeschraubt wird. Vorzugsweise ist das in das Schneidwerkzeug eingebrachte Befestigungsloch
als ein Sackloch ausgebildet. Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar, dass das Befestigungsloch
als ein Durchgangsloch ausgebildet ist. Dadurch kann der Befestigungsbereich besonders
vorteilhaft ausgebildet werden und eine besonders vorteilhafte Abstützung von Betriebskräften
erfolgen. Vorteilhaft kann das Schneidwerkzeug dadurch besonders einfach und kostengünstig
ausgebildet werden und eine schnelle und sichere Montage/Demontage des Schneidwerkzeugs
erreicht werden. Vorteilhaft kann auch eine sichere Befestigung des Schneidwerkzeugs
an einem Basisbauteil erreicht werden.
[0014] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Schneidwerkzeug eine Befestigungslochlängsachse
aufweist, wobei der untere Teilbereich einen Winkel B von unter 3 Grad, bevorzugt
von unter 1 Grad zu der Befestigungslochlängsachse aufweist. Vorzugsweise beträgt
der Winkel B 0,25 Grad. Dadurch kann der untere Teilbereich besonders vorteilhaft
so ausgebildet werden, dass das Schneidwerkzeug bei einer Montage an dem Basiselement
in den Anlagebereich des Basiselements gezogen und so verspannt wird. Dadurch kann
eine besonders sichere Anbindung des Schneidwerkzeugs an das Basiselement erreicht
werden.
[0015] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der untere Teilbereich V-förmig ausgebildet ist
und einen Winkel E aufweist, der zwischen 150 Grad und 180 Grad liegt und vorzugsweise
169,5 Grad beträgt. Dadurch kann der untere Teilbereich besonders vorteilhaft ausgebildet
werden.
[0016] Außerdem wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper als ein Schmiedeteil ausgebildet
ist, wobei der untere Teilbereich zumindest im Wesentlichen unbearbeitet ist. Unter
"zumindest im Wesentlichen unbearbeitet" soll vorzugsweise verstanden werden, dass
zumindest ein Teilbereich frei von einer Bearbeitung, beispielsweise von einer Fräsmaschine
ist und die Oberfläche so ausgebildet ist, wie sie nach dem Schmiedevorgang besteht.
Dadurch kann das Schneidwerkzeug besonders kostengünstig und einfach ausgebildet werden.
[0017] Es wird weiter vorgeschlagen, dass der hintere Teilbereich als ein Hauptabstützbereich
ausgebildet ist, der eine größere Erstreckung aufweist als der untere Teilbereich.
Unter einem "Hauptabstützbereich" soll vorzugsweise ein Bereich verstanden werden,
über den ein Großteil der in einem Betrieb auf das Schneidwerkzeug wirkenden Betriebskräfte
abgestützt werden, insbesondere an ein Basiselement abgeleitet werden können. Dazu
ist der als Hauptabstützbereich ausgebildete hintere Teilbereich des Befestigungsbereichs
vorzugsweise im grob orthogonal, also vorzugsweise lediglich zu maximal 10 Grad, bevorzugst
maximal 5 Grad verschwenkt zu der Orthogonalen, zu einer Schneidbewegungsrichtung
ausgerichtet. Darunter, dass der hintere Teilbereich eine größere Erstreckung aufweist,
soll verstanden werden, dass der hintere Teilbereich eine größere Erstreckung in der
Längserstreckung aufweist, als der untere Teilbereich. Der hintere Teilbereich ist
in seiner Längsrichtung länger als der untere Teilbereich. Der untere Teilbereich
ist in seiner Längsrichtung kürzer als der hintere Teilbereich. Unter einer "Schneidbewegungsrichtung"
soll vorzugsweise eine Richtung verstanden werden, in der sich eine Schneide des Schneidwerkzeugs
während eines Betriebs bewegt. Vorzugsweise ist die Schneidbewegungsrichtung dabei
als eine gerade Bewegungskomponente ausgebildet, in die sich die Schneide zu einem
definierten Zeitpunkt durch die Rotation des Zerkleinerungsrotors bewegen würde. Dadurch
kann eine besonders vorteilhafte Abstützungsfläche für Betriebskräfte bereitgestellt
werden.
[0018] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Schneidwerkzeug ein Befestigungsloch aufweist,
das sich entlang einer Befestigungslochlängsachse von einer Rückseite in das Schneidwerkzeug
erstreckt und das zur Befestigung eines Befestigungsmittels ein Innengewinde aufweist.
Unter einer "Rückseite des Schneidwerkzeugs" soll vorzugsweise eine der Schneide des
Schneidwerkzeugs abgewandte Seite verstanden werden.
[0019] Dadurch kann das Schneidwerkzeug besonders einfach zur Verbindung mit dem Basiselement
ausgebildet werden.
[0020] Weiter wird vorgeschlagen, dass der Befestigungsbereich eine zwischen dem unteren
Teilbereich und dem hinteren Teilbereich angeordnete Freifläche aufweist, die eine
Erstreckung von zumindest 10, vorzugsweise zumindest 15 mm aufweist. Unter einer "Freifläche"
soll vorzugsweise eine Fläche verstanden werden, die in einem montierten Zustand nicht
an einer korrespondierenden Anlagefläche des Basiselements anliegt. Vorzugsweise ist
die Freifläche unbearbeitet. Vorzugsweise ist die Freifläche von zwei Teilfreiflächen
gebildet, wobei eine erste Teilfreifläche dem hinteren Teilbereich, und die zweite
Teilfreifläche dem unteren Teilbereich zugeordnet sind. Die Teilfreiflächen sind winklig
zueinander angeordnet. Die Teilfreiflächen sind jeweils zu einer entsprechenden Anlagefläche
des zugeordneten Teilbereichs des Befestigungsbereichs leicht verkippt. Dadurch kann
das Schneidwerkzeug besonders kostengünstig ausgebildet werden.
[0021] Weiterhin wird ein Schneidsystem mit dem erfindungsgemäßen Schneidwerkzeug vorgeschlagen,
das ein Basiselement aufweist, das zur starren Anbindung an einen Zerkleinerungsrotor
vorgesehen ist, und das an einer Vorderseite einen Anlagebereich aufweist, der dazu
vorgesehen ist, dass das Schneidwerkzeug mit seinem Befestigungsbereich zumindest
teilweise formschlüssig anliegt. Unter einem "Zerkleinerungsrotor" soll vorzugsweise
ein Rotationskörper verstanden werden, an dessen Mantelfläche vorzugsweise eine Vielzahl
an Basiselementen angebunden sind, über die jeweils ein Schneidwerkzeug anbindbar
ist. Unter einem "Schneidsystem" soll vorzugsweise ein System aus zumindest einem
Basiselement und einem daran befestigbaren Schneidwerkzeug verstanden werden. Unter
einem "Basiselement" soll vorzugsweise ein fest und starr mit einem Zerkleinerungsrotor
verbundenes Element verstanden werden, das zur zerstörungsfrei lösbaren Verbindung
mit einem Schneidwerkzeug vorgesehen ist. Vorzugsweise kann ein Schneidwerkzeug über
eine Schraubverbindung mittels einer Schraube zerstörungsfrei lösbar an dem Basiselement
befestigt werden. Das Basiselement ist vorzugsweise dazu vorgesehen stoffschlüssig,
durch eine Schweißverbindung starr mit dem Zerkleinerungsrotor verbunden zu werden.
Unter einem "Zerkleinerungsrotor" soll vorzugsweise ein Rotationskörper verstanden
werden, welcher dazu vorgesehen ist, zur Durchführung eines Zerkleinerungsvorgangs
mit wenigstens einem Schneidwerkzeug bestückt zu werden. In einem Betriebszustand
rotiert der Zerkleinerungsrotor um seine Längsachse, wodurch das Schneidwerkzeug mit
dem zu zerkleinernden Material in Kontakt gebracht wird. Unter einer "Längsachse"
des Zerkleinerungsrotors soll insbesondere eine Rotationssymmetrieachse eines geometrischen
Zylinders kleinsten Volumens verstanden werden, welcher den Zerkleinerungsrotor gerade
noch umschließt. Der Zerkleinerungsrotor umfasst insbesondere einen Grundkörper, welcher
vorzugsweise rotationssymmetrisch ausgebildet ist und an welchem wenigstens ein Basiselement
befestigt ist, vorzugsweise drehfest. Besonders vorteilhaft ist der Grundkörper zumindest
teilweise als ein Rundrohr ausgebildet. Das Basiselement kann dabei auf beliebige,
dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Weise am Grundkörper befestigt sein, insbesondere
durch eine Schraubverbindung und vorzugsweise durch eine einstückige Ausgestaltung.
Vorzugsweise ist das Basiselement mit dem Grundkörper verschweißt.
[0022] Unter einem "Anlagebereich" soll vorzugsweise ein Bereich verstanden werden, an dem
ein Schneidwerkzeug mit seinem Befestigungsbereich, der vorzugsweise als Befestigungsvertiefung
ausgebildet ist, zumindest teilweise anliegt und über die Kräfte, insbesondere Betriebskräfte
von dem Schneidwerkzeug in das Basiselement abgeleitet werden. Der Anlagebereich ist
im Wesentlichen korrespondierend zu dem Befestigungsbereich ausgebildet. Vorzugsweise
weist der Anlagebereich gewollte kleinere Unterschiede zu dem Befestigungsbereich
des Schneidwerkzeugs auf, um in einem montierten Zustand eine Verspannung zwischen
dem Anlagebereich und dem Befestigungsbereich, also dem Schneidwerkzeug und dem Basisbauteil
zu erzeugen. Vorzugsweise liegt das Schneidwerkzeug über einen Großteil seines Befestigungsbereichs,
oder über die gesamte Längserstreckung des Befestigungsbereichs an dem Anlagebereich
an. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Schneidwerkzeug lediglich in Teilbereichen,
die weniger als 50% der Längserstreckung des Befestigungsbereichs ausmachen, an dem
Anlagebereich anliegt. Dadurch kann vorteilhaft ein System bereitgestellt werden,
mit dem Schneidwerkzeuge besonders einfach und sicher über ein Basisbauteil an einen
Zerkleinerungsrotor angebracht werden können.
[0023] Außerdem wird vorgeschlagen, dass der Anlagebereich einen ersten Teilbereich aufweist,
der in einem montierten Zustand eines Schneidwerkzeugs von dem hinteren Teilbereich
des Befestigungsbereichs des Schneidwerkzeugs teilweise umgriffen ist. Dadurch kann
der Anlagebereich zur Anbindung des Schneidwerkzeugs besonders vorteilhaft ausgebildet
werden.
[0024] Es wird weiter vorgeschlagen, dass der untere Teilbereich des Befestigungsbereichs
des Schneidwerkzeugs zumindest im Wesentlichen tangential, also lediglich leicht verkippt
zu einem Umfang des Zerkleinerungsrotors angeordnet ist. Dadurch kann der untere Teilbereich
besonders vorteilhat ausgerichtet werden, wobei insbesondere die Hauptlasten über
den andern Teilbereich abgestützt werden.
[0025] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Anlagebereich einen ersten Teilbereich zur Anlage
des hinteren Teilbereichs des Befestigungsbereichs des Schneidwerkzeugs und einen
zweiten Teilbereich zur Anlage des unteren Teilbereichs des Befestigungsbereichs des
Schneidwerkzeugs aufweist, die einen Winkel zueinander einschließen, der sich von
einem Winkel, den der hinteren Teilbereich des Befestigungsbereichs des Schneidwerkzeugs
und der untere Teilbereich des Befestigungsbereichs des Schneidwerkzeugs einschließen,
um zumindest 0,25 Grad unterscheidet. Dadurch kann der Anlagebereich des Basiselements
und der Befestigungsbereich des Schneidwerkzeugs besonders vorteilhaft aufeinander
abgestimmt werden, sodass das Schneidwerkzeug und das Basiselement bei einer Verschraubung
miteinander verspannt werden und so eine besonders gute Verbindung hergestellt werden
kann.
[0026] Das erfindungsgemäße Schneidwerkzeug und das Schneidsystem sollen hierbei nicht auf
die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere
kann das erfindungsgemäße Schneidwerkzeug und das Schneidsystem zu einer Erfüllung
einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von
einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnungen
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zerkleinerungsrotors, mit einem
erfindungsgemäßen Schneidsystem mit mehreren Basiselementen und daran befestigten
Schneidwerkzeugen,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines Schneidsystems mit einem Basiselement und dem daran
befestigten, insbesondere verschraubten Schneidwerkzeug,
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung mit dem Basiselement, dem Schneidwerkzeug und einer Befestigungsschraube,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht auf ein Schneidwerkzeug, das mittels eines Befestigungsmittels
an das Basiselement geschraubt ist,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht durch eine Mittelebene des Schneidwerkzeugs, das mittels eines
Befestigungsmittels an das Basiselement geschraubt ist,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht des Schneidwerkzeugs, mit seinem Befestigungsbereich zur
Anbindung an das Basisbauteil mit einem ersten, hinteren Teilbereich und einem unteren
zweiten Teilbereich,
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht des Schneidwerkzeugs von unten, auf den unteren Teilbereich,
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht des Schneidwerkzeugs von vorne auf die Schneide,
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht durch eine Mittelebene des Schneidwerkzeugs,
- Fig. 10
- eine Schnittansicht durch einen unteren Teilbereich eines Befestigungsbereichs des
Schneidwerkzeugs,
- Fig. 11
- eine schematische Ansicht eines Basiselements, mit seinem Aufnahmebereich zur Anbindung
eines Schneidwerkzeugs,
- Fig. 12
- eine schematische Draufsicht auf das Basiselement mit seinem Aufnahmebereich zur Anbindung
eines Schneidwerkzeugs,
- Fig. 13
- eine schematische Seitenansicht auf das Basiselement mit seinem Aufnahmebereich zur
Anbindung eines Schneidwerkzeugs,
- Fig. 14
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs in einem zweiten
Ausführungsbeispiel mit einer als Hartmetallschneide ausgebildeten Schneide, die in
einer Schneidaufnahme angeordnet ist,
- Fig. 15
- eine schematische Seitenansicht des Schneidwerkzeugs in dem zweiten Ausführungsbeispiel
und
- Fig. 16
- eine schematische Schnittansicht des Schneidwerkzeugs in dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0029] Die Figuren 1 bis 13 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schneidwerkzeugs 10 eines erfindungsgemäßen Schneidsystems 100. In der Figur 1 ist
ein erfindungsgemäßer Zerkleinerungsrotor 12 gezeigt, der ein erfindungsgemäßes Schneidsystem
100 mit mehreren erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugen 10 aufweist. Derartige Zerkleinerungsrotoren
12 kommen insbesondere in Anbauwerkzeugen für Nutzfahrzeuge zum Einsatz, insbesondere
zum Mulchen und/oder Schreddern. Der Zerkleinerungsrotor 12 ist zu einer Holz- und/oder
Erdreichzerkleinerung vorgesehen. Der Zerkleinerungsrotor 12 umfasst einen Grundkörper
14. Der Grundkörper 14 ist walzenförmig ausgebildet. Der Grundkörper 14 ist in Form
eines Rohrs ausgestaltet. Der Grundkörper 14 besteht vorzugsweise aus Stahl. Das Schneidsystem
100 weist eine Vielzahl von Basiselementen 16, 18, 20 auf. Die Basiselemente 16, 18,
20 sind fest an dem Zerkleinerungsrotor 12 befestigt. Die Basiselemente 16, 18, 20
sind vorzugsweise mit dem Grundkörper 14 des Zerkleinerungsrotors 12 stoffschlüssig
angebunden. Die Basiselemente 16, 18, 20 sind vorzugsweise mit dem Zerkleinerungsrotor
12 verschweißt. Die Basiselemente 16, 18, 20 sind vorzugsweise über eine Schweißverbindung
starr an einem Mantel des Zerkleinerungsrotors 12 angebunden.
[0030] An jedem Basiselement 16, 18, 20 des Schneidsystems 100 ist ein Schneidwerkzeug 10
angebunden. Über die Basiselemente 16, 18, 20 sind die Schneidwerkzeuge 10 jeweils
fest an den Zerkleinerungsrotor 12 angebunden. Im Folgenden wird lediglich ein Schneidwerkzeug
10 und das entsprechende Basiselement 16 näher beschrieben. Die weiteren Schneidwerkzeuge
10 sind vorzugsweise identisch ausgebildet. Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar,
dass zumindest ein Teil der weiteren Schneidwerkzeuge 10 teilweise anders ausgebildet
sind.
[0031] In Figur 2 ist eine isometrische Ansicht des Basiselements 16 mit dem daran befestigten
Schneidwerkzeug 10 gezeigt. Das Schneidwerkzeug 10 weist einen Grundkörper 24 auf.
Der Grundkörper 24 ist aus einem Metall gebildet. Der Grundkörper 24 ist vorzugsweise
aus einem Schmiedeteil gebildet. Das Schneidwerkzeug 10 weist eine Schneide 22 auf.
Die Schneide 22 weist vorzugsweise eine Breite von 40 mm auf. Grundsätzlich wäre es
denkbar, dass die Schneide 22 eine Breite aufweist, die zwischen 20 mm und 70 mm liegt.
Die Schneide 22 ist vorzugsweise integral mit dem Grundkörper 24 des Schneidwerkzeugs
10 ausgebildet. Die Schneide 22 ist zusammen mit dem Grundkörper 24 gemeinsam ausgebildet.
Das Schneidwerkzeug 10 bildet die Schneide 22 und den Grundkörper 24 zusammen als
ein Schmiedewerkzeug aus. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass die Schneide 22
als eine separate Schneide, beispielsweise eine separate Hartmetallschneide ausgebildet
ist, die mit dem Grundkörper 24 verbunden ist. Der Grundkörper 24 würde dazu eine
Schneidaufnahme ausbilden, wobei die Schneide 22 in der Schneidaufnahme des Grundkörpers
24 fest angebunden wäre. Die Schneide 22 ist an der Schneidaufnahme verliersicher
befestigt. Die separat ausgebildete Schneide 22 wäre vorzugsweise mittels einer Lötverbindung
in der Schneidaufnahme des Grundkörpers 24 stoffschlüssig angebunden. Grundsätzlich
wäre es auch denkbar, dass die separat ausgebildete Schneide 22 auf eine andere Weise
kraft-, form- und/oder stoffschlüssig an der Schneidaufnahme verliersicher befestigt
ist. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass der Grundkörper 24, oder der Grundkörper
24 zusammen mit der Schneide 22 als ein Fräsbauteil ausgebildet ist. Vorzugsweise
ist es denkbar, dass ein Schmiedeteil, das den Grundkörper 24 und/oder die Schneide
22 ausbildet, in einem Bearbeitungsschritt durch Fräsen, Bohren und/oder Härten nachbearbeitet
wird.
[0032] Der Grundkörper 24 des Schneidwerkzeugs 10 weist eine Vorderseite 26 auf. Die Vorderseite
26 ist in einem montierten Zustand dem Basiselement 16 abgewandt. Der Grundkörper
24 des Schneidwerkzeugs 10 weist eine Rückseite 28 auf. Die Rückseite 28 des Schneidwerkzeugs
10 ist in einem montierten Zustand dem entsprechenden Basiselement 16 zugewandt. Der
Grundkörper 24 des Schneidwerkzeugs 10 weist eine Oberseite 30 auf. Die Oberseite
30 des Schneidwerkzeugs 10 ist in einem montierten Zustand dem Basiselement 16, und
insbesondere dem Zerkleinerungsrotor 12 abgewandt. Der Grundkörper 24 des Schneidwerkzeugs
10 weist eine Unterseite 32 auf. Die Unterseite 32 des Schneidwerkzeugs 10 ist in
einem montierten Zustand dem Basiselement 16, und insbesondere dem Zerkleinerungsrotor
12 zugewandt. Die Schneide 22 des Schneidwerkzeugs 10 ist an der Vorderseite 26 angebracht.
Die Schneide 22 ist in einem oberen Bereich, der an die Oberseite 30 angrenzt, an
der Vorderseite 28 des Schneidwerkzeugs 10 angebracht. Die Schneide 22 kann über die
Oberseite 32 des Grundkörpers 24 hinausstehen. Der Grundkörper 24 weist an seiner
Oberseite 32 zwischen der Rückseite 28 und der Schneide 22 eine Länge von 54 mm -
34 mm, vorzugsweise insbesondere 44 mm auf. Der Grundkörper 24 weist an seiner Unterseite
32 zwischen der Rückseite 28 und der Vorderseite 26 eine Länge von 24 mm - 44 mm,
vorzugsweise insbesondere 34 mm auf. Der Grundkörper 24 weist an seiner Vorderseite
26 zwischen der Unterseite 32 und der Schneide 22 eine Höhe von 30 mm - 50 mm, vorzugsweise
insbesondere von 40 mm auf.
[0033] Das Schneidwerkzeug 10 weist einen Befestigungsbereich 34 auf. Über den Befestigungsbereich
34 ist das Schneidwerkzeug 10 an einem der Basiselemente 16, 18, 20 befestigbar. Der
Befestigungsbereich 34 ist als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet. Im Folgenden
wird lediglich eine Anbindung des Schneidwerkzeugs 10 an das eine Basiselement 16
beschrieben, wobei eine Anbindung des Schneidwerkzeugs 10 an die anderen Basiselemente
18, 20 äquivalent erfolgt. Über den Befestigungsbereich 34 ist das Schneidwerkzeug
10 mit dem Basiselement 16 koppelbar. Über den Befestigungsbereich 34 stützt sich
das Schneidwerkzeug 10 in einem montierten Zustand an dem Basiselement 16 ab. Das
Schneidwerkzeug 10 ist über den Befestigungsbereich 34 zumindest in zwei Richtungen,
vorzugsweise in drei oder vier Richtungen formschlüssig gekoppelt. Durch die formschlüssige
Abstützung über den Befestigungsbereich 34 kann sich das Schneidwerkzeug 10 in zwei,
vorzugsweise in drei oder vier Richtungen an dem Basiselement 16 abstützen.
[0034] Der Befestigungsbereich 34 verläuft vorzugsweise mittig auf der Rückseite 28 und
der Unterseite 32 des Schneidwerkzeugs 10. Der Befestigungsbereich 34 ist vorzugsweise
in einer Querrichtung mittig in das Schneidwerkzeug 10 eingebracht. Der Befestigungsbereich
34 ist also insbesondere zwischen seitlichen Wandungen des Schneidwerkzeugs 10 mittig
angeordnet. Der Befestigungsbereich 34 weist vorzugsweise eine Mittelebene 102 auf.
Die Mittelebene 102 des Befestigungsbereichs 34 verläuft in Querrichtung mittig in
dem Schneidwerkzeug 10. Vorzugsweise erstreckt sich der Befestigungsbereich 34 in
einer Querrichtung im Wesentlichen über die gesamte Breite der Rückseite 28. Vorzugsweise
erstreckt sich der Befestigungsbereich 34 in einer Querrichtung ebenfalls im Wesentlichen
über die gesamte Breite der Unterseite 32. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass
sich der Befestigungsbereich 34 auf der Rückseite 28 und/oder der Unterseite 32 in
Querrichtung nicht über eine gesamte Breite erstreckt. Dabei wäre denkbar, dass Seitenbereiche
der Rückseite 28 und/oder der Unterseite 32 jeweils zumindest teilweise frei von dem
Befestigungsbereich 34 wären.
[0035] Der Befestigungsbereich 34 erstreckt sich vorzugsweise über die Rückseite 28 und
die Unterseite 32 des Grundkörpers 24. Der Befestigungsbereich 34 ist länglich ausgebildet.
Der Befestigungsbereich 34 des Schneidwerkzeugs 10 weist eine Längserstreckung auf.
Die Längserstreckung des Befestigungsbereichs 34 verläuft in der Mittelebene 102 des
Befestigungsbereichs 34 von einem oberen Ende des Befestigungsbereichs 34 in der Rückseite
28 bis an ein unteres Ende des Befestigungsbereichs 34 in der Unterseite 32. Der Befestigungsbereich
34 weist einen hinteren Teilbereich 36 auf. Der hintere Teilbereich 36 bildet einen
ersten Teilbereich des Befestigungsbereichs 34 aus. Der hintere Teilbereich 36 ist
an der Rückseite 28 des Grundkörpers 24 angeordnet. Der Befestigungsbereich 34 weist
einen unteren Teilbereich 38 auf. Der untere Teilbereich 38 bildet einen zweiten Teilbereich
des Befestigungsbereichs 34 aus. Der untere Teilbereich 38 ist an der Unterseite 32
des Grundkörpers 24 angeordnet. Die zwei Teilbereiche 36, 38 sind winklig zueinander
ausgerichtet. Der Befestigungsbereich 34 ist entlang seiner Längserstreckung also
winklig ausgebildet. Der Befestigungsbereich 34 weist in seiner Längserstreckung einen
Knick auf. Der untere Teilbereich 38 und der hintere Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs
34 schließen einen Winkel A von 20 Grad bis 120 Grad, miteinander ein. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel A, den der untere Teilbereich 38 und der hintere
Teilbereich 36 miteinander einschließen, beispielhaft 70,25 Grad.
[0036] Der hintere Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs 34 ist als ein Hauptabstützbereich
ausgebildet. Der hintere Teilbereich 36 weist eine größere Erstreckung auf als der
untere Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34. Über den hinteren Teilbereich 36
werden vorzugsweise ein Großteil der Kräfte, die in einem Betrieb auftreten, an dem
entsprechenden Basiselement 16 und damit dem Zerkleinerungsrotor 12 abgestützt. Der
hintere Teilbereich weist eine Längserstreckung von 25 mm - 40 mm, vorzugsweise von
32 mm auf. Der untere Teilbereich 38 weist eine Längserstreckung von 10 mm - 30 mm,
vorzugsweise insbesondere von 20 mm auf.
[0037] Der hintere Teilbereich 36 ist von einer Nut 40 gebildet. Die Nut 40, die den hinteren
Teilbereich 36 ausbildet, weist eine ebene Anlagefläche 42 und seitliche Flanken 44,
46 auf. Die Flanken 44, 46 sind dazu vorgesehen, in einem montierten Zustand einen
korrespondierend ausgebildeten Anlagebereich eines Basiselements 16, 18, 20 zu umgreifen.
Die seitlichen Flanken schließen einen Winkel von 70 Grad bis 110 Grad zu der ebenen
Anlagefläche 42 ein. Beispielhaft beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel der
Winkel zwischen den Flanken 44, 46 und der ebenen Anlagefläche 42 vorteilhaft jeweils
90 Grad. Die seitlichen Flanken 44, 46 stehen zumindest 5 mm über die ebene Anlagefläche
42 des hinteren Teilbereichs 36 über. Die seitlichen Flanken 44, 46 stehen vorzugsweise
zwischen 3 mm und 7 mm über die ebene Anlagefläche 42 hinaus. Die seitlichen Flanken
44, 46 sind dazu vorgesehen, das entsprechende Basiselement 16, 18, 20 zu umgreifen
und seitlich anzuliegen. Die seitlichen Flanken 44, 46 sind dazu vorgesehen, das Schneidwerkzeug
10 in einem montierten Zustand durch das seitliche Umgreifen des Basiselements 16,
18, 10 in einer Querrichtung zu fixieren. Durch die seitlichen Flanken 44, 46 ist
eine formschlüssige Abstützung des Schneidwerkzeugs 10 in Querrichtung an dem entsprechenden
Basiselement 16, 18, 20 gegeben.
[0038] Der Befestigungsbereich 34 ist in seinem unteren Teilbereich 38 zumindest teilweise
als eine keilförmige Nut 48 ausgebildet. Vorzugsweise ist der gesamte untere Teilbereich
38 als eine keilförmige Nut 48 ausgebildet. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar,
dass lediglich ein Teil, beispielsweise weniger als 50% des unteren Teilbereichs 38
als eine keilförmige Nut 48 ausgebildet ist. Vorzugsweise ist es ebenso denkbar, dass
der untere Teilbereich 38 in mehreren voneinander beabstandeten Bereichen als eine
keilförmige Nut 48 ausgebildet ist. Der untere Teilbereich 38 weist zumindest in dem
einen Bereich, in dem er als eine keilförmige Nut 48 ausgebildet ist, zwei Seitenwandungen
50, 52 auf, die in einem Winkel E zueinander angeordnet sind. Die Seitenwandungen
50, 52 des unteren Teilbereichs 38 sind schräg zueinander ausgerichtet. Die Seitenwandungen
50, 52 erstrecken sich über eine gesamte Längserstreckung des unteren Teilbereichs
38 des Befestigungsbereichs 36. Die Seitenwandungen 50, 52 erstrecken sich vorzugsweise
allerdings nicht über die gesamte Unterseite 32 des Grundkörpers 24. Grundsätzlich
sind auch mehrere voneinander beabstandet angeordnete Paare an Seitenwandungen 50,
52 denkbar, die den unteren Teilbereich 38 lediglich in Bereichen als eine keilförmige
Nut 48 ausbilden. Die Seitenwandungen 50, 52 schließen einen Winkel E miteinander
ein, der zwischen 150 Grad und 180 Grad liegt. Vorzugsweise schließen die Seitenwandungen
50, 52 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel beispielhaft einen Winkel E von 169,5
Grad miteinander ein. Vorzugsweise ist der untere Teilbereich 38 des als Schmiedeteil
ausgebildeten Grundkörpers 24 zumindest im Wesentlichen unbearbeitet ausgebildet.
Vorzugsweise können die Seitenwandungen 50, 52 des als keilförmige Nut 48 ausgebildeten
unteren Teilbereichs 38 unbearbeitet sein. In einer alternativen Ausgestaltung könnte
der untere Teilbereich 38 auch als eine ebene Fläche ausgebildet werden und damit
keinen Winkel zwischen Seitenwandungen 50, 52 aufweisen.
[0039] Das Schneidwerkzeug 10 weist ein Befestigungsloch 54 auf. Das Befestigungsloch 54
ist zur Anbindung des Schneidwerkzeugs 10 an das Basiselement 16 vorgesehen. Das Befestigungsloch
54 ist zur Aufnahme eines Befestigungsmittels 104 zur Anbindung des Schneidwerkzeugs
10 an das Basiselement 16 vorgesehen. Das Befestigungsloch 54 ist in die Rückseite
28 des Schneidwerkzeugs 10 in den Grundkörper 24 eingebracht. Das Befestigungsloch
54 erstreckt sich von der Rückseite 30 in den Grundkörper 24. Das Befestigungsloch
54 ist als ein Durchgangsloch ausgebildet. Das Befestigungsloch 54 weist ein Innengewinde
56 auf. Über das Innengewinde 56 kann ein Befestigungsmittel 104, beispielsweise ein
als Schraube ausgebildetes Befestigungsmittel 104, zur Befestigung des Schneidwerkzeugs
10 an das Befestigungsloch 54 geschraubt und somit fest angebunden werden. Das Befestigungsmittel
104 ist vorzugsweise als eine Schraube ausgebildet. Beispielsweise kann das Befestigungsmittel
104 als eine M16 oder M18 Schraube ausgebildet sein. Das Befestigungsloch 54 ist in
dem Befestigungsbereich 34, insbesondere in einen hinteren Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs
34, insbesondere in die ebene Anlagefläche 42 eingebracht. Grundsätzlich wäre es dabei
ebenso denkbar, dass das Befestigungsloch 54 kein Innengewinde aufweist. Das als Durchgangsloch
ausgebildete Befestigungsloch 54 wäre dabei lediglich dazu vorgesehen, dass ein Befestigungsmittel
104 zur Anbindung an das Basiselement 16 hindurchgeführt wird, wobei ein Schraubenkopf
oder eine Mutter auf der Vorderseite 26 anliegen würde, um das Schneidwerkzeug 10
an das Basiselement 16 anzubinden. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass das Befestigungsloch
54 als ein Sackloch ausgebildet wäre, das sich von der Rückseite 28 nicht bis auf
die Vorderseite 26 erstreckt. Das Befestigungsloch 54 weist eine Befestigungslochlängsachse
58 auf. Die Befestigungslochlängsachse 58 ist als eine Mittelachse des Befestigungslochs
54 ausgebildet. Das Befestigungsloch 54 erstreckt sich entlang der Befestigungslochlängsachse
58.
[0040] Der hintere Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs 34 schließt mit der Befestigungslochlängsachse
58 einen Winkel B ein. Der untere Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34 schließt
mit der Befestigungslochlängsachse 58 einen Winkel C ein. Der Winkel B, den der hintere
Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs 34 mit der Befestigungslochlängsachse 58 einschließt,
unterscheidet sich von dem Winkel C, den der untere Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs
34 mit der Befestigungslochlängsachse 58 einschließt. Der hintere Teilbereich 36 des
Befestigungsbereichs 34 schließt mit der Befestigungslochlängsachse 58 einen Winkel
B ein, der zwischen 40 Grad und 100 Grad liegt. Vorzugsweise beträgt der Winkel B,
den der hintere Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs 34 mit der Befestigungslochlängsachse
58 einschließt, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel beispielhaft 70,5 Grad. Der untere
Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34 schließt mit der Befestigungslochlängsachse
58 einen Winkel C ein, der zwischen 0 Grad und 3 Grad liegt. Vorzugsweise beträgt
der Winkel C, den der untere Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34 mit der Befestigungslochlängsachse
58 einschließt, unter 1 Grad, insbesondere 0,25 Grad. Leichte Abweichungen von den
genauen Winkelangaben der unterschiedlichen Winkel sind hier insbesondere aufgrund
von Fertigungstoleranzen denkbar.
[0041] Der Befestigungsbereich 34 weist eine zwischen dem unteren Teilbereich 38 und dem
hinteren Teilbereich 36 angeordnete Freifläche 90 auf. Die Freifläche 90 erstreckt
sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Grundkörpers 24. Die Freifläche 90 weist
in Längsrichtung des Befestigungsbereichs 34 eine Erstreckung von 25 - 15 mm auf.
Vorzugsweise weist die Freifläche 90 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Längsrichtung
des Befestigungsbereichs 34 eine Erstreckung von beispielhaft 17 mm auf. Die Freifläche
90 ist nicht zu einem Kontakt mit dem entsprechenden Basiselement 16, 18, 20 vorgesehen.
Die Freifläche 90 steht in einem montierten Zustand des Schneidwerkzeugs 10 nicht
in einem Kontakt mit dem Basiselement 16. Die Freifläche 90 ist vorzugsweise nicht
bearbeitet. Die Freifläche 90 ist von zwei Teilfreiflächen gebildet, wobei eine erste
Teilfreifläche dem hinteren Teilbereich 36, und die zweite Teilfreifläche dem unteren
Teilbereich 38 zugeordnet ist. Die Teilfreiflächen sind winklig zueinander angeordnet.
Die Teilfreiflächen sind jeweils zu dem zugeordneten Teilbereich 36, 38 des Befestigungsbereichs
34 leicht verkippt.
[0042] Das Basiselement 16 ist zu einer starren Anbindung an den Zerkleinerungsrotor 12
vorgesehen. Das Basiselement 16 ist vorzugsweise mittels einer Schweißverbindung fest
und starr mit dem Grundkörper 14 des Zerkleinerungsrotors 12 verschweißt. Das Basiselement
16 ist vorzugsweise als ein längliches Element ausgebildet. Das Basiselement 16 weist
eine Unterseite 60 auf. Die Unterseite 60 ist dem Zerkleinerungsrotor 12 zugewandt.
Mit seiner Unterseite 60 ist das Basiselement 16 dem Grundkörper 14 des Zerkleinerungsrotors
12 zugewandt angeschweißt. Vorzugsweise weist die Unterseite 60 des Basiselements
16 dazu eine zu einer Außenkontur des Grundkörpers 14 korrespondierende Form auf.
Das Basiselement 16 weist eine Oberseite 62 auf, die dem Zerkleinerungsrotor 12 abgewandt
ist. Das Basiselement 16 weist eine Rückseite 64 auf. Die Rückseite 64 des Basiselements
16 zeigt einer Arbeitsrotationsrichtung des Zerkleinerungsrotors 12 entgegen. Die
Rückseite 64 des Basiselements 16 ist also entgegen der Schneidbewegungsrichtung ausgerichtet.
Das Basiselement 16 weist eine Vorderseite 66 auf. Die Vorderseite 66 des Basiselements
16 zeigt in eine Arbeitsrotationsrichtung des Zerkleinerungsrotors 12. Das Basiselement
16 ist vorzugsweise aus einem Metall gebildet. Das Basiselement 16 ist vorzugsweise
als ein Schmiedeteil ausgebildet.
[0043] Das Basiselement 16 weist an seiner Vorderseite 66 einen Anlagebereich 68 auf. Der
Anlagebereich 68 ist dazu vorgesehen, dass das Schneidwerkzeug 10 mit seinem Befestigungsbereich
34 zumindest teilweise formschlüssig anliegt. Der Anlagebereich 68 ist zur formschlüssigen
Anbindung des Schneidwerkzeugs 10 vorgesehen. Über den Anlagebereich 68 ist das Schneidwerkzeug
10 in einem montierten Zustand an das Basiselement 16 und damit den Zerkleinerungsrotor
12 angebunden. Der Anlagebereich 68 ist korrespondierend zu dem Befestigungsbereich
34 des Schneidwerkzeugs 10 ausgebildet. Das Schneidwerkzeug 10 liegt in einem montierten
Zustand zumindest in drei, vorzugsweise in vier Richtungen formschlüssig an dem Anlagebereich
68 an. Das Schneidwerkzeug 10 ist in montiertem Zustand mit seinem Befestigungsbereich
34 formschlüssig an dem Anlagebereich 68 des Basiselements 16 angebunden.
[0044] Das Basiselement 16 weist ein Befestigungsloch 70 auf. Das Befestigungsloch 70 weist
eine Befestigungslochlängsachse 72 auf. Die Befestigungslochlängsachse 72 des Befestigungslochs
70 ist in einem montierten Zustand koaxial zu der Befestigungslochlängsachse 58 des
Befestigungslochs 54 des Schneidwerkzeugs 10 ausgerichtet. Das Befestigungsloch 70
ist zur Fixierung des Schneidwerkzeugs 10 in dem Anlagebereich 68 vorgesehen. Das
Befestigungsloch 70 ist zur Durchführung eines Befestigungsmittels 104 vorgesehen.
Das Befestigungsloch 70 ist als ein Durchgangsloch ausgebildet. Das Befestigungsloch
70 erstreckt sich von der Vorderseite 66 bis zu der Rückseite 64 des Basiselements
16. Das Befestigungsloch 70 ist in einem Bereich des Anlagebereichs 68 angeordnet.
Das Befestigungsloch 70 ist als ein einfaches Durchgangsloch ausgebildet, das insbesondere
kein Innengewinde aufweist. Das Basiselement 16 weist an seiner Rückseite 64 im Bereich
des Befestigungslochs 70 eine Abstützfläche 74 auf. An der Abstützfläche 74 kann sich
ein als Schraube ausgebildetes Befestigungsmittel 104 zur Befestigung des Schneidwerkzeugs
10 mit seinem Schraubenkopf abstützen. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass das
Befestigungsloch 70 des Basiselements 16 als ein Sackloch mit einem Innengewinde ausgebildet
ist und das Befestigungsloch 54 des Schneidwerkzeugs 10 als ein Durchgangsloch. Zur
Befestigung des Schneidwerkzeugs 10 an dem Basiselement 16 würde ein als Schraube
ausgebildetes Befestigungsmittel 104 von der Vorderseite 26 des Schneidwerkzeugs 10
durch das als Durchgangloch ausgebildete Befestigungsloch 54 des Schneidwerkzeugs
10 geführt und in dem Befestigungsloch 70 des Basiselements 16, das in diesem Falle
ein Innengewinde aufweist, verschraubt werden.
[0045] Der Anlagebereich 68 des Basiselements 16 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet.
Der Anlagenbereich 68 des Basiselements 16 ist gewinkelt ausgebildet. Der Anlagebereich
68 weist einen ersten, hinteren Teilbereich 76 auf. Der erste, hintere Teilbereich
76 des Anlagebereichs 68 des Basiselements 16 ist korrespondierend zu dem hinteren
Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34 des Schneidwerkzeugs 10 ausgebildet. Der
Anlagebereich 68 weist einen zweiten, unteren Teilbereich 78 auf. Der zweite, untere
Teilbereich 78 des Anlagebereichs 68 des Basiselements 16 ist korrespondierend zu
dem unteren Teilbereich 38 des Befestigungsbereichs 34 des Schneidwerkzeugs 10 ausgebildet.
Die zwei Teilbereiche 76, 78 sind winklig zueinander angeordnet. Die Teilbereiche
76, 78 schließen einen Winkel D von vorzugsweise 70 Grad miteinander ein. Der Winkel
D beträgt vorzugsweise zwischen 20 Grad und 120 Grad. Der Winkel D, den der ersten
Teilbereich 76 zur Anlage des hinteren Teilbereichs 36 des Befestigungsbereichs 34
des Schneidwerkzeugs 10 und der zweite Teilbereich 78 zur Anlage des unteren Teilbereichs
38 des Befestigungsbereichs 34 des Schneidwerkzeugs 10 miteinander einschließen unterscheidet
sich von dem Winkel A den die Teilbereiche 38, 40 des Befestigungsbereichs 36 miteinander
einschließen. Der Winkel D unterscheidet sich von dem Winkel A. Der Winkel D unterscheidet
sich von dem Winkel A um zumindest 0,25 Grad. Vorzugsweise unterscheidet sich der
Winkel D von dem Winkel A zwischen 0,1 Grad und 0,5 Grad. Durch den leichten Unterschied
des Winkels D von dem Winkel A verspannt sich das Schneidwerkzeug 10 mit seinem Befestigungsbereich
34 vorteilhaft in dem Anlagebereich 68 des Basiselements 16.
[0046] Der erste, hintere Teilbereich 76 des Anlagebereichs 68 ist in einem montierten Zustand
eines Schneidwerkzeugs 10 von dem hinteren Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs
34 des Schneidwerkzeugs 10 umgriffen. Der hintere Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs
34 des Schneidwerkzeugs 10 umgreift den ersten, hinteren Teilbereich 76 des Anlagebereichs
68 des Basiselements 16 in einem montierten Zustand. Der erste, hintere Teilbereich
76 weist eine Hauptanlagefläche 80 auf. Die Hauptanlagefläche 80 ist als eine ebene
Fläche ausgebildet. Die Hauptanlagefläche 80 ist korrespondierend zu der Anlagefläche
42 der Nut 40 ausgebildet, die den hinteren Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs
34 des Schneidwerkzeugs 10 ausbildet. Die Hauptanlagefläche 80 ist auf der Vorderseite
66 des Basiselements 16 angeordnet. Der erste, hintere Teilbereich 76 weist zwei seitliche
Abstützflächen 82, 84 auf. Die seitlichen Abstützflächen 82, 84 des ersten hinteren
Teilbereichs 76 des Anlagebereichs 76 sind korrespondierend zu den Flanken 44, 46
der Nut 40 ausgebildet, die den hinteren Teilbereich 36 des Befestigungsbereichs 34
bildet. Die seitlichen Abstützflächen 82, 84 sind in Seitenwandungen des Basisbauteils
16 eingebracht. Die seitlichen Abstützflächen 82, 84 sind dazu vorgesehen, von dem
hinteren Teilbereich 34 des Befestigungsbereichs 34 des Schneidwerkzeugs 10, insbesondere
von den Flanken 44, 46 der Nut 42 umgriffen zu werden. In einem montierten Zustand
liegen die Flanken 44, 46 der Nut 42 vorzugsweise formschlüssig an den seitlichen
Abstützflächen 82, 84 an. Die seitlichen Abstützflächen 82, 84 weisen vorzugsweise
jeweils einen gleichen Winkel zu der Hauptanlagefläche 80 auf, wie die Flanken 44,
46 zu der Anlagefläche 42 der Nut 40.
[0047] Der zweite, untere Teilbereich 78 des Anlagebereichs 68 ist nach oben, von der Unterseite
60 des Basiselements 16 weg gerichtet. Der zweite, untere Teilbereich 78 des Anlagebereichs
68 ist an einem unteren Ende des ersten, hinteren Teilbereichs 76 angeordnet. Der
zweite Teilbereich 78 des Anlagebereichs 68 ist entgegen der Schneidbewegungsrichtung
betrachtet vor dem ersten, hinteren Teilbereich 76 angeordnet. Der zweite Teilbereich
78 des Anlagebereichs 68 ist von einer keilförmigen Erhebung gebildet. Der zweite
Teilbereich 78 weist eine erste Seitenfläche 86 und eine zweite Seitenfläche 88 auf,
die winklig zueinander ausgerichtet sind. Die Seitenflächen 86, 88 des zweiten Teilbereichs
78 sind voneinander weg gerichtet. Die zwei Seitenflächen 86, 88 sind jeweils seitlich
nach außen gerichtet. Zwischen den zwei Seitenflächen 86, 88 ist eine ebene Zwischenfläche
angeordnet, die in einem montierten Zustand nicht an dem Befestigungsbereich 34 insbesondere
dem unteren Teilbereich 36 des Schneidwerkzeugs 10 anliegt. Die zwischen den Seitenflächen
angeordnete Zwischenfläche ist nicht für einen Kontakt mit dem Befestigungsbereich
34 des Schneidwerkzeugs 10 vorgesehen. Zumindest die Zwischenfläche ist nicht bearbeitet.
Die zwei Seitenflächen 86, 88 schließen einen Winkel F miteinander ein. Die zwei Seitenflächen
88, 86 schließen einen Winkel F miteinander ein, der zwischen 150 Grad und 180 Grad
liegt. Der Winkel F, den die beiden Seitenflächen 86, 88 des zweiten Teilbereichs
78 des Anlagebereichs 68 miteinander einschließen, ist vorzugsweise zwischen 0,1 Grad
und 0,5 Grad, vorzugsweise 0,25 Grad größer als der Winkel E ausgebildet, den die
Seitenwandungen 50, 52, die die keilförmige Nut 48 des unteren Teilbereichs 38 des
Befestigungsbereichs 34 miteinander einschließen. Dadurch verspannen sich bei einer
Montage die Seitenwandungen 50, 52, die die keilförmige Nut 48 des zweiten Teilbereichs
38 des Befestigungsbereichs 34 ausbilden, mit den Seitenflächen 86, 88 des zweiten
Teilbereichs 78 des Anlagebereichs 68. Dadurch kann das Schneidwerkzeug 10 besonders
sicher an dem Basiselement 16 montiert werden.
[0048] Der untere Teilbereich 78 des Anlagebereichs 68 ist im Wesentlichen tangential zu
einem Umfang des Zerkleinerungsrotors 12 ausgerichtet. Der zweite, untere Teilbereich
38 des Befestigungsbereichs 34 des Schneidwerkzeugs 10 ist dadurch ebenfalls zumindest
im Wesentlichen tangential zu einem Umfang des Zerkleinerungsrotors 12 angeordnet.
[0049] In den Figuren 14 bis 16 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Fig. 1 bis 13, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist in dem Ausführungsbeispiel den Figuren 14 - 16 den Bezugszeichen der Buchstabe
b nachgestellt.
[0050] In den Figuren 14 - 16 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schneidwerkzeugs 10b dargestellt. Das Schneidwerkzeug 10b ist wie das Schneidwerkzeug
aus dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren 1 - 13 Teil eines hier nicht näher
dargestellten Schneidsystems und dazu vorgesehen, an einem hier ebenfalls nicht dargestellten
Basiselement befestigt zu werden. Das Schneidsystem und insbesondere das Basisbauteil
für das Schneidwerkzeug 10b sind gleich ausgebildet wie im ersten Ausführungsbeispiel
und sollen hier deshalb nicht nochmals beschrieben werden. Eine Beschreibung des Schneidsystems
und des Basisbauteils kann der Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels entnommen
werden.
[0051] Das Schneidwerkzeug 10b weist einen Grundkörper 24b auf. Der Grundkörper 24b ist
aus einem Metall gebildet. Der Grundkörper 24b ist vorzugsweise aus einem Schmiedeteil
gebildet. Das Schneidwerkzeug 10b weist eine Schneide 22b auf. Die Schneide 22b ist
fest an dem Schneidwerkzeug 10b angebracht. Vorzugsweise ist die Schneide 22b stoffschlüssig
an dem Schneidwerkzeug 10b angebunden. Die Schneide 22b ist in diesem Ausführungsbeispiel
als eine Schneide aus einem gehärteten Metall ausgebildet. Die Schneide 22b ist als
eine Hartmetallschneide ausgebildet. Der Grundkörper 24b bildet eine Schneidaufnahme
92b aus. Die Schneidaufnahme 92b ist als eine Nut ausgebildet. Die Schneidaufnahme
92b ist als eine in Querrichtung verlaufende Nut ausgebildet. Die Nut, die die Schneidaufnahme
92b ausbildet, weist vorzugsweise einen U-förmigen Querschnitt auf. Die Schneide 22b
ist in der Schneidaufnahme 92b des Grundkörpers 24b fest angebunden. Die Schneide
22b ist an der Schneidaufnahme 92b verliersicher befestigt. Die Schneide 22b ist vorzugsweise
mittels einer Lötverbindung in der Schneidaufnahme 92b des Grundkörpers 24b stoffschlüssig
angebunden. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass die Schneide 22b auf eine andere
Weise kraft-, form- und/oder stoffschlüssig an der Schneidaufnahme 92b verliersicher
befestigt ist. Der Grundkörper 24b und die Schneide 22b bilden zusammen das Schneidwerkzeug
10b aus. Die Schneide 22b ist von mehreren einzelnen Schneidzähnen 94b, 96b, 98b gebildet.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schneide 22b von drei einzelnen Schneidezähnen
94b, 96b, 98b gebildet, die nebeneinander in der Schneidaufnahme 92b angeordnet, also
stoffschlüssig angebunden sind. Die Schneidzähne 94b, 96b, 98b sind aus einem Hartmetall
gebildet. Die Schneidzähne 94b, 96b, 98b sind hier beispielhaft gleich ausgebildet.
Die Schneidzähne 94b, 96b, 98b können je nach Anwendungsbereich anders ausgebildet
sein. Grundsätzlich ist auch eine andere Anzahl an Schneidezähnen 94b, 96b, 98b denkbar.
[0052] Das Schneidwerkzeug 10b weist einen Befestigungsbereich 34b auf. Der Befestigungsbereich
34b ist als eine Befestigungsvertiefung ausgebildet. Über den Befestigungsbereich
34b stützt sich das Schneidwerkzeug 10b in einem montierten Zustand an einem Basiselement
ab. Das Schneidwerkzeug 10b ist über den Befestigungsbereich 34b zumindest in zwei
Richtungen, vorzugsweise in drei oder vier Richtungen formschlüssig gekoppelt. Durch
die formschlüssige Abstützung über den Befestigungsbereich 34b kann sich das Schneidwerkzeug
10b in zwei, vorzugsweise in drei oder vier Richtungen an dem Basiselement abstützen.
Der Befestigungsbereich 34b erstreckt sich vorzugsweise über die Rückseite 28b und
die Unterseite 32b des Grundkörpers 24b. Der Befestigungsbereich 34b ist länglich
ausgebildet. Der Befestigungsbereich 34b weist einen hinteren Teilbereich 36b auf.
Der hintere Teilbereich 36b bildet einen ersten Teilbereich des Befestigungsbereichs
34b aus. Der hintere Teilbereich 36b ist an der Rückseite 28b des Grundkörpers 24b
angeordnet. Der Befestigungsbereich 34b weist einen unteren Teilbereich 38b auf. Der
untere Teilbereich 38b bildet einen zweiten Teilbereich des Befestigungsbereichs 34b
aus. Der untere Teilbereich 38b ist an der Unterseite 32b des Grundkörpers 24b angeordnet.
Die zwei Teilbereiche 36b, 38b sind winklig zueinander ausgerichtet. Der Befestigungsbereich
34b ist entlang seiner Längserstreckung also winklig ausgebildet.
[0053] Der hintere Teilbereich 36b des Befestigungsbereichs 34b ist als ein Hauptabstützbereich
ausgebildet. Der hintere Teilbereich 36b ist von einer Nut 40b gebildet. Die Nut 40b,
die den hinteren Teilbereich 36b ausbildet, weist eine ebene Anlagefläche 42b und
seitliche Flanken 44b, 46b auf. Die Flanken 44b, 46b sind dazu vorgesehen, in einem
montierten Zustand einen korrespondierend ausgebildeten Anlagebereich eines Basiselements
zu umgreifen. Durch die seitlichen Flanken 44b, 46b ist eine formschlüssige Abstützung
des Schneidwerkzeugs 10b in Querrichtung an dem entsprechenden Basiselement gegeben.
[0054] Der Befestigungsbereich 34b ist in seinem unteren Teilbereich 38b zumindest teilweise
als eine keilförmige Nut 48b ausgebildet. Vorzugsweise ist der gesamte untere Teilbereich
38b als eine keilförmige Nut 48b ausgebildet. Der untere Teilbereich 38b weist zumindest
in dem einen Bereich, in dem er als eine keilförmige Nut 48b ausgebildet ist, zwei
Seitenwandungen 50b, 52b auf, die in einem Winkel E zueinander angeordnet sind. Die
Seitenwandungen 50b, 52b des unteren Teilbereichs 38b sind schräg zueinander ausgerichtet.
[0055] Das Schneidwerkzeug 10b weist ein Befestigungsloch 54b auf. Das Befestigungsloch
54b ist zur Anbindung des Schneidwerkzeugs 10b an das Basiselement vorgesehen. Das
Befestigungsloch 54b ist zur Aufnahme eines Befestigungsmittels 104b zur Anbindung
des Schneidwerkzeugs 10b an das Basiselement vorgesehen. Der Befestigungsbereich 34b
weist eine zwischen dem unteren Teilbereich 38b und dem hinteren Teilbereich 36b angeordnete
Freifläche 90b auf.
Bezugszeichen
[0056]
- 10
- Schneidwerkzeug
- 12
- Zerkleinerungsrotor
- 14
- Grundkörper
- 16
- Basiselement
- 18
- Basiselement
- 20
- Basiselement
- 22
- Schneide
- 24
- Grundkörper
- 26
- Vorderseite
- 28
- Rückseite
- 30
- Oberseite
- 32
- Unterseite
- 34
- Befestigungsbereich
- 36
- hintere Teilbereich
- 38
- unterer Teilbereich
- 40
- Nut
- 42
- Anlagefläche
- 44
- Flanke
- 46
- Flanke
- 48
- keilförmige Nut
- 50
- Seitenwandung
- 52
- Seitenwandung
- 54
- Befestigungsloch
- 56
- Innengewinde
- 58
- Befestigungslochlängsachse
- 60
- Unterseite
- 62
- Oberseite
- 64
- Rückseite
- 66
- Vorderseite
- 68
- Anlagebereich
- 70
- Befestigungsloch
- 72
- Befestigungslochlängsachse
- 74
- Abstützfläche
- 76
- hinterer Teilbereich
- 78
- unterer Teilbereich
- 80
- Hauptanlagefläche
- 82
- Abstützfläche
- 84
- Abstützfläche
- 86
- Seitenfläche
- 88
- Seitenfläche
- 90
- Freifläche
- 92
- Schneidaufnahme
- 94
- Schneidzahn
- 96
- Schneidzahn
- 98
- Schneidzahn
- 100
- Schneidsystem
- 102
- Mittelebene
- 104
- Befestigungsmittel
- A
- Winkel
- B
- Winkel
- C
- Winkel
- D
- Winkel
- E
- Winkel
- F
- Winkel
1. Schneidwerkzeug für einen Zerkleinerungsrotor (12), insbesondere zur Holz- und/oder
Erdreichzerkleinerung, das einen Grundkörper (24; 24b) aufweist, mit wenigstens einer
Schneide (22; 22b), und wenigstens einem, von dem Grundkörper (24; 22b) ausgebildeten
Befestigungsbereich (34; 34b), der vorzugsweise zumindest teilweise als eine Befestigungsvertiefung
ausgebildet ist, und der einen unteren Teilbereich (38; 38b) und einen hinteren Teilbereich
(36; 36b) aufweist, die winklig zueinander ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teilbereich (36, 36b) von einer Nut (40; 40b) gebildet ist, die eine
ebene Anlagefläche (42; 42b) und seitliche Flanken (44, 46; 44b, 46b) aufweist, die
dazu vorgesehen sind, in einem montierten Zustand einen korrespondierend ausgebildeten
Anlagebereich (68) zu umgreifen.
2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Flanken (44, 46; 44b, 46b) jeweils einen Winkel von 70 Grad bis 110
Grad, vorzugsweise von 90 Grad mit der ebenen Anlagefläche (42; 42b) aufweisen.
3. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teilbereich (38; 38b) und der hintere Teilbereich (36; 36b) des Befestigungsbereichs
(34; 34b) einen Winkel A von 20 Grad bis 120 Grad, vorzugsweise von 70,25 Grad miteinander
einschließen.
4. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Befestigungslochlängsachse (58), wobei der hintere Teilbereich (36, 36b) einen
Winkel B mit der Befestigungslochlängsachse (58) einschließt, der zwischen 40 Grad
- 100 Grad, vorzugsweise bei 70,5 liegt.
5. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Befestigungslochlängsachse (58), wobei der untere Teilbereich (38; 38b) einen
Winkel C von unter 3 Grad, bevorzugt von unter 1 Grad zu der Befestigungslochlängsachse
(58) aufweist.
6. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teilbereich (38; 38b) V-förmig ausgebildet ist und einen Winkel E aufweist,
der zwischen 150 Grad und 180 Grad liegt und vorzugsweise 169,5 Grad beträgt.
7. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (24; 24b) als ein Schmiedeteil ausgebildet ist, wobei der untere
Teilbereich (38; 38b) zumindest im Wesentlichen unbearbeitet ist.
8. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teilbereich (36; 36b) als ein Hauptabstützbereich ausgebildet ist, der
eine größere Erstreckung aufweist als der untere Teilbereich (38; 38b).
9. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Befestigungsloch (54; 54b), das sich entlang einer Befestigungslochlängsachse
(56) von einer Rückseite (28) in den Grundkörper (24; 24b) erstreckt und das zur Befestigung
eines Befestigungsmittels (104; 104b) ein Innengewinde (56, 56b) aufweist.
10. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass der Befestigungsbereich (34; 34b) eine zwischen dem unteren Teilbereich (38; 38b)
und dem hinteren Teilbereich (36; 36b) angeordnete Freifläche (90; 90b) aufweist,
die eine Erstreckung von zumindest 10 mm aufweist.
11. Schneidsystem mit einem Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Basiselement (16, 18, 20), das zur starren Anbindung an einen Zerkleinerungsrotor
(12) vorgesehen ist, und das an einer Vorderseite einen Anlagebereich (68) aufweist,
der dazu vorgesehen ist, dass das Schneidwerkzeug (10; 10b) mit seinem Befestigungsbereich
(34; 34b) zumindest teilweise formschlüssig anliegt.
12. Schneidsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagebereich (68) einen ersten Teilbereich (76) aufweist, der in einem montierten
Zustand eines Schneidwerkzeugs (10; 10b) von dem hinteren Teilbereich (36; 36b) des
Befestigungsbereichs (34; 34b) des Schneidwerkzeugs (10; 10b) teilweise umgriffen
ist.
13. Schneidsystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teilbereich (38; 38b) des Befestigungsbereichs (34, 34b) des Schneidwerkzeugs
(10; 10b) zumindest im Wesentlichen tangential zu einem Umfang des Zerkleinerungsrotors
(12) angeordnet ist.
14. Schneidsystem nach einem der Ansprüche Anspruch 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagebereich (68) des Basiselements (16, 18, 20) einen ersten Teilbereich (76)
zur Anlage des hinteren Teilbereichs (36; 36b) des Befestigungsbereichs (34; 34b)
des Schneidwerkzeugs (10; 10b) und einen zweiten Teilbereich (78) zur Anlage des unteren
Teilbereichs (38, 38b) des Befestigungsbereichs (34; 34b) des Schneidwerkzeugs (10;
10b) aufweist, die einen Winkel D zueinander einschließen, der sich von einem Winkel
A, den der hintere Teilbereich (36; 36b) des Befestigungsbereichs (34; 34b) des Schneidwerkzeugs
(10; 10b) und der untere Teilbereich (38; 38b) des Befestigungsbereichs (34; 34b)
des Schneidwerkzeugs (10; 10b) einschließen, um zumindest 0,25 Grad unterscheidet.