[0001] Die Erfindung betrifft eine feuerfeste Giessdüse für eine Wechselvorrichtung am Ausguss
eines metallurgischen Behälters, eine Wechselvorrichtung und eine Blindplatte für
die Wechselvorrichtung, dies nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 8 und 22.
[0002] Wechselvorrichtungen für feuerfeste Giessdüsen bzw. Giess- oder Tauchrohre werden
insbesondere bei Giessvorrichtungen bei Stranggiessanlagen zur Herstellung von metallischen
Langprodukten verwendet. Feuerfeste Giessdüsen sind während dem Abgiessen in der Regel
in die in einer Kokille befindlichen Schmelze eingetaucht und daher einem hohen Verschleiss
ausgesetzt und sie müssen je nach den Giessgegebenheiten öfters gewechselt werden.
Mit einer solchen Wechselvorrichtung wird durch Einschieben eines eingetauchten neuen
Giessrohrs in die Giessstellung bei gleichzeitigem Herausschieben und Entnehmen des
verschlissenen Giessrohrs gewechselt, so dass damit ein Giessabbruch verhindert werden
kann.
[0003] Bei einem Giessrohrwechsler für eine Giessvorrichtung gemäss der Druckschrift
EP 2 663 413 B1 ist ein Betätigungsglied zum Wechseln eines Giessrohrs von einer Warteposition in
die Giessstellung vorgesehen, in welcher das Giessrohr nach dem Einschieben gegen
eine Auslasshülse oder ähnlichem am Ausguss eines Behälters angedrückt wird. Der Giessrohrwechsler
ist überdies mit einer zum Verschliessen des Giesskanals dienenden Blindplatte versehen,
die im Normalbetrieb in einer Wartestellung positioniert ist und im Notfall zum Beispiel
bei einem Durchbruch durch dieses Betätigungsglied das in Giessposition befindliche
Giessrohr wegstossend einschiebbar ist, um ein schnelles Schliessen des Auslasskanals
zu ermöglichen.
[0004] Dieser Giessrohrwechsler ist mit seitlich bei einer oberen Basisplatte angeordneten
Führungsschienen versehen, die eine Verschiebeebene für die auszuwechselnden Giessrohre
bilden, wobei die jeweilige oberseitige Platte der Giessrohre bzw. die Blindplatte
mit ihren Unterseiten auf diesen Führungsschienen aufliegen. Durch diese Anordnung
von letzteren wird entsprechend Platz benötigt und es ergeben sich daraus für das
Bedienpersonal beschränkte Sichtbedingungen beim Ein- und Herausschieben der in einer
Kokille eingetauchten Giessrohre, weil die Distanz zwischen der Unterseite des Wechslers
und der Oberseite Giessbühne bei der Kokille ohnehin beschränkt bemessen ist. Ebenso
ist ein Verwenden eines Manipulators oder Roboters für dieses Einsetzen von Giessdüsen
wegen den engen Platzverhältnissen schwierig zu realisieren.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Giessdüse für eine Wechselvorrichtung
am Ausguss eines metallurgischen Behälters sowie eine Wechselvorrichtung zu schaffen,
mittels denen die Bedingungen hinsichtlich der Platz- und Sichtverhältnisse und damit
der Handhabung beim Wechsel der Giessdüsen verbessert werden, und dies auch bei Verwendung
von Manipulatoren oder Robotern für das Wechseln der Giessdüsen. Ausserdem soll vorzugsweise
in der Wechselvorrichtung eine entsprechende Blindplatte für ein Unterbrechen des
Abgiessens von Metallschmelze aus dem Behälter integriert sein, die ebenfalls einfach
in die Giessposition geführt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1, 8 und 22 gelöst.
[0007] Mit der Ausbildung dieser finnenartigen Längselemente als Führungsmittel beidseitig
bei der Platte der Giessdüse ist eine einfache Führung derselben erzielt und es werden
dabei die Platzverhältnisse und damit die Zugänglichkeit bzw. die Sicht in die Kokille
beim Wechsel der Giessdüsen erheblich verbessert.
[0008] Vorteilhaft erstrecken sich die finnenartigen Längselemente jeweils annähernd über
die gesamte seitliche Länge der Seitenwand der Platte und sie sind vorzugsweise rechtwinklig
zu der Seitenwand wegragend ausgerichtet, derart, dass sie jeweils flächig auf der
Gleitfläche der Führungsbahn der Wechselvorrichtung aufliegen.
[0009] Die finnenartigen Längselemente sind insbesondere im oberen Bereich der Seitenwände
auf einer Ebene parallel zu der oberen Gleitfläche der Platte verlaufend angeordnet,
so dass die Seitenwände mit einer geringen Bauhöhe bemessen sein können und sich damit
diese verbesserten Platz- und Sichtverhältnisse ergeben.
[0010] Die feuerfeste Platte sowie der obere Teil des Hülsenkörpers der Giessdüse sind vorteilhaft
von einem geformten metallenen Blechmantel umgeben, bei dem diese beiden finnenartigen
Längselemente jeweils durch Umbiegen des Blechmantels rechtwinklig nach aussen ausgerichtet
sind. Auf diesem Wege lässt sich die erfindungsgemässe Giessdüse einfach fertigen,
bei der diese umgebogenen Längselemente ausreichend biegefest hergestellt sind.
[0011] In der Wechselvorrichtung sind innenseitig bei den Gehäusewänden in einer Aufnahmeöffnung
erfindungsgemäss Führungsmittel als nutenförmige Führungsbahnen ausgebildet, in denen
diese finnenartigen Längselemente bei den Seitenwänden der Platte der jeweiligen Giessdüse
gleitend geführt sind.
[0012] Sehr vorteilhaft sind die nutenförmigen Führungsbahnen jeweils gegen die Aufnahmeöffnung
hin offen und sind aus den drei Abschnitten für das Einschieben, das Verspannen und
das Herausschieben vorzugsweise mit je einer Länge annähernd wie die Länge der Platte
bemessen. Damit sind diese Giessdüsen sowohl beim Ein- als auch beim Herausschieben
nicht nur unterseitig wie bei den bekannten Wechslern, sondern wegen der Nutenform
auch oberseitig zwischen den Führungsbahnen geführt. Damit besteht kaum ein Risiko,
dass die Giessdüsen zum Beispiel beim Herausschieben unkontrolliert kippen oder herunterfallen
könnten.
[0013] Im Rahmen der Erfindung könnten diese Führungsmittel umgekehrt verwendet werden,
bei denen die finnenartigen Längselemente innenseitig bei den Gehäusewänden gegen
die Aufnahmeöffnung hin ausgerichtet und die nutenförmigen Führungsbahnen in den Seitenwänden
der Platte der jeweiligen Giessdüse ausgebildet wären.
[0014] Zumindest bei der einen Gehäusewand ist am hinteren Ende der Führungsbahn vorzugsweise
ein wegnehmbarer Anschlag vorgesehen, der so positioniert ist, dass damit die verbrauchte
Giessdüse beim Wechsel nach einem Herausschieben nur bis zu diesem Ende verschoben
wird und entsprechend die Giessdüse, welche die verbrauchte herausschiebt, beim Vorwärtsstossen
genau bis in die Giessposition bewegt wird. Damit kann verhindert werden, dass die
Giessdüsen unkontrolliert durchgeschoben werden.
[0015] Die Giessdüse mit der Platte wird in der verspannten Giessposition, bei der Andrückmittel
von Spannblöcken auf die Auflagefläche der Platte mit einer vorgegebenen Anpresskraft
drücken, abgehoben und mit ihr die finnenartigen Längselemente in der jeweiligen korrespondierenden
Führungsbahn. Mit einem Abstand zwischen dem jeweiligen Längselement oberseitig und
der oberen Gleitfläche der Platte senkrecht zu letzterer wird bewirkt, dass die Längselemente
beim Abheben der Platte nicht oben bei der nutenförmigen Führungsbahn anstossen.
[0016] Die Erfindung zeichnet sich zudem dadurch aus, dass in der Wechselvorrichtung eine
Verschiebeeinrichtung integriert ist, durch welche insbesondere ein Notschliessen
des Ausgusses durch eine von ihr verstellbare Blindplatte ermöglicht wird. Diese zwischen
der Gehäusestruktur und dem Antriebsorgan angeordnete Verschiebeeinrichtung umfasst
einen mit dem Antriebsorgan wirkverbundenen schwenk- und schiebbaren Stössel, einen
seitlich bei der Aufnahmeöffnung vorgesehenen, in der Halterung längsgeführten Schlitten
für den Stössel, Führungselemente und einen Speicherraum für die Blindplatte.
[0017] Mit der Anordnung der Halterung mit dem Antriebsorgan und dem Schlitten der Verschiebeeinrichtung
neben der Aufnahmeöffnung mit den Führungsbahnen ist als weiterer gewichtiger Vorteil
ein freier Zugangsraum vor dem Abschnitt für das Einschieben einer Giessdüse geschaffen
worden. Einzig der am Schlitten schwenkbar gelagerte hakenförmige Stössel ist für
ein Verschieben der Giessdüsen bzw. einer Blindplatte von oberhalb hinter die Aufnahmeöffnung
absenkbar und umgekehrt wieder hochschwenkbar angeordnet.
[0018] Die Führungsmittel der Blindplatte sind als seitlich vorstehende finnenartige Längselemente
ausgebildet, welche beim Einschieben der Blindplatte in die Position unterhalb der
mit dem Ausguss versehenen Bodenplatte in den Führungsbahnen der Gehäusewände gleiten,
welche ebenso als Führungsmittel für die Giessdüsen dienen.
[0019] Als weiterer Vorteil werden diese finnenartige Längselemente der Blindplatte für
ihre Abstützung in der Wartestellung und auch beim Einschieben einer Giessdüse in
die Giessposition durch mit ihr zusammenwirkende Führungselemente in der Verschiebeeinrichtung
genutzt.
[0020] Zudem werden die finnenartigen Längselemente beim Einschieben der Blindplatte unter
den Ausguss beim Absenken in Gleitkontakt mit Schrägflächen bei den Führungselementen
gebracht und anschliessend werden sie auf die Führungsbahnen der Seitenwände gelegt.
Die Blindplatte wird dann gegen die in Giessposition befindliche Giessdüse gestossen,
schiebt diese weg und wird unter den Ausguss gebracht, bei dem sie von den Kipphebeln
als Andrückmittel gegen die Bodenplatte angepresst wird.
[0021] Anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung sind die Erfindung
sowie weitere Vorteile derselben nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemässen Wechselvorrichtung mit
Darstellung eines Wechselns, bei dem eine feuerfeste Giessdüse beim Einschieben, eine
in einer Giessposition und eine beim Herausnehmen veranschaulicht sind;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt der Wechselvorrichtung nach Fig. 1 mit Ansicht der erfindungsgemässen
Führungsbahn in einer Gehäusewand und darin angedeuteten längsgeschnittenen finnenartigen
Längselementen der Giessdüsen;
- Fig. 3
- eine perspektivische Seitenansicht eines oberen Teils der Giessdüse mit der Platte
mit finnenartigen Längselementen und dem Hülsenkörper nach Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Teilschnitt der Gehäusewand mit der Führungsbahn der Wechselvorrichtung und
einem darin geführten Längselement der in teilweiser Seitenansicht dargestellten Platte
der Giessdüse nach Fig. 3;
- Fig. 5
- einen Teilschnitt eines Spannblocks und der Führungsbahn mit einem darin befindlichen
abgehobenen Längselement der angepressten Platte der Giessdüse;
- Fig. 6
- einen teilweisen Längsschnitt der Wechselvorrichtung, der sich innenseitig bei der
vorderen Gehäusewand parallel zur Giessachse erstreckt, bei der eine Blindplatte in
einer Wartestellung dargestellt ist und eine eingeschobene Giessdüse mit ihrer oberseitigen
Platte frontseitig an derjenigen der in Giessposition befindlichen Giessdüse anstösst;
- Fig. 7
- den teilweisen Längsschnitt der Wechselvorrichtung an der gleichen Stelle wie bei
Fig. 6, bei der aber ein hochgeschwenkter Stössel von einem Antriebsorgan nach vorne
und dabei nach unten geschwenkt und gleichzeitig eine Blindplatte von ihm oberhalb
der eingeschobenen Giessdüse durch ein Kraftdruckelement schräg nach unten bis zu
einer Auflage oberseitig der Giessdüse bewegt ist;
- Fig. 8
- den teilweisen Längsschnitt der Wechselvorrichtung, bei der dieser Stössel nach unten
bis in die Horizontale geschwenkt ist und die Giessdüse in die Giessposition stösst;
- Fig. 9
- den teilweisen Längsschnitt der Wechselvorrichtung, bei der ein Notschliessen durch
die Blindplatte erfolgt, wobei der hochgeschwenkte Stössel vom Antriebsorgan wiederum
nach vorne und dabei nach unten geschwenkt und gleichzeitig die Blindplatte von ihm
und durch das Kraftdruckelement schräg nach unten bewegt ist, dies bis die Blindplatte
auf die Führungsbahnen der Gehäusewand abgesenkt ist; und
- Fig. 10
- den teilweisen Längsschnitt der Wechselvorrichtung, bei der dieser Stössel nach unten
bis in die Horizontale geschwenkt und die abgesenkte Blindplatte durch Wegstossen
der in der Giessposition befindlichen Giessdüse unterhalb des Ausgusses zum Schliessen
desselben geschoben wird.
[0022] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen schematisch eine Wechselvorrichtung 10 am Ausguss eines
metallurgischen Behälters, der in einer nicht näher veranschaulichten Stranggiessanlage
zum Herstellen von metallurgischen Langprodukten und ähnlichen Erzeugnissen eingesetzt
wird, wie vorzugsweise bei Brammen, Dünnbrammen, oder möglicherweise bei Knüppeln
oder Vorblöcken. Der Behälter ist mit mindestens einem Ausguss versehen, an den eine
feuerfeste Giessdüse 21, 22, 23 mit jeweils einer Durchlassöffnung 39 anschliessbar
ist, die im Giessbetrieb beim kontinuierlichen Giessen als Tauchrohr in das Schmelzenbad
einer Kokille eingetaucht ist und ein geschlossenes Giessen ermöglicht. Bei diesen
feuerfesten Giessdüsen aus keramischem Material handelt es sich um Tauch-, Giess-,
Schattenrohre, Freilaufdüsen oder dergleichen, während als Behälter vorteilhaft Verteilergefässe,
Pfannen oder ähnliche für das Abgiessen von Metallschmelze vorgesehen sein können.
[0023] Der metallurgische Behälter kann auch mit mehreren Ausgüssen mit jeweils einer Giessdüse
und einer Kokille für ein Mehrstranggiessen ausgestattet sein, bei denen vorzugsweise
jedem Ausguss eine Wechselvorrichtung 10 zugeordnet ist.
[0024] Die Wechselvorrichtung 10 ist im Normalfall unterseitig am Behälter montiert, was
nicht näher gezeigt ist. Es ist eine teilweise gezeigte feuerfeste Innenhülse 11 und
eine an diese anschliessende oder mit ihr verbundene feuerfeste Bodenplatte 12 in
einer Gehäusestruktur 16 dieser Wechselvorrichtung 10 montiert. Die seitlich eine
oder mehrere Leitungsverbindungen 13 für eine oder mehrere Gaszuführungen und/oder
eine elektrische Verbindung aufweisende Innenhülse 11 erstreckt sich bis in die feuerfeste
Auskleidung im Behälter und bildet den Ausguss, während die Bodenplatte 12 mit einer
unteren Gleitfläche für den dichten Gleitkontakt mit einer feuerfesten Platte 24 der
Giessdüse 22 bestimmt ist. Selbstverständlich könnte die Innenhülse 11 und die Bodenplatte
12 einstückig ausgebildet sein. Sie werden von unten in eine Ausgussöffnung in einer
feuerfesten Auskleidung im Behälter eingemörtelt und sind in der Gehäusestruktur 16
gehalten.
[0025] Die Gehäusestruktur 16 der Wechselvorrichtung 10 ist aus einer oberen am Behälter
befestigbaren Basisplatte 14, unterhalb dieser parallel zueinander beabstandete Gehäusewände
17, 18, letzteren zugeordnete Spannblöcke 34, 36 und einem mit dem Antriebsorgan zusammenwirkende
Verschiebeeinrichtung 30 mit einer Blindplatte 20 für ein Notschliessen des Ausgusses
zusammengesetzt. In der Gehäusestruktur 16 ist zwischen den Gehäusewänden 17, 18,
den Spannblöcken 34, 36 und der oberen Basisplatte 14 eine durchgehende Aufnahmeöffnung
15 gebildet, durch dieselbe ein geführtes Ein-, Durch- und Herausschieben der Giessdüsen
21, 22, 23 ermöglicht wird. Es ist innenseitig der beiden Gehäusewände 17, 18 je eine
Führungsbahn 27, 28, 29 gebildet, die parallel zueinander verlaufen, aus drei Abschnitten
für das Einschieben, das Verspannen und das Herausschieben vorzugsweise mit je einer
Länge annähernd wie diejenige der Platte 24 der Giessdüse 21 bestehen.
[0026] Die Spannblöcke 34, 36 bestehen jeweils aus einem an der Basisplatte 14 befestigten
Gehäusekasten 34', 36' und aus mehreren in diesem vorzugsweise durch Druckfedern gespannte
Kipphebel 33 als Andrückmittel, was nicht näher gezeigt ist. Diese Kipphebel 33 sind
auf bekannte Weise derart im jeweiligen Gehäusekasten 34', 36' schwenkbar gelagert,
dass sie auf die Platte 24 der Giessdüse 21 eine definierte Anpresskraft gegen die
untere Gleitfläche der Bodenplatte 12 oder dergleichen erzeugen. Zu diesem Zweck sind
auf der Unterseite der Platte 24 beidseitig neben dem Hülsenkörper 21' der Giessdüse
21 je eine Auflagefläche 24' gebildet, welche beim Verschieben einer Giessdüse 22
vom ersten in den mittleren Abschnitt mit den zum Gehäusekasten 34', 36' vorstehenden
Kipphebeln 33 in Kontakt gelangen. Damit wird die Platte 24 und mit ihr die Giessdüse
22 nach oben gegen die untere Gleitfläche der Bodenplatte 12 abdichtend angedrückt.
[0027] Wenn diese in Giessposition befindliche Giessdüse 22 nach einer bestimmten Betriebsdauer
verschlissen ist, kann eine neue Giessdüse 21 in die Kokille eingeschwenkt und eingeschoben
werden, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist. Mittels eines nicht näher gezeigten Antriebsorgans,
wie zum Beispiel ein Hydraulikzylinder, kann die Giessdüse 21 eingeschoben und in
die Giessstellung durch Wegstossen der verbrauchten Giessdüse 22 vom mittleren in
den dritten Abschnitt geschoben werden.
[0028] Fig. 3 bis Fig. 5 zeigen die Giessdüse 21, 22, 23 bei der erfindungsgemäss bei den
beiden Seitenwänden 24" bei ihrer oberseitigen Platte 24 Führungsmittel ausgebildet
sind, wobei die Führungsmittel als finnenartige Längselemente 25 ausgebildet sind,
die dazu dienen, dass die Giessdüse 21, 22, 23 in korrespondierenden Führungsmitteln
in dieser Aufnahmeöffnung 15 geführt ein- bzw. herausschiebbar ist.
[0029] Mit der Ausbildung dieser finnenartigen Längselemente 25 als Führungsmittel beidseitig
bei der Platte 24 der Giessdüse 21, 22, 23 ist eine einfache Führungsanordnung derselben
geschaffen worden, durch dieselbe die Sichtverhältnisse beim Wechsel der Giessdüsen
und damit das Manipulieren der Giessdüsen erheblich verbessert werden.
[0030] Im Rahmen der Erfindung erstrecken sich die finnenartigen Längselemente 25 jeweils
annähernd über die gesamte seitliche Länge der Seitenwand 24" der Platte 24 und sie
sind vorzugsweise rechtwinklig zu der Seitenwand 24" wegragend ausgerichtet, derart,
dass sie jeweils flächig auf einer unteren Gleitfläche 27', 28' der Führungsbahn 27,
28 der Wechselvorrichtung 10 aufliegen. Sie könnten auch statt rechtwinklig abweichend
dazu mit einem schrägen Winkel versehen sein.
[0031] Sehr vorteilhaft sind diese finnenartigen Längselemente 25 im oberen Bereich der
Seitenwände 24" auf einer Ebene parallel zu der oberen Gleitfläche 19 der Platte 24
verlaufend angeordnet. Entsprechend ist der Abstand der Längselemente 25 oberseitig
zu dieser oberen Gleitfläche 19 in Richtung senkrecht zu der Ebene jeweils im Millimeterbereich
festgelegt, wie nachfolgend noch erläutert ist.
[0032] Die feuerfeste Platte 24 sowie der obere Teil des Hülsenkörpers 21' der Giessdüse
21, 22, 23 sind vorteilhaft von einem geformten metallenen Blechmantel 26 umgeben.
Die finnenartigen Längselemente 25 sind jeweils durch Umbiegen des Blechmantels 26
rechtwinklig nach aussen ausgerichtet. Sie weisen jeweils eine Breite b auf, die sich
ebenfalls im Millimeterbereich, wie zum Beispiel 10 bis 15 mm, bewegt, die jeweils
grösser als der Abstand der Längselemente 25 oberseitig zu der oberen Gleitfläche
19 bemessen ist. Dies bedingt aber, dass der Blechmantel 26 beim Längselement 25 im
Ausgangszustand vor dem Umbiegen gegenüber seiner oberen Stirnfläche 26' annähernd
um den Differenzbetrag zwischen dieser Breite b und dem Abstand vorsteht.
[0033] Anstelle dieses Umbiegens der Längselemente 25 könnten dieselben auch durch je einen
am Blechmantel befestigten Blechstreifen bestehen, die zum Beispiel angeschweisst
wären. Selbstverständlich könnte der Blechmantel auch nur aus einem Ring bestehen,
bei dem solche umgebogenen Längselemente 25 vorgesehen wären.
[0034] Es sind ausserdem an sich bekannte feuerfeste Stossflächen 19' bei der Front- und
Rückseite der Platte 24 ausgebildet, die gegenüber dem Blechmantel 26 in Verschieberichtung
vorstehen und bei einem Wegstossen der verbrauchten Giessdüse 22 sich gegenseitig
berühren und eine dichte Verbindung zwischen diesen bilden, damit beim Durchschieben
keine Metallschmelze vom Ausguss dazwischen infiltrieren oder durchfliessen kann.
[0035] Wie insbesondere in Fig. 2 ersichtlich ist, sind erfindungsgemäss innenseitig bei
den Gehäusewänden 17, 18 in der Aufnahmeöffnung 15 der Wechselvorrichtung Führungsmittel
als nutenförmige Führungsbahnen 27, 28, 29 ausgebildet, in denen diese finnenartigen
Längselemente 25 bei den Seitenwänden 24" der Platte 24 der jeweiligen Giessdüse 21,
22, 23 gleitend geführt sind, wobei nur diese Längselemente 25 in den Führungsbahnen
27, 28, 29, nicht aber die Giessdüsen angedeutet sind.
[0036] Die nutenförmigen Führungsbahnen 27, 28, 29 sind dabei jeweils gegen die Aufnahmeöffnung
15 hin offen und sind aus den drei Abschnitten für das Einschieben, das Verspannen
und das Herausschieben vorzugsweise mit je einer Länge annähernd wie die Länge der
Platte 24 gebildet. Die Giessdüsen 21, 22, 23 sind mit ihren finnenartigen Längselementen
25 in die Führungsbahnen 27, 28, 29 beim einen Ende der Aufnahmeöffnung 15 einschiebbar,
wie dies mit der Giessdüse 21 in Fig. 1 veranschaulicht ist, und beim gegenüberliegenden
Ende nach dem Herausschieben beim Wechsel entnehmbar, wie dies mit der Giessdüse 23
in Fig. 1 gezeigt ist.
[0037] Zumindest bei der einen Gehäusewand 18 ist am Ende der Führungsbahn vorzugsweise
ein wegnehmbarer Anschlag 31 vorgesehen, der so positioniert ist, dass damit die verbrauchte
Giessdüse 23 beim Wechsel nach einem Herausschieben nur bis zu diesem Anschlag 31
verschoben und auch die Giessdüse 22, welche die verbrauchte herausschiebt, beim Vorwärtsstossen
genau bis in die Giessposition bewegt wird. Damit kann verhindert werden, dass die
Giessdüsen unkontrolliert durchgeschoben oder in eine falsche Position gestossen werden.
Der Anschlag 31 kann dann nach dem Erreichen der Positionen der Giessdüsen kurzzeitig
weggenommen und die verbrauchte Giessdüse 23 ganz herausgeschoben und durch Ausschwenken
aus der Kokille entfernt werden.
[0038] Fig. 5 zeigt teilweise die Giessdüse 21, 22, 23 mit der Platte 24 in der verspannten
Giessposition, bei der die Kipphebel 33 als Andrückmittel der Spannblöcke 34, 36 auf
die Auflagefläche 24' der Platte 24 mit einer vorgegebenen Anpresskraft drücken. Es
werden dabei diese finnenartigen Längselemente 25 in der jeweiligen korrespondierenden
Führungsbahn 28 um einen Betrag h abgehoben. Mit diesem Abstand zwischen den Längselementen
25 oberseitig und der oberen Gleitfläche 19 senkrecht zu ihr im Millimeterbereich
ist sichergestellt, dass die Längselemente 25 beim Abheben der Platte 24 nicht oben
bei der nutenförmigen Führungsbahn 28 anstossen.
[0039] Zudem sind die Gehäusewände 17, 18 mit den Führungsbahnen 27, 29 beidseitig der Spannblöcke
34, 36 durch eine geringe Bauhöhe dimensioniert, damit die Aufnahmeöffnung 15 bei
diesen Gehäusewänden 17, 18 neben den Spannblöcken 36 erfindungsgemäss weitgehend
offen ist und sich daraus resultierend diese verbesserten Platz- und Sichtverhältnisse
beim Wechsel der Giessdüsen 21, 22, 23 ergeben. Die unteren Seiten 17' der Gehäusewände
17, 18 sind entsprechend im oberen Bereich der Platte 24 nur ein paar Millimeter unterhalb
der Längselemente 25 angeordnet.
[0040] Ferner ist die jeweilige Platte 24 mit ihren beiden Seitenwänden 24" zweckmässigerweise
innenseitig bei den Gehäusewänden 17, 18 mit einem geringen Spiel zwischen ihnen geführt,
um eine einwandfreie Führung der Giessdüse vom einen bis zum andern Ende in der Aufnahmeöffnung
15 zu gewährleisten.
[0041] Fig. 6 bis Fig. 10 zeigen die Verschiebeeinrichtung 30 der teilweise dargestellten
Wechselvorrichtung 10 mit den verschiedenen Verschiebepositionen der für das Notschliessen
des Ausgusses verstellbaren Blindplatte 20. Der in Achsrichtung des Ausgusses gezeigte
Längsschnitt der Wechselvorrichtung 10 verläuft bei diesen Figuren innenseitig bei
der weggelassenen Gehäusewand 17, bei welcher die der Giessdüse 21 und der Gehäusewand
17 zugeordneten Führungsmittel ersichtlich sind, nicht aber die Gehäusewand 17. Zudem
sind Führungselemente 37, 38, 39 vor der Blindplatte 20 gezeigt, die innenseitig bei
der nicht ersichtlichen Gehäusewand 17 auf einer Ebene verlaufend befestigt sind.
Bei der andern Gehäusewand 18 sind ebenso solche Führungselemente in symmetrischer
Anordnung Innenseitig befestigt, zwischen denen die Blindplatte 20 mit ihren Seitenflächen
42 beidseitig geführt ist.
[0042] Diese Verschiebeeinrichtung 30 ist zwischen der Gehäusestruktur 16 und dem an einer
Halterung 32 befestigtes Antriebsorgan 35 angeordnet. Als Antriebsorgan 35 wird üblicherweise
eine hydraulische Kolben-/ Zylindereinheit verwendet, von der eine Kolbenstange 41
ersichtlich ist. Es könnte sich aber auch um einen Elektromotor oder ähnlichem handeln.
[0043] In dieser Verschiebeeinrichtung 30 ist eine für das Verschliessen des Ausgusses des
Behälters vorgesehene Blindplatte 20 integriert, die im Normalbetrieb in einer Wartestellung
oberhalb der Aufnahmeöffnung 15 gehalten ist, wie dies in Fig. 6 ersichtlich ist.
Durch eine Ansteuerung in einer Notsituation oder wenn das Abgiessen einfach gestoppt
werden soll, kann diese Blindplatte 20 von der Verschiebeeinrichtung 30 in die Aufnahmeöffnung
15 abgesenkt, insbesondere eine in der Giessposition befindliche Giessdüse 22 wegstossend
bis unterhalb die Verschlussplatte 12 mit dem Ausguss verschoben und von den Andrückmitteln
dicht an dieselbe angepresst werden.
[0044] Erfindungsgemäss sind der Blindplatte 20 bei ihren Seitenflächen 42 je ein Führungsmittel
zugeordnet, durch letztere sie beim Einschieben beidseitig mit je einem der für die
Giessdüsen vorgesehenen Führungsmittel innenseitig der Gehäusewände 17, 18 gleitend
geführt ist.
[0045] Die Führungsmittel der Blindplatte 20 sind als seitlich vorstehende finnenartige
Längselemente ausgebildet, welche beim Einschieben der Blindplatte 20 in die Position
unterhalb der mit dem Ausguss versehenen Bodenplatte 12 in den Führungsbahnen 27,
28, 29 der Gehäusewände 17, 18 gleiten. Damit können auf einfache Weise dieselben
Führungsmittel bei den Gehäusewänden 17, 18 wie für die Giessdüsen verwendet werden.
[0046] Die finnenartigen Längselemente bei der Blindplatte 20 sind im Rahmen der Erfindung
beidseitig durch je zwei zueinander beabstandete Finnenelemente 45, 46 gebildet, die
oberseitig bündig zu der oberen Schliessfläche 20' der Blindplatte 20 auf einer Ebene
seitlich vorstehen.
[0047] Zweckmässigerweise umfasst die Verschiebeeinrichtung 30 einen mit der Kolbenstange
41 des Antriebsorgans 35 wirkverbundenen schwenk- und verschiebbaren Stössel 43, einen
seitlich bei der Aufnahmeöffnung 15 vorgesehenen, in der Halterung 32 längsgeführten
Schlitten 40, diese Führungselemente 37, 38, 39 und einen Speicherraum 56 für die
Blindplatte 20.
[0048] Seitwärts ist der Stössel 43 der Verschiebeeinrichtung 30 am einen Ende im Schlitten
40 durch einen Gelenkbolzen 48 gelenkig gehalten, während er im Mittenbereich einen
Mitnehmer 44 aufweist, der in einer annähernd quer zur Verschieberichtung verlaufenden
länglichen Führungsnut 47 im Schlitten 40 geführt ist, so dass das Ausschwenken des
Stössels nach oben und unten begrenzt ist. Mit seinem vorderen Ende des hakenförmigen
Teils ist dieser Stössel 43 mit einem Einrastelement 49 in einer Führungsnut 51 eines
Kupplungsteils 50 endseitig in der Blindplatte 20 gekuppelt, derart, dass letztere
von einer Warteposition entweder in eine Stellung oberhalb der einschiebenden Giessdüse
21 oder beim Notschliessen nach unten in die Aufnahmeöffnung 15 und durch die Führungsmittel
unterhalb die Bodenplatte 12 bewegbar ist, wie dies nachfolgend schrittweise erläutert
ist.
[0049] Gemäss Fig. 6 ist der Stössel 43 in seiner Ausgangsposition hinter der Blindplatte
20 schräg nach oben geschwenkt, bei der die Kolbenstange 41 von einer Steuerung ganz
in den Zylinder des Antriebsorgans zurückgeschoben ist. Der Stössel 43 greift mit
dem Einrastelement 49 in die Führungsnut 51 des Kupplungsteils 50 der Blindplatte
20 ein, dabei die Blindplatte durch ihre Finnenelemente 45, 46 oben beim mittleren
und dem hinteren Führungselement 38, 39 abgestützt ist. Oberseitig grenzt die Blindplatte
20 an die Gehäusestruktur 16. Es ist ferner noch ein bei der Halterung 32 ausschwenkbares
Arretiermittel 52 für ein Arretieren des an sich seitlich herausnehmbaren Antriebsorgans
35 gezeigt.
[0050] In Fig. 7 bis Fig. 10 sind dieselben Komponenten veranschaulicht wie in Fig. 6. Es
sind daher nicht zu allen die Bezugszeichen angegeben, nur zu den in den geänderten
Positionen dargestellten Komponenten.
[0051] Gemäss Fig. 7 und Fig. 8 ist der Stössel 43 vom Schlitten 40 nach unten geschwenkt
bzw. nach vorne geschoben, bei dem er die Blindplatte 20 mitgenommen und die mit den
finnenartigen Längselementen 25 in den Führungsbahnen 27 eingeschobene Giessdüse 21
in Giessposition bringt. Die Blindplatte 20 ist dabei vom Stössel 43 schräg nach unten
auf die eingeschwenkte Giessdüse gelegt und auf ihr vorgeschoben, dies bis die Finnenelemente
45, 46 der Blindplatte oben bei den korrespondierenden Führungselementen 37, 38 abgestützt
sind. Mittels eines oben auf die Schliessfläche 20' der Blindplatte 20 wirkenden Kraftdruckelementes
55 wird sie auf diese Führungselemente 37, 38 angedrückt und gewissermassen blockiert.
Dieses Kraftdruckelement 55 ist zum Beispiel als ein Bügel ausgebildet, der beidseitig
bei der Blindplatte wippend gelagert und von wenigstens einer Druckfeder derart beaufschlagt
ist, dass er permanent eine Druckkraft auf die Blindplatte 20 ausübt, ausser wenn
die Blindplatte in die Schliessposition verstellt wird.
[0052] Der Stössel 43 senkt sich beim Vorstossen weiter ab und dabei verlässt sein Einrastelement
49 die Führungsnut 51 im Kupplungsteil 50 der Blindplatte 20 und wird unterhalb dieser
Blindplatte mit einer annähernd horizontalen Ausrichtung vorgeschoben, bei der er
mit seinem vorderen Ende des hakenförmigen Teils gegen die hintere Stossfläche der
Giessdüse andrückt und letztere entsprechend verschiebt.
[0053] Nach dem Einschieben der Giessdüse in die Giessposition wird der Stössel 43 vom Antriebsorgan
35 wieder zurückgezogen und hochgeschwenkt, bei der er mit seinem Einrastelement 49
wieder in die Führungsnut 51 im Kupplungsteil 50 der Blindplatte 20 einschwenkt. Dabei
wird die Blindplatte 20 durch ihre Finnenelemente 45, 46 wieder zurück oben auf das
mittlere sowie hintere Führungselement 38, 39 bewegt und das Kraftdruckelement 55
ist in eine Aussparung 54 der Basisplatte 14 eingeschwenkt, wie dies in Fig. 6 dargestellt
ist.
[0054] Fig. 9 und Fig. 10 zeigen je eine Position der Wechselvorrichtung 10 bei einem Notschliessen
oder einem Schliessen des Ausgusses aus anderen Gründen, bei dem die Blindplatte 20
von der Wartestellung, wie in Fig. 6 gezeigt ist, unter den Ausguss bzw. die Bodenplatte
12 eingeschoben wird. Es wird dabei der Stössel 43 via den Schlitten 40 vom Antriebsorgan
35 und mit ihm die Blindplatte 20 schräg nach unten vorwärtsbewegt. Die Blindplatte
20 wird vom Kraftdruckelement 55 senkrecht und vom Einrastelement 49 des Stössels
in der Führungsnut 51 im Kupplungsteil 50 schräg nach unten gedrückt. Dadurch sind
die Finnenelemente 45, 46 mit ihren hinteren Stirnseiten 45', 46' in Gleitkontakt
mit Schrägflächen 38', 39' bei den Führungselementen 38, 39. Das Kraftdruckelement
55 wird dabei vom mittleren Führungselement 38 an einer oberen vorzugsweise abgerundeten
Anschlagfläche 38" arretiert, da die Blindplatte 20 von selbst durch das Schieben
des Stössels 43 und durch ihr Eigengewicht entlang diesen Schrägflächen 38', 39' abwärts
gleitet. Diese Schrägflächen 38', 39' bei den Führungselementen 38, 39 verlaufen vorzugsweise
in einem Winkel von annähernd 45° gegen den Ausguss hin. Die Schrägfläche 38' des
mittleren Führungselementes 38 erstreckt sich bis wenig oberhalb der jeweiligen Führungsbahn
27 der Seitenwände 17, 18. Rückseitig sind die beiden Führungselemente 37, 38 ebenso
mit zu den andern parallelen Schrägflächen 37' versehen, so dass die Finnenelemente
45, 46 zwischen jeweils zwei Führungselementen durchschiebbar sind, damit die Blindplatte
bis zum Auftreffen auf diese Führungsbahnen 27 einwandfrei geführt ist. Diese an sich
nutenförmigen Führungsbahnen 27 sind oben mit Ausnehmungen versehen, durch welche
die Finnenelemente 45, 46 in diese eingeführt werden können und bei den Gleitflächen
27' aufliegen.
[0055] Sobald die Finnenelemente 45, 46 bei den Führungsbahnen 27 der Seitenwände 17, 18
aufliegen, wie in Fig. 10 gezeigt ist, wird die Blindplatte 20 gegen die in Giessposition
befindliche Giessdüse 21 gestossen und schiebt diese weg und wird von den Kipphebeln
33 als Andrückmittel gegen die Bodenplatte 12 angepresst, so dass der Ausguss geschlossen
wird. Diese Blindplatte 20 ohne Durchgangsöffnung kann zumindest bei ihrer Schliessfläche
20' aus einem Feuerfestmaterial oder aus Stahl oder Gusseisen hergestellt sein.
[0056] Die Erfindung ist anhand des obigen Ausführungsbeispiels ausreichend dargetan. Sie
könnte aber selbstverständlich auch anhand anderer Varianten erläutert werden.
[0057] Wie oben erwähnt könnten diese Führungsmittel umgekehrt angeordnet sein, bei dem
die finnenartigen Längselemente innenseitig bei den Gehäusewänden gegen die Aufnahmeöffnung
hin ausgerichtet und die nutenförmigen Führungsbahnen in den Seitenwänden der Platte
der jeweiligen Giessdüse ausgebildet sein. Theoretisch könnten im mittleren Abschnitt,
bei dem die Platte von den Andrückmitteln nach oben angepresst wird, die finnenartigen
Längselemente innenseitig bei den Gehäusewänden weggelassen werden.
[0058] Im Prinzip könnte die Giessdüse bei der einen Seitenwand mit einem finnenartigen
Längselement und bei der andern Seitenwand mit einer Führungsnut ausgebildet sein,
während die Führungsmittel innenseitig bei den Gehäusewänden umgekehrt angeordnet
wären.
[0059] Es könnten diese finnenartige Längselemente von dem die Platte bildenden Feuerfestmaterial
und nicht durch Bleche aus Metall gebildet sein, indem die Seitenwände zumindest im
oberen Bereich aus Feuerfest bestehen würden. Es könnten auch die vorstehenden finnenartigen
Längselemente im Feuerfest der Platte statt bei einem Blechmantel eingebettet sein.
[0060] Die Wechselvorrichtung könnte auch ohne Blindplatte und diese dazugehörige Verschiebeeinrichtung
gebaut sein, bei der nur das Wechseln der Giessdüsen nach der Erfindung vorgesehen
wäre. Es könnte dabei diese Verschiebeeinrichtung für das Stossen der Giessdüse mittels
dieses Stössels gleichermassen wie veranschaulicht verwendet werden.
[0061] Grundsätzlich könnten die Stossflächen bei den Platten auch mit einer einfacheren
Ausführungsform hergestellt werden, bei der nur dieser metallische Blechmantel die
Platte umgeben würde, der sich an den Stossflächen fast bis zu dieser oberen Gleitfläche
erstrecken würde.
[0062] Die finnenartigen Längselemente bei den Giessdüsen könnten mit einer Länge kürzer
als die Seitenwand der Platte dimensioniert sein und/oder aus mehr als einem Blechstreifen
so ähnlich wie bei der Blindplatte mit zwei oder mehreren Finnenelementen ausgebildet
sein. Statt rechtwinklig könnten diese Längselemente in einem andern Winkel zu der
Seitenwand wegragen und sie könnten auch im mittleren oder unteren Bereich der Seitenwand
platziert sein.
[0063] Bei der Blindplatte könnten die finnenartigen Längselemente beidseitig nur durch
je ein Finnenelement ähnlich wie bei der Giessdüse ausgebildet sein.
1. Feuerfeste Giessdüse für eine Wechselvorrichtung am Ausguss eines metallurgischen
Behälters, die einen Hülsenkörper (21') und eine oberseitige feuerfeste Platte (24)
aufweist, wobei die Platte (24) beidseitig je eine Seitenwand (24") und neben dem
Hülsenkörper (21') je eine untere Auflagefläche (24') aufweist, wobei diese Auflageflächen
(24') dazu dienen, dass unterseitig bei einer Aufnahmeöffnung (15) der Wechselvorrichtung
(10) angeordnete Andrückmittel die Giessdüse (21, 22, 23) gegen eine obere den Ausguss
aus dem Behälter bildenden Verschlussplatte (12) oder dergleichen anpressen, dadurch gekennzeichnet, dass
bei diesen beiden Seitenwänden (24") der Platte (24) je ein Führungsmittel ausgebildet
ist, welches jeweils als ein finnenartiges Längselement (25) und/oder als eine nutenförmige
Führungsbahn ausgebildet ist, wobei diese Führungsmittel dazu dienen, dass die Giessdüse
(21, 22, 23) in korrespondierenden Führungsmitteln in dieser Aufnahmeöffnung (15)
geführt ein- bzw. herausschiebbar ist.
2. Feuerfeste Giessdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
bei diesen Seitenwänden (24") der Platte (24) je ein finnenartiges Längselement (25)
als Führungsmittel vorgesehen ist, welche dazu dienen, dass die Giessdüse (21, 22,
23) in korrespondierenden Führungsmitteln bei der Aufnahmeöffnung (15), die umgekehrt
als nutenförmige Führungsbahnen (27, 28, 29) ausgebildet sind, gleitend verschiebbar
ist.
3. Feuerfeste Giessdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die finnenartigen Längselemente (25) jeweils annähernd über die gesamte seitliche
Länge der Seitenwand (24") der Platte (24) erstrecken und rechtwinklig oder in einem
vorgegebenen Winkel zu der Seitenwand wegragen, derart, dass sie jeweils flächig in
der Führungsbahn (27, 28, 29) der Wechselvorrichtung (10) aufliegen.
4. Feuerfeste Giessdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die finnenartigen Längselemente (25) im oberen Bereich der Seitenwände (24") auf einer
Ebene parallel mit einem Abstand zu einer oberen Gleitfläche (19) der Platte (24)
verlaufend angeordnet sind.
5. Feuerfeste Giessdüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand der Längselemente (25) zu der oberen Gleitfläche (19) der Platte (24)
in Richtung senkrecht zu der Ebene ermöglicht, dass die Längselemente (25), welche
in der Anpressposition der Giessdüse (21, 22, 23) abgehoben werden, nicht mit ihrer
Oberseite in der nutenförmigen Führungsbahn (28) anstossen.
6. Feuerfeste Giessdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die feuerfeste Platte (24) zumindest teilweise von einem geformten Blechmantel (26)
umgeben ist, bei dem die finnenartigen Längselemente (25) jeweils durch ein Umbiegen
des Blechmantels nach aussen und/oder von wenigstens einem am Blechmantel befestigten
Blechstreifen erzeugt sind.
7. Feuerfeste Giessdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenwände (24") beidseitig der Platte (24) als seitliche Führungsflächen dienen,
mit dem Zweck, dass die Giessdüse (21, 22, 23) innenseitig bei Gehäusewänden (17,
18) in der durchgehenden Aufnahmeöffnung (15) in der Wechselvorrichtung (10) mit einem
geringen seitlichen Spiel geführt ist.
8. Wechselvorrichtung für eine feuerfeste Giessdüse am Ausguss eines metallurgischen
Behälters nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die mit einer durchgehenden Aufnahmeöffnung
(15) und beidseitig bei dieser mit je einer Gehäusewand (17, 18) versehen ist, durch
dieselben die einen Hülsenkörper (21') und eine oberseitige feuerfeste Platte (24)
aufweisende Giessdüse (21, 22, 23) mittels einer Verschiebeeinrichtung (30) in eine
Giessposition ein- bzw. von dieser herausschiebbar ist, wobei die Platte (24) der
Giessdüse von unterseitig bei der Aufnahmeöffnung (15) angeordneten Andrückmittel
gegen eine obere den Ausguss aus dem Behälter bildenden Verschlussplatte (12) oder
dergleichen anpressbar ist, wobei beidseitig der Platte (24) je eine Seitenwand (24")
ausgebildet ist, die bei einem Verschieben der Giessdüse (21, 22, 23) in der Aufnahmeöffnung
(15) bei je einer der Gehäusewände (17, 18) entlang bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass
bei den beiden Seitenwänden (24") der Platte (24) und bei der Aufnahmeöffnung (15)
innenseitig bei den Gehäusewänden (17, 18) korrespondierende Führungsmittel ausgebildet
sind, durch welche die Giessdüse (21, 22, 23) in diese Aufnahmeöffnung (15) ein- bzw.
aus dieser herausschiebbar ist, wobei die Führungsmittel zum einen als nutenförmige
Führungsbahnen (27, 28,.29) und zum andern als darin gleitend geführte finnenartige
Längselemente (25) ausgebildet sind.
9. Wechselvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
den Seitenwänden (24") der Platte (24) je ein wegragendes finnenartiges Längselement
(25) zugeordnet ist, wobei die Giessdüse (21, 22, 23) durch diese finnenartigen Längselemente
(25) beim Ein- bzw. Herausschieben beidseitig in je einer der nutenförmigen Führungsbahnen
(27, 28, 29) innenseitig der Gehäusewände (17, 18) gleitend geführt ist.
10. Wechselvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem durch die Andrückmittel bewirkten Abheben der Platte (24) der Giessdüse
(21, 22, 23) gegen die Verschlussplatte (12) oder dergleichen ebenso die innenseitig
der Gehäusewände (17, 18) gleitend geführten finnenartigen Längselemente (25) abgehoben
werden.
11. Wechselvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die finnenartigen Längselemente (25) im oberen Bereich der Seitenwände (24") auf einer
Ebene parallel oder etwas schräg zu der oberen Gleitfläche (19) der Platte (24) verlaufend
angeordnet sind, wobei ein Abstand der Längselemente (25) zu der oberen Gleitfläche
(19) der Platte (24) in Richtung senkrecht zu der Ebene besteht, damit die Längselemente
(25) beim Abheben nicht oben bei der nutenförmigen Führungsbahn (28) anstossen.
12. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die nutenförmigen Führungsbahnen (27, 28, 29) jeweils gegen die Aufnahmeöffnung (15)
hin offen sind, wobei diese parallel zueinander verlaufenden Führungsbahnen (27, 28,
29) aus drei Abschnitten für das Einschieben, das Verspannen und das Herausschieben
mit je einer Länge annähernd wie die Länge der Platte (24) gebildet sind, wobei eine
Giessdüse (21) mit den finnenartigen Längselementen (25) in die Führungsbahnen (27)
beim einen Ende der Aufnahmeöffnung (15) einschiebbar und beim gegenüberliegenden
Ende nach einem Herausschieben beim Wechsel einer Giessdüse (23) entnehmbar ist.
13. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die diese Aufnahmeöffnung (15) beidseitig begrenzenden Gehäusewände (17, 18) in Bezug
auf ihre Bauhöhen jeweils bei den Abschnitten beim Ein- und Herausschieben unmittelbar
unterhalb der nutenförmigen Führungsbahnen (27, 28, 29) enden, um die Sichtbarkeit
in einer darunter befindlichen Kokille einer Stranggiessanlage und der darin eintauchbaren
Giessdüsen (21, 22, 23) beim Manipulieren zu erhöhen.
14. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Verschiebeeinrichtung (30) für ein Verschieben der Giessdüsen (21, 22, 23) vorgesehen
ist, die eine Halterung (32), einen in dieser verstellbaren Schlitten (40), ein mit
letzterem gekoppeltes Antriebsorgan (35) und einen am Schlitten (40) gelagerten schwenkbaren
Stössel (43) aufweist, wobei die Halterung (32) mit dem Schlitten (40) und dem Antriebsorgan
(35) neben der Aufnahmeöffnung (15) mit den sie begrenzenden Gehäusewänden (17, 18)
angeordnet sind, damit vor dem Abschnitt für das Einschwenken einer Giessdüse (21,
22, 23) ein freier Zugangsraum besteht, wobei der schwenkbare Stössel (43) für ein
Verschieben der Giessdüsen von oberhalb in die Aufnahmeöffnung (15) absenkbar und
umgekehrt wieder hochschwenkbar gelagert ist.
15. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest bei der einen Gehäusewand (17, 18) am Ende der Führungsmittel ein Anschlag
(31) vorgesehen ist, damit die Giessdüse (23) beim Herausschieben nur bis zu diesem
Ende verschiebbar ist.
16. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, in der eine für ein Schliessen
des Ausgusses des Behälters vorgesehene Blindplatte (20) integriert ist, welche im
Normalbetrieb in einer Wartestellung seitlich oder oberhalb der Aufnahmeöffnung (15)
gehalten ist, wobei sie in die Aufnahmeöffnung (15) verstellbar und insbesondere eine
in der Giessposition befindliche Giessdüse (22) wegstossend bis unterhalb die Verschlussplatte
(12) oder dergleichen einschiebbar und für das Schliessen des Ausgusses dicht an diese
anpressbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blindplatte (20) bei ihren Seitenflächen (42) mit je einem Führungsmittel ausgebildet
ist, durch welche sie beim Einschieben in der Aufnahmeöffnung (15) beidseitig mit
je einem der für die Giessdüsen vorgesehenen Führungsmittel innenseitig der Gehäusewände
(17, 18) gleitend geführt ist, wobei die Führungsmittel jeweils als ein finnenartiges
Längselement und/oder als eine nutenförmige Führungsbahn ausgebildet sind.
17. Wechselvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
der schwenk- und schiebbare Stössel (43) der Verschiebeeinrichtung (30), der mit dem
Antriebsorgan (35) wirkverbunden ist, in einer nach unten geschwenkten Verschiebeposition
eine Giessdüse (21, 22, 23) bzw. die Blindplatte (20) in Richtung gegen die Giessposition
verschieben kann, während er beim Hochschwenken selbsttätig mit der Blindplatte (20)
koppelbar ist, bei der bei eingeschobener neuer Giessdüse (21, 22, 23) die Blindplatte
(20) von der Wartestellung auf die obere Gleitfläche (19) der Giessdüse (21, 22, 23)
als Anschlag verstellbar und der Stössel (43) nach dem Einschieben der Giessdüse (22)
wieder zurückbewegt wird.
18. Wechselvorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsmittel seitlich der Blindplatte (20) als finnenartige Längselemente im
oberen Bereich der Seitenflächen (42) jeweils durch mindestens zwei beabstandet zueinander
auf einer Ebene verlaufende Finnenelemente (45, 46) gebildet sind, welche jeweils
in je einem Führungselement (38, 39) bei der jeweiligen Gehäusewand (17, 18) derart
geführt sind, dass die Blindplatte (20) durch den Stössel (43) der Verschiebeeinrichtung
(30) von einer Wartestellung in eine oberhalb der eingeschobenen Giessdüse (21) als
Anschlag und wieder zurück in die Wartestellung verschiebbar ist.
19. Wechselvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass
die Finnenelemente (45, 46) in je einem schräg nach unten verlaufenden Führungselement
(38, 39) bei der jeweiligen Gehäusewand (17, 18) derart zusammenwirkend geführt sind,
dass die Blindplatte (20) durch den Stössel (43) der Verschiebeeinrichtung (30) auf
diese Führungsbahnen (27) innenseitig der Gehäusewände (17, 18) absenkbar ist, und
dass sie vom Stössel (43) in die Schliessposition unterhalb der Verschlussplatte (12)
oder dergleichen schiebbar ist.
20. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass
mittels eines oben auf die Schliessfläche (20') der Blindplatte wirkendes Kraftdruckelement
(55) die Blindplatte (20) mit ihren Finnenelementen (45, 46) auf diesen Führungselementen
(37, 38) andrückbar ist und stets eine Druckkraft auf die Blindplatte (20) ausübt,
ausser wenn die Blindplatte (20) in die Schliessposition verstellt wird.
21. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass
der hakenförmige Stössel (43) mit einem Einrastelement (49) in einer Führungsnut (51)
eines Kupplungsteils (50) endseitig in der Blindplatte (20) einschiebbar und kuppelbar
ist.
22. Blindplatte für eine Wechselvorrichtung am Ausguss eines metallurgischen Behälters
nach einem der Ansprüche 8 bis 21, die für das Verschliessen des Ausgusses des Behälters
dient, wobei sie im Normalbetrieb in einer Wartestellung seitlich oder oberhalb einer
Aufnahmeöffnung (15) der Wechselvorrichtung (10) positionierbar ist, wobei sie durch
eine Verschiebeeinrichtung (30) in die Aufnahmeöffnung (15) absenkbar und insbesondere
eine in der Giessposition befindliche Giessdüse (22) wegstossend bis unterhalb die
mit dem Ausguss versehene Verschlussplatte (12) oder dergleichen einschiebbar und
dicht anpressbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blindplatte (20) bei ihren Seitenflächen (42) mit je einem Führungsmittel ausgebildet
ist, welche dazu dienen, dass sie beim Einschieben beidseitig mit je einem der für
die Giessdüsen vorgesehenen Führungsmittel innenseitig der Gehäusewände gleitend geführt
ist.