Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufschrumpfen von Folien auf Artikel.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Aufschrumpfen einer Folie auf mindestens
einen Artikel.
Technischer Hintergrund
[0002] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen zum Aufschrumpfen einer Folie
auf Artikel können die mit der Folie umhüllten Artikel, wie beispielsweise PET-Flaschen,
entlang einer Transportstrecke durch einen sogenannten Schrumpftunnel transportiert
werden. Während ihres Transportes durch den Schrumpftunnel wird die Folie durch Beaufschlagung
mit Heißluft o.ä. erwärmt und hierdurch auf die jeweiligen Artikel aufgeschrumpft.
[0003] Die
DE 10 2022 114 548 A1 bezieht sich auf eine Schrumpfvorrichtung und ein Verfahren zum Aufschrumpfen eines
thermoplastischen Verpackungsmaterials auf mindestens einen Artikel. Die Schrumpfvorrichtung
umfasst einen Schrumpfraum mit mindestens einer Transportstrecke für den Artikel,
wobei der Artikel in einer Transportrichtung gefördert wird. Der Schrumpfraum wird
seitlich durch äußere Schachtwände begrenzt, wobei die äußeren Schachtwände jeweils
eine zum Schrumpfraum gerichtete Ausströmfläche mit einer Mehrzahl von Ausströmöffnungen
aufweisen, über welche Ausströmöffnungen Schrumpfmittel seitlich in den Schrumpfraum
einströmt.
[0004] Nachteilig am Stand der Technik ist, dass es, abhängig von verschiedenen Faktoren,
wie z. B. Folienüberstand, Folieneigenschaften, Gebindeformaten usw., beim Aufschrumpfen
des auf der Fördereinrichtung aufliegenden Folienlappens (Lappen im unteren Bereich
des seitlichen Folienauges) zu Schwierigkeiten kommen kann. Insbesondere lässt sich
der untere Folienüberstand nicht gut nach oben an die Artikel schrumpfen. Ähnliche
Probleme können im Bereich des oberen Folienüberstands auftreten.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Technik zum Aufschrumpfen
einer Folie auf mindestens einen Artikel zu schaffen, mit der vorzugsweise ein Aufschrumpfen
der Folienüberstände, insbesondere des unteren Folienüberstands, verbessert werden
kann.
Zusammenfassung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
[0007] Ein Aspekt betrifft eine Vorrichtung, vorzugsweise Schrumpftunnel, zum Aufschrumpfen
von Folien auf Artikel. Die Vorrichtung weist eine Fördereinrichtung zum Fördern der
Artikel und der Folien auf. Die Vorrichtung weist ferner eine seitliche Fluidzuführeinrichtung,
vorzugsweise Schachtwand, zum Zuführen eines (z. B. Schrumpf-) Fluids (z. B. Heißluft,
Gas oder Dampf) zu den geförderten Artikeln zum Aufschrumpfen der Folien auf die Artikel
auf. Die seitliche Fluidzuführeinrichtung weist eine (z. B. vertikal ausgerichtete)
(z. B. einteilige oder mehrteilige) Lochplatte (z. B. Schachtwandkachel) mit mehreren
(z. B. jeweils horizontal verlaufenden und/oder parallel beabstandeten) Lochreihen
von Auslasslöchern zum Auslassen des Fluids hin zu den geförderten Artikeln auf. Die
Lochplatte weist einen unteren Abschnitt auf, in dem eine untere, vorzugsweise unterste,
Lochreihe der mehreren Lochreihen angeordnet ist. Die Auslasslöcher der unteren Lochreihe
sind in einer Vertikalebene liegend ausgerichtet (bzw. Längsachsen der Auslasslöcher
der unteren Lochreihe sind horizontal ausgerichtet). In dem unteren Abschnitt ist
ferner mindestens eine weitere Lochreihe der mehreren Lochreihen (z. B. direkt) oberhalb
von der unteren Lochreihe angeordnet. Die Auslasslöcher der mindestens einen weiteren
Lochreihe sind schräg, vorzugsweise schräg nach oben, ausgerichtet.
[0008] Vorteilhaft kann mittels der Lochreihen im unteren Abschnitt der Lochplatte ein verbessertes
Aufschrumpfen des unteren Folienüberstands der Folie erreicht werden. Vorteilhaft
wird die Folie durch das aus der unteren Lochreihe ausströmende Fluid im unteren Folienaugenbereich
zu einer festen und sauberen Verbindung. Ein stabiles Artikelgebinde kann somit ausgebildet
werden, wodurch es bspw. zu keinem seitlichen Herausfallen von Artikeln (Artikelverlust)
kommen kann. Im Einzelnen kann das aus der unteren Lochreihe ausströmende Fluid dafür
sorgen, dass der untere Folienlappen zum Anlegen und Aufschrumpfen an die Artikel
beaufschlagt, bevorzugt angehoben, werden kann, z. B. durch eine Sog- oder Druckwirkung
des Fluids. Zudem kann vorteilhaft durch die gezieltere Aufbringung des Fluids auf
die Artikel auch eine Verbesserung des Energieverbrauchs erzielt werden.
[0009] Vorzugsweise kann die seitliche Fluidzuführeinrichtung oberhalb oder neben der Fördereinrichtung
angeordnet sein.
[0010] Bevorzugt kann der untere Abschnitt der Lochplatte eine untere Hälfte, ein unteres
Drittel oder ein unteres Viertel der Lochplatte bilden.
[0011] In einem Ausführungsbeispiel weist die seitliche Fluidzuführeinrichtung ein Fluidleitelement
auf, das angeordnet ist zum Leiten des durch die untere Lochreihe ausgelassenen Fluids
in einer Richtung schräg nach unten, vorzugsweise hin zu einer Oberseite der Fördereinrichtung
und/oder zum Bewirken einer Wirbelform des durch die untere Lochreihe ausgelassenen
Fluids. Vorteilhaft kann durch das Anbringen eines Fluidleitelement an der Lochplatte
ein Fluidwirbel im unteren Bereich nahe der Artikel erzeugt werden, durch welchen
der untere Folienlappen nach oben gezogen und somit besser auf die Artikel aufgeschrumpft
werden kann.
[0012] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist mindestens eines erfüllt von:
- das Fluidleitelement ist außen an der Lochplatte angeordnet;
- das Fluidleitelement ist lösbar an der Lochplatte befestigt (z. B. verschraubt); und
- das Fluidleitelement überlappt einige, einen Großteil oder alle der Auslasslöcher
der unteren Lochreihe.
[0013] Vorteilhaft kann damit eine Flexibilität bezüglich des Vorsehens des Fluidleitelements
erhöht werden.
[0014] In einer Ausführungsform weist das Fluidleitelement mindestens einen schräg nach
unten gerichteten (z. B. auf eine Oberseite der Fördereinrichtung gerichteten), vorzugsweise
streifenförmigen, Leitabschnitt auf. Vorzugsweise kann ferner mindestens eines erfüllt
sein von:
- der mindestens eine Leitabschnitt ist plan oder (z. B. konvex oder konkav) gebogen;
- der mindestens eine Leitabschnitt erstreckt sich von oberhalb der unteren Lochreihe
schräg nach unten weg von der Lochplatte, vorzugsweise bis auf 3/4, 2/3, 1/2, 1/3
oder 1/4 einer Höhe der Auslasslöcher der unteren Lochreihe; und
- der mindestens eine Leitabschnitt steht in einem spitzen Winkel (z. B. < 90°, ≤ 75°,
≤ 60°, ≤ 45°, ≤ 30° oder ≤ 15°) von der Lochplatte ab.
[0015] Vorteilhaft können auf diese Weise besonders wirksame Fluidwirbel erzeugt werden,
mit denen sich der untere Folienlappen besonders gut anheben und auf die Artikel aufschrumpfen
lässt.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform weist das Fluidleitelement einen Montageabschnitt
auf, der oberhalb von dem mindestens einen Leitabschnitt angeordnet. Der Montageabschnitt
ist, vorzugsweise lösbar, an der Lochplatte befestigt (z. B. verschraubt). Vorzugsweise
können der Montageabschnitt und der mindestens eine Leitabschnitt integral-einstückig
miteinander ausgebildet sein, bevorzugt als ein Blechteil. Vorteilhaft kann auf diese
Weise erreicht werden, dass der mindestens eine Leitabschnitt auf einer möglichst
geringen Höhe angeordnet werden kann, da eine Befestigung unterhalb des Leitabschnitts
somit nicht oder nur in geringem Umfang erforderlich ist. Die Anordnung auf geringer
Höhe ermöglicht, dass die Fluidwirbel direkt oberhalb der Fördereinrichtung gebildet
werden können, was vorteilhaft in Bezug auf das gewünschte Anheben des unteren Folienüberstands
ist.
[0017] In einer Ausführungsvariante weist das Fluidleitelement einen Verbindungsabschnitt
auf. Der Verbindungsabschnitt verbindet den Montageabschnitt und den mindestens einen
Leitabschnitt miteinander. Der Verbindungsabschnitt weist mindestens eine Durchgangsöffnung
auf, die eine oder mehrere der mindestens einen weiteren Lochreihe im unteren Abschnitt
der Lochplatte abschnittsweise, vorzugsweise im Wesentlichen vollständig, freigibt.
Vorteilhaft kann auf diese Weise einerseits eine sichere Montage ermöglicht werden
und andererseits eine Beeinträchtigung der weiteren Lochreihen im unteren Abschnitt
verhindert werden.
[0018] In einer weiteren Ausführungsvariante ist mindestens eines erfüllt von:
- der mindestens eine Leitabschnitt erstreckt sich von unterhalb des Verbindungsabschnitts
schräg nach unten weg von der Lochplatte;
- der mindestens eine Leitabschnitt ist von dem Verbindungsabschnitt abgekantet;
- der Montageabschnitt, der mindestens eine Leitabschnitt und der Verbindungsabschnitt
sind integral-einstückig miteinander ausgebildet sind, bevorzugt als ein Blechteil;
- der Verbindungsabschnitt weist mehrere Stege, vorzugsweise Vertikalstege, auf, die
den mindestens einen Leitabschnitt und den Montageabschnitt miteinander verbinden;
und
- das Fluidleitelement weist mehrere weitere Montageabschnitte auf, die sich ausgehend
von dem Verbindungsabschnitt, vorzugsweise stegförmig, nach unten erstrecken (z. B.
bis hin zu einem unteren Ende der seitlichen Fluidzuführeinrichtung) und lösbar an
der Lochplatte befestigt (z. B. verschraubt) sind.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung ferner eine untere Fluidzuführeinrichtung
zum Zuführen des Fluids von unten zu den geförderten Artikeln zum Aufschrumpfen der
Folien auf die Artikel auf. Vorzugsweise sind die untere Fluidzuführeinrichtung und
die untere Lochreihe so relativ zueinander angeordnet, dass das von der unteren Lochreihe
ausgelassene Fluid von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung ausgelassenen Fluid
nach oben abgelenkt und/oder nach oben verwirbelt wird, bevorzugt zum Anheben und
Aufschrumpfen eines unteren Folienüberstands der Folie. Vorteilhaft können auf diese
Weise ausgeprägte Fluidwirbel erzielt werden, was vorteilhaft in Bezug auf das gewünschte
Anheben des unteren Folienüberstands ist.
[0020] In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind die untere Fluidzuführeinrichtung, die
untere Lochreihe und das Fluidleitelement so relativ zueinander angeordnet, dass das
von der unteren Lochreihe ausgelassene, von dem Fluidleitelement schräg nach unten
abgelenkte Fluid von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung ausgelassenen Fluid
nach oben abgelenkt und/oder nach oben verwirbelt wird, bevorzugt zum Anheben und
Aufschrumpfen eines unteren Folienüberstands der Folie. Vorteilhaft können auf diese
Weise besonders ausgeprägte Fluidwirbel erzielt werden, was vorteilhaft in Bezug auf
das gewünschte Anheben des unteren Folienüberstands ist.
[0021] In einer Ausführungsform sind die Auslasslöcher einer ersten weiteren Lochreihe der
mindestens einen weiteren Lochreihe schräg nach oben ausgerichtet, vorzugsweise zum
Unterströmen und Aufschrumpfen eines oberen Folienüberstands der Folie. Vorzugsweise
können die Auslasslöcher einer zweiten weiteren Lochreihe der mindestens einen weiteren
Lochreihe schräg nach oben ausgerichtet sein, bevorzugt zum Unterströmen und Aufschrumpfen
des oberen Folienüberstands der Folie. Die zweite weitere Lochreihe kann oberhalb
von der ersten weiteren Lochreihe angeordnet sein. Vorzugsweise kann ferner mindestens
eines erfüllt sein von:
- die erste weitere Lochreihe ist in einem nach außen oder nach innen gekanteten, vorzugsweise
V-förmigen, Bereich der Lochplatte angeordnet; und
- die zweite weitere Lochreihe ist in einem nach außen oder nach innen gekanteten, vorzugsweise
V-förmigen, weiteren Bereich der Lochplatte angeordnet.
[0022] Vorteilhaft können die weiteren Lochreihen somit ein Schrumpfergebnis beim oberen
Folienüberstand der Folie wesentlich verbessern.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform weist die Lochplatte einen oberen Abschnitt auf,
in dem mindestens eine obere Lochreihe der mehreren Lochreihen angeordnet ist. Die
Auslasslöcher der mindestens einen oberen Lochreihe sind schräg, vorzugsweise schräg
nach oben und/oder schräg nach unten, ausgerichtet. Vorzugsweise ist der obere Abschnitt
ein nach außen oder nach innen gekanteter, vorzugsweise V-förmiger, Abschnitt der
Lochplatte. Vorteilhaft können durch die obere(n) Lochreihe(n) die Möglichkeiten,
auf unzureichende Schrumpfungen im oberen Artikelbereich zu reagieren, erhöht werden.
[0024] Bevorzugt kann der obere Abschnitt der Lochplatte eine obere Hälfte, ein oberes Drittel
oder ein oberes Viertel der Lochplatte bilden.
[0025] In einer Ausführungsvariante ist ein unteres Ende der seitlichen Fluidzuführeinrichtung
plan und/oder liegt in einer Horizontalebene. Alternativ oder zusätzlich kann der
untere Abschnitt der Lochplatte und/oder die untere Lochreihe (und/oder das Fluidleitelement)
direkt an ein unteres Ende der seitlichen Fluidzuführeinrichtung angrenzen. Vorteilhaft
kann mit dem planen und horizontal ausgerichteten Ende eine Fluidströmung innerhalb
der seitlichen Fluidzuführeinrichtung verbessert werden. Die Anordnung der unteren
Lochreihe und ggf. des Fluidleitelements direkt angrenzend an das untere Ende der
Fluidzuführeinrichtung kann vorteilhaft dazu genutzt werden, dass das ausströmende
Fluid die Artikel auf sehr geringer Höhe erreichen und somit eine Schrumpfwirkung
auf den unteren Folienüberstand ausüben kann.
[0026] In einer weiteren Ausführungsvariante weist die seitliche Fluidzuführeinrichtung
eine weitere (z. B. einteilige oder mehrteilige) Lochplatte (z. B. Schachtwandkachel),
die entgegengesetzt zu der Lochplatte angeordnet ist und gemeinsam mit der Lochplatte
eine (hohle) Schachtwand bildet, auf. Vorzugsweise kann mindestens eines erfüllt sein
von:
- die Lochplatte und die weitere Lochplatte sind als Gleichteile ausgebildet;
- die Lochplatte und die weitere Lochplatte sind im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet; und
- die seitliche Fluidzuführeinrichtung weist ein weiteres Fluidleitelement auf, das
angeordnet ist zum Leiten des durch eine untere Lochreihe der weiteren Lochplatte
ausgelassenen Fluids in einer Richtung schräg nach unten, vorzugsweise hin zu einer
Oberseite der Fördereinrichtung und/oder zum Bewirken einer Wirbelform des durch die
untere Lochreihe ausgelassenen Fluids.
[0027] Vorteilhaft kann die hierin vorgeschlagene Technik somit nicht nur bei äußeren seitlichen
Fluidzuführeinrichtungen eingesetzt werden, sondern ebenso bei inneren Fluidzuführeinrichtungen
in mehrspurigen Vorrichtungen.
[0028] Beispielsweise kann das weitere Fluidleitelement wie das Fluidleitelement geformt
und/oder ausgebildet sein
[0029] Vorzugsweise können das weitere Fluidleitelement und das Fluidleitelement Gleichteile
sein.
[0030] In einem Ausführungsbeispiel weist die seitliche Fluidzuführeinrichtung eine zusätzliche
(z. B. einteilige oder mehrteilige) Lochplatte (z. B. Schachtwandkachel) auf, die
bezüglich einer Transportrichtung der Fördereinrichtung stromaufwärts von der Lochplatte
angeordnet ist. Die zusätzliche Lochplatte ist vorzugsweise an einem Einlass der Vorrichtung
angeordnet. Die Lochplatte und die zusätzliche Lochplatte sind vorzugsweise als Gleichteile
ausgebildet. Die seitliche Fluidzuführeinrichtung weist ein Abdeckelement (z. B. Blechstreifen),
vorzugsweise eine Abdeckleiste, auf, das eine untere, vorzugsweise unterste, Lochreihe
mehrerer Lochreihen von Auslasslöchern der zusätzlichen Lochplatte verdeckt (z. B.
verschließt). Vorteilhaft kann mittels der zusätzlichen Lochplatte, bei der die untere
Lochreihe abgedeckt ist, zuerst eine verbesserte Bodenverschweißung der Folien erreicht
werden, woraufhin anschließend mit der Lochplatte und der nicht abgedeckten unteren
Lochreihe, ggf. mit Fluidleitelement, ein verbessertes Aufschrumpfen des unteren Folienüberstands
erreicht werden kann. Durch diesen Prozess kann somit zuerst eine saubere Bodenverschweißung
und eine anschließende optimale Ausbildung des Folienauges in diesem Bereich gewährleistet
werden. Vorteilhaft wird die Folie so im unteren Folienaugenbereich zu einer festen
und sauberen Verbindung, wodurch ein stabiles Artikelgebinde ausgebildet wird.
[0031] Ein weiterer Aspekt betrifft eine Behälterbehandlungsanlage (z. B. zum Temperieren,
Herstellen, Reinigen, Beschichten, Prüfen, Abfüllen, Verschließen, Pasteurisieren,
Etikettieren, Bedrucken, Beschriften, Laserbeschriften und/oder Verpacken von Behältern
für flüssige oder pastöse Medien, vorzugsweise Getränke, flüssige Nahrungsmittel oder
Produkte aus der Pharma- oder Health-Care-Industrie). Die Behälterbehandlungsanlage
kann die Vorrichtung wie hierin offenbart aufweisen.
[0032] Beispielsweise können die Artikel als Behälter, z. B. als Flaschen, Dosen, Kanister,
Kartons, Flakons, Tuben usw., ausgeführt sein.
[0033] Ein weiterer Aspekt betrifft ein Verfahren zum Aufschrumpfen einer Folie auf mindestens
einen Artikel mittels einer Vorrichtung wie hierin offenbart. Das Verfahren weist
auf: Fördern des mindestens einen Artikels, der zumindest teilweise mit der Folie
umhüllt ist, mittels der Fördereinrichtung. Das Verfahren weist ferner mindestens
eines auf von:
- Zuführen von (z. B. Schrumpf-) Fluid (z. B. Heißluft, Gas oder Dampf) zu dem zumindest
teilweise mit der Folie umhüllten, geförderten Artikel von unten mittels einer unteren
Fluidzuführeinrichtung und seitlich mittels der unteren Lochreihe, wobei das von der
unteren Lochreihe ausgelassene Fluid von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung
ausgelassenen Fluid nach oben abgelenkt und/oder nach oben verwirbelt wird, zum Anheben
und Aufschrumpfen eines unteren Folienüberstands der Folie;
- Zuführen von (z. B. Schrumpf-) Fluid (z. B. Heißluft, Gas oder Dampf) zu dem zumindest
teilweise mit der Folie umhüllten, geförderten Artikel von unten mittels einer unteren
Fluidzuführeinrichtung und seitlich mittels der unteren Lochreihe, wobei das von der
unteren Lochreihe ausgelassene Fluid von einem Fluidleitelement schräg nach unten
(z. B. hin zu einer Oberseite der Fördereinrichtung) abgelenkt und anschließend von
dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung ausgelassenen Fluid nach oben abgelenkt
und/oder nach oben verwirbelt wird, zum Anheben und Aufschrumpfen eines unteren Folienüberstands
der Folie; und
- Zuführen von (z. B. Schrumpf-) Fluid (z. B. Heißluft, Gas oder Dampf) zu dem zumindest
teilweise mit der Folie umhüllten, geförderten Artikel seitlich mittels der mindestens
einen weiteren Lochreihe im unteren Abschnitt der Lochplatte, wobei das von der mindestens
einen weiteren Lochreihe ausgelassene Fluid schräg nach oben strömt und einen oberen
Folienüberstand der Folie unterströmt, zum Aufschrumpfen des oberen Folienüberstands
der Folie.
[0034] Vorteilhaft können mit dem Verfahren die gleichen Vorteile erzielt werden, die bereits
unter Bezugnahme auf die Vorrichtung beschrieben wurden.
[0035] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind beliebig miteinander kombinierbar.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0036] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Stirnansicht einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines Bereichs einer seitlichen Fluidzuführeinrichtung;
- Figur 3
- eine schematische Stirnansicht eines Abschnitts der beispielhaften Vorrichtung;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines Bereichs einer seitlichen Fluidzuführeinrichtung
mit einem Fluidleitelement;
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts des Bereichs der seitlichen Fluidzuführeinrichtung
mit dem Fluidleitelement von Figur 4;
- Figur 6
- eine Schnittansicht durch einen untersten Abschnitt einer seitlichen Fluidzuführeinrichtung;
- Figur 7
- eine Schnittansicht durch einen untersten Abschnitt einer seitlichen Fluidzuführeinrichtung;
- Figur 8
- eine schematische Stirnansicht eines Abschnitts der beispielhaften Vorrichtung;
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung eines Bereichs einer seitlichen Fluidzuführeinrichtung
mit einem Abdeckelement; und
- Figur 10
- eine Seitenansicht einer seitlichen Fluidzuführungseinrichtung.
[0037] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein,
so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind
und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw.
Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
Detaillierte Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
[0038] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zum Aufschrumpfen einer Folie F auf mindestens
einen Artikel A. Vorzugsweise kann die Vorrichtung 10 als ein sogenannter Schrumpftunnel
ausgeführt sein. Bevorzugt kann die Folie F eine thermoplastische Folie sein. Die
Folie F kann auf jegliche Anzahl an Artikeln A aufgeschrumpft werden. Der mindestens
eine Artikel A ist bevorzugt eine Artikelgruppe oder ein Gebinde, z. B. aus mehreren
Behältern, wie bspw. Flaschen.
[0039] Vorzugsweise kann die Vorrichtung 10 in einer Behälterbehandlungsanlage umfasst sein.
[0040] Beispielsweise kann behälterstromaufwärts von der Vorrichtung 10 eine Verpackungsvorrichtung
zum Verpacken der Artikel A, z. B. durch Applizieren der Folie F auf die Artikel A,
angeordnet sein.
[0041] Es ist auch möglich, dass eine Etikettiervorrichtung zum Etikettieren der Artikel
A behälterstromaufwärts von der Verpackungsvorrichtung oder der Vorrichtung 10 angeordnet
ist. Es ist ebenfalls möglich, dass behälterstromabwärts von der Vorrichtung 10 eine
Palettiervorrichtung zum Palettieren der Artikel A angeordnet ist.
[0042] Die Vorrichtung 10 weist eine Fördereinrichtung 12 und mindestens eine seitliche
Fluidzuführeinrichtung 14, 16 auf. Optional kann die Vorrichtung 10 bspw. noch mindestens
eine untere Fluidzuführeinrichtung 13 und/oder Anbindungsgrundkörper 34, 36 aufweisen.
[0043] Die Fördereinrichtung 12 kann die Artikel A und die Folien F durch die Vorrichtung
10 fördern. Während des Förderns durch die Vorrichtung 10 kann die Folie F auf die
Artikel A aufgeschrumpft werden. Vorzugsweise kann die Fördereinrichtung 12 eine Linear-Fördereinrichtung
sein. Beispielsweise kann die Fördereinrichtung 12 die Artikel A und die Folien F
in einer Transportrichtung T fördern.
[0044] Die Fördereinrichtung 12 kann die Artikel A beim Fördern vorzugsweise bodenseitig
abstützen. Beispielsweise kann die Fördereinrichtung 12 ein umlaufendes Förderelement,
zum Beispiel Förderband oder Mattenkette, zum Fördern der Artikel A und der Folie(n)
F aufweisen.
[0045] Es ist bevorzugt, dass unterhalb oder in der Fördereinrichtung 12 eine untere Fluidzuführeinrichtung
13 angeordnet ist. Die untere Fluidzuführeinrichtung 13 kann ein Fluid, wie Heißluft,
Gas oder Dampf, von unten zu einer Artikelunterseite der Artikel A und einer Folienunterseite
der Folie F zuführen. Vorzugsweise kann die Fördereinrichtung 12 zum Durchlassen des
Fluids von der unteren Fluidzuführeinrichtung 13 ausgebildet sein. Beispielsweise
kann die Fördereinrichtung 12 als umlaufendes Förderelement eine Mattenkette o. Ä.
aufweisen.
[0046] Die Folie F kann die Artikel A teilweise umhüllen / einschlagen. Bezüglich einer
Transportrichtung T der Fördereinrichtung 12 kann die Folie F bspw. eine Artikelgruppe
(z. B. Gebinde) aus mehreren Artikeln A an einer Unterseite, einer Rückseite, einer
Oberseite und einer Vorderseite der Artikelgruppe umhüllen. Die Artikelgruppe kann
bspw. auf einem Überlappungsbereich beider Endabschnitte der Folie F stehen. Der Überlappungsbereich
kann bspw. zwischen einer Unterseite der Artikelgruppe und einer Oberseite der Fördereinrichtung
12 positioniert sein.
[0047] Die seitlichen Fluidzuführeinrichtungen 14, 16 können einander gegenüberliegend angeordnet
sein. Die Artikel A können von der Fördereinrichtung 12 zwischen den seitlichen Fluidzuführeinrichtung
14, 16 hindurchtransportiert werden.
[0048] Beispielsweise kann die Fluidzuführeinrichtung 14 seitlich neben einer Artikelförderspur
der Fördereinrichtung 12 zum Zuführen eines Fluids, wie Heißluft, Gas oder Dampf,
auf eine Längs- oder Querseite der Artikel A angeordnet sein. Die weitere seitliche
Fluidzuführeinrichtung 16 kann bezüglich der Artikelförderspur gegenüberliegend zu
der Fluidzuführeinrichtung 14 zum Zuführen eines Fluids, wie Heißluft, Gas oder Dampf,
auf eine weitere Längs- oder Querseite der Artikel A angeordnet sein.
[0049] Im in Figur 1 dargestellten Ausschnitt weist die Vorrichtung 10 lediglich eine Artikelförderspur
auf. Es ist möglich, dass die Vorrichtung 10 mehrere, vorzugsweise parallele, Artikelförderspuren
aufweist. Die Fluidzuführeinrichtungen 14, 16 können entsprechend jeweils als äußere
seitliche Fluidzuführeinrichtung oder als innere, z. B. mittlere, seitliche Fluidzuführeinrichtung
angeordnet sein.
[0050] Die Fluidzuführeinrichtungen 14 und 16 können bevorzugt als Hohlkörper ausgeführt
sein. Der Hohlkörper kann im Wesentlichen plattenförmig sein. Der Hohlkörper kann
vorzugsweise in einer Vertikalebene ausgerichtet sein. Vorzugsweise können die Fluidzuführeinrichtungen
14 und 16 als sogenannte Schachtwände ausgeführt sein.
[0051] Die Fluidzuführeinrichtungen 14 und 16 weisen jeweils mindestens eine Lochplatte
18, 20 auf. Die Lochplatte 18, 20 kann bevorzugt als eine sogenannte Schachtwandkachel
ausgeführt sein.
[0052] Sofern die Fluidzuführeinrichtung 14 und/oder 16 als innere Fluidzuführeinrichtung
bei einem mehrspurigen Aufbau der Vorrichtung 10 angeordnet ist, ist es möglich, dass
die jeweilige Fluidzuführeinrichtung 14, 16 jeweils zwei entgegengesetzte Lochplatten
für zwei benachbarte Artikelförderspuren aufweist. Die Lochplatten können als Gleichteile
ausgeführt sein und/oder im Wesentlichen spiegelsymmetrisch, z. B. bezüglich einer
vertikal ausgerichteten Mittelebene der jeweiligen Fluidzuführeinrichtung 14, 16,
sein.
[0053] Die Lochplatte 18, 20 weist mehrere Lochreihen 22, 24, 26, 28, 30 von (seitlichen)
Auslasslöchern für das Fluid zum Strömen zu den Artikeln A auf. Die Lochreihen 22,
24, 26, 28, 30 einer jeweiligen Fluidzuführeinrichtung 14, 16 können vertikal versetzt
zueinander angeordnet sein. Eine Längsachse der jeweiligen Lochreihe 22, 24, 26, 28,
30 kann horizontal verlaufen. Die Lochreihen 22, 24, 26, 28, 30 der jeweiligen Lochplatte
18, 20 können parallel beabstandet verlaufen.
[0054] Die Lochreihen 22, 24, 26, 28 der beiden Fluidzuführeinrichtungen 14 und 16 können
einander gegenüberliegen. Die seitlichen Auslasslöcher der Lochreihen 22, 24, 26,
28 können das ausströmende Fluid bevorzugt auf Längs- oder Querseiten der Artikel
A lenken.
[0055] In einem unteren Abschnitt der Lochplatte 18, 20 ist die untere Lochreihe 22 angeordnet.
Bevorzugt ist die untere Lochreihe 22 eine unterste Lochreihe der jeweiligen Fluidzuführeinrichtung
14, 16. Auslasslöcher der unteren Lochreihe 22 sind in einer Vertikalebene liegend
ausgerichtet. Die untere Lochreihe 22 kann das Fluid in einer Horizontalrichtung hin
zu den Artikeln A ausgeben. Die Auslasslöcher der unteren Lochreihe 22 sind weder
schräg nach oben noch schräg nach unten ausgerichtet.
[0056] Die untere Lochreihe 22 kann in einem streifenförmigen Abschnitt der Lochplatte 18,
20 angeordnet sein. Eine Längsachse des streifenförmigen Abschnitts kann horizontal
verlaufen. Der streifenförmige Abschnitt kann in einer Vertikalebene liegend ausgerichtet
sein. Die Vertikalebene kann sich parallel zu der Transportrichtung T erstrecken.
Bevorzugt kann der streifenförmige Abschnitt bzw. die untere Lochreihe 22 an ein unteres
Ende 32 der jeweiligen Fluidzuführeinrichtung 14, 16 angrenzen.
[0057] In dem unteren Abschnitt der Lochplatte 18, 20 ist ferner mindestens eine weitere
Lochreihe 24, 26 angeordnet. Die mindestens eine weitere Lochreihe 24, 26 ist oberhalb
von der unteren Lochreihe 22 angeordnet.
[0058] Die Auslasslöcher der mindestens einen weiteren Lochreihe 24, 26 sind schräg ausgerichtet.
Bevorzugt sind die Auslasslöcher der mindestens einen weiteren Lochreihe 24, 26 schräg
nach oben ausgerichtet.
[0059] Beispielsweise kann eine erste weitere Lochreihe 24 und optional eine zweite weitere
Lochreihe 26 umfasst sein. Bevorzugt kann die erste weitere Lochreihe 24 oberhalb
von der unteren Lochreihe 22 angeordnet sein. Die zweite weitere Lochreihe 26 kann
oberhalb von der ersten weiteren Lochreihe 24 angeordnet sein.
[0060] Die erste weitere Lochreihe 24 kann in einem streifenförmigen Abschnitt der Lochplatte
18, 20 angeordnet sein. Eine Längsachse des streifenförmigen Abschnitts kann horizontal
verlaufen. Der streifenförmige Abschnitt kann in einem nach außen oder nach innen
gekanteten, vorzugsweise V-förmigen, Bereich der Lochplatte 18, 20 angeordnet sein.
[0061] Die zweite weitere Lochreihe 26 kann in einem streifenförmigen Abschnitt der Lochplatte
18, 20 angeordnet sein. Eine Längsachse des streifenförmigen Abschnitts kann horizontal
verlaufen. Der streifenförmige Abschnitt kann in einem nach außen oder nach innen
gekanteten, vorzugsweise V-förmigen, Bereich der Lochplatte 18, 20 angeordnet sein.
[0062] In einem oberen Abschnitt der Lochplatte 18, 20 kann mindestens eine obere Lochreihe
28, 30 angeordnet sein. Der obere Abschnitt der Lochplatte 18, 20 ist vorzugsweise
ein nach außen oder nach innen gekanteter, vorzugsweise V-förmiger, Abschnitt.
[0063] Die Auslasslöcher der mindestens einen oberen Lochreihe 28, 30 sind bevorzugt schräg
nach oben und/oder schräg nach unten ausgerichtet. Beispielsweise können die Auslasslöcher
einer ersten oberen Lochreihe 28 schräg nach unten ausgerichtet sein. Die Auslasslöcher
einer zweiten oberen Lochreihe 30 können schräg nach oben ausgerichtet sein. Die zweite
obere Lochreihe 30 kann oberhalb von der ersten oberen Lochreihe 28 angeordnet sein.
Die zweite obere Lochreihe 30 kann die oberste Lochreihe der Lochplatte 18, 20 sein.
[0064] Bevorzugt kann ein unteres Ende 32 der Fluidzuführeinrichtung plan sein. Bevorzugt
liegt das plane untere Ende 32 in einer Horizontalebene. Das untere Ende 32 kann beabstandet
über einer Oberseite der Fördereinrichtung 12 angeordnet sein.
[0065] Bevorzugt können die Fluidzuführeinrichtungen 14 und 16 quer zu der Transportrichtung
T der Fördereinrichtung 12 verschiebbar gelagert sein.
[0066] Beispielsweise kann der Anbindungsgrundkörper 34 die Fluidzuführeinrichtung 14 tragen.
Bevorzugt kann die Fluidzuführeinrichtung 14 lösbar an dem Anbindungsgrundkörper 34
befestigt sein, zum Beispiel am unteren Auslassbereich des Anbindungsgrundkörpers
34 und/oder mittels Schraubverbindungen.
[0067] Beispielsweise kann der Anbindungsgrundkörper 36 die Fluidzuführeinrichtung 16 tragen.
Bevorzugt kann die Fluidzuführeinrichtung 16 lösbar an dem Anbindungsgrundkörper 36
befestigt sein, zum Beispiel am unteren Auslassbereich des Anbindungsgrundkörpers
36 und/oder mittels Schraubverbindungen.
[0068] Die Anbindungsgrundkörper 34, 36 sind vorzugsweise oberhalb von der Fördereinrichtung
12 angeordnet. Der Anbindungsgrundkörper 34, 36 können vorzugsweise quer zu der Transportrichtung
T verschiebbar und festlegbar sein, z. B. an einem Rahmen, einem Gestell oder einem
Gehäuse der Vorrichtung 10. Bevorzugt können die Anbindungsgrundkörper 34, 36 jeweils
einen inneren Fluidkanal und einen, vorzugsweise unteren, Auslass aufweisen. Die Fluidzuführeinrichtungen
14, 16 können mit dem Auslass des jeweiligen Anbindungsgrundkörpers 34 bzw. 36 zum
Empfangen des Fluids von dem inneren Fluidkanal des jeweiligen Anbindungsgrundkörpers
34 bzw. 36 verbunden sein.
[0069] Die Fluidzuführeinrichtungen 14, 16 können das Fluid bspw. von einer verbundenen
Heizeinrichtung empfangen (nicht in den Figuren dargestellt), z. B. über den/die Anbindungsgrundkörper
34, 36. Die Heizeinrichtung kann beispielsweise eine elektrische Heizeinrichtung oder
eine Gasverbrennungsheizeinrichtung sein, z. B. zum Aufheizen von Prozessluft zu Heißluft.
Die Anbindungsgrundkörper 34, 36 können bspw. als Hohlkörper ausgeführt sein.
[0070] Die Figur 2 zeigt eine als Schachtwand ausgebildete seitliche Fluidzuführeinrichtung
14, 16.
[0071] Es ist möglich, dass eine oder mehrere der Lochreihen 22, 24, 26, 28, 30 abgedeckt
ist, je nach jeweiliger Anforderung an die Fluidzuführung zum Aufschrumpfen. Beispielhaft
ist dargestellt, dass die obere Lochreihe 28, deren Auslasslöcher schräg nach unten
ausgerichtet sind, mittels eines Abdeckelements 38 abgedeckt ist.
[0072] Das Abdeckelement 38 ist bevorzugt streifenförmig. Das Abdeckelement 38 kann bspw.
lösbar an der Lochplatte 18, 20 befestigt, vorzugsweise verschraubt, sein. Das Abdeckelement
38 kann beispielsweise ein streifenförmiges Blech sein.
[0073] Die Figur 3 zeigt schematisch, wie das Fluid durch die untere Fluidzuführeinrichtung
13 und die seitliche Fluidzuführeinrichtung 16 bzw. die Lochreihen 22, 24, 26, 28,
30 ausströmen kann.
[0074] Das von der unteren Lochreihe 22 ausgelassene Fluid kann von dem von der unteren
Fluidzuführeinrichtung 13 ausgelassenen Fluid nach oben abgelenkt werden. Bevorzugt
kann das Fluid dabei in eine Wirbelbewegung versetzt werden.
[0075] Das nach oben abgelenkte, bevorzugt wirbelförmig strömende, Fluid kann sich zu einem
unteren Folienüberstand der Folie F bewegen. Der untere Folienüberstand kann über
eine Unterseite der Artikel A hin zu der seitlichen Fluidzuführeinrichtung 16 überstehen.
Das nach oben abgelenkte, bevorzugt wirbelförmig strömende, Fluid kann den unteren
Folienüberstand anheben und ein gleichmäßiges Aufschrumpfen des unteren Folienüberstands
auf die Artikel A bewirken.
[0076] Das von der mindestens einen weiteren Lochreihe 24, 26 schräg nach oben ausgelassene
Fluid unterströmt bevorzugt einen oberen Folienüberstand der Folie F. Der obere Folienüberstand
kann über eine Oberseite der Artikel A hin zu der seitlichen Fluidzuführeinrichtung
16 überstehen. Das schräg nach oben strömende Fluid kann bevorzugt ein gleichmäßiges
Aufschrumpfen des oberen Folienüberstands der Folie F auf die Artikel A bewirken.
[0077] Die Figuren 4 und 5 zeigen beispielhaft, dass die Fluidzuführeinrichtung 14, 16 ein
Fluidleitelement 40 aufweisen kann.
[0078] Das Fluidleitelement 40 kann so angeordnet sein, dass es durch die untere Lochreihe
22 ausgelassenes Fluids in einer Richtung schräg nach unten ablenkt. Das Fluid kann
so mittels des Fluidleitelements 40 hin zu einer Oberseite der Fördereinrichtung 12
abgelenkt werden.
[0079] Im Einzelnen kann das Fluidleitelement 40 mindestens einen schräg nach unten gerichteten
Leitabschnitt 42 aufweisen. Beispielsweise können mehrere Leitabschnitte 42 umfasst
sein, die nebeneinander angeordnet sind.
[0080] Der mindestens eine Leitabschnitt 42 ist bevorzugt streifenförmig. Der mindestens
eine Leitabschnitt 42 kann schräg nach unten in einem spitzen Winkel von der jeweiligen
Lochplatte 18, 20 abstehen. Der Winkel kann je nach gewünschter Ablenkung gewählt
sein.
[0081] Der mindestens eine Leitabschnitt 42 kann sich vorzugsweise von oberhalb der unteren
Lochreihe 22 schräg nach unten weg von der jeweiligen Lochplatte 18, 20 erstrecken.
In einer Draufsicht auf die Lochplatte 18, 20 kann das Fluidleitelement 40 bzw. dessen
Leitabschnitt(e) 42 einige, einen Großteil oder alle der Auslasslöcher der unteren
Lochreihe 22 abdecken. Bevorzugt kann der mindestens eine Leitabschnitt 42 sich bis
auf ≥ 3/4, ≥ 2/3, ≥ 1/2, ≥ 1/3 oder ≥ 1/4 einer Höhe der Auslasslöcher der unteren
Lochreihe 22 erstrecken. Die Erstreckungslänge kann je nach gewünschter Ablenkung
gewählt sein.
[0082] Das mindestens eine Leitelement 42 kann in Form, Winkel, Größe und/oder Position
zu den Auslasslöchern variabel an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Entlang
der Transportrichtung T können auch unterschiedliche Ausführungen angeordnet sein,
um bspw. auf spezielle Gegebenheiten zu reagieren. Auch ist es denkbar, dass nicht
auf jeder Lochplatte 18, 20 ein Fluidleitelement 40 montiert werden muss. So ist eine
maximale Flexibilität möglich.
[0083] Das Fluidleitelement 40 ist bevorzugt außen an der Lochplatte 18, 20 angeordnet.
Vorzugsweise kann das Fluidleitelement 40 lösbar an der Lochplatte 18, 20 befestigt
sein, z. B. mittels Schraubverbindung(en).
[0084] Im Einzelnen kann ein Montageabschnitt 44 des Fluidleitelements 40 oberhalb von dem
mindestens einen Leitabschnitt 42 angeordnet sein. Der Montageabschnitt 44 kann bspw.
streifenförmig sein. Der Montageabschnitt 44 ist vorzugsweise oberhalb von der Lochreihe
24 an der jeweiligen Lochplatte 18, 20 befestigt. Die Befestigung ist vorzugsweise
lösbar. Die Befestigung kann beispielsweise eine Verschraubung sein.
[0085] Vorzugsweise können der Montageabschnitt 44 und der mindestens eine Leitabschnitt
42 über einen Verbindungsabschnitt 46 des Fluidleitelements 40 miteinander verbunden
sein. Beispielsweise kann der Verbindungsabschnitt 46 mehrere Stege, wie Vertikalstege,
aufweisen. Die Stege können den mindestens einen Leitabschnitt 42 und den Montageabschnitt
44 miteinander verbinden.
[0086] Der Verbindungsabschnitt 46 kann mindestens eine Durchgangsöffnung 48 aufweisen.
Die mindestens eine Durchgangsöffnung 48 kann bevorzugt streifenförmig sein. Die mindestens
eine Durchgangsöffnung 48 kann seitlich bspw. durch die Stege des Verbindungsabschnitts
46 begrenzt sein.
[0087] Die mindestens eine Durchgangsöffnung 48 kann die Lochreihe 24 abschnittsweise, vorzugsweise
im Wesentlichen vollständig, freigeben. Aus der Lochreihe 24 ausströmendes Fluid kann
die Durchgangsöffnung 48 passieren und vorzugsweise hin zu den Artikeln A und Folien
F strömen. Optional kann die mindestens eine Durchgangsöffnung 48 bspw. noch die Lochreihe
26 freigeben (nicht in den Figuren 4 und 5 dargestellt).
[0088] Bevorzugt kann sich der mindestens eine Leitabschnitt 42 von unterhalb des Verbindungsabschnitts
46 schräg nach unten weg von der jeweiligen Lochplatte 18, 20 erstrecken. Beispielsweise
kann der mindestens eine Leitabschnitt 42 von dem Verbindungsabschnitt 46 schräg abgekantet
sein.
[0089] Es ist möglich, dass das Fluidleitelement 40 mehrere weitere Montageabschnitte 50
aufweist. Diese weiteren Montageabschnitte 50 können sich bspw. ausgehend von dem
Verbindungsabschnitt 46, vorzugsweise stegförmig, nach unten erstrecken, z. B. bis
hin zu dem unteren Ende 32. Die weiteren Montageabschnitte 50 können lösbar an der
jeweiligen Lochplatte 18, 20 befestigt, z. B. verschraubt, sein. Die weiteren Montageabschnitte
50 und die mehreren Leitabschnitte 42 können bspw. abwechselnd angeordnet sein.
[0090] Bevorzugt sind der mindestens eine Leitabschnitt 42 und der Montageabschnitt 44 sowie
optional der Verbindungsabschnitt 46 und/oder die weiteren Montageabschnitte 50 integral-einstückig
miteinander ausgebildet, vorzugsweise als ein Blechteil.
[0091] Die Figuren 6 und 7 zeigen, dass eine Form des mindestens einen Leitabschnitts 42
an eine gewünschte Ablenkung des Fluids angepasst sein kann.
[0092] So zeigt die Figur 6 beispielhaft, dass der mindestens eine Leitabschnitt 42 im Wesentlichen
plan ausgeführt sein kann.
[0093] Die Figur 7 zeigt beispielhaft, dass der mindestens eine Leitabschnitt 42 gebogen,
z. B. konvex oder konkav, gebogen sein kann.
[0094] Die Figur 8 zeigt schematisch, wie das Fluid durch die untere Fluidzuführeinrichtung
13 und die seitliche Fluidzuführeinrichtung 16 bzw. die Lochreihen 22, 24, 26, 28,
30 ausströmen kann.
[0095] Das von der unteren Lochreihe 22 ausgelassene Fluid kann mittels des Fluidleitelements
40 schräg nach unten hin zu der Oberfläche der Fördereinrichtung 12 abgelenkt werden.
Das abgelenkte Fluid kann von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung 13 ausgelassenen
Fluid nach oben abgelenkt werden. Bevorzugt kann das Fluid dabei in eine Wirbelbewegung
versetzt werden.
[0096] Das nach oben abgelenkte, bevorzugt wirbelförmig strömende, Fluid kann sich zu einem
unteren Folienüberstand der Folie F bewegen. Der untere Folienüberstand kann über
eine Unterseite der Artikel A hin zu der seitlichen Fluidzuführeinrichtung 16 überstehen.
Das nach oben abgelenkte, bevorzugt wirbelförmig strömende, Fluid kann den unteren
Folienüberstand der Folie F anheben und ein gleichmäßiges Aufschrumpfen des unteren
Folienüberstands auf die Artikel A bewirken.
[0097] Das von der mindestens einen weiteren Lochreihe 24, 26 schräg nach oben ausgelassene
Fluid kann bevorzugt wie bereits unter Bezugnahme auf Figur 3 erläutert strömen.
[0098] Die Figur 9 zeigt einen Bereich der Fluidzuführeinrichtung 14, 16 mit einer zusätzlichen
Lochplatte 52. Die Lochplatte 52 kann bspw. an einem Einlass der Vorrichtung 10 (siehe
Figur 1) angeordnet sein. Die Lochplatte 52 ist bevorzugt als ein Gleichteil mit der
Lochplatte 18 bzw. 20 ausgebildet.
[0099] Bei der Lochplatte 52 kann die untere Lochreihe 22 abgedeckt sein.
[0100] Beispielhaft ist dargestellt, dass die untere Lochreihe 22 mittels eines Abdeckelements
54 abgedeckt ist. Das Abdeckelement 54 kann die untere Lochreihe 22 verschließen.
Das Abdeckelement 54 ist bevorzugt streifenförmig. Das Abdeckelement 54 kann als eine
Abdeckleiste ausgebildet sein. Das Abdeckelement 54 kann bspw. lösbar an der Lochplatte
52 befestigt, vorzugsweise verschraubt, sein. Das Abdeckelement 54 kann beispielsweise
ein streifenförmiges Blech sein.
[0101] Die Figur 10 zeigt eine Fluidzuführeinrichtung 14, 16, die mehrere Lochplatten 18
bzw. 20 und 52 aufweist.
[0102] Die Lochplatten 18 bzw. 20 und die Lochplatte(n) 52 können bezüglich der Transportrichtung
T nebeneinander angeordnet sein. Bevorzugt kann die mindestens eine Lochplatte 52
mit dem Abdeckelement 54 bezüglich der Transportrichtung T stromaufwärts von den Lochplatten
18 bzw. 20 mit dem Fluidleitelementen 40 angeordnet sein. Beispielsweise kann die
mindestens eine Lochplatte 52 mit dem Abdeckelement 54 direkt am Einlass der Vorrichtung
10 (siehe Figur 1) angeordnet sein.
[0103] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und
die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Insbesondere sind die einzelnen Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 jeweils unabhängig
voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig
von sämtlichen Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig
von den Merkmalen bezüglich des Vorhandenseins und/oder der Konfiguration der Fördereinrichtung
und der seitlichen Fluidzuführeinrichtung des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart.
Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart zu verstehen, dass gleichsam alle
in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln offenbart sind, z. B. auch als jeweils
bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen Bereichs.
Bezugszeichenliste
[0104]
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Fördereinrichtung
- 13
- untere Fluidzuführeinrichtung
- 14
- seitliche Fluidzuführeinrichtung
- 16
- seitliche Fluidzuführeinrichtung
- 18
- Lochplatte
- 20
- Lochplatte
- 22
- untere Lochreihe
- 24
- Lochreihe
- 26
- Lochreihe
- 28
- Lochreihe
- 30
- Lochreihe
- 32
- unteres Ende
- 34
- Anbindungsgrundkörper
- 36
- Anbindungsgrundkörper
- 38
- Abdeckelement
- 40
- Fluidleitelement
- 42
- Leitabschnitt
- 44
- Montageabschnitt
- 46
- Verbindungsabschnitt
- 48
- Durchgangsöffnung
- 50
- weiterer Montageabschnitt
- 52
- Lochplatte
- 54
- Abdeckelement
- A
- Artikel
- F
- Folie
- T
- Transportrichtung
1. Vorrichtung (10), vorzugsweise Schrumpftunnel, zum Aufschrumpfen von Folien (F) auf
Artikel (A), wobei die Vorrichtung (10) aufweist:
eine Fördereinrichtung (12) zum Fördern der Artikel (A) und der Folien (F); und
eine seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16), vorzugsweise Schachtwand, zum Zuführen
eines Fluids zu den geförderten Artikeln (A) zum Aufschrumpfen der Folien (F) auf
die Artikel (A),
wobei:
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) eine Lochplatte (18, 20) mit mehreren
Lochreihen (22, 24, 26, 28, 30) von Auslasslöchern zum Auslassen des Fluids hin zu
den geförderten Artikeln (A) aufweist; und
die Lochplatte (18, 20) einen unteren Abschnitt aufweist, in dem:
- eine untere, vorzugsweise unterste, Lochreihe (22) der mehreren Lochreihen (22,
24, 26, 28, 30) angeordnet ist, wobei die Auslasslöcher der unteren Lochreihe (22)
in einer Vertikalebene liegend ausgerichtet sind; und
- mindestens eine weitere Lochreihe (24, 26) der mehreren Lochreihen (22, 24, 26,
28, 30) oberhalb von der unteren Lochreihe (22) angeordnet ist, wobei die Auslasslöcher
der mindestens einen weiteren Lochreihe (24, 26) schräg, vorzugsweise schräg nach
oben, ausgerichtet sind.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei:
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) ein Fluidleitelement (40) aufweist,
das angeordnet ist zum Leiten des durch die untere Lochreihe (22) ausgelassenen Fluids
in einer Richtung schräg nach unten, vorzugsweise hin zu einer Oberseite der Fördereinrichtung
(12) und/oder zum Bewirken einer Wirbelform des durch die untere Lochreihe (22) ausgelassenen
Fluids.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, wobei mindestens eines erfüllt ist von:
das Fluidleitelement (40) ist außen an der Lochplatte (18, 20) angeordnet;
das Fluidleitelement (40) ist lösbar an der Lochplatte (18, 20) befestigt; und
das Fluidleitelement (40) überlappt einige, einen Großteil oder alle der Auslasslöcher
der unteren Lochreihe (22).
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei:
das Fluidleitelement (40) mindestens einen schräg nach unten gerichteten, vorzugsweise
streifenförmigen, Leitabschnitt (42) aufweist,
wobei vorzugsweise mindestens eines erfüllt ist von:
der mindestens eine Leitabschnitt (42) ist plan oder gebogen;
der mindestens eine Leitabschnitt (42) erstreckt sich von oberhalb der unteren Lochreihe
(22) schräg nach unten weg von der Lochplatte (18, 20), vorzugsweise bis auf 3/4,
2/3, 1/2, 1/3 oder 1/4 einer Höhe der Auslasslöcher der unteren Lochreihe (22); und
der mindestens eine Leitabschnitt (42) steht in einem spitzen Winkel von der Lochplatte
(18, 20) ab.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, wobei:
das Fluidleitelement (40) einen Montageabschnitt (44) aufweist, der oberhalb von dem
mindestens einen Leitabschnitt (42) angeordnet ist;
der Montageabschnitt (44), vorzugsweise lösbar, an der Lochplatte (18, 20) befestigt
ist,
wobei vorzugsweise:
der Montageabschnitt (44) und der mindestens eine Leitabschnitt (42) integral-einstückig
miteinander ausgebildet sind, bevorzugt als ein Blechteil.
6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, wobei:
das Fluidleitelement (40) einen Verbindungsabschnitt (46) aufweist;
der Verbindungsabschnitt (46) den Montageabschnitt (44) und den mindestens einen Leitabschnitt
(42) miteinander verbindet; und
der Verbindungsabschnitt (46) mindestens eine Durchgangsöffnung (48) aufweist, die
eine oder mehrere der mindestens einen weiteren Lochreihe (24, 26) im unteren Abschnitt
der Lochplatte (18, 20) abschnittsweise, vorzugsweise im Wesentlichen vollständig,
freigibt.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, wobei mindestens eines erfüllt ist von:
der mindestens eine Leitabschnitt (42) erstreckt sich von unterhalb des Verbindungsabschnitts
(46) schräg nach unten weg von der Lochplatte (18, 20);
der mindestens eine Leitabschnitt (42) ist von dem Verbindungsabschnitt (46) abgekantet;
der Montageabschnitt (44), der mindestens eine Leitabschnitt (42) und der Verbindungsabschnitt
(46) sind integral-einstückig miteinander ausgebildet sind, bevorzugt als ein Blechteil;
der Verbindungsabschnitt (46) weist mehrere Stege, vorzugsweise Vertikalstege, auf,
die den mindestens einen Leitabschnitt (42) und den Montageabschnitt (44) miteinander
verbinden; und
das Fluidleitelement (40) weist mehrere weitere Montageabschnitte (50) auf, die sich
ausgehend von dem Verbindungsabschnitt (46), vorzugsweise stegförmig, nach unten erstrecken
und lösbar an der Lochplatte (18, 20) befestigt sind.
8. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend:
eine untere Fluidzuführeinrichtung (13) zum Zuführen des Fluids von unten zu den geförderten
Artikeln (A) zum Aufschrumpfen der Folien (F) auf die Artikel (A),
wobei vorzugsweise:
die untere Fluidzuführeinrichtung (13) und die untere Lochreihe (22) so relativ zueinander
angeordnet sind, dass das von der unteren Lochreihe (22) ausgelassene Fluid von dem
von der unteren Fluidzuführeinrichtung (13) ausgelassenen Fluid nach oben abgelenkt
und/oder nach oben verwirbelt wird, bevorzugt zum Anheben und Aufschrumpfen eines
unteren Folienüberstands der Folie (F).
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei:
die untere Fluidzuführeinrichtung (13), die untere Lochreihe (22) und das Fluidleitelement
(40) so relativ zueinander angeordnet sind, dass das von der unteren Lochreihe (22)
ausgelassene, von dem Fluidleitelement (40) schräg nach unten abgelenkte Fluid von
dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung (13) ausgelassenen Fluid nach oben abgelenkt
und/oder nach oben verwirbelt wird, bevorzugt zum Anheben und Aufschrumpfen eines
unteren Folienüberstands der Folie (F).
10. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Auslasslöcher einer ersten weiteren Lochreihe (24) der mindestens einen weiteren
Lochreihe (24, 26) schräg nach oben ausgerichtet sind, vorzugsweise zum Unterströmen
und Aufschrumpfen eines oberen Folienüberstands der Folie (F);
die Auslasslöcher einer zweiten weiteren Lochreihe (26) der mindestens einen weiteren
Lochreihe (24, 26) schräg nach oben ausgerichtet ist, vorzugsweise zum Unterströmen
und Aufschrumpfen des oberen Folienüberstands der Folie (F); und
die zweite weitere Lochreihe (26) oberhalb von der ersten weiteren Lochreihe (24,
26) angeordnet ist,
wobei vorzugsweise mindestens eines erfüllt ist von:
die erste weitere Lochreihe (24) ist in einem nach außen oder nach innen gekanteten,
vorzugsweise V-förmigen, Bereich der Lochplatte (18, 20) angeordnet; und
die zweite weitere Lochreihe (26) ist in einem nach außen oder nach innen gekanteten,
vorzugsweise V-förmigen, weiteren Bereich der Lochplatte (18, 20) angeordnet ist.
11. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Lochplatte (18, 20) einen oberen Abschnitt aufweist, in dem mindestens eine obere
Lochreihe (28, 30) der mehreren Lochreihen (22, 24, 26, 28, 30) angeordnet ist, wobei
die Auslasslöcher der mindestens einen oberen Lochreihe (28, 30) schräg, vorzugsweise
schräg nach oben und/oder schräg nach unten, ausgerichtet sind,
wobei vorzugsweise:
der obere Abschnitt ein nach außen oder nach innen gekanteter, vorzugsweise V-förmiger,
Abschnitt der Lochplatte (18, 20) ist.
12. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
ein unteres Ende (32) der seitlichen Fluidzuführeinrichtung (14, 16) plan ist und/oder
in einer Horizontalebene liegt; und
der untere Abschnitt der Lochplatte (18, 20) und/oder die untere Lochreihe (22) direkt
an das untere Ende (32) angrenzt.
13. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) eine weitere Lochplatte aufweist, die
entgegengesetzt zu der Lochplatte (18, 20) angeordnet ist und gemeinsam mit der Lochplatte
(18, 20) eine Schachtwand bildet,
wobei vorzugsweise mindestens eines erfüllt ist von:
die Lochplatte (18, 20) und die weitere Lochplatte sind als Gleichteile ausgebildet;
die Lochplatte (18, 20) und die weitere Lochplatte sind im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet; und
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) weist ein weiteres Fluidleitelement
auf, das angeordnet ist zum Leiten des durch eine untere Lochreihe der weiteren Lochplatte
ausgelassenen Fluids in einer Richtung schräg nach unten, vorzugsweise hin zu einer
Oberseite der Fördereinrichtung (12) und/oder zum Bewirken einer Wirbelform des durch
die untere Lochreihe ausgelassenen Fluids.
14. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) eine zusätzliche Lochplatte (52) aufweist,
die bezüglich einer Transportrichtung der Fördereinrichtung (12) stromaufwärts von
der Lochplatte (18, 20) angeordnet ist, wobei vorzugsweise die zusätzliche Lochplatte
(52) an einem Einlass der Vorrichtung (10) angeordnet ist und/oder die Lochplatte
(18, 20) und die zusätzliche Lochplatte (52) als Gleichteile ausgebildet sind; und
die seitliche Fluidzuführeinrichtung (14, 16) ein Abdeckelement, vorzugsweise eine
Abdeckleiste, aufweist, das eine untere, vorzugsweise unterste, Lochreihe (22) mehrerer
Lochreihen (22, 24, 26, 28, 30) von Auslasslöchern der zusätzlichen Lochplatte (52)
verdeckt.
15. Verfahren zum Aufschrumpfen einer Folie (F) auf mindestens einen Artikel (A) mittels
einer Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Verfahren aufweist:
Fördern des mindestens einen Artikels (A), der zumindest teilweise mit der Folie (F)
umhüllt ist, mittels der Fördereinrichtung (12),
wobei das Verfahren ferner mindestens eines aufweist von:
Zuführen von Fluid zu dem zumindest teilweise mit der Folie (F) umhüllten, geförderten
Artikel (A) von unten mittels einer unteren Fluidzuführeinrichtung (13) und seitlich
mittels der unteren Lochreihe (22), wobei das von der unteren Lochreihe (22) ausgelassene
Fluid von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung (13) ausgelassenen Fluid nach
oben abgelenkt und/oder nach oben verwirbelt wird, zum Anheben und Aufschrumpfen eines
unteren Folienüberstands der Folie (F);
Zuführen von Fluid zu dem zumindest teilweise mit der Folie (F) umhüllten, geförderten
Artikel (A) von unten mittels einer unteren Fluidzuführeinrichtung (13) und seitlich
mittels der unteren Lochreihe (22), wobei das von der unteren Lochreihe (22) ausgelassene
Fluid von einem Fluidleitelement (40) schräg nach unten abgelenkt und anschließend
von dem von der unteren Fluidzuführeinrichtung (13) ausgelassenen Fluid nach oben
abgelenkt und/oder nach oben verwirbelt wird, zum Anheben und Aufschrumpfen eines
unteren Folienüberstands der Folie (F); und
Zuführen von Fluid zu dem zumindest teilweise mit der Folie (F) umhüllten, geförderten
Artikel (A) seitlich mittels der mindestens einen weiteren Lochreihe (24, 26) im unteren
Abschnitt der Lochplatte (18, 20), wobei das von der mindestens einen weiteren Lochreihe
(24, 26) ausgelassene Fluid schräg nach oben strömt und einen oberen Folienüberstand
der Folie (F) unterströmt, zum Aufschrumpfen des oberen Folienüberstands der Folie
(F).