[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abgabesystem für die kontrollierte Freisetzung
von Aktivstoffen in einem Haushaltsgerät, vorzugsweise einer Geschirrspülmaschine,
umfassend
- a) mindestens eine wasserunlösliche Aktivstoffkammer
- b) eine in der wasserunlöslichen Aktivstoffkammer befindliche wasserlösliche oder
wasserdispergierbare feste Aktivstoffzusammensetzung, umfassend
b1) mindestens eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide b2)
mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff
sowie entsprechende Reinigungs- und Herstellverfahren.
[0002] Bei der Nutzung von automatischen Geschirrspülmaschinen kommt es über die Zeit zu
Rückständen von Speiseresten, wie beispielsweise Fett, aber auch Ablagerungen wie
Kalk. Diese können sich in unterschiedlichen Bereichen der Maschine absetzen, wie
den unmittelbar sichtbaren Teilen im Innenraum der Maschine und/oder im Bereich des
Filters und/oder der Pumpe. Außerdem benötigt der Verbraucher, je nach gewählter Geschirrreinigungszusammensetzung,
Additive wie ein separates Klarspülmittel und Salz, um das gewünschte makellose Geschirr
nach dem maschinellen Geschirrspülen zu erhalten. Zudem ist es für die Verbraucher
vorteilhaft, wenn die Spülmaschine nicht unangenehm riecht, auch wenn seit dem letzten
maschinellen Geschirrspülen bereits einige Tage vergangen sind.
[0003] Der Handel bietet dem Verbraucher Produkte an, die speziell für die einzelnen Aufgaben
geeignet sind. Diese benötigen teilweise einen weiteren Spülzyklus ohne die Anwesenheit
von Geschirr. Weitere können zwar gemeinsam mit Geschirr eingesetzt werden, müssen
aber separat zugegeben werden oder sogar bei jedem Einsatz manuell dosiert werden.
Dies ist mühsam für den Verbraucher und wird daher oft vernachlässigt oder vergessen.
Wieder andere können in der Maschine über mehrere Spülzyklen verbleiben, doch ein
Fehlen von Wirkstoff nach mehreren Spülzyklen ist für den Verbraucher nicht erkennbar.
[0004] Daher bestand die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines
Geschirrspülmitteladditives mit langer Lebensdauer und einer Vielzahl an Effekten,
insbesondere einen Antibelagseffekt, einen Klarspüleffekt, einen Hygieneeffekt und/oder
einen Dufteffekt auszeichnet, wobei das Additiv sich eine durch Verbraucher erkennbare
deutlich Lebensdauerendanzeige, insbesondere eine optisch wahrnehmbares nichtlineares
Abspülverhalten und ein bevorzugt rückstandsloses Auflösen aufweist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe geeignet ist ein Abgabesystem für die kontrollierte Freisetzung
von Aktivstoffen in einem Haushaltsgerät, vorzugsweise einer Geschirrspülmaschine,
umfassend
- a) mindestens eine wasserunlösliche Aktivstoffkammer
- b) eine in der wasserunlöslichen Aktivstoffkammer befindliche wasserlösliche oder
wasserdispergierbare feste Aktivstoffzusammensetzung, umfassend
b1) mindestens eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide
b2) mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff
wobei die mindestens eine wasserunlösliche Aktivstoffkammer eine Mehrzahl von Öffnungen
aufweist, durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte in das Innere der Aktivstoffkammer
möglich ist.
[0006] Das erfindungsgemäße Abgabesystem dient der Freisetzung von Aktivstoffen, insbesondere
der Freisetzung von Aktivstoffen in einer Geschirrspülmaschine. Die in der wasserunlöslichen
Aktivstoffkammer befindliche wasserlösliche oder wasserdispergierbare feste Aktivstoffzubereitung
setzt bei Zutritt einer wässrigen Flotte durch die Öffnungen in das Innere der Aktivstoffkammer
Aktivstoffe frei. Das Abgabesystem dient damit beispielsweise als Depot für die Freisetzung
von Aktivstoffen in die Spülflotte einer Geschirrspülmaschine.
[0007] Für die Steuerung der Freisetzungskinetik der Aktivstoffe oder für die Trennung gegebenenfalls
miteinander unverträglicher Aktivstoffe hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn
das Abgabesystem zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammern
aufweist. Durch die Variation der Anzahl der Aktivstoffkammern kann das Oberflächen-Volumen-Verhältnis
der Aktivstoffzusammensetzung verändert und an ihre Freisetzungskinetik angepasst
werden. So kann im Fall einer gehemmten Freisetzung eines Aktivstoffs aus der strukturgebenden
Matrix, diese Hemmung durch die Vergrößerung des Oberflächen-Volumen-Verhältnisses,
beispielsweise die Verteilung der Aktivstoffzusammensetzung auf zwei, drei, vier,
fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammern ausgeglichen werden.
[0008] Auch durch die Geometrie der Aktivstoffkammer kann Einfluss auf das Freisetzungsverhalten
der Aktivstoffe aus der Aktivstoffzusammensetzung genommen werden. Im Hinblick auf
eine gleichmäßige und andauernde Freisetzung der Aktivstoffe hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn wasserunlösliche Aktivstoffkammer des Abgabesystems ein Verhältnis
von Länge zu Durchmesser von 10:1 bis 3:2, vorzugsweise von 6:1 bis 2:1 aufweist.
Aus den gleichen Gründen ist es bevorzugt, wenn die Öffnungsflächen der Öffnungen
der Aktivstoffkammer des Abgabesystems von 10 bis 90%, vorzugsweise von 20 bis 80%
und insbesondere von 30 bis 60% der Oberfläche der Aktivstoffkammer einnehmen.
[0009] Die Größe und Anordnung der Öffnungen der Aktivstoffkammer unterliegt grundsätzlich
keiner Beschränkung. Im Hinblick auf einen gleichmäßigen Abtrage der Aktivstoffzusammensetzung
und eine gleichmäßige Freisetzung der Aktivstoffe ist es jedoch bevorzugt, die Öffnungen
der Aktivstoffkammer in Form eines Musters aus sich regelmäßig wiederholenden Grundelementen,
beispielsweise in Reihen anzuordnen.
[0010] Die Öffnungen der Aktivstoffkammer dienen dem Zutritt der wässrigen Spülflotte ebenso
wie dem Austritt der von dieser wässrigen Flotte aufgenommenen Aktivstoffe aus der
Aktivstoffkammer. Intensität und Richtung des Zutritts und des Austritts der wässrigen
Flotte werden in einem Haushaltsgerät, beispielsweise einer Geschirrspülmaschine durch
die auf die Flotte einwirkenden Kräfte, beispielsweise den mechanischen Energieeintrag
eines Sprüharms und die Schwerkraft bestimmt.
[0011] Zur Steuerung des Freisetzungsverhaltens der Aktivstoffe und der Nutzungsdauer der
Aktivstoffzubereitung ist es vorteilhaft, die Aktivstoffkammer mit Öffnungen von unterschiedlicher
Öffnungsfläche zu versehen. Dabei können sich die Öffnungsflächen der Öffnungen der
Aktivstoffkammer hinsichtlich ihrer Größe und/oder hinsichtlich ihrer Form unterscheiden.
[0012] Als besonders vorteilhaft hat es sich der Einsatz von Aktivstoffkammern erwiesen,
welche eine Bodenfläche und eine Mantelfläche aufweisen und die Öffnungen in der Bodenfläche
sich von den Öffnungen in der Mantelfläche unterscheiden, wobei es ganz besonders
bevorzugt ist, wenn die Öffnungen in der Bodenfläche eine größere Öffnungsfläche aufweisen
als die Öffnungen in der Mantelfläche.
[0013] Der Innenraum der Aktivstoffkammer weist vorzugsweise ein Volumen von 4 bis 20 ml,
besonders bevorzugt von 6 bis 18 ml auf. Umfasst das Abgabesystem zwei, drei, vier,
fünf, sechs oder mehr Aktivstoffkammern, ist es in Bezug auf einen gleichmäßigen Abtrag
der Aktivstoffzusammensetzung in den Aktivstoffkammern bevorzugt, wenn die zwei, drei,
vier, fünf, sechs oder mehr Aktivstoffkammern das gleichen Innenraumvolumen aufweisen.
[0014] Die wasserlösliche oder wasserdispergierbare feste Aktivstoffzusammensetzung liegt
vorzugsweise in Form eines Formkörpers, besonders bevorzugt in Form eines Gels, eines
Gießkörpers, einer Tablette oder eines Extrudats, ganz besonders bevorzugt in Form
eines Extrudats vor. Extrudate haben sich aufgrund ihrer großen Homogenität und Dichte
für die gleichmäßige und anhaltende Freisetzung von Aktivstoffen als besonders geeignet
erweisen.
[0015] Der Einsatz von Extrudaten ermöglicht weiterhin auch die Bereitstellung von festen
Aktivstoffzusammensetzungen mit einer gestreckten Raumform. Als gestreckte Raumform
wird dabei eine dreidimensionale Form bezeichnet, deren Raumausdehnung in einer der
drei Raumrichtungen größer ist als in den beiden verbleibenden Raumrichtungen. Beispiele
für besonders bevorzugte Körper mit einer gestreckten Raumform sind Zylinder, Quader
mit einer quadratischen Grundfläche und einer die Länge und Breite der Grundfläche
übersteigenden Höhe sowie Quader mit drei verschiedenen Kantenlängen.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die feste Aktivstoffzusammensetzung eine
gestreckte Raumform mit einer runden oder ovalen Grundfläche, vorzugsweise einer runden
Grundfläche auf.
[0017] In einer alternativen Ausführungsform weist die feste Aktivstoffzusammensetzung eine
gestreckte Raumform mit einer eckigen Grundfläche, vorzugsweise einer viereckigen
oder sechseckigen Grundfläche auf.
[0018] Für die Konfektionierung der Aktivstoffzusammensetzung, deren Integration in die
Aktivstoffkammer und ihre spätere Freisetzungskinetik hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn die feste Aktivstoffzusammensetzung eine flache Oberseite und eine
flache Unterseite und eine die Oberseite und die Unterseite verbindende Mantelfläche
aufweist. Besonders bevorzugt sind feste Aktivstoffzusammensetzungen, die eine gewölbte
Oberseite und eine gewölbte Unterseite und eine die Oberseite und die Unterseite verbindende
Mantelfläche aufweist, wobei Aktivstoffzusammensetzungen deren Wölbungen komplementär
ausgebildet sind, ganz besonders bevorzug werden. Entsprechende Aktivstoffzusammensetzungen
können beispielsweise eine konkav gewölbte Oberseite und eine konvex gewölbte Unterseite,
ganz besonders bevorzugt eine einachsig konkav gewölbte Oberseite und eine einachsig
konvex gewölbte Unterseite aufweisen. Entsprechende Raumformen lassen sich beispielsweise
durch Ablängen eines extrudierten Strangs mittels eines entsprechend geformten Messers
herstellen.
[0019] Die feste Aktivstoffzusammensetzung füllt den Innenraum der Aktivstoffkammer vorzugsweise
zu mindestens 70 Vol.-%, bevorzugt zu mindestens 80 Vol.-%, insbesondere zu mindestens
90 Vol.-%, besonders bevorzugt zu mindestens 95 Vol.-% und noch stärker bevorzugt
zu mindestens 99 Vol.-% aus.
[0020] Wie eingangs ausgeführt, eignen sich Abgabesystem mit mehreren Aktivstoffkammern
für die Konfektionierung unterschiedlicher, gegebenenfalls miteinander unverträglicher
Aktivstoffe. Entsprechende Abgabesystem bieten durch den Einsatz verschiedener Aktivstoff
einen mehrfachen Verbrauchernutzen. Abgabesysteme, welche zwei, drei, vier, fünf,
sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammer aufweisen, wobei mindestens zwei
der Aktivstoffkammern mit festen Aktivstoffzusammensetzungen unterschiedlicher Zusammensetzung
befüllt sind, werden aus diesem Grund bevorzugt.
[0021] In diesem Zusammenhang ist es weiterhin bevorzugt, wenn das Abgabesystem zwei, drei,
vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammer aufweist und mindestens
zwei der Aktivstoffkammern mit unterschiedlich farbigen festen Aktivstoffzusammensetzungen
befüllt sind. Besonders bevorzugt ist es hier, wenn alle Aktivstoffkammern mit unterschiedlich
farbigen festen Aktivstoffzusammensetzungen befüllt sind. Eine solche Ausgestaltung
kann einer ästhetischen Aufwertung des Abgabesystems dienen, erlaubt darüber hinaus
aber auch die Kommunikation und Differenzierung unterschiedlicher Wirkbereiche der
Aktivstoffzusammensetzungen, beispielsweise aufgrund des Einsatzes unterschiedlicher
Aktivstoffklassen.
[0022] Sofern die Aktivstoffzusammensetzungen "frei von" bestimmten Inhaltsstoffen sind,
sind sie dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivstoffzusammensetzungen weniger als
1 Gew.-% des entsprechenden Inhaltsstoffes, vorzugsweise weniger als 0,5 Gew.-%, besonders
bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% des entsprechenden Inhaltsstoffes und insbesondere
bevorzugt keinen (willentlichen) Zusatz dieses Inhaltsstoffes enthalten.
[0023] Die wasserlösliche oder wasserdispergierbare feste Aktivstoffzusammensetzung enthält
als einen wesentlichen Bestandteil mindestens eine strukturgebende Substanz aus der
Gruppe der Polysaccharide. In Bezug auf die Freisetzungskinetik der Aktivstoffe, insbesondere
im Hinblick auf die gleichmäßige und langanhaltende Freisetzung der Aktivstoffe, hat
es sich überraschend als vorteilhaft erwiesen, eine strukturgebende Substanz aus der
Gruppe der quervernetzten, insbesondere der reversibel quervernetzten, insbesondere
ionisch quervernetzten Polysaccharide einzusetzen. Bevorzugte feste Aktivstoffzusammensetzungen
weisen, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, einen Gewichtsanteil an strukturgebender Substanz
von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 7 bis 35 Gew.-% und insbesondere von 9 bis 25
Gew.-% auf.
[0024] Feste Aktivstoffzusammensetzungen mit besonders vorteilhafter Freisetzungskinetik
enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,2 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 1,5 bis 4 Gew.-%
eines ionischen Quervernetzungsmittels, insbesondere 1,2 bis 5 Gew.-% eines Aluminiumsalzes,
wobei sich Aluminiumsulfat als besonders geeignet erwiesen hat.
[0025] Bezogen auf das Gesamtgewicht der strukturgebenden Substanz beträgt der Gewichtsanteil
des ionischen Quervernetzungsmittels vorzugsweise von 8 bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 12 bis 30 Gew.-%.
[0026] Als besonders geeignete strukturgebende Substanzen haben sich Polysaccharide aus
der Gruppe Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
Hydroxy-Propyl-Methylcellulose, Methylcellulose, Celluloseacetat, Cellulosetriacetat,
Xanthan und Kombinationen davon erwiesen. Ganz besonders bevorzugt ist der Einsatz
von Carboxymethylcellulose als strukturgebende Substanz.
[0027] Als zweiten wesentlichen Bestandteil enthält die wasserlösliche oder wasserdispergierbare
feste Aktivstoffzusammensetzung mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff. Der
Gewichtsanteil des Aktivstoffs am Gesamtgewicht der festen Aktivstoffzusammensetzung
beträgt vorzugsweise von 5 bis 55 Gew.-%, besonders bevorzugt von 10 bis 50 Gew.-%
und insbesondere von 20 bis 45 Gew.-%.
[0028] Eine erste Gruppe bevorzugter reinigungsaktiver Aktivstoffe, welche sich in besonderer
Weise für die Freisetzung aus der festen Aktivstoffzubereitung eignen, sind die komplexierenden
Aktivstoffe, wobei komplexierenden Aktivstoffe aus der Gruppe Citronensäure, Methylglycindiessigsäure,
L-Glutaminsäure-N, N-diessigsäure und/oder ihren Salzen besonders bevorzugt werden.
[0029] Als in Bezug auf ihre Freisetzung und Wirksamkeit weniger geeignet haben sich die
Phosphate, Phosphonate und Acrylpolymere erwiesen. Acrylpolymere und Acrylatpolymere
im Sinne der Erfindung sind Polymere, die als mindestens ein Monomer Acrylsäure- oder
Meth(acrlysäure) oder Derivate davon enthalten. Bevorzugte Aktivstoffzusammensetzungen
sind daher frei von Phosphat. Die Aktivstoffzusammensetzungen enthalten aus den genannten
Gründen, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-%, bevorzugt
weniger als 2 Gew.-%, insbesondere bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und am bevorzugtesten
kein Phosphonat bzw. weniger als 5 Gew.-%, bevorzugt weniger als 2 Gew.-%, insbesondere
bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und am bevorzugtesten kein Acrylatpolymer.
[0030] Besonders bevorzugt sind die Aktivstoffzusammensetzungen frei von Phosphat, Phosphonat
und Acrylatpolymer.
[0031] Ebenso wie der Einsatz der Phosphate, Phosphonate und Acrylpolymere ist auch der
Einsatz von Carbonat nicht bevorzugt, weshalb die feste Aktivstoffzusammensetzung,
bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise weniger als 15 Gew.-%, bevorzugt weniger
als 10 Gew.-% und insbesondere weniger als 5 Gew.-% Carbonat enthält.
[0032] Ebenso wie der Einsatz der Phosphate, Phosphonate, Acrylpolymere und Carbonate ist
auch der Einsatz von einigen weiteren Inhaltsstoffen nicht bevorzugt, dazu zählen
Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Nitrilitriessigsäure
(NTA) sowie deren Salze, Glutaraldehyd und Mikroplastik. Es ist daher bevorzugt, dass
die feste Aktivstoffzusammensetzung, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise weniger
als 5 Gew.-%, bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und insbesondere weniger als 0,5 Gew.-%
Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA), Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Nitrilitriessigsäure
(NTA) sowie deren Salze, Glutaraldehyd und Mikroplastik sowie Mischungen davon enthält.
[0033] Eine zweite Gruppe bevorzugter reinigungsaktiver Aktivstoffe bilden die klarspülenden
Aktivstoffe. Bevorzugt ist insbesondere der Einsatz von reinigungsaktiven Aktivstoffe
aus der Gruppe der klarspülenden Aktivstoffe, vorzugsweise aus der Gruppe der nichtionischen
Tenside, besonders bevorzugt aus der Gruppe der Fettalkoholalkoxylate. Demgegenüber
sind anionische Tenside wenig oder nicht geeignet und bevorzugte feste Aktivstoffzusammensetzungen
enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 15 Gew.-%, bevorzugt weniger
als 10 Gew.-%, insbesondere weniger als 5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt weniger
als 1 Gew.-% anionisches Tensid.
[0034] Als nichtionische Tenside können alle dem Fachmann bekannten nichtionischen Tenside
eingesetzt werden. Zu diesen zählen beispielsweise alkoxylierte, insbesondere ethoxylierte,
ethoxylierte und propoxylierte sowie ethoxylierte und butoxylierte Alkohole oder Fettalkohole
wie auch nichtionische Tenside vom Typ der Alkylpolyglucoside und/oder der Aminoxide,
beispielsweise N-Kokos-alkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid,
und der Fettsäurealkanolamide.
[0035] Niotenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole, insbesondere der alkoxylierten
linearen C
8-C
18-Alkohole oder der methylverzweigten geradekettigen oder ungeradkettigen Alkohole,
besonders bevorzugt aus der Gruppe der gemischt alkoxylierten Alkohole und insbesondere
aus der Gruppe der EO-AO-EO-Niotenside, werden mit besonderem Vorzug eingesetzt.
[0036] Als bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung schwachschäumende
Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten aufweisen.
[0037] Bevorzugt sind auch solche nichtionischen Tenside der Formel R
1O[CH
2CHR
2O]
x[CH
2CHR
3O]
yH, geeignet, die bei denen der Rest R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R
2 bzw. R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -H, -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2, und die Indizes x und y unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 15, insbesondere
2 bis 10, stehen.
[0038] Weiterhin sind nichtionische Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei jeweils
eine bis zehn EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block aus den
jeweils anderen Gruppen folgt. Hier sind nichtionische Tenside der allgemeinen Formel

bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R
2 bzw. R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
[0039] Somit sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C
9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten,
gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von1 bis 4 Propylenoxideinheiten
aufweisen. Diese Tenside weisen in wässriger Lösung die erforderliche niedrige Viskosität
auf und sind erfindungsgemäß mit besonderem Vorzug einsetzbar.
[0040] Besonders bevorzugte Niotenside sind nichtionische Fettalkoholalkoxylat der Formel
R
1O[CH
2CHR
3O]
xH,
wobei R
1 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 6 bis 20, bevorzugt
mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter
13 bis 15 Kohlenstoffatomen steht, jedes R
3 unabhängig für -H oder -CH
2CH
3 steht und x für 2-20 steht.
[0041] Insbesondere bevorzugte nichtionische Tenside sind dabei solche, bei denen mindestens
ein, vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder 10 Reste R
3 gleich H und mindestens ein oder zwei Reste R
3 gleich CH
2CH
3 sind.
[0042] Dies bedeutet, dass es sich bei dem ersten Tensid um einen ethoxylierten/butoxylierten
Fettalkohol mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkylrest handelt. Unter diesen sind
wiederum Tenside mit EO-BO-Blöcken bevorzugt, wobei jeweils eine bis zehn EO- bzw.
1-2 BO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block aus den jeweils anderen Gruppen
folgt.
[0043] Besonders bevorzugt sind nichtionische Tenside der allgemeinen Formel R
1O[CH
2CH
2O]
x[CH
2CH(CH
2CH
3)O]
zH in der R
1 wie oben definiert ist, aber vorzugsweise linear ist, x für 1 bis 20, vorzugsweise
9 bis 20, noch bevorzugter 9 bis 15, und z für 1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 2 steht.
Somit sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C
13-15-Alkylrest mit 1 bis 20, vorzugsweise 9 bis 20, noch bevorzugter 9 bis 15 Ethylenoxideinheiten,
gefolgt von 1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 2 Butylenoxideinheiten aufweisen.
[0044] Derartige Tenside sind beispielsweise von BASF unter dem Handelsnamen Plurafac
® erhältlich. Ein bevorzugt eingesetztes Tensid ist Plurafac
® LF220 (BASF SE).
[0045] Bevorzugte Niotenside sind weiterhin nichtionische Fettalkoholalkoxylate der Formel
R
1O[CH
2CHR
3O]
xH, wobei R
1 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 10 bis 16 Kohlenstoffatomen, noch bevorzugter 13 bis 15 Kohlenstoffatomen
steht, jedes R
3 unabhängig für -H oder -CH
2CH
3 steht und x für 5 bis 40, insbesondere x für 10-20, steht.
[0046] Besonders bevorzugte Niotenside dieser Gruppe sind solche, bei denen mindestens ein,
vorzugsweise mindestens 5, noch bevorzugter mindestens 9 oder 10 der Reste R
3 gleich H und mindestens ein oder zwei der Reste R
3 gleich CH
2CH
3 sind.
[0047] Weitere bevorzugte nichtionische Tensids weisen die folgende Formel auf: R
2O[CH
2CH
2O]
yH, wobei R
2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 10 bis 18 Kohlenstoffatomen und y für ganze Zahlen von 3 bis 12, bevorzugt
von 4 bis 10, noch bevorzugter von 6 bis 8 steht. Zur Gruppe dieser nichtionischen
Tenside zählen beispielsweise C
12-18 Fettalkohole mit (EO)
4-8, insbesondere C
12-14 Fettalkohol-(EO)e, C
12-18-Fettalkohol -(EO)
6-8, C
12-18-Fettalkohol -(EO)
6 und/oder C
12-18-Fettalkohol-(EO)
7. Derartige Tenside sind unter den Handelsnamen Dehydol
® LT und Dehydol
® LS von BASF kommerziell erhältlich. Besonders bevorzugt wird Dehydol
® LS6 oder Dehydol LT7 (BASF SE) oder eine Mischung davon eingesetzt.
[0048] Weitere bevorzugte nichtionische Tenside weisen die Formel R
1O[C
2H
4O]
x[C
4H
8O]
yR
2 auf, wobei
R1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis
20 Kohlenstoffatomen, insbesondere 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, oder Mischungen hieraus
steht;
R2 für H oder einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen derartiger Kohlenwasserstoffreste, vorzugsweise H steht;
x für Werte zwischen 5 und 40, vorzugsweise zwischen 8 bis 36, insbesondere zwischen
12 bis 35 steht; und
y für Werte zwischen 1 und 20, vorzugsweise zwischen 2 bis 18, insbesondere zwischen
3 bis 16 steht.
[0049] Tenside der allgemeinen Formel
R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A‴O)
z-R
2
, in der
R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder
ein- bzw. mehrfach ungesättigten C
2-40-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; A, A', A" und A‴ unabhängig voneinander für einen
Rest aus der Gruppe -CH
2CH
2, -CH
2CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3), -CH
2-CH
2-CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3)-CH
2-, -CH
2-CH(CH
2-CH
3) steht; und w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 90 stehen, wobei x, y und/oder
z auch 0 sein können, sind erfindungsgemäß ebenfalls geeignet.
[0050] Nichtionische Tenside weisen in einer bevorzugten Ausführungsform die allgemeine
Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
y[CH
2CH(CH
3)O]
zCH
2CH(OH)R
2 auf, in der R
1 für einen linearen oder ver-zweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen,
insbesondere 4 bis 20 Kohlenstoffatomen, oder Mischungen hieraus bezeichnet und x
und z für Werte zwischen 0 und 40 und y für einen Wert von mindestens 15 steht.
[0051] Bevorzugt sind insbesondere solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside,
die, gemäß der Formel R
1O [CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2 enthält, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22, insbesondere 6 bis 16 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26, insbesondere
4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus bezeichnet und y für einen Wert
zwischen 15 und 120 vorzugsweise 20 bis 100, insbesondere 20 bis 80 steht. Zur Gruppe
dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise Hydroxymischether der allgemeinen
Formel C
6-22-CH(OH)CH
2O-(EO)
20-120-C
2-26 , zum Beispiel die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
40-80-2-hydroxyalkylether.
[0052] Als weiteres nichtionisches Tensid ist ein Tensid der allgemeinen Formel
R
1CH(OH)CH
2O-(CH
2CH
2O)
20-120- R
2, wobei R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest
mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen stehen, besonders bevorzugt.
[0053] Bevorzugt sind weiterhin Tenside der Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlen-stoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 4, vorzugsweise
0,5 bis 1,5, und y für einen Wert von mindestens 15 steht.
[0054] Auch Tenside der allgemeinen Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2 sind bevorzugt, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für einen Wert zwischen 1 und 40 und y für
einen Wert zwischen 15 und 40 steht, wobei die Alkyleneinheiten [CH
2CH(CH
3)O] und [CH
2CH
2O] randomisiert, d.h. in Form einer statistischen, zufälligen Verteilung vorliegen.
[0055] Zur Gruppe der bevorzugten endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside
zählen auch Nio-tenside der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
x[CH
2CH(R
3)O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein-
bzw. mehrfach ungesättigten Kohlenwasser-stoff-rest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht, R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, -CH(CH
3)
2, vorzugsweise jedoch für -CH
3 steht, und x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei
Niotenside mit R
3 = -CH
3 und Werten für x von 15 bis 32 und y von 0,5 und 1,5 ganz besonders bevorzugt sind.
[0056] Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten)
Niotenside der Formel
R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2 ,
in der R
1 und R
2 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R
3 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder
2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen
1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x ≥ 2 ist, kann jedes
R
3 in der obenstehenden Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2 unterschiedlich sein. R
1 und R
2 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste
mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R
3 sind H, -CH
3 oder -CH
2CH
3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis
20, insbesondere von 6 bis 15.
[0057] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R
3 in der obenstehenden Formel unterschiedlich sein, falls x ≥ 2 ist. Hierdurch kann
die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht x beispielsweise
für 3, kann der Rest R
3 ausgewählt werden, um Ethylenoxid- (R
3 = H) oder Propylenoxid- (R
3 = CH
3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise
(EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO).
Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer
sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise
eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen
einschließt, oder umgekehrt.
[0058] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der obenstehenden
Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende Formel zu
R
1O[CH
2CH(R
3)O]
xCH
2CH(OH)CH
2OR
2
vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R
1, R
2 und R
3 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20
und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste
R
1 und R
2 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R
3 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.
[0059] Weitere bevorzugt eingesetzte nichtionische Tenside sind nichtionische Tenside der
allgemeinen Formel R
1O(AlkO)
xM(OAlk)
yOR
2, wobei
R1 und R2 unabhängig voneinander für einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder
un-gesättigten, gegebenenfalls hydroxylierten Alkylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen
stehen;
Alk für einen verzweigten oder unverzweigten Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen
steht;
x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 70 stehen; und
M für einen Alkylrest aus der Gruppe CH2, CHR3, CR3R4, CH2CHR3 und CHR3CHR4 steht, wobei R3 und R4 unabhängig voneinander für einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder
un-ge-sättigten Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen stehen.
[0060] Bevorzugt sind hierbei nichtionische Tenside der allgemeinen Formel
R
1-CH(OH)CH
2-O(CH
2CH
2O)
xCH
2CHR(OCH
2CH
2)
yO-CH
2CH(OH)-R
2,
wobei
- R, R1 und R2 unabhängig voneinander für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen;
- x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 40 stehen
[0061] Bevorzugt sind hierbei insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel R
1-CH(OH)CH
2-O(CH
2CH
2O)
xCH
2CHR(OCH
2CH
2)
yO-CH
2CH(OH)-R
2, in denen R für einen linearen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 16 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 10 bis 14 Kohlenstoffatomen steht und n und m unabhängig von-einander
Werte von 20 bis 30 aufweisen. Entsprechende Verbindungen können beispielsweise durch
Um-setzung von Alkyldiolen HO-CHR-CH
2-OH mit Ethylenoxid erhalten werden, wobei im Anschluss eine Um-setzung mit einem
Alkylepoxid zum Verschluss der freien OH-Funktionen unter Ausbildung eines Dihydroxy-ethers
erfolgt.
[0062] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das nichtionische Tensid ausgewählt
aus nichtionischen Tensiden der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der
- R1 und R2 unabhängig voneinander für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen;
- R3 und R4 unabhängig voneinander für H oder für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit
1 bis 18 Kohlenstoffatomen und
- x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 40 stehen.
[0063] Bevorzugt sind hierbei insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2, in der R
3 und R
4 für H stehen und die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 1 bis 40, vorzugsweise
von 1 bis 15 annehmen.
[0064] Besonders bevorzugt sind insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2, in der die Reste R
1 und R
2 unabhängig voneinander gesättigte Alkylreste mit 4 bis 14 Kohlenstoffatome darstellen
und die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 1 bis 15 und insbesondere
von 1 bis 12 annehmen.
[0065] Weiterhin bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2, in der einer der Reste R
1 und R
2 verzweigt ist.
[0066] Ganz besonders bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2, in der die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 8 bis 12 annehmen.
[0067] Die angegebenen C-Kettenlängen sowie Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade
der vorgenannten Niotenside stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Aufgrund der Herstellverfahren
bestehen Handelsprodukte der genannten Formeln zumeist nicht aus einem individuellen
Vertreter, sondern aus Gemischen, wodurch sich sowohl für die C-Kettenlängen als auch
für die Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade Mittelwerte und daraus folgend
gebrochene Zahlen ergeben können.
[0068] Selbstverständlich können die vorgenannten nichtionischen Tenside nicht nur als Einzelsubstanzen,
sondern auch als Tensidgemische aus zwei, drei, vier oder mehr Tensiden eingesetzt
werden. Als Tensidgemische werden dabei nicht Mischungen nichtionischer Tenside bezeichnet,
die in ihrer Gesamtheit unter eine der oben genannten allgemeinen Formeln fallen,
sondern vielmehr solche Mischungen, die zwei, drei, vier oder mehr nichtionische Tenside
enthalten, die durch unterschiedliche der vorgenannten allgemeinen Formeln beschrieben
werden können.
[0069] In einer alternativen Ausführungsform sind nichtionische Tenside wenig oder nicht
geeignet und bevorzugte feste Aktivstoffzusammensetzungen enthalten, bezogen auf ihr
Gesamtgewicht, weniger als 30 Gew.-%, bevorzugt weniger als 15 Gew.-%, besonders bevorzugt
weniger als 5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt weniger als 2 Gew.-% nichtionische Tenside.
[0070] Eine dritte und eine vierte Gruppe bevorzugter reinigungsaktiver Aktivstoffe bilden
die hygieneaktiven Aktivstoffe und die Duftstoffe. Diese Inhaltsstoffe sind bei entsprechendem
Einsatz besonders dazu geeignet, die hygienischen Anforderungen des Verbrauchers an
die maschinelle Geschirrreinigung zu erfüllen. Bevorzugt werden zu diesem Zweck mindestens
ein oder eine Mischung aus mehreren für die maschinelle Geschirrreinigung geeigneten
Duftstoffen eingesetzt werden. Außerdem wird bevorzugt mindestens ein hygieneaktiver
Aktivstoff eingesetzt. Dabei handelt es sich bevorzugt um einen oder mehrere Aktivstoffe
aus der Gruppe von Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Milchsäure, Sorbinsäure,
Benzoesäure, Phenoxyethanol, Betain sowie Mischungen davon.
[0071] Die zuvor beschriebenen Aktivstoffzusammensetzungen können neben den zuvor beschriebenen
Inhaltsstoffen weitere wasch- und reinigungsaktive Substanzen enthalten, vorzugsweise
wasch- und reinigungsaktive Substanzen aus der Gruppe der Polymere, Glaskorrosionsinhibitoren,
Korrosionsinhibitoren, Alkaliträger, Duftstoffe, Parfümträger und Konservierungsmittel.
[0072] Der Gewichtsanteil an Wasser am Gesamtgewicht bevorzugter fester Aktivstoffzusammensetzungen
beträgt vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 45 Gew.-% und insbesondere
von 20 bis 40 Gew.-%.
[0073] Es werden Abgabesysteme bevorzugt, bei denen die Masse der mindestens einen Aktivstoffzusammensetzung
von 10 bis 100 g beträgt, bevorzugt von 25 bis 80 g, besonders bevorzugt von 35 bis
60 g, bezogen auf die Summe aller Aktivstoffzusammensetzungen des Abgabesystems.
[0074] Die Zusammensetzung einiger bevorzugter fester Aktivstoffzusammensetzungen kann den
folgenden Tabellen entnommen werden (Angaben in Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aktivstoffzusammensetzung).
| |
Formel 1a |
Formel 2a |
Formel 3a |
Formel 4a |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 5a |
Formel 6a |
Formel 7a |
Formel 8a |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 11a |
Formel 12a |
Formel 13a |
Formel 14a |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Quervernetzte Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 15a |
Formel 16a |
Formel 17a |
Formel 18a |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| |
| Quervernetzte Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff aus der Gruppe der nichtionischen Tenside und komplexierenden
Aktivstoffe |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[0075] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Abgabesystem neben der mindestens
einen Aktivstoffzusammensetzung zusätzlich mindestens eine feste wasserlösliche oder
wasserdispergierbare reinigungsaktive Verstärkerzusammensetzung auf, die von der Aktivstoffzusammensetzung
verschieden ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Abgabesystem
neben einer Aktivstoffkammer weiterhin mindestens eine Verstärkerkammer auf, welche
von der Aktivstoffkammer getrennt ist und eine feste wasserlösliche oder wasserdispergierbare
reinigungsaktive Verstärkerzusammensetzung enthält.
[0076] Anders als die Aktivstoffkammer dient die Verstärkerkammer vorzugsweise nicht der
verzögerten, sondern vorzugsweise der schnellen Freisetzung von Aktivstoffen. Vor
diesem Hintergrund ist es bevorzugt, wenn die Verstärkerkammer ein Verhältnis von
Länge zu Durchmesser von 4:1 bis 1:2, vorzugsweise von 3:2 bis 1:1 aufweist. Als Länge
der Verstärkerkammer wird dabei deren größte Raumausdehnung R
L bezeichnet. Der Durchmesser bezeichnet die größtmögliche Raumausdehnung R
D orthogonal zur Raumausdehnung R
L.
[0077] In bevorzugten Ausführungsformen weist die Verstärkerkammer eine Mehrzahl von Öffnungen
auf, durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte in das Innere der Verstärkerkammer
möglich ist.
[0078] Die Öffnungsflächen der Verstärkerkammer nehmen vorzugsweise von 10 bis 90%, bevorzugt
von 20 bis 80% und insbesondere von 30 bis 60% der Oberfläche der Verstärkerkammer
ein.
[0079] Ebenso wie im Falle der Aktivstoffkammer sind die Öffnungen der Verstärkerkammer
vorzugsweise in Form eines Musters aus sich regelmäßig wiederholenden Grundelementen
angeordnet, beispielsweise in Reihen angeordnet.
[0080] Die Verstärkerzusammensetzung liegt vorzugsweise in Partikelform, besonders bevorzugt
als Pulver oder Granulat vor. Die Öffnungen der Verstärkerkammer weisen vorzugsweise
eine geringere Öffnungsfläche auf als die Öffnungen der Aktivstoffkammer und der Anteil
der Öffnungsfläche der Verstärkerkammer an der Gesamtoberfläche der Verstärkerkammer
ist vorzugsweise kleiner als der Anteil der Öffnungsfläche der Aktivstoffkammer an
der Gesamtoberfläche der Aktivstoffkammer.
[0081] Die Verstärkerzusammensetzung enthält, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, vorzugsweise
weniger als 5 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 2 Gew.-% und insbesondere keine strukturgebende
Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide. Dem gegenüber beträgt der Gewichtsanteil
an reinigungsaktivem Verstärker am Gesamtgewicht der Verstärkerzusammensetzung vorzugsweise
mehr als 50 Gew.-%, bevorzugt mehr als 70 Gew.-% und insbesondere mehr als 90 Gew.-%.
[0082] Der reinigungsaktive Verstärker ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der komplexierenden
Substanzen, der klarspülenden Substanzen, der hygieneaktiven Substanzen und der Duftstoffe.
Als komplexierende Substanzen werden mit besonderem Vorzug Verbindungen aus der Gruppe
Citronensäure, Methylglycindiessigsäure, L-Glutaminsäure N, N-diessigsäure und/oder
ihren Salzen eingesetzt, während es sich bei der klarspülenden Substanz vorzugsweise
um ein nichtionisches Tensid handelt.
[0083] In diesem Zusammenhang ist es weiterhin bevorzugt, wenn das Abgabesystem zwei, drei,
vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Verstärkerkammern aufweist und mindestens
zwei der Verstärkerkammern mit unterschiedlich farbigen festen Verstärkerzusammensetzungen
befüllt sind. Besonders bevorzugt ist es hier, wenn alle Verstärkerkammern mit unterschiedlich
farbigen festen Verstärkerzusammensetzungen befüllt sind. Eine solche Ausgestaltung
kann aus den gleichen Gründen erfolgen wie für die Aktivstoffzusammensetzungen. Ebenso
ist es besonders bevorzugt, wenn alle Verstärkerkammern mit gleichfarbigen festen
Verstärkerzusammensetzungen befüllt sind.
[0084] Der Innenraum einer Verstärkerkammer weist vorzugsweise ein Volumen von 2,0 bis 20
mL auf, besonders bevorzugt von 2,5 bis 10 mL, ganz besonders bevorzugt von 3,0 bis
5,0 mL, insbesondere von 3,5 bis 4,5 mL. Umfasst das Abgabesystem mehr als eine, also
zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Verstärkerkammern, so ist
es bevorzugt, dass das Gesamtvolumen der Verstärkerkammern 4,0 bis 40 mL beträgt,
besonders bevorzugt 8,0 bis 20 mL, ganz besonders bevorzugt 10 bis 15 mL. Es ist in
dem Fall ebenso bevorzugt, wenn die zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Verstärkerkammern
das gleichen Innenraumvolumen aufweisen.
[0085] Es werden Abgabesysteme bevorzugt, bei denen die Masse der mindestens einen Verstärkerzusammensetzung
von 2 bis 45 g beträgt, bevorzugt von 5 bis 25 g, besonders bevorzugt von 7 bis 15
g, bezogen auf die Summe aller Verstärkerzusammensetzungen des Abgabesystems.
[0086] Bei bevorzugten Abgabesystemen hat es sich bewährt, dass die Aktivstoffzusammensetzung
in Form eines Gels oder eines Extrudats, bevorzugt in Form eines Extrudats, und die
Verstärkerzusammensetzung in Form eines Pulvers vorliegt. Zudem hat es sich bewährt,
dass in einem bevorzugten Abgabesystem die Aktivstoffzusammensetzung und/oder die
Verstärkerzusammensetzung nicht mit einer wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Folie umhüllt ist, bevorzugt ist weder die Aktivstoffzusammensetzung noch die Verstärkerzusammensetzung
derart umhüllt.
[0087] Die Zusammensetzung einiger bevorzugter Kombinationen fester Aktivstoffzusammensetzungen
und fester Verstärkerzusammensetzungen kann den folgenden Tabellen entnommen werden
(Angaben in Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Aktivstoffzusammensetzung oder
der Verstärkerzusammensetzung).
| |
Formel 1b |
Formel 2b |
Formel 3b |
Formel 4b |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Verstärkerzusammensetzung |
| Reinigungsaktiver Verstärker |
>50 |
>70 |
>90 |
>90 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 5b |
Formel 6b |
Formel 7b |
Formel 8b |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Verstärkerzusammensetzung |
| Reinigungsaktiver Verstärker |
>50 |
>70 |
>90 |
>90 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 11b |
Formel 12b |
Formel 13b |
Formel 14b |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Quervernetzte Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Verstärkerzusammensetzung |
| Reinigungsaktiver Verstärker |
>50 |
>70 |
>90 |
>90 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
Formel 15b |
Formel 16b |
Formel 17b |
Formel 18b |
| Aktivstoffzusammensetzung |
| Quervernetzte Carboxymethylcellulose |
5 bis 50 |
7 bis 35 |
7 bis 35 |
9 bis 25 |
| Reinigungsaktiver Aktivstoff aus der Gruppe der nichtionischen Tenside und komplexierenden
Aktivstoffe |
5 bis 55 |
10 bis 50 |
20 bis 45 |
20 bis 45 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Verstärkerzusammensetzung |
| Reinigungsaktiver Verstärker aus der Gruppe der komplexierenden Aktivstoffe |
>50 |
>70 |
>90 |
>90 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[0088] Jeder Aktivstoffkammer des Abgabesystems ist vorzugsweise eine Verstärkerkammer zugeordnet.
In bevorzugten Ausführungsformen, in denen das Abgabesystem über zwei, drei, vier,
fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammer verfügt, ist jeder der Aktivstoffkammern
eine Verstärkerkammer zugeordnet. Als Zuordnung wird dabei vorzugsweise nicht allein
die zahlenmäßige Identität der Anzahl von Aktivstoffkammern und Verstärkerkammern,
sondern die räumliche Orientierung der Aktivstoffkammer und der Verstärkerkammer zueinander,
wobei die Verstärkerkammer vorzugsweise entlang der Längsachse der Aktivstoffkammer
ausgerichtet ist.
[0089] Weist ein Abgabesystem zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Verstärkerkammern
auf, so ist es bevorzugt, wenn jeder der Verstärkerkammern die gleiche Verstärkerzusammensetzung
enthält. Auf diese Weise wird einerseits die Verstärkerwirkung erhöht und weiterhin
die Herstellung des Abgabesystems vereinfacht. In alternativen Ausführungsformen kann
das Abgabesystem derart ausgestaltet sein, dass zwei der zwei, drei, vier, fünf, sechs
oder mehr Verstärkerkammern unterschiedliche Verstärkerzusammensetzungen enthalten.
Schließlich ist es auch möglich Abgabesysteme bereitzustellen, bei denen jede der
zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Verstärkerkammern unterschiedliche Verstärkerzusammensetzung
enthalten.
[0090] Abgabesysteme, bei denen die feste wasserlösliche oder wasserdispergierbare Aktivstoffzusammensetzung
ein verzögertes Freisetzungsprofil der enthaltenen Aktivstoffe aufweisen, sind bevorzugt.
Aufgrund dieser Freisetzungsverzögerung werden die Aktivstoffe über einen längeren
Zeitraum, insbesondere im Verlauf einer Mehrzahl von Spülzyklen in die Spülflotte
freigesetzt. Die Wirkung der Aktivstoffe wird auf diese Weise über einen längeren
Zeitraum gewährleistet und eine Neudosierung nach kurzen Zeitintervallen vermieden.
[0091] In bevorzugten Abgabesystem setzt die feste wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Aktivstoffzusammensetzung die enthaltenen Aktivstoffe im Laufe von mindestens fünf
maschinellen Geschirrspülzyklen, vorzugsweise von mindestens zehn maschinellen Geschirrspülzyklen
und insbesondere von mindestens fünfzehn maschinellen Geschirrspülzyklen frei.
[0092] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher auch die Verwendung
eines erfindungsgemäßen Abgabesystems über mehrere Geschirrspülzyklen, bevorzugt über
mindestens fünf maschinellen Geschirrspülzyklen, vorzugsweise von mindestens zehn
maschinellen Geschirrspülzyklen und insbesondere von mindestens fünfzehn maschinellen
Geschirrspülzyklen.
[0093] Überraschenderweise wurde festgestellt, dass sich die wasserlösliche oder wasserdispergierbare
feste Aktivstoffzusammensetzung auf Basis strukturgebender Polysaccharide durch ein
nicht lineares Abspülverhalten auszeichnet und zunächst sehr langsam, nach Ablauf
mehrerer Geschirrspülzyklen jedoch beschleunigt desintegriert, gleichzeitig die enthaltenen
Aktivstoffe jedoch in gleichmäßiger Weise freisetzt. Diese technische Eigenschaft
der Aktivstoffzusammensetzung begründet eine für den Verbraucher optisch deutlich
wahrnehmbare Identifikation des Laufzeitendes des Abgabesystem. Dies gilt insbesondere
für Abgabesysteme, bei denen die Aktivstoffkammern zu Beginn des Gebrauchs, also bei
Einbringen in den Innenraum der Geschirrspülmaschine zu mindestens 70 Vol.-%, bevorzugt
zu mindestens 80 Vol.-%, insbesondere zu mindestens 90 Vol.-%, besonders bevorzugt
zu mindestens 95 Vol.-% und noch stärker bevorzugt zu mindestens 99 Vol.-% mit der
Aktivstoffzusammensetzung befüllt sind.
[0094] Bevorzugte Abgabesysteme sind daher dadurch gekennzeichnet, dass die feste wasserlösliche
oder wasserdispergierbare Aktivstoffzusammensetzung den Innenraum der Aktivstoffkammer
für einen Zeitraum von mindestens fünf maschinellen Geschirrspülzyklen, vorzugsweise
von mindestens zehn maschinellen Geschirrspülzyklen und insbesondere von mindestens
fünfzehn maschinellen Geschirrspülzyklen zu mindestens 70 Vol.-%, vorzugsweise zu
mindestens 80 Vol.-% und insbesondere zu mindestens 90 Vol.-% ausfüllt.
[0095] Ein Geschirrspülzyklus im Sinne der vorliegenden Erfindung beinhaltet einen Durchlauf
eines Geschirrspülprogramms in einer handelsüblichen Geschirrspülmaschine, insbesondere
einer Haushaltsgeschirrspülmaschine. Ein Durchlauf eines derartigen Geschirrspülprogramms
weist üblicherweise einen Reinigungsgang und einen Klarspülgang und gegebenenfalls
jeweils ein oder mehrere Vor- und Zwischenspülgänge auf.
[0096] Geschirrspülzyklen können in den für Verbraucher üblichen Rhythmen durchgeführt werden,
d.h. aufeinanderfolgende Geschirrspülzyklen können über einen Zeitraum von mehreren
Tagen, Wochen und/oder Monaten durchgeführt werden, wobei zwischen der Durchführung
der einzelnen Geschirrspülzyklen ggf. jeweils Zeiträume von Minuten, Stunden, Tagen
oder Wochen liegen können.
[0097] Im Gegensatz zur Aktivstoffkammer ist in Bezug auf die Verstärkerkammer eine beschleunigte
Freisetzung der enthaltenen reinigungsaktiven Verstärker bevorzugt. Demgemäß werden
Abgabesysteme bevorzugt, bei denen die feste wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Verstärkerzusammensetzung die enthaltenen Verstärker im Laufe von weniger als fünf
maschinellen Geschirrspülzyklen, vorzugsweise von weniger als drei maschinellen Geschirrspülzyklen
und insbesondere im Laufe eines maschinellen Geschirrspülzyklus vollständig freisetzt.
[0098] Die Kombination aus einer Verstärkerkammer mit schneller Aktivstofffreisetzung und
einer Aktivstoffkammer mit verzögerter Aktivstofffreisetzung ermöglicht es beispielsweise,
zu Beginn des Gebrauchs des Abgabesystems im Innenraum der Geschirrspülmaschine durch
die schnell freigesetzten reinigungsaktiven Verstärker ein Glanz- oder Hygieneniveau
zu etablieren, welches in der Folge mittels der aus der Aktivstoffzusammensetzung
verzögert freigesetzten reinigungsaktiven Aktivstoffe gehalten wird.
[0099] Wie weiter oben ausgeführt, eignet sich das Abgabesystem insbesondere für den zeitlich
andauernden Einsatz in einer Geschirrspülmaschine. Zu diesem Zweck kann das Abgabesystem
in den Innenraum der Geschirrspülmaschine, beispielsweise den Besteckkasten oder einen
Geschirrkorb eingelegt werden. Im Hinblick auf die gleichmäßige Freisetzung der reinigungsaktiven
Aktivstoffe und reinigungsaktiven Verstärker ist es jedoch bevorzugt, die Angebotsform
mittels einer Befestigungsvorrichtung im Innenraum des Geschirrspülers zu fixieren.
[0100] In einer bevorzugten Ausführungsform verfügt das Abgabesystem daher über eine Vorrichtung,
welche dazu eingerichtet ist, das Abgabesystem im Innenraum des Geschirrspülers zu
befestigen.
[0101] Bei dieser Vorrichtung kann es sich bevorzugt um einen Haken zum Zusammenwirken mit
einer horizontalen Stange des Geschirrkorbs handeln.
[0102] Aus Gründen der Nachhaltigkeit besonders bevorzugt ist der Einsatz einer wiederverwendbaren
Befestigungsvorrichtung, welche lösbar mit dem Abgabesystem verbunden werden kann.
Ein weiterer bevorzugter Gegenstand der Anmeldung ist daher eine Angebotsform, umfassend
- a) einen Grundkörper, umfassend a1) eine Befestigungsvorrichtung
- b) einen mit dem Grundkörper verbundenen Austauschkörper, umfassend
b1) ein Abgabesystem wie zuvor beschrieben.
[0103] Der Austauschkörper und der Grundkörper sind vorzugsweise durch eine mechanische
Verbindung, insbesondere eine Rast-, Schnapp, Klemm- oder Steckverbindung lösbar verbunden.
In alternativen Ausführungsformen ist der Austauschkörper mit dem Grundkörper durch
eine adhäsive Verbindung oder eine magnetische Verbindung lösbar verbunden. Befestigungsvorrichtungen,
welche dazu eingerichtet sind, die Angebotsform an einem im Innenraum der Geschirrspülmaschine
befindlichen Geschirrkorb zu befestigen, sind besonders bevorzugt.
[0104] Wie zuvor ausgeführt, eignen sich die erfindungsgemäßen Abgabesystem und die erfindungsgemäße
Angebotsform insbesondere für die Freisetzung von Aktivstoffen in Geschirrspülmaschinen.
Ein dritter Gegenstand der Anmeldung ist daher ein Reinigungsverfahren in einer Geschirrspülmaschine,
umfassend die Schritte
- i) Optional Einbringen von Geschirr in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
- ii) Einbringen eines Geschirrspülmittels in Form einer Einmaldosis in den Innenraum
der Geschirrspülmaschine
- iii) Einbringen eines von dem Geschirrspülmittel verschiedenen erfindungsgemäßen Abgabesystems
oder einer erfindungsgemäßen Angebotsform in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
- iv) Durchführen eines Geschirrspülzyklus.
[0105] In diesem Verfahren können die Verfahrensschritte i), ii) und iii) naturgemäß in
beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden.
[0106] Das Einbringen in eine Geschirrspülmaschine im Sinne der Erfindung betrifft das Einstellen,
Einlegen, Eingießen in die bzw. das Befestigen der entsprechend genannten Dinge in
der Geschirrspülmaschine. Insbesondere ist mit dem Begriff "Einbringen in eine Geschirrspülmaschine"
nicht als das Freisetzen von Aktivstoffen in die Geschirrspülflotte gemeint. Das Freisetzen
von Aktivstoffen in das einlaufende bzw. eingelaufene Spülwasser, erfolgt durch die
getroffenen Maßnahmen gemäß Schritt ii) und iii) in einem weiteren Schritt, der nach
dem Start des Geschirrspülprogramms während der Durchführung eines Geschirrspülzyklus
erfolgt.
[0107] Eine Einmaldosis im Sinne der Erfindung betrifft die Dosis einer Zusammensetzung,
die für das einmalige Durchführen einer maschinellen Geschirrreinigung in einer Geschirrspülmaschine
ausreichend und geeignet ist. Dabei kann es sich um vorportionierte Einmaldosen handeln,
wie Tabletten, Spritzgussformkörper, Pouches und ähnliches. Ebenso kann es sich bei
einer Einmaldosis um nicht-vorportionierte Einmaldosen wie Pulver, Granulate und/oder
flüssige Reinigungsmittel wie Gele handeln, die in einer Menge, wie sie für das einmalige
Durchführen einer maschinellen Geschirrreinigung in einer Geschirrspülmaschine ausreichend
und geeignet sind.
[0108] In bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens werden das Geschirrspülmittel in
Schritt ii) und das Abgabesystem oder die Angebotsform in Schritt iii) in unterschiedliche
Bereiche des Innenraums der Geschirrspülmaschine eingebracht, wobei das Geschirrspülmittel
in Schritt ii) vorzugsweise in eine im Innenraum der Geschirrspülmaschine befindliche
Dosierkammer eingebracht wird.
[0109] Aufgrund ihres Freisetzungsprofils eignen sich die erfindungsgemäßen Abgabesysteme
und Angebotsformen insbesondere für die Freisetzung von Aktivstoffen in Geschirrspülmaschinen,
welche in ihrem Innenraum mindestens einen zentral angeordneten rotierenden Sprüharm
aufweisen. In derartigen Geschirrspülmaschinen, welche mindestens einen zentral angeordneten
rotierenden Sprüharm aufweisen, dessen rotierender Arm eine runde Fläche definiert,
wird das erfindungsgemäße Abgabesystem oder die erfindungsgemäße Angebotsform in Schritt
iii) des Verfahrens vorzugsweise in einem Bereich des Innenraums der Geschirrspülmaschine
eingebracht, welcher außerhalb des Innenvolumens eines orthogonal auf der Außenlinie
der runden Fläche aufsetzenden Zylinders befindlich ist. Diese Platzierung des Abgabesystems
oder der Angebotsform hat sich als besonders geeignet für die gleichmäßige und anhaltende
Freisetzung des reinigungsaktiven Aktivstoffs und des reinigungsaktiven Verstärkers
erwiesen.
[0110] In diesem Zusammenhang ist es weiterhin vorteilhaft, das Abgabesystem oder die Angebotsform
in die untere Hälfte des Innenraums der Geschirrspülmaschine einzubringen.
[0111] Die erfindungsgemäßen Abgabesysteme oder erfindungsgemäßen Angebotsformen eignen
sich insbesondere zum Reinigen des Innenraums einer Geschirrspülmaschine, wobei die
Reinigung in Abwesenheit oder in Anwesenheit von Geschirr erfolgen kann.
[0112] Zur Herstellung des Abgabesystems eignet sich ein mehrstufiges Verfahren, umfassend
die Schritte:
- i) Bereitstellen einer wasserunlöslichen Aktivstoffkammer, welche eine Mehrzahl von
Öffnungen aufweist, durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte in das Innere
der Aktivstoffkammer möglich ist
- ii) Bereitstellen einer wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren festen Aktivstoffzusammensetzung,
umfassend
b1) mindestens eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide
b2) mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff
- iii) Einbringen der wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren festen Aktivstoffzusammensetzung
in den Innenraum der wasserunlöslichen Aktivstoffkammer.
[0113] In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird die wasserlösliche oder wasserdispergierbare
feste Aktivstoffzusammensetzung vor dem Einbringen in den Innenraum der wasserunlöslichen
Aktivstoffkammer durch Gießen, Tablettieren oder Extrudieren formgebend verarbeitet.
[0114] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Inhaltsstoffen von hierin beschriebenen
Zusammensetzungen bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge an Molekülen
sondern auf die Art des Bestandteils. "Mindestens eine Verbindung der Formel X" bedeutet
daher beispielsweise ein oder mehrere verschiedene Verbindungen der Formel X, d.h.
eine oder mehrere verschiedene Arten von Verbindungen der Formel X. Zusammen mit Mengenangaben
beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten
Art von Bestandteil, wie bereits definiert.
[0115] Alle im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Zusammensetzungen angegeben Mengenangaben
beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf Gew.-% jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Dabei sind diese Mengenangaben jeweils auf
die (kristall-)wasserfreie Form bezogen, ebenso wie konkrete Angaben von Massen in
z.B. der Einheit g (Gramm). Des Weiteren beziehen sich derartige Mengenangaben (sowohl
Gew.-% als auch g), die sich auf mindestens einen Bestandteil beziehen, immer auf
die Gesamtmenge dieser Art von Bestandteil, die in der Zusammensetzung enthalten ist,
sofern nicht explizit etwas anderes angegeben ist. Das heißt, dass sich derartige
Mengenangaben, beispielsweise im Zusammenhang mit "mindestens einem Alkylsulfat",
auf die Gesamtmenge von Alkylsulfat die in der Zusammensetzung enthalten ist, beziehen.
"Flüssig" bedeutet, dass die Detergenszusammensetzung bei Raumtemperatur, d.h. etwa
20 °C, in flüssiger Form und insbesondere fließfähig vorliegt und damit beispielsweise
aus einem Behälter ausgeschüttet werden kann. Der Begriff, wie hierin verwendet, schließt
auch Gele ein. Zahlenwerte, die hierin ohne Dezimalstellen angegeben sind, beziehen
sich jeweils auf den vollen angegebenen Wert mit einer Dezimalstelle. So steht beispielsweise
"99%" für "99,0%".
[0116] Der Ausdrücke "ungefähr" oder "etwa", in Zusammenhang mit einem Zahlenwert, bezieht
sich auf eine Varianz von ±10% bezogen auf den angegebenen Zahlenwert, vorzugsweise
±5%.
[0117] Wenn eine "substituierte" Verbindung beschrieben wird, zum Beispiel ein substituiertes
Alkyl, so sind dafür geeignete Substituenten dem Fachmann bekannt, bevorzugt handelt
es sich dabei um einen Rest ausgewählt aus -F, -Cl, -Br, -I, -OH, -NH2, -NHR1, -N(R1)2,
-COOH, -CF3, -SH, -SR1, =O, -OR1, wobei R1 ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, der vorzugsweise ein oder mehrere Wasserstoffatome,
abhängig von seiner Bindigkeit, an der jeweiligen Verbindung ersetzt. Diese und weitere
Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für die Fachperson aus dem Studium
der detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich. Dabei kann jedes Merkmal
aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der Erfindung eingesetzt werden.
Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen Beispiele die Erfindung
beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht einschränken und insbesondere
die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Beispiele
Beispiel 1
[0118] Es wurde ein Abgabesystem für die kontrollierte Freisetzung von Aktivstoffen in einem
Haushaltsgerät, vorzugsweise einer Geschirrspülmaschine, umfassend
- a) mindestens eine wasserunlösliche Aktivstoffkammer
- b) eine in der wasserunlöslichen Aktivstoffkammer befindliche wasserlösliche oder
wasserdispergierbare feste Aktivstoffzusammensetzung, umfassend
b1) mindestens eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide
b2) mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff
bereitgestellt, wobei die mindestens eine wasserunlösliche Aktivstoffkammer eine Mehrzahl
von Öffnungen aufweist, durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte in das Innere
der Aktivstoffkammer möglich ist.
Beispiel 1.1
[0119] Das Abgabesystem nach Beispiel 1, wurde in alternativen Ausführungsformen mit zwei,
drei, vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Aktivstoffkammern ausgestattet.
Beispiel 1.2
[0120] Das Abgabesystem aus den Beispielen 1 und 1.1 wurde mit einer wasserunlöslichen Aktivstoffkammer
bereitgestellt, welche ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser von 10:1 bis 3:2, vorzugsweise
von 6:1 bis 2:1 aufweist.
Beispiel 1.3
[0121] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.2 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen die Öffnungsflächen von 10 bis 90%, vorzugsweise von 20 bis 80% und insbesondere
von 30 bis 60% der Oberfläche der Aktivstoffkammern einnehmen.
Beispiel 1.4
[0122] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.3 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen die Öffnungen der Aktivstoffkammern in Form eines Musters aus sich regelmäßig
wiederholenden Grundelementen angeordnet sind.
Beispiel 1.5
[0123] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.3 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen die Öffnungen der Aktivstoffkammern in Reihen angeordnet sind.
Beispiel 1.6
[0124] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.5 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen die Aktivstoffkammer Öffnungen mit unterschiedlicher Öffnungsfläche aufweisen.
Beispiel 1.7
[0125] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.6 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen sich die Öffnungsflächen der Öffnungen der Aktivstoffkammer hinsichtlich
ihrer Größe unterscheiden.
Beispiel 1.8
[0126] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.7 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen sich die Öffnungsflächen der Öffnungen der Aktivstoffkammer hinsichtlich
ihrer Form unterscheiden.
Beispiel 1.9
[0127] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.8 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen die Aktivstoffkammern eine Bodenfläche und eine Mantelfläche aufweisen und
die Öffnungen in der Bodenfläche sich von den Öffnungen in der Mantelfläche unterscheiden.
Beispiel 1.10
[0128] Die Abgabesysteme des Beispiels 1.9 wurden mit Aktivstoffkammern versehen, bei der
die Öffnungen in der Bodenfläche eine größere Öffnungsfläche aufweisen als die Öffnungen
in der Mantelfläche.
Beispiel 1.11
[0129] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.10 wurden mit Aktivstoffkammern versehen,
bei denen der Innenraum der Aktivstoffkammer ein Volumen von 4 bis 20 ml, vorzugsweise
von 6 bis 18 ml aufweist.
Beispiel 1.12
[0130] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.11 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche in Form eines Formkörpers, vorzugsweise in Form eines Gels, eines
Gießkörpers, einer Tablette oder eines Extrudats, besonders bevorzugt in Form eines
Extrudats vorliegen.
Beispiel 1.13
[0131] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.12 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine gestreckte Raumform mit einer runden oder ovalen Grundfläche
aufweisen.
Beispiel 1.14
[0132] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.12 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine gestreckte Raumform mit einer viereckigen oder sechseckigen
Grundfläche aufweisen.
Beispiel 1.15
[0133] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.14 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine flache Oberseite und eine flache Unterseite und eine die
Oberseite und die Unterseite verbindende Mantelfläche aufweisen.
Beispiel 1.16
[0134] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.14 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine gewölbte Oberseite und eine gewölbte Unterseite und eine
die Oberseite und die Unterseite verbindende Mantelfläche aufweisen.
Beispiel 1.17
[0135] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1.16 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, bei denen die Wölbung der Oberseite und die Wölbung der Unterseite komplementär
ausgebildet sind.
Beispiel 1.18
[0136] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1.16 bis 1.17 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine einachsig konkav gewölbte Oberseite und eine einachsig konvex
gewölbte Unterseite aufweisen.
Beispiel 1.19
[0137] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.18 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche den Innenraum der Aktivstoffkammer zu mindestens 70 Vol.-%, vorzugsweise
zu mindestens 80 Vol.-%, insbesondere zu mindestens 90 Vol.-%, besonders bevorzugt
zu mindestens 95 Vol.-% und noch stärker bevorzugt zu mindestens 99 Vol.-% ausfüllen.
Beispiel 1.20
[0138] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.19 wurden jeweils mit zwei, drei, vier, fünf
oder sechs wasserunlöslichen Aktivstoffkammer versehen, wobei mindestens zwei der
Aktivstoffkammern mit festen Aktivstoffzusammensetzungen unterschiedlicher Zusammensetzung
befüllt wurden.
Beispiel 1.21
[0139] Die Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.20 wurden jeweils mit zwei, drei, vier, fünf
oder sechs wasserunlöslichen Aktivstoffkammer versehen, wobei mindestens zwei der
Aktivstoffkammern mit unterschiedlich farbigen festen Aktivstoffzusammensetzungen
befüllt wurden.
Beispiel 1.22
[0140] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.21 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der quervernetzten,
insbesondere der reversibel quervernetzten, insbesondere ionisch quervernetzten Polysaccharide
aufweisen.
Beispiel 1.23
[0141] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.22 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,2 bis 5 Gew.-% eines Quervernetzers
aus der Gruppe Aluminiumsulfat, beispielsweise 1,2 Gew.-%, 2,5 Gew.-%, 3,8 Gew.-%
und 5 Gew.-% Aluminiumsulfat enthalten.
Beispiel 1.24
[0142] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.23 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche, bezogen auf das Gesamtgewicht der strukturgebenden Substanz,
ionische Quervernetzungsmittel in einer Menge von 8 bis 40 Gew.-%, beispielsweise
von 8 Gew.-%, 10 Gew.-%, 35 Gew.-% oder 40 Gew.-% enthalten.
[0143] In einer zweiten Versuchsreihe wurden in die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme
der Beispiele 1 bis 1.23 Aktivstoff-zusammensetzungen eingebracht, welche, bezogen
auf das Gesamtgewicht der strukturgebenden Substanz, ionische Quervernetzungsmittel
in einer Menge von 12 bis 30 Gew.-%, beispielsweise von 12 Gew.-%, 18 Gew.-%, 24 Gew.-%
und 30 Gew.-% enthalten.
Beispiel 1.25
[0144] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.24 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Carboxymethylcellulosen
enthalten.
Beispiel 1.26
[0145] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.25 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, einen Gewichtsanteil an strukturgebender
Substanz 9 bis 25 Gew.-%, beispielsweise 9 Gew.-%, 14 Gew.-%, 18 Gew.-% und 25 Gew.-%
aufweisen.
Beispiel 1.27
[0146] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.26 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, einen Gewichtsanteil an reinigungsaktivem
Aktivstoff von 5 bis 55 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 45 Gew.-%, beispielsweise 20 Gew.-%,
30 Gew.-%, 37 Gew.-% und 45 Gew.-% aufweisen.
Beispiel 1.28
[0147] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.27 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche als reinigungsaktiven Aktivstoff Citronensäure oder Methylglycindiessigsäure
oder L-Glutaminsäure N, N diessigsäure oder deren Salze enthalten.
Beispiel 1.29
[0148] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.28 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche frei sind von Phosphat.
Beispiel 1.30
[0149] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.29 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche frei sind von Phosphonat.
Beispiel 1.31
[0150] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.30 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche frei sind von Acrylatpolymer.
Beispiel 1.32
[0151] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.31 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche einen reinigungsaktiven Aktivstoff aus der Gruppe der nichtionischen
Tenside, beispielsweise aus der Gruppe der Fettalkoholalkoxylate enthalten.
Beispiel 1.33
[0152] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.32 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche weniger als 1 Gew.-% anionisches Tensid, beispielsweise kein anionisches
Tensid enthalten.
Beispiel 1.34
[0153] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.33 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche Aktivstoffe aus der Gruppe der hygieneaktiven Aktivstoffe enthalten.
Beispiel 1.35
[0154] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.34 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche Aktivstoffe aus der Gruppe der Duftstoffe enthalten.
Beispiel 1.36
[0155] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.35 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche weniger als 5 Gew.-% Carbonat, beispielsweise 3 Gew.-%, oder 1
Gew.-% oder kein Carbonat enthalten.
Beispiel 1.37
[0156] In die Aktivstoffkammern der Abgabesysteme der Beispiele 1 bis 1.36 wurden Aktivstoff-zusammensetzungen
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 10 bis 45 Gew.-%, beispielsweise
10 Gew.-% oder 20 Gew.-% oder 30 Gew.-% oder 45 Gew.-% Wasser enthalten.
Beispiel 1.38
[0157] Die folgenden Zusammensetzungen nach den Beispielen 1 bis 1.37 wurden hergestellt
(Angabe in Gew.-% Aktivstoff):
| Aktivstoffzusammensetzung |
1.38.1 |
1.38.2 |
1.38.3 |
1.38.4 |
| Carboxymethylcellulose |
9.9 % |
15.2 % |
20.2 % |
20.2 % |
| Vernetzer |
1.5 % |
1.5 % |
1.5 % |
1.5 % |
| Komplexbildner (Citronensäure/Citrat) |
29.8 % |
28.5% |
28.6 % |
26.3 % |
| Fettalkoholalkoxylat(e) |
13.4 % |
12.7 % |
12.8 % |
17.3 % |
| Wasser |
42.3 % |
40.3 % |
35.3 % |
31.8 % |
| Misc |
3.1 % |
1.7 % |
1.7 % |
2.9 % |
Beispiel 2
[0158] Es wurden Abgabesysteme hergestellt, bei denen die Abgabesysteme der Beispiele 1
bis 1.38 mit Verstärkerkammern versehen wurden, welche von der Aktivstoffkammer getrennt
sind und eine feste wasserlösliche oder wasserdispergierbare reinigungsaktive Verstärkerzusammensetzung
enthalten.
Beispiel 2.1
[0159] Die Abgabesysteme aus Beispiel 2 wurden mit Verstärkerkammern versehen, die eine
Mehrzahl von Öffnungen aufweisen, durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte
in das Innere der Verstärkerkammer möglich ist.
Beispiel 2.2
[0160] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 und 2.1 wurden mit Verstärkerkammern versehen,
welche ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser von 3:2 bis 1:1, beispielsweise von
3:2 oder von 5:4 oder von 1:1 aufweisen.
Beispiel 2.3
[0161] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.2 wurde mit Verstärkerkammern versehen, bei
denen die Öffnungsflächen von 20 bis 80%, beispielsweise 20% oder 40% oder 60% oder
80% der Oberfläche der Verstärkerkammer einnehmen.
Beispiel 2.4
[0162] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.3 wurden mit Verstärkerkammern versehen,
bei denen die Öffnungen der Verstärkerkammer in Form eines Musters aus sich regelmäßig
wiederholenden Grundelementen angeordnet sind.
Beispiel 2.5
[0163] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.4 wurden mit Verstärkerkammern versehen,
bei denen die Öffnungen der Verstärkerkammer in Reihen angeordnet sind.
Beispiel 2.6
[0164] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.5 wurden mit Verstärkerkammern versehen,
bei denen die Öffnungen der Verstärkerkammer eine geringere Öffnungsfläche aufweisen
als die Öffnungen der Aktivstoffkammer.
Beispiel 2.7
[0165] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.6 wurden mit Verstärkerkammern versehen,
bei denen der Anteil der Öffnungsfläche der Verstärkerkammer an der Gesamtoberfläche
der Verstärkerkammer kleiner ist als der Anteil der Öffnungsfläche der Aktivstoffkammer
an der Gesamtoberfläche der Aktivstoffkammer.
Beispiel 2.8
[0166] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.7 wurden Verstärkerzusammensetzung
in Partikelform, beispielsweise in Form von Pulvern oder Granulaten eingebracht.
Beispiel 2.9
[0167] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.8 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, die einen reinigungsaktiven Verstärker aus der Gruppe der komplexierenden
Substanzen, beispielsweise aus der Gruppe Citronensäure, Methylglycindiessigsäure,
L-Glutaminsäure-N, N-diessigsäure und/oder ihren Salzen enthalten.
Beispiel 2.10
[0168] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.9 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, die einen reinigungsaktiven Verstärker aus der Gruppe der klarspülenden
Substanzen, beispielsweise aus der Gruppe der nichtionischen Tenside enthalten.
Beispiel 2.11
[0169] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.10 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, die einen reinigungsaktiven Verstärker aus der Gruppe der hygieneaktiven
Substanzen enthalten.
Beispiel 2.12
[0170] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.11 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, die einen reinigungsaktiven Verstärker aus der Gruppe der Duftstoffe
enthalten.
Beispiel 2.13
[0171] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.12 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, mehr als 90 Gew.-%, beispielsweise
91 Gew.-% oder 95 Gew.-% oder 98 Gew.-% reinigungsaktiven Verstärker enthalten.
Beispiel 2.14
[0172] In die Verstärkerkammern der Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.13 wurden Verstärkerzusammensetzung
eingebracht, welche, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 5 Gew.-%, beispielsweise
4,5 Gew.-% oder 2 Gew.-% oder keine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide
enthält.
Beispiel 2.15
[0173] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.14 wurden mit zwei, drei, vier, fünf oder
sechs wasserunlöslichen Aktivstoffkammern versehen, wobei jeder der Aktivstoffkammern
eine Verstärkerkammer zugeordnet wurde.
Beispiel 2.16
[0174] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.15 wurden mit zwei, drei, vier, fünf oder
sechs Verstärkerkammern versehen, wobei jede der Verstärkerkammern mit der gleichen
Verstärkerzusammensetzung befüllt wurde.
Beispiel 2.17
[0175] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.15 wurden mit zwei, drei, vier, fünf oder
sechs Verstärkerkammern versehen, wobei zwei der Verstärkerkammern mit unterschiedlichen
Verstärkerzusammensetzungen befüllt wurden.
Beispiel 2.18
[0176] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.15 wurden mit zwei, drei, vier, fünf oder
sechs Verstärkerkammern versehen, wobei jede der Verstärkerkammern mit unterschiedlichen
Verstärkerzusammensetzungen befüllt wurde.
Beispiel 2.19
[0177] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.18 wurden mit festen wasserlöslichen oder
wasserdispergierbare Aktivstoffzusammensetzungen versehen, die ein verzögertes Freisetzungsprofil
der enthaltenen Aktivstoffe aufweisen.
Beispiel 2.20
[0178] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.19 wurden mit festen wasserlöslichen oder
wasserdispergierbaren Aktivstoffzusammensetzungen versehen, welche die enthaltenen
Aktivstoffe im Laufe von mindestens fünfzehn maschinellen Geschirrspülzyklen, beispielsweise
im Laufe von 15 oder 16 oder 17 oder 18 oder 19 oder 20 oder 21 oder 22 oder 23 oder
24 oder 25 Geschirrspülzyklen freisetzen.
Beispiel 2.21
[0179] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.20 wurden mit festen wasserlöslichen oder
wasserdispergierbaren Aktivstoffzusammensetzungen versehen, welche die Aktivstoffkammern
für einen Zeitraum von mindestens fünfzehn maschinellen Geschirrspülzyklen zu mindestens
70 Vol.-%, vorzugsweise zu mindestens 80 Vol.-% und insbesondere zu mindestens 90
Vol.-% ausfüllen.
Beispiel 2.22
[0180] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.21 wurden mit festen wasserlöslichen oder
wasserdispergierbaren Verstärkerzusammensetzungen versehen, welche die enthaltenen
Verstärker im Laufe von weniger als fünf maschinellen Geschirrspülzyklen, beispielsweise
im Laufe von vier oder im Laufe von drei oder im Laufe von zwei oder im Laufe von
einem maschinellen Geschirrspülzyklen vollständig freisetzen.
Beispiel 2.23
[0181] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.22 wurden mit festen wasserlöslichen oder
wasserdispergierbaren Aktivstoffzusammensetzungen in Form eines Gels oder eines Extrudats
und mit festen wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Verstärkerzusammensetzungen
in Form eines Pulvers versehen.
Beispiel 2.24
[0182] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.23 wurden hergestellt, ohne dass die Aktivstoffzusammensetzung(en)
und/oder die Verstärkerzusammensetzung(en) mit einer wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Folie umhüllt sind.
Beispiel 2.25
[0183] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.24 wurden mit insgesamt 10 bis 100 g Aktivstoffzusammensetzung
versehen, bevorzugt mit 25 bis 80 g, besonders bevorzugt mit 35 bis 60 g, bezogen
auf die Summe aller Aktivstoffzusammensetzungen des Abgabesystems.
Beispiel 2.26
[0184] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.25 wurden mit insgesamt 2 bis 45 g Verstärkerzusammensetzung
versehen, bevorzugt mit 5 bis 25 g, besonders bevorzugt mit 7 bis 15 g, bezogen auf
die Summe aller Verstärkerzusammensetzungen des Abgabesystems.
Beispiel 2.27
[0185] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.26 wiesen wenigstens eine Verstärkerkammer
auf, die ein Innenraumvolumen von 2,0 bis 20 mL besitzt, bevorzugt von 2,5 bis 10
mL, besonders bevorzugt von 3,0 bis 5,0 mL, insbesondere von 3,5 bis 4,5 mL.
Beispiel 2.28
[0186] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.27 wurden mit zwei, drei, vier, fünf, sechs
oder mehr Verstärkerkammern versehen, die jeweils das gleiche Innenraumvolumen aufweisen.
Beispiel 2.29
[0187] Die Abgabesysteme der Beispiele 2 bis 2.28 wurden mit mehr als einer, also mit mindestens
zwei oder drei, vier, fünf, sechs oder mehr wasserunlösliche Verstärkerkammern versehen,
bei denen das gesamte Innenraumvolumen der Verstärkerkammern im Abgabesystem 4,0 bis
40 mL beträgt, besonders bevorzugt 8,0 bis 20 mL, ganz besonders bevorzugt 10 bis
15 mL.
Beispiel 3
[0188] Es wurde eine Angebotsform hergestellt, welche einen Grundkörper, umfassend eine
Befestigungsvorrichtung sowie einem mit dem Grundkörper verbundenen Austauschkörper
aufweist, welcher seinerseits ein Abgabesystem nach einem der Beispiele 1 bis 1.38
oder 2 bis 2.29 umfasst.
Beispiel 3.1
[0189] Die Angebotsform nach Beispiel 3 wurde derart ausgestaltet, dass der Austauschkörper
mit dem Grundkörper durch eine mechanische Verbindung, beispielweise eine Rast-, Schnapp,
Klemm- oder Steckverbindung lösbar verbunden ist.
Beispiel 3.2
[0190] Die Angebotsform nach Beispiel 3 wurde derart ausgestaltet, dass der Austauschkörper
mit dem Grundkörper durch eine adhäsive Verbindung lösbar verbunden ist.
Beispiel 3.3
[0191] Die Angebotsform nach Beispiel 3 wurde derart ausgestaltet, dass der Austauschkörper
mit dem Grundkörper durch eine magnetische Verbindung lösbar verbunden ist.
Beispiel 3.4
[0192] Die Angebotsformen der Beispiele 3 bis 3.3 wurden mit einer Befestigungsvorrichtung
versehen, welche dazu eingerichtet ist, die Angebotsform an einem im Innenraum der
Geschirrspülmaschine befindlichen Geschirrkorb zu befestigen.
Beispiel 4
[0193] Es wurde ein Reinigungsverfahren in einer Geschirrspülmaschine durchgeführt, bei
welchem
- i) Geschirr in den Innenraum der Geschirrspülmaschine eingebracht wurde
- ii) Geschirrspülmittel in Form einer Einmaldosis in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
eingebracht wurde
- iii) ein von dem Geschirrspülmittel verschiedenes Abgabesystems nach einem der Beispiel
1 bis 1.38 oder nach einem der Beispiele 2 bis 2.29 oder einer Angebotsform nach einem
der Beispiele 3 bis 3.4 in den Innenraum der Geschirrspülmaschine eingebracht wurde
- iv) Nachfolgend der Geschirrspülzyklus durchgeführt wurde.
Beispiel 4.1
[0194] Die Reinigungsverfahren aus Beispiel 4 wurden durchgeführt, indem das Geschirrspülmittel
in Schritt ii) und das Abgabesystem nach einem der Beispiel 1 bis 1.38 oder nach einem
der Beispiele 2 bis 2.29 oder eine Angebotsform nach einem der Beispiele 3 bis 3.4
in Schritt iii) in unterschiedliche Bereiche des Innenraums der Geschirrspülmaschine
eingebracht wurden.
Beispiel 4.2
[0195] Die Reinigungsverfahren aus Beispiel 4 und 4.1 wurden durchgeführt, indem das Geschirrspülmittel
in Schritt ii) in eine im Innenraum der Geschirrspülmaschine befindliche Dosierkammer
eingebracht wurde.
Beispiel 4.3
[0196] Die Reinigungsverfahren aus den Beispielen 4 bis 4.2 wurden in einer Geschirrspülmaschine
durchgeführt, die in ihrem Innenraum mindestens einen zentral angeordneten rotierenden
Sprüharm aufwies.
Beispiel 4.4
[0197] Die Reinigungsverfahren aus den Beispielen 4 bis 4.2 wurden in einer Geschirrspülmaschine
durchgeführt, die in ihrem Innenraum mindestens einen zentral angeordneten rotierenden
Sprüharm aufwies, dessen rotierender Arm eine runde Fläche definiert, wobei das Abgabesystem
nach einem der Beispiele 1 bis 1.38 oder nach einem der Beispiele 2 bis 2.29 oder
eine Angebotsform nach einem der Beispiele 3 bis 3.4 in einem Bereich des Innenraum
der Geschirrspülmaschine eingebracht wurde, welcher außerhalb des Innenvolumens eines
orthogonal auf der Außenlinie der runden Fläche aufsetzenden Zylinders befindlich
war.
Beispiel 4.5
[0198] Die Reinigungsverfahren aus den Beispielen 4 bis 4.4 wurden durchgeführt, indem das
Abgabesystem nach einem der Beispiel 1 bis 1.38 oder nach einem der Beispiele 2 bis
2.29 oder eine Angebotsform nach einem der Beispiele 3 bis 3.4 in die untere Hälfte
des Innenraums der Geschirrspülmaschine eingebracht wurde.
Beispiel 5
[0199] Das Abgabesystem nach einem der Beispiele 1 bis 1.38 oder nach einem der Beispiele
2 bis 2.29 oder eine Angebotsform nach einem der Beispiele 3 bis 3.4 wurde über mehrere
Geschirrspülzyklen verwendet, bevorzugt über mindestens fünf maschinellen Geschirrspülzyklen,
vorzugsweise von mindestens zehn maschinellen Geschirrspülzyklen und insbesondere
von mindestens fünfzehn maschinellen Geschirrspülzyklen, beispielsweise für mindestens
zwanzig maschinelle Geschirrspülzyklen.
Beispiel 6
[0200] Es wurden Abgabesystem hergestellt, indem:
- i) wasserunlösliche Aktivstoffkammer, welche eine Mehrzahl von Öffnungen aufweist,
durch welche der Eintritt einer wässrigen Flotte in das Innere der Aktivstoffkammer
möglich ist, bereitgestellt wurden;
- ii) wasserlösliche oder wasserdispergierbare fester Aktivstoffzusammensetzung, umfassend
b1) mindestens eine strukturgebende Substanz aus der Gruppe der Polysaccharide
b2) mindestens einen reinigungsaktiven Aktivstoff bereitgestellt wurden;
- iii) die wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren festen Aktivstoffzusammensetzung
in den Innenraum der wasserunlöslichen Aktivstoffkammern eingebracht wurden.
Beispiel 6.1
[0201] Das Verfahren aus Beispiel 6 wurde durchgeführt, indem wasserlösliche oder wasserdispergierbare
feste Aktivstoffzusammensetzung vor dem Einbringen in den Innenraum der wasserunlöslichen
Aktivstoffkammer durch Gießen, Tablettieren oder Extrudieren formgebend verarbeitet
wurden.