Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine gemäss Oberbegriff von Anspruch 1.
Hintergrund
[0002] Eine derartige Waschmaschine wird z.B. in
EP 1693500 und
EP 2944717 beschrieben. Gezeigt wird eine Waschmaschine, welche mehrere an einer Stirnseite
der Trommel angeordnete Füllringe aufweist. Jeder der Füllringe ist mit einem von
mehreren über den Umfang der Trommel angeordneten Tanks verbunden. Zudem dient eine
Einspritzvorrichtung zu gezieltem Einspritzen einer Flüssigkeit in die Füllringe,
damit die einzelnen Tanks individuell gefüllt werden können und dadurch eine Auswuchtung
der Trommel ermöglicht wird. So kann ein ruhiger Schleudervorgang erreicht werden.
[0003] Die gezielte Befüllung der einzelnen Tanks verläuft jedoch nicht immer reibungslos.
Bei der oben beschriebenen Art von Auswuchtung besitzt jeder der Füllringe einen Ablauf
zu mindestens einem der Tanks, damit das Wasser über den Füllring in den jeweiligen
Tank zugeführt werden kann. Ist einer dieser Abläufe blockiert, ist eine Unwuchtkompensation
nicht mehr gewährleistet.
Aufgabe und Lösung
[0004] Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Waschmaschine der oben beschriebenen Art
bereitzustellen, welche eine zuverlässige Unwuchtkompensation während eines Waschvorgangs
ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird von der Waschmaschine gemäss dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst.
Demgemäss weist die Waschmaschine folgende Komponenten auf:
- einen Bottich,
- eine im Bottich angeordnete und um eine horizontale Drehachse drehende Trommel, welche
die zu behandelnde Wäsche enthält. Der Begriff "horizontale Drehachse" wird in der
Beschreibung weiter unten definiert.
- mehrere, an der Trommel angeordnete Tanks zur Aufnahme von Flüssigkeit zwecks Kompensation
einer Unwucht der Trommel. Mittels selektiven Befüllens der einzelnen Tanks kann die
Unwucht ausgeglichen werden.
- einen, an einer Stirnseite der Trommel um die Drehachse herum angeordneten Ringkörper,
wobei der Ringkörper mehrere konzentrische Füllringe aufweist. Die Füllringe haben
unterschiedliche Durchmesser. Zudem besitzt jeder Füllring ein Abflussrohr, welches
mit zu mindestens einem der Tanks in Verbindung steht, damit Flüssigkeit vom Füllring
in einen der Tanks zuführbar ist.
- eine Einspritzvorrichtung zum Einspritzen von Flüssigkeit in die Füllringe. Das Wasser
wird in jeden Füllring gespritzt, sodass anschliessend die einzelnen Tanks gezielt
mit Wasser beliefert werden können. Eine derart gezielte Befüllung der Tanks mit Wasser
ermöglicht eine präzise Unwuchtkompensation.
[0006] Dabei ist ein wasserdurchlässiges Filterelement vorgesehen, welches am Ringkörper
angeordnet ist. D.h. das Filterelement ist derart am Ringkörper angeordnet, dass ein
Eintritt von im Waschwasser enthaltenem Schmutz, z.B. mitgewaschene Nastücher, in
die Füllringe verhindert wird. Dies führt dazu, dass die Abflussrohre der Füllringe
frei von Verstopfungen bleiben und die Flüssigkeitszufuhr vom Füllring in den Tank
gewährleistet ist. Auf diese Weise wird ein zuverlässiger unwuchtkompensierter Waschvorgang
ermöglicht.
[0007] Insbesondere ist der Ringkörper aus einem Kunststoff gefertigt.
[0008] Vorteilhaft ist das Filterelement an einem peripheren Rand des Ringkörpers angeordnet.
Dadurch werden alle Füllringe vor Verschmutzung geschützt und das Risiko einer möglichen
Verstopfung und folglich einer unzuverlässigen Unwuchtkompensation niedrig gehalten.
[0009] Insbesondere ist das Filterelement entlang des gesamten Umfangs des Ringkörpers angeordnet.
Insbesondere kann das wasserdurchlässige Filterelement aus einem Kunststoff hergestellt
sein.
[0010] Mit Vorteil weist das Filterelement hervorstehende Komponenten mit einem ersten Ende
und einem zweiten Ende auf, wobei die hervorstehenden Komponenten mit dem ersten Ende
am peripheren Rand des Ringkörpers fixiert sind und das zweite Ende frei ist. Die
hervorstehenden Komponenten sind kreisförmig entlang des Ringkörpers angeordnet und
verlaufen in Radialrichtung. Insbesondere ist die Länge sämtlicher hervorstehender
Komponenten identisch, kann aber in einer besonderen Ausführungsform auch unterschiedlich
sein.
[0011] Insbesondere umfasst das Filterelement mindestens 30, insbesondere mindestens 50,
hervorstehende Komponenten entlang des Umfangs. Zudem weisen benachbarte hervorstehende
Komponenten einen gegenseitigen Abstand von maximal 40 mm, insbesondere maximal 30
mm, auf. Eine derartige Dichte der hervorstehenden Komponenten erlaubt eine effiziente
Filterung.
[0012] Vorteilhaft sind die hervorstehenden Komponenten Nadeln, welche mindestens fünfmal,
insbesondere mindestens zehnmal, so lang wie breit sind. Dies hat den Vorteil, dass
die mitgeführten Gegenstände, wie z.B. Stofffetzen, während des Waschvorgangs an den
Nadeln hängen bleiben.
[0013] Weiterhin sind die Nadeln mit einem Winkel von mindestens 20°, insbesondere von mindestens
30°, zur horizontalen Drehachse der Trommel geneigt. Eine derartige schräge Anordnung
ermöglicht eine Fliehkraftrichtung, damit die angehefteten Stofffetzen während eines
Schleudervorgangs am Ende des Waschzyklus effizient von der Nadel weggeschleudert
werden können.
[0014] In einer besonderen Ausführungsform sind die hervorstehenden Komponenten Schaufeln.
Die Schaufeln weisen eine Breite in Richtung der horizontalen Drehachse auf, welche
mindestens halb so lang, insbesondere mindestens gleich lang, ist, wie eine Erstreckung
der Schaufeln in Radialrichtung des Ringkörpers. Mit Vorteil haben die Schaufeln in
Radialrichtung des Ringkörpers eine Kurvenform, insbesondere mit einem konstanten
Radius. Die Kurvenform ist derart ausgelegt, dass der "Schöpfwirkungsgrad" der Schaufeln
zwischen 1400 Umdrehungen pro Minute und 1600 Umdrehungen pro Minute am grössten ist,
um dort den höchsten Unterdruck im Achsbereich zu erzeugen.
[0015] Eine derartige Ausführungsform hat, neben einer filternden Wirkung, den Vorteil,
dass bei hohen Drehzahlen und entsprechender Drehrichtung Luft radial von innen nach
aussen befördert wird.
[0016] Die Waschmaschine kann einen Bottich mit einer Bottichrückwand aufweisen, wobei die
hervorstehenden Komponenten des Ringkörpers derart ausgestaltet sind, dass ein Abstand
zwischen der Bottichrückwand und den hervorstehenden Komponenten maximal 10 mm, insbesondere
maximal 5 mm, insbesondere maximal 3 mm, beträgt. Dies hat den Vorteil, dass der Raum
zwischen der Bottichrückwand und den Nadeln des Filterelements gut geschlossen bleibt,
damit mitgeführte Stofffetzen effektiv herausgefiltert werden können.
[0017] Zudem kann der Ringkörper mindestens vier, insbesondere mindestens fünf, insbesondere
mindestens sechs, Füllringe umfassen. Die Füllringe haben unterschiedliche Durchmesser,
damit sie in Axialrichtung einander überlappen können.
[0018] Der Ringkörper kann während des Waschvorgangs in eine Flotte im unteren Bereich des
Bottichs eintauchen. Das am Ringkörper angeordnete Filterelement kann derart ausgestaltet
sein, dass mitgeführte Gegenstände aus der Flotte, z.B. Flusen und Stofffetzen, am
Filterelement hängen bleiben.
[0019] Insbesondere bildet jeder Füllring mindestens eine ringförmige Füllrinne, welche
mittels des Abflussloches mit einem der Tanks in Verbindung steht.
[0020] Weiterhin kann jeder Füllring eine Mehrzahl an Mitnehmern für die Flüssigkeit aufweisen.
Im Wesentlichen sind die Mitnehmer Wände, welche in Radialrichtung und quer zur Tangentialrichtung
angeordnet sind und sich in dieser Richtung erstrecken. Mittels dieser Mitnehmer wird
die Flüssigkeit, welche von der Einspritzvorrichtung in den Füllring eingespritzt
wird, in Tangentialrichtung beschleunigt, damit die Flüssigkeit auch bei geringen
Drehgeschwindigkeiten im Füllring verbleibt und schlussendlich in die Tanks zugeführt
werden kann.
[0021] Insbesondere werden die Mitnehmer von den radial angeordneten Wänden der Füllringe
begrenzt. Dabei werden die Füllrinnen in Rinnenabschnitte unterverteilt.
[0022] Vorzugsweise stehen die Rinnenabschnitte mittels Verbindungsöffnungen, welche radial
am äussersten Bereich angeordnet sind, miteinander in Verbindung.
[0023] Vorteilhaft wird die beschriebene Waschmaschine wie folgt betrieben:
- Drehung des Ringkörpers, welcher teilweise in eine im Bottich liegende Flotte eintaucht;
- Anhaften von in der Flotte mitgeführten Gegenständen am Filterelement während mehreren
Drehungen des Ringkörpers;
- Wegschleudern der mitgeführten Gegenstände vom Filterelement zurück in die Flotte,
insbesondere während eines Schleudervorgangs mit einer Trommeldrehzahl von mindestens
400 Umdrehungen pro Minute;
- insbesondere Herauspumpen der Flotte mit den vom Filterelement zurück in die Flotte
geschleuderten Gegenstände aus der Waschmaschine.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen
die Figuren:
Fig. 1: eine Trommel einer Waschmaschine in perspektivischer Ansicht von hinten, wobei
ein Ringkörper gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung an der Stirnseite
der Trommel angeordnet ist,
Fig. 2: eine erste Ansicht des Ringkörpers nach dem ersten Ausführungsbeispiel von
vorne,
Fig. 3: eine zweite Ansicht des Ringkörpers nach dem ersten Ausführungsbeispiel von
oben,
Fig. 4: eine Schnittansicht durch den Ringkörper nach dem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 5: einen Ringkörper nach einer zweiten Ausführungsform in perspektivischer Ansicht,
Fig. 6: ein Ringkörper nach einer zweiten Ausführungsform von vorne,
Fig. 6a: eine Detailansicht einer hervorstehenden Komponente des Ringkörpers nach
dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Definitionen:
[0025] Der Begriff "horizontale Drehachse" bezeichnet die Drehachse der Trommel, wobei die
Drehachse einen Winkel von höchstens 15 Grad, insbesondere höchstens 5 Grad, zur Horizontalen
einnimmt. Auf dieser Weise wirkt die Schwerkraft überwiegend radial zur Trommelachse.
Die Begriffe "radial", "in Radialrichtung" etc. umfassen Richtungen senkrecht zur
horizontalen Drehachse und sind in den Figuren mit RA illustriert.
[0026] Die Begriffe "axial", "in Axialrichtung" etc. bezeichnen Richtungen parallel zur
horizontalen Drehachse und sind in den Figuren mit AA illustriert.
[0027] Die "Stirnseite" der Trommel bzw. des Ringkörpers: d.h. diejenige Seite, welche gegenüber
der Benutzertüre positioniert ist.
[0028] Die Begriffe "hinten", "vorne", etc. beziehen sich, soweit nichts anderes gesagt
ist, auf die Anordnung in Axialrichtung bei bestimmungsgemässer Montage der Waschmaschine.
Die Vorderseite der Waschmaschine ist diejenige Seite, auf welcher die Benutzertüre
angeordnet ist.
[0029] Die Begriffe "hoch", "tief", "oben", "unten" etc. beziehen sich, soweit nichts anderes
gesagt ist, auf die Anordnung in Vertikalrichtung bei bestimmungsgemässer Montage
der Waschmaschine, wobei die Vertikalrichtung senkrecht zur Axialrichtung ist. Der
tiefste Punkt eines Füllrings ist somit beispielsweise derjenige Punkt, an welchem
sich das Wasser im Füllring ansammelt, wenn die Trommel dreht.
Einführung:
[0030] Wie bereits erwähnt, betrifft die vorliegende Erfindung eine Waschmaschine mit einem
Bottich, wobei eine Trommel mit horizontaler Drehachse im Bottich vorgesehen ist.
Über den Umfang der Trommel sind eine Mehrzahl von Tanks angeordnet, welche der Aufnahme
von Flüssigkeit dienen, und mit denen die Trommel ausgewuchtet wird. An der hinteren
Stirnseite der Trommel ist ein Ringkörper angeordnet, welcher mehrere Füllringe besitzt.
Vorzugsweise ist pro Tank jeweils ein Füllring vorgesehen. Zudem umfasst die Waschmaschine
eine Einspritzvorrichtung, welche gezielt Flüssigkeit in die Füllringe einspritzt.
Die Flüssigkeit strömt vom Füllring über ein Abflussrohr in den Tank. Eine Steuerung
definiert, welche Menge Flüssigkeit in welche Tanks eingefüllt wird. Dadurch lässt
sich eine präzise Auswuchtung der Trommel erreichen.
[0031] Derartige Waschmaschinen sind der Fachperson bekannt. Beispiele von solchen Geräten
werden z.B. beschrieben in
EP 1 693 500 B1 und
EP 2 944 717 B1.
[0032] Die oben beschriebenen Komponenten werden in dieser Schrift nicht mehr ausführlich
erläutert, da sie der Fachperson bekannt sind. Im Folgenden wird auf das Filterelement
fokussiert, welches am Ringkörper angeordnet ist.
Ausführung:
[0033] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen beschrieben sind, ist
klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in
auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden
kann.
[0034] Fig. 1 zeigt eine Trommel 1 mit horizontaler Drehachse 2 in perspektivischer Ansicht.
An der hinteren Stirnseite der Trommel 1 ist ein Ringkörper 4 angeordnet, welcher
sechs konzentrische Füllringe 5 umfasst. Derjenige Füllring 5, welcher in Radialrichtung
am nächsten zur horizontalen Drehachse 2 liegt, hat den kleinsten Durchmesser. Derjenige
Füllring 5, welcher in Radialrichtung am weitesten von der horizontalen Drehachse
2 entfernt ist, hat den grössten Durchmesser. Jeder Füllring 5 steht in Verbindung
mit einem Abflussrohr 6, über welches eingespritzte Flüssigkeit vom Füllring 5 zu
einem Tank 3 führt. In diesem Ausführungsbeispiel sind sechs Abflussrohre 6 und sechs
Tanks 3 gezeigt, jeweils ein Abflussrohr 6 und ein Tank 3 pro Füllring.
[0035] Die Abflussrohre 6 sind an einer Stirnseite des Ringkörpers 4 befestigt und verlaufen
in Radialrichtung zum Aussenrand des Ringkörpers 4, wobei das Abflussrohr 6 in Radialrichtung
über den Aussenrand des Ringkörpers 4 herausragt. Die Abflussrohre 6 sind paarweise
angeordnet und gleichmässig über den Ringkörper 4 verteilt, d.h. der Winkel zwischen
den Mittelpunkten der Abflussrohrpaare misst 120 Grad. Am radial äussersten Punkt
des Abflussrohrs 6 ist eine Verbindung mit dem Tank 3 gebildet, wobei Fig. 1 nur die
Hinterseite des Tanks 3 zeigt. Jeder Tank 3 erstreckt sich mit seiner Längsachse über
die gesamte axiale Länge der Trommel 1, wobei der Innenbereich der Tanks in axialer
Länge in zwei getrennte Abschnitte unterteilt ist.
[0036] Weiterhin umfasst der Ringkörper 4 ein Filterelement 7, welches sich peripher entlang
des Umfangs des Ringkörpers 4 erstreckt. Das Filterelement 7 weist eine Vielzahl von
hervorstehenden Komponenten 8 mit einem ersten Ende 8a und einem zweiten Ende 8b auf.
Die hervorstehenden Komponenten 8 sind mit dem ersten Ende 8a am äussersten Rand des
Ringkörpers 4 befestigt und das zweite Ende 8b liegt frei.
[0037] In dieser Ausführung sind die hervorstehenden Komponenten 8 Nadeln 9, wobei die Länge
der Nadeln ca. 10-mal so gross ist wie die Breite. Zudem sind die Nadeln 9 schräg
angeordnet und weisen einen Winkel 9a zwischen ca. 30-40°, zur horizontalen Drehachse
der Trommel 2 auf. Benachbarte Nadeln 9 zeigen einen gegenseitigen Abstand von ca.
4 cm.
[0038] Fig. 2 zeigt den Ringkörper 4 gemäss Fig. 1 von vorne. In dieser Ansicht sind Mitnehmer
11 sichtbar, welche den Füllring 5 in mehrere Rinnenabschnitte 12 aufteilen. Die Mitnehmer
11 sind in jedem Füllring 5 angeordnet und erstrecken sich in Radialrichtung. Sie
werden begrenzt durch die radial verlaufenden Wände der Füllringe 5 und teilen die
Füllringe 5 in Kompartimente auf. Vorzugsweise sind die Mitnehmer 11 aus dem gleichen
Material gefertigt wie die Füllringe 5.
[0039] Der Aufbau der Füllringe 5 ist in Fig. 3 und Fig. 4 ersichtlich. Fig. 3 zeigt den
Ringkörper 4 gemäss Fig. 1 von oben und Fig. 4 zeigt den Ringkörper 4 gemäss Fig.
1 in Schnittansicht. Die Wand des innersten Füllrings erstreckt sich am weitesten
in Axialrichtung weg von der Trommel 1, während die darauffolgenden Füllringe 5 sich
zurücknehmend versetzen.
[0040] Die hervorstehenden Komponenten 8, hier Nadeln 9, erstrecken sich so weit, dass sie
in Axialrichtung über die Wand des innersten Füllrings 5 herauskommen.
[0041] Der tiefste Punkt des Füllrings 5 bildet eine Füllrinne 14, welche in Radialrichtung
von der sich in Axialrichtung erstreckenden Wand des Füllrings 5 begrenzt wird. Die
Rinnenabschnitte 12 stehen über Verbindungsöffnungen 13 miteinander in Verbindung,
was eine freie Strömung der Flüssigkeit entlang dem gesamten Umfang des Füllrings
5 erlaubt.
[0042] Weiterhin sind auch die sechs Abflussrohre 6 gezeigt, wobei jeweils ein Abflussrohr
eine Verbindung zwischen einem Füllring 5 und einem Tank 3 formt. Die Abflussrohre
verlaufen in einem ersten Abschnitt radial nach aussen und in einem zweiten Abschnitt
in Axialrichtung. Anschliessend münden die Abflussrohre 6 in den Tank 3.
[0043] Während eines Waschvorgangs kann der Ringkörper gemäss diesem Ausführungsbeispiel
in eine Flotte im unteren Bereich des Bottichs eintauchen. Verschmutzungen, wie z.B.
Flusen und Stofffetzen, können sich in der Flotte befinden und in einem Füllring 5
landen, sofern keine Filtrierung der Flotte stattfindet. Die Verschmutzungen bleiben
z.B. in einem Rinnenabschnitt 12 zwischen zwei Mitnehmern 11 stecken. Dadurch werden
die Füllrinnen 14 verstopft. Die Flüssigkeit kann über das Abflussrohr 6 nicht mehr
in den Tank 3 zugeführt werden. Demgemäss kann die Unwucht nicht mehr richtig kompensiert
werden.
[0044] Eine Anordnung des Filterelements 7 am Ringkörper 4 verringert das Risiko solcher
Verstopfungen, da die hervorstehenden Komponenten 8 die mitgeführten Gegenstände,
wie oben beschrieben, herausfiltern werden.
[0045] Ein zweites Ausführungsbeispiel ist gezeigt in den Figuren 5, 6 und 6a. Auch in dem
zweiten Ausführungsbeispiel ist eine Vielzahl an hervorstehenden Komponenten 8 am
Ringkörper 4 befestigt. Die hervorstehenden Komponenten 8 sind nicht mehr als Nadeln
9, sondern als Schaufeln 10 geformt. Die Schaufeln 10 haben eine Breite 10a in Axialrichtung,
welche mindestens halb so lang, insbesondere mindestens gleich lang, ist, wie eine
Erstreckung 10b der Schaufeln 10 in Radialrichtung des Ringkörpers 4. Zudem weisen
die Schaufeln 10 in Radialrichtung des Ringkörpers 4 eine Kurvenform 10c mit konstantem
Radius auf. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass bei hohen Drehzahlen Luft radial
von innen nach aussen befördert wird.
1. Waschmaschine, umfassend
- einen Bottich,
- eine im Bottich angeordnete und um eine horizontale Drehachse (2) drehende Trommel
(1),
- mehrere, an der Trommel (1) angeordnete Tanks (3 zur Aufnahme von Flüssigkeit zwecks
Kompensation einer Unwucht der Trommel (1),
- einen, an einer Stirnseite der Trommel (1) um die horizontale Drehachse (2) herum
angeordneten Ringkörper (4),
wobei der Ringkörper (4) mehrere konzentrische Füllringe (5) aufweist,
wobei die Füllringe (5) unterschiedliche Durchmesser aufweisen,
wobei mit jedem Füllring (5) Flüssigkeit durch ein in jedem Füllring (5) angeordneten
Abflussrohr (6) in einen der Tanks (3) zuführbar ist,
- eine Einspritzvorrichtung zum Einspritzen von Flüssigkeit in die Füllringe (5),
dadurch gekennzeichnet, dass ein wasserdurchlässiges Filterelement (7) am Ringkörper (4) angeordnet ist.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1, wobei das Filterelement (7) an einem peripheren Rand
des Ringkörpers (4) angeordnet ist.
3. Waschmaschine nach Anspruch 2, wobei das Filterelement (7) hervorstehende Komponenten
(8) mit einem ersten Ende (8a) und einem zweiten Ende (8b) aufweist, wobei die hervorstehenden
Komponenten (8) mit dem ersten Ende (8a) am peripheren Rand des Ringkörpers (4) fixiert
sind und das zweite Ende (8b) frei ist.
4. Waschmaschine nach Anspruch 3, wobei das Filterelement (7) mindestens 30, insbesondere
mindestens 50, hervorstehende Komponenten (8) umfasst.
5. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei benachbarte hervorstehende
Komponenten (8) einen gegenseitigen Abstand von maximal 40 mm, insbesondere maximal
30 mm, aufweisen.
6. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die hervorstehenden Komponenten
(8) Nadeln (9) sind, welche mindestens fünfmal, insbesondere mindestens zehnmal, so
lang wie breit sind.
7. Waschmaschine nach Anspruch 6, wobei die Nadeln (9) mit einem Winkel 9a von mindestens
20°, insbesondere von mindestens 30°, zur horizontalen Drehachse der Trommel (2) geneigt
sind.
8. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die hervorstehenden Komponenten
(8) Schaufeln (10) sind.
9. Waschmaschine nach Anspruch 8, wobei die Schaufeln (10) eine Breite (10a) in Richtung
der horizontalen Drehachse (2) aufweisen, welche mindestens halb so lang, insbesondere
mindestens gleich lang, ist, wie eine Erstreckung (10b) der Schaufeln (10) in Radialrichtung
des Ringkörpers (4).
10. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Schaufeln (10) in Radialrichtung
des Ringkörpers (4) eine Kurvenform (10c), insbesondere mit einem konstanten Radius,
aufweisen.
11. Waschmaschine einem der Ansprüche 3 bis 10, wobei der Bottich eine Bottichrückwand
aufweist, wobei die hervorstehenden Komponenten 8 derart ausgestaltet sind, dass ein
Abstand zwischen der Bottichrückwand und den hervorstehenden Elementen (8) maximal
10 mm, insbesondere maximal 5 mm, insbesondere maximal 3 mm, beträgt.
12. Waschmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Filterelement (7)
aus einem Kunststoff hergestellt ist.
13. Waschmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Ringkörper (4) mindestens
vier, insbesondere mindestens fünf, insbesondere mindestens sechs, Füllringe (5) aufweist.
14. Waschmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Ringkörper (4) in
eine Flotte eingetaucht ist, wobei das Filterelement (7) derart ausgestaltet ist,
dass mitgeführte Gegenstände aus der Flotte am Filterelement (7) hängen bleiben.
15. Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine nach Anspruch 14 umfassend die folgenden
Verfahrensschritte:
- Drehung des Ringkörpers (4), welcher teilweise in eine im Bottich liegende Flotte
eintaucht,
- Anhaften von in der Flotte mitgeführten Gegenständen am Filterelement (7) während
mehreren Drehungen des Ringkörpers (4),
- Wegschleudern der mitgeführten Gegenstände vom Filterelement (7) zurück in die Flotte,
insbesondere während eines Schleudervorgangs mit einer Trommeldrehzahl von mindestens
400 Umdrehungen pro Minute,
- insbesondere Herauspumpen der Flotte mit den vom Filterelement (7) zurück in die
Flotte geschleuderten Gegenstände aus der Waschmaschine.