[0001] Die Erfindung betrifft ein Wandbauelement mit zueinander im Abstand angeordneten
Wandschalen aus Beton und mit in ihrer Grundform stabförmigen, den Abstand zwischen
den Wandschalen überbrückenden Verbindungsteilen, die mit profilierten Endabschnitten
in den Beton der Wandschalen eingebettet sind, wobei die Profilierung neben einem
sich verjüngenden Endstück von wenigstens einem der Endabschnitte zueinander im axialen
Abstand angeordnete Ringvorsprünge umfasst. Die Erfindung betrifft ferner ein Verbindungsteil
für ein solches Wandbauelement.
[0002] Ein Wandbauelement mit oben genannten Merkmalen geht aus der
EP 3 971 360 A1 hervor. Die Ringvorsprünge bilden einander gegenüberliegende Ringflächen, wobei sie
eine Ringnut seitlich begrenzen. Vom Boden der Ringnut erstrecken sich über den Stabumfang
verteilt angeordnete Noppen. Während die Ringflächen zwischenliegenden Beton hintergreifen
und so die Wandschale in axialer Richtung fixieren, wirken die Noppen einer Drehung
um die Längsachse der Verbindungsteile entgegen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein neues und in Bezug auf Herstellungsaufwand
und Materialeinsatz verbessertes Wandbauelement zu schaffen.
[0004] Das diese Aufgabe lösende Wandbauelement nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass abgesehen von dem Endstück die Profilierung des Endabschnitts lediglich durch
die Ringvorsprünge gebildet ist und dass zumindest einer der Ringvorsprünge als unterbrochener
Ringvorsprung mit über den Stabumfang verteilt angeordneten Ringsegmenten ausgebildet
ist.
[0005] Vorteilhaft vereint das Verbindungsteil des erfindungsgemäßen Wandbauelements unter
Materialeinsparung die Festlegung der Wandschale in sowohl axialer Translationsrichtung
als auch axialer Drehrichtung durch einen einzigen Ringvorsprung. Darüber hinaus erlaubt
der unterbrochene Ringvorsprung, dessen Segmente leicht von noch flüssigem Beton umströmt
werden können, eine exakte, von Abschattungslücken freie Einbettung in den Beton.
[0006] Es versteht sich, dass die Ringsegmente über den Stabumfang vorzugsweise gleichmäßig
verteilt sind.
[0007] Der axiale Abstand zwischen den Ringvorsprüngen übertrifft die Breite der Ringvorsprünge
vorzugsweise um ein Mehrfaches.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Ringvorsprünge möglichst nahe der
nächstliegenden Oberfläche der Wandschale angeordnet und sind gegebenenfalls damit
bündig.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Ringsegmente in zumindest
einer die Stabachse senkrecht schneidenden Ebene angeordnet. Denkbar ist auch ein
abwechselnder Versatz zu dieser Ebene. Vorzugsweise sind die Ringsegmente in Bezug
auf diese Ebene symmetrisch angeordnet.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den Ringsegmenten um Noppen,
insbesondere in der Form von Kegeln oder Kegelstümpfen. Die Anzahl der Ringsegmente
pro Ringvorsprung kann z.B. drei oder neun betragen. Besonders bevorzugt kann insbesondere
der Ringvorsprung am freien Ende mindestens fünf Noppen, vorteilhaft in einem Abstand
von mindestens 6 mm, aufweisen.
[0011] In einer Ausführungsform der Erfindung sind Ringsegmente mit länglichem Querschnitt
vorgesehen, wobei sich die Längsachse der Querschnitte in axialer Richtung erstreckt.
[0012] In weiterer Ausgestaltung kann das Wandbauelement eine lastabtragende Dämmung zwischen
den Wandschalen aufweisen, die zur Belastbarkeit des Wandbauelements z.B. bei Winddruck
beiträgt, so dass in Kombination eine entsprechend niedrige Anzahl von kleinen Ringsegmenten
eingesetzt werden kann.
[0013] Die Verbindungsteile können in ihrem zwischen den Endabschnitten liegenden Mitteilteil
Ringvorsprünge aufweisen, die der Fixierung z.B. im Ortbetonverguss oder der Dämmung
dienen.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann mindestens ein Ringvorsprung bzw. ein
Ringsegment mehr als 3 mm, insbesondere mehr als 4 mm über dem Stabdurchmesser vorstehen.
[0015] Weiter vorteilhaft kann ein Ringvorsprung bzw. ein Ringsegment nicht drehsymmetrisch
ausgebildet sein und/oder radial am weitesten nach außen vorstehen, wobei der Ringvorsprung
bzw. das Ringsegment insbesondere über einen Draht bzw. ein Seil an einer Bewehrung
einer der Wandschalen befestigt sein kann. Der Ringvorsprung bzw. das Ringsegment
kann dabei mindestens eine seitliche Ausbuchtung zur Führung eines Drahts bzw. eines
Seils aufweisen. Über diesen seitlich vorstehende/-n Ringvorsprung bzw. Ringsegment
wird eine besonders stabile Befestigung des Wandbauelements an einem Bewehrungsgitter
ermöglicht. Der Ringvorsprung bzw. das Ringsegment kann dabei das Bewehrungsgitter
hintergreifen und über einen Draht bzw. ein Seil, welches vorzugsweise mindestens
einer seitlichen Ausbuchtung in dem vorstehenden Ringvorsprung bzw. dem Ringsegment
geführt ist, mit dem Bewehrungsgitter verbunden sein. Hierdurch kann derartiges Verbindungsteil
direkt an dem Bewehrungsgitter positioniert und gehalten werden, was bei der Vormontage
vor dem Verguss mit Beton hilfreich ist. Eine derartige Ausgestaltung stellt eine
unabhängige Erfindung dar, welche insbesondere unabhängig davon ist, ob abgesehen
von dem Endstück die Profilierung des Endabschnitts lediglich durch die Ringvorsprünge
gebildet ist und ob zumindest einer der Ringvorsprünge als unterbrochener Ringvorsprung
mit über den Stabumfang verteilt angeordneten Ringsegmenten ausgebildet ist.
[0016] Weiter vorteilhaft kann ein weiterer Ringvorsprung bzw. ein weiteres Ringsegment,
welcher/welches in Längsrichtung des Verbindungsteils vorzugsweise um 4 mm bis 9 mm
beabstandet zu dem ersten Ringvorsprung bzw. Ringsegment und vorzugsweise in Umfangsrichtung
insbesondere um 90° versetzt angeordnet ist, mehr als 3 mm, insbesondere mehr als
4 mm über dem Stabdurchmesser vorstehen. Hierdurch wird ermöglicht, das Verbindungsteil
an der Kreuzung zweier Stäbe eines Bewehrungsgitters anzuordnen, wobei sich der erste
Ringvorsprung bzw. das erste Ringsegment und der zweite Ringvorsprung bzw. das zweite
Ringsegment an unterschiedlichen Stäben anlegen und dort wie zuvor beschrieben über
einen Draht bzw. ein Seil befestigt werden können. Hierzu kann auch der weitere Ringvorsprung
bzw. das weitere Ringsegment mindestens eine seitliche Ausbuchtung aufweisen.
[0017] Weiter vorteilhaft kann ein Endabschnitt des Verbindungsteils mindestens eine Schneide
mit einer zugeordneten, vorzugsweise wendelförmigen Nut umfassen. Die Steigung der
Schneide ist dabei vorzugsweise geringer als die Steigung der wendelförmigen Nut.
Zudem kann sich die Schneide vorteilhaft zumindest abschnittsweise in radialer Richtung
erstrecken und insbesondere als Gerade ausgebildet sein. Besonders bevorzugt umfasst
der Endabschnitt zwei oder mehr Schneiden mit entsprechenden Nuten, wobei die Schneiden
vorzugsweise gleichmäßig beabstandet in Umfangsrichtung angeordnet sind. Eine derartige
Ausgestaltung eines Verbindungsteils mit einem solchen Endabschnitt stellt ebenfalls
eine unabhängige Erfindung dar, welche insbesondere von den Merkmalen, welche in den
vorhergehenden Absätzen beschrieben sind, unabhängig ist.
[0018] An einem Endabschnitt des Verbindungsteils, welcher dem Endabschnitt mit der mindestens
einen Schneide gegenüberliegt, können Schlüsselflächen vorgesehen sein, welche für
einen Drehantrieb des Verbindungsteils mit einem Werkzeug greifbar sind. Die Schlüsselflächen
können beispielsweise als Außensechskant ausgebildet sein, welche über einen entsprechenden
Schlüssel oder ein Spannfutter einer Maschine drehfest gegriffen werden können.
[0019] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden,
sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Teildarstellung eines erfindungsgemäßen Wandbauelements und Figuren 2
und 3 Ausführungsbeispiele in dem Wandbauelement von Fig. 1 verwendbarer Verbindungsteile.
Die Figuren 4 bis 8 zeigen verschiedene Ansichten weiterer Ausführungsbeispiele eines
Verbindungsteils. In den Figuren 9 und 10 sind Ansichten auf einen Endabschnitt mit
Schneiden gezeigt.
[0020] Ein z.B. geschosshohes Wandbauelement umfasst zueinander im Abstand angeordnete Wandschalen
1, 2 aus Beton sowie eine Vielzahl den Abstand zwischen den Betonwandschalen 1,2 überbrückenden
Verbindungsteile 3. Die Verbindungsteile 3 sind mit Endabschnitten 4,5 in dem Beton
der Wandschalen 1, 2 eingebettet.
[0021] Bei der Wandschale 2 handelt es sich in dem Beispiel um eine Vorsatzschale, die gem.
Pfeilen 6,7 Winddruck- und Windsogkräften ausgesetzt ist.
[0022] Wie Fig. 1 erkennen lässt, sind die Endabschnitte 5 der Verbindungsteile 3 profiliert,
wobei die Profilierung ein sich verjüngendes Endstück 11 umfasst. Eine solche Profilierung
können auch die in Fig. 1 nicht vollständig dargestellten Endabschnitte 4 aufweisen.
[0023] Die Verbindungsteile 3 weisen einen stabförmigen Grundkörper in Form eines Rundstabes
auf. Wie Fig. 1 erkennen lässt, ist die Profilierung in den Endabschnitten 5 lediglich
durch zwei sich von dem Rundstab erstreckende Ringvorsprünge 8,9 gebildet.
[0024] Während der Ringvorsprung 9 nahe dem freien Ende des Endabschnitts 5 als über den
Stabumfang durchgehender Ringvorsprung ausgebildet ist, handelt es sich bei dem Ringvorsprung
8 um einen unterbrochenen Ringvorsprung aus Ringsegmenten 10. Die Ringvorsprünge 8,9
bilden einander gegenüberliegende Ringflächen, welche den Schalenbeton in einander
entgegengesetzten axialen Richtungen hintergreifen, wobei die Ringfläche des Ringvorsprungs
8 wie der gesamte Ringvorsprung unterbrochen ist. Die Ringsegmente 10 bestehen in
dem Beispiel aus kegelförmigen Noppen, wobei insgesamt z.B. neun Noppen gleichmäßig
über den Stabumfang verteilt sind. Der axiale Abstand zwischen den Ringvorsprüngen
8, 9 beträgt ein Mehrfaches der Ringbreite sowohl des Ringvorsprungs 8 als auch des
Ringvorsprungs 9. Der Ringvorsprung 8 ist bündig mit der inneren Oberfläche der Wandschale
2, während der durchgehende Ringvorsprung 9 von der Außenfläche der Wandschale 2 zurückversetzt
ist. Bei dieser Anordnung verteilt sich die Scherbelastung bei Winddruck auf den axialen
Abstand von der Außenseite der Wandschale 2 bis zum Ringvorsprung 8. Bei Windsog verteilt
sich die Lastabtragung im Wesentlichen auf den Abstand zwischen dem Ringvorsprung
9 und der inneren Oberfläche der Wandschale 2. Zwischen den Wandschalen 1,2 ist eine
Dämmung 12 vorgesehen. Die Dämmung 12 kann zusätzlich eine an die Wandschale 1 angrenzende
Ortbetonschicht enthalten.
[0025] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist auch der über den Stabumfang durchgehende
Ringvorsprung 9 als ein unterbrochener Ringvorsprung mit Ringsegmenten 10a ausgebildet.
Durch diese Maßnahme wird bei der Herstellung des Wandbauelement die Einbringung der
Verbindungsteile 3 in den noch flüssigen Beton für die Wandschale 2 erleichtert, indem
der noch flüssige Beton zwischen den Ringsegmenten durchfließt und die Verbindungsteile
somit leichter in den flüssigen Beton eingesenkt werden können.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 sind die kegelförmigen Ringsegmente 10 von
Fig. 1 durch in axialer Richtung längliche, in dieser Richtung stärker belastbare
Ringsegmente 10b ersetzt. Die Ringsegmente 10b entsprechen einem unterbrochenen Ringsteg,
welcher durch - in diesem Beispiel drei - Ausnehmungen in einem durchgehenden Ringsteg
gebildet ist.
[0027] In Figur 4 ist eine Seitenansicht auf ein Verbindungsteil 3' gezeigt, welches u.a.
zwei Ringvorsprünge 8', 9' umfasst. Wie aus der Schnittdarstellung durch den Ringvorsprung
8' in Figur 5a und der Draufsicht auf den Ringvorsprung 9' in Figur 5b zu entnehmen
ist, weist jeder der Ringvorsprünge 8', 9'drei Ringsegmente auf, welches in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt sind. Zudem sind die Ringsegmente vorteilhaft zueinander fluchtend
ausgebildet, also in Längsrichtung des Verbindungsteils 3' gesehen hintereinander
angeordnet und weisen vorteilhaft die gleiche Breite auf. Die Ringsegmente des Ringvorsprungs
9' an dem Endabschnitt 5 erstrecken sich jedoch in radialer Richtung weiter als die
Ringsegmente des Ringvorsprungs 8'. Durch die vorstehenden Ringsegmente des Ringvorsprungs
9' kann eine Bewehrung bei der Herstellung eines Wandbauelements vor dem Hinzufügen
von flüssigem Beton hintergriffen werden, was eine sichere Befestigung des Verbindungsteils
3' an der Bewehrung ermöglicht.
[0028] In Figur 6 ist eine perspektivische Darstellung eines Verbindungsteils 3'' gezeigt.
Wie sich aus dem Vergleich mit dem zuvor beschriebenen Verbindungteil 3' ergibt, sind
dort die Ringvorsprünge 8'', 9'' aneinander angrenzend ausgebildet, wobei der Ringabschnitt
8'' lediglich das Ringsegment 10c umfasst. Das Ringsegment 10c steht weiter als die
übrigen, hier nicht bezifferten Ringsegmente des Ringvorsprungs 9'' von dem Durchmesser
des stabförmig ausgebildeten Verbindungsteil 3" radial vor, insbesondere mindestens
4 mm. Das Ringsegment 10c ist nicht drehsymmetrisch ausgebildet, so dass sich der
Ringvorsprung 8'' in Umfangsrichtung nicht wiederholt. Durch das Ringsegment 10c und
die angrenzenden, nicht bezifferten Ringsegmente des Ringvorsprungs 9'' können zwei
sich kreuzende Stäbe einer Bewehrung bei der Herstellung eines Wandbauelements vor
dem Hinzufügen von flüssigem Beton hintergriffen werden, was eine besonders sichere
Befestigung des Verbindungsteils 3'' an der Bewehrung ermöglicht.
[0029] Wie Figur 7 zu nehmen ist, sind die Ringvorsprünge 8", 9'' in Längsrichtung des stabförmingen
Verbindungsteils 3" aneinander angrenzend angeordnet, insbesondere weisen zur Längsachse
des Verbindungsteils 3'' vorzugsweise rechtwinklige radiale Anlageflächen der Ringvorsprünge
8", 9'' einen Abstand von 4 mm bis 9 mm auf.
[0030] Figur 8 zeigt eine Draufsicht auf den Endabschnitt 5. Wie der gestrichelten Linie
zu entnehmen ist, kann das Ringsegment 10c mindestens eine seitliche Ausbuchtung 13
aufweisen, welche zur Führung und Halterung eines Drahts bzw. eines Seils dient, mit
welchem das Verbindung Teil 3" an einem Stab einer Bewehrung befestigt werden kann.
Vorteilhaft kann das Ringsegment 10c auf zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils mindestens
eine seitliche Ausbuchtung aufweisen. Des weiteren kann auch mindestens eines der
Ringsegmente des Ringvorsprungs 9" entsprechend eine oder mehrere Ausbuchtungen aufweisen.
[0031] Wie aus Figur 8 weiter zu entnehmen ist, kann das Ringsegment 10c vorzugsweise um
die Längsachse des Verbindungsteils 3'' versetzt zu mindest einem weiteren, hier nicht
bezifferten Ringsegment des Ringvorsprung 9'' positioniert sein, insbesondere in einem
Zwischenwinkel von 60° bis 120°, besonders bevorzugt in einem Zwischenwinkel von 80°
bis 100°. Hierdurch wird ermöglicht, das Ringsegment 10c an einem ersten Stab einer
Bewehrung anzulegen und den zweiten Ringvorsprung 9'' bzw. das zweite Ringsegment
zur Anlage an einem Stab der Bewehrung zur Anlage zu bringen, welche den vorgenannten
ersten Stab kreuzt.
[0032] In Figur 9 ist eine Seitenansicht auf einen Endabschnitt 4' gezeigt, welcher zwei
Schneiden 14a, 14b mit zugeordneten wendelförmigen Nuten 15a, 15b umfasst. Der Endabschnitt
ist folglich entsprechend einem Spiralbohrer mit zwei Schneiden ausgebildet.
[0033] In Figur 10 ist ein Querschnitt durch einen alternativen Endabschnitt 4'' gezeigt,
welcher drei Schneiden mit entsprechenden wendelförmigen Nuten 15c, 15d, 15e umfasst.
[0034] Es versteht sich, dass die Verbindungsteile 3 vorzugsweise aus einem Kunststoff,
insbesondere mit einer Fasereinlage, hergestellt sind.
[0035] Durch die näherungsweise punktförmige Einwirkung der Ringsegmente nutzt die Erfindung
die sogenannte triaxiale Drucktragfähigkeit des Betons, die insbesondere im Bereich
sogenannter kleiner Teilflächen bis zu dreimal höher sein kann, als die Druckfestigkeit
der durchgehenden Ringfläche. Entsprechend lässt sich die gleiche Druckfestigkeit
bei reduziertem Materialaufwand für die Ringsegmente erreichen.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1, 2
- Wandschalen
- 3, 3', 3''
- Verbindungsteile
- 4, 4', 4", 5
- Endabschnitte
- 6, 7
- Windruck- und Windsogkräfte
- 8, 9, 8', 9', 8'', 9"
- Ringvorsprünge
- 10, 10a, 10b, 10c
- Ringsegmente
- 11
- Endstück
- 12
- Dämmung mit ggfs. zusätzlichem Ortbetonverguss
- 13
- Ausbuchtung
- 14a, 14b
- Schneiden
- 15a, 15b, 15c, 15d, 15e
- Nuten
1. Wandbauelement mit zueinander im Abstand angeordneten Wandschalen (1; 2) aus Beton
und mit in ihrer Grundform stabförmigen, den Abstand zwischen den Wandschalen (1;
2) überbrückenden Verbindungsteilen (3; 3'; 3''), die mit Endabschnitten (4; 4'; 4'';
5) in dem Beton der Wandschalen (1; 2) eingebettet sind, wobei zumindest einer der
Endabschnitt (4; 4'; 4''; 5) eine Profilierung aufweist, die neben einem sich verjüngenden
Endstücks (11) des Endabschnitts (4; 4'; 4''; 5) zwei zueinander im axialen Abstand
angeordnete Ringvorsprünge (8; 9; 8'; 9'; 8''; 9'') umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass abgesehen von dem Endstück (11) die Profilierung des Endabschnitts (4; 4'; 4''; 5)
lediglich durch die Ringvorsprünge (8; 9; 8'; 9'; 8''; 9'') gebildet ist und dass
zumindest einer der Ringvorsprünge (8; 9; 8'; 9'; 8''; 9'') als unterbrochener Ringvorsprung
(8; 8'; 9'; 9'') mit über den Stabumfang verteilt angeordneten Ringsegmenten (10;
10a; 10b) ausgebildet ist.
2. Wandbauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringsegmente (10; 10a; 10b) über den Stabumfang gleichmäßig verteilt sind.
3. Wandbauelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der axiale Abstand zwischen den Ringvorsprüngen (8; 9) ein Mehrfaches der axialen
Breite der Ringvorsprünge (8; 9) beträgt.
4. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringvorsprünge (8; 9) axial angenähert an das nächstliegende Ende des Endabschnittes
(4; 4'; 4''; 5) angeordnet sind und ggf. bis an das Ende heran reichen.
5. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringsegmente (10; 10a; 10b) in zumindest einer, die Stabachse senkrecht schneidenden
Ebene angeordnet sind.
6. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringsegmente (10; 10a; 10b) symmetrisch zu einer die Stabachse senkrecht schneidenden
Ebene ausgebildet sind.
7. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringsegmente (10; 10a; 10b) als Noppen ausgebildet sind.
8. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringsegmente (10; 10a; 10b) als Kegel oder Kegelstumpf ausgebildet sind oder
einen länglichen Querschnitt aufweisen, dessen Längsachse sich in axialer Richtung
erstreckt.
9. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass je unterbrochenem Ringvorsprung (8; 9) zumindest drei zueinander im Winkelabstand
von 120 Grad angeordnete Ringsegmente (10; 10a; 10b) vorgesehen sind.
10. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass, in axialer Richtung gesehen, der freie Winkelbereich zwischen den Ringsegmenten
(10; 10a; 10b) insgesamt größer als 50 % ist.
11. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Wandschalen (1; 2) eine druckbelastbare, gegen die innere Oberfläche
der Wandschale (5) anliegende Dämmung (12) vorgesehen ist.
12. Wandbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Ringvorsprung (9'; 8'', 9") bzw. ein Ringsegment (10c) mehr als 3
mm, insbesondere mehr als 4 mm über dem Stabdurchmesser vorsteht.
13. Wandbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Ringvorsprung (9'; 8") bzw. ein Ringsegment (10c) nicht drehsymmetrisch ausgebildet
ist und/oder radial am weitesten nach außen vorsteht, wobei der Ringvorsprung (9';
8'') bzw. das Ringsegment (10c) insbesondere über einen Draht bzw. ein Seil an einer
Bewehrung einer der Wandschalen (1; 2) befestigt ist.
14. Wandbauelement nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringvorsprung (9'; 8") bzw. das Ringsegment (10c) mindestens eine seitliche Ausbuchtung
zur Führung eines Drahts bzw. eines Seils aufweist.
15. Wandbauelement nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein weiterer Ringvorsprung (8'; 8") bzw. ein weiteres Ringsegment, welcher/welches
in Längsrichtung vorzugsweise um 4 mm bis 9 mm beabstandet zu dem ersten Ringvorsprung
(9'; 9") bzw. Ringsegment (10c) und vorzugsweise in Umfangsrichtung insbesondere um
90° versetzt angeordnet ist, mehr als 3 mm, insbesondere mehr als 4 mm über dem Stabdurchmesser
vorsteht.
16. Wandbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Endabschnitt (5) mindestens eine Schneide (14a; 14b) mit einer zugeordneten,
vorzugsweise wendelförmigen Nut (15a; 15b; 15c; 15d; 15e), vorzugsweise mindestens
zwei Schneiden (14a; 14b) mit zugeordneten, vorzugsweise wendelförmigen Nuten (15a;
15b; 15c; 15d; 15e), umfasst.
17. Verbindungsteil (3) für ein Wandbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16.