[0001] Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzvorrichtung zum Befestigen an einem Fenster
im Innen- und/oder Außenbereich, die zumindest ein längliches und biegsames Befestigungselement
aufweist, wobei das Befestigungselement einen distalen Biegeabschnitt und einen distalen,
dem Biegeabschnitt abgewandten Einsteckabschnitt aufweist, der zwischen einer Fensterdichtung
und einem Fensterglas des Fensters einführbar ist, um das Befestigungselement kraftschlüssig
an dem Fenster festzulegen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Befestigen
einer Sonnenschutzvorrichtung an einem Fenster im Innen- und/oder Außenbereich.
[0002] Dem Sonnenschutz von Innenbereichen wird eine immer größere Bedeutung beigemessen.
Aus der Praxis sind Sonnenschutzvorrichtungen bekannt, die dazu verwendet werden,
einen Raum vor übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen oder diese zu filtern. Dadurch
soll einerseits eine Erwärmung des Raums im Laufe eines Tages reduziert werden, und
anderseits soll für Menschen schädliche UV-Strahlung gefiltert werden. Verbreitet
sind Sonnenschutzvorrichtungen ebenfalls, um angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen,
wenn in den Raum einstrahlende Sonnenstrahlen Menschen im Raum weniger oder nicht
blenden können.
[0003] Bekannt sind Sonnenschutzvorrichtungen für den Innenraum, die unmittelbar oder mittelbar
an Fenstern befestigt werden können. Sonnenschutzvorrichtungen der genannten Art können
Jalousien, Faltstore und/oder Rollos sein, die eine direkte Sonneneinstrahlung blockieren.
Nachteilig an diesen Lösungen ist, dass unter Umständen zu wenig Licht in den Innenraum
einfallen kann.
[0004] Darüber hinaus sind Sonnenschutzvorrichtung für den Außenbereich bekannt, die außerhalb
des Raumes an den Fenstern befestigt werden können. Dazu zählen insbesondere Rollos
verschiedener Art.
[0005] Optional zu den vorgenannten Möglichkeiten können die Fenster Sonnenschutzgläser
aufweisen, die mindestens eine Sonnenschutzschicht umfassen, um die UV- oder Lichtdurchlässigkeit
des Fenster unveränderbar zu bestimmen. Eine alternative Möglichkeit besteht darin,
handelsübliche Fenstergläser (nachträglich) mit einer Sonnenschutzfolie zu bekleben,
um denselben Effekt wie bei einem speziellen Sonnenschutzglas zu erreichen. Nachteilig
an beiden Varianten ist, dass die Sonnenschutzgläser gar nicht und die Sonnenschutzfolien
nur schwer oder mit großem Aufwand tauschbar sind.
[0006] Aus der Druckschrift
DE 20 2016 001 237 U1 ist ein Haltesystem und eine Halterung für Sonnenschutzeinrichtungen zur Anbringung
an einen Rahmen bekannt, in den mittels einer Dichtung eine Scheibe gehaltert ist.
Die Halterung umfasst eine Halteklammer, deren vorderer Bereich zum Einschieben unter
die Dichtung ausgebildet ist, und ein Halteelement, welches auf die Halteklammer aufsetzbar
ist und welches ein Ankopplungsmittel für die Sonnenschutzeinrichtungen aufweist.
Gekennzeichnet ist die Halterung durch die Halteklammer und das Halteelement, die
über eine selbstsichernde Steckverbindung lösbar miteinander verbunden sind.
[0007] Aus der Druckschrift
EP 2 602 420 A2 ist ein Klemmträger zum Aufhängen von Zubehör, wie beispielsweise Sonnen- oder Blickschutzeinrichtungen
oder dergleichen, an Holmen von Fenstern oder Türen bekannt. Der Klemmträger weist
gegeneinander verschieblich geführte Klemmwangen auf, die montiert gegen die Vorderseite
und Rückseite eines Holms drücken, um den Klemmträger festzulegen; wobei eine Klemmwange
wenigstens einen Durchbruch mit einer oder mehreren Anordnungen von Ratschzähnen oder
mehrere Durchbrüche mit jeweils zumindest einem Ratschzahn und die andere Klemmwange
zumindest zwei in dem/den Durchbruch/Durchbrüchen verschiebbare, federnd ausgebildete
und unter Spannung auf Abstand geführte Leisten mit zumindest einer Zahnleiste aufweist.
Wenn die Leisten zum Einklemmen des Holms zwischen den Klemmwangen in den Durchbruch/die
Durchbrüche eingefahren sind, ist der jeweilige Ratschzahn, in eine passende Zahnlücke
der Zahnleiste so federnd unter Spannung eingefallen, dass der jeweilige Ratschzahn
die Leiste verrastet.
[0008] Den Sonnenschutzvorrichtungen der genannten Art ist nachteilig, dass sie entweder
gar nicht oder nur mit erheblichem Aufwand demontiert werden können oder kompliziert
in der Montage sind.
[0009] Eine Aufgabe der Erfindung ist, eine Sonnenschutzvorrichtung der genannten Art bereitzustellen,
die einen effektiven Sonnenschutz bietet und konstruktiv einfach sowie zuverlässig
an einem Fenster befestigt und demontiert werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Sonnenschutzvorrichtung gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1 gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Befestigungselement einstückig
ausgebildet ist und dass ein Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung mittels Umbiegen des
Biegeabschnitts zumindest teilweise umgreifbar ist, sodass die Sonnenschutzvorrichtung
an dem Fenster befestigt werden kann.
[0011] Erfindungsgemäß ist der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung mittels der Befestigungselemente
an dem Fensterrahmen festgelegt, wobei die Sonnenschutzvorrichtung entlang des üblicherweise
rechteckförmigen Rahmens zumindest zwei Befestigungselemente aufweist - vorteilhafterweise
können auch sechs, acht oder mehr Befestigungselemente vorgesehen sein, um die Stabilität
zu erhöhen.
[0012] Vorzugsweise ist an dem Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung eine Sonnenschutzabdeckung
aus Kunststoff, eine abgedunkelte Kunststoffscheibe, ein mit einer Sonnenschutzfolie
versehenes (Kunst-)Glas oder dergleichen befestigt, sodass die durch das Fenster einfallenden
Sonnenstrahlen effektiv reduziert werden können. Optional kann die Sonnenschutzvorrichtung
und deren Sonnenschutzabdeckung Werbung und/oder Unternehmenskennzeichen und/oder
einen Sonnenschutz oder dergleichen aufweisen.
[0013] Mittels der Befestigungselemente kann die Sonnenschutzvorrichtung einfach an dem
Fenster befestigt werden oder in dunklen und sonnenarmen Jahreszeiten abmontiert werden.
Vorzugsweise sind die Befestigungselemente lösbar mittels einer Kraftverbindung kraftschlüssig
zwischen dem Fensterglas und der Fensterdichtung befestigt.
[0014] Während der Montage der Sonnenschutzvorrichtung kann das Befestigungselement entlang
des Biegeabschnitts mittels Umbiegen an den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung angepasst
werden. Dabei wird das Befestigungselement nach dem Einsteckabschnitt umgebogen und
an den Fensterrahmen angepasst, wobei durch weiteres Umbiegen des Biegeabschnitts
das Befestigungselement an den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung gepasst werden kann.
Im Wesentlichen kann das Befestigungselement L-, U- oder S-förmig umgebogen werden,
sodass die Sonnenschutzvorrichtung und deren Rahmen an dem Fenster gehaltert werden
kann.
[0015] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Befestigungselement einstückig ausgestaltet
ist, wobei das Befestigungselement aus einem Blech oder einem anderen biegsamen Metallwerkstoff
gestanzt werden kann.
[0016] Nach einem vorteilhaften Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Biegeabschnitt
einen Laschenabschnitt aufweist, der mittels Umbiegen von dem Biegeabschnitt herausbiegbar
ist, wobei ein Fensterrahmen des Fensters und/oder der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung
mittels Umbiegen des Laschenabschnitts zumindest teilweise umgreifbar ist.
[0017] Der Laschenabschnitt kann ursprünglich ein integraler Bestandteil des Biegeabschnitts
sein, der bei Bedarf teilweise aus dem Biegeabschnitt herausgebogen werden kann -
der Laschenabschnitt kann beispielsweise zungenartig ausgebildet sein. Vorzugsweise
umgreift der Biegeabschnitt nach dem Umbiegen den Fensterrahmen und der Laschenabschnitt
den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung oder umgekehrt.
[0018] Der Laschenabschnitt wirkt als zusätzliche Befestigung der Sonnenschutzvorrichtung
an dem Fenster, sodass das Befestigungselement sowohl den Fensterrahmen als auch den
Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung zumindest teilweise umgreifen kann.
[0019] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sonnenschutzvorrichtung
kann vorgesehen sein, dass der Laschenabschnitt und/oder der Biegeabschnitt eine Öffnung
aufweist, wobei der Laschenabschnitt und/oder der Biegeabschnitt mittels einer Schraubverbindung
kraftschlüssig mit dem Fensterrahmen und/oder dem Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung
verbindbar ist.
[0020] Eine Schraubverbindung mittels einer Schraube, die durch die Öffnung in den Fensterrahmen
oder den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung geschraubt werden kann, kann die Stabilität
und die Haltekraft der Sonnenschutzvorrichtung an dem Fenster erhöhen; in der Praxis
haben sich Öffnungen mit einem Durchmesser von 10mm sowie M6-Schrauben als vorteilhaft
erwiesen.
[0021] Um die Sonnenschutzvorrichtung beschädigungsfrei an dem Fenster zu befestigen, kann
optional vorgesehen sein, dass der Laschenabschnitt und/oder der Biegeabschnitt einen
Klebstoff aufweist, wobei der Laschenabschnitt und/oder der Biegeabschnitt mittels
einer Klebeverbindung stoffschlüssig mit dem Fensterrahmen und/oder dem Rahmen der
Sonnenschutzvorrichtung verbindbar ist.
[0022] Der Klebstoff auf dem Biegeabschnitt und/oder dem Laschenabschnitt kann die form-
und kraftschlüssige Verbindung des Befestigungselements mit dem Fensterrahmen und/oder
dem Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung erhöhen. Vorzugsweise kann der Klebstoff nur
für die Verbindung zwischen dem Befestigungselement und dem Fensterrahmen verwendet
werden, sodass die Sonnenschutzvorrichtung abhängig von der Jahreszeit durch Umbiegen
des Befestigungselements in seine ursprüngliche Form wieder von dem Fenster demontiert
werden kann. Eine mehrmalige Montage und Demontage der Sonnenschutzvorrichtung kann
dadurch gewährleistet werden.
[0023] Nach einem vorteilhaften Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Rahmen
der Sonnenschutzvorrichtung auf einer dem Fensterglas zugewandten Oberfläche zumindest
einen Klebeabschnitt aufweist, an dem ein Klebeelement angeordnet und/oder auf dem
ein Klebstoff aufgebracht ist, sodass der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung mittels
einer stoffschlüssigen Klebeverbindung mit dem Fensterglas verbunden werden kann.
[0024] Eine Kombination der Befestigungselemente mit den Klebelementen und/oder dem Klebstoff
ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Sonnenschutzvorrichtung im Außenbereich an
dem Fenster angebracht wird. Dabei kann die Sonnenschutzvorrichtung selbst bei widrigen
Umgebungsbedingungen und hohen Windstärken stabil an dem Fenster befestigt werden.
[0025] Um die Lösbarkeit der Sonnenschutzvorrichtung von dem Fenster zu gewährleisten, kann
vorgesehen sein, dass der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung auf der dem Fensterglas
zugewandten Oberfläche und/oder das Fensterglas einen Klettverschluss aufweist, sodass
der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung mittels einer Klettverbindung mit dem Fensterglas
verbunden werden kann. Die Sonnenschutzvorrichtung kann dabei vorteilhafterweise bei
Bedarf mittels des Klettverschlusses von dem Fenster demontiert und anschließend wieder
montiert werden.
[0026] Nach einem besonders vorteilhaften Aspekt der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
der Einsteckabschnitt in distaler Richtung verjüngt ist, wobei eine Breite des Befestigungselements
in einem Bereich des Einsteckabschnitt in distaler Richtung abnimmt. Ein keil- oder
v-förmiger Einsteckabschnitt erleichtert das Einführen des Befestigungselement in
eine Lücke zwischen dem Fensterglas und der Fensterdichtung.
[0027] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Verfahren zum Befestigen einer erfindungsgemäßen
Sonnenschutzvorrichtung an einem Fenster im Innen- und/oder Außenbereich gemäß dem
unabhängigen Anspruch 8 gelöst, umfassend:
- Umbiegen zumindest eines länglichen und biegsamen Befestigungselements der Sonnenschutzvorrichtung
in eine L-Form, wobei das Befestigungselement vor dem Umbiegen einen distalen Biegeabschnitt
und einen distalen, dem Biegeabschnitt abgewandten Einsteckabschnitt aufweist;
- Einführen des Einsteckabschnitts zwischen einer Fensterdichtung und einem Fensterglas
des Fensters, wobei das Befestigungselement kraftschlüssig mit dem Fenster verbunden
wird;
- Umbiegen des Biegeabschnitts um einen Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung, der anschließend
zumindest teilweise von dem Biegeabschnitt umgriffen ist.
[0028] Gemäß den erfindungsgemäßen Verfahrensschritten wird zuerst das Befestigungselement
an dem Fenster befestigt, indem der mittels Umbiegen geformte Einsteckabschnitt zwischen
das Fensterglas und die Fensterdichtung eingeführt wird, wobei das Befestigungselement,
der Einsteckabschnitt sowie der Biegeabschnitt, L-förmig umgebogen sind. Anschließend
wird der Biegeabschnitt ebenfalls in eine L-Form umgebogen, um eine Aufnahme des Rahmens
der Sonnenschutzvorrichtung auszugestalten. Dabei umgreift der Biegeabschnitt des
Befestigungselements den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung und befestigt diesen mittelbar
mittels des Einsteckabschnitts an dem Fenster.
[0029] Nach einem vorteilhaften Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen
sein, dass in einem anschließenden Verfahrensschritt ein Laschenabschnitt vom Biegeabschnitt
herausgebogen und um den Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung oder um den Fensterrahmen
des Fensters umgebogen wird. Der Laschenabschnitt wird als zusätzliche Stabilisierung
und Befestigung der Sonnenschutzvorrichtung an dem Fenster vorgesehen, sodass nach
dieser Ausgestaltung die Sonnenschutzvorrichtung mittels des Biegeabschnitts als auch
mittels des Laschenabschnitts an dem Fenster gehalten werden kann.
[0030] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann vorgesehen sein, dass in einem anschließenden Verfahrensschritt das der Laschenabschnitt
und/oder der Biegeabschnitt mittels einer Schraubverbindung kraftschlüssig an dem
Fensterrahmen und/oder dem Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung befestigt wird. Die
Schraubverbindung mit zumindest einer Schraube erhöht die Fixierung der Sonnenschutzvorrichtung
an dem Fenster, sodass insbesondere eine Anbringung der Sonnenschutzvorrichtung im
Außenbereich ermöglicht wird.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung exemplarisch anhand schematischer Darstellungen gezeigt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sonnenschutzvorrichtung an einem Fenster mit einem Fensterglas
und einem Fensterrahmen in einer Querschnittsansicht,
Fig. 2 ein Befestigungselement der Sonnenschutzvorrichtung in Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht,
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform eines Befestigungselements mit einem Laschenabschnitt
in einer perspektivischen Ansicht und
Fig. 4 eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sonnenschutzvorrichtung
mit einem Fensterglas und einem Fensterrahmen in einer Querschnittsansicht.
[0032] In Fig. 1 ist eine Sonnenschutzvorrichtung 1 in einer Querschnittsansicht gezeigt,
die an einem Fenster 2 befestigt ist. Das Fenster 2 umfasst einen Fensterrahmen 10
und ein Fensterglas 7, wobei das Fensterglas 7 von dem Fensterrahmen 10 eingerahmt
ist. Das Fensterglas 7 wird mittels einer Fensterdichtung 6 in dem Fensterrahmen 10
gehalten, wobei die Fensterdichtung 6 einen Innenbereich von einem Außenbereich isoliert.
[0033] Auf einer Seite des Fensters 2, beispielsweise im Innenbereich oder im Außenbereich,
ist die Sonnenschutzvorrichtung 1 an dem Fenster 2 festgelegt. Die Sonnenschutzvorrichtung
1 weist zumindest ein biegsames und längliches Befestigungselement 3 auf (nur ein
einziges Befestigungselement 3 dargestellt), wobei die Befestigungselemente 3 entlang
eines Rahmens 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 angeordnet sind. Das Befestigungselement
3 ist vorzugsweise aus Blechstahl hergestellt und nur so dick, das noch eine händische
Umbiegung des Befestigungselement 3 möglich ist.
[0034] Das Befestigungselement 3 umfasst einen Einsteckabschnitt 5 sowie einen Biegeabschnitt
4, der dem Einsteckabschnitt 5 distal abgewandt ist. Der Einsteckabschnitt 5 ist nach
dieser Ausführungsform des Befestigungselements 3 distal keilförmig ausgebildet, sodass
der Einsteckabschnitt 5 einfacher zwischen das Fensterglas 7 und die Fensterdichtung
6 eingeführt werden kann. Im eingesteckten Zustand liegt das Befestigungselement 3
mit einer Unterseite 18 auf dem Fensterrahmen 10 auf und wird sowohl von dem Fensterglas
7 und der Fensterdichtung 6 als auch von dem Fensterrahmen 10 in Position gehalten.
Vorzugsweise weist die Sonnenschutzvorrichtung 1 zumindest zwei, vorteilhafterweise
zumindest vier, Befestigungselemente 3 auf, um eine sichere Halterung der Sonnenschutzvorrichtung
1 zu gewährleisten.
[0035] Auf einer Oberseite 19 des Befestigungselements 3, die der Unterseite 18 gegenüberliegt,
ist der Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 abgelegt. Darüber hinaus ist der Biegeabschnitt
4 derart L-förmig umgebogen, dass er den Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 zumindest
teilweise umgreift und somit diesen form- und kraftschlüssig an dem Fensterglas 7
festlegt. Zusätzlich wird der Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung 1 mittels einer Schraubverbindung
20 kraftschlüssig mit dem Befestigungselement 3 im Bereich des Biegeabschnitts 4 verbunden,
um die Stabilität zu erhöhen.
[0036] Der Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 weist auf einer dem Fensterglas 7 zugewandten
Oberfläche 12 ein Klebeelement 14 (alternativ einen Klebstoff) auf, das auf einem
Klebeabschnitt 13 angeordnet ist und das sich zwischen dem Fensterglas 7 und dem Rahmen
8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 befindet. Demnach wird der Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung
1 und somit die Sonnenschutzvorrichtung 1 zusätzlich an dem Fensterglas 7 befestigt.
[0037] Der Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 kann beispielsweise aus Kunststoff oder
einem möglichst leichten Metall, wie beispielsweise Aluminium, bestehen und eine Sonnenschutzabdeckung
aus Kunststoff oder Glas oder ein Kunstglas oder eine Schichtung der genannten Elemente
aufweisen, um die Sonneneinstrahlung abzudunkeln, zu filtern und/oder zu reduzieren.
Es ist ebenfalls denkbar, dass die Sonnenschutzabdeckung Werbung und/oder (Unternehmens-)Kennzeichen
und/oder einen Sonnenschutz oder dergleichen aufweist.
[0038] Die Befestigungselemente 3 ermöglichen eine konstruktiv einfache Befestigung der
Sonnenschutzvorrichtung 1 an handelsüblichen Fenstern 2, die auch nachträglich montiert
werden kann, sodass eine Erwärmung des Innenbereichs durch die Sonnenschutzvorrichtung
1 reduziert werden kann. Dabei kann die Sonnenschutzabdeckung ebenfalls für Menschen
schädliche UV-Strahlung filtern.
[0039] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines einzelnen Befestigungselements 3 der Sonnenschutzvorrichtung
1 in einer perspektivischen Ansicht, wobei das Befestigungselement 3 in eine distale
Richtung 16 einen L-förmigen Einsteckabschnitt 5 aufweist, der von einem Biegeabschnitt
4 fortgeführt wird, der ebenfalls L-förmig ausgebildet ist, sodass das Befestigungselement
3 insgesamt S-förmig ausgestaltet ist. Das Befestigungselement 3 kann aus einem Blechwerkstoff
gestanzt werden, wobei Biegekerben 21 die händische Umbiegung des Befestigungselements
3 erleichtern und vorgeben können.
[0040] Der Einsteckabschnitt 5 weist eine Breite 17 auf, die sich in distaler Richtung 16
verkleinert, sodass der Einsteckabschnitt 5 V-förmig in distaler Richtung 16 zusammenläuft,
um die Einführung des Einsteckabschnitts 5 zwischen ein Fensterglas 7 und eine Fensterdichtung
6 zu erleichtern.
[0041] Der Biegeabschnitt 4 weist in Fig. 2 eine Öffnung 11 auf, die beispielsweise einen
Durchmesser von 10mm aufweisen kann. Die Öffnung 11 kann dazu verwendet werden, eine
Schraubverbindung 20 zwischen dem Biegeabschnitt 4 und einen Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung
1 herzustellen.
[0042] In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform eines Befestigungselements 3 gezeigt,
das sich im Wesentlich durch einen längeren Biegeabschnitt 4 von dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 2 unterscheidet. Darüber hinaus weist das Befestigungselement 3 in Fig. 3
im Bereich der Öffnung 11 des Biegeabschnitts 4 einen zungenartigen Laschenabschnitt
9 auf. Der Laschenabschnitt 9 kann teilweise aus dem Befestigungselement 3 und vom
Biegeabschnitt 4 händisch herausgebogen werden, wobei der Laschenabschnitt 9, der
Biegeabschnitt 4 sowie der Einsteckabschnitt 5 nach der Umbiegung U-förmig ausgebildet
ist.
[0043] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Sonnenschutzvorrichtung 1 in Fig.
1. Gezeigt sind ein Fensterglas 7 und ein Fensterrahmen 10, die zusammen ein Fenster
2 bilden. Das Fensterglas 7 ist mittels einer Fensterdichtung 6 mit dem Fensterrahmen
10 verbunden, wobei die Fensterdichtung 6 einen Innenbereich des Fensters 2 von einem
Außenbereich des Fensters 2 isoliert.
[0044] In Fig. 4 ist ein Befestigungselement 3 gezeigt, das aus einem Biegeabschnitt 4 sowie
einem Einsteckabschnitt 5 besteht. Der Einsteckabschnitt 5 ist zwischen dem Fensterglas
7 und der Fensterdichtung 6 geklemmt, wobei der Einsteckabschnitt 5 zur einfacheren
Einführung eine keilförmige Spitze in distaler Richtung 16 aufweist. Ferner bildet
der Einsteckabschnitt 5 mit dem umgebogenen Biegeabschnitt 4 eine U-Form auf, wobei
beide zusammen die Fensterdichtung 6 sowie den Fensterrahmen 10 teilweise umgreifen.
Für eine zusätzliche Fixierung ist der Biegeabschnitt 4 mittels einer Schraubverbindung
20 mit dem Fensterrahmen 10 verbunden.
[0045] Aus dem Biegeabschnitt 4 ist in Fig. 4 ein Laschenabschnitt 9 herausgebogen, der
mit dem Biegeabschnitt 4 eine L-Form ausbildet. Der Laschenabschnitt 9 umgreift teilweise
einen Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1, der zwischen dem Fensterglas 7 und dem
Laschenabschnitt 9 gehalten wird und mit einer Unterseite 18 auf dem Biegeabschnitt
4 aufliegt.
[0046] Zwischen dem Fensterglas 7 und dem Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung 1 ist ein
Klettverschluss 15 angeordnet, der mit seinen Klettelementen 22 den Rahmen 8 der Sonnenschutzvorrichtung
1 an dem Fensterglas 7 zusätzlich festlegt. Vorteilhafterweise kann die Sonnenschutzvorrichtung
1 beschädigungsfrei und reversibel nach Bedarf von dem Fenster 2 entfernt werden,
wenn die Sonnenschutzvorrichtung 1 nicht verwendet werden soll.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1.
- Sonnenschutzvorrichtung
- 2.
- Fenster
- 3.
- Befestigungselement
- 4.
- Biegeabschnitt
- 5.
- Einsteckabschnitt
- 6.
- Fensterdichtung
- 7.
- Fensterglas
- 8.
- Rahmen der Sonnenschutzvorrichtung
- 9.
- Laschenabschnitt
- 10.
- Fensterrahmen
- 11.
- Öffnung
- 12.
- Oberfläche
- 13.
- Klebeabschnitt
- 14.
- Klebelement
- 15.
- Klettverschluss
- 16.
- Distale Richtung
- 17.
- Breite des Befestigungselements
- 18.
- Unterseite des Befestigungselements
- 19.
- Oberseite des Befestigungselements
- 20.
- Schraubverbindung
- 21.
- Biegekerben
- 22.
- Klettelement
1. Sonnenschutzvorrichtung (1) zum Befestigen an einem Fenster (2) im Innen- und/oder
Außenbereich, die zumindest ein längliches und biegsames Befestigungselement (3) aufweist,
wobei das Befestigungselement (3) einen distalen Biegeabschnitt (4) und einen distalen,
dem Biegeabschnitt (4) abgewandten Einsteckabschnitt (5) aufweist, der zwischen einer
Fensterdichtung (6) und einem Fensterglas (7) des Fensters (2) einführbar ist, um
das Befestigungselement (3) kraftschlüssig an dem Fenster (2) festzulegen, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (3) einstückig ausgebildet ist und dass ein Rahmen (8) der
Sonnenschutzvorrichtung (1) mittels Umbiegen des Biegeabschnitts (4) zumindest teilweise
umgreifbar ist, sodass die Sonnenschutzvorrichtung (1) an dem Fenster (2) befestigt
werden kann.
2. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegeabschnitt (4) einen Laschenabschnitt (9) aufweist, der mittels Umbiegen
von dem Biegeabschnitt (4) herausbiegbar ist, wobei ein Fensterrahmen (10) des Fensters
(2) und/oder der Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) mittels Umbiegen des Laschenabschnitts
(9) zumindest teilweise umgreifbar ist.
3. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laschenabschnitt (9) und/oder der Biegeabschnitt (4) eine Öffnung (11) aufweist,
wobei der Laschenabschnitt (9) und/oder der Biegeabschnitt (4) mittels einer Schraubverbindung
kraftschlüssig mit dem Fensterrahmen (10) und/oder dem Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung
(1) verbindbar ist.
4. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laschenabschnitt (9) und/oder der Biegeabschnitt (4) einen Klebstoff aufweist,
wobei der Laschenabschnitt (4) und/oder der Biegeabschnitt (4) mittels einer Klebeverbindung
stoffschlüssig mit dem Fensterrahmen (10) und/oder dem Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung
(1) verbindbar ist.
5. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) auf einer dem Fensterglas (7) zugewandten
Oberfläche (12) zumindest einen Klebeabschnitt (13) aufweist, an dem ein Klebeelement
(14) angeordnet und/oder auf dem ein Klebstoff aufgebracht ist, sodass der Rahmen
(8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) mittels einer stoffschlüssigen Klebeverbindung
mit dem Fensterglas (7) verbunden werden kann.
6. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) auf der dem Fensterglas (7) zugewandten
Oberfläche (12) und/oder das Fensterglas (7) einen Klettverschluss (15) aufweist,
sodass der Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) mittels einer Klettverbindung
mit dem Fensterglas (7) verbunden werden kann.
7. Sonnenschutzvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteckabschnitt (5) in distaler Richtung (16) verjüngt ist, wobei eine Breite
(17) des Befestigungselements (3) in einem Bereich des Einsteckabschnitt (5) in distaler
Richtung (16) abnimmt.
8. Verfahren zum Befestigen einer Sonnenschutzvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden
Ansprüche an einem Fenster (2) im Innen- und/oder Außenbereich, umfassend:
- Umbiegen zumindest eines länglichen und biegsamen Befestigungselements (3) der Sonnenschutzvorrichtung
(1) in eine L-Form, wobei das Befestigungselement (3) vor dem Umbiegen einen distalen
Biegeabschnitt (4) und einen distalen, dem Biegeabschnitt (4) abgewandten Einsteckabschnitt
(5) aufweist;
- Einführen des Einsteckabschnitts (5) zwischen einer Fensterdichtung (6) und einem
Fensterglas (7) des Fensters (2), wobei das Befestigungselement (3) kraftschlüssig
mit dem Fenster (2) verbunden wird;
- Umbiegen des Biegeabschnitts (4) um einen Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung
(1), der anschließend zumindest teilweise von dem Biegeabschnitt (4) umgriffen ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem anschließenden Verfahrensschritt ein Laschenabschnitt (9) vom Biegeabschnitt
(4) herausgebogen und um den Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) oder um den
Fensterrahmen (10) des Fensters (2) umgebogen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in einem anschließenden Verfahrensschritt das der Laschenabschnitt (9) und/oder der
Biegeabschnitt (4) mittels einer Schraubverbindung kraftschlüssig an dem Fensterrahmen
(10) und/oder dem Rahmen (8) der Sonnenschutzvorrichtung (1) befestigt wird.