[0001] Eine der großen Herausforderungen der auf der Förderung von Ökostrom basierenden
Energiewende ist die Speicherung von Energie, die von Ökostromanlagen wie Photovoltaikanlagen
oder Windrädern nicht kontinuierlich, sondern immer nur zeitweise produziert wird.
Dies führt zu einer Überproduktion zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel bei starkem
Sonnenschein oder bei starkem Wind, die entsprechende kurzfristige Schwankungen der
Energieverfügbarkeit und der Energiepreise mit sich bringt. Energieeinbrüche gibt
es dagegen nachts, insbesondere wenn auch noch eine Flaute vorherrscht.
[0002] Es besteht daher ein erhöhter Bedarf, die in Ökostromanlagen produzierte Elektrizität
in geeigneter Weise zu speichern. Hierfür nutzt man in sogenannten Power-to-Heat-Modulen
elektrische Heizelemente, um ein Heizmedium, wie zum Beispiel Wasser oder Thermoöl,
zu erhitzen. Dieses Heizmedium wird dann in thermischen Speichern gespeichert, was
gegenüber elektrischen Akkus den Vorteil hat, dass sie weniger Seltene Erden und Ressourcen
verbrauchen und in der Herstellung sowie in der Anschaffung vergleichsweise günstig
sind.
[0003] Bei den thermischen Speichern haben sich Hochtemperaturspeicher mit Heißgassystemen
durchgesetzt. Der Hochtemperaturspeicher wird so durch Luft oder ein Heißgassystem
gekoppelt, welches die gespeicherte Wärme von dem Hochtemperaturspeicher über ein
Wärmeabgabeelement, zum Beispiel ein Heißgasrohr, abgibt. Das Heißgasrohr wird in
der Regel mit einem Abhitzekessel verknüpft, welcher von dem Heißgasrohr des Hochtemperaturspeichers
gespeist wird. Hierbei wird die benötigte Wärme zu gewünschten Zeiten erzeugt. Ein
Nachteil dieses Systems besteht darin, dass an vielen Standorten mit einer bestehenden
Anlage, zum Beispiel einer bestehenden Holzfeuerung, eine zweite Kesselanlage erforderlich
wird.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kesselanlage zur Nutzung der
Wärme eines thermischen Speichers zu schaffen, die einfach und kostengünstig realisierbar
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Kesselanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind ebenfalls in der Beschreibung und
in der Zeichnung offenbart.
[0007] Erfindungsgemäß wird der Kesselraum der Kesselanlage von wenigstens einem Heizrohr
durchsetzt, welches eingangsseitig mit einem Wärmeabgabeelement eines thermischen
Speichers als auch mit dem Rauchgasrohr einer fossilen oder biogenen Brennereinrichtung
verbunden ist. Das den Kesselraum durchsetzende Heizrohr zur Aufheizung des im Kesselraum
befindlichen Wärmeträgermediums, in der Regel Wasser oder Dampf oder auch Thermoöl,
wird somit wahlweise oder auch sowohl als auch von der fossilen oder biogenen Brenneinrichtung
als auch von dem Wärmeabgabeelement des thermischen Speichers gespeist. Es kann daher
ein einziger Kessel verwendet werden, sowohl um in herkömmlicher Weise fossil zu heizen
als auch die von in Verbindung mit dem thermischen Speicher erzeugte Hitze zu nutzen.
Eine derartige Lösung ist kostengünstig und erübrigt die Anschaffung und den Unterhalt
eines zweiten Kessels.
[0008] Vorzugsweise ist der thermische Speicher ein Hochtemperaturspeicher, der eine hohe
Kapazität hat. In diesem Fall ist der Hochtemperaturspeicher vorzugsweise mit einem
Heißgassystem zur Gewinnung von Wärme aus dem Hochtemperaturspeicher verbunden und
das Wärmeabgabeelement des Hochtemperaturspeichers ist als Heißgasrohr des Heißgassystems
ausgebildet. Dieses Heißgasrohr kann somit direkt mit dem wenigstens einen Heizrohr
verbunden werden, welches den Kesselraum der Kesselanlage durchsetzt oder mit einem
Rauchgasrohr eines fossilen Brenners, der das Heizrohr speist.
[0009] Für die Einbringung der beiden unterschiedlichen Heizenergien, nämlich dem Heißgasrohr
vom Hochtemperaturspeicher und dem Rauchgasrohr von der fossilen oder biogenen Brenneinrichtung,
gibt es insbesondere zwei vorteilhafte Alternativen.
[0010] Zum einen kann das wenigstens eine Heizrohr eingangsseitig mit einem Rauchgasrohr
der fossilen oder biogenen Brennereinrichtung verbunden sein. Das Rauchgasrohr kann
somit eine Einmündung aufweisen, die mit dem Wärmeabgabeelement des thermischen Speichers,
insbesondere mit dem Heißgasrohr des Heißgassystems verbunden ist.
[0011] In diesem Fall weist die Einmündung vorzugsweise einen Selektionsmechanismus, z.B.
eine Stellklappe auf, der ausgebildet ist, das Wärmeabgabeelement mit dem Rauchgasrohr
- möglichst in unterschiedlichen Abstufungen - zu verbinden oder davon zu trennen.
[0012] Es könnte dann vorzugsweise auch noch eine Stellklappe im Rauchgasrohr angeordnet
sein, so dass es möglich ist, auch die Wämezufuhr von dem Rauchgasrohr zu regeln,
womit das Heizrohr im Kessel auch nur mit dem Heißgasrohr verbunden werden könnte.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird der Kesselraum von wenigstens
einem ersten Heizrohr durchsetzt, welches mit dem Wärmeabgabeelement des thermischen
Speichers verbunden ist, und von wenigstens einem zweiten Heizrohr, welches mit dem
Rauchgasrohr der fossilen oder biogenen Brennereinrichtung verbunden ist. Es versteht
sich, dass mehrere erste und zweite Heizrohre vorgesehen sein können. In diesem Fall
spart man sich eine Zusammenführung von Rauchgasrohr und Heißgasrohr. Man führt das
Heißgas und das Rauchgas durch separate Heizrohre, was es ermöglicht, diese unabhängiger
voneinander zuzuführen. Wenn mehr als zwei Wärmeerzeugungsvorrichtungen vorgesehen
sind, kann die Anzahl der unterschiedlichen Heizrohre im Kessel entsprechend erhöht
werden. Wenn z.B. zwei unterschiedliche fossile oder biogene Brenner vorgesehen sind,
können zwei Heizrohre oder Heizrohrgruppen für die beiden Brenner vorgesehen sein
und ein drittes Heizrohr/ Heizrohrgruppe für das Heißgasrohr vom Hochtemperaturspeicher
. In diesem Fall ist es selbstverständlich möglich, Klappenmechanismen zum Zu- und
Abschalten der unterschiedlichen Heizrohre vorzusehen, so dass durch die Auswahl der
entsprechenden Heizrohre wahlweise nur mit Heißgas von einem Hochtemperaturspeicher
oder mit dem Rauchgas von der fossilen oder biogenen Brennereinrichtung geheizt werden
kann. Im Falle, die Klappen in den Zuführungen geöffnet sind, wird der Kessel selbstverständlich
von allen Einrichtungen geheizt.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann zusätzlich wenigstens
eine elektrische Heizvorrichtung für das im Kesselraum befindliche Wärmeträgermedium
vorgesehen sein, die vorzugsweise als Flanschheizkörper ausgebildet ist. Dies ermöglicht
es bei kurzfristig verfügbarem Überschussstrom, die elektrische Heizvorrichtung zuzuschalten,
um hierdurch das im Kesselraum befindliche Wärmeträgermedium aufzuheizen.
[0015] In diesem Zusammenhang sei angefügt, dass sich eine derartige Kesselanlage vorzugsweise
für die Erzeugung von Prozesswärme, als Fernwärmeheizungseinrichtung oder für eine
Kesselanlage in großen Häuserblöcken oder für gewerbliche größere Bauten eignet.
[0016] Um den Aufbau der Kesselanlage möglichst einfach zu halten, ist die wenigstens eine
elektrische Heizvorrichtung vorzugsweise außerhalb des Kesselraums angeordnet, und
die Kesselanlage hat dann eine in Verbindung mit der wenigstens einen Heizvorrichtung
angeordnete Wärmeübertragungseinrichtung zur Übertragung der von der elektrischen
Heizvorrichtung erzeugten Wärme in den Kesselraum. Auf diese Weise muss die elektrische
Heizvorrichtung nicht im Kesselraum selbst angeordnet sein, sondern kann seitlich
des Kessels angeordnet werden.
[0017] Vorzugsweise umfasst die wenigstens eine elektrische Heizvorrichtung in elektrisch
isolierten Mantelrohren angeordnete elektrische Heizelemente, und die Wärmeübertragungseinrichtung
ist als ein die Mantelrohre umgebender Flüssigkeitswärmetauscher ausgebildet, der
über einen Zulauf und einen Ablauf mit dem Kesselraum verbunden ist. Auf diese Weise
kann eine räumliche klare Entkopplung der elektrischen Heizvorrichtung und der zugeordneten
Wärmeerzeugung von dem Kessel der Kesselanlage realisiert werden.
[0018] Wenn die Kesselanlage vorzugsweise wenigstens zwei elektrische Heizvorrichtungen
aufweist, hat dies den Vorteil, dass je nach dem verfügbaren Überschussstrom entweder
nur eine oder sogar beide elektrischen Heizvorrichtungen in Betrieb genommen werden
können, um somit Stromspitzen sinnvoll in thermische Energie umzusetzen.
[0019] Vorzugsweise ist ein Heizelement des Hochtemperaturspeichers und/oder die elektrische
Heizvorrichtung mit einer Photovoltaikanlage verbunden, um so im ersten Falle den
aktuell erzeugten Strom in thermische Energie umzusetzen und abzuspeichern, um sie
damit über einen längeren Zeitraum verfügbar zu machen. Alternativ oder zusätzlich
kann der Strom der Photovoltaikanlage auch der elektrischen Heizvorrichtung zugeführt
werden, um sofort das im Kesselraum befindliche Wärmeträgermedium aufzuheizen. Somit
hat man sehr viele Optionen für ein optimales Heizmanagement. Das elektrische Heizelement
des Hochtemperaturspeichers und/oder die wenigstens eine elektrische Heizvorrichtung
können auch entweder direkt mit einer Windenergie- oder Photovoltaikanlage verbunden
sein und/oder Überschußstrom aus dem öffentlichen Stromnetz beziehen, womit es immer
möglich ist, Überschussenergie in sinnvoller Weise in thermische Energei umzusetzen.
[0020] Der Hochtemperaturspeicher ist vorzugsweise als ein aus mehreren Modulen zusammengesetzter
erweiterbarer Speicher ausgebildet, der somit entsprechend dem Anteil des genutzten
Ökostroms mitwachsen kann. Als Wärmeträgermedium sowohl des Hochtemperaturspeichers
als auch des Kesselraums kann Wasser, Wasserdampf oder Thermoöl verwendet werden,
die für solche Anwendungen bekannt und erprobt sind.
[0021] Es ist für den Fachmann offensichtlich, dass die obigen Ausführungsbeispiele beliebig
miteinander kombiniert werden können, solange sich deren Merkmale nicht gegenseitig
ausschließen.
Folgende Ausdrücke werden synonym verwendet: Brenner - Brennereinrichtung
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel im Zusammenhang mit der
beiliegenden Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine Kesselanlage mit einem Hybridkessel und einem Hochtemperaturspeicher,
- Fig. 2
- eine Frontansicht der Kesselanlage aus Fig. 1, und
- Fig. 3
- eine Detailansicht des Kessels im oberen Teil der Kesselanlage mit dem Heizrohr.
[0023] Die Kesselanlage 10 aus Fig. 1 hat einen Hybridkessel 12, der mit einem fossilen
Brenner 14 versehen ist, dessen Rauchgasrohr 15 in den Kesselraum 16 des Hybridkessels
12 führt und dort mit diesen durchsetzenden Heizrohren 17a, 17b verbunden ist (siehe
Detailansicht Fig. 3), um auf diese Weise das im Kesselraum 16 befindliche Wasser,
Wasserdampf oder Thermoöl aufzuheizen. Mit dem Rauchgasrohr 15 ist über eine Einmündung
18 ein Heißgasrohr 20 eines Heißgassystems 22 verbunden, welches wiederum mit einer
Anzahl von Modulen 24 eines Hochtemperaturspeichers 26 verbunden ist.
[0024] Weiterhin weist der Hybridkessel 12 zwei elektrische Heizvorrichtungen in Form von
Flanschheizkörpern 28 auf, die von Flüssigkeitswärmetauschern 30 umgeben sind, welche
über einen Zulauf 32 und einen Ablauf 34 mit dem Kesselraum 16 verbunden sind. In
dem Heißgasrohr 20 ist eine Stellkappe 36 angeordnet, so dass auf diese Weise der
Anteil des dem Rauchgasrohr 15 zugefügten Heißgasanteils vom Heißgassystems 22 des
Hochtemperaturspeichers 26 eingestellt werden kann. Die dargestellte Kesselanlage
wird somit gespeist von dem Rauchgasrohr 15 des fossilen oder biogenen Brenners 14,
von dem Heißgasrohr 20 des Heißgassystems 22 als auch von dem Flüssigkeitswärmetauscher
30 des Flanschheizkörpers 28, wovon, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, zwei neben
dem Hybridkessel 12 angeordnet sind. Die erfinderische Kesselanlage ist damit in der
Lage, von unterschiedlichsten Wärmequellen gespeist zu werden und damit sehr kurzfristig
auf ein zeitlich schwankendes Stromangebot zu reagieren.
[0025] Dadurch, dass der Hochtemperaturspeicher 26 aus mehreren zusammensetzbaren Modulen
24 besteht, ist er entsprechend dem Speicherungsbedarf ausbaufähig und kann quasi
mit dem genutzten Ökostromanteil mitwachsen.
[0026] Die Detailansicht der Fig. 3 zeigt, wie das Rauchgasrohr 15, in welches zuvor das
Heißgasrohr 20 des Heißgassystems 22 eingemündet ist, in eine erste Heizrohrgruppe
17a mündet, die den Kesselraum 16 horizontal durchsetzt. Die erste Heizrohrgruppe
17a ist über eine Umlenkung 21 mit einer zweiten Heizrohrgruppe 17b verbunden, die
den Kesselraum 16 in entgegengesetzter Richtung durchläuft. Die zweite Heizrohrgruppe
17b mündet in einer Rauchgasabfuhr 19, die vorzugsweise mit einer Rauchgasreinigung
verbunden ist.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel begrenzt, sondern
kann innerhalb des Schutzbereichs der beigefügten Ansprüche variiert werden. So ist
es zum Beispiel nicht nötig, dass der genutzte Kessel ein Hybridkessel ist, der eine
zusätzliche elektrische Heizvorrichtung aufweist.
Bezugszeichenliste:
[0028]
- 10
- Kesselanlage
- 12
- Hybridkessel
- 14
- fossiler oder biogener Brenner bzw. Brennereinrichtung
- 15
- Rauchgasrohr des Brenners
- 16
- Kesselraum mit Wasser, Wasserdampf oder Thermoöl als Wärmeträgermedium
- 17a
- erstes Heizrohr/Heizrohrgruppe im Kesselraum
- 17b
- zweites Heizrohr/Heizrohrgruppe im Kesselraum
- 18
- Einmündung des Heißgasrohrs von dem Heißgassystem in das Rauchgasrohr
- 19
- am Ende der zweiten Heizrohrgruppe angeschlossenes Rauchgasabfuhr, insbesondere zur
Verbindung mit einer Rauchgasreinigung
- 20
- Heißgasrohr für die Zufuhr der vom Heißgassystem erzeugten Wärme zum Hybridkessel
- 21
- Umlenkung zwischen erster Heizrohrgruppe und zweiter Heizrohrgruppe
- 22
- Heißgassystem zur Abfuhr der Nutzwärme vom thermischen Speicher, insbesondere Hochtemperaturspeicher
- 24
- ein Modul eines Hochtemperaturspeichers
- 26
- modular zusammengesetzter und ausbaubarer Hochtemperaturspeicher
- 28
- elektrische Heizvorrichtung, insbesondere Flanschheizkörper
- 30
- das Heizelement des Flanschheizkörpers umgebender Flüssigkeitswärmetauscher
- 32
- Zulauf vom Flüssigkeitswärmetauscher in den Kesselraum
- 33
- Standpodest für die beiden Flanschheizkörper beidseitig des Hybridkessels
- 34
- Ablauf vom Kesselraum in den Flüssigkeitswärmetauscher
- 36
- Stellklappe im Heißgasrohr
1. Kesselanlage (10), welche einen Kesselraum (16) für ein Wärmeträgermedium aufweist,
welcher Kesselraum (16) von wenigstens einem Heizrohr (17a, 17b) durchsetzt ist, welches
eingangsseitig mit einem Wärmeabgabeelement (20) eines thermischen Speichers (26)
und mit dem Rauchgasrohr (15) einer fossilen oder biogenen Brennereinrichtung (14)
verbunden ist.
2. Kesselanlage (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der thermische Speicher (26) ein Hochtemperaturspeicher ist.
3. Kesselanlage (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochtemperaturspeicher (26) mit einem Heißgassystem (22) zur Gewinnung von Wärme
aus dem Hochtemperaturspeicher (26) verbunden ist, und dass das Wärmeabgabeelement
als Heißgasrohr (20) des Heißgassystems (22) ausgebildet ist.
4. Kesselanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Heizrohr (17a, 17b) eingangsseitig mit einem Rauchgasrohr (15)
der fossilen oder biogenen Brennereinrichtung verbunden ist und dass das Rauchgasrohr
(15, 18) eine Einmündung (18) aufweist, die mit dem Wärmeabgabeelement (20) des thermischen
Speichers (26) verbunden ist.
5. Kesselanlage (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einmündung (18) einen Selektionsmechanismus (36) aufweist, der ausgebildet ist,
das Wärmeabgabeelement (20) mit dem Rauchgasrohr (15) zu verbinden oder zu trennen.
6. Kesselanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kesselraum (16) von wenigstens einem ersten Heizrohr durchsetzt ist, welches
mit dem Wärmeabgabeelement des thermischen Speichers verbunden ist, und von einem
zweiten Heizrohr (17a, 17b) durchsetzt ist, welches mit dem Rauchgasrohr der fossilen
oder biogenen Brennereinrichtung verbunden ist.
7. Kesselanlage (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass vor und/oder nach dem ersten und/oder zweiten Heizrohr (17a, 17b) eine schaltbare
Klappe angeordnet ist.
8. Kesselanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine elektrische Heizvorrichtung (28) für das in dem Kesselraum (16)
befindliche Wärmeträgermedium aufweist, die vorzugsweise als Flanschheizkörper ausgebildet
ist.
9. Kesselanlage (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine elektrische Heizvorrichtung (28) außerhalb des Kesselraums (16)
angeordnet ist, und dass die Kesselanlage (10) eine in Verbindung mit der wenigstens
einen Heizvorrichtung (28) angeordnete Wärmeübertragungseinrichtung (30) zur Übertragung
der Wärme von der wenigstens einen elektrischen Heizvorrichtung (28) in den Kesselraum
(16) aufweist.
10. Kesselanlage (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine elektrische Heizvorrichtung (28) in elektrisch isolierten Mantelrohren
angeordnete elektrische Heizelemente umfasst, und dass die Wärmeübertragungseinrichtung
als ein die Mantelrohre umgebender Flüssigkeitswärmetauscher (30) ausgebildet ist,
der über einen Zulauf (32) und einen Ablauf (34) mit dem Kesselraum (16) verbunden
ist.
11. Kesselanlage (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens zwei elektrische Heizvorrichtungen (28) aufweist.
12. Kesselanlage (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrisches Heizelement des Hochtemperaturspeichers (26) und/oder die wenigstens
eine elektrische Heizvorrichtung (28) entweder direkt mit einer Windenergie- oder
Photovoltaikanlage verbunden ist und/oder Überschußstrom aus dem öffentlichen Stromnetz
bezieht.
13. Kesselanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochtemperaturspeicher (26) als ein aus mehreren Modulen (24) zusammengesetzter
erweiterbarer Speicher ausgebildet ist.
14. Kesselanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeträgermedium Wasser, Wasserdampf oder Thermoöl ist.