[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherungselement zur mechanischen Sicherung einer Gehäuseverrastung
einer Steckverbindung, aufweisend wenigstens ein Verbindungsmittel zur Verbindung
mit einem Steckverbindergehäuse eines Steckverbinders der Steckverbindung und wenigstens
ein ausgehend von einer Freigabeposition in eine Sicherungsposition bewegbares Sicherungsmittel,
welches die Gehäuseverrastung der Steckverbindung zu sichern vermag.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Steckverbindergehäuseanordnung für einen Steckverbinder,
aufweisend besagtes Sicherungselement und das Steckverbindergehäuse.
[0003] Die Erfindung betrifft außerdem eine Steckverbindung, aufweisend einen Steckverbinder
mit einer Steckverbindergehäuseanordnung und einen Gegensteckverbinder mit einem Gegensteckverbindergehäuse.
[0004] Aus der Verbindungstechnik sind diverse elektrische und optische Steckverbinder bekannt.
Steckverbinder dienen bekanntermaßen dazu, Datensignale und/oder elektrische Leistung
an korrespondierende Gegensteckverbinder zu übertragen. Bei einem Steckverbinder bzw.
Gegensteckverbinder kann es sich unter anderem um einen Stecker, einen Leiterplattenstecker,
einen Einbaustecker, eine Buchse, eine Kupplung oder einen Adapter handeln. Die im
Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung "Steckverbinder" bzw. "Gegensteckverbinder"
steht stellvertretend für alle Varianten.
[0005] Um im Falle einer gesteckten Steckverbindung die korrekte Verrastung zwischen dem
Steckverbindergehäuse und dem Gegensteckverbindergehäuse sicherzustellen, werden häufig
Gehäusesicherungselemente eingesetzt, die unter anderem unter dem Begriff "Connector
Position Assurance" (CPA) bekannt sind. Derartige Sicherungselemente dienen einerseits
der Sicherstellung, dass eine vollständige und korrekte Verbindung zwischen dem Steckverbinder
und dem Gegensteckverbinder hergestellt wurde, und verhindern andererseits auch ein
unbeabsichtigtes Lösen der zwischen den Gehäusen der Verbindungspartner bestehenden
(primären) Gehäuseverrastung.
[0006] Bekannte CPAs sind hierfür in der Regel als Zusatzelemente ausgebildet, die entlang
der Längsachse bzw. entlang der Steckrichtung des Steckverbinders bewegbar sind. Durch
die Verschiebung der CPA ausgehend von einer Freigabeposition in eine Sicherungsposition,
wird die Gehäuseverrastung schließlich gesichert und es ist gewährleistet, dass die
Steckverbindung ordnungsgemäß hergestellt wurde. Dabei ist es üblich, dass die CPA
translatorisch durch eine Zapfen-Langloch-Führung oder eine sonstige Linearführung
in dem Steckverbindergehäuse geführt wird und am kabelseitigen Ende eine Betätigungsfläche
für den Monteur aufweist.
[0007] Ein Nachteil der bekannten CPAs besteht darin, dass sie naturgemäß vergleichsweise
viel Bauraum in Längs- bzw. Steckrichtung des Steckverbinders beanspruchen. Dies steht
den häufig geltenden Miniaturisierungsanforderungen entgegen und ist insbesondere
bei Winkelsteckverbindern problematisch, bei denen der zur Verfügung stehende Bauraum
in axialer Richtung konstruktiv eingeschränkt ist. In solchen Fällen kann die Integration
einer herkömmlichen CPA entweder nicht erfolgen oder führt zu einer unverhältnismäßigen
Vergrößerung des Bauraumbedarfs, was die Einsetzbarkeit einer CPA in kompakten Baugruppen
oder beengten Einbauverhältnissen einschränkt.
[0008] In Anbetracht des bekannten Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, ein Sicherungselement zur Sicherung einer Gehäuseverrastung einer
Steckverbindung bereitzustellen, bei dem der erforderliche Bauraum, insbesondere in
Längs- bzw. Steckrichtung des Steckverbindergehäuses, gering ist.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindergehäuseanordnung
bereitzustellen, die ein Sicherungselement zur Sicherung einer Gehäuseverrastung einer
Steckverbindung aufweist, bei dem der erforderliche Bauraum, insbesondere in Längs-
bzw. Steckrichtung des Steckverbindergehäuses, gering ist.
[0010] Schließlich ist es auch Aufgabe der Erfindung, eine Steckverbindung bereitzustellen,
die ein Sicherungselement zur Sicherung einer Gehäuseverrastung zwischen einem Steckverbinder
und einem Gegensteckverbinder aufweist, bei dem der erforderliche Bauraum, insbesondere
in Längs- bzw. Steckrichtung des Steckverbindergehäuses, gering ist.
[0011] Die Aufgabe wird für das Sicherungselement mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen
gelöst. Hinsichtlich der Steckverbindergehäuseanordnung wird die Aufgabe durch die
Merkmale des Anspruchs 7 und bezüglich der Steckverbindung durch die Merkmale des
Anspruchs 14 gelöst.
[0012] Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgend beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte
Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
[0013] Die Erfindung betrifft ein Sicherungselement zur mechanischen Sicherung einer Gehäuseverrastung
einer Steckverbindung.
[0014] Bei dem "Sicherungselement" im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann es sich insbesondere
um eine vorstehend bereits erwähnte CPA handeln, also um ein Sicherungselement, das
eines, mehrere oder alle bezüglich CPAs dem Fachmann üblicherweise bekannten technischen
Merkmale und Funktionen aufweist. Die Erfindung ist allerdings nicht zwingend auf
eine Gleichsetzung der Begriffe "Sicherungselement" und "CPA" beschränkt zu verstehen,
da das beanspruchte Sicherungselement beispielsweise auch von einer CPA abweichenden
Merkmale aufweisen kann und auch nicht zwingend alle Merkmale einer CPA umfassen muss.
Die Erfindung beansprucht somit jegliche Sicherungselemente, die sich zur mechanischen
Sicherung einer Gehäuseverrastung einer Steckverbindung eignen können.
[0015] Das Sicherungselement dient vorzugsweise nicht der Sicherung von Kontaktelementen
in dem Steckverbindergehäuse und vorzugsweise auch nicht der Verrastung oder Sicherung
einer Verrastung zwischen Kontaktelementen und Gegenkontaktelementen der Steckverbindung.
[0016] Vorzugsweise ist das Sicherungselement zur unmittelbaren mechanischen Sicherung der
Gehäuseverrastung vorgesehen. Das Sicherungselement kontaktiert oder blockiert somit
vorzugsweise unmittelbar zumindest ein an der Gehäuseverrastung beteiligtes Bauteil
bzw. eine an der Gehäuseverrastung beteiligte Komponente des Steckverbinders oder
des Gegensteckverbinders (beispielsweise das nachfolgend noch erwähnte "Rastmittel"
oder "Gegenrastmittel"). Grundsätzlich kann das Sicherungselement aber auch zur mittelbaren
Sicherung der Gehäuseverrastung dienen (beispielsweise durch unmittelbare Sicherung
eines Zwischenelements, das zwischen dem Sicherungselement und einem der Bauteile
der Gehäuseverrastung angeordnet ist).
[0017] Unter einer "Gehäuseverrastung" ist im Rahmen der Erfindung insbesondere eine primäre
Gehäuseverrastung bzw. eine sogenannte "Primärverrastung" zwischen einem Steckverbindergehäuse
und einem Gegensteckverbindergehäuse zu verstehen. Bei der Gehäuseverrastung kann
es sich insbesondere um eine unmittelbare Verrastung zwischen dem Steckverbindergehäuse
bzw. einer Steckverbindergehäusekomponente und dem Gegensteckverbindergehäuse bzw.
einer Gegensteckverbindergehäusekomponente handeln. Die zu sichernde Gehäuseverrastung
kann insbesondere eine zerstörungsfrei wieder lösbare Verrastung und/oder Verriegelung
sein. Grundsätzlich kann allerdings auch eine nach der Verrastung zerstörungsfrei
nicht mehr lösbare Gehäuseverrastung durch das vorgeschlagene Sicherungselement zusätzlich
gesichert werden.
[0018] Vorzugsweise ist das Sicherungselement nicht als Teil der eigentlichen Gehäuseverrastung,
sondern als zusätzliches Bauteil zu verstehen.
[0019] Das Sicherungselement bzw. die Erfindung kann sich vorzugsweise zur Verwendung mit
einer elektrischen oder optischen Steckverbindung eignen. Insofern die Erfindung nachfolgend
im Wesentlichen anhand einer elektrischen Steckverbindung beschrieben wird, so ist
dies nicht einschränkend zu verstehen.
[0020] Erfindungsgemäß weist das Sicherungselement wenigstens ein Verbindungsmittel zur
ausschließlich drehbaren und unmittelbaren Verbindung mit einem Steckverbindergehäuse
eines Steckverbinders der Steckverbindung auf. Das Verbindungsmittel des Sicherungselements
vermag zusammen mit einem Gegenverbindungsmittel des Steckverbindergehäuses ein Drehgelenk
auszubilden, das eine Drehachse für besagte drehbare Verbindung aufweist.
[0021] Bei dem Sicherungselement handelt es sich vorzugsweise um ein einstückiges bzw. einteiliges
Bauteil. Daher kann es sich bei dem wenigstens einen "Verbindungsmittel" insbesondere
um einen Bereich bzw. Abschnitt des (einteiligen) Sicherungselements handeln. Dies
kann analog für alle Komponenten des Sicherungselements gelten, die nachfolgend noch
genannt werden, wie beispielsweise das wenigstens eine "Sicherungsmittel" und das
nachfolgend noch genannte wenigstens eine "Betätigungsmittel". Grundsätzlich kann
allerdings auch vorgesehen sein (weniger bevorzugt), dass das Sicherungselement mehrteilig
ausgebildet ist, weshalb eine oder mehrere der vorstehend und nachfolgend genannten
Mittel auch als einzelne Bauteile des Sicherungselements verstanden werden können.
[0022] Das Sicherungselement kann vorzugsweise genau ein Verbindungsmittel oder genau zwei
Verbindungsmittel aufweisen. Grundsätzlich kann eine beliebige Anzahl von Verbindungsmitteln
zur jeweils ausschließlich drehbaren und unmittelbaren Verbindung mit dem Steckverbindergehäuse
vorgesehen sein. Insofern mehrere Verbindungsmittel vorgesehen sind (also beispielsweise
zwei Verbindungsmittel), so sind diese vorzugsweise derart zueinander fluchtend angeordnet,
dass die Drehachsen der jeweiligen Drehgelenke zusammenfallen bzw. aufeinanderliegen.
[0023] Erfindungsgemäß weist das Sicherungselement zusätzlich wenigstens ein Sicherungsmittel
auf, welches mit dem Verbindungsmittel verbunden ist (vorzugsweise unmittelbar bzw.
einstückig, gegebenenfalls aber auch nur mittelbar bzw. über wenigstens ein zusätzliches
Bauteil oder Mittel). Das Sicherungsmittel ist von der Drehachse beabstandet, so dass
das Sicherungsmittel bei einer Drehung des Sicherungselements um die Drehachse entlang
einer Kreisbahn, ausgehend von einer Freigabeposition (in der das Sicherungsmittel
die Gehäuseverrastung der Steckverbindung noch nicht sichert), in eine Sicherungsposition
bewegbar ist, in der das Sicherungsmittel die Gehäuseverrastung der Steckverbindung
zu sichern vermag.
[0024] Grundsätzlich kann eine beliebige Anzahl von Sicherungsmitteln vorgesehen sein, wobei
vorzugsweise genau ein Sicherungsmittel oder genau zwei Sicherungsmittel vorhanden
sind. Insofern mehrere Sicherungsmittel vorgesehen sind, so sind diese vorzugsweise
zueinander unbeweglich angeordnet bzw. relativ zueinander feststehend positioniert,
so dass die Sicherungsmittel bei Drehung des Sicherungselements gemeinsam entlang
einer jeweiligen Kreisbahn bewegt werden können. Die Anzahl von Sicherungsmitteln
muss außerdem nicht unbedingt der Anzahl von Verbindungsmitteln entsprechen, weshalb
also beispielsweise auch nur genau ein Sicherungsmittel vorgesehen sein kann, das
mit zwei Verbindungsmitteln gemeinsam verbunden ist.
[0025] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das Sicherungsmittel eine Sicherungsfläche
aufweist, die vorzugsweise eine Richtungskomponente in zumindest im Wesentlichen tangentialer
Richtung oder Steckrichtung aufweist ("tangential" hinsichtlich der um die Drehachse
verlaufenden Kreisbahn) - zumindest dann, wenn sich das Sicherungsmittel in der Sicherungsposition
befindet. Vorzugsweise kann die Sicherungsfläche außerdem eine zweite Richtungskomponente
aufweisen, die zumindest im Wesentlichen in lateraler Richtung in Bezug auf eine Längs-
bzw. Mittenachse des Steckverbinders verläuft oder die zumindest im Wesentlichen in
radialer Richtung in Bezug auf die Drehachse des Sicherungselements verläuft.
[0026] Dadurch, dass das vorgeschlagene Sicherungselement derart ausgebildet ist, dass das
wenigstens eine Sicherungsmittel durch eine ausschließlich drehbare (Kreis)Bewegung
in die Sicherungsposition überführt werden kann, kann der erforderliche Bauraum, insbesondere
in Längs- bzw. Steckrichtung bzw. in Steckrichtung des Steckverbinders, gegenüber
einer herkömmlichen CPA mit linearem Verschiebeweg deutlich verringert sein. Das vorgeschlagene
Sicherungselement eignet sich daher unter anderem ideal für Anwendungen mit eingeschränktem
axialem Bauraum, wie dies beispielsweise bei Winkelsteckverbindern der Fall ist. Durch
das vorgeschlagene Sicherungselement ergeben sich gegenüber den herkömmlichen CPAs
konstruktive Freiheiten zur Gestaltung deutlich kompakterer Steckverbindungen.
[0027] Dadurch, dass im Rahmen der Erfindung eine ausschließliche Drehbewegung des Sicherungselements
vorgesehen ist, kann auf komplexe Führungsmechanismen, wie beispielsweise Schienen-
oder Kulissenführungen, verzichtet werden. Hingegen kann die Realisierung des genannten
Drehgelenks mit technisch einfachen Maßnahmen erfolgen, was mitunter zu einer verbesserten
Herstell-, Montier- und Bedienbarkeit und damit nicht zuletzt zu besonders wirtschaftlich
herstellbaren Steckverbindern führen kann. Durch das Drehgelenk kann außerdem eine
Verliersicherung für das Sicherungselement bereitgestellt werden, so dass das Sicherungselement
(insbesondere in der Freigabeposition) nicht unbeabsichtigt von dem Steckverbindergehäuse
getrennt werden kann.
[0028] Das Sicherungselement eignet sich vorteilhaft für manuelle als auch für (teil)automatisierte
Montageprozesse (es kann also händisch mit einem Werkzeug oder werkzeuglos von einem
Monteur und/oder von einer Montagevorrichtung oder - in Sonderfällen - von einer Komponente
des Gegensteckverbinders betätigbar sein). Durch den sich durch Beabstandung des Sicherungsmittels
von der Drehachse ergebenden Hebelarm ist das Sicherungselement mitunter auch bereits
durch geringen oder zumindest vorab gezielt definierbaren Kraftaufwand betätigbar.
[0029] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Sicherungselement wenigstens einen Verbindungsschenkel aufweist, um das wenigstens
eine Verbindungsmittel mit dem wenigstens einen Sicherungsmittel zu verbinden.
[0030] Durch die Verwendung entsprechender Verbindungsschenkel können der Radius der Kreisbahn,
entlang der das Sicherungsmittel bei Drehung des Sicherungselements um die Drehachse
bewegt wird, die erforderliche Betätigungskraft (durch den sich ergebenden mechanischen
Hebel) und die Länge des möglichen Verschiebeweges (d. h. der Abstand zwischen der
Freigabeposition und der Sicherungsposition) einstellbar sein. Der Fachmann vermag
das Verbindungsmittel und das Sicherungsmittel auf dem Verbindungsschenkel anwendungsbedingt
dementsprechend relativ zueinander zu positionieren.
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement genau einen Sicherungsschenkel
aufweist. Vorzugsweise sind allerdings mehrere, insbesondere (aber nicht ausschließlich)
zwei einander gegenüberliegende Verbindungsschenkel vorgesehen. Insofern mehrere Verbindungsschenkel
vorgesehen sind, können diese vorzugsweise derart zueinander angeordnet sein, dass
die Drehachsen aller sich ergebender Drehgelenke aufeinanderliegen. Mehrere Verbindungsschenkel
können somit also vorzugsweise derart zueinander angeordnet sein, dass jeweils auf
den Verbindungsschenkeln angeordnete Verbindungsmittel in Bezug auf die Drehachse
miteinander fluchten.
[0032] Insofern mehrere Verbindungsschenkel vorgesehen sind, insbesondere wenn zwei Verbindungsschenkel
vorgesehen sind, können diese über einen gemeinsamen Verbindungssteg (einstückig bzw.
monolithisch oder mehrteilig) miteinander verbunden sein.
[0033] Der wenigstens eine Verbindungsschenkel kann vorzugsweise ein längliches Bauteil
sein, das sich ausgehend von einem ersten Ende bis zu einem zweiten Ende erstreckt,
und das somit zumindest einen ersten Endabschnitt, einen mittleren Abschnitt und einen
zweiten Endabschnitt aufweist.
[0034] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens
eine Verbindungsmittel an einem ersten Endabschnitt des Verbindungsschenkels ausgebildet
ist. Es sei aber erwähnt, dass dies nicht zwingend erforderlich ist. Denn das wenigstens
eine Verbindungsmittel kann grundsätzlich an einer beliebigen Stelle des Verbindungsschenkels
angeordnet sein, also beispielsweise auch in einem mittleren Abschnitt entlang einer
Längserstreckung des Verbindungsschenkels.
[0035] In einer Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Sicherungsmittel
an einem zweiten Endabschnitt des Verbindungsschenkels angeordnet bzw. ausgebildet
ist, der dem vorstehend erwähnten ersten Endabschnitt gegenüberliegenden angeordnet
sein kann (jedoch gegebenenfalls unabhängig davon, ob das wenigstens eine Verbindungsmittel
an dem ersten Endabschnitt oder an einer anderen Stelle entlang des Verbindungsschenkels
angeordnet ist). Wenn sich Verbindungsmittel und Sicherungsmittel an gegenüberliegenden
Endabschnitten des Sicherungsschenkels befinden, kann der Hebelarm des Verbindungsschenkels
besonders gut ausgenutzt werden. Insofern genau zwei Verbindungsschenkel vorgesehen
sind, eignet sich diese Variante besonders vorteilhaft, wenn auch zwei Sicherungsmittel
vorgesehen sind (und somit eines an jedem Verbindungsschenkel). Es sei jedoch betont,
dass das wenigstens eine Sicherungsmittel grundsätzlich an einer beliebigen Stelle
des Verbindungsschenkels angeordnet sein kann, also beispielsweise auch in dem bereits
erwähnten mittleren Abschnitt.
[0036] In einer Variante der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine
Sicherungsmittel an dem Verbindungssteg ausgebildet bzw. angeordnet ist, der mehrere
Sicherungsschenkel miteinander verbindet, und/oder an einer mit dem Verbindungsschenkel
oder mit dem Verbindungssteg verbundenen Erhebung ausgebildet bzw. angeordnet ist,
beispielsweise an einem Verbindungsarm, an einem Verbindungssteg oder an einer Auskragung.
Auch auf diese Weise kann der Hebelarm des Verbindungsschenkels sehr gut ausnutzbar
sein. Diese Variante der Erfindung eignet sich besonders vorteilhaft, wenn genau ein
Sicherungsmittel vorgesehen ist, insbesondere wenn dieses zentral bzw. mittig zwischen
den Verbindungsschenkeln angeordnet ist.
[0037] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Verbindungsmittel eine Bohrung zur Aufnahme eines Zapfens des Steckverbindergehäuses
oder einen Zapfen zur Aufnahme in einer Bohrung des Steckverbindergehäuses aufweist.
[0038] Besagte Bohrung kann unter anderem eine Durchgangsbohrung, eine gestufte Bohrung
oder eine Sacklochbohrung sein. Die Bohrung weist vorzugsweise einen kreisrunden Querschnitt
auf, wobei die Bohrung vorzugsweise nicht als Langloch ausgebildet ist, da im Rahmen
der Erfindung vorteilhaft eine ausschließliche Drehung ermöglicht werden soll. Grundsätzlich
kann eine beliebige Ausnehmung zur Aufnahme des besagten Zapfens oder einer vergleichbaren
Erhebung vorgesehen sein, also beispielsweise auch eine Ausnehmung mit einem rechteckigen
oder sonstigen Querschnitt.
[0039] Vorzugsweise kann der Zapfen einen runden Querschnitt aufweisen. Grundsätzlich kann
aber auch der Querschnitt des Zapfens beliebig sein (z. B. rechteckig).
[0040] Wie bereits erwähnt, kann alternativ zu einem Zapfen eine beliebige Erhebung vorgesehen
sein, die in einer beliebigen Ausnehmung aufnehmbar ist, um ein (ausschließlich drehbares)
Drehgelenk auszubilden.
[0041] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement
zusätzlich ein Betätigungsmittel aufweist, mittels dem z. B. ein Benutzer bzw. Monteur
oder eine Montagevorrichtung die Drehung des Sicherungselements um die Drehachse einzuleiten
vermag, um das Sicherungsmittel entlang der Kreisbahn zwischen der Freigabeposition
und der Sicherungsposition zu bewegen.
[0042] Bei dem Betätigungsmittel handelt es sich vorzugsweise um eine von der Drehachse
beabstandete Betätigungsfläche, die besonders bevorzugt manuell von einem Monteur
betätigbar und daher entsprechend von außerhalb des Steckverbindergehäuses zugänglich
ist.
[0043] Das Betätigungsmittel kann vorzugsweise an dem zweiten Endabschnitt des vorstehend
bereits erwähnten wenigstens einen Verbindungsschenkels ausgebildet sein bzw. an einer
von dem Verbindungsmittel bzw. Drehgelenk beabstandeten Position entlang des wenigstens
einen Verbindungsschenkels. Das Betätigungsmittel kann im Falle mehrerer Verbindungsschenkel
vorzugsweise an dem Verbindungssteg ausgebildet sein, der die mehreren Verbindungsschenkel
miteinander verbindet.
[0044] Das Betätigungsmittel kann insbesondere auf einer von dem Sicherungsmittel abgewandten
Seite des Verbindungsschenkels angeordnet sein.
[0045] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine Betätigungsrichtung
für das Betätigungsmittel nicht auf das Verbindungsmittel gerichtet ist. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die Betätigungsrichtung zumindest im Wesentlichen in einer
tangentialen Richtung zu der Kreisbahn verläuft, entlang der das Sicherungsmittel
bewegbar ist.
[0046] Es kann vorgesehen sein, dass die Betätigungsrichtung für das Betätigungsmittel zumindest
im Wesentlichen orthogonal zu einer gedachten Geraden orientiert ist, die zwischen
dem Betätigungsmittel und dem Verbindungsmittel verläuft.
[0047] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Sicherungselement zusätzlich ein weiteres bzw. ein zweites Betätigungsmittel aufweist,
um das Sicherungsmittel entlang der Kreisbahn von der Sicherungsposition zurück in
die Freigabeposition zu bewegen. Die Drehung des Sicherungselements kann bei Betätigung
des zweiten Betätigungsmittels daher vorzugsweise in einer weiteren bzw. zweiten Betätigungsrichtung
erfolgen, die der vorstehend im Rahmen des ersten Betätigungsmittels erwähnten ersten
Betätigungsrichtung entgegengerichtet ist.
[0048] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement
zusätzlich wenigstens ein Verriegelungsmittel aufweist, welches mit dem Verbindungsmittel
verbunden und ausgebildet ist, eine Drehung des Sicherungselements durch Zusammenwirkung
mit dem Steckverbindergehäuse zu blockieren, wenn sich das Sicherungsmittel in der
Freigabeposition befindet, und erst durch einen Steckvorgang mit dem Gegensteckverbinder
freizugeben.
[0049] Das Verriegelungsmittel kann vorzugsweise (aber nicht notwendigerweise) von der Drehachse
beabstandet sein.
[0050] Besagtes Sicherungsmittel kann somit auf vorteilhafte Weise eine Betätigungsverhinderung
für das Sicherungselement ausbilden, so dass das Sicherungselement nur dann betätigt
werden kann, wenn der Steckverbinder bzw. das Steckverbindergehäuse korrekt mit dem
Gegensteckverbinder bzw. dem Gegensteckverbindergehäuse verbunden ist. Einerseits
kann dadurch sichergestellt sein, dass das Sicherungselement nicht unbeabsichtigt
in die Sicherungsposition bewegt wird und andererseits kann die Bewegbarkeit des Sicherungselements
dem Monteur oder einer Montagevorrichtung aufzeigen, dass der vorherige Steckvorgang
korrekt und vollständig ausgeführt wurde.
[0051] Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Verriegelungsmittel eine Längserstreckung
aufweist, die sich zumindest im Wesentlichen in Steckrichtung erstreckt, insbesondere
wenn sich das Sicherungselement in der Sicherungsposition oder in der Freigabeposition
befindet. Ergänzend oder alternativ kann vorgesehen sein, dass eine Längserstreckung
des Verriegelungsmittels zumindest im Wesentlichen in tangentialer Richtung bezogen
auf die Kreisbahn der Drehbewegung des Sicherungsmittels verläuft.
[0052] Grundsätzlich kann das Verriegelungsmittel in dem Sicherungselement vergleichbar
positionierbar sein wie das Sicherungsmittel, weshalb die vorstehend hinsichtlich
der Anordnung des Sicherungsmittels genannten Merkmale und Vorteile (beispielsweise
die Anordnung an einem Endabschnitt des Verbindungsschenkels, an einem mehrere Verbindungsschenkel
verbindenden Verbindungssteg oder an einer mit dem Verbindungsschenkel oder dem Verbindungssteg
verbundenen Erhebung) ebenfalls für das Verriegelungsmittel gelten können.
[0053] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass
das Verriegelungsmittel das Sicherungsmittel aufweist - oder umgekehrt, wobei Sicherungsmittel
und Verriegelungsmittel gegebenenfalls auch identisch sein können. Das Verriegelungsmittel
kann beispielsweise an einem vorderen, freien Endabschnitt eines länglichen (z. B.
als Verbindungsarm, Verbindungssteg oder Auskragung) ausgebildeten Sicherungsmittels
ausgebildet bzw. angeordnet sein.
[0054] Die Erfindung betrifft auch eine Steckverbindergehäuseanordnung für einen Steckverbinder,
aufweisend ein Sicherungselement gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen
und das Steckverbindergehäuse, wobei das Verbindungsmittel des Sicherungselements
mit dem Gegenverbindungsmittel des Steckverbindergehäuses das Drehgelenk ausbildet
und ausschließlich drehbar und unmittelbar mit dem Steckverbindergehäuse verbunden
ist.
[0055] Auf vorteilhafte Weise kann ein Sicherungselement, insbesondere ein als eine CPA
ausgebildetes Sicherungselement, für einen Steckverbinder bereitgestellt werden, das
rotatorisch bzw. bogenförmig bewegbar ist, im Gegensatz zu einer im Stand der Technik
üblichen, translatorischen Bewegung. Auf diese Weise kann das Steckverbindergehäuse
deutlich kürzer realisiert werden. Es ist ein weiterer Vorteil der Erfindung, dass
das Sicherungselement in der Freigabeposition deutlich weniger aus dem Steckverbindergehäuse
herausragen muss, wodurch es gegen mechanische Beschädigung besser geschützt sein
kann. Auf komplexe Linearführungen, wie beispielsweise Führungsschienen oder Kulissenführungen,
kann in dem Steckverbindergehäuse vorteilhaft verzichtet werden.
[0056] Bei dem Steckverbinder kann es sich vorzugsweise um einen elektrischen oder optischen
Steckverbinder handeln, wie vorstehend bereits erwähnt.
[0057] Das Steckverbindergehäuse des Steckverbinders kann ein- oder mehrteilig ausgebildet
sein, beispielsweise aus einem Kunststoff und/oder aus einem Metall. Wie vorstehend
bereits erwähnt, ist das Sicherungselement vorzugsweise ein von dem Steckverbindergehäuse
separates Bauteil. In einer weniger bevorzugten Variante der Erfindung kann das Sicherungselement
gegebenenfalls aber auch einstückig bzw. monolithisch mit dem Steckverbindergehäuse
ausgebildet sein, beispielsweise wenn das Drehgelenk als Festkörpergelenk bzw. Filmscharnier
ausgebildet ist.
[0058] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbindergehäuseanordnung
ein mit dem Steckverbindergehäuse verbundenes Rastmittel aufweist, das zusammen mit
einem korrespondierenden Gegenrastmittel des Gegensteckverbinders die Gehäuseverrastung
der Steckverbindung auszubilden vermag.
[0059] Das Rastmittel zur Ausbildung der Gehäuseverrastung kann vorzugsweise einstückig
bzw. monolithisch mit dem Steckverbindergehäuse ausgebildet sein. Grundsätzlich kann
das Rastmittel allerdings auch mehrteilig mit dem Steckverbindergehäuse ausgebildet
sein, also beispielsweise als separates Bauteil.
[0060] Das Rastmittel oder das Gegenrastmittel kann translatorisch und/oder rotatorisch
beweglich angeordnet sein, wobei der jeweils andere Verbindungspartner (Rastmittel
oder Gegenrastmittel) vorzugsweise unbeweglich bzw. starr ausgebildet ist. Vorzugsweise
ist somit einer der Verbindungspartner elastisch auslenkbar und/oder beweglich gelagert.
[0061] Entsprechende Rastmittel und Gegenrastmittel zur Ausbildung einer (primären) Gehäuseverrastung
sind grundsätzlich hinreichend bekannt.
[0062] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann insbesondere vorgesehen sein,
dass das Rastmittel des Steckverbindergehäuses als ein elastischer Rasthaken oder
als eine elastische Rastwippe ausgebildet ist.
[0063] Alternativ kann das Gegenrastmittel des Gegensteckverbindergehäuses als ein elastischer
Gegenrasthaken oder als eine elastische Gegenrastwippe ausgebildet sein. Die vorliegend
beschriebenen Merkmale hinsichtlich der Gehäuseverrastung sind zwischen dem Steckverbinder
und dem Gegensteckverbinder grundsätzlich beliebig austausch- bzw. verteilbar.
[0064] Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Sicherungselement ein von dem Rastmittel
des Steckverbindergehäuses und damit ein von der Gehäuseverrastung unabhängiges Bauteil
ist. Somit kann eine Bewegung bzw. Auslenkung des Rastmittels vorzugsweise nicht gleichfalls
zu einer Bewegung bzw. Auslegung des Sicherungsmittels führen - und vorzugsweise auch
umgekehrt.
[0065] Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Sicherungselement über das wenigstens
eine Verbindungsmittel mit einem mechanisch unbeweglichen bzw. starren Abschnitt des
Steckverbindergehäuses verbunden ist. Beispielsweise ist das Sicherungselement daher
vorzugsweise nicht an oder auf dem Rastmittel der Gehäuseverrastung angeordnet.
[0066] Es kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Sicherungsmittel des Sicherungselements
zumindest eine Komponente der Gehäuseverrastung, also beispielsweise den bereits erwähnten
Rasthaken oder die Rastwippe, in der Sicherungsposition, ausgehend von der Innenseite
des Steckverbindergehäuses hintergreift, um eine Entriegelung der Gehäuseverrastung
physisch zu blockieren. Alternativ kann allerdings auch vorgesehen sein, dass das
wenigstens eine Sicherungsmittel des Sicherungselements von außerhalb des Steckverbindergehäuses
mit der Gehäuseverrastung, also beispielsweise mit dem Rasthaken oder der elastischen
Rastwippe, mechanisch interagiert, um eine Entriegelung zu verhindern.
[0067] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Sicherungselement in der Freigabeposition des Sicherungsmittels an einem ersten Anschlag
des Steckverbindergehäuses und/oder dass das Sicherungselement in der Sicherungsposition
des Sicherungsmittels an einem zweiten Anschlag des Steckverbindergehäuses anliegt.
[0068] Die Bewegung des Sicherungselements kann somit zwischen der Freigabeposition und
der Sicherungsposition begrenzt sein. Auf diese Weise kann insbesondere sichergestellt
sein, dass das Sicherungselement in der Freigabeposition nicht unbeabsichtigt eine
für die Montage ungünstige Ausgangslage einnimmt.
[0069] Grundsätzlich können beliebige erste und/oder zweite Anschläge in dem Steckverbindergehäuse
in Frage kommen, die vorzugsweise unmittelbar mit dem Sicherungselement oder einer
der Komponenten bzw. einem der Mittel des Sicherungselements entsprechend wechselwirken.
[0070] Die Anschläge können beispielsweise als Vor- oder Rücksprünge, Stufen, Stege, Rippen,
Stifte, Bolzen, Ausnehmungen, etc. ausgebildet sein. Unter einem Anschlag ist daher
nicht zwingend nur eine Anschlagfläche zu verstehen, da ein "Anschlag" im Rahmen der
Erfindung insbesondere auch durch einen linienförmigen oder punktförmigen Anschlag
realisierbar sein kann.
[0071] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste Anschlag
derart mit einem an dem ersten Anschlag anliegenden ersten Abschnitt des Sicherungselements
zusammenwirkt, dass sich das Sicherungselement in der Freigabeposition in einer ersten
Winkelposition befindet, und dass der zweiten Anschlag derart mit einem an dem zweiten
Anschlag anliegenden zweiten Abschnitt des Sicherungselements zusammenwirkt, dass
sich das Sicherungselement in der Sicherungsposition in einer von der ersten Winkelposition
verschiedenen, zweiten Winkelposition befindet.
[0072] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der erste Anschlag und/oder ein an dem
ersten Anschlag anliegender, erster Abschnitt des Sicherungselements eine erste Anschlagsebene
definiert, die zu einer zweiten Anschlagsebene, die von dem zweiten Anschlag und/oder
einem an dem zweiten Anschlag anliegenden, zweiten Abschnitt des Sicherungselements
definiert wird, winklig orientiert ist.
[0073] Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass der erste Anschlag und der zweite Anschlag
des Steckverbindergehäuses auf verschiedenen Seitenflächen des Steckverbindergehäuses
ausgebildet sind und/oder dass die zur Anlage an den Anschlägen vorgesehenen Abschnitte
des Sicherungselements an verschiedenen Seitenflächen des Sicherungselements ausgebildet
sind. Dabei kann es sich jeweils vorzugsweise um unmittelbar aneinander angrenzende
Seitenflächen handeln - im Gegensatz zu sich gegenüberliegenden Seitenflächen.
[0074] Es kann vorgesehen sein, dass im jeweils "angestoßenen Zustand" (wenn ein Abschnitt
des Sicherungselements an einem der Anschläge anliegt) die Reaktionskraft, die auf
das Sicherungselement bei einer weiteren Bewegung in Richtung des jeweiligen Anschlags
wirken würde, zu der entsprechenden Reaktionskraft am anderen Anschlag winklig orientiert
ist, im Gegensatz zu einer parallelen / antiparallelen Orientierung. Vorzugsweise
ist ein Orientierungswinkel zwischen den besagten Reaktionskräften zwischen 0° und
180° vorgesehen, insbesondere ein Orientierungswinkel zwischen 30° und 150°, besonders
bevorzugt ein Orientierungswinkel zwischen 45° und 135°, besonders bevorzugt ein Orientierungswinkel
zwischen 60° und 120°, ganz besonders bevorzugt ein Orientierungswinkel von zumindest
im Wesentlichen 90°.
[0075] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der
erste Anschlag und/oder der zweite Anschlag in dem Drehgelenk oder unmittelbar angrenzend
an das Drehgelenk ausgebildet ist.
[0076] Beispielsweise kann ein Zapfen des Drehgelenks einen oder mehrere Stege, Fahnen oder
dergleichen aufweisen, die an korrespondierenden Erhebungen anzuschlagen vermögen,
die um eine Bohrung des Drehgelenks, in der der Zapfen aufgenommen ist, in definierten
Winkelabschnitten angeordnet sind. Alternativ kann auf komplementäre Weise auch vorgesehen
sein, dass eine Bohrung des Drehgelenks einen oder mehrere innenmantelseitige Stege,
Fahnen oder dergleichen aufweist, die in korrespondierenden Nuten oder sonstigen Ausnehmungen
in dem korrespondierenden Zapfen beweglich sind.
[0077] Wie vorstehend bereits erwähnt, eignet sich die Erfindung grundsätzlich zur Verwendung
mit Steckverbindern bzw. für Steckverbindergehäuse in beliebiger Bauweise. In einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann allerdings vorgesehen sein, dass das
Steckverbindergehäuse als ein Winkelsteckverbindergehäuse ausgebildet ist, da die
erfindungsgemäßen Vorteile in diesem Falle besonders deutlich werden. Grundsätzlich
können aber auch längliche bzw. gerade Steckverbinder vorgesehen sein.
[0078] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement
und das Steckverbindergehäuse in der Freigabeposition des Sicherungselements eine
erste Rastverbindung und/oder in der Sicherungsposition des Sicherungselements eine
zweite Rastverbindung ausbilden. Dementsprechend können das Steckverbindergehäuse
und/oder das Sicherungselement entsprechend geeignete Rastelemente, wie Rasthaken
oder Rastvertiefungen oder sonstige geeignete Mittel zur Herstellung der ersten und/oder
zweiten Rastverbindung aufweisen.
[0079] Die Erfindung betrifft auch einen Steckverbinder, insbesondere einen elektrischen
oder optischen Steckverbinder, aufweisend eine Steckverbindergehäuseanordnung gemäß
den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen.
[0080] Neben der Steckverbindergehäuseanordnung kann der Steckverbinder beliebige weitere
Steckverbinderkomponenten aufweisen, wie beispielsweise ein Außenleiterkontaktelement,
eines oder mehrere in dem Außenleiterkontaktelement verlaufende Innenleiterkontaktelemente,
dielektrische bzw. elektrisch isolierende Komponenten, Dichtelemente und Komponenten
zur Kabelzugabfangung. Auf den Steckverbindertyp und die konkret zum Einsatz kommenden
Steckverbinderkomponenten kommt es im Rahmen der Erfindung vorliegend nicht unbedingt
an.
[0081] Die Erfindung betrifft auch eine Steckverbindung, insbesondere eine elektrische oder
optische Steckverbindung, aufweisend einen Steckverbinder mit einer Steckverbindergehäuseanordnung
gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen und einen Gegensteckverbinder
mit einem Gegensteckverbindergehäuse, wobei das Steckverbindergehäuse mechanisch mit
dem Gegensteckverbindergehäuse verbunden und besagte Verbindung über die gegenseitige
Gehäuseverrastung verrastet und über das Sicherungselement durch Sicherung der Gehäuseverrastung
zusätzlich gesichert ist.
[0082] Auf vorteilhafte Weise kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Sicherungsmittel
des Sicherungselements die Bewegbarkeit der Gehäuseverrastung, insbesondere die Auslenkbarkeit
bzw. Betätigbarkeit eines entsprechenden Rastmittels des Steckverbindergehäuses, in
dem Sicherungszustand in zumindest einer Raumrichtung blockiert. Das Sicherungsmittel
kann somit vorteilhaft verhindern, dass die Gehäuseverrastung der Steckverbindung
unbeabsichtigt gelöst wird. Beispielsweise kann also die vorstehend bereits erwähnte
Rastwippe oder ein Rasthaken am Ausfedern gehindert werden, so dass ein mit Rastwippe
oder Rasthaken verrastetes Gegenrastelement des Gegensteckverbindergehäuses nicht
aus der Rastverbindung gelöst werden kann.
[0083] Vorzugsweise ist das Sicherungselement in der Freigabeposition derart in dem Steckverbindergehäuse
positioniert, dass die Bewegung des Sicherungselements in die Sicherungsposition zunächst
blockiert ist und erst durch einen Steckvorgang des Steckverbindergehäuses mit dem
Gegensteckverbindergehäuse freigebbar ist (vorzugsweise durch unmittelbare Betätigung
des vorstehend erwähnten "Verriegelungsmittels" des Sicherungselements durch das Gegensteckverbindergehäuse
während des Steckvorgangs).
[0084] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Sicherungsmittel
des Sicherungselements, vorzugsweise das gesamte Sicherungselement, mit dem Gegensteckverbindergehäuse
nicht unmittelbar mechanisch in Verbindung steht.
[0085] Vorzugsweise sichert das Sicherungselement somit ausschließlich die Gehäuseverrastung
und diesbezüglich besonders bevorzugt ausschließlich das entsprechende Rastmittel
des Steckverbindergehäuses und/oder das Gegenrastmittel des Gegensteckverbindergehäuses.
Bei dem Sicherungselement handelt es sich somit vorzugsweise nicht um eine sekundäre
bzw. redundante Gehäuseverrastung, sondern um eine Sicherung einer grundsätzlich auch
ohne das Sicherungselement funktional verwendbaren Gehäusesicherung.
[0086] Die Anmelderin behält sich vor, gegebenenfalls auch den Gegensteckverbinder und/oder
eine Gegensteckverbindergehäuseanordnung auf Grundlage der in der vorliegenden Beschreibung
genannten Merkmale und Vorteile zu beanspruchen.
[0087] Merkmale, die im Zusammenhang mit einem der Gegenstände der Erfindung, namentlich
gegeben durch das erfindungsgemäße Sicherungselement, die Steckverbindergehäuseanordnung,
den Steckverbinder, den Gegensteckverbinder, die Gegensteckverbindergehäuseanordnung
und die Steckverbindung beschrieben wurden, sind auch für die anderen Gegenstände
der Erfindung vorteilhaft umsetzbar. Ebenso können Vorteile, die im Zusammenhang mit
einem der Gegenstände der Erfindung genannt wurden, auch auf die anderen Gegenstände
der Erfindung bezogen verstanden werden.
[0088] Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder
"mit" keine anderen Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe
wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen,
keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.
[0089] In einer puristischen Ausführungsform der Erfindung kann allerdings auch vorgesehen
sein, dass die in der Erfindung mit den Begriffen "umfassend", "aufweisend" oder "mit"
eingeführten Merkmale abschließend aufgezählt sind. Dementsprechend kann eine oder
können mehrere Aufzählungen von Merkmalen im Rahmen der Erfindung als abgeschlossen
betrachtet werden, beispielsweise jeweils für jeden Anspruch betrachtet. Die Erfindung
kann beispielsweise ausschließlich aus den in Anspruch 1 genannten Merkmalen bestehen.
[0090] Es sei erwähnt, dass Bezeichnungen wie "erstes" oder "zweites" etc. vornehmlich aus
Gründen der Unterscheidbarkeit von jeweiligen Vorrichtungs- oder Verfahrensmerkmalen
verwendet werden und nicht unbedingt andeuten sollen, dass sich Merkmale gegenseitig
bedingen oder miteinander in Beziehung stehen.
[0091] Ferner sei betont, dass die vorliegend beschriebenen Werte und Parameter Abweichungen
oder Schwankungen von ±10% oder weniger, vorzugsweise ±5% oder weniger, weiter bevorzugt
±1% oder weniger, und ganz besonders bevorzugt ±0,1% oder weniger des jeweils benannten
Wertes bzw. Parameters mit einschließen, sofern diese Abweichungen bei der Umsetzung
der Erfindung in der Praxis nicht ausgeschlossen sind. Die Angabe von Bereichen durch
Anfangs- und Endwerte umfasst auch all diejenigen Werte und Bruchteile, die von dem
jeweils benannten Bereich eingeschlossen sind, insbesondere die Anfangs- und Endwerte
und einen jeweiligen Mittelwert.
[0092] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
beschrieben.
[0093] Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale
der vorliegenden Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines
Ausführungsbeispiels sind auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels
umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren
sinnvollen Kombinationen und Unterkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele
verbunden werden.
[0094] In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0095] Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- einen elektrischen Winkelsteckverbinder mit einer Steckverbindergehäuseanordnung mit
einem Sicherungselement gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, in einer
perspektivischen Darstellung;
- Figur 2
- das Sicherungselement des ersten Ausführungsbeispiels, in einer perspektivischen Einzeldarstellung;
- Figur 3
- den elektrischen Winkelsteckverbinder gemäß Figur 1 in einer seitlichen Schnittdarstellung
gemäß Schnittebene A-A in Figur 7, in einem nicht gesteckten Zustand mit dem korrespondierenden
Gegensteckverbinder;
- Figur 4
- eine gesteckte Steckverbindung aus dem elektrischen Winkelsteckverbinder gemäß Figur
3 und einem korrespondierenden Gegensteckverbinder, in einer seitlichen Schnittdarstellung
gemäß Schnittebene A-A in Figur 7, wobei ein Verriegelungsmittel des Sicherungselements
von dem Gegensteckverbindergehäuse entriegelt wurde, um das Sicherungselement für
eine Bewegung in die Sicherungsposition freizugeben;
- Figur 5
- die gesteckte Steckverbindung gemäß Figur 4, in einer seitlichen Schnittdarstellung
gemäß Schnittebene A-A in Figur 7, wobei das Sicherungselement ausgehend von der Freigabeposition
in Figur 4 in eine Sicherungsposition bewegt wurde, in der die Gehäuseverrastung von
dem Sicherungselement gesichert wird;
- Figur 6
- die gesteckte Steckverbindung gemäß Figur 5 in einer seitlichen Schnittdarstellung
gemäß Schnittebene B-B in Figur 7;
- Figur 7
- eine geschnittene Draufsicht der gesteckten Steckverbindung gemäß Figur 5;
- Figur 8
- einen elektrischen Winkelsteckverbinder mit einer Steckverbindergehäuseanordnung mit
einem Sicherungselement gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, in
einer perspektivischen Darstellung;
- Figur 9
- das Sicherungselement des zweiten Ausführungsbeispiels, in einer perspektivischen
Einzeldarstellung;
- Figur 10
- den elektrischen Winkelsteckverbinder gemäß Figur 8 in einer seitlichen Schnittdarstellung,
in einem nicht gesteckten Zustand mit dem korrespondierenden Gegensteckverbinder;
- Figur 11
- eine gesteckte Steckverbindung aus dem elektrischen Winkelsteckverbinder gemäß Figur
10 und einem korrespondierenden Gegensteckverbinder, wobei ein Verriegelungsmittel
des Sicherungselements von dem Gegensteckverbindergehäuse entriegelt wurde, um das
Sicherungselement für eine Bewegung in die Sicherungsposition freizugeben; und
- Figur 12
- die gesteckte Steckverbindung gemäß Figur 11, wobei das Sicherungselement ausgehend
von der Freigabeposition in eine Sicherungsposition bewegt wurde, in der die Gehäuseverrastung
von dem Sicherungselement gesichert wird.
[0096] Die Figuren 1 bis 7 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur
1 ist ein elektrischer Steckverbinder 1, bei dem es sich im Ausführungsbeispiel um
einen elektrischen Winkelsteckverbinder handelt (was jedoch nicht einschränkend zu
verstehen ist), mit einer Steckverbindergehäuseanordnung 2 gezeigt, die ein Sicherungselement
3 aufweist. Das Sicherungselement 3 ist in Figur 2 in einer perspektivischen Einzeldarstellung
gezeigt. Nachfolgend soll ein Steckvorgang des Steckverbindergehäuses 4 des Steckverbinders
1 mit einem korrespondierenden Gegensteckverbindergehäuse 5 eines Gegensteckverbinders
6 unter Bezugnahme auf die Figuren 3 bis 7 beschrieben werden.
[0097] Der elektrische Steckverbinder 1 weist beispielhaft ein elektrisches Kontaktelement
7 auf, das in dem Steckverbindergehäuse 4 der Steckverbindergehäuseanordnung 2 aufgenommen
und fixiert ist (vgl. insbesondere die Figuren 1 und 3). Das Steckverbindergehäuse
4 weist außerdem eine Verbindungsschnittstelle 8 ("Interface") zur Verbindung mit
einer korrespondierenden Gegenschnittstelle des Gegensteckverbinders 6 bzw. des Gegensteckverbindergehäuses
5 auf (vgl. Figur 4).
[0098] Die Steckverbindung 9 aus dem Steckverbinder 1 und dem korrespondierenden Gegensteckverbinder
6 bzw. der gesteckte Zustand des Steckverbindergehäuses 4 und des Gegensteckverbindergehäuses
5 wird in den Figuren 4 bis 7 gezeigt. In diesem gesteckten Zustand ist die mechanische
Verbindung zwischen dem Steckverbinder 1 und dem Gegensteckverbinder 6 über eine gegenseitige
Gehäuseverrastung 10 verrastet.
[0099] Die Gehäuseverrastung 10 wird in den Ausführungsbeispielen beispielhaft über ein
mit dem Steckverbindergehäuse 4 einstückig verbundenes Rastmittel 11 und ein korrespondierendes
Gegenrastmittel 12 des Gegensteckverbinders 6 gebildet, wobei das Rastmittel des Steckverbindergehäuses
beispielhaft als elastische Rastwippe 11 ausgebildet ist, die eine Rastverbindung
mit einem vorzugsweise starren Gegenrastmittel 12 des Gegensteckverbinders 6 einzugehen
vermag. Im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 7 greift hierfür ein Rastvorsprung
13 der Rastwippe 11 des Steckverbindergehäuses 4 in eine korrespondierende Rastausnehmung
14 in einem starren Gegenrastmittel 12 des Gegensteckverbinders 6 ein. Grundsätzlich
kann die Gehäuseverrastung 10 aber nahezu beliebig ausgebildet sein, weshalb die in
den Ausführungsbeispielen gezeigten Varianten lediglich beispielhaft zu verstehen
sind.
[0100] Zur mechanischen Sicherung der Gehäuseverrastung 10 weist die Steckverbindergehäuseanordnung
2 bzw. der Steckverbinder 1 besagtes Sicherungselement 3 auf, dessen Merkmale und
Funktionsweise nachfolgend erläutert werden soll.
[0101] Das Sicherungselement 3 weist in den Ausführungsbeispielen jeweils zwei Verbindungsmittel
15 zur ausschließlich drehbaren und unmittelbaren Verbindung mit dem Steckverbindergehäuse
4 auf. Bei dem in dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 7 dargestellten
Verbindungsmittel handelt es sich beispielhaft um einen Zapfen 15. Die Verbindungsmittel
bzw. die Zapfen 15 bilden zusammen mit einem Gegenverbindungsmittel, im Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 bis 7 eine Bohrung 17 in dem Steckverbindergehäuse 4, ein Drehgelenk
18 aus, das eine Drehachse D für besagte drehbare Verbindung aufweist (vgl. insbesondere
Figur 1). Die Verbindungsmittel bzw. die Zapfen 15 des Sicherungselements 3 fluchten
dabei derart miteinander, dass eine gemeinsame Drehachse D gebildet wird.
[0102] Das Sicherungselement 3 weist außerdem zwei Sicherungsmittel 19 auf, welche mit den
Verbindungsmitteln bzw. mit den Zapfen 15 jeweils verbunden sind. Besagte Sicherungsmittel
19 sind von der Drehachse D beabstandet, so dass das jeweilige Sicherungsmittel 19
bei einer Drehung des Sicherungselements 3 um die Drehachse D entlang einer Kreisbahn
K (vgl. Figur 2) ausgehend von einer Freigabeposition (in Figur 3 dargestellt) in
eine Sicherungsposition (in den Figuren 5 bis 7 dargestellt) bewegbar ist, wobei die
Sicherungsmittel 19 die Gehäuseverrastung 10 der Steckverbindung 9 in der Sicherungsposition
jeweils zu sichern vermögen. In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 7 ist das
Sicherungsmittel als Auflageschulter 19 ausgebildet, deren Funktion nachfolgend noch
erläutert wird.
[0103] In den Ausführungsbeispielen weist das Sicherungselement 3 jeweils zwei einander
gegenüberliegende Verbindungsschenkel 20 auf, die über einen gemeinsamen Verbindungssteg
21 miteinander verbunden sind. Jeder der Verbindungsschenkel 20 verbindet eines der
Verbindungsmittel bzw. Zapfen 15 mit einem der Sicherungsmittel bzw. Auflageschultern
19. Beispielhaft sind die Verbindungsmittel bzw. Zapfen 15 an einem ersten Endabschnitt
22 des Verbindungsschenkels 20 und das Sicherungsmittel bzw. die Auflageschulter 19
an einem gegenüberliegenden, zweiten Endabschnitt 23 des Verbindungsschenkels 20 ausgebildet.
[0104] An dieser Stelle sei erwähnt, dass grundsätzlich auch lediglich ein einziger Verbindungsschenkel
20 oder auch mehr als zwei Verbindungsschenkel 20 vorgesehen sein können (oder eine
sonstige Alternative zur Verbindung von Verbindungsmitteln 15 und Sicherungsmitteln
19 untereinander), weshalb die vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen nicht einschränkend
zu verstehen sind.
[0105] Das Sicherungselement 3 weist zusätzlich ein Betätigungsmittel auf, bei dem es sich
vorzugsweise um eine von der Drehachse D beabstandete erste Betätigungsfläche 24 handelt,
mittels der ein Benutzer oder eine Montagevorrichtung die Drehung des Sicherungselements
3 um die Drehachse D einzuleiten vermag, um die Sicherungsmittel 19 entlang der Kreisbahn
K zwischen der Freigabeposition und der Sicherungsposition zu bewegen. Die erste Betätigungsfläche
24 ist auf der von den Sicherungsmitteln 19 abgewandten Seite des Verbindungsstegs
21 angeordnet (vgl. insbesondere Figur 1 oder Figur 3). Das Sicherungselement 3 kann
vorzugsweise außerdem eine zweite Betätigungsfläche 24' aufweisen (vgl. insbesondere
Figur 2 und Figur 5), mittels der der Benutzer die Drehung des Sicherungselements
3 ausgehend von der Sicherungsposition zurück in die Freigabeposition bewirken kann
(z. B. durch Einführen eines Werkzeugs in einen sich zwischen dem Steckverbindergehäuse
4 und der Betätigungsfläche 24' ergebenden Schlitz.
[0106] In den Ausführungsbeispielen ist das Sicherungselement 3 beispielhaft als ein einstückiges
bzw. einteiliges Bauteil dargestellt, was allerdings nicht unbedingt erforderlich
ist. Grundsätzlich können die einzelnen Komponenten bzw. Mittel des Sicherungselements
3 auch Bauteile eines mehrteiligen Sicherungselements 3 sein.
[0107] In Figur 3 befindet sich das Sicherungselement 3 bzw. befinden sich die Sicherungsmittel
19 zunächst noch in einer Freigabeposition, in der die Bewegung bzw. Betätigung der
Gehäuseverrastung 10 möglich ist. Es kann vorgesehen sein, wie in Figur 3 dargestellt,
dass das Sicherungselement 3 wenigstens einen elastischen Verbindungsarm 25 aufweist,
welcher mit dem Verbindungsmittel 15 verbunden ist (in den Ausführungsbeispielen über
den Verbindungssteg 21 der Verbindungsschenkel 20) und der ebenfalls von der Drehachse
D beabstandet ist. Besagter Verbindungsarm 25 weist an seinem vorderen, freien Endabschnitt
ein Verriegelungsmittel 26 auf das ausgebildet ist, eine Drehung des Sicherungselements
3 durch Zusammenwirkung mit dem Steckverbindergehäuse 4 zu blockieren, wenn sich das
Sicherungselement 3 in der Freigabeposition befindet und das Steckverbindergehäuse
4 noch nicht mit dem Gegensteckverbindergehäuse 5 zusammengesteckt ist. Hierzu schlägt
das Verriegelungsmittel 26 unmittelbar an der Rastwippe 11 des Steckverbindergehäuses
4 an. Die in Figur 3 dargestellte Position kann daher auch als "Vorrastposition" bezeichnet
werden. Dabei sei erwähnt, dass eine Verrastung zwischen Sicherungselement 3 und Steckverbindergehäuse
4 in der Freigabeposition grundsätzlich auf beliebige Weise realisiert werden kann
und ohnehin auch nur als optional anzusehen ist.
[0108] Das Sicherungselement 3 ist in der Freigabeposition in den Ausführungsbeispielen
außerdem auch an dem gegenüberliegenden Ende des Verriegelungsmittels 26 in dem Steckverbindergehäuse
4 gesichert. Hierfür weist das Steckverbindergehäuse 4 einen ersten Anschlag 27 auf,
an dem ein korrespondierender erster Abschnitt 27' des Sicherungselements 3 anliegt.
Der erste Abschnitt 27' des Sicherungselements 3 ist in dem Ausführungsbeispiel der
Figuren 1 bis 7 exemplarisch als Auflagesteg ausgebildet.
[0109] Wie sich im Hinblick auf Figur 4 ergibt, kann das Verriegelungsmittel 26 des Sicherungselements
3 durch den Steckvorgang mit dem Gegensteckverbinder 6 freigegeben werden, indem das
Verriegelungsmittel 26 aufgrund einer entsprechenden elastischen Verformung des Verriegelungsarms
25 von dem korrespondierenden Abschnitt des Gegensteckverbindergehäuses 5 aus der
vorverrasteten Position geschoben wird. Ausgehend hiervon ist schließlich durch Betätigung
des ersten Betätigungsmittels bzw. der ersten Betätigungsfläche 24 eine Bewegung des
Sicherungselements 3 bzw. dessen Sicherungsmittels 19 in die Sicherungsposition möglich.
[0110] Die Betätigungsrichtung R
1 für das erste Betätigungsmittel 24 ist vorzugsweise nicht auf das Verbindungsmittel
15 gerichtet bzw. ist zumindest im Wesentlichen orthogonal zu einer Geraden G orientiert,
die zwischen dem ersten Betätigungsmittel 24 und dem Verbindungsmittel 15 bzw. dem
Drehgelenk 18 verläuft (vgl. Figur 4). Die Betätigungsrichtung R
1 verläuft somit vorzugsweise zumindest im Wesentlichen in tangentialer Richtung hinsichtlich
der Kreisbahn K, die das Sicherungsmittel 19 bei der Bewegung in die Freigabeposition
beschreitet. Entsprechend kann eine der ersten Betätigungsrichtung R
1 entgegengerichtete, zweite Betätigungsrichtung R
2 für das zweite Betätigungsmittel bzw. für die zweite Betätigungsfläche 24' vorgesehen
sein, die vorzugsweise ebenfalls zumindest im Wesentlichen orthogonal zu der Geraden
G orientiert ist bzw. tangential zu der Kreisbahn ausgerichtet ist (vgl. Figur 5).
[0111] Die Sicherungsposition des Sicherungselements 3 bzw. der Sicherungsmittel 19 ist
jeweils in den Figuren 5 bis 7 gezeigt. Wie sich besonders gut anhand von Figur 5
erkennen lässt, befindet sich der Verriegelungsarm 25 in der Sicherungsposition des
Sicherungselements 3 vorzugsweise wieder in einem mechanisch entspannten Zustand.
In diesem Zustand ist die Betätigungsfläche 24 vorzugsweise vollständig in das Steckverbindergehäuse
4 eingeschwenkt und kann damit im Betrieb des Steckverbinders 1 nicht unbeabsichtigt
beschädigt oder betätigt werden.
[0112] Das Sicherungsmittel 19 des Sicherungselements 3 bzw. das Sicherungselement 3 steht
damit zur Sicherung der Steckverbindung 9 nicht unmittelbar mechanisch mit dem Gegensteckverbindergehäuse
5 in Verbindung, sondern sichert die Gehäuseverrastung 10 bzw. das Rastmittel 11 bzw.
die Rastwippe 11 des Steckverbindergehäuses 4.
[0113] In der Sicherungsposition blockieren die Sicherungsmittel 19 bzw. die Auflageschultern
19 die Rastwippe 11. Eine Betätigung der Rastwippe 11 zum Entriegeln des Gegenrastmittels
12 ist damit nicht mehr möglich. Die Verrastung zwischen Steckverbindergehäuse 4 und
Gegensteckverbindergehäuse 5 kann daher erst wieder entriegelt werden, wenn das Sicherungselement
3 von dem Monteur bewusst zurück in die Freigabeposition bewegt wird, was beispielsweise
unter Einsatz eines entsprechenden Werkzeugs und/oder Kraftaufwands möglich sein kann.
Die Blockade der Rastwippe 11 ist besonders gut anhand von Figur 6 erkennbar, die
einen Schnitt entlang der in Figur 7 dargestellten Schnittebene B-B zeigt.
[0114] Es kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement 3 und das Steckverbindergehäuse
4 in der Sicherungsposition des Sicherungselements 3 eine gegenseitige Rastverbindung
28 ausbilden. Beispielhaft sind hierfür in Figur 7 entsprechende Rasthaken des Steckverbindergehäuses
4 dargestellt, die einen Rastrücksprung des Sicherungselements 3 bzw. dessen Verbindungsschenkels
20 zu hintergreifen vermögen. Das Sicherungselement 3 kann somit sicher in der Sicherungsposition
gehalten werden.
[0115] Die gegenseitige Rastverbindung 28 in der Sicherungsposition kann gegebenenfalls
aber auch im Bereich des Verriegelungsmittels 26 vorgesehen sein, beispielsweise indem
das Sicherungselement 3 die Rastwippe 11 des Steckverbindergehäuses 4 mit dem Verriegelungsmittel
26 hintergreift. In diesem Fall müsste das Sicherungselement 3 in Längsachsrichtung
des Steckverbinders 1 aber gegebenenfalls wieder verlängert werden, weshalb eine in
Figur 7 dargestellte Rastverbindung 28 grundsätzlich bevorzugt sein kann.
[0116] Ergänzend kann in Betätigungsrichtung R
1 außerdem ein zweiter Anschlag 29 in dem Steckverbindergehäuse 4 und ein an dem zweiten
Anschlag 29 anliegender, zweiter Abschnitt 29' des Sicherungselements 3 vorgesehen
sein, um bei Erreichen der Sicherungsposition ebenfalls einen Endanschlag bereitzustellen.
[0117] Der erste Anschlag 27 wirkt derart mit einem an dem ersten Anschlag 27 anliegenden
ersten Abschnitt 27' des Sicherungselements 3 zusammen, dass sich das Sicherungselement
3 in der Freigabeposition in einer ersten Winkelposition φ
1 befindet, z. B. in Bezug auf eine Mittenachse M des Steckverbinders 1 (vgl. Figur
3). Ferner wirkt der zweiten Anschlag 29 derart mit einem an dem zweiten Anschlag
29 anliegenden zweiten Abschnitt 29' des Sicherungselements 3 zusammen, dass sich
das Sicherungselement 3 in der Sicherungsposition in einer von der ersten Winkelposition
φ
1 verschiedenen, zweiten Winkelposition φ
2 befindet (vgl. Figur 5).
[0118] Der erste Anschlag 27 und der an dem ersten Anschlag 27 anliegende erste Abschnitt
27' des Sicherungselements 3 definieren optional eine erste Anschlagsebene A
1, die zu einer zweiten Anschlagsebene A
2, die von dem zweiten Anschlag 29 und einem an dem zweiten Anschlag 29 anliegenden,
zweiten Abschnitt 29' des Sicherungselements 3 definiert wird, winklig orientiert
ist (vgl. Figur 1). Eine erste Reaktionskraft F
1, die auf das Sicherungselement 3 bei einer weiteren Bewegung in Richtung des ersten
Anschlags 27 wirken würde, ist dabei zu einer entsprechenden zweiten Reaktionskraft
F
2 am zweiten Anschlag 29 winklig orientiert, wobei der Orientierungswinkel zwischen
den Reaktionskräften zwischen 0° und 180° beträgt, bevorzugt zumindest im Wesentlichen
90°, wie in Figur 1 erkennbar. Die Reaktionskräfte F
1,2 sind vorzugsweise als Flächenvektoren bzw. Normalenvektoren der jeweiligen Anschlagsebenen
A
1,2 definiert.
[0119] Alternativ zu den im Ausführungsbeispiel dargestellten Varianten der Anschläge 27,
29 kann grundsätzlich auch vorgesehen sein, dass der erste Anschlag 27 und/oder der
zweite Anschlag 29 in dem Drehgelenk 18 oder unmittelbar angrenzend an das Drehgelenk
18 ausgebildet sind.
[0120] Anhand der Figuren 8 bis 12 soll nun beispielhaft noch ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung verdeutlicht werden. Ähnlich wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel
ist ein Winkelsteckverbinder vorgesehen, dessen Steckverbindergehäuse 4 zur Ausbildung
der Gehäuseverrastung 10 mit einem korrespondierenden Gegensteckverbindergehäuse 5
eine Rastwippe 11 aufweist. Dabei greift ein Rastvorsprung 13 des Gegensteckverbinders
6 in eine korrespondierende Rastausnehmung 14 der Rastwippe 11 ein (beispielhaft komplementär
zur Gehäuseverrastung 10 des ersten Ausführungsbeispiels). In dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Rastvorsprung 13 des Gegensteckverbinders 6 hierfür starr und die Rastwippe
11 des Steckverbinders 1 flexibel ausgebildet, so dass die Rastwippe 11 bei dem Steckvorgang
von dem Rastvorsprung 13 des Gegensteckverbinders 6 vorübergehend angehoben wird.
Im Gegensatz hierzu wurde bei dem ersten Ausführungsbeispiel der elastische Rastvorsprung
13 des Steckverbindergehäuses 4 von dem Gegenrastmittel 12 des Gegensteckverbindergehäuses
5 ausgelenkt. Es soll somit demonstriert werden, dass ein Rastvorsprung 13 im Rahmen
der Erfindung wahlweise starr oder elastisch und außerdem wahlweise von dem Steckverbindergehäuse
4 oder dem Gegensteckverbindergehäuse 5 ausgebildet sein kann.
[0121] Zur Vereinfachung wird nachfolgend im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen
den Ausführungsbeispielen eingegangen.
[0122] Im Gegensatz zu dem ersten Ausführungsbeispiel wird anhand des zweiten Ausführungsbeispiels
verdeutlicht, dass das Verbindungsmittel 15 bzw. die Verbindungsmittel 15 des Sicherungselements
3 nicht unbedingt als Zapfen ausgebildet sein müssen. Beispielhaft sind die Verbindungsmittel
15 in dem in Figur 8 bis 12 gezeigten Ausführungsbeispiel als Bohrungen 30 zur Aufnahme
eines Zapfens 31 des Steckverbindergehäuses 4 ausgebildet.
[0123] Wiederum sind zwei Verbindungsschenkel 20 vorgesehen, die über einen gemeinsamen
Verbindungssteg 21 miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsmittel 15 zur
Ausbildung des Drehgelenks 18 zusammen mit dem Steckverbindergehäuse 4 wiederum an
dem ersten Endabschnitt 22 der Verbindungsschenkel 20 angeordnet sind. Im Gegensatz
zu dem vorherigen Ausführungsbeispiel weist das Sicherungselement 3 in den Figuren
8 bis 12 allerdings lediglich ein einziges Sicherungsmittel auf, welches außerdem
auch nicht an dem zweiten Endabschnitt 23 des Verbindungsschenkels 20 ausgebildet
ist, sondern als Erhebung 32, die sich ausgehend von dem Verbindungssteg 21 zumindest
im Wesentlichen in Steckrichtung bzw. in Betätigungsrichtung R
1 bzw. in tangentialer Richtung der Kreisbahn K erstreckt, entlang der das Sicherungselement
3 bewegbar ist. Dementsprechend weist das Sicherungsmittel bzw. die Erhebung 32 in
den Figuren 8 bis 12 außerdem den Verriegelungsarm 25 auf.
[0124] Der Steckvorgang des Steckverbindergehäuses 4 mit dem korrespondierenden Gegensteckverbindergehäuse
5 und damit die Bewegung des Sicherungsmittels 32 von der Freigabeposition in die
Sicherungsposition ist anhand der Figuren 10 bis 12 gut erkennbar. In Figur 10 befindet
sich das Sicherungsmittel 32 in der Freigabeposition, wobei das Sicherungselement
3 in dieser Position unter Verwendung des Verriegelungsmittels 26 vorverrastet ist,
so dass eine Bewegung des Sicherungselements 3 in die Sicherungsposition erst durch
mechanische Beeinflussung des Verbindungsarms 25 durch Einstecken des Gegensteckverbindergehäuses
5 möglich ist (vgl. den in Figur 11 dargestellten, angehobenen Zustand des Verriegelungsmittels
26).
[0125] Die Sicherungsposition des Sicherungsmittels 32 ist schließlich noch in Figur 12
dargestellt, wobei die gegenseitige Rastverbindung 28 zwischen Sicherungselement 3
und Steckverbindergehäuse 4 in der Sicherungsposition in diesem Fall durch ein Hintergreifen
des Rastmittels 11 durch das Verriegelungsmittel 26 gewährleistet ist. Wie in Figur
12 dargestellt, hintergreift das Verriegelungsmittel 26 bzw. das Sicherungsmittel
32 hierfür die Rastwippe 11.
1. Sicherungselement (3) zur mechanischen Sicherung einer Gehäuseverrastung (10) einer
Steckverbindung (9), aufweisend
- wenigstens ein Verbindungsmittel (15, 30) zur ausschließlich drehbaren und unmittelbaren
Verbindung mit einem Steckverbindergehäuse (4) eines Steckverbinders (1) der Steckverbindung
(9), welches zusammen mit einem Gegenverbindungsmittel (17, 31) des Steckverbindergehäuses
(4) ein Drehgelenk (18) auszubilden vermag, das eine Drehachse (D) für besagte drehbare
Verbindung aufweist; und
- wenigstens ein Sicherungsmittel (19, 32), welches mit dem Verbindungsmittel (15,
30) verbunden ist, wobei das Sicherungsmittel (19, 32) von der Drehachse (D) beabstandet
ist, so dass das Sicherungsmittel (19, 32) bei einer Drehung des Sicherungselements
(3) um die Drehachse (D) entlang einer Kreisbahn (K), ausgehend von einer Freigabeposition
in eine Sicherungsposition bewegbar ist, in der das Sicherungsmittel (19, 32) die
Gehäuseverrastung (10) der Steckverbindung (9) zu sichern vermag.
2. Sicherungselement (3) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen Verbindungsschenkel (20), um das Verbindungsmittel (15, 30) mit dem
Sicherungsmittel (19, 32) zu verbinden, vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende
Verbindungsschenkel (20), die über einen gemeinsamen Verbindungssteg (21) miteinander
verbunden sind, wobei das Verbindungsmittel (15, 30) an einem ersten Endabschnitt
(22) des Verbindungsschenkels (20) ausgebildet ist, und wobei das Sicherungsmittel
(19, 32)
a) an einem gegenüberliegenden, zweiten Endabschnitt (23) des Verbindungsschenkels
(20) ausgebildet ist; oder
b) an dem Verbindungssteg (21) ausgebildet ist; oder
c) an einer mit dem Verbindungsschenkel (20) oder mit dem Verbindungssteg (21) verbundenen
Erhebung (32) ausgebildet ist, beispielsweise an einem Verbindungsarm (25), einem
Verbindungssteg oder einer Auskragung.
3. Sicherungselement (3) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungsmittel eine Bohrung (30) zur Aufnahme eines Zapfens (31) des Steckverbindergehäuses
(4) oder einen Zapfen (15) zur Aufnahme in einer Bohrung (17) des Steckverbindergehäuses
(4) aufweist.
4. Sicherungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) zusätzlich ein Betätigungsmittel (24, 24') aufweist, mittels
dem die Drehung des Sicherungselements (3) um die Drehachse (D) einleitbar ist, um
das Sicherungsmittel (19, 32) entlang der Kreisbahn (K) zwischen der Freigabeposition
und der Sicherungsposition zu bewegen, wobei es sich bei dem Betätigungsmittel (24,
24') vorzugsweise um eine von der Drehachse (D) beabstandete Betätigungsfläche (24,
24') handelt.
5. Sicherungselement (3) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Betätigungsrichtung (R1,2) für das Betätigungsmittel (24, 24') zumindest im Wesentlichen orthogonal zu einer
Geraden (G) orientiert ist, die zwischen dem Betätigungsmittel (24, 24') und dem Verbindungsmittel
(15, 30) verläuft.
6. Sicherungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) zusätzlich ein Verriegelungsmittel (26) aufweist, welches
mit dem Verbindungsmittel (15, 30) verbunden ist, wobei das Verriegelungsmittel (26)
von der Drehachse (D) beabstandet ist, und wobei das Verriegelungsmittel (26) ausgebildet
ist, eine Drehung des Sicherungselements (3) durch Zusammenwirkung mit dem Steckverbindergehäuse
(4) zu blockieren, wenn sich das Sicherungsmittel (19, 32) in der Freigabeposition
befindet, und erst durch einen Steckvorgang mit dem Gegensteckverbinder (6) freizugeben.
7. Steckverbindergehäuseanordnung (2) für einen Steckverbinder (1), aufweisend ein Sicherungselement
(3) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 und das Steckverbindergehäuse (4), wobei das
Verbindungsmittel (15, 30) des Sicherungselements (3) mit dem Gegenverbindungsmittel
(17,31) des Steckverbindergehäuses (4) das Drehgelenk (18) ausbildet und ausschließlich
drehbar und unmittelbar mit dem Steckverbindergehäuse (4) verbunden ist.
8. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
ein mit dem Steckverbindergehäuse (4) einstückig verbundenes Rastmittel (11), das
zusammen mit einem korrespondierenden Gegenrastmittel (12) des Gegensteckverbinders
(6) die Gehäuseverrastung (10) der Steckverbindung (9) auszubilden vermag.
9. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastmittel des Steckverbindergehäuses (4) als ein elastischer Rasthaken oder als
eine elastische Rastwippe (11) ausgebildet ist.
10. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) in der Freigabeposition des Sicherungsmittels (19, 32) an
einem ersten Anschlag (27) des Steckverbindergehäuses (4) und in der Sicherungsposition
des Sicherungsmittels (19, 32) an einem zweiten Anschlag (29) des Steckverbindergehäuses
(4) anliegt.
11. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anschlag (27) derart mit einem an dem ersten Anschlag (27) anliegenden ersten
Abschnitt (27') des Sicherungselements (3) zusammenwirkt, dass sich das Sicherungselement
(3) in der Freigabeposition in einer ersten Winkelposition (φ1) befindet, und dass der zweiten Anschlag (29) derart mit einem an dem zweiten Anschlag
(29) anliegenden zweiten Abschnitt (29') des Sicherungselements (3) zusammenwirkt,
dass sich das Sicherungselement (3) in der Sicherungsposition in einer von der ersten
Winkelposition (φ1) verschiedenen, zweiten Winkelposition (φ2) befindet.
12. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anschlag (27) und/oder der zweite Anschlag (29) in dem Drehgelenk (18) oder
unmittelbar angrenzend an das Drehgelenk (18) ausgebildet ist.
13. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steckverbindergehäuse (4) als ein Winkelsteckverbindergehäuse ausgebildet ist.
14. Steckverbindung (9), aufweisend einen Steckverbinder (1) mit einer Steckverbindergehäuseanordnung
(2) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 13 und einen Gegensteckverbinder (6) mit einem
Gegensteckverbindergehäuse (5), wobei das Steckverbindergehäuse (4) mechanisch mit
dem Gegensteckverbindergehäuse (5) verbunden und besagte Verbindung über die gegenseitige
Gehäuseverrastung (10) verrastet und über das Sicherungselement (3) durch Sicherung
der Gehäuseverrastung (10) zusätzlich gesichert ist.
15. Steckverbindung (9) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungsmittel (19, 32) des Sicherungselements (3), vorzugsweise das gesamte
Sicherungselement (3), mit dem Gegensteckverbindergehäuse (5) nicht unmittelbar mechanisch
in Verbindung steht.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Sicherungselement (3) zur mechanischen Sicherung einer Gehäuseverrastung (10) einer
Steckverbindung (9), aufweisend wenigstens ein Verbindungsmittel (15, 30) zur ausschließlich
drehbaren und unmittelbaren Verbindung mit einem Steckverbindergehäuse (4) eines Steckverbinders
(1) der Steckverbindung (9), welches zusammen mit einem Gegenverbindungsmittel (17,
31) des Steckverbindergehäuses (4) ein Drehgelenk (18) auszubilden vermag, das eine
Drehachse (D) für besagte drehbare Verbindung aufweist,
dadurch gekennzeichnet , dass
das Sicherungselement (3) außerdem wenigstens ein Sicherungsmittel (19, 32) aufweist,
welches mit dem Verbindungsmittel (15, 30) verbunden ist, wobei das Sicherungsmittel
(19, 32) von der Drehachse (D) beabstandet ist, so dass das Sicherungsmittel (19,
32) bei einer Drehung des Sicherungselements (3) um die Drehachse (D) entlang einer
Kreisbahn (K), ausgehend von einer Freigabeposition in eine Sicherungsposition bewegbar
ist, in der das Sicherungsmittel (19, 32) die Gehäuseverrastung (10) der Steckverbindung
(9) zu sichern vermag, wobei sich das Sicherungselement (3) in der Freigabeposition
in einer ersten Winkelposition (φ1) und in der Sicherungsposition in einer von der ersten Winkelposition (φ1) verschiedenen, zweiten Winkelposition (φ2) befindet.
2. Sicherungselement (3) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen Verbindungsschenkel (20), um das Verbindungsmittel (15, 30) mit dem
Sicherungsmittel (19, 32) zu verbinden, vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende
Verbindungsschenkel (20), die über einen gemeinsamen Verbindungssteg (21) miteinander
verbunden sind, wobei das Verbindungsmittel (15, 30) an einem ersten Endabschnitt
(22) des Verbindungsschenkels (20) ausgebildet ist, und wobei das Sicherungsmittel
(19, 32)
a) an einem gegenüberliegenden, zweiten Endabschnitt (23) des Verbindungsschenkels
(20) ausgebildet ist; oder
b) an dem Verbindungssteg (21) ausgebildet ist; oder
c) an einer mit dem Verbindungsschenkel (20) oder mit dem Verbindungssteg (21) verbundenen
Erhebung (32) ausgebildet ist, beispielsweise an einem Verbindungsarm (25), einem
Verbindungssteg oder einer Auskragung.
3. Sicherungselement (3) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungsmittel eine Bohrung (30) zur Aufnahme eines Zapfens (31) des Steckverbindergehäuses
(4) oder einen Zapfen (15) zur Aufnahme in einer Bohrung (17) des Steckverbindergehäuses
(4) aufweist.
4. Sicherungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) zusätzlich ein Betätigungsmittel (24, 24') aufweist, mittels
dem die Drehung des Sicherungselements (3) um die Drehachse (D) einleitbar ist, um
das Sicherungsmittel (19, 32) entlang der Kreisbahn (K) zwischen der Freigabeposition
und der Sicherungsposition zu bewegen, wobei es sich bei dem Betätigungsmittel (24,
24') vorzugsweise um eine von der Drehachse (D) beabstandete Betätigungsfläche (24,
24') handelt.
5. Sicherungselement (3) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Betätigungsrichtung (R1,2) für das Betätigungsmittel (24, 24') zumindest im Wesentlichen orthogonal zu einer
Geraden (G) orientiert ist, die zwischen dem Betätigungsmittel (24, 24') und dem Verbindungsmittel
(15, 30) verläuft.
6. Sicherungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) zusätzlich ein Verriegelungsmittel (26) aufweist, welches
mit dem Verbindungsmittel (15, 30) verbunden ist, wobei das Verriegelungsmittel (26)
von der Drehachse (D) beabstandet ist, und wobei das Verriegelungsmittel (26) ausgebildet
ist, eine Drehung des Sicherungselements (3) durch Zusammenwirkung mit dem Steckverbindergehäuse
(4) zu blockieren, wenn sich das Sicherungsmittel (19, 32) in der Freigabeposition
befindet, und erst durch einen Steckvorgang mit dem Gegensteckverbinder (6) freizugeben.
7. Steckverbindergehäuseanordnung (2) für einen Steckverbinder (1), aufweisend ein Sicherungselement
(3) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 und das Steckverbindergehäuse (4), wobei das
Verbindungsmittel (15, 30) des Sicherungselements (3) mit dem Gegenverbindungsmittel
(17,31) des Steckverbindergehäuses (4) das Drehgelenk (18) ausbildet und ausschließlich
drehbar und unmittelbar mit dem Steckverbindergehäuse (4) verbunden ist.
8. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
ein mit dem Steckverbindergehäuse (4) einstückig verbundenes Rastmittel (11), das
zusammen mit einem korrespondierenden Gegenrastmittel (12) des Gegensteckverbinders
(6) die Gehäuseverrastung (10) der Steckverbindung (9) auszubilden vermag.
9. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastmittel des Steckverbindergehäuses (4) als ein elastischer Rasthaken oder als
eine elastische Rastwippe (11) ausgebildet ist.
10. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (3) in der Freigabeposition des Sicherungsmittels (19, 32) an
einem ersten Anschlag (27) des Steckverbindergehäuses (4) und in der Sicherungsposition
des Sicherungsmittels (19, 32) an einem zweiten Anschlag (29) des Steckverbindergehäuses
(4) anliegt.
11. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anschlag (27) derart mit einem an dem ersten Anschlag (27) anliegenden ersten
Abschnitt (27') des Sicherungselements (3) zusammenwirkt, dass sich das Sicherungselement
(3) in der Freigabeposition in der ersten Winkelposition (φ1) befindet, und dass der zweiten Anschlag (29) derart mit einem an dem zweiten Anschlag
(29) anliegenden zweiten Abschnitt (29') des Sicherungselements (3) zusammenwirkt,
dass sich das Sicherungselement (3) in der Sicherungsposition in der zweiten Winkelposition
(φ2) befindet.
12. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anschlag (27) und/oder der zweite Anschlag (29) in dem Drehgelenk (18) oder
unmittelbar angrenzend an das Drehgelenk (18) ausgebildet ist.
13. Steckverbindergehäuseanordnung (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steckverbindergehäuse (4) als ein Winkelsteckverbindergehäuse ausgebildet ist.
14. Steckverbindung (9), aufweisend einen Steckverbinder (1) mit einer Steckverbindergehäuseanordnung
(2) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 13 und einen Gegensteckverbinder (6) mit einem
Gegensteckverbindergehäuse (5), wobei das Steckverbindergehäuse (4) mechanisch mit
dem Gegensteckverbindergehäuse (5) verbunden und besagte Verbindung über die gegenseitige
Gehäuseverrastung (10) verrastet und über das Sicherungselement (3) durch Sicherung
der Gehäuseverrastung (10) zusätzlich gesichert ist.
15. Steckverbindung (9) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungsmittel (19, 32) des Sicherungselements (3), vorzugsweise das gesamte
Sicherungselement (3), mit dem Gegensteckverbindergehäuse (5) nicht unmittelbar mechanisch
in Verbindung steht.