[0001] Im Britischen Patent 1 260 886 wird unter anderem die Verbindung der Formel

beschrieben, welche eine Wirkung auf das Zentralnervensystem aufweist.
[0002] Es wurde nun gefunden, daß die neuen Morpholinderivate der allgemeinen Formel

in der
R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder die Methylgruppe
R2 ein Wasserstoff- oder Halogenatom,
R3 ein Wasserstoffatom oder die Nitrogruppe und
R4 ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe, eine Carbelkoxygruppe, die Phenyl-
oder Benzylgruppe bedeuten, und deren physiologisch verträgliche Säureadditionssalze
mit anorganischen und organischen Säuren ebenfalls wertvolle pharmakologische Eigenschaften
aufweisen, nämlich bei einer größeren therapeutischen Breite eine Wirkung auf das
Zentralnervensystem, insbesondere anti- .depressive, antikonvulsive und/oder sedierend-muskelrelaxierende
oder anxiolytische Wirkungen.
[0003] Unter dem bei der Definition der Reste R
1 und R
2 erwähnten Ausdruck "Halogenatom" ist insbesondere ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom,
unter dem bei der Definition des Restes R
4 erwähnten Ausdruck "niedere Alkylgruppe" insbesondere eine Alkylgruppe mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen" und unter "Carbalkoxygruppe" eine Carbalkoxygruppe mit insgesamt
2 bis 4 Kohlenstoffatomen zu verstehen.
[0004] Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit vor allem die neuen Morpholinderivate
der obigen allgemeinen Formel I, in der
R1 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom oder die Methylgruppe,
R2 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom,
R3 ein Wasserstoffatom oder die Nitrogruppe
und
R4 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Carbalkoxygruppe
mit insgesamt 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, die Phenyl- oder Benzylgruppe bedeuten, deren
physiologisch verträgliche Säureadditionssalze mit anorga- ; nischen und organischen
Säuren, diese sie enthaltende Arzneimittel und Verfahren zu ihrer Herstellung.
[0005] Für die bei der Definition des Restes R
4 erwähnten Bedeutungen kommt somit insbesondere die des Wasserstoffatoms, der Methyl-,
Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sec.Butyl-, tert.Butyl-, Carbomethoxy-,
Carbäthoxy-, Carbisopropoxy-, Carbopropoxy-, Phenyl- oder Benzylgruppe in Betracht.
[0006] Bevorzugte Morpholin-Derivate der vorliegenden Erfindung einejedoch die 2-Amino-
und 4-Aminoverbindungen der obigen

nen Formel I. Besondere bevorzugte Verbindungen der vorstehend erwähnten allgemeinen
Formel I sind hierbei diejenigen, in denen einer der Reste
R1 oder R2 in 3- oder 5-Stellung ein Bromatom
und der andere der Reste R1 oder R2 in 3- oder 5-Stellung ein Wasserstoff- oder Bromatom,
R3 ein Wasserstoffatom und
R4 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder die Carbäthoxygruppe
bedeuten.
[0007] Erfindungsgemäß werden die neuen Morpholinderivate der allgemeinen Formel I nach
folgenden Verfahren erhalten:
a) Reduktion einer Nitroverbindung der allgemeinen Formel

in der
R1, R2 und R4 wie eingangs definiert sind.
Die Reduktion wird zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel wie Methanol, Äthanol,
Wasser/Äthanol, Äthylacetat, Eisessig oder Wasser/Salzsäure in Gegenwart eines Elektronendonators
wie nascierender Wasserstoff, z.B. Zink/Salzsäure oder Eisen/ Schwefelsäure, wie katalytisch
angeregter Wasserstoff, z.B. Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators
wie Raney-Nickel, Palladium/Kohle oder Platin, oder mit Zinn-IIchlorid/Salzsäure oder
Eisen-II-sulfat/Natronlauge bei Temperaturen zwischen 0 und 100°C, vorzugsweise jedoch
bei Temperaturen zwischen 0 und 80°C, durchgeführt.
Führt man die Reduktion mit einer Verbindung der allgemeinen Formel II durch, in der
R1 und/oder R2 ein Chlor- oder Bromatom und/oder R4 die Benzylgruppe darstellt, so können diese Reste bei der Reduktion mit katalytisch
angeregtem Wasserstoff ganz oder teilweise während der Umsetzung durch Wasserstoffatome
ersetzt werden.
b) Abspaltung einer Schutzgruppe von einer Verbindung der allgemeinen Formel

in der
R1 bis R4 wie eingangs definiert sind und
Y eine Schutzgruppe für eine Aminogruppe wie die Benzyl-, Formyl-, Acetyl-, Benzoyl-
oder Carbäthoxygruppe darstellt.
[0008] Stellt die Schutzgruppe Y eine Acyl- oder Kohlensäureestergruppe dar, so erfolgt
die Abspaltung der Schutzgruppe hydrolytisch, vorzugsweise in einem geeigneten Lösungsmittel
wie Methanol, Methanol/Wasser, Äthanol, Isopropanol oder Dioxan/Wasser in Gegenwart
einer Säure wie Salzsäure oder in Gegenwart einer Base wie Natronlauge, Kalilauge
oder Ammoniak bei Temperaturen zwischen 50 und 120°C, vorzugsweise jedoch bei der
Siedetemperatur des Reaktionsgemisches. Bedeutet hierbei in einer Verbindung der allgemeinen
Formel III R
4 eine Carbalkoxygruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, so wird diese bei der Hydrolyse
durch ein Wasserstoffatom ersetzt.
[0009] Stellt die Schutzgruppe Y eine Benzylgruppe dar, so erfolgt die Abspaltung dieser
Schutzgruppe hydrogenolytisch, vorzugsweise' in einem geeigneten Lösungsmittel wie
Methanol, Äthylacetat oder Eisessig, mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators
wie Raney-Nickel oder Palladium/Kohle bei Temperaturen zwischen 0 und 100
oC, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen 20 und 50°C und bei einem Wasserstoffdruck
von 1-7 Atmosphären. Bedeutet hierbei in einer Verbindung der allgemeinen Formel III
R
1 und/oder R
2 ein Chlor- oder Bromatom und/oder R
4 die Benzylgruppe, so können diese bei der Hydrogenolyse jeweils durch ein Wasserstoffatom
ersetzt werden.
[0010] Eine erfindungsgemäß erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, in der R
3 und R
4 wie eingangs definiert sind und R
1 und/oder R
2 ein Wasserstoffatom darstellen, kann anschließend gewünschtenfalls mittels Halogenierung
in eine entsprechende Chlor- oder Bromverbindung der allgemeinen Formel I übergeführt
werden
und/oder eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, in der R
4 einen Aralkylrest wie die Benzylgruppe darstellt, kann anschließend mittels eines
Halogen-ameisensäureesters in eine Verbindung der allgemeinen Formel I, in der R
4 eine Carbalkoxygruppe darstellt, übergeführt werden und/oder eine erhaltene Verbindung
der allgemeinen Formel I, in der R
4 eine Carbalkoxygruppe darstellt, kann anschließend mittels Hydrolyse in eine Verbindung
der allgemeinen Formel I,
in der R
4 ein Wasserstoffatom darstellt, übergeführt werden.
[0011] Die anschließende Halogenierung wird beispielsweise mit Chlor, Brom, Sulfurylchlorid
oder Tribromphenolbrom, vorzugsweise in einem Lösungsmittel, z.B. in 50-100%iger Essigsäure,
in Chloro form oder in Methylenchlorid, oder mit Phenyljoddichlorid in Tetrahydrofuran
und in Gegenwart einer tertiären organischen Base wie Triäthylamin oder Pyridin, und
zweckmäßigerweise bei Temperaturen zwischen -20 und 50°C durchgeführt. Pro Mol einer
eingesetzten Verbindung der allgemeinen Formel I, welche als Base oder auch als Salz,
z.B. als Mono- oder Dihydrochlorid eingesetzt werden kann, werden zweckmäßigerweise
ein Mol bzw. zwei Mol an Halogenierungsmittel oder auch ein Überschuß von beispielsweise
bis zu 10 Mol, vorzugsweise jedoch ein Überschu bis zu 10 % des eingesetzten Halogenierungsmittels,
verwendet.
[0012] Die anschließende, Umsetzung mit einem Halogen-ameisensäureeste z.B. mit Chlorameisensäuremethylester,
Chlorameisensäureäthylester, Chlorameisensäurepropylester oder Chlorameisensäureisopropylester,
wird zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Chloroform, Äthylenchlorid,
Toluol oder Tetra chloräthylen bei Temperaturen zwischen 0 und 120°C, vorzugswei jedoch
bei der Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels, durchgeführt.
[0013] Die anschließende Hydrolyse wird vorzugsweise in Gegenwart ein Säure wie Salzsäure
oder einer Base wie Natronlauge oder Kalilauge zweckmäßigerweise in einem geeigneten
Lösungsmittel wie Methanol, Methanol/Wasser, Äthanol, Isopropanol oder Dioxan/ Wasser
bei Temperaturen zwischen 50 und 120°C, vorzugsweise je doch bei der Siedetemperatur
des Reaktionsgemisches, durchgeführt.
[0014] Ferner können die erfindungsgemäß erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel
I gewünschtenfalls mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre physiologisch
verträglichen Säureadditionssalze mit ein oder zwei Äquivalenten der betreffendei
Säure übergeführt werden. Hierbei haben sich beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure,
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Maleinsäure oder
Fumarsäure als geeignet erwiesen.
[0015] Die als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen der allgemeinen Formeln II und III
erhält man nach an sich bekannten Verfahren, beispielsweise durch Umsetzung eines
entsprechenden Phenols mit
! Epichlorhydrin in Gegenwart von Natrium- oder Kaliumhydroxid; ; das so erhaltene
Epoxiderivat wird durch Umsetzung mit einem entsprechenden Amin und anschließende
Cyclysierung mit Thionylchlorid in Dimethylformamid zu dem entsprechenden Morpholinderivat
übergeführt.
[0016] Wie bereits eingangs erwähnt, weisen die neuen Morpholinderivate der allgemeinen
Formel I und deren physiologisch verträgliche Säureadditionssalze mit anorganischen
und organischen Säuren wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, nämlich eine
Wirkung auf das Zentralnervensystem, insbesondere jedoch antidepressive, antikonvulsive
und/oder sedierend-muskelrelaxierende oder anxiolytische Wirkungen.
[0017] Beispielsweise wurden die Verbindungen
A = 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid,
B = 2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin- hydrochlorid,
C = 2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid,
D = 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-morpholin-hydrochlorid und
E = 2-(2-Amino-5-brom-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-isopronyl- morpholin-dihydrochlorid
,im Vergleich zu
F = 2-(2-Äthoxy-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
auf ihre biologischen Wirkungen wie folgt untersucht:
1. Die antidepressive Wirkung wurde am Modell des Antagonismus gegen die durch Reserpin
hervorgerufene Hypothermie bei Mäusen (ASKEW, B. M., Life Sci. 2, 725, 1963) geprüft.
Bei 20 - 26 g schweren männlichen Mäusen wurde durch 3 mg/kg Reserpin s.c. Hypothermie
erzeugt. 17 Stunden später wurde die Körpertemperatur mittels eines elektrischen Schlundsondenthermometers
gemessen. Anschließend wurden Gruppen von 6 - 10 Tieren die zu prüfenden Substanzen
in der Dosis von 40 mg/kg p.o. verabreicht. Kontrollgruppen erhielten das Lösungsmittel
(Aqua dest.). Die Körpertemperaturen wurden 1 - 4 Stunden nach Substanzverabreichung
in stündlichem Abstand gemessen. Zur Auswertung wurden der maximale Wiederanstieg
der Körpertemperatur der Substanzgruppe mit den Temperaturen der Kontrolltiergruppen
verglichen und die Temperaturunterschiede mit dem MANN-WHITNEY-U-Test auf Signifikanz
geprüft.
2. Die antikonvulsive Wirkung der zu prüfenden Substanzen wurde am Modell der Wirkung
gegen den maximalen Elektrokrampf bei Mäusen (SWINYARD, E. A., BROWN, W. C., GOODMAN,
L. A., J. Pharmacol. exp. Ther 106, 319, 1952) ermittelt. Dazu wurde bei 10 männlichen,
20-26 g schweren Mäusen ein Krampfzustand mit Wechselstrom (50 mA, 50 Hz, 0,2 sec
Dauer) über mit physiologischer : Kochsalz-Lösung angefeuchtete, an den Kopf der Tiere
gelegte Metallelektroden erzeugt, wobei das Ausbleiben der tonischen Extensorkomponente
dieses Krampfes 150 Minuten nach Substanzgabe als antikonvulsive Wirkung gewertet
wurde. ED50-Werte wurden als Dosen mit 50%iger Krampfhemmung nach LITCHFIELD und WILCOXON (J.
Pharmacol. exp. Ther. 96, 99, 1949) berechnet.

[0018] Die nachfolgende Tabelle enthält die Ergebnisse der Versuche 1 bis 4:
5. Die toxische Wirkung der zu prüfenden Substanzen wurde
a) als LD50-Wert, als Dosis bei der 50 % der.Tiere nach einmaliger oraler Substanzverabreichung
und 14-tägiger Nachbeobachtung starben, nach dem Verfahren von LITCHFIELD und WILCOXON
(J. Pharmacol. exp. Ther. 96, 99, 1949) ermittelt. Hierbei wurden pro Dosis.5 weibliche
und 5 männliche 20 - 26 g schwere Mäuse verwendet.
b) In orientierenden Toxizitätsprüfungen wurden 5 weiblichen 20-26 g schweren Mäusen
die Substanzen mit 200, 500 oder 1 000 mg/kg oral verabreicht und die Tiere 24 Stunden
nachbeobachtet:

[0019] Die erfindungsgemäß erhaltenen Morpholinderivate der allgemeinen Formel I und deren
physiologisch verträgliche Säureadditionssalze mit anorganischen und organischen Säuren
eignen sich daher insbesondere zur Behandlung von Depressionen und von Angstzuständen
und .lassen sich zur pharmazeutischen Anwendung in die üblichen pharmazeutischen Zubereitungsformen
wie Tabletten, Dragees, Kapseln, Suppositorien, Ampullen, Suspensionen oder Lösungen,
gegebenenfalls in Kombination mit anderen Wirksubstanzen, einarbeiten. Die Einzeldosis
am Menschen beträgt hierbei zweekmäßigerweise 20 bis 50 mg.
[0020] Die'nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern:
Beispiel A
1.2-Epoxy-3-(2-nitro-phenoxy)-propan
[0021] Eine Mischung von 318 g o-Nitrophenol, 304 g Epichlorhydrin und 160 g festem Kaliumhydroxid
in 3 1 Wasser werden 16 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Nach dieser Zeit
wird die-Mischung 3 x mit je 1000 ml Chloroform extrahiert. Die vereinigte Chloroform-Phase
wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum am Rotationsverdampfer
zur Trockne eingedampft. Der ölige Rückstand wird in 500 ml Isopropanol aufgenommen.
Nach Zusatz von 500 ml Petroläther tritt Kristallisation ein. Die Kristalle werden
abgesaugt und mit Petroläther gewaschen. Schmelzpunkt: 45 - 47°C
eis iel B
4-Benzyl-2-(2-nitro-henoxy-methlen-moholin-hydrochlorid
[0022] j70 g 1,2-Epoxy-3-(2-nitro-phenoxy)-propan und 57,5 g Benzylamino- äthanol werden
in 300 ml Chloroform gelöst. Nach Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum wird die
Mischung 3 Stunden lang auf 140°C erhitzt. Nach dieser Zeit wird in 300 ml Dimethylformamid
gelöst und diese Lösung auf 0°C abgekühlt. Bei dieser Temperatur gibt man unter Rühren
tropfenweise 29,6 ml Thionylchlorid zu, rührt 3 Stunden lang bei Raumtemperatur und
erhitzt anschließend 16 Stunden lang auf Rückflußtemperatur. Nach Abkühlen wird in
Eis/Natronlauge eingerührt, wobei darauf geachtet wird, daß der pH-Wert>7 bleibt.
Es fällt ein schlecht filtrierbarer Niederschlag aus, der dreimal mit je 250 ml Chloroform
extrahiert wird. Die vereinigten Chloroform-Phasen werden mit Wasser gewaschen, über
Nätriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingeengt. Der verbleibende Rückstand
wird über 1 kg Kieselgel säulenchromatographiert, wobei eine Mischung von Chloroform/Essigester
= 4/1 als Elutionsmittel dient. Die vereinigten.Substanz enthaltenden Eluate werden
im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in Isopropanol aufgenommen und
diese Lösung mit ätherischer Salzsäure angesäuert. Es tritt Kristallisation ein. Die
ausgeschiedenen Kristalle werden abgesaugt und aus Isopropanol/Äther = 1/1 umkristallisiert.
Schmelzpunkt: 206 - 208°C.
[0023] Analog den Beispielen A und B wurden folgende Verbindungen hergestellt:
4-tert.Butyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 175
- 177°C
4-Methyl-2-(4-nitro-phenoxy-methyien)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 216 - 218°C
4-Methyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin Schaum
4-Äthyl-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid .Schmelzpunkt: 240 - 242°C
4-Isopropyl-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 195
- 197°C
2-(4-Nitro-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin Schmelzpunkt: 105 - 107°C
4-tert.Butyl-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 201
- 203°C
4-Isopropyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 187
- 189°C
4-Benzyl-2-(5-methyl-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 192 - 194°C
4-Benzyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid Schmelzpunkt: 206 - 208°C
2-(4-Chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 208 - 210°C
4-Benzyl-2-(4-chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 218 - 220°C
2-(2-Chlor-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-hydrochlorid
'Schmelzpunkt: 205 - 206°C
4-Benzyl-2-(2-chlor-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 198 - 200°C
4-Benzyl-2-(5-methyl-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 198 - 200°C
4-Benzyl-2-(3-methyl-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Schmelzpunkt: 217 - 218°C
[0024] Die folgeden Verbindungen wurden durch Umsetzung der entsprechenden Benzylverbindung
mit Carbäthoxychlorid (siehe Beispiel 6) hergestellt:
4-Carbäthoxy-2-(2-chlor-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin Schmelzpunkt: 106 - 108°C
4-Carbäthoxy-2-(4-chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin Schmelzpunkt: 91 - 93°C
4-Carbäthoxy-2-(3-methyl-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin Schmelzpunkt: 88 - 91°C
Beispiel C
3-(4-Acetamino-phenoxy)-1,2-evoxy-propan
[0025] Eine Mischung aus 178 g 4-Hydroxy-acetanilid, 166 g Epichlorhydrin und 52 g festem
Natriumhydroxid in 1,2 1 Wasser wird 20 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Der
feste Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und aus Isopropanol kristallisiert.
[0026] Schmelzpunkt: 116 - 118°C.
Beispiel D
2-(4-Acetamino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin
[0027] 51 g 3-(4-Acetamino-phenoxy)-1,2-epoxy-propan und 37,8 g Benzylaminoäthanol werden
in 250 ml Chloroform gelöst. Nach Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum wird die
Mischung 3 Stunden lang auf 140°C erhitzt. Nach dieser Zeit wird in 200 ml Dimethylformamid
gelöst und diese Lösung auf 0° abgekühlt. Bei dieser Temperatur gibt man unter Rühren
tropfenweise 19,6 ml Thionylchlorid zu, rührt 3 Stunden lang bei Raumtemperatur und
erhitzt anschliessend 16 Stunden lang auf Rückflußtemperatur. Nach Abkühlen wird in
Eis/Natronlauge eingerührt, wobei darauf geachtet wird, daß der pH-Wert > 7 bleibt.
Es fällt ein schlecht filtrierbarer Niederschlag aus, der dreimal mit je 200 ml Chloroform
extrahiert wird. Die vereinigte Chloroform-Phase wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet und im Vakuum zur Troekne eingeengt. Der verbleibende Rückstand wird über
800 g Kieselgel säulenchromatographiert, wobei Essigester als Elutionsmittel dient.
Die ver- einigten Substanz enthaltenden Eluate werden im Vakuum zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand wird in Toluol aufgenommen und durch Zusatz von Petroläther zur Kristallisation
gebracht. Die Kristalle werden abgesaugt und mit Petroläther gewaschen.
Schmelzpunkt: 120 - 122°C.
[0028] Analog den Beispielen C und D wurden folgende Substanzen hergestellt
2-(4-Acetamino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-hydrochlorid Schaum
2-(2-Acetamino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin Öl
2-(2-Acetamino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin Öl
Beispiel 1
2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0029] 25 g 4-Benzyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid werden in 450 ml
Methanol gelöst und nach Zusatz von 2 g 10%iger Palladiumkohle bei 5 at Druck und
bei Raumtemperatur hydriert, bis die theoretische Menge Wasserstoff aufgenommen ist.
Nach Entfernen des Katalysators wird die Methanol-Lösung im Vakuum zur Trockne eingeengt,
der Rückstand in heißem Äthanol gelöst und die Lösung mit ätherischer Salzsäure versetzt.
Beim Stehenlassen tritt Kristallisation ein. Die Kristalle werden abgesaugt und mit
einer Mischung aus Äthanol und Äther gewaschen.
Schmelzpunkt: 126 - 130°C.
Beispiel 2
2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-moroholin-hydrochlorid
[0030] 16 g 4-tert.Butyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid werden in 150
ml Methanol gelöst und nach Zusatz von 1 g 10%iger Palladiumkohle bei 5 at Druck und
bei Raumtemperatur hydriert, bis die theoretische Menge Wasserstoff aufgenommen ist.
Nach Entfernen des Katalysators wird die Methanol-Lösung im Vakuum zur Trockne eingeengt
und der Rückstand aus Äthanol kristallisiert.
Schmelzpunkt: 224 - 226°C (Zers.).
Beispiel 3
4-Äthoxycarbonyl-2-(4-amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-moroholin- hydrochlorid
[0031] 12 g 4-Äthoxycarbonyl-2-(2-chlor-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin werden in 200
ml Äthanol gelöst. Unter Kühlung mit Eis un unter Rühren tropft man 150 ml konz. Salzsäure
zu und gibt danac unter weiterer Kühlung während 1,5 Stunden portionsweise 75 g Zinn-II-chlorid
zu. Nach beendeter Zugabe gießt man auf Eis, ste mit 10 n Natronlauge alkalisch und
extrahiert 3 mal mit je 200 m Chloroform. Die vereinigten Chloroform-Extrakte werden
mit Wasse gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trock eingedampft.
Der Rückstand wird in Isopropanol gelöst und die Is propanol-Lösung mit ätherischer
Salzsäure angesäuert. Es tritt Kristallisation ein. Die ausgeschiedenen Kristalle
werden abgesa und mit Isopropanol gewaschen. Schmelzpunkt: 116 - 117°C (Zers.).
Beispiel 4
2-(2-Amino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-dihydrochlorid
[0032] 17 g 2-(2-Acetamino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin werden in 200.ml
Äthanol gelöst und nach Zugabe einer Lösung von 5 g Natriumhydroxid in 50 ml Wasser
2 Stunden lang am Rückfluß gekocht. Die Lösung wird zur Entfernung des Alkohols eingeengt,
der Rückstand wird zwischen Wasser und Chloroform verteilt; der Chloroformextrakt
wird getrocknet und zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird in Isopropanol gelöst
und mit äthanolischer Salzsäure angesäuert, worauf 2-(2-Amino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-dihydrochlorid
auskristallisiert; es wird abgesaugt mit wenig Isopropanol gewaschen und getrocknet.
Schmelzpunkt: 230 - 233°C (Zers.).
Beispiel 5
2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-mrpholin-hydrochlorid
[0033] 9 g 2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid werden in 100 ml Eisessig
gelöst. Unter Rühren tropft man hierzu eine Lösung von 3,7 ml Brom in 20 ml Eisessig.
Nach beendeter Zugabe gießt man in Eiswasser, stellt mit 10 n Natronlauge alkalisch
und extrahiert 3 mal mit je 200 ml Chloroform. Die vereinigten Chloroform-Extrakte
werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne
eingeengt. Der Rückstand wird in Äthanol gelöst und mit ätherischer Salzsäure angesäuert.
Der auskristallisierende Niederschlag wird abgesaugt und aus Äthanol kristallisiert.
Schmelzpunkt: 207 - 209°C.
Beispiel 6
2-(2-Amino-3,5-dibrom-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-carbäthoxy- morpholin
[0034] 16 g 2-(2-Amino-3,5-dibrom-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin werden in
350 ml Toluol gelöst und nach Zugabe von 5 ml Carbäthoxychlorid 4 Stunden am Rückfluß
gekocht. Das Reaktionsgemisch wird nach ca. 15-stündigem Stehen bei Raumtemneratur
im Vakuum eingeengt, der Rückstand mit Isopropanol verrieben, abgesaugt und aus Isopropanol
umkristallisiert, wobei 2-(2-Amino-3,5-dibrom-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-carbäthoxy-morpholin
vom Schmelzpunkt 105 - 107°C erhalten wird.
Beispiel 7
2-(4-Amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0035] 9 g 4-Äthoxycarbonyl-2-(4-amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
werden in 100 ml Methanol gelöst. Nach Zusatz von 10 g festem Natriumhydroxid wird
3 Stunden lang auf Rückflußtemperatur erhitzt. Die Lösung wird anschließend im Vakuum
zur Trockne eingeengt und der Rückstand zwischen Wasser und 100 ml Chloroform verteilt.
Die wässrige Phase wird noch 2 mal mit je 100 ml Chloroform extrahiert. Die vereinigten
Chloroform-Extrakte werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und
im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in Isopropanol gelöst. Die Lösung
wird mit ätherischer Salzsäure angesäuert. Der auskristallisierende Niederschlag wird
abgesaugt undaus Äthanol kristallisiert.
Schmelzpunkt: 271 - 274°C.
Beispiel 8
2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin-hydrochlorid
[0036] Hergestellt aus 4-Methyl-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin durch katalytische
Hydrierung analog Beispiel 2.
Schmelzpunkt: 179 - 182°C.
Beispiel 9
2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin-dihydrochlorid
[0037] Hergestellt aus 4-Methyl-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin durch katalytische
Hydrierung analog Beispiel 2.
Schmelzpunkt: 262 - 265°C (Zers.).
Beispiel 10
2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-morpholin-dihydrochlorid
[0038] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid durch
katalytische Hydrierung analog Beispiel 1. Schmelzpunkt: 250 - 254°C.
Beispiel 11
4-Äthyl-2-(4-amino-henox-methlen)-morpholin-hdrochlorid
[0039] Hergestellt aus 4-Äthyl-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid durch
katalytische Hydrierung analog Beispiel 2. Schmelzpunkt: 199 - 200°C.
Berspiel 12
a-o (-AinIno-onenoxy-methylen)-4isopropyl-morpholin-hydrocnlorio
[0040] Dergestellt aus 4-IsopropyI-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpho lin-hydrochlorid
durch katalytische Hydrierung analog Beispiel 2, Schmelzpunkt: 179 - 181
oC.
Beispiel 13
2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-phenyI-moroholin-hydrochlorid.
[0041] Hergestellt aus 2-(4-Nitro-phenoxy-methyIen)-4-phenyI-morphoIin durch katalytische
Hydrierung analog Beispiel 2.
Schmelzpunkt: 210 - 215
oC (Zers.).
Beispiel 14
2- (4-Amino-phenoxy-methylen)-4-tert , butyI-morpholin-hydrochIoric
[0042] HergesteIIt aus 4-tert.ButyI-2-(4-nitro-phenoxy-methylen)-morpho-Iin-hydrochlorid
durch katalytische Hydrierung analog Beispiel 2. Schmelzpunkt: 155 - 157
oC.
BeispieI 15
2- (2-Amino-phenoxy-tethylen)-4-is opropyI-morpholin-hydro ch lorid
[0043] Hergestellt aus 4-Isopropy1-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpho-Iin-hydrochIorid
durch katalytische Hydrierung analog Beispiel 2. Schmelzpunkt.

Beispiel 16
2-(2-Amino-5-methyI-phenoxy-methylen)-morpholin
[0044] Hergestellt aus 4-BenzyI-2-(5-methyl-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
durch katalytische Hydrierung analog Beispiel 1.
Schmelzpunkt: 108 110°C.
Beispiel 17
2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-benzyI-morpholin-dihy drochIorid
[0045] HergesteIIt aus 4-BenzyI-2-(2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid durch
Reduktion mit Zinn-II-chIorid analog Beispiel 3. Schmelzpunkt: 248 - 253
oC.
BeispieI 18
2- (2-Amino-4-chlor-phenoxy-methyIen)-4-is opropy I-morpholin-dihydrochIorid
[0046] 'Hergestellt aus 2-(4-Chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl- morpholin-hydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-chIorid analog Beispiel 3.
Schmelzpunkt: 248 - 252°C.
Beispiel 19
2-(2-Amino-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzy1-morpholin-hydrochlorid
[0047] Hergestellt aus 4-Benzyr1-2-(4-chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpholihydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-chlorid analog Beisle1 3.

Beispiel h0
2-(2-Am; o-4-chI phenoxy-methylen)-4-carbäthoxy morpholin
[0048] HergestoIIt aus 4-Ca thoxy-2- (4-chlor-2-nitro-phenoxy-methylen)-morpho-, n durch
Redukt mit Zinn-II-chlorid analog BeispieI 3. Schmelpunkt: 110 - 112
o Schmel ounkt: 110 - 112
Beispie 21
2-(4-A: no-2-chlor-phenoxy-meth n)-4-isopropyl-morpholin- hydrochorid
[0049] Herges ;ieIIt aus 2-(2-Chlor-4-nitro-p.ory-methylen)-4-isopropy1- morphejin-hydrochIorid
durch Reduktion Zinn-II-chlorid
ana- log Be:spieI 3.

Beipiel 22
2-4-Amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzy1-mor lin-hydrochlo- rid
[0050] Forgestellt aus 4-Benzy1-2-(2-chlor-4-nitro-phenoxy- y1en)-morpholin-hydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-ch-analog Beispiel 3.
Schmelzpunkt: 229
- 230°C.
Beispiel 23
2-(2-Amino-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-hydrochlorid
[0051] Hergestellt aus 4-Benzy1-2-(5-methy1-2-nitro-phenoxy-methylen)-morphoIin-hydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-chlorid analog Beispiel 3.
Schmelzpunkt: 191 - 193
oC.
Beispiel 24
2-(4-Amino-3-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-hydrochlorid
[0052] Hergestellt aus 4-Benzyl-2-(3-methyl-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-chlorid analog Beispiel 3.
Schmelzpunkt: 172 - 175°C.
Beispiel 25
2-(4-Amino-3-methyl-phenoxy-methylen)-4-carbäthoxy-morpholin- hydrochlorid
[0053] Hergestellt aus 4-Carbäthoxy-2-(3-methy1-4-nitro-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
durch Reduktion mit Zinn-II-chlorid analog Beispiel 3.
Schmelzpunkt: 195 - 198
oC (Zers.).
Beispiel 26
2-(2-Amino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid
[0054] Hergestellt aus 2-(2-Acetamino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin und
Natronlauge analog Beispiel 4.
Schmelzpunkt: 242 - 248°C (Zers.).
Beispiel 27
2-(4-Amino-phenaxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid
[0055] Hergestellt aus 2-(4-Acetamino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin und Natronlauge
analog Beispiel 4.
[0056] Schaum.

Beispiel 28
2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy1-morpholin-hydrochlorid
[0057] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin- hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
Schmelzpunkt: 211 - 213°C (Zers.).
Beispiel 29
2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin-hydro- .chlorid
[0058] Hergestellt aus 2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-methyl-morpholin- hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 207 - 209°C.
Beispiel 30
2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-isopropy1-morpholin- hydrochlorid
[0059] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0060] Schmelzpunkt: 178 - 180°C.
Beispiel 31
2-(4Amino-3,5 dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0061] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-morpholin-dihydrochlorid und Brom analog
Beispiel 5.
[0062] Schmelzpunkt: 183 - 185°C.
Beispiel 32
2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-hydrochlorid
[0063] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morphclin- dihydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0064] Schmelzpunkt: 234 - 236°C
Beispiel 33
2-(4-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-morpholin- hydrochlorid
[0065] Hergestellt aus 2-(4-Amino-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-morpholin- lin-hydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 228 - 230°C (Zers.).
Beispiel 34
2-(2-Amino-3,5-dibrom=phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin- ydrochlorid
[0066] Hergestellt aus 2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-is opropyl-morpho: hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
Schmelzpunkt: 115 - 117°C (Zers.).
Beispiel 35
4-Äthy1-2-(2-amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydro chlorid
[0067] Hergestellt aus 4-Äthyl-2-(2-amino-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 255 - 257°C.
Beispiel 36
2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-hydr chlorid
[0068] Hergestellt aus 2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin dihydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0069] Schmelzpunkt: 220 - 225°C.
Beispiel 37
2- (2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-morpholin- hydrochlorid
[0070] Hergestellt aus 2-(2-Amino-phenoxy-methylen)-4-tert.butyl-morpholin-hydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0071] Schmelzpunkt: 243 - 245°C (Zers.).
Beispiel 38
2-(2-Amino-5-brom-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-dihy drochlorid
[0072] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-isopropyl. morpholin-dihydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0073] Schmelzpunkt: 225 - 228°C (Zers.).
Beispiel 39
2-(2-Amino-5-brom-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin- hydrochlorid
[0074] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin-dihydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0075] Schmelzpunkt: 235 - 237°C.
Beispiel 40
2-(2-Amino-5-brom-4-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin
[0076] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin dihydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0077] Schmelzpunkt: 130 - 132°C.
Beispiel 41
2-(4-Amino-5-brom-2-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid
[0078] Hergestellt aus 2-(4-Amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin-hydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0079] Schmelzpunkt: 182 - 185°C.
Beispiel 42
2-(4-Amino-5-brom-2-chlor-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-hydrochlorid
[0080] Hergestellt aus 2-(4-Amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-4-isopropyl- morpholin-hydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0081] Schaum, Strukturbeweis durch NMR-Spektrum. Lösungsmittel CDCl
3/ CD
3OD:

Beispiel 43
2-(4-Amino-5-brom-2-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0082] Hergestellt aus 2-(4-Amino-2-chlor-phenoxy-methylen)-morpholin-dihydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0083] Schmelzpunkt: 220 - 22
3°
C.
Beispiel 44
2-(2-Amino-3-brom-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin- hydrochlorid
[0084] Hergestellt aus 2-(2-Amino-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin-hydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5.
[0085] Schmelzpunkt: 223 - 226°C.
Beispiel 45
2- (2-Amino-3-brom-5-methy1-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0086] Hergestellt aus 2-(2-Amino-5-methyl-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid und
Brom analog Beispiel 5.
[0087] Schmelzpunkt: 225 - 227
oC.
Beispiel 46
2-(2-Amino-3-brom-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-hydrochlorid
[0088] Hergestellt aus 2-(2-Amino-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-isopropyl- morpholin und
Brom analog Beispiel 5.
[0089] Schmelzpunkt: 205 - 207°C.
Beispiel 47
2-(4-Amino-3-brom-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid
[0090] Hergestellt aus 2-(4-Amino-5-methyl-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin-dihydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 241 - 243°C (Zers.),
Beispiel 48
2-(2-Amino-3,5-aibrom-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl-morpholin-dihydrochlorid
[0091] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-benzyl- morpholin-dihydrochlorid
und Brom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 122 - 125°C.
Beispiel 49
2-(2-Amino-3,5-dibrom-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl-morpholin-dihdrochlorid
[0092] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-nitro-phenoxy-methylen)-4-isopropyl- morpholin-dihydrochlorid
und Rrom analog Beispiel 5. Schmelzpunkt: 110 - 114°C.
Beispiel 50
2-(2-Amino-4-ehlor-phenoxy-methylen)-morpholin-dihydrochlorid
[0093] Hergestellt aus 2-(2-Amino-4-op;or-phenoxy-methylen)-4-carbäthoxy- morpholin und
Natriumhydroxid analog Beispiel 7.
[0094] Schmelzpunkt: 247 - 251°C.
Beispiel A
Tabletten zu 50 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
Zusammensetzung:
[0095]

Bes chreibung:
[0096]
Tab lettengewicht: 200 mg
Durchmesser: 8 mm, rund, biplan, beidseitige Facette, einseitige Teilkerbe
Herstellung:
[0097] wlirkstoff, CaHPO
4, Milchzucker und Maisstärke werden mit der wäßrigen PVP=Lösung gleichmäßig befeuchtet.
Dann wird die Masse durch 2 ma-Maschenweite gesiebt, im Umlufttrockenschrank bei 50°C
getroeknet und erneut gesiebt (1,5 mm-Maschenweite). Nach Zumischen des Schmiermittels
wird die Mischung auf einer Tablettiermas ehine verpreßt.
Beispiel B
Dragees zu 20 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
1 Drageekern enthält:
[0098]

Beschreibung:
[0099] Kerndurchmesser: 6 mm, rund, bikonvex, 5 mm Wölbungsradius
ernherstellung:
[0100] Erfolgt analog Beispiel A.
Dragierung:
[0101] Erfolgt im Dragierkessel mit einer gebräuchlichen Zucker-Dragiersuspension und anschließender
Polierung.
[0102] Drageegewicht: 130 mg.
Beispiel C
Kapseln zu 25 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid
1 Kapsel enthält:
[0103]

Herstellung:
[0104] Wirkstoff und Hilfsstoffe werden durch ein Sieb von 0,75 mm-Maschenweite gegeben
und anschließend gut miteinander vermischt. Abfüllung in Hartgelatine-Kapseln der
Größe 4.
[0105] Das Füllgewicht wird laufend überprüft.
[0106] Kapselfüllung: 150 mg
Beispiel D
Saft mit 25 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin- hydrochlorid pro
15 ml (1 Eßlöffel)
100 ml Saft enthalten:
[0107]

Herstellungsverfahren:
[0108] Dest. Wasser wird auf 70°C erhitzt. Hierin wird unter Rühren p-Hydroxybenzoesäuremethylester
und -propylester sowie Glycerin und Carboxymethylcellulose gelöst. Es wird auf Raumtemperatur
abgekühlt und unter Rühren der Wirkstoff zugegeben und gelöst. Nach Zugabe und Lösung
des Zuckers, der Sorbitlösung und des Aromas wird zur Entlüftung des Saftes unter
Rühren evakuiert.
15 ml Saft enthalten 25 mg Wirksubstanz
Beispiel E
Ampullen zu 10 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
[0109]

Herstellungsbeschreibung:
[0110] Zu einem geeichten Ansatzgefäß aus indifferentem Material wird die Hauptmenge des
N
2-gesättigten Ampullenwassers vorgelegt und nacheinander die Puffersubstanzen, die
Wirksubstanz und das Natriumchlorid unter Rühren und ständiger N
2-Begasung gelöst. Danach wird mit dem restlichen Ampullenwasser bis zur Eichmarke
aufgefüllt und durch Membranfilter sterilfiltriert. Die Abfüllung erfolgt unter Vor-
und Nachbegasung mit N
2 in gereinigte und sterilisierte 1 ml-Ampullen aus braunem Glas.
Beispiel F
Suppositorien zu 50 mg 2-(2-Amino-3,5-dibrom-phenoxy-methylen)-morpholin-hydrochlorid
1 Zäpfchen enthält:
[0111]

Herstellungsbeschreibung:
[0112] In die aus Suppositorienmasse bereitete und auf ca. 40°C temperierte Schmelze wird
der gemahlene Wirkstoff unter Rühren eingearbeitet und gleichmäßig verteilt. Die fertige
Suppositorienmasse wird bei laufendem Rührwerk in vorgekühlte Formen gegossen; nach
dem völligen Erstarren werden die Zäpfchen der Form entnommen.
[0113] Zäpfchengewicht: 1,7 g.