(19)
(11) EP 0 000 781 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.02.1979  Patentblatt  1979/04

(21) Anmeldenummer: 78100619.2

(22) Anmeldetag:  07.08.1978
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2E04B 5/55, E04F 13/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB LU NL SE

(30) Priorität: 08.08.1979 DK 3529/77

(71) Anmelder: Rockwool International A/S
DK-2640 Hedehusene (DK)

(72) Erfinder:
  • Hoyer, Helge
    DK-3460 Birkerod (DK)

(74) Vertreter: Köhne, Friedrich, Dipl.-Ing. 
Rondorferstrasse 5a
D-50968 Köln
D-50968 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gitterstruktur für Decken- oder Wandelemente


    (57) Gitterstruktur zu versteckt angeordneter Aufhängung oder Festmachung von rechteckigen oder evtl. quadratischen Decken- oder Wandelementen (3), wovon alle oder ein Teil flexibel sind. Um eine erleichterte Herunternehmung und Wiederaufsetzung dieser Decken- oder Wandelemente zu erreichen, ist die Gitterstrucktur durch einen ersten Satz von parallelen Trägerprofilen (1) und durch einen zweiten Satz von quer hierzu verlaufenden, parallelen Trägerprofilen (4) hergestellt, wobei die Decken- oder Wandelemente mittels in ihren Seitenrändern ausgeformten Nuten (5) in Stegen (2,6) der Trägerprofile (2,4) eingreifen, und wobei zumindest ein Teil des zweiten Satzes von Trägerprofilen (4) in einer Richtung flexibel ist.
    Hierdurch wird erreicht, dass die flexiblen Decken- oder Wandelemente (3) durch einen leichten Druck auf ihre Mitte vom Eingriff vorerst mit den Trägerprofilen (2) des zweiten Satzes und hiernach mit den Trägerprofilen (4) des ersten Satzes gelöst, danach leicht heruntergenommen bzw. wiederaufgesetzt werden können. Ausformungen von hierzu geeigneten, flexiblen, steifmaterialigen Trägerprofilen sind angegeben.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Gitterstruktur zu versteckt angeordneterAufhängung oder Festmachung von rechteckigen oder evtl. quadratischen Decken- oder Wandelementen, welche an sämtlichen vier Seitenrändern entlang unterstützt werden sollen, umfassend einen ersten Satz von parallelen Trägerprofilen, die fest angeordnet sind und sich an mehreren Elementen vorbei erstrecken und diese Elemente an zwei gegenüberstehenden Seitenrändern entlang unterstützen, sowie einen anderen Satz von Trägerprofilen, deren Länge annährend der Länge der restlichen beiden Seitenränder des Decken- oder Wandelementes entspricht.

    [0002] Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die versteckt angeordnete Aufhängung oder Festmachung von einer Anzahl von Decken- oder Wandelementen, die aus leicht biegbarem Material, z.B. Mineralwolle, hergestellt sind, wobei eine versteckt angeordnete Aufhängung von aus akustisch dämpfenden Elementen bestehenden Unterdecken mit besonderem Vorteil durch die Erfindung durchgeführt werden kann.

    [0003] Aus der englischen Patentschrift Nr. 1 112 185 ist eine Gitterstruktur zu einer versteckt angeordneten Aufhängung von Deckenelementen mittels einer Anzahl von parallelen Trägerprofilen und zwischen diesen quer angeordneten anderen parallelen Trägerprofilen bekannt. Die Trägerprofile sind in einer solchen Weise ausgeformt, dass sie in Nuten der Ränder der Decken- oder Wandelemente eingreifen. Wenn ein solches Decken- oder Wandsystem fertigmontiert ist, ist es unmöglich geworden, ein einzelnes Element aus der Mitte der Struktur herunterzunehmen bzw. in die Mitte der Struktur aufzusetzen, ohne dass dies Element zerstört wird, oder dass es hierzu notwendig ist, eine grosse Anzahl von Elementen herunterzunehmen bzw. aufzusetzen. In der englischen Patentschrift ist daher auch vorgeschlagen worden, dass eine neue Platte aufgesetzt und durch eine spezielle Klammer festgehalten wird. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass das Material über den Nuten des Elementes entfernt wird, was zeitraubend ist. Wenn es um ein grösseres Element geht, dass aufgesetzt werden muss, werden viele Klammern benötigt, um eine durch die Schwerkraft hervorgerufene Durchbiegung des Elementes nach unten zu vermeiden.

    [0004] Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe eine Gitterstruktur zu versteckt angeordneterAufhängung oder Festmachung von Decken- oder Wandelementenzu schaffen, wobei die obengenannten Nachteile vermieden worden sind, wenn durch irgendwelche Ursache ein Element,heruntergenommen und wieder aufgesetzt werden soll, wenn sich dieses Element in der Mitte der Decken- oder Wandfläche befindet. Weiterhin soll der Nachteil, wobei die bekannte Elementstützbauweise eine Durchbiegung flexibler Decken- oder Wandelemente zulässt, vermieden werden.

    [0005] Diese Aufgabe ist gemäss der vorliegenden Erfindung bei einer Gitterstruktur der am Anfang erwähnten Gattung dadurch gelöst worden, dass zumindest ein Teil des zweiten Satzes von Trägerprofilen in einer Richtung flexibel ist.

    [0006] Hierdurch ist erreicht worden, dass ein Element ohne Zerstörung heruntergenommen werden kann, und dass dasselbe Element ohne irgendwelcher Hilfsmassnahmen wieder aufgesetzt werden kann.

    [0007] Eine weitere Ausformung gemäss der Erfindung sieht vor, dass der zweite Satz von flexiblen Trägerbauteilen, welche jede aus Trägerprofilen mit mindestens zwei einen Winkel zu einander bildenden Stegen bestehen, in Teilträgerprofile aufgeteilt ist, welche in der Teilungsebene an der Teilungsfläche des einen Steges entlang eine Scharnierverbindung aufweist. Durch diese Aufteilung der Trägerprofile des zweiten Satzes wird erreicht, dass sämtliche Trägerprofile aus demselben steifen Material hergestellt werden können, und obwohl die Trägerprofile des zweiten Satzes je aus mehreren überschnittenen Trägerprofilen bestehen, wird ein steifes, jedoch leicht nach oben biegsames Trägerprofil erreicht.

    [0008] Bei einer weiteren Ausformung gemäss der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der zweite Satz von flexiblen Trägerteilen jede aus zwei nebeneinander verlaufenden Halbträgerteilen besteht, wobei der eine Halbträgerteil steif ist, während der andere Halbträgerteil flexibel und mit einem den ersten Halbträgerteil übergreifenden Stegflansch ausgerüstet ist. Hierdurch können jedoch nicht alle Decken-oder Wandelemente willkürlich heruntergenommen werden, lediglich jedes zweite Element lässt sich herunternehmen. Die evtl. Durchbiegung ist jedoch durch diese Bauweise weiterhin vermindert.

    [0009] Weitere Einzelheiten der Gitterstruktur nach der vorliegenden Erfindung wird an Hand von beispielsweisen Ausführungsformen gemäss der Erfindung, welche in der Zeichnung aufgezeichnet sind, näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt:

    Figur 1 perspektivisch dargestellt einen Teil einer Decke gemäss der vorliegenden Erfindung,

    Figur 2 einen Querschnitt durch ein Element und ein Trägerprofil gemäss der vorliegenden Erfindung,

    Figur 3 ein scharnierverbundenes Trägerprofil gemäss der vorliegenden Erfindung, und

    Figur 4 einen Querschnitt durch zwei Elemente und dazugehörende zwischenliegende Trägerprofile.



    [0010] Eine in Fig. 1 dargestellte Decke besteht aus leicht biegsamen, mit Nuten 5 ausgestatteten Elementen 3, welche z.B. aus Mineralwolle hergestellt sind. Die Elemente 3 können wie dargestellt quadratisch sein, sie können jedoch auch z.B. rechteckig sein. Die Elemente 3 sind in einer Gitterstruktur aufgehängt, welche aus einem ersten Satz von Trägerprofilen 1 mit waagerechten Flanschen oder Stegen 2 besteht, die in den Nuten der Elemente 3 einpassen. Quer zu den Trägerprofilen 1 ist ein zweiter satz von zwischenliegenden Trägerprofile 4 mit waagerechten Flanschen oder Stegen 6 angeordnet. Wenn diese zwischenliegenden Trägerprofile 4 des zweiten Satzes gemäss der Erfindung biegsam und/ oder flexibel gemacht werden, ist es möglich, einzelne Elemente 3 aus der Decke ohne besondere Hilfsmassnahmen herunterzunehmen und aufzusetzen. Falls um an evtl. über der Decke angeordnete, technische Installationen heranzukommen durch ein oder mehrere Elemente herunterzunehmen, gegebenenfalls auszutauschen, wird vorsichtig auf die Mitte des herunterzunehmenden Elementes 3 oder der herunterzunehmenden Elemente 3 gedrückt, was möglich ist, wenn die Trägerprofile 4 biegsam und/oder flexibel gemacht sind. Bei nach oben Drücken auf die Elemente 3 gehen die Flansche oder Stege 2 aus Eingriff mit den Nuten 5, wonach die Elemente 3 heruntergenommen werden können. Wenn die Elemente 3 wieder aufgesetzt werden sollen, wird die eine Nute 5 über den Flansch oder Steg 2 geführt, und die Elemente 3 werden vorsichtig auf ihre Mitte nach oben gedrückt, bis die gegenüberstehende Nute 5 über den entsprechenden Flansch oder Steg 2 des nebenliegenden Trägerprofils 1 geführt werden kann. Hiernach werden die Elemente 3 lossgelassen, und sie sitzen nachher richtig an ihrem Platz.

    [0011] Die Trägerprofile 4 des zweiten Satzes können auf mehreren Weisen biegsam und/oder ilexiLtl gemacht werden. Eine von diesen Weisen ist in Fig. 2 dargestellt. Jedes dieser Trägerprofile 4 kann in zwei oder mehrere Trägerteilprofile 4' aufgeteilt werden. Die Trägerprofile 4' können dicht zusammensitzen, oder sie können im Abstand zwischen einem oder mehreren TrägerteiLrßofilen 4' angeordnet werden. Bestehen die Trägerprofile 4 des zweiten Satzes aus Trägerteilprofilen 4', können sie aus einem steifen Material hergestellt werden. Die Trägerprofile können mehrere verschiedene Formen annehmen. In Fig. 2 sind L-Trägerprofile gezeigt, z.B. können aber auch U-Trägerprofile benutzt werden. Der beste Erfolg wird erreicht, falls zumindest ein Teil der Trägerteilprofile 4', wie in Fig. 3 gezeigt, scharnierverbunden ist. Die Scharnierverbindung 7 kann in der einfachsten Ausführungsform ein Bügel aus Stahldraht sein, der durch Löcher in den Flanschen oder Stegen 6' geführt ist.

    [0012] Die Trägerprofile 4 können auch aus Kunststoff hergestellt sein, und sie können in nach oben gerichteter Richtung dadurch biegsam und/oder flexibel gemacht werden, dass der obere Teil des Trägerprofils 4 überschnitten ist, sodass das Trägerprofil lediglich durch den waagerechten Flansch oder Steg 6 zusammengehalten ist, wodurch dies wie ein Scharnier fungiert. Das Trägerprofil kann nicht nach unten gebogen werden, da die überschnittenen, oberen Teile des Trägerprofils 4 gegen einander stossen.

    [0013] Die Elemente 3 können auch in der Weise eingehängt werden, dass jedes zweite Element 3 in der Gitterstruktur mittels steifen Trägerprofilen festgehalten ist, und dass jedes zweite Element 3 durch biegsame und/oder.flexible Trägerprofile festgehalten ist. Diese Weise ist in schematischer Form in Fig. 4 angedeutet. Hier ist ein Element 3,mittels eines steifen U-Trägerprofils 8 an beide Seiten des Elementes einmontiert. Das Element 3' ist dagegen mittels biegsamen und/oder flexiblen Trägerprofilen 4 einmontiert. Die Trägerprofile 4 können in der in Fig. 4 dargestellten Ausformung vorliegen, wobei der Stegflansch 9 des Trägerprofils 4 auf dem Stegflansch 10 des U-Trägerprofils 8 ruht, wodurch sichergestellt wird, dass die Elemente 3 und 3' in derselben Höhenlage aufgehängt sind.

    [0014] Bei den hier angegebenen Ausführungsbeispielen ist lediglich die Montierung von Decken beschrieben worden. Die vorliegende Erfindung lässt sich jedoch auch sehr wohl für die Montierung von Wandelementen einsetzen. Es ist weiterhin möglich andere und in vielen anderen als die hier erwähnten Weisen ausgeformten Trägerprofile zu verwenden.


    Ansprüche

    1. Gitterstruktur zu versteckt angeordneter Aufhängung oder Festmachung von rechteckigen oder evtl. quadratischen Decken- oder Wandelementen, welche an sämtlichen vier Seitenrändern entlang unterstützt werden sollen, umfassend einen ersten Satz von parallelen Trägerprofilen, die fest angeordnet sind und sich an mehreren Elementen vorbei erstrecken und diese Elemente an zwei gegenüberstehenden Seitenrändern entlang unterstützen, sowie einen zweiten Satz von Trägerprofilen, deren Länge annährend der Länge der restlichen beiden Seitenränder des Decken- oder Wandelementes entspricht,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest ein Teil des zweiten Satzes von Trägerprofilen in einer Richtung flexibel ist.
     
    2. Gitterstruktur nach Anspruch 1
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der zweiten Satz von flexiblen Trägerbauteilen, welche jede aus Trägerprofilen mit mindest zwei einen Winkel zu einander bildenden Stegen bestehen, in Teilträgerprofile aufgeteilt ist, welche in der Teilungsebene an der Teilungsfläche des einen Steges entlang eine Scharnierverbindung aufweist.
     
    3. Gitterstruktur nach Anspruch 1 oder'2
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der zweite Satz von flexiblen Trägerteilen jede aus zwei nebeneinander verlaufenden Halbträgerteilen besteht, wobei der eine Halbträgerteil steif ist, während der andere Halbträgerteil flexibel und mit einem den ersten Halbträgerteil übergreifenden Stegflansch ausgerüstet ist.
     




    Zeichnung