[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Gitterstruktur zu versteckt angeordneterAufhängung
oder Festmachung von rechteckigen oder evtl. quadratischen Decken- oder Wandelementen,
welche an sämtlichen vier Seitenrändern entlang unterstützt werden sollen, umfassend
einen ersten Satz von parallelen Trägerprofilen, die fest angeordnet sind und sich
an mehreren Elementen vorbei erstrecken und diese Elemente an zwei gegenüberstehenden
Seitenrändern entlang unterstützen, sowie einen anderen Satz von Trägerprofilen, deren
Länge annährend der Länge der restlichen beiden Seitenränder des Decken- oder Wandelementes
entspricht.
[0002] Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die versteckt angeordnete Aufhängung
oder Festmachung von einer Anzahl von Decken- oder Wandelementen, die aus leicht biegbarem
Material, z.B. Mineralwolle, hergestellt sind, wobei eine versteckt angeordnete Aufhängung
von aus akustisch dämpfenden Elementen bestehenden Unterdecken mit besonderem Vorteil
durch die Erfindung durchgeführt werden kann.
[0003] Aus der englischen Patentschrift Nr. 1 112 185 ist eine Gitterstruktur zu einer versteckt
angeordneten Aufhängung von Deckenelementen mittels einer Anzahl von parallelen Trägerprofilen
und zwischen diesen quer angeordneten anderen parallelen Trägerprofilen bekannt. Die
Trägerprofile sind in einer solchen Weise ausgeformt, dass sie in Nuten der Ränder
der Decken- oder Wandelemente eingreifen. Wenn ein solches Decken- oder Wandsystem
fertigmontiert ist, ist es unmöglich geworden, ein einzelnes Element aus der Mitte
der Struktur herunterzunehmen bzw. in die Mitte der Struktur aufzusetzen, ohne dass
dies Element zerstört wird, oder dass es hierzu notwendig ist, eine grosse Anzahl
von Elementen herunterzunehmen bzw. aufzusetzen. In der englischen Patentschrift ist
daher auch vorgeschlagen worden, dass eine neue Platte aufgesetzt und durch eine spezielle
Klammer festgehalten wird. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass das Material über
den Nuten des Elementes entfernt wird, was zeitraubend ist. Wenn es um ein grösseres
Element geht, dass aufgesetzt werden muss, werden viele Klammern benötigt, um eine
durch die Schwerkraft hervorgerufene Durchbiegung des Elementes nach unten zu vermeiden.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe eine Gitterstruktur zu versteckt angeordneterAufhängung
oder Festmachung von Decken- oder Wandelementenzu schaffen, wobei die obengenannten
Nachteile vermieden worden sind, wenn durch irgendwelche Ursache ein Element,heruntergenommen
und wieder aufgesetzt werden soll, wenn sich dieses Element in der Mitte der Decken-
oder Wandfläche befindet. Weiterhin soll der Nachteil, wobei die bekannte Elementstützbauweise
eine Durchbiegung flexibler Decken- oder Wandelemente zulässt, vermieden werden.
[0005] Diese Aufgabe ist gemäss der vorliegenden Erfindung bei einer Gitterstruktur der
am Anfang erwähnten Gattung dadurch gelöst worden, dass zumindest ein Teil des zweiten
Satzes von Trägerprofilen in einer Richtung flexibel ist.
[0006] Hierdurch ist erreicht worden, dass ein Element ohne Zerstörung heruntergenommen
werden kann, und dass dasselbe Element ohne irgendwelcher Hilfsmassnahmen wieder aufgesetzt
werden kann.
[0007] Eine weitere Ausformung gemäss der Erfindung sieht vor, dass der zweite Satz von
flexiblen Trägerbauteilen, welche jede aus Trägerprofilen mit mindestens zwei einen
Winkel zu einander bildenden Stegen bestehen, in Teilträgerprofile aufgeteilt ist,
welche in der Teilungsebene an der Teilungsfläche des einen Steges entlang eine Scharnierverbindung
aufweist. Durch diese Aufteilung der Trägerprofile des zweiten Satzes wird erreicht,
dass sämtliche Trägerprofile aus demselben steifen Material hergestellt werden können,
und obwohl die Trägerprofile des zweiten Satzes je aus mehreren überschnittenen Trägerprofilen
bestehen, wird ein steifes, jedoch leicht nach oben biegsames Trägerprofil erreicht.
[0008] Bei einer weiteren Ausformung gemäss der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
der zweite Satz von flexiblen Trägerteilen jede aus zwei nebeneinander verlaufenden
Halbträgerteilen besteht, wobei der eine Halbträgerteil steif ist, während der andere
Halbträgerteil flexibel und mit einem den ersten Halbträgerteil übergreifenden Stegflansch
ausgerüstet ist. Hierdurch können jedoch nicht alle Decken-oder Wandelemente willkürlich
heruntergenommen werden, lediglich jedes zweite Element lässt sich herunternehmen.
Die evtl. Durchbiegung ist jedoch durch diese Bauweise weiterhin vermindert.
[0009] Weitere Einzelheiten der Gitterstruktur nach der vorliegenden Erfindung wird an Hand
von beispielsweisen Ausführungsformen gemäss der Erfindung, welche in der Zeichnung
aufgezeichnet sind, näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 perspektivisch dargestellt einen Teil einer Decke gemäss der vorliegenden
Erfindung,
Figur 2 einen Querschnitt durch ein Element und ein Trägerprofil gemäss der vorliegenden
Erfindung,
Figur 3 ein scharnierverbundenes Trägerprofil gemäss der vorliegenden Erfindung, und
Figur 4 einen Querschnitt durch zwei Elemente und dazugehörende zwischenliegende Trägerprofile.
[0010] Eine in Fig. 1 dargestellte Decke besteht aus leicht biegsamen, mit Nuten 5 ausgestatteten
Elementen 3, welche z.B. aus Mineralwolle hergestellt sind. Die Elemente 3 können
wie dargestellt quadratisch sein, sie können jedoch auch z.B. rechteckig sein. Die
Elemente 3 sind in einer Gitterstruktur aufgehängt, welche aus einem ersten Satz von
Trägerprofilen 1 mit waagerechten Flanschen oder Stegen 2 besteht, die in den Nuten
der Elemente 3 einpassen. Quer zu den Trägerprofilen 1 ist ein zweiter satz von zwischenliegenden
Trägerprofile 4 mit waagerechten Flanschen oder Stegen 6 angeordnet. Wenn diese zwischenliegenden
Trägerprofile 4 des zweiten Satzes gemäss der Erfindung biegsam und/ oder flexibel
gemacht werden, ist es möglich, einzelne Elemente 3 aus der Decke ohne besondere Hilfsmassnahmen
herunterzunehmen und aufzusetzen. Falls um an evtl. über der Decke angeordnete, technische
Installationen heranzukommen durch ein oder mehrere Elemente herunterzunehmen, gegebenenfalls
auszutauschen, wird vorsichtig auf die Mitte des herunterzunehmenden Elementes 3 oder
der herunterzunehmenden Elemente 3 gedrückt, was möglich ist, wenn die Trägerprofile
4 biegsam und/oder flexibel gemacht sind. Bei nach oben Drücken auf die Elemente 3
gehen die Flansche oder Stege 2 aus Eingriff mit den Nuten 5, wonach die Elemente
3 heruntergenommen werden können. Wenn die Elemente 3 wieder aufgesetzt werden sollen,
wird die eine Nute 5 über den Flansch oder Steg 2 geführt, und die Elemente 3 werden
vorsichtig auf ihre Mitte nach oben gedrückt, bis die gegenüberstehende Nute 5 über
den entsprechenden Flansch oder Steg 2 des nebenliegenden Trägerprofils 1 geführt
werden kann. Hiernach werden die Elemente 3 lossgelassen, und sie sitzen nachher richtig
an ihrem Platz.
[0011] Die Trägerprofile 4 des zweiten Satzes können auf mehreren Weisen biegsam und/oder
ilexiLtl gemacht werden. Eine von diesen Weisen ist in Fig. 2 dargestellt. Jedes dieser
Trägerprofile 4 kann in zwei oder mehrere Trägerteilprofile 4' aufgeteilt werden.
Die Trägerprofile 4' können dicht zusammensitzen, oder sie können im Abstand zwischen
einem oder mehreren TrägerteiLrßofilen 4' angeordnet werden. Bestehen die Trägerprofile
4 des zweiten Satzes aus Trägerteilprofilen 4', können sie aus einem steifen Material
hergestellt werden. Die Trägerprofile können mehrere verschiedene Formen annehmen.
In Fig. 2 sind L-Trägerprofile gezeigt, z.B. können aber auch U-Trägerprofile benutzt
werden. Der beste Erfolg wird erreicht, falls zumindest ein Teil der Trägerteilprofile
4', wie in Fig. 3 gezeigt, scharnierverbunden ist. Die Scharnierverbindung 7 kann
in der einfachsten Ausführungsform ein Bügel aus Stahldraht sein, der durch Löcher
in den Flanschen oder Stegen 6' geführt ist.
[0012] Die Trägerprofile 4 können auch aus Kunststoff hergestellt sein, und sie können in
nach oben gerichteter Richtung dadurch biegsam und/oder flexibel gemacht werden, dass
der obere Teil des Trägerprofils 4 überschnitten ist, sodass das Trägerprofil lediglich
durch den waagerechten Flansch oder Steg 6 zusammengehalten ist, wodurch dies wie
ein Scharnier fungiert. Das Trägerprofil kann nicht nach unten gebogen werden, da
die überschnittenen, oberen Teile des Trägerprofils 4 gegen einander stossen.
[0013] Die Elemente 3 können auch in der Weise eingehängt werden, dass jedes zweite Element
3 in der Gitterstruktur mittels steifen Trägerprofilen festgehalten ist, und dass
jedes zweite Element 3 durch biegsame und/oder.flexible Trägerprofile festgehalten
ist. Diese Weise ist in schematischer Form in Fig. 4 angedeutet. Hier ist ein Element
3,mittels eines steifen U-Trägerprofils 8 an beide Seiten des Elementes einmontiert.
Das Element 3' ist dagegen mittels biegsamen und/oder flexiblen Trägerprofilen 4 einmontiert.
Die Trägerprofile 4 können in der in Fig. 4 dargestellten Ausformung vorliegen, wobei
der Stegflansch 9 des Trägerprofils 4 auf dem Stegflansch 10 des U-Trägerprofils 8
ruht, wodurch sichergestellt wird, dass die Elemente 3 und 3' in derselben Höhenlage
aufgehängt sind.
[0014] Bei den hier angegebenen Ausführungsbeispielen ist lediglich die Montierung von Decken
beschrieben worden. Die vorliegende Erfindung lässt sich jedoch auch sehr wohl für
die Montierung von Wandelementen einsetzen. Es ist weiterhin möglich andere und in
vielen anderen als die hier erwähnten Weisen ausgeformten Trägerprofile zu verwenden.
1. Gitterstruktur zu versteckt angeordneter Aufhängung oder Festmachung von rechteckigen
oder evtl. quadratischen Decken- oder Wandelementen, welche an sämtlichen vier Seitenrändern
entlang unterstützt werden sollen, umfassend einen ersten Satz von parallelen Trägerprofilen,
die fest angeordnet sind und sich an mehreren Elementen vorbei erstrecken und diese
Elemente an zwei gegenüberstehenden Seitenrändern entlang unterstützen, sowie einen
zweiten Satz von Trägerprofilen, deren Länge annährend der Länge der restlichen beiden
Seitenränder des Decken- oder Wandelementes entspricht,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil des zweiten Satzes von Trägerprofilen in einer Richtung flexibel
ist.
2. Gitterstruktur nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweiten Satz von flexiblen Trägerbauteilen, welche jede aus Trägerprofilen
mit mindest zwei einen Winkel zu einander bildenden Stegen bestehen, in Teilträgerprofile
aufgeteilt ist, welche in der Teilungsebene an der Teilungsfläche des einen Steges
entlang eine Scharnierverbindung aufweist.
3. Gitterstruktur nach Anspruch 1 oder'2
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Satz von flexiblen Trägerteilen jede aus zwei nebeneinander verlaufenden
Halbträgerteilen besteht, wobei der eine Halbträgerteil steif ist, während der andere
Halbträgerteil flexibel und mit einem den ersten Halbträgerteil übergreifenden Stegflansch
ausgerüstet ist.