[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Garen bzw. Erhitzen von Eßwaren in einem
Garraum mit mehreren Etagen zum Aufstellen des Gargutes, der mit mehreren Lüftern
und diesen zugeordneten elektrischen Heizelementen bestückt ist.
[0002] Aus der DE-AS 1 009 465 ist ein Gerät dieser Art bekannt. Bei diesem Gerät sind zwei
Heißluftumwälzer vorgesehen, die an je einer sich gegenüberliegenden Seitenwand des
Garraumes angebracht sind.
[0003] Mit diesem Gerät ist ein wirtschaftliches Garen bzw. Zubereiten von Eßwaren aber
nur möglich, wenn sämtliche Etagen des Garraumes mit Gargut beschickt sind, da infolge
der sich im Garraum gegenüberstehenden beiden Heißluftumwälzer mit Heizelementen die
Heißluft immer durch den gesamten Garraum gefördert bzw. gewirbelt wird. Außerdem
müssen beide Heißluftumwälzer immer mit der gleichen Drehzahl betrieben werden, um
eine gleichmäßige Beaufschlagung sämtlicher Etagen mit Heißluft zu gewährleisten.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein Gerät der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß einerseits die Betriebsmöglichkeiten vergrößert und andererseits eine rationelle
sowie schonende Zubereitung der Eßwaren bzw. des Gargutes erzielt wird.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
daß jede Gargut-Etage unmittelbar mit einem eigenen Heizlüfter mit Heißluft versorgt
wird, wodurch der Garvorgang insgesamt beschleunigt abläuft und auf das jeweilige
Gargut in einer Etage entsprechend abgestimmt werden kann.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung ist es zweckmäßig, die einzelnen Heizlüfter unabhängig
voneinander mit unterschiedlichen Drehzahlen zu betreiben. Dadurch ergibt sich der
große Vorteil, daß jede Etage mit einem andersartigen Gargut beschickt werden kann
und somit in den Garraum mehrere, nach ihrer Art unterschiedlich zu behandelnde Gargüter
gleichzeitig gegart bzw. zubereitet werden können.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, den Garraum
im Bodenbereich mit einem Wasserbad als Dampferzeuger zu versehen. Dadurch wird durch
die von den einzelnen Heizlüftern erzeugten Heißluftströme Wasserdampf mitgerissen
und dem Gargut zugeführt. Auf diese Weise wird ein übermäßiges Austrocknen bestimmter
Speisen beim Garvorgang vermieden und somit eine besonders schonende Zubereitung des
zu garenden Gutes erzielt. In besonders vorteilhafter Weise kann das Gerät dann auch
bei ausgeschalteten Garraumheizungen, jedoch eingeschalteter Wasserbadheizung, betrieben
werden.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 und 2 ein Gerät zum Garen bzw. Erhitzen von Eßwaren in verschiedenen Schnitten.
[0009] Das in den Figuren dargestellte Gerät zum Garen bzw. Erhitzen von Eßwaren besitzt
einen Garraum 1, dessen vordere Beschickungsseite durch eine Tür 2 unter Zwischenschaltung
einer üblichen Dichtung 3 verschießbar ist. Der Garraum 1 kann mit mehreren Etagenrosten
oder dgl. ausgerüstet sein, so daß in diesem in mehreren Etagen I, II, III, IV übereinander
Gargut eingebracht werden kann. Vorzugsweise an der Rückseite des Garraumes 1 sind
mehrere durch je einen Motor 5 antreibbare Lüfter 4 nach Art von Radialventilatoren
vorgesehen, die zweckmäßig mit einem Abstand von etwa maximal 400 mm übereinanderliegend
angeordnet sind. Auf diese Weise werden bei Betrieb dieser Heizlüfter mehrere zur
Tür 2 hin gerichtete Luftströme gebildet. Konzentrisch um die einzelnen Lüfter 4 sind
übliche Mantelrohrheizelemente 6 geführt. Im Bodenbereich des Garraumes 1 ist in vorteilhafter
Weise ein Flüssigkeits- bzw. Wasserbad 7 vorgesehen, welches über einen darunter angeordneten
elektrischen Heizkörper 8 aufheizbar ist und dann als Dampferzeuger für den Garraum
1 dient. Außerdem dient das Bad in vorteilhafter Weise zum Auffangen und schonenden
Aufbewahren von Fond (Fett bzw. Fleisch- und Gemüsesaft). Dadurch werden Belästigungen
durch verbrannten Fond vermieden. Deckseitig ist der Behandlungsraum 1 mit einer regelbaren
Öffnung 9 ausgerüstet, durch welche das Abführen von Heißluft und Wasserdampf aus
dem Garraum 1 über eine Schwadenklappe 9' gesteuert werden kann. Dem Wasserbad 7 kann
je nach Bedarf über einen durch ein Ventil absperrbaren Wasserzulauf 10 Wasser zugeführt
werden. Zum Entleeren des Wasserbades 7 ist bodenseitig ein Entleerungshahn 11 vorgesehen.
[0010] Vor jedem der Heizlüfter 4 mit dem konzentrisch um diesen herumgeführten Heizelement
6 ist eine abnehmbare Abdeckung 12 gesetzt, die mittig eine Saugöffnung 13 sowie seitliche
Austrittsöffnungen 14 aufweist, durch die die Heißluft in seitliche Schächte 14' gelangt.
[0011] Die einzelnen Abdeckungen 12 sind dabei so gestaltet,daß die Radialgebläseschaufeln
4' der Heizlüfter 4 voneinander durch Stege 15 getrennt sind. Dadurch wird eine gleichmäßige
Umwälzung der Heißluft in den einzelnen durch die Heizlüfter 4 vorgegebenen Gargut-Etagen
I bis IV im Garraum erzielt.
[0012] Das Steuern bzw. Regeln der Beheizung sowohl für den Garraum 1 als auch für das Wasserbad
7, der Schwadenklappe 9', des Wasserzulaufes 10 und Entleerungshahnes 11 für das Wasserbad
7 und der Drehzahl der einzelnen Heizlüfter 4 untereinander kann über ein entsprechend
ausgelegtes Programmschaltwerk für das jeweilige Gargut im Garraum 1 automatisch gesteuert
werden.
[0013] Das vorgeschlagene Gerät ist für alle bekannten Garverfahren bzw. -vorgänge, wie
z.B. Trocknen, Aufwärmen, Regenerieren, Warmhalten, Braten, Backen, Überbacken, Grillen,
Auftauen, Toasten, Kochen, Dämpfen, Dünsten, Schmoren, Einkochen, Blanchieren, Vor-
und Fertiggaren usw. bestens geeignet, da es sowohl mit trockener Heißluft als auch
mit einem Dampf-Luft-Gemisch oder nur mit Wasserdampf betreibbar ist.
1. Gerät zum Garen bez. Erhitzen von Eßwaren in einem Garraum (1) mit mehreren Etagen
(I, II, III, IV) zum Abstellen des Gargutes, der mit mehreren Heizlüftern (4) und
diesen zugeordneten elektrischen Heizelementen (6) bestückt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Heizlüfter (4) an einer gemeinsamen Seite des Garraumes (1) mit Abstand
übereinanderliegend angeordnet sind und die von den Heizlüftern (4) erzeugten Heißluftströme
so geführt sind, daß zur gegenüberliegenden Seite des Garraumes (1) gerichtete Luftströme
gebildet werden.
2. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizlüfter (4) unabhängig voneinander mit unterschiedlichen Drehzahlen betreibbar
sind.
3. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Garraum (1) im Bodenbereich als Dampferzeuger ein Wasserbad (7) aufweist.
4. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Wasserbad (7) ein elektrischer Heizkörper (8) zugeordnet ist.
5. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Garraum (1) deckseitig eine regelbare Öffnung (9) aufweist.
6. Gerät nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Öffnung (9) eine steuerbare Schwadenklappe (9') vorgesehen ist.
7. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Wasserbad (7) ein steuerbarer Wasserzulauf (10) und ein Entleerungshahn (11)
zugeordnet sind.
8. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor jedem der Heizlüfter (4) eine abnehmbare Abdeckung (12) mit einer mittigen
Saugöffnung (13) sowie seitlichen Austrittsöffnungen (14) angeordnet ist.
9. Gerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen übereinander befindlichen Abdeckungen (12) voneinander durch Stege
(15) getrennt sind.